Dispassion instead of normalcy

Seit einiger Zeit ist viel Aufheben, einfach wie kurz gesagt, um die Normalität.

Was für Aufregungen um die Normalität in der Normalität Österreichs etwa, in dem so vieles normal ist, was längst nicht mehr normal zu sein hat, längst nicht mehr die Norm Österreichs etwa hat zu sein, und dennoch nicht nur die Normalität weiter bleibt, sondern deren Ausdehnung noch harsch vorangetrieben wird.

Es wird recht von „Rückkehr zur Normalität“, gar davon, eine „Neue Normalität“ —

Nun ist ein Wort untergekommen, im Zusammenhang auch mit der österreichischen Normalität, und zwar: „Neue Sachlichkeit“.

Jedoch nicht in dem Sinn, daß „Neue Sachlichkeit“ zur österreichischen Norm-alität gehörte, sondern in dem Sinn, daß der österreichischen Normalität es an Sachlichkeit mangelt.

Es fehlt nicht an bemühten Versuchen, manches sachlich anzustreichen, indem es nicht als sachlich, dafür aber als „weise“ —

Was jetzt not tut, ist nicht Normalität etwa in Österreich, was jetzt tatsächlich not tut, auch in Österreich, ist Sachlichkeit. Es wäre ein verlockender, weil durchaus ein leicht ins Ohr gehender Spruch, auszurufen: Neue Sachlichkeit statt Normalität!

Doch stimmiger und sachlicher genügt es vollauf, auch für Österreich:

Sachlichkeit statt Normalität!

Wacker, Rudolf

Nach dem Einschub zum rosenkranzischen Eisenmenger in der Galerie Belvedere kann nun das Kapitel zu Rudolf Wacker und Hubert Lanzinger fortgesetzt werden, in dem es vor allem um die Darstellung der Biographien von Rudolf Wacker und Hubert Lanzinger …

Sie erinnern, „Österreichisches Biographisches Lexikon“ weiß von Hubert Lanzinger nur das, was er von sich selbst wohl als hervorragend herausstellte, daß er den „Mozart-Preis“, daß er ein Vertreter der „Neuen Sachlichkeit“, daß er ein „beachtlicher Porträtmaler“ — vom Nationalsozialismus in seiner Biographie weiß das Lexikon nichts …

Als „beachtlicher Porträtmaler“ ist er, der „auch religiöse Bilder“ malte, nahezu ein Prophet gewesen, malte er doch 1910, damals noch ohne ein Modell dafür zu haben, einen „Lohengrin“, den er später wieder malte, wofür ihm dann allerdings ein Überherr Modell —

Und was weiß „Österreichisches Biographisches Lexikon“ von Rudolf Wacker zu berichten?

Wacker Rudolf, Maler und Graphiker. Geb. Bregenz (Vbg.), 25. 2. 1893; gest. ebd., 19. 4. 1939. Sohn des Bregenzer Baumeisters Romedius W. und von Marianne W., geb. Wüstner; ab 1922 mit der Kunstgewerblerin Ilse Moebius aus Goslar verheiratet. – Nach dem Gymn. besuchte W. 1909–10 die Fachschule für gewerbl. Zeichnen in Bregenz, 1910–11 lernte er zusätzl. bei Gustav Bauer in Wien. 1912–14 stud. er an der Großherzogl. Sächs. Hochschule für Bildende Kunst in Weimar in der Meisterkl. von →Albin Egger-Lienz und Walter Klemm und schloss eine lebenslange Freundschaft mit dem Künstler Otto Herbig. 1914 Einjährig-Freiwilliger, 1915 wurde er zum Kriegsdienst an die Ostfront eingezogen und geriet bald in Kriegsgefangenschaft (bis 1920 im sibir. Tomsk). Ab 1917 erhielt er die Erlaubnis, das Lager für längere Zeit zu verlassen, und schuf zahlreiche Zeichnungen. 1920–23 wieder in Bregenz, hielt er sich jeweils im Winter und Frühling in Berlin auf, wo er die Maler des „Brücke“-Kreises kennenlernte. 1923–24 folgten längere Aufenthalte in Wien und Hermannstadt. 1924–39 hatte er seinen Wohnsitz in Bregenz, fast jährl. unterbrochen von ein- bis zweimonatigen Aufenthalten in Dtld. (Berlin, Goslar) und Reisen durch Österr. und die Schweiz. 1933 trat W. der Vaterländ. Front bei. 1934 erzielte er mit seinem auf der Biennale in Venedig ausgest. „Stilleben mit zwei Köpfen“ (1932) einen ersten Erfolg. Nach expressionist. Anfängen entwickelte er eine eigene Bildsprache im Stil der Neuen Sachlichkeit mit surrealist. Übertönen und avancierte zu einem der wichtigsten Vertreter dieser Kunstrichtung in Österr. und Dtld. 1935 bemühte sich W. – allerdings erfolglos – um eine Professur an der ABK in Wien. Nach dem „Anschluss“ 1938 kam es bei W. zu einer Hausdurchsuchung und einem Verhör durch die Gestapo, in dessen Folge er einen ersten Herzinfarkt erlitt und sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte. Weiters wurde er aus der Vbg. Kunstgmd. und dem Zentralverband bildender Künstler ausgeschlossen. W.s Arbeiten wurden u. a. 1918/ 19 in Tomsk, ab 1923 wiederholt im Vbg. Landesmus. (Bregenz), 1925 im Weimarer Mus. für Kunst und Kunstgewerbe, 1958 in der Österr. Galerie (Wien), 1966 im Künstlerhaus Graz, 1985 im Austrian Inst. (New York) und im Kulturhaus Dornbirn, 1995 im Kunstforum Bank Austria (Wien) und im Frankfurter Kunstver., 1998 im Kunsthaus Bregenz und 2015 sowie 2018 im vorarlberg mus. (Bregenz) gezeigt. Darüber hinaus beteiligte er sich als Gründungsmitgl. (1926) der überregionalen Künstlervereinigung Der Kreis an zahlreichen Ausst. und war Mitgl. der Vbg. Kunstgmd. 1928 erhielt er einen Staats-Ehrenpreis. W.s Nachlass mit einem eigenhändig geführten Werkverzeichnis befindet sich seit 1985 im Franz-Michael-Felder-Archiv in Bregenz. Seine Tagebücher, im Besitz der Stadt Bregenz, geben einen tiefen Einblick in die Kunst- und Sozialgeschichte der ersten Hälfte des 20. Jh.

Von Rudolf Wacker weiß das Lexikon, daß er „avancierte zu einem der wichtigsten Vertreter dieser Kunstrichtung [Neue Sachlichkeit]“, es weiß auch, „[n]ach dem ‚Anschluss‘ 1938 kam es bei W. zu einer Hausdurchsuchung und einem Verhöhr durch die Gestapo, in dessen Folge er einen ersten Herzinfakrt erlitt und sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte.“ Das Lexikon weiß also, was für eine Zeit das damals war, als 1943 Hubert Lanzinger den „Mozart-Preis“ erhielt: die Grausamkeitszeit des Nationalsozialismus auf seinem Grausamkeitshöhepunkt. Während das Lexikon österreichischer Biographien nichts vom Politischen des Hubert Lanzinger weiß, weiß es aber vom Politischen des Rudolf Wacker das: „1933 trat W. der Vaterländ. Front bei.“

Wovon das Lexikon nichts weiß, es sollte wohl gesagt werden, nichts wissen will, ist, daß Rudolf Wacker 1937 aus der „Vaterländischen Front“ wieder austrat. Warum es zum Eintritt und zum Austritt wird gewußt, aber das ein Wissen, das das Lexikon nicht verbreitet wissen will.

Trotz dieser systemkritischen Haltung besuchte Rudolf Wacker 1933 den österreichischen Katholikentag und trat Ende Juni der Vaterländischen Front bei. Von Dollfuß erhoffte sich Rudolf Wacker entschiedene Gegenwehr gegen die Nationalsozialisten.

Zudem übernahm er im Arbeitsausschuss der Vaterländischen Front des Bezirks Bregenz die Funktion des Beirats. Damit verband er die Hoffnung, vom Verdacht der Nähe zum Kommunismus befreit zu werden und sich politische Repressionen zu ersparen. Im Gegenzug las er viele Bücher und Zeitschriften, welche auf der Verbotsliste der Vaterländischen Front standen.

1937 kam es zu einschneidenden Ereignissen, die Rudolf Wacker die Machtlosigkeit des österreichischen Staates und seiner Kulturpolitiker gegenüber des Deutschen Reiches bewusst machte. Er besuchte die Ausstellung „Entartete Kunst“ im Haus der Kunst in München. Er fand dort Werke von nahezu allen seinen Vorbildern und persönlichen Bekannten an den Wänden. Daraufhin protestierte er gegen die Kulturpolitik der Nationalsozialisten. In einem Brief an die „Ständige Delegation“, die Wiener Vertretung von Secession, Künstlerhaus und Hagenbund, forderte er offiziellen Protest der österreichischen Künstlerschaft gegen die Verleumdung Oskar Kokoschkas. Als er die Ohnmacht des Systems erkannte, trat Wacker aus der Vaterländischen Front aus. Nach der Reise durch Deutschland schrieb er im September 1937 in sein Tagebuch:

„Das ganze Land ist eine Kaserne – Der entmündigte Bürger existiert – Herrschaft der Geistlosen“6

Wacker in der NS-Zeit

Nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 geriet Rudolf Wacker in das Visier der Nationalsozialisten, da ihm ein Naheverhältnis zum Kommunismus nachgesagt wurde. Der Maler hatte Anfang der 1930er Jahre vor der neuerlichen Kriegsgefahr gewarnt, an einer Friedenskundgebung teilgenommen und sich ein Jahr zuvor offen gegen die Kulturpolitik des NS-Regimes geäußert.

Während Rudolf Wacker 1937 die Ausstellung „Entartete Kunst“ besucht, „er fand dort Werke von nahezu allen seinen Vorbildern und persönlichen Bekannten“, wird im selben Jahr in der „GDK“ das nun nach einem noch acht Jahre lebenden Überherrenmodell mit Banner gemalte Bild von Hubert Lanzinger aufgeführt.

Lanzinger malte seinen Überherrn nach einem eigenen Bild, das er bereits 1910 fertigte, als sein mit Karl Lueger sich, wie es nun so beliebt heißt, radikalisierende Überherr im Obdachlosenasyl, im Männerwohnheim in der Meldemannstraße hauste,

und Jahrzehnte später tat es ihm ein Bildhauer gleich, als wäre Lanzinger darin sein lehrhaftes Vorbild, für seine „Trümmerfrau“ auf der Mölker Bastei seine „Badende“ für Leonding, die dann doch in Leonding nicht gewollt wurde, hernahm — Kunstresteverwertung könnte es genannt werden, wenn es benannt werden will …

Beim Besuch der Ausstellung „Rudolf Wacker – Magie und Abgründe der Wirklichkeit“ im Leopold-Museum in diesem Februar 2025 mußte beim Lesen der Kunstrichtung „Neue Sachlichkeit“ sofort an die Darstellung des Hubert Lanzinger durch „Österreichisches Biographisches Lexikon“ gedacht werden, über die wenige Wochen zuvor ein Kapitel …

Und nun, nach der eisenmengerischen Aufführung durch den Nationalratspräsidenten im österreichischen Parlament,

dem Schönblick auf Lanzinger,

dem Schönblick auf Eisenmenger,

wie lange noch wird es dauern, auch das, und es werden große Ausstellungen für Lanzinger, für Eisenmenger, für Köck, für weitere Gesinnungsträgerinnen, vielleicht gar die größte seiner Zeit für M. Odin, ausgerichtet werden,

von einem Museum,

von einer Galerie

welche weitere Anstalt öffentlichen Rechts wird sich dieser annehmen,

berufend auf die, wie es modern heißt, Expertise

beispielsweise von „Zur schönen Aussicht“

Was wäre das doch für ein heuriger 20. April, gäbe es begleitend zur Aufführung in der Staatsoper auch eine Ausstellung von

es würde wohl nicht allein eine steiermärkische Familie in diesem Land der

Vorsehung Erfüllung nah gekommen sehen, wenn ebenso Österreich wieder „deutscher“ …

Wer ein Gesetz als weise erkennt, ist selbst weise

Auf der Konzernplattform X schreibt Oskar Deutsch am 13. März 2025

„Damit wäre das Andenken an Simon Wiesenthal und der glaubwürdige Einsatz der Republik für die Opfer“ des Porajmos „sowie gegen“ Antiziganismus und Ostjudenfeindlichkeit „sichergestellt.“

nicht, er, Oskar Deutsch schreibt am 13. März 2025 tatsächlich:

Damit wäre das Andenken an Simon Wiesenthal und der glaubwürdige Einsatz der Republik für die Opfer der Shoah sowie gegen Antisemitismus und Romafeindlichkeit sichergestellt.

Was schriebe Oskar Deutsch augenblicklich, wenn statt von Antisemitismus bloß von Feindlichkeit gegen einen Teil der jüdischen Menschen, zum Beispiel nur gegen ostjüdische Menschen, und nicht gegen alle jüdischen Menschen geschrieben würde werden, so wie er am 13. März nur von

„Feindlichkeit“ und nicht von „Antiziganismus“, nicht von „Antiromaismus“ schreibt, er bloß von „Roma“ schreibt, und das gerade in Österreich, im Portschyreich, in dem „Sinti und Roma“ —

Aber Oskar Deutsch ist, wer eine Gesetzesänderung als „weise“ erkennt,

Eine weise Gesetzesänderung wurde auf den Weg gebracht, die Österreichs Verantwortung gegenüber den Opfern des NS-Regimes Rechnung trägt.

ein weiser Mann, und ein weiser Mann weiß, was er schreibt, kann ebenso nur weise sein. Es ist eine „weise Gesetzesänderung“, also eine österreichische Gesetzesänderung, über die nun zu lesen ist: nach dieser Gesetzesänderung kann die Nationalratspräsidentin als Vorsitzende zurücktreten, kann der Nationalratspräsident als Vorsitzender des Nationalfonds abgewählt werden, kann — es muß nicht von der Nationalratspräsidentin gesprochen werden, geht es bei dieser Gesetzesänderung doch ausschließlich und bloß um Rosenkranz — Rosenkranz sich vertreten lassen, oder wie es Oskar Deutsch weise formuliert, die Gesetzesänderung ermöglicht Rosenkranz, sich im Nationalfonds vertreten zu lassen, er gibt also Rosenkranz das Heft in die Hand, zu entscheiden, wie er es damit halten will, der selbst Usancen recht wiederbelebt haben möcht‘ … Es ist schade, daß der und nicht allein von seiner identitären Parlamentspartei gewählte Nationalratspräsident ausgerechnet Rosenkranz heißen muß, wie gerne wäre sonst zu einer Formulierung gegriffen worden, die das Ausmaß der österreichischen Brauchtumsusancen mit einem einzigen Wort ausdrückte, dem Nationalratspräsidenten bleibt der Rosenkranz der Entscheidung in seiner Hand …

Ach, wenn er bloß anders hieße — es könnte kurz wie einfach zusammengefaßt gesagt werden: Tausend Rosenkranz!

Weise erkennt Oskar Deutsch, daß Rosenkranz „seinen eigenen Worten nicht treu bleiben will“, und so ist es unumgänglich, eine österreichische Gesetzesänderung auf den Weg zu bringen, die es ihm ermöglicht, seiner Gesinnung treu zu bleiben, der die Treue Ehre ist, ihr das gegebene Wort nichts zählt. Es wird Rosenkranz, wenn er sich nun vertreten wird lassen können, wenn er nun selbst zurücktreten wird können, wenn er nun abgewählt werden wird können, viel einfallen, vielleicht auch recht froh darüber sein, über die gewonnene Zeit, die er dann gesinnungsgemäß noch mehr darauf verwenden wird wollen,

für seine Tearsshow,

für sein Auswählen von Gemälden eisenmengerischer Klasse zur rechten Darstellung der eigenen Persönlichkeit,

für sein Einrichten von Buden der Aufklärung,

für sein Einladen größter Staatsoberhäupter seiner Zeit

Zum Nationalfonds fällt noch ein, es ist kurz her, eine Aufregung um einen — es kann nicht anderen geschrieben werden, es kann nur geschrieben werden: eine Aufregung um einen weiteren Ehemaligen, also Nationalratspräsidenten, der von seiner patriotischen Parlamentspartei für den Nationalfonds nominiert werden wollte …

Statt dem Ehemaligen sitzt im Kuratorium des Nationalfonds, wie heute am 14. März 2025 gelesen werden darf, Dagmar Belakowitsch, eine Kameradin des Vorsitzenden Rosenkranz, die wie er als Nationalratspräsident, das er bleiben kann, so lange er und seine Parlamentspartei es will, sie gemäß den weisen Usancen im Parlament des Landes gewählt wird, deren „Verantwortung“ für ihre Landpartei es ist:

„Niemals haben wir uns damit abzufinden, dass Gesetze uns in unserem Handeln behindern!“

Und wenn Gesetze „uns in unserem Handeln behindern“, wogegen nicht nur seine gesinnungsgemäße Kameradin ihr Wort ergreift, und diesem auch treu bleibt, ist es doch ein Wort der Gesinnung, sind eben Gesetzesänderungen auf den Weg zu bringen, Anlässe lassen sich dafür stets finden, wie dieser beispielsweise am 13. März vor siebenundachtzig Jahren gefunden wurde, und damals war es nicht ein einziger weiser Mann, der es weise fand, sondern — Und heutzutage finden sich viele und vor allem weise Männer es weise, diese Usance, einem den Vorsitz für den Nationalfonds in Kann-Varianten nicht überantworten zu können, aber in die Verantwortung für das gesamte österreichische Parlament zu wählen, ihn zum Vorsitzenden des österreichischen Parlaments zu wählen, und das mit einer absoluten Mehrheit, mit über sechzig Prozent zu wählen, einen Mann aus einer Partei, die außerhalb des Parlaments nicht einmal von neunundzwanzig Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme bekommen.

Wer ein Gesetz als weise erkennt, ist ein weiser Mensch, und Oskar Deutsch ist ein weiser Mann. Eines weisen Mannes aber Worte dürfen nicht gekürzt wiedergegeben werden, sondern in deren Gesamtheit, um zu ermessen, wie weise er ist, so soll als Referenz das am 13. März 2025 weise Formulierte von Oskar Deutsch ungekürzt stehen am Ende:

Eine weise Gesetzesänderung wurde auf den Weg gebracht, die Österreichs Verantwortung gegenüber den Opfern des NS-Regimes Rechnung trägt. Sie ermöglicht dem NR-Präsidenten, sich im Nationalfonds vertreten zu lassen – wie er es selbst angekündigt hatte. Da er seinen eigenen Worten nicht treu bleiben will und sich gravierende Fehltritte rund um die Ermittlungen wegen NS-Wiederbetätigung gegen seinen Büroleiter und um ein Bild eines NS-Künstlers im Parlament geleistet hat, soll das Parlament die Möglichkeit haben, den Zweiten Präsidenten des Nationalrats zum Vorsitzenden des Nationalfonds-Kuratoriums zu wählen. Damit wäre das Andenken an Simon Wiesenthal und der glaubwürdige Einsatz der Republik für die Opfer der Shoah sowie gegen Antisemitismus und Romafeindlichkeit sichergestellt. Damit wäre das Andenken an Simon Wiesenthal und der glaubwürdige Einsatz der Republik für die Opfer der Shoah sowie gegen Antisemitismus und Romafeindlichkeit sichergestellt.

Der Schönblick auf Rudolf Hermann Eisenmenger von der Belvedere aus

Da wird einer wie Walter Rosenkranz zum Nationalratspräsidenten gewählt,

und das nicht allein von seiner identitären Partei, dazu fehlt ihr auch bei weitem die Mandatsstärke,

und es wird erwartet, daß es um einen Präsidenten aus dieser patriotischen Partei keine Aufregungen geben soll, als hätte die Erfahrung nicht oft genug gelehrt, mit Präsidentinnen aus dieser Partei kann es nur eines geben: Aufregungen.

Wie die Aufregungen um diese identitären Präsidenten fluten, so verebben diese Aufregungen, einfach wie kurz gesagt, auch wieder rasch.

Nicht anders wird es mit dieser Aufregung sein, bei der es nun in den Tagen Märzens 2025 um ein Wandbild von Rudolf Hermann Eisenmenger geht, der seit Jahrzehnten irgendwo im österreichischen Parlament hängende „Wappenschild“ des Rudolf Hermann Eisenmenger ist für den patriotischen Nationalratspräsidenten der rechte Hintergrund zum Posieren.

Ohne Aufregung gefragt, kann es nicht sein, daß Walter Rosenkranz einfach mit der Österreichischen Galerie Belvedere – Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts“ den Schönblick auf Rudolf Hermann Eisenmenger teilt, die über ihn öffentlich zu berichten weiß,

wie am 12. März 2025 auf deren Website gelesen werden darf:

„1921–29 Studium an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei H. Tichy und R. Bacher. Studienreisen nach Holland, Deutschland, Frankreich, Rumänien und Italien. 1929 Rom-Preis. Ab 1930 Mitglied des Wiener Künstlerhauses (1939–45 Präsident). 1936 Auszeichnung mit der Silbermedaille für Malerei bei den Olympischen Spielen in Berlin. 1937–44 Teilnahme an den Großen Deutschen Kunstausstellungen in München. 1951–72 Professur an der Technischen Hochschule Wien (Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur, Lehrstuhl für zeichnerische und malerische Darstellung).

Eisenmenger schuf vor allem große figurale Kompositionen und Portraits. Er widmete sich auch der Technik des Gobelins und der Wandmalerei.“

[aus: Reiter, Cornelia (Bearb.)/ Koja, Stephan (Bearb.)/ Márkus, Hella (Bearb.): Kunst des 20. Jahrhunderts. Bestandskatalog der Österreichischen Galerie des 20. Jahrhunderts, Bd. 1: A–F, hrsg. v. d. Österreichischen Galerie Belvedere, Wien 1993, S. 195]

Kann es also von Walter Rosenkranz ungehörig sein, wenn eine „Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Recht“ dermaßen hervorhebt, die Präsidentschaft, die Auszeichnung, die Teilnahme, die Professur des Rudolf Hermann Eisenmenger, muß nicht auch er, Walter Rosenkranz, annehmen, daß es sich bei diesem Künstler um einen großen Österreicher handelt, den Jahrzehnte vor ihm bereits ein Österreicher gesinnungsgemäß in ihm sah?

Der „Wappenschild“ dürfte allerdings für Rudolf Hermann Eisenmenger eine bloße Gelegenheitsarbeit gewesen sein, für die er nicht seinen Kunstsinn, höchstens seinen Patriotismussinn aufwandte. Wenn, wie am heutigen Tag, im Internet nach diesem gesucht wird, werden als Suchergebnisse nur Bilder des „Wappenschilds“ mit Walter Rosenkranz geliefert, keines, das nur den „Wappenschild“ zeigt. Und auch die Galerie Thule, die recht viele Werke von Rudolf Hermann Eisenmenger zeigt, auch am heutigen Tag, verzichtet darauf, den „Wappenschild“ herzuzeigen. Thule scheint der „Wappenschild“ kein herausragendes Werk von Rudolf Hermann Eisenmenger zu sein, hingegen sein „Selbstbildnis 1942, GDK, 1944“ recht wohl, und diese Einschätzung teilt Thule mit der Galerie Belvedere, die ihre Beschreibung mit diesem „Selbstbildnis“ krönt.

Die Abkürzung „GDK“ steht für „Große Deutsche Kunstausstellung“. Es muß 1944, als sein „Selbstbildnis“ ausgestellt wurde, eine friedliche Zeit gewesen sein, nicht nur das Jahr 1944 die größte friedliche Zeit aller Zeiten, sondern auch die elf Jahre davor und das darauffolgende Jahr bis zum Mai ebenso, die Menschen der zwölf Jahre mußten einfach Zeit und Muse gehabt haben für Selbstbildnisse

Belvedere hat noch weitere Werke von Rudolf Hermann Eisenmenger, jedoch alle mit dem Vermerk: „Derzeit nicht ausgestellt“ — Vielleicht kommt es jetzt zu einem gegenseitigen Motivieren von Belvedere und Nationalratspräsident, wenn dieser schon seinen Eisenmenger öffentlich herzeigt, kann doch Belvedere ihre Eisenmenger öffentlich herzeigen, und auch weitere aus ihrem Depot, etwa das Bildnis „Bundesminister Dr. Anton Rintelen“ von Franz Köck, das sie dem Nationalratspräsidenten als Leihgabe

Der staatlich recht ausgezeichnete grazerische Verlag hat vielleicht noch die von Franz Köck geschaffenen Postkarten als Andenken an die guten Jahre irgendwo in seinem Lager aufbewahrt, mit diesen etwas beisteuern, diese dem Nationalratspräsidenten großzügig überlassen könnte, so könnte der Nationalratspräsident die gesinnungsgemäß kunstvollen Postkarten zusätzlich zum „Wappenschild“ mit sich drapieren

Neue Sachlichkeit – Rudolf Wacker, Hubert Lanzinger und Odin Wiesinger

Es gibt zwei Maler, die der Kunstrichtung „Neue Sachlichkeit“ zugeordnet sind, der eine ist Rudolf Wacker, der andere ist Hubert Lanzinger, und dann gibt es Odin Wiesinger, der mit Hubert Lanzinger auch das teilt, daß die „Thule-Kunst-Galerie ihre „Werke fördert“, weil

Thule Art Gallery ist ein Projekt, das im Jahr 2007 entstanden ist und von der Gesellschaft Thule Italia organisiert wird. Die Thule-Kunst-Galerie zeigt und fördert Werke, Biographien und Bibliographien von Künstlern, die geächtet oder ideologisch nicht im Einklang sind mit den herrschenden ästhetischen Vorstellungen. Thule Art Gallery ist bestrebt eine kollektive Arbeit zu ermöglichen, direkt, kostenlos und offen für alle Kunstliebhaber. Thule Art Gallery bietet den Besuchern Reproduktionen von Werken der Künstler, die auf der Website vorgestellt werden. Die Thule-Kunst-Galerie ersucht Zeitungen, Zeitschriften, Webseiten und Blogs um Berichte und bittet um Rezensionen ihrer Aktivitäten.

Die Werke von Rudolf Wacker zeigt und fördert die „Thule-Kunst-Galerie“ nicht.

So recht zu zeigen und zu fördern sind der „Thule“ die Werke von Odin Wiesinger, von

Josef Thorak,

von Arno Breker, von

Ernst von Dombrowski, um nur beispielhaft jene anzuführen, von denen bereits erzählt wurde,

von Rudolf Hermann Eisenmenger,

von Wolfgang Willrich

Sie erinnern, hinter dem Vorhang des Rudolf Hermann Eisenmenger gab es ab 1955 für Jahrzehnte wieder gar schöne Aufführungen in der Wiener Staatsoper, bis dann 1995, vierzig Jahre später also, eine Debatte über die eisenmengerische „Brandschutzwand“ Auslöser dafür war, nicht mehr hinter dem eisenmengerischen „Eisernen“ zu spielen, und das wird, wenn am 20. April 2025 in der Wiener Staatsoper

„Parsifal“ gegeben werden wird, wohl nicht wenige in diesem Öster-
reich dauern, den „Parsifal“ am 20. April 2025 ohne den eisenmengerischen Vorhang beklatschen zu müssen.

Es wird nicht wenige auch geben, die vielleicht jetzt schon, am 12. März 2025, meinen,

der Geburtstag des Österreichers und auch der Todestag des Österreichers fielen 2025 doch umso strahlender aus, gäbe es noch den eisenmengerischen „Eisernen“ in der Staatsoper,

wäre dieser doch der rechte Rahmen für das Begehen des selbstmörderischen Todestages am 30. April vor achtzig Jahren …

Elf Tage davor, am 19. April, aber vor sechsundachtzig Jahren starb Rudolf Wacker. Rudolf Wacker starb nicht wie sechs Jahre später der todeswütige Österreicher durch Selbstmord; es wären ihm, Rudolf Wacker, mehr noch als sechs Lebensjahre vergönnt gewesen, dem todessüchtigen Österreicher wäre es vergönnt gewesen, daß er sich schon sechs Jahre früher selbst erlöste.

Das Kapitel von Rudolf Wacker und Hubert Lanzinger muß jetzt doch für einen Einschub zu Eisenmenger und Rosenkranz unterbrochen werden …

Bettina Röhl schaut „HTV 4“

Bettina Röhl schaut kroatisches Fernsehen, nein, Bettina Röhl schaut nicht kroatisches Fernsehen, Bettina Röhl verbreitet bloß auf der Konzernplattform X am 8. März 2025, daß Vladimir Putin im kroatischen Fernsehen „an die „Europäer sich wandte“ —

Bettina Röhl hätte sich das im kroatischen Fernsehen auch nicht anschauen können, weil sie den kroatischen Fernsehsender „HTV 4“ gar nicht gefunden hätte, den Ratko R. auf der Konzernplattform X am 7. März 2025 als Quelle für seine Verbreitung über die an die „Europäer“ gewandte Aussage von Vladimir Putin angibt, und von dem, Ratko R., Bettina Röhl es am 8. März 2025 übernimmt, weiter zu verbreiten, wobei sie, Bettina Röhl, zum Schluß kommt: „Putin ist recht.“

Das Foto von Vladmir Putin mit dem ausgestreckten Finger, mit dem Ratko R. seine Verbreitung wohl einen Anstrich von Wahrheit geben will, und das ebenfalls von Bettina Röhl mit verbreitet wird, ihr wohl auch ein Beweis sein soll, daß Vladmir Putin auf „HTV 4“ „an die Europäer sich wandte“, allein sagt alles über Vladimir Putin: so präsentieren sich Mörder nach ihrem Morden, mit ausgestrecktem Finger, vor kurzem erst zeigten Medien ein Foto eines Mörders nach seinem Mord mit steifem Finger, der nicht in der Ukraine und anderswo mordete, sondern in Villach, Kärnten, Österreich …

Max Otte verbreitet den steifen Finger auch, auf der Konzernplattform X, am 8. März 2025, und er weiß dazu: „Wladimir Putin durfte im kroatischen Fernsehen Kanal 4 sprechen.“ Max Otte verbreitet es nicht von Bettina Röhl, er verbreitet es nicht von Ratko R, die Quelle von Max Otte für seine Verbreitung ist „Alternative News“, die es am 8. März 2025 verbreiten. Ob „Alternative News“ es auch von Ratko R., der es ja bereits am 7. März 2025 verbreitete, haben? Wen mag dies interessieren? Wohl keinen Menschen.

Es muß auch kein Mensch befragt werden, es muß kein Mensch recherchieren, ob das von Ratko R., Bettina Röhl, Max Otte, alternative news und weiteren Verbreitete über einen Hintritt im „kroatischen Fernsehen HTV 4“ wahr sei oder nicht, es genügt darüber als Auskunft allein vollkommen das maschinell Ausgegebene von „Grok“ von der Konzernplattform X, was es damit auf sich hat, nämlich nichts.

Es könnte hinzugefügt werden, aber es bräuchte auch das nicht, denn es ist ohnehin recht bekannt, wie bei derartigen Verbreitungen vorgegangen wird, es wird beispielsweise etwas beigemischt aus irgendwann Gesagtem, um dem Ganzen die Tünche der Wahrheit … mehr muß gar nicht ausgeführt werden, Grok führt auch das maschinell aus:

Es scheint, dass du nach einem spezifischen Interview mit Wladimir Putin suchst, das auf „HTV 4“ ausgestrahlt wurde. Allerdings gibt es keine eindeutige Übereinstimmung mit einem Sender namens „HTV 4“ in Bezug auf ein bekanntes Putin-Interview. Es könnte sich um einen Tippfehler, eine Verwechslung oder eine ungenaue Bezeichnung handeln. Meintest du vielleicht „RTV“, „HRT“ (kroatisches Fernsehen) oder einen anderen Sender? Ohne weitere Klarstellung kann ich nur Vermutungen anstellen.

Falls du das Interview meinst, das Wladimir Putin dem US-Moderator Tucker Carlson gegeben hat, hier die Details, die ich basierend auf verfügbaren Informationen liefern kann:

Sendung: Das Interview wurde nicht traditionell im Fernsehen ausgestrahlt, sondern auf der Plattform X veröffentlicht.
Datum: Es wurde am 6. Februar 2024 in Moskau aufgezeichnet und am 8. Februar 2024 (US-Zeit, was in Mitteleuropa der 9. Februar 2024 früh morgens war) online gestellt.
Inhalt: Putin sprach über den Ukraine-Krieg, die Beziehungen zu den USA, die NATO und andere geopolitische Themen. Es war das erste Interview, das er einem westlichen Medienvertreter seit Beginn des Ukraine-Krieges am 24. Februar 2022 gab.

Wenn du jedoch ein anderes Interview im Sinn hast, das speziell mit „HTV 4“ verbunden ist, könntest du bitte mehr Kontext geben (z. B. Sprache, Land oder Datum)? Dann kann ich genauer darauf eingehen. Alternativ kann ich auch Web- und X-Suchen durchführen, um weitere Informationen zu finden, falls du das wünschst. Lass es mich wissen!

Du beziehst dich vermutlich auf ein angebliches Interview oder eine Rede von Wladimir Putin, das am 7. März 2025 auf „HRT 4“ (dem vierten Kanal des kroatischen Rundfunks HRT – Hrvatska Radiotelevizija) ausgestrahlt worden sein soll, in dem er über Europa sprach und betonte, dass Russland nicht der Feind Europas sei. Ich habe die verfügbaren Informationen geprüft, einschließlich Web- und X-Daten, um dies zu verifizieren.

Es gibt Hinweise in Posts auf X, die behaupten, dass ein solches Ereignis stattgefunden hat. Zum Beispiel erwähnt ein Nutzer, dass Putin am 7. März 2025 auf einem kroatischen Sender namens „Kanal 4“ gesprochen habe und sich an die Europäer gewandt habe mit der Aussage: „Russland war nie und wird nie euer Feind sein.“ Ein anderer Post spezifiziert, dass es sich um HRT 4 handelte und dass Putin betonte, Russland wolle keine europäischen Rohstoffe oder Reichtümer, da es selbst genügend davon habe. Diese Posts sind jedoch nicht durch offizielle Quellen oder Nachrichtenagenturen eindeutig bestätigt.

Eine Suche auf den offiziellen Seiten von HRT (hrt.hr) und in etablierten Nachrichtenquellen wie tagesschau.de, faz.net oder dw.com ergab zum Stand heute, 9. März 2025, keine Berichte über ein solches Interview oder eine solche Ausstrahlung am 7. März 2025. Es ist möglich, dass:
Das Ereignis stattgefunden hat, aber noch nicht breit dokumentiert wurde: HRT 4 ist ein weniger prominenter Kanal, der sich auf Nachrichten und Kultur fokussiert, und ein Interview mit Putin könnte lokal ausgestrahlt worden sein, ohne sofort internationale Aufmerksamkeit zu erregen.
Es sich um Desinformation oder eine Verwechslung handelt: Die Bezeichnung „HRT 4“ könnte mit einem anderen Sender (z. B. einem russischen oder regionalen Kanal) verwechselt worden sein, oder die Aussage könnte aus einem anderen Kontext stammen und falsch zugeordnet worden sein.
Die Information ist unvollständig: Ohne Zugriff auf die genaue Sendung oder ein Transkript bleibt die Verifizierung schwierig.
Putins Aussage, dass Russland nicht der Feind Europas sei, passt zu seiner früheren Rhetorik, wie sie etwa in seiner Bundestagsrede 2001 oder in anderen öffentlichen Auftritten zu hören war, wo er Kooperation betonte, aber auch westliche Politik kritisierte. Es wäre nicht ungewöhnlich, dass er eine solche Botschaft in einem Interview im März 2025 wiederholt, angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen (z. B. Ukraine-Krieg, Beziehungen zu Trump, EU-Sanktionen), wie sie in Webquellen vom 8. März 2025 beschrieben werden.
Da die Information jedoch hauptsächlich aus X-Posts stammt und keine verlässliche Primärquelle vorliegt, bleibt sie vorerst unbestätigt. Wenn du mehr Details hast (z. B. Uhrzeit der Ausstrahlung oder einen spezifischen Kontext), könnte ich genauer darauf eingehen. Möchtest du, dass ich weiter auf X oder dem Web nach Hinweisen suche?

Ich habe deine Anfrage verstanden und werde weiter nach Informationen zum angeblichen Interview von Wladimir Putin am 7. März 2025 auf HRT 4 suchen, in dem er gesagt haben soll, dass Russland nicht der Feind Europas sei. Da die bisherigen Ergebnisse nicht eindeutig verifiziert werden konnten, vertiefe ich die Suche, indem ich Web- und X-Daten systematisch durchforste.
Web-Suche
Ich habe die offiziellen Seiten des kroatischen Rundfunks HRT (hrt.hr) sowie internationale Nachrichtenquellen wie Reuters, BBC, DW und The Guardian überprüft, um eine Bestätigung für eine Sendung am 7. März 2025 zu finden. Bis zum heutigen Datum, 9. März 2025, gibt es keine offiziellen Berichte über ein solches Interview auf HRT 4. Der Sender HRT 4 ist bekannt für Nachrichten und kulturelle Inhalte, aber ein exklusives Interview mit Putin wäre ein bedeutendes Ereignis, das normalerweise in kroatischen oder internationalen Medien erwähnt würde.
Ein Artikel von Reuters vom 25. Februar 2025 erwähnt Putin in einem anderen Kontext – er sprach über die Notwendigkeit europäischer Beteiligung an Ukraine-Friedensgesprächen, jedoch ohne Bezug zu HRT oder einer direkten Ansprache an Europäer über Feindschaft. Ebenso fehlt in Berichten von The New York Times oder The Guardian vom 5.–8. März 2025 jeglicher Hinweis auf ein Interview am 7. März. Dies deutet darauf hin, dass das Ereignis entweder nicht stattgefunden hat, lokal begrenzt war oder noch nicht breit dokumentiert wurde.
X-Suche
Auf X gibt es mehrere Posts, die das Interview erwähnen. Nutzer berichten, dass Putin am 7. März 2025 auf „Kanal 4“ (oft als HRT 4 spezifiziert) gesagt habe: „Russland war nie und wird nie euer Feind sein. Wir wollen keine europäischen Rohstoffe und Reichtümer, wir haben unsere eigenen.“ Diese Posts stammen von verschiedenen Konten, z. B. am 8. März 2025 zwischen 10:22 und 17:53 CET, und enthalten nahezu identische Formulierungen. Einige Nutzer verweisen auf „AlternatNews“ als Quelle, aber ohne Links oder verifizierbare Belege. Die Konsistenz der Wortwahl könnte auf eine koordinierte Verbreitung hinweisen, was die Authentizität infrage stellt, da keine Primärquelle (z. B. Video oder HRT-Archiv) genannt wird.
Analyse und nächste Schritte
Die Diskrepanz zwischen den X-Posts und dem Fehlen offizieller Berichte legt nahe, dass die Information möglicherweise unzuverlässig ist. Es könnte sich um:
Ein echtes, aber wenig beachtetes Ereignis: Ein Interview auf HRT 4 könnte stattgefunden haben, ohne sofort internationale Wellen zu schlagen, was ungewöhnlich wäre angesichts Putins Prominenz.
Desinformation: Die identischen Formulierungen auf X ohne Belege könnten auf eine gezielte Kampagne hindeuten.
Verwechslung: „HRT 4“ könnte mit einem anderen Sender oder Medium verwechselt worden sein, z. B. einem russischen Kanal oder einer Online-Plattform.
Da heute Sonntag, der 9. März 2025, ist, könnten Nachrichtenagenturen noch nicht auf ein Ereignis vom Freitag reagiert haben, insbesondere wenn es spät ausgestrahlt wurde. Ich habe jedoch auch die HRT-Programmvorschau und Nachrichtenarchive gecheckt – ohne Treffer.
Ergebnis bisher
Zum jetzigen Zeitpunkt (08:46 CET) kann ich das Interview nicht eindeutig bestätigen. Die X-Posts sind die Hauptquelle, aber ohne offizielle Bestätigung oder ein Sendearchiv bleiben sie spekulativ. Ich könnte:
Tiefer graben: Nach kroatischen Primärquellen (z. B. HRT-Sendearchiv, sofern zugänglich) oder lokalen Medienberichten suchen.
X weiter analysieren: Die Ursprünge der Posts (z. B. „AlternatNews“) verfolgen, um deren Glaubwürdigkeit zu prüfen.
Warten: Auf aktualisierte Nachrichten warten, da das Wochenende die Berichterstattung verzögern könnte.
Wie möchtest du, dass ich vorgehe? Soll ich eine dieser Optionen vertiefen oder etwas anderes tun?

Trillions knife

Villach

500 Dollar beträgt der Mindestsold der IS-Kämpfer, die für die wahhabitische Sache in die Schlacht ziehen, zuzüglich ihres Anteils an der gemachten Beute […]

Weit, weit, weitaus mehr als „500 Dollar beträgt der Mindestsold“ der Führungsköpfe, „zuzüglich ihres Anteils an der gemachten Beute“, und diese soll, wie in der ersten März-Woche 2025 zu erfahren ist, jetzt um weitere 800 Milliarden Euro und um rund dreißig Prozent im Bereich der „Verteidigung“ auf 13,5 Billionen Rubel

Am 26. Februar 2025 bricht dieser Mann in „Tränen“ ein, „der Trauer und Wut“,

er hält im österreichischen Parlament seine Rede zum „Terroranschlag in Villach“, und wer kann erinnern, daß je dieser Mann,

daß je irgendeine Person etwa im österreichischen Parlament „Tränen der Trauer und Wut“ vergoßen hätte, darüber nämlich, daß die Gesellschaften dieser Welt sich immer noch nicht deradikalisiert haben, jeder Euro, jeder Rubel, jeder Dollar für die Rüstungsindustrie ist ein Messer, es sind Billionen Messer, mit denen weltweit täglich zugestochen wird, mit denen weltweit täglich, um sein Wort zu verwenden, „bestialisch“ Menschen aus ihren Leben herausgerissen werden, Menschen, die Kinder sind, Menschen, die Jugendliche sind, Menschen, die junge Erwachsene sind, Menschen, die Erwachsene sind, und alle haben mit ihrem Steuergeld die Billionen und aber Billionen Messer zu finanzieren, während ihnen, das müssen sie verstehen, Staatshaushalte zu sanieren seien, und das gehe eben nur mit Sparpaketen, u. v. a. m. durch Kürzungen der staatlichen Sozialausgaben —

Wann die „Tränen der Trauer“, wann vor allem die „Wut““ über die beharrliche Verweigerung der militanten Deradikalisierung, über die täglich fortschreitende militarisierte Radikalisierung der Führungsköpfe der staatlich rüstungsindustriellen Komplexe, die ihre inhaltliche Radikalisierung nicht durch Dreisekundenvideos konsumistisch

Sie kommen ohne Toc aus, sie sind dafür zugerichtet durch die Endsilbe tic in dem Wort, auf das sich letztlich alle berufen, auf das letztlich alle gegen sich selbst auf ihr Ende eingeschworen werden — und wenn das alles allen verkauft ist, stehen sie draußen vor der Tür und klopfen: tock tock, um den, teck tock, den einen ihre Taschen zu leeren, tock, um den anderen die Messer, teck, in die Brust und oft, zu oft, zumeist sind es die ein und dieselben, denen allen zuerst die Taschen geleert und dann allen die Messer in ihre ausgeräumten Körper gerammt …

Dagegen ist eine villacherische Tränenshow die falscheste, ist der Ort, das österreichische Parlament, für the shower of tears der falscheste, ist es doch bloß ein Duschen in der eigenen Tränengesinnungsdusche, aus der nur drops of remigration kommen, in der gesinnungsgemäßen Absicht, in die Köpfe der Menschen einzutröpfeln, mit ihnen die Gehirne der Menschen volllaufen zu lassen …

Was für eine Wut, was für eine Lawine der Forderungen, nun auch nach Villach, während weiter

Schulden über Schulden gemacht werden in der Höhe von Billionen Messer, die hingenommen werden, wutlos ergeben, die Schulden auf sich zu nehmen, mehr noch, freudig begrüßt werden, die Schulden in Höhe von Billionen Messer bezahlen zu dürfen, und dafür das Steuergeld für das Notwendigste von Natur und Mensch und Erde mehr und mehr fehlen soll.

Aber die Medien sind, auch nach Villach, voll der Entrüstung, der Empörung, der Wut, der Trauer über die jungen — ja, auch diese vor allem — Männer, für die alle Aufmerksamkeit aufgebracht wird, denen das Menschsein abgesprochen wird, die zu Bestien erklärt werden,

gegen die Konsequenzen gefordert nach dem Testamentarischen der Altgläubigen: „Entsteht ein dauernder Schaden, so sollst du geben Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Beule um Beule.“ Und sogleich treten hin die paradise angels of heaven mit ihren Kerzen, wird in der Sekunde gefragt, wer für diese Männer zahlen wird, in der Sekunde wird die Antwort gewußt: „Täter kostet uns Millionen“ …

„So kann es nicht mehr weitergehen […] müssen wir selbst etwas tun […] der Tenor der Bevölkerung“, wenn es wie jetzt um den „Täter“ in Villach geht, eine „Bürgerwehr“ muß her, aber wenn es um den „loot of trillions“ geht, und das nicht erst seit –, dann nichts, schon gar nicht ein entschieden handelndes Nein der „Bevölkerung“

Im „Kopf des Terrors“ wird viel von all diesen „Tätern“ erzählt, so soll dieses Kapitel mit einer weiteren Erzählung geschlossen werden, was allein aus diesem Buch über all diese Täter mit männlichem Hintergrund zu erfahren ist:

[D]enn das ist es, was die Lehre des Scheichs Muhammad ibn Abd al-Wahhab ihnen sagt. Jeder, der nicht Wahhabit ist, ist ein Ketzer, ein Polytheist, und damit dem Tode geweiht. Denn erlaubt der Wahhabismus nicht ausdrücklich das Töten aller Muslime, die nicht der Doktrin Ibn Abd al-Wahhabs folgen, die Ergreifung ihres Besitzes, die Versklavung ihrer Söhne und die Aneignung ihrer Frauen […] Und wenn die jungen Gotteskrieger sterben, dann sterben sie als Märtyrer, wie Muhammad ibn Abd al-Wahhab ihnen versprochen hat, als Schahid, den siebenundsiebzig Jungfrauen im Paradies erwarten, ein Paradies wie ein Pornofilm, mit Orgien und freiem Sex. Wie also sollten diese jungen Männer nicht freiwillig losziehen, da ihnen die neue „wahhabitische“ Religion alle diese Annehmlichkeiten verspricht, Privilegien, die ihnen in den Wohnghettos, in denen sie leben, immer unerreichbar sein werden. Zugleich findenn sie hier eine günstige Gelegenheit, ihren Wunsch nach Rache an der Welt zu verwirklichen, denn wozu sie in Europa, in Deutschland, in Frankreich, in Holland oder England nicht im Stande sind, das wird ihnen an einem anderen, fremden Ort ein Leichtes sein. Allah aber ist dabei nicht mehr als ein Argument, ein Vorwand, mit dem sie zumindest sich selbst überzeugen, denn eigentlich handeln sie eher aus Langeweile denn aus einem Gefühl der Ungerechtigkeit, eigentlich meint ihre Auflehnung gegen Europa auch eine Rebellion gegen die eigene Familie, gegen die Institutionen, ja, das ganze System. Mit diesem haben sie nach kleineren Straftaten schon ihre Erfahrungen gemacht, nach Einbrüchen oder Diebstählen, aufgrund von Drogenhandel oder mit Fäusten oder auch Messern ausgetragenen Streitigkeiten. All dies ist Ausdruck ihrer Wut, und da diese Wut groß ist und mit jedem Tag weiter wächst, muss sie in der Realitität ihren Ausdruck finden, in einer Art von Reality-Shows, freigiebig mit einem Budget ausgestattet […]

Auf der anderen, der westlichen, der „kultivierten“ Seite, wo andere „Desperados“ auf der Suche nach Abenteuern und ungestraften Morden an andere Fronten ziehen, ist — wie wir gesehen haben — eine andere Propagandamaschinerie am Werk, die diese jungen Männern ebenfalls mit Versprechungen beliefert: den Anreiz der Zugehörigkeit zur Fremdenlegion, der Erwerb der französischen Staatsbürgerschaft, das Erleben einer neuen Kameradschaft, die Möglichkeit, unter anderer Flagge zu töten. Denn schwören diejenigen, die sich freiwillig zur Fremdenlegion melden, nicht ihrem neuen Vaterland, „der Legion die Treue“? Der üppige Anfangssold und die hohen Sonderzulagen, welche die Legionäre beziehen, wenn sie zum Töten an die heißen Orte dieser Welt gehen, nach Afghanistan, Mali oder Nigeria zum Beispiel, wobei der Einsatz in Afghanistan nach wie vor am lohnendsten ist — all das unterscheidet denjenigen, der als Söldner seinem Job nachgeht, nicht von seinen Kollegen, dem neu rekrutierten wahhabitischen Gotteskrieger. Was beide vereint, ist ihr Motiv. Und auch wenn beide nicht immer eine gemeinsame Vergangenheit teilen — eine Vergangenheit, die zumeist aus Vorstrafen und Akten bei der Kriminalpolizei besteht –, so vereint diese beiden Männer ganz gewiss eines: Jeder von ihnen ist auf der Suche nach Anerkennung, sehnt sich nach dem Gefühl, eine wichtige Person zu sein, jemand, den andere brauchen. Auch wenn es zu ihrer Arbeit gehört, andere Menschen umzubringen, und sie möglicherweise selbst dabei umkommen. Ja, wir haben es faktisch mit einer Art von Selbstmord zu tun. Der Söldner gegen den Selbstmörder, beide ziehen sie freiwillig in den Krieg, wohl wissend, dass sie möglicherweise töten werden, aber das zählt nicht. Was zählt, ist die „Action„, wie der ehemalige Fremdenlegionär zu Protokoll gibt, „Action“ für die egozentrischen Krieger und der Tod für die anderen, auch wenn sich diese nur durch Terror verwirklichen lässt. Es ist nur eine Frage der günstigen Gelegenheit, ob diese „Desperados“ am Ende als Killer im Namen Allahs in den Reihen des sogenannten „Islamischen Staates“ oder ohne Gott in den Reihen der französischen Fremdenlegion landen, wobei keiner von beiden, der Kämpfer in den Reihen des IS ebenso wenig wie derjenige, der als Fremdenlegionär im Namen der Prinzipien der französischen Republik kämpft, je eingestehen würde, dass er, indem er freiwillig auf die „killing fields“ zieht, einem inneren Ruf folgt: dem Töten als Gegenentwurf zu dem, was sie an Langeweile, Verdruss und persönlichen Niederlagen erfahren haben. Wie wir in ihren Aussagen gesehen haben, können beide über alles reden, solange das Wort „töten“ oder „morden“ nicht fällt. Denn beide wollen nicht eingestehen, dass die Extras und Privilegien, die man ihnen versprochen hat, lediglich Ansporn und Stimulans sind. Darin unterscheiden sie sich nicht von jenen, die damals der Guillotine zugejubelt haben, die menschliche Köpfe rollen ließ, statt dem Volk Brot zu geben, oder von denen, die dem Versprechen der Revolutionen glaubten, Armut und Bedürftigkeit zu überwinden, und für dieses Versprechen töteten, nur um am Ende nichts Anderes zu finden als den eigenen Tod.
[…]
Das Einzige, was feststeht, ist, dass diejenigen, die sich letztendlich verführen lassen, und dem Ruf des Tötens folgen, dies tun, als leisteten sie einem inneren Gebot Folge. Ja, natürlich mögen Ideen mit im Spiel sein, die gefährlicher sind als jede Kugel, und natürlich sind da die materiellen Verlockungen, Gier und Prasserei zum Beispiel, die gefährlicher sind als die Pest, doch letzten Endes entschließt sich ein Individuum bewusst und willentlich loszuziehen, um zu töten, und ein anderes eben nicht. Der Einzelne schließt sich einem solchen Verband an, wohl wissend, dass er eines Tages zwingend töten wird. Der einberufene Soldat hingegen, der seine in vielen Staaten auf der Welt noch herrschende Wehrpflicht erfüllt, kann den Dienst verweigern oder sogar Fahnenflucht begehen. Derjenige aber, der sich freiwillig meldet, geht willentlich und bewusst. Unwichtig ist in diesem Zusammenhang, ob er dies mit oder ohne Gott tut, unwichtig auch, ob er einer extremistischen Partei angehört wie den Jakobinern in den Tagen der Französischen Revolution oder einer russischen Terrorzelle wie in Dostojewskis Dämonen, oder aber in einen Bürgerkrieg zieht wie jenen in Spanien, dessen Bild uns Ernest Hemmingway in Wem die Stunde schlägt zeichnet, oder sich aber — wie unserer Tage — zum Töten den Schwadronen des sogenannten „Islamischen Kalifats“ anschließt oder der französischen Fremdenlegion beitritt. Töten bleibt Töten, im Namen des Gesetzes oder im Namen der Moral, mit oder ohne Gott. Das ist es, was uns zu schaffen macht, da wir uns für diesen kritischen Moment interessieren, den Moment, in dem einer der Verlockung, auf die „killing fields“ zu ziehen, erliegt.
[…]
Wer all die literarischen Werke liest, die mit dem Thema des Mordens befasst sind und von denen dieses Buch einige näher betracht hat (wobei die Liste ohne weiteres noch länger hätte ausfallen können), und wer historische Abhandlungen studiert oder sich die Geschichten derjenigen Freiwilligen anhört, die aus den Reihen des IS oder der Fremdenlegion oder anderer Organisationen und Armeen zurückkehren, die sich in ihrem blutigen Handwerk nicht von den beiden erstgenannten unterscheiden, also alle Milizen und Truppen, zu denen man sich freiwillig meldet, aus eigenem Antrieb und ohne Zwang, um dort im Namen Gottes oder einer Ideologie zu töten — wer also all dies auf sich nimmt, kommt wohl oder übel zu dem Ergebnis, dass
[…]
Denn Sartres Herostrat Paul Hilbert streift allein durch die Straßen von Paris, um mindestens so viele Menschen umzubringen, wie sein Revolver Kugel birgt, während in eben jenem Jahr 1939, dem Jahr, in dem Sartres Erzählung in Frankreich erschien, Hitlers Armeen sich aufmachten, Europas Städte zu zerstören, Millionen von Menschen umzubringen und zu vernichten, was jahrhundertealte Kulturen errichtet hatten, begleitet und angefeuert von der Begeisterung der Volksmassen und ihrem „Heil Hitler“. Hinterher sollten die Leute sagen, sie hätten nichts gewusst, seien ahnungslos gewesen, was sich hinter den Kulissen wirklich abgespielt hat. Doch in beiden Fällen wählt der Mensch offensichtlich das Böse, hat sich für das Morden entschieden, entweder „subjektiv und eigenverantwortlich“ wie im Falle von Paul Hilbert oder indirekt, durch die schweigende Zustimmung zu Hitlers Verbrechen, denn sollte das deutsche Volk damit nicht einverstanden gewesen sein, so tat es dies auf jeden Fall nicht kund. Und heute? Ziehen hunderte, tausende junge Männer in den Krieg, um im Namen Gottes oder ohne diesen zu töten. Und wir? Wir verhalten uns, wie sich Menschen in der Vergangenheit verhalten haben, als wüssten wir von nichts. Solange der Krieg woanders stattfindet, haben wir nicht das Gefühl, davon betroffen zu sein. Doch der Tod eines Menschen an einem Ort bedeutet ja auch für uns einen Tod, ja, für die gesamte Menschheit, denn es sind unsere Ignoranz und Arroganz, unser Dünkel und unsere Faulheit, die uns denken lassen: Warum sollen wir uns mit dem Tod von anderen beschäftigen, solange der Tod nicht zu uns kommt? Doch die Menschen, die dort sterben, sterben durch Waffen, die im Westen produziert werden. Wir verurteilen die Kriege, die irgendwo am anderen Ende der Welt toben, wir suchen nach einer Erklärung und fragen: Warum tötet der Mensch? Doch ohne dem Ursprung der Waffen nachzugehen, mit denen sich die Menschen gegenseitig umbringen, ohne auch nur einen Augenblick darüber nachzudenken, dass die Rüstungsindustrie eine vornehmlich westliche Branche ist, und durch unser Schweigen angesichts der stetig steigenden Produktion dieser Industrie und ihrer Exporterfolgen — sind auch wir Teilhaber des Mordens.
[…]
Ein Blick auf das, was uns umgibt, zeigt uns, dass sich das Böse auf der Erde ausbreitet wie eine Krake, in Form von Kriegen und Ideologien des Hasses, als Rassismus und Gewalt, aber auch in Gestalt des florierenden

Waffenhandels und Exports von Rüstungsgütern. Allein

Deutschland exportierte im Jahr 2015 Waffen im Wert von 4,2 Milliarden Euro

Oh, so keine Schuld, nein, nun gab es ein Geständnis, in diesem winzigen Land mit dieser Kleinstadt, in der ein Mann einen Revolver mit sechs Patronen wechselte gegen einen Messer, mit dem er fünf Menschen lebensgefährlich verletzte und wie Paul Hilbert einen tötete, Kärnten habe seine „Unschuld verloren“ —

In diesem winzigen Land aber wird seit jeher um die Bedeutung gewußt, was es heißt, wenn ein Mensch stirbt:

An so einem Tag, wenn ein Mensch stirbt, fällt die Sonne vom Himmel …

Akademikerball in der Hofburg: rechte Ortszeit zum Rekrutieren von recht passendem Personal

Es kann sein, daß Walter Rosenkranz bereits einen neuen „Bürochef“ hat, nachdem der bisherige gehen mußte, das in dieser Partei zur Tradition, zum Brauchtum gehört, daß die Angestellten zu gehen haben, und nicht ihre leader

Falls der Posten noch unbesetzt sein sollte, hat Walter Rosenkranz am kommenden Freitag, am 7. März 2025, die rechte Gelegenheit, zwischen den Tänzen in der Hofburg Anwerbungsgespräche zu führen,

es werden auf diesem Ball mit Sicherheit recht genug für ihn geeignete Kandidaten und, falls für ihn auch eine Frau als Bürochefin in Frage kommen sollte, auch Kandidatinnen antanzen, manch einer davon aus der Gruppierung, die ihm, dem Nationalratspräsidenten, seit Wiener Neustadt bestens bekannt, um nicht zu sagen, recht vertraut ist,

und was für eine aus dieser Gruppierung gilt, gilt für die gesamte Gruppierung,

nach dem unbestechlichen Urteil eines Mannes aus der „gehobenen Schicht“,

daß auf diesem Ball in der Hofburg eben nur „gehobene Schicht“

Vielleicht wird der Herr Nationalratspräsident des österreichischen Parlaments, der sein Kommen auf den Akademikerball am 7. März 2025 in der Hofburg ankündigen ließ,

und sich dann dabei ein wenig als „Hausherr“ vielleicht fühlen wird, ist er doch bei Verhinderung des Bundespräsidenten einer der Vertretungen des Bundespräsidenten,

sein erstes Gespräch mit einer führen, die er gar nicht groß anwerben muß, hat sich doch diese selbst bereits in Stellung gebracht, mit einem Telegramm: „Wir haben den 1. NR Präsident!“

Diese telegramige Werbung wird ihn wohl gerührt haben, vielleicht sogar zum Tränen gebracht haben, ist er doch seit kurzem auch dafür bekannt, recht solche vergießen zu können, und das leicht.

Es werden vielleicht nicht alle in die Hofburg kommen, aber für ein Anwerbungstelefonat zwischen den Tänzen könnte sich durchaus Zeit finden lassen, um einen telefonisch anzuwerben, der keine „Geschichtslüge“ zu beklagen hat, wie sein Abberufener, sondern seine Geschichtswahrheit gefunden hat

Und wenn es doch schon — Vorsehung behüte davor! — eine Bürochefin geben sollte, dann bleibt ihm immer noch der Gesinnungstanz, an dem er sich diesmal ohne Haltung einer Rede still recht erfreuen wird können, am Freitag, dem 7. März 2025 in der Hofburg der „Kaiserstadt“ —

Vielleicht aber wird ihm doch die Ehre zuteil, sozusagen als um das Haushofburgherrentum Gebrachter, doch zwei Worte sagen zu dürfen, die er mit Sicherheit stolz würde sagen wollen:

„Alles Walzer!“

Danach, wenn er doch keine Anwerbungsgespräche zu führen hat, könnte er zwischen den Gesinnungstänzen spazieren, darin ist er recht geübt, im Spazierengehen —

Tic Tac Tic Toc Tic Tac

Villach

[…] wie konnten Sie sich in einen so schamlosen, unbegabten Lakaienunsinn verlieren? Sie ein Mitglied ihrer Vereinigung! Ist das die Heldentat […]

Dieser Ennui ist es, der den Sohn einer aristokratischen Familie in die Arme des Terors treibt, so wie er in Europa andere junge Menschen aus wohlhabenden Familien in Terrorgruppen hat aktiv werden lassen, auch wenn sie dort nicht zur absoluten Führungsebene gehört haben mögen. Die Rote Armee Fraktion, die den Herbst des Jahres 1977 in Deutschland durch Flugzeugentführungen und politische Mordanschläge zu einem „heißen“ gemacht hat, ist ein gutes Beispiel hierfür. Als seien Terror und Verbrechen, als sei Morden die Antwort auf dieses „aristokratische“ Gefühl von Langeweile. Die fünf berühmten Führungsfiguren der RAF […] kamen allesamt aus gutsituierten Familien, was uns nachdrücklich an Dostojeweskis Anarchisten denken lässt, jene Nihilisten, die eine romantische Vorstellung von der Revolution teilen, die aber keine Schwierigkeiten haben, sich bei der Umsetzung ihrer Vision in die Tat die Hände blutig zu machen, ja nicht einmal, dabei das Blut von Kindern zu vergießen. Heute weiß ich, dass die Geschichte in Deutschland tatsächlich einige Ähnlichkeit mit Stawrogins Aussagen hatte, und gleichzeitig weiß ich, dass sie auch ganz andes gelesen werden kann, da — wenn wir uns die Worte des alten Professors Pohlmann aus Erich Maria Remarques Roman Zeit zu leben und Zeit zu sterben zu eigen machen — die Frage, wer nun Henker und wer Opfer ist, und wo das eine beginnt und das andere aufhört, nicht letztgültig beantwortet werden kann.

Denn es steht fest, dass jene deutschen Terroristen, die sich im Gefängnis von Stuttgart-Stammheim im „deutschen Herbst“ des Jahres 1977 das Leben nahmen […], genau wie etlcihe ihrer Nachfolger und Erben, mehrheitlich aus gläubigen protestantischen Familien kamen (mit Ausnahme von Andreas Bader, der aus einer katholischen Münchner Familie stammte). Ja, einige ihrer Väter waren sogar Pastoren, ein Umstand, dem vieles anzulasten ist, denn vielleicht waren sie der Moralpredigten überdrüssig, mit denen ihre Eltern sie überzogen hatten, vielleicht wollten sie die andere Seite der Medaille sehen, das Scheitern der Familien bei ihrer Erziehung aufdecken usw… Und andererseits war der von der RAF entführte und ermorderte Arbeitgeberpräsident und Vorsitzende des Bundesverbands der Deutschen Industrie Hanns Martin Schleyer ein „gläubiger“ Katholik, geboren am 1. März 1915 im süddeutschen Offenburg, einer Stadt, in der Jahrhunderte lang die Gewährung des Bürgerrechts an die katholische Konfession gebunden war und in der bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts keine Nicht-Katholiken lebten. Nach seiner Ermordung wurde zudem bekannt, dass Schleyer eine nicht eben gewöhnliche Nazivergangenheit gehabt und in der für ihre Grausamkeit und Verbrechen bekannten SS den Rang eines Untersturmführers bekleidet hatte. Auch war zu erfahren, dass er bereits 1935 als Student unter Protest aus seinem Corps ausgetreten war, dem er „mangelnde nationalsozialistische Gesinnung“ vorwarf, da die Verbindung jüdische Alt-Herren nicht ausschloss, sich also nach Auffassung des jungen Schleyer nicht antisemitisch genug zeigte. Revolutionäre gegen Nazis, Protestanten gegen Katholiken – und überall ein großes Morden!

Er radikalisiert sich, wie es heute heißt, in seinen jungen Jahren, gerade einmal zwanzig ist er, im Alter also von dem Mörder in Villach, und sein ganzer Stolz seine erste Firmungstaschenuhr, die er jahrelang wieder und wieder, sooft er nur kann, an sein Ohr hält … Wie lange wird er gebraucht haben, um sich zu radikalisieren? Madige, wie es jetzt vom Mörder in Villach gesagt wird, drei Monate?

Macht die Radikalisierungsuhr nicht von seiner Geburt an Tick-Tack-Tick-Tock-Tick-Tack-Tick-Tock, bis sie schließlich auch ihn erwachen heißt?

Die Radikalisierungsuhr einer radikalisierten Gesellschaft ihm läutet zum Aufstehen und zum Einreihen in den „schamlosen Lakaienunsinn“

Berghof

Es gab einst keine weltweite Übertragung,

es gab davon keine Fernsehbilder in Echtzeit,

nicht aber weil der Österreicher höflicher, zurückhaltender, kultivierter, schamhafter war, als jener Mann, von dessen Verhalten in diesem Februar 2025 es Fernsehbilder gibt, und er selbst davon meint, mit ihm sei das großartiges Fernsehen

aber so muß es damals wohl zugegangen sein, als der eine Österreicher

einen Österreicher in seiner mountain barrack empfing, um ihn zu erniedrigen, ihn zu demütigen, ihn zu maßregeln, to barrack him

Damals wie heute wieder zwei, die einander zugetan, als sie sahen und wieder sehen, es wird ihnen nicht entschieden genug Einhalt geboten, in ihrer Gier, ein Land, Land um Land, Länder untereinander aufzuteilen

Damals als heute

wieder dabei, die und vor allem Männer des Angehäuften —

ihre Tagesordnung heute die vom damaligen Heute

… wie damals jene, die sich das Heil von diesen erhoffen, für diese Hoffnung verkaufen,

für sie verblendet verblenden,

sie selbst könnten davon je auch profitieren