Im Land des Putsches, wo Martin Graf noch eine recht gute Presse hat

Wie dem auf die carte postale geklebten Artikel entnommen werden kann -, allerdings wird sogar im fernen Paraguay daran gezweifelt, ob ein freiheitlicher Politiker Anerkennung … Keine recht gute Presse hat die zurzeitige Regierung von Paraguay, wie ebenfalls gelesen werden kann, ob ihres „Staatsstreiches“, für die Dr. Martin Graf nun als Vermittler auftreten möchte, nach seiner Rückkehr nach Österreich eine „Gruppe formieren“ …

Gute Presse, schlechte Presse … Dazu stellt sich unweigerlich die Frage ein, ob sich wer erinnern kann, daß Dr. Martin Graf in den letzten vier Jahren, seit er III. Präsident NR gewesen ist, je mit einer Leistung aufgefallen wäre, die eine positive mediale Berichterstattung zur Folge hatte, also eine, in der nicht von Aufregung im schlechten Sinn, von Skandal, von Rücktrittsaufforderungen, von … Auch aktuell wieder wird über einen „Wirbel“ um einen „Verurteilten“ als Graf-Mitarbeiter -, unnötig zu schreiben, aus welchem ideologischen … Daß keine positive Berichterstattung über Martin Graf erinnerlich ist, kann auch daran liegen, daß Martin Graf sehr viel in Südamerika unterwegs ist, und den österreichischen Medien dadurch die seine Leistungen, also Leistungen im positiven Sinn, bisher nur entgangen sind, in Paraguay, in Chile -, aber nicht nur in Südamerika, auch in Indien

Bei so viel auswärtigem Engagement von Dr. Martin Graf ist nur zu hoffen, daß freiheitliche Wähler und freiheitliche Wählerinnen auch von diesem freiheitlichen Politiker nicht kleinmütig einfordern, die freiheitlichen Wahlversprechen, für Östereich zu arbeiten, einzuhalten, wofür sie von ihnen gewählt wurden, und mit dem Steuergeld von allen bezahlt werden … Ach, Dr. Martin Graf wurde ja nicht Bürgerinnen und Bürgern zum III. Präsidenten NR gewählt, sondern hauptverantwortlich von christschwarzen Abgeordneten …

Und zum Stimmen fällt noch ein, wenn Sie sich noch nicht an den beiden Umfragen zu Martin Graf hier beteiligt haben, sind Sie herzlich dazu eingeladen, es zu tun.

NS Wer Berichte über grafsche Leistungen im positiven Sinn aus den letzten vier Jahren kennt, ist herzlich eingeladen, auf diese in einem Kommentar zu verweisen. Hinweise auf etwaige Artikel in der freiheitlichen ZZ oder ähnlichen Magazinen können menschgemäß gebracht werden, aber …

Freiheitliche ZZ betätigt sich als eifrige Wiederleserin von Robert Jan Verbelen, einem SS-Mörder und Revisionisten

Nach der Empfehlung von „Mister Inkognito“ in der Ausgabe 40/2012 der freiheitlichen ZZ nun in der aktuellen Ausgabe 41/2012 „Der Affe auf dem Galgen“ von Robert Jan Verbelen …

Es wird heute der Trafikant nicht gefragt werden, ob wieder in der freiheitlichen ZZ,  ohne diese zu erwerben zu müssen, geblättert werden darf, denn bereits bei „Mister Inkognito“ hat sich die Vermutung allein aufgrund des Inhaltsverzeichnisses bestätigt, Helge Morgengrauen werde den Spionageroman  u.a. als „spannend“ anpreisen, soher darf angenommen werden, daß auch „Der Affe auf dem Galgen“ nicht negativ besprochen werden wird, möglicherweise wieder von Helge Morgengrauen …

In den letzten zwei Ausgaben der freiheitlichen ZZ wird Robert Jan Verbelen als Autor von Spionageromanen also gleich zweimal hintereinander empfohlen -, ob in der nächsten Ausgabe schon seine revisionistischen Schriften empfohlen werden? Das ist nicht zu erwarten. Es soll wohl die positive Besprechung seiner Spionageromane die Leser und Leserinnen der freiheitlichen ZZ selber darauf bringen, sich mit allen Schriften des SS-Mörders und Revisionisten Robert Jan Verbelen zu befassen …

Die Betonung, warum hier ein drittes Mal auf die freiheitliche Wiederlesung von Robert Jan Verbelen reagiert wird, liegt nicht darauf, daß Robert Jan Verbelen ein SS-Mörder war, sondern darauf, daß er nach dem Untergang der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen Reiches der Massenmorde und Massenverbrechen als Revisionist weitermachte -, und Revisionismus ist in dem Lager, in dem sich Robert Jan Verbelen nach 1945 bewegte, ein anderes Wort für Leugnung der Massenmorde und Massenverbrechen … Das ist der eigentliche und vordringliche Grund, weshalb auf seine Wiederlesung durch die freiheitlichen ZZ noch einmal eingegangen werden muß …

Für dieses Lager, in dem sich Robert Jan Verbelen bewegte, ist u.a.m. kennzeichnend zu behaupten, es stimme nicht, was über dieses Lager geschrieben werde, dieses Lager werde nur verleugnet und diffamiert, das Lager werde falsch interpretiert. Aus diesem Grund wurde auf die carte postale ein Zitat, wenn auch mit Widerwillen, geklebt, das belegt, nicht zum Beispiel das Dokumentationsarchiv des östereichischen Widerstandes sagt, Robert Jan Verbelen habe zahlreiche Bücher revisionistischen Inhalts verfaßt, sondern eine Gruppe, die für die Wiederherstellung des deutschen Reiches …

Für dieses Lager, in dem sich Robert Jan Verbelen bewegte, ist u.a.m. ebenfalls kennzeichnend zu behaupten, es müsse für „Meinungs– und Pressefreiheit“ gefochten werden … Allerdings mißbraucht dieses Lager die Meinungs- und Pressefreiheit, für die menschgemäß stets einzutreten ist, für das Leugnen von Massenmorden und Massenverbrechen, und dieses Lager verbreitet bewußt und vorsätzlich die Gleichsetzung von „Leugnung“ mit „Meinung“. Nebenher bemerkt, dieses Lager widerlegt sich selbst am besten, denn es gibt eine überbordende Nationalismus- und Revisionismus-Industrie, die gar nicht existieren dürfte, wäre es um die Meinungs- und Pressefreiheit derart schlecht bestellt, wie dieses Lager für seinen nationalistischen und revisionistischen Einsatz zu behaupten getrieben ist …

Und der vordringliche und eigentliche Grund, weshalb die freiheitliche ZZ nicht unbeachtet bleiben kann, ist, weil es die Plattform der freiheitlichen Spitzenmandatare ist, auf der sich die freiheitlichen Spitzenmandatarinnnen wohl zu fühlen scheinen, etwa Landesrätin und ehemalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin Barbara Rosenkranz in der Ausgabe 40/2012, zu der auch „Ostmärker“ Richard Melisch einen Artikel beisteuerte, oder Herbert Kickl, stellvertretender Klubobmann des freiheitlichen Parlamentsklubs, in der aktuellen Ausgabe 41/2012 gleich mit zwei Beiträgen …

NS Ob zu Robert Jan Verbelen in der freiheitlichen ZZ noch einmal zu schreiben sein wird, hängt von den nächsten Ausgaben der ZZ ab:

Robert Jan Verbelen – Freiheitliche verschwenden Steuergeld

Die freiheitliche ZZ liest wieder den zum Tode verurteilten SS-Obersturmführer

NNS Wer wohl wen inspiriert, mußte beim Lesen des Inhaltsverzeichnisses der aktuellen Ausgabe 41/2012 gedacht werden: „AKW Gurkfeld (Krsko)“ -, Harald Dobernig die freiheitliche ZZ oder die ZZ Harald Dobernig oder ist es eine gegenseitige Befruchtung im Bemühen um die deutsche Sprache über die engen Grenzen Kärntens hinaus?

Freiheitlichen ist mancher deutscher Vers wohl Anleitung

Freiheitlichen ist manch deutscher Vers wohl Anleitung

Mußte augenblicklich gedacht werden, als von der Einteilung des Landesrates Harald Dobernig von Kärntnerinnen und Kärntnern gehört wurde, nach seiner es „richtige“ und …

Vielleicht sind Harald Dobernig, auch Kurt Scheuch, und seine freiheitlichen Kameraden tatsächlich zu oft vor den Versen im Landhaus stehengeblieben, haben diese als weitere unveränderliche Kerne ihres unveränderlichen Wesens in sich aufgenommen, den Treueid heimlich für sich gesprochen gar bei jedem Stehenbleiben davor erneuert, nach diesen zu handeln …

Einer Lyrikerin könnte es schmeicheln, ihre Verse so ernstgenommen zu sehen, als Anleitung für politisches, genauer, parteipolitisches Handeln, aber ein derartiges Ernstnehmen seiner Verse kann ausschließlich einem Lyriker schmeicheln, der solche Verse schreibt, wie sie an einer Wand des Landhauses in Klagenfurt von Johannes Lindner auch heute noch zu lesen sind:

Für eine neue Zeit sind in Kärnten u.v.a.m. zwei Tafeln auch abzumontieren

Laßt sie zusammenstehn allein und ungewählt vor den Versen aus einem Führerhuldigungsbuch

NS Ob Freiheitliche in Kärnten, also Harald Dobernig, Kurt Scheuch und ihre Kameradinnen, ihre Lektüre nach den Empfehlungen der freiheitlichen ZZ wählen, ist nicht bekannt, aber durchaus vorstellbar, sehr vorstellbar, wird zusätzlich berücksichtigt, daß Andreas Mölzer aus Kärnten kommt, der ihnen möglicherweise persönlich das eine oder andere Buch empfiehlt, so recht auf kärntnerische Art, den ha muaßt lesn, der is kloass ha, da Verbelen, sponnend ha und deitschfreindlich … Das wird ein „richtiger“ also „deutscher“ Kärntner als unrichtiges also undeutschkärntnerisches Sprechen abtun, gar verteufeln, aber einem „unrichtigen“ Kärntner oder einer „unrichtigen“ Kärntnernin mag es nicht gefallen, wie Freiheitliche auf rechte Art zu reden, nicht einmal einen harmlosen Satz -, allerdings Verbelen zur Wiederlesung zu empfehlen, ist nicht so harmlos …

NS Wie gewußt wird, haben Freiheitliche trotz ihrer Neigung und ihrem Bekenntnis zum deutschen Kulturraum ihrer Väter es gerade mit der deutschen Sprache nicht leicht -, möglicherweise wollte Harald Dobernig statt „richtige“ eigntlich rechte sagen, in Kärnten also nach seinem Eindruck weniger rechte Kärntnerinnen und Kärntner leben als … In den nächsten Wahlen haben die Kärntner und Kärntnerinnen die Möglichkeit, diesen dobernigschen Eindruck eindrucksvoll zu bestätigen.

Robert Jan Verbelen – Freiheitliche verschwenden Steuergeld für einen ihrer geliebten Schriftsteller und Mörder aus den Reihen der SS

Es wurde zwar gestern über die Wiederlesung von Robert Jan Verbelen bereits geschrieben, aber ein Teil daraus ist besonders herauszustellen, nämlich der, daß Freiheitliche nicht nur vielleicht bei Kerzenlicht und einem Glas Wein von dem Weißen ihrer Leidenschaft für ganz besondere Schriftsteller nachgehen, sondern sich auch auf parlamenarischer Ebene und auf Steuergeldkosten für ganz bestimmte Schriftsteller einsetzen.

Vielleicht ist es auch oder zusätzlich freiheitliche Dankbarkeit gegen Robert Verbelen, dem doch zu verdanken sei, wie der freiheitliche Abgeordnete Herbert Haupt und seine Kollegen in einer parlamentarischen Anfrage in 1998 schrieben, daß der “von Kommunisten geplante Putsch rechtzeitig bekannt wurde” … Mag. Herbert Haupt, wenn Sie sich nicht mehr erinnern sollten, war auch einmal dritter Nationalratspräsident, war Vizekanzler, war Obmann der Freiheitlichen … Die Antwort des Innenministers war, es habe sich kein Beitrag von Robert Verbelen zur Niederschlagung des Putsches finden lassen … Es kann auch und zusätzlich der Versuch einer Wiederherstellung der Ehre, nun wenigstens im Literarischen, sein, einen Versuch hat bereits Herbert Haupt und seine Kameraden für Robert Verbelen unternommen, der nicht seine Schriftstellerei betraf, in einer parlamentarischen Anfrage an den Justizminister, ob denn das Urteil in Belgien überhaupt rechtmäßig sei … Die Antwort des Justizministers kann ebenfalls mit einem Klick hier aufgerufen werden

Dafür verschwenden Freiheitliche Steuergeld durch Verschwenden von Arbeitszeit von Abgeordneten, von einem Innenminister, von einem Justizminister, für deren Gehälter der Steuergeldzahler und die Steuergeldzahlerin aufkommen müssen. Die Verschwendung von Steuergeld für Robert Jan Verbelen war 1998, soher müßte geschrieben werden, Freiheitliche versschwendeten Steuergeld. Aber Freiheitliche verschwenden immer wieder Geld für ganz bestimmte Personen, so daß dafür das generelle Präsens nicht falsch gewählt ist. Wessen Geld? Freiheitliche dichten viel, aber beantworten nichts …

NS Es wurde gestern geschrieben, es wäre beinahe verlockend, die Ausgabe 40/2012 der freiheitlichen ZZ zu kaufen. Jedoch das ist nicht notwendig, denn der freundliche Trafikantin erlaubte das Lesen der Empfehung von Robert Jan Verbelen durch Helge Morgengrauen, ohne das Magazin erwerben zu müssen. Und wie gestern erwartet, schreibt Helge Morgengrauen über den verbelenschen Roman „Mister Inkognito“ tatsächlich: „spannend“ … Und womit Herbert Haupt und seine parlamentarischen Kameraden nicht durchgekommen sind, nimmt Helge Morgengrauen auf, um einen mordenden SS-Obersturmführer Verdienste zu erschreiben … Robert Jan Verbelen habe, so in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ, gekämpft im Krieg von 1939 bis 1945 an der Seite von -, ach wie harmlos die Pflicht bloß erfüllt, und danach habe sich Robert Jan Verbelen den Amerikanern zur Verfügung gestellt … Und Robert Jan Verbelen habe sich „Verdienste um die Freiheit von Österreich“ erworben, beim Niederschlagen des kommunistischen Putsches …

Wer all die Wiederlesungen der freiheitlichen ZZ vor sich ausbreitet, wird spätestens jetzt mit der Belobigung von Robert Jan Verbelen sich des Eindrucks nicht erwehren können, die freiheitliche ZZ ist die Dichterin, die an einem Fortsetzungsroman „Dichtung und Wirklichkeit“ schreibt …

NS In der „Zeit“ vom 9. September 1966 konnte unter „Warnung an Österreich“ nicht nur etwas über Robert Verbelen gelesen werden, sondern auch über die Milde der österreichischen Gerichte, über den „provinziellen Eigendünkel“ und auch darüber, daß wieder Antisemitismus getragen werde … Sollte „Die Zeit“ sparen müssen, bei ihren Berichten über Österreich ein leichtes Unterfangen, sie bräuchte für ihre aktuelle Berichterstattung über Österreich bloß ihre vor Jahrzehnten schon bezahlten und jetzt kostenneutralen Artikel aus dem Archiv wieder veröffentlichen …

 

Die freiheitliche ZZ liest wieder den zum Tode verurteilten SS-Obersturmführer Robert Verbelen

Wenn bedacht wird, dafür nur einmal die drei seit dem 7. September 2012 von der freiheitlichen ZZ vorgestellten Autoren vor Augen, wie dieses freiheitliche Magazin Druckerpatrone um Druckerpatrone leert, um ihren zur Wiederlesung empfohlenen Autoren eine geschönte Biographie zu schreiben, wäre es beinahe verlockend, die aktuelle Ausgabe zu kaufen, um zu lesen, wie es der freiheitlichen ZZ diesmal gelingen will, den wegen Mordes in effigie zum Tod verurteilten SS-Obersturmführer Robert Verbelen …

Bei Mirko Jelusich war es der auch heute bei anderen Machenschaften nicht unbeliebte freiheitliche Hinweis, es hätte das Verfahren gegen ihn mangels strafbarer Tatbestände eingestellt werden müssen, bei Rudolf Hans Bartsch die Erwähnung, er sei sogar für den Nobelpreis vorgeschlagen gewesen -, als ob das schon eine Auszeichnung wäre, vor allem ohne zu nennen, wer ihn denn dafür vorgeschlagen habe … Bei August Kraft ebenfalls die üblichen und erprobten Weglassungen

Die freiheitliche ZZ wird für ihre Wiederlesungsempfehlung nicht den Text von dem Simon-Wiesenthal-Archiv herangezogen haben, gar zitiert haben …  In der freiheitlichen ZZ wird wohl etwas darüber geschrieben worden sein, wie spannend die verbelenschen Spionageromane seien, vielleicht sogar, besonders für und vor allem männliche Jugendliche … Wie den Texten auf der Ansichtskarte entnommen werden kann, zeigt es sich am Umgang mit Robert Verbelen, wie unbehelligt in Östereich … Aber auch in dieser Hinsicht ist Österreich nicht einzigartig, wie ebenfalls gelesen werden kann, diesmal anhand des Beispielgebers Verbelen …

Die literarische Qualität der von der freiheitlichen ZZ Wiedergelesenen kann es kaum sein, um diese wieder hervorzukramen, die Gründe dafür müssen wohl vor allem außerliterarische sein. Im Fall von Robert Verbelen möglicherweise die Bewunderung dafür, daß dieser von seinem einmal eingeschlagenen Weg nicht abwich, der in Belgien mit dem Ermorden von Zivilisten und Widerstandskämpfern begann, sich fortsetzte bis zu seinem Tod in 1990 mit seinem Engagement in der rechtsextremen Szene von Österreich und Deutschland -, Robert Verbelen also ebenfalls ein „Charaktermensch“ gewesen sein muß … „Charaktermenschen“ bedeuten Freiheitlichen auch in anderen Zusammenhängen sehr viel, wie ein aktuelles Beispiel aus Kärnten … Es gibt menschgemäß immer mehr Gründe. Vielleicht ist es auch oder zusätzlich freiheitliche Dankbarkeit gegen Robert Verbelen, dem doch zu verdanken sei, wie der freiheitliche Abgeordnete Herbert Haupt und seine Kollegen in einer parlamentarischen Anfrage in 1998 schrieben, daß der „von Kommunisten geplante Putsch rechtzeitig bekannt wurde“ … Mag. Herbert Haupt, wenn Sie sich nicht mehr erinnern sollten, war auch einmal dritter Nationalratspräsident, war Vizekanzler, war Obmann der Freiheitlichen … Die Antwort des Innenministers war, es habe sich kein Beitrag von Robert Verbelen zur Niederschlagung des Putsches finden lassen …

Es kann auch und zusätzlich der Versuch einer Wiederherstellung der Ehre, nun wenigstens im Literarischen, sein, einen Versuch hat bereits Herbert Haupt und seine Kameraden für Robert Verbelen unternommen, der nicht seine Schriftstellerei betraf, in einer parlamentarischen Anfrage an den Justizminister, ob denn das Urteil in Belgien überhaupt rechtmäßig sei … Die Antwort des Justizministers kann ebenfalls mit einem Klick hier aufgerufen werden … Freiheitliche nehmen Urteile nicht so einfach hin …

NS Der „Spiegel“ beschrieb 1966 den Umgang der österreichischen Justiz mit Kriegsverbrechern der totalitären nationalistischen Massenmord- und Massenverbrechendiktatur des deutschen Reiches, nicht nur über Robert Verbelen … Es wird auch der von einem freiheitichen Gemeinderat berichtet, der in zweiter Instanz …

Die meisten Nazi-Richter und Staatsanwälte blieben im Dienst oder wurden bald wieder eingestellt (SPIEGEL 44/ 1965). Geschworene bei NS-Prozessen werden nicht nach ihrer NS-Vergangenheit befragt. Als aber in einem Kriegsverbrecherprozeß ein Geschworener mosaischen Glaubens auftauchte, wurde er wegen Befangenheit abgelehnt. So kam es in Österreich zu folgenden Urteilen:

Richard Hochrainer, bei seiner Verhaftung Gemeinderat der rechten „Freiheitlichen Partei“ im salzburgischen St. Michael, wurde 1961 wegen eines nach Kriegsende begangenen Mordes an neun jüdischen Zwangsarbeitern zu sieben Jahren Kerker verurteilt, in zweiter Instanz aber freigesprochen.

Franz Murer, einst Judenreferent im Gebietskommissariat Wilna (Beiname: „Henker von Wilna“), wurde von einem Grazer Geschworenengericht 1963 freigesprochen, obwohl im Wilnaer Getto von 80 000 Juden nur wenige hundert überlebt hatten. Der freigesprochene Hochrainer holte den freigesprochenen Kameraden Murer, der es zum Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer Liezen (Steiermark) gebracht hatte, mit Mercedes und Blumen vom Gericht ab.

Mirko Jelusich oder die Treue der zurzeitigen Freiheitlichen zu nationalistischen Schriftstellern, auch des deutschen Reiches

Ehe Freiheitliche gleich aufheulen wollen, es werde wieder versucht, sie über die nationalistischen Äcker der totalitären Diktatur des deutschen Reiches gehen zu sehen, sollen Freiheitliche die damit verbundenen und einzig relevanten Fragen genau lesen – und endlich einmal beantworten; entscheidender aber: die Wählerinnen und Wähler sollten sich auch diesen Fragen endlich ernsthaft stellen, ehe sie Freiheitliche in jedweder kommender Wahl ihre Stimme …

Was sagt es über eine vor allem Männerriege aus, die einen derartigen Literaturgeschmack hat, die einen derartigen begrenzten literarischen Horizont sich selbst auferlegt? Und nicht nur sich selbst verordnen wollen, sondern diese Literatur auch empfiehlt, der Betätigung geradezu verfallen ist, wieder und wieder derartige Literatur zu empfehlen, unter größten Anstrengungen der schönigendem Darstellung dieser Schriftsteller? Und das nicht vor fünzig oder sechzig Jahren, sondern heutzutage, nach allen wissenschaftlichen Erkenntnisen und Aufarbeitungen? Wie sehr färbt eine derartige Literatur auf ihr Handeln, daß von ihnen als ein „politisches“ verstanden wird, ab? Ist eine derartige Liebe, die sie wohl für sich als selbst als eine sie ehrende ansehen dürften, heututage in Wahlen noch eine belohnbar?

Das sind aber nicht nur Fragen, die in bezug auf die Literatur gestellt werden können, sondern auch in bezug auf Kunst

Die freiheitliche ZZ ist kein Magazin, das von Wiedergängern der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen Reiches gefüllt wird, sondern eines von gewählten freiheitlichenr Mandataren und Mandatarinnen, von einem III. Präsidenten NR Martin Graf abwärts bis zum zurzeitigen Obmann der freiheitlichen Riege, also keines von beispielsweise Gerd Honsik, Gottfried Küssel, von den Machern der eingestellten Website Alpen-Donau-Info

Allein in diesem Jahr wurde bis jetzt zur Wiederlesung empfohlen, so daß tatsächlich geschrieben werden kann von einer Liebe zu …

Hilferuf der Freiheitlichen: Wählt nicht uns!

AEIOU – Ka Nazi bist Du

Für die freiheitliche ZZ aber sind Wagners Zeilen antisemitismusfrei

Wiederlesung eines Illegalen und Bücherverbrenners

Kampf für einen neuen Aufbruch des Schönen in der Kunst, wie sie von Freiheitlichen geliebt wird

Kein Anstand  und keine Höflichkeit gegen das deutsche Reich und Adolf Hitler

Für Joseph Goebbels ein Gottbegnadeter

Selektion der Geschichte in der freiheitlichen Zur Zeit

Im Teutschgärtlein von Zur Zeit

Robert Hohlbaum, Josef Weinheber

Genug! Genug! Sollten Sie aber noch mehr erfahren wollen, suchen Sie unter „Zur Zeit“ oder „Dr. Martin Graf“  oder „Andreas Mölzer“ oder „Freiheitliche“ weitere Artikel heraus, die …

Wie Sie der Ansichtskarte entnehmen können, erstreckt sich diese freiheitliche Liebe auch auf Soldaten der massenmordenden und massenverbrecherischen Totaldiktatur des nationalistischen deutsches Reiches, wollen von ihnen auch diese dem Vergessen entrissen werden, die totale Niederlage der Wehrmacht geschmälert werden dadurch, daß wenigstens einzelne Soldaten der Wehrmacht „unbesiegt“ -, wie eben dieser Jagdflieger, der durch einen Unfall … Geradeso, als wollten sie der seinerzeitigen Propaganda von der „unbesiegbaren deutschen Wehrmacht“ beistehen, ihr heute bestätigen, nicht gelogen zu haben … Es bleibt aber nicht beim Schreiben, es wird auch recht ordentlich viel Geld ausgegeben, zum Beispiel für Walter Nowotny … Wie sehr diese glücklicherweise besiegte und untergegangene männliche Soldatengesinnungswelt den freiheitlichen Zugang zu heutigen Themen noch bestimmen, dafür gibt auch eine Brigitte Kashofer ein Beispiel …

Es könnte noch sehr viel angeführt werden. Es soll dabei belassen werden …

Außer, eines noch … Es könnte von jenen, die diese Literatur nicht kennen, gesagt werden, vielleicht ist es einfach großartige Literatur, die von Freiheitlichen zur Wiederlesung empfohlen wird … Eine Leseprobe  von einem freiheitlich wiedergelesenen Hermann Löns wird diese Annahme kaum bestätigen können. Es ist ein Auszug aus dem „Wehrwolf“:

Und ich will doch sehen, ob noch Recht und Gerechtigkeit im Lande ist,
und ob wir in einem christlichen Staate leben oder unter Türken und Heiden!«

»Wulfsbauer,« sagte der Engenser, »wir können jetzt die Ohren steifhalten,
wir gemeinen Bauern. Bei uns haben wir das schon abgemacht: Tatern und
anderes fremdes Volk, das sich bei uns sehen läßt, das wird ohne weiteres
mit der Peitsche begrüßt, denn die Bande zeigt den Räubern, denn was
anderes sind doch diese Kriegsknechte nicht, bloß den Weg, wo es was zu
holen gibt. In Ehlershausen haben sie vorige Woche zwei von diesen
Kerlen, die ein Pferd von der Weide geholt hatten, in aller Heimlichkeit
aufgehängt und beigerodet. Und das ist ganz recht so: denn erstens sind es
keine richtigen Menschen, und außerdem, warum bleiben sie nicht, wo sie
hingehören?«

Er hob seinen Stock hoch und zeigte die Kerben daran. »Seht her! ich habe
einhundertundsiebzehn Kerben hier eingeschnitten, zweiunddreißig auf der
einen und die übrigen auf der anderen Seite. Die fünfundachtzig Kerben
bedeuten, daß ich mitgeholfen habe, fünfundachtzig Landstreicher,
Gaudiebe, Tatern und Marodebrüder und einen verräterischen Hund
dahinzubringen, wo sie von Gottes und Rechtes wegen hingehören, unter
die Erde nämlich, daß die Würmer sie fressen, wenn sie sich davor nicht
ekeln. Die zweiunddreißig Kerben aber, meine Freunde, die bedeuten, daß
ich zweiunddreißig Menschen von dieser Art mit meiner eigenen Hand
beiseite gebracht habe.«

Die Marodebrüder und Parteigänger zogen immer noch im Lande um; aber
ihre gute Zeit war vorbei. Wo sie sich blicken ließen, lief das Volk
zusammen und schlug sie tot, und die Tatern und was sonst ohne Haus und
Herd war, desgleichen.

Das half ihnen auf die Dauer aber doch nichts; die fremden Herren nahmen
ihnen mit Gewalt und List ein Recht nach dem andern, und schließlich
wurden sie alle zinspflichtige Lehnsmänner bis auf den Wulfsbauern;

„Tatern“ sind, wie sie heute noch von Freiheitlichen bezeichnet werden: „Zigeuner“ … Für Freiheitliche scheint die Wirklichkeit heute die Literatur zu sein, die sie lesen …

PS Quellen der Zitate auf der Ansichtskarte:

Lexikon nationalsozialistischer Dichter

Rezitationsabend zum 10. Oktober, der heuer auf den ……… fälllt

Gefangen, auch im Erinnern

Zur Zeit, Ausgabe 39/2012, 28. September-4. Oktober 2012

Freiheitliche in Paraguay: Fern vom Heim ist das Deutsche auch bedroht – Durch Indianer, die mitnaschen wollen

III. Präsident NR Dr. Martin Graf betätigte wieder die Kurbel des altdeutschen Leierkastens, um erneut ins Gerede zu kommen, diesmal mit einer Solidaritätsbekundung … Über diesen grafschen Knicks wurde bereits eine Bemerkung gemacht, so daß auf die aktuelle Affäre nicht weiter mehr eingangen zu werden braucht, denn die freiheitlichen Reisen nach Paraguay rufen weitere Aspekte in Erinnerung, auch von heiterer Art …

Andreas Mölzer war auch mal mit in Paraguay, und das erlaubt einen Schwenk zur freiheitlichen ZZ, die in der aktuellen Ausgabe 38/2012 zur Wiederlesung den Schriftsteller August Kraft empfiehlt, der nicht nur über Richard Wagner schrieb, sondern auch bekannt ist als Unterstützer -, des Reiches Namen muß wohl nicht ausgeschrieben werden … Freiheitliche scheinen nicht nur in literarischen, musikalischen und künstlerischen Belangen ihre Schritte auf vertrauten Boden setzen zu müssen, sondern auch wenn sie Österreich oder, wie es Freiheitliche meinen, den deutschen Kulturraum verlassen, um beispielsweise nach Paraguay zu reisen …

Kaum sind Freiheitliche in Paraguay suchen sie augenblicklich die vertraute Scholle oder flüchten sich sofort auf eine vertraute Scholle. In Paraguay haben sie diese in der Kolonie Fernheim zu ihrem Glück und ihrer Sicherheit auch gleich gefunden, wie auf der Ansichtskarte die Bilder und Texte … Auch geographisch verläßt die Freiheitlichen nie ihre Treffsicherheit, über die vor kurzem geschrieben wurde, ein Auszug aus dem Lexikon der Mennoniten auf der Ansichtskarte gibt Auskunft über diese Treffsicherheit …

Es wurde weiter oben Heiteres angekündigt, und das leistet die grafsche Unzensuriert mit ihrem Bericht über diese freiheitliche Reise – die lustigsten Stellen aus diesem:

Die drei Mennoniten-Kolonien liegen im 17. Bundesstaat von Paraguay, Boqueron. In der gepflegten Hauptstadt Filadelfia ist der Österreich-Bezug allgegenwärtig. Bürgermeister Berthold Doerksen erzählt der Delegation, dass er sich Videobänder mit ZDF-Sendungen schicken lässt. Seine Lieblingssendung sei der Musikantenstadl mit Karl Moik. Martin Graf klärt auf, dass dieser nun von einem Wiener, Andy Borg, moderiert wird. Blasmusik sei hier sehr beliebt, es gebe auch eine eigene Blasmusik-Kapelle, die eine Tracht aus Deutschland trägt. Eine Volkstanzgruppe gibt es nicht, dies lasse sich mit dem strengen Glauben der Mennoniten nur schwer vereinbaren. Augenzwinkernd gibt Doerksen aber zu, dass sich die Regeln in der Vergangenheit gelockert haben.

Indianer wollen am System mitnaschen. Gouverneur Walter Stöckl, dessen Vorfahren aus Tirol stammen, schildert, dass immer mehr Indianer in die Gegend ziehen. Waren die Mennoniten früher praktisch unter sich, so hat sich die Bevölkerungszahl komplett gedreht: 40 Prozent Mennoniten stehen 60 Prozent paraguayischen Indianern gegenüber. Die meisten Indianer würden nicht gerne arbeiten, bei der Allgemeinheit aber mitnaschen wollen. Des sozialen Friedens Willen habe man ihnen gratis Land zur Verfügung gestellt, sie versucht, in den Arbeitsprozess und in der Gesellschaft zu integrieren. Keiner weiß, wie lange das noch funktioniert. Der eine oder andere denkt da bereits schon wieder ans Auswandern. Aber wohin? Die weißen Flecken auf der Welt werden immer weniger, wohl auch die Bereitschaft, irgendwo wieder ganz von vorne zu beginnen.

Was die Medien betrifft, so haben sich die Mennoniten mit den neuen Zuwanderern bereits arrangiert. In der genossenschaftseigenen Radiostation ZP30 (Stimme des paraguayischen Chacos) gibt es Nachrichten auf deutscher Sprache nur noch zu 24 Prozent. Die restlichen  Prozent teilen sich auf andere in dieser Region gesprochenen Sprachen wie Spanisch, Guarani usw. auf. Radio-Direktor Helmut Giesbrecht und Programmchefin Dorothea Eid erzählen, dass es den Sender bereits seit 35 Jahren gibt und sie mit einem Budget von umgerechnet 380.000 Dollar pro Jahr auskommen müssen. Der Anteil der religiösen Sendungen beträgt 34 Prozent des 24-Stunden-Programmes. Dass die Österreich-Delegation nach Filadelfia gefahren ist, um sich das Leben der Mennoniten anzuschauen, durfte in den deutschsprachigen Nachrichten natürlich nicht fehlen. Nicht nur das: Reporterin Gatti Harder führte mit Graf und Mölzer ein Live-Interview.

Inhaltlich ist der Bericht nicht heiter, aber erhellend, macht verständlich, weshalb Feiheitliche in Österreich derart, um es zurückhaltend auszudrücken, gegen Menschen, die nach Österreich einwandern, massiv agitieren, weil sie wissen, wie sie selbst als Zuwanderer und Zuwanderinnen wären, oder, weil sie Rechte nur sich selbst zugestehen können, weltweit … Freiheitliche fühlen sich scheinbar wohl auf der ihr vertrauten Scholle beispielsweise in Paraguay, aber vor lautet deutschen Lauten und Blasmusik haben sie bis heute nicht vernommen, wie viele Rechte den Einwanderinnen und Einwandern in Paraguay zugestanden und eingeräumt wurden,

Das Parlament von Paraguay hatte im Juli 1921 das Gesetz Nr. 514 verabschiedet, das den mennonitischen Siedlern ganz außergewöhnliche Rechte gewährte: Sie mussten keinen Eid auf die Verfassung leisten, sie wurden nicht zum Militärdienst herangezogen, sie durften ohne Einschränkungen Deutsch als Schulsprache verwenden, sie konnten ihre eigene Verwaltung in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Rentenversicherung einrichten, sie erhielten zehn Jahre Steuerfreiheit usw.

die sich nun beklagen, daß es „nur noch zu 24 Prozent in deutscher Sprache …“, daß „immer mehr Indianer in die Gegend …“, daß „die Bevölkerungszahl komplett gedreht: 40 Prozent Mennoniten stehen 60 Prozent paraguayischen Indianern gegenüber“ … Ach, nie endet die Gefährdung der eigenen Kultur, geliefert durch das Zweite Deutsche Fernsehen und präsentiert durch Karl Moik, der lange schon Andy Borg heißt, ihr Herabsinken, das Schreckgespenst des „weißen Indianers“ kehrt zurück wie ehemals, die Erde selbst sogar versinkt in politischer Korrektheit: „immer weniger „weiße“ …

Wie viele Wiener und Wienerinnen stehen Kärntnerinnen und Kärntnern eigentlich gegenüber? Ein Glück, daß sie alle die deutsche Sprache sprechen, denn sonst würde es auch in Wien nur noch 24 oder gar weniger … und die restlichen Prozente verteilten sich auf Sprachen wie Kärntnerisch, Drautalerisch, Gurkerisch …

Martin Graf bestaunt seinen Staatskünstler Odin Wiesinger in Paraguay

Kann es dem III. Präsidenten NR denn übel genommen werden, daß er sich mit jenen solidarisiert, die das Werk seines Staatskünstlers bestaunen, wenn auch so fern von seinem Heim? Dr. Martin Graf wird in die österreichische Parlamentsgeschichte als der „Immer-schon-ein Problembär„, als die permanente Affäre, aber in die Kunstgeschichte seines Lagers als der Durchsetzer eines germanischen Künstlers, wobei es in Paraguay möglicherweise, in dem Lager, auf der Scholle, auf der Freiheitliche austreten, eine nicht allzu große Herausforderung darstellt, einen Odin Wiesinger

Freiheitlichen Frontmann Martin Graf fragen, wer noch in „Breivik“ bezahlen soll

Wenn auch beim Lesen des Namens Richard Millet allein kurz gedacht werden darf, ah, ein Schriftsteller aus der Gegenwart, sogar ein französischer, in der freiheitlichen ZZ -, aber nach dem Lesen des Zitats ist augenblicklich klar, die freiheitliche ZZ läßt sich nicht ihre Ehre nehmen, ihrer Gesinnung treu zu bleiben, auch in ihrer Ausgabe 36-37/2012, in der wieder einmal der III. Präsident NR selbst schreibt, diesmal über die Wehrpflicht als Wert

Es wurden hier bereits mehr als genügend viele Ergänzungen zu den Beschönigungen durch die freiheitliche ZZ zur Wiederlesung empfohlenen Autoren geschrieben, so daß bei der Ausgabe 35/2012 beim Lesen des Namens Hermann Löns gedacht wurde, diesmal wird darauf verzichtet werden können, etwas zum durch die freiheitliche ZZ empfohlenen Hermann Löns zu schreiben, denn es wird ohnehin gewußt, in welchen Kreisen Hermann Löns heute noch höchste Verehrung genießt, in welchen Lagern heute noch wohl vor allem der lönsische „Wehrwolf“ mit Ergriffenheit und Eifer gelesen wird, für wen Hermann Löns heute noch ein Malmotiv … Von und für Menschen, die zwar in der Gegenwart leben, aber Zeitgenossen sind von …

Eine derartige Meinung können abendländlerische freiheitliche Christen sich nicht entgehen lassen zu zitieren, und Menschen aus der westlichen Welt sollten es sich nicht entgehen lassen, bei jeder sich dafür bietenden Gelegenheit, Dr. Martin Graf, der aufgrund des höchsten Staatsamtes, das ein Freiheitlicher zurzeitig besetzt, als freiheitlicher Frontmann bezeichnet werden kann, zu fragen, ob denn diese zitierte Meinug in der freiheitlichen ZZ, für die er schreibt, ebenfalls seine Meinung ist, und wenn ja, ob der III. Präsident NR, und wenn nein, ob Dr. Martin Graf erklären kann, was seine freiheitliche ZZ mit diesem Zitat vermitteln, bewirken, erwirken, erzwingen …  Die westliche Welt sei dekadent, und weil die westliche Welt dekadent sei, verdiene die westliche Welt, die Norwegen heißt, verdiene also Norwegen, das es nun nicht mehr gibt, weil die 77 Einwohner und Einwohnerinnen von Norwegen, wie bitter bekannt ist, ermordet wurden. … Und kann Dr. Martin Graf etwas über die Dekadenz der 77 Ermordeten berichten, diese belegen? Da vor allem Freiheitliche sich als abendländlerische Bewahrer verstehen und darüber hinaus es heutzutage generell den Zwang gibt, alles irgendwie erhalten zu wollen und sei es in Museen und Archiven, wird es eine neue westliche Welt geben? Dann vielleicht mit dem Namen Österreich? Auch wieder mit Dekadenz?  Und wie viele Einwohner und Einwohnerinnen in Österreich sollen dann in „Breivik“ … Um es abzukürzen, kann Dr. Martin Graf den Wert oder die Zitatwürdigkeit dieser Meinung von Richard Millet erklären. Es gibt die Zuversicht, ein freiheitlicher Spitzenfunktionär kann das, denn es ist das Wesen dieser Gesinnung der Freiheitlichen mit hundertprozentiger Treffsicherheit derartige Meinungen auszuwählen und zu verbreiten …

Während Dr. Martin Graf nach der oben genannten Definition ein parteipolitischer Frontmann ist, war Richard Millet tatsächlich ein Mann an der Front, im Libanon, an der Seite der christlichen Milizen, und schoß damals nicht mit Wörtern …. Die Bezeichnung Frontmann wurde ausgeborgt von Jan Ackermeier, der in der gleichen Ausgabe der freiheitlichen ZZ einen musikalischen Frontmann zur Qualitätsuntermauerung erwähnt … Für Männer an der Front haben Freiheitliche viel … Und es wird weder verwundern noch überraschen, was erfahren werden kann: über „Von Thronstahl“ -, wieder diese gesinnungsgrundgelegte Treffsicherheit …

NS Was ist Dekadenz? Für Richard Millet ist es ein Synomym für Multikulturalismus. Jedenfalls verwendet es Richard Millet für seine Einführung der Währung „Breivik“. Und Richard Millet schreibt viel. Seinen Essay über den „Antirassismus als literarischen Terror“ aber hätte er nicht schreiben können, hätter er dafür nur die von der freiheitlichen ZZ zur Wiederlesung empfohlenen Bücher heranziehen können … Allerdings, wer weiß, möglicherweise hätte Richard Millet dann eine andere Studie geschrieben, mit fast dem gleichen aber ein wenig verkürzten Titel …

NNS Wenn die Wehrpflicht nach der Volksbefragung am 20. Jänner 2013 die gleichen Werte wie Dr. Martin Graf hat, in den zwei Langzeitumfragen, an denen zu beteiligen Sie weiterhin herzlich eingeladen sind, dann gibt es keine Wehrpflicht mehr …

Antisemitismus: Wen verachtet Dr. Heinz Fischer (wenn überhaupt) tatsächlich, den Verbreiter oder den freiheitlichen Wiederverbreiter?

Brav hat Herr Bundespräsident Dr. Heinz Fischer gesprochen, aber zu ungenau, und, auch zu beliebig, und, auch zu allen entgegenkommend, und, auch mit falschen Begriffen im falschen Rahmen, und, auch wieder zu interpretierbar  …

Ob die brave Reaktion des Herrn Bundespräsidenten auch viel zu spät erfolgte, Wochen nach der Verbreitung des antisemitischen Cartoons, darüber kann keine endgültige Meinung gebildet werden, denn es könnte sein, daß Dr. Heinz Fischer auf die schnellen ablehnenden Antworten von anderen auf der Staatsspitze Hockenden wartete, um sich nicht selbst dazu äußern zu müssen, was richtig gedacht gewesen wäre, denn eine antisemitische Karikatur auf einer Site des Unternehmens Facebook verdient nicht die Aufmerksamkeit des Bundespräsidenten, sehr wohl aber eine unmißverständliche Zurückweisung durch das Personal der operativen Politik.

Diese unmißverständliche Zurückweisung kam aber nicht … Womit bereits die Ungenauigkeit angesprochen ist in der fischerschen Formulierung „feige Spekulation mit Überresten des Antisemitismus“ … „Überreste des Antisemitismus“: einerseits eine verharmlosende Formulierung in bester also schlechtester österreichischer Tradition, eine typische österreichische Verniedlichung, deren Hochzeit begann mit dem Untergang der nationalistischen Totaldiktatur …

Oder dachte Dr. Heinz Fischer an die Überreste des Antisemitismus im Parlament, wie sie jährlich durch die christschwarze Staatsspitze mit dem Gedenken an den „österreichischen Streicher“ serviert werden -, womit die Interpretierbarkeit angesprochen ist … Es gibt weit schlechtere Redner als Dr. Heinz Fischer (wer dabei vor allem an die Reden im Bundesrat denkt, wird dem beipflichten können), dennoch darf Heinz Fischer nicht glauben, seine Sätze haben die Qualität von beispielsweise eines Imre Kertész und soher das Recht auf Interpretation, und, er kann seinen Zuhörerinnen und Zuhören die Pflicht auferlegen, diese seine Aussagen erst interpretieren zu müssen. Die Reden eines Bundespräsidenten haben klar, deutlich und unmißverständlich zu sein, sie ist nicht dazu gewählt, interpretationsreiche Werke abzuliefern … Oder wollte Dr. Heinz Fischer damit ausdrücken, an der Staatsspitze sei er der letzte Verbliebene, der gegen Antisemitismus …

„Wenn jemand in den politischen Diskurs eine Karikatur einbringt“, sagte Dr. Heinz Fischer -, womit der falsche Begriff und die Beliebigkeit angesprochen sind … Das Posten einer antisemitischen Karikatur auf der Plattform des Unternehmens Facebook ist kein Einbringen von irgend etwas in den politischen Diskurs, sondern die übliche Verwechslung von Politik und Hetze, die Übelkeit erzeugende freiheitlich-akademische Verwechslung von Diskurs und Budengeschnatter. Das Wort von der Feigheit aber dürfte, beinahe, gut gewählt sein, denn es bedarf in diesem Land nach wie vor weiter keines Mutes, um sich antisemitisch zu äußern -, Mut ist das falsche Wort … Es braucht sich in diesem Land Österreich nach wie vor weiter keiner und keine zu sorgen, eine hohe und höchste Staaatsfunktion wegen antisemitischen Äußerungen zu verlieren

„Jemand“ … Es ist allen klar und es wird von allen so gedeutet, Dr. Heinz Fischer hat das „Jemand“ auf Heinz-Christian Strache bezozgen. Nur, Dr. Heinz Fischer hat nicht den Namen des zurzeitigen freiheitlichen Obmannes genannt … Diese allgemeine Interpretation wird seine Richtigkeit haben, kaum ist es anzunehmen, daß ein Bundespräsident den ursprünglichen Verbreiter der antisemitischen Karikatur tadeln wollte, also in den staatstragenden Augen eines Bundespräsidenten einen Niemand … Dr. Heinz Fischer hätte zur Deutlichkeit, zur genaueren Bestimmung, wen er allgemein verachte, zumindest vom Wiederverbreiter, was der Tatsache mehr entspricht, denn Heinz-Christian Strache hat die antisemitische Karikatur wiederverbreitet, sprechen können. Das „Jemand“ ist für Dr. Heinz Fischer wohl auch die sichere Tür zum Waschraum, sollte es dazu kommen, daß Heinz-Christian Strache von Dr. Heinz Fischer nach der nächsten Nationalratswahl vom Verachteten zum Regierungsmitglied … Aber verachtet Dr. Heinz Fischer tatsächlich wen? Er sagte nicht, er verachte, sondern er sagte, verdiene allgemeine Verachtung -, eine sichere Doppeltür …

Was bleibt noch? Ah, der falsche Rahmen … Ist eine Eröffnungsrede nicht bereits zu viel an Ehre für einen Verbreiter bzw. Wiederverbreiter einer antisemitischen Karikatur?  Und das Entgegenkommen: Dr. Heinz Fischer kann sich Namen merken, mehr noch, er kann auch Namen nennen, wie beispielsweise gleich im Anschluß an sein „Jemand“ den Namen von Armin Thurnher … Und wie werden gerade Freiheitliche den Worten des Bundespräsidenten aus vollem Herzen zustimmen können, wenn Dr. Heinz Fischer von der „zerstörerische[n] Rolle, die verantwortungsloser Journalismus …“ Und das fischersche Entgegenkommen ist ein zweifaches, denn er will nicht allein die Freiheitlichen, die von ihm übrigens in diesem Zusammenahng gar nicht genannt werden, aber Hauptakteure der Verlotterung der politischen Kultur sind, in die Pflicht nehmen, sondern mahnt von allen eine Anstrengung ein, die politische Kultur zu festigen, sogar „überparteiliche Anstrengungen in Österreich und übrigens auch in anderen Demokratien“ … Dachte Dr. Heinz Fischer dabei vor allem an das Zurzeitige in Ungarn, das vor allem für Freiheitliche … Wer kann das wissen?

Womit die Rede des braven Bundespräsidenten Fischer für ein Buch von Imre Kertész wieder zur Seite ….