In Deutschland wurde am 15. Mai 2025 im Bundestag ein Abgeordneter der Fraktion identitärer Politik für sein Verwenden des Begriffs „Remigration“ in seiner Rede von Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz aus der Partei CSU gerügt, sie beließ es diesmal aber dabei, Marc Bernhard zu verwarnen und diesmal noch keinen Ordnungsruf zu erteilen,
Die Rückkehr des Großen Panda-Paares in den Tiergarten Schönbrunn ist ein wichtiges und freudiges Ereignis: Sie ist allen voran ein Zeichen der internationalen Verständigung, steht für gelebten Artenschutz, internationale Forschung und die langjährige, vertrauensvolle Partnerschaft zwischen China und Österreich.
Das also ist für den derzeitigen österreichischen Bundeskanzler „Zeichen der internationalen Verständigung“ und das auch „steht für gelebten Artenschutz“ …
Für „gelebten Artenschutz“ scheint Christian Stocker auf eine Parole eines Vorgängers von ihm zurückzugreifen: „Koste es, was es wolle!“
Man sagt, dass sich die Kosten auf etwa eine Million Dollar pro Jahr belaufen. Üblicherweise läuft der Leihvertrag für zehn Jahre, mit einer Option auf eine Verlängerung um weitere fünf Jahre. Auch Jungtiere, die im Ausland gezeugt werden, bleiben Eigentum der Volksrepublik. Die Rechnung geht aber ganz offensichtlich auf, die Tiergärten, die mit so einer Attraktion aufzuwarten haben, können nicht über mangelnde Besucherzahlen klagen. Zur Leihgebühr kommen auch noch Investitionen für artgerechte Gehege und fürs Futter. Pandas ernähren sich von Bambus, das können 60 bis 90 kg pro Tag sein, und gerade die Zoos in nördlichen Breitengraden müssen den möglichst frischen Bambus um viel Geld heranschaffen.
Was es wohl sieben Jahre später im Angesicht der Inflation kosten wird?
Möglicherweise fand Christian Stocker in einem Nachschlagewerk nicht „gepandaten“ und so griff er, um rechtschreibmäßig kompetent zu erscheinen, zu „steht für gelebten Artenschutz“, steht für gepandaten Artenschutz ihm nicht richtig oder wahr genug klang; rechtschreibmäßig jedoch hätte er mit steht für profitablen Artenschutz sich auch keine Blöße gegeben, aber wohl zu …
„Jetzt das Richtige tun“, ist die derzeitige Parole des derzeitigen Bundeskanzlers, und wie wahr und richtig alles ist, was er tut, aus „Kollaboration“ wird „internationale Verständigung“, er tut schon alles, was er tun kann, für „gelebten Artenschutz“, und mehr noch, sein Anliegen die gesamte „Schöpfung“, und so tut er nicht nur etwas für „gelebten Artenschutz“, sondern auch für „gelebten Klimaschutz“, und mit ihm die gesamte derzeitige Regierung Österreichs, allein in den letzten Tagen durfte erfahren werden, wieviel sie tun für den „gelebten Klimaschutz“.
Was das erst für ein wichtiges und freudiges Ereignis werden wird, nach der Rückkehr Art Panda in den Tiergarten Schönbrunn auch noch die Rückkehr der Klimaart Großer Bonsai in den Botanischen Garten im Belvedere, sie allen voran Zeichen der stockerischen Bundesregierung, die steht: für „gelebten Artenschutz“, für „gelebten Klimaschutz“ …
Ist das nicht rührend, ist das nicht herzig, wie eine Strippefragt, ob sie denn auch vorkomme, genauso, wie ein Kleinkind seine Mutti fragt:
Auch Ich Auch Ich Auch
und dann, wenn seine Mutti ihrem Kind bestätigt, ja, es auch, sich zufrieden weiter mit Hafertrockenschleim und Kinderkalkzwieback füttern läßt. Es muß ja fragen, es hat ja noch nicht die Kulturttechnik gelernt, wie etwas selbst herauszufinden ist; es weiß aber wenigstens schon, daß ihm schnell was zu mühsam, zu fad wird, wie beim Spielen es selbst etwas tun muß, das Spiel zu anspruchsvoll ist, es sich vor dem Versagen, vor dem Verlieren fürchtet, auch wenn es ihm doch heiß interessiert, ob es vorkomme oder nicht …
… was es sich so sehr wünscht, vorzukommen, war es doch in seinen Augen so recht, recht brav, und so klein kann es gar nicht sein, daß in ihm nicht schon das Begehren, auch einmal auf etwas stolz … Mutti kann ihrem Kind, wenn es sich recht brav weiter füttern läßt, bestätigen, es komme vor, und es könne, wenn es alles aufgegessen hat, zu Vati laufen und ihm stolz vermelden:
Auch Ich Auch
Vielleicht fragt es aber nicht artig, sondern wirft sich gleich auf den Boden, mit seinen Füßchen in die Höh‘, strampelt und schreit:
Auch Auch Ich Auch
Und nur Vati es noch beruhigen kann: Ja, Du auch. Und das Kind stolz sieht, wie stolz Vati noch in seinen Schaftstiefeln auf seinen Burschen ist, und es stolz auf seinen Vati, weil dieser stolz auf sein Kind ist, kommt es doch auch vor.
Was in diesem Gutachten ebenfalls und mehrmals vorkommt,
das sind Begriffe u. v. a. m.: „Umvolkung“, „Remigration“, „Bevölkerungsaustausch“, „Großer Austausch“ also Begriffe, die in Österreich ehrenwerte sind,
Es wird jetzt viel darüber berichtet, Sepp Schellhorn sei „Staatssekretär für Deregulierung“, auch seine Partei stellt ihn auf ihrer Website, wie an diesem Tag 14. Mai 2025 zu lesen ist, so dar.
Und das ist gemäß der Novelle des Bundesministeriengesetzes per 1. April 2025 korrekt, heißt es in dieser doch zum
Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten 2. Angelegenheiten der Deregulierung und Entbürokratisierung, soweit sie nicht in den Wirkungsbereich anderer Bundesministerien fallen.
Auf der Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten ist am 14. Mai 2025 von „Deregulierung und Entbürokratisierung“ nichts zu lesen, und vom Staatsekretär nur, daß er bloß „Staatssekretär im Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten“ ist. Und auch im Organigramm dieses Ministeriums ein bloßes Kästchen mit „Staatssekretär – Büro des Staatssekretärs“, ohne zugeordnete Aufgaben, im gesamten Organigramm kommen „Deregulierung“ und „Entbürokratisierung“ nicht vor. Eine Suche auf dieser Website, ebenfalls am 14. Mai 2025, nach „Deregulierung“ ergibt zwei Treffer: ein aus 2019 und ein aus 2021. Die Suche nach „Entbürokratisierung“ ebenfalls zwei Treffer: beide aus 2021 —
Es scheint, daß „Angelegenheiten der Deregulierung und Entbürokratisierung“ ganz in den „Wirkungsbereich anderer Bundesministerien fallen“, und soher für Sepp Schellhorn die bloße Aufgabe eines „Büros des Staatssekretärs“ gemäß Organigramm direkt der Bundesministerin unterstellt, zu sein …
Die Aufgabe eines Vorzimmers, auch wenn es ein ministerielles ist, das weiß seine Partei, das weiß ihre Vorsitzende, wird einen derart umtriebigen Mann wie Sepp Schellhorn nicht auslasten, und so, darf desselben Tages gelesen werden, wird ihm ein „NEOS-Sonderbüro“ … und das wird ihn schon herausfordernd genug sein, zwischen dem „neu geschaffene[n] NEOS-Sonderbüro“ und dem „Büro des Staatssekretärs“ zu pendeln, allerdings, vielleicht sind im Sinne der jetzt gar so beschworenen „Einsparungen“ die zwei Büros nur ein Büro, aber dann bliebe Sepp Schellhorn immer noch die Aufgabe, wenn schon, wonach es aussieht, alle „Angelegenheiten der Deregulierung und Entbürokratisierung in den Wirkungsbereich anderer Ministerien fallen“, der „Regierungskoordination“ … Das ist der Auslastung wohl auch im genug. Und das kostet menschgemäß nicht zu knapp.
Mit „Deregulierung und Entbürokratisierung“ sollten, wie immer wieder zu hören und zu lesen ist, „Einsparungen“ einhergehen, aber Einsparungen durch Deregeluierung und Entbürokratisierung sind Aufgaben, die gemäß der Novelle in den Wirkungsbereich anderer Ministerien fallen …
Damit wäre alles gesagt, was zu deren durch Sepp Schellhorn ausgelöstes Ansinnen zu sagen ist, bis auf eine Frage.
Wie kommt Michael Völker am 12. Mai 2025 in der Tageszeitung „Der Standard“ auf „Judenverfolgung“?
Sein geschmackloser Vergleich mit der Judenverfolgung vor 85 Jahren, für den er sich allerdings schon entschuldigt hat, führt jetzt zu einer Anzeige wegen des Verdachts der Verharmlosung im Sinne des Paragrafen 3h des NS-Verbotsgesetzes. Die beiden Wiener Rechtsanwälte Florian Höllwarth und Andreas Schweitzer haben eine entsprechende Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft Wien eingebracht.
Richtigerweise hat Sepp Schellhorn nicht von „Juden“ gesprochen, als er von seinem Gefühl erzählte, er hat nicht gesagt, er hätte sich wie ein „Jude“ gefühlt; und das zitiert Michael Völker auch am 12. Mai 2025:
Richtigerweise spricht Sepp Schellhorn in seiner Entschuldigung vom „Leid, das Menschen vor 85 Jahren angetan wurde“, und das zitiert Michael Völker auch in seinem Artikel am 12. Mai 2025:
Und dennoch reduziert es Michael Völker kurz wie einfach auf „Judenverfolgung“.
Es sind in diesen madigen zwölf Jahren der totalitären Herrschaft des Österreichers, es sind in diesen madigen sieben Jahren der totalitären Herrschaft des Österreichers auch in Österreich so viele Menschen verfolgt worden — sei es wegen ihrer sogenannten Herkunft, sei es wegen ihren Orientierungen gleich welcher Art, auch der politischen, sei es wegen deren körperliche oder geistige Konstitution — daß es achtzig Jahre später vollkommen unangebracht ist, es derart verkürzt darzustellen, wie es am 12. Mai 2025 auch Michael Völker …
Es kann also achtzig Jahre nach der totalen Verfolgungsmaschinerie des Österreichers nur mehr von „Menschenverfolgung“ gesprochen werden, um allen Menschen, die damals verfolgt und von denen so viele, so viele ermordet wurden, gerecht zu werden.
Wie kommt also Michael Völker am 12. Mai 2025 diese Totalverfolgung auf „Judenverfolgung“ zu reduzieren? Vielleicht hat er, Völker, nur die eigene Tageszeitung vom 8. Mai 2025 gelesen, sie als Quelle herangezogen:
Staatssekretär Schellhorn fühlt sich wie ein Jude 1940 […]
Das aber hat, um genau zu sein, am 8. Mai 2025 nicht „Der Standard“ selbst geschrieben, sondern das steht in einem Posting, dessen Screenshot „Der Standard“ in seinen Artikel vom 8. Mai 2025 mit Verlinkung zum bequemen Aufruf aufgenommen hat, einer hat das am 8. Mai 2025 auf der Konzernplattform X geschrieben, und die Tageszeitung des österreichischen Medienstandards findet es zur Verbreitung noch desselben Tages wert …
Die Ursache dafür ist natürlich Sepp Schellhorn selbst, wie wenig muß er von der Gegenwart wissen, daß er, um benennen zu können, wie er sich „gefühlt“ habe, fünfundachtzig Jahre in die Vergangenheit zurück muß, wie muß er von der Gegenwart nichts wissen wollen, daß er nicht einmal in seiner Entschuldigung auf die Gegenwart zu sprechen kommen kann, in der so viele, die damals verfolgt wurden, weiter und wieder verstärkt verfolgt werden, und das nicht nur in diesem Österreich, wegen deren
und sie immer wieder nur auf ihre sogenannte Herkunft und so weiter und so fort.
Was für eine Aufregung also hätte Sepp Schellhorn allen ersparen können, wenn er er für das Ausdrücken seiner Gefühle die Gegenwart herangezogen hätte, aber er wollte damit wohl nicht seine Gefühle öffentlich machen, sondern jene vor allem verunglimpfen, die seinem Gehabe gegenüber seinem Verständnis nach sich ungehörig, ungebührlich zeigen, und das geht eben immer noch am besten mit der Vergangenheit.
Auch der Rechtsanwalt Andreas Schweitzer geht davon aus, dass das – wenn überhaupt – nur mit „viel Fantasie“ möglich wäre.
So wird am 3. Jänner 2022 Andreas Schweitzer von der Tageszeitung „Der Standard“ zitiert. Wie reich das Leben von Andreas Schweitzer innerhalb von drei Jahren doch geworden sein muß, vor drei Jahren hatte er nur „Fantasie“, und jetzt, drei Jahre später, ist er voll mit „viel Fantasie“, mit der er jetzt eine Anzeige wegen „NS-Verharmlosung“ mit einbringen kann. Vielleicht aber hatte er, Andreas Schweitzer, vor drei Jahren auch schon „viel Fantasie“, und es fehlte ihm vor drei Jahren bloß der richtige Name, der ihm seine „viel Fantasie“ damals schon voll entzündet hätte. Andreas Schweitzer kann verstanden werden, vor drei Jahren ging es um einen Mann, dessen Name kein Feuerwerk der „Fantasie“ …
Ob der zweite Rechtsanwalt, der nun mit Andreas Schweitzer mit eine „Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft“ einreichte, auch eine „Viel-Fantasie“-Erweckung hatte, vermag nicht beantwortet zu werden, vielleicht handelt Florian Höllwarth einfach danach, was ihm seine Wirklichkeit diktiert …
Florian Höllwarth, Opferanwalt der Eltern der 2021 ermordeten Leonie sowie Volksbegehren-Initiator „Gegen die Impfpflicht“, wäre angeblich beinahe der FPÖ-Kandidat für die Präsidentschaftswahl geworden. Höllwart hatte der Tageszeitung „Heute“ nur bestätigt, dass es diesbezüglich ein Telefonat mit Herbert Kickl gegeben habe, aber das sei „es auch schon gewesen“. Mein Bezirk. Thomas Fuchs. 12. Mai 2025 und …
„NS-Verharmlosung“ ist die erste Überschrift zur Anzeige von Florian Höllwarth und Andreas Schweitzer …
Am 10. Mai 2025 veröffentlicht „The Guardian“ die Aussagen von Joseph Borell zu dem, was in Gaza passiert, und ebenfalls am 10. Mai 2025 veröffentlicht zur Mittagszeit der öffentlich-rechtliche Rundfunk Österreichs das Interview mit Oskar Deutsch —
Ö 1: Es fanden und finden zahlreiche Gedenkfeiern statt, morgen etwa in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Dem Gedenken im Parlament ist die Israelitische Kultusgemeinde diese Woche ferngeblieben, weil Nationalratspräsident Walter Rosenkranz von der FPÖ dazu geladen hatte. Den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Oskar Deutsch haben wir zum ausführlichen Interview gebeten, gestern, weil heute Schabbat ist. Katja Arthofer hat mit ihm über die Kritik von Altbundespräsidenten Heinz Fischer an Israels Vorgehen im Gaza-Streifen gesprochen, über muslimischen Antisemitismus in Österreich und die Erwartungen der Kultusgemeinde an den neuen Papst.
Oskar Deutsch: Das Verhältnis ist gut geworden, und daß er leider, daß er dann verstorben ist, indem er dann vielleicht schon bemerkt, daß es da im Krieg zwischen Israel und einer Terrororganisation geht, und daß das dementsprechend auch zu bewerten sein sollte.
Katja Arthofer: Im Zusammenhang mit dem Gaza-Streifen, Herr Deutsch, hat für große Irritationen diese Woche ein Interview von Altpräsident Heinz Fischer geführt. Fischer habe in diesem Interview kritisiert, wie Israel mit der Bevölkerung im Gaza-Streifen umgehe, er sieht Menschen- und Völkerrechtsverletzungen, er macht das aber mit einer Art Holocaust-Vergleich und Heinz Fischer sagt auch folgendes: „Ich fürchte, daß der größte Förderer des Antisemitimsus der Herr Netanjahu ist, derzeit, das ist ein bissel hart formuliert, aber diese Politik, die da gemacht wird, mit diesem, das sogenannte ‚Kriegskabinett‘, wie sie das selber nennen, die selber nicht wissen, was es bedeutet, wenn vierzigtausend Zivilisten getötet werden, wenn bei einem Terroranschlag oder auch durch einen Unfall zwei kleine Kinder ums Leben kommen, ist zumindest für einige Tage das ganze Land aufgeregt, und dort kommen Tag für Tag Dutzende, an manchen Tagen noch mehr Menschen, Frauen und Kinder ums Leben.“ Die israelische Botschaft in Österreich kritisiert Heinz Fischer dafür scharf, was sagen Sie dazu?
Oskar Deutsch: Also, ich verstehe es nicht, ich verstehe es nicht, wie er überhaupt zu diesen sämtlichen Punkten kommt. Hier wird eine Täter-Opfer-Umkehr gemacht. Ja. Hier wird überhaupt vergessen, was am 7. Oktober 2023 passiert ist. Da sind Hamas-Terroristen, sind, haben Israel überfallen, haben eintausendzweihundert Menschen getötet, Babys getötet, Kinder getötet, ältere Leute getötet, und Geiseln genommen, heute noch sind neunundfünfzig Geiseln in den Händen der Hamas. Aber es sind nicht nur 59 Geiseln. Die Hamas, und das muß man dem Altbundespräsidenten vielleicht auch erklären, hat nicht nur Geiseln aus Israel, sondern hält die gesamte Bevölkerung Gazas als Geiseln fest, als menschliche Schutzschilder, und die israelische Regierung – und manche mögen sie, manche mögen sie nicht – Israel ist eine Demokratie und da wird, wenn so Gott will, nächstes Jahr wiedergewählt. Ja. Tut das, was jede Regierung machen würde, nämlich ihre Leute beschützen, damit so etwas wie am 7. Oktober nicht mehr passiert.
Katja Arthofer: Anlaß für Heinz Fischers Aussagen ist ja der neue Vorstoß der Regierung Netanjahu, die Anfang der Woche einen Plan vorgelegt hat, der die Eroberung des Gaza-Streifens vorsieht, seine dauerhafte Besetzung und eine Umsiedelung der Bevölkerung nach Süden, wie es darin heißt, etwa nach Ägypten oder Jordanien. Erobern, besetzen, umsiedeln, hilft dieser Plan aus Ihrer Sicht die Region zu befrieden?
Oskar Deutsch: Also, ich weiß nicht, was der Herr Fischer weiß oder was er nicht weiß. Es gibt viele Pläne. Die Pläne, die bis jetzten waren eineinhalb Jahre, haben nicht dazugebracht, daß die israelische Bevölkerung geschützt ist. Also das ist die Aufgabe eines Regierungschefs oder Regierung, alles zu tun, damit die eigene Bevölkerung geschützt wird. Und es wäre doch so einfach, so einfach, das sofort zu beenden. Ja. Nämlich die Terrorherrschaft der Hamas im Gaza-Streifen muß beendet werden, das heißt, die Terroristen müssen die Waffen zurücklegen und die Geiseln müssen befreit werden. Wenn das passiert, ist der Krieg dort sofort beendet.
Katja Arthofer: Das ist aber was anderes als eben eine Eroberung, eine dauerhafte Besetzung und eine Umsiedlung der ganzen Palästinenserinnen und Palästinenser, die dort leben.
Oskar Deutsch: Richtig. Aber das müßte man der Hamas sagen. Ihr könnts der Bevölkerung in Gaza sofort einen Frieden schenken, indem ihr eure Waffen zurücklegt und indem ihr die Geiseln befreit.
Katja Arthofer: Aber auch Angehörige von Hamas-Geiseln kritisieren diesen Plan in Israel, und die sagen, er zeige, daß es der israelischen Regierung wichtiger sei, Land zu erobern, als die Geiseln zu befreien. Teilen Sie diese Sicht der Angehörigen der Hamas-Geiseln?
Oskar Deutsch: Also was, was, was ich, was ich gut finde, ist in Israel, ist eine freie Meinungsäußerung möglich. Und ich verstehe natürlich Verwandte von Geiseln, stellen Sie sich vor, Gott behüte, jemand von uns würde einen Sohn oder eine Tochter oder einen Ehemann als Geisel in Gaza sein, eineinhalb Jahren haben, ein Tag ist furchtbar, aber eineinhalb Jahre, an die sechshundert Tage sind die Leute in Tunnels oder was, unter furchtbaren Bedingungen, also ich verstehe natürlich Angehörige von Geiseln, die sagen, daß man alles tun soll, damit die Geiseln wieder freikommen, aber das wird ja auch getan. Nur, es geht nicht.
The former EU foreign policy chief Josep Borrell has launched a blistering attack on Israel, accusing its government of committing genocide in Gaza and “carrying out the largest ethnic-cleansing operation since the end of the second world war in order to create a splendid holiday destination”.
Katja Arthofer: Von furchtbaren Umständen und Zuständen hört man halt auch sehr viele Berichte aus dem Gaza-Streifen. Jetzt ist klar, es gibt keine unabhängigen Berichte, vor Ort sind nur mehr palästinensische Journalistinnen und Journalisten, aber Vertreter von Hilfsorganisationen, auch österreichische, sprechen jetzt ganz aktuell eben von einer humanitären Katastrophe, von großem Hunger, und vorgesten im Mittagsjournal von Ärzte ohne Grenzen ein Österreicher, Zitat: „Von der Hölle im Gaza-Streifen“. Wie bewerten Sie die aktuelle Lage?
Oskar Deutsch: Ja, sicherlich furchtbar und auch da gehen die Vorwürfe an die Hamas, die sie alle als Geiseln halten. Die tun wir leid. Es tut mir auch jedes einzelne Opfer, egal, ob es ein Baby, ein Kind oder ein Mensch ist. Das sind ja alles Menschen. Das ist furchtbar. Aber man muß Israel verstehen, daß sie alles tun, ihre eigene Bevölkerung zu schützen.
Es sollte für Nachrichten eine Werteskala eingeführt werden, nach der Nachrichten nach ihrem Wert- und Wahrheitsgehalt einzustufen sind, und auf einer solchen Skala erhält das fellnerische oe24 als Bewertung: „Grosz“.
Es könnte gesagt werden, das wäre für Gerald Grosz der Aufmerksamkeit zu viel, eine Stufe der Bewertungseinheit seinen Namen zu geben. Eine numerische Skala des Wertsgehalts und des Wahrheitsgehalts erfüllte doch den gleichen Zweck, auf einer solchen ist dann die Null die Einheit. Eine solche nicht-numerische Werteskala, würde sie eingeführt werden, hat allerdings nur eine Stufe, nämlich die „Grosz“, die gleich Null ist, die eben die Null ist, wie sie von der Verwendung einer numerischen Werteskala her …
Und wenn dafür die Verantwortlichen und halt auch die Sprossen hier konkret genannt sind, so ist auch eine fellnerische Nachricht als aktuelles und konkretes Beispiel und für die Nachrichten konkret beispielhaft anzuführen, deren Wert null und nichtig sind, deren Wert auf der einzuführenden Werteskala eine Grosz ist.
Am 8. Mai 2025 verbreitet Gerald Grosz dies und nicht nur am 8. Mai auf der Konzernplattform X und nicht nur auf dieser Konzernplattform u. a. m. mit einem Ausschnitt aus dem verantwortlichen Medium Fellner, dessen Inhalt er selbst ist, und er will damit wohl nicht nur für das dafür verantwortliche Medium Reklame machen, sondern auch seine eigene Seriösität —
Daß dem alles nicht so ist, wie das verantwortliche fellnerische Österreich verbreitet und es durch sein Medium erklären läßt, das könnte hier wie stets leicht bewiesen werden, aber bei Nachrichten, die null und nichtig sind, die eben Grosz sind, genügt vollauf der Hinweis auf die seriöse Berichterstattung, auch in diesem exemplarischen Nachrichtenfall, und es wäre der Ehre zu viel, einer Nachricht, die in bezug auf Wert und Wahrheit Grosz ist (ist gleich null und nichtig), durch Richtigstellung eine Aufwertung erfahren zu lassen. Und darüber hinaus, noch nie war es so leicht, selbst innerhalb einer Minute sich selbst zu erkundigen und erfahren zu lassen, die Wertlosigkeit und Wahrheitslosigkeit dieses Mediums. Die Wertlosigkeit und die Wahrheitslosigkeit verraten die sendenden Medien von derartigen Nachrichten bereits selbst durch ihre Unterstellungen, durch ihre Beschimpfungen, ohne diese Beschimpfungen, ohne diese Unterstellungen, und das wissen sie recht genau, hätten sie keine einzige Nachricht zu vermelden, sie hätten nur ihre Beschimpfungen, ihre Unterstellungen, die ohne Wertgehalt, die ohne Wahrheitsgehalt sind, außer dem, wenn dies als Wert und Warheit gesehen werden will, sich selbst bis zur Kenntnlichkeit … Aber auch dies ist bereits mehr als genügend bekannt, so daß keine einzige Beschimpfung, keine einzige Unterstellung es lohnt, so wertlos sind diese, je noch zitiert zu werden.
Manche mögen sich vielleicht fragen, weshalb glüht Gerald Grosz derart für eine Partei in einem anderen Land. Manche werden als Antwort darauf vielleicht sagen, weil es „Schwesterpartei“ sei, wie diese doch vielfach bezeichnet wird, aus der er kommt. Die AfD gibt es seit madigen zwölf Jahren, die FPÖ seit —
NS Aber auch außerhalb von Österreich ist Gerald Grosz gar recht gefragt, etwa beim Kurier des Deutschlands, auch ein Philip Hopf lädt ihn zu Befragungen ein, deren Podcast u. v. a. m. als „libertär“ eingeordnet wird,
Altbundespräsident Fischer macht Täter zu Opfern und spricht den Opfern ab, sich verteidigen zu dürfen. Der Krieg muss enden. Wie? Alle Geiseln befreien und die Hamas entwaffnen. Ein genozidales Massaker wie am 7. Oktober darf es nie wieder geben. #BringThemAllHomeNow59
Am 7. Mai 2025 schreibt dies Oskar Deutsch auf der Konzernplattform X; es ist ein schlichtes Gemüt, das Oskar Deutsch hiermit der Welt offenbart, und Oskar Deutsch könnte seine schlichte Sicht der Welt nachgesehen werden, wäre da nicht —
„Die Welt nach Gaza“ von Pankaj Mishra, ein Buch in diesem Jahr 2025 veröffentlicht, eines, das recht besonders in Österreich, in dem achtzig Jahre auf seine recht eigene Weise gefeiert bearbeitet werden, zu lesen zu empfehlen ist, aber das ganze Buch, und nicht nur einige Abschnitte daraus, so versteht es sich von selbst, das hier aus diesem nichts zitiert wird, da eben das ganze Buch zu lesen, die ganze Geschichte —
sieht es als seine wichtigste Aufgabe an, eine kommunistische Erhebung in Österreich zu verhindern. Tief sitzt die Angst im konservativen Lager vor der Revolution […] Ludwig von
Mises notiert 1940 in seinen Erinnerungen, wie er Otto Bauer, den prominenten Führer der österreichischen Sozialdemokratie und Begründer des Austromarxismus, überzeugt: „Ich habe schon erzählt, wie mir das durch Einwirken auf Otto Bauer gelang, daß es damals in Wien nicht zum Bolschewismus gekommen ist, war einzig und allein mein Erfolg. Bauer habe ich allein von der Idee, den Anschluß an Moskau zu suchen, abgebracht.“
Maria Jahoda, überzeugte Sozialdemokratin, berichtet allerdings, daß Otto Bauer sie schon Mitte der zwanziger Jahre über die grausame Verfolgung Andersdenkender in der Sowjetunion aufgeklärt und damit von der kommunistischen Idee abgebracht habe. Für
führt der Sozialismus notwendigerweise zu Not, Elend und Gewalt. Eine Planwirtschaft produziere immer an den Bedürfnissen der Menschen vorbei, nur der freie Markt garantiere eine realistische Preisbildung und damit das natürliche Verhältnis von Angebot und Nachfrage.
Und so endet schon die Spekulationsära 1924 in Österreich mit einem dramatischen Kursverfall und wirft viele Menschen in noch größere Armut zurück. Ein Bankensterben setzt ein. All das hatte
Auf das in dieser öffentlich-rechtlichen „Dokumentation“ Aufbereitete näher einzugehen, ein weiteres Mal auf Mises einzugehen, der selbst, wenn er es noch erleben hätte können, voll des Dankes für das zu ihm so milde und überaus freundlich Gesagte gewesen wäre, ist in diesem Kapitel nicht mehr notwendig, zu viele gibt es bereits zu Hayek und Ludwig
also der Kurier des Deutschlands, beispielsweise mit einem Mises-Zitat den Antisemitismus von sich weisen und seinen Philosemitismus vor sich hertragen kann. „Niemals eine Anstellung — noch wesentlicher seine jüdische Herkunft“ … Damit dürften wohl die für diese Dokumentation Verantwortlichen ihrem Philosemitismus Ausdruck verliehen haben; Ach, Mises mußte einem Ruf nach Genf folgen, um einen universitären Lehrauftrag …
Hierzu erscheint doch passend ein Zitat aus „Die Welt nach Gaza“, auch wenn auf Deutschland bezogen ist,
so ist doch in Österreich der Philosemitismus zur rechten Zeit entdeckt worden, als die Vaterpartei der nun in Deutschland als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuften Partei in Österreich Regierungspartei wurde: „Doch wie der Historiker Frank Stern in seinem Buch Im Anfang war Auschwitz (1991) schonungslos darlegte, ist der deutsche Philosemitismus ein ‚politisches Instrument‘, das nicht nur eingesetzt wird, um ‚außenpolitische Optionen zu rechtfertigen‘, sondern auch, um in Zeiten, da ‚der innere Friede durch antisemitische, antidemokratische und rechtsextreme Erscheinungen gefährdet ist‘, eine ‚moralische Haltung zu demonstrieren‘. Somit erreichen Israelphilie und Philosemitismus in Deutschland gerade zu der Zeit einen Höhepunkt, als es dort zu einem erneuten Wiederausbruch rechtsextremer Wut kommt.“
Genug jetzt, zu viel schon des Eingehens auf die dokumentarische Weichzeichnung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Österreichs.
Ludwig Edler von Mises wird 1881 in Lemberg der österreichisch-ungarischen Monarchie geboren. Er wächst in jüdischen Familie des gehobenen Bildungsbürgertums elitär auf. Ludwig lernt Englisch, Polnisch, Italienisch, Französisch. Er studiert ab 1900 in Wien Rechtswissenschaften und promoviert 1906 zum Doktor juris. In seiner Habilitationsschrift beschreibt er 1912, was den Wert des Geldes bestimmt. Die Geldpolitik der Notenbank versucht die hohe Staatsverschuldung durch das Drucken von Geld in den Griff zu bekommen. Genau in diesem Eingriff des Staates sieht der Jurist und Ökonom Ludwig von Mises einen gravierenden Fehler.
1934 einem Ruf als Professor gefolgt war, emigriert 1940 aus Furcht vor den Nazis nach Amerika. Erst in den 1980er Jahren wird seine liberale Theorie in den USA und in Großbritannien großen Anklang finden.
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