Für freiheitliche Strukturleistungen, wie die auch von Andreas Mölzer, kann es nur eines geben: Nichtwahl der freiheitlichen Gemein-Schaft

Es ist ehrenwert eine Initiative zu setzen, den Rücktritt von Andreas Mölzer zu fordern, aber damit ist nichts getan, damit ist nichts erreicht. Es kann im Angesicht der für die freiheitlichen Gemein-Schaft qua Wahlmeinungsumfragen ausgewiesenen hohen Zustimmung und der dieser Gemein-Schaft prognostizierten hohen Stimmenzugewinne nur eine Antwort geben:

Freiheitliche Gemein-Schaft endlich nicht mehr zu wählen

Denn erst dann wird es endlich vorüber sein, daß es eine breite Auseinandersetzung geben muß mit freiheitlichen Funktionären und Funktionärinnen über ihre gesinnungsgemäßen freiheitlichen Strukturleistungen, wenn sie keine Mandatare und Mandatarinnen gleich auf welcher politischen Ebene mehr sind, sondern nur noch bloße Funktionäre und Funktionärinnen einer Kleinstgemein-Schaft mit Wahlergebnissen wie etwa die christlich fundamentalistische Kleinstpartei, der nun auch mit allen Farben, mit der sich die freiheitliche Gemein-Schaft schon bemalt hat, übergossene freiheitliche Funktionär Ewald Stadler angehört oder anführt oder – das ist nicht so wichtig zu wissen, bei einer Kleinstpartei mit etwa einprozentigen Wahlergebnissen …

Und wenn endlich die freiheitliche Gemein-Schaft nicht mehr als einen Prozent in Wahlen an Zustimmung erhält, wird endlich nicht mehr gewußt werden müssen, was freiheitliche Funktionäre und Funktionärinnen denken, lesen, schreiben, werden auch die freiheitlichen Strukturleistungen des prototypischen freiheitlichen Funktionärs Andreas Mölzer die ihm gemäß seines Denkens und seiner Gesinnung entsprechenden Anteil an öffentlicher und medialer Aufmerksamkeit zugewiesen werden, und der dieser gebührende Anteil an Aufmerksamkeit beträgt rund einen Prozent, der damit eigentlich schon überreichlich ausfällt.

Es ist ehrenwert, eine Initiative zu setzen, den Rücktritt von Andreas Mölzer zu fordern, aber das Scheitern ist dieser Initiative schon eingeschrieben. Denn in Österreich ist eine Aufforderung zum Rücktritt eine Aufforderung zum Bleiben, für sehr sehr lange. Und auch – für diese Spekulation muß aber so getan werden, als gäbe es ein anderes Österreich oder würde von einem anderen Land gesprochen werden – wenn Andreas Mölzer zurücktreten würde, was wäre damit erreicht? Nichts. Der Nachwuchs steht stramm bereit, im Fall von Andreas Mölzer sogar der familiäre Nachwuchs, die gesinnungsgemäßen freiheitlichen Strukturleistungen zu erbringen, die Andreas Mölzer als prototypischer freiheitlicher Funktionär und Mandatar seit Jahrzehnten erbringt.

Nichtwahl der freiheitlichen Gemein-Schaft ist die nachhaltige AntwortEs wird von dieser Initiative, wie es die Abbildung zeigt, sogar die freiheitliche Gemein-Schaft gegen Andreas Mölzer zitiert, als gehörte Andreas Mölzer nicht zu dieser freiheitlichen Gemeinschaft, und dann noch mit einem Zitat von Dieter Egger, ausgerechnet von oder auch von Dieter Egger … Damit wird die freiheitliche Gemein-Schaft aus ihrer Haftung entlasssen, wird dem Wähler und der Wählerin der freiheitlichen Gemein-Schaft eine feine Rechtfertigung für ihre Wahl geschenkt – die freiheitliche Gemein-Schaft wäre gut, aber der Andreas Mölzer, der Andreas Mölzer, der ist nicht so …

Auch die von der Initiative auf ihrer Seite der Plattform des Unternehmens Facebook gebrachten Zitate der freiheitlichen ZZ können Wähler und Wählerinnen der freiheitlichen Gemein-Schaft damit abtun, das seien vor Jahren und manche vor Jahrzehnten gemachte Aussagen, das könne nicht ewig vorgehalten werden, das müsse auch einmal vergessen werden. Tatsächlich aber handelt es sich dabei um seit Jahrzehnten ununterbrochen und kontinuierlich Abgesondertes, Woche für Woche, um nur das aktuellste Beispiel anzuführen und zur Lektüre vorzulegen:

Freiheitlicher „Zur Zeit“ sagt Himmlers Rußlandexperte SS-Obersturmbannführer Dwinger noch allerhand Rechtes

So ehrenwert es von dieser Initiative ist, den Rücktritt von Andreas Mölzer zu fordern, so unehrenwert ist es von manchen Funktionärinnen und Funktionären anderer Parteien, He.-Chr. Strache aufzufordern, er müsse handeln, also Andreas Mölzer zurücktreten lassen … Als hätte er und somit die freihetliche Gemein-Schaft mit dem Magazin der Mölzers nichts …

Ehe ein Hahn einmal kräht, hat He.-Chr. Strache dreimal verleugnet

Es werden sich diese Funktionärinnen und Funktionäre von anderen Parteien wohl hoch anrechnen, den Rücktritt von Andreas Mölzer zu verlangen … Wie hoch erst müssen sie sich wohl erst anrechnen lassen, freiheitliche Funktionäre, von denen Andreas Mölzer bloß ein prototpischer und zu vorlauter ist, in höchste Staatsämter zu wählen, wie erst vor wenigen Monaten den leiseren aber Hauptgesinnungsschriftenhersteller Ing. Norbert Hofer – III. Präsident NR …

Deshalb soll zur nochmaligen Bekräftigung und gegen die Tradition, wie ein Text zu beenden ist, mit der Überschrift als Lösung und als Losung geschlossen werden:

Endlich nicht mehr freiheitliche Gemein-Schaft wählen

NS Weil Andreas Mölzer sinnt, „Neger“ sei ein normales deutsches Wort, aber nicht nur wegen dieser seiner Aussage, soll hier daran erinnert, daß es bei einem Wort auch darauf ankommt, wie seine Bedeutung erklärt wird. Wenn daran gedacht wird, wie vor allem in der freiheitlichen Gemein-Schaft „Neger“ zum Einsatz kommt, müßte beinahe für sie der Wunsch geäußert werden, ach wären sie nur das, was ihr immer wieder Vorwürfe einbringt, denn dann wären sie wenigstens im 20. Jahrhundert schon einmal angekommen. Aber so sitzen sie vor den ihren Gegenwartsbüchern und lesen vielleicht beispielsweise in der amerikanischen Erstausgabe der Encyclopædia Britannica von 1798 unter dem Stichwort „Negro“:

„In der Pigmentierung der Neger begegnen wir verschiedenen Nuancen; doch alle unterscheiden sich auf dieselbe Weise von den anderen Menschen in allen Gesichtszügen. Runde Wangen, hohe Jochbeine, leicht erhöhte Stirn, kurze, breite und flache Nase, dicke Lippen, kleine Ohren, Hässlichkeit und unregelmäßige Züge charakterisieren ihr Aussehen. Die Negerfrauen haben sehr ausladende Hüften und sehr dicke Gesäßbacken, die ihnen die Form eines Sattels verleihen. Die bekanntesten Laster scheinen das Schicksal dieser unglücklichen Rasse zu sein; man sagt, dass Müßiggang, Verrat, Rachsucht, Grausamkeit, Schamlosigkeit, Diebstahl, Lüge, unflätige Rede, Zügellosigkeit, Engstirnigkeit und Ausschweifung die Prinzipien des Naturgesetzes ausgelöscht und die Mahnungen des Gewissens zum Schweigen gebracht haben. Jedes Mitgefühl ist ihnen fremd, und sie stellen ein schreckliches Beispiel für die Verderbtheit des Menschen dar, wenn er sich selbst überlassen bleibt.“

Und wer dieses Zitat im 21. Jahrhundert liest, wird, daran wird nicht gezweifelt, es recht verstehen …

Sachbeschädigung in wienerischen Kirchen wie ein Bombenangriff in Syrien

Umsonst Aufmacher mit Schönborn ChristophEs muß zu diesem Vergleich, mit dem die Umsonst Christoph Schönborn zitierend für ihren Aufmacher einsetzt,  eigentlich nichts geschrieben werden. Die Gegenüberstellung in der Collage macht es ohnehin allzu deutlich, auf der einen Seite die Sachbeschädigungen in wienerischen Kirchen durch einen Mann, der direkt von der Zweifaltigkeit Allah-Gott den Auftrag annahm, Statuen aus Gips und Holz zu zerstören, auf der anderen Seite das tatsächlich Mörderische und Zerstörende von Bombenangriffen …

Dazu fällt nur noch ein, daß Männer der Organisierten Glauben mit Frauen und Männern der gutter press einen wunderlichen Zugang zur Wirklichkeit teilen, wie das aktuelle Beispiel wieder einmal erschreckend zeigt, was für sie schon ein Bombenangriff ist,  oder ein älteres, ab wie vielen Toten eine Hungerkatastrophe eine Hungerkatastrophe ist – dafür hat Christoph Schönborn schon einmal ein gottgeeichtes Maß angelegt, wie ebenfalls  zu lesen war in der Umsonst …

 

Christoph Schönborn - Sachbeschädigung ist gleich Bombenangriff in Syrien

„Bezirksrundschau“ läßt durch ihre Rechtsvertretung alle Fragen klipp und klar beantworten

 

Es ist äußerst bedauerlich, daß die „Bezirksrundschau“ aus der Gesamtheit des am 21. März 2014 veröffentlichten Artikels einen Absatz herausgreift und daraus vollkommen falsche Schlüsse zieht, wobei bereits die vielen Fragen in ebendiesem besagten kurzen Absatz es offenkundig machen, daß es in keiner Weise die Absicht war, der „Bezirksrundschau“ irgend etwas unterstellen zu wollen.

Ehe noch einmal und in aller Deutlichkeit darauf eingegangen wird, worum es, wie es aus der Gesamtheit des Artikels eigentlich eindeutig hervorgeht, in diesem Artikel tatsächlich ging, soll und muß der „Bezirksrundschau“ der prominente und angemessene Platz für ihre Klarstellung und Beantwortung der Fragen eingeräumt werden.

Die Rechtsvertretung der „Bezirksrundschau“ stellt klar und beantwortet namens ihrer Mandantin die gestellten Fragen gemäß ihres Schreibens vom 31. März 2014:

„Die Bezirksrundschau GmbH legt großen Wert auf die Feststellung, dass ihr nichts fernerliegt als rechtsextreme, neonazistische, faschistische oder gewaltverherrlichende Weltanschauuungen zu unterstützten, und auch auf die Feststellung, dass sie Personenvereinigungen oder Organisationen, die für sie erkennbar derartiges Gedankengut gut heißen keineswegs fördert.

Im Gegenteil distanziert sich die Bezirksrundschau GmbH von rechtsextremen, neonazistischen, faschistischen oder gewaltverherrlichenden Weltanschauungen. Unsere Mandantschaft lehnt jede weltanschauliche Haltung, welche mit einer freien, demokratischen Gesellschaft in Widerspruch steht, kategorisch ab.

An dieser Stelle darf darauf hingewiesen werden, dass die Bezirksrundschau – entgegen der unwahren Unterstellung in Ihrem Beitrag –

– weder Sponsor noch Partner eines Vereins oder einer Organisation mit der Bezeichnung Gegengewalt ist oder war;

– dem Betreiber der Internetseite www-gegengewalt-at keineswegs die Erlaubnis erteilt hat, das Logo der Bezirksrundschau auf www-gegengewalt-at zu verwenden und die Bezirksrundschau dabei als Sponsor oder Partner des Vereins oder der Organisation Gegengewalt anzuführen;

– den Verein oder die Organisation Gegengewalt auch nicht mit Gratisinseraten gefördert hat oder aktuell fördert.“

Es ist zu hoffen, daß mit der Veröffentlichung dieser von der Rechtsvertretung übermittelten Klarstellung und Beantwortung der gestellten Fragen die „Bezirksrundschau“ es als angemessene Reaktion akzeptiert und jedwede weitere Begehung rechtlicher Schritte als unangemessen und vor allem als unverhältnismäßig einstuft.

Es wäre aber bei aufmerksamer Lektüre des gesamten Artikels nicht notwendig gewesen, für sehr viel Geld – von dem der Lebensunterhalt eines ganzen Monats zu bestreiten ist – dafür die Rechtsvertretung zu bemühen. Es darf hier auf die Verlinkungen am Ende des Artikels verwiesen werden, aus denen bereits eindeutig hervorgeht, daß sogar nicht direkt gesandte Anworten sofort aufgenommen und veröffentlicht werden, um Lesern und Leserinnen zu ermöglichen, sich ein Gesamtbild zu verschaffen.

Es hätte bei aufmerksamer Lektüre nicht entgehen dürfen, daß bereits in diesem Artikel auch die Stellungnahme vom Chefredakteur der „Bezirksrundschau“ veröffentlicht wurde, die er an Herrn Thomas Rammerstorfer sandte, wie die in diesem Artikel veröffentlichte Abbildung eindeutig belegt. Damit waren Leserinnen und Leser bereits vollständig über die Positionen von beiden Seiten informiert und konnten sich dadurch bereits ein vollständiges Bild darüber verschaffen.

Womit der eigentliche Anlaß zu diesem Artikel angesprochen ist.

Der Anlaß war die Reaktion der „Bezirksrundschau“ auf einen Bericht von Thomas Rammerstorfer, in dem u.a. mit Screenshot-Beleg informiert wurde, welche „Sponsoren/Partner“ die Internetseite „www.gegengewalt.at“ anführt. Entgegen der Annahme der Rechtsvertretung in ihrem Schreiben, mit der Verlinkung auf den betreffenden Bericht von Thomas Rammerstorfer werde suggeriert, die „Bezirksrundschau“ würde „als Sponsor und Partner einer rechtsextremen Organisation – nämlich des Vereins Gegengewalt – fungieren und rechtsextremer Gesinnung nahe stehen“, wurde also ganz im Gegenteil deshalb verlinkt, um Leserinnnen und Lesern eine vollständige Information zu geben. Und vor allem, erst mit dieser Verlinkung erschließt sich der Anlaß für das Verfassen dieses Artikels vollständig und sofort. Zusätzlich wurde der Bericht von Thomas Rammerstorfer ebenfalls in die oben bereits erwähnte Abbildung gemeinsam mit der Stellungnahme des Chefredakteurs aufgenommen, so daß Leserinnen und Leser auf einen Blick beide Seiten zum Vergleich und Gegenüberstellung vor sich haben. Es stellte sich in diesem Zusammenhang schlicht und wieder einmal die Frage, was beispielsweise Klagsandrohungen in Zeiten des Internets bringen, wird doch gewußt, daß im Internet nichts verlorengeht. Damit einhergehend wurde schlicht darauf verwiesen, daß, wie ebenfalls in dieser Abbildung gesehen werden kann, das mit Klagsandrohung Gewollte von der „Bezirksrundschau“, daß nämlich Thomas Rammerstorfer die Logoleiste löscht, von keinem Erfolg beschieden war. Thomas Rammerstorfer hat die Logoleiste gelöscht. Aber die Suchmaschinen fördern es dennoch wieder zutage, unabhängig von ihm, also von ganz anderer Seite. Das war der eigentliche Anlaß zu diesem Artikel. Was die Rechtsvertretung der „Bezirksrundschau“ in ihrem Schreiben leider nicht beantwortet hat, ob sie mit der gleichen Schärfe beispielsweise gegen den im Artikel angesprochenen Suchmaschinen-Konzern vorgeht oder nicht, immerhin liefern Suchergebnisse, wie in der Abbildung gesehen werden kann, diese Logoleiste dennoch, und es könnte von dem Suchmaschinen-Konzern ebenso gesagt werden, was Thomas Rammerstorfer vorgeworfen wurde, dieser verwende das Logo widerrechtlich …

Und im Wissen darum, daß im Internet nichts verlorengeht, wird diese gewählte Vorgehensweise, also die von der Rechtsvertretung der „Bezirksrundschau“ übermittelte Klarstellung und Beantwortung hier zu veröffentlichen, als die richtige und sorgfältige angesehen, die auch im Interesse der „Bezirksrundschau“ sein muß. Denn das begehrte Entfernen des Artikels vom 21. März 2014 berge die Gefahr in sich, daß der Artikel im Internet aufgefunden wird, aber ohne diese Klarstellung, trotz der Überzeugung, daß niemand bei Lektüre des gesamten Artikels, zu dem untrennbar und als wesentlicher Teil die Abbildung gehört, diese Schlüsse ziehen könnte, die im Schreiben der Rechtsvertretung gezogen worden sind. Aber auch um diese wenngleich geringe Möglichkeit vollständig auszuschließen, ist es richtiger und besser,  diese Klarstellung zu veröffentlichen und im Artikel vom 21. März 2014 selbst darauf eindeutig zu verweisen. In einer veränderten Medienlandschaft kommt zusätzlich hinzu, daß auch von nicht klassisch zu nennenden Medien nicht einfach verlangt werden kann, Artikel zu löschen, wie es ja auch beispielsweise von einer Tageszeitung nicht verlangt werden kann, einen Artikel aus einer Ausgabe, die vor Tagen oder Wochen erschienen ist, zu löschen – schon technisch ein vergebliches Unterfangen; was aber verlangt werden kann, ist eine Gegendarstellung zu bringen. Und wie bereits oben geschrieben, wird dem hier gerne nachgekommen, sogar ganz ohne Schreiben von Rechtsanwälten, sogar dann, wenn nicht einmal dazu direkt aufgefordert wird. Und wie ebenfalls bereits oben geschrieben, aber noch einmal zur Bekräftigung, wurde sogar die Stellungnahme des Chefredakteurs bereits ohne Aufforderung mit veröffentlicht, weil eben die Frage im Vordergrund stand, was bringen Klagsandrohungen, wer aller müßte geklagt werden, um etwas vollständig aus dem Internet herauszukriegen, und natürlich auch die Frage, wer aber wird nicht mit Klagsdrohungen konfrontiert, und wenn doch, wie würde beispielsweise ein Suchmaschinen-Konzern darauf reagieren.

Abschließend noch ein Wort zur Verhältnismäßigkeit einer Reaktion. Es werden die 48 Leserinnen und Leser (in Worten: Achtundvierzig Leserinnen und Leser) die gemäß Statistik seit dem 21. März 2014 diesen Artikel gelesen haben, zu schätzen wissen, wie ernst sie von der „Bezirksrundschau“ genommen werden, daß sie dafür sogar für sehr viel Geld – mit dem der Lebensunterhalt für einen ganzen Monat gedeckt wird – ihre Rechtsvertretung bemüht, um ihnen eine Klarstellung zu übermitteln. Wie viele von diesen 48 Leserinnen und Lesern es von der „Bezirksrundschau“ und ihrer Rechtsvertretung waren, das weist die Statistik nicht aus.

PS Auch wenn es für den Grund des Artikels, wie hier ausführlich dargelegt, es nebensächlich ist, aber die eingangs erwähnten Fragen stützten sich gutgläubig auf sorgfältig recherchierte Berichte, die davon gemachten Screenshots als Belege müssen aber hier nicht veröffentlicht werden, weil diese für den Artikel vom 21. März 2014 nicht wesentlich sind. Auch wenn sie eindeutig verstehen lassen, wie es zu diesen Fragen kam. Weil eben „Gegengewalt“ Werbekunde dieses Printmediums ist, weil es, ganz wertfrei und urteilsfrei gesehen, über eine Veranstaltung im Dezember 2013 einen kurzen positiven Bericht gibt, weil es auf der Seite von „Gegengewalt“ auf der Plattform des Unternehmens Facebook nicht nur einmal geschrieben wurde, Unterstützung von der Wirtschaft zu erfahren, namentlich angeführt von den in der Logoleiste angeführten Firmen, weil ein Mitarbeiter dieses Printmediums konkret die Veröffentlichung auf der Seite von „Gegengewalt“ auf der Plattform des Unternehmens Facebook eines Screenshots der Werbung für diese Veranstaltung im Dezember 2013 in diesem Printmedium teilte … Um nur ein Beispiel dafür zu zitieren: „Das Fest wird u.a. unterstützt von [mehrere Firmen namentlich angeführt]. Die Werbung – Radio, Zeitung, Plakate, Flyer usw. – werden Privat finanziert, gespendet oder vom Verein ‚Gegengewalt‘ getragen.“

Für freiheitliche Gemein-Schaft ist Asyl ein Tatbestand, ein Verbrechen

 

„Vermutlich […] Asylwerber“

wird auf der Homepage der freiheitlichen Gemein-Schaft geschrieben ..

Vermutlich ist sonst aus Phrasen bekannt, wie der vermutliche Einbrecher oder der vermutliche Bankräuber oder die vermutliche Ladendiebin oder der vermutliche Mörder und so weiter. Also im Zusammenhang mit einer kriminellen Tat, mit einem Verbrechen. Für die freiheitliche Gemein-Schaft ist Asyl also ein Verbrechen, für die freiheitliche Gemein-Schaft ist soher jemand, der um Asyl ansucht, ein krimineller Mensch …

Nur wer Asyl als Verbrechen wertet, kann schreiben: Vermutlich Asylwerber …

Freiheitliche Gemein-Schaft - Asyl ist ein TatbestandHinzukommt, daß von der freiheitlichen Gemein-Schaft ein jeder Mensch, der eine Tat begeht, in dem konkreten Fall eine Sachbeschädigung, sofort ein Asylwerber sein muß und nur ein Asylwerber sein kann, allein aufgrund seines Namens und der Angabe, aus welchem Land er kommt. Obgleich in dem Bericht, auf den sich „Unzensuriert“ bezieht, nicht die Rede davon ist, daß es ein Asylwerber ist. Auch der Polizeisprecher, der zu dieser Sachbeschädigung befragt wurde, spricht nicht davon, daß es ein Asylwerber ist. Für die freiheitliche Gemein-Schaft sind also Menschen, die um Asyl ansuchen, doppelte Verbrecher, zum einen begehen sie für die freiheitliche Gemein-Schaft das erste Verbrechen, nämlich um Asyl anzusuchen, zum anderen sind für die freiheitliche Gemein-Schaft Asylwerber und Asylwerberinnen generell Menschen, die Verbrecher sind. Nach der freiheitlichen Anschauung also ist jemand, der sich der Straftat Asyl schuldig macht, beläßt es nicht bei der Straftat Asyl, sondern ist zu mannigfachen kriminellen Handlungen …

„Vermutlich muslimischer Asylwerber“

wird auf der Homepage der freiheitlichen Gemein-Schaft geschrieben. Nun, in dem Bericht der Tageszeitung „Die Presse“, auf den sich „Unzensuriert“ bezieht, ist mit keinem Wort die Rede davon, daß es ein Moslem ist, der die Sachbeschädigung … Auch der die in diesem Bericht zitierte Polizeisprecher gibt keinen Hinweis auf einen bestimmten Glauben. Es wird zwar davon berichtet, daß sich dieser Mann mit „religiöser Musik“ in Stimmung brachte, aber nicht mit welcher Musik. Für die freiheitliche Gemein-Schaft können es aber nur „Koransuren“ gewesen sein. Der Mann komme, berichtet „Die Presse“, aus Ghana … Ghana ist ein Land, in dem über sechzig Prozent dem Organisierten Glauben christlicher Kirchen angehören und etwa zweiundreißig Prozent dem Organisierten Glauben des Islam … Aber für die freiheitliche Gemein-Schaft kann es nur ein „muslimischer“ … Seltsam sind des Menschen Wege im Herrn, wer kennt nicht die Berichte über christliche Mörder, die zu ihrer Verteidigung angaben, Jungfrau Maria habe ihnen befohlen, Frau und Kind zu töten? Seltsam sind des Menschen Wege im Herrn, weshalb sollte nicht der Heilige Stephanus diesem Mann aus Ghana befohlen haben, seine heiligen Mitkonkurrenten zu zerstören, weshalb sollte sich dieser Mann aus Ghana beispielsweise nicht mit den gregorianischen Chorälen dazu erst so richtig in Stimmung gebracht haben?

Wer aber hier eine Verteidigung des Islam lesen will, muß enttäuscht werden. Es kann der Mann aus Ghana selbstverständlich auch ein Anhänger des Organisierten Glaubens des Islam sein. Seltsam sind des Menschen Wege im Herrn, der einmal Gott genannt wird, der auch Allah genannt wird, von dem auch Theologen vermuten, Gott und Allah und Satan ist ein und dieselbe Figur, erschaffen von Menschen, die dem Wahn Religion anheimgefallen sind …

Der Mann aus Ghana könnte auch ein Anhänger von Naturreligionen sein, immerhin fünf Prozent in Ghana werden als Anhänger von Naturreligionen geführt …

Der Mann aus Ghana könnte aber auch einer ohne Glauben sein, wahnsinnig über den Religionswahn geworden, schritt er zur Tat, zerstörte ein paar Skulpturen und rief „Marionetten“ … Wäre das nicht eine menschenfreundliche Art und Weise, lediglich Skulpturen zu beschädigen, um darauf hinzuweisen, daß der Mensch immer noch eine Marionette der Organisierten Glauben ist, sich immer noch diesen erfundenen Figuren namens Gott oder Allah freiwillig und ohne Not unterwirft, sich von Päpsten, Kardinälen, Imamen, Fernsehpredigerinnen u.v.a.m. an der Nase herumführen läßt?

Was also auf der freiheitlichen Homepage dazu geschrieben wird, könnte beispielsweise als die obligate freiheitliche Hetze bezeichnet werden. Es ist aber abgründiger. Es ist eine ihrer Gesinnung gemäßen Wahrheit, gegossen aus den Becken des christlich-nationalistischen Wahns und aus einer äußerst verengten Sicht, die keine Welt sieht, sondern nur den Morast der eigenen Scholle …

He-Chr. Strache – Schenke nur germanisierende Odins für die Wand

Um einen aus der Schreibstaffel der freiheitlichen Homepage abgewandelt zu zitieren, der zu einem Kommentar von Barbara Rosenkranz schreibt: „Bei mir bleibt der röhrende Hirsch an der Wand“. Oder es könnte dafür auch Andreas Mölzer herangezogen werden, dem He-Chr. Strache einen Odin Wiesinger schenkte, um dieses schreibstafflerlische Zitat zur Kenntlichkeit freiheitlicher Kunstauffassung authentisch abzuwandeln: Bleibt der germanisierende Odin an der Wand. Oder Martin Graf, der Odin Manfred Wiesinger zu seinem Staatskünstler erkor und nicht nur im österreichischen Parlament einführte …

Barbara Rosenkranz - Gefrage Politikerin - Wählbare Programme FragezeichenBarbara Rosenkranz nutzt ihren Kommentar auf der Homepage „Unzensuriert“ der freiheitlichen Gemein-Schaft jedenfalls und als freiheitliche Spitzenfunktionärin wieder einmal dazu, gegen zeitgenössische Kunst zu schreiben. Es zeigt aber auch und wieder einmal überdeutlich, daß die freiheitlichen Buden nicht nur fensterlos sind, ihnen also das Hinausschauen in die Welt sie sich selbst vermauert haben, sondern auch, daß es in freiheitlichen Buden auch keine Kalender gibt, um ablesen zu können, in welcher Zeit sie leben. Auch keine Uhren. Nichts lassen sie sich selbst sagen, es gibt eine Gegenwart. In den kalenderlosen und uhrlosen freiheitlichen Buden findet soher auch Zukunft nicht statt. In den freiheitlichen Buden schlagen die germanisierenden Odins den Takt des vor Ewigkeiten eingestellten in Furchen gemessenen Stillstands und pflügen den Scholleboden freiheitlicher Buden …

Freiheitliche Gemein-Schaft - Bleibt germanisierender Odin an der WandAuch in der freiheitlichen Gesinnung, was Kunst ist, wie Kunst zu sein hat, wird überdeutlich, daß Freiheitliche Österreich und die Menschen in Österreich derart als minderwertig ansehen müssen, denn anders kann ihr obsessives Bestreben nicht verstanden werden, die Menschen in Österreich von allen Menschheitsentwicklungen ausschließen zu wollen, den Menschen in Österreich die Teilnahme an der Entwicklung der Menschheit mit aller Kraft verunmöglichen zu wollen …

Und was Barbara Rosenkranz mit ihrem Kommentar auch und als freiheitliche Spitzenfunktionärin wieder einmal beweist, ist, wie großzügig die freiheitliche Gemein-Schaft mit der Wahrheit umgeht. Denn bei der Essl-Sammlung handelt es sich keineswegs ausschließlich, wie sie zu einzureden versucht, um eine Sammlung von Werken von österreichischen Künstlern und Künstlerinnen, sondern es ist eine internationale Sammlung, also eine Sammlung von Werken von Künstlerinnen und Künstlern, die weder in Österreich geboren sind, die noch in Österreich leben, die ihre internationale Bedeutung nicht der österreichischen Politik zu verdanken haben. Und darüber hinaus darf die obligate freiheitliche Differamierung nicht fehlen, daß nämlich österreichische Künstler und Künstlerinnen nur bedeutungslose Handlanger und Handlangerinnen der österreichischen Politik …

Hypo Alpe Adria schwemmt Volksphantasien bedrohlich an die Oberfläche – Am Beispiel von Wolfgang Reichl und Roland Düringer

 

Ganz davon entfernt, für ÖVP und SPÖ das Wort zu ergreifen, muß doch gesagt werden, es ist auch im Zusammenhang mit der Hypo Alpe Adria eine beunruhigende Entwicklung festzustellen. Dieses obsessive Berufen auf das „Volk“. Es wird daraus nichts Gutes entstehen. Es ist eine Entwicklung zum Fürchten.

All jene, die nun auf ÖVP und SPÖ wegen der Hypo Alpe Adria einprügeln, besorgen das Geschäft der freiheitlichen Gemein-Schaft, die unter vielen Namen bekannt ist und schon viele Namen hatte und hat: FPÖ, BZÖ, FPK, F … Sie tragen dazu bei, daß diese freiheitliche Gemein-Schaft Nutznießerin und Krisengewinnlerin ihres verursachten Schlamassels sein wird. Die aktuellen Meinungsumfragen zu Wahlen belegen das auf beängstigende Weise … Sie sprechen von enormen Zugewinnen für die freiheitliche Gemein-Schaft. Es ist ein Aberwitz. Das „Volk“ will  „Anständigkeit“ und das „Volk“ will den Ruin nicht, aber es wählt die Staffel des Ruins, es wählt jene in einem beängstigenden und unverständlichen und nicht nachvollziehbaren Ausmaß, die „Anständigkeit“ nicht einmal flüssig buchstabieren …

Wolfgang Reichl - Hypo Alpe Adria

Wolfgang Reichl: „[D]och wo er [He.-Chr. Strache] Recht hat, hat er Recht und seine Emotion ist mir hier sehr sympathisch!!!“

Aus der Riege, die für die freiheitliche Gemein-Schaft wissentlich oder unwissenlich das Geschäft besorgen, soll stellvertretend Wolfgang Reichl genannt werden, der mit einem Aufruf zum Steuerstreik aktuell von sich reden macht, dessen Brief an Minister Michael Spindelegger auf der Plattform des Unternehmens Facebook bereits über fünftausendmal geteilt wurde. Höchstes Mißtrauen ist angebracht. Denn Wolfgang Reichl teilt mit der freiheitlichen Gemein-Schaft eine Vorliebe ganz besonders, nämlich den Kopp-Verlag als Informationsquelle zu benutzen. Wie redlich der Kopp-Verlag ist, wie dieser politisch einzustufen ist, wurde hier schön öfters angesprochen. Und für Wolfgang Reichl ist selbst He.-Chr. Strache ein ehrenwerter Zeuge in diesem Fall, einer, der Rechtes zur Hypo Alpe Adria zu sagen weiß … Aber Wolfgang Reichl ist auch einer, der schon mal verbreitete, daß das BZÖ recht damit habe, kein Geld mehr für …

Dieses obsessive und bedrohliche Berufen auf das „Volk“ erfaßt auch schon Menschen, von denen gemeint wurde, sie hätten einen reflektierten Zugang zum und vor allem Umgang mit dem Begriff „Volk“, sie würden geschichtsbewußt um die Gefährlichkeit des Berufens auf das „Volk“ wissen, aber es scheint, daß auch in Österreich eine massive Entwicklung der galoppierenden Denkausschaltung passiert. Stellvertretend hierfür ein Satz von Roland Düringer in seinem Brief an Minister Michael Spindelegger unter dem Betreff „Unser Steuergeld“:

„PS: Und falls ihnen bei Gelegenheit Herr Faymann über den Weg läuft, sprechen sie ihn bitte darauf an und versuchen sie auch ihn auf die Seite des Volkes zu ziehen.“

Michael Spindelegger soll also Herrn Faymann auf die Seite des – ein Kabarettist macht über sich selbst Kabarett. Aber wer macht dann noch politisches Kabarett?

Selbstverständlich ist absolute Aufklärung und sind mannigfache Konsequenzen im Fall der Hypo Alpe Adria zu fordern, mehr noch, haben zu passieren, aber ebenso selbstverständlich muß es sein, aufzupassen, auf welche Art das gemacht wird, wessen Seiten auch unwissentlich und vor allem unreflektiert beim diesbezüglichen Engagement unterstützt werden, wem hier ein Ausgang aus der Verantwortung breitest geöffnet wird, wer dabei tatkräftig unterstützt wird, Krisengewinnlerin des von ihnen verursachten Schlamassals, in das sie zuerst Kärnten und schließlich ganz Österreich …

Freiheitlicher Strukturleister Andreas Mölzer mit Dvorak-Stocker und Höbelt im Palais Epstein

Worauf medial nicht und schon gar nicht breit eingegangen wurde, ist, mit wem und zu welchem Zweck Andreas Mölzer im Palais Epstein auftrat, als er sich wieder einmal als freiheitlicher Strukturleister betätigte. Mit Wolfgang Dvorak-Stocker, dem Verleger auch von Büchern aus der freiheitlichen Gemein-Schaft …

Feinste freiheitliche ErkenntnisEs wurde diesmal das Buch über die EU von Barbara Rosenkranz präsentiert. Mit dabei war auch Lothar Höbelt.

Es kann also nicht verwundern, daß an diesem Abend im zur Scholle umgeackerten Palais Epstein Vergleiche und Bezeichnungen aus dem Boden gezogen wurden, die in keiner noch so kritischen Betrachtung der EU geschrieben werden würden, außer gesinnungsgemäß von Pgs. der freiheitlichen Gemein-Schaft …

Das sollte doch noch einmal festgehalten werden, in welchem Milieu Andreas Mölzer auftrat, der zwar nun im Nachhinein das Wort „Konglomerat“ schlimm findet, hingegen das Wort „Neger“ für ihn einen recht ehrenvollen deutschen  Treuklang …

Welche sonstige feinste freiheitliche Erkenntnisse auch geerntet wurden, kann hier nachgelesen werden:

„Die Fiesesten sind am schnellsten in der EU“

Freiheitliche Initiative zur Abschaffung der Fristenlösung, einer „Dekadenzerscheinung“

Martin Pfeiffer, „Schriftleiter der Aula“, schreibt in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ:

„Diese Union, der weniger ewiggültige Werte wie Leben, Familie, Freiheit und Ehre am Herzen liegen als vielmehr Dekadenzerscheinungen wie Abtreibungs- und Einwanderungsrecht, Euthanasie, Homo-‚Ehe‘, Gender Mainstreaming und undifferenzierte Gleichmacherei, zeigt im russisch-ukrainischen Konflikt wieder einmal ihre volksfeindliche Fratze.“

Freiheitliches Wissen über EUWas ein „Schriftleiter“ ist, das wissen Freiheitliche recht genau, allen voran Andreas Mölzer, der zu genau weiß, was eine Diktatur ist, aber keine Ahnung von der Europäischen Union hat, obgleich er dafür seit recht zehn Jahren mit Steuergeld finanziert wird, um endlich wissen zu können, was die Europäische Union ist. Helmut Zilk hat einmal über einen Freiheitlichen gesagt, dieser sei lernfähig. Jedweder Mensch besitzt diese Lernfähigkeit, darin irrte Helmut Zilk nicht. Was aber Freiheitlichen absolut fehlt, ist der Wille zum Lernen. Es scheint ihnen zu genügen, das wiederzukäuen, was sie von ihren Großvätern und Großmüttern einst an Heiligenbildchensprüchen erbten. In dieser Bequemlichkeit und in dieser Lernunwilligkeit werden Freiheitliche durch ihre Wählerinnen und Wähler auch noch bestärkt. Sie wären tatsächlich närrisch, sich anzustrengen, wenn sie für Faulheit in mannigfacher Weise, also auch für Lernfaulheit, reichlich mit Wahlstimmen belohnt werden. Die freiheitlichen Wiederkäuer und freiheitlichen Wiederkäuerinnen ihrer elterlichen und großelterlichen Gesinnungen sind nicht daran schuld, mit solchen Unsinnigkeiten sich heute noch herumschlagen zu müssen, es sind die Wähler und Wählerinnen, die nach wie vor solch Wiedergekäutes für wählbar …

Und wo schreibt der „Schriftleiter“ zusätzlich zur Diffamierung als Dekadenzerscheinung die Unwahrheit über die gesetzliche Regelung einer Abtreibung? In dem Magazin der freiheitlichen Mandatare und Mandatarinnen, von He.-Chr. Strache aufwärts  … Er schreibt die Unwahrheit, denn ein Abtreibungsrecht besteht beispielsweise in Österreich nicht, wie allein schon aus dem Gesetz hervorgeht, daß kein Arzt und keine Ärztin verpflichtet ist, eine Abtreibung durchführen zu müssen. Wo es also keine Pflicht gibt, gibt es auch kein Recht. Und in anderen europäischen Ländern ist es ebenfalls nicht so … Aber die freiheitliche Wahrheit stimmt selten mehr als zu einem Achtel mit der tatsächlichen Wahrheit überein …

Der „Schriftleiter“ nennt also die Fristenlösung eine Dekadenzerscheinung – beinahe eine milde Formulierung, wird an den Vergleich des ehemaligen freiheitlichen Parlamentsabgeordneten DDr. Werner Königshofer beispielsweise gedacht, der die Fristenlösung mit den Morden in Norwegen …

Freiheitliche Initiative zur Abschaffung der FristenlösungEs bleibt aber nicht nur beim Geschwefel. Es werden auch Initiativen zur Abschaffung der Fristenlösung gesetzt. Zum Beispiel auf der Plattform des Unternehmens Facebook. Hier nennt sich eine Gruppe „FPÖ-Freiheitliche Initiative gegen die Fristenlösung (Abtreibung)“.

Ein Administrator dieser Gruppe ist beispielsweise Daniel Krammer,  der zwar angibt, Gemeinderat zu sein, aber nicht von welcher Partei, er ist von der freiheitlichen Gemein-Schaft …

FPÖ-Initiative zur Abschaffung der Fristenlösung - einer DekadenzerscheinungNicht alle geben in dieser Gruppe auch gleich ihr Mandat bekannt, wie weitere Administratoren: Wolfgang Zanger, freiheitlicher Abgeordneter im österreichischen Parlament, freiheitlicher Gemeinderat Christian Brenner, Wolfgang Reinold, Klubobmann FPÖ-Meidling …

NS „Ostmärker“ Richard Melisch ist auch wieder mit einem Beitrag in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ vertreten.

NNS Eine Terminankündigung in der aktuellen freiheitlichen ZZ darf nicht unerwähnt bleiben. Im Schulvereinshaus in der Fuhrmanngasse wird es am 9. April 2014 eine „Begegnung mit dem Dichter E. G. Kolbenheyer“ – also mit dem für Joseph Goebbels Gottbegnadeten … Und wo? Wieder in der Fuhrmanngasse …

Sprüche von Andreas Mölzer sind keine Fehlleistungen, sondern recht freiheitliche Strukturleistungen

Andreas Mölzer hat sich also nun für sein „Neger-Konglomerat“ entschuldigt und sich selbst mit entschuldigt, daß es eine Fehleistung gewesen sei …

Aber es war keine Fehlleistung von Andreas Mölzer, sondern eine urfreiheitliche Strukturleistung. Eine Fehleistung kann schon einmal passieren, und es wäre tatsächlich töricht, jedwedes gesprochene Wort sofort und unerbittlich gegen Sprechende zu richten.

Jedoch, das muß stets gegenwärtig sein, Mandatarinnen und Mandataren der freiheitlichen Gemein-Schaft passieren nicht Fehlleistungen, sondern sie erbringen stets gemäß ihrer Scholleanschauung Strukturleistungen.

ZZler Andreas MölzerWörter wie „Neger“, „Zigeuner“, „Gutbazillen“ und so weiter und so fort werden von ihnen nicht in der Hitze und Schnelligkeit einer Diskussion ausgespuckt, sondern kalt überlegt immer wieder geschrieben, in ihren Schriften stehengelassen, obgleich bis zur einer Veröffentlichung immer genügend Zeit noch wäre, es einer Korrektur zu unterziehen …

Auch zur Weihnachtszeit - Wie immerAber was Freiheitlichen eben gesinnungsgemäße Struktur und Schreibunterlage ist, kann von Freiheitlichen nicht korrigiert werden.

Andreas Mölzer hat nun in seiner Doppelentschuldigung eingeräumt, „Neger-Konglomerat“ sei durchaus als rassistisch einzustufen. Daran sollten alle in jedweder Wahl denken, wenn sie meinen, diese Gemein-Schaft wählen zu wollen. Es ist eine Gemein-Schaft mit vielen strukturellen Unvereinbarkeiten.

NS Zur Nachlese, eine kleine Auswahl, die zeigt, wie überlegt es von Freiheitlichen eingesetzt wird:

„Neger“

„Zigeuner“

„Gutbazillen“

„Migratten“ und „Muselzecken“

Hinzu zum ewigen großen Verdienst Kärntens ein goldenes Zeichen für ZZler Andreas Mölzer

He-Chr. Strache schenkt Andreas Mölzer einen Odin Wiesinger

Freiheitlicher „Zur Zeit“ sagt Himmlers Rußlandexperte SS-Obersturmbannführer Dwinger noch allerhand Rechtes

Es muß kein weiteres Mal besonders hervorgehoben werden, daß die Empfehlungen zur Wiederlektüre in der freiheitlichen ZZ mit einer Karriere-Leugnung unter der totalitären nationalistischen Massemorddiktatur des deutschen reiches untrennbar verbunden sind. So auch in der aktuellen Ausgabe 12 vom 21. März 2014, in der Helge Morgengrauen über seine Wiederlesung von Edwin Erich Dwinger schreibt. Und zu dieser Karriere-Leugnung gehört untrennbar stets dazu das Hochschreiben der von der freiheitlichen ZZ Wiedergelesenen zu bedeutenden Schriftstellern, die ihnen, den Freiheitlichen, heute noch Orientierung …

Edwin Erich Dwinger - Drittes ReichDamit wäre die Aufgabe für heute eigentlich schon erledigt, mit dem Hinweis, was alles die freiheitliche ZZ auch im Fall von Edwin Erich Dwinger ausläßt, verschweigt, beschönigt …

„[S]ogar ‚DDR‘-Staatsdichter Johannes R. Becher reihte es unter die 20 wichtigsten deutschen Bücher der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein, und fast hätte Dwinger dafür den Literaturnobelpreis bekommen.“

Gemäß freiheitlicher Genauigkeit schreibt Helge Morgengrauen nicht, wann das Johannes R. Becher sagte. Es war 1931. Da gab es noch lange keine DDR und Becher war kein „Staatsdichter“. In der DDR dann wurde das von Helge Morgengrauen hochgelobte Buch „Zwischen Weiß und Rot“ ebenfalls aus der Literatur „ausgesondert“. Und daß Dwinger „fast dafür den Literaturnobelpreis bekommen hätte“, nun, es sind zwar allgemeine Formulierungen zu finden, er wäre als Kandidat gehandelt worden. Ob er tatsächlich dafür auch vorgeschlagen wurde? Und von wem? Es schwimmt ein konkreter Hinweis im Internet, der „Sohn Edgar Allen Poes“ hätte Dwinger für den Nobelpreis vorgeschlagen. Aber das kann nur eine Erfindung sein, denn die kinderlose Ehe von Edgar Allen Poe endete mit dem Tod der Ehefrau 1847 und er selbst verstarb 1849. Ein Sohn von Edgar Allen Poe wird in seiner Biographie nicht erwähnt.

Edwin Erich Dwinger - Freiheitliche Zur Zeit 12-2014Das von Helge Morgengrauen hochgelobte Buch „Zwischen Weiß und Rot“ wurde 1930 veröffentlicht. Und weil es darin um Rußland geht, ist es eine gute Gelegenheit eine Antwort zu versuchen, nämlich darauf, weshalb Freiheitliche sich gar so für Rußland, genauer für Vladimir Putin stark machen. Vielen erscheint das nicht verständlich, gar widersprüchlich. Aber es ist nicht unverständlich, nicht widersprüchlich. Vladimir Putin verkörpert alles, was Freiheitliche lieben: Es ist das Nationale dabei, es ist der Glauben dabei, es ist der Traum von einem Großreich dabei, es ist ein starker Mann dabei, es ist die Diffamierung und Verfolgung beispielsweise von Homosexuellen dabei, es ist eine PJ (Putin-Jugend) dabei. Und läßt Vladimir Putin auf der Krim die freiheitlichen Nachgeborenen nicht gerade aktuell das erleben, was sie selbst in Österreich nicht mehr erleben konnten? Einen Einmarsch, einen Anschluß, eine Volksabstimmung, eine Welt, die dem nichts Wesentliches und Entscheidendes entgegenzusetzen hat? Nicht Einhalt gebietet?

Wofür Edwin Erich Dwinger tatsächlich nominiert war, war der „Deutsche Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft“, geschaffen von Adolf Hitler als Ersatz für den Nobelpreis, den er „für alle Zukunft Deutschen untersagte anzunehmen“, aber nicht einmal diesen bekam Edwin Erich Dwinger, obgleich er dafür von Hermann Göring vogeschlagen wurde.

Edwin Erich Dwinger erinnert auch daran, was für rechter Boden Österreich nach 1945 für derartige Autoren immer noch war. 1957 erschien im Salzburger Pilgram-Verlag sein Roman „Es geschah im Jahre 1965“, in dem er die Vernichtung der Sowjetunion durch Atomraketen beschreibt, mit Zweihundert Millionen Ermordeten … Was für ein rechter Boden Österreich noch immer für derartige Autoren ist. Der Leopold-Stocker-Verlag hat „Zwischen Weiß und Rot“ im 21. Jahrhundert wieder …

Wer also wieder einmal von der freiheitlichen ZZ hochgelobt wird, kann in diesem Fall ermessen werden, was der Enkel von Edwin Erich Dwinger für das Theater erarbeitete, abrufbar unter Nestbeschmutzung.