Für sehr viel Geld wurden vor Jahren im Land Poller angeschafft, um terroristische Verbrechen zu verhindern, in vielen Ortschaften in Österreich, auch in Wien, etwa vor dem Bundeskanzleramt …
Als sehr professionelle Abwehr. Nun, wie erfolgreich diese Maßnahme war, hat das mörderische Verbrechen vor etwas mehr als einer Woche in Wien eindrucksvoll bestätigt.
Was dieses Verbrechen verhindert hätte, wie nun einmal mehr gewußt wird, das nun auch in diesem Land gewußt wird, auch in Österreich die Erfahrung gemacht werden mußte, wäre eine funktionierende Kommunikation gewesen.
Selbstverständlich läuft der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich nicht wie ein Schulbub freudig stolz in die Küche und ruft seinem Vater in ständiger Wiederholung, kaum daß die Wohnungstür hinter ihm zufällt, bereits vom Vorraum entgegen, um auf sich aufmerksam zu machen, bis er endlich mit seiner Rede wedelnd in der Küche vor seinem Vater steht, außer Atem seines Herrn Vaters Lob zu erbitten: „Papi, Papsch, schau, Papilein, ich hab‘ eine Rede gehalten“ … ein Bundeskanzler schreibt verkündend: „Hier die ganze Rede“ …
„Es muß uns allen bewußt sein, daß das keine Auseinandersetzung zwischen Christen und Muslimen oder zwischen Österreichern und Migranten ist. Nein. Das ist ein Kampf zwischen den vielen Menschen, die an den Frieden glauben, und jenen wenigen, die sich den Krieg wünschen. Es ist ein Kampf zwischen Zivilisation und Barbarei. Und diesen Kampf werden wir mit aller Entschlossenheit führen.“
Ein Vater, noch am späten Nachmittag nur in der Unterhose bei seinem ersten Kaffee kurz nach seinem Aufstehen, würde wohl noch verschlafen vielleicht ein „Brav“ brummen.
Eine Lehrerin hingegen würde bei der Korrektur einer solchen Hausaufgabe wieder einmal denken müssen, es muß viel mehr, noch viel mehr für Bildung getan werden. Und ihre Anmerkungen zu dieser abgegebenen Arbeit zur aufgegebenen Hausaufgabe, eine Rede zu schreiben, würde länger geraten als die abgegebene Rede selbst.
Vielleicht begänne sie mit der generellen Feststellung: „Zu kurz geraten.“ Setzte dann fort mit Konkretem. Besonders würde sie wohl auf die falsche Einschätzung des Ereignisses hinweisen, daß es sich dabei um keinen „Kampf“ gehandelt habe. Zu einem „Kampf“ sind zwei Parteien notwendig, die gegeneinander stehen. Das war kein „Kampf“. Das war ein Verbrechen, das nach dem Strafgesetzbuch zu verurteilen ist.
„An den Frieden glauben.“ Eine schöne Formulierung, für das Poesiealbum eines Teenagers, gleich daneben zu kleben etwa zu: „Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.“
Der Schluß der Rede ist positiv zu beurteilen. Den Sinn von einer Rede gänzlich getroffen. Mit dem Versprechen, das leicht zu erfüllen ist — „diesen Kampf mit aller Entschlossenheit führen“ –, weil es keinen „Kampf“ gibt, nur ein mörderisches Verbrechen, und was es nicht gibt, kann recht leicht versprochen werden, das mit aller Entschlossenheit …
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat in einem Interview mit der „ZiB Spezial“ bestätigt, dass es sich bei der Attacke in der Wiener Innenstadt Montagabend „definitiv um einen Terroranschlag“ gehandelt habe. Dieser sei „sehr professionell“ vorbereitet worden. Die Täter seien auch sehr gut mit Waffen ausgerüstet gewesen. Innenminister Kal Nehammer (ÖVP) sprach vom „schwersten Tag für Österreich seit sehr vielen Jahren“. Kanzler Kurz sprach von einem „widerwärtigen Terroranschlag“. Man werde sich diesem Terror nicht beugen und „diese Angriffe mit allen Mitteln entschieden bekämpfen“. „Wer einen von uns angreift, greift uns alle an“, sagte der Innenminister. „Es ist eine schwere Situation für alle, die wir gemeinsam stemmen können, wenn wir uns diszipliniert verhalten“, meinte Nehammer.
Die Aussage des zurzeitigen Bundeskanzlers in Österreich über die sehr professionelleVorbereitung läßt aufhorchen, also über sein Verständnis von Professionalität. Er ist sehr professionell, so professionell wie ein Wirtshausbesucher, wie eine Passantin, die an diesem Abend in der Innenstadt sich aufhält, irgendetwas hört, irgendetwas sieht, falsch sieht, falsch hört, und es dennoch gleich verbreitet, weil sie durch den Besitz eines Smartphones dazu in der Lage ist, und er, der zurzeitige Bundeskanzler, weil er jede Lage ausnutzen muß, vor Medienmikrophone zu gelangen. Professionell müssen menschgemäß die Medien annehmen, von einem Bundeskanzler Informationen zu erhalten, die über den Wert einer Passantin, eines Wirtshausbesuchers hinausgehen und fundierte sind.
„Ich trete heute als Bundesminister des Innern zurück.“
Das sagt der Innenminister, der nicht Karl Nehammer heißt, im Sommer 1993.
„Es gibt in Deutschland den Begriff der politischen Verantwortung. Wenn Fehler geschehen, und wenn so gravierende Fehler geschehen, da gibt es zwei Möglichkeiten. Man schiebt die Verantwortung auf untergeordnete Behörden oder Mitarbeiter oder Beamter oder man sagt, diese Dinge sind so gravierend, daß die Öffentlichkeit ein Zeichen gesetzt bekommt von dem Minister, der die politische Verantwortung trägt.“
Das sagt der nicht Karl Nehammer heißende Innenminister, der im Sommer 1993 zurücktrat, in einer Dokumentation aus 2018 über seinen Rücktritt.
Der Innenminister von der CDU (Christlich Demokratische Union Deutschlands), der mit seinem Rücktritt seine politische Verantwortung wahrnahm, heißt Rudolf Seiters.
Andreas Koller, Salzburger Nachrichten eröffnet die Fürbitte für Karl Nehammer:
„Aber trotzdem sehe ich in dem Ganzen keinen politischen Skandal, wenn es schon ein Skandal ist, dann ein Behördenskandal […] Ich will nicht, daß der Nehammer zurücktritt […] der Nehammer soll jetzt dort Ordnung schaffen.“
Matthias Schrom vom ORF faßt die Fürbitte von allen aus den obersten Redaktionsstuben vorgetragen zusammen zur Segnung von Karl Nehammer:
„Der Innenminister soll bleiben, da herrscht, glaube ich, soweit Einigkeit.“
Wie ist es in Zeiten von Corona in anderen Staaten um die „Religionsausübung“ während der sogenannten Lockdowns bestellt, um die Veranstaltungen der Organisierten Glauben, die ihre Veranstaltungen nennen u. a. „Gottesdienste“, „Messen“, „Hochamt“ …
Davon berichtet etwa „Vatican News, Portal des Heiligen Stuhls“:
EU: Bischöfe gegen Gottesdienst-Verbot
Als beim ersten Lockdown die Kirchentüren zufielen, wurden viele Kirchenverantwortliche von den Anordnungen der Behörden überrumpelt. Das ist jetzt in vielen Ländern anders: Bischöfe kämpfen darum, dass trotz der Corona-Einschränkungen doch Gottesdienste stattfinden können.
In Frankreich beschreiten mehrere Bischöfe den Rechtsweg: Sie haben gegen das Gottesdienstverbot Klage beim „Conseil d’Etat“, dem Staatsrat, eingelegt. Unter denen, die das Oberste Verwaltungsgericht anrufen, ist auch der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Eric de Moulins-Beaufort von Reims.
Andere Religionen mit ins Boot zu holen, ist den katholischen Bischöfen nach Angaben der katholischen Tageszeitung „La Croix“ nicht gelungen. Dafür ist aber der Dachverband katholischer Familienverbände mit dabei. Er hofft, dass wenigstens neunzig Minuten lange Gottesdienste erlaubt werden.
„Das christliche Volk erwartet, dass seine Hirten die Möglichkeit, zur Messe zu gehen, verteidigen.“
„Das christliche Volk erwartet, dass seine Hirten die Möglichkeit, zur Messe zu gehen, verteidigen“, erklärt Bischof Dominique Rey von Toulon in „La Croix“. Gottesdienste seien für Christen zentral, sie gäben dem „persönlichen und geschwisterlichen Zusammenleben“ eine Struktur. Innenminister Gerald Darmanin hält dagegen, dass die Gotteshäuser ja geöffnet blieben: Nur die Gottesdienste mit Teilnahme von Gläubigen würden verboten.
Der französische Lockdown gilt bis Anfang Dezember. Er erlaubt den Menschen das Ausgehen nur mit einem triftigen Grund, etwa dem Gang zur Arbeit. Schon beim ersten Lockdown im Frühjahr hatte der Staatsrat das Gottesdienstverbot als „unverhältnismäßig“ einkassiert.
Belgien: Ruf doch mal an
Auch im Nachbarland Belgien sind Gottesdienste wegen Corona verboten – bis zum 13. Dezember. Hier sind allerdings die Bischöfe mit der Maßnahme einverstanden. In einer Botschaft vom Allerheiligentag weisen sie darauf hin, dass das geistliche Leben und die Seelsorge dennoch nicht zum Erliegen kämen. Beerdigungen bleiben erlaubt, allerdings nur mit 15 Teilnehmern; an Hochzeiten dürfen nur das Brautpaar selbst, die Zeugen und der Zelebrant teilnehmen.
Die Bischöfe rufen dazu auf, die Kirchentüren jetzt erst recht offenzuhalten und sich um die Aufnahme aller Menschen zu bemühen, die jetzt Trost und Hilfe brauchen. Auf der Homepage der Bischofskonferenz findet sich eine Liste der Gottesdienste, die während der Corona-Beschränkungen in Radio, Fernsehen oder sozialen Medien live übertragen werden. „Rufen wir uns doch gegenseitig an, helfen und ermutigen wir uns!“, schreiben die Bischöfe. „Eine Mail schicken, einen Anruf tätigen, eine digitale Gebetsgruppe ins Leben rufen, mutmachende Botschaften in den sozialen Medien posten“ – man könne auch im Lockdown viel Gutes tun.
Irland: Die Bischöfe proben den Aufstand
Deutlich rebellischer treten die Bischöfe der Republik Irland auf. Sie trugen dem Ministerpräsidenten Micheál Martin persönlich ihren Protest gegen das Gottesdienst-Verbot vor. Trotz aller durchaus nötigen Vorsichtsmaßnahmen gegen die Pandemie sei es doch unerträglich für Glaubende, sich nicht zu Gottesdiensten versammeln zu können. Gerade in der Zeit vor Weihnachten seien solche Gottesdienste ein wichtiger Trost für die Menschen in schwerer Zeit.
Die Bischöfe vergaßen nicht den Hinweis darauf, was die Pfarreien und die Caritas alles für Corona-Opfer tun. Es gebe überzeugende Hygiene-Konzepte, um Gottesdienste nicht zu Infektions-Hotspots werden zu lassen. Allerdings widersetzte sich der Regierungschef in Dublin dem Werben der Bischöfe: Er legte die Gründe dar, aus denen seiner Regierung ein Gottesdienst-Verbot eben doch angezeigt scheine. Irland ist schon am 22. Oktober, als erstes Land der EU, in seinen zweiten Lockdown gegangen; er ist auf sechs Wochen befristet, um das Weihnachtsfest zu „retten“.
England: „Wir sind nicht einverstanden!“
Und in England, wo Premierminister Boris Johnson eher widerwillig, aber unter dem Druck der Infektionszahlen den erneuten Lockdown verfügt hat? Auch dort dürfen Gottesdienste von diesem Donnerstag an vier Wochen lang nur ohne Gläubige stattfinden. Dagegen protestieren die Bischöfe, wie schon beim ersten Lockdown im Frühjahr. Diesmal hat der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz, Kardinal Vincent Nichols von Westminster, seinen Offenen Brief an Johnson auch von Vertretern anderer Kirchen und Religionen unterschreiben lassen.
Tief besorgt zeigen sich Nichols und seine Mit-Unterzeichner: Es gebe für das Gottesdienstverbot überhaupt gar keine wissenschaftlich begründete Notwendigkeit. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften hätten in den letzten sechs Monaten alle Regeln befolgt, um ihre Kultstätten corona-frei zu halten. „Angesichts dessen ist jetzt ein völliges Verbot öffentlicher Gottesdienste unbegründet.” Gerade in Zeiten der Krise spielten religiöse Überzeugungen eine wichtige Rolle, und das soziale Engagement der Glaubensgemeinschaften nähre sich doch „direkt aus unserem Glauben“. Der müsse durch die Gemeinschaft im Kult „unterstützt und gestärkt“ werden. „Hier geht es um unsere Identität und die wesentliche Voraussetzung für unsere Mission und unser Handeln“, so der Brandbrief. „Wir sind nicht einverstanden!“, das hat fast Thatcher’sche Wucht.
Ja, in Österreich brauchen sie, die Religionsmänner, nicht zu klagen, weder in Zeiten von Lockdowns noch zu anderen Zeiten, für sie gibt es in Österreich keine Zeit der Klage und auch keine Zeit der Furcht vor einer Klage wegen ihres Ignorierens von Gesetzen, die sonst für alle in Österreich gelten, der Schutz des Rechtsstaates ist ihnen sicher. Sie, die Kirchenmänner, werden es mit Wohlwollen gehört haben die nun von Gotthörigen wieder bekräftigte Verteidigung der Rechtsstaatlichkeit in Österreich.
Zum Grübeln etwa darüber, was wird aus Österreich werden, was wird von dem Österreich, wie es bisher gekannt wurde, nach den Zeiten der Corona noch vorhanden sein?
Ein Land, ein Staat ohne Stätten von Kunst und Kultur, ohne die Stätten der „Kulturverliebten“, wie sie der zurzeitige Bundeskanzler nennt?
Hat das nicht erst vor kurzem Recep Tayyip Erdoğan vorgezeigt, wie das geht, durch die Verwandlung eines Museums in eine Kirche, in eine Moschee, wie er sie nennt? Freilich mußte Recep Tayyip Erdoğan sich nicht hinter einem Virus verstecken, um diese seine Verwandlung durchzuziehen. Vielleicht fühlt sich der zurzeitige Bundeskanzler in Österreich noch nicht stark genug, um ganz ohne Vorschieben einer Pandemie seine Verwandlungen der Stätten der „Kulturverliebten“ in Moscheen, in Kirchen, wie er sie nennt, herbeizuführen.
Wie müssen doch seine Gebete in der Kirche zum Heiligen Engelbert, in die er rasch vorbei an all den aufgeklärten Stätten der Kultur und Kunst eilt, von ihm erhört worden sein, selbst kein Kulturverliebter geworden zu sein und je noch zu werden, der Kelch der Aufklärung an ihm vorübergegangen ist. Der Kelch der Sünde, wie diesen seine heiligen Geister gottergeben nennen.
Und wie nur ein Bundeskanzler es wissen kann, wie nur ein Bundeskanzler die Wahrheit weiß, weiß Sebastian Kurz, daß kein Mensch nach Österreich kommt, um die Stätten der Kultur und Kunst zu besuchen. Einzig der Gottesdienste wegen kommen Jahr für Jahr Millionen von Menschen nach Österreich, um den Gottesdiensten in Pfaffenstätten, den Hochämtern in Kirchstetten, den Messen in Heiligenkreuz beizuwohnen. Wegen der Veranstaltungen in Pfaffenstätten, in Kirchstetten, in Heiligenkreuz kommen Jahr für Jahr Millionen von Menschen nach Pfaffenstätten, Kirchstetten, Heiligenkreuz, um das in diesen Diensten Geschaffene zu bewundern.
Um das einzig in diesen Aufführungen Geschaffene willen ist Österreich weltberühmt, ist Österreichs einziger Schatz, von dem noch in zweitausend Jahren die Menschen zehren werden.
Aber das können Kulturverliebte nicht wissen, denen nicht die Gnade der Offenbarung zuteil ward, wie sie Sebastian Kurz täglich erfährt, dem die Vorsehung in ihrer Gnade ihre gesamten Wahrheit mündlich offenbart, so groß ist ihre tägliche Güte gegen ihn, sie es ihm erspart, je ein Buch aufzuschlagen. Ein Buch aufzuschlagen, das wäre wohl die größte Versuchung, ewige Verlockung, selbst ein Kulturverliebter zu werden.
Und auch an diesem Tag, dem 2. November ´20, widersteht er der Versuchung, ein Kulturverliebter zu werden, widersagt er der Kultur, spricht er das Bannwort Kulturverliebter, auf daß deren schädlicher Geist niemals Macht über ihn bekomme, sie auf ewig in die Flucht geschlagen, fern von Pfaffenstätten, Heiligenkreuz und Kirchstetten ihr Leben …
Ein Geheimnis kann nun gelüftet werden. Das unter dem stets gleichen Serientitel „Pressekonferenz Corona“ Ausgestrahlte sind in Wahrheit nur Ausschnitte, die von vielen Sendern übernommen werden. Ausschnitte aus der Sitkom „The Land of Corona“, die auf Alpflex läuft, und deren Regisseur Stefan Ruzowitzky unbestätigt ist.
Er soll auch das Drehbuch der Sitkom ganz allein schreiben. Und das wird gerne geglaubt. Denn es braucht schon einen Meister, um den Zugführer Rekrut solch großartige Worte in den Mund legen zu können.
„Liebe Österreicherinnen und Österreicher! Glauben Sie mir, ich würde Ihnen heute gern eine andere Nachricht überbringen.
Aber es ist meine Aufgabe, Ihnen die Wahrheit zu sagen.
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