Die Tradition oder, was das gleiche ist, die Zukunft mit freiheitlichen Nationalratspräsidenten – Teil 1

Weit davon entfernt, hier mit dem Krieg von 1939 bis 1945 sich beschäftigen zu wollen, äußerst weit davon entfernt, hier mit der nationalistischen Massenverbrechentotaldiktatur und nationalistischen Massenmordtotaldiktatur des Deutschen Reiches sich beschäftigen zu wollen, absolut davon entfernt, der Nationalismus- und Revisionismusindustrie einen Gefallen dadurch gar erweisen zu wollen, ihre Produkte zu besprechen, ihre Produkte zu widerlegen, ist es dennoch notwendig, ein weiteres Mal notwendig, ein derartiges Produkt anzusprechen, aber nicht mit Blick auf die Vergangenheit, sondern ausschließlich auf die Gegenwart, nicht mit Blick also auf den Massenmord- und Massenverbrechenführer Adolf Hitler, sondern ausschließlich auf die Nationalratspräsidenten des III. Lagers in der Zweiten Republik …

Es geht aber noch mehr um die Zukunft, die aktuell von Michael Spindelegger mit dem Werbespruch „Zukunft aus Tradition“ beschworen wird, und zu dieser Tradition in der Zweiten Republik gehört auch die freiheitliche Tradition, nicht von ihrer Fixierung auf die Vergangenheit lassen können, die angesprochen werden muß, wieder einmal angesprochen werden muß, weil vor allem die christschwarze Partei mit ihrem zurzeitigen christschwarzen Führer eine Regierungskoalition mit ebendiesen Freiheitlichen eine nach wie vor als unbedenklich eingestufte Option darstellt …

Die Nationalratspräsidenten des III. Lagers sind ein recht gutes Beispiel für diese freiheitliche Tradition der Fixierung auf die Vergangenheit, konkret der nun bald vier Jahre gewesene III. Präsident NR und die permanente Affäre Dr. Martin Graf und der ehemalige III. Präsident NR Gerulf Stix …

Zur Tradition von freiheitliche Nationalpräsidenten gehört auch die Empfehlung von Büchern, so daß die Frage berechtigt gestellt werden darf, welche Bücher wird der nächste freiheitliche Nationalratspräsident, der in der Zukunft wieder hauptverantwortlich von christschwarzen Abgeordneten …

Der ehemalige III. Nationalratpräsident Gerulf Stix bespricht mit würdigender Anerkennung ein Buch von Alfred de Zayas, das zum Inhalt hat, wie Gerulf Stix schreibt:

Worum es konkret geht, lässt sich in knappster Formulierung dem Vorwort von Prof. DDr. Karl Doehring zu diesem Buch entnehmen: „Dem Autor geht es um den Nachweis, dass die immer wieder erhobene Behauptung, der größte Teil der Deutschen habe durchaus von der mörderischen Judenverfolgung des NS-Regimes Kenntnis gehabt, der geschichtlichen Wahrheit nicht entspricht. Dieser Nachweis ist m. E. in vollem Umfang gelungen.“Dieses Nichtwissen über das System der unbegreiflichen „Endlösung“ bescheinigt Alfred de Zayas auch der Wehrmacht.

In die Collage sind Ausschnitte aus der Besprechung von Gerulf Stix und von der Website von Alfred de Zaya aufgenommen, die für sich sprechen und bereits sehr gut aufzeigen, wie Seriösität und Redlichkeit erscheischt wird … Es will das, wie eingangs geschrieben, nicht mit einem Widerspruch gewürdigt werden, und doch, jedoch mit größtem Widerwillen, wird der Entschluß gefaßt, dennoch ein Beispiel anzuführen … Dieses Beispiel wird nur mit Pausen geschrieben werden können,  weil die Toilette nicht nur jetzt schon schon aufgesucht werden mußte, sondern immer wieder die Toilette aufgesucht werden wird müssen, um sich weiter zu übergeben …

„Dieses Nichtwissen“, schreibt Gerulf Stix, „bescheinigt Alfred de Zayas auch der Wehrmacht“ … Zitate  dazu aus „Soldaten Protokolle vom Kämpften, Töten und Sterben“ von Sönke Neitzel  und Harald Welzer:

Wir gehen nach Sichtung unseres Materials davon aus, dass das Wissen sowohl um die Tatsache als auch um die Art und Weise der Judenvernichtung unter den Soldaten verbreitet war, sie dieses Wissen aber nicht sonderlich interessierte.

In der Nähe von Städten entstand dabei trotz gegenteiliger Befehle ein Phänomen, das man als „Exekutionstourismus“ bezeichnen könnte. Deutsche jedweder Couleur besuchten während oder außerhalb ihres Dienstes die Erschießungsstätten, um zuzusehen oder zu fotografieren“.

Die Erzählungen der Soldaten – übrigens nicht nur vom Heer, sondern auch von Luftwaffe und Marine – drehen sich um die sogenannten Judenaktionen, wie sie ab der Mitte des Jahres 1941 in den besetzten Gebieten hinter der vorrückenden Front duruchgeführt werden: die systematischen Erschießungen von jüdischen Männern, Frauen und Kindern, denen etwa 900 000 Menschen zum Opfer fielen.

Unteroffizer Kratz, ein Bordmechaniker eines Do 217-Bombers, der mit seiner Einheit, dem Kampfgeschwader 100, 1942 im Süden Russlands eingesetzt war, beschreibt hier die technischen Optimierungen, die die Massenmordaktionen durchlaufen haben. Sachlich führt er aus, dass die zunächst praktizierte Form der Massenerschießung sich nicht als probat erweist, weil man nicht genug Opfer in den Gruben unterbringen kann.

Auch im folgenden Zitat wird deutlich, dass die Judenverfolgung und -vernichtung als sinnvoll betrachtet wird, die konkrete Umsetzung aber auf Kritik stößt.

Nicht die Aufgabe, sondern ihre Umsetzung wird als das Problem betrachtet, und vor diesem Hintergrund muss man sogar Himmlers Klage in seiner berüchtigten Posener Rede vom 4. Oktober 1943 ein gewisses empirirsches Fundament attestieren: „Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – ‚Das jüdische Volk wird ausgerottet‘, sagt ein jeder Parteigenosse, ‚ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung machen wir.‘

Auch in den Abhörprotokollen finden sich Beschreibungen von freiwilligen Teilnahmen an Massenerschießungen oder zu Offerten, dass man mal mitschießen dürfte, wenn man Lust dazu habe. Diese von heute aus gesehen unglaublichen Episoden deuten an, dass die Vernichtungsaktionen keineswegs im Verborgenen stattfanden und auch nicht immer mit Entsetzen und Abscheu wahrgenommen wurden. Im Gegenteil versammelten sich um die Erschießungsgruben wie in einer Arena regelmäßig Zuschauer – Ortsansässige, Wehrmachtssoldaten, Angehörige der Zivilverwaltung – und machten die Massenvernichtung zu semi-öffentlichen Schauveranstaltungen mit Unterhaltungswert, als die sie ausdrücklich nicht geplant waren.

Der Attraktionswert scheint insgesamt größer als die Befürchtung gegen Anordnungen oder Befehle zu verstoßen. Major Rösler beschreibt, dass be einer Erschießung „aus allen Richtungen […] Soldaten und Zivilisten auf einen nahen Bahndamm“ zuliefen, hinter dem sich die Aktion abspielte: „Polizisten mit besudelten Uniformen liefen umher. Soldaten (zum Teil nur mit einer Badehose bekleidet) standen in Gruppen beisammen; Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, schauten zu.“ Am Schluss seines Berichts erklärte Rösler, er habe in seinem Leben schon einige unerfreuliche Dinge erlebt, ein solches Massengemetzel aber, noch dazu in aller Öffentlichkeit, wie auf einer Freilichtbühne, übersteige alles bisher Gesehene. Es verstoße gegen die deutschen Sitten, Ideale usw. Trotz einschlägiger Befehle und erzieherischer Maßnahmen war das Problem des Erschießungstourismus offenbar nicht in den Griff zu bekommen; ein Lösungsversuch für dieses Problem bestand dann etwa darin, „den Tötungseinheiten ‚im Wege guten Einvernehmens‘ nahezulegen, ihre Erschießungen ‚wenn möglich‘ nicht am Tage, sondern bei Nacht durchzuführen“, wie auf einer Konferenz von Militärverwaltungsoffizieren am 8. Mai 1942 beschlossen wurde, allerdings ziemlich folgenlos.

Eine Steigerung des Dabeiseins stellt das bereits erwähnte Mitschießen dar. Oberstleutnand von Müller-Rienzburg von der Luftwaffe erzählt: „Die SS hat eingeladen zum Judenschießen. Die ganze Truppe sind mit Gewehren hingegangen und […] zusammengeknallt. Hat jeder sich aussuchen können, was für einen er wollte.“

Eine der großen geschichtspolitischen Debatten der Bundesrepublik wurde durch die Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung ausgelöst. Von 1995 bis 1999 wurde diese Dokumentation von Kriegsverbrechen und der Verstrickung der Wehrmacht in die Jugendvernichtung in zahlreichen Städten gezeigt, oft zur Empörung vor allem älterer Besucher, die selbst Soldaten gewesen waren. Seit diesem Zeitpunkt, heißt es, sei der Mythos von der sauberen Wehrmacht endgültig dahin. Bemerkenswert an den Auseinandersetzungen um die Ausstellung war aber, dass viele Kriegsteilnehmer jede Verstrickung der Wehrmacht in den Holocaust vehement bestritten. Wie unsere Abhörprotokolle zeigen, hatte das weder etwas mit „Verdrängung“ noch mit „Verleugnung“ zu tun: Viele Verbrechen, die heute zu Vernichtungskrieg und Holocaust gerechnet werden, wurden zeitgenössisch ganz anders eingeordnet – als Partisanenbekämpfung etwa. Insofern hat man es hier mit der Unterschiedlichkeit zweier Referenzrahmen – des zeitgenössischen und des gegenwärtigen – zu tun. Aber noch etwas ist an den Abhörprotokollen höchst bemerkenswert: Sie belegen nämlich, dass viele Soldaten über den Prozess der Judenvernichtung en détail Bescheid wussten; zum Teil erzählen sie sogar Aspekte, die die Forschung bis heute noch gar nicht entdeckt hat. Sie stellen aber keine Verbindung zwischen diesen Wissensbeständen und ihrem eigenen Handeln her, obwohl den meisten Soldaten bereits während des Zweiten Weltkrieges bewusst war, dass Einheiten der Wehrmacht eine Vielzahl von Kriegsverbrechen begangen hatten und auch an den systematischen Erschießungen von Juden in den besetzen Gebieten vielfältig beteiligt waren – als Ausführende, als Zuschauer, als Mittäer, als Hilfskräfte, als Kommentatoren. Sehr selten auch als Störfaktoren, etwa in Gestalt einzelner Offiziere, die sich beschwerten, Opfer retteten oder, wie in einer besonders spektakulären Aktion, die SS mit Waffengewalt an der Ermordung einer Gruppe von Juden hinderten. Dies freilich sind solitäre Ausnahmehandlungen gewesen; Wolfram Wette taxiert die Gesamtzahl der Fälle von „Rettungswiderstand“ unter den 17 Millionen Wehrmachtsangehörigen auf etwa 100 Fälle.

„Dieses Nichtwissen bescheinigt“ also Alfred de Zayas, schreibt Geruf Stix in Würdigung und Erleichterung -, er hat ihnen also nicht bescheinigt, diese Handlungen oder diese Nichthandlungen …

Es mag jetzt für den Vormittag nicht weitergeschrieben werden …

Michael Spindelegger würde Zukunft im nachhinein gestalten

Dr. Michael Spindelegger, als er von sich noch nicht als Führer sprach, dürfte noch gewußt haben, was es, in einer Angelegenheit zumindest, heißt zu handeln, den Unterschied zwischen Indikativ und Konjunktiv zu kennen, aber eines wird Dr. Michael Spindelegger damals wohl auch schon nicht gewußt haben, daß Zukunft im nachhinein sich nicht erschauen, erschließen und im nachhinein schon gar nicht gestalten läßt, sondern ausschließlich in der politischen Voraussschau, und was er damals bei sorgfältiger Prüfung der Vergangenheit und Gegenwart für die Zukunft hätte bereits wissen können, mehr, wissen hätte müssen, schlimmer, gewußt haben muß, war, was die Zukunft mit einem Dr. Martin Graf als III. Präsidenten NR nur bringen kann -, nämlich außer Verdruß nichts …

Nun, seit Dr. Michael Spindelegger sich als Führer entdeckt hat, spricht er im führungskompetenten Konjuktiv:

[D]ann würde ich Graf abwählen.

Er, Michael Spindelegger, sehe es

heute anders, daß Graf damals auch mit den VP-Stimmen gewählt wurde.

Ob alle christschwarzen Abgeordeten mit Dr. Martin Graf „lange Gespräche“ führten, ehe sie ihn zu ihrem III. Präsidenten NR machten, ist nicht bekannt, gewußt wird jedoch, daß Michael Spindelegger mit Dr. Martin Graf ein „langes Gespräch“ führte und dann, ganz ohne Konjuktiv, ganz ohne Verrenkungen, für einen Augenblick ganz wie ein Führer, den christschwarzen Abgeordneten verkündete, es stehe einer Wahl von Dr. Martin Graf nichts im Wege

Dr. Martin Graf sitzt – wieder einmal – aus

Genauer, es wurde für ihn – wieder einmal – ausgesessen, von der christschwarzen und von der sozialdemokratischen Partei, und soher geht Dr. Martin Graf – wieder einmal – als III. Präsident NR einem Sommer entgegen, in dem Ferien konsumiert werden, aber es weiter keinen Urlaub von der Affäre Dr. Martin Graf geben wird, oder gar ein Ende der freiheitlichen Affäre, denn diese ist eine permanente …

Die Abwahl im Parlament wurde weder von der christschwarzen Partei noch von der sozialdemokratischen Partei wieder einmal nicht gewollt -, und so wird dem Wähler und der Wählerin die Abwahl von Dr. Martin Graf vorbehalten bleiben, in der nächsten Nationalratswahl … Damit Dr. Martin Graf als III. Präsident NR jedoch endlich abgewählt ist, heißt es, die Freiheitlichen nicht wiederr zu wählen, aber auch u.v.a.m. deshalb, um damit gleich das Versitzen oder etwas noch Schlimmeres des nächsten Martin Graf beispielsweise auf einem der höchsten Amtsstuhle nicht wieder ertragen, finanzieren, …

„Es sollten alle Juden in einer Aufführung von Nathan verbrennen“ – Für die freiheitliche ZZ aber sind Wagners Zeilen antisemitismusfrei

In der ZZ der Freiheitlichen habe vor drei Wochen, schreibt in der aktuellen Ausgabe 24/2012 Alexander Höferl in Verteidigung seines III. Präsidenten NR, Dr. Martin Graf etwas zu Berufspolitikern geschrieben, das aber hier nicht von Belang ist, ebenso wenig die in dieser Ausgabe wiederholte Verteidigungsschreibe für Martin Graf von Andreas Mölzer, die er, wie hier bereits berichtet, auch aus seinem Block heraus …

Es ist doch immer wieder erstaunlich, was die ZZ der Freiheitlichen, was Freiheitliche verkaufen wollen -, an wen und wen als was? Die Wählerinnen und Wählern in diesem Land -, diese jedoch sind mehr als gut damit beraten, freiheitliche Produkte nicht gegen ihre Wahlstimmen zu tauschen, denn für ihre Stimmen bekommen sie von Freiheitlichen nichts, wie auch das heutige Beispiel zu klar aufzeigt … Diesmal ein Artikel, mit dessen Wertung die Schwierigkeit bereits beginnt -, dieser ist kein freiheitliches Produkt der Wahrheit, aber im Grunde auch nicht der Lüge, der Luft kann ebenfalls nicht geschrieben werden, weil Luft lebensnotwendig ist, auch des Nichts kann nicht geschrieben werden, wird die enorme philosophische Bedeutung des Nichts berücksichtigt … Es ist am einfachsten, zu schreiben, dieser Artikel im „Feuilleton“ des freiheitliches Magazins ZZ entzieht sich jedweder Kritik und Bewertung, wie Freiheitliche sich jedweder Wählbarkeit selbst entziehen … Und daher einfach bloß hinschreiben, was die ZZ schreibt, übrigens ohne Nennung eines Autors oder einer Autorin:

[D]ie poetischen und philosophischen Werke Wagners, die keine einzige antisemitische Zeile enthalten (!)[.]

Der Anlaß, der dazu führte, diese Behauptung in der ZZ zu schreiben, will nicht besprochen werden, weil kein Interesse daran besteht, sich an einer Diskussion zu beteiligen, ob ein bestimmter Komponist aufgeführt oder nicht aufgeführt werden sollte …

Zu dieser Behauptung will hier ebenfalls nichts geschrieben werden, das erst selbst formuliert werden müßte -, in der Collage sind ein paar erste Informationen als Berichtigung dieser Behauptung angeführt, und wer mehr über den Antisemitismus von Richard Wagner erfahren möchte, möchte die reichhaltige Literatur dazu selbst … Es will auch nicht darauf eingegangen werden, daß ein paar Seiten davor in dieser Ausgabe (aber mit Autorennamen) die ZZ sehr genau weiß, wer antisemitisch …

NS Das Zitat in der Überschrift ist eine Tagebucheintragung von Cosima Wagner, mit der sie berichtet, was ihr Mann Richard Wagner „im heftigen Scherz“

NNS Die Büste von Richard Wagner in der Collage ist eine von Arno Breker, von einem Künstler der für Walter Marinovic, einem Gast im Parlament von Dr. Martin Graf, ein Vorbild für …

NNNS Übrigens wird in dieser Ausgabe auch darüber freudig berichtet, daß Michael Jeannée in Andreas Mölzer das „bei Freund und Feind unumstrittene intellektuelle Aushängeschild der Blauen“ erkannt hat, in Zusammenhang, sonst wäre es keiner Erwähnung …, mit der mölzerschen Verteidigungsschreibe für Dr. Martin Graf, die von der Presse veröffentlicht wurde …

Für Andreas Mölzer ist Gertrud Meschar eine Armee auf Vernichtungsfeldzug gegen das Land Martin Graf

Das ist doch irgendwie wahr, daß Andreas Mölzer kaum mehr breit dafür kritisiert wird, was er ist, wofür er steht -, der Grund dafür dürfte aber sein, weil er nun ein Abgeordneter zum Europäischen Parlament ist, also einem Parlament angehört, das in Österreich leider für viel zu viele keine Bedeutung hat, somit für viel zu viele Andreas Mölzer dort angekommen ist, wo er rechtmäßig hingehört, in der Bedeutungslosigkeit

In seiner Verteidungsschreibe für Dr. Martin Graf erinnert, wie in der Collage gelesen werden kann, Andreas Mölzer selbst, an einige Aufregungen, die Freiheitliche verursachten, bei Heinz-Christian Strache hätte er aber nicht soweit in die Vergangenheit zurückschreiben müssen, erst im Winter 2012 war der zurzeitige Obmann der Freiheitlichen mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert, jedoch nur für kurze Zeit, das der Grund sein dürfte, daß Andreas Mölzer zu einem weit früheren Beispiel greifen mußte …

In seiner Verteidigungsschreibe für Dr. Martin Graf (eine weitere veröfffentlichte die Presse) bestätigt Andreas Mölzer die Unveränderlichkeit freiheitlicher Positionen, anhand des Begriffes „Umvolkung“, der lediglich durch einen anderen Begriff ersetzt wurde … Aber die mölzersche Sprachregelung hat sich noch nicht ganz durchgesetzt …

Martin Graf warnt vor der „Umvolkung“

In seiner Verteidigungsschreibe für Dr. Martin Graf bestätigt auch Andreas Mölzer die krude Gedankenwelt von Freiheitlichen, hier an dem Beispiel, eine Frau führe, als wäre sie eine Armee, einen Vernichtungsfeldzug gegen Martin Graf … Wer vor Wochen den Beitrag in der Sendung „Report“ sah, wurde nicht über einen Kriegseinsatz informiert, sondern sah in diesem Bericht eine Frau, die von Verlusten sprach, auch vom Verlust des Vertrauens, verursacht durch freiheitliche Funktionäre

Noch eines bestätigt, genauer, noch eines bestätigt weiterhin Andreas Mölzer eindrücklich und unmißverständlich, wie in der Collage gelesen werden kann, wie es tatsächlich um die Verhältnisse von „Unzensuriert“ bestellt ist-, „Unzensuriert“ ist die Website der „Informationen des 3. NRPräs. Dr. Martin Graf“

Und soher ist es nicht unbillig auch danach zu fragen, wie es denn bestellt sei um eventuelles

Steuergeld für Grafens „Unzensuriert“?

Aber auch danach, in welcher von wem bezahlten Arbeitszeit und in welchem vom wem bezahlten Büro Alexander Höferl beispielsweise seine Verteidigungsschreibe für Dr. Martin Graf in der aktuellen Ausgabe der ZZ der Freiheitlichen geschrieben habe?

Und ewige Nachsicht gegen freiheitliche III. Nationalratspräsidenten

Wäre wohl die passendere Überschrift für den heutigen Artikel von Alexander Purger in den Salzburger Nachrichten gewesen, für die Chronik über die freiheitlichen III. Präsidenten im österreichischen Parlament, mit dem Titel „Und ewig ärgert der FPÖ-Präsident“ …

Über die permanente Affäre Martin Graf muß heute nicht weiter -, außer vielleicht, die aktuelle Aufregung scheint im Abklingen zu sein, aber auf Martin Graf ist in dieser Hinsicht Verlaß, die nächste Aufregung wird kommen wie das Amen im christschwarzen Gebet den Freiheitlichen, möglicherweise recht bald schon …

Alexander Purger schreibt über ehemalige freiheitliche III. Nationalratspräsidenten und auch über die, die es beinahe geworden wären:

Peter musste schweren Herzens zurückstehen, statt ihm wurde 1983 der Tiroler Gerulf Stix zum ersten FPÖ-Mitglied des Nationalratspräsidiums gewählt. Der unscheinbare Stix blieb bis 1990. Als er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzog, kam es zur nächsten Aufregung: Die FPÖ nominierte den ehemaligen Justizminister Harald Ofner als Dritten Nationalratspräsidenten, doch bei der Wahl im Plenum fiel Ofner durch. Der Grund: Ofner wurde vorgeworfen, als Justizminister von Rot-Blau die Ermittlungen gegen Udo Proksch im Fall Lucona mit dem legendären Ausspruch „Die Suppe ist zu dünn“ behindert zu haben. Die Spitzen von SPÖ und ÖVP riefen dennoch zur Wahl Ofners auf, doch ihre Abgeordneten folgten ihnen nicht. Ofner erhielt keine Mehrheit.

Gerulf Stix wird wohl unscheinbar gewesen sein, an seine Amtszeit fehlt jedwede Erinnerung, viel später fiel er auf in Verbindung mit Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, dessen Vorsitzender er ist, und sein Stellvertreter Lothar Höbelt

Die Toleranz der freiheitlichen Intellektuellen

Freiheitliche III. Präsidenten NR machen es sich nicht leicht

Wie Alexander Purger schreibt, hätte Dr. Harald Ofner keine Mehrheit erhalten, weil die Abgeordneten nicht so wählten, wie es die Spitzen von der christschwarzen Partei und der sozialdemokratischen Partei …

Wird nicht nur an Martin Graf gedacht, wie ist es seitdem um den Parlamentarismus in Österreich dunkel geworden …

Mit wem Harald Ofner recht dicke Suppen löffelt …

Autorenkollegen von Freiheitlichen und deren volksphantastische Sicht der Wirklichkeit

Die Chronik über die freiheitlichen III. Präsidenten, wie von Alexander Purger im Überblick geschrieben, zeigt doch auf, wie es um die freiheitliche Tradition bestellt ist … Und wird diese Tradition als Teil des spindeleggerschen Werbespruches „Zukunft aus Tradition“ genommen, wird es nie und nimmer eine Zukunft geben, sondern eine pechschwarze Zeit für jene, für die während einer möglichen blauschwarzen Regierungskoalition ihre Gegenwart zu bewältigen haben werden …

Mit diesem Blick zurück auf die ehemaligen und Beinahe-Nationalratspräsidenten aus dem freiheitlichen Lager kann auch auf mögliche kommende freiheitliche Nationalratspräsidenten nach Martin Graf gesehen werden, und was zu sehen ist, ist, was immer war: ewiges Ärgernis mit dem FPÖ-Präsidenten und, weil (geschielt dabei auf die österreichische Realpolitik) kaum Aussicht auf Änderung, ewige Nachsicht und Großzügigkeit gegen …

Langzeitumfrage – Martin Graf und Rücktritte

Vor drei Jahren, am 18. Juni 2009, wurde diese Umfrage gestartet, ob Martin Graf allein oder alle im österreichischen Parlament, die ihn zu ihrem III. Präsidenten NR machten, zurücktreten sollen …

Zur letzten Veröffentlichung eines Zwischenstandes hat sich nicht viel verändert, nach wie vor ist eine absolute Mehrheit für Rücktritte, wobei die Werte des Martin Graf sich wieder ein wenig verschlechtert haben, hingegen sind etwas weniger dafür, daß alle Abgeordneten, die ihn zum III. Präsidenten NR wählten, zurücktreten sollen … Die Zustimmung für Rücktritte pendelt in dieser Langzeitumfrage konstant zwischen 59 und 62 Prozent

Sie sind herzlich weiter eingeladen, ebenfalls an dieser Umfrage teilzunehmen  …

NS In der letzten Woche sagte im Parlament der christschwarze Abgeordnete Karlheinz Kopf, er würde Dr. Martin Graf nicht mehr wählen … Das ist das Wesentliche, daran sollten Sie in jedweder Wahl denken, wenn Sie versucht sind, für Freiheitliche, genauer, für die Fortsetzung der Traditionen von Freiheitlichen und Christschwarzen, zu stimmen, daß die Wahl recht bald als Irrtum, als Vergeudung von Ressourcen sich herausstellt … Allerdings werden Sie wohl keine vier Jahre, um auf die für Freiheitliche beispielgebende permante Affäre Martin Graf zurückzukommen, benötigen, wie Karlheinz Kopf, um festzustellen, daß Sie nicht mehr…

Amtshalter Martin Graf in den Umfragen

Dr. Martin Graf wirft nun alles auf den Markt, um sich halten zu können, und meint,  „alle halten zu Martin Graf“ … Aber die Feststellung, wer alles zu ihm halte, ist belanglos in bezug auf sein Verhalten, auf seine Handlungen …

Dr. Martin Graf führt dafür, wie in der Collage gelesen werden kann, die aktuellen Umfragen an, und übertreibt dabei, denn „alle halten“ nicht zu ihm -, „alle“ sind einhundert Prozent, aber vielleicht übertreibt Dr. Martin Graf nicht, sondern der III. Präsident NR kann möglicherweise schlicht nicht rechnen … Es stimmt, in diesen Umfragen, die Dr. Martin Graf anführt, spricht sich ein hoher Prozentsatz dafür aus, daß er nicht zurücktreten sollte, was aber auch nicht heißen muß, daß jene, die dafür sind, daß er nicht zurücktreten soll, auch gleich zu ihm „halten“ … Es kann fern davon auch Überlegungen geben, weshalb jemand gegen einen Rücktritt sein kann, ohne deswegen gleich für beispielsweise Martin Graf zu sein … Die Schwarz-Weiß-Zeichnung, entweder für einen oder gegen eine sein, hat etwas von einer Sekte, wozu auch passen würde, daß Dr. Martin Graf den nichtfreiheitlichen Beratern von Gertrud Meschar unterstellte, eine Sekte zu sein -, Sekten sehen immer und überall Sekten, nur sich selbst verstehen sie nicht als Sekte …

Die von Dr. Martin Graf angeführten Umfragen sind eilig aktivierte Umfragen zur gerade aktuellen Aufregung, die Dr. Martin Graf, wieder einmal, verursachte, aber es gibt auch zwei Langzeitumfragen, in denen die Werte des Dr. Martin Graf konstant schlecht sind, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, die eine und wesentliche seit über einem Jahr mit der Frage, ob Sie einen wie Martin Graf beispielsweise zum Dritten Nationalratspräsidenten wählen würden, und die andere seit drei Jahren mit der Frage, ob Sie dafür sind, daß alle Abgeordneten, die Martin Graf zu ihrem III. Präsidenten NR wählten, zurücktreten soll oder nur Martin Graf allein

Zwei Drittel würden, so das Zwischenergebnis der Langzeitumfrage, konstant einen wie Dr. Martin Graf beispielsweise nicht zum Dritten Nationalratspräsidenten wählen …

Eine absolute Mehrheit ist, so das Zwischenergebnis der zweiten Langzeitumfrage, konstant dafür, daß in Summe alle Abgeordneten, die Martin Graf wählten, und Dr. Martin Graf zurücktreten sollen …

Das Sample, also die Stichprobe, liegt mit mehreren tausenden abgegeben Stimmen bei all diesen Umfragen deutlich über dem von großen Meinungsforschungsinstituten, die meist mit wenigen hundert arbeiten. Freilich kann dabei nicht von Repräsentativität gesprochen werden, allerdings ist ein Trend deutlich erkennbar: Eine überwiegende Mehrheit in Österreich hält zu Martin Graf.

Soweit als der grafsche „Unzensurierte“ will mit der Deutung der zwei Langzeitumfragen nicht gegangen werden, aber festgestellt werden kann, bisher haben an beiden Langzeitumfragen über 2100 Menschen teilgenommen, und die Zwischenergebnisse sprechen nicht für Martin Graf, bei diesen 2100 Menschen findet Martin Graf in keiner Weise eine Mehrheit, diese konnte er durch seine Handlungen bisher nicht überzeugen, obgleich er seit bald vier Jahren Amtshalter einer der formal höchsten Position in der Republik …

Und was wird Dr. Martin Graf schon in nächster Zeit schreiben, wenn es zu einer Anklage wegen „Verdacht auf Untreue mit einer Strafandrohung bis zu zehn Jahre Haft“ kommen sollte? Auch wieder: „alle halten zu Martin Graf“? Sie werden möglicherweise sagen, das habe nicht Martin Graf geschrieben, sondern „Unzensuriert“ … Das ist wahr, aber ebenso wahr ist der Umstand, daß sehr selten gewußt werden kann, wer was auf „Unzensuriert“ schreibt -, das wurde hier schon mehrmals angesprochen

NS Und noch ein konstant schlechter Wert des Martin Graf: Es „gefallen“ mit heute 2049 „Martin Graf – Umfrage: Rücktritt“ im Vergleich zu 1239 „Martin Graf“ auf der Plattform des Unternehmens FacebookÜber diesen Vergleich wurde bereits einmal geschrieben, weil Martin Graf meinte, er und Heinz-Christian Strache dominieren auf „Facebook die Konkurrenz“ … Wie gelesen werden kann, seit dem 30. Oktober 2011 kamen bis heute bei „Martin Graf“ lediglich 90 „Gefällt mir“ hinzu, während im gleichen Zeitraum bei „Martin Graf – Umfrage: Rücktritt“ bis heute 839 „Gefällt mir“ hinzukamen … Für einen der formal höchsten Amtshalter in diesem Staat ein geringer, ein schleppender Zuspruch, und im Vergleich mit „Martin Graf – Umfrage: Rücktritt“ erst recht ein …

NNS Sie sind weiter eingeladen, an beiden Langzeitumfragen teilzunehmen, und, wie es aussieht, werden beide Umfragen nicht so schnell beendet werden, wohl erst mit der nächsten Nationalratswahl … Es sind ja auch oder vor allem Umfragen, gedacht gegen das Vergessen, gegen die Gewöhnung

Freiheitliche Comics sind das Konzentrat ihrer wiedergelesenen Bücher

Daran mußte gedacht werden bei der aktuellen und wieder einmal Aufregung um einen freiheitlichen Comic

In der aktuellen Ausgabe der ZZ der Freiheitlichen wird Hans Dominik vorgestellt … Wie in der Collage gelesen werden kann, paßt auch dieser Schriftsteller zum Comic, der aber hier nicht gezeigt werden will, stattdessen ein paar Sätze zu Hans Dominik …

Aus den Wiederlesungen der freiheitlichen ZZ erhellt sich die Gegenwart der Freiheitlichen, wird es verstehbar, woher ihre Handlungen, ihre Äußerungen, ihre Comics kommen, oder schlechter, wohin Freiheitliche zurückkehren, oder noch schlechter, von wo Freiheitliche nie weggegangen sind …

Es ist aber aus diesem Gesinnungsmagazin nicht allein die ZZ mit derartigen Empfehlungen zur Wiederlesung, auch etwa Grafens Unzensuriert

Über die freiheitlichen Empfehlungen zur Wiederlesung, zur Wiederbelebung wurde hier schon mehr als genug geschrieben, deshalb nun lediglich ein Hinweis auf die letzten …

Wiederlesung eines Illegalen und Bücherverbrenners

Kampf für einen neuen Aufbruch des Schönen

Martin Graf – Herausgeber und Verkäufer eines Buches für den Ares-Verlag

Kein Anstand und keine Höflichkeit gegen das Deutsche Reich und Adolf Hitler

Wie weit reicht die Zukunft von Michael Spindelegger? Von einem Graf bis zum 28. Oktober 2008

Zuerst, um überhaupt das noch lesen zu können, sind Sie eingeladen, auch einmal genauso kräftig, um das überhaupt das noch schreiben zu können, zu lachen, nämlich darüber, daß der keine Rechtsanwaltsprüfunghabende Martin Graf vor vier Jahren im Juni in einem offenen Brief schreibt:

Ein Witz: Was sind die Leistungen des Günter Koch, der einen zweifelhaften Professorentitel führt und nicht einmal ein Doktorat geschafft hat; der kein Universitätsstudium abgeschlossen hat, aber ein […]

Und nun zum Eigentlichen, also zur Frage, wie weit reicht die Zukunft von Michael Spindelegger, die er aktuell so beschwört und sich selbst damit bewirbt als einer, der Kompetenz hätte für Zukunftsgestaltung …

Die Zukunft von Michael Spindelegger reicht von einem Graf bis zum 28. Oktober 2008, oder von Anfang Oktober 2008 bis 28. Oktober 2008, denn Anfang Oktober 2008 muß das „lange Gespräch“ zwischen Michael Spindelegger und Martin Graf erfolgt sein, über das die Kronenzeitung um den 8. Oktober 2008 herum berichtete, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann …

Michael Spindelegger preschte also vor mit seinem Einsatz für eine Wahl von Dr. Martin Graf zum III. Präsidenten NR, was er dabei nicht sah, war weder die Zukunft noch die unmittelbare Vergangenheit … Wie in der Collage gelesen werden kann, gab es unmittelbar vor diesem Oktober 2008 Kritik an Dr. Martin Graf wegen seiner seibersdorferschen Tätigkeit, und es darf angenommen, daß diese auch Michael Spindelegger zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt war, jedoch die Bedeutung für die Zukunft sich Michael Spindelegger daraus nicht erschloß …

Wie in der Collage zu lesen ist, dauerte es gerade einmal vier Monate, daß die Staatsanwaltschaft die Auslieferung von Dr. Martin Graf, nun mit christschwarzer Hauptverantwortung bereits III. Präsident NR, verlangte …

Und heute, am 14. Juni 2012, ist in der Umsonstzeitung „Österreich“ zu lesen, in den nächsten Wochen könnte Martin Graf eine Anklage drohen: „Verdacht auf Untreue. Strafandrohung bis zu 10 Jahre Haft“ …

Parteipolitisch mag es durchaus eine nicht unkluge Taktik sein, nun auf diese mögliche Anklage zu warten, vor den freiheitlichen Wählern, vor den potentiellen freiheitlichen Wählerinnen einen Kotau zu machen, in der Hoffnung, dann werde Martin Graf wohl endlich selbst zurücktreten müssen -, damit auch schon eine Nationalratswahltrumpfkarte … Politik ist das aber keine, und all die Kotaus belohnten bisher weder die christschwarze noch die sozialdemokratische Partei, sondern … Und diese Nichtpolitik der christschwarzen Partei und der sozialdemokratischen Partei hat keine Wahlzukunft, denn es entwickeln sich wählbare Alternativen, es bleibt nicht mehr bei der einzigen Möglichkeit, eine Proteststimme abzgeben zu können, die stets den Freiheitlichen, die ja nie eine Alternative waren und sind, zugute und den Menschen in Österreich schlecht …

„Zukunft aus Tradition“ ist der spindeleggersche Werbespruch, aber wer aus der Vergangenheit, aus der Tradition die falschen Schlüsse zieht, gestaltet keine Zukunft, nicht einmal Vergangenheit, sondern latscht einfach weiter in den Furchen, werden die Füße durch immer mehr auf den Stiefeln klebenden Gatsch schwerer und schwerer, bis schließlich die Füße gänzlich versagen und der Stillstand eintritt, tief im Gatsch steckend hilflos mit den Händen rudernd die nassen Erdklumpen verzweifelt aus den Augen wischend … Dafür ist Dr. Martin Graf ein gutes Beispiel, wie weit mit der spindeleggerschen Zukunft gekommen werden kann, bis zum 28. Oktober 2008 -, an diesem Tag wurde Martin Graf zum III. Präsidenten NR gewählt, hauptverantwortlich für diese Wahl waren die christschwarzen Abgeordneten, nach engagierter Vorarbeit von Dr. Michael Spindelegger …

Wenn Dr. Michael Spindelegger bei Dr. Martin Graf weder die Vergangenheit einschätzen konnte, um sich vorstellen zu können, was mit einem Dr. Martin Graf die Zukunft sein wird, wie wird es mit einem Dr. Michael Spindelegger erst sein, wenn es tatsächlich um Zukunft geht …

PS Der Antrag auf Abwahlmöglichkeit von Nationalratspräsidenten und Nationalratspräsidentinnen wurde heute im Parlament mit großer Mehrheit abgelehnt … Karlheinz Kopf sagt heute, er würde Martin Graf nicht mehr wählen -, immerhin, aber seine Kompetenz in bezug auf die Zukunft ist wie die seines Führers … Das Verhalten der sozialdemokratischen Partei wie schon bei der Wahl am 28. Oktober 2008 ein lavierendes, oder positiv bemüht ausgedrückt, sozialdemokratische Abgeordnete wählten Dr. Martin Graf nicht in christschwarzer Stärke zum III. Präsidenten NR …

PPS Von Günter Koch gibt es eine Richtigstellung zu dem eingangs erwähnten offenen Brief von Dr. Martin Graf, die hier mit einem Klick aufgerufen werden kann.