In freudiger Erwartung

Karin Kneissl hat geheiratet.

Karin Kneissl wird bald ihr erstes Kind „biologisch“ … Oder.

Es wird ja nicht immer alles sofort verraten.

Oder. Karin Kneissl hat schon „biologisch“ … und war bereits zum Zeitpunkt der Heirat in, wie es die Alten so schön zu sagen wissen, guter Hoffnung, und der Knicks war, nachdem sie ihm das Freudige verraten und gleich wieder eingeladen hatte, ihr Danke an den Präsidenten für seine Zusage, Pate ihres ersten Kindes sein zu wollen, in das steiermärkische Vorgebirge kommen zu wollen, um da selbst das Kindle in das Becken zur priesterlichen Bespritzung tief halten zu wollen.

Jedenfalls. Karin Kneissl hat geheiratet. Sie ist eine Ehe eingegangen. Also können nur Kinder aus dieser Ehe hervorgehen, zumindest ein Kind auf die „biologische“ Art. So ist die Logik des Vizekanzlers. Und ein Kindle aus gutem Hause hat doch zumindest zwei Taufpaten. Der Präsident ist ein logischer Taufpate, war er doch am Tage im Steiermärkischen, an dem Tage genau, als vielleicht die gute Hoffnung „biologisch“ … dann wäre der Vizekanzler logischerweise der ideale zweite Pate – der Bio-Logiker schlechthin …

Das Bild vom Knicks noch in guter Erinnerung, schon aber vergessen das Datum, wann das war, als vielleicht „biologisch“ … einerlei, in ein paar Monaten schon könnte der Ministerin die Feuerstelle als Ersatz für ihr Amt …

Es ist aber eher zu vermuten, daß sie bereits zur Heirat ein Kindle unterm Herz trug, so wie das trachtige Kleid … Dann wird es aber recht bald so weit sein, und ganz Österreich in guter Hoffnung

Das wegen der guten Hoffnung sind keine fake news. Das sind Fakten, also genau in dem Sinne Fakten, wie der zurzeitige Vizekanzler in Österreich Fakten versteht.

Bei all der guten Hoffnung, die Integrationsministerin bald an ihrer Feuerstelle zu wissen, ist doch das freudige Ereignis ein wenig zu trüben.

Wie unberücksichtigt bleibt doch bei diesem Geschwefel um die Ehe seit Jahren oder im Grunde seit Jahrzehnten, wie eben wieder vom zurzeitigen Vizekanzler auf der Plattform des Konzerns Facebook angereichert, die Frage nach den Kosten der Ehe für die Steuerzahlerinnen in einem Land, der Umstand, daß gerade die Ehe zwischen Mann und Frau, die von der identitären Regierungspartei so tapfer verteidigt sein will, dem Steuerzahler doch durch die Jahre und Jahrzehnte enorm viel kostete und weiter enorm viel kostet und weiter enorm viel kosten wird, wenn bedacht wird, was für ein riesiges Sicherheitsnetz, was für ein gewaltiger Schutzschirm über die Ehe und vor allem über die Ehe mit „biologisch“ gezeugten Kindern aufgespannt sein muß, seit Jahren, seit Jahrzehnten, mit den nicht mehr zu zählenden Beratungseinrichtungen für Ehe, Familie, Kinder, mit den Frauenschutzhäusern und so weiter und so, kurz gesagt, schlecht weiter.

Und so weiter und so schlecht fort. Denn. Was könnte da noch alles immense Kosten Verursachendes durch die Ehe zwischen Mann und Frau aufgezählt werden, es wüchse zum längsten Kapitel aus, zu einem eigenen Buch, das an Umfang die Bibel bei weitem hinter sich lassen würde, die Bibel dünn wie einen Folder einer Ehenotberatungsstelle, wie einen Flyer eines Eheschutzzentrums erscheinen lassen würde. Es müßte von den massiven Kosten gesprochen werden von den eigens wegen der Ehe zwischen Mann und Frau verabschiedeten Gesetze, Wegweiserecht und so weiter und schlecht weiter, von den Kosten der Polizeieinsätze, die notwendig sind, um Eskalationen im Eheglück zu befrieden, von den „biologischen“ Kindern, die in staatlicher Obhut zu ihrem Schutz vor ihren Eltern, die als Mann und Frau die Ehe eingingen, zum Wohl der Kinder, versorgt werden müssen, und so weiter und so schlecht …

Kosten, Kosten, Kosten … die scheinen der schwarzidentitären Regierung auch schon zu viel zu werden. Deshalb wohl ein erster Schritt dagegen:

FPÖ und ÖVP schmettern Antrag zur Bekämpfung von Kinderarmut in Österreich im Parlament ab

Und Umschau nach kostengünstigeren Unterbringungen von Kindern auch bereits?

Kurz zu „Kinder in Käfigen“

PS Wie sonderbar, die Ehe eine Katastrophengeschichte, Urkunde des Fiaskos von Mann und Frau, und dennoch wollen so viele noch sich verehelichen, gleich in welcher geschlechtlichen Konstellation, gleich welcher Geschlechtlichkeit der Mensch sich zugehörig fühlt, gleich, als welches Geschlecht der Mensch „biologisch“ sich …

Österreich - Außenministerin in guter Hoffnung.png

 

 

Die „privilegierte Ehe“ der FPÖ, „sachlich 1811“

Christian Hafenecker, dessen Steckenpferd es sein dürfte (immerhin weit günstiger für das österreichische Budget als ein Kicklpferd), Menschen nach ihren geistigen Fähigkeiten zu beurteilen, meint in seiner gestrigen Presseaussendung, die FPÖ stehe „hinter ihren klugen und befähigten Köpfen und wird sich von ihrem Weg für Österreich nicht abbringen lassen“.

Wenn, das aber nur nebenher, im Land Österreich von „für Österreich“ geschrieben wird, ist es nicht leicht auszumachen, welches Österreich gemeint ist, Österreich als Land oder Österreich als fellnerische Umsonst.

Diesmal steht Christian Hafenecker also hinter dem „klugen und befähigten“ Hubert Keyl.

Asperl, Graf, Höferl, Keyl – Recht einfach statt einer langen Liste: Sos Freiheitliche

Life Ball ’15 von Odin Wiesinger ausrichten lassen – Jubel von Harald Vilimsky und Franz Obermayr darob nicht auszuschließen

Und weil es dabei um den Posten eines Höchstrichters geht, zwar im Bundesverwaltungsgerichtshof des Staates Österreich, fällt dennoch sofort ein anderer ein, nämlich der Verfassungsgerichtshof des Staates Österreich.

Wie viele aus der zurzeitigen identitären Regierungspartei werden sich wohl gedacht haben und weiter denken, ach, wären im Verfassungsgerichtshof nur unsere „klugen und befähigten Köpfe“ gestanden, müßte jetzt nicht eine „privilegierte Ehe“ gezimmert werden, sachlich aus 1811.

Es wird nicht gewußt, ob Christian Hafenecker auch schon einmal hinter diesem „klugen und befähigten“ Mann gestanden ist, der, kurz zusammengefaßt, im Verhandlungsteam für die zurzeitige Regierung in Österreich saß, aber damit er, dieser Verhandlungsmann, sich nicht zurückgesetzt fühlt, soll er beim Namen genannt werden: Norbert Nemeth.

Norbert Nemeth, aber das nur nebenher, der mit Hubert Keyl ein Faible für einen Mann zu teilen scheint, von dem nicht gewußt wird, wie er von Christian Hafenecker beurteilt wird: ob auch einer von den „klugen und befähigten Köpfen, auch einer „durch seinen tadellosen Leumund, als ein hervorragender Kandidat“ für …?

„Verfassungsjuristen tun sich in Ermangelung eines konkreten Vorschlags der FPÖ, wie so ein Gesetz ausgestaltet sein könnte, schwer mit einer Beurteilung der Erfolgschancen. ‚Ein Festschreiben des Willens zur Kinderzeugung im Ehegesetz wäre jedenfalls verfassungswidrig‘, sagt Verfassungsjurist Theo Öhlinger. Dies wäre ein verfassungswidriger Eingriff in die Privatsphäre, und aus verfassungsrechtlicher Sicht auch nicht überprüfbar. Ganz ausschließen, dass die FPÖ sich – zumindest den Begriffen nach – durchsetzen könnte, will Öhlinger aber nicht.“

Was für ein Vorwurf gegen die FPÖ, es gäbe keinen konkreten Vorschlag, wie wenig diese „Verfassungsjuristen“ von den Gesetzen in Österreich wissen. Dabei müßten sie nur einmal bei Nemeth, der bei den „klugen und befähigten Köpfen“ der identitären Regierungspartei steht und für sie, wie kurz erwähnt, am Verhandlungstisch sitzt.

Es wurde zwar bereits zitiert, aber einer von den „klugen und befähigten Köpfen“ mit einem durch und durch „tadellosen Leumund“ kann nicht oft genug zitiert werden:

„Womit wir beim zweiten Aspekt wären, nämlich der Rolle eben dieser Höchstgerichte: Haben jene wirklich das Recht, den für unseren Kulturkreis maßgeblichen Ehebegriff aufzuheben?“

„Es sei denn, die FPÖ kommt in die Regierung und verhindert im Wege eines entsprechenden Koalitionspaktes eine Änderung des § 44 ABGB.“

„Da gefällt uns die geltende Rechtslage, die gerade noch einmal gerettet wurde, besser – auch wenn sie aus dem Jahre 1811 stammt: ‚Die Familien-Verhältnisse werden durch den Ehevertrag gegründet. In dem Ehevertrage erklären zwey Personen verschiedenen Geschlechtes gesetzmäßig ihren Willen, in unzertrennlicher Gemeinschaft zu leben, Kinder  zu zeugen, sie zu erziehen, und sich gegenseitigen Beystand zu leisten‘.“

ÖVP mit Kurz und FPÖ mit Nemeth: Olymp der Veränderungen

Das ist also der „konkrete Vorschlag“ von „klugen und befähigten Köpfen“. Die darüber hinaus auch stets ganz genau sind. Dieser seit dem 1. Jänner 1812 gültige Paragraph steht tatsächlich in dieser Orthographie im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch nicht der fellnerischen Österreich, sondern des Staates Österreich. Das ist also der „konkrete Vorschlag“ von „klugen und befähigten Köpfen“: tadellos! Ist bereits seit 1812 Gesetz und immer noch Gesetz. Von „klugen und befähigten Köpfen“ sachlich haltbarer geschmiedet als Stahl.

Der Vorschlag von „klugen und befähigten Köpfen“ ist also Verhinderung, wie einer ihrer klügsten und befähigsten Köpfe es stellvertretend formuliert: „FPÖ kommt in die Regierung und verhindert.“

Verhinderung, das recht höchste Bekenntnis zur Erneuerung von …


Christian Hafenecker - FPÖ stehe hinter ihren klugen und befähigten Köpfen

Gott ist nackt.

Gott also Papst ist nackt

Nach der kommenden Retrobenotung eine glatte Fünf für das österreichische Parlament, dass die „Ehe für alle“ nicht von dem gesetzgebenden Organ in Österreich beschlossen wurde, sondern der Verfassungsgerichtshof einspringen mußte.

Das ist auch und zu keinem geringen Teil darauf zurückzuführen, daß der Organisierte Glaube der römisch-katholischen kirche nach wie vor einen großen Einfluß in diesem Land hat, einen Einfluß, der zum Schaden der Menschen …

Und Christoph Schönborn als leitender Angestellter dieses Organisierten Glaubens ist somit der derzeit Hauptverantwortliche für den Schaden, den dieser Organisierte Glaube nach wie vor anzurichten vermag. Nicht so sehr in der gesellschaftlichen Wirklichkeit, die Christoph Schönborn meint zu kennen, wenn er dem Verfassungsgerichtshof vorwirft, dieser verneine die Wirklichkeit. Aber für den Schaden in der gesetzgebenden Wirklichkeit, in der nach wie vor auf Menschen, vor allem auf Männer gehört wird,

Vatikan befiehlt religiöse Gebote über staatliche Gesetze zu stellen

Christen haben das eigene Vaterland aber wie Fremde zu bewohnen

die durch einzige obsessive Lektüre der Bibel derart zugerichtet sind, daß sie nur eines bejahen können: den Unsinn.

Es ist beruhigend, daß die Verfassungsrichter und Verfassungsrichterinnen nicht den Sinn für den Rechtsstaatlichkeit, für die Gesetzgebung des Landes verloren haben, wie es der leitende Angestellte, besessen von seinen Evangelien, gegen die Menschen in diesem Land …

Noch ist es beruhigend, aber die Radikalisierung kann auch in diesem Land im Handkehrum, wird allein an die nächste gemachte Regierung in diesem Land gedacht, mit zwei Parteien, die ständig von christlichen Werten schwefeln …

Stets das Geschwefel von der „Schöpfungsordnung“.

Und vor allem stets das Geschwefel vom „Kindeswohl“ … und das ausgerechnet von einem leitenden Angestellten des Organisierten …

Dieses Geschwefel „für die Beibehaltung des bisherigen Begriffsinhalts von Ehe“ … Eine Lektüre der Geschichte der Ehe würde dem leitenden Angestellten des Organisierten seinen Unsinn erkennen lassen. Denn. Wie viele Wandlungen hat der Begriff Ehe durch die Jahrtausende bis zum heutigen Tage durchgemacht …

Was könnte nicht alles angeführt werden. Um dem Unsinn, den der Kardinal bejaht, zu widersprechen. Auch der Unterschied zwischen der Zivilehe und der Kirchenehe. Die Anmaßung der Kirche, Zugriff auf die Zivilehe … Hingegen die größte Toleranz des österreichischen Staates gegenüber der Kirche, etwa beim und nicht nur beim Gleichbehandlungsgesetz …

Aber es ist nicht wesentlich, ihm, Schönborn, zu widersprechen. Wesentlich ist, daß die gesetzgebenden Organe in diesem Land den Menschen in diesem Land nicht mehr hinterherhinken, weil sie offenbar der irrigen Meinung sind, es sei immer noch besser den Unsinn anzubeten und gehorsam zu folgen als …

Stets das Geschwefel vom „Kindeswohl“ … Dabei beweist der Organisierte Glaube der römisch-katholischen kirche bereits mit der Trauungsformel, wie wenig ihm am „Kindeswohl“ gelegen ist. Es geht nur einmal um Kinder. Es geht darum, dem Führer, also Gott, also dem Papst und also seinen leitenden Angestellten Kinder zu schenken …

„Pfarrer: Seid ihr beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott euch schenken will, und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?“

Der einzige Satz in der Trauungsformel, der sich auf Kinder bezieht. Bereits vor der Rekrutierung von Ungeborenen schreckt auch dieser Organisierte Glaube nicht zurück …

Gott ist nackt

Der Kaiser ist nackt, sagt in einem Märchen ein Kind. Damit war der Kaiser erledigt. Und es gibt den Kaiser auch nicht mehr. Es wäre wohl klüger gewesen, nicht zu sagen: Gott sei tot. Denn. Die Nostalgieanfälligkeit der Menschen beschert Dingen stets eine zähe Langlebigkeit, auch dann, wenn diese längst unbrauchbar, unnütz geworden sind. Vielleicht gäbe es Gott wie den Kaiser ebenso lange schon nicht mehr, wäre vor langer Zeit einfach gesagt worden:

Gott ist nackt.

Gott ist nackt.

Zu spät dafür ist aber nie, zu sagen: Gott, also der Papst ist nackt unter seiner nackten Belegschaft …

Albertinamarschplatz – Von den so richtig charmant katholischen Männern Deifels

Bevor ihr Mann stirbt, sagt er zum gemeinsamen Sohn: „Wenn ich sterbe, gib die Mama frei für einen Orden.“

Das ist ein Satz, wie ein Psalm, dargebracht gar modern auf der Website der Erzdiözese Wien, kein Vers aus längst vergangenen Zeiten, sondern verfaßt im Heute. Ein Satz, der etwa einem Hans Rauscher je die Möglichkeit nimmt im Angesicht des katholischen Allahs, „Wortklauberei“ mit „Chancengleichheit von Frau und Mann“ und „Gleichheit“ von Mann und Frau zu betreiben.

Als der Mann stirbt, erzählt die Frau allahergeben glücklich, beauftragt der Mann als Vater einen Mann als Sohn, die Frau freizugeben, wie vielleicht vor Jahrhunderten ein Südstaatenplantagenbesitzer im Angesicht seines Todes mit Güte gen Himmel auffahren wollte, und deshalb seinem Sohne befahl, er solle nach seinem Ableben die Sklavinnen freilassen.

Übrigens, die Deifel heißt mit Vornamen Katharina, und sie sprach am 17. Juni 2017 auf dem Albertinaplatz, ist also eine Familienmarschrednerin …

Ihr Mann, kann ebenfalls auf der Website des Herrn gelesen werden, sei „so richtig charmant katholisch gewesen“ … ein Bild von ihrem Mann gibt es nicht dazu, aber es gibt so viele „so richtig charmant katholische“ Männer, zum Beispiel jenen Mann, der meint, es gäbe einen „Weltkrieg gegen der Ehe“ … mit ihm könnte die Deifel im nächsten Jahr auf dem Albertinaplatz gemeinsam auftreten, erfüllt er doch alle Bedingungen, ein ehrwürdiger Marschredner werden zu dürfen, aber diesem Mann Allahs ist bereits die ganze Welt Albertinamarschplatz …

Marsch für die Familie - Von den so richtig charmant katholischen Männern.jpg