Rauscher-Nachfolge – so einer wie Tichy? Von der österreichischen Zugerichtetheit auf Rechtsextremes

Hans Rauscher hat das Rentenalter wohl schon vor vielen, vielen Jahren erreicht – vor einem Jahrzehnt bereits? Es stellt sich also durchaus die Frage, wer wird ihm nachfolgen? In dieser Tageszeitung österreichischen Qualitätszuschnittes? Einer wie Tichy? Das wäre nur folgerichtig. Kurzrasche Anpassung an zurzeitige Herrschaftsverhältnisse in diesem Herr-Karl-Land mit seinen Herr-Karl-Aktionen …

Hans Rauscher selbst brachte mit seinem Einserkastlbeitrag „Merkel-Nachfolge: So einer wie Kurz?“ die Frage nach seiner Nachfolge auf.

Und dieser Beitrag von ihm ist exemplarisch für die Zugerichtetheit in Österreich auf Rechtsextremes.

„Die ‚FAZ‘ schrieb, günstig wäre ein Kandidat wie Sebastian Kurz, der der extremen Rechten ‚die Luft rauslässt‘. Tatsächlich ist es denkbar, dass ein rechterer CDU-Chef und Kanzler die AfD, die bisher ’nicht kleinzukriegen‘ ist, zumindest beschränken könnte. Die Frage ist nur, ob derjenige dann, so wie Sebastian Kurz, mit der extremen Rechten, der AfD, eine Koalition schmieden würde/ müsste. CDU/CSU und AfD hätten allerdings gemeinsam wohl keine Mehrheit. Und wenn doch, dann steht zu befürchten, dass eine AfD im Machtrausch […]

Das schreibt Hans Rauscher am 02.11.18, und vorbei.

Wer immer den Vorsitz der CDU übernehmen wird, die CDU wird eine Koalition mit der AfD nicht schmieden müssen. Denn die AfD ist bloß eine „Volkspartei der 13“. Hingegen kommen nach der jüngsten Umfrage die Grünen auf 24 Prozent, somit hätten CDU und Grüne eine Mehrheit von mehr als 50 Prozent.

Aber für Hans Rauscher stellt sich nur die Frage, von den österreichischen Verhältnissen zugerichtet und verdorben, nach einer Koalition CDU mit der „Volkspartei der 13“.

Was Österreich hat, soll auch Deutschland haben.

In diesem Österreich, wo sofort weggeschrieben wurde, daß Volkspartei und FPÖ nur einen letzten Platz in den Koalitionsvarianten einnimmt, und nun, exemplarisch von Hans Rauscher, weggeschrieben wird, die realistische und mit einer Mehrheit ausgestattete Koalitionsmöglichkeit von CDU und Grüne in Deutschland.

Die Daten dieser Umfrage wurden zwischen dem 29. Oktober und dem 2. November 2018 erhoben, also genau zu jener Zeit, als für Hans Rauscher nur eine Koalitionsspekulation in Frage kommt, die mit der „Volkspartei der 13“ …

Es bricht sich, dafür steht auch ein Hans Rauscher exemplarisch, ein sonderlicher Österreichstolz Bahn … „unser Bundeskanzler“ wäre also günstig für die CDU als Parteivorsitzender, „der der extremen Rechten ‚die Luft rauslässt'“ – aber die FAZ schreibt nicht, das soll in einer gemeinsamen Regierung …

Es bietet sich mit Luft ein platter Witz an. Kurz selbst war und ist darauf angewiesen, daß er selber mit Luft aufpumpt wird, und die FPÖ hat ihn bereits mit reichlicher Luft aufgepumpt, aber mit einer Luft, die mit der Luft, die lebensnotwendig ist, nichts, gar nichts zu tun hat. Das ist nicht wahr. Kurz und Strache, um diese beiden für die zurzeitige schwarzidentitäre Regierung exemplarisch zu nennen, haben sich gegenseitig mit ihren Lüften aufgepumpt, und pumpen sich weiter gegenseitig mit ihren Lüften auf, herauskommt dabei ein Gemisch, das erstickt …

… und das entspricht auch der Wirklichkeit in Deutschland. Niemand sieht in Deutschland die „Volkspartei der 13“ als regierungsfähig und als regierungswürdig an. Ganz im Gegenteil. Die Forderung nach einer Beobachtung der „Volkspartei der 13“ durch den Verfassungsschutz verstärken sich.

Und die CDU hat erst bewiesen, daß sie nicht mit der AfD in einer Regierung sitzen will, sehr wohl aber mit den Grünen. Als die FDP als Koalitionspartnerin absprang, wandte sich in Deutschland mehr oder weniger zu gleichen Zeit, als in Österreich eine Regierung mit der FPÖ gebildet wurde, niemand der AfD zu,

Unvorstellbar in Deutschland: eine Österreich-Koalition

sondern es wurde eine große Koalition gebildet, weil eben niemand eine rechtsextreme AfD in der Regierung haben wollte und nach wie vor haben will.

Ja, Deutschland ist nicht Österreich. Auf mannigfache Weise ist Deutschland

Kurz zur positiven Entwicklung in Deutschland und zu dem um den Schlaf bringenden Österreich.

nicht Österreich. Und dafür kann sogar der von Hans Rauscher in diesem seinem Beitrag angesprochene Friedrich Merz, der CDU-Vorsitzender werden könnte, als Beispiel herangezogen werden.

Während in Österreich ein Roland Tichy in eine Fernsehanstalt eingeladen wird, um über österreichische Bildungspolitik zu diskutieren, lehnt in Deutschland sogar ein Friedrich Merz die Verleihung eines Preises an ihn ab, nur damit er, Merz, nicht mit einem Tichy auf derselben Bühne stehen muß.

In Österreich hingegen lehnt niemand einen Preis ab, und mag dieser noch so anrüchig sein, mögen seine Auspreisenden …

Österreichische Zugerichtetheit auf Rechtsextremes

 

Ein Gedanke zu „Rauscher-Nachfolge – so einer wie Tichy? Von der österreichischen Zugerichtetheit auf Rechtsextremes

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