„Kirchen und Religionen beten für Regierende“

Das muß doch gesondert hervorgehoben werden, gerade vor dem Hintergrund, daß nun nicht wenige der Missions- und Evangelisierungsoffensive etwa des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche die Hinwendung zu den „Armen“ tatsächlich glauben wollen und in dem derzeitigen Papst gar einen Marxisten

„Kirchen und Religionen beten für Regierende“ …

Kirchen und Religionen beten für RegierendeUnd abermals offenbart sich der Allmachtswahn, in diesem Fall des römisch-katholisch organisierten Glaubens, „Kirchen und Religionen“ … Bis jetzt wurde nur das Gebet der römisch-katholischen Kirche mit der Segnung der eben in Österreich angelobten Regierung durch den citizen basher Christoph Schönborn … Und auffällig dabei, auch das massive Vordrängen und Hineindrängen dieses Organisierten Glaubens in das politische Geschehen, das in Österreich freilich noch nicht den Aufstieg vom Parteipolitischen zum Politischen tatsächlich geschafft hat. Dennoch erfolgt die schamlose Vereinnahmung von allen, „Kirchen und Religionen“ … Und mit Blick auf die gemachte Unterscheidung von „Kirchen“ und „Religionen“ ist zu fragen, wenn es für die Kirche „Kirchen“ und „Religionen“ gibt, was ist die römisch-katholische „Kirche“? Keine Organisation einer Religion? Ach, es muß halt immer nach sehr sehr viel klingen, es müssen immer alle sein, alles andere muß immer verdrängt werden …

„Kirchen und Religionen beten für Regierende“, damit erinnert ein Vertreter der Kirche selbst auch eindrücklich daran, daß „Kirchen und Religionen“ stets an der Seite der Regierenden zu finden waren und zu finden sind und zu finden sein werden, und es „Kirchen und Religionen“ durch die Zeiten hindurch vollkommen gleichgültig ist, was für Regierende das sind, wie sehr Regierende gegen die Regierten vorgehen, zu oft auch auf die brutalste und bösartigste und vernichtendste Weise …

Und daß eben jetzt diese Rückkehr zum ungenierten öffentlichen Bekenntnis „Kirchen und Religionen beten für Regierende“ geschieht, ist die Rückseite der Hostie und ergänzt das Programm von ÖVP und SPÖ für die Kirche

PS Dem Tippfehler von Paul Wuthe, der aus „vorweihnachtlichen“ ein „verweihnachtlichen“ machte, ist es zu verdanken, daß das Programm von ÖVP und SPÖ auch folgendermaßen charakterisiert werden kann: das verprogrammierte …

Citizen basher Schönborn: Kritik an Regierung ist Daumendrehen

Über Radio Vatikan wird die Mahnung von Christoph Schönborn verbreitet: „Lassen wir die Regierung arbeiten.“

citizen basher christoph schönbornDas ist nur allzu verständlich, daß pontiff of vintage sich dafür einsetzt, daß ÖVP und SPÖ, von ihm Regierung genannt, in Ruhe gelassen werden sollen, haben sie doch das Programm für die Kirche abzuarbeiten, und diese seine Arbeit möchte Christoph Schönborn nicht gefährdet sehen. Das ist konkret und verständlich. Alles weitere von ihm Vorgebrachte ist unkonkret und pauschalierend. Christoph Schönborn selbst also ist in höchstem Maße in seiner Unterstützung für ÖVP und SPÖ unkonkret und pauschalierend, obwohl er zugleich sagt, er habe kein „Verständnis für Pauschalkritik“. Und er finde „Politiker-Bashing genauso müßig wie das Kirchen-Bashing“, obwohl er zugleich selbst Bashing von allen Menschen betreibt, die

erstens, gegen seine Behauptung, keine Pauschalkritik vorbringen, sondern konkrete Kritik und konstruktive Vorschläge, Anregungen für eine Änderung des vorliegenden Programms von ÖVP und SPÖ,

zweitens, gegen seine Behauptung, kein „Politiker-Bashing“ betreiben, sondern konkrete und konstruktive Kritik an bestimmten parteipolitischen Funktionären und Funktionärinnen von ÖVP und SPÖ üben,

drittens, gegen seine Behauptung, sehr wohl Zeichen der Mitverantwortung setzen, indem sie konkret aufzeigen, woran es diesem Programm von ÖVP und SPÖ mangelt, was an diesem Programm konkret zu verbessern ist, aber auch, welche falschen Signale durch Schaffung respektive Abschaffung von Ministerien von ÖVP und SPÖ ausgesendet werden,

viertens, gegen seine Behauptung, sind die Menschen keine faulen Konsumenten und keine faulen Konsumentinnen, die „fußfrei kommentieren und dabei Daumen drehen“, sondern Menschen, die sich engagieren, die sich einbringen, die konkrete Lösungen vorlegen, während die von ihm verteidigte ÖVP und SPÖ bequem die Vergangenheit plündert für ein Gegenwarts- und Zukunftsjenseits, um noch einmal und wohl ein letztes Mal eine Regierung zu stellen. Aber mit diesem Programm für die Kirche betätigen sich ÖVP und SPÖ nicht als Upcycler, sondern als Downcycler.

Und es kommt wohl nicht von ungefähr, daß Christoph Schönborn „Politiker-Bashing“ und „Kirchen-Bashing“ in einem Satz verklammert; er wird wohl seine Organisation als Teil dieser Regierung oder diese Regierung als Teil seiner Organisation mit dem

Kirchenprogramm von ÖVP und SPÖ …

Das Kirchenprogramm von ÖVP und SPÖ

Beim Gelöbnis auf die Vergangenheit fehlte eigentlich nur pontiff of vintage Christoph Schönborn – aber das wäre eine zu offensichtliche Offenbarung gewesen -, um das Programm von ÖVP und SPÖ, welches beide Parteien unter den irreführenden Jahreszahlen 2013 bis 2018 kalendarisieren und irreführend mit „Regierungsprogramm“ etikettieren, zu weihen …

Kirchenprogramm ÖVP SPÖInsgeheim wird Christoph Schönborn dieses Programm für sich und seine Organisation wohl schon „Kirchenprogramm“ nennen, und es wird ihm ganz warm geworden sein, zu hören, daß der Landwirtschaftsminister und die Innenministerin Gott gelobten, der Landwirtschaftsminister in seiner späteren Erklärung seines Gottgelöbnisses „im Angesicht des heiligen Herzens Jesu Christi“ ganz Tirol zum „heiligen Herzen Jesu Christi“ erklärte und er deshalb als Vertreter von Tirol zurecht auf Gott und Herz Jesu Christi

Es ist ein Kirchenprogramm,

weil es nun ein Familienministerium gibt, das goldene Kalb der Christenheit endlich einen Ort zum Anbeten …

Es ist ein Kirchenprogramm,

weil die Wissenschaft, beraubt eines eigenen Ministeriums, gedemütigt in die zweite Reihe verbannt wurde. Schon allein dafür wird Kreationist Christoph Schönborn Rosenkränze über Rosenkränze heiß gebetet haben, bis die Marienkügelchen in seinen Händen brannten

Und mit dem Brennen ist der nächste Punkt angesprochen, weshalb es ein Kirchenprogramm ist: „Nation Brand Austria“. Wie schon in

Programm 2008-2018 von ÖVP und SPÖ: Alle benachteiligen Bereiche in einem Kapitel auf zwölf Seiten

Kunst- und Kulturschaffende Österreichs Brand

Kunst- und Kulturschaffende Österreichs Brand

angesprochen, wird unter dem Ziel „Kunst- und Kulturland Österreich international sichtbarer zu machen“ das Projekt „Nation Brand Austria“ angeführt. Aber an diesem Projekt haben keine Kunstschaffenden, keine Kulturschaffenden weder federführend noch überhaupt mitgeabeitet, und dennoch führen es ÖVP und SPÖ im Kapitel, wo es u.v.a.m. auch um Kunst geht, an. Wer auf der Website des Bundesministeriums für Wirtschaft nach den Namen sucht, die daran federführend beteiligt waren, sucht die Namen vergebens, so wie bald die Wissenschaft vergebens gesucht werden wird. Mit dabei war Kreationist Christoph Schönborn, mit dabei war Elisabeth Gürtler, mit dabei war Gerhard Roiss, mit dabei Barbara Prammer und je ein Minister – Mitterlehner, Ostermayer … – und Staatssekretär von ÖVP und SPÖ. Im Programm von ÖVP und SPÖ aber wird es verkauft als das Ziel: „Kunst und Kulturland Österreich international sichtbarer zu machen“. Gebacken hat dieses Simon-Anholt-Projekt mit Kosten von 740.000 Euro eine Sacher-Hostie, die nun OMV-Tankstellen in ihr Sortiment …

Und weil Christoph Schönborn auch hier so fleißig war, wird seine Organisation auch von der steuerlichen Absetzbarkeit von Zuwendungen, wie im oben verlinkten Text bereits geschrieben, profitieren und mit Bestimmtheit darauf zählen können, daß diese auch kommen wird, während Künstler und Künstlerinnen lediglich darauf hoffen können, daß die steuerliche Absetzbarkeit von Kunstankäufen kommen wird, eines Tages nach einem anderen Tag eines Tages … Wer für Gott aber arbeitet, mahlt auch zuerst …

Bezeichnenderweise steht in diesem Kirchenprogramm im Kapitel „Staatsreform und Demokratie“ das Ziel mit Umsetzungstermin 2014:

„Zugleich soll ein nachhaltiges Bekenntnis zum Verbot der Tötung auf Verlangen abgegeben werden. Befassung einer parlamentarischen Enquete-Kommission sowie der Bioethik-Kommission mit der Möglichkeit der verfassungsrechtlichen Verankerung des Verbots der Tötung auf Verlangen und des Rechts, in Würde zu sterben. In der einfachgesetzlichen Ausgestaltung soll dieses Recht insbesondere dadurch weiter sichergestellt werden, dass der gleiche Zugang zur Palliativmedizin sowie zu den gegebenen Möglichkeiten der Sterbebegleitung  gewährleistet ist.“

Die Sterbebegleitung wird wohl mehr und mehr zum Kerngeschäft der römisch-katholischen Kirche werden, die Sterbe-Hospizen zu Kirchen mit stationär aufgenommenen Messgänger und Messgängerinnen. Wer für Gott arbeitet, mahlt eben zuerst … Die Bioethik-Kommission mit wohl vorwiegend getauften und zusätzlich professionell arbeitenden Christen besetzt, der auch ein Wolfgang Mazal angehört, dafür bekannt, verantwortlich für den Leopold-Kunschak-Preis

Es wurde geschrieben, bezeichnenderweise steht dieses „Verbot der Tötung auf Verlangen“ im Kapitel „Staatsreform und Demokratie“. Denn wer dem Menschen das Recht auf Selbstbestimmung im Persönlichen nimmt, will auch nicht, daß der Mensch in der Gesellschaft bestimmt, an der Gesellschaft teilhat, sondern daß einige Wenige über alle bestimmen, einige Wenige stellvertretend für alle an der Gesellschaft und an der Politik teilhaben, und das paßt zum absolutistisch regierten Kleinststaat in einem Grätzel von Rom wie das Herz Jesu auf’s Auge vom Landwirtschaftsminister, aber nicht zu einem demokratischen Staat, dessen erste Verpflichtung es ist, sich weiter zu entwickeln, und nicht in von Weihrauch vernebelten Räumen an die Wände „Staatsreform und Demokratie“ zu schreiben, daß „Staatsreform und Demokratie“ vor lauter Weihrauchnebel nicht einmal gelesen werden kann, wobei sogar nicht einmal mit Bestimmtheit gesagt werden kann, ob „Staatsreform und Demokratie “ überhaupt geschrieben wurde …

Und daß es sich bei einem Kirchenprogramm um kein Zukunftsprogramm handeln kann und vor allem darf, das hat heute der Landwirtschaftsminister „im Angesicht des heiligen Herzens“ klar und deutlich vernehmbar gelobt …

Gratis gibt Gott nichts und seine Existenzbehaupter verlangen dafür Wucherpreise, vor allem von „Armen“

Viele geraten in Entzücken über das Schreiben des gegenwärtiges Papstes. Sie würdigen, feiern „Evangelii Gaudium“ als Kapitalismuskritik. Es gibt menschgemäß andere, die sagen, Jorge Mario Bergoglio geht in seiner Kapitalismuskritik fehl.

Das Wort „Kapitalismus“ selbst aber kommt nicht ein einziges Mal in diesem päpstlichen Schreiben vor, auch nicht „Liberalismus“, auch nicht „Neoliberalismus“.

Kruzifix - Arme sind eine theologische KategorieWas aber tatsächlich in diesem päpstlichen Schreiben vorkommt, und nicht nur einmal, sind die Wörter, die „Evangeli“ enthalten, wie „Evangelium“, „Evangelisierung“, „evangelisieren“ … Auf den päpstlichen 256 Seiten kommt es 320-mal vor. Und auf diesen 256 Seiten kommen zusätzlich 110-mal Wörter vor, die „Mission“ enthalten. Das heißt, im Grunde wird auf jeder Seite von nichts anderem gesprochen, zu nichts anderem aufgerufen, als zu missionieren, als zu evangelisieren … Wohin diese Obsession führte, was Menschen durch Jahrhunderte durch diese Obsession zu erleiden hatten, das ist zu leidvoll bekannt.

Um Evangelisierung und Missionierung geht es also im Kern, das Begehren ist das Missionieren, die Begierde, alle Menschen zu Jüngern von Jesus Christus zu wandeln. Und das heißt auf römisch-katholisch: alle Menschen der gesamten Welt, und Frauen zu Männern, um als gehorsame Jünger zu befolgen, was Jesus Christus ihnen gebietet, dessen Gebote auch ein Jorge Maria Bergoglio ihm, der nicht schreiben konnte, schreibt. Das ist der Haupttrieb. Alles andere ist auch in diesem Schreiben bloßes Beiwerk, Ausschmückung zur Mitgliedsköderung.

Denn zu wissen, daß „Wirtschaft tötet“, bedarf es nicht eines päpstlichen Schreibens. Dafür gibt es etliche profundere Diagnostiker und Diagnostikerinnen des Wirtschaftssystems, des Kapitalismus. Zu wissen, daß die Ungerechtigkeit beseitigt werden muß, bedarf es nicht eines päpstlichen Schreibens. Dafür gibt es zuhauf tatsächliche und vor allem konkrete Konzepte, Vorstellungen, Ideen, Visionen. Und wie ein jesuitisch geschulter Populist nur schreiben kann, schreibt Jorge Mario Bergoglio schöne Kirchenreinlockworte, denen alles Konkrete zur Verbesserung der Lage der Menschen fehlt.

Es könnte auf vieles in diesem Schreiben eingegangen werden, auf das Geschwefel über das neue Heidentum, über den Schutz des ungeborenen Menschen, über Soziologie, über Ethik und so weiter und so fort.

Aber es soll auf das Hauptgeschwefel beschränkt bleiben, das über die Armut. Mario Jorge Bergoglio verankert die Armen zentral in seinem Schreiben … Er läßt aber nicht im Ungewissen darüber, worum es tatsächlich geht, wofür die Armen gebraucht werden:

„Für die Kirche ist die Option für die Armen in erster Linie eine theologische Kategorie und erst an zweiter Stelle eine kulturelle, soziologische, politische oder philosophische Frage.“

„Die bevorzugte Option für die Armen muss sich hauptsächlich in einer außerordentlichen und vorrangigen religiösen Zuwendung zeigen.“

Und gerade im Zusammenhang mit den Armen muß gefragt werden, wie erging es denn den Armen in all den Jahrhunderten, in denen der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche grenzenlos totalitär regierte, alle menschlichen Belange absolut beherrschte? Waren sie nicht arm? Waren sie beispielsweise in Europa nicht um vieles ärmer, als die Armen es heute in Europa sind? Ist denn diese von Jorge Mario Bergoglio populistisch kritisierte Wirtschaft nicht christlich getauft, gefirmt?

Jorge Mario Bergoglio beruft sich in seinem Schreiben auf eine zweitausendjährige Erfahrung seiner Organisation. Und was hat er aus dieser Geschichte seiner Organisation gelernt? Arme sind eine theologische Kategorie und es müsse ihnen religiöse Zuwendung gezeigt werden …

Das Schwert der Christen vulgo Kruzifix verhöhnt und mißachtet Demokratie, Gesetz und Pädagogik

Es geht wieder einmal hoch her, dieses Schwert der Christen regt wieder einmal auf, wieder entflammt die Debatte darüber, ob dieses Schwert der Christen in Schulen hängen soll, darf, muß oder nicht soll, nicht darf, nicht muß.

Es gibt einen Kronzeugen dafür, was dieses Schwert der Christen tatsächlich heute bedeutet, es muß also gar nicht in die Vergangenheit gegangen werden, um zum Schluß zu kommen, daß ein derartiges Schwert nicht mehr in staatlichen Einrichtungen zu hängen hat, denn das Christenpropagandaschwert ist das Symbol der Verhöhnung und Mißachtung von Demokratie, Gesetz und Pädagogik.

Der Kronzeuge dafür ist der derzeitige absolut Regierende des Kleinststaates in einem Grätzel von Rom. Die entsprechenden Auszüge aus seinem Buch wurden zwar schon veröffentlicht, und können gelesen werden in:

Helmut Qualtinger liest Jorge Mario Bergoglio: „Das Kreuz läßt nicht mit sich reden“.

Wie sehr dieses Schwert der Christen als Schulwandpropaganda gegen alle Bemühungen der heutigen Pädagogik und der heutigen Demokratie steht, und dadurch alle diese Bemühungen der Pädagogik, alle diese Bemühungen, jungen Menschen die Demokratie als Wert zu vermitteln, mißachtet und auch verhöhnt, darüber gibt dieser Kronzeuge Auskunft. Die hier noch einmal zusammengefaßten Zitate aus diesem Buchauszug des Kronzeugen sprechen es deutlich aus, weshalb in einer heutigen Demokratie mit einer heutigen Pädagogik Kruzifixe absolut kontraproduktiv und also fehl am Platz sind:

Kreuz Christi - Lanzenscheide

Kreuz Christi – Lanzenscheide

„[A]m Kreuz. Dort wurde das definitive ‚Ja‘ des Gehorsams gesprochen, das den anfänglichen Ungehorsam besiegt, dort wurde die ‚alte Schlange‘ des sündigen Aufbegehrens ein für alle Mal in den Abgrund gestürzt.“

„Das Kreuz ist Jesu ‚letzte Schlacht‘: Dort erringt er seinen endgültigen Sieg. Im Licht dieses Gotteskrieges, der am Kreuz entschieden wird.“

„Bitten wir den Herrn heute um die Gnade, zu verinnerlichen, dass der Sinn unseres apostolischen Lebens im Kampf besteht; eine Gnade, die uns davor bewahren möge, wie törichte Kinder ‚Frieden zu spielen‘ und ‚mit dem Krieg zu spielen‘.“

Last supper is the opening supper„Das Kreuz läßt nicht mit sich reden.“

„Das Kreuz ist das Zeichen für den Kampf, der der Sinn unseres Daseins ist. Mit dem Kreuz verhandelt man nicht: Man umarmt es oder man weist es zurück. Wenn wir es zurückweisen, dann haben wir unser Leben selbst in der Hand, dann bleibt es eingezwängt in die Enge unseres kleinlichen Horizonts.“

Demokratie heißt: Reden, Pädagogik heißt: Reden, mit dem Wandpropagandawandschmuck der Christen aber wird das absolute Gegenteil davon verbreitet, wie der Kronzeuge deutlich ausführt, nicht vor eintausend Jahren, sondern heute. Und dieser Schmuck verhöhnt und mißachtet auch das Schulunterrichtsgesetz, in dem nichts davon steht, junge Menschen seien zu Gehorsam zu erziehen, sondern ganz im Gegenteil … Organisierte Glauben, nicht nur jener der Christen, kennen aber nur eine Art des Redens – das Befehls-Reden.

KreuzWohin das Schwert der Christen führt, daran wurde erst im November erinnert, mit einem Zitat von Imre Kertész, das Kreuz der Christen, darüber muß heute Klarheit herrschen, steht nicht in Golgatha, sondern in Auschwitz, und das muß „die letzte Schlacht Christi“ gewesen sein, denn mit Auschwitz hatte Jesus Christus seine Wiederkehr, sein „jüngstes Gericht“ …

Das Verfassungsdiktat des Nicht-einmal-ein-Viertel-Volkes gegen mannigfache Zusammenlebensformen

Die freiheitliche Homepage feiert das Referendum in Kroatien als „großen Sieg“. Und stellt ihrer Feier die Schlagzeile voran: „Zwei Drittel der Kroaten gegen Homo-Ehe“. Beim Tanz auf einer Feier passiert eines unweigerlich, die Genauigkeit kommt unter die Füße und wird zertreten.

„Die Bevölkerung“, wird auf der freiheitlichen Homepage geschrieben, konnte eine „Volksinitiative“ durchsetzen. Nun, „die Bevölkerung“, das klingt nach der Gesamtheit der Menschen, die in einem Staat leben, „Volksinitiative“, das klingt nach einer großen, einer ein ganzes sogenanntes Volk umfassende Bewegung.

Aber wie sieht es tatsächlich aus?

Nicht einmal ein Viertel ist das Volk

„Die katholische Bischofskonferenz rief „die Gläubigen und alle Menschen guten Willens“ dazu auf, das Referendum zu unterstützen. Orthodoxe, Evangelische, Muslime und Juden schlossen sich der Initiative an, die konservative Oppositionspartei HDZ unterstützt sie.“

Die „Volksinitiative“ ist der Zusammenschluß von Bürgern und Bürgerinnen zu einer „Bürgerinitiative“, die es in jedem Land zuhauf und zu mannigfachen Themen gibt. Wie auch aus Österreich bekannt ist. Es gibt ja bald keine Straße mehr, auch in Österreich, in der es nicht eine „Initiative“ gibt, die lautstark gegen etwas auftritt, die ihre persönlichen und zu oft egomanischen Interessen versucht durchzusetzen, da gegen ein Hoch, das zu hoch ist, dort gegen Kinder, die zu laut sind, hier dagegen, daß Autofahrer die Straße mit Radfahrerinnnen zu teilen haben, da wieder gegen Fußgänger, die eine Straße ohne Autoverkehr und so weiter und so fort …

Und diese „Initiative“ in Kroatien hatte eben das Anliegen, gegen Menschen zu sein, für die es mehr als nur die Ehe zwischen Frau und Mann gibt. Aber nicht jede „Initiaitve“ erhält eine derartige Unterstützung. Womit darauf eingegangen werden kann, was dieses Referendum in Kroatien erzählt.

Das Referendum in Kroatien erzählt von der Lüge der Unterschiedlichkeit der Organisierten Glauben. Denn, wenn es darum geht, gegen den Menschen sich zu positionieren, gegen den Menschen aufzutreten, auf den Menschen hinzutreten, ziehen alle Organisierten Glauben an einem Gott, an einem Strick, mit dem sie alle fesseln wollen, die das Leben vielfältiger sehen, die die Gesellschaft nicht als eine Monokultur begreifen:

„Es ist das erste Mal, dass es einer Bürgerinitiative in Kroatien gelang, einen Volksentscheid durchzusetzen. Die katholische Bischofskonferenz rief „die Gläubigen und alle Menschen guten Willens“ dazu auf, das Referendum zu unterstützen. Orthodoxe, Evangelische, Muslime und Juden schlossen sich der Initiative an, die konservative Oppositionspartei HDZ unterstützt sie.“

Das Referendum in Kroatien erzählt von der Wichtigkeit von Regelungen, ab wann eine sogenannte Volksabstimung bindend zu sein hat. In Kroatien haben sich nicht einmal die Hälfte der Menschen, die in Kroatien leben, an dem Referendum beteiligt. Es waren bloße 37 Prozent. Und von diesen mageren 37 Prozent haben sich 66 Prozent dafür entschieden, die natur- und menschgemäße Vielfalt der menschlichen Zusammenlebensformen zu leugnen. Sie können sich nun genau ausrechnen, wie viel in Wirklichkeit 66 Prozent von 37 Prozent tatsächlich sind.

Nicht einmal Viertel aller Menschen, die in Kroatien leben, haben für die Leugnung der menschgemäßen Vielfalt gestimmt.

Das Referendum in Kroatien erzählt von der Wichtigkeit, sich an sogenannten Volksabstimmungen zu beteiligen. Denn sonst kommt es stets dazu, daß eine Minderheit sich als einhundert Prozent gebärdet, und schlimmer, eine Minderheit das Leben von einhundert Prozent der Menschen in einem Land bestimmt, alle Menschen in einem Land an ihren weltanschaulichen Strick bindet.

Das Referendum in Kroatien, das von der freiheitlichen Homepage des freiheitlichen Spitzenpersonals gefeiert wird, erzählt also auch davon, was von dieser freiheitlichen Gemein-Schaft je zu erwarten ist, eine scholleanschauliche Strickpolitik, sonst nichts. Und es ist wieder einmal prototypisch, daß einer aus der Schreibstaffel anderen eine „brutale Diktatur“ unterstellt.

In Kroatien diktiert nun nicht einmal ein Viertel aller Menschen, die in Kroatien leben, ihre scholleanschauliche Lebensform, wie alle Menschen in Kroatien ihr Leben zu marschieren haben. Ihr Leben zu gestalten haben, davon kann in diesem Zusammenhang nicht gesprochen werden. Dieses Nicht-einmal-ein-Viertel hat für das Austreiben des Gestaltens gestimmt.

November 1938 bis November 2013: Die Lüge ist dem Menschen eine Gottesgnade, muß Christoph Schönborn denken …

Jedenfalls dem sogenannten einfachen Menschen, der sogenannte einfache Mensch soll nicht mit Geistigem belästigt werden, der sogenannte einfache Mensch soll mit Einfachem … dem sogenannten einfachen Menschen ist das Komplizierte nicht zumutbar, für den sogenannten einfachen Menschen reicht ein wenig Herz, ein wenig Bedauern, ein wenig Sentimentalität … der sogenannte einfache Mensch ist die Masse, die auch aber nicht nur der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche als Mitgliedsmasse, als kirchensteuergeldbringende …

Die Lüge ist dem einfachen Menschen ein GnadengeschenkOb dies die Leitregeln von Christoph Schönborn sind und diese in guter Lesesicht an seiner Schreibtischmauer hängen, wird nicht gewußt, aber es könnten seine Leitregeln sein, möglicherweise derart verinnerlicht, daß er sie nicht mehr nachzulesen braucht … Ob diese Leitregeln wie oben verfaßt sind, ist einerlei, aber Christoph Schönborn muß doch Leitregeln in der Art haben, und zwar für seine Artikel etwa in der Umsonst, für seine Artikel, die für die Masse geschrieben sind, für den sogenannten einfachen Menschen …

Schmerzlich müssen wir heute dieses weitgehende Schweigen eingestehen. Jene einzelnen Stimmen, die sich erhoben und sich auf die Seite der Verfolgten stellten, waren viel zu wenige. Als Christen haben wir aus diesem Versagen gelernt.

Das Schweigen wird eingestanden … Das war deren einziges Versagen … Ach, wie müssen den vielen und vielen, allzu vielen Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen ihre christlich getauften und geschulten Herzen gelitten und ungehört geschrieen haben, während sie taten, was ihnen nicht nur für diese eine Novembernacht 1938 auferlegt ward, von wem …? Es steht geschrieben, Jesus prüft den Menschen in vielerlei Gestalt … Zwölf lange Jahre nahm er die Prüfung mit einem Oberlippenbärtchen … Wie es dazu kam? Ach, die zweitausend Jahre davor, vergeben und vergessen, hinweggenommen die … Davon dem sogenannten einfachen Menschen zu sprechen, das hieße, so mildtätig und gütig ist Christoph Schönborn, den sogenannten einfachen Menschen zu überfordern, denn schließlich weiß Christoph Schönborn, weshalb massenweise die sogenannten einfachen Menschen beispielsweise die Umsonst lesen, und die Macherinnen und Macher beispielsweise der Umsonst werden wohl auch solche Leitregeln aufgestellt haben, freilich abgestimmt auf ihr Geschäft …

Was davor in den zweitausend Jahren, die in Auschwitz mündeten, war?

„Haßarbeit der Kirche

[D]aß der Holocaust kein geschichtliches Ereignis und nicht zu verstehen sei. Dieses ’nicht zu verstehen‘ ist das, was ich nie verstanden habe. Wieso sollte er nicht zu verstehen sein? Die Sache ist schließlich ganz einfach. Ein monomanisch Besessener reißt die Staatsmacht an sich, die wahren Gebieter über Macht und Kapital sehen in ihm und seinen Prinzipien plötzlich die große Chance, und der Pöbel lebt seine eigentlichen Neigungen aus, seinen Haß, seinen mörderischen Sadismus, seinen Untertanengeist, seinen Pseudoheroismus, und vor allem kann er alles stehlen, was man ihn stehen läßt. Und warum wurden gerade die Juden zu diesem Zweck ausgewählt? Nun, weil sie am besten dazu geeignet und am einfachsten zu benennen sind, nachdem die zweitausend Jahre anhaltende Haßarbeit der Kirche bereits alle Schablonen für die freie Entfaltung mörderischer Triebe ihnen gegenüber geformt hat. (Raul Hilberg hat aufgezeigt, daß die Nazis zur Praxis der katholischen Kirche lediglich die Technik der ‚Endlösung‘ hinzugefügt haben: Auschwitz). Was ist da nicht zu verstehen?“

So lautet der Tagebucheintrag vom 6. August 2001 von Imre Kertész. Es lohnt ingesamt dieses Tagebuch von Imre Kertész zu lesen, eben erst unter dem Titel „Letzte Einkehr – Tagebücher 2001-2009“ veröffentlicht. Es ist viel zu erfahren, wie es einem Menschen, der von anderen als „Jude“ katalogisiert ist, heute in Ungarn geht …. Bestimmte Schaften in diesem heutigen Ungarn haben ja auch in Österreich beherzte Fürsprecher und Verteidigerinnen

Mit den Christschwarzen droht die Auferstehung des Kirchenstaates

In Österreich ist es ohnehin nicht so, daß von einer klaren Trennung zwischen Staat und Kirche gesprochen werden kann; es herrschen äußerst schlampige Verhältnisse zum größtmöglichen Vorteil in erster Linie des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche …

Nun scheinen die Christschwarzen daran gehen zu wollen, diese schlampigen Verhältnisse in Ordnung bringen zu wollen, und was das heißt, wenn Christschwarze sich nicht mehr mit der zweiten Position in der Regierung begnügen müssen – Wähler und Wählerin hüt‘ davor! -, kann an den Zeichen, die es dafür bereits gibt, abgelesen werden …

Die Kirche wählt jetzt schon für das Innenministerium die Flüchtlinge aus, die aktuell von Syrien …

Mit Spindelegger aus der Tradition in die Tradition

Mit Michael Spindelegger aus der Tradition in die Tradition – Ein Kreisgang

Der Kirche tragen jetzt schon Soldaten des Bundesheeres, wie erst vor kurzem ausführlich berichtet,  die Frau Maria über die Felder … Das war zwar in Wien, aber Stadt kann im Zusammenhang mit den Christschwarzen nicht mehr geschrieben werden, die vor der Stadt warnen, vom Land ihr Heil erwarten, und die Verlandlerung gehört zu einem Kirchenstaat wie zur Frau Maria der geleugnete Ehebruch … Die Verdorfung schreitet ja jetzt schon voran – sichtbares Zeichen: die Tracht …

Möglicherweise holt Michael Spindelegger in einer Halbabendschule noch den Prälaten nach, ehrgeizig genug für das eigene Fortkommen ist er ja … Anderseits gibt sein jetziger Titel auch schon viel her, klingt eigentlich mehr als Prälat – Ritter vom Orden des aufgelassenen Grabes zu Jerusalem – korrekt heißt es „heiligen“, aber ganz automatisch verwandelt sich beim Schreiben heilig in aufgelassen … es gehört aber zum Wesen der Écriture automatique, sie nicht zu korrigieren …

Wenn also Michael Spindelegger das werden sollte – Wählerin und Wähler hüt‘ davor! -, was er sich erträumt, wird seine Visitenkarte ihn wohl wie folgt beschreiben:

Dr. Michael Spindelegger
Spindlelor
Ritter vom Orden des aufgelassenen Grabes zu Jerusalem

Eine ganz geglückte Übersetzung für das Kunstwort aus spindle und chancellor wurde noch nicht gefunden; vorgeschlagen, um ein wenig zu illustrieren, was dieses Wort bedeutet, wurde u.a. schon: Pfaffenkappler …

Nicht auszudenken, was dann, sollte Michael Spindelegger … werden – Wähler und Wählerin hüt‘ davor! -, was Christschwarze jetzt bloß träumen, auf die Menschen in diesem Land hereinbrechen könnte, wenn Christschwarze ihren Wahlspruch Tradition aus Tradition ungehindert in Taten … das Land in einen Kirchenstaat …

Das Harmloseste noch könnte sein, daß auf Behördenschreiben zusätzlich zu den Bildern von beispielsweise Johanna Mikl-Leitner und Sebastian Kurz das Foto des höchsten leitenden Angestellten in Österreich, also von Christoph Schönborn, oder schlichter aber kampfbewußter das Kreuz … Oder das Foto von Klaus Küng zur klaren Verlautbarung, was Reaktion heißt … Nach dem Proporz müßte es aber ein Bild von Andreas Laun sein, denn ohne Freiheitliche wird Michael Spindelegger kein Spindlelor … Und es wird zu wenig sein, noch eine dritte Partei wird benötigt werden … Abgründiger geht es dann aber kaum bis gar nicht mehr

Gebückte Staatshaltung - das Harmloseste noch in einem KirchenstaatDas Harmloseste in diesem Abgrund könnte auch noch sein, daß die gebückte Haltung zur Staatshaltung erhoben wird, wie sie Michael Spindelegger schon vorzeigte, in einem Grätzel von Rom …

Nicht mehr so harmlos könnte die Sozialpolitik sein, wird an den christschwarzen Ahnherr Leopold Kunschak

Nicht mehr so harmlos könnte die Lohnpolitik sein, oder doch harmlos für …, weil es keine mehr geben könnte, sieht Michael Spindelegger doch jetzt schon nur Arbeitnehmerinnen, die mit ihrem Lohn zufrieden

Nicht mehr so harmlos könnte … Es muß nicht noch mehr angeführt werden, entscheidend ist, sich am 29. September 2013 zu erinnern, und mit Bestimmtheit fällt jedem Wähler und jeder Wählerin alles und noch viel mehr ein, als hier erwähnt wurde, was gegen …

Wien, ein Sonntag auf dem Lande: Trachten, Hungerstreiks und mutterschleppende Soldaten

Einen Sonntag auf dem Lande – in Wien, um genau zu sein, ausschließlich in der Innenstadt, im ersten Bezirk … Das könnte dazu verleiten, eine tagebuchartige Seite zu schreiben. Und was könnte vom 15. September 2013 festgehalten werden? Von diesem Tag auf dem Lande … Eigentlich nur das, was in all den Zeitungen, die sonntags ihre Produkte über Zeitungsständer anbieten, vernachlässigt, unzureichend, nicht …

Trachten

Es ist ein langer Spaziergang durch die Innenstadt, immer mal wieder ist es nicht zu vermeiden, stehenzubleiben, um zu bestaunen, wie trachtig diese Millionenstadt geworden ist … Manche laden ein, ihnen länger nachzusehen, Menschen in schick designten Dirndlkleidern, also auf modern getrimmte – und es bleiben doch nur Dirndln … Ob diese Männer und Frauen sich je fragten, was mit ihnen geschehen wäre, wie es ihnen ergangen wäre, wie versteckt sie leben hätten müssen, hilflos und ohnmächtig ausgesetzt den Verfolgungen, Verdächtigungen durch Trachtenperchten mit ihren von Trompeten begleiteten Psalmen von der Widernatürlichkeit, in jener Zeit, als die Tracht werk- und feiertags Uniform und Messgewand des Landes war? Vielleicht haben sie ein Wissen davon, denn ernst sind ihre prächtig geschminkten Gesichter und erschreckend abweisend sind ihre Blicke, vielleicht doch mehr unsicher und ängstlich, ob sie in diesem ihre Orientierung preisgebenden Outfit heil oder zumindest unbehelligt, wenigstens unbeschimpft, ohne kichernde Nachtuschelei an ihr Ziel … Vielleicht fühlen sie sich doch auch ein wenig unbehaglich in dieser zwar hochgezüchteten aber letztlich doch unmodernen Schneiderkunsttracht, weil sie ahnen, sie tragen bei, die Tracht wieder zur Uniform … und sie verhelfen der Tracht mit zu einem neuen Ansehen, das ihr nicht zusteht, nicht einmal mehr als Putzfetzen verwendet werden sollte, dieser Stoff aus finsterster Zeit …

Erster Hungerstreik

Vor dem Justizministerium, in dem Beatrix Karl auf Leopold Kunschak … Vor diesem Gebäude das Flugblatt erhalten über den ersten Hungerstreik

Zweiter Hungerstreik

Vor dem Stephansdom, von dem endlich nach langer Bemühung eine geschichtsverfälschende Tafel entfernt wurde … Das nächste Flugblattt erhalten, über den zweiten Hungerstreik

Mutterschleppende Soldaten

Stephanskirche - Im Hungerstreik gegen die katholische KircheAn der kleinen Gruppe zieht eine Prozession vorbei, vorneweg eine militärisch marschierende Trachtenkapelle und hinterdrein der doch schon recht gebückte Kardinal Schönborn, der im Vorübergehen die Tafeln über den Hungerstreik gegen die katholische Kirche sich genau besieht, den Kopf von unten herauf zur kleinen Gruppe gedreht, die ihm ihre Tafeln entgegenhalten … Und hinter dem leitenden Angestellten dieses Organisierten Glaubens tragen Soldaten des österreichischen Bundesheeres die Mutter, die irgendwann auch Jungfrau für eine längere oder kürzere Zeit war, Maria genannt, von der angenommen werden darf, sie hat ihrem Mann eine abenteuerliche Geschichte aufgetischt, um ihre Verhütungsunfähigkeit und die Verhütungsunwissenheit ihres Liebhabers zu vertuschen, ihrer Untreue also einen höheren oder für ihren Mann einen erträglicheren …

Soldaten schleppen eine Ehebrecherin durch WienOb die Soldaten des österreichischen Bundesheeres auch einen Mohammed oder einen Buddha durch die Stadt schleppen würden? Machen das die Soldaten in ihrer Freizeit? Und weil sie noch keine Tracht besitzen, schlüpfen sie in die Uniform? Oder können Soldaten von diesem Organisierten Glauben gemietet werden? Und wie hoch ist die Miete, die die katholische Kirche dafür zahlt, daß Soldaten die Ehebrecherin durch die Stadt schleppen? Oder ist es ein besonderes Service des österreichisches Staates für die römisch-katholische Kirche, und also eine kostenlose Abstellung? Muß die Familie Habsburg auch nichts dafür zahlen, daß das österreichische Bundesheer einen Knochen von ihrem Letzten, der in Österreich ein nicht demokratisch legitimiertes hohes Staatsamt innehatte – vor bald einhundert Jahren, lagern kann?

Vormerken: Nicht vergessen, das Museumsquartier in den nächsten Tagen zu besuchen, um sich zu erkundigen, ob die affichierte Ausstellung „Salon der Angst“ nur in den Räumen der Kunsthalle – oder das ganze Land zum Salon der Angst …

Die Höhle teilen sich Freiheitliche, Innozenz XI., die kleine Prinzenschlampe Eugen …

Zwei Wochen vor der Nationalratswahl am 29. September 2013 ist es – doch noch einmal – unerläßlich darauf hinzuweisen, was gewählt wird, wenn Freiheitliche gewählt werden:

Das Nichts.

Das Nichts im Grab der Vergangenheit.

Das Nichts für die Gegenwart.

Das Nichts für die Zukunft.

Freiheitliche teilen sich mit Innozenz die HöhleDas Nichts der Freiheitlichen ist das reine Negative, ist das pure Destruktive, ist das, womit eine Zivilisation, die sich als eine lernende und eine weiterentwickelnde versteht, nichts zu tun haben darf, nichts mehr zu schaffen haben sollte. Denn der Zustand, in dem Freiheitliche eine Gesellschaft halten wollen, ist der Mensch in der Höhle, zwar mit Computer und Handy, aber in der kognitiven Verwendung als Keule …

Und noch etwas bedeutet eine Wahlstimme für Freiheitliche. Es ist immer auf mannigfache Weise eine Stimme gegen Österreich.

Das läßt sich wieder und wieder zeigen, dafür muß nicht einmal die Vergangenheit bemüht werden, in der Menschen, die in freiheitlicher Diktion keine Inländer und Inländerinnen sind, das Ansehen Österreichs in der Welt begründeten, von dem Österreich heute noch zehrt … Das läßt sich sogar am aktuellen Beispiel Fußball zeigen. Daß es noch eine Hoffnung auf die Teilnahme an der nächsten Fußballweltmeisterschaft gibt, ist wohl vor allem einem Menschen zu verdanken, der in der freiheitlichen Diktion kein Österreicher ist … Mit Freiheitlichen kann Österreich also eine Weltmeisterschaft nur mit sich und gegen sich selbst …

Die Tat eines Einzelnen muß für Freiheitliche immer dafür herhalten, daß Freiheitliche gegen alle, die in freiheitlicher Diktion keine Inländer und Inländerinnen sind, wettern können, der Einzelne ist und steht für Freiheitliche immer für Alle. Aber anders kann das Hetzen nicht funktionieren. Sonst müßten Freiheitliche augenblicklich verstummen, ihre Gemein-Schaft als wahlkandidierende auflösen … Diese von Freiheitlichen behaupteten Gegensätze jedoch gibt es nicht, wie auch das Beispiel der Kriminalität zeigt, das von Freiheitlichen obsessiv bemüht wird, um gegen alle Menschen zu hetzen, die in freiheitlicher Diktion keine Inländerinnen und Inländer sind … Darüber wurde erst kürzlich geschrieben, daß es einen Gleichklang gibt, es keinen Unterschied gibt, wenn Kriminalität von der Unbescholtenheit her besehen wird

Und noch etwas bedeutet eine Wahlstimme für Freiheitliche. Es ist immer eine Stimme für Krieg, Gegenwartsverfälschung, Geschichtsverfälschung und Geschichtsverknappung …

Freiheitliche befinden sich immer im Krieg, wie der aktuelle Kommentar auf der freiheitlichen Unzensuriert At es nahelegt, auf der freiheitlichen Website, zu deren Autoren auch Norbert Hofer gehört. Norbert Hofer, der für die Freiheitlichen den nächsten Dritten Nationalratspräsidenten machen soll, und es wohl auch machen wird, weil vor allem die Christschwarzen ein weiteres Mal keine Bedenken, keine Scham haben werden, diesen zu ihrem III. Präsidenten NR zu wählen. Die freiheitliche Website schreibt gestern über „330 Jahre Türkenbelagerung“ und denunziert alle heute in Österreich lebenden Türkinnen und Türken als das „Heer des Kara Mustafa“, aberkennt Menschen, daß sie österreichische Staatsbürger und Staatsbürgerinnen sind …

Das Heer des Kara Mustafa hatte etwa 200.000 Mann – man kann gratulieren: 330 Jahre später sind sie alle wohlbehalten und bestens versorgt in der Stadt angekommen. Eingebürgert, und damit nicht mehr in die „Ausländerstatistik“ fallend, wurden allein in Wien von 2003 bis 2012 rund 15.280 Personen türkischer Herkunft.

Mit einer Gegenwartsverfälschung wird dieser freiheitliche Kommentar eingeleitet, wenn geschrieben wird:

Auch dieses Jahr gedenkt man des 12. Septembers des Jahres 1683, an dem im Zuge der zweiten Türkenbelagerung […].

„Man gedenkt“? Wer gedenkt? Es sind die Freiheitlichen allein. Es ist etwa ein Johann Gudenus, ein prototypischer freiheitlicher Experte für Geschichte

Diese unseriöse und unredliche freiheitliche Geschichtsverknappung. Was müßte nicht alles angeführt werden, um über die Geschichte vor über 300 Jahren zu schreiben. Aber es ist alles geschrieben. Es muß hier nichts wiederholt werden. Und es für Freiheitliche wiederholen? Nutzlos …

In dieser Zeit spielte die „petit salope“ eine wichtige Rolle. Liselotte von der Pfalz nannte den „edlen Ritter“ so … übersetzt kann es werden als „kleine Schlampe“ aber auch als „kleine Drecksau“. Das sollte aber nicht unerwähnt bleiben, weil Prinz Eugen von Savoyen in Österreich generell noch einen guten Ruf besitzt … Mit Karlheinz Deschner kann beispielhaft ein wenig über diese Zeit erzählt werden, aus der Kriminalgeschichte des Christentums:

Der edle Ritter blieb kalt, als die Christen nach der Eroberung von Ofen wie besinnungslos vergewaltigten und mordeten, als sie in einem furchtbaren Blutrausch Osmanen samt Kombattanten, die mit ihnen kämpfenden ungarischen Calvinisten und Juden niedermetztelten, als nach Johann Dietz, dem Beobachter und späteren Hallenser Chirurgen, „kein Türke am Leben gelassen, alle massakriert, den meisten die Haut abgezogen, das Menschenfett ausgebraten und getrocknet worden sei“, um sie dann, ergänzt Historiker Duchhardt heute, als hochbezahlte „Mumia“ (Pulvis Mumiae) loszuschlagen.

Und als nach der Schlacht bei Zenta am 11. September 1697 – „Oberbefehl für Prinz Eugen“, „Erste Sternstunde“ titelt 2007 eine Wiener Publikation – 25 000 Türken die Walstatt bedeckten oder in der Theiß versanken, meldet der versierte Schlächter über das Gemetzel, „ein gräuliches Blutbad“, sagt er selbst, in dem man keine Gefangenen macht: „Meine Leute konnten auf den Leichen der Feinde stehen wie auf einer Insel“ – und auch auf den Leichen von mehr als 3 500 eigenen Pferden[.] Es war die Begründung der neuen österreichisch-ungarischen Monarchie, der neuen „Weltstellung des Kaiserhauses“ (Schüßler).

Auch der „Blitzkrieg“ in Bosnien wird unter dem Prinzen mit gnadenloser Härte, ohne jedes Erbarmen geführt, Sarajevo geplündert und mit seinen mehr als hundert Moscheen vollständig verbrannt, desgleichen die ganze Umgebung eingeäschert, insbesondere alle Häuser der Türken, was dem siegreichen Feldherrn in Wien, wo zuweilen seine Verehrung „einen an Vergötterung grenzenden Grad“ erreicht (von Landmann), Jubel und Preis einträgt, Huldigungen, einen kostbaren Ehrendegen des Kaisers auch und eine Silbermedaille mit seinem Porträt.

Und welche Rolle spielte zur damaligen Zeit der Vatikan, nun von Freiheitlichen als Retter in letzter Not vor … Der Papst zu dieser Zeit war Innozenz XI.:

So galt seine lebenslange Leidenschaft einem Kreuzzug gegen den christlichen „Erbfeind“, galt der Bekämpfung der Türken. Geradezu fanatisch verfolgte er dies Ziel. Er setzte dafür seine Nuntien ebenso ein wie alles verfügbare Kapital.

Schon als Kardinal Odescalchi soll der Sohn einer wohlhabenden Kaufmannsfamilie aus Como für „die Türkensache“ gespendet haben, Summen von 20 000 Gulden, von 90 000 Goldgulden (aurei) werden genannt. Und schickte auch gleich unmittelbar nach seiner Thronbesteigung 50 000 Dukaten, meist noch eignes Geld, Richtung Warschau zur Anheizung des Krieges. Als Papst aber konnte er natürlich weit tiefer in die Tasche (der Christenheit) greifen, konnte er Kaiser Leopold hohe Zuwendungen machen, ebenso dem polnischen König Johann III. Sobieski, konnte er Venedig mit dem Oberbefehl über die päpstlichen Galeeren ausstatten samt dem Recht, von seinem Klerus eine Auflage von 100 000 Goldgulden zu erheben, konnte er dem bayerischen Kurfürsten für seine Rüstungen eine Auflage von 300 000 Gulden auf den geistlichen Besitz seines Landes gestatten, dem Polenkönig 500 000 Gulden zugestehen, dem Kaiser insgesamt 1 300 000 Gulden. Von Beginn seines Pontifikates an hatte Innozenz nichts Schöneres, nichts Edleres gekannt, als über die Vernichtung der Türken nachzudenken, kein fesselnderes Gesprächsthema gab es für ihn. „Gott selbst wolle den Türkenkrieg“, wusste er und drohte all jenen, die ihn behinderten, die schwersten Strafen an. Fasziniert studierte er 1678 die – vielleicht in seinem Auftrag erstellten – vier Gutachten des Kapuziners Fra Paolo da Lagni über die „Aussichten eines Angriffskrieges“ und mühte sich, wahrhaft kreuzzugsbesessen, die abendländischen Fürsten zu einigen und vereint zum Kampf gegen den Halbmond, den „Erbfeind“ zu treiben. „Man muß selbst angreifen“.

Und auch dieses aktuelle freiheitlich-unzensurierte Beispiel zeigt, wo und wann Freiheitliche leben … Aber es wäre völlig unangebracht und falsch, diese Zeit herbeizusehnen, und sei es nur für den letzten Sonntag im September, und das aus dem einzigen Grund, weil es damals keine Wahl gab, also keine Versuchung, Freiheitliche zu wählen …

NS Die von Karlheinz Deschner angesprochene Wiener Publikation aus 2007: Hanne Egghart, Prinz Eugen. Der Philosoph in Ritterrüstung, Verlag Kremayr und Scheriau, 2007.

NNS Der von Johann Gudenus in seiner kahlen und berglerischen Rede angesprochene Prinz Eugen ist in freiheitlicher Diktion auch kein Inländer … Und weil der Kahlenbergler geschichtlich Geisterbahn fährt und sich vor der Büste von Josef Stalin schreckt, darf – muß wieder einmal – erinnert werden, wie Freiheitliche mit Daten und Fakten umgehen: Freiheitliche Wahrheitswankelmütigkeit am Beispiel von Josef Stalin.