Im Gedenkjahr 2018 eine ÖVP-FPÖ-Regierung: Schaften, geht voran!

ÖVP und FPÖ im Gedenkjahr 2018 - Schaften geht voran

„Die kommende Legislaturperiode, insbesondere das Jahr 2018, steht im Zeichen vieler Jubiläen, Gedenk- und Jahrestage. Neben zahlreichen weiteren Jubiläen (z.B. 1848 – Jahr der demokratischen Revolution, 1948 – Allgemeine Erklärung der Menschenrechte) markiert 2018 vor allem den 100. Jahrestag der Gründung der Republik Österreich. Wir wollen ein würdiges, inhaltlich breit aufgestelltes Gedenken an diese Ereignisse ermöglichen. Dabei wollen wir die Bundesländer und deren Kultureinrichtungen möglichst umfassend einbinden und so ein gemeinsames, österreichweites Gedenken ermöglichen. Dies soll sowohl die Geschichte von Altösterreichern (z.B. Südtirol) und Vertriebenen miteinbeziehen …“

So steht es im Programm von ÖVP und FPÖ, wobei zu beachten ist, zuerst kommt „1848“, und vor dem „Anschluss“ kommen „Südtirol“ und die „Vertriebenen“, dann Massenmord und Massenverbrechen durch die nationalsozialistische Gesinnung, wobei es nicht als Massenmord und Massenverbrechen bezeichnet wird, sondern ganz allgemein als „Ereignis, das mit viel Leid verbunden war und einen wesentlichen Schritt hin zu einer der größten Tragödien in der Weltgeschichte“ …

Einst sagte Jörg Haider, als die Nullerjahre für Österreich mit der ÖVP-FPÖ-Regierung begannen, mit dem: „Susi, geh voran!“ Beinahe wollte als Kapitelüberschrift gewählt werden: Susis, geht voran! Geschuldet dem Problem, daß nicht allein Burschenschaften in die Überschrift aufgenommen werden können, weil es nicht nur Burschenschaften gibt. Es gibt auch sogenannte Mädelschaften. Und dann gibt es auch noch Landsmannschaften. So ist es recht stimmig zu schreiben: Schaften, geht voran!

Wer diesmal dazu auffordert, ist schwer auszumachen, zu viele in diesem Land können es schon sein, zu viele in diesem Land können bereits dazu wohlwollend nicken.

170 Jahre „1848“ stehen also an erster Stelle der heute zur Angelobung aufmarschierenden FPÖ und ÖVP … „1848“: in zu vielen Abschnitten kommt dieses Jahr vor, als es noch ein weiteres Mal ausgeführt werden müßte.

Flüchtlinge der gescheiterten Revolution von 1848: Ahnherrin der FPÖ

Fest der Vereinsobergermanenmeierei: 1848, „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr“

Ein Franz Dinghofer weiß halt stets recht zu werten.

Die Farce von 1848

Vorsicht, Gefahr: 1848

Landsmann- und Burschenschaften

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

Ball der Mädel- und Burschenschaften in der Hofburg

Und so weiter und so fort …

Was wird das im Gedenkjahr 2018 für ein Festkommers werden im Vorort von Braunau? Wer wird die Reise dorthin antreten? Es werden nicht wenige sein, die sich zu den Schaften drängeln werden. Wenn bedacht wird, wer 2016 bereits anreiste, als noch vom „Straßenrand“ aus zugeschaut werden mußte …

Herbert Kickl, 2018 Ehrengast auf dem „Kongress Verteidiger Europas“ im Vorort von Braunau?

Europäisches Forum Linz: „Rechtsextremes Treffen“ – ein Kniedichhin der in Österreich Gehätschelten

Das Schlechte aber zetteln die Burschenschafter

Und bereits zu Beginn des Jahres in der Hofburg werden sich Tanze um die Gunst einfinden …

Kein Reim von Harald Vilimsky: Wer deutschen Burschenschaftern zu rechtsextrem – Ist freiheitlicher Gemein-Schaft erst recht genehm

Es werden jüngere Leserinnen vielleicht gar nicht mehr wissen, was ein Telegramm ist, und ältere Leser vielleicht schon wieder vergessen haben, daß es einmal das Telegramm gab. Darum diesmal zur Erinnerung im Stil eines Telegramms, der Inhalt ist aber nicht so alt und vergangen als das Telegramm, sondern recht aktuell.

Reim auf Harald Vilimsky - Wer zu rechtsextrem ist für freiheitliche Gemein-Schaft erst recht genehmEs gibt in Deutschland eine Initiative „Burschenschafter gegen Neonazis“. – Stop – Für Burschenschafter in Österreich unvorstellbar? – Stop – Suspendierung von „Kevin Gareth Hauer, der bei der extrem rechten Pro NRW ist“, beantragt. – Stop – 27. Jänner 2014: „Pro-NRW-Vize Kevin Hauer erneut zu Gast bei unserer Partnerpartei FPÖ“. – Absatz

„Am vergangenen Wochenende besuchte der stellvertretende Vorsitzende von PRO NRW, der Gelsenkirchener Stadtverordnete Kevin Hauer, erneut die österreichische Hauptstadt Wien, um Kontakte zu Landes- und Bundespolitikern, Mandatsträgern und Publizisten der FPÖ und des national-freiheitlichen Lagers zu intensivieren und einen Eindruck über den Erfolg der mit PRO NRW befreundeten Freiheitlichen Partei – derzeit rangiert sie mit rund 25 Prozent bei Wahlumfragen an erster Stelle – gewinnen zu können.“ – Absatz

„Am Freitagabend besuchte der Erziehungswissenschaftler und Burschenschafter Hauer den Akademikerball der Wiener FPÖ, der wieder in der altehrwürdigen Wiener Hofburg stattfand. Der Akademikerball trat im vorigen Jahr die Nachfolge des traditionsreichen Balls des Wiener Korporationsringes an, dem örtlichen Zusammenschluß akademischer Studentenverbindungen wie Burschenschaften und Landsmannschaften. So wird der Ball in den österreichischen Medien auch gerne als ‚Burschenschafterball‘ bezeichnet. Nationalfreiheitliche Studentenverbindungen gehören seit jeher zum freiheitlichen Lager und stellen traditionell das akademische Rückgrat der FPÖ dar.“ – Absatz

„Der Verfassungsschutz in Nordrhein-Westfalen hat die Bewertung von islamfeindlichen ‚Pro‘-Gruppierungen verschärft und damit über das Bundesland hinaus ein Signal gesetzt. Der Versuch von ‚Pro NRW‘, ‚durch ein bürgerliches Gewand den Stempel der Verfassungsfeindlichkeit um jeden Preis zu vermeiden, ist gescheitert‘, sagte am Montag Landesinnenminister Ralf Jäger (SPD) in Düsseldorf bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichts für das Jahr 2010. In der umfangreichen Broschüre werden im Kapitel über den Rechtsextremismus ‚Pro NRW‘ und der eng liierten Gruppierung ‚Pro Köln‘ mit zusammen 350 Mitgliedern ‚tatsächliche Anhaltspunkte für verfassungsfeindliche Bestrebungen‘ bescheinigt.“ – Absatz

„Bringt mir den Markus Beisicht ins Europaparlament“: Köln, Jänner 2014, Hararld Vilimsky – Stop – Details und Nachweise zum Obigen dazu in der Collage. Telegramm wird sonst zu teuer. – Stop – Zweiter Titelvorschlag: „Reim auf Harald Vilimsky – Wer deutschen Burschenschaftern zu rechtsextrem – Ist freiheitlicher Gemein-Schaft erst recht genehm.“