Parlamentspräsidentin III benotet Hofburgrede von Michael Köhlmeier mit einer römischen I

Gedenktag Mai 2018 Hofburg - Anze Ede im Ortlaut - Michael Köhlmeier

In „Transit“ von Christian Petzold wird Georg gefragt, ob er ein Buch über seine Flucht schreiben wird. Georg verneint. Und er erklärt, warum. Er habe zu viele Schulaufsätze schreiben müssen über Ausflüge, über das schönste Erlebnis in den letzten Sommerferien, wie seine Weihnachtsferien waren, und das alles immer nur, um eine gute Note zu bekommen. Er will keinen Schulaufsatz mehr schreiben, auch nicht als Buch.

Georg, ein Radio- und Fernsehmechaniker auf der Flucht, wird mit einem Schriftsteller verwechselt. Aufgrund dieser Verwechslung wird ihm die Frage gestellt, ob er ein Buch über seine Flucht, über seine Erfahrungen als Flüchtling schreiben will. Seine Antwort ist, er wird keinen Schulaufsatz mehr schreiben.

Michael Köhlmeier wird gefragt, ob er sprechen will. Er bejaht. Und er erklärt, warum. Schon während er spricht, benotet die identitäre Parlamentspräsidentin III seine Rede: sie schläft. Ihr Schlaf zu seiner Rede in das von der schwarzidentitären Regierung recht begehrte Schulnotensystem übertragen ist für Michael Köhlmeier wohl eine glatte römische I.

Und die Ministerin neben ihr? Schläft sie auch? Ist sie doch wach? Wer vermag das bei ihr schon eindeutig …?

Michael Köhlmeier, ein Nichtflüchtling aus dem Österreichischen, wird mit keinem Radio- und Fernsehmechaniker verwechselt. Aufgrund dieser Nichtverwechselung wird ihm, dem Schriftsteller, die Frage gestellt, ob er sprechen will. Seine Antwort ist, er wird. Es ist ihm eine – ach, heiliges Land der Pflicht …

Die Nichtflucht aus dem Österreichischen ist die Flucht in die Dummstellung.

Michael Köhlmeier beginnt seine Rede mit dem Erzählen, wie ihm der Parlamentspräsident I damit Mut gemacht habe, als er, der Parlamentspräsident I, sagte, „man muss die Dinge beim Namen nennen“. Was für ein Dinge-beim-Namen-nennen-Ermutiger doch der Parlamentspräsident I ist; auch in seiner Rede am 4. Mai ’18 in der Hofburg: er „warnte in seiner Ansprache vor dem Aufkeimen eines neuen Antisemitismus in Europa und der Welt.“

„Neuer Antisemitismus in Europa und der Welt“ … Und dann tritt Michael Köhlmeier auf, ermutigt vom Parlamentspräsidenten I nennt er alles beim Namen, spricht von den Codes, von den Klicks, beißt mutig die Zähne zusammen, stellt sich nicht dumm, das wird von ihm auch nicht erwartet, aber was von ihm erwartet wird, sich österreichisch hinzustellen, und diese Erwartung erfüllt er vollends. War Michael Köhlmeier zu aufgeregt vor seiner Ansprache, zu ungeduldig zu erfahren, ob seine Rede für eine römische I gut genug ist? Oder, kurz gefragt, schlief er einfach, als der Parlamentspräsident I den Code vom „neuen Antisemitismus“ vorbrachte? Und es ist ein Code, mit dem Menschen gekennzeichnet werden, die nach Österreich kommen …

Harald Vilimsky, Recke Generalsekretär gegen Antisemitismus der österreichischen identitären Regierungspartei: „Merkel beklagt jetzt, was sie selbst verursacht hat.“

„Neuer Antisemitismus in Europa und der Welt“. Ein Code als Abschiebecode, besonders für Österreich erfunden. Alles auf andere abschieben zu können, auch den Antisemitismus, diesen auf die Menschen abschieben zu können, die nach Österreich kommen. Ohne diese Menschen – ach, Parlamentspräsident I –  wäre Österreich das, was Österreich geworden ist, nun mit der zurzeitigen schwarzidentitäten Regierung.

Entwicklung 18 in Österreich: FPÖ unzensuriert – Schreibplatz von Harald Vilimsky: „Dort [Mauthausen] befindet sich der geeignete Standort für seine [Soros] ‚Universität‘. Hunderttausende können sich dort inskribieren – aber niemand kommt dann wieder raus!“

Für dieses Österreich steht der Schriftstellerermutiger ganz vorne an der Podiumsrampe und schlägt mutig seine Zähne in die Ikone seiner Partei …

Wolfgang Sobotka opfert für die christschwarz-identitäre Regierung in Österreich Leopold Kunschak auf dem Margarinealtar des Scheins

Der Schriftstellerermutigte beißt unerschrocken „stichhaltige Gerüchte“ zusammen. Sein Mund groß genug für diesen Gudenusbrocken, aber zu klein, um in die Vizekanzlerstelze „Es sind keine Gerüchte, es sind Fakten.“ zu beißen?

„Ich möchte den Opfern in die Augen sehen können – und mir auch mir selbst.“

Das, auch das, sagt Michael Köhlmeier im Zeremoniensaal der Hofburg am 4. Mai ’18. Was für eine tiefe Einsicht. In die Augen sehen können … Er kann ihnen in die Augen sehen, er kann auch sich selbst mithilfe eines Aliberts in die Augen sehen. Das sind leichte Übungen. Aber was sehen die Opfer, wenn sie ihm, dem Ermutigten, in die Augen sehen?

Wenn sie, die Opfer in der Gegenwart, ihm die Augen sehen könnten, würden sie sehen, daß er die „Niedertracht“ von „stichhaltigen Gerüchten“ erkennen kann, aber ihm das vilimskysche „Bravissimo“ wohl auch ein guter und empöruntauglicher Ausruf der Begeisterung …

„Erst wird gesagt, dann wird getan.“ Ist der Befund von Michael Köhlmeier in der Hofburg im Mai ’18. „Bravissimo“ ruft Harald Vilmsky über die Grenze der Lega zu. Dort nämlich: Wird gesagt und getan:

Ein Mann geht vom Reden zum Schießen über – Auskunft über Forza nouva, Casa Pound, Lega Nord kann in Österreich FPÖ recht genau geben

Harald Vilimsky zieht schon einen Tag später die Lehren aus dem 12. März ’18

Statt in die Augen zu sehen, weniger dem Zuarbeiten sich hinzugeben, Schulhefte nicht für „Phrasen von geronnenen Betroffenheiten“ vergeuden, das würde schon genügen …

Wie tief hat Michael Köhlmeier etwa Udo Ulfkotte in die Augen gesehen, als er so viele Fragen an ihn, an diesen „Terrorexperten“ …

„Abendland in Gefahr: Kommt der Kampf der Kulturen?“

Udo Ulfkotte, der Ungarn-und-Hühnerdiebexperte …

Udo Ulfkotte, der Fabrikant der Information, also für …

Udo Ulfkotte, die Wahrheitsquelle, also für Abgeordnete im österreichischen Parlament, etwa auch für jenen von der schwarzen Partei einst in das Parlament geholten und nun im Vorort von Braunau fristenden …

„Zum großen Bösen kamen die Menschen nie mit einem Schritt, sondern mit vielen kleinen, von denen jeder zu klein schien für eine große Empörung.“

Das, auch das, ein Befund von Michael Köhlmeier am 4. Mai ’18 in der Hofburg. Wo es wohl wohnt, das „große Böse“? Es muß weit, weit weg wohnen, wenn es mit einem Schritt nicht zu erreichen ist. Und weil es gar so weit weg wohnt, das „große Böse“, begnügen sich die Menschen indes mit dem geschäftigen Abarbeiten ihrer Tagesordnungen, sind brave und gute Leute, die einander in die Augen sehen können und sie können dabei auch noch einander gegenseitig bestätigen, in dichtgeschlossenen Reihen vor dem Alibert, sich selbst auch noch in die Augen – und das nicht erst seit ’33 bis ’18, sondern …

Auf der Tagesordnung: kurz, Österreich

Von den Tagesordnungen der Konzerne

Es sind gute und brave Menschen, die mit einem Schritt stets nur schnell bei ihrem ordentlich vor der Stalltür geparkten Mercedes sein wollen … Wie das „große Böse“ wohl gekleidet ist, was es wohl für ein Auto fährt …

Ach, wie hilfreich doch alles und vor allem so erhellend, was Michael Köhlmeier …

Was es mit dem Zuarbeiten auf sich hat, was darunter zu verstehen ist, darüber erfahren Sie mehr im Kapitel

Bericht „FPÖ-Historikerkommission“ erscheint täglich

Der Gedenktag am 4. Mai ’18 in der Hofburg. Ob diesmal Menschen eingeladen waren, die, so Udo Ulfkotte, in Ungarn als „Hühnerdiebe nach einer entsprechenden Gesetzesänderung erschossen“ werden dürfen? „Hühnerdieb“ wird, weiß der Allwissende Ulfkotte (deshalb wird Michael Köhlmeier auch so viele Fragen an ihn …), in Ungarn „synonym für Zigeuner verwendet“ …

Es darf erwartet werden, es wurden diese Menschen nicht zum Gedenktag am 4. Mai ’18 in die Hofburg eingeladen, es darf erwartet werden, es wurde von ihnen nicht gesprochen.

Gedenkt der Staatsspitze in Österreich – Ohne Sinti und Roma, aber wer will schon neben ihr sitzen

Die Hofburg wird auch diesmal nicht enttäuscht haben. Die Hofburg wird auch diesmal die Erwartungen österreichisch vollends erfüllt haben.

Mit „Antiziganismus“ läßt sich österreichgemäß kein neuer Code gegen Menschen, die nach Österreich kommen“, erzeugen.

Und am 8. Mai ’18 am Heldenplatz werden ebenfalls wieder die Erwartungen österreichisch vollends erfüllt werden, wie dem Programmaviso entnommen werden kann – wieder ohne die Menschen das „Fest der Freude“ …

Was wird das wieder für ein In-die-Augen-sehen-können-Fest werden, Tausende und Tausende werden im Chor das Lied anstimmen „Ich sehe mir in die Augen, Kleines“ … und manch ein Mensch wird darunter sein, mit einer nicht für sich gekauften Zeitung in der Hand, uneingeladen, und in Tausenden von Augen lesen:

„Ich weiß, ich gehöre nicht dazu.“

7 Gedanken zu „Parlamentspräsidentin III benotet Hofburgrede von Michael Köhlmeier mit einer römischen I

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