Es ist ein kleines Volk. Kurz bedarf es an Zeit, es vollständig durchzuzählen. Einundsechzig Männer und Frauen sind es. Das ganze Volk hat im österreichischen Parlament Platz.
Am 27. Mai 19 hat sich das abgeordnete Volk im Parlament eingefunden. Um seinem Führer zu huldigen, der wiederum seinem Führer huldigte, dem Smartphone. Einer aus dem Volke tat sich besonders hervor, klatschte ein, stand auf, klatschte noch mehr, und die abgeordneten Frauen und Männer aus seinem Volke taten ihm nach, klatschten, standen auf, klatschten, setzten sich sofort wieder, als der Einklatscher sich wieder auf seinen Stuhl setzte, hörten mit dem Klatschen sofort auf, als der Einklatscher das Einklatschen einstellte.
Trotz der Huldigung verließ der Führer sein Volk, augenblicklich, am 27. Mai 19. Und er will auch nicht zu seinem abgeordneten Volk in das Parlament zurückkehren. Stattdessen will er mit seinem Führer, dem Smartphone, durch das Land ziehen, mit seinem Märchen, das er nun Tag für Tag bunter ausschmückt. In diesem kommt alles vor, was es in der Wirklichkeit nicht gibt, mit seinem Märchen huldigt er einer Wahrheit, die als Wahrheit es nur im Märchen gibt.
Auch seinen Einklatscher läßt er allein zurück, im Parlament. Der Einklatscher hat seine Schuldigkeit getan. Schließlich, was hat ein Märchenerzähler mit dem Parlament zu tun. Das Parlament: materialisierte Demokratie. Ein Märchenerzähler kann damit nichts anfangen, einem Märchenerzähler ist es am Ort der Demokratie stets unbehaglich, es ist kein Platz für Märchen. Ja, freilich, denken sich Märchenerzählerinnen, das wäre etwas anderes, wäre im Haus der Demokratie nur ihr abgeordnetes Volk … Für das Allein-gelassen-Werden ist der Einklatscher selber verantwortlich, hätte er wie weiland Jesus die Anderen, die nicht nach seinem Sinne Abzuordnenden, aus dem Tempel gejagt, hätte er es also vollbracht, schon am 27. Mai 19 vollbracht, es zu seinem Knusperhäuschen zu machen, nur für sich und sein abgeordnetes Volk, freudig wäre er mit Edelweiß und Smartphone eingezogen …
Von einer anderen ist in diesem Kapitel zu berichten. Schlecht gesagt. Eine andere ist als Kapitel in die Chronik aufzunehmen.
„in den letzten tagen hatten wir außergewöhnliche politische ereignisse in österreich. die diskussionen im parlament waren nahezu frei von unfairen geschrei. aber es wurde im rahmen dieser turbulenzen etwas wichtiges gar nicht bemerkt und es reagierte darauf keine analystin, journalistin oder politikerin: die entscheidende, meiner meinung nach fatale, sequenz geschah nach der abwahl von herrn kurz, als er vor versammelten fans seinen ‚wahlkampf‘ startete. er sagte: ‚… und nicht nur; dass die koalition zu ende war, die freiheitliche partei hat sofort eine neue koalition gebildet, nämlich mit der sozialdemokratie, GEEINT IM HASS AUF DIE VOLKSPARTEI ….‘ siehe und höre oe24.1at/kurz kampfansage , von minute 1:41 – 1:53. diese art der schon bösartigen demagogie muß klar aufgezeigt werden; natürlich meine ich, dass demagogie auch von den anderen häufig gepflegt wird und nicht selten bösartig wird und gezielt feindbilder produziert und attackiert; aber in diesem fall verwendet ein ‚braver‘, konservativer, christlicher bundeskanzer – als solcher auch ‚verkauft‘ von seiner christlich-sozialen partei – neben der falschaussage der ‚koalition‘ (wenn er einen üblichen parlamentarischen vorgang beschreibt) die formulierung einer koalition des hasses … oder … ‚geeint im haß‘; es ist ein schüren von primitiven gefühlen gegen die dadurch produzierten feindbilder. dieses spielen auf der klaviatur der gefühle, dieser griff in die unterste emotionale schublade, die mit dieser bemerkung die innersten und unbewußten saiten von ‚hass als zerstörerisches gefühl‘ oder ‚die hass-brigaden der IS‘ und ähliches anklingen läßt, desavoiert alle und alles. diese sprache aktiviert unreflektierte meinungen, ängste und einstellungen in unserer persönlichen schmuddelkiste und unsere niedrigsten instikte werden wachgeküßt. und leider hat niemand (journalistin, moderatorin, politikerin, politologin etc. ) das in den folgenden kommentaren aufgezeigt oder angesprochen. vielleicht zeigt das auch, wie unaufmerksam wir sind, wie wenig feingefühl wir für diese zwischentöne haben, wie wohl wir wissenschaftlich alle wissen, dass sich die entscheidenden manipulationen und tiefgehenden einflüße auf diesen ebenenen abspielen. laßt uns einmal imaginieren was wir zu menschen oder gruppen, die ‚geeint im hass‘ sind, assoziieren? assoziale terroristen? wölfe? unmenschen? monster? untermenschen? gefahr? angst? vielleicht macht diese einwurf es möglich, dass doch einige konsequenter, radikaler und vorallem ‚ganzheitlicher‘ situationen und menschen erkennen, wahrnehmen und darauf reagieren und vor allem agieren. können wir solche feindseligen aussagen von öffentlichen personen, noch dazu in diesen positionen, einfach zu stehen lassen?“
Es sind jedoch einige Anmerkungen diesem Kapitel hinzufügen.
Auch mit dieser in der oben zitierten E-Mail angesprochenen Rede vor seinen Ergebenen versucht Sebastian Kurz weiter das Märchen von der „guten inhaltlichen Arbeit“ der gewesenen schwarzidentitären Regierung aufzusagen. Wer aber dem kurzischen Märchen nicht zuhört, sondern sich dem zuwendet, was in dieser kurzen Zeit von siebzehn Monaten an „inhaltlicher Arbeit“ durch diese nun gewesene schwarzidentitäre Regierung in Österreich passiert ist, wird zum Märchenerzähler mit Fontane sagen: Ach, Luise, laß … das ist ein zu weites Feld. Und dafür, dafür hat Sebastian Kurz so vieles „in Kauf genommen“, so vieles „runterschlucken“ müssen in den „zwei Jahren“, die bei weitem nicht einmal zwei Jahre waren.
In einem Märchen ist es, weil in einem Märchen alles surreal ist, weil in einem Märchen alles Wirklichkeit ist, was nicht Wirklichkeit ist, weil in einem Märchen alles wahr ist, was nicht wahr ist, in einem Märchen ist also alles glaubwürdig, auch das, nicht gewußt zu haben, nicht zu wissen, die ÖVP mit ihrem Sebastian Kurz nicht gewußt hat, nicht weiß, mit wem sie sich auf eine Regierung einließ. Außerhalb des Märchens wird es seit je gewußt. Allein schon ein einziger Blick auf das Umfeld von dem nun gewesenen Vizekanzler wäre ausreichend gewesen. Und außerhalb des kurzischen Märchens war und ist es nicht überraschend, daß diese Ibizamethode zum Einsatz kam, außerhalb des kurzischen Märchens ist diese Methode nur folgerichtig allein schon aufgrund des Umfelds der gewesenen identitären Regierungspartei …
Weshalb die Mörderinnen und Mörder es beim symbolischen Morden belassen? Dafür fehlt den „Rechten“ – wie sie ein Mann nennt, der kurz auf einem gewichtigen Stuhl saß und dabei recht stolz darauf, daß er den Stuhl … – zum Glück ihr Rechtssystem von damals, denn darauf wurde auch damals recht Wert gelegt, daß alles rechtens, alles legal …
In effigie verbrannt, gehängt, geköpft zu werden, war angewandte Gesetzespraxis. Außerhalb des Rechts ist es aber immer noch Sehnsuchtsrecht – innerhalb der „Rechten“. Und die Mörderinnen und Mörder von Wien im Mai 19 werden das wissen, sie werden ihre Informationskanäle haben. Erst im letzten Monat wurde in Polen eine „Puppe“ stellvertretend, symbolisch im April 19 in Pruchnik
„unter dem anfeuernden Johlen zahlreicher Schaulustiger wird diese auf dem Boden liegende ‚Judas‘-Puppe durch Straßen gezerrt, von Erwachsenen und Kindern mit eigens vorbereiteten langen Stöcken geschlagen und schließlich geköpft, angezündet und brennend in einen Bach geworfen.“
Es werden die technischen Hilfsmittel gar oft gescholten. Auch jene, die es für das Übersetzen von einer Sprache in eine andere gibt. Aber es muß nicht immer gescholten werden, manchmal kann auch gelacht werden. Einfach nur kurz gelacht werden, über die Ergebnisse, die sie liefern. Wie bei dieser automatischen Übersetzung von: DerNachlaß von Kurz.
Es wird ja nun gleich beginnen mit der Frage, was ist von der kurzen Regierung Kurz I und was ist von der je kürzesten Regierung, also Kurz II, geblieben?
Es fehlt aber nicht mehr viel, um den Verbau zu vollenden. Wie auf dem Foto gesehen werden kann. Das ihr Plan für Österreich ist. Für diesen Zukunftsplan wirbt die ÖVP. Für eine Regierung Kurz II oder, wie sie es recht lieber nennt – Veränderung II.
Es ist beeindruckend. Die ÖVP mit ihrem Sebastian Kurz hat versprochen, Österreich zu verändern. Und. Bereits innerhalb von siebzehn Monaten ist ihr das mit ihrem Sebastian Kurz gelungen.
Das Ergebnis dieser ersten Veränderung ist weithin sichtbar. So sieht Österreich verändert aus, schon nach siebzehn Monaten:
Es gibt Passagen in einem Roman, vor allem in solch einem Roman wie diesem, die und der nicht gelesen oder überlesen werden, die vergessen sind, sogar von jenem Menschen, der diese Chronik der Wirklichkeit schreibt.
Während
sich also in Österreich seit dem 17. Mai 2019 alles um ein, kurz gesagt, Video
dreht, schickt sie am 21. Mai 2019 eine E-Mail, mit dem Anliegen, dieses
Kapitel zu löschen.
Sie setzt eine Frist. Wenn das Kapitel, das von ihr „Eintrag“ und „Artikel“ genannt wird, nicht gelöscht werden würde, sie sich „genötigt sieht, weitere gerichtliche Maßnahmen einzuleiten.“
Es ist
ihr dafür zu danken, an dieses Kapitel erinnert zu haben.
Denn sie
gibt damit Gelegenheit, einmal darauf eingehen zu können, auf das schon lange
einmal eingegangen werden wollte. Wie muß ein Kapitel geschrieben werden, wie
ist ein Roman zu schreiben, damit dieser von Lesenden so verstanden wird, wie
es die Intention ist, daß dieser von Lesenden zu verstehen ist.
Dieses
Kapitel hat die Intention verfehlt, wenn sogar die Person, die darin vorkommt,
es anders gelesen hat, als es die Intention war.
Das ist menschgemäß zu wenig, das Kapitel nur durchzustreichen. Es muß, um es zukünftig vermeiden zu können, auf den Grund gegangen werden, wie konnte es geschehen, daß die Person selbst, die in diesem Kapitel vorkommt, es derart anders las, als es inhaltlich geschrieben ist.
In Ihrer
E-Mail vom 21. Mai 2019, mit der sie zum Ausdruck bringt, es würden
„Vermutungen und Behauptungen“ aufgestellt werden, schreibt sie:
„Ich
bin und war zu keiner Zeit Mitglied in der FPÖ und lehnte sowohl Politik als
auch Führung dieser Partei in den vergangenen Jahren mehrmals entschieden und
öffentlich ab, was Ihnen offenbar entgangen sein dürfte. Nicht nur Linke finden
widerlich, was dort passiert.“
Das wurde auch nicht behauptet, nicht einmal vermutet. Wie in diesem Kapitel gelesen werden kann, falls sich je noch wer die Mühe machen wollte, ein schlecht geschriebenes und durchgestrichenes Kapitel zu lesen. Es wird zwar von einer Frau und ihrem „Parteikameraden“ geschrieben, aber damit ist ganz und gar nicht sie gemeint. Auch wenn das inhaltlich deutlich hervorgeht, ist es, muß jetzt nach Erhalt ihrer E-Mail gesagt werden, schlecht geschrieben.
Weiter
schreibt sie in ihrer E-Mail vom 21. Mai 2019:
„Als
Journalistin habe ich stets unter meinem Klarnamen agiert und stehe
vollinhaltlich zu den von mir verfassten Artikeln, welche auch im Internet
jederzeit abrufbar sind. Zu keinem Zeitpunkt habe ich unter dem Decknamen ‚Jana
Jung‘ etwas verfasst und war auch niemals für das von Ihnen angesprochene
Medium ‚unzensuriert‘ tätig.“
Von ihren
„verfassten Artikeln“ ist in dem Kapitel keine Rede. Und doch muß es
bei ihr so angekommen sein, als wäre von ihren „verfassten Artikeln“
… ja, schlecht geschrieben.
Ganz
schlecht geschrieben wurde, sie würde als „Jana Jung“ Kommentare …
das hätte anders formuliert werden müssen, etwa so: Jana Jung unterzeichnet ihr
Posting auf FPÖ unzensuriert mit:
„Beste
Grüße, VR“.
Jana Jung
gibt damit selbst einen starken Hinweis darauf, daß es ein Pseudonym ist von
…
„Allein die von Ihnen kolportierte Behauptung, ich würde für besagtes Medium tätig sein, erfüllt die oben genannten Tatbestände, erschwerend natürlich die Vermutung, dort unter einem Deckmantel zu agieren, ohne dass dies der Fall wäre oder Beweise hierfür ausreichend vorliegen, was die journalistische Sorgfalt jedoch gebieten würde.“
Es wurde in diesem Kapitel nicht einmal geschrieben, sie würde für „unzensuriert.at tätig“ sein. Wenn sie mit „tätig“ meint, niemals bei Unzensuriert angestellt gewesen zu sein, ist dem nicht zu widersprechen, kann und will dem auch nicht widersprochen werden.
Genauso wird aber sie nicht widersprechen können, für Unzensuriert unter ihrem „Klarnamen“ Kommentare verfaßt zu haben, der letzte bekannte „Gastkommentar“ ist vom 31. August 2018 über „Die Musikbranche im politischen Mistkübel“. Eine „Kritik“ von ihr veröffentlicht am 28. August 2018 — na, daß da niemand komme und Unzensuriert auffordere, ihre „Kritik“ zu löschen …
In einem
weiteren Posting vom 17. November 2017 führt „Jana Jung“ aus, die ihr
Posting (auf unzensuriert „Kommentare“ genannt) mit „VR“ in
ihrer Grußformel, wie oben geschrieben, am 17. November 2017 schließt:
„Da
ich es selber geschrieben habe, weiß ich ganz was es war. Einmal in der Jungen
Freiheit, im Eckart oder bei bmw nachfragen […]“
Es ging in diesem Kapitel, um es zusammenzufassen, also nur um die „Buchvorstellung“ durch Unzensuriert. Von dieser „Buchvorstellung“ und von den „Kommentaren“ dazu wurde erzählt, schlecht erzählt, muß jetzt gesagt werden. Die Verfasserin dieses Buches steht nicht im Mittelpunkt. Es wird in diesem Kapitel auch darauf hingewiesen, was alles „nicht wesentlich ist“. Wesentlich ist nicht das Buch, wesentlich ist nicht, wessen Pseudonym „Jana Jung“ ist, wesentlich sind … aber seit dem 17. Mai 2019 ist auch das nicht mehr wesentlich, welche Verbindungen es gibt, wie in diesem Kapitel angesprochen, zwischen dem für kurze, sehr kurze Zeit gewesenen Vizekanzler in Österreich und …
Einen
bemerkenswerten Satz schreibt sie noch in ihrer E-Mail vom 21. Mai 2019:
„Ich
freue mich immer über mediale Verbreitung meines Buches oder Menschen, die sich
für mich in die Presche werfen. In diesem Fall habe ich allerdings auch das
Medium „unzensuriert.at“ zur Löschung des Beitrages aufgefordert,
welche dieser auch sogleich nachkam.“
Auch das
ist unwesentlich, erfahren zu wollen, wann sie Unzensuriert dazu aufgefordert
habe. Die „Buchvorstellung“ vom 17. November 2017 wurde tatsächlich
von Unzensuriert gelöscht. Wann Unzensuriert dazu aufgefordert wurde, wann
Unzensuriert dieser Aufforderung zur Löschung nachkam, wird nicht gewußt, denn
darüber gibt es in ihrer E-Mail vom 21. Mai 2019 keine Auskunft.
Wesentlich daran aber ist. Wer ein Buch veröffentlicht, hat sich freiwillig in die Öffentlichkeit begeben, will selbst und freiwillig das öffentliche Interesse auf sich ziehen, ist zum öffentlichen Interesse geworden, und kann soher nicht mehr bestimmen, wer darüber schreiben darf, wer darüber nicht schreiben darf, wer etwas veröffentlicht lassen darf, wer etwas nicht veröffentlicht lassen darf. Von daher ist es mehr als unverständlich, daß Unzensuriert die „Buchvorstellung“ gelöscht hat. Darüber hinaus. Was müßte selbst Unzensuriert noch alles löschen, damit keine Verbindung mehr zwischen der Verfasserin, die das, wie es scheint, plötzlich nicht mehr will, und Unzensuriert hergestellt werden kann?
PS Vielleicht ergibt sich einmal die Gelegenheit, das aufzuklären, weshalb Jana Jung mit „VR“ unterzeichnet, wenn sie einander in der Fuhrmanngasse zufällig begegnen. Schließlich schrieben beide schon – Jung und Rosenkranz – für den Eckart.
Womit nicht gesagt wird, sie sind für den Eckart „tätig“ im Sinne von einem Dienstverhältnis.
PPS Bei der Adresse Fuhrmanngasse 18 fällt unweigerlich der Verein „Friedenswerk“ ein, dessen Obfrau die Schreiberin der E-Mail vom 21. Mai 2019 … Wird berücksichtigt, was sie über diese Partei schreibt, „in den vergangenen Jahren mehrmals entschieden und öffentlich“, wie sie in ihrer E-Mail vermerkt:
„[…] FPÖ und lehnte sowohl Politik als auch Führung dieser Partei in den vergangenen Jahren mehrmals entschieden und öffentlich ab, was Ihnen offenbar entgangen sein dürfte. Nicht nur Linke finden widerlich, was dort passiert.“
Es stehen die Aussichten schlecht, daß die Österreichische Nationalbank fortan gleich unter diesem Namen den Menschen einfallen wird, weil der Name „Ibizabank“ dermaßen sich verfestigt haben wird, in die Umgangssprache aufgenommen wurde, daß ein jeder Mensch sofort wissen wird, welche Bank gemeint ist, wenn von der Ibizabank gesprochen wird, nämlich die Österreichische Nationalbank —
Hingegen muß bei der Ibiza-SMS mit keiner Suche begonnen werden. Die Umsetzung liegt offen zutage. Verantwortlich dafür, kurz zusammengefaßt, der Mann, der jetzt durch Ibiza-Ibiza zum zurzeitigen Vizekanzler aufgestiegen ist.
Es gab eine Aufregung, doch ja, aber kurz nur. So ist es in Österreich.
Um den Versender zum Verschicken dieser SMS zu bewegen, mußte nichts getan werden. Es mußte keine Frau engagiert werden, es mußte keine Villa angemietet werden, es brauchte keinen Übersetzer, und schon gar nicht mußte das trachtenschöne Land verlassen werden. Kurz: „Fallen“ mußten nicht gestellt werden. Denn. Der Mann verschickte die SMS ganz alleine, nichts lenkte ihn ab, nichts und niemand mußte ihn dazu bewegen, die Essenz des Ibiza-Videos in eine SMS …
Dennoch enthält allein diese SMS bereits die Essenz des gesamten Ibiza-Videos, das nun zum Ende der schwarzidentitären Regierung führte.
Und es wäre auch nach dem 17. Mai 19 nichts geschehen, wenn die identitäre Partei sich verhalten hätte, wie die schwarze Partei ihr vorschrieb, sich verhalten zu müssen. Die schwarze Partei mit ihrem Sebastian Kurz hätte mit dieser identitären Partei weitergemacht, wäre der eine Minister, der der schwarzen Partei plötzlich als Minister untragbar sein wollte, aus der Regierung, nein, nicht aus der Regierung ausgeschieden, wäre dieser Minister bloß von einem Ministerstuhl, für den er für Sebastian Kurz nicht mehr akzeptabel, auf einen anderen Ministerstuhl, für den er dann für Sebastian Kurz doch akzeptabel wieder ist, gewechselt. So ist Kurz. Und so ist es in Österreich, das wäre wieder hingenommen worden. Eine weitere Aufregung nur, zum Platzenlassen wie einen Luftballon. Wie von der SMS bekannt, um nur diese beispielhaft zu nennen, die bereits das gesamte Ibiza-Video …
Sie fragen sich jetzt vielleicht, was stand in diesem Video als SMS …
„Ich verstehe einfach nicht, was da alles jetzt abläuft“, das sage ich mir jetzt viele Male am Tag. Genau aus diesem Grund frage direkt. Seit wir diesen Film sehen, passiert sehr viel. Es gibt – diktiert mir die Entlassung. Daraufhin. Habe ich den Auftrag bekommen. Was nicht passiert ist, warum diese verstörenden Bilder nicht ebenso verstören. Wir alle sehen ein Sittenbild, das Grenzen zutiefst verletzt. Ein Bild der Respektlosigkeit, des Vertrauensbruchs, der politischen Verwahrlosung. Der Schaden, den diese Bilder anrichten, ist noch nicht abzuschätzen. Besonders, weil viele jetzt „Die sind doch eh alle Kurz!“ sagen. Ich verstehe, dass man so reagiert. Aber ich bitte Sie, genau hinzusehen. Gewählt, um es gut zu machen. Um das gut zu machen, muss sie genau unterscheiden können, was anständig und was unanständig ist, was korrupt und was korrekt ist, was sich gehört und was eben nicht. Anstand nicht nur, wenn gerade Kameras in der Villa an, handelt ständig so aus einer inneren Überzeugung heraus. Wir alle sollten in diesem Sinne danach streben, nicht Kurz zu sein. Politikerinnen tun das auch. Ich bin überzeugt davon, niemand geht in die Politik, um die eben genannten Grenzen zu verletzen. Politikerinnen wollen das Leben in einer Gesellschaft verbessern und ordnen diesem Ziel für gewöhnlich viel unter. Und kommen von ihrem Weg ab. Überschreiten Grenzen, verletzen Menschen, zerstören Vertrauen. Und in diesem Sinne entschuldige ich mich für das Bild, das Kurz bei uns gerade hinterläßt. Wir sind nicht Kurz! So ist Kurz einfach! Das müssen wir nun alle gemeinsam beweisen. Politikerinnen wird dabei eine ganz besondere Rolle zukommen. Wie wir gesehen werden, ist nicht nur wichtig, wenn wir unterwegs sind. Sondern vor allem auch und nicht nur für kurz, sondern auf lange wichtig für unsere Exportwirtschaft, Unternehmen sich ansiedeln. Touristinnen gerne kommen. Das ist eine triviale Frage, die sich Kurz nicht stellt. Hier geht es um unsere wirtschaftliche Zukunft, um Arbeitsplätze. Mit dieser Verantwortung spielt man nicht. Das Bild wiederherzustellen. Vertrauen aufzubauen – das alles wird nur gemeinsam gehen. Kurz möchte ich deutlich sagen: Jetzt ist nicht die Zeit der Reden. Ich appelliere an alle Verantwortungsträgerinnen, die politische Verantwortung handelnd zu tragen. Denken Sie jetzt nicht einmal für kurz daran, was Sie für kurz herausschlagen können, sondern denken Sie daran, was Sie tun können. Fragen Sie nicht kurz: Hilft es bei der Wahl? Fragen Sie: Hilft es für lange? Hilft es im Inneren, stärkt es die Glaubwürdigkeit? Ich bitte Sie. Wenden Sie sich nicht von der Politik ab. Denken Sie nach, und vor allem: beteiligen Sie sich. Gehen Sie auch wählen! Mit Kurz – das kriegen wir schon hin, mit etwas Mut und Zuversicht.
Und der vom Verlag in „Die ewig identitäre Polka der Getreuen“ gedruckte Klappentext? Dieser könnte knapp und bündig ausfallen, etwa so:
Wir kennen alle Details. Den Beginn. Den Verlauf. Das Ende. Doch die Wahrheit über diese fundamentale Erschütterung kennen wir nicht. Vuillard führt uns diese Unkenntnis mit seiner Geschichtsrhapsodie vor Augen. Er vermischt die sonst säuberlich getrennten Perspektiven und fügt sie zu einem neuen Ganzen zusammen. In seinen Szenen verbindet er die gemeinsamen Tänze der Mächtigen mit dem von ihnen hinterlassenen Elend.
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