„Unsere Stadt Ried“ – Robert Faller ist es nicht, antwortet „Wir sind (die) Gegengewalt“

Es wurde in

Robert Faller nach der Identität der Seitenbetreiber „Unsere Stadt Ried“ fragen

die Frage gestellt, ob es Robert Faller sein könnte, der …

Nun liegt eine Antwort vor, die redlicherweise nicht verschwiegen werden darf. Nicht direkt von Robert Faller, aber von „Wir sind (die) Gegengewalt“, für die gemäß Impressum Robert Faller verantwortlich zeichnet.

„Die Seite wurde nicht von Robert Faller erstellt. Aber da deine Seite vor Lügen und Hass voll ist Bernhard Kraut -fällt der FAIL auch nicht mehr auf!“

Und zur gleichen Zeit, um genau zu sein, drei Minuten später, stellt auch „Unsere Stadt Ried“ klar:

„Ich kann euch Versichern, das Robert Faller sicher nicht ls mit dieser Seite zu tun hat, Robert Faller ist der Administrator der Seite ‚GEGENGEWALT‘ Wir sind hier mehrer Administratoren. Nur um das klar zu stellen.“

Unsere Stadt Ried und WirsinddieGegengewalt zeitgleich - Robert Faller ist es nichtAlso nach „Unsere Stadt Ried“ hat auf „Wir sind (die) Gegengewalt“ doch Robert Faller selbst die oben angeführte Antwort geschrieben, denn von „Unsere Stadt Ried“ wird gewußt, daß Robert Faller der Administrator ist. Das wäre hier nicht gewagt worden zu schreiben, denn auf der Seite selbst ist kein Administrator namentlich angeführt. Aber da weiß „Unsere Stadt Ried“ offensichtlich mehr. Eines will aber „Unsere Stadt Ried“ nicht bekanntgeben, wer diese Seite gegründet hat und nun betriebt. Was wohl für einen Namen das „Ich“, welches synchron mit Robert Faller antwortet …

Robert Faller nach der Identität der Seitenbetreiber „Unsere Stadt Ried“ fragen

Die „Oberösterreichischen Nachrichten“ berichten über die Gründung einer Gruppe auf der Plattform des Unternehmens Facebook und schreiben, die Gründer möchten anonym bleiben. Nicht nur diese Tageszeitung verlinkt gleich zu „Unsere Stadt Ried“, auch beispielsweise die Tageszeitung „Der Kurier“, von der ebenfalls nicht hinterfragt wird, wer die Gründer sind, sondern deren Wunsch nach Anonymität ebenfalls ohne Not sofort erfüllt.

Unsere Stadt Ried - Robert Faller nach Betreiberidentität fragen

„Wir sind (die) Gegengewalt“ – Das gefällt „Unsere Stadt Ried“ einzig.

Wessen Wunsch erfüllen Medien damit? Besonders die zwei oben genannten Tageszeitungen? Den Wunsch von Robert Faller?

Was auf „Unsere Stadt Ried“ sogleich auffällt, ist, dieser „Gruppe“ gefällt „Gegengewalt“. „Gegengewalt“ wird betrieben von Robert Faller, der auch sofort schrieb, es müsse etwas dagegen getan werden:

„Dieses ‚RIED VIDEO‘ geht die Runde. Hoffe es rüttelt einige wach! Gegen (Ausländer-)Gewalt muss etwas getan werden! Gegengewalt -„

Wie groß kann der Zufall sein, daß den anonmyen Betreibern von „Unsere Stadt Ried“ ausgerechnet und sofort und einzig „Gegengewalt“ gefällt? Wer den Menschen kennt, weiß, wie gerne dieser doch verrät, was er macht, auch wenn er daraus ein Geheimnis machen möchte. Robert Faller wird dieser menschlichen Eigenschaft wohl auch nicht entgehen können. Und mit diesem Hinweis auf „Gegengewalt“ wird laut geschrien, fragt Robert Faller, ob er „Unsere Stadt Ried“ gegründet hat …

Die Gegengewalt von Robert Faller & Co

„Saufen – Geht raus und spielt.“ – „Fallers Fall vor Gericht.“

„Gegengewalt“ klingt gut und edel. Aber es ist keine Bewegung, die gegen Gewalt ist. Das ist bloß die verkürzte Schreibung. Diese Bewegung nennt sich „Wir sind (die) Gegengewalt“. Und um was für eine „Gegengewalt“ es sich dabei handelt, mit Robert Faller, dem im Zusammenhang mit dem Wiederbetätigungsgsetz Gerichten nicht Unbekannten, dafür reicht ein Hinweis:

„Zur Zeit“ wirbt Robert Faller als Abonnenten“

Möglicherweise antwortet Robert Faller gleich stolz und frei, er sei die Gruppe „Unsere Stadt Ried“ … Wie stolz werden die Medien dann auf ihre fallerischen Hilfsdienste sein?

Unsere Stadt Ried - Tirol wird Österreich - Eine Umdichtung

Wenn Männer Unterstützung brauchen, stehen freiheitliche Männer nicht an, beizuspringen.

Und noch einen Wunschen haben die Medien, nicht nur die zwei oben genannten Tageszeitungen, sogleich erfüllt, darüber ethnisch zu berichten, während es eine reine Männer-Geschichte ist, auch das muß nicht sonderlich noch ausgeführt werden, der Hinweis reicht aus auf:

Rapper aus Ried empfehlen sich für das Sortiment der mölzerischen „Zur Zeit“

Rapper aus Ried empfehlen sich für das Sortiment der mölzerischen „Zur Zeit“

Das wird aber von der freiheitlichen Homepage „Unzensuriert“, zu deren Autoren auch Andreas Mölzer gehört, nicht so gesehen. Ganz im Gegenteil. Was doch sehr verwundert. Gibt es doch nur Gemeinsames zwischen diesen Rappern und den Freiheitlichen …

Die Unterschiede, die die Freiheitlichen meinen auszumachen, können aber von ihnen nur ausgemacht werden, weil sie an die Sache nationalistisch herangehen und nicht, wie es richtig wäre, vom Geschlecht her. Wer dieses Video sich ansieht, wird sofort feststellen, es sind Männer. Männer, die sich abstoßend gebärden. Männer, die zur Frage zwingen, wie kann es heutzutage noch solche Männer geben …

Rapper aus Ried - Sortiment Zur ZeitMöglicherweise ahnen die Freiheitlichen aber selbst ein wenig schon, schrieben sie etwas gegen diese Rapper als Männer, würden sie sich damit selbst unweigerlich charakterisieren. Denn würden die Freiheitlichen etwas gegen die Männer in diesem Video sagen, sich über derartige Männer aufregen, sie würden sich damit selbst unweigerlich vorführen, sich selbst damit unweigerlich als abstoßend präsentieren. Nur dadurch, daß die Freiheitlichen sich über dieses Video nationalistisch aufregen, ist es ihnen überhaupt möglich, beispielsweise als Fürsprecher der Frauen aufzutreten, sich darüber zu echauffieren, daß Frauen in diesem Nuschelsingsang als „Huren“ … Denn was Freiheitliche beispielsweise verkaufen, weist sie nicht als Fürsprecher der Frauen aus. Schon von daher würde dieser Nuschelsingsang recht in das Sortiment des Buchdienstes der freiheitlichen „Zur Zeit“ passen, im Regal etwa gleich neben Frank Rennicke:

„Eine Hure, die es mit jedem treibt, ist ein emanzipiertes Klasseweib“

Männer … Und  nur vom Nationalistischen her ist es Männern möglich, anderen Männern ihre „Statussymbole“ vorzuhalten … He.-Chr. Strache, der sich auch als Rapper versucht, trägt seinen „schwarzen Mercedes“ als Statussymbol um den Arm gebunden … Vor lauter Starren auf das Symbol des Protzes dürfte es ihn unmöglich sein zu erkennen, welche Zeit …

Und die freiheitlichen Männer wissen genau die Symbole der „Grauen Wölfe“ anzuführen, die die Rapper in diesem Video … Nur bei der Einstufung der „Grauen Wölfe“ sind die freiheitlichen Männer plötzlich ganz ungenau, sie schreiben bloß von „extremistischen Grauen Wölfe(n)“, und wollen nicht ihr Wissen preisgeben, daß diese sonst als „rechtsextremistisch“ … Als wäre für freiheitliche Männer „Rechtsextremismus“ ein derat hoher Wert, der solchen Männern nicht zugestanden werden kann und will, als sei „Rechtsextremismus“ ein Vorrecht der ehrenreichen Gemeinschaft, in der freiheitliche Männer sonst verkehren, beispielsweise:

Andreas Mölzer programmiert für Rechtsextreme Maßnahmen

Etwas wenigstens sorgt für große Erleichterung, und zwar, daß nicht auch noch zusätzlich diese Videomänner aus Ried sich einbilden, bei Wahlen antreten zu wollen. Diese Nische des abstoßenden Mannes besetzen ohnehin die freiheitlichen Männer, und das schmälert die Erleichterung wieder ungemein …

„Alpen-Donau-Info“ als Vulgo-Name für die freiheitliche „Zur Zeit“ wäre recht passend

Es gibt in diesem von den Alpen und der Donau beherrschten Land die Tradition der Hausnamen als eindeutige Kennzeichnung. Eine sterbende Tradition. Das Sterben könnte aber aufgehalten werden, etwa dadurch, daß nun Zeitungen zur eindeutigen Kennzeichnung mit Vulgonamen getauft werden. Für Häuser ist diese Tradition sinnlos geworden, weil diese ohnehin durch das postalische System ausreichend  gekennzeichnet sind, sie dadurch leicht zu finden und keine Verwechslungen mehr möglich sind. Bei Zeitungen hingegen sind ihre Titel nicht immer richtig gewählt, oft tragen Zeitungsnamen mehr zur Verwirrung bei, als sie genau kennzeichnen, welche Zeitung eigentlich in der Hand gehalten wird.

Zur Zeit vulgo Alpen-Donau-InfoEin dafür recht geeignetes Beispiel ist das Magazin der freiheitlichen Gemein-Schaft: „Zur Zeit“. Zu welcher Zeit wird in diesem Magazin geschrieben? Zur Gegenwart? Nein. Auch wenn der Bezug auf tagesaktuelle Themen das vermuten lassen würde. Es wird doch ausschließlich mit Vergangenheitsmagazin auf die gegenwärtige Zeit geschossen, als Gegenwart aus der Gegenwart heraus behandelt. Zur Zeit gehört auch die Zukunft. Eine Zeitform, die der freiheitlichen ZZ gänzlich fremd ist, wird unter Zukunft Weiterentwicklung verstanden. Zukunft wird in diesem freiheitlichen Medium ebenfalls mit dem Vergangenheitsmagazin beschossen und zerschossen, bis aus Gegenwart und Zukunft, das scheint der Zweck zu sein, Vergangenheit bröckelt. Zur Vergangenheit also schreibt das Magazin der freiheitlichen Gemein-Schaft, die ihr Gegenwart und Zukunft ist.

Im Fokus der „Zur Zeit“ ist also räumlich und zeitlich Vergangenheit und Alpen-Donau-Gebiet, darauf konzentriert sich dieses freiheitliche Magazin obsessiv. So scheint es recht passend und zur deutlichen und eindeutigen Kennzeichnung, was für ein Medium das ist, der „Zur Zeit“ den Vulgonamen „Alpen-Donau-Info“ zu geben.

Das könnte beispielsweise für die Tageszeitung „Der Standard“ hilfreich sein, um nicht weiter über eine belanglose Website mit dem Namen „Alpen-Donau-Info“ zu berichten, um nicht weiter belanglose Websitesbetreiber zu interviewen. Aber nicht nur dieser Zeitung. Denn es erschien so gut wie allen Zeitungen in diesem Land berichtenswert, daß „Alpen-Donau-Info“ wieder … Betrieben von Richard Pfingstl. Es wird über eine völlig belanglose Website berichtet, es wird ein völlig belangloser Betreiber interviewt. Belanglos heißt, es ist keine Website von einer in Parlamenten vertretenen Partei. Belanglos heißt, Richard Pfingstl ist kein Abgeordneter des österreichischen Parlamentes, kein Abgeordneter des europäischen Parlamentes, kein Gemeinderat, kein Landtagsabgeordneter, kein dritter Nationalratspräsident … Die „Zur Zeit“ vulgo Alpen-Donau-Info der freiheitlichen Gemein-Schaft aber ist das Medium einer in vielen Parlamenten vertretenen Partei, das Medium von Abgeordneten auf allen politischen Ebenen, das Medium von einem dritten Nationalratspräsidenten.

Richard Pfingstl und Norbert Hofer - Anwälte der MeinungsfreiheitDie sogenannte neue „Alpen-Donau-Info“ von Richard Pfingstl beschäftigt sich vorwiegend mit dem Verbotsgesetz. Also mit dem, was auch für die freiheitliche ein vordringliches Anliegen ist. Aber die Beschäftigung von Richard Pfingstl mit dem Verbotsgesetz ist eine belanglose, während die freiheitliche Beschäftigung damit als keine belanglose abgetan werden kann, zumal die Bereitschaft nach jüngsten Meinungsumfragen, eine derartige Gemein-Schaft zu wählen, weiter im Ansteigen sich befindet …

Im Grunde weist der belanglose Richard Pfingstl selbst darauf hin, wenn er den freiheitlichen Abgeordneten Andreas Mölzer prominent auf seiner belanglosen Website zitiert und für die freiheitliche Gemein-Schaft eintritt, daß im Fokus der Berichterstattung auch in diesem Bereich die freiheitliche Gemein-Schaft mit ihrem Magazin Alpen-Donau-Info an erster Stelle …

Im Grunde präsentiert sich die sogenannte neue und ebenso belanglose als die sogenannte alte „Alpen-Donau-Info“ derzeit im Vergleich zur freiheitlichen nahezu harmlos. Wer das vergleichen möchte, kann hierfür u.v.a.m. zum Vergleich heranziehen:

Es geht um Erwirkung der Leugnungsfreiheit, nicht um den Schutz der Meinungsfreiheit

Eine Verharmlosung allerdings betreibt die Tageseitung „Der Standard“ mit dem Hinweis, Richard Pfingstl sei früher einmal ein Mitglied des Rings freiheitlicher Jugend gewesen. Das klingt geradeso, als ob solche Menschen in der freiheitlichen Gemein-Schaft nicht wohlgelitten wären, während es tatsächlich … Aber mit einer Gemein-Schaft, die möglicherweise zum bestehenden Einfluß auf allen politischen Ebenen zusätzlich noch stimmenstärkste Gemein-Schaft werden könnte, können und wollen aus Eigengeschäftsinteressen nicht so umspringen, wie mit einem belanglosen Robert Pfingstl, der auch nie in einer möglichen zukünftigen Regierung gar als Minister oder Vizekanzler oder sogar Kanzler …

NS Wenn Sie an einem weiteren Vergleich zwischen der belanglosen neuen „Alpen-Donau-Info“ eines belanglosen Betreibers mit nicht belanglosen Produkten von nicht belanglosen Funktionären und Funktionärinnen interessiert sind, eine kleine Auswahl:

Andreas Mölzer

Svoboda, Ukraine

Barbara Rosenkranz

Zur Zeit

Empfehlungen in der ADI zur Wiederlektüre

Alpen-Donauländische Satiren

Unzensuriert

Dritter Nationalratspräsident

Wehret den Anfängen

Belanglose Website eines Belanglosen

Frank Castdorf im Burgtheater – Wenn Kaiser entdecken müssen, auch nur Arbeitnehmer zu sein

Den Eigenschmeicheleien wird jetzt wohl niemand mehr folgen, denn über die Eigenschmeicheleien eines Arbeitnehmers, noch dazu eines entlassenen Arbeitnehmers, der vor das Arbeitsgericht ziehen muß, um seine Entlassung anzufechten, wird bloß milde und auch böse gelacht, milde kommentiert, ein armer Träumer, und auch hämisch, was für ein sich nicht kennender und sich überschätzender Narr …

Matthias Hartmann Ein Gedicht

„Castdorf, Frank, Regie“

Frank Castorf, der „Kaiser“, der sich „stalinistisch“ aufführen würde, hat schon einmal ganz klein nach den Arbeitnehmer- und Arbeitnehmerinnenschutzgesetzen geplärrt und geschluchzt, „stalinistischen Methoden“ sei er … nun muß sich Matthias Hartmann darauf besinnen, daß Dienstnehmer und Dienstnehmerinnen Rechte haben, wenigstens für sich selbst weiß er das jetzt ganz schnell …

Matthias Hartmann, Frank Castorf, … – Billeteure, die Kaiser und Fürsten spielen, und wenn die Wirklichkeit ihr Spiel stört, heilfroh sind, daß es Gesetze gibt, die sie anrufen können, wie das Personal, das von ihnen, den in Nerz gewandeten Bühnenfürsten, wie Rechtlose behandelt …

Frank Castorf ist dem Burgtheater ein Frank Castdorf

Wie gelesen werden kann, fehlt es im Burgtheater nicht nur im Finanziellen an Sorgfalt, sondern auch im Schriftlichen. „Frank Castdorf“ führt gemäß Burgtheaterprogramm Regie … Möglicherweise beabsichtigt so geschrieben. Kaisergemäß bestimmt nicht von Frank Castorf oder von Matthias Hartmann, aber vielleicht von einer Leihschreibkraft … Bleibt bloß die Frage, wenn mit Absicht, wie ist „Castdorf“ zu übersetzen? Dorfbesetzer? Abklatsch im Dorf? Oder hat doch Frank Castorf vorsorglich um diese Namensschreibung ersucht? Für den Fall, daß seine morgige Krönung keine Krönung … Er dann leichter die Verantwortung abschieben kann, es habe ja nicht er, Castorf, sondern ein gewisser Castdorf inszeniert … Aber das Abschieben von Verantwortung jedweder Art geht nur eine gewisse Zeit gut, richtiger: schlecht, wie eben aktuell Matthias Hartmann erkennen muß … der bald im kalten Arbeitsgerichtsflur neben dem Leihbilleteur auf der Holzbank sitzen wird, um auch zu seinem Recht als Arbeitnehmer …

Let there be Yacht. And there is Jet.

Ganz sicher ist sich Christoph Schönborn nicht, ob das eine Revolution ist. Von dieser Unsicherheit kann Christoph Schönborn aber befreit werden. Es ist die nackte Fortschreibung des seit Jahrhunderten äußerst lukrativen Geschäftes mit dem Produkt Gott, das unter vielen Namen bekannt ist. Und Papst Franziskus versucht nicht die Revolution, sondern bloß die Heimholung der erfolgreichsten Verkäufer des Produktes Gott, das auch unter dem Namen Kenneth Copeland bekannt ist, der sagt, jeder Gläubige und jede Gläubige sei ein Gott, allerdings mit einem kleinen „g“ geschrieben. Gott ist nach Copeland zwei Meter groß, bleibt die Frage, ob jetzt jeder Menschen, der zwei Meter groß ist, ein Gott, also einer mit einem großen „G“ …

Papst Franziskus Kenneth CopelandJorge Mario Bergoglio hat an Kenneth Copeland eine Grußbotschaft gesandt, in der er von Einigkeit spricht, davon, daß sie Brüder im Geiste sind, und im Anschluß daran ist zu sehen, wie Kenneth Copeland ebenfalls eine Handy-Botschaft an Papst Franziskus schickt, von gott zu gott and back to god. Wie groß ist Jorge Mario Bergoglio? Hoffentlich nicht zwei Meter und kein Gewicht von „90 kg“, denn die Kleinschreibung wäre dann falsch und auch unhöflich …

Papst Franziskus schickt eine Grußbotschaft an Kenneth Copeland und Christoph Schönborn verbreitet diese allerbravst und gehorsamst und Kenneth Copeland zählt die eingehenden Schecks und rechnet wohl schon fleißig, auf wie viele Schecks muß er noch warten, um das nächste Flugzeug kaufen zu können. Zum Reisen braucht das Ehepaar Copelands doch Privatjets, sonst aber brauchen sie nicht viel, denn allein durch die Kraft des Wortes können Gläubige, sagt Kenneth Copeland, befehlen – und er ist wahrlich ein Gläubiger -, daß eine „fast 30 m Yacht Wirklichkeit wird“ … Sonst sind die Copelands so bescheiden, wie es ihnen ihr Bruder im Geist im fernen Grätzel von Rom vorlebt. Den Kenneth Copeland im Vatikan gerne besuchen wird. Im Privatjet? Oder wird er sich dafür eine Yacht … Ob es dafür eine besondere Befehlsformel gibt? So nach der Art: Es werde Yacht. Und es ward Yacht …

gott spricht es werde yacht und es ward yachtDas hier darüber geschrieben wird, darf nicht als Kritik verstanden werden, nicht an Kenneth Copeland, denn er und die gesamte Bewegung des Wohlstandsevangeliums wird ohnehin zu Genüge kritisiert, und zwar von Gläubigen. Und was Gläubige untereinander für theologische Probleme und Debatten haben, ist für Außenstehende ohne Belang.

Das hier darüber geschrieben wird, darf nicht als Kritik verstanden werden, auch nicht an Jorge Mario Bergoglio und Christoph Schönborn. Aber nachdem beiden außerhalb ihrer Organisation nach wie vor derart große Bedeutung zugestanden wird, ist es nicht uninteressant zu erfahren, wie wenig sattelfest sie in ihrem eigenen Metier, also in der Theologie, zu schein scheinen, wenn sie derartige Gebrauchtwagenverkäuferinnen und Ersatzteilverscherbler hofieren … Wie sattelfest können sie also in Bereichen sein, die sie gar nicht gelernt oder studiert haben? Etwa in Politik oder Wirtschaft oder Wissenschaft oder Kunst oder … Was können sie zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen beitragen, das essentiell und fundiert ist? Etwa zur Frauengleichberechtigung oder zu … oder zu … oder …

Kenneth Copeland Money Pope FrancisSelbstverständlich sitzen Papst Franziskus und Christoph Schönborn fest im Sattel des Glaubens, in einer weder zu verifizierenden noch zu falszifierenden Disziplin sind alle, die für den Glauben reiten, sattelfest, weil im Grunde jedweder Glaube keine Disziplin ist, sondern eine Menschendisziplinierung. Wie Märchen entziehen sich auch Glauben der Überprüfbarkeit. Im Theoreich des Irrationalen ist jeder Mensch ein Gott , mit einem großen „G“ geschrieben, unabhängig von Körpergröße und Gewicht Wenig sattelfest sind sie in der Vermarktung und so ist es ihnen ein Gebot, daß sie einem Vermarktungsgott huldigen, ihn an ihrer Seite haben möchten, um ebenso erfolgreich in der Vermarktung zu sein, die sie Evangelisierung und Missionierung nennen. Vor allem Papst Franziskus ist davon derart besessen, daß es kein Wunder wäre, wenn bald von einer neuen sexuellen Spielart gesprochen werden würde, von einer Franziskus-Befriedigung … Mit „Evangelii Gaudium“ liegt von Jorge Mario Bergoglio ein erster deutlicher schriftlicher Beleg für diese Franziskus-Befriedigung vor …

PS Werden die Auftritte von Papst Franziskus bedacht, ist es nicht unrichtig zu sagen, er ist ein gelehriger Schüler der gods of the gogglebox … die wohl auch von den Jesuiten gelernt haben, das Jesuitentheater der heutigen Technik angepaßt zur Fernsehshow

Sehr hitlerisch würde Frank Castorf bei Abstimmungen werden

Nach all dem Gefasel von Walhalla, Selbstopfer, schwarzer Sonne und Siegerjustiz muß es Frank Castorf ganz wirr im Kopf gewesen sein, so daß er hitlerisch und stalinistisch verwechselte, denn zu Walhalla, zur schwarzen Sonne, zu Siegerjustiz und Selbstopfer paßt seine Aussage

„Ich habe hier Hausrecht! Ihr könnt das gerne auf der Straße machen! Ich würde da sehr stalinistisch werden, ohne Anflug von Demokratie. Und wenn dann mein Freund sich zur Burg äußert, der Strickjackenträger aus München …“

ganz und gar nicht, zu diesem castorfschen Geschwefel gehört „wallhallmäßig“ hitlerisch und nicht „stalinistisch“ … Aber Frank Castorf ist ein äußert vorsichtiger „Zertrümmerer“, so ist seine Verwechslung eine der Eigengeschäftsvorsorge geschuldete Verwechslung. Denn hätte er „hitlerisch“ gesagt, seine Karriere wäre augenblicklich zertrümmert. So sagte er „stalinistisch“, weil er mit Nachsicht rechnen kann, wo es in Wahrheit keine Nachsicht geben darf.

Stalinistisch würde Frank Castorf bei Abstimmungen werdenWas für eine ekelerregende und intellektuell erbärmliche Gedankenwelt Frank Castorf in diesem Interview, das er der Tageszeitung „Der Standard“ gab, offenbart, finde, wer kann, dafür Worte

Drei Auslassungspunkte werden auch von Frank Castorf verwendet. Oder war Ronald Pohl bereits so nachsichtig und freundlich zu Frank Castorf, nicht zu veröffentlichen, was er, Frank Castorf, mit seinem Strickjackenträgerfreund machen würde, wenn dieser sich zur Burg äußerte? War es eine Phantasie, in der etwa ein Strick … Hitler als auch Stalin knüpften das Band der Freundschaft gerne zu einem Strick … Strick – für Stalin als auch Hitler ein Synomym für Lösung. Etwas zu lösen, hieß für beide, zum Strick zu greifen. Die einzige Kompetenz, die beide besaßen, war die Strickknüpfkompetenz … Und welche andere Kompetenz könnte jemand in seine Bewerbung schreiben, der hitlerisch respektive stalinistisch

frank castorf anerkennt arbeitnehmer_innenrechte - für sich

Frank Castorf anerkennt Dienstnehmerinnen- und Dienstnehmerrechte – für sich.

Und es gibt weitere Verwechslungen, die Frank Castorf in diesem Interview … Er verwechselt beispielsweise eine ordentliche Buchführung mit Erbsenzählen, er verwechselt Leitung eines Theaerbetriebes mit dem Inszenieren auf der Bühne … ach, es lohnt nicht, zu all diesen Dummheiten mehr noch zu schreiben …

Gefährlich daran ist nur, daß ebendiese Dummheiten weiter die Bereitschaft sinken läßt, Kunst, Kultur und auch Theater großzügig zu fördern. Während es so enorm wichtig wäre, breitest für die Förderung zu werben, weil das eben so notwendig und wichtig und richtig ist. Aber auch ein Frank Castorf ist nur mehr für alle jene, die Subventionen rigoros streichen wollen, ein Argument, gegen das schwerlich anzukommen ist. Gegen die Entförderungsgeilheit wird nur das Versprechen hilfreich sein, es kommen neue Generationen, die Zeit der Castorfs ist vorbei, die Castorfs haben das Pensionsalter erreicht, ein paar Selbstinszenierungen werden noch zu ertragen sein, aber dann bricht ein neuer Bühnentag an, und dann so viel Förderungen als nur irgend möglich, maßlos für das Maßlose auf der Bühne, und nicht mehr zum Finanzieren von Theaterleitungsinkompetenz und Geschäftsgebarungssunfähigkeit

Thilo Sarrazin füttert Claus Peymann und zieht ihm dabei alte Hosen an

Vieles von dem, was Claus Peymann der Tageszeitung „Die Welt“ zum „Abbruch der Tilo-Sarrazin-Lesung“ im Berliner Ensemble gesagt hat, ist richtig, aber falsch.

Freiheitliche Peymann SarrazinEs ist richtig und vollkommen gerechtfertigt, dagegen zu sein, wenn Veranstaltungen auf diese ungehörige Weise gestört werden. Es ist richtig zu kritisieren, wenn die Kultur des Diskurses verkommt. Es ist richtig und vollkommen gerechtfertigt, jene verbal zu ohrfeigen, die aus hehren Idealen meinen eine Lesung auf eine derart unangemessene und inakzeptable Weise stören zu müssen.

Aber falsch ist es, es gleich als „nazihaft“ hinzustellen. Zu qualifizieren kann nicht gesagt werden, denn es ist keine qualifizierte Aussage von Claus Peymann, wenn er diese unangebrachte Störung eine „nazihafte“ nennt. Zum einen deshalb, weil er damit jene, die heutzutage als „Rechtsradikale“, als „Rechtsextreme“, als „Neonazi“ eingestuft werden, mit einem Werbespruch eines Unverdächtigen unterstützt, die seit langem schon öffentlich verleugnen, was sie sind, und das, was sie sind, öffentlich anderen vorwerfen, zu sein, beispielsweise „Nazis“. Und diese Kreise gehen bevorzugt mit Sprüchen von sogenannten Unverdächtigen hausieren, um ihren vermeintlichen Wahrheiten Wahrheit einzubrennen, sich selbst unverdächtig zu machen, die gesamte Nationalismus- und Revisionismus-Industrie ist gierig nach Aussagen von sogenannten Unverdächtigen, mit denen sie dann für sich werben können. Weiter ist es auch deshalb falsch, weil es auf das Steckenbleiben in der Sumpfzeit des deutschen reiches beharrt, kein Herauskommen fördert, keinen Ausweg aufzeigt. Und es ist gesellschaftsatmosphärisch gefährlich, denn, wenn ohnehin alles „nazihaft“ sei, was spräche noch dagegen, wieder …

Es ist richtig, was Claus Peymann in diesem Interview sagt, mit der Keule Rassismus muß vorsichtig umgegangen werden, aber es ist auch ein großer Bühnenmann damit wohl mehr als überfordert, gleichzeitig mit zwei Keulen vorsichtig umgehen zu können … Thilo Sarrazin wird es freuen, daß ein großer Mann gegen einen großen Mann nicht die Keule des Rassismus schwingt, dafür aber die Keule des Nationalsozialismus gegen …

Es ist richtig, was Claus Peymann in diesem Interview sagt, es ist die Auseinandersetzung zu suchen, um beispielsweise über Xenophobie zu reden, aber es ist falsch, diese Auseinandersetzung mit nur einem einzigen Menschen zu suchen, nämlich mit Thilo Sarrazin. Für einen großen Mann, wie es Claus Peymann ist, kommt wohl nur die eine Auseinandersetzung in Frage, die zwischen zwei großen Männern. Es ist richtig, wie Claus Peymann sagt, daß es Ängste gäbe, die offenbar viele in Westeuropa und speziell in Deutschland hätten. Aber es ist falsch, daß Thilo Sarrazin diese Ängste ausspricht. Was immer Thilo Sarrazin spricht, er spricht allein für sich, er soll es auch sprechen, er soll es auch schreiben. Aber seine Bücher sind gänzlich untauglich dafür, Ängste abzubauen, denn er schreibt Ängste vor, von denen Menschen noch gar nicht wußten, daß sie sie hatten, bevor sie das Geschreibsel von ihm lasen. Dieses Phänomen ist gerade von psychologischen Büchern her gut bekannt, plötzlich bei der Lektüre von psychologischen Büchern zu erkennen, welche eigenen psychischen Störungen … und augenblicklich bei der Lektüre von anderen psychologischen Büchern ganz andere und also entgegengesetzte eigene psychische Störungen herauszulesen.

Es ist richtig, was Claus Peymann in diesem Interview sagt, es ist auch die Auseinandersetzung mit „so“ einem Menschen zu suchen. Aber es ist falsch, diese Auseinandersetzung mit nur einem einzigen Menschen öffentlich zu führen. Claus Peymann könnte, um mit ihm über seine Ängste zu reden, Thilo Sarrazin zu sich nach Hause einladen. Aber ein großer Mann wie Claus Peymann macht so etwas nicht unter der Öffentlichkeit, und ein großer Mann wie Thilo Sarrazin spricht über seine Ängste auch nur öffentlich, die er aber nicht als Angstvoller vorträgt, sondern als ein Denker, der für die Öffentlichkeit öffentlich denkt, während er tatsächlich sich nur heimlich und möglicherweise sich selbst uneingestanden aber dafür in der Öffentlichkeit sich ängstigen kann.

Es ist richtig, daß Claus Peymann die Bücher von Thilo Sarrazin liest, zur Vorbereitung auf die Gespräche mit dem sich ängstigenden Thilo Sarrazin in der heimeligen peymannschen Küche. Aber es sind die falschen Bücher für den öffentlichen Diskurs, wenn, wie es wohl auch Claus Peymann möchte, es weiterhin eine förderliche Entwicklung der Gesellschaft zum Positiven und zum Friedlichen hin geben soll, oder wenigstens nicht eine weitere Verschlechterung, nicht eine weitere Radikalisierung, nicht eine weitere Förderung des Destruktiven, nicht eine weitere Erhöhung der Gewaltbereitschaft. Es gibt diese Bücher, die nicht für Küchenangstgespräche geschrieben sind,  von Menschen, die aber für Claus Peymann nicht zur Gesellschaft zu gehören scheinen, für den nur Thilo Sarrazin zur Gesellschaft gehört, vielleicht deshalb, weil diese bücherschreibenden Menschen nicht derart öffentlichkeitswirksam sind, nicht sicher genug garantieren können, die Scheinwerfer auch für Claus Peymann hell genug zum Strahlen zu bringen.

PS Das Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft zitiert nun mit gesinnungsfreudigem Genuß Claus Peymann. Wie sich die Zeiten geändert haben. Einst plakatierte die freiheitliche Gemein-Schaft „Lieben Sie Peymann …“. Ob die freiheitliche Antwort nun ein uneingeschränktes Ja ist, vermag nicht gesagt zu werden, aber jetzt einen Burgtheaterdirektor Peymann zu haben, könnte auch für Freiheitliche Charme haben, denn dann wäre ihr Thilo Sarrazin mit auf der Festung … Wie sich die Zeiten geändert haben, und komme jetzt da niemand und sage, diese haben sich erfreulich geändert …

Ein Stück von Jean Genet verbieten zu wollen, ist wie – sich selbst ausladen zu wollen

Es sagt menschgemäß viel aus, wenn die Forderung erhoben wird, ein Stück von Jean Genet abzusetzen, über die Lage der Menschen, die in Österreich leben, die keine angenehme ist, denn zu oft müssen sie das Wort „Neger“ hören, das alles andere als freundlich intoniert und gemeint ist, zu sehr ist das Klima immer noch vergiftet, die Luft angereichert mit Vorurteilen, mit Diffamierungen, mit Abfälligkeiten, diese Menschen bekommen in diesem Land eine Luft, die nicht zu atmen ist, sondern zum Ersticken …

Und so ist es verstehbar aber nicht zu akzeptieren, wenn die Forderung erhoben wird, ein Stück nicht zu spielen, das den Titel „Die Neger“ …

Wiener Festwochen Black Panthers Jean GenetAber wer hier tatsächlich der Beleidigte ist, wer hier tatsächlich der Diffamierte ist, wer hier tatsächlich der Ignorierte ist, wer hier tatsächlich der Erniedrigte ist, das ist Jean Genet, wieder einmal Jean Genet.

Er wird tatsächlich beleidigt und ignoriert und erniedrigt von dem Regisseur, weil dieser sogenannte weiße Schauspieler und sogenannte weiße Schauspielerinnen spielen läßt, während Jean Genet sich immer ausdrücklich dagegen verwahrte, daß sogenannte Weiße die von ihm geschaffenen Figuren dieser Groteske spielen.

Er wird aber auch tatsächlich beleidigt und tatsächlich diffamiert von jenen Menschen, die nun die Absetzung seines Stückes fordern, weil sie erstens sein Stück ignorieren, zweitens seine Clownerie auf einen Titel erniedrigend reduzieren, drittens sein Leben ausblenden und viertens dazu noch wegwischen, für wen er durch die USA reiste, auf welche Seite er sich stellte, zu einer Zeit, als kaum wer sich auf diese Seite stellen wollte, nicht einmal sogenannte Progressive mit einer rosa Hautfarbe …

„In der Folge konnte ich mich nur den farbigen Unterdrückten anschließen, die gegen die Weißen revoltierten. Gegen alle Weißen. Ich bin vielleicht ein Schwarzer, der weiße oder rosa Hautfarbe hat.“ („Ich erlaube mir die Revolte“, Hubert Fichte und Jean Genet, „Die Zeit“, 13. Februar 1976)

Es wäre respektvoll und gerade ihm gegenüber mehr als angemessen, wenn Jean Genet nicht weiter beleidigt und diffamiert und ignoriert werden würde, weder von dem Regisseur, der seinen Willen gröblichst mißachtet, noch von den Menschen, die ein Stück von ihm nicht aufgeführt sehen wollen, und vielleicht überzeugt alle daran Beteiligten der Bericht von Angela Davis über ihre Begegnung mit Jean Genet in den USA, über das Engagement von ihm, als kaum sogenannte Weiße sich engagieren wollten, Jean Genet nicht weiter zu …

When Jean Genet came to the USA in spring 1970, although it was our first meeting with him, there were many of us Black Americans who already considered him an ally because of his play The Blacks that had showed in New York a few years before. The Black Panther Party invited Genet so he could help them, holding conferences in different universities over the USA. It was a major critical stage of the black of struggle in the USA. I was in charge of translating his speeches, for instance at UCLA where I was teaching philosophy. A party was arranged for him in the house of filmmaker Dalton Trumbo in Hollywood: many stars showed up and it helped raise funds to pay the imprisoned Panthers‘ lawyers. David Hilliard, a member of the Black Panther Party, largely mentioned in Prisoner of Love, told me Genet had arrived with worn out clothes and was asked to get a bit dressed up. He was taken to a San Francisco shop run by a Black man so moved that Genet came to the USA to help the Panthers, he offered him a jacket, a pair of trousers and a shirt. I remember him, so happy to wear these gifts, and me, so excited to meet him. I knew his writings, he was a mythical character to me but, face to face with him, I had an almost motherly feeling. He was like a little boy, very kind and laughing a lot . . .
At the time he gave his speeches, the situation was quite complicated: there were not many White folks willing to support an organization very wrongly described as a „terrorist“ one, made up of people willing to kill policemen, etc. At the time, I was a member of this movement and had lost my job as a teacher in UCLA but I quashed the decision on appeal and was reintegrated. It was very difficult to succeed in spreading out the movement and find support for Black political prisoners. On the campus, teachers and students alike would often demonstrate against the war in Vietnam. For instance, there had been a demonstration against Nixon’s policy in Vietnam with ten to fifteen thousand persons; nevertheless, two weeks later, when we tried to arrange another demonstration to obtain the release of Bobby Seale, Erika Huggins and the „Soledad Brothers“ ( George Jackson, John Clutchette, Fleeta Drumgo) who were in jail, we only managed to gather two hundred persons, most of them Blacks. We just didn’t succeed in raising a great multiracial movement and thought Genet, thanks to his fame, could help us reach White progressives.
When we advertised for his conference, the posters did not mention that Genet would talk about the Black Panthers. We just said he would speak and a huge crowd came to hear him because he was Jean Genet, the great writer. He started saying he would talk about the Black Panthers and made a very moving appeal – a very theoretically advanced one, I’d say – about how to fight racism. Genet had made some proposals twenty years before that we just started to develop; for instance the White participation in the struggle against racism. After a quarter of an hour, many members of the audience started to get upset and to whisper and, suddenly, someone even interrupted Genet asking him to speak, at last, of himself and his work! Genet answered: „No, I’m not here to talk about literature or my books. I came to defend the Black Panther Party.“
Then, something deeply shocking to me occurred: half of the audience progressively left the place. They didn’t want to hear about the BPP. For us, it was a real lesson. We could judge how much work had to be done to generate a real movement against racism. Many teachers I was familiar with were unable to attend such debates because, in a way, they felt Genet was accusing them of collusion. However, those who did stay were giving us something invaluable. Genet knew how to speak his heart without pity or condescension. Now, we have learned how not to mistake solidarity feelings for feelings of pity among the representatives of the ruling culture. Genet, he already knew how to distinguish them. In his Yale speech, on the Mayday Speech day, he even goes so far as to advocate the development of a „tactfulness of the heart“ when dealing with Black folks. He also says that Blacks had silently been observing Whites for centuries and had learned a lot about them and their cultural background. And Whites did not even realize they were being observed. What we develop nowadays in our lectures means the same: White folks have got to go to Black school; they have to learn something from them. From Black folks but also Indians, Chicanos and the whole multicultural U.S. population.
One last important point: it was Genet who heightened the Black Panther Party awareness to the Homosexual Rights issue. David Hilliard told me that when they were traveling together from state to state, from one university to another, some members of the Party were using very rude and homophobic words to insult Nixon or Mitchell. Genet was hurt by these words and told them they should not use such vocabulary. One night, he even showed up at the hotel – there used to be four or five men per room during these trips – dressed in a sort of pink negligee, and a cigar in his mouth. Well, they all thought Genet was going crazy! He had just wanted to bring about a discussion on the similarities between the struggle against racism and the struggle against homophobia. After these trips in 1970, David Hilliard and his mates largely spoke of the matter with Huey Newton (the BPP’s president, in jail at the time) and later published soon after an important article in the BPP’s newspaper saying: „Whatever your personal opinions and your insecurities about homosexuality and the various liberation movements among homosexuals and women (Genet also had spoke about women’s liberation during his stay – Angela’s note), we should try to unite with them in a revolutionary fashion. I say: ‚whatever your insecurities are‘ because as we very well know, sometimes our first instinct is to want to hit a homosexual in the mouth, and want a woman to be quiet. We want to hit a homosexual in the mouth because we are afraid that we might be homosexual; and we want to hit the women or shut her up because we are afraid that she might castrate us, or take the nuts that we might not have to start with. [ . . . ] Remember, we have not established a revolutionary value system; we are only in the process of establishing it. I do not remember our ever constituting any value that said that a revolutionary must say offensive things towards homosexuals, or that a revolutionary should make sure that women do not speak out about their particular kind of oppression. [ . . . ] And I know through reading, and through my life experience and observations that homosexuals are not given freedom and liberty by anyone in the society. They might be the most oppressed people in the society. [ . . . ]“

Die Legende vom Zweiten Vatikanischen Konzil – Jesus Christus möchte auch mit Männern, die keusche Jungfrauen sind, verkuppelt sein

Beinahe wurde wieder darauf vergessen, daß daran gedacht war, hier die eine und andere Passage aus den Papieren des Zweiten Vatikanischen Konzils zu zitieren, wie in

Die Legende vom Zweiten Vatikanischen Konzil – Der Mensch ist der Kirche ein Schaf in ihrem Stall

angekündigt und erklärt, weshalb es sich bei dem Zweiten Vatikanischen Konzil um eine weitere Legende …

Also die zweite Passage …

Jesus Christus möchte auch mit Männern vermählt sein, die jungfräulich keusch ihn kommen …

„Auf diese Weise bezeugen sie also vor den Menschen, daß sie sich in ungeteilter Hingabe der ihnen anvertrauten Aufgabe widmen wollen, nämlich die Gläubigen einem Mann zu vermählen und sie als keusche Jungfrau Christus zuzuführen; so weisen sie auf jenen geheimnisvollen Ehebund hin, der von Gott begründet ist und im anderen Leben ins volle Licht treten wird,“

Einmal heißt es, Legenden von Organisierten Glauben dürfen nur bildlich verstanden werden, dann aber wieder und zugleich, die Legenden sind wörtlich zu nehmen und vor allem wörtlich zu befolgen. Eine Vermählung ist bildlich wie wörtlich eine Vereinigung, der einzige Unterschied, wörtlich ist die Vereinigung eine mit amtlicher oder kirchlicher Beurkundung …

Zweites Vatikanisches Konzil - Jesus Christus will mit Männern verkuppelt werdenIst es also nicht erheiternd, wie seit knapp fünfzig Jahren der Organisierte Glauben der römisch-katholischen Kirche sich dagegen sträubt, wehrt, kämpft, u.v.a.m. auch dagegen, Männern zu erlauben, miteinander sich zu vermählen, während es die festgeschriebene Aufgabe der zölibitären Priester ist, Gläubige, also auch Männer mit einem Mann zu vermählen, Jesus Christus mit Männern zu verkuppeln, die keusche Jungfrauen sind. Demokratisch gesehen, ist es nicht heiter, denn das Recht, das dieser Organisierte Glaube einem Mann zugesteht, sich also mit Männern zu vermählen, wird ausschließlich diesem Mann zugestanden, weil er sein Führer ist, und ein Fürst hat alle Rechte, so daß für andere keine mehr überbleiben, auch das Recht darauf, nur keusche und jungfräuliche Männer zugeführt zu bekommen, bleibt einzig dem Fürsten vorbehalten. Jesus Christus, diese zweite Figur in der Figur Gottes, muß in sexueller Hinsicht ein rechter Feinspitz sein, oder schlicht ein Mann. Diese Gelegenheit soll auch gleich dafür genützt werden, um dazu keinen eigenen Text schreiben zu müssen, eine Anmerkung betreffend Jungfrau zu machen, zur in diesen Papieren auch vorkommenden Jungfrau Maria. Es gibt haufenweise Spekulationen darüber, wie das Wort Jungfrau in Zusammenhang mit Maria und ihrer Empfängnis zu verstehen ist, zu deuten ist. Wahrscheinlich gibt es dafür eine ganz einfache Erklärung. Für die auch die äußerst großzügigen Zeitangaben in den Legenden sprechen würden, bis zu welchem Zeitpunkt war Maria tatsächlich eine Jungfrau, wenn für einen Moment das Gerede von der Jungfräulichkeit als eine wichtige Station im Leben eines Menschen übernommen werden darf. Die Legenden wurden von Männern geschrieben und von Männern ist sehr bekannt ihre primitive Gier, der erste Mann für eine Frau zu sein, der sie erkennt, um in ihr den Samen der Unvergeßlichkeit zu pflanzen, auch zur stolzen Verkündung unter der Männerschar, sehet aber diese geschwelte Mannesbrust, die die erste war und ihr werdet auf ewig nur die zweite … Kompliziert ist bei diesen Verhältnissen nur eines, wer von dreien Figuren Gottes lag als erster Mann bei Maria? Schwängerte Jesus Christus seine Mutter mit sich selbst …

Bei diesen abenteuerlichen Verhältnissen ist alles möglich. Wie auch die oben begonnene Passage nahelegt und die wie folgt schließt:

„in welchem die Kirche Christus zum einzigen Bräutigam hat.“

In den Papieren des Zweiten Vatikanischen Konzils wird die Kirche u.v.a.m „Leib Christi“ genannt, das heißt dann, Jesus Christus ist sein eigener Bräutigam … Einen Maler für dieses Bild!