Im Gedenkjahr 2018 eine ÖVP-FPÖ-Regierung: Schaften, geht voran!

ÖVP und FPÖ im Gedenkjahr 2018 - Schaften geht voran

„Die kommende Legislaturperiode, insbesondere das Jahr 2018, steht im Zeichen vieler Jubiläen, Gedenk- und Jahrestage. Neben zahlreichen weiteren Jubiläen (z.B. 1848 – Jahr der demokratischen Revolution, 1948 – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) markiert 2018 vor allem den 100. Jahrestag der Gründung der Republik Österreich. Wir wollen ein würdiges, inhaltlich breit aufgestelltes Gedenken an diese Ereignisse ermöglichen. Dabei wollen wir die Bundesländer und deren Kultureinrichtungen möglichst umfassend einbinden und so ein gemeinsames, österreichweites Gedenken ermöglichen. Dies soll sowohl die Geschichte von Altösterreichern (z.B. Südtirol) und Vertriebenen miteinbeziehen …“

So steht es im Programm von ÖVP und FPÖ, wobei zu beachten ist, zuerst kommt „1848“, und vor dem „Anschluss“ kommen „Südtirol“ und die „Vertriebenen“, dann Massenmord und Massenverbrechen durch die nationalsozialistische Gesinnung, wobei es nicht als Massenmord und Massenverbrechen bezeichnet wird, sondern ganz allgemein als „Ereignis, das mit viel Leid verbunden war und einen wesentlichen Schritt hin zu einer der größten Tragödien in der Weltgeschichte“ …

Einst sagte Jörg Haider, als die Nullerjahre für Österreich mit der ÖVP-FPÖ-Regierung begannen, mit dem: „Susi, geh voran!“ Beinahe wollte als Kapitelüberschrift gewählt werden: Susis, geht voran! Geschuldet dem Problem, daß nicht allein Burschenschaften in die Überschrift aufgenommen werden können, weil es nicht nur Burschenschaften gibt. Es gibt auch sogenannte Mädelschaften. Und dann gibt es auch noch Landsmannschaften. So ist es recht stimmig zu schreiben: Schaften, geht voran!

Wer diesmal dazu auffordert, ist schwer auszumachen, zu viele in diesem Land können es schon sein, zu viele in diesem Land können bereits dazu wohlwollend nicken.

170 Jahre „1848“ stehen also an erster Stelle der heute zur Angelobung aufmarschierenden FPÖ und ÖVP … „1848“: in zu vielen Abschnitten kommt dieses Jahr vor, als es noch ein weiteres Mal ausgeführt werden müßte.

Flüchtlinge der gescheiterten Revolution von 1848: Ahnherrin der FPÖ

Fest der Vereinsobergermanenmeierei: 1848, „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr“

Ein Franz Dinghofer weiß halt stets recht zu werten.

Die Farce von 1848

Vorsicht, Gefahr: 1848

Landsmann- und Burschenschaften

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

Ball der Mädel- und Burschenschaften in der Hofburg

Und so weiter und so fort …

Was wird das im Gedenkjahr 2018 für ein Festkommers werden im Vorort von Braunau? Wer wird die Reise dorthin antreten? Es werden nicht wenige sein, die sich zu den Schaften drängeln werden. Wenn bedacht wird, wer 2016 bereits anreiste, als noch vom „Straßenrand“ aus zugeschaut werden mußte …

Herbert Kickl, 2018 Ehrengast auf dem „Kongress Verteidiger Europas“ im Vorort von Braunau?

Europäisches Forum Linz: „Rechtsextremes Treffen“ – ein Kniedichhin der in Österreich Gehätschelten

Das Schlechte aber zetteln die Burschenschafter

Und bereits zu Beginn des Jahres in der Hofburg werden sich Tanze um die Gunst einfinden …

Rechtliche Schritte gegen Verwendung der Wartburgfahne durch Pegida

Der von Pegida schwangere Philip Stein hat zu seinem Jubel, über den in FPÖ-ZZ – „Pegida: Wir stehen wahrhaft am Anfang einer neuen patriotischen Bewegung“ – „Faschismus“ ausführlich berichtet wurde, über die „patriotische Massenbewegung“ stolz ein Bild mit „Fahnen der Urburschenschaft“ veröffentlicht und hinzugefügt: „Auch zahlreiche Burschenschafter demonstrierten“.

Pegida Burschenschaft FPÖ Fahne

„Die Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller Jena sah sich als Nachfolgerin der Urburschenschaft schon vor vielen Jahren in der Pflicht, Rechte an der auf der PEGIDA-Demonstration am vergangenen Montag vielfach gezeigten Fahne der Urburschenschaft (auch Wartburgfahne genannt) schützen zu lassen, um eine unerwünschte Verwendung durch beliebige Personen und Organisationen unterbinden zu können. So obliegt es ausschließlich unserer Burschenschaft, dass Zeigen der Wartburgfahne auf Veranstaltungen zu genehmigen.“

Diese Begeisterung der freiheitlichen ZZ und der FPÖ für Pegida wird nicht von allen geteilt, wie gelesen werden kann, nicht einmal von jenen, von denen Philip Stein behauptet, sie hätten auch demonstriert, also Burschenschafter. Vielleicht waren welche dabei, Burschenschafter, aber aus Österreich, die sind ja recht bekannt dafür, aus einem ganz alten Eisen zu sein. Einer Burschenschaft in Deutschland jedoch scheint es unangenehm zu sein, mit Pegida Arm in Arm in fest geschlossenen Reihen gesehen zu werden, und sie will auch nicht, daß Pegida ihre Fahne entrollt vor sich herträgt und schwenkt, überlegt sich dagegen rechtliche Schritte:

„Die Burschenschaft Arminia a.d.B. und deren Mitglieder treten entschieden für Demokratie und Freiheit ein und respektieren das Recht eines Jeden, für seine Interessen und Überzeugungen zu demonstrieren. Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit sind Eckpfeiler unseres demokratischen Gemeinwesens und müssen zu jeder Zeit gewährleistet sein. Die Demonstranten auf der PEGIDA-Demonstration am vergangenen Montag machten von diesen Rechten Gebrauch, was wir respektieren müssen. Unsere Burschenschaft war auf dieser Veranstaltung jedoch nicht vertreten und zu keinem Zeitpunkt lag eine Genehmigung durch die Burschenschaft Arminia a.d.B. vor, die die Verwendung der Wartburgfahne durch andere Personen oder Organisationen gerechtfertigt hätte bzw. auf künftigen PEGIDA-Demonstrationen rechtfertigen würde. Rechtliche Schritte werden derzeitig durch unsere Anwälte geprüft.“

Wenn also eine Burschenschaft es schon für absolut notwendig hält, klarzustellen, nicht auf dieser Veranstaltung vertreten gewesen zu sein, sie es aber „respektieren“ müsse, daß auch Pegida von diesem Recht auf Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit Gebrauch macht, dann sagt das bereits alles aus, was über Pegida zu sagen ist, also alles, was keinen Jubel auslöst. Während also in Deutschland eine Burschenschaft, rechtliche Schritte prüfen läßt, sind in Österreich gewählte Mandatare von Pegida schwanger und himmeln Pegida kreischend an. Das rechtzeitig zu wissen, hat für Wähler und Wählerinnen in Österreich aber einen großen Vorteil, vor allem im nächsten Jahr, in dem „Superwahljahr 2015“. Sie können durch Nichtwahl der FPÖ den freiheitlichen Mandatare und Mandatarinnen diesen die Last abnehmen, hochschwanger in politischen Gremien sitzen zu müssen, also Risikoschwangerschaft mit steuergeldfinanziertem Herumsitzen unter einen Tirolerhut zu bringen. Wenn sie also nicht mehr in die demokratischen Gremien auf allen politischen Ebenen in diesem Land gewählt werden, können sie sich ganz ihrer schon so lange im Leibe tragenden und mittlerweile ungeheuer angewachsenen Frucht widmen, in den eigenen vier Wänden unterm Kruzifix sie zu verhätscheln, in den Schlaf zu jodeln.

Ein FPÖ-Akademikerball-Verteidiger als Volksanwalt kritisiert „mangelnden Polizeischutz für Ballbesucher“

Auch wenn von der abrufbaren Aufgabenverteilung zwischen den zwei Volksanwälten und der einen Volksanwältin es klar ist, wer in der Volksanwaltschaft für die Polizei zuständig ist, wurde dennoch heute telefonisch nachgefragt und die bestätigende Auskunft erhalten: „Für Polizei-Angelegenheiten ist ausschließlich Dr. Peter Fichtenbauer zuständig.“

Volksanwaltschaft - Collage der geklärten Fragen

Es war die ehrwürdige Volksanwaltschaft. Collage der geklärten Fragen.

Nun wird es auch verständlich, weshalb das freiheitliche Medium Unzensuriert am 6. Juli 2014 gar nicht darüber informieren wollte, wer aus der Volksanwaltschaft mit der Überprüfung des Polizeieinsatzes während des freiheitlichen Akademikerballes 2013 betraut war, wer aus der Volksanwaltschaft zu den zitierten Folgerungen kam, wer aus der Volksanwaltschaft die Stellungnahme dem freiheitlichen Medium übergab.

„Unzensuriert.at liegt nun die Stellungnahme der Volksanwaltschaft an das Bundesministerium für Inneres vor. In dieser wurde einmal mehr bestätigt, was die etablierten Medien gerne in ihrer Berichterstattung verschwiegen hatten – die gesicherte Zufahrt zur Hofburg war für die Ballgäste de facto unmöglich – weil die Polizei versagt hat.“

Es wird auch verständlich, weshalb Unzensuriert diese Stellungnahme nicht veröffentlicht, daß alle drei Verlinkungen in diesem Kommentar lediglich zu vorhergehenden Kommentaren der Unzensuriert zu dieser Angelegenheit führen, aber mit keinem Link die gesamte „Stellungnahme der Volksanwaltschaft“, aus der das Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft zitiert, aufgerufen werden kann.

Mit der Nennung des Namens Dr. Peter Fichtenbauer, so wohl die medial-freiheitliche Befürchtung, könnten unangenehme Fragen gestellt werden, unangenehme Fragen nach …

Nachdem aber von Unzensuriert kein Name genannt wurde, wird auch niemand unangenehme Fragen stellen – es war die ehrwürdige Volksanwaltschaft und nicht

Fest der Vereinsobergermanenmeierei: 1848, „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr“

Wie der Collage entnommen werden kann, ist rasch ist ein Verein gegründet worden, und zwar am 21. Dezember 2013, und zu welchem Zweck? Für einen „Faschingsumzug“ im Juni. Damit Buben mit welkem Geist mit Säbeln durch die Gassen laufen können, mit dem Auszählreim „Ehre – Freiheit – Vaterland“. Aber das ist ein schon lange ausgezählter Reim. Dazu bedarf es keiner weiteren Forschung, daß das mittlere Wort in diesem Reim ein falsch eingesetztes ist, auch die Reihung je nicht der Wirklichkeit entspricht, zutreffender: Vaterland – Recht zur Pflicht: Tod

Krüger - Schlüsselberger - Fest der ObergermanenvereinsmeiereiAber es werden Vereine auch aus ganz praktischen und also finanziellen Überlegungen gegründet, um an Subventionen, an Steuergeld heranzukommen, dafür ist die Gründung eines Vereines in Österreich mehr oder weniger unabdingbar … Ist es bei diesen Obergermanenvereinen ebenso?

Es wird im Juni also nicht nur ein „Faschingumzug“ veranstaltet, unter der Überschrift „Fest der Freiheit“, es wird auch recht ordentlich angegeben. Zum Titel „Fest der Vereinsobergermanenmeierei“ kann auch ein weiterer erfunden werden: „Feste Angeberei“. Denn. Einen Verein zu gründen mit der recht hochtrabenden Ansage „Forschungsgesellschaft“, das kann nur Angeberei genannt werden. Gesinnungsgemäß auch Verschleierung. Denn. Was will denn dieser Verein anderes noch erforschen, als das, was den Buben längst schon ihnen wahre Meinung ist? Und wer sind die Forschungsvorstandsbuben? Mit Vertretungsbefugnis seit dem 11. März 2014. Ein Dr. Peter Krüger, und nach der Zustelladresse für diesen Verein, ist es wohl der Apothekenjurist und scheinbar auch Laienrichter. Ob er das alles noch ist, was er alles je war, ob er schon in Rente ist, das wurde nicht rechecheriert. Es ist auch vollkommen belanglos. Ein Historiker ist es jedenfalls nicht. Das ist das Entscheidende. Daß er auch etwas mit der freiheitlichen Gemein-Schaft zu tun hat oder zu tun hatte, auch das belanglos, wenn auch nicht unerwartet.

Und der zweite Vorstandsbube – mehr Buben werden im Vereinsregisterauszug nicht angeführt – ist Gerhard Schlüsselberger. Ein Mann mit recht ordentlichen Voraussetzungen für den stellvertretenden Vorsitzenden eines Vereines, der sich Forschungsgesellschaft nennt. Wie allein schon seine Ausführungen zum Krieg von 1939 bis 1945 legitimieren; ebenfalls in die Collage geklebt, nicht von irgendwann, sondern aus diesem Jahr, aus dem Jahr 2014:

„Neben den Millionen verlorener Menschenleben und tragischer Schicksale durch Krieg und Vertreibung haben sich unter anderen die europäischen Völker im Zuge der beiden Weltkriege mit einem in der Geschichte beispiellosen Vernichtungswillen gegenübergestanden.“

Das allerdings könnte eine im geheimen selbstgestellte Aufgabe dieser Forschungsgesellschaft sein. Bis heute, 2. Juni 2014, nämlich wurden immer noch nicht die in den Krieg involvierten Staaten der Roma und Sinti, der Juden, der Homosexuellen, der Andersdenkenden u.v.a.m. gefunden, deren „beispielslosen Vernichtungswillen“ germanisch volksgemeinschaftlich … Was wird das für ein Hallo sein, wenn diese Verein eines Tages, eines rechten Tages mit Landkarten vor die Welt hintreten wird, auf denen Staaten eingezeichnet sein werden auf dem europäischen Kontinent, durch die beispielsweise von Österreich jahrzehntelang in die Sommerferien gefahren wurde, ohne zu wissen, durch den Staat der Juden, durch den Staat der Roma und Sinti, durch den Staat der …

Alles muß recht ordentlich organisiert sein, dem Germanen ist Organisation, so ein Klischee, der Appellruf zum Tagwerk, der Marschbefehl an die Listen- und Tabellenfront, und wie erst muß der Obergermanin dieser Appell Vorsehung, heilige Losung, Kreuz und Amen des Lebens sein … In Österreich. Und für, was ihnen in ihren welken Geistern festgeschrieben, ist ihnen je ein Verein wert, und als wäre es die Vorsehung selbst, die ihnen die Vereinsnamen donnernd aus der Scholle grübe … „Forschungsgesellschaft“ für einen „Faschingsumzug mit Podium“, „Verein für Wissenschaft, Forschung, Kultur und Menschenrechte“ für eine Tanzveranstaltung in der Wiener Hofburg, allerdings, für den Säbelball allein benötigen sie sogar zwei Vereine

Kein Reim von Harald Vilimsky: Wer deutschen Burschenschaftern zu rechtsextrem – Ist freiheitlicher Gemein-Schaft erst recht genehm

Es werden jüngere Leserinnen vielleicht gar nicht mehr wissen, was ein Telegramm ist, und ältere Leser vielleicht schon wieder vergessen haben, daß es einmal das Telegramm gab. Darum diesmal zur Erinnerung im Stil eines Telegramms, der Inhalt ist aber nicht so alt und vergangen als das Telegramm, sondern recht aktuell.

Reim auf Harald Vilimsky - Wer zu rechtsextrem ist für freiheitliche Gemein-Schaft erst recht genehmEs gibt in Deutschland eine Initiative „Burschenschafter gegen Neonazis“. – Stop – Für Burschenschafter in Österreich unvorstellbar? – Stop – Suspendierung von „Kevin Gareth Hauer, der bei der extrem rechten Pro NRW ist“, beantragt. – Stop – 27. Jänner 2014: „Pro-NRW-Vize Kevin Hauer erneut zu Gast bei unserer Partnerpartei FPÖ“. – Absatz

„Am vergangenen Wochenende besuchte der stellvertretende Vorsitzende von PRO NRW, der Gelsenkirchener Stadtverordnete Kevin Hauer, erneut die österreichische Hauptstadt Wien, um Kontakte zu Landes- und Bundespolitikern, Mandatsträgern und Publizisten der FPÖ und des national-freiheitlichen Lagers zu intensivieren und einen Eindruck über den Erfolg der mit PRO NRW befreundeten Freiheitlichen Partei – derzeit rangiert sie mit rund 25 Prozent bei Wahlumfragen an erster Stelle – gewinnen zu können.“ – Absatz

„Am Freitagabend besuchte der Erziehungswissenschaftler und Burschenschafter Hauer den Akademikerball der Wiener FPÖ, der wieder in der altehrwürdigen Wiener Hofburg stattfand. Der Akademikerball trat im vorigen Jahr die Nachfolge des traditionsreichen Balls des Wiener Korporationsringes an, dem örtlichen Zusammenschluß akademischer Studentenverbindungen wie Burschenschaften und Landsmannschaften. So wird der Ball in den österreichischen Medien auch gerne als ‚Burschenschafterball‘ bezeichnet. Nationalfreiheitliche Studentenverbindungen gehören seit jeher zum freiheitlichen Lager und stellen traditionell das akademische Rückgrat der FPÖ dar.“ – Absatz

„Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen hat die Bewertung von islamfeindlichen ‚Pro‘-Gruppierungen verschärft und damit über das Bundesland hinaus ein Signal gesetzt. Der Versuch von ‚Pro NRW‘, ‚durch ein bürgerliches Gewand den Stempel der Verfassungsfeindlichkeit um jeden Preis zu vermeiden, ist gescheitert‘, sagte am Montag Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) in Düsseldorf bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts für das Jahr 2010. In der umfangreichen Broschüre werden im Kapitel über den Rechtsextremismus ‚Pro NRW‘ und der eng liierten Gruppierung ‚Pro Köln‘ mit zusammen 350 Mitgliedern ‚tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen‘ bescheinigt.“ – Absatz

„Bringt mir den Markus Beisicht ins Europaparlament“: Köln, Jänner 2014, Hararld Vilimsky – Stop – Details und Nachweise zum Obigen dazu in der Collage. Telegramm wird sonst zu teuer. – Stop – Zweiter Titelvorschlag: „Reim auf Harald Vilimsky – Wer deutschen Burschenschaftern zu rechtsextrem – Ist freiheitlicher Gemein-Schaft erst recht genehm.“

Revisionist Walter Marinovic mit Kornblumen in der freiheitlichen Zur Zeit: „Wacht endlich auf!“

Es ist nicht gut bestellt um den Staat Österreich, die Ideen- und Zukunftslosigkeit der soeben angelobten Regierung wird widergespiegelt von der Ideenlosigkeit der Wähler und Wählerinnen in diesem Land, die keine andere Alternative sehen wollen, als die freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen, die freiheitliche Gemein-Schaft massiv zu stärken, gar zur zweit- oder schlimmer noch zur stärksten Partei machen zu wollen.

Und sollte dies der freiheitlichen Gemein-Schaft gelingen, dann wird es wieder einmal keine Leistung von dieser Lagerschaft sein, dann wird es wieder nicht das Gelingen der freiheitlichen Gemein-Schaft sein, sondern die Koalition von ÖVP, SPÖ und Wählerinnen und Wählern in diesem Land.

Erst vor wenigen Wochen haben sich freiheitliche Abgeordnete im österreichischen Parlament wieder einmal als Kornblumenträger und Kornblumenträgerinnen betätigt, und in der Ausgabe 47-2013 des freiheitlichen Zentralorgans versuchte Jan Ackermeier den Vorwurf, die Kornblume sei ein „Nazi-Symbol“, wegzuschreiben, er ging dafür bis zum Jahr 1800 zurück, um zu beweisen, wie er meint, die Kornblume sei kein „Nazi-Symbol“. Und wenn die Kornblume kein „Nazi-Symbol“ ist, dann ist, will Jan Ackermeier weißmachen (in diesem Fall kein Rechtschreibfehler, wenn weis mit ß geschrieben wird), alles gut …

Freiheitliche Zur Zeit - Kornblume und Wacht endlich auf

„Breivik, der uns aber als böser Rechtsextremist verkauft wird, und vieles andere mehr …“

Es ist aber damit nichts gut. Es ist ein Fehler, der in diesem Land sehr oft begangen wird, und zwar der Fehler, derart auf diese zeitlich gesehen lächerlichen zwölf Jahre der nationalistischen Massenmord-Diktatur des deutschen reiches zu starren und fixiert zu sein, und soher selbst der freiheitlichen Gemein-Schaft die Möglichkeiten zu schaffen, sich stets herausreden zu können. Während sich die freiheitliche Gemein-Schaft in Wahrheit nicht herausreden kann. Denn die Tradition, auf die sich die burschenschaftliche freiheitliche Gemein-Schaft beruft, ist der geschichtliche Abfahrtsbahnhof, von dem weg die Geleise nach Auschwitz verlegt wurden. Die Kornblume, stolz und treu von der freiheitlichen Spitzenschaft getragen, war schon der Schmuck jener, die lange vor der nationalistischen Massenmorddiktatur beispielsweise „Prämien für niedergemachte Juden“ verlangten.

Womit Georg von Schönerer angesprochen ist, mit seinem Einfluß auf Adolf Hitler und auf seine nationalistische Gemein-Schaft … Hätten die Massenmörder und Massenmörderinnen des deutschen reiches ihre Menschenverachtung und Menschenverhöhung noch weiter ins Unermeßliche steigern wollen, wären die Güterwaggons, mit denen sie die Menschen nach Auschwitz in die Vernichtung transportierten, wohl mit Kornblumen geschmückt worden.

Jan Ackermeier will die Kornblume als eine unschuldige verkaufen. Die Blume ist unschuldig, aber nicht die Gesinnung, für die diese Kornblume Symbol ist. Und das weiß Jan Ackermeier recht genau. In der aktuellen Ausgabe 50-2013 der freiheitlichen ZZ empfiehlt Jan Ackermeier ein Buch von Walter Marinovic mit dem Titel: „Kornblumen – Georgs Wanderschaft von Südtirol bis Schleswig-Holstein“:

„Und so ruft der Autor bereits in seinem Vorwort seinen umerzogenen Landsleuten zu: „Wacht endlich auf!“

Bei dieser Variante eines Verses wird es keine Debatte darüber geben, ob diesmal ein Beistrich fehlt oder nicht fehlt …

Als direkte Bezugsquelle für die Kornblumen wird von der freiheiltichen ZZ der Nation-und-Wissen-Versand angegeben, und dieser Verlag stellt seinen Autor Walter Marinovic als „Revisionisten“ vor. Zu den vordringlichen Aufgaben, die sich Revisionistinnen ehrtreu selbst erwählten, gehört u.v.a.m. den Holocaust zu leugnen. Ein in Österreich verurteilter Revisionist hat erst vor kurzem einen offenen Brief an den zurzeitigen III. Präsidenten NR Norbert Hofer geschrieben ….

Womit noch einmal der oben erwähnte Georg von Schönerer zu erwähnen ist. Es wird Walter Marinovic für seine Figur nicht zufällig der Vorname Georg eingefallen sein … Georg von Schönerer wollte bereits den Anschluß von Österreich an Deutschland, und hier ist Platz für einen Treppenwitz der Geschichte. Georg von Schönerer bewunderte Otto von Bismarck und ließ sich sogar in der Nähe von Otto von Bismarck begraben. Aber Otto von Bismarck wollte Österreich nicht als Teil von Deutschland. In „Stimmen über Österreich – Österreich wird blühen bis ans Ende der Tage“, 1961 veröffentlicht, ist ein Zitat von Otto von Bismarck abgedruckt, in dem er sich gegen einen Anschluß Österreichs ausspricht, sogar gegen die Bezeichnung „Deutsch-Österreich“ und er, Otto von Bismarck, würde sogar gegen alle in Österreich, die einen Anschluß wollten, einen Krieg beginnen.

Der Verlag von Walter Marinovic verkauft nicht nur Gesinnungsbücher von einem Revisionisten, sondern auch beispielsweise von dem in Österreich ebenfalls nicht unbekannten David Irving, aber auch Trinkbecher, Anstecknadeln …

Wenn sich in den nächsten fünf Jahren, sollte die eben angelobte Regierung sich tatsächlich so lange halten können, die Wählerinnen und Wähler ihre Wahlideenlosigkeit nicht aufgeben wollen, wird es mit dem Blühen weit vor dem Ende der Tage in Österreich vorbei sein, es welkt ohnehin schon mehr als es blüht, und mit dieser freiheitlichen Gesinnungsgemein-Schaft in einer Regierung ab 2018 ist das rapide Verwelken gewiß …

Ein deutscher Dichter der Burschenschaft Suevia: „Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren.“

Noch ist nicht gesagt, daß es in Österreich nicht zu einer Regierung kommt, an der wieder Freiheitliche, also Burschenschafter, beteiligt sein könnten. Jetzt vielleicht sogar um so mehr, da die Burschenschafter in Innsbruck ausgeladen wurden, könnte es Michael Spindelegger ganz eng um sein christliches Herz werden, und er lädt sie ein, ihn an ihre Seite in der Regierung zu stellen.

Es gab schon einmal so eine burschenschaftliche Regierung in Österreich. Deren Geschichte ist vor allem in Gerichtsakten, nein, noch lange nicht aufgearbeitet.

Roland Weinert etwa gehörte damals der burschenschaftlichen Regierung an, an ihrer Seite war Wolfgang Schüssel, auch Andreas Khol, der heute wieder eine tragende Rolle in den Koalitionsverhandlungen spielt, er sitzt in der Gruppe „Staatsreform“ – mehr eine Drohung als eine Hoffnung auf …

Und die freiheitliche Homepage, gesinnungsgemäß ganz und gar nicht mit der Ausladung der Burschenschaften in Innsbruck einverstanden, veröffentlicht von diesem Roland Weinert eine Stellungnahme, in der er sagt:

Die Innsbrucker Burschenschaft Suevia hat auf den Totenlisten ihres Denkmals als einen unter mehr als 500 verstorbenen ehemaligen Mitgliedern auch Dr. Gerhard Lausegger angeführt. Er war in der Pogromnacht des Jahres 1938 mitverantwortlich für den grausamen Tod des Leiters der Kultusgemeinde Innsbruck Ing. Berger. Wie in Österreich üblich wurde die mit seiner Person verbundene Tat auch bei uns lange Zeit verschwiegen. Nach intensiver interner Aufarbeitung hat sich die Burschenschaft Suevia dazu entschieden, die historischen Fakten nicht durch eine bloße Streichung des Namens zu leugnen. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dazu zu stehen, dass auch ein Mensch, der so viel Schuld auf sich geladen hat, bei uns einst Mitglied war. Wir können diese unsagbar grausame Tat und die dahinterstehenden Beweggründe nicht nachvollziehen und die damit verbundene Geisteshaltung liegt uns fern. Es fällt uns daher leicht, uns von Nationalsozialismus und Antisemitismus aufs Schärfste abzugrenzen und zu distanzieren.“

Das klingt ehrbar und edel, der Burschenschaft Suevia, deren Obmann Roland Weinert ist, falle es leicht, sich von Nationalsozialismus …  Zunächst einmal, dann aber, ein Name bleibt, und verschwiegen seine Beteiligung an einem Verbrechen. Zunächst einmal, dann aber ist eindrücklich die Frage zu stellen, hat beispielsweise die Burschenschaft Suevia ihre Geschichte nach 1945 intensiv aufgearbeitet? Das ist die wesentliche Frage. Und nicht, wie hält es beispielsweise die Burschenschaft Suevia mit dem Nationalsozialimus und dem Antisemitismus vor 1945. Wer in diesem Land in eine Regierung will, müßte schon sehr töricht und taktisch vollkommen unbegabt sein, sich als Anbeter der nationalistischen Massenmorddiktatur des „deutschen reiches“ zu positionieren.

Burschenschaft Suevia - Das Feuer von Auschwitz

„Wir werden, wenn auch ohne Mütze und Band,/die Gasöfen füllen bis an den Rand.“

Wie hält es also beispielsweise die Burschenschaft Suevia mit ihrer Geschichte nach 1945?

„Und die Suevia argumentierte 1960 gegenüber deutschen Kameraden: ‚Wir müssen (…) betonen, daß es für die Deutsche Burschenschaft in Österreich unmöglich ist, Nichtdeutsche aufzunehmen. Wir (…) stehen auf dem allein burschenschaftlichen Standpunkt, daß somit auch der Jude in der Burschenschaft keinen Platz hat.‘ Angesichts eines derartigen Standpunktes überrascht es kaum, wenn auch mal Taten folgen. So verwüsteten im November 1961 zwei Burschenschafter den jüdischen Friedhof in Innsbruck. Einer der Täter, Aktivist der Suevia, zwängte seinen Antisemitismus zuvor in holprige Reimform: ‚…der einzige Feind, den es Wert ist zu hassen/und unter Umständen auch zu vergasen/ist doch der ewige Jude, der heute/wie früher die dummen, weil ehrlichen Leute bestiehlt/und uns allen die Frischluft wegsaugt/nicht ahnend, daß er nur zum Einheitzen taugt./Die Zeit wird bald kommen, darauf ist Verlaß/daß man ihn zum letztenmal setzt unter Gas./Dann werdet auch Ihr, trotz Aktiven-Allüren,/das Feuer von Auschwitz behüten und schüren./Wir werden, wenn auch ohne Mütze und Band,/die Gasöfen füllen bis an den Rand.'“

„Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren“, reimte lange nach 1945 ein „Aktivist der Suevia“, nicht vor 1945, sondern nach 1945, nach Auschwitz …

Und einer aus der Schreibstaffel hat auf der freiheitlichen Homepage auch eine rechte Lösung zur Hand:

„Wenn mir ein kleiner, dreckiger, linker Kläffer etwas ins Taxi wirft, dann steht die Spitze meines Regenschirmes hinten bei dessen Hals heraus.“ „Säbel, Schwert und Spieß in die Rechte.“

Ganz so treu und charakterfest scheint auch dieser aus der Schreibstaffel nicht zu sein, möglicherweise ein Taxifahrer, denn es gibt für ihn noch eine aber nur eine einzige zweite Lösung, nämlich „zur linken Reichshälfte überzulaufen“. Vielleicht ist er (oder sie) nur realistisch und weiß, wie leicht gerade Freiheitliche von einer Partei zur anderen …

Die freiheitliche Homepage titelt „Die Früchte der Medienhetze“, eine Aufforderung, die Früchte der burschenschaftlichen Regierung nicht zu vergessen, ihr Kanzler hat seinen angestammten Platz in der Vergessenheit eingenommen, einer ihrer Architekten mischt wieder ganz vorne mit …

Und als eine Vorleistung für eine Wiederbetätigung einer burschenschaftlichen Regierung kann wohl die Wahl von Norbert Hofer zum III. Präsidenten NR gewertet werden, dessen erste öffentliche Aussage auf diesem Stuhl die traditionelle Verteidigung der Burschenschaften war, sie seien von Adolf Hitler verboten worden … Und für dieses Verbot dankte ihm beispielsweise ein Dichter der Burschenschaft Suevia deutschtreu mit den Versen: „Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren.“