Homophobie, Antisemitismus – Diskursniveau von Karl-Renner-Publizistik-Preisträger Norbert Leser jenes von Karl Tropper?

Der eine schreibt im „Aufbruch“, der andere im „Standard“, der eine verteidigt sich selbst mit dem Hinweis, es sei nur eine Tatsachenfeststellung, der andere verteidigt einen anderen mit dem Hinweis, es sei nur eine Tatsachenfeststellung …

Tatsachenfeststeller Tropper und LeserDie Berichterstattung im „Kurier“ von heute über Karl Tropper, über den hier auch schon einmal zu schreiben war, gibt die Gelegenheit, über ein Versäumnis, wieder über ein Versäumnis der Tageszeitung „Der Standard“ zu informieren, das gestern nicht erwähnt wurde, daß mit Norbert Leser der nächste Preisträger … „Der Standard“ sollte also seine Artikel zum Antisemitismus entlang der Leopold-Kunschak-Karl-Renner-Linie nicht unter „Historikerstreit“ führen, sondern schlicht und einfach unter Streit der Preisträger, denn auch Norbert Leser ist ein Preisträger: nämlich des Karl-Renner-Publizistik-Preises …

Über die anderen und deren Preise in diesem Streit wurde bereits geschrieben …

Norbert Leser und Karl Tropper, also nur Tatsachenfeststeller … Es konnte schon einmal nicht entschieden werden, spricht es für Karl Tropper, spricht es gegen Paul M. Zulehner, so auch heute ein weiteres Mal, spricht es für Karl Tropper, spricht es gegen Norbert Leser, wer also steigt zu wessen Diskursniveau hinauf oder hinunter … Es mag gar nicht befürchtet werden, bald schon wieder eine in Österreich sogenannte bekannte Persönlichkeit, die darüber hinaus noch als geistiges Aushängeschild geführt wird, mit Karl Tropper vermessen zu müssen, es mag gar nicht daran gedacht werden, eines Tages die Feststellung treffen zu müssen, über das troppersche Niveau hinaus darf es in Österreich nicht gehen …

Erste und allem übergeordnete österreichische Diszplin: Die Wegrede

Ganz davon erfüllt, Auslöser eines österreichischen Historikerstreits zu sein, veröffentlicht „Der Standard“ weitere Kommentare zum Antisemitismus in Österreich entlang der Leopold-Kunschak-Karl-Renner-Linie und gibt damit verdienstvoll aber unbeabsichtigt den Blick frei auf die in Österreich älteste und etablierteste Disziplin der allem übergeordneten Wegrede …

Allem übergeordnete österreichische Disziplin - WegredenEs ist der Beitrag von Norbert Leser, der exemplarisch das österreichische Wegreden spricht, indem er im konkreten Fall versucht zu beweisen, daß Karl Renner kein Antisemit gewesen sei, womit er zwar auch dem untergeordneten Proporz-Antisemitismus verpflichtet bleibt, also das eigene parteipolitische Lager gegen das andere parteipolitische Lager zu verteidigen, aber, wenn es darum geht, wegzureden, was es in Österreich gab und gibt aber nicht geben durfte und geben darf, wird gemäß der ersten österreichischen Order des übergeordneten Wegredens die parteipolitische Mauer niedergerissen zum gemeinsamen Räumen der Straße von störenden …

Um es ganz knapp zu halten aber das dennoch verständlich zu machen, ein Zitat von Peter Kreisky:

Norbert Leser versuchte zwar, den Antisemitismus der Christlichsozialen als wichtigen Einflußfaktor für den eliminatorischen Antisemitismus Adolf Hitlers und des Nationalsozialismus wegzudisputieren, aber zahlreiche Fakten sprechen gegen seine Argumentation.

Zum österreichischen Wegreden gehört aber auch das österreichische Herbeireden … Und Norbert Leser redet sich seinen Karl Renner herbei, indem er dem zum Antisemitismus gehörenden Gerede von der „jüdischen Finanzmacht“das Antisemitische wegredet und dafür eine „Tatsache“ herbeiredet:

Wenn Renner im Zusammenhang mit der Genfer Sanierung 1922 und dem damit verbundenen Völkerbunddiktat von einer „jüdischen Finanzmacht“ sprach, so bediente er damit keine antisemitischen Klischees, sondern stellte nur eine Tatsache fest.

Es ist noch gar nicht so lange her, als Finanzministerin Maria Fekter auch etwas wegreden und herbeireden wollte, dafür etwa drei Tage lang mit Rücktrittsaufforderungen … Zum Wegreden und zum Herbeireden gehört aber noch etwas: die Gegenwartsverweigerung. Weshalb wird beispielsweise Leopold-Kunschak-Preisträgerin Beatrix Karl nicht gefragt, etwa vom „Standard“, was bedeutet ihr und wie beeinflußt sie Leopold Kunschak, dessen Bild in ihrem Büro …, in ihrer brav zu spielenden Rolle einer Justizministerin  …

Zusammengefaßt also handelt es sich bei der ersten und allem übergeordneten Disziplin um eine der Dreifaltigkeit: Wegreden, Herbeireden und Verweigern der Gegenwart.

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Zur Nachlese:

Der Unwille zum Sein – Ein standardösterreichischer Historikerstreit

Für Leopold Kunschak setzt Paul Mychalewicz weiter auf die unselige Tradition der österreichischen Wirklichkeitswaschung

Österreich – Land des Proporz-Antisemitismus

Der steueretatbelastete Klassentagesausflug zu Robert Mugabe nach Rom, Grätzel Vatikan

Einem Staat darf das Bilden seiner Bürger und Bürgerinnen nie zu teuer kommen und nie zu spät sein –, und der österreichische Staat verhält sich hierbei mittelbar vorbildhaft, er schickt seine verheirateten Schüler bis nach Rom, für einen Tag, um ihnen zu ermöglichen, im praktischen Anschauungsunterricht wieder einmal einen Diktator ganz aus der Nähe zu sehen, einen Diktator, der nicht nach Österreich eingeladen wird werden dürfen, um beispielsweise vor dieser Klasse von seinem Rom-Erlebnis als Zeitzeuge erzählen zu können, wie alle von dem Wort der Barmherzigkeit beeindruckt waren …

Österreichische Klassenreise nach Rom - Grätzel VatikanDer Diktator hat, wie bekannt ist, Einreiseverbot in die Europäische Union. Vielleicht ergeben sich aber nun Möglichkeiten, nach diesem braven gemeinsamen Sitzen in einem Grätzel von Rom, Robert Mugabe nach Österreich einzuladen, eine Aufgabe für den in diesem Organisierten Glauben eine leitende Funktion ausübenden Christoph Schönborn, der dafür das Rad nicht einmal neu erfinden würde müssen, denn er könnte bei einem anderen leitenden Angestellten aus dem Steiermärkischen, der bereits vor Jahrzehnten vorzeigte, wie römisch-katholische Barmherzigkeit Männern von Rom aus das Einreisen auf den südamerikanischen Kontinent, das Einreisen auch in Argentinien …

Bis es aber soweit kommen kann, wird sich Robert Mugabe damit begnügen müssen, allein in Zimbabwe den Menschen zu erzählen, wie barmherzlich er in Rom behandelt worden sei, und die Menschen in Zimbabwe werden sagen, seht, wie kann einer ein schlechter Mann sein, der von so einem guten Mann empfangen, begrüßt und dessen Segen auch er …

Bis es aber soweit kommen kann, werden Schülerinnen und Schüler in Österreich ohne praktischen Anschauungsunterricht ihre Zentralmaturaaufsatzthemen etwa zu Demokratie und Diktatur zu schreiben haben, vielleicht aber besucht sie Bundespräsident Heinz Fischer und drückt ihnen ebenfalls schweigend und herzend beide Daumen, die sich für ein Zentralmaturaaufsatzthema übrigens vorzüglich eigneten: Wozu drückte Heinz Fischer dem als Jesuiten zu Hochgestiegenen … 

Oben wurde nicht hinzugeschrieben, in welcher Angelegenheit der österreichische Staat sich mittelbar vorbildhaft verhält, was abschließend nachgeholt werden soll: Der österreichische Staat verhält sich vorbildhaft für den Organisierten Glauben der römisch-katholischen Kirche, für diese ist ihm nichts zu teuer und kein Steuergeld beim Fenster hinaus….

Organisierte Glauben – Mannigfaltiger Kindesmißbrauch

Letzte Woche wurde von einhundertfünfzehn leitenden Angestellten ein Mann zu ihrem obersten Chef gewählt, dessen Passion im 21. Jahrhundert es zu sein scheint, vom Teufel zu reden -, theologisch wird das seine Richtigkeit haben, denn ohne Teufel konnte kein Gott gezeugt werden und, vor allem, so lange am Leben erhalten …

Das könnte als Gewäsch abgetan und übergangen werden, wäre es zum einem nicht das altersvergilbte Leitbild dieses Organisierten Glaubens und hätte es zum anderen nicht konkrete Auswirkungen … Eine konkrete Auswirkung dieses biblischen Gewäschs – Theroie oder gar ein philosphisches System kann es nicht genannt werden, weil das Wesen einer Theorie oder eines philosophischen Systems ist die permanente Erneuerung – zeigt der Dokumentarfilm „Jesus Camp“, nämlich die Indoktrination von Kindern, also den Mißbrauch von Kindern …

Devil at the Jesus camp - recruiting of children for warIn diesem Film wird ebenfalls passioniert von dem Teufel gesprochen, soher war es zwangsläufig, daß dieser Dokumentarfilm sofort einfallen mußte, als der neue Oberchef des abolutistisch regierten Staates in einem Grätzel von Rom lieb lächelnd und sich ach so bescheiden gebend den Bruder von Jesus, Satan, die beide Gott selbst sind, schlecht machte, wie es eben in einer christlichen Familie üblich ist, schlägt sich Papst Franziskus auf die Seite eines Teils der Familie, um ein Familienmitglied auszustoßen …

Wer also das Reden dieses Papstes über den Teufel, begleitet von freundlichen Gesten und gewinnendem Lächeln, hört, sollte an den, auch, ideologischen Mißbrauch von Kindern denken, die in dieser christlichen Familie zwischen den beiden Brüdern, die einer sind, aufgerieben und zerstört werden …

Aus dem Artikel „Der Welt“:

Die Chöre erinnern an Pink Floyds Verweigerungskids und ihre 80er-Jahre-Hymne „We Don’t Need No Education“. Die religiöse Ekstase gemahnt eher an Jugendfreizeiten von fanatischen Islamisten. Doch hier tanzt nicht der Nachwuchs der Hisbollah, sondern der Kindergottesdienst der „Christ Triumphant Church“ im amerikanischen Mittelwesten. Und wenn Pastor Becky Fisher ihren Lämmchen zuruft „Das ist Krieg! Seid ihr Teil davon oder nicht?“ und ein jauchzendes „Yeah!“ anstößt, können nur böse Menschen Schlechtes denken. Nicht wahr?

Und auf Youtube ist unter dem Trailer zu diesem Dokumentarfilm zu lesen:

In Nazi Germany, they had Hitler Youth camps to indoctrinate kids to fascism and to worship Hitler. In the Middle East, they have Al-Quaeda training camps where they train people to blow themselves up in the name of „Allah“. In conservative, red state America, they have Jesus Camp which serves almost the same purpose as the last two, except to indoctrinate kids into blind fundamentalist conservatism and in the name of „God“. See the similarities?

Der Unwille zum Sein – Ein standardösterreichischer Historikerstreit

Dreiunddreißig Jahre nach dem von Ernst Nolte ausgelösten Historikerstreit in Deutschland möchte die österreichische Tageszeitung „Der Standard“ auch einen ihren und vor allem von ihr ausgelösten Historikerstreit haben -, ohne den damaligen Historikerstreit in Deutschland niveaumäßig verklären zu wollen, muß doch gesagt werden, das wird kein Historikerstreit mehr von annähernder Qualität in Österreich, oder halt ein auf österreichischem Niveau und österreichischen Standards geschuldeter …

Historikerstreit streng nach österreichischem StandardUm es zu einem Historikerstreit hoch zu schreiben, muß der „Standard“ sogar ignorieren, was in den Kommentaren zum Beitrag von einem Historiker bereits geschrieben wurde, nämlich zu Paul Mychalewicz;  seine Ausführungen liefern nicht wirklich einen Beitrag, der historikerstreittauglich …

Es muß hierzu heute nichts mehr wiederholt werden, es kann nachgelesen werden, was in der letzten Woche dazu bereits geschrieben wurde:

Für Leopold Kunschak setzt Paul Mychalewicz weiter auf die unselige Tradition der österreichischen Wirklichkeitswaschung

Österreich, Land des Proporz-Antisemitismus

Eines noch, es wird nun in Zusammenhang mit Leopold Kunschak die österreichische Unabhängigkeitserklärung“ aus dem Jahr 1945 angesprochen, aber der „Standard“ verzichtet auch hierbei darauf, zu informieren, wo diese unterschrieben wurde. Der Ort jedoch ist nicht unwesentlich, weil dieser bereits viel über die Gründung der Zweiten Republik aussagt, diese sich in ihrem Schein zeigt. In der Blaimschein-Villa. Selbstverständlich darf nicht unerwähnt bleiben, diese Villa gehörte einem Margarinefabrikanten, was dieser aber produzierte ist ebenso wichtig zu erwähnen, denn das produzieren in Österreich noch immer sehr viele – Kopfmargarine:

Österreich und seine Tradition

Franziskus – Papst der Kadavergehorsamen

Die verwichene Woche brachte überbordende Berichte über den ab sofort Zubejubelnden, außerordentlich hervorgetan haben sich die beiden Umsonst „Österreich“ und „Heute“, bereits mit ihren Aufmachern „Papst der Herzen“.

(Es muß aber, ehe weitergeschrieben werden kann, unbedingt gesagt sein, daß weder Jorge Mario Bergoglio mit seinem nunmehrigen Pseudonym Franziskus noch der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche Mittelpunkt und Interesse dieser Zeilen sind, sondern die Reaktionen der außerkirchlichen Welt, die ohne Not und freiwillig sofort einsetzende mediale Propaganda, der sofort und ohne Not und freiwillig zelebrierte Personenkult für den in dieser Woche von einhundertfünfzehn leitenden Angestellten zu ihrem Oberchef gewählten Jorge Mario Bergoglio.)

Es scheint nach wie vor diese Sehnsucht und diese Hoffnung zu geben, vielleicht wegen der meistzitierten aber meistmißbrauchten und unumgesetzen wenigen Textstellen vor allem des neuen Testaments, die römisch-katholische Kirche möge eine der Nächstenliebe, der Gerechtigkeit und des Friedens sein, die auch die außerkirchliche Welt hyperventilieren läßt, beispielgebend die Umsonst „Österreich“ und „Heute“. Aber diese Sehnsüchte und diese Hoffnungen müssen stets unerfüllte bleiben, denn darauf verweist bereits das Wort „Testament“, wie es seit langem und heute verstanden und verwendet wird, das Testament ist das zurückbleibende Schriftstück eines Verstorbenen, ein Wunsch an die Nachkommen, das umzusetzen, das der Verstorbenen selbst nicht, die Gründe dafür seien dahingestellt, nicht möglich war umzusetzen, in Realität zu verwandeln … Nun betritt  Jorge Mario Bergoglio das Proszenium, legt seine Figur Franziskus so an, daß allen vor allen die Umsonst „Österreich“ und „Heute“ schmachtende Briefchen veröffentlichen, wie verliebte Buben reimen …

Franziskus - Papst der toten HerzenDen Schmachtenden von den Umsonst „Österreich“ und „Heute“ muß aber, damit sie dereinst die Ernüchterung nicht in die tiefste Melancholie treibt, gesagt werden, Jorge Mario Bergoglio ist Jesuit. Einem Jesuiten ist das Theater auf dem Kampfplatz vor allem der Gegenreformation nicht fremd, Jorge Mario Bergoglio hat den Orden der Jesuiten für sich gewählt, einen Orden, auf dessen Bereichung der deutschen Sprache leichten Herzens verzichtet werden kann: Kadavergehorsam … Jorge Mario Bergoglio hat für sich nun den Figurennamen „Franziskus“ gewählt -, und er bleibt also seinem Ideal des Gehorsams treu, wie es Franz von Assisi beschreibt:

Und er antwortete, in dem er den Gehorsam unter dem Bild eines Leichnams beschrieb: ‚Nimm einen leblosen Körper und lege ihn, wohin du willst. Du wirst sehen: er widerstrebt nicht, wenn er bewegt wird; er murrt nicht, wenn er abgelegt wird; er beschwert sich nicht, wenn man ihn liegen läßt. Das ist der wirkliche Gehorsam: er beurteilt nicht kritisch, warum er bewegt wird; er kümmert sich nich darum, wohin man ihn stellt; er besteht nicht darauf, daß man seine Lage ändert.‘

Ganz falsch also träumen die Umsonst nicht ihr neues Idol, das Herz ist dabei – auch Tote haben Herzen …

Nicht angebracht aber ist es von der Bescheidenheit beeindruckt zu sein. Bescheiden ist ihr neues Idol gewiß nicht, denn auch dieses ihr neues Idol erfüllt den Tatbestand des Allmachtswahns eines Organisierten Glaubens -, Franziskus segnete auch jene Journalisten und Journalistinnen, die, wie er sagte, weder Mitglieder dieser Organisation noch Gläubige sind, weil sie, wie er weiß, alle Kinder Gottes seien … Bescheiden ist das nicht, Menschen ihre eigenen Väter zu nehmen und ihre Mütter zu bezichtigen, sie mit einem anderen gezeugt zu haben … Und bescheiden ist es auch nicht, Medien hinzubestellen und keine Fragen zuzulassen. Aber herrschergemäß war es ohnehin keine Pressekonferenz, sondern eine Audienz mit Herbeigekarrten zum Sichbeklatschenzulassen …

Für Leopold Kunschak setzt Paul Mychalewicz weiter auf die unselige Tradition der österreichischen Wirklichkeitswaschung

Oder anders gesagt, was nicht gefunden werden soll, was nicht gefunden werden will, findet auch Paul Mychalewicz nach österreichischer Brauchtumsart nicht, die Wirklichkeit ist nach dieser die, die gesucht werden will und gesucht werden soll, und soher wird die Wirklichkeit erschrieben, die schon vor Beginn der Suche heiß ersehnt ward.

Kurz gesagt, Paul Mychalewicz wendet einen ganzen Artikel auf, um zu beweisen, daß Leopold Kunschak keiner war, der sich noch nach dem Ende der nationalistischen Totaldiktatur der Massenmorde und der Massenverbrechen antisemitisch geäußert habe. Er habe dafür umfassende Nachforschungen angestellt, Medien und sogar Polizeiberichte habe er … Und sein Fazit, er kann in seiner und für seine Wirklichkeit keinen quellenmäßigen Beweis finden, daß Leopold Kunschak sich nach Auschwitz noch antisemitisch geäußert habe.

Nun, eine Quelle mußte soher Paul Mychalewicz auch als Historiker unbedingt ausblenden:

Der Aufbau, 16. 4. 1946. Bestätigung des Sachverhaltes im Bericht der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit an Generalsekretär Wildner, Bundeskanzleramt, Auswärtige Angelegenheiten, 26. 9. 1946. Österreichisches Staatsarchiv, Wien (ÖStA), Archiv der Republik (AdR), BKA.-AA., Sekt II Pol.-1946, GZ. 111.844-pol/46. Kunschak hielt diese Rede am 14. 9. 1945.

Paul Mychalewicz - Reinwaschung Leopold Kunschak

„The Austrian chancellor, Leopold Figl, questioned by Alliens journalists on the subject of Kunschak’s speech, apolegetically offered the ‚explanation‘, that Kunschak was ’not an anti-Semite on racial grounds but on economic grounds.'“

Es gibt also von staatlicher Seite sehr wohl eine Bestätigung für diese antisemitische Rede von Leopold Kunschak am 14. September 1945. Paul Mychalewicz wollte aber seine Quellensuche nicht mit einer Zeitung beginnen, die damals in New York erschien, also mit einer Zeitung von Flüchtlingen … Da paßt es zu dieser Wirklichkeit doch viel besser, die Nachforschungen mit einer Quelle zu beginnen und vor allem zu beenden, die erstens nicht zu aktenkundlichen Belegen führt und zweitens diese Quelle, also das „Israelitische Wochenblatt“, auch gleich denunzieren und deren Wahrheitsgehalt auf Null stellen kann, denn es ist ja nicht einmal der Name richtig geschrieben …

Paul Mychalewicz will also nach schlechter österreichischer Traditionsart auch 2013 noch nicht die Wirklichkeit haben, mit der sich seinerzeit schon Leopold Figl herumschlagen mußte, als er gegenüber „ausländischen Journalisten“ Leopold Kunschak zu verteidigen hatte, ebendiese Rede, die es für Paul Mychalewicz nicht geben darf … Für ihn besonders sind auf die carte postale entsprechende Informationen geklebt …

Genug, wer noch mehr über die für Paul Mychalewicz und der ÖVP nicht existierende Wirklichkeit wissen will, braucht nur die entsprechenden Stichworte in einer Suchmaschine eingeben: „Affäre Kunschak“, oder „Leopod Kunschak Antisemit“ oder „Evelyn Adunka – Antisemitismus in der Zweiten Republik“ oder „Leopold Kunschak Konzentrationslager“ und so weiter und so fort …

Diese Wirklichkeitswaschung für Leopold Kunschak stellt aber auch dem „Standard“ ein Zeugnis aus, in dem ein Wort in der schriftlichen Beurteilung gänzlich fehlen darf: Qualität …

Nachlese, eine kleine Auswahl:

Werner Fasslabend vollbringt ein Wunder: ein Antisemit wird zu einem Kind mit Vorurteilen

Auch 2012 ist zu rufen – Hinaus mit dem Antisemiten aus dem Parlament

Hinaus mit dem Antisemiten

Christlich-kunschaksches Verschönerungsdenken heute

Umbenennen des Leopold-Kunschak-Preises

Österreich – Land des Proporz-Antisemitismus

Österreich, Land des Proporz-Antisemitismus

Es mußte lauthals aufgelacht werden, zu lesen, daß Franz Schausberger Kurt Bauer eines (parteipolitischen) Anwurfes gegen die ÖVP bezichtigt, weil Kurt Bauer über den Antisemiten Leopold Kunschak schreibt, es mußte einfach gelacht werden, es konnte nur gelacht werden, weil Franz Schausberger nicht nur ein hoher ÖVP-Politiker war, sondern auch ein Leopold-Kunschak-Preisträger ist …

Österreich - Land des Proporz-AntisemitismusBeim Lesen des Artikels von Kurt Bauer über den „österreichischen Streicher“ – diesen Spitznamen erwähnt Kurt Bauer nicht – konnte noch gedacht werden, es greift noch einer die Frage auf, ob es denn für einen Preis heute einen Namenspatron Leopold Kunschak geben kann – 2013. Aber nach der Lektüre des Artikels von Franz Schausberger muß dem Leopold-Kunschak-Preisträger zugestimmt werden, der Anwurf von Kurt Bauer ist ebenso ein parteipolitischer Anwurf als auch sein eigener nur ein parteipolitischer Anwurf gegen die SPö ist, denn Kurt Bauer ist ein Preisträger des Karl-Renner-Instituts …

„Der Standard“ hätte das aber anführen sollen, daß ein Leopold-Kunschak-Preisträger und ein Karl-Renner-Instituts-Preisträger –, wer hier also je einen Anwurf gegen die jeweils andere judenhassende Partei-Ikone … Dadurch wäre sofort klar gewesen und alle hätten bei der Lektüre von diesen beiden Anwürfen ebenfalls in der Sekunde lauthals auflachen können, über dieses kleine putzige Land Österreich, in dem schon zu Lebzeitenn von Karl Renner und Leopold Kunschak der Antisemitismus proporzmäßg unter SPÖ und ÖVP aufgeteilt war, über dieses kleine putzige Land Österreich, in dem heute noch nach Antisemiten benannte Preise proporzmäßig vergeben werden, von denen nicht gelassen werden will, außer es verzichten beide Parteien nach schöner Proporzart auf ihre nach Antisemiten benannten Preise, oder, benennen diese ihre Preise nach bester Proporzart um …

Kunschak Beatrix KarlAuf der carte postale klebte an der Stelle, wo jetzt die Briefmarke mit dem abstürzenden Eurofighter pickt, mehrere Male die von Kurt Bauer in seinem Artikel verwendete Leopold-Kunschak-Briefmarke. Der Austausch erfolgte, weil es wichtiger erscheint, auf die heutige  Verschwendung von Steuergeld hinzuweisen, aber auch, weil diese jahrzehntealte Leopold-Kunschak-Briefmarke mehr verdunkelt als erhellt – das heutige kleine putzige Österreich. Kurt Bauer hätte zu seinem Artikel das Bild nehmen sollen, auf dem zu sehen ist, daß die amtierende Justizministeirn Karl Beatrix in ihrem Büro ein Bild von Leopold Kunschak hängen hat …

PS Es wollte, wie bereits mehrmals angekündigt, zu Leopold Kunschak nichts mehr geschrieben werden, denn zu viel wurde zu diesem Christschwarzen vor allem in bezug auf die Gegenwart geschrieben. Aber heute geben Franz Schausberger und Kurt Bauer doch eine so dankenswerte Gelegenheit, einmal über lauthalses Lachen, auch wenn dafür noch einmal Leopold Kunschak erwähnt werden muß, schreiben zu dürfen. Wenn Sie es interessiert, wie wenig, öder noch, kein Lachen dem vorausgehen mußte, schlagen Sie nach unter:

http://bernhardkraut.wordpress.com/?s=Leopold+Kunschak

https://pronoever.wordpress.com/?s=Kunschak

75 Jahre nach dem Anschluß an Nazi-Deutschland: Täglicher Heldenplatz ist heute aber noch immer der Petersplatz in Rom

In Österreich wurde gestern des von der Vorsehung erflehten und freiwilligen Anschlusses an Nazi-Deutschland staatstragend gedacht und es wurde wieder Unverständnis vor allem darüber, wie konnten auf dem Heldenplatz in Wien Abertausende Adolf Hitler zujubeln, und Abscheu dagegen zelebriert, daß Abertausende auf dem Heldenplatz Adolf Hitler zujubelten, auf dem Heldenplatz, in dem Thomas Bernhard schrieb, es sei heute alles noch viel schlimmer als 1938 …

Tatsächlich ist heute alles noch viel schlimmer als 1938, weil eines nicht aufgehört hat, weil eines nicht und nicht aufhören will, das Zujubeln …

Im Rücken Papst Franziskus I - Petersplatz Rom Ort der JubelschandeDas Zujubeln geschieht nicht mehr auf dem Heldenplatz, der ist der Bedeutung Österreichs angemessen bedeutungslos geworden, das Zujubeln aber geschieht täglich auf dem Petersplatz in Rom, auf dem dem absolut regierenden Führer des Organisierten Glaubens der römisch-katholischen Kirche zugejubelt wird, von ihm der Segen erfleht wird, von Menschen, die für die römisch-katholische Kirche nichts anderes und nicht mehr sind als „Schafe“, wie auch in den Dokumenten des zweiten vatikanischen Konzils über sie gelesen werden kann, von Menschen also, die zugleich nicht verstehen können wollen, wie dem dummen Adolf Hitler je zugejubelt werden konnte …

Auf dem Petersplatz aber jubeln sie Päpsten zu, die …

Nicht die Vergangenheit macht Geschichte verständlich, sondern die Gegenwart läßt Vergangenheit verstehen.

Wo ist heute das breite Unverständnis darüber, wie können auf dem Petersplatz Abertausende … zujubeln, wo ist heute die breite Abscheu dagegen, daß Abertausende auf dem Petersplatz … zujubeln, wo ist heute das breite Unverständnis darüber, daß Abertausende auf dem Petersplatz einen einzigen Menschen heilserwartend bejubeln, dessen Aussagen, wie jene des nunmehrigen Pensionisten Joseph Ratzinger, nicht einmal mehr ein Kopfschütteln auslösen dürften …

Wien. (HN) Für den “Weltfriedenstags” der römisch-katholischen Kirche am 1. Januar 2013 ließ Papst Benedikt XVI. seine “Weltfriedensbotschaft” verkünden. Seine diesjährige Botschaft beschäftigte sich mit einer Warnung vor der Homo-Ehe und ihrer Legalisierung. Der Papst sieht darin eine “Bedrohung für Gerechtigkeit und Frieden” in der Welt und lehnt diese Form der Ehe daher strikt ab.

Um nicht mißverstanden zu werden, es geht hier nicht darum, für die Ehe von Homosexuellen einzutreten, deren gesetzliche Nichterlaubnis menschgemäß je nicht hätte geben dürfen, sondern um die Dummheit dieser päpstlichen Aussage, die von der gesamten Vergangenheit und Gegenwart widerlegt ist, denn weder gibt es je durch die monopolistische heterosexuelle Ehe Gerechtigkeit noch gibt es je durch die monopolitische heterosexuelle Ehe Frieden, sondern ganz im Gegenteil … Und diese päpstliche Aussage eignet sich daher am besten als Beispiel, welchen Dummheiten heute noch täglich auf dem Petersplatz zugejubelt wird. Es könnte, um es einmal auch vatikanisch gemein zugespitzt formuliert zu versuchen, sogar geschrieben werden, je mehr hetersosexuelle Ehe und Familie, desto besser gedeiht die christlich gesegnete Grausamkeit, wenn etwa an den Vernichtungslagerkommandanten von Auschwitz gedacht wird, an Rudolf Höß, der selbst von der familiären Idylle schrieb, wie lieb seine Kinder spielten, wie die „Inhaftierten“ bemüht waren, seiner Frau und seinen Kindern ihre Wünsche von den Augen abzulesen, wie in seinem christlich familiären Heim auf dem Gelände des Vernichtungslagers keinem „Inhaftierten“ je etwas Böses angetan wurde …

Nun muß aufgrund der aktuellen Berichterstattung von dem ursprünglichen Vorhaben abgerückt werden, noch etwas zu Angelo Scola zu schreiben, der als nächster Papst hoch gehandelt wurde, zu einem Mann, der seit seiner Leitung der Mailander Filiale die Zahl der Exorzisten verdoppelte und dem die Trennung von Kirche und Staat ein Gräuel sein muß – auch ihm hätten Abertausende auf dem Petersplatz heute zugejubelt, oder zu Peter Turkson, dem Verteidiger der Todesstrafe gegen sexuelle Orientierung, auch ihm hätten Abertausende auf dem Petersplatz heute zugejubelt, wie sie Joseph Ratzinger zujubelten, der die Frau segnete, die Kerker und Todesstrafe für sexuelle Orientierung als Weihnachtsgeschenk den Christen und Christinnen …

In dieser Stunde aber jubeln Abertausende auf dem Petersplatz Jorge Mario Bergoglio zu, der nicht nur weiß, was in der Bibel steht, sondern auch, was der Teufel, einem weiteren von Gott Gezeugten, schreibt …

PS Einen Grund zur Freude gibt es aber, nämlich den, daß nicht Christoph Schönborn zum Bejubelnden gewählt wurde, weil die österreichischen Medien wären in diesem Fall total der Hysterie verfallen, vorneweg der österreichische Rundfunk, dieser hätte wohl eine dreiwöchige ununterbrochene Sondersendung ausgestrahlt, wenn schon für den bejubelnden Lesenden der Satansschriften aus Argentinien soeben eine Sondersendung läuft, in der alle, die im Dunstkreis der Organisierten Glauben sogenannten Rang und Namen haben, aufgeboten werden -, in einer dreiwöchigen oder gar vierwöchigen Tag-und-Nacht-Sondersendung für einen Christoph Österreich wären dann vom ORF wohl zu Auftritten verhaftet worden: die gesamte Bundesregierung, der Bundespräsident, alle Abgeordneten der Parlamente und Landräte, alle Gemeinderäte, alle Landesregierungen, die gesamte Sozialpartnerschaft …. Es wäre nicht auszuschließen gewesen, daß Wolfgang Fellner seine Umsonst umgetauft hätte auf „Papst Österreich“ … Und so weiter und so fort. Von daher ist der heutige Tag, nur von daher, ist der heutige Tag so etwas wie ein guter Tag …

Wenn spirituelle Führer bejubelt werden, ist es recht und billig zu sagen, es sind bloß allzu irdische Weiterbetätiger

Weiterbetätiger

Favoriten der Wettbüros …

Menschgemäß kam es gleich im Anschluß an den „Nachtzug nach Lissabon“ im Kino-Buffet bei einem Glas Bier sofort dazu, über den Film zu sprechen, nur kurz war das Verweilen bei der Grabinschrift Wenn die Diktatur eine Tatsache ist, ist die Revolution eine Pflicht, dafür aber augenblicklich und um so länger und ausführlicher vor allem bei der römisch-katholischen Kirche …

Jetzt, da der ägyptische Freund wieder abgereist ist, es also zu spät ist, ihn, auch ihn, fragen zu können, wie es geschehen konnte, daß diese Grabinschrift unweigerlich dazu führte, über die römisch-katholische Kirche sprechen zu müssen, weshalb das Stehen auf einem Friedhof kein anderes Thema aufkommen ließ, als die römisch-katholische Kirche, schmeckt es noch bitterer, die letzte Stunde vor seiner Abreise nach Moskau nicht genutzt zu haben, für –

War es der Friedhof mit seinen Toten, der all die massenweise Ermordeten, all die massenweise physisch und psychisch Gequälten und Erniedrigten die Anklage sprechen ließ, gegen den Organisierten Glauben auch der römisch-katholischen Kirche? Ist es die Spiritualität, die den ägyptischen Freund dazu drängte, nachsichtig zu sein mit Vergangenheit und Gegenwart Organisierter Glauben, ist es die Spiritualität, die den Organisierten Glauben das Wohlwollen, die Großzügigkeit gegen sie sichert, ihnen das Weiterexistieren als Organisationen garantiert, mehr noch, ihnen eine entscheidende Teilhabe an gesellschaftlichen Entwicklungen zugesteht? Ist es die Spiritualität, die es verhindert, Organisierte Glauben zu verbieten, mehr noch, ein Verbot nicht einmal zu denken sich zu erlauben?  Mit diesen Fragen auf dem Wiener Ostbahnhof alleingelassen, der ägyptische Freund im Zug nach Moskau, kann ihm nur noch einmal aber von ihm ungehört nachgerufen werden, gerade in Österreich gibt es ein Verbot, das außer von den Wiedergängern und Wiedergängerinnen unbestrittenes Gesetz ist, ein Verbot, das auch Vorbild sein kann für ein Verbot von Organisierten Glauben …

Wie es den Wiedergängerinnen und Wiedergängern verboten ist, je wieder eine Organisation zu gründen, ist es den Angestellten des Organisierten Glaubens auch der römisch-katholischen Kirche erlaubt, mehr noch, mit Hochachtung und Ehrfurcht ihnen gegenüber wird von den Angestellten der römisch-kathlischen Kirche geradezu erbeten und erfleht, daß sie sich weiter betätigen …

Es blieb keine Zeit mehr, um auch noch auf die unmittelbar bevorstehende Wahl im absolutistisch regierten Staat in einem Grätzel von Rom noch zu sprechen kommen zu können, es wird der ägyptische Freund zwar nicht sofort darauf antworten können, aber wenn er auf seine Reise nach Moskau irgendwann und irgendwo, vielleicht beim Durchfahren von Warschau, sein iPad einschaltet, wird er lesen können, was zu den derzeit von Wettbüros hochfavorisierten Kandidaten, hier auf einer Bank auf dem Wiener Ostbahnhof, auf eine carte postale geklebt und geschrieben wird, und es ist vielleicht auch gut, daß er nicht in der Sekunde antworten kann, denn das Schriftliche ermöglicht es in seinen besten wenn auch seltenen Momenten, klarer zu sehen, überlegter zu antworten, wobei es nicht um Zustimmung geht, sondern um Einlassung, um das Verstehen, wie ohne Belang die Organisierten Glauben selbst sind, aber sich in Menschen einzufühlen, denen heute weltweit Nachrichten in ihr Zuhause geliefert werden, Bilder von Abertausenden von Menschen, die Weiterbetätigern zujubeln, Bilder von Abertausenden von Menschen, die für sich den Segen von Weiterbetätigern erbitten …

Vielleicht wird der Staat in einem Grätzel von Rom in einer Woche oder in zwei Wochen einen sogenannten gemäßigten Herrscher haben, aber auch dieser wird ein absolutistisch Regierender sein, vielleicht wird es einer von den derzeit buchmacherisch Hochfavorisierten sein, zu dem dann Abertausende aus demokratischen Ländern reisen werden, um ihn zu bejubeln, vielleicht wird es Peter Turkson sein, und wie werden sich die Menschen, gegen die Peter Turkson wettert, fühlen, wenn sie sehen werden müssen, daß diesem Peter Turkson Abertausende als ihren neuen Papst feiern, ihn als ihren neuen spirituellen Führer begrüßen und für ihn beten, ihn segnen, einen Verteidiger von Gefängnis und Todesstrafe für Menschen, die nichts verbrochen haben, die nur eines haben, was auch die Abertausenden naturgegeben haben, was also auch Peter Turkson, für ihn nach seiner Welterklärung formuliert, gottgegeben hat, eine sexuelle Orientierung –, jedwede Strafe aber gegen sexuelle Orientierung ist Unrecht, die Todesstrafe gegen sexuelle Orientierung ist mehr noch, es ist Mord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Vielleicht aber wird Tarcisio Bertone der neue römische Grätzelstaatsherrscher, dem dann Abertausende aus demokratischen Ländern … Oder Angelo Scola …

Der ägyptische Freund sagte auf dem Wiener Ostbahnhof, mit einem Fuß schon auf der ersten Waggontüreinstiegsstufe, schnell noch, es interessiere ihn nicht, was die genannten Beispielgeber – Andreas Laun, Christoph Schönborn u.v.a.m. – von sich geben … Wie wahr das ist, aber es hat zu interessieren, weshalb ihr Auswurf nach wie vor von so vielen nicht nur geschluckt wird, sondern wiedergekäut, als wäre es feinste Speise, die weltweit serviert werden muß, aber in Wahrheit sind es Brocken, an denen andere zu würgen haben, an denen andere ersticken …

Wenn der ägyptische Freund zurückkehrt, ist für den Tag der Wiederbegegnung bereits jetzt entschieden der Vorsatz zu wählen, nicht in die spirituelle Falle der Organisierten Glauben zu gehen, und dann ist das Gespräch nachzuholen, unbedingt zu führen, das diesmal nicht geführt wurde, für das diesmal die Zeit nicht genützt wurde, und dafür einen Satz sich unbedingt jetzt schon vormerken: Wenn die Demokratie stagniert, ist die Revolution eine Pflicht.