Freiheitliche Parallelgemeinschaft der Verschwörungen und Anstandslosigkeit

Wie wenig den Freiheitlichen der Mensch zählt, dessen Wahlstimme die Freiheitlichen aber haben wollen, beweist wieder einmal die freiheitliche Unzensuriert.at mit einem gestern veröffentlichten Kommentar, mit dem ein Buch nicht nur angepriesen wird, sondern auch gleich zum Verlag verlinkt wird, um dieses Buch bequem bestellen zu können.

Womit weiter, mit dem gar nicht begonnen werden will … Weil ein Erzeugnis zu beschreiben ist, das … aber schließlich geht es um eine Gesinnungsgemeinschaft, die bei Wahlen kandidiert, also gibt es kein Vorbei an diesem …

Mit einer neuen Überschrift noch einmal beginnen:

Freiheitliche – Eine Affäre der Wähler und Wählerinnen

Es ist ein Buch, daß die freiheitliche Unzensuriert.at nicht nur empfiehlt, sondern zu diesem Erzeugnis zum bequemsten Bestellen auch gleich verlinkt.

Und dann weiter, doch weiter, mit dem Verlag anfangen …

Weltenwandel UG wurde erst im März 2013 gegründet, mit einem Stammkapital von 300,00 Euro. Wie auf der Website dieses Verlages gesehen werden kann, sind erst zwei Bücher erhältlich, verlegt worden. Das eine Buch „Staatsaffäre …“ von Guido Grandt und Udo Schulze und das zweite Buch von Michael Grandt, dem Bruder. Als Geschäftsführer fungiert Günter Saur – auch über ihn sind Informationen auf die carte postale geklebt …

Freiheitliche - Eine Staatsaffäre 30-06-2013Auf der Website Weltenwandel kann zu dem Buch „Staatsaffäre …“ ein Video abgerufen werden: „Alpenparlament TV“. Interviewer ist Michael Vogt. Ein Burschenschafter, der …

Es wird besonders hervogehoben, daß hier unabhängiger, unzensierter Journalismus betrieben wird. Nun. Michael Vogt interviewt Guido Grandt und Udo Schulze über ihr Buch beim Verlag Weltenwandel, dessen Geschäftsführer Günter Saur ist, mit dem Michael Vogt Geschäftsbeziehungen unterhält. Informationen hierzu ebenfalls auf die carte postale geklebt. Im Grunde aber reicht das Ansehen dieses Interviews vollkommen, um zu wissen, daß dieses Buch ein Aberwitz ist, ein „Scharlatanerieprodukt“, um ein Wort über andere Produkte aus diesem Umfeld zu verwenden. Daß schlampig gearbeitet wurde (Satzfehler beim Umbruch der Druckereidatei), schreibt Guido Grandt selbst in seinem Blog vom 17. Juni 2013, am 4. Juni 2013 muß er sich damit auseinandersetzen, ob Werk und Vertrieb ein „Betrug“ …

Freiheitliche - Eine Staatsaffäre - RückseiteWas für „Enthüllungen“ Guido Grandt sonst auf den Tisch gelegt hat, dafür reicht der Hinweis auf sein Buch über Jörg Haider, der …

Und Udo Schulze? Es mag nicht mehr weiter ausgeführt werden. Recherchieren Sie selbst. Vielleicht noch der Hinweis, Udo Schulze hat auch mit dem Kopp-Verlag zu tun, ein Verlag, der Freiheitlichen nicht unbekannt

Womit die Freiheitlichen wieder direkt angesprochen sind, um die es hier einzig geht, um die bei Wahlen kandidierenden Freiheitlichen. Es darf nicht vergessen werden, daß die Unzensuriert.at auf der Website der Freiheitlichen als eine der „Initiativen Nationalratsabgeordneter“ geführt wird. Was für eine Empfehlung, Freiheitliche zu wählen …

Während, wie bei Guido Grandt zu lesen ist, im Internet Menschen, die keine Nationalratsabgeordneten sind, längst schon darüber diskutieren, ob denn dieses Buch ein „Betrug“ ist, wird es von Freiheitlichen bedenkenlos nicht nur in ihrem weltanschaulichen und ihrem weltansehenden Sinne positiv besprochen, sondern auch gleich zum bequemen Bestellen verlinkt …

Skrupellos mißbrauchen Freiheitliche einen Menschen, der viel durchmachen mußte, haben vor diesem Menschen, der viel durchmachen mußte, keine Achtung, keinen Anstand, kein Gewissen. Denn, hätten Freiheitliche Achtung vor den Menschen, sie würden genau prüfen, nicht nur in dem hier konkret angesprochenen Fall, ehe sie beispielsweise derartige Machwerke für niedrigste parteipolitische Zwecke … Aber auch darüber will nicht mehr noch ausgeführt werden, als hier ohnehin schon ausgeführt wurde … Geben Sie zum Beispiel als Suchwort „Unzensuriert“ ein, Sie werden auch hier genügend Beispiele finden, um sich zu fragen, können Freiheitliche das Wort Respekt, das Wort Anstand, das Wort Achtung, das Wort Redlichkeit überhaupt fehlerfrei buchstabieren, oder das Wort Wahrheit

Tea-Party beim Bachmann-Preis

Es wurde gestern wohl zu streng über den „Ingeborg-Bachmann-Preis geurteilt, denn es wurde dabei ganz darauf vergessen, für wen dieser Preis von großer Bedeutung ist, wer sich auch dafür einsetzt … es sind Menschen, die ohne ihnen vorgetragene Literatur haltlos wären, politische Wege beschritten, die … Aber die in Klagenfurt ihnen vorgelesene Literatur lassen sie über die in ihnen selbst angelegten Möglichkeiten erschrecken, veranlassen sie, sich zu besinnen, das Wahre, Schöne und Gute, das in ihnen auch vorhanden ist, erkennen …

Eine Gruppe auf der Plattform des Unternehmens Facebook mit dem Namen „Rettet den Bachmann-Preis!“ überzeugte schließlich, wie wichtig diese Literaturveranstaltung ist, welch einigende Kraft für dieses Land ihr innewohnt …

Was wäre aus diesen Menschen, die sich nun auch für die Rettung des „Ingeborg-Bachmann-Preises“ einsetzen, geworden, ohne die ihnen seit Jahrzehnten vorgetragene Literatur? Was wird aus ihnen werden, wenn es diese Literaturveranstaltung nicht mehr …

Tea Party beim Bachmann-PreisAus dem Gründer dieser Rettungsgruppe, René Cerne? Was für eine gute Begleiterin war ihm bisher die vorgelesene Literatur, zu welch einer Offenheit führte ihn diese: Nicht nur abzulesen an seinen Mitgliedchaften auf der Plattform des Unternehmens Facebook: „Austrian Tea Party“, „Die Freiheitlichen in Klagenfurt“, sondern auch an seinem derzeitigen Beruf: Büroleiter von Landesrat Gerhard Köfer, auch an seiner weltpolitischen Einschätzung, zu der nur ein literaturgeschultes Ohr … Die Literatur wird ihn wohl auch sicher zur österreichischen Tea-Party-Bewegung geführt haben, zu dieser Gruppe mit dem geschulten Auge für Qualität, die sie verbreitet: Andreas Unterberger, Christian Ortner … Mit aus der Tradition hergeleiteten Werten … Mit Mitgliedern, die der sogenannten Meinungselite in diesem Land … Wird daran gedacht, was für Geistesgrößen in den Vereinigten Staaten zur dieser Bewegung gehören, wie Sarah Palin, wird es nicht verwundern, daß auch in Österreich dieser Gruppe vor allem Menschen aus dem universitären Bereich beigetreten sind, etwa Josef Spindelböck … Aber auch Wahlkandidaten mit einer Sendung, wie Rudolf Gehring

Und weil es bei diesem „Ingeborg-Bachmann-Preis“ um Offenheit, um Weltläufigkeit geht, wie es René Cerne richtig versteht, hat er Menschen zu dieser Rettungsgruppe eingeladen, um sich geschart, die bekannt sind für Offenheit, für Weltläufigkeit, für … beispielsweise Harald Dobernig, unter dessen Landesratsschaft die Kultur in Kärnten einen … Oder Udo Guggenbichler, der mit der Ausrichtung des WKR-Balles wohl die weltoffenste Tanzveranstaltung

Ach, redet den „Ingeborg-Bachmann-Preis“ nicht schlecht, ohne diesen wäre es … Ohne den „Ingeborg-Bachmann-Preis“ wäre auch dieser Text nicht geschrieben worden, denn Alexander Wrabetz kann es sich nicht und schon gar nicht hoch anrechnen lassen, mit seinem Sparfuchteln für diesen Text verantwortlich zu sein … Vielleicht sollte er sich auch Literatur vortragen lassen, möglicherweise kann er als Oberschüler doch andere Erkenntnisse aus der Literatur ziehen, als …

ORF ist besetzungsreif

Spät im Juni 1979 wurde in Klagenfurt das Gebäude in der Reitschulgasse 4 besetzt. Aufhänger war die sogenannte „Woche der Begegnung“ … Diese einwöchige kulturelle Abspeise, zu der die Menschen in Klagenfurt für eine einzige Woche im Jahr sich anstellen durften. Grund für die Besetzung war auch der damals in dieser Woche abgehaltene „Ingeborg-Bachmann-Preis“, der nicht gewollt wurde … Das Gehabe der eingeflogenen sogenannten Großkritiker … Das Angerührtsein und das nach Anerkenung und Liebe bettelnde Lesepersonal … Dieses unliterarische Verhalten …

Damals war klar, und so wurde auch die Forderung formuliert, daß das für die „Woche der Begegnung“ und für den „Ingeborg-Bachmann-Preis“ hinausgeworfene Geld besser angelegt wäre für die Schaffung und für das ganzjährige Bespielen eines Kommunikationszentrums, das Raum geben sollte der gesamten kulturellen, künstlerischen und literarischen Vielheit nicht nur Klagenfurts und Kärntens, sondern weit darüber hinaus. Im Frühling 1980 war es mit der Besetzung vorbei. Das Haus wurde von den Polit-Verantwortlichen zum Demolieren freigegeben, um eine neuerliche Besetzung zu verhindern.

Was bis heute blieb, ist der „Ingeborg-Bachmann-Preis“. Ein Preis, der für Kärnten nichts brachte. Wird daran gedacht, welche politischen Entwicklungen dann kamen, oder genauer, keine Entwicklungen, sondern der Siegeszug der Freiheitlichen mit ihren Stillständen und Rückgängen und bis zum Erbrechen bekannten Auswüchsen. Ein vom Land und von den Menschen in diesem Land abgekoppelte Literaturveranstaltung, eine unerhebliche, von Jahr zu Jahr lieblicher gewordene Veranstaltung, auf der Texte vorgelesen werden, uninteressant und dem Korrekten bis zur Eintönigkeit verpflichtet. Und um die Literaturkritik, die auf dieser Veranstaltung geboten wird, ist es um keinen Deut besser bestellt. Die Literaturkritik hat auf dieser Veranstaltung mit 2011 völlig abgedankt. Es bedurfte 2011 keiner Literaturkritik mehr, 2011 hätte es auch nicht einmal bedurft, den Text vorzulesen, der 2011 mit dem „Ingeborg-Bachmann-Preis“ ausgezeichnet wurde. Denn es war augenblicklich beim Lesen der Eingeladenen und den Inhaltsangaben ihrer Wett-Texte klar, wer diesen gewinnen wird. Es war lediglich eine kleine Rechnung anzustellen: ein kleines Jubiläum eines nach einer Frau aus Kärnten benannten Preises, dazu noch das Thema des Textes, um zu wissen, wer 2011 gewinnen wird. Und genau diese Nacherzählung wurde dann schließlich auch mit dem „Ingeborg-Bachmann-Preis 2011“ …

Wenn es einen „Ingeborg-Bachmann-Preis“ weiterhin geben soll, dann muß es ein anderer werden. Mit Schreibenden, deren Fadesse ihrer Texte nicht schon von ihrer Ausstrahung und ihrer Bekleidung abgelesen werden kann. Nicht weiter mit einer Jury, die es literaturkritisch nicht einmal mehr schafft, Meterware zu erzeugen, mit einer Jury, die in der Lage ist, mannigfaltige Verbindungen zu den besprochenen Texten herzustellen, die das Sprechen über Literatur spannend machen, das Zuhören zu einem geistigen Erlebnis … Menschgemäß werden dafür aber Texte benötigt, die ein derartiges Niveau fordern …

Die Zeit ist wohl auch wieder reif, nein, überreif, für eine neue Besetzung, aber eine im großen Stil. Der ORF ist besetzungsreif. Nicht das kleine Studio in Kärnten allein ist zu besetzen, sondern das große Gebäude, in dem Alexander Wrabetz sitzt, der überangepaßte Oberschüler der medialen Verflachung und Denovation. Nein, alle Studios sind zu besetzen. Denn, wenn es den ORF weitergeben soll, dann muß es ein anderer werden.

PS Sonderbar mutet es nun an, daß wohl nicht wenige, die damals gegen diese Literaturveranstaltung waren, heute für den Erhalt des „Ingeborg-Bachmann-Preises“ sich einsetzen, also für etwas Erstarrtes sich entscheiden, vielleicht auch deswegen, weil sie auch eine Sehnsucht nach einer Tradition haben, von der sie jedoch fälschlicherweise meinen, es sei eine andere, als jene, gegen die sie politisch korrekt auftreten. Wohl aber auch handfeste wirtschaftliche Gründe …Der eine oder die andere, die eine geschäftliche Verbindung zu dieser Veranstaltung haben, persönliche finanzielle Einbußen befürchten …

Freiheitliche – Zehn Jahre der Entwicklung hinten nach, nicht nur bei der Integration

Vor beinahe zehn Jahren wurden der Wiener Integrationsfonds aufgelöst. Eine neue Magistratsabteilung für Integrations- und Diversitätsangelegenheiten geschaffen, die MA 17 … Das hält aber die freiheitliche Unzensuriert.at nicht davon ab, heute in der Zeit von vor zehn Jahren zu leben, und also über Yilmaz Nurten zu berichten, sie sei Kuratoriumsmitglied des Wiener Integrationsfonds …

Freiheitliche - Zehn Jahre hinter der GegenwartEs wurde schon öfters über die Techniken der Freiheitlichen berichtet, mit der sie die Wahrheit behauen, aber nicht alles wird von Freiheitlichen bewußt mit ihren Techniken zugeschnitten. Im konkreten Fall wird es einfach so sein, daß sie gar nicht wissen, daß es den Wiener Integrationsfonds seit bald zehn Jahren nicht mehr gibt. Freiheitliche sind einfach hinten nach, kommen und bekommen nicht mit, welche Veränderungen es gab und gibt. Und mit dieser Inkompetenz und mit dieser Faulheit zur Einholung von Informationen meinen Freiheitliche dennoch, für politische Ämter kandidieren zu können …

Die freiheitliche Unzensuriert.at ist, darauf muß besonders hingewiesen werden, nicht die Website von irgendwelchen Angestellten, sondern geführt als eine der „Initiativen Nationalratsabgeordneter“, wie auf der Website der Freiheitlichen gelesen werden kann und bereits gestern darüber geschrieben wurde.

Freiheitliche kandidieren nicht mehr

Eine Schlagzeile, die heute nur auf einen Freiheitlichen zutrifft – auf Dr. Martin Graf, der nicht mehr …

Und es ist eine Schlagzeile, die weder in diesem Jahr noch in den Folgejahren zu lesen sein wird, auch wenn es eine ist, die den Freiheitlichen Anerkennung einbrächte. Nicht mehr zu kandidieren. Das wäre der Beitrag, den Freiheitliche je zu leisten imstande sind. Nicht mehr zu kandidieren. Damit trügen Freiheitliche zum Gewinn von politischer Kultur im allgemeinen bei, Freiheitliche trügen damit im besonderen bei zum Gewinn von Enthetzung in sehr vielen relevanten gesellschaftspolitischen Belangen …

Weil aber mit dieser freiheitlichen Leistung nicht zu rechnen ist, sind Wähler und Wählerinnen einmal mehr gefordert, die Schlagzeile für den 30. September 2013 von demokratiepolitischer Qualität zu schreiben:

Dr Martin Graf kandidiert nicht mehr für den NationalratFreiheitliche abgewählt – Sie schaffen nicht den Einzug in den Nationalrat!

Mit solch einem Nationalratswahlergebnis am 29. September 2013 würden Wähler und Wählerinnen beispielsweise auch den Wählerinnen und Wählern im Parlament es ersparen, einen nächsten Freiheitlichen zum III. Präsidenten NR zu machen, der, so erhoffen es sich die Freiheitlichen, Ing. Norbert Hofer … Wie sehr auch ein Norbert Hofer für die Unwählbarkeit der Freiheitlichen steht, muß nicht schon wieder ausgeführt werden, zumal es nachgelesen werden kann – eine Auwahl:

Norbert Hofer

Unzensuriert

Zur Zeit

Freiheitliche Unzensuriert.at erklärt, wie Frau und Wahrheit zu schlagen sind

Eingangs muß klargestellt werden, daß hier mit keinem Wort eine Fürsprache für den Organisierten Glauben des Islams geschrieben wird, nicht einmal mit einem Wort der Organisierte Glaube des Islams verteidigt wird; denn zu absonderlich ist diese männliche Vorstellung, diese männliche Sichtweise auf das Verhältnis zwischen Frau und Mann und diese männliche Regelung mit einer männlichen Überstellung im Zusammenlebens von Mann und Frau waren bereits überholt, ehe Allah vulgo Gott alias …, zusammengefaßt: ehe all diese monotheistischen Götter erfunden wurden …

Freiheitliche Unzensuriert erklärt wie die Wahrheit zu schlagen ist

„We need to deal with our problems through dialogue and mutual understanding.“

Aber es ist wieder einmal zu zeigen, wie die freheitliche Unzensuriert.at die Wahrheit auf die brutalste Art und Weise schägt, und zwar deshalb ist das immer wieder aufzuzeigen, weil sie, die Unzensuriert.at, eben die Website freiheitlicher Spitzenfunktionäre und freiheitlicher Spitzenfunktionärinnen ist. Und in leichter Abänderung eines Sprichwortes kann gesagt werden, wer in einer Sache lügt, der lügt nicht nur in einer Sache … Und das ist zu bedenken, wenn in der Wahlzelle, in diesem Jahr beispielsweise am 29. September 2013, die eigene Hand bei den Freiheitlichen ein Kreuz machen will -, da ist die eigene Hand freundlich aber bestimmt daran zu hindern …

Auf die carte postale wurde sowohl der Kommentar der freiheitlichen Unzensuriert.at als auch die Transkription der Sendung zum Vergleich geklebt. Sie können sich aber auch das Video ansehen unter:  http://www.memritv.org/clip/en/3867.htm

Was Sie auf der carte postale lesen können, was Sie sehen werden, ist nicht das, was die freiheitliche Unzensuriert.at darüber schreibt, die sich dabei auf die Paraguay Rundschau (allerdings die Verlinkung führt zu einer anderen Rundschau, die Dr. Martin Graf, III. Präsident NR, auf Reisen zeigt) bezieht … Genau das Gegenteil. Das heißt, wieder einmal ein freiheitlicher Kommentar, unnötig und falsch …

NS Über ein weiteres britisches Beispiel von gleicher freiheitlicher Qualität wurde erst vorvorgestern geschrieben: Lügen-, Hetz- und Diffamierungstechnik der Freiheitlichen – Exemplarisch gezeigt am englischen Beispiel …

NS Das Bild, das die freiheitliche Unzensuriert.at zu diesem Kommentar auswählte, erzählt aber doch noch eine Wahrheit, die die freiheitliche Unzensuriert.at in ihrem Kommentar selbst nicht ansprechen wollte, also unbeabsichtigt und ungewollt entgeht sie doch einer Wahrheit nicht, nämlich der von der häuslichen Gewalt in nicht-muslimischen Haushalten, der vom brutalen Schlagen der Frauen durch den nicht-muslimischen Mann, der vom auch im sogenannten christlichen Abendland für sehr viele Frauen bitteren Familienalltag und bedrohlichen Ehealltag. Denn das Bild zeigt im Gegensatz etwa zum gewählten Bild der Paraguay Rundschau, das zum Artikel passender ist, einen Mann und eine Frau, die ein sogenanntes modernes westliches Paar darstellen, möglicherweise einem sogenannten modernen westlichen Magazin entnommen, die über die Gewalt in sogenannten modernen westlichen, vielleicht über taufscheinchristliche Ehen und Familien in Österreich berichtete …

Frage auf dem Genfer Bahnsteig nach dem Rückkehrsinn nach Österreich

Dem Herrn muß es in der Sekunde klar gewesen sein, daß seine gegen den Strom der zu den Zügen Drängelnden gestellte Frage, ob es Sinn habe, oder gar: Sinn mache, nach Österreich zurückzukehren, nicht verstanden wird, denn er bittet augenblicklich um ein wenig Zeit, damit er seine Frage verständlich machen, sich politisch bekennen könne, auch wenn er zugleich eingestehen müsse, nicht in der Lage zu sein, nach Österreich zurückkehren zu können, jedoch, auch wenn er es selbst nicht ganz verstünde, es interessiere ihn einfach, ob sich die Wirklichkeit in Österreich seit seinem Weggang derart verändert habe, daß eine Rückkehr durchaus wieder in den Bereich des Möglichen … Er bitte um Geduld und Nachsicht, denn er neige zur Ausführlichkeit, aber er wolle sich bemühen, fragmentarisch, also kurz und bündig zu berichten, in was für einer Welt er lebte, damals, nicht einmal ein Jahr sei es noch hin gewesen zum Krieg von 1914 … Er erinnere ein Wort Goethes, das mich vor Jahren absonderlich ergriffen hat. Es sagt: man könne nur über solche Fragen schreiben, von denen man nicht zuviel wüßte. – Das tiefe Glück und Unglück dieses Geständnisses werden nicht viele Menschen verstehn. Es spricht eine schlichte seelische Tatsache aus: Daß die Phantasie nur in der Dämmerung arbeitet. Es gibt ein Denken, das Wahrheit schafft; klar wie eine Nähmaschine setzt es Stich neben Stich. Und so gibt ein Denken, das glücklich macht. Das ungeduldig in dich hineinfährt, so daß deine Beine zittern; das im Flug und Sturm Erkenntnisse vor dir auftürmt, an die zu glauben dein Seelenleben in den nächsten Jahren ausfüllen wird, und: von denen du doch nie wissen wirst, ob sie richtig sind. Seien wir ehrlich: es reißt dich plötzlich einen Berg hinauf, von wo du deine innere Zukunft mit seliger Weite und Gewißheit siehst wie – seien wir ehrlich, wie ein zirkulärer Irrer, ein Manisch-Depressiver im Vorstadium der Manie. Du schreist nicht und du machst keinen Unsinn, aber du denkst locker und gigantisch wie mit Wolken, während das gesunde Denken Fug auf Fug wie in Ziegelsteinen denkt und wie äußerstes Bedürfnis hat, jeden einzelnen Griff immer wieder an den Tatsachen zu prüfen. Es verarmt dich, Einzelnen, indem es dich nicht über die Antworten auf ein paar Fragen hinausläßt, von denen deine Seele selbstverständlich nicht leben kann. Es macht dich unfruchtbar. Aber du mußt dein Denken von Zeit zu Zeit immer wieder auf dieses zurückschrauben, mußt es daran prüfen, mußt es ihm unterwerfen, darfst dich nie zu weit davon entfernen, wenn du nicht ins Maßlose und das ist zugleich ins Bedeutungslose geraten willst. Wer nicht mit einer heimlichen Scham und doch mit brennendem Entschluß die Wissenschaft meidet, versteht Goethes Geständnis nicht. Möge es entschuldigen, was ich in diesen Wochen … Ich habe mich nie früher für Politik interessiert. Der politisierende Mensch, Abgeordneter oder Minister, erschien mir wie ein Dienstbote in meinem Haus, der für die gleichgültigen Dinge des Lebens zu sorgen hat; daß der Staub nicht zu hoch liegt und daß das Essen zur Zeit fertig sei. Er erfüllt seine Pflicht natürlich so schlecht wie alle Dienstboten, aber solange es angeht, mischt man sich nicht ein. Las ich zuweilen das Programm einer politischen Partei oder die Reden des Parlaments, so wurde ich in der Ansicht nur bestärkt, daß es sich hier um eine ganz untergeordnete menschliche Tätigkeit handle, der nicht im geringsten erlaubt werden dürfe uns innerlich zu bewegen. Ganz zugrunde lang alledem dem aber ein altes Vorurteil, das ich hatte. Ich weiß nicht, wann ich es erwarb und welchen Namen ich ihm geben soll. Mir gefiel unsre Welt. Die Armen leiden; in tausend Schatten bilden sie eine Kette von mir abwärts zum Tier. Und eigentlich am Tier vorbei noch weiter abwärts, denn keine Tierart lebt unter so untierischen Bedingungen wie manche Menschen unmenschlich leben. Und die Reichen gefielen mir wegen ihrer Unfähigkeit ihren Reichtum seelisch bedeutsam auszunützen, wodurch sie so komisch sind wie jene Insekten, die in der Luft schillern und in der Nähe betrachtet, ein haariges, blödes Säckchen von Leib haben und ein dünnes, armes Stengelchen von Nerv darin. Und die Könige gefielen mir in ihrer Majestät wie gutmütige Menschen mit einer kleinen Absonderlichkeit, auf die alle Welt mit einem Augenzwinkern eingeht. Und die Religion gefiel mir, weil wir längst ungläubig sind und ganz ernsthaft weiter in christlichen Staaten leben. Und vieles in dieser Weise. Das war nicht nur Freude an der Vielheit der Erscheinung und nicht nur die nahebei philosophische Erschütterung über die außerordentlich zähe, zerdehnbare, unzerquetschbare Natur des Menschen, die diesem würdelosen Affen zur Herrschaft über die Erde verhalf, sondern es war vor allem die Wertschätzung der großen inneren Unordnung selbst, die darin liegt, daß wir den Nächsten mißbrauchen, aber bedauern, uns ihm unterordnen, aber das nicht ernst nehmen oder von einem Mord mit Scheu, von tausenden aber mit Ruhe sprechen. Denn, so schien mir, eine derart logikloser Unordnung des Lebens, eine solche Auflockerung ehemals bindender Kräfte und Ideale müßte ein guter Boden für einen großen Logiker der seelischen Werte sein. Da dieses Dasein in seiner Kupplung widersprechender Elemente außerordentlich kühn, wenn auch aus Inkonsequenz und Feigheit ist, bleibt nur der Schritt zu tun, noch kühner aus Bewußtheit zu werden. Und hier, wo jedes Gefühl nach Richtungen äugt, alles treibt, nichts gehalten wird und seine Kombinationsfähigkeit verliert, müßte es gelingen, alle inneren Möglichkeiten noch einmal zu prüfen, neu zu erfinden und die Vorzüge einer vorurteilslosen Laboratoriumstechnik endlich aus den Naturwissenschaften auch auf die Moral zu übertragen. Und daß wir damit aus der durch Rückschläge so langsamen Entwicklung vom Höhlenmenschen bis heute mit einem Sprung hinaus in eine neue Weltepoche kämen, glaube ich noch heute. Um einen Namen zu geben. ein konservativer Anarchist war ich.

Den Gedanken, durch den sich das änderte, wird man vielleicht lächerlich finden. er ist kurz und einfach. Du selbst bist schon – sagte er mir – in dem, was du willst, ein Geschöpf der Demokratie und die Zukunft ist nur durch eine gesteigerte und reinere Demokratie erreichbar.

Ich hielt, daß alle Menschen im Grunde gleich und Brüder seien, immer für eine sentimentale Übertreibung und tue es noch heute, denn mein Gefühl wurde von dem der anderen stets mehr abgestoßen als angezogen. Aber ich glaube mit Klarheit zu sehen, daß die Wissenschaft ein Ergebnis der Demokratie ist. Nicht nur daß hier der Große mit dem Geringen arbeitet und der Größte den Durchschnitt der nächsten Generation kaum überschreitet. Vielmehr ist das Entscheidende, daß durch die Demokratisierung der Gesellschaft, die in den letzten zweihundert Jahren stattgefunden hat, eine größere Zahl Menschen als je zur Mitarbeit gelangt ist und daß unter dieser größeren Zahl – entgegen dem aristokratischen Vorurteil – die Auslese an Begabung größer ausfiel. Ich verkenne nicht die Verflachung, die zuweilen bei zu großer Ameisenhaftigkeit des wissenschaftlichen Betriebes zur Gefahr wird, aber ich glaube, daß die Zahl der großen Leistungen im Verhältnis zu der der mittleren steht, denn das Genie macht nie etwas neu, sondern stets nur etwas anders und die durchschnittlichen Talente liefern ihm die Möglichkeit, in der es sich zu Leistungen verdichtet. der vehemente Aufschwung, den die Kenntnis und Beherrschung der Natur seit dieser Zeit genommen haben, ist nur so zu erklären. – Es ist undankbar diesen Leistungen des Verstandes immer nur entgegenzuhalten, daß sie der Seele nichts genützt haben, ja daß seit ihrer Zeit das Seelische einen Prozeß der Verkümmerung erleidet. Sie haben alle, auch die im guten Sinn einfältigen Seligkeiten zerstört, gewiß, indem sie einen Boden für kompliziertere schufen; aber es ist nicht ihre Aufgabe gewesen, auch noch diese selbst zu schaffen. Sondern unsre. Der naturwissenschaftliche Verstand mit seinem strengen Gewissen, seine Vorurteilslosigkeit und Entschlossenheit, jedes Ergebnis von neuem in Frage zu stellen, sobald der geringste geistige Vorteil dadurch möglich ist, tut auf einem Interessensgebiet zweiten Ranges das, was wir in den Fragen des Lebens tun sollten.

Allein gewiß geht auch das, was wir durch ihn erlitten haben, auf seine demokratische Herkunft zurück. Es ist die Verarmung des inneren Ganzen zum Vorteil einzelner Teile. Die Existenz gewaltiger Spezialgehirne in Kinderseelen. Nicht nur ist es meistens betrüblich, Männer der Wissenschaft über andre als wissenschaftliche Fragen urteilen zu hören, sondern auch der Mathematiker versteht Kulturhistoriker nicht: und der Nationalökonom nicht das Leben des Botanikers. Diese Divergenz des Geschmacks ist nicht nur eine Frage der Unübersichtlichkeit und deshalb der Größe der Wissenschaft. Denn wären die Gelehrten Söhne und Glieder einer einheitlichen Gesellschaft, so wäre die Wissenschaft eine allseitige, ausgeglichene und durch den ganzen Geschmack beschränkte Ausbildung des Geistes geworden, eine gesellschaftliche Übung und verhielte sich zu der unsren wie das körperliche Können des Renaissancegentiluomo zu den Rekordleistungen des modernen Sports. So aber kommen sie als junge Leute aus den verschiedenen Gegenden der menschlichen Gesellschaft daher, ausgestattet mit den verschiedensten Lebensgewohnheiten, -ansprüchen und -hoffnungen, bohren sich mit dem Kopf an der Stelle in die Wissenschaft ein, wo sie angelangt sind, und leben frugal, voneinander verschieden und in Unkenntnis jeder anderen Kultur das Leben jenes seelischen Dorfs weiter, aus dem sie gerade stammen.

Und nicht nur in der Wissenschaft, auch in der Kunst finden wir den gleichen Gewinn und das gleiche Leid. Denn was haben wir, frage ich mich, in der Kunst heute Köstlicheres als jene Freizügigkeit des Gefühles, die wir einer Auflockerung der moralischen Satzungen und der Geschlossenheit des Geschmacks, im letzten Grunde also auch hier der zu großen Zahl der Menschen verdanken? Sie ermöglicht uns jene außerordentliche Beweglichkeit des Standpunkts durch die wir das Gute im Bösen und das Häßliche im Schönen erkennen. Die starren Schätzungen (welche wir vorgefunden haben) auflösen und ihre Elemente zusammensetzen. Aber auch, daß wir mit diesen Leistungen nicht durchdringen, rührt daher, und darum der künstlerische Partikularismus, die ohnmächtige Vielheit kleiner Gemeinden, die Hemmungslosigkeit im Umsturz und Erfinden von Neuem, mit der sich die Künste maßlos steigern, weil sie kein Publikum beschwert. Das Mißtrauen, mit dem jedes Neue wie eine Narrheit empfunden wird, und nicht zuletzt, daß trotzdem dieser sinnlose, täuschende allgemeine Hunger nach einer künstlerischen Erlösung bleibt, nach einer homerischen Einfalt, in die wir verschiedenen alle einmal vereint zurücksinken könnten. – Trotzdem ist es für mich ohne Frage, daß wir die so errungenen Vorteile niemals wieder preisgeben werden und daß wir die Schädigungen überwinden können. Und daß wir gewinnen werden, wenn wir die Entwicklung, die bisher geführt hat, noch übertreiben.

So – angedeutet – der Gedanke. Und meine Überzeugung zwingt mich seither zu etwas, wovon mein Gefühl nichts wissen will. Ich mache die theoretischen Vorstudien, die mir ermöglichen sollen, meinen Willen einzusetzen. Ich suche ein wirtschaftliches Programm, das die Durchführung einer reinen, beschwingenden Demokratie gewährleisten soll, das noch größere Massen heraufzieht. Gewiß, ich werde bis dahin sozialdemokratisch oder liberal, je nachdem es die Umstände fordern, wählen, aber es ist klar, daß wir etwas brauchen, das uns aus der Flachheit der heutigen Parteien hinausführt, und zu jeder solchen Idee gehört ein wirtschaftliches Programm als Durchführungsvorschrift. Und ich frage mich ganz naiv: wer wird meine Schuhe putzen, meine Exkremente fortkarren, nachts für mich in ein Bergwerk kriechen? Der Bruder Mensch? Wer wird jene Griffe tun, zu deren vollendeter Durchführung man ein ganzes Leben lang an der gleichen Maschine stehn und das Gleiche tun muß. Ich kann mir vieles denken, das heute gering geschätzt wird und doch einen Zauber hat, sobald man es freiwillig tut. Aber wer wird jenen vielen andren Arbeiten sich unterziehen, zu denen nur die Not zwingt? Und ich will bessere Richter, bessere Wohnungen haben. Ich will besser essen. Ich will mich nicht über den Polizeimann ärgern. Zum Teufel, ich, Mensch, bewohne die Erde und sollte es in diesem meinem Haus nicht zu einer besseren Bequemlichkeit bringen können als diese erbärmlichen von heute?! Einstweilen treiben wir Politik, weil wir nichts wissen. Es zeigt sich deutlich darin, wie wir es tun. Unsre Parteien existieren durch die Angst vor der Theorie. Gegen die Idee, fürchtet der Wähler, läßt sich stets eine andre Idee einwenden. Darum schützen sich die Parteien gegenseitig vor den paar alten Ideen, die sie ererbt haben. Sie leben nicht von dem, was sie versprechen, sondern davon, die Versprechen der anderen zu vereiteln. Das ist ihre stillschweigende Interessensgemeinschaft. Sie nennen diese gegenseitige Behinderung, die nur kleine praktische Ziele erreichen läßt, Realpolitik. Keine von ihnen weiß wirklich, wohin es führen würde, wenn man den Agrariern folgte, oder den Forderungen der Großindustriellen oder denen der Sozialdemokratie. Sie wollen gar keine Politik machen, sondern Stände vertreten und für bescheidene Wünsche das Ohr der Regierung haben. Ich hätte nichts dagegen, wenn sie darum die Politik andren überließen, so aber konservieren sie durch die Legierung mit wirtschaftlichen Tagesvorteilen auch noch entwertete Ideologien, wie die des Christentums, der Könige, des Liberalismus, der Sozialdemokratie. Und indem sie sie niemals ausführen, geben sie ihnen einen Schein von Bedeutung und Heiligtum, was neben allem andren auch noch eine Sünde wider den Geist ist.

Ich bin überzeugt, daß das wirtschaftliche Programm keiner einzigen von ihnen durchführbar ist und daß man auch gar nicht daran denken soll, eines zu verbessern. Sie werden weggeblasen, sobald der Wind sich erhebt, wie allerhand Mist, der sich auf stillem Boden angehäuft hat, sie werden falsch gestellte Fragen sein, auf die es kein Ja und Nein mehr geben soll, sobald eine Sehnsucht durch die Welt fährt. Ich habe keine Beweise dafür, aber ich weiß, so wie ich warten viele.

Noch aber ist es still und wir sitzen wie in einem Glaskäfig und trauen uns keinen Schlag zu tun, weil dabei gleich das Ganze zersplittern könnte. Wir sind mit unsren besten Dingen verfangen in der Geldwirtschaft, mit der Kunst, den Erfindungen … ja wir lieben das Geld wie eine Art Gott, eine Art Zufall, eine unverantwortliche Instanz der Entscheidung. Trauen wir wirklich irgendeiner sozialen Organisation zu, die guten Künstler zu fördern und die schlechten zu unterdrücken? Den Wert von Erfindungen oder anderen Ideen zu erkennen, der sich erst nach Jahren manifestieren wird? Wir sind im Grunde durchdrungen davon, daß der Staat der entsetzlichste Tölpel ist. Auch das Geld verteilt sich nicht nach Gerechtigkeit, aber es verteilt sich doch wenigstens nach Glück und Zufall und es ist nicht die stabilisierte Hoffnungslosigkeit, die der allmächtige Staat wäre.

So kommen diese Tage der Depression. Ich war zu Besuch im römischen Irrenhaus und dann in der Kirche. Damit es nicht wie eine Pointe erscheint, sage ich es gleich jetzt: so erschien mir alles, wie unsre Situation. Sieben Mann, der Arzt, ich und fünf große Wärter traten wir in jedes Zimmer der Unruhigenabteilung. In einer Einzelzelle tobte ein nackter Mann; wir hörten schon von weitem ihn schreien. Blond war er und muskulös und sein Bart stak voll dicken Speichels. Immer die eine Bewegung machte er, ein Herumwerfen des Oberkörpers mit einem Ruck aller Muskeln und dazu immer den gleichen Griff mit der einen Hand, als wollte er jemanden etwas erklären. Und schrie etwas, das keiner verstand, immer das gleiche. Für ihn war wohl jenes Bedeutungsvolle, das er deutlich zu machen, der Welt ins Ohr zu hämmern hatte, für uns war es ein zerstoßener unförmiger Schrei. Und danach saß ich beim Gesang der französischen Nonnen. Ein Stimmchen ging zagend dahin, man wußte nicht, war es ein altes oder junges Stimmchen und die Stimmen der Schwestern holten es ein und wärmten es in der kalten Ungewißheit des Weltraums. Und drei Schritte vor mir sang einer selig mit und zerstörte alles. Es war einer von jenen Alten, die den Betstuhldrang dreimal täglich nicht zurückhalten können und die der Gott der Katholiken angeblich so lieben soll. Das bäurisch Altjungfernhafte, schlecht Gelüftete des Katholizismus senkte sich muffig auf mich. Sind so böse Umwege nötig, um zu diesem Augenblick des Gesangs zu kommen? Sind Umwege nötig? Rucke, Zuckungen, Planloses, Andersgeplantes? Ist es ein Unsinn, ein Teil zu nehmen und einen Weg zu brechen? Wird alles von selbst, irgendwann, nebenbei? Und nie durch Erkenntnis und geradlinigem Willen? Mir fiel der Giardino zoologico ein, nicht weit von der Kirche, so erschien mir alles. Ein Tier geht dort auf und ab, auf und ab. Ohne Gitter eingeschlossen. Ich habe es gesehn. Ist es nicht wirklich so, der Mensch -: ein Tier, aus dem Weltraum hier verfangen? Eingeschlossen ohne Gitter. Auf und ab. Auf und ab. Versteht nicht, warum es nicht hinaus kann? Ohne Sentimentalität und in voller Kühle: er ist es. – Ich bin trotzdem verstimmt über diesen literarischen Einfall. Es drückt die alte Lust auf mir, alles vergeblich zu finden. Ich bin zurückgeschlagen. Aber ich habe den Willen! An der Stelle muß der Herr, dessen Ausführungen ohnehin beendet zu sein scheinen, nach seinem auskunfterwartenden Umherschauen zu schließen, auf der Stelle aber müssen alle anderen am Bahnsteig auch verlassen werden, denn der Zug zum Flughafen ist nun eilig zu besteigen, schon werden die Waggontüren automatisch geschlossen, auf eine Antwort kann nicht weiter gewartet werden … die Tür ist bereits mehr als zur Hälfte geschlossen, und außerdem worauf, eine Antwort hätte ihm ohnehin nicht … was noch ginge, die Frage hinauszuschreien, wird mehr geahnt als überlegt, weshalb überhaupt noch, durch die nun gänzlich geschlossene Tür des schon anfahrenden Zuges, noch irgend wohin – –

Lügen-, Hetz- und Diffamierungstechnik der Freiheitlichen – Exemplarisch gezeigt am englischen Beispiel

Es ist ein Fehler, die freiheitliche Unzensuriert.at aufzurufen, aber Freiheitliche kandidieren bei Wahlen, und vor allem Christschwarze sind nach wie vor nicht abgeneigt, mit Freiheitlichen eine Regierung zu bilden, möglicherweise schon nach der nächsten Nationalratswahl am 29. September 2013 …

Damit aber Wähler wissen, richtiger, es kann nie genug gewußt werden, muß immer wieder daran erinnert werden, wen sie wählen, wenn sie Freiheitliche wählen, muß das weiter gemacht werden, also auch die freiheitliche Unzensuriert.at aufgerufen werden. Denn nur Wählerinnen können ein Wahlergebnis herbeiführen, das eine Regierung mit freiheitlicher Beteiligung unmöglich macht -, Beteiligung ist ein zu positives Wort, zutreffender: eine Regierung mit freiheitlicher Belügung unmöglich macht.

Freiheitliche Unzensuriert - Lügentechnik

Paul Weston, Gates of Vienna: „At the siege of Vienna in 1683 Islam seemed poised to overrun Christian Europe. We are in a new phase of a very old war.“

An diesem Kommentar in der freiheitlichen Unzensuriert.at vom 21. Juni 2013 mit der Schlagzeile „BBC News gibt Islamkritiker zum Mord durch Islamisten frei“ kann die freiheitliche Lügentechnik, die freiheitliche Hetztechnik und die freiheitliche Diffamierungstechnik beispielhaft aufgezeigt werden:

Es wird von Unzensuriert.at nicht geschrieben, wann diese Sendung ausgestrahlt wurde. Freiheitliche rechnen also damit, daß kaum wer sich die Mühe macht, es selbst herauszufinden, zu recherchieren. Das ist schon einmal der erste wichtige Ziegel zum Bauen einer Lüge.

Es müssen aus zwei Sendungen eine Sendung gemacht werden, um überhaupt diese konkrete Lüge und Hetze und Diffamierung verbreiten zu können. Freiheitliche Unzensuriert.at macht also aus der Sendung vom 14. Juni 2013 und aus der Sendung vom 16. Juni 2013 eine einzige Sendung (als hätte es also nur eine Sendung gegeben):

http://www.bbc.co.uk/news/uk-politics-22936706

http://www.youtube.com/watch?v=Jw4idNBibyA

Wenn Sie sich die Sendungen ansehen, wird Ihnen die harmloseste Lüge der freiheitlichen Unzensuriert.at sofort auffallen, Tommy Robinson wurde nicht „in die letzte Ecke des Saales verbannt“. Tommy Robinson saß zwar im Saal und nicht auf dem Podium, aber die Sendung wurde mit ihm eröffnet und von seiner Redezeit her … Der Moderator von „Three free speech“ fragte ihn weder, mit welchem Namen er ihn ansprechen soll, noch sprach er davon, daß er die Geburtsurkunde von Tommy Robinson gefunden habe. Das war erst am 16. Juni 2013 in der Sendung „Sunday politics“, in der Tommy Robinson der einzige Gast war, also prominent zu Wort kam. Am Beginn der Sendung reden sie über die Pseudonyme und sie einigen sich auf ein Pseudonym. Der genannte Name von der Geburtsurkunde ist einer, den Tommy Robinson selbst kurz davor nennt (und beispielsweise auf Wikipedia längst schon …)

(In Österreich, um einen Vergleich zu bemühen, würde er wohl in der „Pressestunde“ am Sonntag sitzen. Soviel dazu, daß ihm kein prominenter medialer Platz eingeräumt wird. Tommy Robinson kommt medial sehr oft vor …)

Freiheitliche Unzensuriert.at bezieht sich in ihrem Kommentar auf Paul Weston. Nun, derart schamlos kann Paul Weston in England, wo beide Sendungen gesehen werden, selbst nicht lügen, er muß doch bei einer Darstellung bleiben, die näher an der Wahrheit bleibt, was den Ablauf der beiden Sendungen betrifft. Aber auch er arbeitet schon mit dem großen Daumen. Und die freiheitliche Unzensuriert.at setzt die Schrauben an und zerquetscht noch das Restchen Wahrheit völlig. Nebenher, ebenfalls nicht uninteressant, wen die freiheitliche Unzensuriert.at mit Paul Weston aufruft, um eine „Beihilfe zum Mord“ zu konstruieren …

Beinahe auf die Verharmlosung vergessen, auf die vierte freiheitliche Technik. Freiheitliche Unzensuriert.at stellt die English Defence League als „islamkritisch“ vor – eine harmlose, nahezu ehrenwerte Bezeichnung, denn Kritik ist eine positive Sache. Mit Kritik allerdings hat die English Defence League wenig im Sinn, mehr mit dem, was Freiheitliche stets anderen unterstellen, wie im konkreten Fall auch, wieder einmal … Ein Beispiel der Kritik, zu der die English Defence League recht extrem fähig ist, wurde erst vor kurzem gegeben.

Um abschließend an den Beginn anzuknüpfen. Michael Spindelegger wird nicht zu halten sein, Kanzler einer Koalition unter freiheitlicher Belügung werden zu wollen, außer am 29. September 2013 stimmen Wähler und Wählerinnen klar und deutlich dagegen …

NS Gegen wen gehetzt wird, wer diffamiert wird, wem eine „Beihilfe zum Mord“ -, das muß nicht ausgeführt werden. Das erschließt sich von selbst, ohne Recherche, beim Lesen des Kommentars der freiheitlichen Unzensuriert.at. Eine Collage des Beschriebenen wurde auf die carte postale geklebt.

Heute ist in Österreich alles noch viel erbärmlicher als 1938

Es gibt zwei Wege, die beschritten werden können, um auf das, was Efgani Dönmez und Peter Pilz als ihre Reaktion auf die Unruhen in der Türkei mit gerichtetem Blick hinunter auf die österreichische Scholle vorbrachten …

Auf dem einen Weg kann eine Thomas-Bernhard-Figur auf eine Parkbank gesetzt werden und sie darüber räsonieren lassen, daß heute in Österreich alles noch viel erbärmlicher ist als 1938. Ein Befund, der nicht von der Hand zu weisen ist. Wird nämlich berücksichtigt, was alles seit 1945 gedacht wurde, zu welchen Erkenntnissen seit 1945 Menschen fähig waren, welche visionären gesellschaftspolitischen Konzepte entwickelt wurden … In Österreich haben nun auch Grüne die Glocken entdeckt, mit denen Visionen das Totengeläut …

Dönmez - Pilz - Erbärmlich österreichischEs ist heute in Österreich tatsächlich alles noch viel erbärmlicher als 1938. Nach all dieser jahrzehntelangen Geistesarbeit reagiert sogar ein grüner Funktionär mit dem sogenannten Migrationshintergrund nicht anders als ein sogenannter österreichischer Funktionär mit keinem Hintergrund, und er reagiert in der schlimmsten österreichischen Ausformung: freiheitlich … Was für ein elende oder österreichische Integration. Wobei Elend und Österreich synonym …

Es ist heute in Österreich tatsächlich alles noch viel erbärmlicher als 1938. Nach all dieser jahrzehntelangen Geistesarbeit reagiert sogar ein grüner Funktionär, von dem bisher angenommen werden durfte, sein Hintergrund ist eben diese Geistesarbeit, nicht anders als ein sogenannter österreichischer Funktionär mit keinem Hintergrund, und er reagiert in der schlimmsten österreichischen Ausformung: christlich und freiheitlich … Millionen österreichische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen, die Mitglied des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche sind, würden heute ein pilzliches Verhör nicht bestehen können … Was dann? Mit ihnen? Ausbürgerung? Nein, das sind ja die Menschen, für die beispielsweise der zurzeitige freiheitliche Obmann das Kreuz zieht, das Peter Pilz bisher in der Scheide gut verbarg … Denn diese Millionen sind nach ihrem gültigen Katechismus nicht dem verpflichtet, was Peter Pilz von Einbürgerungswilligen scharf verlangen will, sie sind nicht der Demokratie in Österreich verpflichtet, sondern dem Absolutismus des in einem römischen Grätzel gesiedelten Kleinststaates … Das muß nicht zitiert werden, es kann gelesen werden:

Evangelium – Weisung zur Nichtbefolgung staatlicher Vorschriften

Christen haben das eigene Vaterland aber wie Fremde zu bewohnen

Verbrennt solche Gestalten, wie …

Widerspricht nicht gerade der katholische Anführer in Österreich mit seinem Gehorsamkeitsgerede den demokratischen Grundwerten, nicht nur ständig fundamental, sondern stets prominent und breitest gebracht? Und gibt es nicht in Österreich eine kandidierende Partei, die die von Peter Pilz derart hochgehaltenen Staatswerte auf legalem Wege vernichten will? Auch das muß nicht zitiert werden, es kann gelesen werden:

Franziskus – Papst der Kadavergehorsamen

Auferstehung der gleichgeschalteten Presse für Christoph Schönborn

Der Sprengstoffgürtel des Staatsterroristen – ist das Recht

Christentuch

Auslöschung

Aber der Thomas-Bernhard-Figur will nicht weiter zugehört werden …

Es gibt noch den zweiten Weg, einfach zu fragen, wohin das führen wird, wohin das noch führen soll. Diesen Weg zu gehen, es wird gezögert, denn Furcht ist dabei. Vor den Antworten. Um diesen Weg einzuschlagen, auf diesem Weg einen ersten Schritt gehen zu können, muß abgeschwächt werden. Denn vielleicht sind auf diesem Weg doch Passanten und Passantinnen anzutreffen, mit nicht sorgenmehrenden Antworten auf die Fragen, wohin wird das noch führen, in Österreich, wenn jetzt schon Grüne beginnen, die visionären Konzepte zuzuschlagen und National-Christliches nachzubeten, vereinzelt noch, aber doch schon ein wenig taumelnd, zu wanken anfangen, von was für einer Strömung wollen sich so viele in Österreich, jetzt auch noch Grüne, mitreißen und den Kopf mit Geist und Buch ausreißen lassen …

Dr. Martin Graf – Langzeitumfrage Rücktritte von Abgeordneten: Statistik der Nichtüberzeugung

Vorgestern – das ist die rechte Zeitangabe für die Einleitung, wenn es um Freiheitliche geht …

Mit Vorgestern ist eigentlich stets zu beginnen, wenn Freiheitliche …

Langzeitumfrage Rücktritte Abgeordnete - Statistik der Nichtüberzeugung

Statistik der Nichtüberzeugung – 18. Juni 2009 bis 18. Juni 2013

Vorgestern also, am 18. Juni 2009, wurde diese Umfrage gestartet. In diesen vier Jahren wurden immer wieder Zwischenergebnisse veröffentlicht. Zumeist war eine Aufregung der Anlaß für die Bekanntgabe des Zwischenstandes.

Die Zwischenstände bilden soher nicht nur die Entwicklung der Werte ab, sondern sie erzählen auch die Geschichte einer permanenten Affäre.

Entwicklung, das ist nicht das rechte Wort.

Stagnation, ist das rechte Wort. Denn. In diesen vier Jahren gibt es keine Entwicklung. Stets um die 60 Prozent sprechen sich in Summe dafür aus, daß alle Abgeordneten, die Dr. Martin Graf zu ihrem III. Präsidenten NR machten, und Dr. Martin Graf selbst zurücktreten sollen. Weder den Abgeordneten noch Martin Graf selbst ist es also bis jetzt je mehrheitlich gelungen, davon zu überzeugen, daß Dr. Martin Graf eine gute Wahl war … Wie auch? Bei all den seit dem 28. Oktober 2008 weiteren – nicht Entwicklungen – Anhäufungen von Affären … Nach vier Jahren können diese Abgeordneten weniger denn je überzeugen. Im Oktober 2009 beispielsweise waren es 34 Prozent, die sich für Rücktritte von allen Abgeordneten, die Dr. Martin Graf wählten, aussprachen, nach dem aktuellsten Zwischenstand sind es 39,94 Prozent. Durch die Jahre also ein stetes Anwachsen der Zustimmung für Rücktritte von allen Abgeordneten, die Martin Graf im Parlament wählten. Das werden vor allem die christschwarzen Abgeordneten, die hauptverantwortlich waren für die Wahl von Dr. Martin Graf, nicht als Entwicklung bezeichnen wollen, die sie sich erhofft hatten …

Geschichte, das ist nicht das rechte Wort.

Geschichte erzählt von Entwicklung. Die Statistik der grafschen Werte aber ist die Auflistung von Affären. Das Ende der Geschichte. Die Affäre Martin Graf ist die prototypische freiheitliche Affäre. Es gibt zwischen der Affäre Martin Graf und anderen freiheitlichen Affären keinen qualitativen Unterschied. Ihre Inhalte umfassen wenige Punkte, die immer wieder und immer noch zu Aufregungen Anlaß geben. Es ist die Gesinnung. Es ist der der Weltanschauung geschuldete Umgang mit Fakten und Daten. Es sind all die Handlungen, die in der Berichterstattung mit der Feststellung einzuleiten sind: “Es gilt die Unschuldsvermutung” …

NS Sie sind weiterhin herzlich eingeladen, sich auch an dieser Umfrage zu beteiligen.