Auch ein Martin Pfeiffer aus der Reihe der freiheitlichen ZZ weiß gesinnungsgemäß am besten über jene Zeit Bescheid, „vor der heutzutage fast täglich gewarnt wird„. Wird er doch auch selbst ein eifriger Wiederleser der Schriften sein, die noch heutzutage fast in jeder Ausgabe der ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft empfohlen werden … Und heißt es nicht, das Gelesene bestimmt das Tun?
Tag-Archiv für Zur Zeit
Keine Absage an den Akademikerball der freiheitlichen Gemein-Schaft in den Staatsräumen der Republik
Bundeskanzler Werner Faymann ist ein Mann mit Weitblick, ist einer, der über österreichische Gegebenheiten und Stimmverhalten bestens Bescheid weiß, und also solcher weiß er zu genau, diese Gruppen, gegen deren Gedankengut er sich klar ausspricht, gehen nicht nur einmal im Jahr zur Winterszeit beispielsweise in der Wiener Hofburg ein und aus …
Deshalb tut Werner Faymann recht daran, wenn er keiner Absage des Akademikerballes der freiheitlichen Gemein-Schaft in der Wiener Hofburg das Wort spricht. Damit wäre es auch nicht getan. Bei weitem nicht getan. Ein Wintertanz macht auch noch keinen Staat. Sondern die Wähler und Wählerinnen im Parlament und außerhalb des Parlaments sind für den Staat verantwortlich, dafür verantwortlich, was aus einem Staat gemacht wird.
Nicht die freiheitliche Gemein-Schaft ist in die Pflicht zu nehmen, sondern die Wähler und Wählerinnen im Parlament und außerhalb des Parlaments sind in die Pflicht zu nehmen, die solch ein Gedankengut, gegen das sich Werner Faymann klar ausspricht, wählen …
Freilich muß immer wieder darauf hingewiesen werden, um was für ein Gedankengut es sich dabei handelt, das in Österreich mit einer derart hohen Zustimmung die Furcht vor den Wählerinnen und Wählern im Parlament und außerhalb des Parlaments …
Aber im Grunde: Niemand in Österreich kann sagen, nicht zu wissen, um was für ein Gedankengut es sich dabei handelt …
Es muß also immer wieder darüber informiert werden, was ohnehin lange schon breitest gewußt wird, und trotzdem: es sind die Wählerinnen und die Wähler im Parlament und außerhalb des Parlaments in die Pflicht zu nehmen, und nicht die freiheitliche Gemein-Schaft mit ihrem Gedankengut, das für den Menschen des 21. Jahrhunderts kein wählbares mehr sein kann.
Trotz aller Zweifel an der Wirkung von Informationen in diesem Land mit einem derart hohen Anteil an informationsresistenten Wählerinnen und Wählern im Parlament und außerhalb des Parlaments soll mit konkreten Informationen geendet werden:

„‚Politically Incorrect‘ — diese Plattform rechtspopulistisch zu nennen, ist zu harmlos ausgedrückt: Es ist ein rechtsextremes, rassistisches und antisemitisches Blog.“
NR Gerhard Deimek aus der freiheitlichen Gemein-Schaft, bekannt auch als Eintreter für den Akademikerball, unterstützt , wie aktuell gelesen werden kann, Frank Schäffler …
An dieser Stelle sollten Ausführungen zu den Informationen stehen, aber es überwiegen, heute jedenfalls, die Zweifel an der Wirkung von Informationen in diesem Land mit einem derart hohen Anteil an informationsresistenten Wählern und Wählerinnen im Parlament und außerhalb des Parlaments … Wird etwa an eine aktuelle Umfrage gedacht, nach der die freiheitliche Gemein-Schaft stimmenstärkste …
Giacomo Casanova – Eine Beuverie eines Germanisierers der freiheitlichen ZZ
In der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ findet sich neben der Vorstellung des neuen Leiters NR Wendelin Mölzer und der Empfehlung zur Wiederlesung von Hans Grimm, von einem der honsikschen „Zeugen wider die Gaskammer“ auch eine Causerie von Erich Körner-Lakatos, also eine Plauderei, die aber harmlos zu nennen ist. Wenn darüber hinweggesehen wird, daß sie nicht ohne die freiheitliche Obsession, alles germanisieren zu wollen, auskommt, kann über diese Causerie gelächelt werden.

Eine „bescheidene Causerie“ von Erich Körner-Lakatos über „Jakobus Neuhaus, das ist bloß das germanisierte Pseudonym für …“
Erich Körner-Lakatos ist ein gebildeter Mann, er weiß nicht nur, was eine Causerie ist, es wird ihm Saint Beuve kein Unbekannter sein, an den er beim Schreiben dieses Wortes gedacht haben mag, und es wird ihm, Körner-Lakatos dabei durch ihn ganz hell in seiner freiheitlichen Redaktionsstube … Denn diese französische Bezeichnung für eine gebildete Plauderei geht zurück auf Saint Beuve, auf dessen causeries du lundi.
Beim Lesen aber der körnerischen Causerie wurde gedacht, ein Montagstext, und dann der Gedanke, Erich Körner-Lakatos hätte seine Nacherzählung des Lebens von Giacomo Casanova als Bibliothekar in Tschechien nicht eine „bescheidene Causerie“ nennen sollen, treffender wäre es gewesen, sie eine „unbescheidene Beuverie“ zu nennen, also eine Zecherei, oder wie es für die freiheitliche Gemein-Schaft mit ihren Burschenschaften und Mädelschaften in den Kellerbuden noch verstehbarer ist, eine Sauferei.
Das „germanisierte Pseudonym Jakobus Neuhaus“ ist – wen, der die freiheitliche Gemein-Schaft ein wenig kennt, wird es verwundern – natürlich keine Erfindung von Erich Körner Lakatos. Erich Körner-Lakatos könnte es „Stupidedia – Wissen Sie Bescheid? Nein? Wir auch nicht!“ nachgeschrieben haben. Das wäre bei der freiheitlichen Gemein-Schaft sehr naheliegend.
Das Germanisieren aber funktioniert nie und nimmer, wie selbst Germanisierer Erich Körner-Lakatos auch mit seinem eingesetzten Vornamen „Jakobus“ zusätzlich belegt. Mit dem Germanischen allein, auch das beweist Erich Körner-Lakatos, hätte er nicht einmal seine „Causerie“ schreiben können.
Der freiheitlichen ZZ ist eine Wiederlesung von Hans Grimm, einem der Lieblinge Adolf Hitlers, schon eine recht werte Empfehlung
Die freiheitliche ZZ weiß, wie ein neues Jahr zu begehen ist. Mit einem Lieblingsschriftsteller von Adolf Hitler. Mit einem Schriftsteller oder gar einer Schriftstellerin, die vor dem Führer nicht bestehen könnte, ein neues Jahr einzuschreiben, erschiene dem Medium der freiheitlichen Gemein-Schaft wohl als Tribut an das Alte zu gering, zu unwürdig dem deutschdeutschen Geschmack, dem sich auch ein Adolf Hitler schon verpflichtet fühlte.
Hans Grimm ist nicht einer, mit dessen Schriften seine Leserinnen und Leser friedlich und still vor einem Kaminfeuer es sich genießerisch bequem machen, sondern er ist einer, der Pate war für die Losung „Volk ohne Raum“, mit der dann … Aber wozu viel noch über Hans Grimm schreiben? Es ist ohnehin alles bekannt. Und wer mehr über Hans Grimm, diesem von der freiheitlichen ZZ zur Wiederlesung Empfohlenen, wissen möchte, heutzutage nichts leichter als das …
Daß die freiheitliche ZZ in ihrer ersten Ausgabe des Jahres ’14 gerade kurz vor dem nächsten Akademikerball der freiheitlichen Gemein-Schaft Hans Grimm zur Wiederlesung empfiehlt, ist möglicherweise dem Unverständnis geschuldet, daß das freiheitliche Personal auch mit Hans Grimm teilt. Das freiheitliche Personal versteht nicht, weshalb Menschen nicht wollen, daß der Akamedikerball ausgerechnet in Staatsräumen der demokratischen Republik Österreich stattfinden muß. Hans Grimm verstand auch nicht, weshalb gegen ihn in den 1950er Jahren ein Redeverbot in Deutschland verhängt wurde …

Offener Brief an den österreichischen Bundespräsidenten von Hans Grimm wegen des Verbotes in Österreich.
Gerd Honsik wird es wohl freuen, daß sein Zeuge Hans Grimm wider die Gaskammer nicht vergessen ist, von so hoher Stelle zur Wiederlesung empfohlen wird. Auch unter dem neuen freiheitlichen ZZ-Leiter Wendelin Mölzer, Abgeordneter NR, bleibt die freiheitliche ZZ ihrem deutschdeutschen Geschmack treu …
Freiheitliche Gemein-Schaft enttäuscht nie – Auch nicht zur Weihnachtszeit
Es soll hartherzige Menschen geben, die in der Adventzeit wenigstens darauf verzichten, hartherzig zu sein. Sogar von rassistischen Menschen wurde schon erzählt, sie hätten zur Weihnachtszeit wenigstens darauf verzichtet, sich rassistisch zu äußern …
Mit diesen Erzählungen über Menschen, die sich wenigstens einmal im Jahr anders verhalten, wenn auch viele bloß für einen Abend im Dezember, wurde die Weihnachtsausgabe der freiheitlichen ZZ vom 20. Dezember 2013 bis 9. Jänner 2014 aufgeschlagen, in der Erwartung, es werde die Weihnachtsausgabe der freiheitlichen ZZ eine Ausgabe sein, die auskommt, ohne …
Die erste aufgeschlagene Seite der Weihnachtsausgabe läßt auf eine friedliche und herzliche Ausgabe schließen: freiheitliches Spitzenpersonal – von He-Chr. Strache aufwärts – übermittelt Weihnachtsgrüße, auf einer anderen Seite stellt Ing. Norbert Hofer artig die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen seines Büros vor …
Die Weihnachtsgrüße des freiheitlichen Spitzenpersonals enthalten auch Wünsche „für einen guten Start ins neue Jahr“, nur die freiheitliche Gemein-Schaft mit ihrer freiheitlichen ZZ starten selbst mit nichts Neuem, sondern setzt mit dem Alten fort, wie auf einer weiteren Seite dann zu lesen ist, wenn E. K. L. über „Südrhodesien“ …
Auch nicht zur Weihnachtszeit – freiheitliche Gemein-Schaft enttäuscht nie, das heißt, sie bestätigt ihre fortwährende Unwählbarkeit …
Heinz Fischer spielt Qualtinger an die Wand – Der Herr Karl auf dem Sotschi-Lueger-Platz
Menschen, die die Darstellung von Helmut Qualtinger noch kennen, sagen, der Herr Karl, wie ihn Heinz Fischer gibt, ist der tatsächlich echte, der authentische, der glaubwürdige, während der von Helmut Qualtinger gespielte bloß ein gespielter Herr Karl ist, so gut Helmut Qualtinger diesen Herrn Karl auch spielte, an diesen auf der Wirklichkeitsbühne agierenden Herrn Karl von Heinz Fischer kommt Helmut Qualtinger mit seinem Herrn Karl nicht einmal in seinen besten Momenten heran …
Jahrzehnte mußten vergehen, sagen Menschen, die Helmut Qualtinger in dieser Rolle noch erlebten, bis mit Heinz Fischer endlich einer gefunden werden konnte, der diesen Herrn Karl so vollkommen verkörpern kann, diesen so zum Leben erwecken kann, wie es selbst Helmut Qualtinger nicht vermochte, von dem doch gesagt wurde, niemand werde den Herrn Karl je besser verkörpern können, als eben Helmut Qualtinger …
Heinz Fischer spielt Helmut Qualtinger an die Wand, und das nicht nur in einer auf Gelingen ausgerichteten Premiere mit besonderen und zumeist eingeflogenen Gästen, sondern in jeder Vorstellung, vor jedem Publikum, es ist für Heinz Fischer menschgemäß, in jeder Vorstellung Helmut Qualtinger an die Wand zu spielen …
Heinz Fischer ist also die Besetzung für den Herrn Karl, und das kann auch nicht anders sein. Denn Heinz Fischer muß das reale Vorbild für den Herrn Karl sein, wie ein aufgefundenes Foto nahelegt, auf dem Helmut Qualtinger oder Carl Merz notierte: Während der ganzen Zeit des Schreibens von dem Herrn Karl hatten wir sein Portrait an der Wand picken, und immer, wenn wir stockten, brauchten wir nur ihn anzuschauen, und schon ging es weiter, drehte sich Herr Karl weiter …
Wie äußerst schade, daß nicht mehr Carl Merz und Helmut Qualtinger die Texte von Herrn Karl pointiert und literarisiert niederschreiben können, nun bloß die Aussagen von dem Herrn Karl, die Heinz Fischer spricht, wiedergegeben werden können.
Was für eine Fortsetzung hätten Helmut Qualtinger und Carl Merz geschrieben! – Vielleicht mit dem Zusatz:
Auf dem Sotschi-Lueger-Platz
Heinz Fischer hält nichts von einem Olympia-Boykott, denn:
„Ich glaube, dass man mit anderen Mitteln und Argumenten dem Anliegen der Menschenrechte besser dienen kann“.
Es stellt sich die Frage, wann hat Heinz Fischer diese „anderen Mittel und Argumente“ je eingesetzt? Oder wann wird er sie je einsetzen? Vor den nächsten Gesetzesverschärfungen in Rußland, vielleicht dann doch? Nach den nächsten Gesetzesverschärfungen in Rußland, vielleicht wenigstens dann doch? Wird er sie je rechtzeitig einsetzen? Also ehe Gesetze verschärft werden?
Heinz Fischer würde sich auch freuen, wie ihn ebenfalls die Tageszeitung „Die Presse“ vom 27. Dezember 2013 im selben Artikel zitiert:
„‚Sehr freuen‘ würde sich Fischer über die Umbennenung des Karl-Lueger-Platz in Nelson-Mandela-Platz: ‚Es wäre schön wenn es eine Entscheidung wäre, auf die keinerlei Schatten fällt, auch nicht der Schatten enttäuschter Lueger-Anhänger.'“
Antisemiten, ja, dürfen nicht enttäuscht werden, wer weiß, wozu diese noch dienlich sein könnten, und zugleich wird es jene freuen, die keine Antisemitinnen sind, würde der Lueger-Platz den Namen Nelson Mandela tatsächlich erhalten. Auch sie könnten, wer weiß wozu, einmal dienlich … Wenn kein Wind geht, bläst Heinz Fischer selbst seine Fahne in alle Richtungen; diese Leistung erbrachte Helmut Qualtinger bei seiner Darstellung von dem Herrn Karl nicht einmal ansatzweise …
Es könnte jetzt wer sagen, aber die freiheitliche Gemein-Schaft, die würde mit einem Nelson-Mandela-Platz keine Freude haben, ist für diese doch Nelson Mandela u.v.a.m. ein „Alt-Kommunist“, darüber hinaus, setzen sich gerade Freiheitliche sehr für Karl Lueger ein und stehen dabei in der ersten Reihe … Aber Freiheitliche haben Heinz Fischer schon dafür gelobt, nicht nach Südafrika gereist zu sein … Ganz wird Heinz Fischer den freiheitlichen Schatten damit nicht … Aber Heinz Fischer wird den Wind schon noch weiter … Damit alles im Schatten liegt, und wenn alles im Schatten liegt, wird Heinz Fischer sagen, es fällt, das freut ihn sehr, kein Schatten …
PS Damit es gar nicht mehr je zu der Frage kommen muß, ob beispielsweise eine Sportveranstaltung boykottiert werden soll oder nicht, und das betrifft menschgemäß nicht nur Heinz Fischer, nicht nur den Staat Österreich, ist es hoch an der Zeit, bereits mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln und Argumenten gegen Gesetze, die Menschenrechte und Rechte von Bürgerinnen und Bürgern aushebeln, aufzutreten, ehe diese in welchem Staat auch immer in Kraft treten.
Revisionist Walter Marinovic mit Kornblumen in der freiheitlichen Zur Zeit: „Wacht endlich auf!“
Es ist nicht gut bestellt um den Staat Österreich, die Ideen- und Zukunftslosigkeit der soeben angelobten Regierung wird widergespiegelt von der Ideenlosigkeit der Wähler und Wählerinnen in diesem Land, die keine andere Alternative sehen wollen, als die freiheitliche Gemein-Schaft zu wählen, die freiheitliche Gemein-Schaft massiv zu stärken, gar zur zweit- oder schlimmer noch zur stärksten Partei machen zu wollen.
Und sollte dies der freiheitlichen Gemein-Schaft gelingen, dann wird es wieder einmal keine Leistung von dieser Lagerschaft sein, dann wird es wieder nicht das Gelingen der freiheitlichen Gemein-Schaft sein, sondern die Koalition von ÖVP, SPÖ und Wählerinnen und Wählern in diesem Land.
Erst vor wenigen Wochen haben sich freiheitliche Abgeordnete im österreichischen Parlament wieder einmal als Kornblumenträger und Kornblumenträgerinnen betätigt, und in der Ausgabe 47-2013 des freiheitlichen Zentralorgans versuchte Jan Ackermeier den Vorwurf, die Kornblume sei ein „Nazi-Symbol“, wegzuschreiben, er ging dafür bis zum Jahr 1800 zurück, um zu beweisen, wie er meint, die Kornblume sei kein „Nazi-Symbol“. Und wenn die Kornblume kein „Nazi-Symbol“ ist, dann ist, will Jan Ackermeier weißmachen (in diesem Fall kein Rechtschreibfehler, wenn weis mit ß geschrieben wird), alles gut …
Es ist aber damit nichts gut. Es ist ein Fehler, der in diesem Land sehr oft begangen wird, und zwar der Fehler, derart auf diese zeitlich gesehen lächerlichen zwölf Jahre der nationalistischen Massenmord-Diktatur des deutschen reiches zu starren und fixiert zu sein, und soher selbst der freiheitlichen Gemein-Schaft die Möglichkeiten zu schaffen, sich stets herausreden zu können. Während sich die freiheitliche Gemein-Schaft in Wahrheit nicht herausreden kann. Denn die Tradition, auf die sich die burschenschaftliche freiheitliche Gemein-Schaft beruft, ist der geschichtliche Abfahrtsbahnhof, von dem weg die Geleise nach Auschwitz verlegt wurden. Die Kornblume, stolz und treu von der freiheitlichen Spitzenschaft getragen, war schon der Schmuck jener, die lange vor der nationalistischen Massenmorddiktatur beispielsweise „Prämien für niedergemachte Juden“ verlangten.
Womit Georg von Schönerer angesprochen ist, mit seinem Einfluß auf Adolf Hitler und auf seine nationalistische Gemein-Schaft … Hätten die Massenmörder und Massenmörderinnen des deutschen reiches ihre Menschenverachtung und Menschenverhöhung noch weiter ins Unermeßliche steigern wollen, wären die Güterwaggons, mit denen sie die Menschen nach Auschwitz in die Vernichtung transportierten, wohl mit Kornblumen geschmückt worden.
Jan Ackermeier will die Kornblume als eine unschuldige verkaufen. Die Blume ist unschuldig, aber nicht die Gesinnung, für die diese Kornblume Symbol ist. Und das weiß Jan Ackermeier recht genau. In der aktuellen Ausgabe 50-2013 der freiheitlichen ZZ empfiehlt Jan Ackermeier ein Buch von Walter Marinovic mit dem Titel: „Kornblumen – Georgs Wanderschaft von Südtirol bis Schleswig-Holstein“:
„Und so ruft der Autor bereits in seinem Vorwort seinen umerzogenen Landsleuten zu: „Wacht endlich auf!“
Bei dieser Variante eines Verses wird es keine Debatte darüber geben, ob diesmal ein Beistrich fehlt oder nicht fehlt …
Als direkte Bezugsquelle für die Kornblumen wird von der freiheiltichen ZZ der Nation-und-Wissen-Versand angegeben, und dieser Verlag stellt seinen Autor Walter Marinovic als „Revisionisten“ vor. Zu den vordringlichen Aufgaben, die sich Revisionistinnen ehrtreu selbst erwählten, gehört u.v.a.m. den Holocaust zu leugnen. Ein in Österreich verurteilter Revisionist hat erst vor kurzem einen offenen Brief an den zurzeitigen III. Präsidenten NR Norbert Hofer geschrieben ….
Womit noch einmal der oben erwähnte Georg von Schönerer zu erwähnen ist. Es wird Walter Marinovic für seine Figur nicht zufällig der Vorname Georg eingefallen sein … Georg von Schönerer wollte bereits den Anschluß von Österreich an Deutschland, und hier ist Platz für einen Treppenwitz der Geschichte. Georg von Schönerer bewunderte Otto von Bismarck und ließ sich sogar in der Nähe von Otto von Bismarck begraben. Aber Otto von Bismarck wollte Österreich nicht als Teil von Deutschland. In „Stimmen über Österreich – Österreich wird blühen bis ans Ende der Tage“, 1961 veröffentlicht, ist ein Zitat von Otto von Bismarck abgedruckt, in dem er sich gegen einen Anschluß Österreichs ausspricht, sogar gegen die Bezeichnung „Deutsch-Österreich“ und er, Otto von Bismarck, würde sogar gegen alle in Österreich, die einen Anschluß wollten, einen Krieg beginnen.
Der Verlag von Walter Marinovic verkauft nicht nur Gesinnungsbücher von einem Revisionisten, sondern auch beispielsweise von dem in Österreich ebenfalls nicht unbekannten David Irving, aber auch Trinkbecher, Anstecknadeln …
Wenn sich in den nächsten fünf Jahren, sollte die eben angelobte Regierung sich tatsächlich so lange halten können, die Wählerinnen und Wähler ihre Wahlideenlosigkeit nicht aufgeben wollen, wird es mit dem Blühen weit vor dem Ende der Tage in Österreich vorbei sein, es welkt ohnehin schon mehr als es blüht, und mit dieser freiheitlichen Gesinnungsgemein-Schaft in einer Regierung ab 2018 ist das rapide Verwelken gewiß …
Auch wer die freiheitliche Gemein-Schaft wählt, würde nie einem vor 200 Jahren gebauten Auto zutrauen, nur einen Zentimeter noch zu fahren und also niemals der Idee verfallen, so etwas je zu kaufen …
… nur beim Wählen also verhält sich der Wähler und die Wählerin nicht einmal wie ein Konsument und eine Konsumentin, die lange ernsthaft eine größere Anschaffung sich überlegen, ehe sie einen Kauf tätigen, nur beim Wählen stimmen sie für alles, was ihnen nichts bringt, außer Ärger, Enttäuschung, Kosten und so weiter und so fort. Es wäre also schon viel, würden Menschen wenigstens wie sonst als Konsumenten und Konsumentinnen ernsthaft überlegen, ehe sie wählen, zu verlangen, daß sie politisch wählen, ist schon eine zu hohe Forderung, oder, eine Hoffnung, die aufzugeben ist …
In der aktuellen Ausgabe des Zentralorgans der freiheitlichen Gemein-Schaft, der ZZ, schreibt Jan Ackermeier über die Burschenschaft, die in Innsbruck auf der Straße die „Meinungsfreiheit erstreiten muß“ und zitiert ihre Botschaften: „Wir Burschenschafter für Meinungs- und Versammlungsfreiheit seit 1815“ …
„Seit 1815“ also sind Burschenschafter für „Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Aber sie schreiben nicht dazu, für welche „Meinungs- und Versammlungsfreiheit“ sie sind. Klug genug sind sie, das nicht zu tun. Denn wie ein 200 Jahre altes Auto heute keine Zulassung mehr erhalten würde, weil es nach 200 Jahren einfach fahruntüchtig, fahruntauglich ist – mit einem Wort: Schrott oder Wrack -, würde die burschenschaftliche „Meinungs- und Versammlungsfreiheit“ keine Zulassung mehr bekommen, weil es nach 200 Jahren einfach … Und nicht anders ist es mit der freiheitlichen Gemein-Schaft, die geschlossen hinter den Burschenschaften stehen, sie verteidigen, aus den Reihen das niedere und hohe freiheitliche Politpersonal in die gewählten Gremien dieses Landes marschieren.
Erinnern Sie noch an den letzten Wahlkampf der Freiheitlichen, zur Nationalratswahl am 29. September 2013? Die Freiheitlichen versuchten es mit der „Liebe“. Da gab es Wahlplakate mit der Liebe, da gab es ein He.-Chr.-Strache-Liebeslied und so weiter und so fort. Das Liebeslied gemäß freiheitlichen Könnens ein Plagiat, das nicht einmal mehr auf der Site von He.-Chr. Strache gespielt werden darf … Dieses Plagiat ist wenigstens nicht 200 Jahre alt, wie das freiheitliche Plagiat mit der „Liebe“.
Was aber davon gehalten werden kann, wenn Freiheitliche und Burschenschaften oder freiheitliche Burschenschaften oder burschenschaftliche Freiheitliche von „Liebe“ reden, das wußte Heinrich Heine schon zu genau, und hätte er vor bald 200 Jahren Autos zu überprüfen gehabt, sein Autoüberprüfungsbefund wäre kurz und knapp aber eindeutig ausgefallen: nicht fahrtauglich, aus dem Verkehr zu ziehen.
Ist es nicht erschreckend, daß für viele diese freiheitliche Gemein-Schaft immer noch wählbar erscheint, obgleich vor bald 200 Jahren Heinrich Heine alles sagte, was diese Gemein-Schaft zu einer unwählbaren macht? Heinrich Heine war kein Hellseher. Es ist nur so, diese Gemein-Schaft hat sich nie aus dieser Zeit, in der Heinrich Heine lebte, fortbewegt. Wie denn auch? Schrott fährt nicht.
Was Heinrich Heine wohl heute schreiben würde, über die Wähler und Wählerinnen, die ein Wrack wählen? Was er vor bald 200 Jahren schrieb, kann nachgelesen werden in: „Sämtliche Werke, Band 6, Viertes Buch, ab Seite 522:
„Der Geist der sich auf Hambach aussprach, ist grundverschieden von dem Geiste oder vielmehr von dem Gespenste das auf der Wartburg seinen Spuk trieb. Dort auf Hambach jubelte die moderne Zeit ihre Sonnenaufgangslieder und mit der ganzen Menschheit ward Brüderschaft getrunken, hier aber auf der Wartburg krächzte die Vergangenheit ihren obscuren Rabengesang und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt und gethan, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren. Auf Hambach hielt der französische Liberalismus seine trunkensten Bergpredigten und sprach man auch viel unvernünftiges, so ward doch die Vernunft selber anerkannt als jene höchste Autorität die da bindet und löset und den Gesetzen ihre Gesetze vorschreibt. Auf der Wartburg hingegen herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anders war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu ersinnen wußte, als Bücher zu verbrennen. Ich sage Unwissenheit, denn in dieser Beziehung war jene frühere Opposition, die wir unter dem Namen die Altdeutschen kennen noch großartiger als die neuere Opposition, obgleich diese nicht gar besonders durch Gelehrsamkeit glänzt, üben derjenige welcher das Bücherverbrennen auf der Wartburg in Vorschlag brachte, war auch zugleich das unwissendste Geschöpf, das je auf Erden turnte und altdeutsche Lesarten herausgab, wahrhaftig dieses Subjekt hätte auch Bröder’s lateinische Grammatik in’s Feuer werfen sollen. Sonderbar trotz ihrer Unwissenheit hatten die sogenannten Altdeutschen von der deutschen Gelahrtheit einen gewissen Pedantismus, geborgt der ebenso widerwärtig wie lächerlich war. Mit welchem kleinseligen Silbenstechen und Auspünkteln diskutirten sie über die Kennzeichen deutscher Nationalität. wo fängt der Germane an? wo hört er auf? darf ein Deutscher Tabak rauchen? Nein behauptete die Mehrheit. Darf ein Deutscher Handschuhe tragen? Ja, jedoch von Büffelhaut. (Der schmutzige Maßmann wollte ganz sicher gehen und trug gar keine.) Aber Biertrinken darf ein Deutscher und er soll es als ächter Sohn Germanias. denn Taeitus spricht ganz bestimmt von deutscher Cerevisia. Im Bierkeller zu Göttingen mußte ich einst bewundern, mit welcher Gründlichkeit meine altdeutschen Freunde die Proskeriptionslisten anfertigten für den Tag, wo sie zur Herrschaft gelangen würden. Wer nur im siebenten Glied von einem Franzosen. Juden oder Slaven abstammte, ward zum Gril verurteilt. Wer nur im mindesten etwas gegen Jahn oder überhaupt gegen altdeutsche Lächerlichkeiten geschrieben hatte, konnte sich auf den Tod gefaßt machen und zwar auf den Tod durchs Beil, nicht durch die Guillotine, obgleich diese ursprünglich eine deutsche Erfindung und schon im Mittelalter bekannt war unter dem Namen die ‚welsche Falle‘. Ich erinnere mich bei dieser Gelegenheit, daß man ganz ernsthaft debattirte, ob man einen gewissen berliner Schriftsteller, der sich im ersten Bande seines Werkes gegen die Turnkunst ausgesprochen hatte, bereits auf die erwähnte Proseriptionsliste setzen dürfe, denn der letzte Band seines Buches sei noch nicht erschienen und in diesem letzten Bande könne der Autor vielleicht Dinge sagen, die den inkriminirten Aeußerungen des ersten Bandes eine ganz andere Bedeutung ertheilen. Sind diese dunklen Narren, die sogenannten Deutschthümler, ganz vom Schauplatz verschwunden! Nein Sie haben bloß ihre schwarzen Röcke, die Livree ihres Wahnsinns abgelegt. Die meisten entledigten sich sogar ihres weinerlich brutalen Jargons und vermummt in den Farben und Redensarten des Liberalismus. In der That, jene regenerirten Deutschthümler bildeten zwar die Minorität, aber ihr Fanatismus, welcher mehr religiöser Art, überflügelte leicht einen Fanatismus, den nur die Vernunft ausgebrütet hat, ferner stehen ihnen jene mächtigen Formeln zu Gebot, womit man den rohen Pöbel beschwört, die Worte ‚Vaterland, Deutschland, Glauben der Väter u.s.w.‘ elektrisiren die unklaren Volksmassen noch immer weit sicherer als die Worte: Menschheit, Weltbürgerthum, Vernunft der Söhne, Wahrheit. Ich will hiermit andeuten, daß jene Repräsentanten der Nationalität im deutschen Boden weit tiefer wurzeln als die Repräsentanten des Cosmopolitismus und daß letztere im Kampfe mit jenen wahrscheinlich den Kürzern ziehen, wenn sie ihnen nicht schleunigst zuvorkommen.“ (Fettierung B.K.)
Vielleicht ist Martin Pfeiffer, der in der aktuellen freiheitlichen ZZ von der „Verausländerung“ schreibt, darauf stolz, daß manche meinen werden, er habe ein neues Wort erfunden, aber auch dieses Wort ist seit rund 200 Jahren bekannt: aus einem der Grundsätze des Programmes, das nach dem Wartburgfest zusammengefaßt wurde: „Jeder Bursche muß aller […] Ausländerei […] abschwören.“
Und Norbert Hofer schreibt auch wieder in der freiheitlichen ZZ … „Auf Basis des freiheitlichen Handbuches“ … Und auf dem Titelblatt der aktuellen Ausgabe: „Im Zeichen der Kornblume – Freiheitlicher Frühling“ .. Im Zeichen der …
Freiheitliche „Zur Zeit“ sucht den „größten ungarischen Staatsmann“ und findet im 20. Jahrhundert dafür Miklós Horthy
Michael Spindelegger sagte im Interview, das er der Tageszeitung „Der Standard“ gab, veröffentlicht am 29. November 2013:
„Da muss ich Ihnen sagen, ich weiß es auch nicht, ob ich bleibe oder nicht. Ich weiß derzeit noch nicht, ob wir überhaupt in eine Regierungszusammenarbeit mit der SPÖ gehen.“
Das ist selbstverständlich parteipolitisch motiviertes Geschwefel, verhandlungstaktisches Geplänkel, selbstverständlich wird Michael Spindelegger bleiben, in der Parteipolitik, wohin soll jemand gehen, der vom Kanzler träumt? Zurück in die Bezirkshauptmannschaft Gmünd? Und zugleich ist es ein Offenbarungseid. Aussagen eines Menschen, der, wie Vizekanzler und Parteiobmann und Außenminister und Abgeordneter und Klubobmann und Michael Spindelegger vorgibt, ein ganzes Land entfesseln will, klingen nicht derart unentschieden, wankelhaft, einfallslos …
Ein wenig anders sieht es freilich mit der „Regierungszusammenarbeit“. Einer, der vom Bundeskanzler träumt, wird kaum auf die harte Bank der Opposition sich setzen wollen. Und welche „Regierungszusammenarbeit“ käme dann noch in Frage, wenn nicht mit der SPÖ? Eine mit den Freiheitlichen … Eine Minderheitsregierung? Möglich, der Obmann der Neos hat ja schon signalisiert, eine christfreiheitlichschwarze Regierung unterstützen zu können. Vielleicht sogar eine Dreier-Koalition? Von der Unterstützung von Freiheitlichen in einer Regierung sind nicht viele Schritte notwendig, um mit Freiheitlichen in einer Regierung zu sitzen.
Und bis die Regierungsfrage in Österreich nicht geklärt ist, muß doch weiter hingewiesen werden, wer die Freiheitlichen in die Regierung holt, holt …
Auskunft darüber gibt im Grunde jede Ausgabe des freiheitlichen Gesinnungsverlautbarungsorganes …

Die Verkaufszeilen für Miklós Horthy von Erich Körner-Lakatos selbst auf Haltbarkeit zu vergleichen.
In der aktuellen Ausgabe (48/2013 vom 29. November 2013) wird von Erich Körner-Lakatos ein weiteres Mal versucht, Miklós Horthy als den „größten magyarischen Staatsmann im 20. Jahrhundert“ zu verkaufen. Nehmen Sie sich bitte selbst die Zeit, seine Verkaufszeilen mit den dazu geklebten Artikeln abzugleichen. Sie werden wohl kaum zu einem anderen Schluß kommen können, als zu dem, alles, was Erich Körner-Lakatos schreibt, hält nicht …
Es würde zu lange geraten, Zeile für Zeile hier durchzugehen, aber beispielhaft: Bereits die Unterüberschrift von Erich Körner-Lakatos hält nicht: „Linke Angriffe auf Miklós Horthy gehen weiter“ … Wie gelesen werden kann, wurde die Denkmaleinweihung auch von der ungarischen Regierungspartei Fidesz-MPSZ „scharf kritisiert“ – Fidesz eine linke Partei …
Wesentlich ist aber auch, welche Zeilen Erich Körner-Lakatos nicht schreibt, nämlich diese:
„Im Zusammenhang mit der Denkmalsenthüllung, ausgerichtet von der rechtsradikalen Parlamentspartei Jobbik und dem ihr nahe stehenden, für seine rechtsradikalen Ansichten bekannten reformierten Pfarrer Lorant Hegedüs jr. hat nun der zuständige Kirchenbezirk ein Disziplinarverfahren angestrengt. Zuvor hatte die MSZP den Bischof der Reformierte Kirche in Ungarn, Gusztav Bölcskei, aufgefordert, alles zu unternehmen, damit die Bronzebüste vor der Kirche entfernt wird.“
Und es ist auch nicht zum ersten Mal, daß Erich Körner-Lakatos in der freiheitlichen „ZZ“ versucht, aus der faschistischen Partei der Pfeilkreuzler eine sozialistische … Aber auch das muß nicht ausführlich und also noch einmal geschrieben werden, es kann nachgelesen werden:
„Die Presse“ wird für eines freiheitlichen ZZlers revisionistische Geschichtsschreibung
Freiheitliche rühmen in der Zeit des Gedenkens der Novemberpogrome Miklós Horthy
In den aktuellen Verkaufszeilen für Miklós Horthy wirft Erich Körner Lakatos dem Pianisten András Schifff vor: „ein seltener Unsinn“. Nun, was Erich Körner-Lakatos schreibt, ist kein Unsinn, denn es ist alles im Sinne einer Scholleanschauung, die von keiner Regierungsbank aus und in keiner Wahl zustimmungswürdig ist.
Ein deutscher Dichter der Burschenschaft Suevia: „Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren.“
Noch ist nicht gesagt, daß es in Österreich nicht zu einer Regierung kommt, an der wieder Freiheitliche, also Burschenschafter, beteiligt sein könnten. Jetzt vielleicht sogar um so mehr, da die Burschenschafter in Innsbruck ausgeladen wurden, könnte es Michael Spindelegger ganz eng um sein christliches Herz werden, und er lädt sie ein, ihn an ihre Seite in der Regierung zu stellen.
Es gab schon einmal so eine burschenschaftliche Regierung in Österreich. Deren Geschichte ist vor allem in Gerichtsakten, nein, noch lange nicht aufgearbeitet.
Roland Weinert etwa gehörte damals der burschenschaftlichen Regierung an, an ihrer Seite war Wolfgang Schüssel, auch Andreas Khol, der heute wieder eine tragende Rolle in den Koalitionsverhandlungen spielt, er sitzt in der Gruppe „Staatsreform“ – mehr eine Drohung als eine Hoffnung auf …
Und die freiheitliche Homepage, gesinnungsgemäß ganz und gar nicht mit der Ausladung der Burschenschaften in Innsbruck einverstanden, veröffentlicht von diesem Roland Weinert eine Stellungnahme, in der er sagt:
„Die Innsbrucker Burschenschaft Suevia hat auf den Totenlisten ihres Denkmals als einen unter mehr als 500 verstorbenen ehemaligen Mitgliedern auch Dr. Gerhard Lausegger angeführt. Er war in der Pogromnacht des Jahres 1938 mitverantwortlich für den grausamen Tod des Leiters der Kultusgemeinde Innsbruck Ing. Berger. Wie in Österreich üblich wurde die mit seiner Person verbundene Tat auch bei uns lange Zeit verschwiegen. Nach intensiver interner Aufarbeitung hat sich die Burschenschaft Suevia dazu entschieden, die historischen Fakten nicht durch eine bloße Streichung des Namens zu leugnen. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dazu zu stehen, dass auch ein Mensch, der so viel Schuld auf sich geladen hat, bei uns einst Mitglied war. Wir können diese unsagbar grausame Tat und die dahinterstehenden Beweggründe nicht nachvollziehen und die damit verbundene Geisteshaltung liegt uns fern. Es fällt uns daher leicht, uns von Nationalsozialismus und Antisemitismus aufs Schärfste abzugrenzen und zu distanzieren.“
Das klingt ehrbar und edel, der Burschenschaft Suevia, deren Obmann Roland Weinert ist, falle es leicht, sich von Nationalsozialismus … Zunächst einmal, dann aber, ein Name bleibt, und verschwiegen seine Beteiligung an einem Verbrechen. Zunächst einmal, dann aber ist eindrücklich die Frage zu stellen, hat beispielsweise die Burschenschaft Suevia ihre Geschichte nach 1945 intensiv aufgearbeitet? Das ist die wesentliche Frage. Und nicht, wie hält es beispielsweise die Burschenschaft Suevia mit dem Nationalsozialimus und dem Antisemitismus vor 1945. Wer in diesem Land in eine Regierung will, müßte schon sehr töricht und taktisch vollkommen unbegabt sein, sich als Anbeter der nationalistischen Massenmorddiktatur des „deutschen reiches“ zu positionieren.
Wie hält es also beispielsweise die Burschenschaft Suevia mit ihrer Geschichte nach 1945?
„Und die Suevia argumentierte 1960 gegenüber deutschen Kameraden: ‚Wir müssen (…) betonen, daß es für die Deutsche Burschenschaft in Österreich unmöglich ist, Nichtdeutsche aufzunehmen. Wir (…) stehen auf dem allein burschenschaftlichen Standpunkt, daß somit auch der Jude in der Burschenschaft keinen Platz hat.‘ Angesichts eines derartigen Standpunktes überrascht es kaum, wenn auch mal Taten folgen. So verwüsteten im November 1961 zwei Burschenschafter den jüdischen Friedhof in Innsbruck. Einer der Täter, Aktivist der Suevia, zwängte seinen Antisemitismus zuvor in holprige Reimform: ‚…der einzige Feind, den es Wert ist zu hassen/und unter Umständen auch zu vergasen/ist doch der ewige Jude, der heute/wie früher die dummen, weil ehrlichen Leute bestiehlt/und uns allen die Frischluft wegsaugt/nicht ahnend, daß er nur zum Einheitzen taugt./Die Zeit wird bald kommen, darauf ist Verlaß/daß man ihn zum letztenmal setzt unter Gas./Dann werdet auch Ihr, trotz Aktiven-Allüren,/das Feuer von Auschwitz behüten und schüren./Wir werden, wenn auch ohne Mütze und Band,/die Gasöfen füllen bis an den Rand.'“
„Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren“, reimte lange nach 1945 ein „Aktivist der Suevia“, nicht vor 1945, sondern nach 1945, nach Auschwitz …
Und einer aus der Schreibstaffel hat auf der freiheitlichen Homepage auch eine rechte Lösung zur Hand:
„Wenn mir ein kleiner, dreckiger, linker Kläffer etwas ins Taxi wirft, dann steht die Spitze meines Regenschirmes hinten bei dessen Hals heraus.“ „Säbel, Schwert und Spieß in die Rechte.“
Ganz so treu und charakterfest scheint auch dieser aus der Schreibstaffel nicht zu sein, möglicherweise ein Taxifahrer, denn es gibt für ihn noch eine aber nur eine einzige zweite Lösung, nämlich „zur linken Reichshälfte überzulaufen“. Vielleicht ist er (oder sie) nur realistisch und weiß, wie leicht gerade Freiheitliche von einer Partei zur anderen …
Die freiheitliche Homepage titelt „Die Früchte der Medienhetze“, eine Aufforderung, die Früchte der burschenschaftlichen Regierung nicht zu vergessen, ihr Kanzler hat seinen angestammten Platz in der Vergessenheit eingenommen, einer ihrer Architekten mischt wieder ganz vorne mit …
Und als eine Vorleistung für eine Wiederbetätigung einer burschenschaftlichen Regierung kann wohl die Wahl von Norbert Hofer zum III. Präsidenten NR gewertet werden, dessen erste öffentliche Aussage auf diesem Stuhl die traditionelle Verteidigung der Burschenschaften war, sie seien von Adolf Hitler verboten worden … Und für dieses Verbot dankte ihm beispielsweise ein Dichter der Burschenschaft Suevia deutschtreu mit den Versen: „Das Feuer von Auschwitz behüten und schüren.“






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