Abdullah-Center – The King and Spindelegger

Zum  „internationalen König Abdullah bin Abdulaziz Zentrum für interreligiösen Dialog“ am Schottenring in Wien …

… Während es vor allem von der christschwarzen Partei heißt, es müsse gespart werden, gibt es für Organisierte Glauben weiterhin einen verschwenderischen Umgang mit Steuergeld. Das Palais Sturany, in dem dieses Zentrum untergebracht sein wird, konnte ohne Entrichtung von Mehrwertsteuer und Grundsteuer erworben werden. Das Zentrum werde auch von der jährlichen Grundsteuer befreit sein. Während beispielsweise Förderungen gestrichen werden, darf erinnert werden, werden Organisierte Glauben reich beschenkt

… Das Zentrum nach einem Diktator, für den legibus solutus gilt, der von allen Gesetzen, die er selbst erläßt, entbunden ist, zu benennen, ist zum einen reiner Personenkult, zum anderen Propaganda für einen Diktator, aktive Mithilfe einer Regierung eines demokratischen Staates für einen Diktator, ihn in einem freundlichen Licht zu präsentieren … Es ist nicht verwunderlich, daß Michael Spindelegger sich dabei besonders hervortut, ist er doch bereits Diener eines weiteren absolutistisch regierenden Herrschers

… Es soll ein Zentrum des Dialogs sein, des gegenseitigen Verstehens. Welcher Dialog soll denn geführt werden? Ein Dialog über Angleichung saudi-arabischer und österreichischer Gesetze? Für die christschwarze Partei ist Saudi-Arabien bereits vor der Eröffnung des Zentrums ein Vorbild … Sind die Gesetze des sogenannten Anti-Terror-Paketes der österreichischen Regierung aus dem saudi-arabischen Paket übernommen, oder sind die Gesetze des sogenannten Anti-Terror-Paketes von der saudi-arabischen Diktatur aus dem österreichischen Paket übernommen? Wer selbst sogenannte Anti-Terror-Pakete schnürt, kann nicht dagegen sein, etwa gegen das von Saudi-Arabien … Erst vor kurzem hat ein christschwarzer Funktionär angeregt, vielleicht mit verklärtem Blick gen Saudi-Arabien, die Todesstrafe in Österreich wieder … Vielleicht bastelt Johanna Mikl-Leitner für die sozialdemokratische und christschwarze Regierung bereits, beflügelt vom Verstehen der saudi-arabischen Kultur, an der nächsten Novelle, in der dann auf österreichische Verhältnisse zugeschnitten zu lesen sein wird: Die Integrität des Kanzlers und des Vizekanzlers zu hinterfragen, hat eine Minimalstrafe von 10 Jahren zur Folge

… Es soll ein Zentrum des Dialogs sein, Religionen sollen einander besser verstehen … Das ist eine Chimäre und eine gemeingefährliche Drohung. Denn Religionen verstehen einander bestens, vor allem wenn es gilt, gegen Andere zu sein, gegen Andere vorzugehen, …

Claudia Bandion-Ortner - Eine schwarze Brille als Schleier; König Abdullah ist ein aufgeklärter Mann

Wird das die Dienstkleidung von Claudia Bandion-Ortner werden im Abdullah-Zentrum? Großzügig von Saudi-Arabien abgesegnet für eine westliche Frau: schwarze Brille als Schleier ausreichend, rot-weiß-rotes Kopftüchlein, vielleicht noch ein Bärtchen zum Verstecken allzu schöner Grübchen?

… Claudia Bandion-Ortner wird in diesem Zentrum eine Führungsposition einnehmen … Die meischbergerschen Leistungen von Claudia Bandion-Ortner in ihrem erlernten Beruf sind bekannt, wie meischbergersch werden ihre Leistungen erst sein in einer Führungsposition, die gar nichts mit ihrem erlernten Beruf zu tun hat? Und wird Claudia Bandion-Ortner in diesem Zentrum mit Sonderprivilegien und Sonderstatuts mit verschleierten Augen sich nur aufhalten dürfen? Eine erste Leistungsprobe hat Claudia Bandion-Ortner bereits abgegeben: „Das ist ein Dialogzentrum, das hat mit Politik nichts zu tun.“ Erst in diesem Jahr wurde in Saudi-Arabien ein neues Gesetz verabschiedet, das Frauen vorschreibt, ihre Augen gänzlich zu verschleiern, besonders dann, wenn sie schöne Augen haben. Das Zentrum habe also, meint Claudia Bandion-Ortner zu einem nicht zu ihrem erlernten Beruf gehörenden Bereich, habe nichts mit Politik zu tun, und weil es nichts mit Politik zu tun hat, initiiert ein Diktator aus dieser saudi-arabischen Diktatorenfamilie, die Politik und Religion nicht trennt, ein Zentrum für … Das Zentrum habe also nichts mit Politik zu tun, wofür dann dieses Zentrum mit diesen Zielen? Claudia Bandion-Ortner hat möglicherweise mit leuchtenden und noch unverschleierten Augen nur den Artikel XI des Vertrages gelesen.

Privilegien und Immunitäten
1. Das Zentrum, die Mitglieder des Direktoriums, die Mitglieder des Beirats, sowie der Generalsekretär und andere Mitarbeiter des Sekretariats und Experten genießen solche Privilegien und Immunitäten, wie zwischen dem Zentrum und der Republik Österreich vereinbart.
2. Das Zentrum kann Abkommen mit anderen Staaten abschließen, um angemessene Privilegien und Immunitäten sicherzustellen.

… Religionen bedürfen nicht des Dialoges, sie verstehen einander, wie oben bereits geschrieben, sehr gut, und nicht nur in dieser Hinsicht, sie wollen auch dasselbe, ein weiteres Beispiel, ihr Gott genanntes Fabelwesen in Verfassungen zu verankern … Wie sind christliche Politiker und Politikerinnen doch dafür gelaufen, um ihren Fabel in die Verfassung der Europäischen Union … Christschwarze Politiker und Politikerinnen werden, mit dem Rosenkranz in der Hand, die saudi-arabische Verfassung beten, vor allem den Psalm:

Saudi society will be based on the principle of adherence to Allah’s command, on mutual cooperation in good deeds and piety and mutual support and inseparability.

Und dabei Klage führen, nicht eine solche Verfassung zu haben … Aber vielleicht hat Michael-Zwölf-Gebote-Spindelegger bereits Beatrix Karl und Johanna Mikl-Leitner beauftragt, eine neue Verfassung für Österreich nach saudi-arabischem Vorbild zu …

Elfjährige für Andreas Laun „vermutlich unschuldig“ an Vergewaltigung und Abtreibung

Ein Kommentar zum Herold der Freiheitlichen Zur Zeit, für Andreas Laun seien Vergewaltigungen während des Bosnien- und Kosovokrieges gottgewollte gewesen, veranlaßte die Suche nach der tatsächlichen Aussage dieses leitenden Angestellten des Organisierten Glaubens der Kirche mit dem Grätzelstaat in einem Stadtteil von Rom …

Das erste Suchergebnis war ein Interview von Andreas Laun, das auf erschreckende Weise kenntlich macht, was von den Aussagen auch, aber nicht nur von diesem Angestellten des Organisierten Glaubens zu halten ist, nämlich nichts, absolut nichts … Um ein Zitat von Paul Valéry auf derartige Männer allgemein und auf Andreas Laun konkret abgewandelt anzuwenden. Dummheit ist … Aber es ist noch schlimmer, noch schlimmer für einen Seelsorger, wie Andreas Laun es ist: Menschenkenntnis ist nicht seine Stärke.

Das Interview, das Andreas Laun, Bischofsvikar für die Seelsorge an Ehe und Familie, der „Jugend für das Leben“ gegeben hat, ermöglicht es, auf diese launsche Stärke der Menschenunkenntis einzugehen, ohne dieses Gelabber, was denn gottgewollt oder gottungewollt sei, und auch, an keiner Abtreibungsdiskussion teilzunehmen.

In diesem Interview sagt also Andreas Laun, das elfjährige Mädchen sei vermutlich unschuldig … Woran vermutlich unschuldig? Daran, nur vermutlich unschuldig zu sein, jahrelang vergewaltigt worden zu sein … Vermutlich unschuldig, d.h. für Andreas Laun ist es nicht ganz erwiesen, wie schuldig ein Kind daran ist, von sieben bis elf Jahren, vergewaltigt zu werden … Was für Andreas Laun aber eindeutig erwiesen ist, was noch tiefer und noch mehr verwundet als eine Vergewaltigung, ist eine Abtreibung …

Andreas Laun, für den ein vergewaltigtes Kind vermutlich unschuldig ist, war, wie seiner Biographie zu entnehmen ist, auch einmal Erzieher …

Möglicherweise kommen zur Menschenunkenntnis und zur Wirklichkeitsferne weitere und ebenfalls nicht schmeichelhafte Gründe hinzu, die nicht nur einen Andreas Laun zu solchen Aussagen … Andreas Laun gehört einer Organisation an, in der weltweit abertausende Knaben und Mädchen Opfer von kriminellen Angestellten seit -, ja, seit wann? Die Antwort darauf kann nur eine ungenaue, aber um so schrecklichere sein: seit Jahrhunderten. Und aus dieser Kriminalgeschichte heraus ist es nicht unverständlich, daß für Angestellte dieser Organisation mißbrauchte Kinder nicht ganz unschuldig sein dürfen, denn eine Mitschuld an den an ihnen begangenen Verbrechen mildert die Schuld der Verbrecher aus den Reihen dieser Organisation …

Und, allgemein gesprochen und unter Weglassung des beruflichen Hintergrundes, es ist eine nach wie vor nicht unbeliebte Männerphantasie und eine nach wie vor gepflegte Männerentschuldigungsstrategie, der auch Andreas Laun als Mann …, daß Opfer von Vergewaltigungen …

Für Joseph Goebbels ein Gottbegnadeter – Ein Herold für der Freiheitlichen „Zur Zeit“

Die Ausgabe der ZZ 14-15/2012 vereint eine Männergemeinschaft, über die im Grunde kein Wort zu verlieren wäre, denn ihr Denken, das widerlegt ist, ist aus einer Zeit, die beispielsweise nicht fortschrittlich genannt werden kann, wobei hinzugefügt werden muß, daß diese sogenannte nicht-fortschriftliche Zeit zugleich auch fortschrittlich war, wenn auch nicht mehrheitsfähig, nur, diese Männergesellschaft, von der hier die Rede ist, findet in keiner Zeit den Aufstieg zur zeitgenössischen Denkhöhe, solche Männer bleiben zu jeder Zeit weit hinter allem zurück …

Die ZZ aber ist ein Medium von Freiheitlichen, die sich Wahlen stellen, und soher ist es notwendig, darüber zu schreiben, Wählerinnen und Wähler zu informieren, damit es nicht wieder heißen kann, es konnte nicht gewußt werden, für welche Zeit mit der Wahl von Freiheitlichen gestimmt wurde …

Es muß aber zu diesen Männern nichts hinzugefügt werden, was nicht schon geschrieben wurde, zum einen langweilt es, auf das von solchen Männern Vorgebrachte, immer wieder, einzugehen, zum anderen ist es aber doch immer wieder notwendig, zu solchen Männern Informationen zu wiederholen, in Anbetracht, daß sie gewählt werden könnten, oder, im Falle der Angestellten des Organisierten Glaubens, ihre abstrusen Ansichten prominent und breit und immer sofort verbreitet werden …

Erwin Guido Kolbenheyer, für ZZ „ein Herold“, dessen Bücher „einer Bücherverbrennung der anderen Art“ …

Erwin Guido Kolbenheyer auf der hitlerschen Gottbegnadetenliste, 1944

G. Schneeweiß-Arnoldstein kann nicht nur seinen Vater um einen neuen leitenden Angestellten ehrfürchtig bitten, er betreibt auch eine, wie in der Montage zu lesen ist, eine Website, über die sich Juden und Jüdinnen, aber nicht nur sie, gar nicht positiv äußern werden können. Und allgemein wird es für Demokraten und Demokratinnen interessant sein zu lesen, was auf dieser Website über Demokratie geschrieben wird:

„Ich verachte diese Demokratie“

ZZ schaltet Werbung für den Eckart, und

Dr. Martin Graf, III. Präsident NR, wirbt für den Eckart

Für Wolfgang Caspart ist ein Europa ohne Gott nicht mehr Herr der Welt … Über Pläne aus dem akademischen freiheitlicher Lager wurde auch schon geschrieben:

Auf dem WKR-Ball in der Hofburg bloß die feine Gesellschaft mit ihren Programmen aus ihrem Geist

Friedrich Romig verbreitet unter „Europa schafft sich ab“, was der Altabt von Heiligenkreuz vor einiger Zeit von sich gab, und welche Diagnosen Christoph Schönborn in den Vereinigten Staaten … Andreas Laun kann hier gleich dazugenommen werden …

Gregor Henckel Donnersmarck

Andreas Laun

Christoph Schönborn

Aber Friedrich Romig schreibt auch für Colourstudent und findet eine „neue Weltreligion“ …

Es ist nicht nur eine Männergesellschaft, auch eine Frau schreibt in dieser Ausgabe der ZZ, eine Landesrätin in Niederösterreich, irgendwas über Quoten …

Barbara Rosenkranz

Endlich Schluß mit der medialen Überstellung von Organisierten Glauben

Es ist unerträglich und es wird immer unerträglicher, diese Überschwemmung mit Berichten über Organisierte Glauben, in diesem Fall über die römisch-katholische Kirche … Ob von Printmedien, ob von Fernsehsendern, ob von Radiosendern, ob von sogenannten neuen Medien, alles wird augenblicklich berichtet, alles wird sofort diskutiert, sogar die größten Nebensächlichkeiten, wie, aktuell jene, daß Helmut Schüller brieflich seinen Herrscher um ein Gespräch bitten …

Während es, um ein Land als konkretes Beispiel herauszugreifen, in Österreich doch so etwas wie eine breite Übereinkunft gibt, für eine Gesinnungsgemeinschaft wohl vor allem aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, keine mediale Propaganda für Nationalsozialismus und mehr noch für Kommunismus zu betreiben, wird für den Organisierten Glauben mit seinem Grätzelstaat in einem Stadteil von Rom freiwillig und ohne Not fortwährend die Reklametrommel geschlagen …

Es ist hoch an der Zeit, endlich und endgültig zu begreifen, daß die Ideologie von Organisierten Glauben ebenso überholt und ebenso zu verwerfen ist, wie die von Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus … Ein erster Schritt zur endgültigen Verwerfung der Ideologie der Organisierten Glauben ist damit zu setzen, dieser Ideologie nicht mehr diese bevorzugte mediale Plattform zu bieten …

Aber der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche hat die österreichischen Medien noch fest im Griff, Journalisten und Journalistinnen wähnen sich liberal, weil sie in ihren Glossen und Artikeln für eine andere Kirche, die möglich sein könnte, das Wort ergreifen, aber schlußendlich ist ihre Liberalität nur eine im engen Rahmen, der ihnen mit ihrer katholischen Erziehung genagelt wurde …

Am 20. April stellt Hans Rauscher im Standard die Frage, ob Helmut Schüller ein neuer Martin Luther sei? Als ob es nicht reichte, daß es schon einmal einen Martin Luther gab, mit seinem folgeschweren Antisemitismus, mit seiner Bewertung der als von Satan angestifteten Homosexulität, mit seinem deutschen Katechismus der Erziehung, ungehorsamen Kindern den Tod anzudrohen … Hans Rauscher wollte wohl mit seiner liberalen Gesinnung etwas Positives zu Helmut Schüller schreiben, aber wenn er ihn als neuen Martin Luther sieht … Ein Schritt noch vor dem oben gesetzten Schritt ist der, über Organisierte Glauben so zu berichten wie über andere Betriebe … Im Fall von Helmut Schüller hieße das, zu fragen, ob er denn ein Angestellter sei, der doch noch den Sprung in die Selbständigkeit wagt, einen eigenen Betrieb zu eröffnen …

Am 18. April 2012 im Standard ein Interview mit zwei Theologen, Paul M. Zulehner und David Berger, der nicht mehr Religion unterrichten darf … Es werden in diesem Interview zwar Plattformen wie „kreuz.net“ sehr kritisiert, auch vermutet, sie würden wieder Scheiterhaufen anzünden, wenn sie könnten … Paul M. Zulehner, loyal wie gewöhnlich, Christoph Schönborn wird es wieder gefreut haben … David Berger sagt in diesem Interview, er kenne in der Geschichte keinen Grätzelstaatherrscher, der so homophob agiere wie Joseph Ratzinger unter seinem pseudonymisierten Namen Benedikt XVI., eine Aussage, die daran denken läßt, daß Menschen gegen eigene Handlungen Phobien entwickeln können, diese aber nicht sich selbst zum Vorwurf machen, sondern andere dafür stellvertretend an das Kreuz … Eine weitere Aussage wird von David Berger wird jene interessieren können, die Mitgliedsbeiträge an diesen Organisierten Glauben bezahlen, es werde mit Kirchensteuergeld auch die Website „kath.net“ finanziert … Auf „kath.net“ schreibt auch Andreas Laun, ein leitender Angestellter, und es will nicht wiederholt werden, was schon geschrieben wurde, es geht um Abtreibung … Gerade das Thema Abtreibung zeigt sehr gut, daß sie alle aus dem gleichen fruchtbaren Schoß … Ob Andreas Laun, ob Christoph Schönborn …  Der Unterschied ist nicht im Denken, sondern im Formulieren, besonders grauslich formuliert „kreuz.net“ … Der Unterschied ist nicht im Denken, wie gesagt, aber ein Unterschied im Denken wäre auch vollkommen unerheblich, denn sie gehorchen weltweit alle dem Regelwerk dieses Organisierten Glaubens, sie sind nicht Wiederbetätiger, sondern Weiterbetätiger …

PS In der Einleitung zum Interview mit den zwei Theologen wird nicht zum ersten Mal einfach „Gemeinderat“ geschrieben, statt „Pfarrgemeinderat“ … Eine Schlampigkeit, die viel aussagt darüber, wie es tatsächlich um die Trennung von Kirche und Staat bestellt ist, nämlich schlecht …

Ein Theologe, ein Theologe, ein Theo…, ein …loge

Es gibt die Angestellten von Organisierten Glauben, die mit auf ihren überholten Organisationshandbüchern basierenden Sprüchen Empörungen und Aufregungen provozieren, wie etwa Karl Tropper, akademischer Theologe der Sekte mit dem absolutistisch regierten Grätzelstaat in Rom … Und dann gibt es auch jene , die als liberal gelten, und besonnen, wie etwa Paul M. Zulehner, akademischer Theologe …

Karl Tropper habe sich, ist im „Kurier“ vom 15. April 2012 zu lesen, über die Bestätigung eines homosexuellen Pfarrgemeinderates durch den leitenden Angestellten Christoph Schönborn geärgert, Paul M. Zulehner hat die Entscheidung von Christoph Schönborn „verteidigt“ …

Soher kann gesagt werden, Paul M. Zulehner ist kein Karl Tropper, Karl Tropper ist kein Paul M. Zulehner …

Es liegen, könnte gesagt werden, Welten zwischen diesen Theologen.

Werden aber ihre Aussagen gegenübergestellt, kann durchaus gefragt werden, ob es den zwischen einem sogennanten liberalen Theologen und einem Theologen tatsächlich wesentliche Unterschiede gibt?

Karl Tropper:

Wieder sorgt ein Kirchenmann für Aufregung – diesmal ist es der Pfarrer aus St. Veit am Vogau in der Steiermark: Karl Tropper greift ein Jahr vor seiner Pensionierung in einer Beilage zum Pfarrblatt Schwule an. Homo­sexualität sei eine „Triebverirrung“ und nach „psychologischer Erkenntnis eine Krankheit“, die heilbar sei.

Paul M. Zulehner:

So wisse man heute, dass es sehr viele verschiedenen Formen dieser “Begabung” gibt – seien sie genetischen Ursprungs oder Folgen von Erziehung und Entwicklung. Aufgrund dieser Bandbreite des Phänomens sei es unmöglich, “die herkömmliche ethische Norm, dass das alles Sünde ist”, anzuwenden.

Die Aussage von Paul M. Zulehner mag hochsensibel erscheinen, freilich nur beim raschen Lesen … Paul M. Zulehner hat Christoph Schönborn bescheinigt, ein hochsensibler Seelsorger zu sein … Für Paul M. Zulehner ist also Christoph Schönborn, der ihm eben für seine Loyalität zur Kirche gedankt hat, ein hochsensibler Seelsorger, der in der Ablehnung der humanae vitae eine Hauptschuld Europas Nein zum Leben

Nun, in diesem Text eines ehemaligen absolutistischen Herrsches des Grätzelstaates geht es um Empfängnisverhütung, mit dieser kann wieder bei Karl Tropper angeknüpft werden, der verbreitet, Homosexuelle hätten 6 Millionen Aids-Tote zu verantworten -, bei dieser Schuldzuweisung muß daran gedacht werden, wie kontraproduktiv das kirchliche Kondomverbot sich auf die Aidsprävention vor allem in Afrika ausgewirkt hat und auswirkt¹ …

Die Welten der Theologen verbindet das Handbuch der Unterweisung zu …

¹ „Das möge Gott verhüten – Warum ich keine Nonne mehr sein kann“, Majella Lenzen:

Bis es zum finalen Skandal kam: Ich wurde als „Kondom-Nonne“ stigmatisiert, weil ich mich – gegen die Gebote der Kirche – für Verhütungsmittel einsetzte, als eine Möglichkeit, der Immunschwäche Aids präventiv entgegenzuwirken. Für mich war das eine Notwendigkeit, denn ich habe das Elend in den Hütten der verwaisten Kinder in Ostafrika gesehen, habe die entsetzlich abgemagerten Körper der gezeichneten Frauen gesehen.

„Wir haben einen neuen Papst“, tönt es aus dem Fernseher. Und wenig später sehe ich Josef Kardinal Ratzinger, der sich als Papst Benedikt XVI. […] zeigt. Als er Präfekt der Glaubenskongregation in Rom war, hat er leider zugelassen, dass durch das Verbot von Kondomen meine Aids-Arbeit in Ostafrika zu einem jähen Ende kam – was schließlich zum Austritt aus meinen Orden führte. Jetzt bekleidet er das höchste kirchliche Amt. Ich bin sprachlos […].

PS Was will Karl Tropper Homosexuellen unterstellen, daß er sie gerade für sechs Millionen …, oder genauer, welcher Ideologie will Karl Tropper Homosexuelle in ihrer Gesamtheit mit dieser Zahl zurechnen?

„Koran“, „Bibel“ für jeden Haushalt – „Mein Kampf“ auch noch?

Es gab einmal die Hoffnung, die Zuversicht, es wird endlich vorbei sein, auch damit, daß ein bestimmtes Buch unbedingt in jedem Haushalt vorhanden sein muß, aber nun schicken sich wieder Eiferer an, ihre Bücher massiv zu verteilen, ihre Bücher wieder in jedem Haushalt vorfinden zu wollen …

Es will hier gar nicht auf die Geschichten des „Korans“, der „Bibel“ eingegangen werden, denn die Erzählungen sind nicht von Bedeutung, das Ausgedachte ist nicht das Gefährliche an derartigen Büchern, das Gefährliche an derartigen Büchern ist das Herausgelesene zum Handeln, das Gefährliche, daß derartige Bücher nicht einfach als Bücher angesehen werden, was sie sind, was alle Bücher sind, nämlich einfach eine Ansammlung von Buchstaben …

„Koran“ und „Bibel“ werden von ihren Verteilern als strikt einzuhaltende Anleitungen angesehen, wie der Mensch unbedingt zu leben hat, es sind Unterjochungsbücher, und das ist das Gefährliche …

Verteiler von derartigen Büchern sind dialogverweigernde, dialogunfähige und menschenverachtende Geiferer, die im Wahn leben, zu wissen, wie jeder Mensch zu leben hat, nämlich genauso wie sie leben, und wer nicht genauso leben will, wie sie es allen totalitär vorschreiben wollen, ist zu bestrafen und in letzter Konsequenz, wenn ihnen dazu die Macht gegeben wird, zu vernichten

Es muß Verteilern von derartigen Büchern, den Lobbyisten der Organisierten Glauben entschieden entgegengetreten werden, denn es gibt beunruhigende Tendenzen auch in Europa in Richtung legistische Terrorregime,   … Sei es in RußlandSei es in UngarnJobbik und Christen Sei es in KroatienSei es in Österreich … Sei es … Und außerhalb von Europa:  Korangetriebene StaatenSaudiarabienIsrael

Terrorismus durch Gesetze, das ist immer die Gefahr, Gesetze verabschiedet werden nach derartigen Büchern …

Da es aktuell um die millionenfache Verteilung des „Korans“ in Deutschland und auch in Österreich geht, da als Gegenmaßnahme, wie zu lesen ist, die „Bibel“ in jeden deutschen Haushalt wieder kommen soll, ist es geographisch und historisch naheliegend zu fragen, ob jetzt auch noch „Mein Kampf“ wieder zur Verteilung kommen wird, das ja auch so ein aberwitziges Erlösungsbuch, Errettungsbuch und ein aus Glaubensschriften gespeistes Buch und ebenfalls ein Unterjochungsbuch ist …

Allen drei Büchern ist eines gemeinsam, sie haben schon zu weit mehr als genug Elend, Not, Massenmord, Unterdrückung, Zerstörung …

Paul M. Zulehner, Kirchhofastrologe

Paul M. Zulehner ist ein ernster Mann, ein Mann, der keine Witze macht, und dennoch kann etwa über seine jüngsten Aussagen, die er zum Sittenbild der römisch-katholischen Kirche, das aktuell in Stützenhof gemalt wird, tätigte, herzhaft …

Paul M. Zulehner gehört zu jenen, die stets von Medien gerufen werden, wenn es gilt, für die römisch-katholische Kirche eine sogenannte liberale Stimme ertönen zu lassen, und Paul M. Zulehner erfüllt diese Aufgabe allzeit gerne, gewissenhaft, und seine Interpretationen hält er frei von …

„Ein hochsensibler Seelsorger“

Eine der Lehren aus der „Causa Stützenhofen“ sei laut Zulehner, dass man gerade beim Thema Homosexualität „noch sehr viel zu lernen“ habe – dies gelte für die Kirche, aber auch für die Gesellschaft insgesamt. So wisse man heute, dass es sehr viele verschiedenen Formen dieser „Begabung“ gibt – seien sie genetischen Ursprungs oder Folgen von Erziehung und Entwicklung. Aufgrund dieser Bandbreite des Phänomens sei es unmöglich, „die herkömmliche ethische Norm, dass das alles Sünde ist“, anzuwenden. Die Kirche müsse „lernen, diese Spannungen auszuhalten“ und zugleich anerkennen, „was zu innerst der Mensch wünscht, nämlich lebenslange Treue und Verlässlichkeit“. Auf diese Tatsache habe der Kardinal „mit Respekt“ reagiert und sich damit „nicht nur als Kirchenführer, sondern als hochsensibler Seelsorger“ gezeigt, so Zulehner.

Herauszufinden, wie viele Scherze allein in diesem Absatz mit Zitaten von Paul M. Zulehner stecken, ist keine allzu schwierige Aufgabe für jene, die sich die Berichterstattung über die stützenhoferschen Ereignisse chronologisch in Erinnerung rufen …

Der erste Scherz, es sei eine der Lehren aus der Causa Stützenhofen, die Kirche habe noch sehr viel zu lernen … Stützenhofen hätte auch Kaprun sein können, aber in Stützenhofen gelang es einmal nicht, es in der Sakristei zu belassen, wodurch zu einer medialen Aufregung … Für einen Mann wie Paul M. Zulehner mit seinem Kardinalsernsthaftigkeitsgehabe habe selbstverständlich sofort zur Entschuldung der Kirche nicht nur die Kirche, sondern gleich die Gesellschaft insgesamt aus der stützenhoferschen Causa zu lernen …

Der zweite Scherz, zu meinen, mit der Bezeichung Begabung eine mildtätige und großzügige Position gegenüber Homosexualität zu bekunden, um dann um so leichter diese pathologisch zu beschreiben …

Der dritte Scherz, den nur von solchen Sekten wie der römisch-katholischen Kirche verwendeten Begriff Sünde als ethische Norm darzustellen, die Ethik also hinunterzuziehen auf eine Sektenebene …

Das vierte Gefasel, was der Mensch zu innerst wünscht

Der fünfte Scherz, der Kardinal habe

Was der Kardinal tatsächlich hat, hochsensibel mit Respekt, darüber wurde hier schon geschrieben … Es ist dem leitenden Angestellten dieses Organisierten Glaubens nach den Versuchen des Verhinderns und geforderten Manipulierens der Pfarrgemeinderatsliste nichts anderes mehr möglich gewesen, als es zu akzeptieren, wohl auch deshalb, weil eben die Gesellschaft, im Gegensatz zur Kirche, insgesamt sehr viel gelernt hat, und die Befürchtung muß groß gewesen, einem gewählten homosexuellen Pfarrgemeinderat sein Amt nicht ausüben zu lassen, könnte wieder zu einer Austrittswelle aus dieser Sekte … Es hat diesmal nicht funktioniert, es in der Sakristei still zu regeln, es auf Kirchenart zuzulassen, wie so vieles in der Sakristei fröhlich ausgelebt wird, was von der Kanzel herab …, wie etwa im Zölibat auch ohne Zölibat …

PS Es könnte gesagt werden, diese Sekte sei wichtig, wenn auch hier so viel zu dieser geschrieben wird. Nein, nicht für eine einzige Zeile ist diese Sekte der Grund, sondern einzig der nicht haltbare Zustand, daß diesem Organisierten Glauben mit seinem absolutistisch regierten Grätzelstaat in Rom in einem demokratischen Land derart viel Platz eingeräumt wird, es für diesen nach wie vor Sonderregelungen gibt, wie beispielsweise in den Veranstaltungsgesetzen der österreichischen Bundesländer

Biblische Verbotsgesetze zur Weihosternacht in Österreich

Es wurde zwar das Beispiel eines Veranstaltungsverbotsgesetzes bereits gebracht, aber ob der obskuren Formulierung verdient das niederösterreichische Veranstaltungsgesetz eine besondere Hervorhebung:

Verbotene Veranstaltungen

Veranstaltungen sind verboten,  sie am Karfreitag oder am 24. Dezember durchgeführt werden sollen und geeignet sind, den Charakter dieses Tages zu stören oder religiöse Gefühle der Bevölkerung zu verletzen.

In Niederösterreich sind seit dem 1. Jänner 2007 also Veranstaltungen weiter verboten, die den Charakter dieses Tages stören

Weder in der Steiermark noch in Salzburg dürfen die Köpfe ob dieser präzisen Formulierung geschüttelt werden, denn auch in diesen Bundesländern wurde trotz vieler Novellierungen der Veranstaltungsgesetze bis beinahe zum heutigen Tage herauf ebenfalls nicht auf diese gesetzliche Genauigkeit verzichtet …

Da es diese umsetzungshilfreiche zeitgemäße Formulierung auch im burgenländischen Veranstaltungsgesetz, welches erst 2010 in Teilen novelliert wurde, gibt, ist es sogar Burgenländerinnen und Burgenländern vergällt, Salzburg- oder Steiermark- oder Niederösterreich- oder Tirol-Witze zu ersinnen, deren Pointe Charakter dieses Tages

PS Das seit dem 1. Jänner 2003 geltende Veranstaltungsgesetz in Tirol ist einem besonderen Ehrgeiz geschuldet, noch auslegungsreicher als die anderen bundesländlichen Veranstaltungsgesetze und mindestens so interpretationsreich wie der Koran und die Bibel und weitere Fabelbücher sein zu wollen:

§ 20

Am Karfreitag dürfen nur solche Veranstaltungen durchgeführt werden, die dem Charakter dieses Tages gerecht werden.

§ 26

Die Überwachungsbehörde (§ 25 Abs. 2) hat die Veranstaltung sofort einzustellen, wenn eine Veranstaltung entgegen einer zeitlichen Beschränkung nach § 20 durchgeführt wird.

Grätzelstaatliche Propaganda – je einzige Auferstehung

Manchmal ist es tröstlich zu wissen, nicht mehr viele Auferstehungen dieser Propagandawoche des Organisierten Glaubens mit dem in Rom nistenden Grätzelstaat erleben zu müssen … Wobei die Lektüre von Zeitungen, der Konsum von Fernsehnachrichten nicht durch das Zauberspektakel selbst vermiest werden, denn niemand will etwas dagegen haben, wenn Menschen in ihren Versammlungshäusern ihre Fetische feiern, dabei für sich bleiben, und vor allem, nicht andere mit ihren Fetischen penetrant und missionarisch behelligen, auch wäre nichts beispielsweise gegen eine Berichterstattung im Umfang von ein, zwei oder drei Einspaltern am ersten und am letzten Tag in dieser Woche einzuwenden, nichts zu sagen gegen einen kurzen Fernsehbericht über eine besonders schön gestaltete Osteraufführung mit einer besonders hübsch hergerichteten Grabkulisse  … Ostern solcherart eingereiht in all die Feste, die auf dieser Welt ebenfalls basierend auf Schriften gegegeben werden, mag dann sogar ein Fest sein, wie etwa der Bloomsday am 16. Juni in Dublin, das eine touristische Reise nach Rom, mit einem Besuch des vatikanischen Grätzelstaates …

Aber diese über den Grätzelstaat weit hinausgehenden medialen Breitseiten eine Woche lang werden nicht von Pfarrblättern allein abgeschossen, sondern von allen Medien, und das ist das Unerträgliche, Jahr für Jahr diese aufdringliche Berichterstattung über die Fetische einer Sekte ausgesetzt zu sein …

Als ob das mediale Sturmfeuer nicht ausreichte, gibt es zusätzlich auch noch unhaltbare Gesetze, auch in Österreich¹,  die gegen alle in einem Staat gerichtet sind, die nicht den römisch-katholischen Fetischen verfallen sind, und auch letzten Freitag andere Veranstaltungen organisieren und besuchen wollten, aber in der Ungewißheit, nach diesem Veranstaltungsverbotsgesetz verurteilt werden zu können, es bleiben ließen …

Unverständlich jedoch bleibt weiter, wie es nach wie vor möglich sein kann, daß derart viel medialer Raum den Organisierten Glauben überlassen wird, in diesem Fall dem grätzelstaatisch organisierten Glauben und seinen leitenden Angestellten, etwa dem leitenden Angestellten Christoph Schönborn …

Erschreckend und enervierend ist aber der Umstand, und das geht weit über diese Propagandawoche hinaus, daß Medien leitende Angestellte dieses Organisierten Glaubens nach wie vor zur Wirklichkeit, zu Gegebenheiten befragen, als ob jemand, der auf einem mit irrealen Schriften verlegten Boden unverrückbar steht, etwas zu sagen hätte, oder gar Lösungen anbieten könnte …

Allein diese Auszüge aus einer Rede von Christoph Schönborn vom 27. März 2008 in Jerusalem reichten bereits, um endlich zu verstehen, daß aus Irrealem, dem alle Organisierten Glauben verfallen sind, nichts hervorgehen kann, zur Verbesserung der Zustände, es also reinste Vergeudung ist, ihre Meinungen einzuholen …

Ich möchte euch eine Sache sagen, die ich im Herzen trage. Ich denke, es ist ein Wort des Heiligen Geistes, das ich sagen muss. Welche ist die Schuld Europas? Die Schuld Europas, die Hauptschuld, ist das Nein zum Leben. Vor einigen Tagen habe ich im österreichischen Fernsehen auf die Frage eines Journalisten geantwortet: „Europa hat dreimal Nein zu seiner eigenen Zukunft gesagt“. Das erste Mal im Jahre 1968, wir feiern jetzt 40 Jahre, durch das Ablehnen von Humanae Vitae. Das zweite Mal im Jahre 1975, als die Abtreibungsgesetze Europa überschwemmt haben. Das dritte Mal zur Zukunft und zum Leben. Gerade gestern habe ich aus Österreich die Nachricht bekommen, dass die Regierung der homosexuellen Ehe zugestimmt hat, auch in Österreich: das ist das dritte Nein. Und dies ist nicht zuerst eine moralische Sache, sondern eine Frage der Gegebenheiten, der Fakten: Europa ist im Begriff zu sterben, da es Nein zum Leben gesagt hat.

Die Schuld Europas im 20. Jahrhundert sei das Ablehnen eines Textes vom damaligen Grätzelstaatherrscher, in dem schwitzend phantasiert wird von der Sittlichkeit, in dem „Männer der Wissenschaft“ beschworen werden, in dem Frauen „Ehrfurcht“ ihren Gatten … Die Schuld Europas im 20. Jahrhundert sei die Ehe für gleichgeschlechtliche Partner und Partnerinnen … Die Schuld Europas im 20. Jahrhundert seien die Abtreibungsgesetze …

Was wäre das für ein glückliches Jahrhundert das 20. Jahrhundet in Europa, nicht nur in Europa, zu nennen, wäre das von Christoph Schönborn Aufgezählte die Hauptschuld Europas im 20. Jahrhundert gewesen, da sonst nichts im 20. Jahrhundert in Europa geschehen ist, um es als Hauptschuld Europas … Wie gering dagegen ist, nach Christoph Schönborn, die Schuld zu bemessen für die Weltkriege, für die Shoa, für den Archipel Gulag, für …, für …, für …, für …

Aber derart, wie beispielsweise Christoph Schönborn, kann tatsächlich nur reden, der aus irrealen Schriften seine Wirklichkeit bastelt … Erschreckend jedoch ist, daß nicht nur Pfarrblätter diese gebastelte Sektenwirklichkeit nach wie vor breitest …

¹ Zwei Beispiele:

Kärntner Veranstaltungsgesetz, 1997:

(3) Am Karfreitag und am 24. Dezember sind Veranstaltungen verboten. Am Karsamstag dürfen Veranstaltungen nicht vor 14 Uhr begonnen werden.

Niederösterreichisches Veranstaltungsgesetz, beschlossen am 18. Mai 2006, gültig seit dem 1. Jänner 2007:

Verbotene Veranstaltungen

(1) Veranstaltungen sind verboten, [..]  das Ansehen oder die Einrichtungen der Republik Österreich, eines Bundeslandes oder einer sonstigen Gebietskörperschaft oder einer gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgemeinschaft gefährden bzw. herabsetzen

3. sie am Karfreitag oder am 24. Dezember durchgeführt werden sollen und geeignet sind, den Charakter dieses Tages zu stören oder religiöse Gefühle der Bevölkerung zu verletzen.

Damit es nicht heißt, das Veranstaltungsgesetz schreibe nur Verbote vor, gibt es für die Organisierten Glauben die Freiheit auch vor diesem Gesetz:

(4) Von der Anwendung dieses Gesetzes sind ausgenommen: 2. Veranstaltungen zur Religionsausübung,

Organisierte Glauben – Bei so viel Drehungen muß der Wahrheit schon ganz schwindlig sein

Ehe Christoph Schönborn nun ob seiner Entscheidung, einen homosexuellen Pfarrgemeinderat zu erleiden, noch mehr von österreichischen Medien zu einem Mustertoleranten hochgeschrieben wird, als es in den letzten Tagen seit seiner Bemerkung, er halte dafür seine Kappe hin, ohnehin zur Genüge schon geschah, ist diese schönbornsche Entscheidung auf das zu reduzieren, was sie tatsächlich ist, die willkürliche Entscheidung eines leitenden Angestellten des in einem Grätzel von Rom residierenden undemokratischen Regimes …

Es ist ein Kennzeichen von undemokratischen Regimen nach Laune, Antipathie und Sympathie Entscheidungen zu treffen, die zumeist negativ für Menschen im unmittelbaren wie mittelbaren Machtbereich von derartigen Regimen ausfallen, und die sehr selten positiv überraschen …

Es ist auch ein Kennzeichen von undemokratischen Regimen, daß nie sie schuld sind … Als leitender Angestellter dieses römisch-katholischen Grätzelregimes agiert auch Christoph Schönborn nicht anders, wenn er, um den „Standard“ vom 3. April 2012 zu zitieren, für die Regeln seines Organisierten Glaubens einen Dritten verantwortlich macht:

Der Kardinal wies laut dem von der Erzdiözese übermittelten Redetext jene Kritiker in ihre Schranken, die dem Kirchenrecht Engstirnigkeit vorwerfen: Nicht die Kirche oder ihre Satzung habe die Regeln gemacht, vielmehr gingen sie unmittelbar auf Worte Jesu zurück und drückten eine „biblische Sicht“ aus. Die Devise „Wachset und mehret euch“, und zwar im Ehestand, sei Teil des „Masterplans“ Gottes.

Ganz nebenbei ist zu dieser Regelweglung zu sagen, daß Menschen eine Eigenschaft besonders auszeichnet, nämlich überholte Schriften und überholte Reden samt deren Verfasser und Verfasserinnen einfach zu vergessen, sie aus dem Diskurs zu nehmen, wenn sie relevanzlos geworden sind … Die Bibliotheken der Welt sind voll mit derartigen Schriften, die, untauglich, unbrauchbar und unverwendbar geworden, vergessen sind, jedoch als Tribut an den Beginn des Menschen als Sammler zwar nicht weggeworfen werden, aber dennoch endgültig entsorgt sind. Auch die Bibel ist längst ein Fall für die klassische Philologie, aber keine Grundlage für den gesellschaftlichen Diskurs des gegenwärtigen Menschen.

Was letztlich verantwortlich war, weshalb Christoph Schönborn diese Entscheidung traf? Nun, vielleicht um sich als Gütigen verkaufen zu können, vielleicht weil dieser Pfarrgemeinderat ein Überchrist ist, der nun selbst den leitenden Angestellten dieses Regimes als einen „sehr toleranten Menschen empfindet“, wie er von der Umsonstzeitung „Österreich“ am 3. April 2012 zitiert wird. Sehr tolerant, vielleicht auch bloß sehr gehorsam, muß der Pfarrgemeinderat aus Stützenhofen selbst sein, um es sich gefallen zu lassen, von Christoph Schönborn in der sonntäglichen Verkündigungsstunde ausgerichtet zu bekommen, eine eingetragene Partnerschaft wie die seine gehe in Ordnung, da es ja bei einer solchen lediglich um zivilrechtliche Absicherungen gehe, etwa im Falle des Besitzes eines gemeinsamen Hauses, soher seine Partnerschaft auf eine rein materielle Ebene reduziert zu bekommen, und diesen Reduzierer dann zu empfinden als sehr … Nebenbei ist zu bemerken, daß Christoph Schönborn und die anderen leitenden Angestellten seiner Organisation, als sie noch die Chance sahen, auf die Gesetzgebung in Österreich einzuwirken, ganz anders sprach:

Die österreichischen Bischöfe halten daher die Einführung einer „Eingetragenen Partnerschaft“ für homosexuelle Paare weiterhin weder für angebracht noch für notwendig, weil die bestehenden zivilrechtlichen Bestimmungen die entsprechenden Sicherheiten gewähren.

Es ist kein „Osterwunder“, wie ebenfalls „Österreich“ jubelt, oder genauer, es ist ein Osterwunder wie das Osterwunder tatsächlich zu verstehen ist, nämlich als Osterhysterie, die ebenfalls auf diesen Redner, dem Christoph Schönborn die Regeln seines Organisierten Glaubens in die zweite Kappe wirft, zurückgeht, der in seinem ihm einzig zur Verfügung stehenden Wissen um sein ihm von seinem erträumten Vater zugesichertes ewiges Leben hysterisch zwischen Freitag und Sonntag schwankte, soll er sterben, soll er nicht sterben …

Ehe noch weitere Journalisten und Journalistinnen in Österreich hochergebene Briefe, wie heute Michael Jeannée von der „Kronen-Zeitung“, Christoph Schönborn öffentlich schreiben, ist auch daran zu erinnern, wie der Organisierte Glauben von Christoph Schönborn weltweit agiert, aber nicht nur die schönbornsche Organisation, wobei Beispiele dafür nicht aufwendig gesucht werden müssen, sondern beinahe täglich von all diesen Organisierten Glauben geliefert werden, auch heute, ein Beispiel aus Rußland, das zu dieser schönbornschen Verkaufskalküllaune – „Rußland, in St. Petersburg ist das Reden über Homosexualität verboten, also auch Hinweise auf die Aids-Vorsorge“ („Salzburger Nachrichten“):

Das zumindest hat der Abgeordnete der St. Petersburger Duma, Witali Milonow, angekündigt. Vertreter der russisch-orthodoxen und der katholischen Kirche sowie der moslemischen Glaubensgemeinschaft würden prüfen, ob das Ende Februar von der St. Petersburger Duma verabschiedete Gesetz, welches die Werbung für Homosexualität und Pädophilie unter Strafe stellt, eingehalten wird.

In Russland wurde der Paragraf, der gleichgeschlechtlichen Sex unter Erwachsenen verbietet, 1993 aus dem Strafgesetzbuch gestrichen. Russland wollte damals unbedingt in den Europarat&, meint Schwulen-Aktivist Nikolai Aleksejew gegenüber der Internetzeitung. Einen Sinneswandel in der Gesellschaft gibt es bisher nur in Ansätzen. Bis weit in das liberale Lager hinein gilt heute noch die Meinung, Homosexualität sei unnatürlich und schade der Geburtenrate in Russland. Die russisch-orthodoxe Kirche hatte in den 1990er-Jahren erfolgreich durchgesetzt, dass in der Moskauer Metro keine Werbung zum Schutz vor Aids aufgehängt wird.

Die Irrealität der Organisierten Glauben sind in der Wirklichkeit nach wie vor lebensgefährlich, wie nicht nur der heutige Hinweis auf die Verhinderung von Informationen zum Schutz vor Aids zeigt, also allein schon durch ihren Kampf gegen lebensrettende Information  sind Organisierte Glauben lebensbedrohlich … Es muß also gar nicht auf die vielen Morde durch Gläubige aufgrund ihrer Glauben … Auch die eisernen Verfechter der irrealen Lehre von „Kreuz Net – Katholische Nachrichten“ kennen kein Pardon, gibt es für sie nur eine Lösung, sofort den Tod zu empfehlen …

PS Von einer medialen Schlampigkeit ist noch zu berichten, die auch viel aussagt über den massenmedialen Zugang zur Organisation von Christoph Schönborn: In nicht nur einer Tageszeitung war zu lesen vom „homosexuellen Gemeinderat“, der ja kein „Gemeinderat ist“, sondern lediglich ein „Pfarrgemeinderat“  …