Thilo Sarrazin füttert Claus Peymann und zieht ihm dabei alte Hosen an

Vieles von dem, was Claus Peymann der Tageszeitung „Die Welt“ zum „Abbruch der Tilo-Sarrazin-Lesung“ im Berliner Ensemble gesagt hat, ist richtig, aber falsch.

Freiheitliche Peymann SarrazinEs ist richtig und vollkommen gerechtfertigt, dagegen zu sein, wenn Veranstaltungen auf diese ungehörige Weise gestört werden. Es ist richtig zu kritisieren, wenn die Kultur des Diskurses verkommt. Es ist richtig und vollkommen gerechtfertigt, jene verbal zu ohrfeigen, die aus hehren Idealen meinen eine Lesung auf eine derart unangemessene und inakzeptable Weise stören zu müssen.

Aber falsch ist es, es gleich als „nazihaft“ hinzustellen. Zu qualifizieren kann nicht gesagt werden, denn es ist keine qualifizierte Aussage von Claus Peymann, wenn er diese unangebrachte Störung eine „nazihafte“ nennt. Zum einen deshalb, weil er damit jene, die heutzutage als „Rechtsradikale“, als „Rechtsextreme“, als „Neonazi“ eingestuft werden, mit einem Werbespruch eines Unverdächtigen unterstützt, die seit langem schon öffentlich verleugnen, was sie sind, und das, was sie sind, öffentlich anderen vorwerfen, zu sein, beispielsweise „Nazis“. Und diese Kreise gehen bevorzugt mit Sprüchen von sogenannten Unverdächtigen hausieren, um ihren vermeintlichen Wahrheiten Wahrheit einzubrennen, sich selbst unverdächtig zu machen, die gesamte Nationalismus- und Revisionismus-Industrie ist gierig nach Aussagen von sogenannten Unverdächtigen, mit denen sie dann für sich werben können. Weiter ist es auch deshalb falsch, weil es auf das Steckenbleiben in der Sumpfzeit des deutschen reiches beharrt, kein Herauskommen fördert, keinen Ausweg aufzeigt. Und es ist gesellschaftsatmosphärisch gefährlich, denn, wenn ohnehin alles „nazihaft“ sei, was spräche noch dagegen, wieder …

Es ist richtig, was Claus Peymann in diesem Interview sagt, mit der Keule Rassismus muß vorsichtig umgegangen werden, aber es ist auch ein großer Bühnenmann damit wohl mehr als überfordert, gleichzeitig mit zwei Keulen vorsichtig umgehen zu können … Thilo Sarrazin wird es freuen, daß ein großer Mann gegen einen großen Mann nicht die Keule des Rassismus schwingt, dafür aber die Keule des Nationalsozialismus gegen …

Es ist richtig, was Claus Peymann in diesem Interview sagt, es ist die Auseinandersetzung zu suchen, um beispielsweise über Xenophobie zu reden, aber es ist falsch, diese Auseinandersetzung mit nur einem einzigen Menschen zu suchen, nämlich mit Thilo Sarrazin. Für einen großen Mann, wie es Claus Peymann ist, kommt wohl nur die eine Auseinandersetzung in Frage, die zwischen zwei großen Männern. Es ist richtig, wie Claus Peymann sagt, daß es Ängste gäbe, die offenbar viele in Westeuropa und speziell in Deutschland hätten. Aber es ist falsch, daß Thilo Sarrazin diese Ängste ausspricht. Was immer Thilo Sarrazin spricht, er spricht allein für sich, er soll es auch sprechen, er soll es auch schreiben. Aber seine Bücher sind gänzlich untauglich dafür, Ängste abzubauen, denn er schreibt Ängste vor, von denen Menschen noch gar nicht wußten, daß sie sie hatten, bevor sie das Geschreibsel von ihm lasen. Dieses Phänomen ist gerade von psychologischen Büchern her gut bekannt, plötzlich bei der Lektüre von psychologischen Büchern zu erkennen, welche eigenen psychischen Störungen … und augenblicklich bei der Lektüre von anderen psychologischen Büchern ganz andere und also entgegengesetzte eigene psychische Störungen herauszulesen.

Es ist richtig, was Claus Peymann in diesem Interview sagt, es ist auch die Auseinandersetzung mit „so“ einem Menschen zu suchen. Aber es ist falsch, diese Auseinandersetzung mit nur einem einzigen Menschen öffentlich zu führen. Claus Peymann könnte, um mit ihm über seine Ängste zu reden, Thilo Sarrazin zu sich nach Hause einladen. Aber ein großer Mann wie Claus Peymann macht so etwas nicht unter der Öffentlichkeit, und ein großer Mann wie Thilo Sarrazin spricht über seine Ängste auch nur öffentlich, die er aber nicht als Angstvoller vorträgt, sondern als ein Denker, der für die Öffentlichkeit öffentlich denkt, während er tatsächlich sich nur heimlich und möglicherweise sich selbst uneingestanden aber dafür in der Öffentlichkeit sich ängstigen kann.

Es ist richtig, daß Claus Peymann die Bücher von Thilo Sarrazin liest, zur Vorbereitung auf die Gespräche mit dem sich ängstigenden Thilo Sarrazin in der heimeligen peymannschen Küche. Aber es sind die falschen Bücher für den öffentlichen Diskurs, wenn, wie es wohl auch Claus Peymann möchte, es weiterhin eine förderliche Entwicklung der Gesellschaft zum Positiven und zum Friedlichen hin geben soll, oder wenigstens nicht eine weitere Verschlechterung, nicht eine weitere Radikalisierung, nicht eine weitere Förderung des Destruktiven, nicht eine weitere Erhöhung der Gewaltbereitschaft. Es gibt diese Bücher, die nicht für Küchenangstgespräche geschrieben sind,  von Menschen, die aber für Claus Peymann nicht zur Gesellschaft zu gehören scheinen, für den nur Thilo Sarrazin zur Gesellschaft gehört, vielleicht deshalb, weil diese bücherschreibenden Menschen nicht derart öffentlichkeitswirksam sind, nicht sicher genug garantieren können, die Scheinwerfer auch für Claus Peymann hell genug zum Strahlen zu bringen.

PS Das Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft zitiert nun mit gesinnungsfreudigem Genuß Claus Peymann. Wie sich die Zeiten geändert haben. Einst plakatierte die freiheitliche Gemein-Schaft „Lieben Sie Peymann …“. Ob die freiheitliche Antwort nun ein uneingeschränktes Ja ist, vermag nicht gesagt zu werden, aber jetzt einen Burgtheaterdirektor Peymann zu haben, könnte auch für Freiheitliche Charme haben, denn dann wäre ihr Thilo Sarrazin mit auf der Festung … Wie sich die Zeiten geändert haben, und komme jetzt da niemand und sage, diese haben sich erfreulich geändert …

Ein Stück von Jean Genet verbieten zu wollen, ist wie – sich selbst ausladen zu wollen

Es sagt menschgemäß viel aus, wenn die Forderung erhoben wird, ein Stück von Jean Genet abzusetzen, über die Lage der Menschen, die in Österreich leben, die keine angenehme ist, denn zu oft müssen sie das Wort „Neger“ hören, das alles andere als freundlich intoniert und gemeint ist, zu sehr ist das Klima immer noch vergiftet, die Luft angereichert mit Vorurteilen, mit Diffamierungen, mit Abfälligkeiten, diese Menschen bekommen in diesem Land eine Luft, die nicht zu atmen ist, sondern zum Ersticken …

Und so ist es verstehbar aber nicht zu akzeptieren, wenn die Forderung erhoben wird, ein Stück nicht zu spielen, das den Titel „Die Neger“ …

Wiener Festwochen Black Panthers Jean GenetAber wer hier tatsächlich der Beleidigte ist, wer hier tatsächlich der Diffamierte ist, wer hier tatsächlich der Ignorierte ist, wer hier tatsächlich der Erniedrigte ist, das ist Jean Genet, wieder einmal Jean Genet.

Er wird tatsächlich beleidigt und ignoriert und erniedrigt von dem Regisseur, weil dieser sogenannte weiße Schauspieler und sogenannte weiße Schauspielerinnen spielen läßt, während Jean Genet sich immer ausdrücklich dagegen verwahrte, daß sogenannte Weiße die von ihm geschaffenen Figuren dieser Groteske spielen.

Er wird aber auch tatsächlich beleidigt und tatsächlich diffamiert von jenen Menschen, die nun die Absetzung seines Stückes fordern, weil sie erstens sein Stück ignorieren, zweitens seine Clownerie auf einen Titel erniedrigend reduzieren, drittens sein Leben ausblenden und viertens dazu noch wegwischen, für wen er durch die USA reiste, auf welche Seite er sich stellte, zu einer Zeit, als kaum wer sich auf diese Seite stellen wollte, nicht einmal sogenannte Progressive mit einer rosa Hautfarbe …

„In der Folge konnte ich mich nur den farbigen Unterdrückten anschließen, die gegen die Weißen revoltierten. Gegen alle Weißen. Ich bin vielleicht ein Schwarzer, der weiße oder rosa Hautfarbe hat.“ („Ich erlaube mir die Revolte“, Hubert Fichte und Jean Genet, „Die Zeit“, 13. Februar 1976)

Es wäre respektvoll und gerade ihm gegenüber mehr als angemessen, wenn Jean Genet nicht weiter beleidigt und diffamiert und ignoriert werden würde, weder von dem Regisseur, der seinen Willen gröblichst mißachtet, noch von den Menschen, die ein Stück von ihm nicht aufgeführt sehen wollen, und vielleicht überzeugt alle daran Beteiligten der Bericht von Angela Davis über ihre Begegnung mit Jean Genet in den USA, über das Engagement von ihm, als kaum sogenannte Weiße sich engagieren wollten, Jean Genet nicht weiter zu …

When Jean Genet came to the USA in spring 1970, although it was our first meeting with him, there were many of us Black Americans who already considered him an ally because of his play The Blacks that had showed in New York a few years before. The Black Panther Party invited Genet so he could help them, holding conferences in different universities over the USA. It was a major critical stage of the black of struggle in the USA. I was in charge of translating his speeches, for instance at UCLA where I was teaching philosophy. A party was arranged for him in the house of filmmaker Dalton Trumbo in Hollywood: many stars showed up and it helped raise funds to pay the imprisoned Panthers‘ lawyers. David Hilliard, a member of the Black Panther Party, largely mentioned in Prisoner of Love, told me Genet had arrived with worn out clothes and was asked to get a bit dressed up. He was taken to a San Francisco shop run by a Black man so moved that Genet came to the USA to help the Panthers, he offered him a jacket, a pair of trousers and a shirt. I remember him, so happy to wear these gifts, and me, so excited to meet him. I knew his writings, he was a mythical character to me but, face to face with him, I had an almost motherly feeling. He was like a little boy, very kind and laughing a lot . . .
At the time he gave his speeches, the situation was quite complicated: there were not many White folks willing to support an organization very wrongly described as a „terrorist“ one, made up of people willing to kill policemen, etc. At the time, I was a member of this movement and had lost my job as a teacher in UCLA but I quashed the decision on appeal and was reintegrated. It was very difficult to succeed in spreading out the movement and find support for Black political prisoners. On the campus, teachers and students alike would often demonstrate against the war in Vietnam. For instance, there had been a demonstration against Nixon’s policy in Vietnam with ten to fifteen thousand persons; nevertheless, two weeks later, when we tried to arrange another demonstration to obtain the release of Bobby Seale, Erika Huggins and the „Soledad Brothers“ ( George Jackson, John Clutchette, Fleeta Drumgo) who were in jail, we only managed to gather two hundred persons, most of them Blacks. We just didn’t succeed in raising a great multiracial movement and thought Genet, thanks to his fame, could help us reach White progressives.
When we advertised for his conference, the posters did not mention that Genet would talk about the Black Panthers. We just said he would speak and a huge crowd came to hear him because he was Jean Genet, the great writer. He started saying he would talk about the Black Panthers and made a very moving appeal – a very theoretically advanced one, I’d say – about how to fight racism. Genet had made some proposals twenty years before that we just started to develop; for instance the White participation in the struggle against racism. After a quarter of an hour, many members of the audience started to get upset and to whisper and, suddenly, someone even interrupted Genet asking him to speak, at last, of himself and his work! Genet answered: „No, I’m not here to talk about literature or my books. I came to defend the Black Panther Party.“
Then, something deeply shocking to me occurred: half of the audience progressively left the place. They didn’t want to hear about the BPP. For us, it was a real lesson. We could judge how much work had to be done to generate a real movement against racism. Many teachers I was familiar with were unable to attend such debates because, in a way, they felt Genet was accusing them of collusion. However, those who did stay were giving us something invaluable. Genet knew how to speak his heart without pity or condescension. Now, we have learned how not to mistake solidarity feelings for feelings of pity among the representatives of the ruling culture. Genet, he already knew how to distinguish them. In his Yale speech, on the Mayday Speech day, he even goes so far as to advocate the development of a „tactfulness of the heart“ when dealing with Black folks. He also says that Blacks had silently been observing Whites for centuries and had learned a lot about them and their cultural background. And Whites did not even realize they were being observed. What we develop nowadays in our lectures means the same: White folks have got to go to Black school; they have to learn something from them. From Black folks but also Indians, Chicanos and the whole multicultural U.S. population.
One last important point: it was Genet who heightened the Black Panther Party awareness to the Homosexual Rights issue. David Hilliard told me that when they were traveling together from state to state, from one university to another, some members of the Party were using very rude and homophobic words to insult Nixon or Mitchell. Genet was hurt by these words and told them they should not use such vocabulary. One night, he even showed up at the hotel – there used to be four or five men per room during these trips – dressed in a sort of pink negligee, and a cigar in his mouth. Well, they all thought Genet was going crazy! He had just wanted to bring about a discussion on the similarities between the struggle against racism and the struggle against homophobia. After these trips in 1970, David Hilliard and his mates largely spoke of the matter with Huey Newton (the BPP’s president, in jail at the time) and later published soon after an important article in the BPP’s newspaper saying: „Whatever your personal opinions and your insecurities about homosexuality and the various liberation movements among homosexuals and women (Genet also had spoke about women’s liberation during his stay – Angela’s note), we should try to unite with them in a revolutionary fashion. I say: ‚whatever your insecurities are‘ because as we very well know, sometimes our first instinct is to want to hit a homosexual in the mouth, and want a woman to be quiet. We want to hit a homosexual in the mouth because we are afraid that we might be homosexual; and we want to hit the women or shut her up because we are afraid that she might castrate us, or take the nuts that we might not have to start with. [ . . . ] Remember, we have not established a revolutionary value system; we are only in the process of establishing it. I do not remember our ever constituting any value that said that a revolutionary must say offensive things towards homosexuals, or that a revolutionary should make sure that women do not speak out about their particular kind of oppression. [ . . . ] And I know through reading, and through my life experience and observations that homosexuals are not given freedom and liberty by anyone in the society. They might be the most oppressed people in the society. [ . . . ]“

Die Legende vom Zweiten Vatikanischen Konzil – Jesus Christus möchte auch mit Männern, die keusche Jungfrauen sind, verkuppelt sein

Beinahe wurde wieder darauf vergessen, daß daran gedacht war, hier die eine und andere Passage aus den Papieren des Zweiten Vatikanischen Konzils zu zitieren, wie in

Die Legende vom Zweiten Vatikanischen Konzil – Der Mensch ist der Kirche ein Schaf in ihrem Stall

angekündigt und erklärt, weshalb es sich bei dem Zweiten Vatikanischen Konzil um eine weitere Legende …

Also die zweite Passage …

Jesus Christus möchte auch mit Männern vermählt sein, die jungfräulich keusch ihn kommen …

„Auf diese Weise bezeugen sie also vor den Menschen, daß sie sich in ungeteilter Hingabe der ihnen anvertrauten Aufgabe widmen wollen, nämlich die Gläubigen einem Mann zu vermählen und sie als keusche Jungfrau Christus zuzuführen; so weisen sie auf jenen geheimnisvollen Ehebund hin, der von Gott begründet ist und im anderen Leben ins volle Licht treten wird,“

Einmal heißt es, Legenden von Organisierten Glauben dürfen nur bildlich verstanden werden, dann aber wieder und zugleich, die Legenden sind wörtlich zu nehmen und vor allem wörtlich zu befolgen. Eine Vermählung ist bildlich wie wörtlich eine Vereinigung, der einzige Unterschied, wörtlich ist die Vereinigung eine mit amtlicher oder kirchlicher Beurkundung …

Zweites Vatikanisches Konzil - Jesus Christus will mit Männern verkuppelt werdenIst es also nicht erheiternd, wie seit knapp fünfzig Jahren der Organisierte Glauben der römisch-katholischen Kirche sich dagegen sträubt, wehrt, kämpft, u.v.a.m. auch dagegen, Männern zu erlauben, miteinander sich zu vermählen, während es die festgeschriebene Aufgabe der zölibitären Priester ist, Gläubige, also auch Männer mit einem Mann zu vermählen, Jesus Christus mit Männern zu verkuppeln, die keusche Jungfrauen sind. Demokratisch gesehen, ist es nicht heiter, denn das Recht, das dieser Organisierte Glaube einem Mann zugesteht, sich also mit Männern zu vermählen, wird ausschließlich diesem Mann zugestanden, weil er sein Führer ist, und ein Fürst hat alle Rechte, so daß für andere keine mehr überbleiben, auch das Recht darauf, nur keusche und jungfräuliche Männer zugeführt zu bekommen, bleibt einzig dem Fürsten vorbehalten. Jesus Christus, diese zweite Figur in der Figur Gottes, muß in sexueller Hinsicht ein rechter Feinspitz sein, oder schlicht ein Mann. Diese Gelegenheit soll auch gleich dafür genützt werden, um dazu keinen eigenen Text schreiben zu müssen, eine Anmerkung betreffend Jungfrau zu machen, zur in diesen Papieren auch vorkommenden Jungfrau Maria. Es gibt haufenweise Spekulationen darüber, wie das Wort Jungfrau in Zusammenhang mit Maria und ihrer Empfängnis zu verstehen ist, zu deuten ist. Wahrscheinlich gibt es dafür eine ganz einfache Erklärung. Für die auch die äußerst großzügigen Zeitangaben in den Legenden sprechen würden, bis zu welchem Zeitpunkt war Maria tatsächlich eine Jungfrau, wenn für einen Moment das Gerede von der Jungfräulichkeit als eine wichtige Station im Leben eines Menschen übernommen werden darf. Die Legenden wurden von Männern geschrieben und von Männern ist sehr bekannt ihre primitive Gier, der erste Mann für eine Frau zu sein, der sie erkennt, um in ihr den Samen der Unvergeßlichkeit zu pflanzen, auch zur stolzen Verkündung unter der Männerschar, sehet aber diese geschwelte Mannesbrust, die die erste war und ihr werdet auf ewig nur die zweite … Kompliziert ist bei diesen Verhältnissen nur eines, wer von dreien Figuren Gottes lag als erster Mann bei Maria? Schwängerte Jesus Christus seine Mutter mit sich selbst …

Bei diesen abenteuerlichen Verhältnissen ist alles möglich. Wie auch die oben begonnene Passage nahelegt und die wie folgt schließt:

„in welchem die Kirche Christus zum einzigen Bräutigam hat.“

In den Papieren des Zweiten Vatikanischen Konzils wird die Kirche u.v.a.m „Leib Christi“ genannt, das heißt dann, Jesus Christus ist sein eigener Bräutigam … Einen Maler für dieses Bild!

Freiheitliche Gemein-Schaft setzt sich für den Verlag eines „Salonfaschisten“ gegen Amazon ein

Das unzensurierte Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft jault auf, weil das Unternehmen Amazon zwölf Bücher aus dem Programm genommen hat, von dem Verlag Antaios des „Salonfaschisten“ Götz Kubitschek und mit ihm heult das gesamte Lager der Schollengesinnung auf, das sei „politische Zensur“ …

Freiheitliche Gemein-Schaft unterstützt Antaios gegen AmazonEs mutet zwar tatsächlich seltsam an, weshalb das Unternehmen Amazon gerade diese zwölf Bücher nicht mehr liefern will, wenn bedacht wird, was sonst alles bei Amazon gekauft werden kann, selbstverständlich auch weiterhin Bücher des Verlages Antaios … Aber einem Unternehmen ist es zu überlassen, aus welchen Gründen es gewisse Produkte nicht mehr im Programm haben will, welche Produkte aus welchen Gründen immer in seinem Sortiment … Wer sich einem Monopolisten ausliefert, ist eben geliefert. Aber diese zwölf Bücher sind nicht verboten, und wer seine Bücher verkaufen will, muß sich halt anstrengen, neue Wege des Marketing und des Verkaufs zu gehen …

Und auch ein Götz Kubitschek hat seine Helfer, wie eben das Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft, die seinen Verlag anpreist: als einen „kleinen, aber sehr feinen Verlag“, der ein „qualitätsvolles Programm“ …

Und andere Werbekanäle hat Götz Kubitschek ohnehin noch zusätzlich, wie beispielsweise PI, die sogar Auszüge „mit freundlicher Genehmigung“ aus einem der nun bei Amazon nicht erhältlichen Bücher bringt … Wenn die Zugriffszahlen stimmen, erreicht sein Verlag allein über PI sehr sehr viele potentielle Kunden …

Antaios PI Ares Freiheitliche Gemein-SchaftWeshalb Unzensuriert also derart aufheult, mag möglicherweise der Furcht geschuldet sein, das könnte auch dem steiermärkischen Ares-Verlag passieren, daß Amazon plötzlich ein paar Titel aus dem Sortiment nimmt, und wer kann schon sicher sein vor der Laune eines Monopolisten – eine Barbara Rosenkranz? ein Martin Graf?  ein Walter Marinovic? ein … Immerhin tun Antaios und Ares recht miteinander …

Ach, lustig ist das alles doch alleweil … da wird von der Scholle „politische Zensur“ in die Welt gerufen, und warum? Bloß weil ein Unternehmen von seiner Freiheit der Produktwahl Gebrauch macht – launenhaft, durchaus nicht nachvollziehbar … Während – hier hört sich die Lustigkeit auf – einer von der freiheitlichen Gemein-Schaft staatliche Gesetze gegen die freie Meinungsäußerung fordert … Lachhaft bleibt aber, wenn Zensoren überall Zensur wittern …

Zur Nachlese, eine kleine Auswahl:

Götz Kubitschek

Richard Millet

Antaios

PI

Ares

Messe Zwischentag

Amazon

Vaterwäsche ist kein politisches Programm

Wie breit wird nach wie vor medial in den Namen Haider gebissen und dann sabbernd geschrieben … aktuell darüber, daß eine haidersche Tochter zur EU-Wahl … Und wie sippengeil springen nicht nur die Medien der gutter press einer Verwandten bei, bloß weil sie Haider heißt …

EU-Wahl - father was a flying hypoAls wäre Haider ein Synonym für Politik. Während Haider für nichts steht, oder genauer, für all das Negative, das Wähler und Wählerinnen angeblich in der Politik nicht haben wollen, sie angeblich nicht wählen, während sie zugleich tatsächlich jene wählen, von denen je nichts anderes zu erwarten und je nichts anderes zu bekommen ist, als ebendieses steuergeldteure Hypernegative …

Wenn es dem BZÖ und Ulrike Haider gelingen sollte, die notwendigen Unterstützungserklärungen zu erhalten, um tatsächlich zur EU-Wahl antreten zu können, was würde damit unterstützt und was würde dann gar auch noch gewählt werden?

Eine nach Unterschriften zur Wahlzulassung und nach Geld bettelnde Partei der freiheitlichen Gemein-Schaft, die es nicht mehr in das österreichische Parlament geschafft hat, mit einer ob ihres Namens an die Spitze gestellte Unterschriftensammlerin, die keine anderen Positionen vertritt als eben jene der freiheitlichen Gemein-Schaft, wie es beispielsweise allein schon ihre Freude ausdrückt über die Abstimmung in der Schweiz über Zuwanderung …

Eine Partei der freiheitlichen Gemein-Schaft, die in Kontakt ist, wie auch von dieser freiheitlichen Partei nicht anders zu erwarten, mit rechtsextrem bis neonazistisch Eingestuften …

Eine nach Unterstützung bettelnde Vielleicht-EU-Wahl-Kandidatin aus der freiheitlichen Gemein-Schaft, die sich von ihrem Vater, wie sie sagt, dadurch unterscheidet, 26 Jahre jünger zu sein, der Unterschied ist also, sie ist 26 Jahre jünger als ein Toter … Das macht mehr als deutlich, was ihr Programm ist. Es ist ein totes Programm. Es ist eine tote Politik und eine Totenpolitik …

BZÖ Svoboda

Svoboda, Ukraine – „Kontakte zu FPÖ und BZÖ.“

Es kann auch gesagt werden, es ist gar keine Politik, nicht einmal eine Parteipolitik. Denn wie viele müßten, die ihre Väter reinwaschen wollten, um Unterstützung hausieren gehen? Abermillionen. Was wäre das, würden diese alle gewählt werden, für ein Geschrei und Stimmengewirr in den Parlamenten, aus dem heraus nur ein Wort noch zu verstehen wäre: Vater Vater Vater Vater … Was wären das für Beschlüsse und Gesetze, in denen nur noch stünde: Vater Verschwörung Vater Gigant Vater Verschwörung Vater Gigant Vater Verschwörung …

Zur Zeit der freiheitlichen Gemein-Schaft empfiehlt zur Lektüre einen Bankrotteur

Es ist seit langem ohnehin klar, daß die freiheitliche Gemein-Schaft ihre besonderen Vorgänger, ihre recht speziellen Vorbilder hat, denen sie nachschreibt, nacheifert, nachtradiert. Ein Beispiel kann heute wieder gegeben, das anschaulich die Frage beantwortet: Woher haben das Freiheitliche? Das Abwälzen von Schuld auf andere. Das Anprangern der Medien. Das Abschieben jedweder Verantwortung. Das Jammern und das Selbstmitleid, wie ungerecht und hart die ganze Welt zu ihnen ist. Kurz und recht: diese Anschauung, immer sind es die anderen, diese Selbsteinschätzung, die Freiheitlichen wären ja gut, aber da gibt es diese anderen, ach, wenn es die doch nicht gäbe …

Adam Müller-Guttenbrunn und Freiheitliche - Ausgeliefert einer feindlichen Welt

Zur Zeit: „Feindschaft des Feuilletons der Salonblätter“; Müller-Guttenbrunn: „Feindselige Presse. Von tausend Feinden befehdete Theater. Judenpresse.“

Von einem Adam Müller-Guttenbrunn werden Freiheitliche wohl auch recht viele Anregungen sich geholt haben und immer noch holen. In der aktuellen Ausgabe 8 der freiheitichen ZZ wird er wohl nicht umsonst zur Wiederlektüre empfohlen, und Helge Morgengrauen schreibt eine Empfehlung, die Adam Müller-Guttenbrunn selbst nicht anders hätte schreiben können …

Daß Adam Müller-Guttenbrunn in der gesinnungsmäßigen Tradition der Wiederempfehlungen der freiheitlichen ZZ steht, muß im Grunde nicht besonders erwähnt werden. Die freiheitliche ZZ setzt auch 2014 diesen Gesinnungskurs fort, zu all den literarischen Lieblingen, die auch Lieblinge von beispielsweise einem Adolf Hitler waren, kommt also Adam Müller-Guttenbrunn hinzu. Deutschnational, antisemitisch – was und wer kommt für die freiheitliche ZZ zur Wiederlektüre sonst denn schon in Frage? Ihre gesinnungsgemäßen Nachgeborenen, die mit dem Glück hadern, Nachgeborene zu sein …

Wer mehr über Adam Müller-Guttenbrunn erfahren möchte, wird „Wikipedia“ als Quelle empfohlen. „Wikipedia“ wurde hier bis vor kurzem nicht als Quelle verwendet. Aber seit erfahren wurde, daß in den Kreisen, in den sich auch die freiheitliche Gemein-Schaft bewegt, „Wikipedia“ als „deutschfeindlich und linksextrem“ eingestuft wird, macht es eine Freude, „Wikipedia“ zu nennen, um allein dadurch schon zeigen zu können, wie aberwitzig es in diesen Kreisen recht hoch hergeht …

Adam Müller-Guttenbrunn führte zwei Theater in den Ruin. Aber er sieht bei sich keine Schuld. Wie bekannt ist das von den Freiheitlichen, wird an die Wörtherseebühne gedacht und in Ermangelung einer zweiten in den Ruin zu führenden Bühne fanden die Freiheitlichen dazu eine Bank zum Ruinieren, aber wie für Adam Müller-Guttenbrunn sind auch für die Freiheitlichen alle anderen dafür verantwortlich zu machen, als Schuldige hinzustellen, nur die Freiheitlichen und er sind frei von – Reflexion.

Für jene, die es interessiert, was die Freiheitlichen vor einhundertzwölf Jahren schrieben, als sie noch Adam Müller-Guttenbrunn hießen und die Ehre hatte, daß ein Karl Kraus sich mit ihm beschäftigt, ist hier aus der Fackel Nr. 146 aus dem Jahre 1903 bereitgestellt:

Das Jubiläumstheater samt Denkschrift von Adam Müller-Guttenbrunn an Karl Lueger

Aber Adam Müller-Guttenbrunn ist nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht ein Bankrotteur, sondern auch in literarischer. Die freiheitliche Gemein-Schaft scheint gesinnungsgemäß und traditionell unverändert eine Vorliebe für den Bankrott jedweder Art zu haben. Die Vorliebe für den literarischen Bankrott wird ihnen niemand zum Vorwurf machen, dieser ist wenigstens nicht direkt und unmittelbar etwa in wirtschaftlicher Hinsicht gefährlich, wenn auch nie harmlos, die Vorliebe für den wirtschaftlichen Bankrott ist aber hypergefährlich.

Was für ein literarischer Bankrotteur zusätzlich zum wirtschaftlichen Bankrotteur Adam Müller-Guttenbrunn, der sich auch als Abgeordneter versuchte, war, dafür reicht als Beispiel ein Ausschnitt aus dem von Helge Morgengrauen empfohlenen Roman „Meister Jakob und seine Kinder“, der auch nicht besser wäre, würde in diesem von einem „Tellerschwab'“ erzählt werden …

Zum zweitenmal schon pfiff der Tellerjud vor dem Hause.
Was der Mensch zu solcher Zeit nur will? Ist doch keine
Seele daheim. Wer denkt jetzt an sein Geschirr!
Die Frau Eva meldete sich nicht. Aber der fahrende Hausierer
sah sie Wasserschöpfen und kam herzu. »Liebe Bas’,
ich hab schönes Porzellan. Ich geb’ es billig in der schlechten
Zeit. Gar kein Geschäft!«
»Ich kaaf nix.« »Ach, wer kann das wissen. Ihr habt Töchter, schöne
Töchter, ihr werdet im Fasching Porzellan brauchen, aber
dann wird’s teurer sein.«
»Des hot Zeit. Häb jetzt kein Geld für solche Sache!«
»Verlang’ ich denn a Geld von Euch? Ihr gebt mir zehn
alte Zinnteller und ich geb Euch zehn schöne Porzellanteller.
Ware gegen Ware. Ich nehm’ auch Getreide.
»Zinn?« fragte sie.« Unser altes Zinng’schirr is am Bode
hinnerm Schornstein. Bis Ihr wieder einmal kommt.«
»Ich hol mer’s selber herunter«, sagte der Händler geschmeidig
und drang in den Hof. Die Bas’ Eva begoß ihr
Linnen und dachte nach. Es lagen sicher zwölf oder fünfzehn
Teller und ein paar Schüsseln droben. Sie hatte sie
einst mitbekommen in ihre Aussteuer, aber sie waren seither
ganz aus der Mode gekommen. Die Kinder hatten noch
gegessen aus den alten Erbstücken, die weiß Gott woher
stammten. Und jetzt sollte man sie hergeben? Aber der Tellerjud
hat recht, sie wird Porzellan brauchen in kommender
Zeit. Schon für die Hochzeit der Anmerich. Der Händler,
ein kleiner alter Jude von polnischem Aussehen, in Kaftan
und Löckchen, wartete geduldig. Und als die Gießkanne
der Bas’ Eva leer war, sagte sie: »Ihr wollt mei’ Zinn. Zeigt
mer amol Euer Parzlan! Es hot mich schon amol einer an
g’schmiert mit weißlackierte Teller, die irden gewesen sein.
So ein G’lumpert nehm ich nit wieder.«
»Aber bitte, liebe Bas’, kommt doch zu meinem Wagen
hinaus. Ich zeig’ Euch, was ich hab’. Alles Wiener Porzellan.
Echte Ware.«
Und die Bas’ Eva folgte ihm zu seinem mit einer Plache
überspannten Wagen, in der er zwischen Stroh- und Heuschichten
seine gebrechlichen Schätze geborgen hatte. Sie
war nicht unbefriedigt. Die geblumten Muster, die roten, die
er ihr zeigte, mochten sich auf einer Hochzeitstafel ganz gut
machen. Aber was tat sie mit zwölf oder fünfzehn dieser
gebrechlichen Teller, wenn sie an eine große Hochzeit dachte.
»Kommt zu meinem Mann«, sagte sie und ging voraus.
»Nehmt einen Teller mit und eine Schüssel.«
Sie rief den Meister, der, mit einem braunledernen
Schurzfell angetan, alsbald aus der Werkstatt trat. Und sie
sagte ihm, um was sich’s handelte. Er zuckte die Achseln.
»Des G’schirr g’hert dir. Mach’ was du glaubst. Man müßt’
sich’s halt noch amol angucke.«
Der alte Jude kroch in der Preß bereitwillig die Bodenstiege
hinauf und die Bas’ Eva hinter ihm. Sie zeigte ihm,
wo alles stand, und er trug es hinab. Viermal machte er den
Weg und die Bas’ Eva entdeckte auch noch ein paar Zinnkannen,
die sie mitnahm. Als alles von Staub und Ruß befreit
auf einer leeren Hackbank stand und der Meister es
genau ansah, machte er ein bedenkliches Gesicht. Das war
Nürnberger Ware. 200 Jahre alt. Und da und dort war der
Namenszug der Vorfahren in das Geschirr eingeprägt und
eingeritzt. »Des willscht du hergebe?« fragte er seine Eva.
»Und was kriegscht du dafür?«
»Ich will nit«, erwiderte sie, »aber was tut mer damit? Und
schönes Parzlan werd m’r im Fasching vielleicht brauche.«
»Was du kriegscht dafür?« fragte er geärgert.
Die Bas’ Eva sah den Tellerjuden an: »Na, sagt’s!«
Der Händler wand sich, er roch, daß ihm das gute Geschäft
zu entgleiten drohte. Dann sagte er resolut: »Herr
Meister, ich geb’ zwei solche schöne neue Teller für einen
alten.«
»Nicht für fünfe«, sagte Meister Jakob. »Das Geschirr ist
uns überhaupt nit feil.« Er hatte indessen auch das Fabrikzeichen
von Mömpelgard auf den Schüsseln gefunden und
auf ein paar Tellern eine gar feine Engelmarke. »Das sein
Andenke. Die b’halte mer«, sagte er zu seiner Frau.
»In Gottes Namen, so geb’ ich drei von den geblumten
schönen Tellern für einen«, wandte sich der Händler an die
Hausfrau.
»Na, hört Ihr«, rief diese und stemmte die Arme auf die
Hüften, »und zuerscht habt Ihr mir nur ein’ einzige’ gebote?
Die Sach g’fällt m’r jetzt selber nit.«
»Mein erstes Geschäft heute, das soll man nit loslassen,
sonst hat man den ganzen Tag kein Glück!« flehte der Händler.
»Naa, naa, geiht mit Gott; ich tausch nix und kaaf nix.«
»Liebe Bas’ . . . «
»Adjes«, sagte der Meister.
Alsbald hörte man wieder die Holzpfeife des Tellerjuden
auf der Gasse, und sein Wagen knarrte weiter. Er wird andere
Häuser finden, in denen man sich leichter trennt von
dem alten Gelumpe. Pech, daß der Mann auch daheim war.

Bloß eine Stimme aber gab Gott Papst Franziskus und Diktator Mugabe zum Sprechen, auch in Uganda

Die Figur Gott fand Eingang in die Weltliteratur. Das ist nicht zu bestreiten. Gestritten aber kann nach wie vor darüber werden, weshalb, und ob zurecht. Vielleicht ja, weil es die abstruseste Figur ist, an der zusätzlich auch und dennoch weiter herumgeschrieben wird. Vielleicht auch, weil an keiner anderen Figur sich so viele Autorinnen noch immer zu schaffen machen. Ein Grund dafür könnte sein, weil keine andere Figur derart viele Mängel aufweist, derart gewaltig fehlerhaft entworfen ist, soher zu ständigen Korrekturen nötigt, dabei aber auch anspornt, sie endlich zur Vollkommenheit zu schreiben, Autoren zum Wettbewerb anstachelt, durch Vorlegen einer vollkommenen Figur endlich als absoluter Sieger – nach Stand der Dinge, ein erster Platz in diesem Wettbewerb wird nicht mehr zu erringen sein. Vielleicht auch, weil keine andere Figur derart dazu reizt, Abstrusität auf Abstrusität zu häufen. Vielleicht auch, weil aus keiner anderen Figur mehr Sicherheit ausströmt, Sicherheit durch die Einfalt der Abstrusität, aber eine, die dreifaltig abgesichert ist, soher Vielfalt gaukelt. Vielleicht auch, weil es die Autorinnen davor bewahrt, zu verstummen. Denn Abstrusität gebiert Abstrusität. Nichts schreibt sich leichter als das Abstruse. Das Abstruse schreibt sich automatisch, ganz von alleine, von abwesenden Autoren, die Hand schreibt, was der Kopf davor nicht zu denken braucht. Vielleicht auch, weil keine andere Figur besser den Stillstand der Menschheit verkörpert, während die Menschheit hingegen meint, sich entwickelt zu haben, meint, die Zeit, in der diese Figur geschaffen wurde, längst hinter sich gelassen zu haben. Seit dem papierenen Wurf dieser Figur ist aber bloße Kalenderzeit vergangen. Die Menschheit zählt die Jahre und meint, das Zählen von Jahren ist schon Bewegung, schon Entwicklung, während sie aber tatsächlich noch immer dabeisteht und über die Schulter schaut, wie der erste Satz, sie zusieht, wie der allererste Satz über diese Figur geschrieben wird, ihr Kalender aber Hoffnung behauptet, seit dem ersten Satz zu dieser Figur seien bereits Tausende von Jahren …

Vielleicht nein, weil …

Papst Franziskus spricht durch Diktator MugabeKaum ein Kapitel mit dieser Figur ohne Abstrusität. Und dazu. Kaum eine Szene mit dieser Figur ohne totale Wirrnis. Wessen Stimme spricht so und nennt sich Mario Jorge Bergoglio, wessen Stimme spricht so und nennt sich Robert Mugabe, es sind zwei Menschen mit einer Stimme. So hartkarg ist Gottes Roman. In einem der Kapitel über diese Figur werden zwar viele Stimmen behauptet, tatsächlich aber gibt es nur eine einzige Stimme, die ihnen gegeben ist. Seltsam daran ist bloß, daß diese eine einzige Stimme, da eine einzige Stimme kein Stimmgewirr verursachen kann, dennoch nicht deutlich und unmißverständlich gehört werden will, es immer noch Zweifel daran gibt, aus welchen Tiefen diese eine einzige Stimme, die sich Franziskus nennt, aus welcher Finsternis heraus diese eine einzige päpstliche Stimme, die sich Mugabe nennt, spricht …

Es wird nicht gehört, was diese mugabische Stimme spricht, aber mehr und mehr weggehört, wie eben erst Stimmenteiler Franziskus zur Kenntnis nehmen mußte, daß seine Fragen ohne nennenswerte Resonanz blieben. Um diese Gefahr wissen die angestellten Autoren und Autorinnen der Organisierten Glauben schon lange, ungelesene Literatur zu produzieren. Deshalb der angestrengt massive Versuch der Organisierten Glauben in die Gattung der Gesetze zu wechseln. Gesetze zu schreiben, die nicht gelesen, aber befolgt werden müssen. Sie versuchen zwar die Textsorte zu wechseln, aber eines bleibt trotz versuchten Wechsels: das tyrannische Erzeugen von Abstrusitäten. Bitter aber ist, daß es ihnen nach wie vor gelingt, damit durchzukommen, wie beispielsweise eben erst in Uganda, in Kroatien, sie es seit langem massiv versuchen in Spanien …

Mölzers Vorwürfe gegen die EU sind Mölzers Vorwürfe gegen Andreas Mölzer

Abschließend machte der freiheitliche Europaabgeordnete darauf aufmerksam, dass sich Brüssel den Vorwurf gefallen lassen müsse, in Kiew zweifelhafte Gestalten zu unterstützen. „Es scheint dem EU-Establishment keine schlaflosen Nächte zu bereiten, dass viele der ‚friedlichen Demonstranten‘ martialisch in Tarnanzügen auftreten und paramilitärische Verbände gebildet haben. Und dass sich führende Oppositionsvertreter nicht ausdrücklich von der von Regierungsgegnern verübten Gewalt zu distanzieren, rundet das Bild ab“, schloss Mölzer.

Andreas Mölzer mißgönnt der EU die zweifelhaften GestaltenZitiert die freiheitliche Website das von Andreas Mölzer auf seiner Website …

Andreas Mölzer ist ein doch recht engherziger Mann, er mißgönnt der EU die „zweifelhaften Gestalten“, dem EU-Establisment scheint er zu mißgönnen, „keine schlaflose Nächte“ wegen der „martialisch in Tarnanzügen auftretenden zweifelhaften Gestalten“… Ob Andreas Mölzer selbst wegen der „zweifelhaften Gestalten“ je schlaflose Nächte … Oder hat er bloß Angst um seine Vorrangstellung bei den „zweifelhaften Gestalten“ von Japan über die Ukraine bis Ungarn und weiter bis … Fürchtet er um die Wertschätzung von den „zweifelhaften Gestalten“ für seine Unterstützung, daß die „zweifelhaften Gestalten“ seine Unterstützung gering achten könnten, wenn nun schon die Europäische Union damit beginnt, ihm den Rang bei den „zweifelhaften Gestalten“ streitig zu machen …

Unzensuriert wirft EU die eigenen Gesprächspartner der freiheitlichen Gemein-Schaft in der Ukraine vor

Es ist zum einen Vorwurf an die EU. Was den Null-Wert der Kritik der freiheitlichen Gemein-Schaft an der EU wieder einmal verdeutlicht. Verkehrt die EU mit diesen „Kräften“, mit denen die Freiheitlichen sonst die EU stemmen wollen, ist es den Freiheitlichen ebenfalls nicht recht. Zum anderen ist es zugleich eine freiheitliche Verharmlosung dieser „Kräfte“ …

„Gegen diese ‚diese sehr negativen Kräfte‘, gemeint sind ‚Rechtsextremisten‘, ‚Populisten‘ und ‚anti-europäische Gruppierungen‘ in der EU. Diese Etiketten werden ihnen von der EU-Nomenklatur häufig bloß deshalb aufgeklebt, weil sie sich weigern, den ausufernden EU-Zentralismus widerspruchslos hinzunehmen.“

Unzensuriert - Ukraine - EU - Svoboda - Freiheitliche Gemein-SchaftEines ist aber nicht von der Hand zu weisen, auf dem Maidan waren Tausende von Menschen, und mit Bestimmtheit nicht alles Anhängerinnen und Mitglieder beispielsweise der „Svoboda“, doch die angereisten Vertreter für die EU adeln die von der freiheitlichen Unzensuriert Verharmlosten zu Gesprächspartnern, anerkennen sie als wichtige Sprecher der Bewegung, lassen es zu, daß diese „Kräfte“ die gesamte Bewegung mißbrauchen und in Zukunft sich damit brüsten werden können und es weidlich ausschlachten werden, die Ansprechpartner und Verhandlungspartnerinnen der EU für die Ukraine zu sein …

Svoboda - Steinmeier - Ukraine - Freiheitliche Gemein-SchaftZur Nachlese:

Andreas Mölzer: „Grandioser, historischer Erfolg für Svoboda“ in der Ukraine

Schreibt Rosenkranz auf Fahnen – Ein Buch von Andreas Mölzer

Schreibt Rosenkranz auf Fahnen – Ein Buch von Andreas Mölzer

Diesem Aufruf von Andreas Mölzer sind sie nicht nachgekommen, denn sie haben Svoboda auf ihre Fahnen geschrieben, in der Ukraine. Aber sie hätten auch Rosenkranz schreiben können. Wie die freiheitliche Gemein-Schaft in Österreich sind sie von der sozialnationalistischen und dem christlichen …

Andreas Mölzer und seine namhaften Exponenten des dritten Lagers

„Friedrich Romig, der vielleicht radikalste Rechtsextremist unter den Katholiken und der katholischste unter den Rechtsextremisten, einen explizit antisemitischen Artikel in diesem Blatt …“

Was unter Svoboda zu verstehen ist, kann in Ein grandioser, historischer Erfolg nachgelesen werden … Diesen Svoboda möchten, darf hoffend angenommen werden, wohl nicht einmal jene in einer Bundesregierung haben, die die freiheitliche Gemein-Schaft wählen, und sie wählen die freiheitliche Gemein-Schaft bloß, weil sie noch zu wenig darüber nachgedacht haben, was es heißt, einen freiheitlichen Kandidaten zu wählen, der seinem Buch den Titel gibt: Schreibt Svoboda auf eure Fahnen … Aber Andreas Mölzer, der Herausgeber dieses Buches, denkt ohnehin nicht an Österreich, sondern an Deutschland, wie bereits das Cover dieses seines Buches deutlich macht: dreimal ist die deutsche Fahne abgebildet und davor Jörg Haider und He.-Chr. Strache … Wie gut, daß He.-Chr. Strache kein Landeshauptmann ist, und dazu noch eine Bank zum Hypowohlergehen der Menschen in Österreich zur Verfügung steht …

Svoboda - Von einer Fahne zur anderen die Gesinnung bleibt

„Stopp der Kollaboration mit ukrainischen Rechtsextremisten und Antisemiten – Offener Brief an die österreichische Regierung und an die Abgeordneten des österreichischen National- und Bundesrates“

Worum geht es in diesem Buch? Es geht um das sogenannte dritte Lager, unter der Fahne Deutschlands, Andreas Mölzer beschäftigt sich also mit sich selbst, in der steuergeldbezahlten Arbeitszeit, in der er sich eigentlich damit beschäftigen sollte, was der Auftrag der Wählerinnen und Wähler auch an ihn ist, nämlich politische Voraussetzungen zu schaffen für das Wohlergehen der Menschen. Was herauskommt, wenn die freiheitliche Gemein-Schaft gewählt wird, hat Jörg Haider exemplarisch vorgeführt, nun haben die Menschen in Österreich für das Wohlergehen der Bank …

Wer schreibt in diesem Buch? Es sind, so der Werbetext, „namhafte Exponenten“ des sogenannten dritten Lagers, wie Horst-Jakob Rosenkranz, Friedrich Romig, Dimitrij Grieb …

Wer wird in diesem Buch befragt? Beispielsweise Norbert Steger, der wohl wie kaum sonst wer weiß, weshalb es nach wie vor notwendig ist, dazu aufzurufen: „Wehret den Anfängen“. Dazu rief Norbert Steger erst vor wenigen Wochen eindringlich auf …

Wo ist das Buch erschienen? In der ZZ-Edition. Von daher ist es nicht überraschend, daß das Personal der freiheitlichen „Zur Zeit“ auch Beiträge für dieses Buch liefert. ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft, Magazin der freiheitlichen Mandatare und Mandatarinnen auf Bundesebene, auf Landesebene, auf Gemeinderatsebene, auf Ebene des Parlaments der Europäischen Union …