„Erbe Österreich“ – Ohne Hohenlohe Carl Theodor Körners unverborgene Plätze

Wenn Karl Hohenlohe nicht als Opernkammerlkommentator beschäftigt wird, dann führt er in „Wiens verborgene Palais“, im „Lothringer“ kann er dabei nicht auf ein oder zwei, drei Bier einkehren, aber erzählen, wer im „Lothringer“ verkehrte: Theodor Körner

Karl Hohenlohe weiß überhaupt recht viel zu erzählen, auch von der unverborgenen „Pracht am Ring“, etwa von dem müllnerischen Wehrmann, mit dem, so Hohenlohe, „man nicht nur etwas Gutes getan, auch so seine patriotische Gesinnung“ …

Bei so viel Ausgedrucktem kann es menschgemäß nicht bei sich behalten werden, auch einmal von Carl Theodor Körner zu erzählen, der allenthalben im „Lothringer“ auf ein, zwei oder drei Bier einkehrte …

Theodor Körner, „Hoftheaterdichter anspruchsloser Unterhaltungsstücke und Trauerspiele sowie patriotischer Sänger, mit seinem Tod auferstanden zur patriotischen Identifikationsfigur“ für seine Unterhaltungswiedergesangsschaft der Gegenwart

Unverborgen die Büste von Carl Theodor Körner in Döbling, seit bald einhundertzwanzig Jahren, an „der Front des Frauenklosters – Klosterkirche am Provinzhaus der Schwestern vom armen Kinde Jesu“ — solch ein begnadet patriotischer Sänger gehört allemal „zur heiligen Familie“ … Für die Gemeinde soher eine Selbstverständlichkeit, ein Drittel der Körnerbüstekosten zu übernehmen: „2000 K“.

Unverborgen der Park in Untermeidling, „benannt (22. Oktober 1938 Bürgermeister) nach dem Freiheitsdichter Theodor Körner.“

Im Park befindet sich neben einer Theodor Körner gewidmeten Eiche ein dazugehöriger Gedenkstein mit Inschrift und ein kleines Kriegerdenkmal, das Gefallenen des Ersten Weltkriegs gedenkt, die Mitglieder eines nach Körner benannten Schulvereins bzw. des Fechtverbandes „Körnerbund“ waren.

Nur Eichen können singers of the patriotic recht sein, und auch Theodor Körner, dem oaks so manche Strophe bewaldete.

Schon bei der Grablegung wurde die Eiche als starker, erwachsener Baum gezeichnet. Von den „Mahn- und Gedenkstätten Wöbbelin“ wird berichtet: Die Eiche am Grab der Familie Körner ist noch die Originaleiche von 1813. Am 27. August 1813 wurde Theodor Körner unter dieser Eiche, nach seiner tödlichen Verwundung einen Tag vorher, unter großer Anteilnahme seiner Lützower Kameraden beigesetzt. Die Begräbnisstätte befand sich zu dieser Zeit auf freiem Feld, abseits der Straße. Auf diesem Feld standen zwei einsame Eichen. Unter der größeren – eine Doppeleiche – wurde der Dichter Theodor Körner begraben.

Seit 1965 wird hier auch dem Schicksal derer gedacht, die am Ende des 2. Weltkrieges in dem Konzentrationslager nahe Wöbbelin zu Tode kamen. Auf dem Gelände, wo Theodor Körner zu Grabe gebettet wurde, sind auch etwa hundertsechzig von den mehr als eintausend Toten des KZ-Auffanglagers bei Wöbbelin begraben

Bürgermeister der Gemeinde Wien zu dieser Zeit, als der Park nach Carl Theodor Körner benannt wurde, war Hermann Neubacher, und es lohnt stets, einen Blick in die Enzyklopädie der Patriotischen zu werfen, um beispielsweise zu erfahren, daß

1958 Hermann Neubacher als Obmann der patriotischen Parlamentspartei, die allenthalben für kurz Regierungspartei, im Gespräch gewesen sei, geworden ist es dann ein patriotischer Gesinnungskamerad mit anderem Namen,

zu erfahren, daß er nur, ach nur deshalb von der Diktatur des Kurt Schuschnigg in ein „österreichisches KZ deport“ worden sei, weil er 1933 in die NSDAP eingetreten sei, so, als ob es dazwischen keinen patriotischen Putsch mit Mord gegeben hätte,

zu erfahren, daß es für ihn ab 1956 in Österreich steil aufwärts ging — „Industrieberater tätig. Er wurde als Generaldirektor in die Wienerberger Ziegel-AG berufen. Seine Welterfahrenheit als Kaufmann und Diplomat kam bei der Gründung der Fluggesellschaft „Austrian Airlines“ (AUA) zustatten.“ –,

zu erfahren, daß er ein Buch schrieb: „Die Festung der Löwen“ … „Festung“, weiter und wieder verstärkt ein Gesinnungssehnsuchtsbau der Patriotischen der Gegenwart

Was von der patriotischen Enzyklopädie allerdings nicht zu erfahren ist, dafür von der freien Enzyklopädie, ist das Glück des Hermann Neubacher, bald schon kam er unter Schuschnigg wieder frei und auch nach 1945 mußte er nicht die ganzen zwanzig Jahre Haft in den Bau …

Als österreichische Nationalsozialisten mit dem Juliputsch vom 25. Juli 1934 den Versuch unternahmen, den austrofaschistischen Ständestaat zu beseitigen und dabei Bundeskanzler Engelbert Dollfuß ermordeten, tauchte die Partei unter; in dieser Phase der Illegalität übernahm zeitweilig Neubacher die Parteiführung in Österreich, wurde aber im Juni 1935 zusammen mit seinem innerparteilichen Widersacher Josef Leopold verhaftet. Beide wurden aufgrund des Juliabkommens von 1936 amnestiert, Neubacher war fortan „für die reichsdeutschen IG-Farben als Balkanexperte (unter Einschluss Österreichs) tätig.“[1] Einen Tag nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich am 12. März 1938 löste Neubacher Richard Schmitz als Bürgermeister Wiens ab; […] Vom 24. August 1943 bis Kriegsende war Neubacher Sonderbevollmächtigter des Auswärtigen Amtes für den Südosten und dem Militärbefehlshaber Südost in Serbien gleichgestellt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er in Jugoslawien im Jahr 1951 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, jedoch bereits nach wenigen Monaten schwer krank entlassen. Von 1954 bis 1956 war er von der Regierung des Kaiserreichs Äthiopien als Berater und Verwaltungskommissar der Hauptstadt Addis Abeba eingesetzt. In dieser Zeit verfasste er ein Buch über Äthiopien, kehrte dann nach Österreich zurück und war vor allem als Bauunternehmer in Salzburg tätig.

Karl Hohenlohe im Kammerl der Staatsoper hat nicht eine Oper zu kommentieren, sondern zur Staatsoperette zu plaudern, aber mit seinem Wissen über Carl Theodor Körner empfiehlt er sich, wenn eines Tages, stellen Sie sich vor, wenn eines Tages die patriotische Volkskanzl in Österreich errichtet und ihr zum Stolze und zur Ehre ergeben „Theodor Körner“ gegeben wird, als Volkskunstbetrachter die Darbietung der „Grossen vaterländischen Oper in 5 Akten und einem Vorspiel: Des Königs Aufruf“ —

Oh, was für eine Zeit
gar,
welch‘ Zeit
des Vaterländischen
wird es dann wieder
einmal gewesen sein —
kurz
aber groß im Abräumen

„Lieber Freund. Wie Faschismus funktioniert.“

So war Modis Besuch in Moskau über weite Strecken mehr freundschaftlicher Akt als mahnender Appell. Die beiden Staatschefs zeigten sich vertraut, tauschten beim gemeinsamen Tee Nettigkeiten aus. Wie es bei „wahren Freunden“ üblich sei, hätten sie zusammengesessen und sich „über eine Reihe von Themen unterhalten“, sagte Modi nach seinem Besuch. Er sei „glücklich“, dass „wir beide unsere Ansichten bezüglich der Ukraine offen und detailliert darlegen konnten“. WIEN. Beim Besuch des indischen Premiers Narendra Modi am Mittwoch in Wien haben Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und sein Gast Indien und Österreich als „Brückenbauer“ auf dem Weg zu einer Beendigung von Russlands Ukraine-Krieg positioniert. Der seit zehn Jahren im Amt befindliche Hindu-Nationalist Modi war am Dienstagabend, aus Moskau kommend, auf dem Flughafen Wien-Schwechat gelandet. Gleich danach traf der 73-Jährige Nehammer bereits zu einem Abendessen samt Vier-Augen-Gespräch. Modi bezeichnete Putin am Dienstag als „lieben Freund“.

Brücken zu bauen, des Zurzeitigen in Österreich vornehmste Aufgabe, und wahrlich, er baut und baut Brücken, nun zum „lieben Freund“, wie Narendra Modi am Dienstag, 9. Juli 2024, nicht ihn nennt, sondern den Mann, von dem er gerade gekommen …

Und wer schon können „wahre Freunde“ sein, als eben die zwei Männer, der eine aus Rußland, der andere aus Indien, die gesinnungsgemäß verbunden, als wären sie Brüder, in deren Adern das Blut desselben Geistes fließt.

„Wie Faschismus funktioniert“, ein in diesen Tagen erst erschienenes Buch von Jason Stanley, das wie zum Geschenk auf die Brücke gelegt, die der Zurzeitige eben dem „lieben Freund“ in Wien baut, über die die „wahren Freunde“, der eine aus Moskau unsichtbar mit dabei, schreiten, und in diesem Buch ist zu lesen, über den „Brückenbauer Indien“, nein, nicht über „Indien“, „Indien“ als „Brückenbauer“ nennt nur der Zurzeitige, in „Wie Faschismus funktioniert“ ist über den „Brückenbauer“, der dem Zurzeitigen „Indien“ ist, „Narendra Modi“ zu erfahren, in „Wie Faschismus funktioniert“ ist also etwas über den „Brückenbauer“ Narendra Modi zu erfahren:

Die von Rosenberg, Himmler und anderen Nazi-Anführern entwickelten Taktiken haben seither die faschistische Politik in weiteren Ländern inspiriert. Den Anhängern der indischen Hindutva-Bewegung zufolge bestand die Urbevölkerung Indiens aus Hindus, die bis zur Ankunft der Muslime und später der Christen – die dekadente Werte einführten – nach patriarchalen Bräuchen und streng puritanischen Sexualpraktiken lebten. Damit haben sie eine mythische Vergangenheit fabriziert, in der das Land noch eine reine Hindu-Nation war, um das, was von Wissenschaftlern als die tatsächliche Geschichte Indiens angesehen wird, auf dramatisierte Weise aufzupolieren. Die heute dominierende nationalistische Partei, die BJP, bekennt sich offen zur Hindutva-Ideologie. Mit einer emotionalen Rhetorik, die eine Rückkehr zu dieser fiktiven, patriarchalen, streng konservativen, ethnisch und religiös reinen Vergangenheit fordert, hat sie die Macht im Land gewonnen. Die BJP ist aus dem politischen Arm der Rashtiya Swayamsevak Sangh („Nationale Freiwilligenorganisation“, RSS) hervorgegangen, einer rechtsextremen, hindu-nationalistischen Partei, die sich für die Unterdrückung von Minderheiten anderen Glaubens einsetzte. Nathuram Godse, der Mann, der den Mordanschlag auf Gandhi verübt hatte, war Mitglied der RSS – wie auch der derzeitige indische Premierminister Narendra Modi. Die Partei stand eindeutig unter dem Einfluß faschistischer Bewegungen aus Europa; in den späten 1930er- und 1940-Jahren lobten seine führenden Politiker regelmäßig Hitler und Mussolini.

Dem RSS-Mann Modi ist es wie seinen vorangegangenen RSS-Mannen das Gesinnungsglück zum Unglück von allen beschieden, auch in der Gegenwart einen Mann zum Loben zu finden, und es gibt kein größeres Lob, als solch einen Mann einen „lieben Freund“ zu nennen, und das vor jenen, die, wie jetzt in Wien auch, einem diesem RSS-Mann den roten Teppich ausrollen, der ihm, wenn auch die kleinste, doch Brücke ist, auf der er den Gang zum Verkauf seiner blutigen Gesinnung fortsetzen kann; Mannen und Frauen von dieser Gesinnung, die ganze Länder unter ihre blutroten Teppichen kehren, ist die kleinste, ist die schmalste Brücke recht und willkommen, um ihre Propaganda auszurollen …

Stets dabei, die Wirtschaft, auf dem roten Teppich zu ihrer Tagesordnung, damals wie heute, immer getreu für sich und für —

Talibans Normalität am Beispiele Polio

Es ging los mit Polio. […] Was man bis heute nicht realisiert hat, ist, daß diese ganze Polio-Geschichte wahrscheinlich eine Riesenlüge ist. Und das Poliovirus ist eins der Virus, das […] und zwar Vergiftung, Pflanzen [Hinweis einer Zwischenruferin] Okay, alles okay, DDT, diese Insektenmittel, die waren wahrscheinlich mitverantwortlich für die […] und der Impfstoff ist nie wirklich geprüft worden, es gibt kein Beleg für die Wirksamkeit der Polioimpfung, gar nicht. So.

Und so weiter und so fort: die Lichtgestalt des Gebirgsjägers, am 12. April ’24.

Zu erwähnen ist das bloß und einzig, weil in diesen Tagen wieder berichtet wird, daß in Afghanistan die nächste Impfkampagne gegen Polio gestartet wurde, es sollen rund acht Millionen Kinder gegen die Kinderlähmung geimpft werden; verantwortlich dafür jene Talibans, die noch vor August 2021 in den von ihnen kontrollierten Gebieten Impfungen verboten hatten, extremistische Verschwörungstheorien gegen Impfungen verbreitet wurden.

Während also in Afghanistan Talibans wenigstens in bezug auf die Polioimpfung sich durchgerungen haben zu einer „Normalität“, wird in dieser Gebirgsjägerveranstaltung am 12. April ’24 die „Rückkehr zur Normalität“ heiß beschworen, die, was die Polioimpfung betrifft, nicht einmal mehr und jetzt schon seit längerer Zeit nicht einmal mehr für islamistische Talibans eine normale

Mehr muß wohl nicht zu den Talibans Normalitäten noch ausgeführt werden. Vielleicht soll noch erzählt werden, daß bei dieser Aufführung die Lichtgestalt eine Vorgruppe hatte: eine Einmanngebirgskapelle zur gesinnungsgemäßen Einstimmung, zum Einpeitschen, zum geistigen Vorglühen —

Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle verneigen, voller Respekt und voller Dankbarkeit und voller Anerkennung, vor diesem Mutigen und vor diesem Unbeugsamen. Egal wo Sie in diesem Kampf für die Freiheit und für die Gerechtigkeit und für die Gesundheit mitgewirkt haben und bis heute mitwirken und niemals müde werden. […] Sie haben es sich verdient, Herr Professor Bhakdi, eine Lichtgestalt, in meiner Religion sagt man, ein Engel, ja, ein Engel für Milliarden Menschen auf dieser Welt. Und es gibt in unserer Sprache einen wunderschönen Ausdruck und dieser wunderschöne Ausdruck ist: Jemand ist eine Seele von einem Menschen. Und genauso eine Seele von einem Menschen, das ist unser heutiger Hauptredner, Herr Professor Dr. Sucharit Bhakdi, herzlich willkommen in unserer Mitte! […] Die Rolle der Profiteure, die Rolle der Treiber […] Eine starke Botschaft, eine starke Botschaft, und ich sage das bewußt so, an die dunklen und an die finsteren Kräfte und Mächte in diesem Land und darüber hinaus, die jetzt alles unternehmen, um ihre Spuren zu verwischen und so zu tun, als ob sie niemals dabei gewesen wären, und gleichzeitig schon in Vorbereitung des nächsten Großangriffes auf die Würde der Menschen

Der Untertan

Dieses Buch über den perfekten Untertanen zu lesen, kann nur empfohlen werden, so sehr empfohlen werden, daß hier gegen alle Gewohnheit zu einer Verkaufsquelle verlinkt ist, um es sofort zu bestellen, schneller noch geht es, wenn Sie es gleich morgen in Ihre Buchhandlung erwerben, um gleich desselben Tages es noch beginnen zu lesen.

Eine perfekte Beschreibung des titelgebenden Menschen, die „Geschichte der öffentlichen Seele unter …“

Der Verfasser des Untertanen charakterisiert diesen Jahre später selbst als „Vorgestalt des Nazi“, nun, nach dem verheerenden patriotischen Untergang des Nationalsozialismus, ist der Untertan auch eine Nachgestalt des Nazis. „Der Untertan“ erzählt von einem Mann, es dabei soll aber, jetzt im Rückblick, nicht vergessen werden, daß es auch die Untertanin gab als Vorgestalt der Nazisse und gibt als Nachgestalt der Nazisse.

Im Totalitarimsus des Nationalsozialismus gab es einen gar mächtigen Mann, der sogar zum Stellvertreter des österreichischen Heilsbringers aufstieg, dessen Heilsgesinnung der Untergang, mit Namen Heß, der Untertan heißt Heßling. Obgleich der Verfasser des Untertanen beim Schreiben des Untertanen Heß nicht kennen konnte, da Heß bei Fertigstellung des Buches 1914 gerade einmal ein öffentlich völlig unbekannter und wohl zum Untertanentum zugerichteter und hergerichteter Jüngling von zwanzig Jahren war, nennt er ihn Heßling, in der Verkleinerungsform von HeßHeßling wie Däumling. Jetzt, im Rückblick kann gesagt werden, ein Heßling bleibt ein Heßling, gleich in welche Stellung er geschoben wird.

Bozkurt işareti

Der Erste: Pessimistisch. Weißt, er hat gesagt, in der Türkei is ein kranker Mann, dann kommen wir dran, du also wieso?

Der Patriot: Sie meinen Friedjung. Aber Friedjung konträr schloß doch mit einem dreifachen Hoch und Eljen auf den Ausbau des Bündnisses der beiden Mittelmächte mit der Türkei!

Vor bald einhundertzehn Jahren begann Karl Kraus an den letzten Tagen der Menschheit zu schreiben, an diesem einem Marstheater zugedachten Stück, das fällt zuerst ein beim Lesen des Namens Merih Demiral, und dann gleich, was kann ein Mensch mit dem Vornamen Mars anderes werden als Fußballer, als dem Geschäft des Fußballs nachzugehen, diesem als menschenverbindendes und friedensförderndes verkauftes Spiel, für das stets Armeen an Polizei aufgeboten werden muß, für das Spiel, das sagt: Nennt mich Mars. Der Ausschreitung. Der Gewalt. Des Krieges.

So gewiß der Mars rotiert, so gewiß rotieren die Aufregungen um einen Gruß, genauer,

um den Wolfsgruß, mit dem Merih Derimal auf seiner patriotischen Fußballfeldbahn rotiert, und mit ihm dann Hunderte, Tausende, Abertausende vielleicht sogar auf ihrer Fußballstraßenbahn rotierend um ihren —

Gerade einmal ein Jahr ist es her, vor rund einem Jahr die Aufregung um den Wolfsgruß und nun die Wiederkehr der Aufregung auf dem Fußballmars … Vor einem Jahr köpfelte die Spitze des österreichischen Staates dem Wolfsgrußpräsidenten einen Gratulationsgruß, und nun, rund ein Jahr später, und das ist nur eine Stimme der Aufgeregten, fordert Florian Klenk auf der Konzernplattform X, in der Nacht des 7. Juli 2024:

Man sollte eine Mannschaft, deren Spieler und Fans demonstrativ den rechtsextremen Wolfsgruß machen einfach von der nächsten EM ausschließen.

Ein für kurz gewesener Bundeskanzler, ein Bild, das in Erinnerung bleibt, in trauter Umarmung mit Wolfsgrußbuben … Aber diese eine Stimme unter vielen Stimmen erköpfelt sich, ja, was, als wäre damit irgend etwas … Den Wolfsgrußpräsidenten würde es, hörte er je diese Stimme, beruhigen, ihn träfe ein klenkischer Ausschluß nicht …

Aus der klenkischen Forderung strömt doch auch militärischer Geist. Das Unvermögen oder das Vergehen eines Spielers der gesamten Mannschaft als Strafe aufzuerlegen, das Nachmachen, das Mitlaufen oder das Benehmen von Zuschauern allen Zuschauerinnen und ihrer Mannschaft als Strafe aufzuerlegen. Und die Frage stellt sich nach der politischen Wirkung eines Spielers, der mit einem solchen Handzeichen sich einmal daneben benimmt, von „Fans“, die ein solches Handzeichen mitläuferisch einmal nachmachen, im Gegensatz etwa zu einem Präsidenten, dessen gesamtes politisches Wirken dieses Handzeichen, daß er zusätzlich auch noch dann und wann zeigt, ist, und dies nicht davon abhält, ihm weiter und mit ihm weiter …

Der für die derzeitige und rund noch drei Monate im Amte befindliche österreichische Regierung Daten zu einem Jugendbericht zusammentragende Mann wirbt für eine steinalte Kapelle, von der ein Bild in Erinnerung bleibt, jenes mit dem Wolfsgruß — aber Florian Klenk …

Eine Säkularisierung des Fußballs ist überfällig. Eine Entnationalisierung. Eine Entpatriotisierung. Eine selbstauferlegte Verbannung weltanschaulicher Zeichen vom Fußballplatz, dazu gehören u. a. m. das Sich-Bekreuzigen, der Tauhīd-Finger, das Tore-Gott-Widmen, der Wolfsgruß …

Im „Klostergarten in Tachau Jesus, arischer Jüngling“

Betrachte unsere verhüllten Kirchenfenster einmal genauer! Sie sind Fenster mit Geschichte(n). Vordergründig erzählen die Fenster unserer Kirche neutestamentliche Episoden. Erst am zweiten Blick wird die Geschichte hinter dem Bildprogramm erkennbar. So wie in vielen Leitungsgremien österreichischer Vereine, Institutionen und Organisationen in den Nachkriegsjahrzehnten waren ehemalige Anhänger*innen des Nationalsozialismus auch in den Leitungsgremien der Pauluskirche tätig. So kam es, dass noch Ende der 1960er Jahre Kirchenfenster beim Künstler Rudolf Böttger in Auftrag gegeben wurden, der sich auch nach 1945 nicht von seinen Aktivitäten während der NS-Zeit und seiner NSDAP-Mitgliedschaft distanzierte. Das Aussparen alttestamentlicher Motive, die diffamierende Darstellung der Juden in den Kirchenfenstern und die Abbildung Jesu als arischer Jüngling wurden in Kauf genommen.

Ist auf der Website der Pauluskirche im dritten Bezirk von Wien am 5. Juli 2024 zu lesen, und weiter:

In der Öffentlichkeit wird intensiv über problematische Denkmäler und Bildwerke diskutiert. Ein prominentes Beispiel ist das Lueger-Denkmal am Wiener Stuben-Ring, das in den dritten Wiener Gemeindebezirk blickt, wo auch die Evangelische Pauluskirche steht. Anders als das Lueger-Denkmal, das „nur“ einen antisemitischen Bürgermeister Wiens zeigt, der die Bevölkerung aufwiegelte, zeigen die Fenster der Pauluskirche selbst ein antisemitisches Bildprogramm. Die Pauluskirche mit ihrer antisemitischen Ikonografie ist somit ein evangelisches Beispiel für problematische Denkmäler im öffentlichen Raum, das bereits seit Anfang der 2000er Jahre immer wieder diskutiert wird. Der vorliegende Beitrag ist im Rahmen der Tagung „Evangelisches Erinnern. Evangelische Erinnerungskulturen im Österreich des 20. und 21. Jahrhunderts“ im April 2023 entstanden und versteht sich als Werkstattbericht einer Kirchengemeinde.

Etwa ein Vierteljahrhundert Beschäftigung mit diesen Kirchenfenstern, vor einundzwanzig Jahren sich dazu durchgerungen, eine Tafel anzubringen:

Mit Scham stellen wir fest, dass sich unsere Kirchen für das Schicksal der Juden [..] Darum distanzieren wir uns von der Darstellung der Juden in diesem Bild und von dem Geist aus dem diese Darstellung kommt. […] Das Presbyterium der Evangelischen Pfarrgemeinde Wien – Landstraße im Jahre 2003

Dann aber ist alles sehr schnell gegangen, im März 2023, der Beschluss, in der nächsten „Legislaturperiode“ die Kirchenfenster zu tauschen, davor die Kirchenfenster zu verhüllen, und das wurde rasch umgesetzt, am 8. Oktober 2023 wurde feierlich verhüllt, einen Tag nach —

Es wird nicht gewagt, zu recherchieren, ob die evangelische Kirche sich inzwischen auch dazu durchgerungen hat, daß Martin Luther nicht nur ein Antisemit war, das sie nach langem Zögen nun doch offen einbekennt, sondern auch einbekennt, daß Martin Luther dazu ein Antiziganist war …

Der Sebastianplatz mit der Pauluskirche grenzt an die Neulinggasse, einen rechteren Ort für seine Kirchenfenster hätte Rudolf Böttger nicht finden können,

in Gehnähe der Skulputuren seiner Gesinnungskameraderie, auf einer Linie

mit Margarete Hanusch, Wilhelm Fraß, Josef Müllner —

Die österreichische Galerie Belvedere zeigt in ihrer Online-Sammlung, gesehen am 5. Juli 2024, ein gar schönes Bild von Rudolf Böttger: „Klostergarten in Tachau“, und selbstverständlich verschweigt „Das Belvedere – ein Museum von Weltrang, Vermittler von Geschichte und Schauplatz zeitgenössischer Kunst, Barockjuwel, digitaler Player und ökologisch bewusst: a museum that matters. Erfahren Sie hier, wofür das Museum steht.“ nicht die Biographie des Rudolf Böttger:

1887 Tachau/ Tachov – 1973 Regensburg
„Ab 1899 in Wien. Studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei F. Rumpler, dann an der Münchner Akademie bei C. v. Marr; 1911 wieder in Wien. Ab 1914 als Kriegsfreiwilliger an der russischen Front, im März 1918 im Kriegspressequartier. Reisen mit O. Laske in die Ukraine und auf die Krim. 1919 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Studienreisen nach Italien, Holland, Schweden. Ansässig in Wien, ab 1945 in Deggendorf, Niederbayern. Böttger widmete sich vor allem der Portrait- und Landschaftsmalerei und arbeitete auch in den Techniken des Freskos, Sgraffitos und Gobelins.“

Wie schon bei Franz Köck, dem antisemitischen Postkartenpropagandameister, verschweigt das „Museum von Weltrang“ nichts, wie zum Beispiel in Niederbayern es kein Verschweigen gibt, wenn es um die Biographie von Rudolf Böttger …

Der Maler Rudolf Böttger (1887–1973) stammte aus dem Egerland und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er den Großteil seines Lebens verbrachte und unter anderem nach 1938 im „Gaukulturrat“ für Malerei zuständig war. 1945 verschlug es Böttger nach Metten bei Deggendorf. Nach 1952 wohnte er in Regensburg-Prüfening.

Ein Verschweigen gibt es für das Aktionshaus im Kinsky ebenfalls nicht, die Bilder von Rudolf Böttger versteigert. Viel bringen seine Bilder nicht ein, ein billiger Maler, leistbar auch für jene, die gesinnungsgemäß ihr Heim, das ihnen ihre Festung ist, mit einem böttgerischen Original heimelig … Das Aktionshaus im Kinsky verschweigt nichts, ist am 5. Juli 2024 zu lesen: „(Tachau 1887 – 1973 Regensburg) » Zur Biografie“ — So offen weist das Aktionshaus im Kinsky auf die Biographie von Rudolf Böttger hin, und wer „Zur Biographie“ anklickt, bekommt die ganze böttgerischen Biographie unverschwiegen: „Rudolf Böttger Tachau 1887 – 1973 Regensburg“ …

„Erbe Österreich“

So, wir sind jetzt im Keller von Palais Wilczek […] Dramatiker Franz Grillparzer und der deutsche Dichter Joseph von Eichendorff sind sich vielleicht hier im Stiegenhaus begegnet. Die beiden Literaten wohnten hier allerdings lange bevor der Graf Wilczek überhaupt geboren wurde, und zwar zu ihren Studentenzeiten in den Jahren 1810 bis 1813. […] Und Eichendorff war ein entfernter Verwandter der Wilczeks. Vom Palais aus war es nicht weit zum Stammwirt der jungen Poeten, zum nahegelegenen Bier- und Künstlerlokal „Zum Lothringer“, Ecke Herrengasse und Kohlmarkt, wo auch der Lyriker und Freiheitskämpfer Theodor Körner, nicht zu verwechseln mit dem späteren Bundespräsidenten, verkehrte.

Das wird der Parlamentspartei, die in Österreich eine Volkskanzl errichten will, am 2. Juli 2024 gefreut haben, zu sehen und zu hören, wie Karl Hohenlohe in der Sendung „Erbe Österreich“ ihren Dichter erinnert, wie elegant Karl Hohenlohe es versteht, Carl Theodor Körner, der nichts mit dem Palais Wilczek zu tun hatte, dennoch zu erwähnen, ihn dem österreichischen Fernsehpublikum nicht nur als „Lyriker“ sondern auch als „Freiheitskämpfer“ … Oh, was für ein „Lyriker“ und was für ein „Freiheitskämpfer“ er doch war, so recht nach Geschmack und Gesinnnung der Parlamentspartei, deren für kurz gewesener Vizekanzler Carl Theodor Körner zu zitieren wußte, wahrscheinlich sogar auswendig

so lyrikbeflissen die Mannen und Frauen dieser erst vor kurzem für kurz gewesenen Regierungspartei —

Seinen Namen, Karl Hohenlohe, werden die Mannen und Frauen dieser Partei spätestens mit dem 2. Juli 2024 für sich notiert haben, für die Zeit, von der sie meinen, sie sei für sie angebrochen, sich auf die Suche zu machen, für ihre Volkskanzl einen Minister für Kultur und Geschichte … Lange schon könnte auf der Liste dieser Partei auch der Name von einem Menschen stehen, von dem nicht gewußt wird, ist es ein Mann, ist es eine Frau, aber Ing. H. Steinkellner hat sich als Minister für Kultur oder als Ministerin für Geschichte in einer Volkskanzl bereits 1992 selbst empfohlen, als er oder sie oder es eine Gedenktafel für Carl Theodor Körner errichtete, als er oder sie oder es Carl Theodor Körner, dem Lyriker oder dem Freiheitskämpfer, eine Gedenktafel widmete …

Für das Verteidigungsministerium einen Minister zu finden, eine Ministerin für das Volkskanzl der Landesverfestung zu finden, wird für diese Partei

eine Qual, denn zu viele im Bundesheer böten sich dafür an —

vielleicht aber schon ganz auf oben auf ihrer Liste der Militär, dem Carl Theodor Körner auch Lyriker aber vor allem Freiheitskämpfer, so sehr Freiheitskämpfer, daß er seine Worte ehrenreich stolz über dem seinem Herzen …

Manifest mit Waffe

Der kleine Gebirgsjäger spricht von einer „Trägerrakete“, die die „patriotische Allianz“ sein soll, präsentiert am 30. Juni ’24 in Wien, und eine „Trägerrakete“ ist eine Waffe, eine Mordwaffe, die die drei Mannen selber sein wollen, die dazu ein Manifest präsentieren am 30. Juni ’24 in Wien, und wohin Manifest mit Waffe gesinnungsgemäß zwangsläufig führt, das haben etliche patriotische Mannen vor diesen drei Mannen schon mordend …

Mehr ist zur patriotischen Achse nicht zu schreiben, ist doch einer, für den sie eintreten, unsichtbar mit ihnen auf der patriotischen Bühne, hängt vielleicht mit seinem Amtsbild in ihren Stuben, der sich wohl auch als „Trägerrakete“ versteht, sich selbst als Trägerrakete zwar nicht abschießen kann, aber patriotische Raketen abschießen läßt.

Und dieser hat klar und unmißverständlich offenbart, was sein und solcher Mannen Patriotismus ist: Grausigkeit …

Und von einem zweiten Patrioten, dessen abgehängtes Amtsbild vielleicht auch in ihren Stuben hängt, der ihnen als ihr Idol in Wien unsichtbar mit ihnen auf der patriotischen Bühne, ist sein Patriotismus gesinnungsgemäß ihr Patriotismus

Magnet Haverbeck

Die Gesinnungsurgroßmutter hat nach wie vor eine rechte Anziehungskraft auf Gesinnungsurenkelchen, wie wieder einmal festzustellen ist, beim Lesen des Geschreibes von Stefan Magnet auf der Konzernplattform X am 28. Juni ’24, und welche Gesetze ihm dabei wohl auch vorschweben dürften, denkt er in seiner Nacht auch an Österreich, wenn er, der Kenner ihrer Entäußerungen, die „Maulkorbgesetze“ der Ursula Haverbeck zitiert, ist kein Rätsel

Oh, was für Vergleiche, schreibt er, der Kenner der Jurisprudenz, im Finstern nach Deutschland, zieht Stefan Magnet heran, um die mildlose Behandlung der Gesinnungsurgroßmutter, deren Leben eine Wiederbetätigung in der Endlosschleife der Wiederholung, zu beklagen …

Zur Wahl zum Europäischen Parlament vor fünf Jahren die Ankündigung, „die Rechte“ würde die Gesinnungsurgroßmutter „aus dem Knast“ holen wollen, es werden den Rechten wohl auch die „Milde“ schon abgegangen sein, noch ganz ohne juristische Vergleichsexpertise eines —

Die Gesinnungsurgroßmutter, deren Anfangsbuchstabe in einer recht eigenen Buchstabiertafel Namen mit h zu buchstabieren

Eine Kraft, die recht anziehend sein soll, muß auch anziehend gekleidet sein, und Stefan Magnet, der Kenner der Mode, weiß sie recht einzukleiden

ˈɑː.stri.ə, ˈorbaːn ˈkʌn.tri

„Bevölkerungsaustausch“, ein Wort allein macht noch keinen Rechtsextremismus, ein Wort allein läßt keinen Verfassungsschutz tätig werden; aber Dr. Maximilian Krah MdEP, das ist jener, der dem österreichischen kleinen Gebirgsjäger etwas Gesinnungsgemäßes zur Sturmstaffel nachkrächzte, will genau das wem einreden, so schreibt er es auf der Konzernplattform X, ein Wort allein rufe schon den „Inlandsgeheimdienst auf den Plan“ …

@PM_ViktorOrban spricht offen vom Bevölkerungsaustausch, also etwas, was hierzulande nicht ausgesprochen werden darf und den Inlandsgeheimdienst auf den Plan ruft.

und er, der „Bevölkerungaustausch schreibend ausspricht, will wem einschreiben, diesmal am 22. Juni 2024, es dürfe nicht ausgesprochen werden …

„Bevölkerungsaustausch: Rechtsextreme Theorie wird Mainstream“: der Titel eines gerade einmal vor einem Monat gesendeten Beitrages; nur was ausgesprochen wird, nur was ausgeschrieben wird, kann auch „Mainstream“ werden, derart gesinnungshergerichtete Menschen wie in diesem Fall Maximilian Krah widerlegen sich stets selbst.

Was alles nicht geschrieben werden darf, was alles nicht gesprochen werden darf, das gibt es nur in der Gesinnungsvorstellung von Menschen wie Maximilian Krah, Tatsache ist doch, daß alles geschrieben werden kann, daß alles gesprochen werden kann, zu dem ein Mensch, in diesem Fall wie dieser, nur irgendwie imstande ist, für das auch in Wahlen kandidiert werden darf, für das in Wahlen auch Stimmen zu bekommen sind, auch in Deutschland, beispielsweise seine Partei.

Ein Bruder vom Schlage eines Maximilian Krah, eine Partei wie die seine widerlegt stets nicht nur sich selbst, sie und ihre Brüder und ihre Schwesterparteien offenbaren in ihren steten Eigenwiderlegungen auch immer ihre Wehleidigkeit in der Sekunde, wenn sie kritisiert werden, und sie meinen Kritik an ihnen wäre Lästerung ihres Gottes, Lästerung ihres Gesinnungsreiches, wähnen sie sich doch schon in einem ihrem Kalifat, in dem nur gesprochen und geschrieben erlaubt und geboten, das sie zu sprechen und zu schreiben allein freigeben, und verboten zu sprechen und zu schreiben, das ihre Gebote verbieten, aber diese ihre gesinnungsgemäße Kalifatswelt existiert außerhalb ihrer Gemäuer nicht.

Und wenn Maximilian Krah seinen Allah anhimmelt, nur weil dieser „spricht offen vom Bevölkerungsaustausch“, dann zeigt dies ein weiteres Mal, Götter sprechen bloß nach, was Menschen ihnen, oft vor langer, langer Zeit, beinahe gesagt, im Anfang vorgesprochen haben …

„Viktor Orbán: There is an Ongoing Population Replacement in Europe – Hungary Today“, von Maximilian Krah nachgekrächzt, rechtsextremes Gekrächze wird Mainstream, so könnte eine Überschrift eines Beitrages, von der ARD vor etwas mehr als zwei Jahren veröffentlicht,

Zehn Menschen ermordete der Schütze von Buffalo, mutmaßlich aus rassistischen Motiven. Auch er beruft sich auf den Kampf gegen den „Großen Austausch“, eine rassistische Verschwörungserzählung. Was steckt dahinter? Charleston 2015. Pittsburgh 2018. El Paso 2019. Drei Orte, drei Mordanschläge. In Charleston tötete ein Schütze neun schwarze Menschen in ihrer Kirche. In Pittsburgh starben elf jüdische Menschen in einer Synagoge, in El Paso 23 Menschen in einem Kaufhaus, viele von ihnen Latinos. Und nun wieder zehn Tote, viele von ihnen schwarz, in Buffalo. Dies sei der schlimmste Albtraum für eine Gemeinde, sagte der Bürgermeister.
Männlich, weiß, extrem rechts
Alle Schützen waren weiße, zumeist junge Männer. Ihre Taten begingen sie allein, doch sie verbindet ein gemeinsames rechtsextremistisches Weltbild. Dazu gehört die Theorie vom großen „Bevölkerungsaustausch“. „Dahinter steckt die Vorstellung, dass es eine bösartige Gruppe von Eliten gibt, die mithilfe einer Reihe von sozialen Programmen die weiße Rasse auslöschen will, von Einwanderung über Abtreibung bis zu Rechten für Schwule“, sagt Kathleen Belew, Historikerin an der Universität von Chicago bei NPR.

am 17. Mai 2022, leicht abgeändert auch gelautet haben und soher auch eine zutreffendere Überschrift. „Bevölkerungsaustausch“ allein macht noch keinen Mord, aber „Bevölkerungsaustausch ist eine Kugel, und wenn mit allen Kugeln auf einmal geschossen wird, dann ist es nicht nur ein Mord, sondern Morde – Mehrzahl und Aufruf …

Was für eine Idee, für den Beitrag über das, was Mainstream wird, „Idee“ zu verwenden, statt rechtsextremes Gekrächze oder, das auch zutreffender wäre, rechtsextremer Einfall zu nennen; es ist ein Einfall, sie, die Brüder und Schwestern Krahs, fallen ein, sie fallen ein und — Die Aufzählung der Morde ist nicht vollständig, was erklärlich ist, geht es in diesem Beitrag ausschließlich um die Vereinigten Staaten, hier aber können und müssen auch jene in

Neuseeland,

in Norwegen,

in Deutschland,

in Österreich mit

Rohrbombenmorden beginnend 1993 bis 1997 …

… der Mörder in Österreich würde heute statt „Einwander, nein danke!“

wohl „Remigration“ skandieren …

… Der Mörder in Norwegen kann in Österreich bei gewissen Brüdern mit Nachsicht …

der Mörder in Neuseeland bricht zu einer Wallfahrt auch nach Österreich auf und dann …

In Österreich wird „Bevölkerungsaustausch“ nicht, einfach wie kurz gesagt, nur ausgesprochen, in Österreich werden darüber Bücher geschrieben, deren Titel schlicht „Bevölkerungsaustausch“ und so ein Buch, gesinnungsgemäß in einem deutschen Verlag herausgebracht, mit dem Titel „Bevölkerungsaustausch“ wird in Österreich „geprüft“ und für „nicht beanstandet“ erklärt: vom österreichischen Bundesheer,

in Österreich schreibt ein ehemaliger „Geheimdienstchef“ ein Buch den Verlag, in dem auch

ein historisiender Kompaniekommandant des österreichischen Bundesheeres, der im Truppendienst recht viel zu „Bevölkerungsaustausch“

Österreich, Austria, urban country [ˈɑː.stri.ə, ˈorbaːn ˈkʌn.tri].

Vor fünf Jahren, lange vor Krahs Allah, stellte der für kurz gewesene Vizekanzler in Österreich fest: „Bevölkerungsaustausch ist Faktum!“

Krahs Allah, wäre er in Österreich aufgewachsen, er hätte wohl auch vor seinem Einstieg in die Parteipolitik, vor seinem Einfall in die höchsten Staatsämter, eine bundesheerliche Laufbahn absolviert, vielleicht ein Oberst geworden, so weit hat es der kleine Gebirgsjäger nicht gebracht, aber den kleinen Gebirgsjäger mit seiner Partei, die eine Vorgängerin der krahischen Partei, wollen nicht wenige als Volkskanzl herbeireden und herbeischreiben, ihn und

seine Partei der Bevölkerungsaustauscher, seine Partei der Bevölkerungstauscherinnen, die Mit-ihm-und-ohne-ihn-Partei der Bevölkerungstäuschung …