Hypo Alpe Adria schwemmt Volksphantasien bedrohlich an die Oberfläche – Am Beispiel von Wolfgang Reichl und Roland Düringer

 

Ganz davon entfernt, für ÖVP und SPÖ das Wort zu ergreifen, muß doch gesagt werden, es ist auch im Zusammenhang mit der Hypo Alpe Adria eine beunruhigende Entwicklung festzustellen. Dieses obsessive Berufen auf das „Volk“. Es wird daraus nichts Gutes entstehen. Es ist eine Entwicklung zum Fürchten.

All jene, die nun auf ÖVP und SPÖ wegen der Hypo Alpe Adria einprügeln, besorgen das Geschäft der freiheitlichen Gemein-Schaft, die unter vielen Namen bekannt ist und schon viele Namen hatte und hat: FPÖ, BZÖ, FPK, F … Sie tragen dazu bei, daß diese freiheitliche Gemein-Schaft Nutznießerin und Krisengewinnlerin ihres verursachten Schlamassels sein wird. Die aktuellen Meinungsumfragen zu Wahlen belegen das auf beängstigende Weise … Sie sprechen von enormen Zugewinnen für die freiheitliche Gemein-Schaft. Es ist ein Aberwitz. Das „Volk“ will  „Anständigkeit“ und das „Volk“ will den Ruin nicht, aber es wählt die Staffel des Ruins, es wählt jene in einem beängstigenden und unverständlichen und nicht nachvollziehbaren Ausmaß, die „Anständigkeit“ nicht einmal flüssig buchstabieren …

Wolfgang Reichl - Hypo Alpe Adria

Wolfgang Reichl: „[D]och wo er [He.-Chr. Strache] Recht hat, hat er Recht und seine Emotion ist mir hier sehr sympathisch!!!“

Aus der Riege, die für die freiheitliche Gemein-Schaft wissentlich oder unwissenlich das Geschäft besorgen, soll stellvertretend Wolfgang Reichl genannt werden, der mit einem Aufruf zum Steuerstreik aktuell von sich reden macht, dessen Brief an Minister Michael Spindelegger auf der Plattform des Unternehmens Facebook bereits über fünftausendmal geteilt wurde. Höchstes Mißtrauen ist angebracht. Denn Wolfgang Reichl teilt mit der freiheitlichen Gemein-Schaft eine Vorliebe ganz besonders, nämlich den Kopp-Verlag als Informationsquelle zu benutzen. Wie redlich der Kopp-Verlag ist, wie dieser politisch einzustufen ist, wurde hier schön öfters angesprochen. Und für Wolfgang Reichl ist selbst He.-Chr. Strache ein ehrenwerter Zeuge in diesem Fall, einer, der Rechtes zur Hypo Alpe Adria zu sagen weiß … Aber Wolfgang Reichl ist auch einer, der schon mal verbreitete, daß das BZÖ recht damit habe, kein Geld mehr für …

Dieses obsessive und bedrohliche Berufen auf das „Volk“ erfaßt auch schon Menschen, von denen gemeint wurde, sie hätten einen reflektierten Zugang zum und vor allem Umgang mit dem Begriff „Volk“, sie würden geschichtsbewußt um die Gefährlichkeit des Berufens auf das „Volk“ wissen, aber es scheint, daß auch in Österreich eine massive Entwicklung der galoppierenden Denkausschaltung passiert. Stellvertretend hierfür ein Satz von Roland Düringer in seinem Brief an Minister Michael Spindelegger unter dem Betreff „Unser Steuergeld“:

„PS: Und falls ihnen bei Gelegenheit Herr Faymann über den Weg läuft, sprechen sie ihn bitte darauf an und versuchen sie auch ihn auf die Seite des Volkes zu ziehen.“

Michael Spindelegger soll also Herrn Faymann auf die Seite des – ein Kabarettist macht über sich selbst Kabarett. Aber wer macht dann noch politisches Kabarett?

Selbstverständlich ist absolute Aufklärung und sind mannigfache Konsequenzen im Fall der Hypo Alpe Adria zu fordern, mehr noch, haben zu passieren, aber ebenso selbstverständlich muß es sein, aufzupassen, auf welche Art das gemacht wird, wessen Seiten auch unwissentlich und vor allem unreflektiert beim diesbezüglichen Engagement unterstützt werden, wem hier ein Ausgang aus der Verantwortung breitest geöffnet wird, wer dabei tatkräftig unterstützt wird, Krisengewinnlerin des von ihnen verursachten Schlamassals, in das sie zuerst Kärnten und schließlich ganz Österreich

Andreas Mölzer programmiert für Rechtsextreme Maßnahmen

Die Zuordnung „Rechtsextreme“ trifft das Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft selbst, wenn Unzensuriert, deren Autor auch Andreas Mölzer ist, gestern von der „rechtsextremen Partei Jobbik“ schreibt.

Es darf abgewartet, auch darauf gewettet werden, wie lange es dauern wird, daß die freiheitliche Gemein-Schaft die Jobbik als „Neo-Nazi-Partei“ einstufen wird, wie diese nun in Ungarn selbst genannt werden kann, ohne befürchten zu müssen, deshalb verurteilt zu werden.

Diese aktuelle freiheitliche Zuordnung der Jobbik als rechtsextreme Partei ruft eine Veranstaltung in Japan in Erinnerung, an der die freiheitlichen EU-Abgeordneten Franz Obermayr und Andreas Mölzer teilnahmen. Der freiheitliche ZZler schreibt darüber selbst:

„Ich legte in meiner Rede, betreffend die ‚Bekämpfung der negativen Folgen der Globalisierung und die Erhaltung der kulturellen Identität‘, ein umfassendes Massnahmenprogramm vor, das von den Teilnehmern einhellig begrüßt wurde.“

EU Abgeordneter progammiert für Rechtsextreme MaßnahmenAndreas Mölzer legte also ein „umfassendes Massnahmenprogramm“ vor, das „von den Teilnehmern einhellig begrüßt wurde“, somit auch von der rechtsextremen Partei Jobbik.

(Ganz nebenbei: Woher nehmen gerade Freiheitliche, diese Anbeter des Deutschen, bloß ihre Rechtschreibung her, denn weder nach der alten noch nach der neuen Rechtschreibung wird Maßnahme so geschrieben, wie es Andreas Mölzer schreibt: „Mass“. Möglicherweise dachte Andreas Mölzer an die herzunehmende Masse, die nach freiheitlicher Gesinnung zu programmieren ist, und daß eine Massenprogrammierung von der neonazistischen Jobbik begrüßt wird, ist nach deren Gesinnung recht nachvollziehbar.)

Im Bristol gedacht an -Das Mass‘-Programm von Andreas Mölzer wird Mitsuhiro Kimura sehr beeindruckt haben müssen, nahm er doch schon bald dessen Einladung zu einer „Ostasienkonferenz“ in Wien an. Und wer für das „Volk“ das Rechtbeste will, muß das Beste selbst recht fein kennen. Und eine der feinsten Adressen in Wien ist das Hotel Bristol. Im Hotel Bristol also referierten unter der Patronanz von He-Chr. Strache Experten über die EU und Japan. Multi-Experten, wie beispielsweise Bruno Gollnisch, der auch ein Experte für den Holocaust ist, wie ihm ein französisches Gericht bestätigte. Der Wähler und die Wählerin in Österreich können sich glücklich schätzen, derart wißbegierige freiheitliche Mandatarinnen und Mandatare zu haben, denn sie brauchen sich um ihr Fortkommen nicht zu sorgen, wenn sie sie in den nächsten Wahlen nicht mehr wählen …

FPÖ - Wie extrem ist Jobbik, beantwortet FPÖ selbstWehmütig aber und vielleicht auch neidvoll wird Mitsuhiro Kimura vielleicht erfahren haben, wie viele Mitglieder die freiheitliche Gemein-Schaft in Österreich hat und wie viele freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen in den Parlamenten, in den Landtagen, in den Gemeinderäten sitzen, während seine Gemeinschaft in Japan nicht mehr als 100 Mitglieder … Es muß für ihn eine hohe Ehre gewesen sein, in Österreich Abgeordneten, einem III. Präsidenten NR sein Wissen auftischen zu dürfen …

Das dünne Eis der Demokratie von Wirtschaft und freiheitlicher Gemein-Schaft

Die Lösung für Wirtschaftskammer und für die freiheitliche Gemein-Schaft ist also ein Demonstrationsverbot. Das zeigt gut auf deren Kompetenzen nicht nur in der Ursachenforschung. Von der Wirtschaftskammer ist im Grunde keine andere Reaktion zu erwarten gewesen, denn die von der Wirtschaftskammer vertretene Wirtschaft versteht Demokratie nicht und versteht nichts von Demokratie. Die Wirtschaft setzt rücksichtlslos auf alles, was Gewinne bringen könnte. Kaum gehen aber Scheiben zu Bruch, bricht der Wirtschaft in der Sekunde das Eis der Demokratie ein.

He-Chr Strache auf dem Ball der GetreuenEs ist nicht so, daß von der freiheitlichen Gemein-Schaft in bezug auf Demokratie je viel zu erwarten war noch ist noch zu erwarten je noch sein wird, nur die freiheitliche Gemein-Schaft redet derart viel über Demokratie und verlangt derart viel Demokratie, daß nicht wenige in diesem Land meinen, es handle sich tatsächlich um eine Gemein-Schaft, die dermaßen um die Demokratie besorgt, bemüht  … Kaum aber weht der freiheitlichen Gemein-Schaft demokratische Kritik ein wenig zu scharf, bricht auch ihr Eis der Demokratie ein, schneller als ein Glas zu Bruch gehen kann.

He.-Chr. Strache habe zwar gegenüber der Hauptvertreterin der gutter press in Österreich, also gegenüber der „Neuen Kronenzeitung“ gemeint, das Demonstrationsverbot würde dann auch für Burschenschaften gelten … Im Verschleiern ist die freiheitliche Gemein-Schaft gesinnungsgemäß ganz groß; He.-Chr. Strache weiß aber genau, die für Mai 2014 geplante Veranstaltung der Burschenschaften wird nicht „Demonstration“ genannt werden, und würde der Auftritt der Burschenschaften in der Innenstadt dann verboten werden, würde die freiheitliche Gemein-Schaft wieder nach Demokratie und Freiheit für sich brüllen, jammern, klagen, blärren und behaupten, es sei ja keine Demonstration, sondern ein „Fest der Freiheit“, die die Burschenschaften …

Aber nicht einmal im Verschleiern ist die freiheitliche Gemein-Schaft tatsächlich groß. Denn, wenn He.-Chr. Strache im selben Artikel sagt, der Akadamikerball sei ein Ball der FPÖ und nicht der Burschenschaften, so ist das nichts Neues. Und auf etwas, was He-Chr. Strache sagt, kann mit etwas Altem geantwortet werden, mit dem HInweis darauf, was vor über einem Jahr bereits geschrieben wurde:

Das alte Personal – in zwei Vereinen organisiert – ist auch heuer für Wkr-Ball alias Akademikerball federführend verantwortlich.

Der Wkr-Ball ist immer schon ein Ball der freiheitlichen Gemein-Schaft, der Akademiker-Ball ist immer schon ein Ball der Burschen- und Mädelschaften, das ist klar, trotz aller angestrengten und aufwendigen Bemühungen um Verschleierungen. Wenn also He.-Chr. Strache nun im Februar 2014 sagt, es sei ein Ball der freiheitlichen Gemein-Schaft, sagt er die Wahrheit und sagt zugleich doch nicht die Wahrheit, oder er weiß, mit einer gewissen Nachsicht betrachtet, einfach nicht, in welcher Gemein-Schaft er ist. Bei einer derartigen Ureinheit zwischen freiheitlicher Gemein-Schaft und Burschen- und Mädelschaften kann eine Unterscheidung nicht mehr getroffen werden, selbst vom Obmann dieser Ureinheit. Die Wahrheit wäre wohl gewesen, hätte He.-Chr. Strache gesagt, der Wkr-Ball ist der Ball der Mädel- und Burschenschaften ist der Akademikerball der freiheitlichen Gemein-Schaft ist der Ball der Getreuen von Schaften, die auf Wahlstimmzetteln als Freiheitliche behördlich geführt werden …

NS Und unter dem eingebrochenen Eis der Demokratie von dieser Schaft schwimmt die Scholle, auf der diese Schaft sitzt und von einem elitären Reich träumt, das endlich diese von der Schaft ungewollte Demokratie gänzlich …

Das Fehlen von so vielen Ehrengästen am Akademikerball aus der idealistischen Zeit macht die Polizei wieder wett – Ein Trost

Gewählte Mandatare und Mandatarinnen der freiheitlichen Gemein-Schaft setzen sich nicht nur einmal im Jahr idealistisch für den Akademikerball ein, sie sind das ganze Jahr über im idealistischen Einsatz gegen

Akademikerball - Fehlende EhrengästeIm besonderen idealistischen Einsatz in diesen Tagen aber sind Udo Guggenbichler, auch Wolfgang Jung und Johann Gudenus …  GR Gudenus und Soldat Jung werden wohl mit einem weinenden Auge den Akademikerball erwarten, denn auch sie können nicht mehr Walter Nowotny einladen, um mit ihm über die Zeit zu reden, in der sie sich noch nicht als „neue Juden“ zu beweinen

Den Frauen der Mädelschaften wird es wohl schmerzen, Hanna Reitsch nicht mehr einladen zu können, um mit ihr über Frauenthemen und die idealistische Zeit … Die aus der freiheitlichen ZZ und auch Herbert Haupt wüßten Namen, die für Idealisten und Idealistinnen, wie sie es sind, einen recht ehrenvollen Klang noch haben, wie VerbelenGrimm, Kolbenheyer, Körner … Wie überhaupt die Mannschaft der ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft eine Liste der Ehrengäste für den Akademikerball erstellen könnte, nicht nur um den Akademikerball in noch mehr idealistisches Licht zu tauchen, sondern vor allem einen Ehrengast nach Jahrzehnten doch noch mit Anstand und Höflichkeit zu verwöhnen, beides mußte er damals – dieser arme idealistische deutsche Mann – so bitter entbehren. Und wer versteht mehr von Anstand und Höflichkeit als die Gäste des Akademikerballes? Abschließend ein paar Worte des Trostes für den Schmerz, daß so viele nicht mehr als Ehrengäste geladen werden können, direkt gesprochen auch zu den Gästen dieses Balles: Ihre Tradition, Ihr Stil, Ihre Kultur, die Sie zu diesem Ball ausführen, machen Sie ohnehin alle zu Ehrengästen. Mehr Trost allerdings durch tatkräftigen Beistand für den Ehrengastschmerz wird die Polizei mit ihrem stadtumspannenden Rotztuch …

Revisionist Walter Marinovic mit Kornblumen in der freiheitlichen Zur Zeit: „Wacht endlich auf!“

Es ist nicht gut bestellt um den Staat Österreich, die Ideen- und Zukunftslosigkeit der soeben angelobten Regierung wird widergespiegelt von der Ideenlosigkeit der Wähler und Wählerinnen in diesem Land, die keine andere Alternative sehen wollen, als die freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen, die freiheitliche Gemein-Schaft massiv zu stärken, gar zur zweit- oder schlimmer noch zur stärksten Partei machen zu wollen.

Und sollte dies der freiheitlichen Gemein-Schaft gelingen, dann wird es wieder einmal keine Leistung von dieser Lagerschaft sein, dann wird es wieder nicht das Gelingen der freiheitlichen Gemein-Schaft sein, sondern die Koalition von ÖVP, SPÖ und Wählerinnen und Wählern in diesem Land.

Erst vor wenigen Wochen haben sich freiheitliche Abgeordnete im österreichischen Parlament wieder einmal als Kornblumenträger und Kornblumenträgerinnen betätigt, und in der Ausgabe 47-2013 des freiheitlichen Zentralorgans versuchte Jan Ackermeier den Vorwurf, die Kornblume sei ein „Nazi-Symbol“, wegzuschreiben, er ging dafür bis zum Jahr 1800 zurück, um zu beweisen, wie er meint, die Kornblume sei kein „Nazi-Symbol“. Und wenn die Kornblume kein „Nazi-Symbol“ ist, dann ist, will Jan Ackermeier weißmachen (in diesem Fall kein Rechtschreibfehler, wenn weis mit ß geschrieben wird), alles gut …

Freiheitliche Zur Zeit - Kornblume und Wacht endlich auf

„Breivik, der uns aber als böser Rechtsextremist verkauft wird, und vieles andere mehr …“

Es ist aber damit nichts gut. Es ist ein Fehler, der in diesem Land sehr oft begangen wird, und zwar der Fehler, derart auf diese zeitlich gesehen lächerlichen zwölf Jahre der nationalistischen Massenmord-Diktatur des deutschen reiches zu starren und fixiert zu sein, und soher selbst der freiheitlichen Gemein-Schaft die Möglichkeiten zu schaffen, sich stets herausreden zu können. Während sich die freiheitliche Gemein-Schaft in Wahrheit nicht herausreden kann. Denn die Tradition, auf die sich die burschenschaftliche freiheitliche Gemein-Schaft beruft, ist der geschichtliche Abfahrtsbahnhof, von dem weg die Geleise nach Auschwitz verlegt wurden. Die Kornblume, stolz und treu von der freiheitlichen Spitzenschaft getragen, war schon der Schmuck jener, die lange vor der nationalistischen Massenmorddiktatur beispielsweise „Prämien für niedergemachte Juden“ verlangten.

Womit Georg von Schönerer angesprochen ist, mit seinem Einfluß auf Adolf Hitler und auf seine nationalistische Gemein-Schaft … Hätten die Massenmörder und Massenmörderinnen des deutschen reiches ihre Menschenverachtung und Menschenverhöhung noch weiter ins Unermeßliche steigern wollen, wären die Güterwaggons, mit denen sie die Menschen nach Auschwitz in die Vernichtung transportierten, wohl mit Kornblumen geschmückt worden.

Jan Ackermeier will die Kornblume als eine unschuldige verkaufen. Die Blume ist unschuldig, aber nicht die Gesinnung, für die diese Kornblume Symbol ist. Und das weiß Jan Ackermeier recht genau. In der aktuellen Ausgabe 50-2013 der freiheitlichen ZZ empfiehlt Jan Ackermeier ein Buch von Walter Marinovic mit dem Titel: „Kornblumen – Georgs Wanderschaft von Südtirol bis Schleswig-Holstein“:

„Und so ruft der Autor bereits in seinem Vorwort seinen umerzogenen Landsleuten zu: „Wacht endlich auf!“

Bei dieser Variante eines Verses wird es keine Debatte darüber geben, ob diesmal ein Beistrich fehlt oder nicht fehlt …

Als direkte Bezugsquelle für die Kornblumen wird von der freiheiltichen ZZ der Nation-und-Wissen-Versand angegeben, und dieser Verlag stellt seinen Autor Walter Marinovic als „Revisionisten“ vor. Zu den vordringlichen Aufgaben, die sich Revisionistinnen ehrtreu selbst erwählten, gehört u.v.a.m. den Holocaust zu leugnen. Ein in Österreich verurteilter Revisionist hat erst vor kurzem einen offenen Brief an den zurzeitigen III. Präsidenten NR Norbert Hofer geschrieben ….

Womit noch einmal der oben erwähnte Georg von Schönerer zu erwähnen ist. Es wird Walter Marinovic für seine Figur nicht zufällig der Vorname Georg eingefallen sein … Georg von Schönerer wollte bereits den Anschluß von Österreich an Deutschland, und hier ist Platz für einen Treppenwitz der Geschichte. Georg von Schönerer bewunderte Otto von Bismarck und ließ sich sogar in der Nähe von Otto von Bismarck begraben. Aber Otto von Bismarck wollte Österreich nicht als Teil von Deutschland. In „Stimmen über Österreich – Österreich wird blühen bis ans Ende der Tage“, 1961 veröffentlicht, ist ein Zitat von Otto von Bismarck abgedruckt, in dem er sich gegen einen Anschluß Österreichs ausspricht, sogar gegen die Bezeichnung „Deutsch-Österreich“ und er, Otto von Bismarck, würde sogar gegen alle in Österreich, die einen Anschluß wollten, einen Krieg beginnen.

Der Verlag von Walter Marinovic verkauft nicht nur Gesinnungsbücher von einem Revisionisten, sondern auch beispielsweise von dem in Österreich ebenfalls nicht unbekannten David Irving, aber auch Trinkbecher, Anstecknadeln …

Wenn sich in den nächsten fünf Jahren, sollte die eben angelobte Regierung sich tatsächlich so lange halten können, die Wählerinnen und Wähler ihre Wahlideenlosigkeit nicht aufgeben wollen, wird es mit dem Blühen weit vor dem Ende der Tage in Österreich vorbei sein, es welkt ohnehin schon mehr als es blüht, und mit dieser freiheitlichen Gesinnungsgemein-Schaft in einer Regierung ab 2018 ist das rapide Verwelken gewiß …