Schluß mit den Sondergesetzen für Organisierte Glauben

Wie in der Collage zu lesen ist, kam es in einem Gebäude eines Organisierten Glaubens in Wien zu einem photo act, der den Angestellten dieser Sekte bewog, eine Anzeige wegen „Störung einer Religionsausübung“ einzubringen.

Final with special acts for organized beliefs.

Es will hier weder auf die Aussagen dazu von Angestellten dieses Organisierten Glaubens eingegangen werden, noch auf die sonderbare, wenn auch vielsagende Formulierungsgabe des Österreichischen Rundfunks, der von einer „Stürmung des Altars“ berichtet -, das Fotographieren eines Banners zu einem „Stürmen des Altars“, also zu einem äußerst aggressiven, zu einer kriegerischen Handlung -, dafür ist sehr viel Phantasie vonnöten, oder äußerste Ergebenheit gegenüber Organisierten Glauben, knechtische Bereitschaft, die Geschäfte der Organisierten Glauben freiwillig und in vorauseilendem Gehorsam …

Weil, wesentlich ist der Umstand, daß es nach wie vor eine Unmenge von Sondergesetzen für Organisierte Glauben, auch in Österreich, gibt, die nicht gerechtfertigt sind, und die endlich aus den Gesetzesbüchern auch des österreichichen Staates ersatzlos zu streichen sind. Denn es sind redundante Gesetze, die durch nichts zu rechtfertigen sind. Religion ist eine Weltanschauung unter vielen Weltanschauungen und soher bereits ausreichend geschützt. Es bedarf daher in den entsprechenden Gesetzen, die den Schutz von „Weltanschauungen oder Religion“ regeln, nicht dieser zusätzlichen also redundanten Hervorhebung „oder Religion“, die ausschließlich dazu dient, den Organisierten Glauben eine Vormachtstellung zu zementieren

Um die Weltanschauungen der Organisierten Glauben zu schützen, stehen soher auch den Sekten ausreichend gesetzliche Möglichkeiten zur Verfügung, das tun zu können, ohne auf religiös determinierte Sondergesetze angewiesen sein zu müssen, auf Privilegien pochen zu können, die sonst niemand besitzt, und die nur dazu verleiten, sich über alle zu erheben, sich weiter als Auserwählte zu empfinden und tyrannisch

Auch der konkrete Anlaß, um wieder einmal über die Sondergesetze für Organisierte Glauben und deren Abschaffung zu schreiben, zeigt sehr gut auf, wie viele Möglichkeiten es gibt, gegen eine Aktion gesetzlich vorzugehen, die von Angestellten eines Organisierten Glaubens als eine zu ahndende Handlung eingestuft wird … In der Collage sind ein paar Paragraphen beispielhaft angeführt, die bereits aufzeigen und gut belegen, daß auch gegen eine derartige Aktion, wie diese in der russisch-orthodoxen Kirche, gesetzlich vorgegangen, Anzeige erstattet werden kann, ohne auf ein Sondergesetz zurückgreifen zu müssen, ohne dafür ein weiteres Sondergesetz für Organisierte Glauben haben zu müssen …

Ein Wahlspiel, Ausgabe Kärnten: „Ich wähle die Freiheitlichen nicht, weil …“

Dieses Spiel wurde vor einiger Zeit für Gesamtösterreich erfunden und hier vorgestellt, es kann aber auch ohne Änderung der Spielregeln regional gespielt werden, also auch aus aktuellen Anlässen und unmittelbar bevorstehender Wahl in einer rein auf Kärnten bezogenen Ausgabe, wobei es mit anderen Parteien ebenfalls gespielt werden kann, wofür lediglich der Parteiname entsprechend zu tauschen ist -, zum Beispiel und vor allem mit der ÖVP: „Ich wähle die Christschwarzen in Kärnten nicht, weil …“

Zur Erinnerung noch einmal die am 28. Mai 2011 veröffentlichten Spielregeln:

Das Spiel Ich wähle die Freiheitlichen nicht, weil … wurde erfunden, als zu einem Anti-Spiel der Freiheitlichen geschrieben wurde. Die wesentliche Unterscheidung zum freiheitlichen Anti-Spiel besteht darin, daß es kein Spiel ist, das gegen andere gerichtet ist, sondern ein Spiel zur Sammlung, weshalb die Freiheitlichen nicht wählbar sind.

Es gibt derart viele Gründe, die Freiheitlichen nicht zu wählen, und alle diese Gründe sind bestens bekannt, werden auch medial wieder und wieder vorgebracht. Selbst jenen können diese Gründe also nicht unbekannt sein, die bisher die Freiheitlichen wählten; ihnen werden diese möglicherweise am Tag einer Wahl nur überlagert von irgend welchen aktuellen Aufregungen, die andere Parteien hervorrufen, so daß es doch wieder dazu kommt, die Freiheitlichen zu wählen, der Ärger in einer Minute soher unerfreuliche Auswirkungen haben, Jahre dominieren kann, und das auf keine gute Art, politisch und gesellschaftlich Jahre also wieder mutwillig verschleudert werden. Dafür kann dieses Spiel tauglich sein, sich zu erinnern, sich bewußt zu machen, was es für zahlreiche Gründe gibt, die Freiheitlichen nicht zu wählen.

Darüber hinaus ist Ich wähle die Freiheitlichen nicht, weil … ein geselliges Spiel, ein Spiel, das ohne finanziellen Aufwand gespielt werden kann und keinerlei Ressourcen benötigt, also ein naturschonendes Spiel. Und, zusätzlich ist es ein sehr phantasieanregendes Spiel, nicht in bezug auf die Gründe, denn die, das könnte eine Regel dieses Spiels genannt werden, haben stets konkret und real zu sein.

Einsatz der Phantasie also allein in der Gestaltung des Spiels, wie anhand eines Beispieles gezeigt werden darf. So hatte in einer Runde eine Spielerin die Idee, sich auf einen Schemel zu stellen und vorzutragen: Ich wähle die Freiheitlichen, weil … Obgleich sie überzeugt war, Gründe für die Wählbarkeit anführen zu können, war von ihr, jedesmal wenn sie anhob, einen Grund zu nennen, ein Nein, nein doch nicht zu hören. Diese Spielrunde verwendete doch Materialien, nämlich Bleistifte und Schmierpapier, um alle Gründe  für die Nichtwählbarkeit aufzuschreiben, nach dem Ende des Spiels einen Überblick zu haben, ob es tatsächlich so viele Gründe gibt, die dafür sprechen, die Freiheitlichen nicht zu wählen. Es waren alle überrascht, wie viele Gründe ihnen einfielen, wieder einfielen, an wie viele vergessen geglaubte Gründe Spieler und Spielerinnen sich erinnern konnten, weshalb Freiheitliche nicht gewählt werden können. Beschämend wenige Gründe wurden für die Wählbarkeit der Freiheitlichen gefunden, präziser, es fand sich nur ein Grund, und noch genauer, es war ein bloßer Einwurf, also bei weitem noch kein auf freiheitliche Leistungen, freiheitliche Angebote oder freiheitliche Verhaltensweisen  oder … basierendes Argument, nämlich, es seien doch, auch, rechtlich zugelassene Kandidaten und Kandidatinnen …

Michael Spindelegger – Von der Reaktionszeit christschwarzer Führer

Michael Spindelegger, zurzeitiger Führer der christschwarzen Partei, sagt zum Rücktritt von Josef Martinz, es sei „sofort und umgehend“ …

„Sofort und umgehend“ … „Da wird’s einem wirklich angst und bang“, einen anderen Refrain als Antwort darauf könnte wohl nicht einmal ein Johann Nestroy singen … „Sofort und umgehend“ bei Malversationen, wie ist es um das „Sofort und Umgehend“ dann allgemein bestellt bei politischen Sachthemen? Beim Thema Bildung etwa würde auch ein Johann Nestroy sich nichts Neues einfallen lassen, lediglich ein wenig improvisieren -, da ist’s einem wirklich angst und bang seit Jahrzehnten …

„Sofort und umgehend“ sei nach Michael Spindelegger reagiert worden -, die christschwarze Reaktionszeit beträgt also zwei Jahre und zwei christschwarze Parteiobmänner; denn vor über zwei Jahren wurde, wie in der Collage auch zu lesen ist, bereits gewußt, wie es um die Steuergeldmillionen für die Christschwarzen, für die Freiheitlichen und für Dietrich Birnbacher …

Zwei Jahre und zwei Parteiobmänner ist die Reaktionszeit, das ist christschwarze Bestzeit -, mit Blick auf Martin Graf ist das eine Verbesserung zum gegenwärtigen Zeitpunkt um zwei Jahre und zwei Parteiobmänner

„Sofort und umgehend“ sei also nach Michael Spindelegger reagiert worden -, für die endgültige Aufklärung des Deals mit den Eurofightern kann noch keine abschließende christschwarz-spindeleggerische Reaktionszeit angegeben werden. Die Stoppuhr rennt und zeigt zur Stunde eine Reaktionszeit von 9 Jahren und drei, falsch, vier Parteiobmännern (auf Wolfgang Schüssel folgte nicht gleich Josef Pröll, sondern Wilhelm Molterer) …

Und sollte einst es noch zu einer endgültigen und umfassenden Aufkärung kommen, an wen beim Eurofighterdeal Steuergeldmillionen geflossen sind, wer noch prall gefülltere Steuergeldkuverts wen überrreichte, von wem wird, sollte Michael Spindelegger dann noch christschwarzer Führer sein, der für „Ehrlichkeit und Anstand „…, von wem wird Michael Spindelegger dann „zutiefst enttäuscht“ sein? Von Wolfgang Schüssel? Eines ist aber heute schon gewiß, es wird auch dann wieder richtig schnell, also  „sofort und umgehend“ reagiert worden sein …

PS Richter Manfred Herrnhofer habe, war zu lesen, Josef Martinz gefragt, ob er weiter wie ein Schwerverbrecher agieren wolle, der nur zugibt, was nicht zu widerlegen ist … Auf die christschwarze Partei in deren Gesamtheit in bezug auf das Reagieren könnte das dann umgemünzt werden, sie reagiere wie eine hochverschuldete Familie, die nur reagiert, wenn sie zum Reagieren gezwungen wird. Hochverschuldet ist bei dieser Partei zu beziehen auf Verantwortung, Moral … Etatmäßig hochverschuldet ist das Land Kärnten -, darauf haben die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen als Wählerinnen und Wähler Reaktionszwang …