Schon mehr für die Abschaffung des Bundesheeres als für die Schaffung eines Berufsheeres

Mehr Zustimmung für die Abschaffung des Bundesheeres als für die Schaffung eines Berufsheeres.

Die Zustimmung für ein Berufsheer sinkt weiter und weiter … Hielt sich gestern noch die Zustimmung für die Schaffung eines Berufsheeres prozentmäßig die Waage mit der Zustimmung für die Abschaffung des Bundesheeres, fiel heute die Zustimmung für das Puzzle eines Berufsheeres, mit dem Norbert Darabos und Werner Faymann die Regierungsbefragung zu Wehrpflicht oder Berufsheer gewinnen (gegen wen eigentlich?) will, bereits wenn auch knapp unter die Zustimmung für die Abschaffung des Bundesheeres …

Das Glück ist, besser, die Hoffnung, die sowohl Bundeskanzler als auch Verteidungsminister auf einen Gewinn noch nicht aufzugeben brauchen, schulden beide anderen Meinungserhebungen, die lediglich die auf zwei Sätze aufgeteilte Frage – Wehrpflicht oder Berufsheer – zur Beantwortung anbieten, damit also ergeben der Regierungsvorlage folgen, und daher auch die Zustimmung für ein Berufsheer menschgemäß höher ausfallen muß, wenn nur zwischen Wehrpflicht oder Berufsheer gewählt werden kann.  Werden aber mehrere Optionen, wie in der hier gestellten Umfrage, angeboten, schneidet das von Norbert Darabos und Werner Faymann bevorzugte Puzzle eines Berufsheeres am schlechtesten ab …

Es ist nicht nur ein Fiasko für Norbert Darabos und Werner Faymann vorhersehbar, weil sie keine notwendige Mehrheit für ihr Puzzle eines Berufesheeres am 20. Jänner 2013 bekommen werden, sondern es wird auch zu einem Fiasko für ÖVP und SPÖ werden, weil auch die berechtigte und richtige Kritik an der von beiden Parteien als Volksbefragung verkauften Regierungsbefragung an sich massiv und stetig zunimmt, so daß auch ein Beteiligungsfiasko zu erwarten ist …

Sollten die beiden für das vorhersehbare Fiasko in mehrerer Hinsicht verantwortlichen Parteien die Regierungsbefragung nicht von selbst noch absagen, kann ihnen am 20. Jänner 2013 nur eine Antwort gegeben werden, sich daran nicht zu beteiligen. Denn nicht nur die auf zwei Sätze aufgeteilte Frage ist unzureichend, sondern auch der Zeitpunkt ist ein absolut falscher. Denn eine Regierung, deren Periode unmittelbar vor dem Ende steht, wird nichts mehr umsetzen … Und auch das ist verantwortungslos, einer neuen Regierung, die es wohl ab dem Herbst 2013 geben wird müssen, die Last einer willkürlich und im letzten Abdruck veranstalteten Regierungsbefragung aufzubürden, eine neue Regierung derart schamlos zu determinieren. ÖVP und SPÖ hoffen wohl auch sehr, noch, diese neue Regierung wieder zu sein -, aber das ist nicht gesagt …

PS Es will nicht verschwiegen werden, daß es lieber gesehen werden würde, die Zustimmung für die Abschaffung des Bundesheeres betrüge 62 Prozent und nicht die Beibehaltung sogar mit einer Ausweitung der Wehrpflicht … Die Zustimmung für die Beibehaltung und sogar Ausweitung der Wehrpflicht stieg von gestern auf heute von über 60 Prozent auf knapp über 62 Prozent … Das muß einer sonderbaren Vorstellung von Gleichberechtigung geschuldet sein, auch Frauen der Wehrpflicht unterwerfen zu wollen …

Für ein Berufsheer sind nur 21 Prozent

der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an dieser Umfrage zur Geld-Her-oder-Geld-Her-Regierungsbefragung zu Wehrpflicht und Berufsheer, die sich bisher an dieser beteiligten.

Das sind nicht einmal zwei ganze Prozent mehr an Zustimmung als für die Abschaffung des Bundesheeres …

Wie bekannt ist, ist das Modell eines Berufsheeres die von Verteidigungsminister Norbert Darabos bevorzugte Variante, für die er eine breite Zustimmung sich erhofft. Ob „Modell“ das richtige Wort ist? Nachdem bis jetzt noch kein vollständig ausgezeichnetes Modell für ein Berufsheer vorliegt, ist es wohl eher ein Puzzle Berufsheer, und als ein solches menschgemäß keine Grundlage für eine Volksbefragung. Und wie auch dieses Zwischenergebnis deutlich zeigt, sind Bürgerinnen und Bürger nicht derart verantwortungslos, einem Puzzle in der von Norbert Darabos erhofften Höhe zuzustimmen, noch lassen sich dafür einspannen, die Arbeit des Verteidigungsministers zu machen, also die Teile selbst zusammenzusuchen, wie ein derartiges Berufsheer organisiert sein könnte, um dann darüber verantwortungsbewußt abstimmen zu können …

Die Zustimmung zum Puzzle Berufsheer sind aber auch um zwei Prozent niedriger als die Zustimmung dafür, daß die allgemeine Wehrpflicht ausgeweitet werden sollte. So vergeßlich dürften Bürger und Bürgerinnen doch nicht sein, sie dürften nicht vergessen haben, daß Norbert Darabos noch vor gar nicht allzu langer Zeit, in dieser seiner Amtsperiode, einer Wehrpflicht für Frauen keine Absage erteilte, im Gegenteil

PS Sollte es bei der auf zwei Sätze aufgeteilten Fragestellung bleiben, kann diesen beiden Parteien nur eine Antwort auf ihre Regierungsbefragung am 20. Jänner 2013 gegeben werden -, sie sollen sich ihre auf zwei Sätze aufgeteilte Frage selbst und ganz allein beantworten.

Für die Abschaffung des Bundesheeres ist jeder und jede Fünfte

der Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die an dieser Umfrage zur Geld-Her-oder-Geld-Her-Volksbefragung zu Wehrpflicht und Berufsheer sich bisher beteiligten …

Auch dieses Zwischenergebnis zeigt deutlich auf, daß die für den 20. Jänner 2013 von SPÖ und ÖVP geplante Umfrage, die von diesen zu einer Regierung immer mehr hochgestapelten Parteien großspurig als Volksbefragung verkauft werden will, eine äußerst mangelhafte zu nennen ist, denn weder die christschwarze noch die sozialdemokratische noch beide zusammen noch gar beide Parteien gemeinsam schaffen es, nicht einmal ansatzweise, eine tatsächliche Volksbefragung vorzulegen, also eine mit den vielen Optionen und den vielen Varianten, die Bürger und Bürgerinnen denken

PS Sollte es bei der auf zwei Sätze aufgeteilten Fragestellung bleiben, kann diesen beiden Parteien nur eine Antwort auf ihre Regierungsbefragung am 20. Jänner 2013 gegeben werden -, sie sollen sich ihre auf zwei Sätze aufgeteilte Frage selbst und ganz allein beantworten.

Nationalfeiertag am österreichischen Heldenplatz – Eine zukunftslose Tradition

Es ist heute zwar kein Feiertag eines Organisierten Glaubens und die Umsonst ist keine Zeitung, mit der das Wort Qualität in Verbindung gebracht werden kann, dennoch kann mit der Frage begonnen werden, gibt es in diesem Betrieb mit dem Firmenschild „Heute“ tatsächlich niemanden, der das Falsche im Artikel von dem leitenden Angestellten der römisch-katholischen Kirche hätte korrigieren können, werden die Artikel von Christoph Schönborn nicht auf Fehler durchgesehen? Gerade das schönbornsche Falsche am 25. Oktober 2012 über den Anlaß, warum der Nationalfeiertag auf den 26. Oktober fällt, war so offensichtlich, so ins Auge springend, diese schönbornsche Weiterschreibung vom letzten fremden Soldaten …

Eigens zum Nationalfeiertag muß nichts geschrieben werden, sondern lediglich wiederholt werden, was bereits im Jänner 2012 geschrieben wurde, für den Spätherbst 2012. Es ist dafür keine besondere Gabe notwendig, kein Talent die Zukunft voraussehen zu können, um bereits vor beinahe neun Monaten schreiben zu können, was im Spätherbst 2012 nicht geschehen sein wird, in Österreich …

Zwischenstand am Nationalfeiertag: Für die Abschaffung des Bundesheeres genauso viele wie für ein Berufsheer.

Nun aber die Wiederholung von dem im Jänner Geschriebenen über das, was im Spätherbst nicht, wieder nicht, geschehen sein wird, passend zur Wiederholung, wie in Österreich der Nationalfeiertag aber nicht nur dieser wiederholt und wiederholt und wiederholt und …

Im Stadtpark, Spätherbst 2013

Es gilt in Österreich das Verharren in der Vergangenheit, das –, es schöner sagen, mit Peter Altenberg,

so tauchen wir denn hinab in Erinnerungen, da wir vom seienden Tag nicht leben können.

Aber es sind keine Erinnerungen, die gemütlich zu einer Portion Eis, Himbeerschokolade, mit knisternden, also frischen Hohlhippen wie einst im Stadtpark zu genießen und am Tisch beim leeren Becher leicht zurückgelassen werden können, um auf die Straße des Heute zu treten, in der Sicherheit, daß vor allem eine der schlimmsten Vergangenheiten im österreichischen Stadtpark nicht mehr Gegenwart ist, das nationalistische Grab des zwölfjährigen Reiches …

Hinabgetaucht, die einen, um ihr Reich zu suchen, die anderen, um das Loch zu diesem Reich noch einmal abzudichten, und über dem Wasser ruft vergebens das Heute nach ihnen, lockt sie vergeblich mit der klaren Aussicht, die erforderlich ist, um Vergangenheit und Gegenwart scharf zu trennen, politisch gegenwärtig zu sein …

Es gibt wieder Aufregungen, es gibt wieder Aufforderungen zum Rücktritt und es wird im Spätherbst wieder weitere Erinnerungen geben, im Stadtpark, beim letzten Eis für das heurige Jahr, Himbeerschokolade, mit knisternden, also frischen Hohlhippen, die Erinnerung daran, daß niemand zurücktrat, weder Maria Strache noch Odin Graf, die Erinnerung daran, daß der Fluß der Empörung mit Rücktrittsforderungen nach drei Tagen ausgetrocknet war, daß wieder im Parlament der österreichische Streicher für hohe und höchste Christschwarze frei von Bedenken zum Vorbild heutiger Politik wurde, Preisträger und Preisträgerinnen stolz und still die Urkunden über dem Kopf heimtrugen, die Erinnerung daran, daß die Vergangenheit die politische Auseinandersetzung genau in den Tagen wieder dominierte, als die Gesetze zur Sicherheit der Polizei aus dem sogenannten Anti-Terror-Paket

Volksbefragung zum Bundesheer – Ein Zwischenstand

Dreißig Prozent für die Abschaffung des Militärs.

Bereits der erste Zwischenstand der Umfrage zeigt sehr gut auf, daß es mehr als die zwei Fragen gibt, auf die die christschwarze und die sozialdemokratische Partei die Volksbefragung zu Wehrpflicht und Berufsheer reduziert haben will, oder, sollte gesagt werden, es muß diesen beiden Parteien beinahe zugute gehalten werden, daß ihnen gemäß ihrem politischen Vorstellungsvermögen sogar eine zweite Frage eingefallen ist …

Allerdings, es kann aber nicht einmal mit größter Sicherheit angenommen werden, daß die Christschwarzen und die Sozialdemokratinnen tatsächlich zwei Fragen formuliert haben, auch wenn mit einer nach der Beibehaltung der Wehrpflicht und mit der anderen nach der Schaffung eines Berufsheeres gefragt wird … Denn vom Finanziellen her, einem Hauptargument für die plötzliche und also willkürliche Volksbefragung, ist es wie eine einzige Frage. Aber nicht nur unter dem finanziellen Aspekt …

Sie sind herzlich eingeladen, an dieser Umfrage sich zu beteiligen, vor allem auch als Ausdruck der Beschämung -, beschämen Sie die christschwarze und sozialdemokratische Regierung damit, daß Sie über diese eine auf zwei Sätze aufgeteilte Regierungsfrage weit hinaus rechnen können … Aber auch als Ausdruck der Zurückweisung -, weisen Sie mit Ihrer Beteiligung  auch entschieden zurück, daß diese rotschwarze Regierung Ihnen nicht mehr zutraut als sich diese Regierung selber zutraut …

Eine Umfrage als Minimalvariante einer dem Namen Volksbefragung tatsächlich angemessenen Volksbefragung zu Wehrpflicht und Berufsheer

Die von der christschwarzen Partei und von der sozialdemokratischen Partei auf den 20. Jänner 2013 festgelegte Volksbefragung zum österreichischen Bundesheer ist eine auf zwei Fragen reduzierte vollkommen unzureichende … Denn auch im Hinblick auf  das Militär gibt es nicht nur Rot und Schwarz, wie die zwei Fragen suggerieren sollen, sondern mannigfache Schattierungen …

Berufssoldat schießt Norbert Darabos ins Knie

Travestie einer Volksbefragung über die Transe namens Bundesheer

Nicht über Kulturetatkürzungen reden, sondern Militärbudgets zu 100% für Kultur ausgeben