An der kurzen Nachricht über einen „haltlosen Anspruch“ ist doch der Hinweis, daß „dieses Recht der FPÖ verfassungsrechtlich schlicht nicht“ zustehe und „österreichische Medien gingen darüber hinweg“, aufmerkenswert,
[I]n Österreich gibt sich die rechtsautoritäre FPÖ kämpferisch. Nun forderte Christian Hafenecker, Generalsekretär der Partei, das Vorschlagsrecht für die österreichische EU-Kommissarin ein. Dieses Recht steht der FPÖ verfassungsrechtlich schlicht nicht zu, österreichische Medien gingen darüber hinweg. Für mehr Aufregung sorgte, dass die FPÖ dabei wieder einmal mit dem rechtsextremen Kampfbegriff „Remigration“ hantierte. Das erzählt auch einiges über die Radikalisierung der Partei und die Machtverhältnisse am rechten Rand des EU-Parlaments nach der Europawahl. Frankfurter Rundschau, 12. Juni 2024
Mit Blick auf das österreichische Ergebnis der Wahl zum Europäischen Parlament, mit Blick auf den medialen und parteipolitischen Umgang mit dieser Partei in Österreich kann in Wandlung der Parole „Österreich zuerst“ dieser Partei, festgestellt werden: Österreich haltlos.
Haltloses Österreich. In diesem Land, in dem weltoffen englische Phrasen gang und gäbe sind, wie das „Niemals vergessen!“, ist es wohl angebracht, auch eine englische Übersetzung von Haltloses Österreich:
Es gibt Zufälle, von denen gesagt werden könnte, die seien so unwahrscheinlich, daß es diese gar nicht geben kann, und doch geschehen sie, wie am 9. Juni ’24, als Harald Vilimsky von Armin Wolf den Vornamen „Herbert“ bekommt, Harald Vilimsky mit Herbert von Karajan seine erste Antwort in diesem Interview gibt und gleichzeitig, so ist das moderne Leben, eine Platte von Ludwig Hirsch gespielt wird, genau in dem Moment, Herbert über die Lautsprecher zu hören ist, als Harald Vilimsky sagt:
Eine kleine Träne kullert da vielleicht runter, daß es nicht dreißig Prozent geworden sind, ja, das stimmt, aber ich mag mit einem, einem, einem, Bericht geben, bekanntesten österreichischen, ah, Dirigenten antworten, Herbert von Karajan, der gesagt hat, wer all seine Ziele erreicht hat, der hat sie bloß zu tief gesteckt. Bei der nächsten Wahl sind die 30 % ein Ziel, daß wir dann erreichen wollen.
Und weil es in diesem Interview um eine Wahl geht, in der niedrig gewählt wurde, soll doch das Zitat in einer weiteren Variante, wie es auch bekannt ist, angeführt werden: „Wer all seine Ziele erreicht, hat sie zu niedrig gewählt.“ Vielleicht hat Harald Vilimsky Herbert von Karajan richtig zitiert, vielleicht auch nicht, aber in seiner Gesinnung und Art wohl richtig: „zu tief“ … Mit Zitaten hat es in dieser Partei, nebenher auch gesagt, stets eine rechte Bewandtnis. Herbert von Karajan wird auch diese Aussage zugeschrieben: „Ich glaube an Wiedergeburt, ich komme sicher wieder.“ Vor fünfunddreißig Jahren starb Herbert von Karajan. Was sicher ist, er ist sicher nicht wieder gekommen, und das Ziel von Harald Vilimsky, bei der nächsten Wahl — Das ist von ihm eine doch einmal realistische Einschätzung, kaum mehr als dreißig Prozent sind für eine solche Partei in einer Wahl nicht zu erzielen, das war schon damals so, als die Partei, die recht viel für Herbert von Karajan überhatte, viel für ihn getan hatte, er wohl auch viel für sie getan hatte, in den letzten wirklich freien Wahlen gerade etwas mehr als dreißig Prozent erzielte, dabei sogar Stimmenverluste von rund vier Prozent hinzunehmen hatte.
An der Stelle des Interviews wird der Fernsehapparat ausgeschaltet, um noch einmal die Platte abzuspielen, Herbert von Hirsch im Ganzen anzuhören, denn während des Interviews wurden nur Teile …
Jetzt wan‘ doch net! Ich weiss net was i machen soll mit Dir. Schau, wie Du ausschaust, herst Was? A Papiertaschentuch? Na, tuet mer lad,
Aber Klopapier kann ich Dir hol’n im Notfall ka ma si da eini schneuzen… Bitte, i man, s’war ja nur a Vorschlag!
Stört Di die Musik, soll i s’Radio abtuen?
Pass einmal auf; jetzt werd‘ i Der was sagen ganz ehrlich, ganz brutal. Also für mich ist der i man I kenn ihn ja net, aber für mich ist der Kerl ein Schwein, jawohl ein Schwein! sondern weil er überhaupt angefangen hat mit Dir, verstehst mi? Was? geliebt habts ihr Euch? Geh‘ derzähl‘ mir doch nichts! Wast denn Du überhaupt was wahre Liebe ist? wast Du das wirklich? I versteh‘ Di net, i versteh‘ Di wirklich net! Du bist du schaust Hat Dir Dei Haberer bessere Witze derzählt? Jetzt wan‘ doch net scho wieder, grad hast Du no gelacht! Wane, lache, wane, lache
Hörst Du, du bist ja richtig hysterisch, bist ja Du! Wie? du willst geh’n? ja aber warum denn auf amal? Ich hab‘ mir dacht, du willst a bisserl reden Willst Di a bisserl aussprechen! Na ja, wiest willst! Ja, ja, Ist eh klar i lass schö grüessen, klar Ja und du, gel, wenn’st was brauchst, ruefst an! Du siehst, ich bin immer für Dich da! Als‘ dann Servus Herbert und hör‘ auf zum wanen!
Ein Mensch wurde dabei getötet, in Ausübung seines mit rechtsstaatlichen Aufgaben zu erfüllenden Dienstes. Mörderischer Auswuchs dieses Schwesternkampfes.
Conny Axel Meier hingegen weiß auf der gesinnungsgemäß zensurierten Website von keinem Bruderkampf, aber er weiß, so schreibt er es am 4. Juni 2024, wer „mitgemessert“ …
Die tragische Ermordung des Polizeibeamten Rouven Laur infolge des Attentats auf den PI-NEWS-Autor und das Vorstandsmitglied der Bürgerbewegung PAX EUROPA (BPE), Michael Stürzenberger, durch den vermutlichen Anhänger des politischen Islam […] Hat Sulaiman Ataee allein gehandelt? Hatte er Mittäter? Ja, die hatte er zweifellos. Die Mittäter sind all diejenigen, die […] Bundesregierungen und Landesregierungen der letzten 13 Jahre, […] Sie haben letztlich durch den grundgesetzwidrigen Import von Mohammedanern aus aller Welt dafür gesorgt, […] Heutzutage kann es jeden treffen und zwar überall. Andere Islamkritiker können ein Lied davon singen. Man erinnere sich an die Schicksale von Theo van Gogh und Salman Rushdie. […] Altparteien haben „mitgemessert“ […] Wer dagegen sehenden Auges die CDU oder andere Altparteien wählt, hat in Mannheim, sinnbildlich gesagt, „mitgemessert“.
Allein dieser Artikel vom 21. November ’19, vor fünf Jahren in der „Frankfurter Rundschau“ veröffentlicht, gibt zu dem, was hier in vielen Kapiteln bereits erzählt wurde, eine geraffte Leistungsschau der Gesinnungsbrüder …
Auch neonazistische Blogs werben für die Mitarbeit: „Je mehr Deutsche sich jetzt zum Deutschen Reich bekennen, desto schneller wird die BRD abgewickelt sein“, heißt es auf „brd-schwindel“, „und desto schneller wird das Tribunal von Nürnberg 2.0 durchzuführen sein.“ Die Kameradschaft Augsburg schreibt dazu: „Wann kommen die Demokraten endlich vor Gericht?“
Mehrere auf Nürnberg-2.0- Gelistete erhielten an die verlinkten E-Mail-Adressen bereits Drohungen, die dieser Zeitung vorliegen. So wurde Dirk Stegemann vom Berliner Bündnis „Rechtspopulismus stoppen“ in anonymen Mails mit „Fingerbruch“ gedroht: „Dann kommt bei dir mal einer vorbei und demonstriert dir, wie gern er dich hat. Wir wollen doch nicht, dass dir was Schlimmes passiert.“
Im PI-Forum steht über Stegemann, man sollte ihn „am besten einfach erschießen“ – so wie man über den SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy, seit er sich gegen antimuslimische Hetze ausspricht, bis heute liest: „Nur ein toter Edathy ist ein guter Edathy.“ Seine Anzeige verlief im Sand, nun ist auch er bei Nürnberg 2.0 gelistet – so wie Sabine Schiffer, die ebenfalls „angeklagt“ ist, weil sich das von ihr geleitete Institut für Medienverantwortung mit Islamfeindlichkeit beschäftigt. Ihr mailte man: „Du hast dich des Hochverrats am Deutschen Volk schuldig gemacht und wirst Deine Strafe in Kürze empfangen … Leute wie Dich werden wir demnächst erschießen! … Nürnberg 2.0 lässt grüßen.“ Trotz IP-Adresse sah sich die Polizei außerstande, Autoren zu ermitteln.
Von PI-NEWS UNGARN | Militärische Siege in der Geschichte eines Landes werden gerne gefeiert. Weltweit. Außer in der Bunten Republik. Der letzte Gedenktag an einen gewonnenen Krieg, der Sieg im deutsch-französischen Krieg von 1870/1871, der Sedan-Tag, wurde bereits 1919 wieder abgeschafft. Dafür wird jetzt der 8. Mai, der Tag der Kapitulation vom Jahr 1945, gefeiert.
Wenn Michael Stürzenberger an seinen „gemeinnützigen Verein in Deutschland“ denkt, fällt ihm „Staat“ ein, schreibt er am 15. Juli ’23 auf der unzensurierten Website, ein „Verein“ ein „Staat“, das kann wohl Selbstbewußtsein genannt werden, sein Verein ein Staat im Staat, und daß ihm dabei an erster Stelle „Saudi-Arabien“ einfällt, ein Bruder weiß eben, wie Brüder einen Staat …
Von MICHAEL STÜRZENBERGER | Es mutet wie in einem totalitären Staat mit einem skrupellosen Diktator an: Kritiker werden verleumdet, eingeschüchtert und mit drakonischen Straf-Androhungen mundtot gemacht. Das passiert aber in diesem Fall gerade nicht in Saudi-Arabien oder Nordkorea, sondern in einem gemeinnützigen Verein in Deutschland, der sich seit über 15 Jahren die hochnotwendige Aufklärungsarbeit über den Politischen Islam auf die Fahnen geschrieben hat.
Und weil Conny Alex Meier am 4. Juni ’24 in seiner recht analytischen Tiefe, daß „Altparteien mitgemessert, „Wölfe“ erwähnt, ist es ein guter Zeitpunkt, auch und vor allem mit Blick darauf, wie es in seinem Bruderverein zugeht, nach Bruder Stürzenberger also „wie in einem totalitären Staat“, Wölfe zu entlasten, den sie verleumderischen Spruch umzuschreiben, sie aus dem sie seit einer Ewigkeit in Mißkredit bringenden Spruch zu nehmen:
Es war echt österreichisch und christlich, als nach den Februar- und Juliereignissen des Jahres 1934, die mancher treuen Heimatssöhne Leben forderten, der Ruf nach Versöhnung laut wurde. Die Regierung meinte es ehrlich und ehrlich meinten es auch große Teile der vaterländisch gesinnten Bevölkerung. Der Oesterreicher, so tapfer und zäh er sich auch im Notfalle bewährt, liebt nicht den ewigen Krieg, den ewigen Unfrieden, das ewige Hadern und Feindseligsein. Er ist viel lieber Aufbauer, Mehrer und Förderer kulturellen und wirtschaftlichen Gedeihens. Kein Wunder, daß der ehrliche Ruf nach Versöhnung erscholl, trotz all dem Furchtbaren, das man dem österreichischen Menschen und der österreichischen Seele angetan hatte. Der Versöhnungsruf erklang und im ganzen Lande wurden mutige Versuche unternommen, vom Ruf zur Tat zu schreiten. Es sei gleich vorweggenommen: dieser gute Wille ist im großen und ganzen schwer enttäuscht worden, schwer enttäuscht worden hauptsächlich von jener Seite, die der nationalsozialistischen Partei nachging. Ueber die einfache Tatsache kommt der Oesterreicher nicht hinweg, daß nicht „Marxisten“, sondern „völkische“ Nationalsozialisten den geliebten Volkskanzler gemeuchelt haben und verbluten ließen. Uind nun? Nach Monaten Zusehens? Während sich der Großteil der einst sozialdemokratisch organisierten Arbeiterschaft teils offen am Neuaufbau der Heimat beteiligt, teils ruhig und abwartend zusieht, beginnt der im Vergleich zur Sozialdemokratie weitaus geringere braune „Volksteil“ neuerdings mit seiner unterirdischen Wühlarbeit. Da gibt es Blockwarte, die Spenden sammeln, Skiklubs, besser Klübchen, die getarnte Tätigkeit zu entfalten bemüht sind, da werden ungesetzliche Druckschriften verfertigt und verbreitet, da gibt es in Oberösterreich wieder braune Waffenfunde und getarnte Neuorganisationen, da gibt es Siegheil bei den „Wiederzugelassenen“, da gibt es „Kritikaster, die durch den Versöhnungswillen Vertrauen erfuhren, aber weiterhin, trotz auch vom Ausland anerkannter allmählicher Besserung der österreichischen Wirtschaft weiterraunzen. weiternörgeln, weiterzweifeln, da gibt es braune Blätter und Blättchen, die protzigtun, als hätten sie nie jahrelang gegen Oesterreich gehetzt. Die heimattreue Bevölkerung liest das, sieht das, hört das, fühlt das. Schon durch Wochen. Monate. Mit ihr fühlt es die Front, die mit ihren Leibern Oesterreichs Freiheit schirmte. In diese Stimmung fällt das Wort des Vizekanzlers und Führers der vaterländischen Front: „Ich werde es niemals vergessen!“ Niemals, wie und von wem Dollfuß gemeuchelt wurde, niemals, wie „deutsche“ Behörden den Märtyrerkanzler in „deutschen“ Blättern verhöhnen ließen, niemals, wie brave Vaterlandsverteidiger von nationalsozialistischen Aufwieglern hingemordet wurden. So drückte sich der Vizekanzler aus und fügte bei, man solle uns mit dem weichlichen Friedensgeschwätz in Ruhe lassen. Ists verwunderlich, daß diese Worte beim treuen Heimatvolk im ganzen Lande mächtigsten Widerhall fanden? Fürst Starhemberg hat mit seinen Ausführungen nicht irgendeine Erfindung gemacht, sondern einer immer schwerer zurückgehaltenen Volksempfindung Ausdruck verliehen. Dennoch — es soll noch einmal versucht werden mit dem Frieden, mit der Versöhnung. Wir wollen etwa annehmen, daß all das Nachwehen sind, letzte, allerletzte Versuche gescheiterter politischer Abenteurer und hartgesottener Dickköpfe. Es ist aber notwendig, daß Trennungsstriche gezogen werden. Zuerst im nationalen Lager. Daß die Ordentlichen dort die letzte Gelegenheit benützen, von den Marodeuren des braunen Terrors abzurücken. Den zweiten Trennungsstrich muß die Vaterländische Front ziehen gegen jene, die unentwegt und unverbesserlich bleiben. Man ist dem vaterländischen Volke volle Klarheit und Genugtuung schuldig. Der Oesterreicher will Versöhnung, auch weiterhin, aber nicht und niemals jene, die ihn in grober Verkennung seines höher entwickelten Kulturempfindens als guten Narren und Tolpatsch dastehen läßt, indessen aus dem Winkel sich wieder höhnisches Lachen hervorwagt.
So nicht wieder! — Oesterreich!
Unschwer Gegenwart in der Vergangenheit zu erkennen, in dem Geschriebenen, veröffentlicht von der „Wiener Neustädter Zeitung“ am 2. Februar 1935.
Sie werden beim Lesen von „So nicht wieder“ selbst automatisch Namen von Organisationen, Gesinnungen gegen heute gängige Namen automatisch getauscht haben, an Vorfälle, Gegebenheiten in der Gegenwart sich erinnert haben, darauf vertrauend konnte auf Namensaustausche und Aktualisierungen verzichtet werden. Im Kern der Vergangenheitsgeist im Gegenwärtigen, die Aufforderung, die Notwendigkeit der Trennungsstriche unverändert und unabdingbar.
Mit diesen Worten hat der Führer der VF. Hunderttausenden aus der Seele gesprochen, weshalb sie allerdings auch nicht verstehen können, wieso manches „wieder zugelassen“ wurde. Das österreichische Volk kann eben nicht vergessen — — –!
Und unmittelbar darunter die Nachricht der „Wiener Neustädter Zeitung“:
Otto von Habsburg Ehrenbürger von Wiener Neustadt Der Gemeindetag von Wiener Neustadt hat in seiner Sitzung vom 29. Jänner unter dem Vorsitze des Bgm. Pros. Zach einstimmig beschlossen, Otto von Habsburg zum Ehrenbürger der Stadtgemeinde Wiener Neustadt zu ernennen.
Es gibt von einem der drei österreichischen „Volkskanzlern“ den Spruch, er sei der „größte Festungsbauer aller Zeiten“. Wie sehr seine „Festung“ hielt, wie sehr seine „Festung“ solide gebaut war, davon erzählt eindrücklich die Geschichte vom ersten Tag des Festungsuntergangs., der bekannt als „D-Day“.
Dieser österreichische „Volkskanzler“ war recht belesen, seine Lektüre reichte bis zu Chamberlain, der ihn jedoch, da er es selbst nicht mehr kennen konnte, nicht über die Fragen der lesenden Arbeiterinnen aufklären konnte, denn sonst hätte er, da hätte er einmal genau und ehrlich gewesen sein können, sagen müssen, sie sind die „größten Festungsbauer aller Zeiten“ und „ich bin auch dabei, schaue zu, wie sie mir eine bauen“ …
NS Eine Abkürzung für „größter Festungsbauer aller Zeiten“ hat es damals nicht gegeben, wahrscheinlich deshalb, weil es bereits eine andere Abkürzung gab. Und heutzutage ist eine mittels den ersten Buchstaben von „größter Festungsbauer aller Zeiten“ nicht mehr notwendig, und ausgesprochen klänge es auch recht furchtbar: Gröfesaz—
Und was für Bücher sollte jede Lehrerin erwerben, welche Bücher sollten in jeder Lehrerinnenbücherei stehen? Bücher mit Titeln wie: „Nationalsozialistische Erziehung“; „Die Judenfrage“; „Deutschland in uns!“; „Unser Führer:“ „Der Volkskanzler. Das Leben des Führers für Jugend und Volk erzählt“; „Hitler in seiner Heimat“; „Hitler in seinen Bergen“ …
Zu dieser Zeit, auch die Geschichte der Straßennamen ist immer wieder zu erzählen, hatte der Verlag „Deutscher Verlag für Jugend und Volk“ seinen Gesinnungssitz in „Wien I., Dr. Ignaz Seipel-Ring 1“, der diesen Namen erst am 27. April 1934 erhielt, davor war sein Name „Ring des 12. November“, so benannt nach der Gründung der demokratischen Republik Österreich in 1918. Dann hieß der Ring nach dem Gauleiter und Reichskommissar für die „Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich“ und Massendeportanten von jüdischen Menschen Josef Bürckel, um dann gleich wieder mit 27. April 1945 zu Dr.-Ignaz-Seipel-Ring zurückgekehrt zu werden.
So sehr war in dieser Zeit in Österreich der Geist ein demokratischer und republikanischer, daß Ignaz Seipel gleich noch einen Dr.-Ignaz-Seipel-Platz hinzubekam, dafür gelöscht wurde „Universitätsplatz“. Seit 1956 gibt es den Dr.-Ignaz-Seipel-Ring nicht mehr, seit diesem Jahr bis heute ist es der Dr.-Karl-Renner-Ring. Der Ignaz-Seipel-Platz allerdings ist dem Seipel geblieben, bis heute.
Dafür gibt es nun seit über einem Jahrzehnt den „Universitätsring“ und keinen „Dr.-Karl-Lueger-Ring“ mehr, aber dem Lueger ist auch ein Platz geblieben, bis heute, und auf diesem Platz
Mit der Anrede „Bundeskanzler, Volkskanzler, Vater des Vaterlandes“ konnte Karl Kraus 1927, vor siebenundneunzig Jahren, also vor bald einhundert Jahren, sein Plakat „Ich fordere Sie auf, abzutreten“ noch nicht adressieren.
Johannes Schober war zu diesem Zeitpunkt nurein Polizeipräsident der Pflicht…
Karl Kraus […] sprach vom „größten Verbrechen aller zivilisierten Zeiten“ und zählte 90 Tote. Da die Rücktrittsforderungen der Sozialdemokratie […] schnell verstummten und die bürgerlichen Parteien ohnehin hinter Schober standen, der medial und politisch gefeiert wurde und selbst von „erfüllten Pflichten“ sprach, reagierte Kraus mit einer Kampagne gegen Schober. Zentral waren dabei neben den Texten in der „Fackel“ seine Plakataktion im Herbst 1927 wie auch das „Schoberlied„.
Das bei den österreichischen Arbeitern so bekannte Schoberlied, das der Verfasser Karl Kraus Ihnen vorträgt. Das Lied entstand nach dem 15. Juli 1927 mit seinen neunzig toten Proletariern und im Kontrast hierzu der moralischen Niederlage des Polizeipräsidenten vor einem Wiener Zeitungserpresser. Das Lied ist nach den Motiven „Üb‘ immer Treu und Redlichkeit“ und Radetzkymarsch komponiert. Der Autor läßt Schober selbst singen und sein Leitmotiv von der Pflichterfüllung variieren. „Ich kann wahrlich von mir sagen, daß ich mein ganzes Leben lang nichts als meine Pflicht getan habe, weil ich und nichts anderes meine Pflicht ist.
Gar nicht diskret hingegen wird bald einhundert Jahre später darüber geschrieben, davon gesprochen, worüber schon damals, vor bald einhundert Jahren, gesprochen, geschrieben wurde, beispielsweise vom verlorengegangenen Vertrauen und so weiter und so fort …
Vater des Vaterlandes. Ovid nannte Romulus Gründer des Reiches, Vater des Vaterlandes. Diese Bezeichnung auch für unserem Volkskanzler Dr. Hans Schober zu gebrauchen, drängt sich jedem Ehrlichen in Österreich unwillkürlich auf, denn das, was er in den letzten Monaten für uns ohne Ausnahme des Standes aus seiner nie versiegenden Liebe zu Volk und Heimat getan hat, hätte, ohne mit seiner Person dadurch Kult zu betreiben, kein anderer in Österreich geleistet. Die Orte: Haag, Rom, Berlin, Paris und London sind durch ihn zu Marksteinen in unserer Geschichte geworden und ihnen reihen sich würdig die Gesetze an, welche einzig die Gesundung unseres inneren Staatslebens sichern. Schober ist jene Führernatur, die die Allmacht dem deutschem Volke stets in der Notzeit schenkte, um Volk und Heimat vor dem Niedergange zu retten. Dieses Können erringt der Mann auch nicht durch die Kenntnis sämtlicher Fachwissenschaften, sondern ist nur als Erbgut in die Natur des Führers von Urbeginn verankert. Die Entfaltung dieses Erbgutes und dessen Nutzanwendung dagegen ist nur durch die selbstlose Liebe zu Volk und Heimat möglich. Und diese Eigenschaften vereinigt unser Schober in einer derartig hervorragenden Art und Weise, daß er für uns Ostmärker zum Vater des Vaterlandes wurde. Wenn wir auch das Bismarckwerk stets bewundern werden und diesen Titanen seiner Zeit nur Ehrfurcht entgegen bringen, so hat unser Volkskanzler, dem nicht die geordneten inneren Verhältnisse, welche Bismarck unterstützend für sein Lebenswerk bereits vorfand, zur Verfügung standen, diese sich er selbst schaffen müssen und daß ist es, was ihm kein Zeitgenosse auch nur annähernd gleich vollbringen könnte und für Schober das Denkmal des Dankes der Lebenden und unserer Nachkommen für ewig in der Geschichte Deutschösterreichs errichtete. Ihm allein verdanken wir, daß unser Volk und Staatswesen wieder von den anderen Völkern geachtet wird. Über den Parteien stehend, was es für jeden unvorher eingenommenen Manne von Haus aus klar erkennbar, daß Dr. Hans Schober mit seinem Erbgute des Führertums die Arbeit leisten wird, die nie ein Politiker vollbracht hätte, da dieser durch die Fessel der Partei beschwert, Volks- und Staatswohl erst nach dem Parteiwohl zu setzen hat. Möge die Tat unseres Volkskanzlers allen Politikern und Volksvertretern in Hinkunft für ihre Handlungen stets als Richtschnur dienen, dann, aber auch nur dann wird vielleicht das dem Volke und jedem ordnungsliebenden Manne verloren gegangene Vertrauen zu unseren Volksvertretern wieder rückgewonnen werden können. Der Parteihaß hat bei der Arbeit im Parlamente vollkommen zu verschwinden, Weltanschauungen ausgeschaltet zu werden und nur wirklich arbeitsfreudige, selbstlose, nicht nach sorgenlosem Leben Strebende haben in unserem Volksvertretungshause die Belange der Volksheit zu vertreten. Den Grundstein zum Wiederaufbaue unseres Staatswesens legte der Vater des Vaterlandes, Volkskanzler Dr. Hans Schober. Die Volksvertreter müssen dem Volke nun durch gedeihliche Arbeit beweisen, daß sie nicht allein eines solchen Führers würdig sind, sondern auch unter seiner Führung nur stets das Beste für Volk und Heimat zeitigen wollen, damit auch Ovids Werte an Romulus im österreichen Sinne zur Wahrheit werden: „Vater des Vaterlandes, diesen Namen gibt Dir die Kurie, gibt Dir das Volk.“
Was das Volk dazu sagte. Ein Leser schreibt uns: Ich habe Montag abend einen Rundgang von Radiogeschäft zu Radiogeschäft gemacht, wo überall die Rede des Bundeskanzlers im Lautsprecher zu hören war. Ueberall standen Leute. Ueberall gab es Diskussionen, überall Leute, die Zwischenrufe machten. Ueberall gab es Sozialdemokraten, die zu diskutieren begannen. Einige Christlichsoziale machten lange Gesichter, vielleicht denken sie nach dem Katholikentag über das Gehörte nach. Aus Dutzenden, ja Hunderten solcher kleiner Versammlungen wurden trotz dem Verbot sozialdemokratische Versammlungen. In Hunderten dieser Versammlungen konnte man den „Volkskanzler“ hören. Doch leider hörte der „Volkskanzler“ die Stimme des Volkes nicht!
Der Anlaß für dieses Urteil? Der Katholikentag ist zu Ende. Über den unmittelbar davor berichtet wird:
Der Katholikentag ist beendet. Der Katholikentag wurde gestern abgeschlossen. Vormittags fand auf dem Kahlenberg eine Türkenbefreiungsfeier statt, an der sehr viele Polen, auch Vertreter der polnischen Regierung, teilnahmen, die als Gäste zum Katholikentag gekommen sind. Die Feier wurde auch mit der polnischen Nationalhymne geschlossen. Nachmittags fand im Stadion die dritte und letzte Hauptversammlung statt, bei der auch der Bundespräsident sprach. Mit einer Schlußandacht im Stephansdom und einem Geläute der „Bummerin“, der großen Glocke, die seinerzeit aus Kanonen, die von den Türken erbeutet wurden, gegossen worden ist, wurde der Katholikentag beendet.
Zum erwähnten „Lautsprecher“ fällt ein, was Karl Farkas zu Fritz Grünbaum sagte, in ihrer Unterhaltung „Lautes und Leises“: „Zeitalter der Technik: es gibt viel zu viel Lautsprecher und viel zu wenig Kopfhörer!“ Das Radio, technisch abgelöst durch das Internet, Versammlungen ins Internet verlegt, aber keine Notwendigkeit, das umzuschreiben, nur weil sich die Technik geändert hat: Es gibt viel zu viel Lautsprecher und viel zu wenig Kopfhörer …
Bruder Mensch, kennst du das auch: Man ist da und hat nur Luft im Bauch. Man fühlt’s im Magen stechen und pressen – Man hat Hunger und nichts zu fressen. Man pfeift auf die ganze Volkswirtschaft, Man hat zum Denken keine Kraft; Für ein Stück Brot und einen Happen Braten Gäbe man den Goethe samt allen Zitaten. Man möchte schlingen, man möchte pampfen Und sehe gern aus dem Teller dampfen Eine Suppe, goldgelb, fett, duftig und fein – Man möchte sie schmatzen, man ist doch ein Schwein. Der eine hat Hunger, der andre Fressen und Geld, Fressen und Hunger sind die Pole der Welt! Hunger ist Fortschritt, sagen die Weisen – Ich habe Hunger und sie können speisen. Ich habe nur Hunger und der Fäuste zwei: Zu fressen gebt, oder die Welt geht entzwei
Ein Islamkritiker wird auf offener Straße niedergestochen. Die Krone kritisiert dessen Radikalisierung. Das Extremismusopfer ist selbst schuld? Endgültig links angerennt @krone_at?
So stellt es Heimo Lepuschitz dar, am 31. Mai 2024, auf der Konzernplattform X, und die von ihm genannte Tageszeitung, so fragt er, „endgültig links angerennt“ … Und das nur deshalb, weil diese Tageszeitung ohne Wertung über seinen „Islamkritiker“ informiert:
Bei dem Opfer soll es sich laut Medienberichten um den bayrischen Islamkritiker Michael Stürzenberger handeln. Er hielt zum Zeitpunkt der Attacke laut „Bild“-Zeitung gerade eine Kundgebung der rechtspopulistischen Bürgerbewegung Pax Europa ab. Der 59-Jährige war früher für die bayrische Regierungspartei CSU als Pressesprecher aktiv. Nach dem Tod eines Freundes bei den islamistischen Terroranschlägen in der indischen Metropole Mumbai 2008 habe er sich immer stärker radikalisiert und dem Kampf gegen den Islam gewidmet, unter anderem in der rechtsextremen Bewegung Pegida, berichtete der „Focus“. Er wurde deswegen auch vom bayrischen Landesamt für Verfassungsschutz beobachtet.
Mieser Dreckskerl!!! Raus aus Europa mit ihm und seinem Jihadisten-Pack! Und Grenzen dicht! Niemand braucht diese Leute! Möge dieses Islamisten-Dreckspack im ewigen Feuer der Hölle schmoren. Unfassbar!!!!
Aber ehe sie noch gemeinsam marschieren, sind Menschen schon ihre Opfer, werden Menschen, die mit ihnen nichts zu tun haben, weder mit der einen Schwesternschaft noch mit der anderen Bruderschaft, von ihnen getötet, werden Menschen in Erfüllung ihrer rechtsstaatlichen Aufgaben von solchen Brüdern im Geiste ermordet, diesmal in Mannheim.
Wie friedlich könnte es doch sein, wie könnte an einer gedeihlichen Entwicklung der Gesellschaft gearbeitet werden, würden diese Gesinnungsbrüder und diese Gesinnungsschwestern einfach sich in ein Auto setzen, zum Beispiel in einen Mercedes, an allen Tagen, nicht nur am Wochenend‘ bei Sonnenschein, Ausflüge machen, aus ihren uralten Werken einander nur allein vorlesen, halales Bier und halales Schweinefleisch gegrillt dabei genießen, untereinander für sich bleiben, zu ihrem Mercedes beten, und sie gemeinsam mit ihrer Bekehrungsgier alle Menschen, die solchen Bekehrungen aus guten Gründen nicht erliegen wollen, in Ruhe lassen …
PS Es verspricht nichts Gutes für den gesellschaftlichen Fortgang, wenn Menschen, die von den oben genannten Brüdern und Schwestern keine Schwestern oder Brüder sind, schon das gleiche Vokabular verwenden wie beispielsweise Bruder Vilimsky, zu keinen anderen Lösungen als dessen Schwesternschaft mehr …
Wer in den Berichten der Vergangenheit über die österreichischen Volkskanzlerstöbert, stößt unwillkürlich dabei auch auf Begriffe, ohne die Gegenwart mit der Vergangenheit zu verrechnen, die in der Gegenwart weiter attraktiv erscheinen wollen, nicht allen, aber Frauen und Mannen mit einer aus Tiefen heraufkriechenden Gesinnung.
Und diese österreichische Parlamentspartei, die allenthalben wenn auch stets für kurz nur österreichische Regierungspartei, hält gesinnungsgemäß recht viel von Lyrik, es würde nicht überraschen, offen wie sie ist, daß sie ein Gedicht, das nicht für sie geschrieben, dennoch zu ihren Leitstrophen erwählt, wenn es ihr möglich, ihre Listen pflichterfüllt — „Die Fuchsien blühn so nah“ …
An die vaterländische Bevölkerung von Wels. Nach einer kurzen Zeit scheinbarer Ruhe beginnen die Nationalsozialisten in Wels wieder mit ihren sattsam bekannten Einschüchterungsversuchen. Diesmal haben sie es besonsders auf die vaterländischen, darunter zum Großteil arischen Geschäftsleute abgesehen und fordern ihrer Parteianhänger durch Flugzettel zum offenen Boykott auf. Der Inhalt der Flugzettel ist folgender: „Nationalsozialisten – Kampfgenossen! Auf Anordnung der Gauleitung wird mit sofortiger Wirksamkeit jedem Pg. der E i n k a u f in nachstehenden Geschäften auf das s t r e n g s t e v e r b o t e n. Nichtbeachtung dieser Verfügung wird mit dem sofortigen Ausschluß als Schädling der Bewegung bestraft. Es liegt daher im Interesse jedes einzelnen Pg. Für weiteste Verbreitung Sorge zu tragen. Das Einkaufsverbot erstreckt sich vorläufig auf: (es folgen die Namen, von deren Veröffentlichung aus begreiflichen Gründen Abstand genommen werden muß). Der Boykott wird in der nächsten Zeit eine weitere Verschärfung erfahren und es wird jedes Mitglied gut tun, sich die Liste aufzubewahren. Volksgenossen! Tragen jeder bei, daß diese Aktion ein durchgreifender Erfolg für die mit uns im Kampfe stehenden arischen Geschäftsleute wird.“
Vaterlandstreue! Die Zerstörung der wirtschaftlichen Existenz ist das gemeinste und schäbigste Mittel im politischen Kampfe und zeigt von einer niederträchtigen Gesinnung. Wenn über den Charakter dieser Leute noch Zweifel bestehen sollten, dann gibt dieses Vorgehen der Wirtschaftsschädlinge des Dritten Reiches hinreichend Aufschluß. Dagegen muß sofort die schärfste Abwehr einsetzen. Haltet zusammen, kauft in erster Linie bei vaterländischen Geschäftsleuten und besucht vaterländische Lokale. Aus dem Inhalt des Flugzettels verdient besonders der letzte Satz Beachtung. Diesen Geschäftsleuten, die ohnehin stadtbekannt sind, sei diese einzige, erste und letzte Warnung gegeben. Wenn sie nicht sofort diesen undeutschen Kampf aufgeben, wird sich die vaterlandstreue Bevölkerung, wenn auch mit Widerwillen gegen dieses aufgezwungene Mittel, zu denselben Maßnahmen veranlaßt sehen. Es zeigt von besonders deutscher Art und Gesinnung, gegen denselben Staat dauernd zu hetzen, von dem man auf der anderen Seite die wirtschaftliche Förderung verlangt.
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