„Der Standard“ – Qualitätszeitung mit Personal, das mit Humor Größe zeigt

Ab und an wird gefragt, wie das denn ausgehalten werden könne, alle diese Grauslichkeiten zu lesen, dann auch noch darüber, genauer, dagegen zu schreiben …

Ab und an gibt es dafür doch so etwas wie eine Entschädigung. Heute ist wieder so ein Tag der Entschädigung. Die Entschädigung wird mit der Münze Heiterkeit bezahlt. Wenn etwa Personen aus dem sogenannten rechten Lager versuchen witzig zu sein. Aber auch von Personen nicht aus dem sogenannten rechten Lager, die humorlos reagieren. Wie eben heute Colette M. Schmidt, Journalistin.

Denn kaum war

FPÖ-NR Gerhard Deimek ist kein Standard-Versager mit Tochter, die auf 88 tippt

heute veröffentlicht, reagierte Colette M. Schmidt, indem sie auf der Plattform des Unternehmens Twitter es sofort beendete, weiterhin eine „Followerin“ zu sein. Das ist Größe. Das ist Humor. Das ist Kritikfähigkeit. Das ist Reflexion. Das ist Souveränität. Das ist …

Colette M. Schmidt soll aber bedankt sein, eine – wenn auch nicht sehr aufmerksame – „Followerin“ gewesen zu sein, ihr gebührt dennoch ein herzlicher Dank, nämlich ausschließlich dafür, eine Münze als Entschädigung gezahlt zu haben. Mit der Münze lassen sich wieder ein paar Grauslichkeiten leichter ertragen.

Eine Followerin verabschiedet sichKaum also war der oben verlinkte Text über NR Deimek, der kein Standard-Versager ist, veröffentlicht, wollte auch eine zweite Person keine „Followerin“ mehr sein … Wahrscheinlich auch eine aus dem medialen Bereich, in dem Solidarität eine fixe Größe ist. Wie in diesem Text bereits geschrieben, besteht keine Hoffnung mehr auf aufmerksame „Follower“ aus dem Medienbereich, aber es wird die Hoffnung nicht aufgegeben, daß Wählerinnen und Wähler aufmerksam lesen und bei ihrer Stimmabgabe in jedweder Wahl es mit berücksichtigen, ehe sie die identitäre Gemein-Schaft ankreuzen, also über sich selbst als Wähler und Wählerinnen ein vernichtendes Urteil abgeben.

FPÖ-NR Gerhard Deimek ist kein Standard-Versager mit Tochter, die auf 88 tippt

In der Tageszeitung „Der Standard“ hat NR Gerhard Deimek, einer aus der identitären Gemein-Schaft im österreichischen Parlament, die Gelegenheit bekommen, sich zu äußern, zu dieser Presseaussendung mit der Chiffre „88“.

NR Gerhard Deimek - Kein Standard-Versager mit 88 tippender Tochter

Die Kommentare des Gerhard Deimek.

Und das ist auch vollkommen richtig und in Ordnung. Nur wie das geschieht, das läßt wieder einmal tief blicken. Nicht nur in die identäre Gemein-Schaft, sondern auch in die Medien in diesem Land, im konkreten Fall in den „Standard“.

Prono ever, immer bäuchlings, vor der Autorität. Das Muster ist bekannt. Wenn etwas Unangenehmes geschieht, dann sind es die Angestellten, die etwas angestellt haben, dann sind es die Angestellten, die versagt haben. Die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen also, aber nicht die gewählten Mandatare und Mandatarinnen der identitären Gemein-Schaft, und die Medien nehmen es, vor ihnen stets auf dem Bauch liegend, auf und stellen sie an den Pranger. Aber nicht nur die Medien in diesem Land, auch Politikerinnen von anderen Parteien agieren nach diesem Schema. Schließlich wähnen sie sich gemeinsam als die sogenannte Führungsschicht in diesem Land, die nicht …

Und wenn ein freiheitlicher Mandatar doch einmal für einen Angestellten in die Bresche springen will, wie in dem konkreten Fall, dann muß die Tochter des Angestellten herhalten, für die „88“ geradestehen, aber selbstverständlich kein gewählter Mandatar. So absurd diese Erklärung ist, so tief läßt diese Ausrede blicken. „Die kleine Tochter des Pressereferenten“ habe … Das sagt sehr viel über die Erziehung in dieser Gemein-Schaft aus, daß eine „kleine Tochter“ kein andere Ziffernfolge zu tippen vermag, als eben „88“. Es wird leider nicht mitgeteilt, ob die „kleine Tochter“ schon ein wenig lesen könne, oder wenigstens das Wort „Israel“ bereits zu erkennen vermag, und also ohne ihrer Gesinnung schon ganz bewußt zu sein, in eine Presseaussendung zu Israel automatisch „88“ und keine andere Ziffernfolge zu tippen imstande ist. Wie Erziehung in der identitären Gemein-Schaft fruchtet, darüber könnten etwa die Kinder von Gudenus und Mölzer wohl einiges erzählen.

Nachdem NR Gerhard Deimek ausführlich über versagende Angestellte schwadronieren darf, stellt sich Colette M. Schmidt mutig hin, richtet sie sich auf, fragt ihn nach den „Entgleisungen“, Colette M. Schmidt bietet mutig und unerschrocken den „Unterzeichnern“ die Stirn, die

„auch Kommentare hinterlassen. Unter diesen befinden sich heftige antisemitische Kommentare, wie stopptdierechten.at entdeckte. Da ist etwa vom ‚Weltjudentum‘ die Rede, das „1933 Deutschland den Krieg erklärte‘.“

Was für eine Beruhigung aber für Colette M. Schmidt und somit für Leser und Leserinnen der Qualitätszeitung „Der Standard“ muß die Antwort von NR Gerhard Deimek sein, mit ihm, auch mit ihm einen freiheitlichen Abgeordneten im österreichischen Parlament zu wissen, der vor solchen „heftige[n] Kommentaren nicht versagt, nicht auf dem Bauch liegt:

„Auf die Entgleisungen angesprochen, betont Deimek, die Kommentare nicht gesehen zu haben, ‚weil ich die Seite kaum noch warte‘. Er bedaure, dass ‚bei so einem wichtigen Thema auch immer dieselben Leute aus ihren Löchern gekrochen kommen‘, und werde jedenfalls die Kommentare entfernen und ‚meinen Anwalt prüfen lassen, ob wir diese Leute anzeigen‘.“

Ja, über freiheitliche Mandatare und freiheitliche Mandatarinnen könnte nur das Rechtguteste geschrieben werden, aber ihre Arbeitnehmerinnen sind nicht so, aber die Kinder ihrer Arbeitnehmer sind nicht so, ja, die FPÖ wäre recht gut, aber ihre Kommentatorinnen sind nicht so, ja, NR Gerhard Deimek ist gut, aber seine Kommentatoren, die sind nicht so. Wie sehr diese Zusammenfassung stimmt, kann, darf empfohlen werden, anhand der Kommentare von NR Gerhard Deimek beispielhaft überprüft werden:

NR Gerhard Deimek: „Mobben sie andere.“

FollowerPS Die Hoffnung wird aber – noch – nicht aufgegeben, daß es doch aufmerksamere „Followers“ gibt, als Colette M. Schmidt eine ist. Auch aus dem Medienbereich, obgleich bei diesen die Hoffnung im Grunde schon aufgegeben wurde. Wobei doch allenthalben gerade auf der Plattform des Unternehmens Twitter festzustellen ist, daß besonders Menschen aus dem Medienbereich sehr anders als in ihren brotberuflichen Artikel schreiben. Vielleicht sollten gar nicht mehr ihre Artikel für ihre Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen gelesen werden, sondern ihre Kommentare beispielsweise auf Twitter, wo sie sich privat und frei, nicht gedrängt fühlen und sind, ihr Wissen und ihre Informationen zu verbergen …

Ist „Binnen-I“ im „Standard“ ein Code für Ironie?

Es kann sich nur um Ironie handeln, aber um eine, die lediglich innerhalb der Qualitätszeitung „Der Standard“ verstanden wird, wenn unter der Überschrift „Binnen-I noch lange keine Norm“ heute geschrieben wird:

„… ‚Richtlinien für die Textgestaltung erstmals Empfehlungen für die gendergerechte Gestaltung von Texten gegeben – und dabei der Lesbarkeit Vorrang gegenüber neueren Formen mit Binnen-I gegeben. 800 Sprachgelehrte hatten diesen Entwurf mit einer Unterschriftenliste unterstützt …“

Sprachgelehrte der Qualitätszeitung Der Standard„800 Sprachgelehrte“ – das kann nur Ironie sein, eine Qualitätszeitung von diesem Standard wird doch nicht ihren Lesern und Leserinnen derart Schlampiges …

Aber vielleicht war dafür weder Ironie noch Schlampigkeit verantwortlich, sondern einfach die Vermeidung von Superlativen, schließlich ist „Der Standard“ keine Umsonst, die in den Schächten der U-Bahnen verteilt werden, keine billig reißerische … Wäre es dem so, hätte der mit cs gezeichnete Artikel wohl von Universalgelehrten gesprochen. Denn. Die achthundert Sprachgelehrten sind ja nicht nur Sprachgelehrte, sie sind viel mehr als nur Sprachgelehrte, es sind achthundert Universalgelehrte. Denn. Neben der Profession Sprachlehre üben sie noch weitere Berufe ebenso höchst professionell aus, wie nachgelesen werden kann:

„Rückkehr zur sprachlichen Normalität“ – Offener Brief der Achthundert

„Islam im Zwielicht“ – Geht es noch verlogener, Barbara Coudenhove-Kalergi?

Religion im ZwielichtEine zweite Schalek wird Barbara Coudenhove-Kalergi nicht mehr werden, denn dafür fehlt der Gegenwart ein Karl Kraus. Und eine zweite Schalek muß heute auch nicht mehr als Figur auf eine Bühne gestellt werden. Es reicht, der kraus’schen Schalek zuzusehen und zuzuhören, und dabei an Barbara Coudenhove-Kalergi zu denken. Dazu muß geschrieben werden, das ist schlimmer als vor einhundert Jahren. Die kraus’sche Schalek befand sich bereits im Krieg, Barbara Coudenhove-Kalergi schreibt einen Krieg herbei, und das ist das Schlimme an dem Geschreibe von Barbara Coudenhove-Kalergi, einhundert Jahre später keine andere Antwort zu haben, als einen Krieg herbeireden zu wollen, keine andere Antwort zu haben, als die Aufgabe der Toleranz.

Und so etwas geht nie ohne Verlogenheit ab. Beinahe bei jedem Absatz des Artikels von ihr unter der Schlagzeile „Islam im Zwielicht“ in der Ausgabe vom 2. Oktober 2014 der Tageszeitung „Der Standard“ mußte augenblicklich gedacht werden, geht es noch verlogener? geht es noch falscher?

Es beginnt bereits mit der Schlagzeile. Richtig müßte diese lauten: Religion im Zwielicht.

Religion im Zwielicht.

Denn.

Die reflexartige Antwort des praktizierenden Katholiken Joe Biden, US-Vizepräsident, auf den mörderischen Terror der Wüstengottmordbande war:

„Wir werden sie bis zu den Toren der Hölle verfolgen, bis sie zur Rechenschaft gezogen werden. Denn die Hölle ist der Ort, wo sie sein werden.“

Ein Gott gegen einen anderen Gott. Eine Hölle gegen eine andere Hölle. Derart mittelalterlich wird auf beiden Seiten gedacht. Eigentlich schlimmer als im Mittelalter. Denn. Aus dem Mittelalter ging es in eine neue Zeit, in die Morgenröte, heute, so scheint es, geht es in ein Mittelalter, aber ohne Aussicht auf eine neue Zeit, keiner Morgenröte mehr entgegen.

Die Wüstengottmordbande wird wohl nicht anders zu stoppen sein, als mit Gewalt. Das ist wohl bitter wahr. Kurzfristig gedacht. Aber langfristig gedacht, gibt es eine Antwort. Eine Antwort, die Barbara Coudenhove-Kalergi nicht einfällt. Die einzige Antwort, und zwar die Entreligionisierung der Welt, die Herabstufung der Religionen zu gewöhnlichen Weltanschauungen, die Einreihung der Religionen unter die Abertausenden von Weltanschauungen, die es in der Menschenwelt gibt, endlich ohne weitere Bevorzugung der Religionen vor anderen Weltanschauungen, und was selbstverständlich ist, ohne Religionen, sind diese endlich gewöhnliche Weltanschauungen geworden, gegenüber anderen Weltanschauungen zu benachteiligen. Denn. Ohne Entreligionisierung der Welt wird es immer so weitergehen. Wenn die Wüstengottmordbande zerschlagen ist, verloren hat, ihre Attraktivität verloren haben wird, kommt wie das Amen im Gebet die nächste …

Und es geht bereits mit dem ersten Absatz weiter, den Barbara Coudenhove-Kalergi schreibt:

„Nie wieder Krieg. Lernen aus der Geschichte. Frieden schaffen ohne Waffen. Keine Gewalt. Jahrzehntelang war das so ziemlich der allgemeine Konsens in Europa.“

Geht es noch verlogener? Geht es noch falscher? In einem anderen Zusammenhang aber mit Österreich-Bezug wurde erst vor wenigen Tagen das Urteil von Paul Valéry zitiert, daß Geschichte nichts lehre … Nun, wenn Geschichte auch nichts lehrt, aber gelernt sollte sie werden und sein. Es mag der allgemeine Konsens zugetroffen haben, keine Gewalt, jedoch mit der Einschränkung, keine Gewalt in Europa. Keine Gewalt auf anderen Kontinenten, das war auch in Europa je kein allgemeiner Konsens. Oder, Konsens schon, aber kein Handeln danach. Ein Konsens von der Qualität wie eine allgemeine Feststellung, es regne heute, dabei sei Sonne angesagt gewesen, und mit einem Achselzucken ist die Feststellung wieder vergessen. Im Grunde, nicht einmal in Europa selbst, wird etwa an Jugoslawien gedacht. Ach, nie wieder Krieg, und weil das, so Barbara Coudenhove-Kalergi, jahrzehntelang allgemeiner Konsens in Europa gewesen sei, gibt es in Europa seit Jahrzehnten keine Waffenindustrie, werden in Europa seit Jahrzehnten keine äußerst lohnenden Geschäfte mehr mit Waffenverkäufen in alle Welt gemacht …

„Und der Friedenspräsident in Washington spricht vom Zerstören und Vernichten der Feinde. Die Gewalt, so Barack Obama, ist die einzige Sprache, die diese Mörder verstehen. In Deutschland hat sich Bundespräsident Joachim Gauck, seines Zeichens evangelischer Pfarrer, angesichts des Terrors für Waffengewalt ausgesprochen und sich damit den Zorn friedensbewegter Glaubensbrüder zugezogen.“

Vielleicht sollte irgendwer Barbara Coudenhove-Kalergi in einem persönlichen Gespräch endlich darüber aufklären, daß ein Präsident, der den Friedensnobelpreis erhielt, deshalb nicht zwangsläufig auch ein Friedenspräsident sein muß. Aber, das ist zu befürchten, weiß sie ohnehin zu genau. Das ist möglicherweise die höchste Verlogenheit in diesem ihrem Artikel. Wurde je anders als mit Waffengewalt Terror bekämpft?

„Freilich, eine wirkliche Alternative haben auch die überzeugten Pazifisten nicht anzubieten. Diplomatie? Überzeugungsarbeit? Eine politische Lösung? Verhandeln? Beten? Alles schon probiert, alles kein Erfolg. Wenn im Internet ein ums andere Mal Videos von Enthauptungen Andersstämmiger, Andersgläubiger, Andersdenkender auftauchen, verstummen die Argumente. Ratlosigkeit regiert.“

Das wird die Waffenindustrie der westlichen Gesellschaften freuen, zu lesen, der Pazifismus hat keine Alternative zur Gewalt anzubieten, der Pazifisimus ist keine Alternative zur Gewalt. Terror ist ein Verbrechen. Und in den Staaten Europas gibt es Strafgesetzbücher, nach denen Verbrechen verurteilt werden können. Das wird, ist zu hoffen, auch Barbara Coudenhove-Kalergi bekannt sein, daß es auch in Österreich ein Strafgesetzbuch gibt, nach dem Morde, Gewaltverbrechen jedweder Art bestraft werden können. Ein Mörder ist ein Mörder, eine Gewaltverbrecherin ist eine Gewaltverbrecherin, und das Strafausmaß ist rechtsstaatlich festgelegt. Das ist mehr als ausreichend. Der Rechtsstaat mit seinem Strafgesetzbuch ist ausreichend. Sollte und muß Grund genug sein, gelassen auch an die Verbrechen von Menschen heranzugehen, die für ihre eigene Entschuldigung und Entlastung, einen Gott oder einen Allah oder irgendeine andere erfundene Figur vorschicken, ihre Verbrechen im Namen und im Auftrag einer erfundenen Figur ausführen. Und übrigens, auch für Verbrecherinnen, die Stimmen hören, hat der Rechtsstaat Gesetze vorgesehen, was also mit rechtsabnormen Gesetzesbrecherinnen zu geschehen hat.

„Ratlosigkeit regiert“, schreibt sie. Wären von den Enthauptungen nicht Menschen aus westlichen Gesellschaften betroffen gewesen, sondern ausschließlich Menschen beispielsweise aus dem Irak, aus Syrien, würde nicht „Ratlosigkeit“ regieren, sondern „Gleichgültigkeit“.

„Darüber hinaus hat das Wüten der islamistischen Fanatiker auch den Islam als solchen ins Zwielicht gerückt. Seit neuestem ist der in Deutschland lebende ägyptische Autor Hamed Abdel-Samad in aller Munde, der mit seinem Buch Der islamische Faschismus einen Bestseller gelandet hat und seither in alle Talkshows eingeladen wird. Abdel-Samad war einmal Mitglied der Muslimbrüder und ist heute Atheist. Seine einigermaßen beunruhigende These: Der Islamismus weist Parallelen zum Nationalsozialismus auf und ist mit Demokratie nicht vereinbar. Die meisten Muslime seien zwar friedliche Menschen, aber die Idee – oder in Abdel-Samads Worten: „das Virus“ – des Jihad, des Kampfes gegen alle Ungläubigen, die Überlegenheit des eigenen Glaubens über alle anderen und das Streben nach Errichtung eines Gottesstaates, gehe bis auf den Propheten Mohammed zurück.“

„Lernen aus der Geschichte“, schreibt sie. Dabei scheint sie Geschichte nicht einmal gelernt zu haben. Huch, eine „beunruhigende These“. Denn. Heinrich Himmler sah bereits, wie ähnlich der Islam seiner Weltanschauung sei, oder, Carl Gustav Jung befand schon 1939, Hitler sei wie Mohammed, wie hier bereits mit weiteren entsprechenden Zitaten festgehalten wurde in He.-Chr. Strache fleht Innenministerin verzweifelt an, an seiner Statt konsequent durchzugreifen. Beunruhigend ist also nicht die These, sondern die Tatsache, daß Mordphantasien auch in Österreich verbreitet werden, beispielsweise aber auf einer Website von einer Partei, die für nach aktuellen Meinungsumfragen für jeden vierten Wahlberechtigten in Österreich eine wählbare

„Für die westlichen Gesellschaften stellt sich nun zunehmend die Frage, wie viel Toleranz hier angebracht ist und wo sie endet. Sind nur Taten strafbar oder schon Gedanken an strafbare Taten? Österreich möchte das Logo des „Islamischen Staates“ verbieten. Aber dieses beinhaltet den ersten Satz des islamischen Glaubensbekenntnisses. Kann man das Credo einer Weltreligion verbieten? Was ist noch Islam und was ist schon Islamismus? Kann man Geistlichen vorschreiben, was sie predigen dürfen? Nicht nur unsere Antikriegsüberzeugung ist auf einmal ins Wanken geraten, sondern auch unsere Vorstellung von Religionsfreiheit.“

Wegen einer Wüstengottmordbande die Frage nach der Toleranz zu stellen, das ist beunruhigend. Wegen einer Wüstengottmordbande, die verschwinden wird, wie die nächste kommen wird, wenn es zu keiner Entreligionisierung der Welt kommt, sich einen totalitären Gedankenkontrollstaat zu überlegen, das ist beunruhigend.  Der Hauptfigur von Mohammed sei gedankt, daß in die Hakenkreuzfahne nicht das Credo einer anderen Weltreligion eingeschrieben ist: „Ich bin der Herr, Dein Gott.“ Es gäbe dann wohl kein Verbotsgesetz in Österreich. Und die Fahne wehte von Rathäusern, Kirchtürmen … Andreas Laun etwa wird ihr zustimmen, es könne einem Angestellten eines Organisierten Glaubens nicht vorgeschrieben werden, was er … Wegen einer Wüstengottmordbande gerate die Antikriegsüberzeugung ins Wanken, das ist beunruhigend. Wegen einer Wüstengottmordbande gerate auch die Vorstellung von Religionsfreiheit ins Wanken, das ist beunruhigend. Aber Barbara Coudenhove-Kalergi kann beruhigt werden, wenn beispielsweise in Kroatien, in diesem christlich dominierten Land, „Bringt sie alle um“ skandiert wird, dann wankt die Vorstellung der Religionsfreiheit nicht, da ist die Vorstellung der Religionsfreiheit ein Fels, auf dem die Kirche ihre …

Und im letzten Absatz schreibt sie:

„Einen Trost freilich gibt es: Auch die katholische Kirche war einmal totalitär, organisierte Kreuzzüge und verbrannte Ketzer. Inzwischen sind Kirche und demokratischer Staat kompatibel. Der Islam in Europa, hoffen viele, wird den gleichen Weg gehen. Millionen Muslime arbeiten daran.“

Ob das christabendländische Europa, das in Österreich vor allem eine Partei auf ihre Fahne geschrieben hat, so kompatibel ist mit einem demokratischen und säkularen Staat, um sich trösten zu können? Dazu muß aber fest weggschaut werden, um sich trösten zu können. Wird allein an das Potential der Gewalt und Blutrünstigkeit gedacht, das die Schreibstaffel und Kommentarstaffel auf der Website … Einen Trost freilich gibt es jetzt schon nicht, wenn ein richtiger Vergleich angestellt wird. Die Wüstengottmordbande ist nicht mit der katholischen Kirche zu vergleichen, sondern mit anderen Mördern und Verbrecherinnen, deren Hauptfigur einen christlichen Namen bekommen hat, und in Afrika morden, christliche Massaker verüben, heute und nicht irgendwann in der Vergangenheit …

PS Zu dieser Wüstengottmordbande wurde hier bereits einiges geschrieben, für jene, die es interessiert, eine Zusammenstellung

Ein Denkmal im Schloß Belvedere für die ermordeten Tiere des Top-Killers Franz Ferdinand Habsburg

Wie in der Collage

Christoph Schönborn über die Liebesheirat des Top-Killers Franz-Ferdinand Habsburg mit seinen über 270.000 Kugelejakulationen

gelesen werden kann, hat Günter Traxler sich bereits kurz, also mehr als angemessen mit dem schönbornschen Schreibgang vom Bibelacker zur Liebesheirat beschäftigt – hinzuzufügen ist vielleicht noch die Frage, ob bald mit einem Roman von Christoph Schönborn gerechnet werden darf, der ihn weihen wird zur Rosamunde Pilcher der Kardinäle …

Mehr als 270 Tausend Kugelergüße des Top-Killers Franz Ferdinand Habsburg

Christoph Schönborn über die Liebesheirat des Top-Killers Franz-Ferdinand Habsburg mit seinen über 270.000 Kugelejakulationen

Und auch noch, wer die schönbornsche Ergebenheit und Dankbarkeit gegenüber dem Haus Habsburg kennt, wird darüber nicht überrascht sein, zu lesen, mit wie viel Wärme er über Franz Ferdinand Habsburg zu schreiben versteht …

Aber das soll heute nicht Inhalt sein. Sondern das hunderttausendfache „sinnlose Blutvergießen“ des Franz Ferdinand Habsburg.

Gerede und Geschreibe von Christoph Schönborn

Von Christoph Schönborn: Requiem für Franz Ferdinand Habsburg, Top-Killer; Schweigen für Tiere

Gänzlich kann dabei Christoph Schönborn nicht ignoriert werden. Denn sein Gerede und sein Geschreibe zum Krieg von 1914 bis 1918, über das „sinnlose Blutvergießen“, über die – geradewegs, als wäre es ein namenlosen Verbrechen gewesen – „Urkatastrophe“, sein Requiem für Franz Ferdinand Habsburg, seine Einladung an die anderen leitenden Angestellten seines Organisierten Glaubens, an den „Kriegerdenkmälern, die es in allen Städten und Dörfern gibt, der Opfer des 1. Weltkriegs zu gedenken“, haben in Verbindung mit dem Artikel über die „Flachland-Wilderer in der Lobau“ die Idee geboren, es ist Zeit, ein Denkmal für die Opfer des „Top-Killers, wie ihn Peter A. Krobath in seinem Ausstellungsbericht tituliert, zu errichten, im Schloß Belvedere, also dort, wo Franz Ferdinand Habsburg irgendwo sein Büro hatte.

Es ist schon zu hören, ja, von heute aus gesehen, aber damals … Nein, auch damals wurde gewußt, was Jagd heißt. Franz Ferdinand Habsburg wußte also, was er tat. Er litt nicht Hunger, er mußte nicht in Notzeiten in die Lobau zum Wildern. Er tötete aus Vergnügen, aus Obsession, aus Sadismus, aus Herzenskälte, zur Lobpreisung Gottes, im Auftrage der Vorsehung, die Jagd sein Fetisch – aus einer giftigen Mischung aus alledem … einerlei, was ihn dazu trieb, die psychologischen Gründe für sein Blutvergießen interessieren nicht. Tatsache ist, daß er mit seinen über 270 Tausend ermordeten Tieren ein Massenmörder war. Er war ein Jäger, und deshalb kann er als Jäger in den Worten von Wilhelm Dietler, einem deutschen Philosphieprofessor und Autor aus dem 19. Jahrhundert, erschöpfend beschrieben werden:

„Es gibt nämlich viele Jagdliebhaber, die wirklich zum Morden und Bösen abgehärtet sind – abscheuliche Ungeheuer, lechzend nach Blut, gewohnt an Jammergewinsel, denen es nie gefällt, als unter lärmenden, berauschenden Lustbarkeiten. Andere haben durch das Rohe ihrer Erziehung und Lebensart Geschmack an der Jagd bekommen, und zwar nicht nur Jäger von Profession, sondern manche Landjunker und andere dergleichen, welche – ohne eine vernünftige, menschliche Beschäftigung gelernt zu haben, ohne Nachdenken – ihre Zeit nicht anders zu töten wissen, als durch Jagd.“

Franz Ferdinand Habsburg war ein Jagdliebhaber. Jäger sind nach Blut lechzende Ungeheuer. Franz Ferdinand Habsburg war ein nach Blut lechzendes Ungeheuer.

Es könnten noch viele Zitate angeführt werden, um zu zeigen, wie sehr die Jagd, das Morden von Tieren durch die Jahrhunderte scharf verurteilt wurde, und wenn Franz Ferdinand Habsburg kein gänzlich Bildungsferner gewesen war, wird ihm das bekannt gewesen sein, und wer dann mit diesem Wissen noch weiter auf die Jagd geht, weiter Tiere mordet, noch dazu in dieser wahnsinnig zu nennenden Dimension, wie es Franz Ferdinand Habsburg tat, ist – vor so viel Irrsinn kapituliert der Formulierungswille …

Einige Zitate aber doch, um zu zeigen, daß es keine Diskussion der Gegenwart über die Verwerflichkeit der Jagd ist, sondern eine, die es gibt seit …

„Die Jagdwütigen, denen nichts über die Tierhetze geht und die ein unglaubliches Vergnügen zu empfinden meinen, sooft sie den widerwärtigen Schall der Jagdhörner und das Gebell der Meute hören. Fast möchte ich annehmen, dass sie den Hundekot wie Zimtgeruch empfinden! … Wenn sie dann ein Stückchen von dem Fleisch des Wildes kosten, kommen sie sich vollends fast geadelt vor. Während diese Menschen bei ständiger Jagd und Fresserei im Grunde nur ihre eigene Entartung erreichen, meinen sie doch ein königliches Leben zu führen.“
Erasmus v. Rotterdam, niederl. Humanist, Schriftsteller (1465-1536)

„Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung. Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben, ebenso unmenschlich gegen Menschen werden, wie sie es gegen Tiere sind, oder dass die grausame Sitte, mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen, ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.“
Friedrich der Große, König von Preußen (1740-86)

„Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität.“
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker (1856-1950)

„Was immer ein Mensch den Tieren antut, wird ihm mit gleicher Münze zurückgezahlt.“
Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

Nun, das müßte einmal an Zitaten genügen …

Denkmal für die ermordeten Tiere des Franz Ferdinand Habsburg - Eine Vorlage

Eine Anregung für ein Denkmal im Schloß Belvedere für die von Franz Ferdinand Habsburg ermordeten Tiere

Wie könnte ein derartiges Denkmal aussehen?

Eine Möglichkeit wäre ein lebensgroßer Franz Ferdinand Habsburg mit einem von ihm erschossenen lebensgroßen Elefanten, aber Franz Ferdinand Habsburg mit aufgesetzter Kaiserkrone und sonst gänzlich nackt, der unentwegt Kugeln ejakuliert … Fehlen darf dem Denkmal nicht eine permanente multimediale Ausstellung, die auf das Elend der Tiere nicht nur durch die Jagd eindringlich aufmerksam macht, ausführlich informiert … Eines der Video etwa, vielleicht mit dem Titel „Franz Ferdinand Habsburg – Schutzpatron der Ungeheuer“, könnte seine hunderttausendfachen Morde dokumentieren …

Korrigierte Aussendung der Polizei gefunden – Dank an Bianca Blei

Bianca Blei war heute, 18. Juni 2014, so freundlich, die gesuchte Aussendung der Polizei, die sie, wie sie schreibt, per E-Mail erhielt, zu veröffentlichen. Damit ist die bereits am 16. Juni 2014 begonnene Suche nach dieser korrigierten Aussendung abgeschlossen. Vielen Dank an Bianca Blei dafür.

Skepsis ist stets angebracht, gerade wenn ohne Quellenangaben respektive Quellen nicht aufgefunden werden können, darüber hinaus heute noch per E-Mail von der APA-Redaktion auf die gestellte Frage, ob diese korrigierte Aussendung der Polizei veröffentlicht worden sei und wann, die Antwort übermittelt wurde:

„[A]m 15. wurde via OTS eine Polizeiaussendung ähnlichen Inhalts veröffentlicht. Dass die unbekannte Person weiblich war, fand sich da aber beispielsweise nicht mehr darin. Nachfolgend der veröffentlichte Text der Polizeiaussendung:

Wien (OTS) – Am 14.06.2014 kam es während zwei angemeldeten Kundgebungen im Bereich Innere Stadt (Stephansplatz) zu Zwischenfällen bei denen die ordnungsgemäße Abhaltung einer der Veranstaltungen durch Störungen verhindert werden sollte. Im Zuge dieser Störaktionen wurden fünf vorerst namentlich unbekannte Personen festgenommen, nachdem diese weder den Aufforderungen der Polizeibeamten Folge geleistet, noch an den durchzuführenden Identitätsfeststellung mitgewirkt hatten. Während dieser Störaktionen wurde dem polizeilichen Einsatzleiter von einer unbekannten Person ein Exemplar eines Folders mit nationalsozialistischem Inhalt übergeben. Sofortige Erhebungen vor Ort durch das Landesamt Verfassungsschutz, haben jedoch keinerlei Hinweise ergeben, dass dieses Folderexemplar im Zusammenhang mit der betreffenden Demonstration stand. Die fünf festgenommenen Personen wurden wegen der Störung einer Versammlung auf freiem Fuß angezeigt.

Als Ansprechpartnerin wurde auch in diesem Fall Barbara Riehs genannt.“

Rechte Flyer - Korrigierte Aussendung der Polizei gefundenSoher wird jetzt durch die Information von Bianca Blei verstehbar, weshalb diese von ihr genannte korrigierte Aussendung nicht aufgefunden werden konnte, sondern lediglich die Aussendung vom 15. Juni 2014, also jene, in der von einem Folder „mit nationalsozialistischem Inhalt“ geschrieben wurde, die heute, am 18. Juni 2014, nach wie vor auf der offiziellen Website der Landespolizeidirektion Wien als unveränderte Aussendung veröffentlicht ist, ohne Hinweis auf die korrigierte Aussendung.

Damit liegen beide Aussendungen, wie in der Collage gelesen werden kann, vor zum Vergleich.

Korrigierte Aussendung der Polizei wird weiter gesucht – Dank an Robert Misik

Es wurde gestern geschrieben, es werde jedem Menschen für einen Hinweis zur Auffindung der korrigierten Aussendung der Polizei persönlich herzlich gedankt werden

Deshalb wird Robert Misik mit seinem Standardfreundlichkeitsverhalten herzlich für seinen Hinweis gedankt. Auch wenn die OTS-Aussendungen bereits einmal nach dieser korrigierten Aussendung der Polizei durchstöbert wurden – ergebnislos. Aber wer könnte einem gar so freundlichen Ratschlag von einem publizistisch Standards setzenden Robert Misik ablehnen? Niemand. Deshalb wurden jetzt die OTS-Aussendungen noch einmal durchgegangen – ergebnislos.

Rechte Flyer - OTSWie in der Collage zu sehen ist, wurde eine Aussendung gefunden, aber nicht die korrigierte Aussendung der Polizei, aber immerhin die Stellungnahme der Polizei, die zur bekannten Aussendung auf der offiziellen Website der Polizei führt, also zu jener mit der Formulierung „mit nationalsozialistischem Inhalt“ …

Es wurde auch eine OTS-Aussendung als Jubelmeldung des Vereins Pro Vita zum „Marsch der Familie“ gefunden. Aber die muß, weil nicht nur in dieser Angelegenheit nebensächlich, nicht besprochen werden, noch in die Collage aufgenommen werden.

Mehr kann jetzt nicht dazu geschrieben werden, außer noch die herzliche Einladung an Sie, sich weiter an der Suche nach dieser korrigierten Aussendung der Polizei zu beteiligen.

PS Was bisher zu diesem „rechten Flyer“ zusammengetragen werden konnte:

Korrigierte Aussendung der Polizei zu Krucken-Flyer gesucht – Vom generellen Standard der Berichterstattung anhand eines konkreten Beispiels

Vom angeblichen Folder-Marsch der Familie

Polizeibegleitschutzmarsch für die Austragung eines Folders mit „nationalsozialistischem Inhalt“ der ganzen Familie

Korrigierte Aussendung der Polizei zu Krucken-Flyer gesucht – Vom generellen Standard der Berichterstattung anhand eines konkreten Beispiels

Die Tageszeitung „Der Standard“ berichtet am 16. Juni 2014 und in der Printversion von heute, 17. Juni 2014, davon, daß die Polizei ihre Aussendung zurückgezogen und korrigiert habe, also aus dem Folder „mit nationalsozialistischem Inhalt“ einen mit „angeblich rechtsradikalem Inhalt“ …

Korrigierte Polizei-Aussendung zu Flyer der europäischen aktion gesuchtNun, es wäre diese korrigierte Aussendung gerne gelesen worden, aber diese ist nicht aufzufinden, vor allem dort nicht, wo zu erwarten wäre, daß diese dort leicht zu finden sein muß. Also auf der offiziellen Website der Polizei. Auf der offiziellen Seite der Polizei allerdings ist lediglich leicht und also sofort die Aussendung vom 15. Juni 2014 zu finden, jene mit der Formulierung „mit nationalsozialistischem Inhalt“. Auch heute, am 17. Juni 2014, 20.45 Uhr.

Wie in der Collage zu sehen ist, gibt es seit dem 15. Juni 2014 keine andere Aussendung der Polizei zum „Marsch der Familie“.

Am Samstag, das war der 14. Juni 2014, gab es keine Aussendung  zu dieser Kundgebung, wie im Artikel geschrieben wird, auch das ist anhand der Auflistung ihrer Aussendungen auf der offiziellen Seite der Polizei nachvollziehbar. Darüber hinaus kann vom Inhalt des Artikels her nur die polizeiliche Aussendung vom 15. Juni 2014, also vom Sonntag, gemeint sein.

Ob diese Ungenauigkeiten einzig den Aussagen der Polizeisprecherin geschuldet sind, oder die Journalistin ungenau gearbeitet hat, oder es ein Zusammenspiel der Ungenauigkeit von beiden war, vermag nicht beurteilt zu werden. Möglicherweise hat sich die Journalistin zu sehr auf die Aussagen von dieser Polizeisprecherin verlassen, auf eine, die dazu auch andere Aussagen schon machte, wie in

Vom angeblichen Folder-Marsch der Familie

nachgelesen werden kann.

Welche Bedeutungsverschiebungen wird das Wort Standard durch eine Zeitung, die sich „Der Standard“ nennt, erfahren, wenn diese Zeitung eine derartige Berichterstattung weiter und nicht zum ersten Mal … Das Positive, das mit diesem Wort noch verbunden wird, könnte durchaus …

Es würde sehr freuen, wenn es sich herausstellte, es gibt doch diese Aussendung der Polizei, von der „Der Standard“ berichtet. Wenn aber nicht, bleibt doch die Frage, weshalb „Der Standard“ in dieser Form – freundlich und nicht umgangssprachlich formuliert – der Ungenauigkeit darüber berichtet. Und wenn es die Aussendung doch geben sollte, bleibt zusätzlich die Frage, weshalb die Polizei sich dermaßen abmüht, einen solchen Folder unter das Licht der Harmlosigkeit legen zu wollen. Also zuerst ein Folder „mit nationalsozialistischem Inhalt“, dann ein Folder „mit angeblich rechtsradikalem Inhalt“ und zwischendurch, wie diese Polizeisprecherin zitiert wird, ein „rechtsgerichteter Folder“ …

PS Es wird persönlich jedem Menschen herzlich dafür gedankt werden, der Hinweise zu dieser oder diese korrigierte polizeiliche Aussendung gar vorliegen hat und diese hier in einem Kommentar veröffentlicht – mit einer Quellenangabe zum Abrufen.

Vom angeblichen Folder-Marsch der Familie

Inzwischen habe, wie in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“ gelesen werden darf, die Polizei ihre Presseaussendung zurückgezogen und eine korrigierte Fassung vorgelegt, in der nicht mehr von „nationalsozalistischem Inhalt“ gesprochen werde, sondern von einem Folder mit „angeblich rechtsradikalem Inhalt“.

Standard - Polizei - Presseaussendung

„Dort steht jetzt nur, dass der Folder ‚angeblich rechtsradikalen Inhalt‘ habe. Der Flyer sei nochmals vom Verfassungsschutz untersucht worden, sagt Polizei-Sprecherin Barbara Riehs. Man habe allerdings keinen strafrechtlich relevanten Tatbestand feststellen können.“

Das hat, so darf der Artikel gelesen werden, die Polizeisprecherin der Journalistin offensichtich vermittelt.

Polizeibeschützte Folderaustragung

„… von einer unbekannten Person ein Exemplar eines Folders mit nationalsozialistischem Inhalt …“

Von der Polizei-Website dürfte die Journalistin diese Auskunft nicht selbst abgerufen haben. Denn dort ist auch heute noch, 16. Juni 2014, 20.18 Uhr, die ursprüngliche Presseaussendung zu finden, über die gestern ausführlich geschrieben wurde, also jene mit der Formulierung „mit nationalsozialistischem Inhalt“. Wie in der Collage gesehen werden kann, ist keine veränderte Presseaussendung für gestern und heute angeführt. Möglicherweise wurde die korrigierte Fassung der Presseaussendung vom Verfassungsschutz veröffentlicht, und beim Verfassungsschutz ist alles geheim, also unauffindbar.

Polizei - Marsch - Noch eine Folder-Variante

„… ein rechtsgerichteter Folder vor Ort von einer Passantin …“ „Es habe sich jedoch ‚kein Hinweis‘ ergeben, dass abgesehen von diesem einen Exemplar weiteres bedenkliches Material weitergereicht wurde, sagte Riehs. Die Frau, die an den Einsatzleiter herangetreten war, sei außerdem unmittelbar danach verschwunden gewesen.

Was wohl noch alles über den Inhalt dieses Folders geschrieben werden wird? Angeblich und tatsächlich.

Schließlich muß hier doch noch einiges zurechtgerückt werden.

Und eines Tages wird vielleicht sogar davon gesprochen werden, daß es gar keinen „Marsch der Familie“ gab. Manche werden vielleicht noch meinen, sich erinnern zu können, angeblich habe es aber doch ein Gerede um die Austragung eines Folders … Eine ehrenwerte Gesellschaft geht doch nicht auf die Straße, eine ehrenwerte Gesellschaft hat ihre Salons, ihre Prunkräume. Die Straße ist für …

Aber weder eine für die ehrenwerte Gesellschaft in Österreich noch für die von nicht aus Österreich kommende nationale ehrenwerte Gesellschaft, etwa für die „europäische aktion“. Ehrenwerte Gesellschaften verteilen keine Folder. Sie schreiben zwar, aber sie haben gesinnungsgemäß ihre ehrenwerten Medien dafür, die im geistigen Austausch stehen, die einander befruchten, wie etwa das freiheitliche Medium „Unzensuriert“ und der „Schweizer Krieger“ …

Wie reich an Ehren diese Geselllschaften sind, Sie sind eingeladen, selbst einen Blick in diese Prunkräume zu werfen …

Bernhard Schaub

„Neger“ – Seit über 300 Jahren kein neutrales Wort, sondern eines der brutalsten Diffamierung

In einem Artikel der Tageszeitung „Der Standard“ vom 11. April 2014 ist zu lesen, das Wort „Neger“, welches mit dem amerikanischen „Negro“ korrespondiert, sei ursprünglich neutral besetzt gewesen, während „Nigger“ immer schon ein Schimpfwort gewesen sei.

Ursprünglich neutral besetzt – wann?

Gerade einmal und bereits zweiundzwanzig Jahre nach der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten ist in der amerikanischen Erstausgabe der Encyclopædia Britannica von 1798 unter dem Stichwort “Negro” zu lesen:

“In der Pigmentierung der Neger begegnen wir verschiedenen Nuancen; doch alle unterscheiden sich auf dieselbe Weise von den anderen Menschen in allen Gesichtszügen. Runde Wangen, hohe Jochbeine, leicht erhöhte Stirn, kurze, breite und flache Nase, dicke Lippen, kleine Ohren, Hässlichkeit und unregelmäßige Züge charakterisieren ihr Aussehen. Die Negerfrauen haben sehr ausladende Hüften und sehr dicke Gesäßbacken, die ihnen die Form eines Sattels verleihen. Die bekanntesten Laster scheinen das Schicksal dieser unglücklichen Rasse zu sein; man sagt, dass Müßiggang, Verrat, Rachsucht, Grausamkeit, Schamlosigkeit, Diebstahl, Lüge, unflätige Rede, Zügellosigkeit, Engstirnigkeit und Ausschweifung die Prinzipien des Naturgesetzes ausgelöscht und die Mahnungen des Gewissens zum Schweigen gebracht haben. Jedes Mitgefühl ist ihnen fremd, und sie stellen ein schreckliches Beispiel für die Verderbtheit des Menschen dar, wenn er sich selbst überlassen bleibt.”

Seit 316 Jahren ist es also schriftlich festgehalten, daß „Neger“ kein neutral besetztes Wort ist, sondern ein Wort der Diffamierung brutalster Art.

Seit über 300 Jahren kein neutrales WortSeit mindestens 316 Jahren kann also nicht davon gesprochen werden, „Neger“ sei ein neutral besetztes Wort, aber in diesem Artikel werde die heutige Ablehnung des Wortes „Neger“ aufgrund der phonetischen Ähnlichkeit mit „Nigger“ erklärt, weil „Nigger“ immer schon ein Schimpfwort gewesen sei. Das Schimpfwort ist ja beinahe harmlos gegen die oben zitierte Definition von „Negro“, das Schimpfwort ist die in ein Wort gepreßte Definition von „Neger“, soher menschgemäß auch nicht harmlos. Wer also „Nigger“ sagte, ersparte sich aus Faulheit und ökonomischer Sprachverwendung und vielleicht auch aus schwacher Gedächtnisleistung das Aufsagen obiger Definition von „Neger“. Wer nur „Neger“ gesagt hätte, hätte aber diese Definition aufsagen müssen, um klar zu machen, wer mit „Neger“ aufs gemeinste beschimpft, brutalst behandelt …

Dreihundertsechszehn Jahre nach dieser Definition wird also in einer sogenannten österreichischen Qualitätszeitung immer noch verbreitet, „Neger“ sei ursprünglich …

Katharina Mittelstaedt gibt ihrem Artikel die Überschrift „Eine Debatte, die nie geführt wurde“ … Wenn die Debatte derart geführt wird, ist es besser, sie wird gar nicht geführt, noch besser, endlich anders …

PS Diese Definition von „Neger“ findet auch heute noch ihre Anwendung, beispielsweise in den Kreisen, in der sich auch die freiheitliche Gemein-Schaft bewegt, wenn nun von „Maximalpigmentierte“ die Rede ist, wird nicht auf „Nigger“ Bezug genommen, sondern auf diese 316 Jahre alte Diffamierung brutalster und gemeinster Art.

PPS Diese Definiton von „Neger“ wurde bereits vor zehn Tagen in Zusammenhang mit dem mölzerischern, mehr noch, mit dem gesamten freiheitlichen Umgang mit dem Wort „Neger“ zitiert:

Für freiheitliche Strukturleistungen, wie die auch von Andreas Mölzer, kann es nur eines geben: Nichtwahl der freiheitlichen Gemein-Schaft