Bundesheer-„Volksbefragung“ 20. Jänner 2013 – Ein österreichischer Soldat hat Gelüste, am Hauptplatz Menschen zu erhängen

Es wurde hier schon ausgiebig vorgebracht, was beispielsweise ein sozialdemokratischer Verteidigungsminister, ein christschwarzer Außenminister, ein sozialdemokratischer Industrieller, ein zurzeitiger freiheitlicher Obmann zum Komplex Miliär sagten, aber erst einmal, was eine nicht in der Öffentlichkeit stehende Persönlichkeit sagte

Darum heute zwei weitere Aussagen von zwei (wenn ihre Profile auf der Plattform des Unternehmens Facebook stimmen) Männern, die am 20. Jänner 2013 möglicherweise berechtigt sind, an der „Volksbefragung“ teilzunehmen. Beide Aussagen tätigten die zwei Herren auf „Militär abschaffen“

Volksbefragung 20-01-13 - Aufzuhängende Scheiße

„Ihr seits scheise“

Die zwei Aussagen werden deshalb vorgestellt, weil sie als Beleg genommen werden können, daß in Österreich die Politik, auch wenn diese fast zur Gänze bloße Parteipolitik ist, in ihrer Gesamtheit noch nicht gänzlich auf das tiefste Niveau herabgestiegen ist, sich noch nicht einem derart verkommenen Niveau hingeben, wie so manche Bürger und Bürgerinnen, die nicht nur am 20. Jänner 2013 berechtigt sein werden, an dieser „Volksbefragung“ teilzunehmen, sondern, gerade im Jahr 2013, an sehr vielen Wahlen … Das ist, so tief ist die Erwartung an die österreichische Politik, die ohnehin fast zur Gänze bloße Parteipolitik ist, bereits hinuntergeschraubt, um das als etwas Positives hervorheben zu können, darin aber enthalten ist die beängstigende Frage, wie hoch ist die Bereitschaft des österreichischen Politpersonals, das ohnehin fast zur Gänze ein bloßes Parteipolitpersonal ist, sich von dieser aggressiven Niveaulosigkeit noch mehr dominieren zu lassen?

Nun, zu den zwei Aussagen …

Die eine Aussage von einem jungen Mann aus Kärnten, der eine höhere technische Schule besucht, ist keine öffentliche, weshalb diese, seinem Wunsch gemäß, auch anonymisiert vorgestellt wird:

Junger Mann: Ihr seits scheise

Militär abschaffen: Falls Sie diesen Satz einmal für eine Schularbeit schreiben müssen, und damit er richtig geschrieben ist: „Ihr seid Scheiße“.

Junger Mann: Ih bin österreicher und des is mir wuascht

Militär abschaffen:Das sind großartige Argumente, die Sie vorbringen. Darf ich das veröffentlichen?

Junger Mann: Nein dürfen sie nicht

Die zweite Aussage ist ein öffentlicher Beitrag von einem Mann, der zwar seinen Namen angibt, dennoch soll seine Aussage hier anonymisiert zitiert werden:

Mann: Heer abschaffen??  Vor 70 jahren wären solche schmarotzer wie ihr am Hauptplatz erhängt worden! Schämt euch ihr Luftverschwender!

Militär abschaffen: Wissen Sie eigentlich, was Sie von sich geben? Wissen Sie, was das bedeutet, jemanden aufzuhängen? Wisssen Sie überhaupt, was ein Schmarotzer ist? Haben Sie auch brauchbare Vorschläge, oder sind Sie derart von Mordphantasien dominiert, daß Ihnen jedwedes Denken abhanden gekommen ist?

Mann: Bei so zeug wie euch bekomm ich wirklich solche gelüste… Sicherlich so ein Grüner Volksverbrecher… tut uns allen einen gefallen…liebt euch bitte selbst zu Tode und überlast den ehrlichen fleisigen menschen das leben! Man dankt

Volksbefragung 20-01-13 - Gelüste eines Soldaten

„Am Hauptplatz erhängt worden!“

Es wurden darauf nicht wenige Kommentare gepostet, dieser Mann wurde zwar gefragt, ob er denn ein Nazi sei, aber es wurde kein Widerspruch zu diesen „Gelüsten“ gepostet, einer Frau gefallen diese sogar …  Der Mann mit „solchen Gelüsten“ verwahrt sich in einem weiteren Kommentar dagegen, ein Nazi zu sein, empfindet es sehr als Beleidigung, denn er sei ein stolzer Österreicher … Bemerkenswert aber an diesem Kommentar ist, daß er sich als Soldat vorstellt …

Mann: Ich konnte gestern nicht mehr antworten weil ich gestern sehr sehr müde war und ETWAS GELEISTET habe!
22 Kilometer mit Kampfgepäck sind nicht so ohne und etwas mehr wert als diese unnötige seite!

Frage an den Seiteninhaber:
Haben sie denn überhaupt gedient??!!

Und antwort an […]
Mich als Nazi abzustempeln empfinde ich doch sehr als beleidugung!
Ich verabscheue dieses stupide Glatzenvolk!

Jedoch bin ich ein stolzer österreicher und Stolz auf die Geschichte dieses staates und das AUSNAHMSLOS

Es wird nicht gewußt, ob dieser Mann ein sogenannter Wehrpflichtiger ist, ob dieser Mann ein Berufssoldat ist, aber eines belegt dieser Soldat, wie jedwedes militärisches Denken funktioniert, wer anders denkt, ist aufzuhängen, sogar wer sich nur erdreistet, Denkbares zur Diskussion zu stellen, ist aufzuhängen … Es mag das österreichische Bundesheer, ob mit dem System eines gemischten Wehrpflichtheeres oder mit dem System eines kompletten Berufsheeres, das harmloseste der Welt sein, eines aber ist auch im österreichischen Bundesheer nicht harmlos, sondern höchst gefährlich, weil es eben ein militärischer Verband ist, und das ist das militärische Denken, der gedrillte militärische Reflex des Tötens …

Dr. Martin Graf – Freiheitlicher III. Präsident NR mit schlechten Werten auch ins letzte Affären-Jahr

Langzeitumfragen Martin Graf - Zwischenstand 02-01-2013Den guten Start für 2013, den auch Dr. Martin Graf in der letzten freiheitlichen ZZ des Jahres 2012 allen wünschte, gibt es aber für den freiheitlichen III. Präsidenten NR selbst nicht, wie die heutigen Zwischenergebnisse der zwei Langzeitumfragen zeigen -, ganz im Gegenteil, Dr. Martin Graf kann als III. Präsident NR nicht überzeugen, in Zukunft noch wählbar zu sein, wieder votieren mehr dafür, ihn nicht zu wählen, bereits über 71 Prozent würden Dr. Martin Graf nicht wählen wollen …

Das ist für einen seit mehr als vier Jahren gewesenen III. Präsident NR ein niederschmetterndes Ergebnis, ein Armutszeugnis, erbärmlich geradezu …

Dr. Martin Graf kann als III. Präsident NR weiter nicht überzeugen, in Zukunft noch wählbar zu sein -, aber war er je wählbar? Dr. Martin Graf wurde am 28. Oktober 2008 zum III. Präsidenten NR gemacht, hauptsächlich von den christschwarzen Abgeordneten, die ihn in einer formal als Wahl zu bezeichnenden Wahl im Parlament zu ihrem III. Präsidenten NR machten. Für die Bürger und Bürgerinnen wäre er wohl je kaum ein wählbarer Kandidat gewesen. Das zeigt auch die Langzeitumfrage, die es seit dem Juni 2009 gibt, in der sich konstant über 60 Prozent dafür aussprechen, es sollten alle Abgeordneten, die Dr. Martin Graf im Parlament zu ihrem III. Präsidenten NR machten, und Dr. Martin Graf zurücktreten …

Sie sind weiter herzlich eingeladen, wenn Sie sich noch nicht beteiligt haben, an diesen beiden Langzeitumfragen teilzunehmen.

2013 wird ein gutes Jahr. Denn es gibt die Nationalratswahl, und dann können diese beiden Langzeitumfragen endlich geschlossen werden, und auf einen dann endlich tatsächlich gewesenen III. Präsidenten NR Dr. Martin Graf zurückgeblickt werden, mit der Feststellung, es gab zwei Konstanten in seiner von den Christschwarzen ermöglichten Amtszeit: permanente Affäre und schlechte Werte …

Weshalb sich nicht an Staaten ohne Streitkräfte orientieren?

Es wurde zwar bereits in „Frivol zugemuteter Unfug“ die Frage gestellt, weshalb sich nicht an Staaten ohne Streitkräfte orientieren, da es aber eine derart wichtige und darüber hinaus in der breiten Diskussion keine Rolle zu spielende und auch in der  breiten medialen Debatte keine behandelte Frage ist, ist es notwendig, diese Frage, weshalb sich nicht an Staaten ohne Streitkräfte orientieren, zu einer eigenen Schlagzeile zu machen.

Die breite Diskussion und die breite mediale Berichterstattung wird je mit einem unausgesprochenen Gebet eingeleitet und beendet, mit einem Anrufungspsalm: „Unser Heer, Herr unser!“ Denn wie für Fundamentalgläubige jedweden organisierten Glaubens darf die Existenz des Militärs nicht angezweifelt werden, ist das Dogma „Militär existiert“ unumstößlich, diskutiert darf lediglich werden, in welchem organisatorischen System darf dem „Herrrn“ gedient werden. Es darf lediglich darüber nachgedacht werden, wie können für den „Herrn“ Menschen gewonnen werden, die bisher noch nicht ihren Weg zum „Herrn“ fanden, wie es beispielsweise die zur Missionarin aufgestiegene Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek

Volksbefragung 20-01-13 - AufrüstungUnd dem „Herrn“ werden alle weiter und noch mehr mit ihrem Steuergeld zu dienen haben. Das ist entschieden. Hier herrscht Einigkeit in der Regierung von ÖVP und SPÖ. Über den Dienst am „Herrn“ durch Steuergeld hat der Souverän nicht zu entscheiden. Es herrscht also Einigkeit darüber, unabhängig davon, ob die Kugel auf Wehrpflicht oder auf Berufsheer zum Liegen kommen wird, es muß das Haus des „Herrn“ modernisiert und professionalisiert werden … Es wird von Modernisierung und Professionalisierung gesprochen, um das Wort Aufrüstung zu vermeiden. Denn das Wort Aufrüstung würde augenblicklich die Rüstungsindustrie erinnern und augenblicklich erhellen, wer die tatsächliche Nutznießerin ist und wer die tatsächliche Gewinnerin dieser „Volksbefragung“ sein wird. Es wird die Rüstungsindustrie sein, die durch Steuergeld staatlich geschützte Werkstätte, die aber nicht Produkte zum Nutzen des Menschen erzeugt, sondern für den Schrottplatz produziert – weltweit leider nicht so harmlos als im konkreten österreichischen Fall …

So fordert beispielsweise auch die österreichische Offiziersgesellschaft des „Herrn“ von allen den Steuergelddienst:

Erhöhung des Investitionsrahmens auf jährlich zumindest 30% des geforderten Budgetrahmens von 1% des BIP zur Modernisierung[.]

Als ob es mit dem „Herrn“ mit seinen Massenvernichtungswaffen eine Zukunft geben könnte, sprechen diese Offiziere von Zukunftsfähigkeit, die sie in ihrer Forderung nach „vermehrter materieller, organisatorischer und struktureller Integration und Kooperation mit den Streitkräften der europäischen Staaten insbesondere der EU“ sehen … Derzeit werden rund 2 Milliarden Euro Steuergeld in den Opferstock des „Herrn“ geschmissen, das sind rund 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, um das allein von den Offizieren des „Herrn“ geforderte Steuergeld fassen zu können, muß schon einmal ein fast doppelt so großer Opferstock angeschafft werden …

Beispielsweise können, weil es sich dabei um eine aktuelle Verkündigung handelt, Menschen in Polen von ihrem verpflichteten Dienst im Steuergeldhochamt des „Herrn“ erzählen, von ihrer verpflichteten Füllung des Opferstockes der Rüstungsindustrie. Kaum drei Jahre nach Reformierung der polnischen Armee, in diesem Fall nach Wandlung der Wehrpflicht zu einem Berufsheer, wird ihnen geheißen, in den nächsten zehn Jahren 31,7 Milliarden Euro Steuergeld zur Modernisierung …  Um sich das leisten zu können, wurde natürlich schon früher Vorsorge getroffen, etwa durch Erhöhung der Mehrwertsteuer, etwa durch Kürzung der Ausgaben für das Arbeitslosengeld … Und über alle Grenzen hinweg herrscht im Hause des „Herrn“ argumentative Einigkeit, der Steuergeldablaß für die Rüstungsindustrie bringt Arbeitsplätze und Steuern für den Staat, der das Steuergeld der Bürger und Bürgerinnen also dafür ausgibt, Steuern aus Steuergeld einzuheben, für das auch Arbeitslose mit gekürztem Arbeitslosgengeld erhöhte Mehrwertsteuer …

Die Mitteilung in dem Bericht der Presse über die polnische Aufrüstung,

[d]ie Streitkräfte möchten vier Geschwader der unbemannten Fluggeräte kaufen, die sowohl zur Aufklärung als auch zu Militäreinsätzen im Umkreis von 24 Kilometern geeignet sind[,]

führt noch einmal dazu, auf den Essay „Gezielte Tötung“ von Armin Krishnan zurückzukommen … Drohnen auch für den Einsatz des „Herrn“ – im Umkreis von 24 Kilometern. Wo? In Polen? Auch in Polen? Und wenn in Polen, gegen wen? Und ist bei der Modernisierung und Professionalisierung des österreichischen „Herrn“, gleich ob er Wehrpflicht oder Berufsheer trägt, auch daran gedacht, ihn mit Drohnen aufzurüsten? Wozu die gleichen Fragen, wenn ja, zu stellen sind. Auch zum Einsatz in Österreich? Und dann, wenn ja, gegen wen?

Stimmzettel Volksbefragung 20-1-2013Das Schlußwort ist Armin Krishnan zu überlassen, nicht ohne darauf hinzuweisen, daß das Bundesheer das Sicherheitspolizeigesetz für ihren eigenen Einsatz noch strenger haben wollte …

Im schlimmsten Fall könnten auch westliche Regierungen die eigene Bevölkerung zum Feind erklären und durch heimliche selektive Tötungen ausdünnen, um damit ideologische und sozialtechnische Ziele zu verfolgen. Diese Gefahr ist keineswegs nur hypothetisch, sondern wird durch den kontinuierlichen Ausbau des Polizeistaates in Nordamerika und Europa und die wachsende Macht nationaler Sicherheitsapparate immer konkreter. Die Namen von Millionen Menschen stehen in den USA und in Europa ohne deren Wissen auf „Terrorismusbeobachtungslisten“. Nicht nur müssen die betroffenen Personen befürchten, dass ihnen dadurch massive Nachteile erwachsen, sie können in der Zukunft schnell und lautlos in geheimen Gefängnissen verschwinden oder auf Todeslisten gesetzt werden – ein Recht, das die Obama-Regierung bereits zu besitzen behauptet. Im Hinblick auf die sich immer weiter entwickelnden technischen Möglichkeiten der Überwachung und heimlichen Tötung sowie die politischen Versuche, in vielen Bereichen allgemeine Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und des Völkerrechts außer Kraft zu setzen, muss man die allmähliche Legitimierung gezielter Tötungen mit großer Sorge betrachten.

„Volksbefragung“ zu Wehrpflicht und Berufsheer 20. Jänner 2013 – „Frivol zugemuteter Unfug“

Hannes Androsch hat in der gestrigen Österreich seine Kritik an der „Volksbefragung“ wiederholt, zu der er bereits „Unfug“ sagte, und nun in dieser eine „frivole Zumutung“ sieht, so daß zusammengefaßt geschrieben werden kann: diese „Volksbefragung“ ist ein „frivol zugemuteter Unfug“ …

Volksbefragung Bundesheer - Frivol zugemuteter Unfug

Hannes Androsch: „Frivole Zumutung“ …

Weshalb Hannes Androsch aber dennoch sich für eine der „willkürlichen Fragen“ eines „frivol zugemuteten Unfugs“ engagiert, mag ein Widerspruch sein, genauer aber besehen, ist dieses sein Engagement letztendlich ein weiterer Beitrag zu diesem „frivol zugemuteten Unfug“, wie auch die seine Aussagen in der gestrigen Österreich. Ob von 505 Millionen in der EU tatsächlich 490 Millionen ein Berufsheer haben, ist zahlenmäßig wohl nicht ganz korrekt -, das aber nur nebenher und ein weiteres Mal wegen der Genauigkeit im Umgang mit Zahlen in dieser Diskussion um Wehrpflicht und Berufsheer …

Volksbefragung 20-01-2013 - Keine Streitkräfte

Weshalb sich nicht an Ländern ohne Streitkräfte orientieren?

Interessanter ist die Frage, die der sozialdemokratische Industrielle nicht beantworten wird können, weshalb sich nicht an den Ländern orientieren, die bereits jetzt keine Streitkräfte haben?

Eine weitere Ungenaukeit von Hannes Androsch, es ist nicht ein „Armutszeugnis für die Politik“, sondern für die österreichische Parteipolitik, und noch genauer, ein Armutszeugnis für ÖVP und SPÖ. Und nebenher auch bloß, es werde, so Hannes Androsch, zur Belebung noch eine TV-Kampagne gefahren -, frivoler geht es auch nicht mehr: eine belebende Kampagne für eine Organisation zu fahren, deren einziges Geschäft das Töten ist … Für die Soldaten und Soldatinnen jedweden Militärs, die töten und sich töten lassen müssen, ist es kein Geschäft, sondern für die Rüstungsindustrie, und auch für die Steuergeldzahler und Steuergeldzahlerinnen ist es kein Geschäft, sie bezahlen für jedwedes Militär der Rüstungsindustrie Rechnungen … Die Politik hätte, sagt Hannes Androsch, selbst entscheiden müssen -, eine weitere Ungenauigkeit, es hätte die Parteipolitik entscheiden müssen, genauer: ÖVP und SPÖ …

Hannes Androsch findet es interessant, was am 21. Jänner 2013 passieren werde … Nun, darüber einen Ausblick zu geben wurde auch hier bereits versucht: Ausflüchtelöcher

Stimmzettel Volksbefragung 20-1-2013Wer also am 20. Jänner 2013 nicht zu einem frivolen Unfuger werden will, wird zu überlegen haben, wie mit diesem „frivol zugemuteten Unfug“ umgehen? Die eine Möglichkeit ist, sich daran nicht zu beteiligen. Die andere Möglichkeit ist, wie hier schon vorgestellt, mit einem eigenen Stimmzettel  zur „Volksbefragung“ zu gehen, als Zeichen der Ablehnung dieses „frivol zugemuteten Unfugs“, zum zweiten als Information an diese Regierung, es gibt mehr Denkbares als lediglich Wehrpflicht und Berufsheer …

Volksbefragung 20-01-13 Zwischenstand 24-12-2012

Zwischenstand der Umfrage: 25,55% für Abschaffung des Bundesheeres.

PS Der Trend, wie heute den Medien zu entnehmen ist, daß die von der ÖVP bevorzugte allgemeine Wehrpflicht nur für Männer in die Verliererinstraße einbiegt, zeichnet sich bereits seit längerem auch in dieser Umfrage mit mehr Optionen ab, wie auch das heutige Zwischenergebnis zeigt. Allerdings ist das von der SPÖ bevorzugte Berufsheer in dieser Umfrage auch kein sehr attraktives Puzzle … Wie eine Volksbefragung wohl ausginge, mit wenigstens der einen Option Abschaffung des Bundesheeres mehr? Wenn sogar ohne breite Diskussion und ohne breite mediale Berichterstattung jeder und jede Vierte für die Abschaffung des Bundesheeres votieren.

An dieser Umfrage sich zu beteiligen, sind Sie weiter herzlich eingeladen.

PPS Wie die Diskussion bisher gelaufen ist, was alles nicht bedacht wurde, wie eingeschränkt die Diskussion zum komplexen Thema Militär war, sind Sie eingeladen, nachzulesen unter:

Informationsbroschüre und weitere Informationen zur „Volksbefragung“ 20. Jänner 2013

„Wir haben ja auch keine Visionen und dazu eine Regierung“

Hannes Androsch hätte sagen müssen: „Wir haben ja auch keine Visionen und dazu eine Regierung.“ Stattdessen sagt Hannes Androsch in der platten Verschaukelungsart, auf die in Österreich vor allem die Freiheitlichen das Monopol beanspruchen: „Wir haben ja auch eine Berufspolizei und keine Bürgerwehr.“ Das aber nur nebenher. Wesentlicher ist, was Hannes Androsch noch sagt:

Nach dem Ende des Kalten Krieges haben sich die Bedrohungen grundlegend und in vielfältiger Weise geändert. Deren Szenario reicht von Terrorismus und organisierter internationaler Kriminalität bis hin zu Massenvernichtungswaffen, Cyberattacken, der Gefährdung der Sicherung der Versorgung von Rohstoffen und Energie bis hin zu oft von kriminellen Banden gesteuerten unerlaubten Einwanderungen. Damit gehen neue Anforderungen an die Sicherheitspolitik einher, denen auch unser Heer in einem europäischen Verbund zunehmend Rechnung tragen muss. Diese Anforderungen erfordern ein schlankes Bundesheer […]

Es wurde zwar bereits in Steuergeldabgabentisch der Rüstungsindustrie das Werben von Hannes Androsch für ein Berufsheer auch mit dem „Flüchtingsproblem“ angeschnitten, aber es muß noch deutlicher der unverantwortliche Aberwitz und die Unverschämtheit eines sozialdemokratischen Industriellen angesprochen werden, erstens Einwanderung in einem Satz mit Kriminalität, Terrorismus und Massenvernichtungswafffen zu nennen, zweitens Flüchtlinge zu Bedrohenden und drittens Flüchtlinge zur Rechtfertigung eines Militärs gleich mit welchem organisatorischen System auch immer zu mißbrauchen …

Stimmzettel Volksbefragung 20-1-2013Denn, und das wird Hannes Androsch nicht leugnen können, es zu wissen, die Bedrohung durch das Militär zwingt erst die Menschen zur Flucht, nicht die Flüchtlinge sind also das Problem, das Problem sind die militärisch ausgetragenen Konflikte. Muß denn immer wieder daran erinnert werden, was in Österreich nur zu genau gewußt werden muß, der Anlaß für die Flucht seit über einem halben Jahrhundert nach Österreich: aus Ungarn, aus der damals sich noch nennenden Tschechoslowakei, aus Ex-Jugoslawien, aus Tschetschenien, aus Afghanistan, aus … Und muß denn immer daran erinnert werden, wie wenige von den Millionen Flüchtlingen nach Österreich und in die Europäische Union kommen, wo die meisten Menschen tatsächlich Zuflucht finden? In den Nachbarländern, die selbst zu den ärmsten Ländern zählen, beispielsweise auf dem Kontinent Afrika. Und ist es nicht bezeichnend und alles aussagend, daß die UNHCR in ihrer Antwort auf die Frage, wer ein Flüchtling sei, an erster Stelle den Krieg nennt?

Menschen verlassen ihre Heimat aus unterschiedlichsten Gründen: Krieg, Verfolgung, Naturkatastrophen oder auch der Wunsch nach einem besseren Leben veranlassen Menschen dazu, Zuflucht in einem anderen Land zu suchen.

Und sind Menschen nach ihrer Flucht aufgrund militärisch ausgetragener Konflikte vor dem Militär sicher? Nein, wie das aktuelle Beispiel Syrien …

Erst an vierter Stelle steht in dem oben angeführten Zitat, der Wunsch nach einem besseren Leben … Aber das ist eine harmlose Formulierung, denn es geht zu oft um Flucht vor dem Verhungern -, wobei wieder das Militär die grausame europäische Wirklichkeit zu festigen hat -, ein Zitat von Jean Ziegler:

Die Todsünde sind die Exportsubventionen. Auf jedem afrikanischen Markt können Sie Gemüse, Früchte oder Geflügel aus der EU kaufen, zur Hälfte oder zu einem Drittel des Inlandspreises. Ein paar Kilometer weiter steht der afrikanische Bauer, rackert sich ab und hat nicht die geringste Chance auf ein Existenzminimum. Die Scheinheiligkeit der Kommissare in Brüssel ist abgrundtief. Sie produzieren den Hunger in Afrika, und wenn dann ein paar Hungerflüchtlinge an die Grenze Europas kommen, werden sie mit militärischen Mitteln zurückgeworfen.

Und weil morgen der Tag der Geschenke ist, sollte sich jemand finden, der Hannes Androsch, diesem Experten für geänderte Bedrohungen seit dem Ende des Kalten Krieges (in dem viele Kriege eiskalt zum Wohle der Rüstungsindustrie geführt wurden, vor allem innerstaatliche), beispielsweise den Essay „Gezielte Tötung“ von Armin Krishnan unter seinen sozialdemokratischen Industriebaum legt, in dem es auch um die zukünftige und also weitere Bedrohung durch das Militär geht, auch um das Bedrohungspotential des Militärs für die Menschen in Europa.

Die Kriege der Zukunft finden bereits heute und im Geheimen statt. Ihre Strategie stützt sich auf Drohnen, Nanobewaffnung und gezielte Tötungen. Diese Individualisierung des Krieges wirft dabei völlig neue ethische und politische Fragen auf, denen sich Krishnan in diesem militärstrategischen und philosophischen Essay unerschrocken stellt. Er diskutiert die Gründe der zunehmenden Individualisierung, ihre militärische und politische Nützlichkeit, aber auch ihre ethische Fragwürdigkeit: Brauchen wir eine neue Genfer Konvention?

Das war menschgemäß keine wirkliche Empfehlung für ein noch mögliches Geschenk für Hannes Androsch, sondern für Sie, die am 20. Jänner 2013 im Demokratiespiel dieser rotschwarzen Regierung mitspielen sollen dürfen, also im Sinne der rotschwarzen Regierung funktionieren sollen müssen … Und Hannes Androsch, einem so Informierten, der derart, trotz aller Informationen, über Flüchtlinge spricht,  braucht nichts mehr geschenkt zu werden … Auch kein Buch von Jean Ziegler, beispielsweise „Wir lassen sie verhungern. Die Massenvernichtung in der Dritten Welt“. Er wird sicher auch wissen, daß beim Assistenzeinsatz des Bundesheeres an der Grenze nicht die Flüchtlinge, sondern das Bundesheer für sich ein Problem

PS Übrigens, Hannes Androsch nennt die „Volksbefragung“ am 20. Jänner 2013 selbst einen „Unfug“ … Aber Hannes Androsch engagiert sich zugleich – sogar und selbstverständlich nur als Vorsitzender des Personenkomitees „Unser Herr – Pro Berufsheer“, das zum Mitmachen aufruft – für diese „Volksbefragung“, also für einen „Unfug“ … Wen und vor allem für wen will Hannes Androsch mit seinem Engagement für einen Unfug frotzeln, ein nützlicher Unfuger sein?

Er glaube, dass sich die Bevölkerung „gefrotzelt fühlt“, wenn sie in einer derart komplexen Materie durch eine „herausgegriffene, willkürliche Frage“ entscheiden soll, sagte Androsch.

Vielleicht ist es einfach viel platter, und es geht schlicht um das Einsammeln von Titeln, einmal einen Vorsitzenden, dann wieder mal einen Präsidenten einer Bildungsinitiative …

Über 50 Prozent haben Antworten, für die die Regierung nicht einmal Fragen hat

Volksbefragung 20-01-2013 - 25 Prozent für Abschaffung

50,56 Prozent haben Antworten, für die die rotschwarze Regierung nicht einmal Fragen hat.

Wie der heutige Zwischenstand der Umfrage erneut zeigt, können im Grunde über 50 Prozent an dieser „Volksbefragung“ zu Wehrpflicht und Berufsheer am 20. Jänner 2013 nicht teilnehmen, wenn sie ihrer in dieser Umfrage getroffenen Wahl treu bleiben wollen, da diese hier von ihnen angekreuzten Optionen von der rotschwarzen Regierung nicht abgefragt werden.

Stimmzettel Volksbefragung 20-1-2013Es will nicht geglaubt werden, daß von über 50 Prozent 100 Prozent bereit und willig sind, so schnell ihre Ansichten zu wechseln, wie Erwin Pröll dem Außenminister oder Michael Häupl dem Verteidigungs-
minister das Hemd …

Was können diese über 50 Prozent am 20. Jänner 2013 tun? Nicht hingehen? Oder doch? Aber wenn sie sich an dieser „Volksbefragung“ beteiligen, können sie es, wenn Sie sich von dieser Regierung Ihre Meinungen nicht wechseln lassen wollen, nur mit dem „Stimmzettel der Bürger und Bürgerinnen“ tun, um dieser Regierung mitzuteilen, die Leibwäsche nicht zu wechseln, heißt nicht gleich, beschmutzt umherzulaufen …

PS Der „Stimmzettel der Bürger und Bürgerinnen“ ist zum Downloaden mit weiteren Überlegungen bereitgestellt in:

Mit eigenem Stimmzettel zur „Volksbefragung“ am 20. Jänner 2013 zum Abstimmen

Mit eigenem Stimmzettel zur „Volksbefragung“ am 20. Jänner 2013 zum Abstimmen

Stimmzettel Volksbefragung 20-1-2013Sehr viele sind unschlüssig, ob sie an der „Volksbefragung“ am 20. Jänner 2013 teilnehmen sollen oder nicht. An einer mit „plakativen Sätzen“ (wie sie von Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger bezeichnet wird) teilzunehmen, anderseits an einer „Volksbefragung“, die bei weitem nicht den möglichen und denkbaren Lösungsvorschlägen, die es zum Komplex Militär gibt, zur Disposition stellt …

Mehr muß hierzu nicht mehr geschrieben werden, denn es wurde bereits zur Genüge zum Komplex Militär aber auch zu dieser „Volksbefragung“ an sich geschrieben und zur kompakten Information zusammengefaßt in einem eigenen Begleitbuch: Informationen zur „Volksbefragung“ am 20. Jänner 2013.

Sollte es am 20. Jänner 2013 zu einer äußerst geringen Beteiligung kommen, nicht zuletzt auch wegen der absolut eingeschränkten Auswahl an Optionen, wird zwar darob die Klage erhoben werden, letztlich aber zufrieden mit den Schultern gezuckt werden, so sei es eben in einer Demokratie, auch die österreichische Demokratie sei jetzt eben immer mehr eine westliche Demokratie, und in der falle halt, bedauerlicherweise, die Beteiligung gering aus …

Eine Lösung für dieses Dilemma, an dieser „Volksbefragung“ sich zu beteiligen oder nicht zu beteiligen, kann sein, am 20. Jänner 2013 sehr wohl abzustimmen, aber dafür nicht den amtlichen Stimmzettel zu verwenden, sondern einen eigenen Stimmzettel in die Wahlurne einzuwerfen. Und den amtlichen Stimmzettel heben Sie sich für die nächste Nationalratswahl auf, zur Erinnerung auch dafür, daß es in dieser ebenfalls mehr Möglichkeiten gibt, als es sich ÖVP und SPÖ vorstellen können …Entweder Sie erstellen hierfür einen eigenen Stimmzettel, mit den Fragen, die nach Ihrem Erachten die rotschwarze Regierung nicht gewillt ist zu stellen. Oder Sie finden bereits den hier zum Herunterladen zur Verfügung gestellten „Stimmzettel der Bürger und Bürgerinnen“ als dafür gut verwendbar, weil auf dem Optionen festgehalten sind, die für Sie wählbar sind.

An dieser „Volksbefragung“ mit einem eigenen Stimmzettel teilzunehmen -, Sie bringen dadurch zum Ausdruck, Ihnen ist auch dieses demokratische Instrumentarium äußerst wichtig, anderseits die Aufforderung an diese Regierung: zurück an den Start, um sich dem Komplex Militär endlich umfassend zu stellen, mehr also als das Gegebene vorzulegen … Von dieser Regierung gar Visionäres zu verlangen -, das wäre allerdings Überforderung … Das Visionäre muß von der nächten Regierung eingefordert werden, sofern in dieser weder ÖVP noch FPÖ noch …

PS Die Umfrage zur „Volksbefragung“ mit den Optionen auf dem „Stimmzettel der Bürgerinnen und Bürger“ zeigt im Gegensatz zur Mängelfragestellung der rotschwarzen Regierung eine sehr differenzierte Sichtweise des Komplexes Militär. Und, wie am letzten Zwischenstand der Umfrage abzulesen ist, eine für eine amtierende Regierung geringe Zustimmung für die von ÖVP und SPÖ bevorzugten und soher nur diese zur „Volksbefragung“ zugelassenen Optionen.

Sie sind weiter herzlich dazu eingeladen, sich an dieser Umfrage zu beteiligen.

Dr. Martin Graf reist nach Südtirol, um einem verurteilten Attentäter zu gedenken

Freilich Dr. Martin Graf nennt Sepp Kerschbaumer keinen Attentäter, der zu fast 16 Jahren Gefägnis verurteilt wurde, sondern der III. Präsident NR im österreichischen Parlament schreibt in der Ausgabe 50/2012 der freiheitlichen ZZ: „Freiheitskämpfer“ …

Der III. Präsident NR schreibt einen, um ein heute geläufigeres Wort zu nehmen, Terroristen nicht nur hoch zu einem „Freiheitskämpfer“, sondern Martin Graf reist an einem Dezember-Wochenende des Jahres 2012 auch nach Südtirol, um an dem Gedenken für Sepp Kerschbaumer teilzunehmen … Sepp Kerschbaumer ist also für den freiheitlichen III. Präsidenten NR eine Reise wert -, ob bei diesem Gedenken auch sein deutsches Bekenntnis verlesen wurde?

„Deutsch wollen wir bleiben und keine Sklaven eines Volkes werden, welches durch Verrat und Betrug unser Land kampflos besetzt hat und seit 40 Jahren ein Ausbeutungs- und Kolonisationssystem betreibt, welches schlimmer ist als die einstigen Kolonialmethoden in Zentralafrika.

Dr. Martin Graf - Sepp KerschbaumerEs ist doch immer wieder erstaunlich, welch profunde Geschichtskenntnisse jene Männer besitzen, die, wie im Fall Sepp Kerschbaumer, Freiheitliche zu ihren „Freiheitskämpfern“ auserwählen …

„Schlimmer als die einstigen Kolonialmethoden in Zentralafrika“ -, es reicht der Hinweis auf die Republik Kongo in Zentralafrika, über die schon einmal in einem anderen Zusammenhang geschrieben wurde, um zu ermessen, wie vulgär und geschichtsverfälschend diese kerschbaumerische Aussage war. Der Kongo wird als Beispiel erwähnt, weil es, wie seinerzeit geschrieben, eine Verbindung zur Familie Habsburg gibt und auch eine zu Dr. Martin Graf, wobei die Verbindung zu Dr. Martin Graf eine harmlose und darüber hinaus eine erheiternde ist, wie ebenfalls nachgelesen werden kann: Dr. Martin Graf kann, nicht einmal, abschreiben

Südtirol und Lobby

Rückseite „carte postale“: Zwei weitere Beiträge zu Südtirol. (1)

Da Martin Pfeiffer in der Ausgabe 50/2012 der freiheitlichen ZZ ebenfalls etwas zum Vulgären schreibt, in unmittelbarer Nachbarschaft zum grafschen Hautnah-Kerschbaumer-Gedenken, kann mit etwas Heiterem geschlossen werden, das wieder einmal etwas über die zweite Leistung von Männern aus diesem Lager erzählt, nämlich über die ihre Verwendung der für sie über allem stehenden deutschen Sprache:

Überall wittert der Innviertel
mit dem vulgären Gesichtsausdruck […]

Viele Male schon wurde das Innviertel besucht, aber niemals wurde irgendwo ein Bild vom Innviertel gesehen, dabei scheint der Innviertel eine Berühmtheit zu sein, wenn doch sein „vulgärer Gesichtsausdruck“ Martin Pfeiffer eine Erwähnung -, es kann natürlich auch sein, Martin Pfeiffer kommt selbst aus dem Innviertel, und daher ist ihm persönlich der Innviertel bekannt …

NS Der Inhalt des pfeifferischen „Querschlägers“ in der Ausgabe 50/2012, fragen Sie, der ist -, wurde auch schon nicht beim pfeifferischen „Querschläger“ der Ausgabe 47/2012 beachtet

NNS Zu dieser grafschen Südtirolerei allerdings wurde einmal inhaltlich darauf verwiesen, daß es andere und förderlichere Wege gibt, als beispielsweise diese Kleinststaaterei und diese Doppelstaatsbürgerschaftlerei … Vielleicht schreibt und spricht Martin Graf so gerne von der Staatsbürgerschaft, weil es mit der gleichen Nachsilbe wie Burschenschaft endet -, so oder so, es bleibt ein alter Schaft …

Anmerkungen gab es aber bereits auch zu Selbstbestimmungsrecht und Volksabstimmung, wie nachgelesen werden kann:

Abstimmung über Krieg oder Frieden – Ein zu forderndes Selbstbestimmungsrecht

Martin Graf – Ein Fremder gegenwärtiger Zeiten

„Kerndeutsche Männer“ schreiben für Dr. Martin Graf

(1) Zur „deutschen Lobby“ erschien es notwendig, nicht nur deren Beitrag zur Gedächtnisfeier für Sepp Kerschbaumer auf die „carte postale“ zu kleben, sondern auch ein paar Auszüge, die von selbst erklären, um was für eine Website es sich dabei handelt. Das grafsche Medium „Unzensuriert“ hingegen ist in Österreich recht gut bekannt, so daß diesmal auf Ausschnittsfetzen verzichtet werden konnte, um …

Folgsbefragung 20. Jänner 2013 – „Werfen wir die Waffen nieder!“

Auf Militär abschaffen hat Tobias Wirthensohn einen Kommentar verfaßt, der an eine Zeit anknüpft, als von Österreich aus schon anders, auf einem hohen Niveau und vor allem visionär über den Komplex Militär gesprochen und geschrieben wurde -, die in Prag geborene Bertha von Suttner wurde zwar aus Nationalstolz wegen ihres Nobelpreises aber nicht ob ihrer Inhalte zur Österreicherin gemacht, der in Wien geborene Alfred Hermann Fried aber wurde schlicht vergessen, zu viel sprach er visionär vom Frieden, und das auch noch als Sohn von einer jüdischen Bürgerin und einem jüdischen Bürger:

Jeder Zeit ihre Idee, jeder Idee ihre Zeit! Die Zeit ist gekommen für einen Wandel in Österreichs Sicherheitspolitik. Von heimischen Politikern werden unterschiedliche Theorien zur Gestaltung des Bundesheers diskutiert und zur Volksbefragung freigegeben. Die Ansätze sind jedoch leider die falschen, wird doch eine einfache Tatsache ignoriert: Österreich braucht nicht nur keine Wehrpflicht und kein Berufsheer, Österreich braucht überhaupt kein Heer!
Egal wie die Volksbefragung im Jänner ausgehen wird: Die große Gefahr droht, dass die Diskussion über Sinn und Nutzen des Bundesheers danach für Jahre, vielleicht Jahrzehnte eingefroren wird. Lassen wir die Chance dieser Diskussion jetzt nicht ungenützt! Ein Angriff auf Österreich ist aus vernünftiger Perspektive betrachtet bis zur Unmöglichkeit unrealistisch, wodurch das Heer seiner Kernaufgabe, der Landesverteidigung, entledigt ist. Die derzeit verbliebenen Sekundäraufgaben des Bundesheers könnten nach seiner Abschaffung mittels der dadurch eingesparten Kosten zivilgesellschaftlich erledigt werden.
Österreich könnte den Traum einer entmilitarisierten Gesellschaft verwirklichen und dadurch eine globale Vorreiterrolle einnehmen, der Welt als Vorbild dienen! Unser Land hat genug Kriege geführt. Werfen wir die Waffen nieder! Wagen wir den historischen Schritt in eine entmilitarisierte Zukunft! Es ist an der Zeit!

Volksbefragung 20-01-13 Die Waffen niederUnd zu diesem Kommentar schreibt Marshall Locksmith aus Berlin: „Sei doch einfach still!“

Dieses „Sei doch einfach still!“… ist die auf den Punkt gebrachte Formel, wie in Österreich 2012 über den Komplex Militär öffentlich breit diskutiert und medial breit geschrieben wird … Dieses „Sei doch einfach still!“ ist das Credo der rotschwarzen Regierung, nicht nur aufgrund ihrer Bevorzung einer dirigistischen Demokratie, sondern auch aufgrund ihrer inhaltlichen Herangehensweise an den Komplex Militär, wird beispielsweise nur an die aktuellste Aussage von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek über Frauen und Militär gedacht, ist dieses „Sei doch einfach still!“ also auch ein Appell an den eigenen Regierungskopf …

PS Bei einem anderen und ausschließlich männerdominierten Beruf sieht Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek keinen Anlaß, sich zu engagieren

„Damit es nicht ein zweites Palästina wird, Ungarn – eine Arier-Kolonie? – den Magyaren!“

Zur Zeit Erich Körner Lakatos JobbikEin Mann wie Erich Körner-Lakatos, der es versteht, seinen Satiren tiefste Gedankengänge zu graben, wird seine Schüler und Schülerinnen haben, und solch ein Mann wie Erich Körner-Lakatos wird auch ein recht guter Lehrer sein, der die Lebenswege seiner Schüler und Schülerinnen wohlwollend begleitet, ihnen über die Grenzen hinweg zu Aufmerksamkeit verhilft, über die Grenzen hinweg, ihnen zur Seite steht …

Ob Krisztina Morvai eine Schülerin von Erich Körner-Lakatos ist, wird nicht gewußt, aber eine Probe ihres satirischen Könnens, das an Erich Körner Lakatos gemahnt, hat er selbst vorgestellt, wohlwollend und ihre Partei recht ordentlich verteidigend, wie es eben von einem Lehrer erwartet wird:

‚Wir haben einen Traum – nämlich, daß Ungarn den Magyaren gehört. Damit unsere Heimat nicht ein zweites Palästina wird, nicht zu einer verarmten Kolonie verkommt.

Und über ihre Partei – Jobbik – und sie selbst schreibt Erich Körner-Lakatos:

In den Medien hängt man Jobbik taxfrei die Prädikate rechtsextrem, zigeunerfeindlich und antisemitisch an. Eine auch hierzulande bekannte Vorgangsweise, um Kräfte, die sich der wahren Sorgen der Menschen annehmen, in den Schmutzkübel zu tunken. Ein besonderer Dorn im Auge der Selbstgerechten ist die ‚Ungarische Garde‘, eine Art Bürgerwehr gegen die um sich greifende Kleinkriminalität. Was nur wenige wissen: Die Polizeigewerkschaft TRMSZ hat mit der Garde ein Abkommen zwecks effektiver Zusammenarbeit geschlossen. Der Versuch ultralinker Kreise, die ihnen mißliebige ‚Magyar Gárda‘ gerichtlich verbieten zu lassen, ist bloß bei einem Bezirksgericht der Hauptstadt erfolgreich gewesen, der Anwalt der Bürgerwehr hat selbstredend Rekurs eingelegt. Sehen wir uns die Sache einmal näher an. Ursprünglich ist Jobbik eine Studentenpartei, getragen von Hörern der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Budapester Eötvös-Loránt-Universität. Als die linke Regierung patriotische Demonstranten vor dem Parlament niederprügeln läßt, bekommt die vorerst eher schmalbrüstige Bewegung mehr Zulauf. Darunter eine junge Dame namens Krisztina Morvai, soeben von New York zurückgekehrt, wo sie vier Jahre lang bei der UN als Expertin für Frauenfragen tätig gewesen ist.

Damit niemand sagen kann, es werde hier mit gefälschten Zitaten gearbeitet, weil die als Zitat geführte Schlagzeile nirgendwo in diesem Wortlaut zu finden ist. Das stimmt, denn es ist ein dreifach zusammengesetztes Zitat. Weil – das muß eingestanden werden – einfach keine andere Lösung gefunden wurde, um so viel freiheitliche und jobbiksche Satire auf den Punkt zu bringen: Ein Teil ist aus dem oben angeführten Zitat von Krisztina Morvai, „Ungarn den Magyaren!“ titelt Erich Körner Lakatos seine gütige Rede über Jobbik in der Ausgabe 24-25/2009 der freiheitlichen ZZ und  der dritte Teil ist aus dem Titel „Der Magyare ein Arier?“ von Erich Körner-Lakatos, wie nachgelesen werden kann: „Lieber H.“err – Satire, wie sie freiheitliche ZZler lieben und Ein freiheitlicher ZZler drängt die Frage auf, ist die Arierin eine türkische Slawin?