Ein Wahlspiel, Ausgabe Kärnten: „Ich wähle die Freiheitlichen nicht, weil …“

Dieses Spiel wurde vor einiger Zeit für Gesamtösterreich erfunden und hier vorgestellt, es kann aber auch ohne Änderung der Spielregeln regional gespielt werden, also auch aus aktuellen Anlässen und unmittelbar bevorstehender Wahl in einer rein auf Kärnten bezogenen Ausgabe, wobei es mit anderen Parteien ebenfalls gespielt werden kann, wofür lediglich der Parteiname entsprechend zu tauschen ist -, zum Beispiel und vor allem mit der ÖVP: „Ich wähle die Christschwarzen in Kärnten nicht, weil …“

Zur Erinnerung noch einmal die am 28. Mai 2011 veröffentlichten Spielregeln:

Das Spiel Ich wähle die Freiheitlichen nicht, weil … wurde erfunden, als zu einem Anti-Spiel der Freiheitlichen geschrieben wurde. Die wesentliche Unterscheidung zum freiheitlichen Anti-Spiel besteht darin, daß es kein Spiel ist, das gegen andere gerichtet ist, sondern ein Spiel zur Sammlung, weshalb die Freiheitlichen nicht wählbar sind.

Es gibt derart viele Gründe, die Freiheitlichen nicht zu wählen, und alle diese Gründe sind bestens bekannt, werden auch medial wieder und wieder vorgebracht. Selbst jenen können diese Gründe also nicht unbekannt sein, die bisher die Freiheitlichen wählten; ihnen werden diese möglicherweise am Tag einer Wahl nur überlagert von irgend welchen aktuellen Aufregungen, die andere Parteien hervorrufen, so daß es doch wieder dazu kommt, die Freiheitlichen zu wählen, der Ärger in einer Minute soher unerfreuliche Auswirkungen haben, Jahre dominieren kann, und das auf keine gute Art, politisch und gesellschaftlich Jahre also wieder mutwillig verschleudert werden. Dafür kann dieses Spiel tauglich sein, sich zu erinnern, sich bewußt zu machen, was es für zahlreiche Gründe gibt, die Freiheitlichen nicht zu wählen.

Darüber hinaus ist Ich wähle die Freiheitlichen nicht, weil … ein geselliges Spiel, ein Spiel, das ohne finanziellen Aufwand gespielt werden kann und keinerlei Ressourcen benötigt, also ein naturschonendes Spiel. Und, zusätzlich ist es ein sehr phantasieanregendes Spiel, nicht in bezug auf die Gründe, denn die, das könnte eine Regel dieses Spiels genannt werden, haben stets konkret und real zu sein.

Einsatz der Phantasie also allein in der Gestaltung des Spiels, wie anhand eines Beispieles gezeigt werden darf. So hatte in einer Runde eine Spielerin die Idee, sich auf einen Schemel zu stellen und vorzutragen: Ich wähle die Freiheitlichen, weil … Obgleich sie überzeugt war, Gründe für die Wählbarkeit anführen zu können, war von ihr, jedesmal wenn sie anhob, einen Grund zu nennen, ein Nein, nein doch nicht zu hören. Diese Spielrunde verwendete doch Materialien, nämlich Bleistifte und Schmierpapier, um alle Gründe  für die Nichtwählbarkeit aufzuschreiben, nach dem Ende des Spiels einen Überblick zu haben, ob es tatsächlich so viele Gründe gibt, die dafür sprechen, die Freiheitlichen nicht zu wählen. Es waren alle überrascht, wie viele Gründe ihnen einfielen, wieder einfielen, an wie viele vergessen geglaubte Gründe Spieler und Spielerinnen sich erinnern konnten, weshalb Freiheitliche nicht gewählt werden können. Beschämend wenige Gründe wurden für die Wählbarkeit der Freiheitlichen gefunden, präziser, es fand sich nur ein Grund, und noch genauer, es war ein bloßer Einwurf, also bei weitem noch kein auf freiheitliche Leistungen, freiheitliche Angebote oder freiheitliche Verhaltensweisen  oder … basierendes Argument, nämlich, es seien doch, auch, rechtlich zugelassene Kandidaten und Kandidatinnen …

Michael Spindelegger – Von der Reaktionszeit christschwarzer Führer

Michael Spindelegger, zurzeitiger Führer der christschwarzen Partei, sagt zum Rücktritt von Josef Martinz, es sei „sofort und umgehend“ …

„Sofort und umgehend“ … „Da wird’s einem wirklich angst und bang“, einen anderen Refrain als Antwort darauf könnte wohl nicht einmal ein Johann Nestroy singen … „Sofort und umgehend“ bei Malversationen, wie ist es um das „Sofort und Umgehend“ dann allgemein bestellt bei politischen Sachthemen? Beim Thema Bildung etwa würde auch ein Johann Nestroy sich nichts Neues einfallen lassen, lediglich ein wenig improvisieren -, da ist’s einem wirklich angst und bang seit Jahrzehnten …

„Sofort und umgehend“ sei nach Michael Spindelegger reagiert worden -, die christschwarze Reaktionszeit beträgt also zwei Jahre und zwei christschwarze Parteiobmänner; denn vor über zwei Jahren wurde, wie in der Collage auch zu lesen ist, bereits gewußt, wie es um die Steuergeldmillionen für die Christschwarzen, für die Freiheitlichen und für Dietrich Birnbacher …

Zwei Jahre und zwei Parteiobmänner ist die Reaktionszeit, das ist christschwarze Bestzeit -, mit Blick auf Martin Graf ist das eine Verbesserung zum gegenwärtigen Zeitpunkt um zwei Jahre und zwei Parteiobmänner …

„Sofort und umgehend“ sei also nach Michael Spindelegger reagiert worden -, für die endgültige Aufklärung des Deals mit den Eurofightern kann noch keine abschließende christschwarz-spindeleggerische Reaktionszeit angegeben werden. Die Stoppuhr rennt und zeigt zur Stunde eine Reaktionszeit von 9 Jahren und drei, falsch, vier Parteiobmännern (auf Wolfgang Schüssel folgte nicht gleich Josef Pröll, sondern Wilhelm Molterer) …

Und sollte einst es noch zu einer endgültigen und umfassenden Aufkärung kommen, an wen beim Eurofighterdeal Steuergeldmillionen geflossen sind, wer noch prall gefülltere Steuergeldkuverts wen überrreichte, von wem wird, sollte Michael Spindelegger dann noch christschwarzer Führer sein, der für „Ehrlichkeit und Anstand „…, von wem wird Michael Spindelegger dann „zutiefst enttäuscht“ sein? Von Wolfgang Schüssel? Eines ist aber heute schon gewiß, es wird auch dann wieder richtig schnell, also  „sofort und umgehend“ reagiert worden sein …

PS Richter Manfred Herrnhofer habe, war zu lesen, Josef Martinz gefragt, ob er weiter wie ein Schwerverbrecher agieren wolle, der nur zugibt, was nicht zu widerlegen ist … Auf die christschwarze Partei in deren Gesamtheit in bezug auf das Reagieren könnte das dann umgemünzt werden, sie reagiere wie eine hochverschuldete Familie, die nur reagiert, wenn sie zum Reagieren gezwungen wird. Hochverschuldet ist bei dieser Partei zu beziehen auf Verantwortung, Moral … Etatmäßig hochverschuldet ist das Land Kärnten -, darauf haben die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen als Wählerinnen und Wähler Reaktionszwang …

Wie halten es Martin Graf und Andreas Mölzer mit einem ordentlichen Steuergeldumgang?

Andreas Mölzer wird, wieder einmal, von einem österreichischen Medium zum anderen weitergereicht, um über die „dritten Republik“, von der Freiheitliche einst träumten, Auskunft zu geben, über eine „dritte Republik“, die unterging, ehe sie überhaupt erstehen konnte -, einen teuren Schwank von einer „dritten Republik“ gaben in Kärnten die Freiheitlichen …

Aktuell von der „Kleinen Zeitung“ an den „runden Tisch“ des „Österreichischen Fernsehen“– warum? Weil Andreas Mölzer etwas zu sagen hat? Weil ein Freiheitlicher einmal von Freiheitlichen verlange, alles müsse auf den Tisch? Andreas Mölzer spricht gerne von Aufdeckung und Transparenz, wie hier schon vor längerer Zeit geschrieben wurde, aber aufgrund der aktuellen Herumreichung des Andreas Mölzer ist wieder einmal die Frage zu stellen, wie es denn Andreas Mölzer selbst mit dem ordentlichen Umgang mit Steuergeld halte, im allgemeinen und im besonderen?

Diese Frage betrifft im besonderen aber nicht nur die ZZ der Freiheitlichen, wie in Neger – Deutscher Charakter Österreichs – Grafland bereits geschrieben wurde, sondern auch Unzensuriert von Martin Graf, III. Präsident NR …

NS Der letzten Lacher in diesem Schwank ist Uwe Scheuch zu verdanken, der gestern einen Fotografen aus der Pressekonferenz warf mit der grandiosesten logischen Erklärung, seit es logische Erklärungen gibt – er, Scheuch, komme ja auch nicht zu ihm, dem Fotografen, nach Hause … Die Pressekonferenz fand aber nicht auf dem scheuchischen Bauernhof statt, sondern in Räumlichkeiten des Kärntner Landhauses …

Gefangene haben es besser – sie kommen gar nicht in Versuchung, Andreas Mölzer lesen zu müssen

Aus Kärnten durfte in den letzten Tagen vernommen werden, Freiheitliche seien „Charaktermenschen“ … Dörfler Gerhard hat jedoch lediglich den gemeinen „Charaktermenschen“ angesprochen, der für das freiheitliche Lager ideal- und prototypisch ist -, erwähnt hat er aber nicht den Übercharaktermenschen, den es im freiheitlichen Lager auch gibt: Und das ist zweifellos Andreas Mölzer …

Andreas Mölzer hat mit seinem Artikel in der „Kleinen Zeitung“ ein deutliches Bekenntnis zu seiner Übercharaktertreue abgelegt, dadurch vor allem, wie er jetzt über Dr. Jörg Haider schreibt …

Und wie gut fügt sich Andreas Mölzer trotz seines Übercharaktertums als einfaches Mitglied ein in die österreichische Tradition, nicht dabei gewesen zu sein, keine Rolle gespielt zu haben, nichts gewußt zu haben, am Ende wird Andreas Mölzer noch glaubhaft machen können, Dr. Jörg Haider nicht einmal persönlich gekannt zu haben, geschweige denn …

Eine Frage stellt sich noch, dürfen die Gefangenen in den österreichischen Justizanstalten diese Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ nicht erhalten, weil ein Artikel von Andreas Mölzer enthalten ist? Oder wird nur dieser Artikel herausgeschnitten und den Gefangenen diese Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ mit einem großen Loch zur Lektüre freigegeben? Wie in der Collage gelesen werden kann, haben es Gefangene besser, sie kommen gar nicht in Versuchung, zu überlegen, ob sie Andreas Mölzer lesen sollen oder nicht …

Und wenn Gefangene die „Kleine Zeitung“ mit dem großen Loch erhalten sollten, was sagten sie dann? Ah, wieder ein Mölzer? Könnte aber auch ein Honsik … Könnte aber auch der Vater von der Frau sein, über die Heinz-Christian Strache zu ihm für sieben Jahre sogar familiären Anschluß fand …