Freiheitlicher Traum vom elitären Reich

Es ist in Österreich gerade das freiheitliche Lager, welches vorgibt, für die Demokratie zu sein, welches vorgibt, für den Ausbau der Demokratie zu sein, das mit dem Schlagwort „direkte Demokratie“ hausieren geht …

In der freiheitlichen ZZ zu blättern, erhellt und macht erschreckend kenntlich, was Freiheitliche von Demokratie halten …

Es lohnt, den Artikel „Der Fetisch Mehrheit“ von Arno Delegesta in der freiheitlichen ZZ vergleichend mit seinem Artikel „Demokratie: Wider den Fetisch Mehrheit – Eine Attacke“ auf „eigentümlich frei“ zu lesen, den er als Andreas Tögel veröffentlichte …

Es ist eine Attacke gegen das derzeitige Wahlrecht, nach dem jede Stimme demokratisch gleichviel zählt, nach dem jede Stimme zählt und gezählt wird, und nicht, wie Andreas Tögel mit Schiller träumt, die Stimme zuerst gewogen wird und dann entschieden wird, ob sie ein Wahlrecht bekommt oder nicht. Freiheitliche giert es also wieder nach einem Wahlrecht, von dem wieder viele auszuschießen, also das Folc wieder auszuschließen ist, das Stimmrecht nicht mehr jedem Menschen zugestanden werden soll, wozu der althochdeutsche Ausdruck Folc für Volk bezeichnender ist, bedeutet dieser doch „Haufe, Kriegsschar“, und dieser alte Ausdruck datiert ohne große Erklärung freiheitliche Gesinnung genau als eine Zeit, die weder zur Gegenwart noch Zukunft und nicht einmal zur Vergangenheit der letzten fünfzig Jahre gehört …

Freiheitliche plakatieren „Dem Volk sein Recht“, aber handeln nach „Ihr seid das Folc“, der Haufen. Der Haufen, der von Freiheitlichen hin- und hergeschaufelt werden will, wie es Freiheitlichen gerade einfällt und gelüstet …

In der Collage sind die zwei Artikel zum Vergleich nebeneinandergestellt, und es lohnt nicht, auszuführen, welche Passagen in der ZZ-Version ausgelassen wurden; es sind vor allem die Sätze, die zu offensichtlich ein freiheitliches Selbstbildnis evozieren könnten, zu sehr den Wähler und die Wählerin beleidigen könnten, auf die die Freiheitlichen zurzeit noch angewiesen sind …

Welche Gesellschaftsordnung streben also Freiheitliche tatsächlich an? Eine Buchempfehlung gibt darüber Auskunft, wie in der Collage gelesen werden kann, nämlich für das Buch von Wolfgang Caspart, der die derzeitige Demokratie überführen möchte in eine „meritokratische Aristokratie der Verdienstvollen“ … Aber der „Haufen“ soll von diesem Traum eines elitären Reiches nichts wissen, und dafür wird auch schon durch die Preisgestaltung gesorgt: 42,80 Euro kosten 199 Seiten von Wolfgang Caspart, von dem hier schon berichtet wurde, nicht in Zusammenhang mit Philosophie, sondern in Zusammenhang mit krausen und kruden Vorstellungen … Möglicherweise werden aber Freiheitliche falsch eingeschätzt und sie sprechen ganz uneigennützig einer Gesellschaftsordnung das Wort, von der sie wissen, daß sie in einer solchen Gesellschaftsordnung nicht an der Spitze stehen werden und können, denn zur „Aristokratie der Verdienstvollen“ sind Freiheitliche wahrlich nicht … Es kann aber auch sein, daß vorher die Definition von „Verdienst“ entsprechend geändert werden muß, in die rechte Richtung, also zum Beispiel: zum „Adel der Verdienstvollen“ gehören jene mit den meisten Unschuldsvermutungsnennungen. Das führte dann unweigerlich zu einer freiheitlichen Hocharistokratie …

NS Es ist zwar müßig, weil allzu bekannt, wieder etwas dazu anzumerken, aber Freiheitliche können nicht von der Vergangenheit der nationalistischen Massenmörder und Massenverbrecherinnen des Deutschen Reiches lassen. Ob es nun, wie auch in die Collage aufgenommen, Walter Seledec ist, der mit verklärendem Blick auf das Grab von Walter Nowotny eine Geschichte schreibt, die -, es muß nicht wiederholt werden, was zu Walter Nowotny auch hier bereits geschrieben wurde … Es wäre aber Walter Seledec diesmal nicht erwähnt und nicht in die Collage aufgenommen worden, würde Arno Delegesta/Andreas Tögel nicht auch für den „Nonkonformisten“ schreiben, auch in diesem Medium, wie in der Collage gelesen werden kann, das gleiche Starren auf die Geschichte, der gleiche Zugang zur Geschichte, die gleiche Zurechtbiegung der Geschichte, die anerkennende Wiedergabe der hehren Worte eines „Verdienstvollen“ aus der Zeit der …

NNS Aber Andreas Tögel/Arno Delegesta schreibt nicht nur für den „Nonkonformisten“, auch auf der Website des „Zentralorganisten“ Christian Ortner finden sich viele Beiträge von ihm, und es gibt einen offensichtlich regen Austausch auch mit Andreas Unterberger, der u.a.v.m. neben Udo Ulfkotte als Schreiber von „erstaunlich frei“ gelistet ist …

Dr. Martin Graf „immer ein Problembär“

Die Abgeordneten des österreichischen Parlamentes machen nun Ferien, und Dr. Martin Graf kann wieder einmal, auch in diesem Jahr, seinen Urlaub als III. Präsident NR antreten und sich dabei schon freuen, genüßlich und entspannt auf einer Sonnenliege -, denn, wieder hat es Dr. Martin Graf geschafft, als III. Präsident NR aus einer Affäre, wieder aus einer Affäre als III. Präsident herauszukommen, oder, richtiger, es wurde im Parlament von den Abgeordneten vornehmlich der christschwarzen und auch der sozialdemokratischen Partei es nicht geschafft, die permanente Affäre Dr. Martin Graf endgültig zu beenden …

Dr. Martin Graf legt wert auf Umfragen, wie darüber bereits geschrieben wurde … Der freiheitliche III. Präsident NR hat während der letzten großen Aufregung um die Gertrud-Meschar-Stiftung und um seine Berufsbezeichnungen Umfragen herangezogen, um sein Beharren darauf, III. Präsident NR zu bleiben, zu untermauern …  Diese Umfragen wurden von Medien längst beendet, es besteht kein Interesse mehr, denn die letzte große Aufregung wurde, wieder einmal, von Dr. Martin Graf und von den vornehmlich christschwarzen Abgeordneten und auch von den sozialdemokratischen Abgeordneten ausgesessen …

Nach wie vor aber nicht abgeschlossen sind die zwei Langzeitumfragen, an denen zu beteiligen Sie weiter herzlich eingeladen sind, besonders zur Beteiligung an der Langzeitumfrage, ob Sie einen wie Dr. Martin Graf beispielsweise zum Dritten Nationalratspräsidenten wählen würden … Der Zwischenstand von heute weist wieder und weiter einen schlechten Wert des Dr. Martin Graf auf, unverändert geben zwei Drittel an, sie würden einen wie Dr. Martin Graf beispielsweise nicht zum Dritten Nationalratspräsidenten wählen …

NS Die Oberösterreichischen Nachrichten zitieren heute Lothar Höbelt im Artikel „Straches Kompass: Wie Herbert Kickl die Strategie der FPÖ bestimmt“:

Immer ein Problembär

Personelle Hemmnisse werden nach der Wahl weggeräumt. Höbelt ist sicher, dass Martin Graf nicht wieder nominiert wird, „der war immer ein Problembär.“

Es gibt Spekulationen, wer Martin Graf beerben könnte respektive möchte, Peter Fichtenbauer wird genannt … Peter Fichtenbauer -, nun … Es ist wohl richtiger, nicht von einer permanenten Affäre Dr. Martin Graf zu sprechen, sondern von einer permanenten Affäre Freiheitliche -, und diese Affäre können tatsächlich nur Wähler und Wählerinnen, die keine vor allem christschwarze Abgeordnete und auch keine sozialdemokratischen Abgeordneten sind, in der nächsten Nationalratswahl endgültig beenden …

Die Tradition oder, was das gleiche ist, die Zukunft mit freiheitlichen Nationalratspräsidenten – Teil 2

Im ersten Teil konnte etwas erfahren werden über die Bescheinigung „dieses Nichtwissen über die Endlösung der Judenfrage im Dritten Reich“ … Gerulf Stix hebt, wie in der dazu veröffentlichten Collage gelesen werden kann, in seiner Besprechung hervor, daß Alfred de Zayas weitere Bescheinigungen ausstellt, so etwa die Bescheinigung, daß die damalige türkische Regierung ihren Massenmord an armenischen Menschen zwar ähnlich aber „weniger perfekt“als Adolf Hitler und Heinrich Himmler geheim -, diese deutsche Tugend der Perfektion nicht hervorzuheben, wäre für einen Freiheitlichen wohl unverzeihlich …

Es wurde im ersten Teil dargestellt, wie es um dieses „Nichtwissen der Judenvernichtung“ im damaligen Deutschland bestellt war … Die von Gerulf Stix gewürdigte Bescheinigung von Alfred de Zayas ist menschgemäß eine Fleißaufgabe gewesen, denn es wissen nie einhundert Prozent alles bis in die letzte Einzelheit genau, was in einem Land passsiert …

Die „perfekte Geheimhaltung gegenüber dem eigenen Volk“ war höchstens eine über die technischen Einzelheiten des Massenmords, aber sowohl in Deutschland als auch in Österreich wurde nicht verschwiegen, daß „dieser Krieg der große Rassenkrieg“ ist, wie Hermann Göring den Krieg in seiner Rede unmißverständlich definierte, die der „Völkische Beobachter“ am 6. Oktober 1942 zur Gänze abdruckte und auch in der Wiener Ausgabe zu lesen war …

Sie haben ja gelesen, was man mit unseren Kindern vorhätte, was mit unseren Männern gemacht würde. Unsere Frauen würden dann eine beute der wollüstigen haßerfüllten Juden werden. Deutsches Volk, du mußt wissen: Wird der Krieg verloren, dann bist du vernichtet! Der Jude steht mit seinem nie versiegenden Haß hinter diesem Vernichtungsgedanken, und wenn das deutsche Volk diesen Krieg verliert, dann wird dein nächster Regent Jude. Und was Jude heißt heißt, das müßt ihr wissen. Wer die Rache Judas nicht kennt, der lese sie nach.

Dieser Krieg ist nicht der zweite Weltkrieg, dieser Krieg ist der große Rassenkrieg.

Ob hier der Germane und Arier steht oder ob der Jude, die Welt beherrscht, darum geht es letzten Endes und darum kämpfen wir draußen. (Stürmischer Beifall.)

Es wurde also gewußt, es geht um Vernichtung, irgendwer muß vernichtet werden, am Ende des „großen Rassenkriegs“ vernichtet sein -, für Hermann Göring gab es „jetzt nur ein Ziel und einen Gedanken – den Krieg gewinnen“ …

Alfred de Zayas ist aber nicht nur ein für Gerulf Stix zu Würdigender, er ist auch einem weiteren freiheitlichen Nationalratspräsidenten nicht unbekannt, wie vor längerer Zeit bereits geschrieben …

Für „Auschwitz-Vergleich“ ein Brief im Sommer vom Bundespräsidenten und ein Geschenk zum Nationalfeiertag: Parlamentarischer Festakt

Der Präsident ist nicht schuld an seiner Wahl

Das war also etwas zur aktuellen Buchempfehlung von einem ehemaligen Nationalratspräsidenten aus dem III. Lager … Wie im ersten Teil angesprochen, nun noch die Empfehlung des zurzeitigen –

III. Präsident NR informiert über einen Geschichtsrevisionisten

Mit Ausblick auf die Zukunft …Vor allem christschwarze Abgeordnete können sich bereits jetzt freuen, welche Bücher beispielsweise Harald Stefan, wenn sie diesen vielleicht zum nächsten freiheitlichen Nationalratspräsidenten wählen werden, dann als III. Präsident NR empfehlen würde, der sich nicht mehr mit der Frage über „Wissen und Nichtwissen“ … Harald Stefan möchte „stolz sein auf die Leistungen der deutschen Wehrmacht“, ihm, Harald Stefan, ist das „Wesentliche die Umdeutung der Geschichte“ …

Was Freiheitliche unter Leistung verstehen – Harald Stefan zum Beispiel

Dr. Martin Graf sitzt – wieder einmal – aus

Genauer, es wurde für ihn – wieder einmal – ausgesessen, von der christschwarzen und von der sozialdemokratischen Partei, und soher geht Dr. Martin Graf – wieder einmal – als III. Präsident NR einem Sommer entgegen, in dem Ferien konsumiert werden, aber es weiter keinen Urlaub von der Affäre Dr. Martin Graf geben wird, oder gar ein Ende der freiheitlichen Affäre, denn diese ist eine permanente …

Die Abwahl im Parlament wurde weder von der christschwarzen Partei noch von der sozialdemokratischen Partei wieder einmal nicht gewollt -, und so wird dem Wähler und der Wählerin die Abwahl von Dr. Martin Graf vorbehalten bleiben, in der nächsten Nationalratswahl … Damit Dr. Martin Graf als III. Präsident NR jedoch endlich abgewählt ist, heißt es, die Freiheitlichen nicht wiederr zu wählen, aber auch u.v.a.m. deshalb, um damit gleich das Versitzen oder etwas noch Schlimmeres des nächsten Martin Graf beispielsweise auf einem der höchsten Amtsstuhle nicht wieder ertragen, finanzieren, …

Für Andreas Mölzer ist Gertrud Meschar eine Armee auf Vernichtungsfeldzug gegen das Land Martin Graf

Das ist doch irgendwie wahr, daß Andreas Mölzer kaum mehr breit dafür kritisiert wird, was er ist, wofür er steht -, der Grund dafür dürfte aber sein, weil er nun ein Abgeordneter zum Europäischen Parlament ist, also einem Parlament angehört, das in Österreich leider für viel zu viele keine Bedeutung hat, somit für viel zu viele Andreas Mölzer dort angekommen ist, wo er rechtmäßig hingehört, in der Bedeutungslosigkeit

In seiner Verteidungsschreibe für Dr. Martin Graf erinnert, wie in der Collage gelesen werden kann, Andreas Mölzer selbst, an einige Aufregungen, die Freiheitliche verursachten, bei Heinz-Christian Strache hätte er aber nicht soweit in die Vergangenheit zurückschreiben müssen, erst im Winter 2012 war der zurzeitige Obmann der Freiheitlichen mit Rücktrittsaufforderungen konfrontiert, jedoch nur für kurze Zeit, das der Grund sein dürfte, daß Andreas Mölzer zu einem weit früheren Beispiel greifen mußte …

In seiner Verteidigungsschreibe für Dr. Martin Graf (eine weitere veröfffentlichte die Presse) bestätigt Andreas Mölzer die Unveränderlichkeit freiheitlicher Positionen, anhand des Begriffes „Umvolkung“, der lediglich durch einen anderen Begriff ersetzt wurde … Aber die mölzersche Sprachregelung hat sich noch nicht ganz durchgesetzt …

Martin Graf warnt vor der „Umvolkung“

In seiner Verteidigungsschreibe für Dr. Martin Graf bestätigt auch Andreas Mölzer die krude Gedankenwelt von Freiheitlichen, hier an dem Beispiel, eine Frau führe, als wäre sie eine Armee, einen Vernichtungsfeldzug gegen Martin Graf … Wer vor Wochen den Beitrag in der Sendung „Report“ sah, wurde nicht über einen Kriegseinsatz informiert, sondern sah in diesem Bericht eine Frau, die von Verlusten sprach, auch vom Verlust des Vertrauens, verursacht durch freiheitliche Funktionäre

Noch eines bestätigt, genauer, noch eines bestätigt weiterhin Andreas Mölzer eindrücklich und unmißverständlich, wie in der Collage gelesen werden kann, wie es tatsächlich um die Verhältnisse von „Unzensuriert“ bestellt ist-, „Unzensuriert“ ist die Website der „Informationen des 3. NRPräs. Dr. Martin Graf“

Und soher ist es nicht unbillig auch danach zu fragen, wie es denn bestellt sei um eventuelles

Steuergeld für Grafens „Unzensuriert“?

Aber auch danach, in welcher von wem bezahlten Arbeitszeit und in welchem vom wem bezahlten Büro Alexander Höferl beispielsweise seine Verteidigungsschreibe für Dr. Martin Graf in der aktuellen Ausgabe der ZZ der Freiheitlichen geschrieben habe?

Und ewige Nachsicht gegen freiheitliche III. Nationalratspräsidenten

Wäre wohl die passendere Überschrift für den heutigen Artikel von Alexander Purger in den Salzburger Nachrichten gewesen, für die Chronik über die freiheitlichen III. Präsidenten im österreichischen Parlament, mit dem Titel „Und ewig ärgert der FPÖ-Präsident“ …

Über die permanente Affäre Martin Graf muß heute nicht weiter -, außer vielleicht, die aktuelle Aufregung scheint im Abklingen zu sein, aber auf Martin Graf ist in dieser Hinsicht Verlaß, die nächste Aufregung wird kommen wie das Amen im christschwarzen Gebet den Freiheitlichen, möglicherweise recht bald schon …

Alexander Purger schreibt über ehemalige freiheitliche III. Nationalratspräsidenten und auch über die, die es beinahe geworden wären:

Peter musste schweren Herzens zurückstehen, statt ihm wurde 1983 der Tiroler Gerulf Stix zum ersten FPÖ-Mitglied des Nationalratspräsidiums gewählt. Der unscheinbare Stix blieb bis 1990. Als er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückzog, kam es zur nächsten Aufregung: Die FPÖ nominierte den ehemaligen Justizminister Harald Ofner als Dritten Nationalratspräsidenten, doch bei der Wahl im Plenum fiel Ofner durch. Der Grund: Ofner wurde vorgeworfen, als Justizminister von Rot-Blau die Ermittlungen gegen Udo Proksch im Fall Lucona mit dem legendären Ausspruch „Die Suppe ist zu dünn“ behindert zu haben. Die Spitzen von SPÖ und ÖVP riefen dennoch zur Wahl Ofners auf, doch ihre Abgeordneten folgten ihnen nicht. Ofner erhielt keine Mehrheit.

Gerulf Stix wird wohl unscheinbar gewesen sein, an seine Amtszeit fehlt jedwede Erinnerung, viel später fiel er auf in Verbindung mit Genius – Gesellschaft für freiheitliches Denken, dessen Vorsitzender er ist, und sein Stellvertreter Lothar Höbelt

Die Toleranz der freiheitlichen Intellektuellen

Freiheitliche III. Präsidenten NR machen es sich nicht leicht

Wie Alexander Purger schreibt, hätte Dr. Harald Ofner keine Mehrheit erhalten, weil die Abgeordneten nicht so wählten, wie es die Spitzen von der christschwarzen Partei und der sozialdemokratischen Partei …

Wird nicht nur an Martin Graf gedacht, wie ist es seitdem um den Parlamentarismus in Österreich dunkel geworden …

Mit wem Harald Ofner recht dicke Suppen löffelt …

Autorenkollegen von Freiheitlichen und deren volksphantastische Sicht der Wirklichkeit

Die Chronik über die freiheitlichen III. Präsidenten, wie von Alexander Purger im Überblick geschrieben, zeigt doch auf, wie es um die freiheitliche Tradition bestellt ist … Und wird diese Tradition als Teil des spindeleggerschen Werbespruches „Zukunft aus Tradition“ genommen, wird es nie und nimmer eine Zukunft geben, sondern eine pechschwarze Zeit für jene, für die während einer möglichen blauschwarzen Regierungskoalition ihre Gegenwart zu bewältigen haben werden …

Mit diesem Blick zurück auf die ehemaligen und Beinahe-Nationalratspräsidenten aus dem freiheitlichen Lager kann auch auf mögliche kommende freiheitliche Nationalratspräsidenten nach Martin Graf gesehen werden, und was zu sehen ist, ist, was immer war: ewiges Ärgernis mit dem FPÖ-Präsidenten und, weil (geschielt dabei auf die österreichische Realpolitik) kaum Aussicht auf Änderung, ewige Nachsicht und Großzügigkeit gegen …

Amtshalter Martin Graf in den Umfragen

Dr. Martin Graf wirft nun alles auf den Markt, um sich halten zu können, und meint,  „alle halten zu Martin Graf“ … Aber die Feststellung, wer alles zu ihm halte, ist belanglos in bezug auf sein Verhalten, auf seine Handlungen …

Dr. Martin Graf führt dafür, wie in der Collage gelesen werden kann, die aktuellen Umfragen an, und übertreibt dabei, denn „alle halten“ nicht zu ihm -, „alle“ sind einhundert Prozent, aber vielleicht übertreibt Dr. Martin Graf nicht, sondern der III. Präsident NR kann möglicherweise schlicht nicht rechnen … Es stimmt, in diesen Umfragen, die Dr. Martin Graf anführt, spricht sich ein hoher Prozentsatz dafür aus, daß er nicht zurücktreten sollte, was aber auch nicht heißen muß, daß jene, die dafür sind, daß er nicht zurücktreten soll, auch gleich zu ihm „halten“ … Es kann fern davon auch Überlegungen geben, weshalb jemand gegen einen Rücktritt sein kann, ohne deswegen gleich für beispielsweise Martin Graf zu sein … Die Schwarz-Weiß-Zeichnung, entweder für einen oder gegen eine sein, hat etwas von einer Sekte, wozu auch passen würde, daß Dr. Martin Graf den nichtfreiheitlichen Beratern von Gertrud Meschar unterstellte, eine Sekte zu sein -, Sekten sehen immer und überall Sekten, nur sich selbst verstehen sie nicht als Sekte …

Die von Dr. Martin Graf angeführten Umfragen sind eilig aktivierte Umfragen zur gerade aktuellen Aufregung, die Dr. Martin Graf, wieder einmal, verursachte, aber es gibt auch zwei Langzeitumfragen, in denen die Werte des Dr. Martin Graf konstant schlecht sind, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann, die eine und wesentliche seit über einem Jahr mit der Frage, ob Sie einen wie Martin Graf beispielsweise zum Dritten Nationalratspräsidenten wählen würden, und die andere seit drei Jahren mit der Frage, ob Sie dafür sind, daß alle Abgeordneten, die Martin Graf zu ihrem III. Präsidenten NR wählten, zurücktreten soll oder nur Martin Graf allein

Zwei Drittel würden, so das Zwischenergebnis der Langzeitumfrage, konstant einen wie Dr. Martin Graf beispielsweise nicht zum Dritten Nationalratspräsidenten wählen …

Eine absolute Mehrheit ist, so das Zwischenergebnis der zweiten Langzeitumfrage, konstant dafür, daß in Summe alle Abgeordneten, die Martin Graf wählten, und Dr. Martin Graf zurücktreten sollen …

Das Sample, also die Stichprobe, liegt mit mehreren tausenden abgegeben Stimmen bei all diesen Umfragen deutlich über dem von großen Meinungsforschungsinstituten, die meist mit wenigen hundert arbeiten. Freilich kann dabei nicht von Repräsentativität gesprochen werden, allerdings ist ein Trend deutlich erkennbar: Eine überwiegende Mehrheit in Österreich hält zu Martin Graf.

Soweit als der grafsche „Unzensurierte“ will mit der Deutung der zwei Langzeitumfragen nicht gegangen werden, aber festgestellt werden kann, bisher haben an beiden Langzeitumfragen über 2100 Menschen teilgenommen, und die Zwischenergebnisse sprechen nicht für Martin Graf, bei diesen 2100 Menschen findet Martin Graf in keiner Weise eine Mehrheit, diese konnte er durch seine Handlungen bisher nicht überzeugen, obgleich er seit bald vier Jahren Amtshalter einer der formal höchsten Position in der Republik …

Und was wird Dr. Martin Graf schon in nächster Zeit schreiben, wenn es zu einer Anklage wegen „Verdacht auf Untreue mit einer Strafandrohung bis zu zehn Jahre Haft“ kommen sollte? Auch wieder: „alle halten zu Martin Graf“? Sie werden möglicherweise sagen, das habe nicht Martin Graf geschrieben, sondern „Unzensuriert“ … Das ist wahr, aber ebenso wahr ist der Umstand, daß sehr selten gewußt werden kann, wer was auf „Unzensuriert“ schreibt -, das wurde hier schon mehrmals angesprochen

NS Und noch ein konstant schlechter Wert des Martin Graf: Es „gefallen“ mit heute 2049 „Martin Graf – Umfrage: Rücktritt“ im Vergleich zu 1239 „Martin Graf“ auf der Plattform des Unternehmens FacebookÜber diesen Vergleich wurde bereits einmal geschrieben, weil Martin Graf meinte, er und Heinz-Christian Strache dominieren auf „Facebook die Konkurrenz“ … Wie gelesen werden kann, seit dem 30. Oktober 2011 kamen bis heute bei „Martin Graf“ lediglich 90 „Gefällt mir“ hinzu, während im gleichen Zeitraum bei „Martin Graf – Umfrage: Rücktritt“ bis heute 839 „Gefällt mir“ hinzukamen … Für einen der formal höchsten Amtshalter in diesem Staat ein geringer, ein schleppender Zuspruch, und im Vergleich mit „Martin Graf – Umfrage: Rücktritt“ erst recht ein …

NNS Sie sind weiter eingeladen, an beiden Langzeitumfragen teilzunehmen, und, wie es aussieht, werden beide Umfragen nicht so schnell beendet werden, wohl erst mit der nächsten Nationalratswahl … Es sind ja auch oder vor allem Umfragen, gedacht gegen das Vergessen, gegen die Gewöhnung

Freiheitliche Comics sind das Konzentrat ihrer wiedergelesenen Bücher

Daran mußte gedacht werden bei der aktuellen und wieder einmal Aufregung um einen freiheitlichen Comic

In der aktuellen Ausgabe der ZZ der Freiheitlichen wird Hans Dominik vorgestellt … Wie in der Collage gelesen werden kann, paßt auch dieser Schriftsteller zum Comic, der aber hier nicht gezeigt werden will, stattdessen ein paar Sätze zu Hans Dominik …

Aus den Wiederlesungen der freiheitlichen ZZ erhellt sich die Gegenwart der Freiheitlichen, wird es verstehbar, woher ihre Handlungen, ihre Äußerungen, ihre Comics kommen, oder schlechter, wohin Freiheitliche zurückkehren, oder noch schlechter, von wo Freiheitliche nie weggegangen sind …

Es ist aber aus diesem Gesinnungsmagazin nicht allein die ZZ mit derartigen Empfehlungen zur Wiederlesung, auch etwa Grafens Unzensuriert

Über die freiheitlichen Empfehlungen zur Wiederlesung, zur Wiederbelebung wurde hier schon mehr als genug geschrieben, deshalb nun lediglich ein Hinweis auf die letzten …

Wiederlesung eines Illegalen und Bücherverbrenners

Kampf für einen neuen Aufbruch des Schönen

Martin Graf – Herausgeber und Verkäufer eines Buches für den Ares-Verlag

Kein Anstand und keine Höflichkeit gegen das Deutsche Reich und Adolf Hitler

Freiheitliches Magazin „ZZ“ fragt, was seine Politiker seien

Nun, einmal fleißig, aber nicht mehr notwendig; denn die Antwort auf die Frage der ZZ der Freiheitlichen – „Unsere Politiker: korrupt oder heilig“ – werden Sie, geschätze Leserin, geschätzer Leser, aus dem Stand heraus geben können, wie freiheitliche … Der Einfluß der Wiederlesungen scheint auf vielen Gesinnungsästen recht überreife Früchte -, nach den Politikerinnen nämlich wird erst gar nicht gefragt …

Diesmal wurde aber darauf verzichtet, die aktuelle Ausgabe überhaupt durchzublättern, es reichte das Inhaltsverzeichnis, in dem unter „Wiedergelesen“ ein Roman von Hans Dominik gelistet ist: „König Laurins Mantel“ -, es interessiert nicht mehr, wie diesmal ein zur Gesinnung passendes Buch schmackhaft gemacht wird -, diese Zubereitung ist nun hinlänglich bekannt … Es will auch nichts zu Hans Dominik hier geschrieben werden, es reicht der Hinweis, daß das Titelblatt der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ in eine entsprechende und alles sagende Collage gebracht wurde …

Diesmal interessierte auch nicht, was über Eisenach und Burschentag von der freiheitlichen ZZ geschrieben wird -, es gibt ja bereits den Text über die Wartburg, auf der die Schaften ihrer Feuerliebe seit zwei Jahrhunderten

Wie weit reicht die Zukunft von Michael Spindelegger? Von einem Graf bis zum 28. Oktober 2008

Zuerst, um überhaupt das noch lesen zu können, sind Sie eingeladen, auch einmal genauso kräftig, um das überhaupt das noch schreiben zu können, zu lachen, nämlich darüber, daß der keine Rechtsanwaltsprüfunghabende Martin Graf vor vier Jahren im Juni in einem offenen Brief schreibt:

Ein Witz: Was sind die Leistungen des Günter Koch, der einen zweifelhaften Professorentitel führt und nicht einmal ein Doktorat geschafft hat; der kein Universitätsstudium abgeschlossen hat, aber ein […]

Und nun zum Eigentlichen, also zur Frage, wie weit reicht die Zukunft von Michael Spindelegger, die er aktuell so beschwört und sich selbst damit bewirbt als einer, der Kompetenz hätte für Zukunftsgestaltung …

Die Zukunft von Michael Spindelegger reicht von einem Graf bis zum 28. Oktober 2008, oder von Anfang Oktober 2008 bis 28. Oktober 2008, denn Anfang Oktober 2008 muß das „lange Gespräch“ zwischen Michael Spindelegger und Martin Graf erfolgt sein, über das die Kronenzeitung um den 8. Oktober 2008 herum berichtete, wie ebenfalls in der Collage gelesen werden kann …

Michael Spindelegger preschte also vor mit seinem Einsatz für eine Wahl von Dr. Martin Graf zum III. Präsidenten NR, was er dabei nicht sah, war weder die Zukunft noch die unmittelbare Vergangenheit … Wie in der Collage gelesen werden kann, gab es unmittelbar vor diesem Oktober 2008 Kritik an Dr. Martin Graf wegen seiner seibersdorferschen Tätigkeit, und es darf angenommen, daß diese auch Michael Spindelegger zu diesem Zeitpunkt bereits bekannt war, jedoch die Bedeutung für die Zukunft sich Michael Spindelegger daraus nicht erschloß …

Wie in der Collage zu lesen ist, dauerte es gerade einmal vier Monate, daß die Staatsanwaltschaft die Auslieferung von Dr. Martin Graf, nun mit christschwarzer Hauptverantwortung bereits III. Präsident NR, verlangte …

Und heute, am 14. Juni 2012, ist in der Umsonstzeitung „Österreich“ zu lesen, in den nächsten Wochen könnte Martin Graf eine Anklage drohen: „Verdacht auf Untreue. Strafandrohung bis zu 10 Jahre Haft“ …

Parteipolitisch mag es durchaus eine nicht unkluge Taktik sein, nun auf diese mögliche Anklage zu warten, vor den freiheitlichen Wählern, vor den potentiellen freiheitlichen Wählerinnen einen Kotau zu machen, in der Hoffnung, dann werde Martin Graf wohl endlich selbst zurücktreten müssen -, damit auch schon eine Nationalratswahltrumpfkarte … Politik ist das aber keine, und all die Kotaus belohnten bisher weder die christschwarze noch die sozialdemokratische Partei, sondern … Und diese Nichtpolitik der christschwarzen Partei und der sozialdemokratischen Partei hat keine Wahlzukunft, denn es entwickeln sich wählbare Alternativen, es bleibt nicht mehr bei der einzigen Möglichkeit, eine Proteststimme abzgeben zu können, die stets den Freiheitlichen, die ja nie eine Alternative waren und sind, zugute und den Menschen in Österreich schlecht …

„Zukunft aus Tradition“ ist der spindeleggersche Werbespruch, aber wer aus der Vergangenheit, aus der Tradition die falschen Schlüsse zieht, gestaltet keine Zukunft, nicht einmal Vergangenheit, sondern latscht einfach weiter in den Furchen, werden die Füße durch immer mehr auf den Stiefeln klebenden Gatsch schwerer und schwerer, bis schließlich die Füße gänzlich versagen und der Stillstand eintritt, tief im Gatsch steckend hilflos mit den Händen rudernd die nassen Erdklumpen verzweifelt aus den Augen wischend … Dafür ist Dr. Martin Graf ein gutes Beispiel, wie weit mit der spindeleggerschen Zukunft gekommen werden kann, bis zum 28. Oktober 2008 -, an diesem Tag wurde Martin Graf zum III. Präsidenten NR gewählt, hauptverantwortlich für diese Wahl waren die christschwarzen Abgeordneten, nach engagierter Vorarbeit von Dr. Michael Spindelegger …

Wenn Dr. Michael Spindelegger bei Dr. Martin Graf weder die Vergangenheit einschätzen konnte, um sich vorstellen zu können, was mit einem Dr. Martin Graf die Zukunft sein wird, wie wird es mit einem Dr. Michael Spindelegger erst sein, wenn es tatsächlich um Zukunft geht …

PS Der Antrag auf Abwahlmöglichkeit von Nationalratspräsidenten und Nationalratspräsidentinnen wurde heute im Parlament mit großer Mehrheit abgelehnt … Karlheinz Kopf sagt heute, er würde Martin Graf nicht mehr wählen -, immerhin, aber seine Kompetenz in bezug auf die Zukunft ist wie die seines Führers … Das Verhalten der sozialdemokratischen Partei wie schon bei der Wahl am 28. Oktober 2008 ein lavierendes, oder positiv bemüht ausgedrückt, sozialdemokratische Abgeordnete wählten Dr. Martin Graf nicht in christschwarzer Stärke zum III. Präsidenten NR …

PPS Von Günter Koch gibt es eine Richtigstellung zu dem eingangs erwähnten offenen Brief von Dr. Martin Graf, die hier mit einem Klick aufgerufen werden kann.