„So eine Veränderung haben wir nicht gewollt!“

So unglaublich das klingen mag, aber die unglaubliche Aussage des zurzeitigen Bundeskanzlers in Österreich fordert die Erde selbst heraus, mit einer ihrer Natur widersprechenden Aktion darauf aufmerksam zu machen, derartige Ansichten, die auch noch durch Wahlen bestätigt werden, werden ihr Aussehen derart verändern, daß sogar Menschen sagen werden: „So eine Veränderung haben wir nicht gewollt!“

Vor 100 Jahren erschoß ein Tiger einen Procházka in Sarajevo

Dieser 28. Juni 1914 läßt bereits heute an den 28. Juni 2014 denken, also an die Gegenwart, weil gerade drei Tage nach und vor allem wegen einer EU-Wahl, in der in nicht wenigen Staaten der Europäischen Union Menschen nicht davon lassen konnten, Kandidaten und Kandidatinnen mit nationalistischen Parolen zu wählen, und das in einem nicht geringen Ausmaß. Sie wollen sich nicht mehr erinnern, wohin der Nationalismus stets führt, auch nach Theresienstadt. Nicht daran erinnern, wo der Nationalismus stets endet, auch in Theresienstadt. Nicht in der Morgenröte einer besseren Welt, sondern im Rot des Blutes, und das Rot wird wie ehedem gewonnen werden aus dem Blut der Menschen, die nun Re-Nationalismus wählen.

Es war ein bekennender Nationalist, der am 28. Juni 1914 in Sarajevo einen Procházka erschoß. Das darf nicht vergessen werden, auch nicht beim Lesen der Beschreibung von Gavrilo Princip als weltgeschichtliche Betrachtung, wie jener von Johannes Urzidil, der den Todkranken in Theresienstadt sah, und es ihm vorkam, als hätte ihn Rilkes Tiger im Jardin des Plantes gestreift:

„Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.“

Ob es Johannes Urzidil es als Adelung des rilkeschen Panthers ansah, diesen Tiger zu nennen, bleibt sein Geheimnis, aber es ist dennoch hilfreich für den Übergang zu den gestrigen und heutigen Procházkas . Der sarajevanische Tiger starb am 28. April 1918 in Thersienstadt. Er war zu 20 Jahren Kerkerhaft verurteilt worden. Eine Todesstrafe durfte nach geltendem Gesetz nicht verhängt werden, weil er zum Zeitpunkt der Tat noch nicht zwanzig Jahre alt war. Was für eine fortschrittliche Gesetzgebung es damals schon gab im Reich dieses Procházkas. Aber dann der Befehl zum Krieg gegen Serbien. Und dem Procházka war es vollkommen einerlei, wie alt die im Krieg Ermordeten sind, vollkommen gleichgültig war es dem Procházka, wie alt die Mörder im Krieg sind. Procházkas Sohn ward ermordet, und wenn sein Mörder aufgrund seines Alters bloß zu Kerkerhaft verurteilt werden konnte, so mußte eben das Blut anderer junger Menschen fließen, mußten junge Menschen für Procházkas Neffen morden, mußten junge Menschen für Procházkas Neffen mit ihrem Leben büßen, Menschen in Österreich, Menschen in Serbien. Aber es blieb nicht dabei. Die Procházkas der anderen Staaten taten es ihm rasch nach, befahlen gleich dem wienerischen Procházka …

Und wird an die Geschichte vor 100 Jahren gedacht, ersteht augenblicklich die Welt von heute. Wie fortschrittlich und gut ist die Welt, oh, in vielen Staaten gibt es nicht einmal mehr die Todesstrafe. Nur. Wenn es Krieg gibt, wenn es Krieg geben soll, wenn Krieg gewollt wird, dort, wo Krieg ist, ist es weiter wie ehedem, auf dieser Welt, Kinder und Jugendliche, auch Kinder und Jugendliche müssen raus, um zu morden und ermordet zu werden …

hole na procházkuGavrilo Princip starb in Theresienstadt. Zu Sarajevo 28. Juni 1914 fällt am 28. Mai 2014 unweigerlich Theresienstadt ein, nicht das Theresienstadt 1918 mit dem inhaftierten sarajevanischen Tiger, sondern das Theresienstadt der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches, und an diesem 28. Mai 2014 ganz besonders, so knapp nach dieser EU-Wahl, in der das Nationalistische für so viele in der Europäischen Union ein attraktives und also wählbares Angebot geworden ist. Und es kann nur eines gedacht werden. Keine Stimme für den Nationalismus. Und für die Procházkas von heute: Hole na procházku.

Procházka war, berichtet Johannes Urdizil in einer weiteren Erzählung, der Spitzname für den österreichischen Kaiser. „Während des Kaiserbesuches bot ein fliegender Händler an einer der Prager Hauptstraßenecken Spazierstöcke mit dem Rufe aus „Hole na procházu“, und [in Prag machte sogleich Schule der hämische Doppelsinn von] „Stöcke für Procházka“.

Freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen – Nicht mehr als ein Kreuz für ein ZZ-Abo

Das mag für das freiheitliche Quellorgan „Zur Zeit“ gut sein, aber es ist nicht der Sinn einer demokratischen Wahl, weder auf österreichischer noch auf europäischer Ebene, eine Aboverkaufsveranstaltung zu sein.

Eu-Wahl - Freiheitliche AboveranstaltungUnd das zeigt auch wieder ein Blick in die aktuelle Ausgabe der freiheitlichen ZZ … Wer schreibt diesmal? es ist Georg Mayer, freiheitlicher EU-Wahl-Kandidat, Dietmar Holzfeind, freiheitlicher EU-Wahl-Kandidat, Bernhard Tomaschitz, Assistent von einem freiheitlichen EU-Abgeordneten, Wolf-Rüdiger Mölzer, Assistent von einem freiheitlichen EU-Abgeordneten, Andreas Mölzer, EU-Abgeordneter noch bis zum morgigen Sonntag …

Andreas Mölzer, um die geschichtliche Darstellung der „Zur Zeit“ zu bemühen, ist derjenige, der „nach seinem Ausscheiden aus aktiven Politik“ dieses Magazin gründete, und das war bereits 1995, als er aus der „aktiven Politik“ ausschied

Eine Wahl hat den Sinn, Menschen zu wählen, die politisch aktiv sind, die für die Menschen politisch arbeiten, der Auftrag der Wählerinnen und Wähler an sie ist es nicht, eine Zeitung zu machen …

Genaugenommen ist das Kreuz bei der freiheitlichen Gemein-Schaft in einer Wahl die unterzeichnete Einverständniserklärung des Wählers und der Wählerin, nichts zu bekommen, also weder aktive Mandatare und Mandatarinnen noch die „Zur Zeit“ kostenlos und regelmäßig zugesandt zu bekommen.

So unattraktiv und also unwählbar das Angebot der freiheitlichen Gemein-Schaft ist, so unattraktiv und unlesbar ist die freiheitliche „Zur Zeit“. Und das zeigt auch ein Blick in die aktuelle Ausgabe …

Freiheitlicher FlachsWer wird diesmal zur Wiederlesung empfohlen? Es ist Joseph Georg Oberkofler. Wieder einmal Oberkofler. Als könnte dieser von einer Empfehlung zur anderen ein -, was zu ihm einmal geschrieben wurde, muß nicht wiederholt und vor allem nicht ergänzt werden:

Freiheitliche „Zur Zeit“ als Verlautbarungsorgan der österreichischen Bundesregierung – Keine Wahlempfehlung

Zur Zeit - Adolf HitlerUnd wieder einmal, von Adolf Hitler kann nicht und nicht gelassen werden – respektvoll „deutsches Staatsoberhaupt“ genannt, das „findet Gefallen an dem biederen Landpfarrer, legt ihm eine eigenständige Slowakei unter deutschem Schutze nahe.“ Ein recht gutes Wort für Adolf Hitler darf nicht fehlen, und wer könnte das besser formulieren als Erich Körner-Lakatos? Experte für Anstand und Höflichkeit.

Zur Zeit - IdentitäreAber nicht ungerecht werden. Es kommt ZZlern auch die Gegenwart in die Quere. Wenn es gilt, für die „friedlichen Identitären“ sich einzusetzen, Bürgermeister Michael Häupl einen „Großinquisitor“ zu nennen. Das ist verständlich, es ist eine Art von schriftlicher Selbstverteidigung, ist doch die freiheitliche Gemein-Schaft gemäß dem freiheitlichen NR Christian Höbart selbst eine …

 

EU-Wahl – Andere Meinungen als die eigene sind für Freiheitliche diskriminierend und intolerant

Soeben vom Einkauf vom Rochusmarkt zurückgekehrt, wird gedacht, das ist doch festzuhalten. Ein kurzes Gespräch mit einem jungen Wahlwerbenden für die freiheitliche Gemeinschaft. Es hat zwar keinen Neuigkeitswert, das Muster ist nur zu gut bekannt, diese ständige freiheitliche Umkehrung, diese ständige freiheitliche Verdrehung. Die anderen sind die Intoleranten, die anderen sind die Faschistinnen, die anderen diskriminieren, wen? Ach, die freiheitliche Gemein-Schaft, während die Freiheitlichen doch nur alles recht ordentlich …

Dem jungen Wahlwerbenden für die freiheitliche Gemein-Schaft wurde bloß gesagt, als er einen Wahlfolder überreichen wollte, es werde dieser nicht benötigt, weil das Angebot der FPÖ kein wählbares ist. Eine Meinung, nicht mehr, bloß eine Meinung. Und die Antwort darauf von dem jungen Wahlwerbenden war:

„Sie wissen schon, daß das diskriminierend ist, intolerant.“

Aufmerkenswert und immer wieder aufmerkenswert daran ist die Tatsache, daß die freiheitliche Gemein-Schaft, die ach so für Meinungsfreiheit zu sein vorgibt, Meinungen, die nicht die ihre ist, gleich als diskriminierend und intolerant abwehrt, wie es auch dieser junge Wahlwerbende soeben wieder einmal exemplarisch vorgeführt hat.

Aber was ist das freiheitliche Wahlangebot anderes als ein nicht wählbares Angebot? Es gehört nicht viel, um zu dieser Meinung zu kommen, die nichts mit Diskriminierung, nichts mit Intoleranz zu tun hat. Aber für die freiheitliche Gemein-Schaft ist ein wahlberechtigter Bürger, dem das freiheitliche Angebot als nicht wählbar erscheint, gleich ein Diskriminierer, gleich ein Intoleranter …

Freiheitliches Angebot - ein nicht wählbaresWas ist das für ein freiheitliches Wahlangebot? Die EU-Wahl zu einer Abstraferei verkommen zu lassen, das ist kein wählbares Angebot. Das ist aber noch lange nicht ein gutes Wort für die SPÖ oder für die ÖVP. Auch zu diesen zwei Parteien gibt es viele Meinungen, die nicht dafür sprechen, ÖVP oder SPÖ zu wählen. Aber es gibt noch andere Parteien, die zur EU-Wahl kandididieren, und die sich darum bemühen, etwas Konstruktives zur EU beizutragen, die sich mit der EU auseinandersetzen, die die EU-Wahl ernstnehmen, während die freiheitliche Gemein-Schaft bloß gierig nach Abstraferei ist, bloß die EU-Wahl für Kleininnenpoliitisches mißbrauchen. Es sollte der freiheitlichen Gemein-Schaft endlich wer deutlich sagen, das ist die EU-Wahl und keine innerösterreichische Nationalratswahl. Aber diese Tatsache, ist zu befürchten, hätte als freiheitliche Antwort zur Folge: Sie wissen schon, daß das diskrimierend ist, intolerant … Nicht nur Meinungen, die keine freiheitlichen Meinungen sind, sondern auch Tatsachen, die keine freiheitlich aufbereiteten Tatsachen sind, sind für die freiheitliche Gemein-Schaft sie diskriminierende und intolerante ….

Freiheitliches Wahlangebot - ein nicht wählbaresWas ist das für ein freiheitliches Wahlangebot, wenn der freiheitliche Spitzenkandidat zum bloßen Vorredner verkommt? Nicht der Spitzenkandidat als Hauptredner also auftritt, sondern als Hauptredner einer auftritt, der in dieser EU-Wahl an chancenloser 42. Stelle kandidiert? Der auf dem letzten Platz Gelandete, der Mandatslosbleibende, der Abgeschlagene ist der Hauptredner. Das zeigt doch auch deutlich den Stellenwert, den der freiheitliche Spitzenkandidat für die EU-Wahl für die freiheitliche Gemein-Schaft selbst einnimmt. Bedeutungslos. Unwichtig. Also keiner zu wählen. Höchstens einer, dem der Rat gegeben werden kann, wie es ein Polizist in Deutschland auf so wunderbare Weise schon einmal getan hat: „Sie können sich ja ein Taxi rufen.

Was ist das für ein freiheitliches Wahlangebot? Wird an die letzten freiheitlichen Wahlangebote auch in personeller Hinsicht gedacht. Da stellt die freiheitliche Gemein-Schaft über Jahre Andreas Mölzer als ihren Kandidaten für das Europaparlament auf, und die freiheitliche Gemein-Schaft weiß dabei nicht einmal, daß Andreas Mölzer bereits 1995 aus der „aktiven Politik ausschied, seit dieser Zeit also sich aktiv um alles mögliche kümmerte, bloß um das, wofür er von der freiheitlichen Gemein-Schaft berufen wurde … Aber das kümmerte die freiheitliche Gemein-Schaft ganz und gar nicht, es war ihr wohl wichtiger, daß Andreas Mölzer das Leibblatt freiheitlicher Mandatare und Mandatarinnen recht aktiv …

Damit in Hinkunft nicht wieder ein junger Wahlwerbender für die freiheitliche Gemein-Schaft sich von einer Meinung diskriminiert zu fühlen braucht, nicht wieder vermeinen muß, intolant behandelt zu werden, auf dem Rochusmarkt oder wo immer, wird die Nichtannahme eines freiheitlichen Wahlfolders höflich abgelehnt werden mit den vorbildhaften Worten des deutschen Polizisten, aber ein wenig abgeändert: „Rufen Sie doch sich ein Taxi.“

Aber bei all den bekannten freiheitlichen Umkehrungen und bei all den bekannten freiheitlichen Verdrehungen darf beinahe mit Bestimmtheit angenommen werden, auch ein Ratschlag, sich ein Taxi rufen zu können, wird einem wahlberechtigten Bürger von Freiheitlichen als ein sie diskriminiender Ratschlag ausgelegt werden.

Für die Zukunft ist es daher besser, einfach stumm freiheitliche Wahlfolder nicht anzunehmen. Das Stummbleiben müßte Freiheitlichen eigentlich sogar recht ordentlich gefallen, wird etwa an das neue Liedl des Manneschors der freiheitlichen Gemein-Schaft gedacht mit der verstummten die Stange zu haltenden Frau …

EU-Wahl: Werben Vilimsky und Strache gar nicht für die freiheitliche Gemein-Schaft, sondern für „WIR“?

Also für die „Wiener Identitäre Richtung“ …

Frage - Werben Strache und Vilimsky für WirWenn dem so ist, haben es diesmal Wähler und Wählerinnen leicht wie noch nie, kein Kreuz bei der „FPÖ“ zu machen, denn es wäre eine verlorene Stimme, da „WIR“ nicht kandidiert – menschgemäß nicht nur aus diesem Grund … Worüber Erleichterung sich einstellt, wird daran gedacht, wer aller gewählt wird, und das nur deshalb, weil so vielen Wählerinnen und Wählern eine Kandidatur bereits eine recht hinreichende Qualifikation zu sein scheint … Aus mannigfachen Gründen wäre es aber nicht nur eine verlorene Stimme, sondern ist es tatsächlich eine verlorene Stimme, kreuzte wer die freiheitliche Gemein-Schaft …

Wie aus der Collage ersichtlich ist, schreiben Freiheitliche auf ihren Wahlplakaten das „WIR“ in Großbuchstaben, also gemäß der Schreibweise der „Wiener Identitären Richtung“ …

Wir - Mölzer & Vilimsky - haben verhindertWie ebenfalls aus der Collage ersichtlich ist, ist Harald Vilimsky ein Bogenschütze. Das Logo der „WIR“ ein stilisierter Bogen mit gespanntem Pfeil … Wer nun wen nachmacht? Ob „WIR“ von Harald Vilimsky zu ihrem Logo inspiriert wurden, oder „WIR“ Harald Vilimsky zum Bogenschießen animierte, zur Werbung für die EU-Wahl als Bogenschütze? Was dieses Logo der „WIR“ noch vermitteln soll – die freiheitliche Gemein-Schaft hat sich dafür, wie stolz verkündet wird, eingesetzt: „Wir haben den Türkei-Beitritt verhindert.“

Es könnte mehr der Vermutung nachgegeben werden, es sind die Freiheitlichen, die der „WIR“ nacheifern. Es darf ja nicht vergessen werden, Freiheitliche sind so etwas wie die Schmieds der Nachmacher. Wie in der dritten Collage zu sehen: Freiheitliche als Schmiedls des Schmieds UKIP …

Freiheitlicher Schmiedl vom UKIP-SchmiedEinerlei, was aber die „Blogroll“ der „WIR“, wie in der ersten Collage ebenfalls zu sehen, recht aufzeigt, ist, wen die „WIR“ zu ihrem Gedankengut, als zugehörig einstuft, wohl wert ihrer Gesinnung …

Unzensuriert Sos ÖsterreichUnterbergers TagebuchBI Dammstraße

NS Sie haben noch nichts von „WIR“ gehört? Ist wahrlich kein Bildungsmanko. Aber damit Ihnen dieser Beitrag nicht zu kryptisch vorkommt, ein paar Hinweise, auch zum britischen Schmied der …

WIR

WIR – Symbol Volkswille

UKIP – Nicht wählen, sondern in Volksarmee eintreten

UKIP – Prototypische freiheitliche Reaktion

Von der prototypischen freiheitlichen Reaktion

Aufgrund der äußerst eingeschränkten Zeichenanzahl auf der Plattform des Unternehmens Twitter ist es notwendig, über die prototypische Reaktion des freiheitlichen Abgeordneten Gerhard Deimek hier etwas zu schreiben, um der Reaktion dieses Mandatars umfassender entgegenzuwirken, kompakt in einem Beitrag zusammengefaßt (und also nicht aufgeteilt auf unzählige sogenannte Tweets, die mehr verwirren würden, als etwas klären).

Darüber hinaus, und vor allem wesentlicher, zeigt die Reaktion des freiheitlichen NR Gerhard Deimek wieder einmal musterhaft auf, wie freiheitliche Funktionäre und Funktionärinnen auf für sie nicht Genehmes reagieren, nämlich mit Vorwurf, Desinformation, Verdrehung und Umkehrung, Behauptung und soher Unterstellung.

NR Gerhard Deimek - Prototypische freiheitliche Antwort und Reaktion

Vielleicht ist es auch vollkommen banal und harmlos. Ungenaue Informationsbeschaffung über oder Verwechslung von Sites oder Vergeßlichkeit, zu welcher Site eine freiheitliche parlamentarische Anfrage gestellt wurde. Aber das kann nur NR Gerhard Deimek selbst beantworten und aufklären.

Der Ausgangspunkt für die prototypische Reaktion von NR Gerhard Deimek war, wie in der Collage gelesen werden kann, seine Wortmeldung zur EU, die als Werbung für den freiheitlichen Spitzenkandidaten Harald Vilimsky im besonderen verstanden werden darf. Darauf zu antworten, war menschgemäß verlockend, mit dem Hinweis, mit wem die freiheitliche Gemein-Schaft euroapweit

Darauf folgte die prototypische freiheitliche Reaktion des NR Gerhard Deimek:

Vorwurf

Wenn gegen Hinweise argumentativ nichts vorgebracht werden kann, muß sich ein freiheitlicher Mandatar stets mit einem Vorwurf behelfen, also mit dem Vorwurf des „Linksextremismus“ und der „Gewaltbereitschaft“. Daß dieser Vorwurf eines freiheiltichen Mandatars nicht haltbar ist, weiß aber NR Gerhard Deimek selbst nur recht allzu genau, wie sein dazu gesetztes Fragezeichen belegt. Auf die Hinweise, daß zum Beispiel Harald Vilimsky den Vorsitzenden einer unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehenden Bewegung, nämlich der Pro NRW, in das Europaparlament gebracht haben will, muß freiheitlich mit einer Umkehrung entgegengeschritten werden, also damit, dem Hinweisenden zu unterstellen (abgemildert durch die Verkleidung als Frage), „linksextrem und gewaltbereit?“ …

Desinformation

Wie gelesen werden kann, verlinkt NR Gerhard Deimek zu einer parlamentarischen Beantwortung. Wer nur diese Beantwortung liest, könnte meinen, es ginge um die Site des Hinweisenden. Es wird hier keinesfalls behauptet, aber es darf doch vermutet werden, daß NR Gerhard Deimek damit rechnet, es wird sich kaum bis niemand die Mühe machen, sich umfassend zu informieren, also nachzuschauen, welche Site und welche Partei tatsächlich Gegenstand der freiheitlichen Anfrage war. Wer weiß noch nicht um die Schnoddrigkeit und absolute Oberflächlichkeit auf den Plattformen der sogenannten neuen Informationstechnologien, vor allem was die tiefergehende Einholung von Informationen betrifft.

Verdrehung, Umkehrung und Behauptung

Prototypische freiheitliche Reaktion Desinformation - Umkehrung - Behauptung - VorwurfAuf den Hinweis, daß Verbindungen unterstellt werden, die es nicht gibt, reagiert NR Gerhard Deimek prototypisch freiheitlich: „Das behaupten sie.“ Womit er zwar im Grunde eingesteht, etwas behauptet zu haben, aber es noch einmal umkehrt, verdreht, indem er dem Hinweisenden unterstellt, etwas zu behaupten.

Dermaßen also sieht eine prototypisch freiheitliche Reaktion aus. Reaktion ist das rechte Wort. Von Antwort kann im Grunde je nicht gesprochen werden …

EU-Ausstieg - Freiheitliche Bewunderung für Nigel FarageNS Es gab noch eine freiheitliche Reaktion, eine freundliche und eine, die eine Antwort genannt werden kann. Aufmerkenswert an dieser Antwort ist ausschließlich, weil sie von der Bewunderung für Nigel Farage erzählt, mit dem der Ausstieg von Großbritannien aus der EU geschafft werden könnte; dieser Mann wird also in der freiheitlichen Gemein-Schaft bewundert: von He.-Chr. Strache aufwärts bis zur „kleinen freiheitlichen Ortsgruppe“ Gallspach …

NNS Und weil NR Gerhard Deimek mit seiner prototypischen freiheitlichen Reaktion mit seiner Verlinkung selbst den WKR-Ball ansprach, der jetzt Akademikerball genannt wird, darf hier auch auf einen Beitrag verwiesen werden, der eine weitere und für einen Freiheitlichen nicht untypische Reaktion zum Inhalt hatte:

Hofburg ohne WKR-Ball

EU-Wahl heißt für den von He.-Chr. „Strache bewundert[en] UKIP-Chef“ nicht zu wählen, sondern in die „Volksarmee“ einzutreten

Es könnte jetzt zuerst etwas zur UKIP geschrieben werden, was das für eine Partei ist, wie diese Partei den aktuellen Wahlkampf zur EU-Wahl betreibt, also die Partei, mit der die freiheitliche Gemein-Schaft … will. Aber wozu? Mittlerweile ist es wohl ohnehin weitest bekannt, mit welchen Parteien eine freiheitliche Gemein-Schaft nur und ausschließlich … kann – zusammenarbeiten will gar nicht geschrieben werden, denn darin kommt vor allem arbeiten vor, na ja und zusammen ist auch nicht unbedingt ein Leitwort dieser Parteien …

Ukip - Wen He-Chr Strache bewundertHinzukommt, was über eine Partei dieser Gesinnungsschaft geschrieben werden kann, ist das, was über jede Partei dieses Kreises der Volkstümelnden (nun Populisten und Populistinnen genannt) geschrieben werden kann. Was also zur UKIP geschrieben werden kann, was für eine Partei sie also ist, wie sie ihren aktuellen Wahlkampf betreibt, kann grundsätzlich erfahren werden zum Beispiel durch das Lesen von dem, was hier zu Pro NRW auch gestern geschrieben wurde

Hinzukommt auch – vor allem – es hält Menschen nicht ab, derartige Parteien zu wählen, weder in Deutschland noch in Großbritannien noch in Österreich noch in …

Nur, die Menschen, die derartige Parteien wählen, sollten eines bedenken, vor allem jene Menschen, die sich von derartigen Parteien etwas für sich erhoffen, die von derartigen Parteien erwarten, daß diese etwas für sie tun werden. Das können Sie komplett vergessen. Das Erste, was Sie beim Wählen von derartigen Parteien begraben können, ist die Hoffnung. Und dafür ist die UKIP ein rechtes Beispiel.

Für Nigel Farage, Leader of the UK Independence Party, sind die „Finanzmärkte überreguliert“. Es ist hypogut bekannt, wie groß das Anliegen der Finanzmärkte für den sogenannten kleinen Mann ist, hypogut bekannt, wie sehr sich die Finanzmärkte um das Wohlergehen des sogenanntes Volkes kümmern, wie es dem sogennanten Volk geht, darum scheren sich die Finanzmärkte einen …

In die Collage sind für eine erste Information Positionen der UKIP aufgenommen, die davon berichten, was von dieser Partei, auch von dieser Partei aus dem freiheitlichen Gesinnungskreis Sie zu erwarten, nein, zu befürchten hätten, wenn Sie diese wählen könnten, zu befürchten hätten, und das, obwohl Sie ein „Inländer“ sind, und das, obwohl Sie keine „Ausländerin“ sind, keine …, kein … und so weiter und so fort … Am Ende zahlen stets Sie die Rechnung, aber Sie haben die Rechnung mit Ihrem Kreuz bei derartigen Parteien auch immer selbst angefordert

Statt der UKIP können Sie in Österreich die freiheitliche Gemein-Schaft wählen. Denken Sie für einen Moment darüber nach, was das heißt, zum Beispiel, daß He.-Chr. Strache diesen Nigel Farage bewundert, dem sich He.-Chr. Strache als Partner andienert … Sie werden sehr schnell den Spruch „Wir sind für das Volk“ von derartigen Parteien ganz anders und richtig hören: Wir sind für den Finanzmarkt. Nehmen Sie zu dieser stracheigen Bewunderung für Nigel Farage, der – ganz Leader – von einer neuen Weltordnung schon schwadroniert -, hinzu, mit wem sich die freiheitliche Gemein-Schaft und insbesondere He.Chr. Strache in Wirtschaftsfragen berät, mit Barbara Kolm, dann können Sie sich gänzlich davon abziehen, für die freiheitliche Gemein-Schaft irgendeine Bedeutung, eine Wichtigkeit zu haben, für die freiheitliche Gemein-Schaft irgend einen Wert zu haben, um den sie sich sorgt. Ihr einziger Wert für die freiheitliche Gemein-Schaft ist der, diese zu wählen, und dieser Wert hält auch nur solange an, wie es dauert, ein Kreuz bei der freiheitlichen Gemein-Schaft zu machen, womit Sie, in Wahrheit (und das ist aus der Vergangenheit hypogut bekannt), ein Urteil gegen sich fällen …

Dabei ist es nicht einmal mehr sicher, nicht einmal mehr das sicher, ob Sie von der freiheitlichen Gemein-Schaft noch als Wähler oder als Wählerin gesehen werden, ob für die freiheitliche Gemein-Schaft Wahlen überhaupt noch Wahlen sind … Der Gruppe Gallspach der freiheitlichen Gemein-Schaft gefällt ein Werbespot der UKIP dermaßen recht, daß sie diesen auf der Plattform des Unternehmens Facebook geteilt hat und die Aussage von Nigel Farage gleich übersetzte:

„Ich bitte Sie dringend – schließen Sie sich am 22. Mai unserer ‚Volksarmee‘ an und verursachen Sie ein Erdbeben in der Britischen Politik!“

Der gallspachschen freiheitlichen Gemein-Schaft gefällt das also, dieser Aufruf, nicht zu wählen, sondern sich „unserer Volksarmee“ … Die geistige Militarisierung der Gesellschaft, die Umwandlung von Wahlen in Eintritte in „Volksarmeen“, jetzt noch freiwillig, solange es noch Wahlen gibt … Was Sie von einem Europa dann des nicht nur militarisierten Geistes, sondern der tatsächlichen „Volksarmeen“ zu erwarten haben, das ist allein aus den letzten einhundert Jahren hypogut bekannt. Ihr Sterben an den Fronten auch für die Finanzmärkte. Wollen Sie Wählerin und Wähler bleiben, oder Soldat und Soldatin gegen ihr Wohlergehen zum Wohlergehen der Finanzmärkte werden? Um eines Tages, und das wäre für Sie noch das Glimpflichste, keine Wahl in einer Wahl zu haben. Überlegungen dazu gibt es in freiheitlichen Kreisen, das Wahlrecht nicht mehr allen zuzugestehen, wie hier nachgelesen werden kann.

NS Lustig gefunden werden kann, daß, wie ebenfalls in der Collage zu lesen ist, daß gerade Andreas Mölzer, der zur Rettung der Gewinnchancen der freiheitlichen Gemein-Schaft am „Volksarmee-Eintrittstag“ seine Kandidatur zurückziehen mußte, bezüglich der UKIP Bedenken äußerte, dessen Leader mit seinen Vorstellungen einer neuen Weltordnung He-Chr. Strache bewundert …