Talibans Normalität am Beispiele Polio

Es ging los mit Polio. […] Was man bis heute nicht realisiert hat, ist, daß diese ganze Polio-Geschichte wahrscheinlich eine Riesenlüge ist. Und das Poliovirus ist eins der Virus, das […] und zwar Vergiftung, Pflanzen [Hinweis einer Zwischenruferin] Okay, alles okay, DDT, diese Insektenmittel, die waren wahrscheinlich mitverantwortlich für die […] und der Impfstoff ist nie wirklich geprüft worden, es gibt kein Beleg für die Wirksamkeit der Polioimpfung, gar nicht. So.

Und so weiter und so fort: die Lichtgestalt des Gebirgsjägers, am 12. April ’24.

Zu erwähnen ist das bloß und einzig, weil in diesen Tagen wieder berichtet wird, daß in Afghanistan die nächste Impfkampagne gegen Polio gestartet wurde, es sollen rund acht Millionen Kinder gegen die Kinderlähmung geimpft werden; verantwortlich dafür jene Talibans, die noch vor August 2021 in den von ihnen kontrollierten Gebieten Impfungen verboten hatten, extremistische Verschwörungstheorien gegen Impfungen verbreitet wurden.

Während also in Afghanistan Talibans wenigstens in bezug auf die Polioimpfung sich durchgerungen haben zu einer „Normalität“, wird in dieser Gebirgsjägerveranstaltung am 12. April ’24 die „Rückkehr zur Normalität“ heiß beschworen, die, was die Polioimpfung betrifft, nicht einmal mehr und jetzt schon seit längerer Zeit nicht einmal mehr für islamistische Talibans eine normale

Mehr muß wohl nicht zu den Talibans Normalitäten noch ausgeführt werden. Vielleicht soll noch erzählt werden, daß bei dieser Aufführung die Lichtgestalt eine Vorgruppe hatte: eine Einmanngebirgskapelle zur gesinnungsgemäßen Einstimmung, zum Einpeitschen, zum geistigen Vorglühen —

Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle verneigen, voller Respekt und voller Dankbarkeit und voller Anerkennung, vor diesem Mutigen und vor diesem Unbeugsamen. Egal wo Sie in diesem Kampf für die Freiheit und für die Gerechtigkeit und für die Gesundheit mitgewirkt haben und bis heute mitwirken und niemals müde werden. […] Sie haben es sich verdient, Herr Professor Bhakdi, eine Lichtgestalt, in meiner Religion sagt man, ein Engel, ja, ein Engel für Milliarden Menschen auf dieser Welt. Und es gibt in unserer Sprache einen wunderschönen Ausdruck und dieser wunderschöne Ausdruck ist: Jemand ist eine Seele von einem Menschen. Und genauso eine Seele von einem Menschen, das ist unser heutiger Hauptredner, Herr Professor Dr. Sucharit Bhakdi, herzlich willkommen in unserer Mitte! […] Die Rolle der Profiteure, die Rolle der Treiber […] Eine starke Botschaft, eine starke Botschaft, und ich sage das bewußt so, an die dunklen und an die finsteren Kräfte und Mächte in diesem Land und darüber hinaus, die jetzt alles unternehmen, um ihre Spuren zu verwischen und so zu tun, als ob sie niemals dabei gewesen wären, und gleichzeitig schon in Vorbereitung des nächsten Großangriffes auf die Würde der Menschen

Der Untertan

Dieses Buch über den perfekten Untertanen zu lesen, kann nur empfohlen werden, so sehr empfohlen werden, daß hier gegen alle Gewohnheit zu einer Verkaufsquelle verlinkt ist, um es sofort zu bestellen, schneller noch geht es, wenn Sie es gleich morgen in Ihre Buchhandlung erwerben, um gleich desselben Tages es noch beginnen zu lesen.

Eine perfekte Beschreibung des titelgebenden Menschen, die „Geschichte der öffentlichen Seele unter …“

Der Verfasser des Untertanen charakterisiert diesen Jahre später selbst als „Vorgestalt des Nazi“, nun, nach dem verheerenden patriotischen Untergang des Nationalsozialismus, ist der Untertan auch eine Nachgestalt des Nazis. „Der Untertan“ erzählt von einem Mann, es dabei soll aber, jetzt im Rückblick, nicht vergessen werden, daß es auch die Untertanin gab als Vorgestalt der Nazisse und gibt als Nachgestalt der Nazisse.

Im Totalitarimsus des Nationalsozialismus gab es einen gar mächtigen Mann, der sogar zum Stellvertreter des österreichischen Heilsbringers aufstieg, dessen Heilsgesinnung der Untergang, mit Namen Heß, der Untertan heißt Heßling. Obgleich der Verfasser des Untertanen beim Schreiben des Untertanen Heß nicht kennen konnte, da Heß bei Fertigstellung des Buches 1914 gerade einmal ein öffentlich völlig unbekannter und wohl zum Untertanentum zugerichteter und hergerichteter Jüngling von zwanzig Jahren war, nennt er ihn Heßling, in der Verkleinerungsform von HeßHeßling wie Däumling. Jetzt, im Rückblick kann gesagt werden, ein Heßling bleibt ein Heßling, gleich in welche Stellung er geschoben wird.

Bozkurt işareti

Der Erste: Pessimistisch. Weißt, er hat gesagt, in der Türkei is ein kranker Mann, dann kommen wir dran, du also wieso?

Der Patriot: Sie meinen Friedjung. Aber Friedjung konträr schloß doch mit einem dreifachen Hoch und Eljen auf den Ausbau des Bündnisses der beiden Mittelmächte mit der Türkei!

Vor bald einhundertzehn Jahren begann Karl Kraus an den letzten Tagen der Menschheit zu schreiben, an diesem einem Marstheater zugedachten Stück, das fällt zuerst ein beim Lesen des Namens Merih Demiral, und dann gleich, was kann ein Mensch mit dem Vornamen Mars anderes werden als Fußballer, als dem Geschäft des Fußballs nachzugehen, diesem als menschenverbindendes und friedensförderndes verkauftes Spiel, für das stets Armeen an Polizei aufgeboten werden muß, für das Spiel, das sagt: Nennt mich Mars. Der Ausschreitung. Der Gewalt. Des Krieges.

So gewiß der Mars rotiert, so gewiß rotieren die Aufregungen um einen Gruß, genauer,

um den Wolfsgruß, mit dem Merih Derimal auf seiner patriotischen Fußballfeldbahn rotiert, und mit ihm dann Hunderte, Tausende, Abertausende vielleicht sogar auf ihrer Fußballstraßenbahn rotierend um ihren —

Gerade einmal ein Jahr ist es her, vor rund einem Jahr die Aufregung um den Wolfsgruß und nun die Wiederkehr der Aufregung auf dem Fußballmars … Vor einem Jahr köpfelte die Spitze des österreichischen Staates dem Wolfsgrußpräsidenten einen Gratulationsgruß, und nun, rund ein Jahr später, und das ist nur eine Stimme der Aufgeregten, fordert Florian Klenk auf der Konzernplattform X, in der Nacht des 7. Juli 2024:

Man sollte eine Mannschaft, deren Spieler und Fans demonstrativ den rechtsextremen Wolfsgruß machen einfach von der nächsten EM ausschließen.

Ein für kurz gewesener Bundeskanzler, ein Bild, das in Erinnerung bleibt, in trauter Umarmung mit Wolfsgrußbuben … Aber diese eine Stimme unter vielen Stimmen erköpfelt sich, ja, was, als wäre damit irgend etwas … Den Wolfsgrußpräsidenten würde es, hörte er je diese Stimme, beruhigen, ihn träfe ein klenkischer Ausschluß nicht …

Aus der klenkischen Forderung strömt doch auch militärischer Geist. Das Unvermögen oder das Vergehen eines Spielers der gesamten Mannschaft als Strafe aufzuerlegen, das Nachmachen, das Mitlaufen oder das Benehmen von Zuschauern allen Zuschauerinnen und ihrer Mannschaft als Strafe aufzuerlegen. Und die Frage stellt sich nach der politischen Wirkung eines Spielers, der mit einem solchen Handzeichen sich einmal daneben benimmt, von „Fans“, die ein solches Handzeichen mitläuferisch einmal nachmachen, im Gegensatz etwa zu einem Präsidenten, dessen gesamtes politisches Wirken dieses Handzeichen, daß er zusätzlich auch noch dann und wann zeigt, ist, und dies nicht davon abhält, ihm weiter und mit ihm weiter …

Der für die derzeitige und rund noch drei Monate im Amte befindliche österreichische Regierung Daten zu einem Jugendbericht zusammentragende Mann wirbt für eine steinalte Kapelle, von der ein Bild in Erinnerung bleibt, jenes mit dem Wolfsgruß — aber Florian Klenk …

Eine Säkularisierung des Fußballs ist überfällig. Eine Entnationalisierung. Eine Entpatriotisierung. Eine selbstauferlegte Verbannung weltanschaulicher Zeichen vom Fußballplatz, dazu gehören u. a. m. das Sich-Bekreuzigen, der Tauhīd-Finger, das Tore-Gott-Widmen, der Wolfsgruß …

Im „Klostergarten in Tachau Jesus, arischer Jüngling“

Betrachte unsere verhüllten Kirchenfenster einmal genauer! Sie sind Fenster mit Geschichte(n). Vordergründig erzählen die Fenster unserer Kirche neutestamentliche Episoden. Erst am zweiten Blick wird die Geschichte hinter dem Bildprogramm erkennbar. So wie in vielen Leitungsgremien österreichischer Vereine, Institutionen und Organisationen in den Nachkriegsjahrzehnten waren ehemalige Anhänger*innen des Nationalsozialismus auch in den Leitungsgremien der Pauluskirche tätig. So kam es, dass noch Ende der 1960er Jahre Kirchenfenster beim Künstler Rudolf Böttger in Auftrag gegeben wurden, der sich auch nach 1945 nicht von seinen Aktivitäten während der NS-Zeit und seiner NSDAP-Mitgliedschaft distanzierte. Das Aussparen alttestamentlicher Motive, die diffamierende Darstellung der Juden in den Kirchenfenstern und die Abbildung Jesu als arischer Jüngling wurden in Kauf genommen.

Ist auf der Website der Pauluskirche im dritten Bezirk von Wien am 5. Juli 2024 zu lesen, und weiter:

In der Öffentlichkeit wird intensiv über problematische Denkmäler und Bildwerke diskutiert. Ein prominentes Beispiel ist das Lueger-Denkmal am Wiener Stuben-Ring, das in den dritten Wiener Gemeindebezirk blickt, wo auch die Evangelische Pauluskirche steht. Anders als das Lueger-Denkmal, das „nur“ einen antisemitischen Bürgermeister Wiens zeigt, der die Bevölkerung aufwiegelte, zeigen die Fenster der Pauluskirche selbst ein antisemitisches Bildprogramm. Die Pauluskirche mit ihrer antisemitischen Ikonografie ist somit ein evangelisches Beispiel für problematische Denkmäler im öffentlichen Raum, das bereits seit Anfang der 2000er Jahre immer wieder diskutiert wird. Der vorliegende Beitrag ist im Rahmen der Tagung „Evangelisches Erinnern. Evangelische Erinnerungskulturen im Österreich des 20. und 21. Jahrhunderts“ im April 2023 entstanden und versteht sich als Werkstattbericht einer Kirchengemeinde.

Etwa ein Vierteljahrhundert Beschäftigung mit diesen Kirchenfenstern, vor einundzwanzig Jahren sich dazu durchgerungen, eine Tafel anzubringen:

Mit Scham stellen wir fest, dass sich unsere Kirchen für das Schicksal der Juden [..] Darum distanzieren wir uns von der Darstellung der Juden in diesem Bild und von dem Geist aus dem diese Darstellung kommt. […] Das Presbyterium der Evangelischen Pfarrgemeinde Wien – Landstraße im Jahre 2003

Dann aber ist alles sehr schnell gegangen, im März 2023, der Beschluss, in der nächsten „Legislaturperiode“ die Kirchenfenster zu tauschen, davor die Kirchenfenster zu verhüllen, und das wurde rasch umgesetzt, am 8. Oktober 2023 wurde feierlich verhüllt, einen Tag nach —

Es wird nicht gewagt, zu recherchieren, ob die evangelische Kirche sich inzwischen auch dazu durchgerungen hat, daß Martin Luther nicht nur ein Antisemit war, das sie nach langem Zögen nun doch offen einbekennt, sondern auch einbekennt, daß Martin Luther dazu ein Antiziganist war …

Der Sebastianplatz mit der Pauluskirche grenzt an die Neulinggasse, einen rechteren Ort für seine Kirchenfenster hätte Rudolf Böttger nicht finden können,

in Gehnähe der Skulputuren seiner Gesinnungskameraderie, auf einer Linie

mit Margarete Hanusch, Wilhelm Fraß, Josef Müllner —

Die österreichische Galerie Belvedere zeigt in ihrer Online-Sammlung, gesehen am 5. Juli 2024, ein gar schönes Bild von Rudolf Böttger: „Klostergarten in Tachau“, und selbstverständlich verschweigt „Das Belvedere – ein Museum von Weltrang, Vermittler von Geschichte und Schauplatz zeitgenössischer Kunst, Barockjuwel, digitaler Player und ökologisch bewusst: a museum that matters. Erfahren Sie hier, wofür das Museum steht.“ nicht die Biographie des Rudolf Böttger:

1887 Tachau/ Tachov – 1973 Regensburg
„Ab 1899 in Wien. Studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei F. Rumpler, dann an der Münchner Akademie bei C. v. Marr; 1911 wieder in Wien. Ab 1914 als Kriegsfreiwilliger an der russischen Front, im März 1918 im Kriegspressequartier. Reisen mit O. Laske in die Ukraine und auf die Krim. 1919 Mitglied des Wiener Künstlerhauses. Studienreisen nach Italien, Holland, Schweden. Ansässig in Wien, ab 1945 in Deggendorf, Niederbayern. Böttger widmete sich vor allem der Portrait- und Landschaftsmalerei und arbeitete auch in den Techniken des Freskos, Sgraffitos und Gobelins.“

Wie schon bei Franz Köck, dem antisemitischen Postkartenpropagandameister, verschweigt das „Museum von Weltrang“ nichts, wie zum Beispiel in Niederbayern es kein Verschweigen gibt, wenn es um die Biographie von Rudolf Böttger …

Der Maler Rudolf Böttger (1887–1973) stammte aus dem Egerland und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, wo er den Großteil seines Lebens verbrachte und unter anderem nach 1938 im „Gaukulturrat“ für Malerei zuständig war. 1945 verschlug es Böttger nach Metten bei Deggendorf. Nach 1952 wohnte er in Regensburg-Prüfening.

Ein Verschweigen gibt es für das Aktionshaus im Kinsky ebenfalls nicht, die Bilder von Rudolf Böttger versteigert. Viel bringen seine Bilder nicht ein, ein billiger Maler, leistbar auch für jene, die gesinnungsgemäß ihr Heim, das ihnen ihre Festung ist, mit einem böttgerischen Original heimelig … Das Aktionshaus im Kinsky verschweigt nichts, ist am 5. Juli 2024 zu lesen: „(Tachau 1887 – 1973 Regensburg) » Zur Biografie“ — So offen weist das Aktionshaus im Kinsky auf die Biographie von Rudolf Böttger hin, und wer „Zur Biographie“ anklickt, bekommt die ganze böttgerischen Biographie unverschwiegen: „Rudolf Böttger Tachau 1887 – 1973 Regensburg“ …

„Erbe Österreich“

So, wir sind jetzt im Keller von Palais Wilczek […] Dramatiker Franz Grillparzer und der deutsche Dichter Joseph von Eichendorff sind sich vielleicht hier im Stiegenhaus begegnet. Die beiden Literaten wohnten hier allerdings lange bevor der Graf Wilczek überhaupt geboren wurde, und zwar zu ihren Studentenzeiten in den Jahren 1810 bis 1813. […] Und Eichendorff war ein entfernter Verwandter der Wilczeks. Vom Palais aus war es nicht weit zum Stammwirt der jungen Poeten, zum nahegelegenen Bier- und Künstlerlokal „Zum Lothringer“, Ecke Herrengasse und Kohlmarkt, wo auch der Lyriker und Freiheitskämpfer Theodor Körner, nicht zu verwechseln mit dem späteren Bundespräsidenten, verkehrte.

Das wird der Parlamentspartei, die in Österreich eine Volkskanzl errichten will, am 2. Juli 2024 gefreut haben, zu sehen und zu hören, wie Karl Hohenlohe in der Sendung „Erbe Österreich“ ihren Dichter erinnert, wie elegant Karl Hohenlohe es versteht, Carl Theodor Körner, der nichts mit dem Palais Wilczek zu tun hatte, dennoch zu erwähnen, ihn dem österreichischen Fernsehpublikum nicht nur als „Lyriker“ sondern auch als „Freiheitskämpfer“ … Oh, was für ein „Lyriker“ und was für ein „Freiheitskämpfer“ er doch war, so recht nach Geschmack und Gesinnnung der Parlamentspartei, deren für kurz gewesener Vizekanzler Carl Theodor Körner zu zitieren wußte, wahrscheinlich sogar auswendig

so lyrikbeflissen die Mannen und Frauen dieser erst vor kurzem für kurz gewesenen Regierungspartei —

Seinen Namen, Karl Hohenlohe, werden die Mannen und Frauen dieser Partei spätestens mit dem 2. Juli 2024 für sich notiert haben, für die Zeit, von der sie meinen, sie sei für sie angebrochen, sich auf die Suche zu machen, für ihre Volkskanzl einen Minister für Kultur und Geschichte … Lange schon könnte auf der Liste dieser Partei auch der Name von einem Menschen stehen, von dem nicht gewußt wird, ist es ein Mann, ist es eine Frau, aber Ing. H. Steinkellner hat sich als Minister für Kultur oder als Ministerin für Geschichte in einer Volkskanzl bereits 1992 selbst empfohlen, als er oder sie oder es eine Gedenktafel für Carl Theodor Körner errichtete, als er oder sie oder es Carl Theodor Körner, dem Lyriker oder dem Freiheitskämpfer, eine Gedenktafel widmete …

Für das Verteidigungsministerium einen Minister zu finden, eine Ministerin für das Volkskanzl der Landesverfestung zu finden, wird für diese Partei

eine Qual, denn zu viele im Bundesheer böten sich dafür an —

vielleicht aber schon ganz auf oben auf ihrer Liste der Militär, dem Carl Theodor Körner auch Lyriker aber vor allem Freiheitskämpfer, so sehr Freiheitskämpfer, daß er seine Worte ehrenreich stolz über dem seinem Herzen …

Manifest mit Waffe

Der kleine Gebirgsjäger spricht von einer „Trägerrakete“, die die „patriotische Allianz“ sein soll, präsentiert am 30. Juni ’24 in Wien, und eine „Trägerrakete“ ist eine Waffe, eine Mordwaffe, die die drei Mannen selber sein wollen, die dazu ein Manifest präsentieren am 30. Juni ’24 in Wien, und wohin Manifest mit Waffe gesinnungsgemäß zwangsläufig führt, das haben etliche patriotische Mannen vor diesen drei Mannen schon mordend …

Mehr ist zur patriotischen Achse nicht zu schreiben, ist doch einer, für den sie eintreten, unsichtbar mit ihnen auf der patriotischen Bühne, hängt vielleicht mit seinem Amtsbild in ihren Stuben, der sich wohl auch als „Trägerrakete“ versteht, sich selbst als Trägerrakete zwar nicht abschießen kann, aber patriotische Raketen abschießen läßt.

Und dieser hat klar und unmißverständlich offenbart, was sein und solcher Mannen Patriotismus ist: Grausigkeit …

Und von einem zweiten Patrioten, dessen abgehängtes Amtsbild vielleicht auch in ihren Stuben hängt, der ihnen als ihr Idol in Wien unsichtbar mit ihnen auf der patriotischen Bühne, ist sein Patriotismus gesinnungsgemäß ihr Patriotismus

Magnet Haverbeck

Die Gesinnungsurgroßmutter hat nach wie vor eine rechte Anziehungskraft auf Gesinnungsurenkelchen, wie wieder einmal festzustellen ist, beim Lesen des Geschreibes von Stefan Magnet auf der Konzernplattform X am 28. Juni ’24, und welche Gesetze ihm dabei wohl auch vorschweben dürften, denkt er in seiner Nacht auch an Österreich, wenn er, der Kenner ihrer Entäußerungen, die „Maulkorbgesetze“ der Ursula Haverbeck zitiert, ist kein Rätsel

Oh, was für Vergleiche, schreibt er, der Kenner der Jurisprudenz, im Finstern nach Deutschland, zieht Stefan Magnet heran, um die mildlose Behandlung der Gesinnungsurgroßmutter, deren Leben eine Wiederbetätigung in der Endlosschleife der Wiederholung, zu beklagen …

Zur Wahl zum Europäischen Parlament vor fünf Jahren die Ankündigung, „die Rechte“ würde die Gesinnungsurgroßmutter „aus dem Knast“ holen wollen, es werden den Rechten wohl auch die „Milde“ schon abgegangen sein, noch ganz ohne juristische Vergleichsexpertise eines —

Die Gesinnungsurgroßmutter, deren Anfangsbuchstabe in einer recht eigenen Buchstabiertafel Namen mit h zu buchstabieren

Eine Kraft, die recht anziehend sein soll, muß auch anziehend gekleidet sein, und Stefan Magnet, der Kenner der Mode, weiß sie recht einzukleiden

ˈɑː.stri.ə, ˈorbaːn ˈkʌn.tri

„Bevölkerungsaustausch“, ein Wort allein macht noch keinen Rechtsextremismus, ein Wort allein läßt keinen Verfassungsschutz tätig werden; aber Dr. Maximilian Krah MdEP, das ist jener, der dem österreichischen kleinen Gebirgsjäger etwas Gesinnungsgemäßes zur Sturmstaffel nachkrächzte, will genau das wem einreden, so schreibt er es auf der Konzernplattform X, ein Wort allein rufe schon den „Inlandsgeheimdienst auf den Plan“ …

@PM_ViktorOrban spricht offen vom Bevölkerungsaustausch, also etwas, was hierzulande nicht ausgesprochen werden darf und den Inlandsgeheimdienst auf den Plan ruft.

und er, der „Bevölkerungaustausch schreibend ausspricht, will wem einschreiben, diesmal am 22. Juni 2024, es dürfe nicht ausgesprochen werden …

„Bevölkerungsaustausch: Rechtsextreme Theorie wird Mainstream“: der Titel eines gerade einmal vor einem Monat gesendeten Beitrages; nur was ausgesprochen wird, nur was ausgeschrieben wird, kann auch „Mainstream“ werden, derart gesinnungshergerichtete Menschen wie in diesem Fall Maximilian Krah widerlegen sich stets selbst.

Was alles nicht geschrieben werden darf, was alles nicht gesprochen werden darf, das gibt es nur in der Gesinnungsvorstellung von Menschen wie Maximilian Krah, Tatsache ist doch, daß alles geschrieben werden kann, daß alles gesprochen werden kann, zu dem ein Mensch, in diesem Fall wie dieser, nur irgendwie imstande ist, für das auch in Wahlen kandidiert werden darf, für das in Wahlen auch Stimmen zu bekommen sind, auch in Deutschland, beispielsweise seine Partei.

Ein Bruder vom Schlage eines Maximilian Krah, eine Partei wie die seine widerlegt stets nicht nur sich selbst, sie und ihre Brüder und ihre Schwesterparteien offenbaren in ihren steten Eigenwiderlegungen auch immer ihre Wehleidigkeit in der Sekunde, wenn sie kritisiert werden, und sie meinen Kritik an ihnen wäre Lästerung ihres Gottes, Lästerung ihres Gesinnungsreiches, wähnen sie sich doch schon in einem ihrem Kalifat, in dem nur gesprochen und geschrieben erlaubt und geboten, das sie zu sprechen und zu schreiben allein freigeben, und verboten zu sprechen und zu schreiben, das ihre Gebote verbieten, aber diese ihre gesinnungsgemäße Kalifatswelt existiert außerhalb ihrer Gemäuer nicht.

Und wenn Maximilian Krah seinen Allah anhimmelt, nur weil dieser „spricht offen vom Bevölkerungsaustausch“, dann zeigt dies ein weiteres Mal, Götter sprechen bloß nach, was Menschen ihnen, oft vor langer, langer Zeit, beinahe gesagt, im Anfang vorgesprochen haben …

„Viktor Orbán: There is an Ongoing Population Replacement in Europe – Hungary Today“, von Maximilian Krah nachgekrächzt, rechtsextremes Gekrächze wird Mainstream, so könnte eine Überschrift eines Beitrages, von der ARD vor etwas mehr als zwei Jahren veröffentlicht,

Zehn Menschen ermordete der Schütze von Buffalo, mutmaßlich aus rassistischen Motiven. Auch er beruft sich auf den Kampf gegen den „Großen Austausch“, eine rassistische Verschwörungserzählung. Was steckt dahinter? Charleston 2015. Pittsburgh 2018. El Paso 2019. Drei Orte, drei Mordanschläge. In Charleston tötete ein Schütze neun schwarze Menschen in ihrer Kirche. In Pittsburgh starben elf jüdische Menschen in einer Synagoge, in El Paso 23 Menschen in einem Kaufhaus, viele von ihnen Latinos. Und nun wieder zehn Tote, viele von ihnen schwarz, in Buffalo. Dies sei der schlimmste Albtraum für eine Gemeinde, sagte der Bürgermeister.
Männlich, weiß, extrem rechts
Alle Schützen waren weiße, zumeist junge Männer. Ihre Taten begingen sie allein, doch sie verbindet ein gemeinsames rechtsextremistisches Weltbild. Dazu gehört die Theorie vom großen „Bevölkerungsaustausch“. „Dahinter steckt die Vorstellung, dass es eine bösartige Gruppe von Eliten gibt, die mithilfe einer Reihe von sozialen Programmen die weiße Rasse auslöschen will, von Einwanderung über Abtreibung bis zu Rechten für Schwule“, sagt Kathleen Belew, Historikerin an der Universität von Chicago bei NPR.

am 17. Mai 2022, leicht abgeändert auch gelautet haben und soher auch eine zutreffendere Überschrift. „Bevölkerungsaustausch“ allein macht noch keinen Mord, aber „Bevölkerungsaustausch ist eine Kugel, und wenn mit allen Kugeln auf einmal geschossen wird, dann ist es nicht nur ein Mord, sondern Morde – Mehrzahl und Aufruf …

Was für eine Idee, für den Beitrag über das, was Mainstream wird, „Idee“ zu verwenden, statt rechtsextremes Gekrächze oder, das auch zutreffender wäre, rechtsextremer Einfall zu nennen; es ist ein Einfall, sie, die Brüder und Schwestern Krahs, fallen ein, sie fallen ein und — Die Aufzählung der Morde ist nicht vollständig, was erklärlich ist, geht es in diesem Beitrag ausschließlich um die Vereinigten Staaten, hier aber können und müssen auch jene in

Neuseeland,

in Norwegen,

in Deutschland,

in Österreich mit

Rohrbombenmorden beginnend 1993 bis 1997 …

… der Mörder in Österreich würde heute statt „Einwander, nein danke!“

wohl „Remigration“ skandieren …

… Der Mörder in Norwegen kann in Österreich bei gewissen Brüdern mit Nachsicht …

der Mörder in Neuseeland bricht zu einer Wallfahrt auch nach Österreich auf und dann …

In Österreich wird „Bevölkerungsaustausch“ nicht, einfach wie kurz gesagt, nur ausgesprochen, in Österreich werden darüber Bücher geschrieben, deren Titel schlicht „Bevölkerungsaustausch“ und so ein Buch, gesinnungsgemäß in einem deutschen Verlag herausgebracht, mit dem Titel „Bevölkerungsaustausch“ wird in Österreich „geprüft“ und für „nicht beanstandet“ erklärt: vom österreichischen Bundesheer,

in Österreich schreibt ein ehemaliger „Geheimdienstchef“ ein Buch den Verlag, in dem auch

ein historisiender Kompaniekommandant des österreichischen Bundesheeres, der im Truppendienst recht viel zu „Bevölkerungsaustausch“

Österreich, Austria, urban country [ˈɑː.stri.ə, ˈorbaːn ˈkʌn.tri].

Vor fünf Jahren, lange vor Krahs Allah, stellte der für kurz gewesene Vizekanzler in Österreich fest: „Bevölkerungsaustausch ist Faktum!“

Krahs Allah, wäre er in Österreich aufgewachsen, er hätte wohl auch vor seinem Einstieg in die Parteipolitik, vor seinem Einfall in die höchsten Staatsämter, eine bundesheerliche Laufbahn absolviert, vielleicht ein Oberst geworden, so weit hat es der kleine Gebirgsjäger nicht gebracht, aber den kleinen Gebirgsjäger mit seiner Partei, die eine Vorgängerin der krahischen Partei, wollen nicht wenige als Volkskanzl herbeireden und herbeischreiben, ihn und

seine Partei der Bevölkerungsaustauscher, seine Partei der Bevölkerungstauscherinnen, die Mit-ihm-und-ohne-ihn-Partei der Bevölkerungstäuschung …

Etschmanns „Bevölkerungsaustausch“

Wer für Truppendienst geschichtliche Abrisse über „Bevölkerungsaustausch“ vornimmt, ist auch der rechte Mann, wenn es gilt, etwas zu einem Buch

vom Verlag Ares beizutragen: „100 Jahre Republik Österreich – Die Provisorische Nationalversammlung und ihre Rolle bei der Entstehung der Republik Deutschösterreich“,

und wie der Beschreibung auf der Website dieses Verlages zu entnehmen ist,

in einer Reihe mit Karlheinz Weißmann

Wolfgang Etschmann: Die „Deutschösterreichische Volkswehr“; Karlheinz Weißmann: Deutschösterreichs Symbole;

herausgegeben von J. Michael Rainer und Christian Neschwara

Christian Neschwara: Die Rolle der Parlamente; Staatsname – Staatsfeiertag; Lothar Höbelt: Die Gliederung der Provisorischen Nationalversammlung; Die provisorische Regierung Deutschösterreichs 1918/19; Die Landtage 1918/19; Anmerkungen zur politischen Laufbahn Franz Dinghofers; J. Michael Rainer: Dr. Franz Dinghofer – Eine Würdigung; Wolfgang Etschmann: Die „Deutschösterreichische Volkswehr“; Karlheinz Weißmann: Deutschösterreichs Symbole; Konrad Markward Weiß: Die Anschluss-Idee; Gedenken; Jaromír Tauchen: Deutschösterreich in der Sicht der Tschechoslowakei; Reinhard Mußgnug: Deutschösterreich in der Sicht des Deutschen Reiches; Manfred Andexinger: Nationale (deutsche) Identität – 1918 und heute.

Höbelt, gesinnungsgemäß, natürlich auch gesinnungsgemäß eine Würdigung Dinghofers

Der Beitrag von Wolfgang Etschmann wird, auch wenn dieser nicht gelesen, so bildungsreich sein, davon darf ausgegangen werden, wie sein Truppendienstbeitrag, in dem er wissend darlegt, daß „hunderttausende Menschen unter der NS-Herrschaft ermordet, mehr als zwei Millionen die Zahl der Umgekommenen [Deutsche]“ …

„Bevölkerungsaustausch“ des Hermann H. Mitterer, Oberst – Truppendienst der Ausbildung und Information

Oberst Hermann H. Mitterer wird sein Buch „Bevölkerungsaustausch“ vielleicht auch als Dienst am Vaterlande verstanden wissen wollen, auch als Pflicht, seine Truppen, seine Kameraden zu informieren, vielleicht sogar Kameradinnen auszubilden, so wie es „Truppendienst“ versteht, das Magazin für Ausbildung, Führung und Einsatz des Österreichischen Bundesheeres, diese „amtliche Publikation der Republik Österreich“, deren „Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: Bundesministerium für Landesverteidigung“ …

Ob „Truppendienst“ ihm, Hermann H. Mitterer, selbst auch eine Quelle der Information, der Inspiration, Medium der Ausbildung war, das kann nur er selbst beantworten, und auch, ob „Truppendienst Pate für den Titel seines Kopp-Buches „Bevölkerungsaustausch“, ein Wort wie ein Titel, lange schon vor dem Erscheinen seines Buches ein recht verwendetes Wort auf „Truppendienst“ …

Sein Titel als Referenz an Truppendienst?

Sein Habt-Acht vor Truppendienst?

Und, das könnte gut verstanden werden, verdient doch Truppendienst jedwede Achtung … Wie können sich doch die Soldatinnen, die stolz darauf sein dürfen, auf Truppendienst als Soldaten ausgezeichnet angesprochen zu werden, umfassend informieren, weit über den Tag hinaus, auch geschichtlich bilden, wofür Truppendienst die beste Lehrkameraderie stellt, etwa Dr. Wolfgang Etschmann, („Hofrat; Studium der Zeitgeschichte und Germanistik an der Universität Wien, 1979 Promotion zum Dr. phil.; 1980 Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien; 1981-1982 Offizier auf Zeit (Kompaniekommandant 1. Jägerkompanie[UN]/Landwehrstammregiment 21); 1982-1993 Referent im militärwissenschaftlichen Institut/Heeresgeschichtliches Museum (HGM); 1994-2010 Leiter der militärgeschichtlichen Forschungsabteilung/HGM; seit 2011 Institut für Human- und Sozialwissenschaften/Landesverteidigungsakademie“), der auf Truppendienst veröffentlicht am 1. März 2016 über „Bevölkerungsaustausch“ lehrt, u. a.:

Flucht vor dem Nationalsozialismus und nach dem Zweiten Weltkrieg
Der Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland 1933 löste eine Fluchtwelle aus Deutschland aus, die politisch und rassisch Verfolgte vorerst in die europäischen Nachbarstaaten, dann in die USA und andere Staaten brachte. Trotzdem wurden hunderttausende Menschen unter der NS-Herrschaft ermordet. Der Zusammenbruch der NS-Herrschaft, die selbst für zahlreiche Vertreibungen und Zwangsumsiedlungen über weite Teile Europas verantwortlich war, brachte jedoch kein Ende von Flucht und Vertreibung. So verließen zwischen Sommer 1944 bis zum Jahresende 1949 mehr als 16 Millionen Deutsche ihre oft seit Jahrhunderten von ihnen bewohnte Heimat (z. B.: Rumänien, die Tschechoslowakei, Ungarn, Polen oder das Baltikum). Die Zahl der dabei Umgekommenen betrug mehr als zwei Millionen [Hervorhebungen nicht von Wolfgang Etschmann, Truppendienst].
Speziell in den schwer vom Krieg getroffenen Gebieten Deutschlands (westalliierte Besatzungszonen – ab 1949 BRD – und sowjetisch besetzte Zone – ab 1949 DDR) war die Lage der Flüchtlinge und Vertriebenen über mehrere Jahre hin dramatisch. Durch die hohen Menschenverluste im Krieg herrschte zwar ein erhöhter Arbeitskräftebedarf – die Unterbringung in Notlagern und die Schaffung von einigermaßen adäquatem Wohnraum stellte allerdings ein Problem über mehrere Jahre hinweg dar. Ab 1950 verließen weitere hunderttausende Aussiedler die eben genannten Gebiete. Schon ab 1945 wurde im Zuge eines Bevölkerungsaustausches […]

Habt-Acht kann, noch Jahre später, beim Lesen am 26. Juni 2024, da nur noch geschrieben mit zusammengeschlagenen Hacken — —