Ein deutscher Dichter der Burschenschaft Suevia: „Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren.“

Noch ist nicht gesagt, daß es in Österreich nicht zu einer Regierung kommt, an der wieder Freiheitliche, also Burschenschafter, beteiligt sein könnten. Jetzt vielleicht sogar um so mehr, da die Burschenschafter in Innsbruck ausgeladen wurden, könnte es Michael Spindelegger ganz eng um sein christliches Herz werden, und er lädt sie ein, ihn an ihre Seite in der Regierung zu stellen.

Es gab schon einmal so eine burschenschaftliche Regierung in Österreich. Deren Geschichte ist vor allem in Gerichtsakten, nein, noch lange nicht aufgearbeitet.

Roland Weinert etwa gehörte damals der burschenschaftlichen Regierung an, an ihrer Seite war Wolfgang Schüssel, auch Andreas Khol, der heute wieder eine tragende Rolle in den Koalitionsverhandlungen spielt, er sitzt in der Gruppe „Staatsreform“ – mehr eine Drohung als eine Hoffnung auf …

Und die freiheitliche Homepage, gesinnungsgemäß ganz und gar nicht mit der Ausladung der Burschenschaften in Innsbruck einverstanden, veröffentlicht von diesem Roland Weinert eine Stellungnahme, in der er sagt:

Die Innsbrucker Burschenschaft Suevia hat auf den Totenlisten ihres Denkmals als einen unter mehr als 500 verstorbenen ehemaligen Mitgliedern auch Dr. Gerhard Lausegger angeführt. Er war in der Pogromnacht des Jahres 1938 mitverantwortlich für den grausamen Tod des Leiters der Kultusgemeinde Innsbruck Ing. Berger. Wie in Österreich üblich wurde die mit seiner Person verbundene Tat auch bei uns lange Zeit verschwiegen. Nach intensiver interner Aufarbeitung hat sich die Burschenschaft Suevia dazu entschieden, die historischen Fakten nicht durch eine bloße Streichung des Namens zu leugnen. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dazu zu stehen, dass auch ein Mensch, der so viel Schuld auf sich geladen hat, bei uns einst Mitglied war. Wir können diese unsagbar grausame Tat und die dahinterstehenden Beweggründe nicht nachvollziehen und die damit verbundene Geisteshaltung liegt uns fern. Es fällt uns daher leicht, uns von Nationalsozialismus und Antisemitismus aufs Schärfste abzugrenzen und zu distanzieren.“

Das klingt ehrbar und edel, der Burschenschaft Suevia, deren Obmann Roland Weinert ist, falle es leicht, sich von Nationalsozialismus …  Zunächst einmal, dann aber, ein Name bleibt, und verschwiegen seine Beteiligung an einem Verbrechen. Zunächst einmal, dann aber ist eindrücklich die Frage zu stellen, hat beispielsweise die Burschenschaft Suevia ihre Geschichte nach 1945 intensiv aufgearbeitet? Das ist die wesentliche Frage. Und nicht, wie hält es beispielsweise die Burschenschaft Suevia mit dem Nationalsozialimus und dem Antisemitismus vor 1945. Wer in diesem Land in eine Regierung will, müßte schon sehr töricht und taktisch vollkommen unbegabt sein, sich als Anbeter der nationalistischen Massenmorddiktatur des „deutschen reiches“ zu positionieren.

Burschenschaft Suevia - Das Feuer von Auschwitz

„Wir werden, wenn auch ohne Mütze und Band,/die Gasöfen füllen bis an den Rand.“

Wie hält es also beispielsweise die Burschenschaft Suevia mit ihrer Geschichte nach 1945?

„Und die Suevia argumentierte 1960 gegenüber deutschen Kameraden: ‚Wir müssen (…) betonen, daß es für die Deutsche Burschenschaft in Österreich unmöglich ist, Nichtdeutsche aufzunehmen. Wir (…) stehen auf dem allein burschenschaftlichen Standpunkt, daß somit auch der Jude in der Burschenschaft keinen Platz hat.‘ Angesichts eines derartigen Standpunktes überrascht es kaum, wenn auch mal Taten folgen. So verwüsteten im November 1961 zwei Burschenschafter den jüdischen Friedhof in Innsbruck. Einer der Täter, Aktivist der Suevia, zwängte seinen Antisemitismus zuvor in holprige Reimform: ‚…der einzige Feind, den es Wert ist zu hassen/und unter Umständen auch zu vergasen/ist doch der ewige Jude, der heute/wie früher die dummen, weil ehrlichen Leute bestiehlt/und uns allen die Frischluft wegsaugt/nicht ahnend, daß er nur zum Einheitzen taugt./Die Zeit wird bald kommen, darauf ist Verlaß/daß man ihn zum letztenmal setzt unter Gas./Dann werdet auch Ihr, trotz Aktiven-Allüren,/das Feuer von Auschwitz behüten und schüren./Wir werden, wenn auch ohne Mütze und Band,/die Gasöfen füllen bis an den Rand.'“

„Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren“, reimte lange nach 1945 ein „Aktivist der Suevia“, nicht vor 1945, sondern nach 1945, nach Auschwitz …

Und einer aus der Schreibstaffel hat auf der freiheitlichen Homepage auch eine rechte Lösung zur Hand:

„Wenn mir ein kleiner, dreckiger, linker Kläffer etwas ins Taxi wirft, dann steht die Spitze meines Regenschirmes hinten bei dessen Hals heraus.“ „Säbel, Schwert und Spieß in die Rechte.“

Ganz so treu und charakterfest scheint auch dieser aus der Schreibstaffel nicht zu sein, möglicherweise ein Taxifahrer, denn es gibt für ihn noch eine aber nur eine einzige zweite Lösung, nämlich „zur linken Reichshälfte überzulaufen“. Vielleicht ist er (oder sie) nur realistisch und weiß, wie leicht gerade Freiheitliche von einer Partei zur anderen …

Die freiheitliche Homepage titelt „Die Früchte der Medienhetze“, eine Aufforderung, die Früchte der burschenschaftlichen Regierung nicht zu vergessen, ihr Kanzler hat seinen angestammten Platz in der Vergessenheit eingenommen, einer ihrer Architekten mischt wieder ganz vorne mit …

Und als eine Vorleistung für eine Wiederbetätigung einer burschenschaftlichen Regierung kann wohl die Wahl von Norbert Hofer zum III. Präsidenten NR gewertet werden, dessen erste öffentliche Aussage auf diesem Stuhl die traditionelle Verteidigung der Burschenschaften war, sie seien von Adolf Hitler verboten worden … Und für dieses Verbot dankte ihm beispielsweise ein Dichter der Burschenschaft Suevia deutschtreu mit den Versen: „Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren.“

Freiheitlicher ZZler Walter Tributsch, Burschenschaftssprecher und Freund von Björn Clemens

sagt, die „Tiroler Politiker hätten sich offenbar dafür entschieden“, „dem Steuerzahler in die Tasche zu greifen“, und, „er könne sich nicht vorstellen“, daß die Tiroler Politik so „europafeindlich ist“ …

Freiheitlicher ZZler und Burschenschaftssprecher Walter TributschWieder einmal die traditionelle Verdrehung und lagertypische Verwechslung von Ursache und Auswirkung, die Walter Tributsch als freiheitlicher ZZ-Schreiber und als burschenschaftlicher Sprecher beispielhaft zum Schlechten gibt …

Den anderen eine feindliche Gesinnung unterstellen, den anderen den Griff in die Tasche der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen unterstellen … Dabei verursachen seine Burschenschafter durch ihren gewollten Aufmarsch in Innsbruck bereits Kosten, indem die „Tiroler Politik“ sich mit diesem Aufmarsch beschäftigen muß, das bindet und vergeudet Ressourcen … Und sie, die Burschenschafter, verursachen auch den Medien bereits Kosten, weil diese über den geplanten Aufmarsch zu berichten haben, binden und vergeuden also mediale Ressourcen …

Darüber hinaus muß es nichts mehr kosten, wenn die Burschenschafter kein „Ersatzlokal“ anmieten können. Was in München möglich ist, kann doch in Innsbruck nicht so unmöglich sein …

Und abschließend. Wieder einmal ist einer aus dem freiheitlichen Lager ganz vorne mit dabei … Das ist das Milieu, aus dem die nächste Regierung in Österreich kommen könnte, wenn die Christschwarzen ihrem „Führer“ Michael Spindelegger doch noch den Traum vom Bundeskanzler …

Die Freunde von Walter Tributsch und Harald Vilimsky

In München nicht einmal mehr Privaträume für Burschenschaften

„Hier und Jetzt“ – Für Björn Clemens eine Hoffnungsträgerin, für Norbert Hofer eine Interviewpartnerin

Gerd Honsik, Martin Pfeiffer – Fürsprecher und Verteidiger der freiheitlichen Nationalratspräsidenten

Das freiheitliche Anliegen, das Verbotsgesetz zu Fall bringen zu können, wird aktuell forciert in der dieswöchigen Ausgabe freiheitlichen ZZ vorgebracht. Lach- und stümperhaft einerseits, wie gestern geschrieben, anderseits auch als Fürsprache und Inschutznahme von Norbert Hofer, der diese Debatte wieder einmal auslöste. Auch wenn er sich dafür von Gerd Honsik schelten lassen muß, für den Martin Graf große Schuhe

Dafür findet Norbert Hofer an seiner Seite mit Martin Pfeiffer einen besonderen Verteidiger

Gerd Honsik Martin Pfeiffer Fürsprecher freiheitlicher NationalratspräsidentenAuch Martin Pfeiffer versucht es mit der „Meinungsfreiheit“ gegen das Verbotsgesetz. Aber, wie bereits gestern geschrieben, es geht nicht um Meinungsfreiheit, es geht um Leugnungsfreiheit. Oder, es geht in einer Hinsicht doch um Meinungsfreiheit, also ausschließlich um die freiheitliche Meinungsfreiheit. Und die Definition freiheitlicher Meinungsfreiheit könnte im konkreten Fall des Verbotsgesetzes lauten: Was immer geschichtlich passiert ist, was immer geschichtlich erforscht und belegt ist, ist ohne Belang, wesentlich ist, was ein Freiheitlicher, eine Freiheitliche meint, was einmal geschehen ist, ganz gleichgültig, ob es tatsächlich so geschehen ist, wie Freiheitliche meinen, daß es geschehen ist. Und dieses freiheitliche Wissenslose über Geschichte, meinen Freiheitliche, berechtigt Freiheitliche dazu, ihre Meinung als die wahre Geschichte der Geschichte zu verkaufen, und wer diese freiheitliche Geschichte der Geschichte nicht annehmen will, nicht glauben will, ist beispielsweise ein „Volksfeind“ … Jedoch, anzunehmen, daß Freiheitliche über Geschichte nichts wissen, daß gerade jene, die sich derart intensiv mit Geschichte beschäftigen, in bezug auf Geschichte Wissenslose wären, das kann und darf nicht angenommen werden … In der Nationalismus- und Revisionismus-Industrie besitzt der Fleiß von Freiheitlichen inzwischen wohl schon einen legendären Ruf, in dieser Sparte können Freiheitliche durchaus darauf verweisen, sie seien von einem großen Idealismus beseelt, und vielleicht wird sie eines Tages dieser Idealismus als Entschuldigung aus dem Feld führen, sie seien bloß Idealisten und Idealistinnen gewesen …

Es ist nicht das harmlose Geschwefel am Stammtisch, an dem jeder mit seinem Nichtwissen als Wissen die andere zu übertrumpfen versucht, es ist abgründiger, es ist gefährlich, weil es in den gewählten Gremien dieses Landes passiert, und es so zum Wissen am Stammtisch wird …

Freiheitliche „Zur Zeit“- Verbotsgesetz und Holocaust: Es geht um Erwirkung der Leugnungsfreiheit, nicht um Schutz der Meinungsfreiheit

Besonders lachhaft und zugleich stümperhaft ist es, wenn die freiheitliche ZZ in der aktuellen Ausgabe einzureden versucht, es könne in Österreich nicht mehr die Meinung frei heraus gesagt und geschrieben werden, und deshalb ihren Norbert-Hofer-Beispring-Artikel anonym veröffentlicht, mit dem Hinweis:

„Der Autor ist ein prominenter Exponent des christlichsozialen Lagers, der aus verständlichen Gründen ungenannt bleiben will.“

Es ist Peter Pichler.

Und es ist ein alter Artikel von Peter Pichler.

Freiheitliche wollen Leugnungsfreiheit erwirken

„Robert Faurisson, einer der bekanntesten Revisionisten, bestreitet die systematische Vernichtung der Juden und anderer Gruppen durch die Nationalsozialisten.“

Alle Trachtenwelt weiß das. Nur die freiheitliche ZZ will hier besonders mutig und kämpferisch als Einschreiterin für die Meinungsfreiheit erscheinen, wenn sie derartiges veröffentlicht, das überall gesagt werden kann. Nur die ZZ will weismachen, so etwas zu schreiben, kann in Österreich gefährlich sein …

Nun, Peter Pichler, der freiheitliche ZZ-Autor von „besonderer Seite“ hatte keine Angst, diesen seinen Artikel mit seinem Namen zu veröffentlichen, in der „Aula“ und „Stolz und Frei“ veröffentlichte den Artikel auch gleich, ob mit Zustimmung oder ohne Zustimmung, das wurde nicht recherchiert. Aber es ist ein Artikel, den aus verständlichen Gründen „Stolz und Frei“ verbreiten mußte

Mutig war Peter Pichler bei der Veröffentlichung seines Artikels in der „Aula“ vielleicht, denn hier schlägt er u.a. das Kreuz für einen Holocaust-Leugner …

„Robert Faurisson, einer der bekanntesten Revisionisten, bestreitet die systematische Vernichtung der Juden und anderer Gruppen durch die Nationalsozialisten. Sein Buch „Es gab keine Gaskammern“ wurde in  Deutschland verboten.“

Dieser gesamte Teil des Artikels fehlt in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ, aber das ist der entscheidende Teil. Denn er legt offen, worum es Freiheitlichen geht, wenn sie die Meinungsfreiheit schützen wollen, sie wollen die Leugnungsfreiheit erwirken …

Wer die Veröffentlichungen in der „Aula“, auf der „Stolz und Frei“ und in der freiheitlichen ZZ vergleicht, wird unschwer zum Schluß kommen, es ist der ein und selbe Artikel, nämlich der von Peter Pichler, mit der Einschränkung, daß in der freiheitlichen ZZ weggelassen wurde, was zu offensichtlich wäre, wodurch es nicht mehr zu vertuschen wäre, worum es den Freiheitlichen beim Verbotsgesetz tatsächlich geht: die Leugnungsfreiheit zu erwirken, nicht die Meinungsfreiheit zu verteidigen. Denn Meinungen verbieten zu wollen, ist Freiheitlichen nicht fremd, wie hier nicht nur einmal ein Beispiel gebracht werden mußte …

NS Es könnte auch sein, daß ohne die Zustimmung von Peter Pichler die freiheitliche ZZ als Weiterverbreiterin seines Artikel sich betätigte … und für das Magazin, für das u.v.a.m. Abgeordnete, Nationalratspräsidenten schreiben, den Artikel entsprechend ordentlich zurecht …

Jewish does not fit the Austrian right-wingers

Und dennoch verkleiden sich freiheitliche Mannen als dupes, wenn es ihnen zurechtkommt, das heißt, sie mit einer Kritik konfrontiert sind, auf die Freiheitliche je keine andere Antwort haben als, genauer, auf die Freiheitliche je nur eine Nicht-Antwort haben.

Jewish does not fit austrian right-wingersUnd eine solche Nicht-Antwort hat in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ „der Schriftleiter der Aula“ geschrieben, genauer, er schwefelt, was schon He.-Chr. Strache schwefelte.

An dem, was Martin Pfeiffer dem zurzeitigen freiheitlichen Obmann nachschwefelt, kann gut gezeigt werden, aus was eine Nicht-Antwort zusammengesetzt ist:

Verächtlichmachungen: „Horde“, „verwahrloste Jugendliche“, „jämmerliche Baby-Antifa“

Unterstellungen: „von purem Haß und wahrscheinlich nicht umsonst“, „demokratiefeindliche Gruppe“, „Haß gegen das eigene Volk“, „sich sog. Antifaschisten nicht um Gesetze scheren“

Vermeintliche Aufdeckungen: „Wiener DÖW-Schwindeldoktors Heribert Schiedel – der Ex-KSV-Aktivist heißt in Wahrheit Andreas Peham“

Angriff: „Zionistenstaat – Palästinenser entrechtet“, „nationalistische Politik des Staates Israels“

Sich als Opfer präsentieren und zugleich andere als potentielle Täter und Täterinnen hinzustellen und sie mit Gleichsetzung mit Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen zu verunglimpfen: „Warum hat man am 9. November nicht gleich die verhaßten Stätten der ‚Burschis‘ abgefackelt?“

Nun, vergleichen Sie selbst, wie das Geschwefel von Martin Pfeiffer mit dem übereinstimmt, was von den jungen Menschen in Graz vorgebracht wurde, wie sie aufgetreten sind, sie berichten darüber selbst auf der Plattform des Unternehmens Facebook: https://www.facebook.com/akssteiermark.

Harald Vilimsky hat – das ist nicht wider die Natur – einen Philosophen zum Freund …

… Baal Müller, der auch Verleger ist, und beispielsweise den „Heldenroman“ von Björn Clemens herausgebracht hat, zu dem gestern sieben Annahmen angeführt wurden, weshalb diesen „Justizroman“ die freiheitliche ZZ zur Lektüre empfiehlt, damit sind die Annahmen noch nicht erschöpft …

Vilimsky Clemens Müller AckermeierAchtens, vielleicht war es Walter Tributsch, der ja auch für die freiheitliche ZZ schreibt, der möglicherweise die Idee einbrachte, warum nicht einen Freund empfehlen? Walter Tributsch ist mit Björn Clemens auf der Plattform des Unternehmens Facebook befreundet und wird von daher wissen, was für neue Produkte sein Freund …

Das ist wohl zu umfangreich geworden, denn es wird viel schlichter sein, wie es zu dieser Roman-Empfehlung von Jan Ackermeier kam – das Numerieren der Annahmen muß dafür nicht fortgesetzt werden …

Achtens, weiter … Jan Ackermeier ist ebenfalls ein Freund von Björn Clemens auf der Plattform … Ein wahrer Freund lobt eben das rechte Können eines Freundes …

Und ein anderer wahrer Freund von Björn Clemens, nämlich Baal Müller, hat diesen Roman verlegt …

Baal Müller scheint ein bescheidener Mann zu sein, auf der eigenen Verlagsseite wird er lediglich als Literaturwissenschaftlicher und Schriftsteller vorgestellt, zum Philosophen aber erhebt ihn die Zeitschrift „Hier und Jetzt“, das ist jene Zeitschrift, die der zurzeitige III. Präsident NR Norbert Hofer mit einem Interview adelte …

Und Harald Vilimsky dürfte ebenfalls ein bescheidener Mann sein, denn er verkündet nicht laut, daß er einen Philosophen, nämlich Baal Müller, zum Freund hat, auf der Plattform … Wie leicht könnte er mit diesem Freund öffentlich vortreten und alle beschämen, die ihm es intellektuell nicht zutrauen, ein Philosophenfreund sein zu können …

Generell wird ja Freiheitlichen nicht sehr zugetraut, sich philosophisch zu äußern, und nicht wenigen wird auch die aktuelle Ausgabe der freiheitlichen ZZ ein Argument dafür sein, sie werden vielleicht auf den Artikel von Jan Ackermeier mit dem Titel „Invasion der Warmen“ oder auf den von Dietmar Holzfeind verweisen und vor allem dafür die Bildunterschrift zu dem Foto, auf dem ein Küßchen zwischen zwei Männern hinter einem Aufkleber „Jugendschutz“ versteckt wird:

„Homosexuelle: Nicht überall auf der Welt wird der Unzucht wider die Natur so viel Wohlwollen entgegengebracht wie in der EU“

Auf welcher Höhe mit welch einem Tiefgang in freiheitlichen Kreisen philosophische und pädagogische Diskurse abgeführt werden, das kann vor diesem Hintergrund nur erahnt werden … nur eines wird mit Bestimmtheit gewußt, eine Gemein-Schaft muß nicht schon deshalb als wählbar angesehen werden, nur weil sie auf eine Philosophie und auf eine Pädagogik zu zeigen vermag als Grundierung ihres Programms, also sagen kann, sie habe sich etwas gedacht bei ihrer Programmerstellung, sie denkt sich etwas beim Abfassen ihrer Schriften … Das philosophische und das pädagogische Denken ist nicht immer tauglich, wie Freiheitliche beweisen, dem Gegenwärtigen, den Gegebenheiten gerecht zu werden …. Wer kennt das nicht, beispielsweise das nächtelange Denken über ein philosophisches Problem, eine pädagogische Frage, zuerst voll der Hoffnung, das theoretische Denken werde fortschreiten, eine Lösung zeitigen, ehe wieder die Nacht anbricht, dann aber immer mehr die Ermüdung, immer mehr die Wiederholung, bis es zu einem Kreiseldenken wird, noch mehr Ermüdung, es kein Wegkommen von den Anleihen aus Vergangenem gibt, das zum Einstieg der Überlegungen gewählt wurde, noch mehr Ermüdung, bis schließlich der Stillstand eintritt, den Freiheitliche bei Tag vertreten …

„Hier und Jetzt“: Für Björn Clemens eine Hoffnungsträgerin, für Norbert Hofer eine Interviewpartnerin

Die aktuelle Ausgabe der freiheitlichen ZZ empfiehlt einen Autor, der sich selbst wie folgt beschreibt, wenn er für seinen „Heldenroman“ wirbt, wie auf seiner Homepage „Abendbläue“ zu lesen ist:

„Die Rechten, weil sie wissen wollen, was dabei herauskommt, wenn einer der wenigen nach 1945 geborenen Schöngeister, die sich nicht dem Linksextremismus verpflichtet fühlen, zur Feder greift.“

Björn Clemens und das dritte Lager in ÖsterreichWeshalb die freiheitliche ZZ für diesen „Justizroman“ wirbt? Über eine Antwort muß nicht lange nachgedacht werden.

Erstens, weil die freiheitliche ZZ einen recht besonderen Literatur- und Kunstgeschmack, wie hier schon oft berichtet wurde, besitzt, und auch dieser Roman nicht nur ganz nach dem freiheitlichen Geschmack zu sein scheint, sondern auch die Forderung erfüllt, ein gesinnungsstützender und gesinnungsförderlicher Roman für diese Gemein-Schaft zu sein …

Zweitens, der Nächstenliebe verpflichtet, ist es der freiheitlichen ZZ gar nicht anders möglich, als diesen Roman zu besprechen, Dr. Björn Clemens beizustehen. Ist doch Björn Clemens einer „geistigen Bücherverbrennung“ ausgesetzt:

„Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Dr. Björn Clemens hat die Rechtsanwaltskammer Düsseldorf vor dem Düsseldorfer Verwaltungsgericht verklagt. Damit will er sie verpflichten lassen, eine Besprechung seines jüngst erschienenen Justizromans ‚Pascal Ormunait‘ in die Publikation ‚Kammermitteilungen‘ aufzunehmen. Darin gibt es eine Rubrik ‚Neues von heimischen Autoren‘, deren Aufnahmekriterien das Buch erfüllt. Dennoch weigert sich sie Kammer, das Buch zu erwähnen. Offensichtlich mißfällt ihr der Inhalt, der sich um die Gesinnungsjustiz zulasten nationaler Deutscher und die schonende Behandlung ausländischer Krimineller rankt. Der Roman entlarvt die Lügen der Multikulti-Apostel und legt schonungslos die Wirklichkeit der gegenwärtigen politischen Justiz dar. Das Totschweigen des Buches entspreche überdies dem selben Ungeist, dem auch die Bücherverbrennung entsprungen sei.“

Drittens, wie kann die freiheitliche ZZ nicht einen Roman empfehlen, von einem Schöngeist, der gegen den an Andreas Mölzer begangenen Verrat sein Wort erhebt? Worin bestand der damalige Verrat von Dieter Stein? In, wie hier nachgelesen werden kann, in seiner Abrenzung von neonazistisch … Aber Dr. Björn Clemens in „Im Schatten des Geziefers – Fehlendes nationales Milieu“ tritt an die Seite von Andreas Mölzer:

„Heute ist das Blatt, dessen Chefredakteur sich nicht zu schade war, im Jahre 2007 öffentlichen Verrat am österreichischen Europaabgeordneten Andreas Mölzer zu verüben, nachdem der zu einer Gesprächsrunde bundesdeutscher Rechtspolitiker nach Straßburg geladen hatte, endgültig zur Jungen Feigheit verkommen.“

Björn Clemens und die Beurteilung von Prozessen

Rechtsanwalt Björn Clemens beurteilt Prozesse: „… verteidigt er in dem nach dem NSU-Verfahren im zweitgrößten politischen Prozess der BRD …“

Viertens, wie kann die freiheitliche ZZ nicht einen Roman empfehlen, von einem Schöngeist, der in seiner Klage über das „fehlende nationale Milieu“ dem „dritten Lager in Österreich“ Komplimente macht, geradeso, als wäre Österreich das Deutschland, das er sich wünschte, als würde ihm Österreich nostalgisch zur Weimarer Republik werden, in der der „NW“ (Abkürzung für „Nationaler Widerstand“)  so gut aufgestellt war, aus dem dann …

„Alles in allem fällt die Bilanz dennoch ernüchternd aus: Verglichen mit der Konsensmasse des staatlich verordneten Antifaschismus und der Unzahl der von ihm subventionierten Radauorganisationen, verglichen mit dem dritten Lager in Österreich, verglichen auch mit den Mitgliederzahlen in Sport- oder Kleingartenvereinen sind es wenige idealistische Einzelkräfte oder Kleinstgruppen, die sich in einer fatalen Situation ehrenwert bemühen, auf dem Posten zu stehen. Sie stehen einsam dort. Anstelle eines nationalen Milieus finden sie die Diaspora einiger Versprengter vor. Fast überflüssig ist zu sagen, daß es vom Nationalen Lager so gut wie keine Querverbindung in ‚die Gesellschaft‘ gibt. Weder Justiz- oder Beamtenapparat, noch der Universitätsbetrieb, noch die Wirtschaft, noch der Sport zeigt Affinitäten zur deutschen Sache. Das ist ein wesentlicher Unterschied etwa zur Weimarer Zeit, in der die nationale Opposition im ganzen Volk verankert war. Böse Zungen sprechen deshalb nicht vom Lager des NW, sondern vom Ghetto. Wie gut es dagegen in der Weimarer Republik aufgestellt war, vermittelt das Werk über die konservative Revolution von Armin Mohler.“

Fünftens, vor allem Jan Ackermeier, der diesen Roman den „österreichischen Lesern“ empfiehlt, wird auch an die Verbindung zur Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland gedacht haben, die auch Björn Clemens … möglicherweise Jan Ackermeier mit ein wenig Unbehagen, mußte er doch seinen Arbeitsplatz damals im Parlament aufgeben, aber die freiheitliche Gemein-Schaft gibt ihm neue Aufgaben

„So gibt es im Sinne des notwendigen Befreiungsnationalismus nur wenige Hoffnungsträger. Zu ihnen gehört die vom nationaldemokratischen Landtagsabgeordneten Arne Schimmer gestalte Zeitschrift ‚Hier und Jetzt‘. Es existiert eine Hand voll Burschenschaften, die ihre Aufgabe, die sie aus den Befreiungskriegen ableiten, ernst nimmt. Das Gros indes gefällt sich darin, bier- und mensurseligen Couleurcarneval zu feiern, während die sozial saturierten Altherrenschaften im Hinblick auf ihre bürgerliche Reputation angstvoll zu verhindern trachten, daß ihre Aktiven die burschenschaftlichen Grundsätze von Ehre, Freiheit und Vaterland in die Tat umsetzen. Um dieses kümmern sich statt dessen Organisationen wie die Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO), die den Dresdner Trauermarsch als zentrale Kundgebung des NW organisiert, die Schlesische Jugend (SJ), und wenige ähnliche Vereinigungen sowie vielleicht ein paar Idealisten aus dem Umfeld der Blauen Narzisse.“

„Hier und Jetzt“ ist für den Schöngeist eine „Hoffnungsträgerin“, und eine „Hoffnungsträgerin des Befreiungsnationalismus“ ist zu adeln, beispielsweise dadurch, ihr ein Interview zu geben, wie es Ing. Norbert Hofer, zurzeitiger III. Präsident NR, schon tat; das wird der „Hoffnungsträgerin“ nun ein enormes Renomee einbringen, einer von der höchsten Staatsspitze des Landes Österreich ist ihr Gesprächspartner …

Sechstens, auch die Satire ist eine verbindende Textsorte zwischen der freiheitlichen ZZ und Björn Clemens … Beinahe könnte geschrieben werden, Erich Körner-Lakatos und Björn Clemens gehen gemeinsam ans Werk, der Satire mit ihren Satiren die Satire auszutreiben … Die Satiren von Erich Körner-Lakatos wurden hier schon ein paar Mal angesprochen, ein Beispiel für das Satirische von Björn Clemens noch zum Abschluß, aus „Der 27. Jänner“:

„Die Übertragung war beendet, die Leinwand wurde dunkel. Der Schülersprecher trat ans Pult. ‚Wir wollen andächtig werden.‘ Nun wurde es ruhig. Man konnte eine Stecknadel fallen hören. In die Stille trat die sonore Stimme des Schuldirektors: ‚Priester unser im Kittel, geheiligt werde Dein Mahnmal, Dein Wort schalle, Dein Wutzorn erbebe, wie im Fernsehn also auch im Reichstag und vergib uns unser Deutschtum wie auch wir verleugnen unser Volk und Land und führe uns nicht in die Freiheit, sondern erhalte uns in der Knechtschaft, denn dein ist das Geld und die Macht und die Hörigkeit in Ewigkeit, Shalom!'“

Siebtens, Björn Clemens schreibt auch Gedichte, seine „Schwarze Fackel“ ist im Aula-Verlag erschienen, und für die freiheitliche ZZ schreibt auch Mag. Martin Pfeiffer, Geschäftsführer von der Aula-Verlag Gesellschaft m.b.H. Bei so vielen schöngeistigen Verbindungen ist eine Roman-Empfehlung ein rechtes Muß …

Es mußte also nicht lange nachgedacht werden, weshalb die freiheitliche ZZ

Besser wäre es, nicht mehr nachdenken zu müssen, weshalb Freiheitliche im und außerhalb des Parlamentes gewählt werden, weshalb dieses Verharren in der Vergangenheit oder, wie die freiheitliche ZZ diesmal selbst in Eigenerkenntnis titelt, diese „Lust am Stillstand“ vielen, zu vielen außerhalb des Parlamentes und einer überwältigenden Mehrheit von 80 Prozent im Parlament als wählbar, als immer noch wählbar …

„Sind wir schon auf dem Mars?“ – Chemtrails-Befaßter Norbert Hofer weiß vielleicht schon mehr

Es wurde bereits in „Freiheitliche Beiträge finden internationale Verbreitung“ von der internationalen Bedeutung der Freiheitlichen und ihren Leistungen für das Ansehen Österreichs in der Welt berichtet, mit dem Haupt- aber nicht Alleinbeispiel vom „Schweizer Krieger“ …

Ein besonderes Beispiel muß doch noch hinzugefügt werden, auch für „Terra Germania“ ist die freiheitliche Homepage eine Quelle des Wissens, verbreitet diese also auch sogleich den freiheitlichen Beitrag „Historiker revidieren die deutsche Kriegsschuld von 1914“. Daß auch auf dieser Site dieser Beitrag sofort recht verstanden wird, muß nicht besonders hervorgehoben werden, selbstverständlich wird sofort zum Sprung angesetzt, um die in diesen Kreisen brennende Frage nach der Schuld am Weltkrieg von 1939 bis 1945 zu stellen, Adolf Hitler als einen Mann des Friedens sich wieder betätigen zu lassen, der mit Auschwitz …

Freiheitliche Wissensquelle für Terra Germania

„Kurze Zeit danach wurde Henry Kissinger vom dunklen Cabal beauftragt, Hintermänner zu organisieren und die Hippie – Bewegung ins Leben zu rufen.“

Das überrascht nicht. Beklemmend und erschreckend daran ist nur, daß, wenn die Zahlen stimmen, derartige Sites Zugriffe in zweistelliger Millionenhöhe haben, und es stellt sich die bange Frage, wie viele davon sehen das als wahr an, mag es noch so aberwitzig, unerträglich, unfaßbar, wirr, ungeheuerlich, unsinnig und so weiter und so fort sein. Zwei Beispiele dafür wurden dennoch ausgeschnitten und auf die carte postale geklebt, es muß aber zugegeben werden, das es sogar zum Genieren ist, derartiges für eine Collage des Verdeutlichens auszuschneiden und aufzukleben …

In diesen Kreisen also werden freiheitiche Beiträge mit rechter Freude gelesen, erwartet und dann raschest wieder verbreitet. Auch keine Überraschung. Was aber von Interesse wäre – eine Frage allerdings, die nicht zum ersten Mal gestellt wird -, aus welchen Quellen schöpfen Freiheitliche ihr Wissen, beispielsweise Norbert Hofer und die anderen freiheitlichen Abgeordneten im Parlament?

Sind wir schon auf dem Mars

Kommentator in diesem Video aus dem Off: „Sind das Chemtrails? Chemtrails auf dem Mars. Sind wir schon auf dem Mars?“

Bei der letzten parlamentarischen Anfrage zu „Chemtrails“ gaben Norbert Hofer und die Mitfragenden aus seiner Gemein-Schaft keine Quellen an. Ist ihnen „Terra Germania“ dafür eine Quelle? Oder ähnlich welt- und wirklichkeitsabgewandte Sites? Sollte es von Norbert Hofer und weiteren freiheitlichen Abgeordneten diesbezüglich wieder eine parlamantarische Anfrage geben, in der die Frage vorkommt, ob bekannt sei, daß „Chemtrails“ auch auf dem Mars gesichtet worden seien und was die österreichische Bundesregieurng dagegen zu unternehmen gedenke, wenn sie darüber … dann könnten die Quellen der Freiheitlichen wieder ein wenig mehr eingegrenzt werden … Das ist deshalb von Interesse, also aus welchen tiefen Brunnen Freiheitliche ihr Wissen ziehen, weil es ein bezeichnendes Licht auf die Freiheitlichen und ihre – etwa Verschwörungen nachzugehen ist auch Arbeit -, also ihre Arbeit im Parlament, und es betriffft ja nicht nur irgendwelche Erscheinungen am Erden- oder Marshimmel, es betrifft ja nicht nur parlamentarisches Eintreten für SS-Mörder, es betrifft ja auch sehr relevante gesellschaftspolitische Themen, zu denen Freiheitliche recht dubiose Zahlen ….

NS Unabhängig davon, ob „Terra Germania“ für Freiheitliche ebenfalls eine Quelle des Wissens ist, eines verbindet sie, die Liebe zur Dichtung, konkret teilen sie die Liebe zu Theodor Körner, den die „Terra Germania“ zitiert und über den erst vor kurzem die freiheitliche ZZ schrieb, gesinnungstreu recht lobend

Schuldzuschreibung auf freiheitlicher Homepage für millionenfache Morde in den letzten 100 Jahren an den „Nahost-Schützling“

Es hat nicht lange gedauert, bis die Vorgabe über die „deutsche Kriegsschuld“ auf der freiheitlichen Homepage gesinnungsgetreu wirkt, schon heute schreibt einer aus der Schreibstaffel, wer millionenfachen Mord in den letzten einhundert Jahren zu verantworten hat, es sind der „Nahost-Schützling“ der „USA“ und die Vereinigten Staaten, die

Unzensurierte Schuldabwälzung und Schuldzuschreibung„nichts und niemanden etwas bezahlen, trotz aller Schuld einschließlich millionenfacher Morde, die sie in den letzten einhundert Jahren auf sich geladen haben.“ 

Gestern die Schuldwegschreibung auch von der Schreibstaffel, hin zu den jüdischen Menschen, und heute also schon die Schuldumhängung, wie in

Freiheitliches Pflügen der Schuldfelder von 1914 – Am Ende wird noch den Ermordeten die Schuld an Auschwitz umgehängt sein

bereits vermutet wurde, wohin der Pflug gezogen werden will, und heute schon, schneller als erwartet  …

Das Schlimme aber daran ist tatsächlich, diese Unfähigkeit, dieser Unwille zum Ausstieg aus der nationalistischen platten Vereinfachung, dieses hartnäckige Beharren auf ein Hinundherschieben der Schuld nicht und nicht aufgeben zu können und zu wollen, denn das gebiert nur Ungeheuer. Dabei wäre es so ein leichtes. Denn beispielsweise auch das Buch von Christopher Clark, mit dem Freiheitliche und mit ihnen ihre Schreibstaffel die Schuldabwälzung und die Schuldzuschreibung erneut probieren, böte einen guten Ausstieg und endlich das Annehmen der Erkenntnis, daß Geschichte komplexer ist, daß Geschichte nicht brauchbar ist, um die eigene Gesinnung zu rechtfertigen, die stets bloß ein wirres Gemenge ist, eine Zusammenschusterung der Wirklichkeit, die mit der tatsächlichen Wirklichkeit nichts gemein hat, die, die Gesinnung, nur mit gemein etwas gemein hat, nämlich gemein und gemeingefährlich …

Freiheitliches Pflügen der Schuldfelder von 1914 – Am Ende wird noch den Ermordeten die Schuld an Auschwitz umgehängt sein

Freiheitliche greifen nach jedem Strohhalm, um ihre geliebte deutsche Scholle reinzupflügen, aber das Rauspflügen der Flecken der Schuld hat nur zur Folge – wie vom Waschen her es bekannt ist, die Flecken werden rausgewaschen, wodurch die Farben der Kleidung wieder fleckenlos -, die ursprüngliche Farbe der freiheitlichen Erde ist wieder einmal ungetrübt erkennbar …

Heute wird es auf der freiheitlichen Homepage mit einem Kommentar über die „deutsche Kriegsschuld von 1914“ versucht, und wer es diesmal versucht, die Flecken aus der Erdfarbe zu pflügen, kann wieder einmal nicht gesagt werden. Denn die Kommentare werden nicht respektvie äußerst selten namentlich gekennzeichnet. So ein seltener Fall war es, als Norbert Hofer seine glühende Verteidigung von Martin Graf … Die erneute Frage provozieren also Freiheitliche selbst, Freiheitliche selbst sind für die Annahme verantwortlich, es könnte eine freiheitliche Abgeordnete, ein freiheitlicher Abgeordneter, ein freiheitlicher Nationalratspräsident sein, der diesen nur nach dem Kalender heute geschriebenen Kommentar zum Veröffentlichen vorlegte.

Worum geht es in diesem Kommentar?

Es geht darum, von Deutschland und Österreich die Kriegsschuld wegzuschreiben. Und der freiheitliche Kommentator oder die freiheitliche Kommentatorin meint, das zu schaffen mit dem Hinweis auf eine Diskussion mit drei Historikern. Es wird auch zu dieser Fernsehdiskussion verlinkt, und dabei wohl damit gerechnet, es wird kaum wer der Leser und Leserinnen sich diese Diskussion ansehen. Wer aber sich diese Diskussion ansieht, kann ein weiteres Mal feststellen, wie leicht es Freiheitliche machen, ihnen zu widersprechen, sie zu widerlegen. Wenn Freiheitliche je beleidigen könnten, könnte gesagt werden, es ist geradezu eine Beleidigung, wie leicht sie es machen, sie zu widerlegen. Denn es muß dazu, beispielsweise, nicht einmal eine kleine Nachforschung betrieben werden, es reicht aus, ihr angebotenen Materalien mit ihren Kommentaren abzugleichen. Also auch in diesem konkreten Fall von heute:

Am Ende wird noch den Ermordeten die Schuld an Auschwitz umgehängt seinIm freiheitlichen Kommentar wird konsequent von der „Alleinschuld“ gesprochen, die nun „revidiert“ werde. Jedoch in der Fernsehsendung wird erstens nicht von einer „Alleinschuld“ gesprochen, sondern von (und das ist ein qualitativer Unterschied) einer „Hauptschuld“, davon, wer hauptverantwortlich ist für den Ausbruch des Krieges von 1914 bis 1918. Das revidiert weder die Schuld von Deutschland und Österreich noch die Schuld von anderen Staaten. Der Titel des freiheitlichen Kommentars „Historiker revidieren deutsche Kriegsschuld von 1914“ macht allein schon deutlich, worum es geht. Es geht darum, Deutschland und Österreich einen Persilschein auszustellen, also keine Schuld am Krieg, wie gering oder wie groß, zu haben, sondern gar keine Kriegsschuld zu haben. Was aber noch wesentlicher ist, in dieser Diskussion ging es nicht in erster Linie um Schuld oder Nichtschuld, sondern um die geschichtliche Interpretation der Ereignisse von 1914. Und auch Christopher Clark, dessen Buch „Die Schlafwandler“ Anlaß für diese Diskussion war, hat, wie er in dieser Diskussion u.v.a.m. sagt, nicht ein Buch über die Schuld geschrieben, sondern eine Interpretation der damaligen Vorgänge. Es geht um eine Europäisierung der geschichtlichen Betrachtungsweise und nicht um ein Steckenbleiben im nationalistischen Morast, wie es auch dieser freiheitliche Kommentar wieder einmal … Und es gibt in diesem freiheitlichen Kommentar noch eine Verlinkung, genaugenommen, müßte von einer Verrechtung gesprochen werden, denn es wird zum Kopp-Verlag verrechtet, zu einem Artikel von Michael Grandt, der auch gleich ein Buch von Karl Albrecht Schachtschneider … Mit dieser Verrechtung wird noch mehr klar, woher … Das muß nicht wiederholt werden, wer der Kopp-Verlag, wer die Brüder Grandt, wer Karl Albrecht Schachtschneider, der Freiheitlichen Experte für die Europäische Union  …

Recht ordentlich funktioniert auch in diesem Fall das Zusammenspiel von Freiheitlichen und ihrer Schreibstaffel. Im freiheitlichen Kommentar wird vorgeklagt, die „Unterjochung“ des „Deutschen Reiches“ und von „Österreich-Ungarn“, wird vorgesät, wer die „Saat für den Zweiten Weltkrieg“ ausgebracht habe, und die Schreibstaffel nimmt es treu auf, die Schreibstaffel sieht es als ihre Ehre an, es noch klarer zu benennen:

„Darf man dann endlich auch einmal sagen, wer am 24. März 1933 Deutschland den Krieg erklärt hat?“

„Auch wie die Amis in den 1. Weltkrieg hineingezerrt wurden, das ist genauso bekannt. Da war eine ganz bestimmte ethnische Volksgruppe am Werken, die kein Schweinefleisch ißt.“

Um den größten und grauslichsten Schandfleck aus der deutschen Scholle zu pflügen, und das ist Auschwitz, muß weit hinten angefangen werden, mindestens auf den Feldern des Weltkrieges von 1914 bis 1918 … Es wäre eine Selbsttäuschung zu meinen, Freiheitliche verstünden nicht, was beispielsweise in einer Fernsehsendung drei Historiker sprechen, sie verstehen es recht genau und wissen es einzusetzen, ihre Schreibstaffel versteht es ebenfalls recht genau und weiß, was für eine wichtige Rolle ihr dabei zu kommt, sie schreibt sich heran, die Schuld an Auschwitz den Ermordeten …