Kirchensteuer – Jetzt schon wieder eine einhundertprozentige Erhöhung der Absetzbarkeit

Noch diese Woche soll es passieren. Im österreichischen Parlament.

Wieder soll eine einhundertprozentige Erhöhung beschlossen werden, schon nach zwei Jahren erneut die steuerliche Absetzbarkeit der Kirchenbeiträge um einhundert Prozent zu erhöhen. Während ab 2012 andere Förderungen gänzlich gestrichen werden, weil das aus Gründen der Budgetsanierung notwendig sei, werden ab 2012 also weitere Steuergeld-Millionen als Beitrag zur Budgetsanierung für …

Für wen? Für was? Damit alles wird, wie es ihnen je gut gegen alle war? Die Welt, vor allem in Gewalt.

Mit den Organisierten Glauben gibt es keine Fortschritte in der Gestaltung einer friedlichen Gesellschaft, auch nicht mit dem Organisierten Christentum …

Die Predigten der christlichen Pierre Vogels, auch der christlich-österreichischen Pierre Vogels, sind ohnehin bestens bekannt, es müssen somit heute nicht ein weiteres Mal Beispiele aus diesen angeführt werden. Es sind Tiraden gegen die Seinsart des Anderen und der Anderen, gegen alle, die nicht bereit sind, so zu leben, wie sie es allen nach wie vor glauben vorschreiben zu müssen dürfen, ermächtigt dazu durch einen Generalmissionsbefehl, den sie von ihrem Fabelwesen empfangen. Es sind Rosenkränze des Exorzismus, die  nach wie vor zu tatsächlicher Gewaltanwendung peitschen können und nach wie vor in letzter grauenvoller Konsequenz weiterhin Massenmorde herbeibeten können, um ihre Seinsart, wenn alle sonstigen Mittel der Hineinteibung in ihre Seinsart versagen, in die Seinsart, die Anhänger und Anhängerinnen von Organisierten Glauben derart als lebbar herausstellen, als einzige von ihnen geduldete und vorstellbare weltumspannende Form des Seins durchzusetzen, eine Seinsform, die selbst Angestellte des Organisierten Christentums mehr präsentativ als tatsächlich nur durchhalten und ertragen können, indem sie, sich ungesehen wähnend, zu weiteren Seinsartprodukten greifen und genießen, um, dergestalt gestärkt, ihre Missionszüge fortsetzen …

Wer die Berichte, um zwei noch recht aktuelle Beispiele zu nennen, über die CSD-Parade in Split und die Straßenschlachten in Belfast im Juni 2011 liest, wird wieder die Einschätzung bestätigt finden, im jedweden Glauben erzogene Menschen sind nach wie vor äußerst gefährliche und zu allem bereite Menschen, und daran hat sich nach wie vor nichts geändert seit den Tagen, als beispielsweise ein Rudolf Höß, geboren 1900, noch ein Kind war, der nicht, wie für ihn von seinen Eltern sogar besonders vorgesehen, Priester wurde, sondern Massenmörder … Rudolf Höß schreibt über seine Erziehung, die fragen läßt nach der Wirkungsabsicht der je glaubensorientierten Erziehung, zitiert nach Jürg Amann, Der Kommandant:

Durch das Gelübde meines Vaters, wonach ich Geistlicher werden sollte, stand mein Lebensberuf fest vorgezeichnet. Meine ganze Erziehung war darauf abgestellt. Dazu die tiefreligiöse Athmosphäre in unserer Familie. Mein Vater war fanatischer Katholik. Sooft es ihm seine Zeit erlaubte, fuhr er mit mir zu all den Wallfahrtsstätten und Gnadenorten meiner Heimat, sowohl nach Einsiedeln in der Schweiz wie nach Lourdes in Frankreich. Inbrünstig erflehte er den Segen des Himmels für mich, dass ich dereinst ein gottbegnadeter Priester würde. Ich selbst war auch tief gläubig, soweit man dies als Knabe in den Jahren sein kann, und nahm es mit meinen religiösen Pflichten sehr ernst. Ich betete in wahrhaft kindlichem Ernst und war sehr eifrig als Ministrant tätig.

Und (in Split) 2011:

Bringt sie alle um.

Der Souverän des Vizekanzlers thront in einem Grätzel von Rom

„Hohes Haus“ berichtet am 26. Juni 2011 aus Anlaß der Verleihung der Leopold-Kunschak-Preise, Michael Spindelegger ist einer der Ritter des Grabes, das nach einer Erzählung leer ist …

Michael Spindelegger, der in diesem Beitrag selbst spricht von christlichen Wurzeln, von seiner christlichen …, ist also einer der tapferen Hüter der Leere …

Im Leitbild des Ritterordens wird vorgeschrieben, den „Weisungen ist zu folgen“.

War es nun Dankbarkeit dafür, daß Michael Spindelegger zum Ritter geschlagen wurde, oder, war es eine Anweisung aus dem Grätzel in Rom, daß die Absetzbarkeit der Kirchensteuer nach 2009 jetzt wieder um 100% erhöht

Dieser Organisation, deren Leitung der in einem Grätzel in Rom in einem Moscheezentrum predigende Papst ernennt, auch Frauen, die Damen, und Herren, die Ritter …

Was wird die Vizekanzlerschaft von Michael Spindelegger noch bringen, welche Anweisungen wird Michael Spindelegger von seinem Souverän in einem Grätzel von Rom …

Verschleierung der Frauen?

Schwarze Mitteilungen, nach Vorgabe des Newsletters aus Rom der Damenritter, mit dem beispielsweise nicht einfach über die Einberufung einer Synode durch den römischen Grätzel-Imam informiert wird, sondern es gleich die Vorsehung ist, die die Synode sandte, oder, in dem Leitungspersonal sich selbst als Führer bezeichnen? Es mag jeder und jede sich selbst beispielsweise eine derartige Pressekonferenz vorstellen, in der eine schwarze Pressedame eine von Erzbischof Großprior Dr. Alois Kothgasser ihr aufgesetzte Verlautbarung des ritterlichen Vizekanzlers verkündet, in denen die Wörter Vorsehung und Führer

Der Falter, der aus der Krone schlüpfte

Auch andere Überschriften paßten durchaus zu diesem Exemplar:

Stefan Apfl erschreibt sich einen Terroristen

Stefan Apfl erschreibt sich einen Mustergardisten

Terrorismus macht jeden Falter schiach

Österreich will kein Stiefkind des Terrors sein

Stefan Apfl verwechselt Propaganda mit Aufklärung

Bei diesem apflschen Aufmacher ist die Versuchung groß, den Artikel Satz für Satz durchzugehen, aber, um es nicht ausufern zu lassen, sollen lediglich ein paar Teile zur Vorstellung dieses Mustertextes näher betrachtet werden.

Stefan Apfl schreibt bereits in seinem zweiten Absatz,

Maqsood L. war ein strenggläubiger Mustergardist. Mehr noch, er war Soldatenvertreter, also das „Verbindungsorgan“ zwischen Heer und Muslimen“.

Wird den gesetzlichen Bestimmungen (Wehrgesetz § 44) gefolgt, und es darf angenommen werden, das österreichische Bundesheer befolgt strikt österreichische Gesetze, kann Maqsood L. höchstens Soldatenvertreter seiner Einheit gewesen sein, also nicht das „Verbindungsorgan“ zwischen „Heer“ … Die Rechte von einem Soldatenvertreter sind in diesem Paragraphen aufgezählt, die Religionen werden nicht angesprochen.

Ein Aufmacher im Konjunktiv ist kein Aufmacher, wird Stefan Apfl sich wohl gedacht haben, und hat sich allmählich zu Tatbeständen vorgearbeitet, die einen Aufmacher rechtfertigen:

Von der Möglichkeit

Bevor Maqsood L. ein afghanisches Terrorcamp absolviert und gegen Nato-Truppen gekämpft haben soll […]

in der Schlagzeile zu seiner Gewißheit im Text:

[D]ass der Wiener damals nach Afghanistan gereist war, wo er eine Ausbildung in einem Terrorcamp absolviert hat […]

Was für einen hohen Stellenwert Maqsood L. seinerzeit besaß, als Soldat der Garde, kann auch abgelesen werden, welchen Stellenwert er in diesen Medienberichten einnahm.

Sie alle ließen sich den Alltag muslimischer Gardisten ausgerechnet von L. erklären. „Wenn wir als Muslime hier vertreten werden, ist das super. Darauf haben wir lange gewartet“, erzählte L., damals 19 Jahre alt, etwa dem Standard. Der deutschen Zeit wiederum verriet er: „Mein Vater sagt. Erst das Militär macht dich zum Mann.“

Wer den Artikel im Standard vom 7. Februar 2008 aufruft, wird vergeblich nach diesem zitierten Satz suchen. Das ist der einzige Artikel, auf den der Standard selbst am 28. Juni 2011 in diesem Zusammenhang verweist. Der Satz wurde tatsächlich geschrieben, aber von einer anderen Zeitung, den betreffenden Artikel hat die Süddeutsche bereits archiviert, freilich im Internet zu finden. Stefan Apfl hat diesen also nicht erfunden

Für Stefan Apfl ist die Garde eine Vorzeigetruppe, es gibt auch andere Meinungen – Strafkompanie, wie etwa in dem vom ihn selbst angesprochenen Zeit-Artikel vom 31. Oktober 2008. Und auch in diesem Artikel kommt wieder diese Wichtigkeit von …

Stefan Apfl erwähnt in seinem Aufmacher auch Thomas Al-J., der verdächtigt wird, einen Anschlag geplant haben zu sollen, dafür bereits trainiert haben zu sollen. Aber mit diesem Verdacht wird als Anschlagsziel kein Ort in Österreich genannt, sondern ein Gebäude in Deutschland. Das ist bitter, nicht einmal ein österreichischer „homegrown terrorist“ … Allerdings wäre das auch die große Chance für einen breiten, gelassenen, umfassenden Diskurs, fern von der sich medial und parteipolitisch gut verkaufenden Reduzierung auf Sicherheit. Aber das Gefährdetseinwollen bringt sogar einen Falter dazu, zur Larve zu werden.

Damit endlich zu einem Ende gekommen wird, ohne auch noch hinterfragen zu wollen, ob mittlerweile tatsächlich jeder zweite bei der Garde an Allah glaubt, wie Stefan Apfl schreibt, wenn ja, dann wäre das eine enorme Steigerung (denn 50 waren es nur laut dem Standard vom 7. Februar 2008) von 2008 bis zur ersten Jahreshälfte 2011, ein Zitat noch von Stefan Apfl,

Wenn sich eine Lehre aus den Fällen Thomas Al-J. und Maqsood L. ziehen läßt, dann die, dass Österreich sich nicht mehr in Sicherheit wiegen kann. Die Frage, wo die Grenze zwischen postpubertärer Wichtigtuerei […]

das für die Frage an Stefan Apfl benötigt wird, wie schätzt er seine Schreibe ein, liest er es selbst, von hinten beginnend mit dem Interview?

Den Ort des Treffens verrät der Sprecher des Verfassungsschutzes erst zwei Stunden vorher. Der Weg führt hinaus aus Wien, an den Rand eines verschlafenen Dorfes.

Werner Fasslabend vollbringt ein Wunder: ein Antisemit wird gewandelt in ein Kind mit Vorurteilen

Wem gestern vom Bildschirm „Hohes Haus“ flimmerte, erlebte ein Wunder: Werner Fasslabend wandelt einen antisemitischen Mann in ein Kind mit Vorurteilen.

Gütig und milde sprach Wener Fasslabend in diesem Bericht aus Anlaß der Verleihung der diesjährigen Leopold-Kunschak-Preise im Parlament und hat wohl damit die Sendungsmacher und Sendungsmacherinnen beschämt, die Leopold Kunschak als einem vehementen Antisemiten vorstellten, auch noch nach dem Holocaust

Ein Kind seiner Zeit sei Leopold Kunschak also gewesen, sprach der Herr mit Verständnis für Leopold Kunschak, ein Kind seiner Zeit, weil, Werner Fasslabend vom Herrn zum Vertreter von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern übergehend, die Arbeitermasse ausgenutzt … Leopold Figl sprach noch von einem ökomischen Antisemiten, um Leopold Kunschak vom rassistischen Antisemitismus zu reinigen, erst Werner Fasslabend aber gelingt das Wunder, aus einem antisemitischen Mann ein Kind zu machen, seiner Zeit im Jahre 2011 …

Was für eine Unabhängigkeitserklärung Österreich 1945 wohl bekommen hätte, wenn an dieser nicht nur Leopold Kunschak, sondern auch Werner Fasslabend in der Blaimscheinvilla mitgearbeitet hätte? Möglicherweise eine mit einer Präambel von der Art: Alle waren nur Kinder ihrer Zeit, bloße Kinder mit Lust und Freude am Spielen mit Konzentrationslagern?

Mit denen Leopold Kunschak schon 1920 spielen wollte.

Es gibt Kinder ihrer Zeit, und es gibt auch immer andere Kinder in der gleichen Zeit, solche Kinder, die beispielsweise Menschen vor der Vernichtung durch die anderen Kinder in der gleichen Zeit retten.

Die Verleihungen der Leopold-Kunschak-Preise sind für Wener Fasslabend immer wieder eine gute Gelegenheit, Wunder zu vollbringen. Sein größtes Wunder möglicherweise war jenes von 2001, als er verkündete, höret, Leopold Kunschak habe die Welt schöner, erfolgreicher, sozialer …

Es war nicht nur eine Sendung eines fasslabendsches Wunders, sondern auch eine der Besonnenheit, denn Karl-Heinz Kopf sprach so vernünftig davon, das Soziale nicht überzubetonen, nicht übersozialisieren, sondern es, lehrt Karl-Heinz Kopf, in eine Balance nach der katholischen Soziall…

Ein passender Abschluß könnte diesmal gemäß den vielen christlichen Wandlungen, die heute noch nachgespielt werden, eine abgeänderte Anrufung sein: Gegrüßet seist du Österreich, du bist gebendeit unter den Ländern, und gebendeit sind deine schwarzen Minister und Ministerinnen …

Ein Gruß, der nicht nur stimmte, als Werner Fasslabend auch noch Minister war …

Jean Baudrillard in Österreich nach Anti-Terror-Gesetzen zu 8 Jahren unbedingter Haft verurteilt

Heute erging das Urteil gegen Jean Baudrillard in einem unter Ausschluß der Öffentlichkeit abgeführten Prozeß. Jean Baudrillard wurde zu einer unbedingten achtjährigen Haftstrafe verurteilt.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Justizministerin Beatrix Karl lassen es sich nicht nehmen, in einer gemeinsamen Pressekonferenz das Urteil persönlich bekanntzugeben. Nicht so sehr deshalb, weil es sich bei Jean Baudrillard um einen im Ausland angeblich breit bekannten Soziologen handelt, sondern um mit diesem ersten Urteil nach den von ihnen gemeinsam erlassenen Anti-Terror-Gesetzen die Wichtigkeit und die Richtigkeit dieser ihrer Gesetze zu unterstreichen. Denn ohne diese Gesetze wäre es, sind Innenministerin und Justizministerin überzeugt, nie möglich gewesen, auf Jean Baudrillard aufmerksam zu werden, ihn zu inhaftieren und schließlich erfolgreich zu verurteilen.

In wenigen amtlich gehaltenen Sätzen rufen Beatrix Karl und Johanna Mikl-Leitner in Erinnerung, wie es zu dieser erfolgreichen Verurteilung kommen konnte. Jean Baudrillard hielt sich aus bis heute nicht geklärten Gründen, er selbst verweigerte bis zuletzt dazu jegliche Aussage, in Österreich auf. Während dieser Aufhältigkeit wurde Jean Baudrillard den Sicherheitskräften auffällig durch seine Beschaffung von Informationen zu Terrorismus und Anleitungen zur Begehung terroristischer Taten. Das hätte bereits genügt, um Jean Baudrillard nach den von ihnen, wie Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl betonen, erst geschaffenen Gesetzen zu verurteilen. Erschwerend aber kam bei Jean Baudrillard hinzu, daß er bereits vor Jahren durch die Publikation eines einschlägigen Buches einschlägig aufgefallen sei. Daher sei die Höhe der unbedingten Haftstrafe nicht nur mehr als gerechtfertigt, sondern geradezu notwendig, um den recht guten Schlaf der Bevölkerung nicht nur weiter gewährleisten zu können, sondern noch zu vertiefen.

Auf dieses einschlägige Buch von Jean Baudrillard, führt Johanna Mikl-Leitner aus, mit dem die Stoßrichtung schon vorgebenden Titel „Der Geist des Terrorismus“ sei die Sicherheitsbehörde im Zuge ihrer Ermittlungen gegen den in Österreich auffällig gewordenen Soziologen sofort gestoßen, nicht zuletzt auch deshalb konnte dieses Buch so rasch ermittelt werden, weil dafür nicht nur entsprechende Gesetze verabschiedet wurden, sondern auch großzügig finanzielle Mittel bereitgestellt worden sind.

Beatrix Karl betont abschließend noch einmal, wie sehr sich, das zeigt diese Verurteilung exemplarisch, die neuen Anti-Terror-Gesetze schon nach so kurzer Zeit bewährt haben, und sie verleiht ihrer Hoffnung Ausdruck, unterstützt durch ein zustimmendes Nicken von Johanna Mikl-Leitner, es werde sich auch das im Zuge der Ermittlungen gegen Jean Baudrillard verabschiedete Gesetz, wonach derartig einschlägige Bücher nicht mehr publiziert werden dürfen und bereits veröffentlichte einzuziehen sind, ebenso bewähren, beziehungsweise schon bewährt hat. Denn bisher hätte ein derart einschlägiges Buch nicht verhindert werden können, ein Buch über den Sieg des Terrorismus, den Sicherheitsterror und die Miterzeugung des Terrorismus; für Justizministerin und Innenministerin ist mit diesem Buch gemäß den Ermittlungen ihrer Beamten der Tatbestand der emotionellen Nahelegung des Terrorismus zweifelsfrei erwiesen. Mit der Verurteilung von Jean Baudrillard zu dieser mehr als gerechten Strafe erging auch das Urteil, sein Buch „Der Geist des Terrorismus“ darf nicht mehr in Österreich verkauft werden und eventuell noch vorhandene Lagerbestände sind sofort zu beschlagnahmen und einzustampfen.

Die Pressekonferenz findet einen für eine derartige Veranstaltung zwar ungewöhnlichen, aber für den Anlaß als doch entsprechend feierlich empfundenen Abschluß. Eine Mehrzahl der anwesenden Journalisten und Journalistinnen lassen es sich nicht nehmen, Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl mit Applaus ihren Abgang zu begleiten.

Die gut schlafenkönnenden Wissen von Johanna Mikl-Leitner und Karl Beatrix

Johanna Mikl-Leitner, bekannt als Innenministerin, brauche, kann gelesen werden, Gesetze, um gegen Hetzer vorgehen zu können, sie brauche Gesetze, als ob es keine Gesetze gäbe, zum Beispiel keine Gesetze gegen Verhetzung, als gäbe es kein Gesetz gegen das Hetzen, als gäbe es kein Gesetz gegen das Gutheißen …

Möglicherweise ist es aber nur ein Verständnisproblem, und es müßte Johanna Mikl-Leitner lediglich wer den Gesetzestext verständlich erklären, in dem das Wort Hetzer zwar nicht ausgeschrieben … Aber wer hetzt, ist eine Hetzerin, und kann soher nach diesem Paragraphen bereits …

Beatrix Karl, bekannt als Justizministerin, brauche, kann gelesen werden, Gesetze, um gegen …

Das ist der eine Aspekt. Ein weiterer Aspekt ist, daß auch Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl von der Mode restlos überzeugt zu sein scheinen, mit Gesetzen könne alles geregelt werden, mit noch mehr Gesetzen werde endlich alles gut, ausschließlich mit Gesetzen könne die Gesellschaft entwickelt werden, Gesetze seien also die beste Gesellschaftspolitik …

Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl liefern aber mit ihrer modischen Forderung nach weiteren Gesetzen die Argumente gegen weitere und im Grunde redundante Gesetze gleich mit. Das ist das Erfreuliche daran, es mit keinen Juristinnen vom Schlage eines Carl Schmitt …

Das Unerfreuliche daran aber ist der Umstand, daß diese emotionelle Nahelegung breite Unterstützung findet. Im Fall von Johanna Mikl-Leitner ist das Argumentieren ein Glauben, zu glauben zu wissen, welche Gesetze wichtiger, welche Gesetze weniger wichtig sind, Gesetze gegen andere Gesetze zu gewichten, den Terrorschutz als wichtiger zu glauben als den Datenschutz, mag für Bürgerinnen und Bürger, die den Schutz ihrer Daten wohl auch aus Gründen der Befriedigung lächerlicher Eitelkeiten selbst aufgeben, vielleicht angehen, nicht aber für eine Verantwortliche der Exekutive und, nach realpolitischen Gepflogenheiten muß hinzugefügt werden, auch der Legislative. Und im Fall von Beatrix Karl mag es für eine Birnen-und-Äpfel-Verkäuferin am Brunnenmarkt stimmen, daß sich bestimmte Gesetze bewährt haben, aber eine Justizministerin sollte doch informierter argumentieren und die Folgen ihrer Aussagen besser einschätzen können.

Wie sehr sich bereits bestehende Gesetze „bewährt“ haben, die jetzt für Beatrix Karl zum Vorbild für weitere Gesetze werden können, nun, darüber wird beispielsweise eine an Jahren angegraute Jugend in Vorarlberg ihr stolzfreudig Auskunft erteilen können. Sollte Beatrix Karl der Weg nach Vorarlberg zu weit sein, reicht es auch aus, wenn sie sich auf der Regierungsbank nach hinten oben umdreht, der III. Präsident NR wird ihr darüber sicher auch viel erzählen … Oder, sollte Beatrix Karl das Umdrehen schon zu beschwerlich sein, einfach mal rasten in einem der Parlamentsgänge und Werner Königshofer aufhalten und ihn diesbezüglich

Und eine Folge der Verknüpfung von dem „NS-Verbotsgesetz“ mit der Forderung nach weiteren Gesetzen wird sein, dazu ist kein großes Vorstellungsvermögen notwendig, daß die Nationalismus- und Revisionismus-Industrie neue Produkte auf den Markt werfen wird, die, mit Erhebung von Beatrix Karl zur neuen weil unverdächtigen Kronzeugin, beweisen sollen, was sie schon immer verkaufen, daß es sich bei diesem Gesetz um ein politisches gegen …

PS Wie es kommen könnte und was noch alles kommen könnte, kann hier gelesen werden, in einer Vorschau, die, ist zu hoffen, Fiktion bleibt.

Michael Spindelegger und Leopold Kunschak, daß die Solidarität wieder reiche bis zu Kraut und Kartoffeln, ohne Fleisch

Zu Leopold Kunschak wurde auch hier einiges schon geschrieben, genauer, nicht zu Leopold Kunschak, sondern zu seinem Platz in der Gegenwart,  den die ÖVP ihm reinhält … Denn Literatur über Leopold Kunschak und die christlichsoziale Arbeitnehmerbewegung gibt es ohnehin …

Seltsam jedoch mutet es an, wenn ein Vizekanzler im Jahr 2011 etwas von Leopold Kunschak für seine heutige Politik empfangen möchte, es ist zumindest irritierend zu lesen, wie ein Obmann der ÖVP, der nächste Obmann sich also dieses Brauches hingibt, vor Leopold Kunschak sich tief verneigt … Freilich, es war eine Festrede von Michael Spindelegger, und Festreden sind menschgemäß in erster Linie Phrasen, die gedroschen werden, aber dieses Heu wird auch eingebracht, wenn es um Konkretes geht, beispielsweise Karl-Heinz Töchterle zwar Streichungen von Förderungen bedauert, die aber wegen der Budgetsanierung notwendig seien, während Millionen für

Michael Spindelegger sagte gestern in dieser gestrigen Denke u.a., wie er in der Presseaussendung seiner Partei zitiert wird:

Spindelegger ging in seiner Festrede vor
allem auf die beachtenswerte Tätigkeit von Leopold Kunschak als
Arbeiterführer ein. „Kunschak kann uns in seinem Lebenswerk viel für
unsere Parteiarbeit und Politik mitgeben“, so Spindelegger weiter.

[D]ass Arbeitnehmer weder nur zur
Vermehrung des Reichtums benutzt, noch rein an der physischen
Leistung gemessen werden dürften und Schutz und Rücksicht auf
Wohlergehen, Alter und Geschlecht erforderlich seien, unterstrich
Spindelegger.

Auch die ÖVP des Jahres 2011 könne sich daran ein Beispiel nehmen;
auch sie sei eine Bewegung, die viele umfassen will und nicht auf
die Anliegen der kleinen Leute vergessen dürfe.
Kunschak habe zudem den Solidaritätsgedanken
„Wer selber nicht mehr kann, darf auf die anderen vertrauen,
aber nicht der, der selber nicht will“ verfolgt.
Diese Art der Weichenstellung habe er wie kein anderer
bewerkstelligt. Das sei bis heute aktuell.
„In der heutigen Zeit heißt das, dass wir sehr wohl
ein Sozialnetz brauchen, auf das jeder vertrauen kann,
wenn alle Stricke reißen“.
Diese Solidarität dürfe allerdings nicht ausgenützt
werden, da dies den Solidaritätsgedanken
überfordern würde, schloss Spindelegger.

Ein Arbeiterführer, der höllenhimmelväterlich für das Wohlergehen, für Schutz, Rücksicht, auf die Anliegen der kleinen Leute, Solidarität für, wer selber …, die eigenen Früchte in der eigenen Familie … Die Welt der Schwarzen im Jahre 2011, in der es kleine Leute gibt, auf die doch auch Rücksicht zu nehmen sei, und wenn sie wollen, wie gewollt wird, dürfen sie auch mit Schutz rechnen, wie Unmündige darauf sich verlassen dürfen, es werde für ihr Wohlergehen gesorgt, es wird für sie gewußt, woran sie sich gütlich halten sollen, wenn das ihnen zugestandene Geld nicht reichen sollte für Fleisch, wie es bereits Leopold Kunschak in der ersten Republik … Über die Solidarität mit Beschränkung könnten Menschen, die heute ihre Länder aus mannigfachen Gründen zu verlassen gezwungen sind, viel erzählen, und viele können nichts mehr erzählen, aber das waren nach diesem Solidaritätsgedanken ohnehin Menschen, die selber nicht wollten, und weil sie selber nicht wollten, lieber auf sich nahmen, im Meer vor dem schwarz geführten Innenministerium –, was Dr. Michael Spindelegger nicht erwähnte, eine mögliche weitere Mitgift: Leopold Kunschak war auch ein schwarzer Einteiler, wer auszuwandern hat in der ersten Republik und wer nicht einzuwandern hat in der zweiten Republik … Vielleicht hat Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger das nur nicht in seine Leistungsschau aufnehmen können, weil die Auswanderung und die Konzentrationslager für die Nichtauswanderungswilligen nicht Leopold Kunschak durchbrachte, sondern später …

Was Michael Spindelegger wohl für seine Partei denkt, geht er an dem Bild von Engelbert Dollfuß vorbei, hält vielleicht ab und an davor inne, oder kniet gar allenthalben zum Gebete in der Michaelerkirche vor dem mit gefalteten Händen zum Gebet Knienden im Militärmantel, was aus dessen Lebenswerk … Leopold Kunschak und Engelbert Dollfuß werden allmählich die einzigen sein, wird an aktuelle Meinungsumfragen gedacht, die die ÖVP noch umfassen wird können …

Das könnte auch so gesehen werden, Leopold Kunschak und Engelbert Dollfuß umfassen nach wie vor viele und vieles der ÖVP …

Altes freiheitliches Parteiprogramm Alt, nicht Wieder und schon gar nicht Neu

Das ist eine Teilwiederholung von dem Gestrigen, heute aber auf nur eine Aussage beschränkt, exklusiv für Medienmacher und Medienmacherinnen, zu deren Unterstützung, es leichter verstehen und nachvollziehen zu können. Denn möglicherweise ist es nur eine bloße Leseschwäche, über die aktuell breit berichtet wird, jedoch nicht über die von Medienmenschen, sondern über eine von Schülern und Schülerinnen.

Es wurde gestern gemutmaßt, es wird nicht recherchiert, eine weitere Vermutung, aus Bequemlichkeit. Aber es könnte auch einfach sein, daß sie schlichte Sätze benötigen, um verstehen zu können, daß sie ganz kurze und brachial deutliche Sätze benötigen, damit der Sinn eines beispielsweise freiheitliches Satzes

Sprache, Geschichte und Kultur Österreichs sind deutsch.

sich ihnen erschließt. Derart kurze Sätze deshalb, um diese Buchstabe für Buchstabe erlesen zu können, das Buchstabieren langer Sätze erfordert Ausdauer und vor allem Zeit, die das hektische Geschäft des Medienmachens nicht mehr bereitstellt.

„Sprache, Geschichte und Kultur Österreichs sind deutsch“ steht von der Gesinnung her auch im Programm, das 2005 …, halt nur, oh Anforderung an das Lesenkönnen, verteilt auf mehrere Sätze, noch dazu auf längere Sätze, die auch noch in mehreren Kapiteln zu erbuchstabieren sind …

Vielleicht haben die Freiheitlichen dafür das Programm noch einmal beschließen müssen, das Programm seitenumfangmäßig dünner machen müssen, das Programm im Medienkerninteresse auf einen rohkurzen Satz zusammenstreichen müssen, auf einen Brachialsatz von der Qualität, wie der in Kärnten für Jahrzehnte so etwas wie die Verballandesfahne war:

RED‘ DEITSCH!

Dr. Martin Graf und seine Wähler und Wählerinnen – Umfrage zu Rücktritte seit zwei Jahren

Gestern, 18. Juni 2011, sind es zwei Jahre gewesen, daß die Umfrage gestartet wurde, ob alle Abgeordnete, die Dr. Martin Graf zu ihrem III. Präsidenten NR am 28. Oktober 2008 wählten, zurücktreten sollen, oder, Martin Graf allein.

Seit zwei Jahren gibt es eine absolute Mehrheit für Rücktritte.

An dieser Umfrage können Sie sich weiterhin beteiligen.

Es wird diese Umfrage geben, bis zur nächsten Nationalratswahl, zum einen, weil die Gründe nicht weniger geworden sind, die gegen einen Freiheitlichen beispielsweise in der Position eines dritten Nationalratspräsidenten sprechen -, im Gegenteil, zum anderen als Zeichen gegen die Gewöhnung, denn die Gewöhnung an eine bedenkliche Entscheidung, wie diese durch die Wahl im Parlament getroffen wurde, ist ungleich gefährlicher als eine in einer Sekunde falsch getroffene Entscheidung, die in der nächsten Sekunde wieder korrigiert werden könnte, sofern eben keine Gewöhnung gegen eine Korrektur …

NS Die Freiheitlichen präsentieren sich, als ob sie im Heute lebten, als ob es mit den Freiheitlichen in die Zukunft, in eine recht … Tatsächlich aber … Um dem Authentischen der Freiheitlichen gerecht zu werden, sollten Berichte über die Freiheitlichen nur mehr in der Mitvergangenheit verfaßt werden, also auch dann, wenn am gleiche Tage etwas über Freiheitliche berichtet wird, beispielsweise gestern über den freiheitlichen Traumtag in Graz mit der Beschlußfassung eines Parteiprogrammes.

PPS Im Gegensatz zu den Freiheitlichen scheinen Medienmacher und Medienmacherinnen aber in Österreich vor allem vom Heute zu leben, von sich überzeugt, nicht recherchieren zu müssen, arrogant davon überzeugt, ihre Genauigkeit sei ausreichend, ihre Ignoranz genüge, um journalistisch tätig sein zu können, aber tatsächlich schreiben sie bloß nach, was ihnen vorgegeben wird, beispielsweise von den Freiheitlichen.

Die rasch angefertigte Gegenüberstellung mit zufällig ausgewählten Beiträgen von „Der Standard“ und „Kleine Zeitung“ reicht, um zu zeigen, daß der Unterschied zwischen dem Parteiprogramm 2005 und dem Parteiprogramm 2011 vor allem der ist, das eine Programm wurde 2005 beschlossen, und das Programm wurde wieder 2011 beschlossen. Es wurde, was die Seitenanzahl betrifft, dünner, und sonst …

Michael Spindelegger, Leopold-Kunschak-Preise und Trachtenfeuersprünge

Am 21. Juni 2011 werden, doch wieder, Leopold-Kunschak-Preise vergeben werden. Michael Spindelegger wird die Preise übergeben, die Rede halten. Im Parlament. Es durfte für kurze Zeit angenommen werden, es werden wenigstens in diesem Jahr keine Leopold-Kunschak-Preise im Parlament Werbung für einen Antisemiten …

Was es in dem Jahr, gemäß dieser Aussendung, aber nicht geben dürfte, ist die Verleihung eines Großen-Leopold-Kunschak-Preises. Das ist durchaus zu verstehen. Alles soll noch kleiner, alles soll nur mehr national behandelt werden, das Nestchen recht sauber hergerichtet … Österreichische Journalistinnen und Journalisten sollen, wurde von Michael Spindelegger gesagt, nicht auf internationalem Boden national betreffende Fragen stellen, die schon im Inland niemand … Und erst recht gilt, ausländische Preisträger und Preisträgerinnen sollen auf inländischen Boden …Es könnte ein internationaler Preisträger, wie es Jean Claude Juncker tat, sich erdreisten, etwas anzumerken, oder gar Fragen zu stellen, die ihn als Nichtösterreicher nichts angehen, weil sie auch einen spindeleggerschen Österreicher nicht jucken. Eine Anmerkung zum Antisemitismus von Leopold Kunschak, diesem aufrechten Nach-Holocaust-Antisemiten, muß Michael Spindelegger in diesem Jahr nicht ertragen, wie 2009, als Jean Claude Juncker …

Am 21. Juni 2011 gibt es noch eine Veranstaltung, wenigstens nicht am Heldenplatz, wie als Forderung im Internet auch zu finden, sondern auf dem Cobenzl: eine Sonnwendfeier. Ob Michael Spindelegger nach der Werbung für einen Antisemiten im Parlament zun Feuerspringen fährt, in feuersicherer Tracht? Ein stimmiger Abschluß eines spindeleggerschen Inlandstages wäre es allemal, nicht nur in Graz …

Möglicherweise wird dies der bleibende geistige Beitrag von Vizekanzler Michael Spindelegger sein, daß im nächsten österreichischen Wörterbuch das Wort „Internationalität“ folgendermaßen erklärt wird. „Internationalität“ ist nicht zusammen, sondern ausschließlich getrennt geschrieben zu verwenden, wie im Beispiel: Michael Spindelegger inter … und … Empfohlen aber wird, überhaupt auf „inter“ zu verzichten und „zwischen“ zu verwenden.

PS Wer einst nachschlagen wird, wie präzise Michael Spindelegger, der einmal auch Außenminister war, national zuersterisch einzuschätzen vermag, was Österreich im Ausland schaden könnte, wird möglicherweise auf den Schatten Streichers aus Österreich

PPS Es wurde vor langer Zeit schon vorgeschlagen, diesen Leopold-Kunschak-Preis umzubenennen. Die Argumente können nachgelesen werden. Es werden nun aber auch die Richtlinien zur Vergabe bald nicht mehr zur Gänze befolgt werden können, denn die finanziellen Grundlagen …