Volkskanzlerei

Gerade in Zeiten, und die sind jetzt wieder so, daß recht viel von Volkskanzlerei zu hören ist, von diesem Volkskanzlreihern, daß es nicht verkehrt ist, zu erzählen, was für ein Reihern es um Volkskanzlereien schon einmal gab, in Österreich; in Deutschland hatte sein österreichischer Volkskanzler den Volkskanzler bald über, das Volk bis zum Erbrechen über, und wurde bereits mit 1. August 1934, vor neunzig Jahren, gesetzlich festgelegt, wie er, Österreichs Kanzler Deutschlands, anzusprechen ist:

„Führer und Reichskanzler“ — Volk gestrichen, ausgelöscht, aus mit dem Volk, kaum 18 Monate nachdem er vom Volk nicht zum Kanzler gewählt, sondern zum Kanzler gemacht wurde, gesinnungsgemäß für sich und seinesgleichen, aber nicht für das Volk.

Dr. Engelbert Dollfuß wurde nicht nur als Volkskanzler sondern auch als „Führer und Kanzler“ — „Reich“ mußte „kanzler“ nicht vorangestellt werden, trägt doch dieser Staat „reich“ bereits in seinem Landesnamen: Österreich, eine nicht notwendige Wiederholung: Österreichs Führer und Reichskanzler

Zu dem, was vor und vor über neunzig Jahren geschrieben wurde, muß nichts erzählt werden, es braucht nur zitiert werden, denn diese Berichte erzählen von selbst, was damals erwartet, damals erhofft, damals ersehnt wurde, Erwartungen, Hoffnungen, Sehnsüchte im Kern wie neunzig Jahre später immer noch …

Und wie vor Jahrzehnten endete es auch heute wie es mit Volkskanzln stets nur enden kann, mit der Hoffnung, die zuerst enttäuscht, mit dem Ersehnten, das nie ersehnt, mit dem, was zu erwarten ist: das, was zu erwarten ist, das wenigstens sollte Jahrzehnte später deutlich gewußt werden, was Volkskanzln je zu erfüllen imstande sind: Nichts.

An der Bahre unseres verewigten Führers Dr. Dollfuß haben seine Mitarbeiter gelobt, sein Erbe zu hüten und in treuer, unerschütterlicher Kameradschaft sein Werk fortzusetzen bis zum glücklichen Ende.

[…] klang aus in ein begeisteres Treuebekenntnis zu unserem Volkskanzler Dollfuß und zu unserem neuen christlichen Staate Österreich.

Die anläßlich des Katholikentages in Wien weilenden Ostmärkischen Sturmscharen versammelten sich am 10. September, nachmittag, in der Nordwestbahnhalle zu einem Generalappell. Reichsführerstellvertreter Doktor Kimmel erstattete dem Reichsführer Minister Dr. Schuschnigg die Meldung, daß 5100 Sturmschärler aus allen Bundesländern gestellt seien, worauf Minister Dr. Schuschnigg erklärte: Ich weiß sehr wohl, daß noch immer manche den Sinn unserer Bewegung nicht verstehen wollen und glauben, an ihr vorübergehen zu können. Macht euch nichts daraus! Die Sturmscharbewegung marschiert und wird bestehen, wird siegen, sofern sie nur den Grundgedanken, die ihr bei der Gründung ohne Selbstreklame nach unseren schwachen Kräften dazu beitragen, daß der Neubau gelingt. Nicht um unser selbst willen sind wir da, nicht persönlichem Ehrgeiz oder persönlicher Eitelkeit wollen wir dienen, sondern in Bescheidenheit und mit Selbstaufopferung aller Kräfte für das Wohl der Gemeinschaft, wie wir es sehen, für das Wohl der jungen Generation in unserem Lande und für unser Österreich wollen wir wirken, für das wir zu leben und zu sterben bereit sind. Schließt eure Reihen! Habet acht, daß sich niemand einschleicht, der nicht mit ernster Begeisterung, mit Leib und Seele bereit ist, unseren Fahnen zu folgen! Reicht allen anderen, die gleiche Ziele haben, als Brüder die Hand!

[…] alten deutschen Dome von Regensburg, Mainz und Köln zum St. Stephansturm in der Wienerstadt, ob dort wohl noch das Flammenzeichen des Kampfes um wirklich christlich-deutsche Art glüht und leuchtet. Des Kanzlers allergrößtes Werk aber ist wohl dies: Aus unserem lieben Vaterlande einen christlich-deutschen berufsständischen Staat zu bauen.

Nicht mehr Parteipolitik soll hier herrschen, sondern der christliche Grundsatz von der Selbstbestimmung der Stände, so wie es der Heilige Vater Papst Pius XI. in seinem Rundschreiben „Quadragesimo anno“ gelehrt hat, wie allein noch die Welt zu genesen vermögen.

Dollfuß in Villach. Und der Mann, der alles dies mit seinem starken Willen und auch mit seinem verantwortungsbewußten Mute trägt, der in hunderten und aber hunderten Versammlungen gesprochen und seinen Österreichern wieder Mut und Stolz eingeflößt hat, kommt am Sonntag den 4. März wiederum nach Villach. Er wird uns dort berichten vom letzten Jahr und er wird auch uns Mut und Vertrauen geben in unser liebes Vaterland Österreich. Wir aber werden Gelegenheit haben, dem Volkskanzler Dollfuß unsere Liebe und Verehrung zu zeigen und ihm zu beweisen, daß Österreichs Volk, auch Kärntens Volk, die Arbeit seines Führers schätzt und schützt.

Die Waffen nieder! Vor kurzem hielt der Erzbischof von Wien, Kardinal Innitzer, im Rundfunk eine herrliche Rede. Sie war von jenem erhabenen Geiste des wahren Christentums erfüllt, der auch zum Herzen der Verstocktesten seinen Weg findet. Verzeihende Liebe, Duldung, Güte, Friede klang aus jedem seiner Worte. Duldung, Friede! Was ersehnen wir heißer? Was wünschen wir sehnlicher aus der Tiefe unseres Herzens als Duldung, Friede, Friede, Friede!

Auch im Lager der Nationalisten Oesterreichs scheint dieser heiße Wunsch wahrgeworden zu sein. Habicht war ihnen nie sehr sympathisch.

Seine letzten Haßreden aber haben eine bedeutende Wendung gebracht. Habicht ist ihnen nicht nur unsympathsich, viele, man kann ruhig sagen, die meisten haben ihn erlich satt. Sie haben wohl erkannt, daß er und nur er die Schuld daran trägt, daß die Gegensätze fast zur Unerträglichkeit angewachsen sind, daß nur er es ist, der jeden Verständigungsversuch mit großer Faust abwehrt. Und man darf wohl auch behaupten, daß er der Hauptfabrikant jener Lügen ist, die dem deutschen Reichskanzler vorgesetzt werden und die ihm, dem Kanzler, ein völlig falsches Bild der wahren Sachlage bieten. Wie falsch der deutsche Reichskanzler unterrichtet wird, beweisen die Ziffern über die Toten der traurigen Revolte, die nach seinem Ausspruch ungleich viel höher sind, als es Wirklichkeit der Fall war. Das tolle Gebärden Habichts ist durchsichtig wie ein Spinnennetz. Er wettert und poltert unsinnig gegen den Volkskanzler Dollfuß, weil er zu gerne auf seinem Sessel säße.

Der Gründer der Nationalsozialistischen Partei in Oesterrreich, Dr. Walter Riehl, ein gemäßigter und vernünftig denkender Mann, der wiederholt von Habicht angefeindet wurde, hat den Ruf an seine Gesinnungsgenossen ergehen lassen:

„Die Waffen nieder!“ Und er hat auch den schönen und bedeutungstiefen Satz geprägt: „Die Babenberische Ostmark waren wir und wollen es wieder sein!“

Es ist unser ehrlicher Wunsch, daß die Worte dieses Mannes, der gewiß zu den Besten der Braunen Partei gehörte, Widerhall finden möchte in jenen Kreisen, die die grundehrliche Gesinnung unseres eisernen Führers und Kanzlers Dr. Engelbert Dollfuß bisher sabotierte.

Wir rufen Euch zu: Die Waffen nieder!

Hinein in die Reihen des ehernen Kanzlers, seid unsere Mitstreiter um die Schaffung eines unabhängigen, christlichen, deutschen Oesterreichs. „Die Babenbergische Ostmark waren wir und wollen es wieder sein!“

Heute und heute

„Meine Aufgabenbereiche als“ Ministerin sind in der Tradition der österreichischen Leitkultur Sorge für das Vergessen zu tragen, alle vor dem Vorwurf zu wahren, irgendwer in Österreich hätte irgendwas gewußt, irgendwer in Österreich wäre irgendwo dabei gewesen, einschließlich ihr, die ihr am 2. Jänner 2018 überreichte „Bestallungsurkunde“, das kann sie, darf vermutet werden, auch beeiden, steht in keiner Weise mit Herbert Kickl im Zusammenhang, es war ein Innenminister, und nicht „Herbert Kickl“, der ihr die „Bestallungsurkunde“ überreichte,

und „Herbert Kickl“ in ihrer Verlautbarung ist nicht Herbert Kickl, sondern „Herbert Kickl“ ist bloß amtlicher Zusatz zur Funktionsbezeichnung „Innenminister“, der,

und es war wieder der Innenminister, und nicht Herbert Kickl, der vom Bundespräsidenten angelobt wurde,

und auch für den Bundespräsidenten wird sie wohl beeiden können, dieser habe nur einen Innenminister angelobt, einen Herbert Kickl hätte er niemals angelobt, davon wird wohl auch die Ministerin überzeugt sein, denn, auch der Herr Bundespräsident wußte, von welcher Geisteshaltung Herbert Kickl ist, aber, das dürfe nicht vergessen werden, es wurde nicht Herbert Kickl angelobt, sondern ein Innenminister, und auch dem Bundespräsidenten war es amtlicherseits vorgeschrieben, zum Innenminister den Zusatz „Herbert Kickl“ …

Heute hat mir Innenminister Herbert Kickl offiziell die sogenannte „Bestallungsurkunde“ überreicht.
Meine Aufgabenbereiche als Staatssekretärin im BM.I – Bundesministerium für Inneres sind:
▶️ Zivildienst 🚑 ▶️ Korruptionsprävention und -bekämpfung 💰 sowie ▶️ KZ-Gedenkstätte Mauthausen und Kriegsgräberfürsorge 🏴

„Diese Aussagen von Herbert Kickl sind eine Verharmlosung der Gräuel des Nationalsozialismus und offenbaren das Weltbild Kickls“, kritisierte auch ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker. „Wer mit einer solchen Geisteshaltung Politik macht, hat in einem demokratischen Parteienspektrum nichts verloren“, so Stocker. Es sei zu hoffen, „dass die gemäßigten Kräfte innerhalb der Freiheitlichen Partei zur Vernunft kommen und dem Treiben Kickls ein Ende bereiten“.

Ministerin empört. Nun gibt es auch eine erste Reaktion aus der Bundesregierung. „Die Aussage von Herbert Kickl zur Waffen-SS bestätigt ein klares Bild: Kickl steht gemeinsam mit der AfD im rechtsextremen Eck Europas“, erklärt Verfassungsministerin Karoline Edtstadler. „Solche Aussagen verharmlosen die Gräueltaten des Nationalsozialismus und sind eines Politikers unserer Republik nicht würdig.“

Wie ist doch Christian Stocker zuzustimmen, wer mit einer solchen Geisteshaltung Politik mache, habe in einem demokratischen Parteienspektrum nichts verloren, und „die gemäßigten Kräfte innerhalb der Freiheitlichen Partei“ kann nur einer wie der erste Vizebürgermeister von Wiener Neustadt Christian Stocker so recht gut kennen, etwa den Militärrealgymnasiumsschüler Bürgermeister-Stellvertreter von Wiener Neustadt Michael Schnedlitz, eine Kraft, die derart „zur Vernunft“ steht, daß Christian Stocker mit ihr seit Jahren in Wiener Neustadt zusammen in der Bürgermeisterei von Wiener Neustadt …

Michael Schnedlitz wird Christian Stocker wohl recht umfänglich zustimmen, sagt doch dieser selbst, also Michael Schnedlitz: „Dieses Gedankengut hat bei uns nichts verloren – Werbung dafür ist nicht tragbar!“ Und er, also Michael Schnedlitz, begrüßt in Wiener Neustadt die „identitäre Bewegung“, die in Wiener Neustadt „herzlich willkommen“ und

der späterhin geisteshaltende Bundespräsidentschaftskandidat begrüßt sie mit: „Liebe Patrioten!“

Und ein späterhin geisteshaltender Landeshauptfrau-Stellvertreter spricht auch zu ihnen — irgendwas …

Und es muß für Christian Stocker eine recht lernreiche Zusammenarbeit in Wiener Neustadt in Niederösterreich sein, erst viele Jahre später haben Menschen beispielsweise in Deutschland von einem Wort gehört, ein Wort gelernt, daß schon damals in Wiener Neustadt gelehrt wurde, der „Bewegung“, von einem Redner in schwarzen Handschuhen, so kalt muß es in Wiener Neustadt in dieser Nacht gewesen sein: „Remigration“

„Under his leadership the US military was finally able to capture Osama bin Laden“

So wird es im Video erzählt, zum Buch von Tucker G. FitzGerald von seinem „Patrioten“, bebildert von Karen Whitefield, in einem über Amazon zu beziehenden Buch für Menschen von acht bis sechzehn Jahren, in einem Buch „für deine Familie“

Entweder ist Donald Trump, was außerhalb seiner Kirche nicht gewußt wird, bereits 2011 Präsident der Vereinigten Staaten, so ist es verkündet, „under his leadership the US military was finally able to capture Osama bin Laden“, oder Gott hat die Bitten des Osama bin Laden erhört und ihn irgendwann nach 2011 auf die Erde hinuntergelassen, für eine kurze Zeit, bis irgendwann nach 2017, um dann endgültig unter der trumpischen „Führerschaft“ von Allah …

Frage zu Lebzeiten

Beim Lesen „Ruhe in der Unruhe“ in der Wochenendausgabe der Tageszeitung des österreichischen Medienstandards an diesem letzten Sonntag im Mai 2024 setzte rasch eine Ablenkung ein, ein Abschweifen zu einer Erinnerung an einen Abend vor Jahren am Radetzkyplatz, als von Franzobel, so hell erleuchtet war der Schanigarten, eine Falte gesehen wurde … nun beim Lesen seines Essays in Erinnerung an diesen Abend stellt sich von selbst die Frage ein, die menschgemäß sonst gestellt wird, wenn ein Mensch beispielsweise der Literatur gestorben ist, was wird von diesem Menschen bleiben, aber es eine Frage, die durchaus und vielleicht klugerweise schon zu Lebzeiten eines sogenannten schöpferischen Menschen gestellt werden sollte, und Franzobel mit seinem Essay eignet sich dafür hervorragend, damit zu beginnen, zu fragen, bei Lebzeiten von Franzobel zu fragen, was wird von ihm bleiben —

Und weil es eine Frage zu Lebzeiten ist, was wird von ihm bleiben, kommt von selbst die Frage hinzu: Was kann aus ihm noch werden? Darum ist es schlecht bestellt, mit einem Blick in seinen Essay …

[W]er im Ukrainekrieg die russsische Seite verstehen will, ist ein Putin-Troll, und wenn man die Folgen der Migration anspricht, gilt man ungeschaut als Rechtsradikaler.

Als Aschermittwochschreiber wird der kleine Gebirgsjäger Franzobel nicht brauchen können, das schreibt er sich schon lange selbst, und bei so einem wie den oben zitierten Satz könnte gemeint werden, er, Franzobel, schreibe vom Gebirgsjäger ab.

Es ist nicht nur dieser Satz in seinem Essay, es könnte sein Essay Satz für Satz durchgegangen werden, ein jeder Satz aufgelöst werden, bis von keinem Satz etwas überbleibt, damit wäre aber zugleich der Eindruck vermittelt, von ihm bliebe doch etwas, zum Beispiel sein Essay, sein Essay bleibt auch — zum Vergessen. Natürlich schreibt Franzobel nicht dem Gebirgsjäger nach, sein Koordinatensystem ist vielleicht ein in Villach weltberühmter Filosof

Mehrmals in seinem Essay erwähnt er Grönland, oh Grönland, das „ein Land des Weinanbaus“ einst, jedenfalls für einen, der abgelöst wurde und ihm nun vielleicht ein Sehnsuchtsland, einst in Grönland als Weinbauer —

Viele Menschen wissen nicht, wie sie Minderheiten benennen sollen, ohne als Rassist zu gelten. In Grönland ist das Wort Eskimo zum Beispiel kein Zeichen für koloniale Ignoranz […]

Wie in Österreich, in dem zum Beispiel das Wort „Zigeuner“ kein Zeichen für koloniale Ignoranz ist, wer kann in diesem Portschyland Rassistin genannt werden, wenn sie bloß ein Wort verwendet, mit dem sich manche Menschen dieser „Minderheit“ gar selbst benennen, und, ach die armen Menschen, die nicht wissen, wie sie Minderheiten benennen sollen, kann denn „Rassist“ überhaupt ein Vorwurf sein, ist doch „Rasse“ ein Wort der österreichischen Bundesverfassung

Viel schreibt Franzobel von Orientierungslosigkeit, ja wie wahr, wohin das Orientierungslose führt, immer schon führte, eindrücklich führt er das vor, etwa in den „Dreißigjährigen Krieg“ …

Ein Satz muß doch noch zitiert werden, als Zeugnis für seinen Essay:

Mit der Entwicklung atomarer Waffen kam die Friedensbewegung.

Was für ein Segen die „Entwicklung atomarer Waffen“ doch war, ohne diese Entwicklung hätte vor zehn Jahren nicht zweihundert Jahre Friedensbewegung gefeiert werden können, ohne diese Entwicklung hätte vor einhundertfünfundreißig Jahren nicht „Die Waffen nieder! veröffentlicht werden können, geschrieben von einer Österreicherin, die damit einen Weltbestseller schrieb, ohne die „Entwicklung atomarer Waffen“ hätte es beispielsweise 1914 keine Weltfriedenskonferenz gegeben, ohne diese Entwicklung wäre 1913 der Friedenspalast in Den Haag nicht fertiggestellt worden, der heute Sitz des Internationalen Gerichtshofs …

Sein „gescheiterter Künstler“, auch das wieder vom „gescheiterten Künstler“ muß Franzobel für seinen ihm bekannten Österreicher anführen, hingegen schrieb nur einen „Bestseller“, aber wie viele Direktiven waren, als er endlich dazu in der Lage war, dafür notwendig, daß dieser zu einem tatsächlichen „Bestseller“ …

Mit jedem Satz in seinem Essay schreibt Franzobel im Grunde sich selbst die mündliche Beurteilung; Lehrerinnen freuten sich wohl sehr, hätten sie solche Schüler, die ihnen diese aufwendige Arbeit abnähmen.

Beste Voraussetzungen, um in einen neuen Faschismus zu geraten. Er wird anders aussehen, aber genauso intolerant sein und mit allen Freiheiten aufräumen wie der vor hundert Jahren.

Das wird den Gebirgsjäger wohl recht freuen zu lesen, muß er doch ab diesem Wochenende nicht mehr auf einen ausländischen Schriftsteller, wenn er vom „neuen Faschismus“ spricht, sondern kann auf einen Einheimischen zurückgreifen, und vielleicht gelingt es ihm mit dem Einheimischen, einmal etwas nicht falsch zu zitieren.

Unlängst hat man mich gefragt, warum die Kulturschaffenden gerade so ruhig sind. […] Aber warum sind die Kulturschaffenden gerade so leise?

Das wird Franzobel vielleicht ein Mensch gefragt haben, der sich nach Grönland zurückgezogen hat, zu einem Leben ohne alles, auch ohne „Fußball, Thermomix, iPhone, Tupperware, Taylor Swift“ … Ein Mensch, der nicht in seinem Grönland ohne alles lebt, wird das je nicht gefragt haben können, und er selbst, wäre er außerhalb seines Grönlands unterwegs, könnte diese Frage je nicht stellen, sogar Taylor Swift, das wissen Menschen mit „Fußball, Thermomix, iPhone, Tupperware“, meldet sich politisch zu Wort, auch in diesem Jahr 2024 weiter, wie sie es auch beispielsweise schon 2020 tat, als sie schrieb: „We will vote you out in November.“

Das Wort „Kulturschaffende“ wird vielleicht einigen sauer aufstoßen, aber das muß Franzobel nicht bekümmern, diesen Kulturschaffenden, der sich zu Wort meldet, der nicht leise ist, er selbst also kein Zeuge dafür ist, daß die Kulturschaffenden gar so leise seien, dabei, was für eine Karriere als Kronzeuge stünde ihm offen, meldete er sich nicht zu Wort, bliebe er leise —

Moscowboys

Es ist vielleicht das Plakat eines Kandidaten zur EU-Wahl 2024, auf dem patriotisch, was steht, das „Was wo“ von Samuel Beckett einfallen läßt, in „What Where“ sind vier Gesichter in totaler Finsternis zu sehen, die Gesichter von Bam, Bom, Bim und Bem, sie erscheinen, sie erscheinen wieder, das Gesicht von Bum ist nicht zu sehen, von Bum ist die Stimme zu hören, mutmaßlich Bam, ob es nun vier sind, ob es nun fünf sind, behauptet wird jedenfalls: „Wir sind nur noch fünf“.

Jedenfalls, Bum: das ist Bam, dann wären es doch nur noch vier, gesagt aber wird: „We are the last five.“

Verstehe, wer kann.

„Patriotisch, was“ — wo … Zu viel der Ehre für „Patriotinnen“, bei „Patrioten“ an Samuel Beckett zu denken, vielleicht aber deshalb, weil sie nicht politisch, hingegen Beckett auch mit „What Where“, auch mit „Catastrophe“ … vielleicht aber deshalb, um die Moscowboys nicht namenlos zu lassen: Bam, Bom, Bim, Bem, Bum.

Bum, Bem, Bim, Bom, Bam – Namen und zugleich, einfach wie kurz gesagt, Comicsprache: Bim — Bom — Bem — Bam — Bum

Bum mit dem Mund von Bam, wie Gott mit dem Mund von Paul Goodman, Pastor und Gott wie Bam und Bum

Donald Trump war der 45. Präsident unseres Landes, ein kraftvoller Patriot und engagierter Christ.Teilen Sie das inspirierende Leben eines mächtigen Führers mit jungen Menschen in „Donald Trump, American Patriot“.
Entdecken Sie in dieser klaren Erzählung für junge Leser die bemerkenswerte Reise und den unerschütterlichen Glauben, die ein entscheidendes Kapitel unserer Geschichte geprägt haben. Mit Dutzenden ergreifender Zitate des Präsidenten strahlt jede Seite Weisheit und Hoffnung aus. Begleitet von 44 exquisiten Aquarellillustrationen der talentierten Karen Whitehead werden Kinder in die Geschichte des Präsidenten eintauchen und jungen Geistern die Möglichkeit geben, die Bedeutung dieser historischen Ära zu erfassen.
„Donald Trump, amerikanischer Patriot“ ist mehr als eine Biografie; es ist ein Tor für die nächste Generation, um die bleibenden Werte, Herausforderungen und Erfolge zu erkunden, die diesen Präsidenten geprägt haben.
„Eine fesselnde Reise voller Belastbarkeit und Führung, perfekt konzipiert für junge Herzen und neugierige Köpfe.“ – Randal Alderson, Gründer der Heritage Campaign
„In diesem kulturellen Moment ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir die großartige Geschichte, die sich in unserem Land abspielt, mit dem Lernen und der Vorstellungskraft unserer Kinder verbinden. ‚Donald Trump, amerikanischer Patriot‘ tut genau das und legt in Bildern und Worten dar, wie Gott durch diesen bemerkenswerten Mann gewirkt hat.“ sorgfältig ausgearbeitet, um die Aufmerksamkeit junger Denker zu fesseln. – Pastor Paul Goodman

einen Comic preist: „Donald Trump — American Patriot“ von Tucker G. FitzGerald (Psalms), Karen Whitefield (Icons) …

„Those were the days“, gesungen von den Leningrad Cowboys, ein Song, der auf einem russischen Lied basiert: „Entlang der langen Straße“, ein passend gewähltes Lied zur pulp fiction mit dem Moscowboy with his speech bubbles

What Where zu lesen, instead of leafing through the Moscowboys‘ pulp comics, wieder zu lesen What Where von Samuel Beckett, auch in der Übersetzung von Elmar Tophoven …

we are the last five
in the present
as where we still
it is spring
time passes
first without words
i switch on

so on

i am alone
it is spring
time passes

i am alone
it is summer
time passes

nothing
he didn’t say what
no
you gave him the works
yes
and he didn’t say what
no
he didn’t say where
no
you gave him the works
yes
and he didn’t say where
no
he wept
yes
screamed
yes
begged for mercy
yes
but didn’t say where
no
and why stop
he passed out
and you didn’t revive him
i tried well i couldn’t
it’s a lie
he said where to you
confess he said where to you
you’ll be given the works
until you confess

i am alone
it is autumn
times passes

nothing
he didn’t say where
no
so on

it’s a lie
he said where to you
confess he said where to you
you’ll be given the works
until you confess
what must I confess
that he said where to you
is that all
and where
is that all
yes
then stop
yes

it is winter
time passes
in the end
i am alone
in the present
as where i still
it is winter
without journey
time passes that is all
makes sense who may
i switch off

wir sind nur noch fünf
im präsens
als wären wir noch
es ist frühling
die zeit vergeht
zuerst stumm
ich mache an

usw

ich bin allein
es ist frühling
die zeit vergeht

ich bin allein
es ist sommer
die zeit vergeht

na
nichts
er hat nicht gesagt was
nein
du hast ihn gut bearbeitet
ja
und er hat nicht gesagt was
nein
er hat nicht gesagt wo
nein
du hast ihn gut bearbeitet
ja
und er hat nicht gesagt wo
nein
er hat geweint
ja
geschrien
ja
um gnade gefleht
ja
aber hat nicht gesagt wo
nein
warum dann aufhören
er reagierte nicht mehr
und du hast ihn nicht wiederbelebt
ich habe es versucht
na und
ich konnte nicht
du lügst
er hat dir gesagt wo
gesteh daß er dir gesagt hat wo
man wird dich bearbeiten
bis du gestehst

ich bin allein
es ist herbst
die zeit vergeht

na
nichts
er hat nicht gesagt wo
nein

usw

du lügst
er hat dir gesagt wo
gesteh daß er dir gesagt hat wo
man wird dich bearbeiten
bis du gestehst
was soll ich gestehen
daß er dir gesagt hat wo
das ist alles
und wo
das ist alles
ja
dann aufhören
ja

es ist winter
die zeit vergeht
ich bin allein
im präsens
als wäre ich noch
es ist winter
ohne reise
die zeit vergeht
das ist alles
verstehe wer kann
ich mache aus

Patriotic, what

Um solche höchsten – „in the Name of God, the Most Beneficent, the Most Merciful“ – Wünsche eines „Patrioten“ zu erhalten, zum „National Day of the Federal Republic of Austria“, zum Nationalfeiertag Österreichs am 26. Oktober 2021, muß menschgemäß auch die bewünschte Seite etwas tun, und löblicherweise hat die österreichische Seite das getan, namentlich der derzeitige Bundespräsident Österreichs, der in seiner Weisheit und mit seinem ganzen weltpolitischen Wissen dem iranischen Präsidenten, der nun von seinem Gott in einem Hubschrauber zu sich geflogen, seine Glückwünsche zu dieser „wichtigen und herausfordernden Position“ sandte,

und so kann nur ein amtierender Präsident wünschen, der um Wichtigkeit und Herausforderungen der Position einer Präsidentin weiß.

Aber nicht nur ein Bundespräsident hat um die Gunst des „Patrioten“ geworben, auch der Bundeskanzler in seiner Weisheit und mit seinem ganzen weltpolitischen Wissen wußte um den Wert des persönlichen Gesprächs, und griff beherzt zum Telefonhörer, der jetzt bekannt als Smartphone, um vom „Patrioten“ in Dankbarkeit sogleich eine Einladung nach Teheran erhielt.

Nach Teheran, oh, Teheran, Hauptstadt der lebendigen Vergangenheit, Teheran, das „Patriotinnen“ in aller Welt verheißene Paradies …

Wie hat doch der iranische Präsident, von dem auf Erden nun nur ein zerstörter Hubschrauber und ein toter Körper zurückblieb, aber Gott in seiner Wundertätigkeit flog ihn im Hubschrauber heim, ins Reich, ins Paradies, die Wünsche aus Österreich zu Herzen genommen,

Wir hoffen, dass es Ihnen gelingt, die Hoffnungen und Sehnsüchte des iranischen Volkes nach Frieden zu verwirklichen, gute Beziehungen zwischen Iran und der Welt aufzubauen, insbesondere Spannungen zu deeskalieren und die Region zu stabilisieren,

bis beinahe noch zu seinem letzten irdischen Atemzuge, als am 14. April 2024 sein von ihm regiertes Land Friedensdrohnen und Friedenraketen nach Israel fliegen ließ …

Jetzt in der schmerzvollen Stunde des Todes brauchen die zurückgebliebenen „Patrioten“ Trost und Zuspruch zu dem Trost, den sie sich ohnehin selbst zusprechen werden, von Bruder zu Bruder,

ihr „Patriot“ sei nun in der Seligkeit, seinen Gott von Angesicht

zu Angesicht zu schauen und 144 Augen der „Huris“ auf ihn gerichtet,

Auch Außenminister Lawrow bezeichnete Raisi sowie seinen ebenfalls bei dem Absturz ums Leben gekommenen iranischen Amtskollegen Hossein Amir-Abdollahian als „verlässliche Freunde“ Russlands. Sie seien „Patrioten“ gewesen, welche die Interessen ihres Staates „entschlossen verteidigt“ hätten.

auch wenn dem iranischen Präsidenten beim Anblick der gänzlich enthüllten „72 Huris“ selbst die Sehnsucht nach dem Irdischen übermannen mag, den Frauen gänzliche Verhüllung zu seinen seinen höchsten erotischen Gelüsten zu gebieten, ihm auf Erden nichts erotischer war, als die total verhüllte Frau,

ihm die Fetischisierung der verhüllten Frau sein absoluter ihn gänzlich erfüllender Lebenssinn auf Erden war,

und er in seinem Schmerz des Verlustes seines Fetischs, seiner erotischen Praktik des Verhüllens am liebsten seinen Gott bäte, im Hubschrauber wieder auf die Erde zurückkehren zu dürfen,

auch zu seinen „Patriotinnen“, diesen soll ein weiterer Trost Zuspruch sein, dem „Patrioten“ Sergei Wiktorowitsch Lawrow mit seinem patriotischen Herrn Präsidenten, seid alle ihr getröstet, ihr „Patrioten“,

es gibt noch „Patriotinnen“ zuhauf auf Erden,

zuhauf in Österreich …

zuhauf in Österreich, die ebenfalls nur zu recht wissen, wer ihrer Stimme bedarf, welche Menschen ihnen dankbar zu sein haben, wenn sie, die „patriotischen“ Hundeführer, sich enthalten —

Wiener Staatsoper, Vorbild in ihrem Umgang mit Tagen der Freudenfeste im besonderen und mit Geschichte im allgemeinen

Die Wiener Staatsoper kann tatsächlich ein Vorbild darin genannt werden, mit ihrem Umgang, mit ihrem Wissen darum, wie als besondere ausgewiesene Tage im Jahr festlich zu begehen sind, Geschichte kurz gehalten werden kann.

Vorbildhaft begeht die Wiener Staatsoper den 8. Mai,

den 8. Mai 2024. Ein derart traditionsreiches Haus wie die Wiener Staatsoper ist wohl auch dazu verpflichtet, besondere Tage wie eben den 8. Mai auf seine besondere Art im Bewußtsein seiner Aufführungsgeschichte zu begehen, in der beispielsweise der 8. Mai 1941 in den unmittelbaren Abschluß der Vorbereitungen für das „Unternehmen Barbarossa“ fiel, das etwas mehr als einen Monat später seiner „Bewährungsprobe“ in der Wirklichkeit ausgesetzt wurde, mit „Lohengrin“ an der „Heimatfront“ gen Osten …

„Lohengrin“ bewährt sich, wie die Geschichte der Wiener Staatsoper eindrucksvoll belegt, auch als Geburtstagsgeschenk, als, schließlich ist ein Geburtstag ein Tag der Freude, ein Fest der Freude und „Lohengrin“ selbst ist schon das ganze Fest,

die Freude des Geburtstagskinds wird an diesem Tag vielleicht ein wenig getrübt gewesen sein, vor fünfundachtzig Jahren, seine Freude keine totale gewesen sein, mußte doch der „Schützer“, wie ihn Katharina Wagner in ihrer Umbenennung fortan gesungen haben will, mußte der „Schützer“ doch auf die Übergabe seines Geschenkes bis zum 1. September 1939 warten, beinahe vier Monate auf ein Geschenk warten zu müssen, eine Tortur auch für das geduldigste Geburtstagskind, und dann mußte er für die Geschenksüberreichung auch noch um 4.45 Uhr schon aufstehen, für einen Langschläfer, wie der „Schützer“ einer gewesen sein soll, eine Pein …

Auch für das Jahr 2025 hat die Wiener Staatsoper im Bewußtsein ihrer Tradition und Geschichte besondere Tage der Lohengrinfeste reserviert, den 1. Mai, der unter „Schützer“ vor neunzig Jahren, 1934, zum gesetzlichen Feiertag der „nationalen Arbeit“ befreit von Gewerkschaften mutierte,

und den 27. April, der in Österreich der erste Festtag der Freude genannt werden kann, wurde doch vor achtzig Jahren, das 2025 zu feiern sein wird, die Unabhängigkeitserklärung Österreichs unterzeichnet.

Wie verpflichtet auch die Staatsoper der Leitkultur dieses Landes bei der Bestellung der Direktionsmannen … ach, es sind halt doch Schützer, oder mit einem weiteren Wort, Tröster in schweren Zeiten,

unterstützt von so begnadeten Sängerinnen, wie leicht werden doch schwere Zeiten beim selbstvergessenen Lauschen beispielsweise des Gesangs einer Eva in den Meistersingern von Nürnberg

oder einer Elsa im Lohengrin

Es kann nur ermahnt werden, die Wiener Staatsoper wirklich endlich als Vorbild zu nehmen, wie lange allein dieser Text über „Lohengrin“ das Fest in der staatsoperlichen eigen‘ Tradition doch wieder geworden ist, mit so vielen Absätzen, der Wiener Staatsoper hingegen reicht in etwa ein Fünftel eines Absatzes für die gesamte Zeit des „Schützers“

Wie einfach kurz Geschichte also abgehandelt werden kann, darin ist die Wiener Staatsoper eine wahre Meisterin mit ihrem Lehrstück auf ihrer Website, von dem heute, am 20. Mai 2024 gelernt werden darf:

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften. Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die »Staatsoper in der Volksoper« mit einer Aufführung von Mozarts »Le nozze di Figaro« eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens »Fidelio«. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde. Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben – mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens »Fidelio« unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Fest der Wiener Staatsopernfreude am 8. Mai: „Sieg! Heil! dir, Gottfried – Zum Führer sei er euch ernannt! Mit Gott für Deutschen Reiches Ehr!“

An diesem Sonntag, 19. Mai 2024, in der Wiener Staatsoper andächtig Beckmesser zu lauschen, was für ein Opernhochamt wird das wieder sein, von solch einer Erhabenheit wie am 8. Mai 2024 wieder, als die Wiener Staatsoper an diesem besonderen Tag das rechte Zeichen

Wie erfüllt noch von den wagnerischen Versen des 8. Mai in diesem wunderbarsten wienerischen Staatsopernmai 2024 in hellster Vorfreude,

die „Meistersinger von Nürnberg“ nicht nur am 19., sondern auch noch am 23. und am 26. und am 30. Mai 2024 andächtig lauschen zu dürfen, in größter Dankbarkeit gegen die Staatsoper, die wagnerische Verkündigung am 8. Mai so klar und deutlich verlautbart bekommen zu haben,

die sich einbrannte unauslöschlich, zum Aufsagen
mit feststolzer Stimme zu jedweder Nachtzeit,
wenn vom Schein der Fackeln in wehenden Fahnen
aus dem Schlaf gerissen, zur Proklamation
gerufen auf den Balkon

Zu End ist nun die Frist, der Zins versagt,
mit wildem Drohen rüstet sich der Feind.
Nun ist es Zeit, des Reiches Ehr zu wahren;
ob Ost, ob West, das gelte allen gleich!

Was deutsches Land heisst, stelle Kampfesscharen,
dann schmäht wohl niemand mehr das Deutsche Reich!

DIE SACHSEN UND THÜRINGER (an die Waffen schlagend)
Wohlauf! Mit Gott für Deutschen Reiches Ehr!

Hört auch, ihr Streiter vor Gericht! Gewahrt in Treue Kampfes Pflicht!

Du kündest nun dein wahr Gericht, mein Gott und Herr, drum zag ich nicht!
Ich geh in Treu vor dein Gericht! Herr Gott, nun verlass mein Ehre nicht!

Sieg! Sieg! Sieg! Heil! dir, Held!

O fänd ich Jubelweisen, deinem Ruhme gleich, dich würdig zu preisen, an höchstem Lobe reich! In dir muss ich vergehen, vor dir schwind ich dahin, soll ich mich selig sehen, nimm alles, was ich bin!

Ertöne, Siegesweise, dem Helden laut zum höchsten Preise!
Ruhm deiner Fahrt! Preis deinem Kommen!
Heil deiner Art, Schützer der Frommen!

Und weiter kündet euch der König an, dass er den fremden,
gottgesandten Mann, den Elsa zum Gemahle sich ersehnt,
mit Land und Krone von Brabant belehnt;
doch will der Held nicht Herzog sein genannt, 
ihr sollt ihn heissen: Schützer von Brabant!

Hoch der ersehnte Mann! Heil ihm, den Gott gesandt!
Treu sind wir untertan dem Schützer von Brabant!

Nun hört, dem Lande will er uns entführen!
Gen einen Feind, der uns noch nie bedroht?
Solch kühn Beginnen solle ihm nicht gebühren!
Wer wehret ihm, wenn er die Fahrt gebot?

Ich!
Ha! Wer bist du? ­ 

Friedrich! Seh‘ ich recht? Du wagst dich her, zur Beute jedem Knecht?

Gar bald will ich wohl weiter noch mich wagen, vor euren Augen soll es leuchtend tagen! Der euch so kühn die Heerfahrt angesagt, der sei von mir des Gottestrugs beklagt! War hör‘ ich? Rasender! Was hast du vor? Verlorner du, hört dich des Volkes Ohr!

Heil König Heinrich! König Heinrich Heil!
KÖNIG (unter der Eiche stehend)

Habt Dank, ihr Lieben von Brabant! Wie fühl ich stolz mein Herz entbrannt, find ich in jedem deutschen Land so kräftig reichen Heerverband!
Nun soll des Reiches Feind sich nahn, wir wollen tapfer ihn empfahn:
aus seinem öden Ost daher soll er sich nimmer wagen mehr!

Für deutsches Land das deutsche Schwert!
So sei des Reiches Kraft bewährt!

Für deutsches Land das deutsche Schwert!
So sei des Reiches Kraft bewährt!

Wo weilt nun der, den Gott gesandt zum Ruhm, zur Grösse von Brabant?

O bleib, und zieh uns nicht von dannen! Des Führers harren deine Mannen! O König, hör! Ich darf dich nicht geleiten! Des Grales Ritter, habt ihr ihn erkannt, wollt er in Ungehorsam mit euch streiten, ihm würde alle Manneskraft entwandt! Doch, grosser König, lass mich dir weissagen: dir Reinem ist ein grosser Sieg verliehn! Nach Deutschland sollen noch in fernsten Tagen des Ostens Horden siegreich nimmer ziehn!

Die weisse Grals-­Taube schwebt über dem Nachen herab.
Lohengrin erblickt sie; mit einem dankbaren Blicke springt er auf und löst dem Schwan die Kette, 
worauf dieser sogleich untertaucht. An seiner Stelle hebt Lohengrin einen schönen Knaben in glänzendem Silbergewande ­ Gottfried ­aus dem Flusse an das Ufer.

Seht da den Herzog von Brabant!
Zum Führer sei er euch ernannt!

Als vom „Zeichen des bösen Willens“ auf dem Judenplatz erzählt wurde, fand „Der Antisemitismus – Ein internationales Interview“, vor einhundertdreißig Jahren veröffentlicht, Erwähnung. Und darin schreibt Hermann Bahr, es wird auch „Lohengrin“ angesprochen, deshalb ist es passend mit dem Befund von Hermann Bahr, geschrieben vor einhundertundeinunddreißig Jahren, dieses Kapitel zu beenden.

Wer gehaßt wird, thut im Grunde dabei nichts. Der Jude ist ihnen nur eben bequem. Die Franzosen haben dafür der Reihe nach zuerst den Preußen und dann den Juden und neuestens den Bankier gebraucht und

Beinahe, dieser Einschub scheint angebracht, einhundertzwanzig Jahre später weiß Maria Fekter, sie war Ministerin, gar Kluges über Banken und Reiche und Vermögende als gerade eben aufzubauende enorme Feindbilder verbreiten zu lassen, die, so läßt es Maria Fekter wissen, schon einmal verbrämt gegen Juden

es hat sich ihnen nicht um den Preußen und nicht um den Juden und nicht um den Bankier gehandelt: es handelt sich immer nur um den Haß, um die starken Aufregungen, die er gewährt. Wenn es keine Juden gäbe, müßten die Antisemiten sie erfinden. Sie wären sonst um allen Genuß der kräftigen Erregungen gebracht. Das scheint mir die Psychologie des Antisemitismus bei der Masse. Bei den „Führern“ kommt wohl noch etwas dazu. Es giebt kein handlicheres Instrument des Demagogen. Ich plauderte einmal mit Maurice Barrès und er begeisterte sich für Rochefort. Ich mußte über den seltsamen Bund des Schwärmers für Wagner mit dem Hetzer gegen Lohengrin lachen. Aber er verteidigte den Freund: „Glauben Sie mir, er schätzt die Würde und den Wert von Wagner so gut wie Sie oder ich; aber er findet nicht leicht etwas, das ihm besser die Massen in die Hand geben würde – wer die Massen meistern will, darf keine Gelegenheit der Leidenschaft versäumen.“

Einzufügen an dieser Stelle ist doch auch, daß Maurice Barrès nationalistisch und antisemitisch, daß Henri Rochefort mit antisemitischen Unterstellungen in der Verleumdung von Alfred Dreyfus … Zu der Zeit gab es auch andere Schreibende in Frankreich, zum Beispiel jenen, der für Émile Zola die Geldstrafe zahlte, als dieser für „J’accuse…! verurteilt wurde, und der mit seinem Automobil auch durch Österreich kommt und zu erzählen weiß:

An dem Tag, als ich endlich über die triste Sankt Pöltner Landstraße und die trübseligen Öden des kreuzbuckeligen Waldviertels von meiner Reise zurückkehrte, da sah ich zwischen Stiftmelken, Heiligenkreuzerhof

Es mag Ihnen wie eine Abschweifung erscheinen, von des Schreibenden Reise auch durch Österreich etwas einzufügen, aber in diesem „Autoland“ begegnet Ihnen auf den tristen Landstraßen so manches, das bei genauer Betrachtung sich nicht als Abschweifung herausstellt, sondern als zugehörig

Hermann Bahr schreibt weiter:

Die antisemitischen Führer, denen es nicht bloß um das Geschäft zu thun ist, sind Prätendenten um die Gunst des Pöbels, die herrschen wollen. Sie möchten in ihrem kleinen Kreise so eine Art von Nietzsche’schen Übermenschen werden, die durch alle Mittel den Genuß der Macht erwerben. Es kitzelt sie, auf den Instinkten und Begierden der Massen wie auf beweglichen Tasten zu spielen, die ihrem leisesten Drucke gehorchen. Das meine ich über den Antisemitismus und meine deswegen, daß man mit Gründen gegen ihn nichts richten kann. Wer Antisemit ist, ist es aus der Begierde nach dem Taumel und dem Rausche einer Leidenschaft. Er nimmt die Argumente, die ihm gerade die nächsten sind. Wenn man sie ihm widerlegt, wird er sich andere suchen. Wenn er keine findet, wird es ihn auch nicht bekehren. Er mag den Rausch nicht entbehren. Heilen könnte ihn nur ein edlerer Taumel, wenn den Massen wieder ein Ideal, ein sittliches Pathos gegeben würde. Vielleicht ist so der Sozialismus der einzige Arzt des Antisemitismus. Ich will also keineswegs den Antisemitismus „widerlegen“, was tausendmal geschehen und immer vergeblich ist.

Qatar

Einmal sind es fünf Jugendliche, die in einem Supermarkt „Tod den Juden skandieren“, in der einen Umsonst, die sich auf eine bestimmte Quelle beruft,

In einem koscheren Supermarkt in Wien kam es zu unheimlichen Szenen nachdem fünf Jugendliche dort rein stürmten, berichtet der einstige Chef der jüdischen Hochschüler Bini Guttmann. Demnach seien mitten in Wien fünf Jugendliche heute in einen „koscheren Supermarkt“ gestürmt und hätten „Tod den Juden“ skandiert. Danach seien diese aus dem Supermarkt geflüchtet. „Angegriffen oder verletzt wurde niemand“, berichtet Guttmann. Mittlerweile seien die Jugendlichen „von der Polizei angehalten“ worden, so Guttmann auf X.
oe24, 16. Mai 2024

einmal sind es vier Jugendliche, in der zweiten Umsonst,

In der Heinestraße im 2. Wiener Bezirk befindet sich ein Supermarkt, der seine Produkte den strengen koscheren Richtlinien für Angehörige des jüdischen Glaubens anpasst. Das Geschäft steht für Vielfallt, steht auch Nichtjuden offen. Vier Jugendlichen schien dies aber gar nicht gepasst zu haben. Sie stürmten am Mittwoch gegen 13 Uhr das Geschäft, riefen lauthals „Tod den Juden“. Die Wiener Polizei bestätigte den Vorfall gegenüber „Heute“. Die vier Jugendlichen betraten demnach den Supermarkt – einer der Antisemiten, ein 14-jähriger syrischer Staatsangehöriger, soll sich unangemessen gegenüber Juden geäußert haben. Laut Augenzeugen soll er „Tod den Juden“ gerufen haben – ein Zeuge sprach mit „Heute“, zeigte sich schockiert über die unschönen Szenen. Der 14-jährige Syrer wurde wegen des Verdachts der Verhetzung angezeigt. Das Landesamt Staatsschutz und Extremismusbekämpfung wurde über den Vorfall in Kenntnis gesetzt. Der Supermarkt wollte sich gegenüber „Heute“ nicht zu dem antisemitischen Vorfall äußern.
Heute, 17. Mai 2024

der die „Wiener Polizei bestätigte den Vorfall“ und „laut Augenzeugen soll“ ein Jugendlicher „Tod den Juden gerufen haben und dieser eine 14-Jährige „wurde wegen des Verdachts der Verhetzung angezeigt“.

Was für ein medial dramaturgischer Aufbau: fünf Jugendliche „stürmen“ und „skandieren“ „Tod den Juden“, vier Jugendliche „stürmen“ und „rufen lauthaus“ „Tod den Juden“, und der Höhepunkt am Ende: ein Jugendlicher „soll sich unangemessen gegenüber Juden geäußert haben“ und „soll“ „Tod den Juden“ „gerufen haben“ …

Und auch, was für eine Genauigkeit.

Wenn das Foto in der einen Umsonst tatsächlich die Jugendlichen zeigt, von denen einer das gerufen haben soll, bringt dieses Foto es zum Eigentlichen, warum diese Berichte zu diesem Vorfall zu erwähnen sind; ein Jugendlicher trägt das Shirt „Qatar Airways – Paris Saint Germain“ …

Es muß zu dem, was von Qatar bereits erzählt wurde, nichts mehr hinzugefügt werden …

Fußballbegeistert scheint der Jugendliche zu sein, und wenn er dazu noch ein Scheich wäre, er bekäme höchsten Besuch, auch aus Österreich

Wenn er als Syrer einen anderen gesellschaftlichen Hintergrund hätte, dann wäre er auch ein einzubindender „Player“

Wäre der Jugendliche eben erst ein Präsident geworden, er bekäme die herzlichsten Glückwünsche zu seiner Bestellung, auch aus Österreich …

Oh, Qatar, Land des Fernsehsenders, das alles fällt zu einem Jugendlichen ein, der ein Shirt „Qatar Airways – Paris Saint Germain“ trägt, dem nicht unterstellt wird, Anregungen für seinen Ruf in der Wiener Staatsoper

Al-Jazeera ist 1996 in der katarischen Hauptstadt Doha lanciert worden, der Sender erreicht ein Millionenpublikum. Seine Berichte beeinflussen das Denken nicht nur in arabischen Staaten, sondern auch in Afrika oder im Westen, wo unter anderem auf Englisch gesendet wird.

Acht Jahre nachdem al-Jazeera in Doha auf Sendung gegangen war, tötete Israel den Hamas-Gründer Scheich Ahmad Yasin mit einem Raketenangriff in Gaza. Yasin gehörte der antisemitischen Muslimbruderschaft an, die einen islamischen Gottesstaat anstrebt. In der Gründungsakte der Hamas liess sich der Scheich von Verschwörungstheorien wie den «Protokollen der Weisen von Zion» leiten, die auch Adolf Hitler inspirierten. Er selber war in Morde an Israeli und Palästinensern verwickelt und rief zu Selbstmordattentaten auf.

In den Nachrufen auf Yasin, die al-Jazeera im März 2004 auf Englisch veröffentlicht, ist nichts vom rabiaten Antisemitismus des Scheichs zu lesen. Stattdessen wird «sein Leben» gewürdigt, mit Sätzen wie: «Er verteidigte nachdrücklich das Recht des palästinensischen Volkes auf Widerstand gegen die Besatzung.»

Der Al-Jazeera-Autor Faisal Bodi erinnert sich an «mein Treffen mit Scheich Yasin». Dieser möge für manche der Inbegriff des Bösen sein. «Aber der Mann, den ich traf, war die Verkörperung eines der ungleichsten Kämpfe unserer Zeit.» Ein Kämpfer wider die Unterdrückung also, der im Gespräch mit al-Jazeera betont habe, die militaristische Gesellschaft Israels sei schuld, wenn die Hamas die Grenze zwischen Zivilisten und Soldaten verwische. Denn damit sei das gesamte israelische Volk als militärischer Feind zu betrachten. Yasin, so schreibt Bodi, habe davon geträumt, dass alle muslimischen Gläubigen auf der Welt erweckt würden, um den Jihad gegen Israel zu führen. Bodis Kommentar: «Sein Tod hat ihn dieser Freude beraubt, aber sein Vermächtnis des unbeugsamen Widerstands wird in den kommenden Jahren Tausende inspirieren.» Er sollte recht behalten.

1996 erhielt Karadawi dort seine eigene Sendung: «Die Scharia und das Leben». Mit seinen Botschaften erreichte der «globale Mufti» Millionen Muslime auf der ganzen Welt. Als Unterstützer der Hamas befürwortete Karadawi den heiligen Krieg gegen Israel, und Juden hatten seiner Meinung nach keine Existenzberechtigung, genauso wenig wie Homosexuelle und Glaubensabfällige. Im Januar 2009 erklärte er auf al-Jazeera: «Während der Geschichte hat Allah das jüdische Volk wegen seiner Verkommenheit gestraft. Die letzte Strafe wurde von Hitler vollzogen. (. . .) So Gott will, wird sie das nächste Mal durch die Hand der Gläubigen erfolgen.»
NZZ, 6. November 2023

Oh, Land des Fußballs —


WM 2022: Israelische Reporter antisemitisch angefeindet und bedroht – das steckt dahinter

Denn: „Israelhass und Antisemitismus sind in Katar Staatsdoktrin.“ Das Emirat finanziere die antisemitische Terrororganisation Hamas, für die die Vernichtung des einzigen jüdischen Staates Existenzgrundlage sei. Kaminski führt aus: „Der staatliche TV-Sender Al Jazeera ist eine antisemitische Propagandamaschine. Da liegt es auf der Hand, dass jüdische Israelis dort nicht willkommen sind.“

„Viele der mit der Kamera dokumentierten Fälle der Existenzleugnung Israels, der verbalen Entmenschlichung von Israelis und anderer Boshaftigkeiten gegenüber den israelischen Journalisten gehen nicht von Kataris, sondern ausländischen Besuchern aus.“

„Vielleicht wähnen sie sich im israelfeindlichen, antisemitischen Katar so sicher, dass sie ihrem Hass freien Lauf lassen können. Wahrscheinlicher ist, dass sie sich als WM-Gäste genauso verhalten, wie sonst auch. Denn Hass auf Israel und auf Jüdinnen und Juden ist zwar nicht überall Staatsdoktrin, aber doch weltweit normal.“
Watson, 3. Dezember 2022

Stabsunteroffizier

Wenn man sich anschaut, ja, Menschen die Schweinefleisch in Österreich essen, neigen halt weniger dazu, sich in die Luft zu sprengen, als andere Menschen, ja, das muß man halt auch festhalten, ja, wenn ich mir eine Amokfahrt, ah, in Graz anschaue, ja, wenn ich mir, wenn ich mir, einen verheerenden Terroranschlag in Wien anschaue, ja, dann waren das halt nicht die Christlichen oder Katholiken, jo

Das sagte Stabsunteroffizier der Militärpolizei in Lend,

einem Bezirk von Graz, zur EU-Wahl

zu jungen Menschen, die in die Schule gehen, soweit der gesamte Mittschnitt des Auftritts des „Stabsunteroffiziers bei der Militärpolizei, BMLV seit 1999“, der auf der Website des österreichischen Parlaments als seinen Bildungsweg auch angibt: „Ausbildung (Abschluss: Unteroffizier) Heeresunteroffiziersakademie 2000-2001, Ausbildung (Abschluss: Stabsunteroffizier) Heeresunteroffiziersakademie 2008“ …

Unweigerlich kann wieder einmal festgestellt werden, was ist das Bundesheer Österreichs doch für eine recht besondere Bildungsanstalt mit ihrer Bildungsreliquie, aus der Männer so gebildet wie ein Bundesrat in ihre Berufe entlassen werden, auch in die Parteipolitik …

So eine recht besondere Bildungsanstalt ist das Bundesheer Österreichs, die für ihre recht besondere Lehre recht besondere Unterstützung findet

Wie würde wohl in Österreich die Parteipolitik sich gestalten, würde der eine und die andere nicht in dieser recht besonderen Bildungsanstalt erstes Wissen gelehrt bekommen,

zum Beispiel ein parteipolitischer Gebirgsjäger

Und sind sie aus dieser recht besonderen Bildungsanstalt in ihre Berufe, von denen der eine oder die andere auch in dieser Anstalt einen Arbeitsplatz findet, in die Parteipolitik entlassen, hören sie nicht auf, schlagen sie einen weiteren Bildungsweg ein, den ihnen recht besondere Medien selbstlos, wie es für eine Kameraderie geziemt, bieten, und das recht umfänglich, nichts wird ausgelassen, sie weiter zu bilden, nichts ist zu gering, sie zu lehren, ob Geschichte, ob Küche, ob die Verzehrlehre des Schweinefleisches …

So lernen sie, es gibt die Menschen, die Schweinefleisch essen, wie nun dieser Stabsunteroffizier, der meint, reif genug zu sein, um selbst ein Unterrichtender zu sein, lehrt, und es gibt die Menschen, die kein Schweinefleisch essen, wie ein Nachhilfelehrer auf der recht besonderen Bildungsplattform des dritten Bildungsweges lehrte, nämlich, daß Menschen, die kein Schweinefleisch essen, in Kriege hineinzerren

sekundiert dabei von einem recht besonderen Unterrichtenden, der zu lehren weiß, wer in 1933 Deutschland den Krieg erklärte, wer in 1939 Deutschland den Krieg erklärte …

Und eines weiß ein Stabsunteroffizier recht, mit der recht besonderen Bildung kann nicht früh genug begonnen werden, so ist es ihm gewiß recht eine Ehre, diese Bildung, die er selbst von frühester Jugend an erfahren, weiterzugeben, den Menschen auf ihrem ersten Bildungsweg, wie jetzt in Lend — wohl

auch in wehrhafter Bewahrung des Erbes eines Hans Kloepfer,

dem seine soldatische Referenz zu erweisen, auch ein Stabsunteroffizier sich nicht verwehren kann, diesem Arzt der Lyrik, der auch um die Erziehung schon wußte, was den Kindern zu lehren ist, daß auf musische Art ihre Herzen leichter zu erreichen sind, und wenn sie zur großen Armee abberufen,

es ihnen die Lyrik leichter macht, andere in die Luft zu sprengen, und auch sich in die Luft sprengen zu lassen,

um endlich Gott zu schauen in zauberhafter christlicher oder katholischer Montur —