Marsch der Familie – Der Pranger sagt alles

Im Freilichtmuseum nahe bei Riga ist eine Holzkirche aufgebaut. Unmittelbar vor dem Eingang zur Kirche steht ein Pranger. Der Holzprangerpfahl ist schlicht, im Gegensatz zum Inneren der Kirche, die reich geschmückt und verziert ist, zur Blendung der Menschen, die in Holzhäusern wohnten, ohne Schmuck, ohne Zier.

Was sprachen die Menschen damals, vor Jahrhunderten, muß gedacht werden, vor der Holzkirche stehend, den Blick auf den Pranger gerichtet, wenn ein Mensch an den Pfahl gekettet war. Und plötzlich sind die Stimmen zu hören, sind die Menschen zu sehen, wie sie im Juni 2017 auf dem Albertinaplatz zu Wien standen, schnaubend sprachen, anprangerten.

Und wenn im kommenden Jahr, was zu erwarten ist, die Familie des Marsches wieder am Albertinaplatz sich versammeln wird, wird der Albertinaplatz unweigerlich als das gesehen werden, zu dem diese Familie den Platz für die Zeit ihres Anprangerns verwandeln, nämlich als Platz vor der Holzkirche mit dem Pranger unmittelbar vor dem Eingang zu ihrem …

Was für eine erfreuliche Veränderung aber wird es 2018 zu 2017 geben. Es wird nichts mehr von dem gehört werden, was sie wieder sagen, was sie nur wiederholen werden, was sie seit Jahren nur stur und starr wiederholen.

Denn.

Der Albertinplatz wird augenblicklich zum Platz vor der Holzkirche mit dem Pranger werden. Und soher werden sie nicht mehr gehört werden müssen. Alles, was sie sagen, was sie wiederholen, sagt der Pranger.

Der Pranger, nahe bei Riga bloßes Museumsdunkelstück, ist Inhalt und Zusammenfassung ihrer seit Jahren in Wiederholungsschleifen auf dem Albertinaplatz vorgebrachten Reden.

Marsch der Familie - Pranger

 

 

Die zerbeulten Anzüge, aufgebügelt von Bazon Brock

Von den gebügelten Anzügen - Bazon Brock

Wie karg und bitter das Leben der schreibenden Menschen in wirtschaftlicher Hinsicht doch ist. Das darf nicht vergessen werden. Daran ist zu erinnern. Immer wieder. Wie tapfer vor allem die schreibenden Männer dennoch um das Leben kämpfen, es auf ihre Seiten zu kriegen.

So einem tapferen Seitenkrieger soll dieses Kapitel gewidmet sein.

Denn. Er bemüht sich, er schreibt und schreibt, er veröffentlicht und veröffentlicht. Es wird ihm für seine Schreibe auf seine Schultern geklopft. Er wird zitiert. Er wird gelobt. Er wird eingeladen, in die prachtvollsten Häuser der Stadt. Er ist einer, der zu ihnen gehört. Vom Geiste, nicht aber vom Gelde her. Wie muß ihm wohl in den Prunkräumen, in die er geladen wird, auch sein letzter Anzug schäbig leuchten. Aber das Geld, das Geld reicht nicht für wenigstens einen zweiten Anzug. Wie wird doch gehofft und ihm gewünscht, daß das Geld reichen möge für zumindest zwei warme Mahlzeiten am Tag.

Michael Ley - Von der Armut des schreibenden Mannes

Es gibt menschgemäß schreibende Männer, die sind noch schlimmer dran, im reichen Europa. Männer, die ein ganzes Leben einen einz’gen Anzug zu tragen haben, den sie auch noch im Tod zu tragen haben, bis die Würmer endlich ihre Arbeit getan, sie sich ihrer erbarmen, sie von ihrem einz’gen Anzug gänzlich befreien und in die Nacktheit entlassen, die sie, die Männer, träumen lassen, ihre Nacktheit seien Prachtanzüge in ihrem übervollen Ankleideraum zum täglichen, ja, stündlichen Anzug-und-Hemdenwechsel, die karge Existenz endlich geendet …

Michael Ley scheint es doch weit besser zu gehen. Es scheint ihm möglich zu sein, doch ab und an neben zwei warmen Mahlzeiten, wie sie ihm mehrmals am Tage gewünscht werden, einen gebrauchten oder sogar einen neuen Anzug zu erstehen. Nun muß er nicht mehr den Anzug tragen, den er auch im Parlament zu tragen hatte.

Parlamentsdinghoferreferent Michael Ley: „Im Grunde verhalten wir uns wie umgedrehte Nationalsozialisten“

Und den Anzug, den er jetzt zu tragen hat, wird er vielleicht bald tauschen können. Die identitäre Parlamentspartei wird ihm, darf gehofft werden, seine Vorträge recht ordentlich löhnen; sie, die Partei, hat es ja vielleicht leichter, zu Geld zu kommen, es gibt ja die von allen Menschen in diesem Land steuerlich aufzubringenden Parteienförderungen, und darüber hinaus gibt es auch noch die Spenden von den Menschen, vor allem von den Menschen, die nicht nur spenden, sondern auch die identitäre Parlamentspartei wählen, um zu noch mehr Förderungen zu kommen, ohne noch mitbekommen zu haben, daß der Spruch von der zuletzt sterbenden Hoffnung längst abgelöst wurde von dem der Wirklichkeit mehr entsprechenden Spruch: Die Hoffnung enttäuscht zuerst.

Oder es ist ihm eine Sendung, und er verlangt für seine Auftritte nichts, nur, daß er gehört wird, wie etwa im Palais Palffy, ein Foto mit Gudenus-Stenzel-Krauss-Herzog Lohn genug … es könnte verstanden werden, nicht wirtschaftlich, aber zu ihnen zu gehören, zu diesen recht großen Geistesgrößen …

Maximilian Krauss: „Unvergessen“ System Haider

… unter ihnen zu sein, die geschickt von der Vorsehung … Und das Honorar könne doch von jenen verlangt werden, die noch mehr haben, wie der recht reiche Opa aus Kanada mit seiner aus der Vorsehung vertriebenen Truppe …

Die Männer und Frauen – zwar bestens in diesem Staat vernetzt – des Marsches der Familie

Dem Haus des Herrn Schönborn ist Katharina Deifel, Marschrednerin der Familie, eine gute Schwester

werden es geldmäßig nicht so fett haben, um Michael Ley es zu ermöglichen, einen sogar neuen oder wenigstens gebrauchten Anzug zu erstehen. Aber unter ihnen zu sein, muß ihm eine Ehre sein. Und vielleicht hat er an diesem Samstag im Juni des Franz 2017 gespürt, wie wahr seine Schreibe ist, als er den Asphalt auf dem Albertinaplatz fühlte, das ist kein Asphalt mehr, wie er seit Jahrhunderten in diesem Lande bekannt, sondern schon islamischer Belag.

Und auch wenn Michael Ley einen einz’gen Anzug nicht ein ganzes Leben zu tragen hat, so ist er doch viel, viel, recht viel ärmer dran, als jene schreibenden Männer, die ein ganzes Leben einen einz’igen Anzug, ein einz’ges Hemd zu tragen haben. Er hat nur einen einz’gen Geistesanzug, den er sein ganzes Leben zu tragen hat, einen einz’gen Geistesanzug, den er auch noch im Tod zu tragen haben wird. Und die Würmer, die viel, sehr viel vermögen, sie können aber eines nicht, mögen sie noch so viel Erbarmen mit ihm haben, aus diesem Geistesanzug können sie ihm nicht heraushelfen, ihn nicht in die Nacktheit entlassen. Denn dieser Geistesanzug ist bereits die Nacktheit, die ein ganzes Leben träumen läßt, gekleidet zu sein, nicht arm, nicht karg, sondern prachtvoll.

NS Wichtiger als Geld sind wohl heutzutage, wie es gar modern gesagt wird, die Netzwerke. Und auch Michael Ley ist recht gut, wie es früher einmal gesagt wurde, verhabert. Das zeigt sich auch, wer gar positiv über seine Schreibe schreibt, ihn einlädt, seine Schreibe auch einmal mit einem Vorwort den Anstrich … Wenn es Sie interessiert, recherchieren Sie es bitte selbst. Sie werden Namen finden, wie Andreas Unterberger. Sie werden Michael Mannheimer finden, auch Werner Reichel, auch Christian Ortner und so weiter und so fort. Und wenn Sie die Schreibe über die Ley-Schreibe vergleichen, können Sie sich fragen, wer schreibt von wem ab, wer schreibt gar für mehrere und so weiter und so fort.

Der Anzug des Michael Ley.jpg

NNS Und zu Johann Gudenus fällt seit längerem augenblicklich stets Karin Kneissl ein. Ihr scheinen Netzwerke und Geld gleichermaßen von Bedeutung … sie ist stet anders gekleidet, gut angezogen … und teilt mit Michael Ley vielleicht das etwas gnädigere Schicksal des einz’gen Geisteskostüms, und hierbei könnte beinahe das Träumen einsetzen, ganz ohne Würmer, sie hätten nur Kostüme an, und morgen schon zögen sie diese Kostüme wieder aus, und sie schreien heiter befreit: Lei-Lei … und in derselben Sekunde ziehen alle in diesem Land ihre Kostüme aus, die von allen seit über sieben Jahrzehnten getragen wurden, und alle stehen trotzdem nicht nackt im Glied auf dem Albertinamarschplatz, sondern in den Kostümen von … und Bazon Brock mit Ley und Schachtschneider tischlern unterm Vordach dem Denkereiamt eine tyrolerische Einbauhochgebirgsstub’n

„Nach einer Darstellung von Bazon Brock stellen Karl Albrecht Schachtschneider und Michael Ley ihre aktuellen Publikationen zur Rettung der Idee Europa vor.“

 

Schachtschneider: Professor von He-Chr Strache & „Ja zum Deutschen Reich“

Bazon Brock - Michael Ley - Karl Albrecht Schachtschneider

Albertinamarschplatz – Von den so richtig charmant katholischen Männern Deifels

Bevor ihr Mann stirbt, sagt er zum gemeinsamen Sohn: „Wenn ich sterbe, gib die Mama frei für einen Orden.“

Das ist ein Satz, wie ein Psalm, dargebracht gar modern auf der Website der Erzdiözese Wien, kein Vers aus längst vergangenen Zeiten, sondern verfaßt im Heute. Ein Satz, der etwa einem Hans Rauscher je die Möglichkeit nimmt im Angesicht des katholischen Allahs, „Wortklauberei“ mit „Chancengleichheit von Frau und Mann“ und „Gleichheit“ von Mann und Frau zu betreiben.

Als der Mann stirbt, erzählt die Frau allahergeben glücklich, beauftragt der Mann als Vater einen Mann als Sohn, die Frau freizugeben, wie vielleicht vor Jahrhunderten ein Südstaatenplantagenbesitzer im Angesicht seines Todes mit Güte gen Himmel auffahren wollte, und deshalb seinem Sohne befahl, er solle nach seinem Ableben die Sklavinnen freilassen.

Übrigens, die Deifel heißt mit Vornamen Katharina, und sie sprach am 17. Juni 2017 auf dem Albertinaplatz, ist also eine Familienmarschrednerin …

Ihr Mann, kann ebenfalls auf der Website des Herrn gelesen werden, sei „so richtig charmant katholisch gewesen“ … ein Bild von ihrem Mann gibt es nicht dazu, aber es gibt so viele „so richtig charmant katholische“ Männer, zum Beispiel jenen Mann, der meint, es gäbe einen „Weltkrieg gegen der Ehe“ … mit ihm könnte die Deifel im nächsten Jahr auf dem Albertinaplatz gemeinsam auftreten, erfüllt er doch alle Bedingungen, ein ehrwürdiger Marschredner werden zu dürfen, aber diesem Mann Allahs ist bereits die ganze Welt Albertinamarschplatz …

Marsch für die Familie - Von den so richtig charmant katholischen Männern.jpg

 

Dem Haus des Herrn Schönborn ist Katharina Deifel, Marschrednerin der Familie, eine gute Schwester

Katharina Deifel im Haus des Herrn - Marsch für die Familie 17-06-2017

Was gestern gesprochen wurde, ist nicht zu erwähnen. Es wurde das gesprochen, was Jahr für Jahr gesprochen. Wie es zu erwarten war:

Kurz etwas zum Religiongsgesetzesterror, ein weiteres Mal

Es kommen vielleicht auch deshalb so wenige zu diesem „Marsch für die Familie“, weil es allen klar ist, was hier gesprochen wird, wird jedes Jahr gleich gesprochen, und das ist seit Jahren eben bekannt, es genügt also, es einmal zu hören, um es für ein ganzes Leben zu wissen; diese in diesen Reden transportierten Inhalte sind darüber hinaus seit Jahrhunderten unveränderte und nicht weiterentwickelte Inhalte.

Der „Marsch für die Familie“ ist dabei auch immer ein Etikettenschwindel, Jahr für Jahr. Es wird stets damit geworben, es gehe um die Familie, und dann ist stets viel über Zuwanderung zu hören, über sogenannte ausländische Menschen, über andere, genauer, den Marschiererinnen und Marschierern fremde Organisierte Glauben. Und das alles wird ist ihnen nicht, um es milde auszudrücken, positiv gesprochen. Ganz im Gegenteil.

Nun könnten Sie fragen, weshalb dann überhaupt die Beschäftigung mit dem „Marsch der Familie“, wenn es doch nur die kleinste Gruppe ist, die je auf der Gasse sich versammelt, das zwar Jahr für Jahr, aber eben doch die kleinste Gruppe, ohne Zulauf über die Jahre, und vielleicht waren es gestern sogar weniger als 2016.

Es sind die Rednerinnen und Redner, die nicht unerheblich sind, sie sind unerheblich ob ihrer verbreiteten Inhalte, aber sie nicht unerheblich ob ihrer Verbindungen, ihrer, wie es nun gar modern heißt, Netzwerke, auch nicht unerheblich ob ihrer Funktionen.

Es soll mit dem Arzt begonnen werden, der seinen wichtigen Stuhl bald räumen wird müssen, nämlich seinen im österreichischen Parlament: es sprach gestern wie vorgestern wie vorvorgestern Marcus Franz. Er wird wohl auch 2018 wieder sprechen,

Dr. Marcus Franz, Volksvertreter: „Sie sind nicht das Volk.“

aber dann wird er nur noch beworben werden können mit: der ehemalige Abgeordnete zum österreichischen Nationalrat …

Dann sprach gestern Katharina Deifel, eine römisch-katholische Schwester, die, so Christian Zeitz in seiner Ankündigung, für die Ausbildung von Religionslehrern und Religionslehrerinnen zuständig gewesen sei und auch einer katholischen Gruppe angehöre, die für militärische Verteidigung der Freiheit eintrete … Deifel werde von der Erzdiözese auf ihrer Website im besten Lichte dargestellt, und ganz modern, die Erzdiözese Wien verbreitet von ihr auf der Plattform des Unternehmens Youtube ein Interviewvideo … Hans Rauscher wird aber keine Glosse schreiben können, Christoph Schönborn verurteile das von Deifel Verbreitete, Schönborn distanziere sich von Deifel …

Und dann Ján Čarnogurský. Den ehemaligen Ministerpräsidenten der Slowakei kündigt Christian Zeitz an, eben noch beim Requiem für Alois Mock in der Stephanskirche und jetzt beim „Marsch für die Familie“ … Für ihn, Zeitz, sei Ján Čarnogurský ein „Thomas Morus unserer Zeit“ … Christian Zeit meint das gesinnungsgemäß positiv, aber:

Warum die Gesellschaft keinen „neuen Thomas Morus“ als Lehrer braucht

Franz - Ley Deifel - Marsch 17-06-2017

Ob Michael Ley ebenfalls gestern gesprochen hat, wird nicht gewußt, aber es wird den Marschierern und Marschiererinnen wohl eine Ehre gewesen sein, daß er gestern mit dabei war. Ist er doch ein Mann, der auch in das österreichische Parlament geladen wird. Und sollte er gestern gesprochen haben, was würde er schon gesprochen haben können, als das, was von ihm ohnehin recht bekannt ist, und Werbung für die eigenen Bücher könnte wohl auch dabei gewesen sein:

Parlamentsdinghoferreferent Michael Ley: „Im Grunde verhalten wir uns wie umgedrehte Nationalsozialisten“

Michael Ley im österreichischen Parlament: „Kein Bier für Nazis“

„Wehret den Anfängen“ – Ganz und gar erfüllt von der Wiener Zeitung

Markus Ripfl --national-sozial - Marsch für die Familie 17-06-2017

Und dann soll es gestern irgendwelche Turbulenzen um Markus Ripfl gegeben haben, wie „Marsch für die Familie“ berichtet. Es überrascht nicht, daß Ripfl zu diesem „Marsch“ … gesinnungsgemäß kommt auch kein anderer in Frage:

„Völkeraustausch“ oder Markus Ripfl von der Hofer-FPÖ hat kein Licht zum Lesen von einem Bedeutungswörterbuch

Auf der Plattform des Unternehmens Facebook hat Markus Ripfl eine Beschreibung abgegeben, wenn es eine Selbstbeschreibung ist, kann zu dieser gesagt werden. Es ist wahr, er ist „jung“. Was bei diesen Inhalten, zu denen er gestern hinmarschierte, „revolutionär“ sein soll, erschließt sich nicht. Es bleibt neben „jung“, wofür er nichts kann, nur übrig: „national-sozial“ …

Das wird Ihnen jetzt wohl ein wenig verständlicher gemacht haben, weshalb der „Marsch der Familie“ nicht zu ignorieren ist, obgleich er inhaltlich gänzlich zu ignorieren ist. Es ist kein Marsch für die Familie, aber die Familie marschiert, und die hier marschieren, das sind nicht die sogenannten schwarzen Schafe der österreichischen Familie, sie haben Einfluß, sie werden gehört, von nicht wenigen, die tatsächlich Einfluß haben, die gewählt werden, die nicht wenige in der nächsten Regierung sehen wollen …

Marsch für die Familie - Albertinaplatz - Parlament - Erzdiösese Wien - 17.06-2017.jpg

Andreas Laun ist einmal zu danken für seine Psalter und Gleichnisse der Erheiterung

Es ist zwar dazu nichts mehr zu schreiben, was Hans Rauscher im Halbdunkel Österreichs vor kurzem schrieb, aber es scheint doch angebracht, etwas noch hinzufügen.

Wurde in Österreich je verlangt, die Aussagen von dem Prediger Andreas Laun zu verurteilen, sich von ihm zu distanzieren, von den Mitgliedern seines Organisierten Glauben? Hat sich etwa der leitende Angestellte dieser Organisation in Österreich je von ihm distanziert, ihn verurteilt?

Andreas Laun fällt ein, weil die Copysite der identitären Parlamentspartei am 15. Juni 2017 ein Interview mit ihm veröffentlichte. Seine Aussagen, nun, eben seine Aussagen, ohne Wert für die geringste Aufregung. Sein Aberwitz eben. Er redet eben den Aberwitz seines Korans nach, beeinflußt eben von seinem biblischen Märchenbuch, und das wird er wohl bleiben bis über das Ende seiner Berufstage hinaus.

Aber heute, am 17. Juni 2017, am Tag der „Regenbogenparade“, soll es um das Heitere gehen, und gibt es einen besseren Psalmisten im Halbdunkel Österreichs, der für eine ausgelassene Stimmung, für Heiterkeit und Lustigkeit sorgen kann, als ebendieser bärtige Prediger oder, mit Hans Rauscher zu sprechen, dieser „geistliche und geistige Führer von“ fünf Millionen Christen und Christinnen?

Wahrlich, schwerlich.

Auf die Frage, ob seine Aussage, Homosexuelle seien „gestörte Männer und Frauen“, mißverstanden worden sei, antwortet der Prediger des dreifaltigen Aberwitzes:

„Ein wenig schon, weil es natürlich nicht meine Absicht ist und war, jemand zu beleidigen. Aber ich erlaube mir anzumerken: Mir scheint, die Betroffenen reagieren etwas zu empfindlich, zumal wenn man bedenkt, dass viele Menschen mit solchen Neigungen das selbst auch so sehen, darunter leiden und aussteigen wollen. Auch rein biologisch gesehen, gibt es Argumente, die man nüchtern auf die Waagschale legen sollte.“

Ob denn die „Menschen heutzutage verweichlicht“ seien, weiß der „geistliche und geistige Führer“ eines genau:

„Ja! Zum Menschsein gehört es, auch Schwierigkeiten durchzutragen. Im Christentum heißt das: Nimm Dein Kreuz an!“

Es ist, muß zugegeben werden, kein heiterer Gedanke, gibt es in seinem Organisierten Glauben Variationen von „Nimm Dein Kreuz an!“, wenn etwa Pfarrer und Priester in für sie besonderen Stunden im Dunkeln Mädchen und vor allem Buben die „Schwierigkeiten“ des Lebens nahebringen – nimm das Kreuz in Dich auf?

Die Frage nach der „klassischen Familie in all dem Geschlechterwirrwarr“ ist für den bärtigen Prediger für immer beantwortet:

„Gott hat den Menschen als Mann und Frau und für die Liebe geschaffen. Das ändert sich nicht und ist, gelebt, Quelle größten Glücks auf Erden.“

Aus dieser „Quelle des größten Glücks auf Erden“ trinkt nur der Mensch, ohne sich zu vergiften, der ohne „klassische Familie“ ist.

Und mit dem Trinken der letzte und schönste Psalm des Bärtigen noch. Auf die Frage nach der Gefahr durch „Frühsexualisierung“, wohlgemerkt, es wird von „Frühsexualisierung“ gesprochen und nicht von „sexueller Aufklärung“, weiß der Fraulose und soher auch ohne „klassische Familie“ Seiende sein hohes Wissen anschaulich mit einem Gleichnis zu verkünden, ja, Jesus Christus ist ohne Zweifel sein erster und einziger Lehrer:

„Die Gefahr ist, dass die Kinder nicht lernen, was es heißt, zu lieben und der Sex in ihrem Leben einen falschen Stellenwert erhält und nicht das wird, was er sein sollte: Körpersprache der Liebe. Man erzieht auch nicht Alkoholiker, damit sie später lernen, ein Glas Wein zu genießen.“

Bei aller Heiterkeit, die launsche Gleichnisse hervorrufen, könnte dennoch das Grübeln einsetzen. Etwa darüber, weshalb verweigern sich Prediger seiner Organisation der Liebe von Mann und Frau, wenn doch diese „Quelle“ das „größte Glück auf Erden“ … halten sie doch nichts von der Liebe, oder haben sie eine andere Quelle noch größeren Glücks gefunden, ganz irdisch?

Und wer jetzt noch nicht genug hat von Heiterkeitsknödeln, die im Hals steckenbleiben, es gibt weitere Kapitel, wie in der Collage Kreuz der Heiterkeit gesehen werden kann, zu denen Sie hier mit einem Klick …

Es muß an diesem Tag der „Regenbogenparade“ und des „Marsches für die Familie“ einmal, und damit soll geendet werden, Andreas Laun gedankt werden, gedankt für die vielen heiteren Sekunden, und das über Jahre, wie oft konnte herzhaft gelacht werden. Die ersten Lacher rief er vor etlichen Jahren hervor, mit seinem Spruch: „Gott straft aus Liebe.“

Was für eine Bürde, aus Liebe strafen zu müssen. Vielleicht ist Gott einer Selbsthilfegruppe inzwischen beigetreten, in der er sich mit seinen Kameraden austauschen kann, wie schmerzlich es ist, Frau und Kind strafen, schlagen zu müssen, das sind Schmerzen, die sie ihren Frauen und Kindern, weil sie so lieben, niemals im Leben wünschen, erfahren zu müssen. Ob Männer der „klassischen Familien“ in solch eine Gruppe je …, na ja, warum nicht, wenn die Bedingung erfüllt ist, Andreas Laun moderiere sie …

Andreas Laun - Heiterkeitsauslösender Prediger

Kronpolizist Rainer Wendt – Generalverdächtigungen gegen Flüchtlinge eine Einladungsgarantie von Servus M. F. Mateschitz?

generalverdacht-gegen-fluchtlinge-einladungsgarantie-zum-talk-im-hangar-7Es kann verstanden werden, weshalb Rainer Wendt zur Groteske eingeladen wurde.

Kurz davor hat er, wie es scheint, ein sicheres Ticket gelöst, um in den Hangar eingeladen zu werden:

„Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben, wäre unser Land auf die Gefahren vorbereitet gewesen, die mit massenhafter Zuwanderung immer verbunden sind. Und während Angehörige trauern und Opfer unsägliches Leid erfahren, schweigen die Vertreter der ,Willkommenskultur‘.“

„Die grausame Seite dieser Politik wird abgewälzt auf die Opfer und auf eine seit Jahren kaputtgesparte Polizei und Justiz. Und so wachsen die Gefahren für unser Land beständig.“

Genauer. Kurz davor dürfte Wendt ein ohnehin sicheres Ticket bloß noch einmal abgesichert haben. Denn. Wie in der Collage gelesen werden kann, ist Wendt so etwas wie ein Kronpolizist für die Copysite der identitären Parlamentspartei, ein Kronpolizistschreiber für den Kopp-Verlag.

Vom angeblichen Folder-Marsch der Familie

Inzwischen habe, wie in der heutigen Ausgabe der Tageszeitung „Der Standard“ gelesen werden darf, die Polizei ihre Presseaussendung zurückgezogen und eine korrigierte Fassung vorgelegt, in der nicht mehr von „nationalsozalistischem Inhalt“ gesprochen werde, sondern von einem Folder mit „angeblich rechtsradikalem Inhalt“.

Standard - Polizei - Presseaussendung

„Dort steht jetzt nur, dass der Folder ‚angeblich rechtsradikalen Inhalt‘ habe. Der Flyer sei nochmals vom Verfassungsschutz untersucht worden, sagt Polizei-Sprecherin Barbara Riehs. Man habe allerdings keinen strafrechtlich relevanten Tatbestand feststellen können.“

Das hat, so darf der Artikel gelesen werden, die Polizeisprecherin der Journalistin offensichtich vermittelt.

Polizeibeschützte Folderaustragung

„… von einer unbekannten Person ein Exemplar eines Folders mit nationalsozialistischem Inhalt …“

Von der Polizei-Website dürfte die Journalistin diese Auskunft nicht selbst abgerufen haben. Denn dort ist auch heute noch, 16. Juni 2014, 20.18 Uhr, die ursprüngliche Presseaussendung zu finden, über die gestern ausführlich geschrieben wurde, also jene mit der Formulierung „mit nationalsozialistischem Inhalt“. Wie in der Collage gesehen werden kann, ist keine veränderte Presseaussendung für gestern und heute angeführt. Möglicherweise wurde die korrigierte Fassung der Presseaussendung vom Verfassungsschutz veröffentlicht, und beim Verfassungsschutz ist alles geheim, also unauffindbar.

Polizei - Marsch - Noch eine Folder-Variante

„… ein rechtsgerichteter Folder vor Ort von einer Passantin …“ „Es habe sich jedoch ‚kein Hinweis‘ ergeben, dass abgesehen von diesem einen Exemplar weiteres bedenkliches Material weitergereicht wurde, sagte Riehs. Die Frau, die an den Einsatzleiter herangetreten war, sei außerdem unmittelbar danach verschwunden gewesen.

Was wohl noch alles über den Inhalt dieses Folders geschrieben werden wird? Angeblich und tatsächlich.

Schließlich muß hier doch noch einiges zurechtgerückt werden.

Und eines Tages wird vielleicht sogar davon gesprochen werden, daß es gar keinen „Marsch der Familie“ gab. Manche werden vielleicht noch meinen, sich erinnern zu können, angeblich habe es aber doch ein Gerede um die Austragung eines Folders … Eine ehrenwerte Gesellschaft geht doch nicht auf die Straße, eine ehrenwerte Gesellschaft hat ihre Salons, ihre Prunkräume. Die Straße ist für …

Aber weder eine für die ehrenwerte Gesellschaft in Österreich noch für die von nicht aus Österreich kommende nationale ehrenwerte Gesellschaft, etwa für die „europäische aktion“. Ehrenwerte Gesellschaften verteilen keine Folder. Sie schreiben zwar, aber sie haben gesinnungsgemäß ihre ehrenwerten Medien dafür, die im geistigen Austausch stehen, die einander befruchten, wie etwa das freiheitliche Medium „Unzensuriert“ und der „Schweizer Krieger“ …

Wie reich an Ehren diese Geselllschaften sind, Sie sind eingeladen, selbst einen Blick in diese Prunkräume zu werfen …

Bernhard Schaub