Mindshrinking: Austria in short time to the top

LaudaGoschn

Was für ein mediales Aufheben nun, weil ein alter Mann einen Betrieb erwirbt. Von der Größe her verhält sich dieser Betrieb wie die Liliputbahn im Prater zu einem wirklichen Zug.

Und nun soll Niki, diese Minimundusfluglinie, einen neuen Namen bekommen: LaudaMotion.

LaudaGotion wäre passender, zu dieser aufgeblähten Bedeutung, der ihr nicht nur Niki Lauda selber gibt. Ausgesprochen wird es verständlicher: [ˈgɔʊ̯ʃən] … und erst recht, wenn österreichisch ausgesprochen: [goschn].

Und weil gar so von österreichischer Lösung bei diesem Erwerb dieses Flugbetriebes geredet und geschrieben wird, wie wichtig, eine österreichische Lösung, daß der Betrieb nicht in ausländische Hände falle, gleich einen richtig österreichischen Namen nehmen für diese Minimundusfluglinie: LaudaGoschn.

Gar viel wurde auch darüber berichtet, wie sehr dieser Flugbetrieb Niki Lauda am Herzen liege, daß sich augenblicklich die Frage aufdrängt, weshalb habe er dann diesen seinen ihm so am Herzen liegenden Flugbetrieb je abgestoßen. Es will gar nicht nachgeforscht werden, was seinerzeit die Gründe waren, daß er Niki weggab, sich trennte, den Flugbetrieb aus seinem Herzen riß und abstoß…

Wie redet Niki Lauda doch stets der Eigenständigkeit das Wort, gegen den Staat, gegen den Einfluß der Politik, für die Wirtschaft, die ja doch alles gar besser …

Wer aber rennt gleich zum Staat, zur Politik, bedürftiger als je eine alleinerziehende Notstandsbezieherin, und schreit um Unterstützung, um Hilfe, um Einflußnahme? Niki Lauda. Er wird vorgelassen und vor allem auch gehört, im Gegensatz zur allereinerziehenden Notstandsbezieherin, die nicht vorgelassen wird und vor allem nicht gehört wird, also von der montagskurzschen Regierung, wie leuchten die Augen des montagsgemachten Infrastrukturministers, wenn er etwa erzählt, er habe selbst einmal für den Minimundusflugbetrieb gearbeitet und Niki Lauda sei einer, der …

Ja, es zahlt sich halt aus, sich rechtzeitig, auch wenn ein über Jahre so erfolgreich Imkreisfahrer die Politik, den Staat gar nicht brauche, wie er stets gar go…

Niki Lauda weiß seit den Iden des März von dem Plan „Liste Kurz“

Lauda, dem bei „Politikern das Speiben“ kommt, unterstützt Kurz

Superkurz

In „Downsizing“ wird vom Schrumpfen von Menschen erzählt. Das ist nur in einem Film möglich. Was aber in Österreich wirklich verkleinert wird – davon erzählt auch das aufgeregte Getue um den Imkreisfahrer, von dem er Jahrzehnte später immer noch zehrt –, ist: Mindshrinking.

Mindshrinking ist nicht nur in Österreich verbreitet, aber die Freunde von LaudaGoschn mit Regierungsstühlen sind gewillt, beim Schrumpfen des Geistes Österreich in kürzester Zeit an die Spitze …

Austria - Mindshrinking

Niki Lauda weiß seit den Iden des März von dem Plan „Liste Kurz“

In den Iden des März war Millionär von Sebastian Kurz eingeweiht in den Plan Liste KurzWie dem Interview vom 25. September 2017 zu entnehmen ist, rief Sebastian Kurz vor „einem halben Jahr“ Niki Lauda an. Er, Kurz, weihte dann Niki Lauda persönlich bei einem Treffen in seinen „Plan“ einer „Liste Kurz“ ein.

Ein halbes Jahr sind sechs Monate. Sechs Monate von heute zurück gerechnet, das war also Ende März 2017. Niki Lauda sagt nicht vor Monaten, er sagt, vor einem halben Jahr. Er ist präzise. Denn. Er sagt auch nicht, Kurz habe ihn vor Wochen – wie in der Collage gelesen werden kann – um Unterstützung gebeten, er sagt es genau: vor drei Wochen.

Reinhold Mitterlehner trat am 10. Mai 2017 zurück. Von diesem Tag bis heute gerechnet, war das vor viereinhalb Monaten.

Am 9. Mai 2017 sagt Sebastian Kurz in einem Interview: „Da ist nichts dran!“ Und er sagt weiter, Mitterlehner sei nicht zurückgetreten, Mitterlehner habe nicht seinen Rücktritt angeboten, er, Kurz, wisse nicht, wer diese Gerüchte streue …

Das ist also etwas mehr als vier Monate her. Und vor sechs Monaten weihte Sebastian Kurz bereits persönlich Niki-dem-„bei-Politikern-das-Speiben“-Lauda ein, erzählte ihm seinen Plan von der „Liste Kurz“ … Wen weihte er ein? Nicht die Menschen, von denen er, Kurz, gewählt werden will, sondern einen Millionär. Von Nicht-Millionären will er, Kurz, bloß die Stimmen, damit er dann mit den Millionärinnen, die er also beizeiten einweiht, die mit ihm machen werden können, was den Menschen nichts bringt, also für die Menschen der Arbeit mit Durchschnittslohn, für Menschen mit Mindestlohn und teuren Mieten alles unverändert bleibt …

Niki Lauda wird wohl nicht der einzige Geldmann gewesen sein, wenn davon ausgegangen werden darf, daß jungen Menschen, sobald sie einen Plan haben, das Herz übergeht, sie es der Welt unbedingt mitteilen wollen, freilich ihrer ausgewählten Welt, ihre Pläne mit der für sich erwählten Welt geheimkrämerisch teilen wollen …

Das ist im Grunde keine Neuigkeit. Jedoch, es wird so leicht und vor allem schnell vergessen, wie das im Mai 2017 war, als Reinhold Mitterlehner zurücktrat, wie getan wurde, als hätte es dahinter keinen Plan gegeben, vor allem von Sebastian Kurz.

Dabei. Wie es nun auch Niki Lauda bestätigt. Bereits davor, im März. Und weil Sebastian Kurz ein Mann der Tradition ist, darf geschrieben, und wann wäre es zutreffender: bereits in den Iden des März …

Das ist also im Grunde keine Neuigkeit, daß es seinen Plan der „Liste Kurz“ bereits lange vor dem Rücktritt von Mitterlehner gab, für den Luftkreismillionär seit den Iden des März … Damit wird aber sehr deutlich, womit Sebastian Kurz vor allem beschäftigt war, als er aus Steuergeld bezahlt wurde für die Arbeit als Außenminister und Integrationsminister, nämlich mit persönlichen Zukunftsplänen und mit dem Ränke schmieden, wobei aber die Menschen in Österreich nicht vorkommen, bis auf eingeweihte Millionäre und Millionärinnen …

Diese werden mit Kurz anders rechnen können als Sie, und vor allem werden sie dabei nicht auf Rezepte aus Opas uraltem Kochbuch für Brennsuppn und Erdäpfel zurückgreifen müssen …

Noch ist es aber Zeit, bis zum 15. Oktober 2017, ob Sie sich und allen eine Suppn Kurz mit Millionär einbrocken wollen, für die Sie dann – bei Kurz ist zwar alles vage, das aber ist gewiß: für die Sie dann brennen werden, so wie Sie jetzt schon seit Jahren für sein Ränkeschmiedgehalt …

Zeit aber ist es, darüber sich im Klaren zu werden, soll es nach dem 15. Oktober 2017 – kurz gesagt – eine klare Politik geben, oder nur Sie eine klare Suppe –  brennesselgewürztes Wasser – zum Schlürfen …

Lauda, dem bei „Politikern das Speiben“ kommt, unterstützt Kurz

Sebastian Kurz ist „Politiker“, und sonst ist nichts bekannt. Er ist ewig und drei Tage nichts als „Politiker“. Einer, der von der „Politik“ sein Geld bezieht. Er war noch nie in der Wirtschaft, also arbeitete noch nicht … er verdient für seine Sprüche Steuergeld. Also, so wie Niki Lauda verstanden werden darf, müßte Sebastian Kurz für ihn der ultimative Auslöser für sein „Speiben“ sein.

Niki Lauda gesteht das, wer ihn zum „Speiben“ bringt, im Juni 2017 und Wolfgang Fellner feixt dazu.

Nun unterstützt Niki Lauda also den Politiker schlechthin … Und es kommt ihm dabei nicht das „Speiben — es gibt wohl Zeiten, in denen das „Speiben“ zurückgehalten werden kann, die „Speibe“ hinuntergeschluckt werden kann, zugunsten von höheren Werten in Zahlen, die Sebastian Kurz beispielhaft, also für einen Lauda, vertritt.

Vor Jahrzehnten – fällt hierzu noch ein Spruch von dem Luftkreiser ein –, als Niki Lauda wieder einmal, kurz gesagt, die „Politik“ in Österreich maßlos ärgerte, sah er ein Rezept in seinem Sinne darin, daß eine Diktatur wohl die … es ist so lange her, die genaue Formulierung nicht mehr erinnerlich, und Niki Lauda wird seinen Spruch von damals selbst auch bereits vergessen haben, aber manches muß nicht bewußt in Erinnerung bleiben, um Jahre, Jahrzehnte später nach diesem seine oder ihre Zuneigung zu richten.

Sie passen recht zueinander. Die zwei Männer. Der eine das österreichische Werbegesicht der Entsolidarisierung, mit der er Geld verdient: „Ich habe nichts zu verschenken“, und der andere, der nichts hat oder alles, was er hat, aus Steuergeld hat, dennoch meint, er wolle nichts verschenken, er wolle also das nicht verschenken, was nicht ihm gehört, der etwa meint, es müssen Menschen erst etwas einzahlen, ehe sie etwas bekommen dürfen — wie er selbst? Was für ein Vorbild er doch ist, in das tatsächlich jedwede Hoffnung gesetzt werden darf: Sebastian Kurz zahlt Steuern aus Steuergeld. Doch, wie bekannt: die Hoffnung enttäuscht zuerst.

Kurz Lauda

 

Superkurz

Als es noch nicht SM gab, wird gedacht, wäre Wolfgang Fellner ein Modell gewesen, in einem Roman zu beschreiben, wie ein alter Mann im Schubertkino mit hängender Unterlippe sabbernd auf die Leinwand starrt, mit harter Hand das umklammernd, was nicht mehr fest …

Nun, da es SM gibt, wird weiter gedacht, könnte in einem Roman ein alter Mann beschrieben werden, wie er vor seinem Bildschirm sitzt, die Postings liest und selbst harte Postings …

Das wurde gedacht, als das Interview von Wolfgang Fellner und Niki Lauda in dieser Woche gesehen wurde, ausgestrahlt von der fellnerischen Fernsehanstalt.

Und als Wolfgang Fellner erzählte, ihm, Lauda, käme bei „Politikern“ das „Speiben“, war wieder einmal klar, es muß nicht darüber nachgedacht werden, wann in Österreich der Geistesspiegel auf das laudafellnerische Niveau sank – erst mit SM oder lange davor.

Bei diesem Niveau ist es ganz und gar nicht verwunderlich, daß für Niki Lauda, wie es die Umsonst verkürzt wiedergibt, Sebastian Kurz „super“ sei, und er, Kurz, wie in diesem Interview gesagt wird, auch für Dietrich Mateschitz eine Hoffnung sei. Es ist gar nicht verwunderlich, daß für Dietrich Mateschitz und Niki Lauda Sebastian Kurz ein Superkurz sein muß, will dieser doch Steuersenkung und Sozialleistungskürzungen – gerade für einen Unternehmer wie Mateschitz, der vor dem Kapitalismus verkünden kann, sein Sender sei betriebsratsrein, müssen solche kurzschen Ankündigungen wie das Ave Sebastiana klingen.

Dieses Niveau kann einen Niki Lauda in der fellnerischen Fernsehanstalt nur zu Urteilen höchster …, etwa das, daß Sebastian Kurz der „beste Außenminister, den wir …“, oder daß He.-Chr. Strache, werde mit ihm abseits seiner Aufritte gesprochen, ein „vernünftiger …“ und so weiter und so fort.

Dieses Niveau könnte, angespornt von Niki Lauda, Sebastian Kurz zu noch einer Namensänderung verleiten, von „Liste Sebastian Kurz – die neue Volkspartei“ einfach schlicht und kurz: SuperkurzUnd als recht gut bezahlten Kopfwerbeträger könnte Niki Lauda gewonnen werden, der dann statt dem Glücksspielkäppchen einen Superkurztarbusch … Seien Sie jetzt aber nicht sarkastisch und fragen Sie nicht, was wäre der Unterschied zwischen diesen beiden Bedeckungen …

Superkurz