Dr. Martin Graf ist nicht entlastet – Rücktritte mehr als gerechtfertigt

Dr. Martin Graf sieht sich also im Fall der Gertrud-Meschar-Stiftung entlastet, gar reingewaschen, ist aktuell den Medien zu entnehmen … Was aber tatsächlich gesehen werden muß, ist, daß ein politischer Verantwortungsträger, der ständig damit beschäftigt ist, sich wegen seiner Handlungen, die nichts mit seiner eigentlichen Arbeit als politischer Verantwortungsträger zu haben, erklären zu müssen, das Budget belastet, Steuergeld verschwendet, den Auftrag der Wähler und Wählerinnen nicht nachkommen und schon gar nicht erfüllen kann …

Dr. Martin Graf ist ein guter Beispielgeber (das heißt, zutreffender, ein schlechter Beispielgeber) für politische Verantwortliche, deren Rücktritte mehr als gerechtfertigt sind, wenn sie ihre durch Steuergeld finanzierte Arbeitszeit und ihre durch Steuergeld finanzierten und ihnen mannigfach zur Verfügung gestellten Ressourcen ständig in eigener Sache einsetzen müssen, also für Angelegenheiten, die absolut nichts mit ihrer politischen Arbeit zu tun haben … Es muß somit für politisch Verantwortungsträger und Verantwortungsträgerinnen endlich Standard werden, daß sie zurückzutreten haben, wenn sie die durch Steuergeld finanzierte politische Arbeit dafür mißbrauchen, sich aufgrund ihrer privaten und nicht koscheren Handlungen verteidigen zu müssen, um sich ihre aus Steuergeld gespeisten lukrativen politischen Ämter zu erhalten …

Für Rücktritte von politischen Verantwortlichen sind also nicht nur moralische und politische Gründe heranzuziehen, oder, wie im aktuellen Fall von Uwe Scheuch, strafrechtliche Verurteilungen, sondern vor allem die Frage, kann eine politische Verantwortungsträgerin ihren Arbeitsauftrag, der ihr von Wählerinnen und Wählern erteilt wird, je erfüllen, kann der politische Verantwortungsträger je seine Arbeitszeit und die ihm dafür zur Verfügung gestellten Ressourcen zu einhundert Prozent für seine eigentliche Arbeit, für die er gewählt wurde, einsetzen …

Gerade Dr. Martin Graf ist ein guter Beispielgeber für einen schlechten politischen Verantwortlichen, weil er seit seiner Wahl zum III. Präsidenten NR, für die christschwarze Abgeordnete hauptverantwortlich sind, seit dem 28. Oktober 2008 wohl wie kaum ein anderer politischer Verantwortungsträger damit beschäftigt war, sich sein Amt zu erhalten, statt im Amt zu arbeiten, wodurch er auch seine Gleichgültigkeit gegen freiheitliche Wähler und Wählerinnen beweist, die Freiheitlichen nicht dafür ihre Stimmen geben, für sich selbst zu arbeiten, sondern dafür, daß auch Freiheitliche für sie arbeiten, und allein für die Erfüllung des politischen Auftrages ist der Einsatz von Steuergeld gerechtfertigt … Es wird darüber keine Aufzeichnungen geben, aber gerade bei Dr. Martin Graf wäre es äußerst interessant zu erfahren, wie viel von seiner Steuergeld finanzierten Arbeitszeit und von den durch Steuergeld finanzierten Ressourcen hat er in den bald vier Jahren als III. Präsident NR aufgewendet, um seinen Auftrag der Wählerinnen und Wähler allgemein und um seinen Auftrag durch freiheitliche Wähler und Wählerinnen im besonderen nachzukommen und zu erfüllen, und wie viel von seiner Arbeitszeit und von den Ressourcen hat er in ebendieser Zeit wegen politferner Privatfälle dafür aufwenden müssen, um sich im Amt zu halten … Wird beispielsweise seine Privatgeschichte Gertrud-Meschar-Stiftung als aktuellste herangezogen, die vor allem im Juni 2012 für Wochen Hauptaufregung war, darf ohne Übertreibung geschrieben werden, daß Dr. Martin Graf mehr oder weniger den ganzen Juni mit Privaten beschäftigt war, somit seine eigentliche Arbeit gegen null Prozent … Es ist nicht anzunehmen, daß er seine Juni-Schlafenszeit dafür verwendete, um aus dieser privaten Bredouille wieder herauszukommen, darüber hinaus gab er seine öffentlichen Verteidigungsauftritte nicht weit nach Mitternacht, also in seiner Freizeit, sondern während des Tages, während seiner durch Steuergeld finanzierten Arbeitszeit. Aber nicht nur seine durch Steuergeld finanzierte Arbeitszeit wurde für Privates mißbraucht, auch die durch Steuergeld finanzierte Arbeitszeit seiner Mitarbeiter …

Dr. Martin Graf ist nur ein Beispielgeber für gerechtfertigte Rücktritte, sobald durch Steuergeld finanzierte Arbeitszeit und durch Steuergeld finanzierte Ressourcen für Privates mißbraucht werden, statt die eigentliche Arbeit, für die politische Verantwortungsträger und Verantwortungsträgerinnen gewählt werden, zu einhundert Prozent zu erledigen, und nicht nur zu einem weit geringeren Prozentsatz …

Dr. Martin Graf ist auch deshalb ein guter Beispielgeber im Schlechten für aus den oben beschriebenen Gründen gerechtfertigte Rücktritte, weil auch in diesen letzten Monaten bis zur nächsten Nationalratswahl von ihm keine andere Arbeit zu erwarten sein wird können, als die für sich selbst, wird zum Beispiel an die Ermittlungen der Staaatsanwaltschaft gegen ihn wegen Seibersdorf …

PS Dazu passsend darf wieder einmal ein Zwischenstand der Langzeitumfrage zu Rücktritten bekanntgegeben werden. Wie auf der Urlaubskarte aus der Wahlurne an die Abgeordneten, die an jene gerichtet ist, die Dr. Martin Graf zu ihrem III. Präsidenten NR wählten, zu lesen ist, gibt es nach wie vor eine absolute Mehrheit für Rücktritte … Weiterhin sind Sie herzlich eingeladen, sich an dieser Langzeitumfrage zu beteiligen.

Ein Mund für Scheuch Graf und Strache!

Es wird auch von Medien aus nicht nachvollziehbaren Gründen so getan, als ob es zwischen Martin Graf und Heinz-Christian Strache einen Unterschied geben würde … Das Eintreten für Uwe Scheuch zeigt aber einmal mehr, wie in der Collage gelesen werden kann, Martin Graf und Heinz-Christian Strache haben nur einen Mund, mit diesem einen freiheitlichen Mund sprechen auch alle weiteren aus dem freiheitlichen Lager in einheitlichen und nahezu wortidenten Sätzen …

Es ist lange her, daß in Deutschland Bundestagspräsident Philipp Jenninger zurücktrat, er trat nicht zurück, weil er von einem Gericht verurteilt wurde, er trat nicht nach Monaten oder Jahren zurück, er trat einen Tag nach seiner Rede im Bundestag, bereits einen Tag nach seiner Rede trat er zurück, er trat nicht zurück, weil er eine Rede für die Gesinnung der nationalistischen Massenmörder und Massenverbrecher des Deutschen Reiches hielt, Philpp Jenninger trat zurück, weil seine Rede mißverstanden wurde, weil seine Anführungszeichen nicht gehört wurden …

Und noch etwas ist an diesem Rücktritt von Philipp Jenninger bemerkenswert, nicht nur, daß er bereits einen Tag danach zurücktrat, wegen einer Rede, die aufgrund von Betonung und Sprechlage lediglich mißverstanden, er kandidierte auch nicht mehr für ein Mandat …

Dieser Rücktritt von CDU-Mitglied Philipp Jenninger ist das Beispiel schlechthin, wie es um Österreich bestellt ist, sogar noch ein Vierteljahrhundert nach diesem Rücktritt von Philipp Jenninger …

Uwe Scheuch ist nicht unter Anführungszeichen verurteilt …

Gegen Martin Graf ermittelt die Staatsanwaltschaft nicht unter Anführungszeichen, sondern sie ermittelt gegen Dr. Martin Graf …

Heinz-Christian Strache äußert sich ohne Anführungszeichen …

Brigitte Kashofer lebt ohne Anführungszeichen im Zweiten Weltkrieg …

Ohne Anführungszeichen will Harald Stefan die Leistungen der deutschen Wehrmacht positiv erinnert wissen …

Ohne Anführungszeichen will Christian Höbart Jugendliche in Schnupperhaft …

Ohne Anführungszeichen träumt die freiheitliche ZZ von einem elitären Reich …

Ohne Anführungszeichen verbreitet Vater Norbert Hofer Daten und Fakten, die …

Ohne Anführungszeichen biegt Maria Fekter Geschichte zurecht …

Ohne Anführungszeichen stand Michael Spindelegger nichts im Wege, Dr. Martin Graf zu wählen …

Ach, wie viele Beispiele es in Österreich ohne Anführungszeichen gibt, und immer noch werden Freiheitliche in einem Ausmaß gewählt, das unverständlich erscheint, vor allem weil es ein Wählen gegen sich selbst ist, als Wähler und Wählerin für eigene Nachteile und für das eigene Leid in jedweder Art zu stimmen, und das ganz ohne Anführungszeichen -, Anführungszeichen auf dem Stimmzettel sind keine Kreuze bei blauen noch blaßblauen Freiheitlichen noch bei den Christschwarzen …

Sie kennen mit Bestimmtheit genügend weitere Beispiele ohne Anführungszeichen, so daß hier keine weiteren mehr gelistet werden müssen, und der heutige Beitrag mit einem Satz aus der Rede von Philipp Jenninger geschlossen werden kann, der 24 Jahre nach seiner Formulierung sich anhört, als ob er eben für Kärnten, aber nicht nur für Kärnten, geschrieben worden wäre:

Die herrschende Partei hatte in Gestalt ihrer höchsten Repräsentanten Recht und Gesetz suspendiert[.]

Freiheitlicher Traum vom elitären Reich

Es ist in Österreich gerade das freiheitliche Lager, welches vorgibt, für die Demokratie zu sein, welches vorgibt, für den Ausbau der Demokratie zu sein, das mit dem Schlagwort „direkte Demokratie“ hausieren geht …

In der freiheitlichen ZZ zu blättern, erhellt und macht erschreckend kenntlich, was Freiheitliche von Demokratie halten …

Es lohnt, den Artikel „Der Fetisch Mehrheit“ von Arno Delegesta in der freiheitlichen ZZ vergleichend mit seinem Artikel „Demokratie: Wider den Fetisch Mehrheit – Eine Attacke“ auf „eigentümlich frei“ zu lesen, den er als Andreas Tögel veröffentlichte …

Es ist eine Attacke gegen das derzeitige Wahlrecht, nach dem jede Stimme demokratisch gleichviel zählt, nach dem jede Stimme zählt und gezählt wird, und nicht, wie Andreas Tögel mit Schiller träumt, die Stimme zuerst gewogen wird und dann entschieden wird, ob sie ein Wahlrecht bekommt oder nicht. Freiheitliche giert es also wieder nach einem Wahlrecht, von dem wieder viele auszuschießen, also das Folc wieder auszuschließen ist, das Stimmrecht nicht mehr jedem Menschen zugestanden werden soll, wozu der althochdeutsche Ausdruck Folc für Volk bezeichnender ist, bedeutet dieser doch „Haufe, Kriegsschar“, und dieser alte Ausdruck datiert ohne große Erklärung freiheitliche Gesinnung genau als eine Zeit, die weder zur Gegenwart noch Zukunft und nicht einmal zur Vergangenheit der letzten fünfzig Jahre gehört …

Freiheitliche plakatieren „Dem Volk sein Recht“, aber handeln nach „Ihr seid das Folc“, der Haufen. Der Haufen, der von Freiheitlichen hin- und hergeschaufelt werden will, wie es Freiheitlichen gerade einfällt und gelüstet …

In der Collage sind die zwei Artikel zum Vergleich nebeneinandergestellt, und es lohnt nicht, auszuführen, welche Passagen in der ZZ-Version ausgelassen wurden; es sind vor allem die Sätze, die zu offensichtlich ein freiheitliches Selbstbildnis evozieren könnten, zu sehr den Wähler und die Wählerin beleidigen könnten, auf die die Freiheitlichen zurzeit noch angewiesen sind …

Welche Gesellschaftsordnung streben also Freiheitliche tatsächlich an? Eine Buchempfehlung gibt darüber Auskunft, wie in der Collage gelesen werden kann, nämlich für das Buch von Wolfgang Caspart, der die derzeitige Demokratie überführen möchte in eine „meritokratische Aristokratie der Verdienstvollen“ … Aber der „Haufen“ soll von diesem Traum eines elitären Reiches nichts wissen, und dafür wird auch schon durch die Preisgestaltung gesorgt: 42,80 Euro kosten 199 Seiten von Wolfgang Caspart, von dem hier schon berichtet wurde, nicht in Zusammenhang mit Philosophie, sondern in Zusammenhang mit krausen und kruden Vorstellungen … Möglicherweise werden aber Freiheitliche falsch eingeschätzt und sie sprechen ganz uneigennützig einer Gesellschaftsordnung das Wort, von der sie wissen, daß sie in einer solchen Gesellschaftsordnung nicht an der Spitze stehen werden und können, denn zur „Aristokratie der Verdienstvollen“ sind Freiheitliche wahrlich nicht … Es kann aber auch sein, daß vorher die Definition von „Verdienst“ entsprechend geändert werden muß, in die rechte Richtung, also zum Beispiel: zum „Adel der Verdienstvollen“ gehören jene mit den meisten Unschuldsvermutungsnennungen. Das führte dann unweigerlich zu einer freiheitlichen Hocharistokratie …

NS Es ist zwar müßig, weil allzu bekannt, wieder etwas dazu anzumerken, aber Freiheitliche können nicht von der Vergangenheit der nationalistischen Massenmörder und Massenverbrecherinnen des Deutschen Reiches lassen. Ob es nun, wie auch in die Collage aufgenommen, Walter Seledec ist, der mit verklärendem Blick auf das Grab von Walter Nowotny eine Geschichte schreibt, die -, es muß nicht wiederholt werden, was zu Walter Nowotny auch hier bereits geschrieben wurde … Es wäre aber Walter Seledec diesmal nicht erwähnt und nicht in die Collage aufgenommen worden, würde Arno Delegesta/Andreas Tögel nicht auch für den „Nonkonformisten“ schreiben, auch in diesem Medium, wie in der Collage gelesen werden kann, das gleiche Starren auf die Geschichte, der gleiche Zugang zur Geschichte, die gleiche Zurechtbiegung der Geschichte, die anerkennende Wiedergabe der hehren Worte eines „Verdienstvollen“ aus der Zeit der …

NNS Aber Andreas Tögel/Arno Delegesta schreibt nicht nur für den „Nonkonformisten“, auch auf der Website des „Zentralorganisten“ Christian Ortner finden sich viele Beiträge von ihm, und es gibt einen offensichtlich regen Austausch auch mit Andreas Unterberger, der u.a.v.m. neben Udo Ulfkotte als Schreiber von „erstaunlich frei“ gelistet ist …

AEIOU – Ka Nazi bist Du

Es wollte eigentlich die Serie der Vorstellung fortgesetzt werden, welche Bücher von Freiheitlichen wiedergelesen werden, von der freiheitlichen ZZ zur Wiederlesung empfohlen werden, auch in der akuellen Ausgabe 28/2012. Und diesmal wollte Biographisches zu Franz Karl Ginzkey hier angeführt werden, vor allem deshalb, weil die ZZ erstaunlicherweise keine anführte, nur den „Wiesenzaun“ zur Wiederlesung beschrieb -, diesmal wäre es also nicht notwendig gewesen, selektive biographische Angaben der ZZ zu ergänzen, sondern die von der ZZ unüblich ausgelassenen biographischen Angaben erst hinzuzufügen …

Jedoch, diesmal soll nicht die freiheitliche Zur Zeit im Mittelpunkt stehen, um ein weiteres Mal aufzuzeigen, welche Literatur von der ZZ empfohlen wird, von welcher Art Kunst sie Anhängerin ist -, einen Reim könne sich darauf machen, wer will, nämlich darauf, daß gerade zum auch für die nationalistischen Massenmörder und Massenverbrecherinnen des Deutschen Reiches nicht unwichtigen Dürer auf die Wiesn …

Diesmal soll allgemein angemerkt werden, daß es Jahrzehnte nach dem Untergang des deutsch-nationalistischen Reiches der Massenmörderinnen und Masssenverbrecher auch in Österreich endlich Standard sein sollte, biographische Angaben nicht mehr selektiv nach dem im Titel angeführten Auszählreim zu machen, wie in der Collage gelesen werden kann, zum Beispiel von dem österreichischen Kulturinformationssystem …

Es geht dabei ausschließlich um Redlichkeit und nicht um ein Anschwärzen von Schriftstellern, die in diesem massenmörderischen Deutschen Reich recht fleißig waren und anständig verdienten, wie den Tabellen in „NS-Herrschaft in Österreich“ beispielsweise entnommen werden kann, wie eben auch Franz Karl Ginzkey … Derartige Schriftsteller können auch nicht angeschwärzt werden, denn sie haben sich selbst …

Es scheinen aber in Österreich weiterhin viele als sich selbst angeschwärzt zu empfinden, wenn beispielsweise über einen Mitgründer und Kuratoriumsmitglied der Salzburger Festspiele und Verfasser der niederösterreichischen Landeshynme und so weiter und so fort keine selektiven biographischen Angaben gemacht werden würden, und sie sind tatsächlich angeschwärzt, nicht dadurch, daß etwa ein Franz Karl Ginzkey im massenmörderischen Deutschen Reich ein -, sondern durch die ihre unnredliche Selektion biographischer Angaben …

NS Möglicherweise ist die Selektion biographischer Angaben der Furcht geschuldet, solche Schriftsteller würden dann nicht mehr gelesen werden … Es wäre aber eine höchst törichte Fucht. Denn ein Werk kann durchaus abgetrennt von der Biographie seines Schriftstellers, und mag dieser das kriminellste Leben geführt haben, bestehen … Die freiheitliche ZZ  jedoch versucht die Werke von Schriftstellern zu reanimieren, deren Werke, und wären sie die Anständigsten gewesen, auch dann nicht Bestand haben, das literarische Urteil hat deren Werke der Unbedeutsamkeit zugeschlagen, und beispielsweise nicht deren Lobgesänge auf und deren Verstrickungen in das nationalistische Massenmord- und Massenverbrechenreich deutscher …

Kuwait ist, freuen Sie sich, Martin Mosebach, bald das Tor zum Paradies für absolut große Kunst

Nur der hingerichtete Künstler ist der Schöpfer von absolut großer Kunst.

Aber noch mehr, Martin Mosebach, werden sich Allah und Gott freuen und Sie werden kehlig Hosianna rufen, wenn Sie, bald, wie ungeduldig müssen Sie jetzt schon sein, zusammen bei den Frauen der Propheten nicht mehr ohne große Kunst zu liegen … Unter denen auch Ihre Mutter erfüllt aber doch auf nur klägliche Kunst, nein auf leere wolkige Wände zu blicken hat, denn Gott und Allah haben Ihr Museum entleert in Erwartung kommender großer Kunst, noch mehr also werden sich Allah und Gott freuen, wenn Sie, bald, ach bald, Mohammed dabei beobachten werden, wie dieser durch das Tor Kuwait die ersten Künstler geleiten wird, es werden allah-  und gottgemäß selbstverständlich ausschließlich Männer sein, die in Ihr Museum mit höchstem dienerischen Respekt gebeten werden, zu ihren bereitliegenden Pinseln, um sofort die Arbeit daran aufnehmen zu können, die Kunst zu schaffen, zu der sie auf Erden nicht imstande waren, weil sie zu ihrem Unglück etwa in Deutschland lebten, in einem Land, das zum größten Schaden der Kunst keine Strafen kennt, das niederträchtig für den Ruin der großen Kunst verantwortlich ist, das Kunst in Fiasko wandelte, weil es sich weigert, den Künstler für Blasphemie mit dem Tod zu belohnen …

Ein wenig werden Allah und Gott aber noch warten müssen, denn, so ist zu hören, Emir Sabah IV. habe dieses Gesetz bis jetzt nicht unterschreiben wollen, jedoch Gott und Allah können mit Zuversicht, denn die Abgeordneten -, wünschen Sie, Martin Mosebach, diesen Abgeordneten Kraft, mit einer zwei Drittelmehrheit doch noch dieses Gesetz zur Preisung der Kunst und zur Freude und zum Wohlergehen von Allah und Gott durchzubringen … Wie langweilig muß es doch Gott und Allah schon sein, bei den keusch gekleideten Frauen nackt zu liegen, ohne von großer Kunst umgeben zu sein, nichts anderes als schmachtende Frauenblicke zu sehen und dabei immer nur Ihre Texte von Mohammed vorgelesen zu bekommen -, ah, wie wird es dann anders sein, paradiesisch wird es sein, wenn gar viele Dichter auch durch das Tor Kuwait kommen werden, um Ihre Texte den Engeln zu diktieren, die sogleich anheben werden zu einem Choral von nie ausgehenden absoluten Texten, während die Maler fortwährend absolut malen, die Bildhauer fortwährend absolut bildhauern, die Filmemacher fortwährend absolut filmen, die Videokünstler fortwährend absolut visualisieren, einfach und kurz, sie werden fortwährend absolute Kunst in jedweder Form schaffen …

Gott und Allah, die Mäzene der wahrlich großen Kunst und der wahrlich großen Texte, werden möglicherweise bald noch mehr niedriges Personal auch benötigen … Denn es soll bald auch ein Tor Saudi-Arabien geben -, allerdings wird nicht gewußt, wie weit sie in Saudi-Arabien gehen werden wollen, in ihrem Willen der Kunst zu dienen … Vielleicht weiß darüber etwas mehr bereits die ehemalige Justiministerin Claudia Bandion-Ortner oder ihr sie entlohnender Arbeitgeber, der österreichische Staat …

Es stehen große Umbauten also bevor, im Museum von Allah und Gott, denn auch in Tunesien will ein Tor zu Ihrem Museum geschlagen werden, und es werden noch viele kommen, die da sagen werden, lasset sie gehen durch viele und viele Tore und bezeugt durch eure Taten und Schriften, es ist wahr gesprochen: dies ist das Museum der Tore …

PS Eine derart stringente Gedankenführung, Martin Mosebach -, ach, wie sind Sie doch darum zu beneiden, so tief gesegnet zu sein, soviel Geist ist nur einem Menschen gegeben, der in der Gnade lebt, einen Altar als seinen Schreibtisch von Gott geschenkt bekommen zu haben und dem die Hand beim Schreiben von Allah geführt wird … In der Tat, wie klar muß Ihnen etwa der Satz

Die Bundesrepublik hat im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern neben der Garantie der Meinungs- und Pressefreiheit in dem Grundgesetz auch eine „Freiheit der Kunst“ verankern wollen – eine Garantie, die vielen Juristen fragwürdig erscheint, weil diese Freiheit durch Meinungs- und Pressefreiheit eigentlich genügend abgesichert sei[.]

von Ihrem Schreibtisch herauf in Ihr Gesicht leuchten, wie einfältig und schlicht hingegen die Frage, die darauf folgen muß: die „Freiheit der Religion“ ist verankert, weil diese eigentlich nicht und schon gar nicht genügend abgesichert ist, durch …?

Religionsfreiheit ist wieder aus allen Gesetzen zu entfernen

Mit einem abschließendem und damit diesen Zirkus verlassenden Blick zurück auf all die sonderlichen und absonderlichen und aberwitzigen und ungeheuerlichen Hervorbringungen im Bestemm auf die Zirkumzision, die jedoch lediglich ein weiteres Beispiel sind, ist zu wiederholen, was vor einiger Zeit bereits geschrieben wurde … Es ist tatsächlich hoch notwendig, die Weltanschauung Gottismus, mehr bekannt als Weltanschauungen Religionen, einzureihen als eine übliche Weltanschauung in die sonstigen Weltanschauungen und Gesinnungen, als eine Weltanschauung, der menschgemäß Schutz und Freiheit zu gewährleisten ist, um damit unmißverständlich deutlich zu machen, daß es keine wie immer geartete Weltanschauung je gibt, die für sich eine Sonderbehandlung, eine Überstellung beanspruchen kann …

Aus allen Gesetzen ist wieder Religionsfreiheit zu entfernen

Stellvertretend für alle Gesetze wurde damals das Beispiel der Menschenrechte angeführt, aus der die besondere Erwähnung und Hervorhebung der Religion zu entfernen ist, da diese Weltanschauung ohnehin und ebenfalls geschützt ist im in den Menschenrechten angeführten Begriff Weltanschauung -, keine Weltanschauung hat das Anrecht auf einen doppelten Schutz …

Wobei durch die aktuelle Debatte um die Zirkumzision es wieder einmal notwendig war, Beispiele anzuführen, für das weltweite Wüten der Organisierten Glauben gegen den Menschen, daß es ganz und gar nicht unbotmäßig ist, zu überlegen, ob dieser blutrünstigen Weiterbetätigung der Sekten nicht mit Stärkerem der Rechtsstaatlichkeit Einhalt geboten werden muß, etwa einem der nationalsozialistischen Wiederbetätigung vergleichbaren gesetzlichen Einschränkung -, nicht jede Weltanschauung muß praktiziert, geduldet werden, vor allem nicht unter einem Schutzschirm aus Privilegien …

Beschneidung und Holocaust und Menschenrechte und sektiererischer beleidigender Aberwitz

In Ergänzung zu Der Allmachtswahn und die Blutrünstigkeit der Organisierten Glauben ist in diesem konkreten Fall eines Urteils über die Beschneidung, das auf der konkreten Krankheitsgeschichte eines vierjährigen Buben basiert, der Sekte des Organisierten Glaubens des Judentums klar und eindeutig und einzig bezogen auf ihre Reaktionen zu diesem Urteil ins Gesicht zu sagen: die Angstellten dieser Sekte können ihre pauschalen Verdächtigungen, es sei Antisemitismus und Verfolgung, als weitere Sagen in ihre Sagenschriftrollen …, und die Angestellten dieser Sekte haben sich für ihre Beleidigungen und Unterstellungen …

In dem oben angesprochenen Text wurde, mußte wieder einmal, darauf hingewiesen werden, wer tatsächlich wen verfolgt, wer tatsächlich wen weiter und zu oft auch lebensbedrohlich verfolgt, weltweit, es sind die Organisierten Glauben, die nach wie vor Elend, Not, Zerstörung und Mord über die Menschen bringen …

Und wie anders stellt sich der Umgang von liberalen Gesellschaften den Sekten gegenüber dar? Um allein von Deutschland zu sprechen, weil es aufgrund des Urteils des Landgerichtes in Köln konkret Deutschland betrifft …

In die Collage sind als Beispiele ein paar dieser aberwitzigen Vergleiche und Unterstellungen und Beleidigungen aufgenommen worden, die vor allem, auf das Geschichtliche will hier nicht eingangen werden, eines im erschreckendsten Ausmaß aufzeigen, den irrealen Zugang von Sekten im allgemeinen und in diesem konkreten Fall im besonderen der Sekte des Judentums zur Wirklichkeit; denn die liberale Gesellschaft und der säkulare Staat Deutschland bemühen sich sehr um eine Lösung im Sinne der Organisierten Glauben … Und ebenso erschreckend ist es, daß Sekten einfach die demokratische Entwicklung nicht mitgemacht haben, wenn, wie auch in der Collage zu lesen, der orthodoxe Angestellte Achivai Apel sagt:

Keiner von uns kann warten, bis Karlsruhe entscheidet.

Das zeugt von einem glaubensgelegten Unverständnis der Demokratie im höchsten Maße, aber auch von einer Überheblichkeit, von einer Eingebildetheit, über den demokratischen und rechtsstaatlichen Regeln sich verortet zu verstehen …

Das war ergänzend noch zu schreiben mit der schließenden Anmerkung, es wirft ein kenntlichmachendes Licht auf Sekten, Menschenrechte als neue Sprache des Antisemitismus zu hören …

Brigitte Kashofer und Norbert Hofer – Das Schwingen der Fahne für des rechten Mannes Familie rechtfertigt – auch Falsches

Es gibt, wieder, wurde nebenher mitbekommen, Aufregungen um Aussagen von Brigitte Kashofer, freiheitliche Mandatarin in Amstetten … Es geht dabei, die Berichte darüber wurden lediglich überflogen, um Familie und Kinder und wer die Familien zerstöre -, es ist allzu bekannt, um für derartige Aussagen noch Interesse aufbringen zu können … Jedoch war das Kashofersche Anlaß dafür, nachzuschauen, wie es um das Hofersche bestellt ist, denn auch beim Hoferschen geht es um Familie, Kinder …

Brigitte Kashofer schreibt im Block „FPÖ Amstetten … auf dem rechten Weg“ etwa über einen „menschenwürdigen Umgang“ … Es gibt die Ansicht, zu einem menschenwürdigen Umgang gehöre es auch, Daten und Fakten seriös zu verwenden -, Freiheitliche dürften dazu eine recht entgegengesetzte Ansicht … Es können menschgemäß Fehler passieren, jedoch sind die meisten Menschen dazu bereit, wenn sie darauf aufmerksam gemacht werden, diese zu korrigieren -, Freiheitliche anscheinend nicht, denn für Freiheitliche scheinen Falschheit und Politik, richtiger, Falschheit und Parteipolitik Synonyme zu sein …

Anders kann es kaum erklärt werden, daß zehn Monate nach dem Hinweis sowohl an Norbert Hofer als auch an Thomas Tayenthal, wie in der Collage gelesen werden kann, immer noch die höchst dubiosen Zahlen zu „vaterlosen Familien“ auf TrennungsopferAt abrufbar sind … Möglicherweise wird von den Freiheitlichen gedacht, weshalb sollten diese höchst zweifelhaften Zahlen von der Website genommen werden, wenn, wie noch einmal in der Collage gelesen werden kann, bereits die Vorstellung von Trennungsopfer als eine unabhängige Initiative nicht den tatsächlichen Gegebenheiten entspricht …

Es mag nicht wiederholt werden, was zu diesen Zahlen bereits geschrieben wurde -, Sie sind eingeladen, es nachzulesen. Aber nicht nur zu diesen Zahlen von äußerst zweifelhafter Herkunft, sondern auch ein wenig über freiheitliche Gesinnung im pädagogischen Bereich …

Mit Zahlen wird es bei Freiheitlichen stets dubios, um nicht zu schreiben, anrüchig

Ing. Norbert Hofer – „ernsthafter Kandidat für ein Ministeramt“

Woher Freiheitliche ihre „Daten und Fakten“ beziehen

„Schnupperhaft für Jugendliche – Christian Höbart

„Tetschn“ – Uwe Scheuch

Norbert Hofer – „das freundliche Gesicht der FPÖ“

Ach ja, Brigitte Kashofer …

„Gender Mainstreaming ist die Fortsetzung des Zweiten Weltkriegs mit effektiveren Waffen“

Ach ja, auch noch, Gruppenbild Norbert Hofer und Brigitte Kashofer mit den „Vätern ohne Rechte“ …

Und zum Schluß, es scheint Freiheitlichen eine geliebte Konstruktion zu sein, so zu tun, als hätten sie mit gewissen Plattformen nichts zu tun, also nicht nur die oben angesprochene Initiative, sondern beispielsweise auch UnzensuriertAt …

Der Allmachtswahn und die Blutrünstigkeit der Organisierten Glauben

Und nach dem Beschneiden gleich Soldat -, nach der Genitalverstümmelung muß für ein Mädchen eine Vergewaltigung geradezu …

Die Organisierten Glauben protestieren und gehen heftig gegen das vom Landgericht Köln gefällte Urteil über die rituellle Beschneidung vor und finden dafür in den liberalen Gesellschaften etwa von Deutschland und Österreich Unterstützer und Unterstützerinnen, die keine Angestellten der Sekten Islam, Juden- und Christentum oder der evangelischen Kirche sind, und es ist ihnen, den Nichtangestellten der Organisierten Glauben, hoch anzurechnen, daß sie die Anliegen der Angestellten nicht nur nicht ignorieren, sondern sie sogar unterstützen, auch den nicht im Eigentum von Sekten befindlichen Medien ist es hoch anzurechnen, daß sie den Angestellten der Sekten derart viel Raum überlassen, um ihre Argumente, oder genauer, ihr Beharren auf Beschneidungen, ihr Hamma-immer-scho-so-gmocht verbreiten zu können …

Jedoch, was kann den Sekten hoch angerechnet werden -, ach, es soll und will hier nicht gerechnet werden, sondern höchstens zurechtgerückt …

Es wird für Beschneidungen die Tradition angeführt, wie oben bereits angedeutet, mit dem Hamma …, und es ist bezeichnend, daß Hamma zugleich ein Werkzeug ist, mit dem durch Einschlagen auf Köpfe Nägel … Derart kann Tradition allgemein kenntlich gemacht werden, im besonderen aber die Tradition der Organisierten Glauben, sie machen nach wie vor weiter mit dem Einschlagen der Nägel in die Bretterböden, bis von den Köpfen in den Böden höchstens noch plattgeschlagene Flächen zu erkennen sind … Zu dieser Tradition gehören auch die aberwitzigen Weiterschreibungen an ihren Organisationshandbüchern, ein Beispiel dafür wurde in Schon Quallen beschneiden ihre Söhne …

In der Debatte um Beschneidungen, um zu Allmachtswahn und Blutrünstigkeit der Organisierten Glauben zu kommen, legt ein Rabbiner aus Moskau, wie in der Collage gelesen werden kann, stellvertretend Zeugnis ab für den nach wie vor existierenden Allmachtswahn der Sekten -, er maßt sich an, für alle Juden zu reden, er maßt sich an, keine Zukunft für Juden in Deutschland zu sehen, wenn Beschneidungen nicht mehr … Gerade so, als ob es keine Juden gäbe, die gegen Beschneidungen sind, oder denen Beschneidungen zumindest egal sind, oder die dieser Tradition nichts mehr abgewinnen können, diese Tradition bereits hinter sich gelassen haben … Zur Tradition gehört auch das Ausüben von Druck, auch bei der Tradition der Beschneidung, wie in der Collage ebenfalls gelesen werden kann, beispielsweise in Israel, wo ein Drittel der Väter und Mütter auf das Beschneiden am liebsten verzichten würden, aber sozialer und familiärer Druck … Es wird nun beispielsweise in Deutschland und auch in Österreich zwar gerne darauf verwiesen, die Beschneidungen der Mädchen sei im Gegensatz zu den Beschneidungen der Buben fürchterlich und grausam und es werde den Mädchen die sexuelle Lust abgetötet -, in Israel gibt es eine Bewegung, die keinen Unterschied sieht, die Menschen- und Kinderrechte verletzt sieht … Die Totalkontrolle der Sexualität ist ein Hauptziel der Beschneidung … Wenn Gesetze in die sektiererische Weltanschauung passen, werden diese begrüßt und mehr noch, erklären Sekten, freiwillig aufzupassen und zu prüfen, ob diese auch eingehalten werden, etwa in St. Petersburg …

Den Allmachtswahn bestätigt auch Dieter Graumann in der aktuellen Debatte um Beschneidungen und auch das Nichtverstehenkönnen und Nichtverstehenwollen des Wesens einer Demokratie, wenn er davon spricht, daß Beschneidungen für seine Sekte nicht verhandelbar wären, „da müßte man schon mit dem lieben Gott verhandeln“… Wenn es nicht dem Wesen der Demokratie grundsätzlich widerspräche, müßte dieser graumannsche Vorschlag angenommen werden -, wie leicht fiele die demokratische Weiterentwicklung … Es genügte dann den Sekten zu sagen, es wurde für euch mit eurem Gott verhandelt und einvernehmlich vereinbart, zum Beispiel, daß für die Weltanschauung Religion keine Sonderrechte mehr gelten, daß der Sonderstatus der Weltanschauung Religion per sofort aufgehoben ist und die Weltanschauung Religion den gleichen Schutz und die gleiche Freiheit wie jedwede andere Weltanschauung … Es ist sektengemäß nicht nur ein Nichtverstehenwollen und Nichtverstehenkönnen des Wesens der Demokratie, sondern auch ein Beibehaltenwollen ihrer Pfründe, bei der Verteidiugng ihrer Pfründe verstehen Sekten das Wesen der Demokratie sehr genau, wie diese nämlich eigennützig ins Spiel zu bringen ist …

Zum Allmachtswahn gehört auch ursächlich die Blutrünstigkeit … Während die Angstellten der Sekten in bezug auf das Urteil in Köln von Religionsfeindlichkeit, von Angriffen auf das jüdische Leben in Deutschland, von der Unterminierung der Religionsfreiheit reden, beweisen zur gleichen Zeit, wieder einmal Sekten ihre Menschenfeindlichkeit, ihren unbändigen Willen zum Freiheitsentzug, führen Sekten, wieder einmal, ihre schwersten Angriffe gegen das Leben, beispielsweise in Tunesien, phantasiert, wie in der Collage ebenfalls gelesen werden kann, ein Imam seine libidoförderliche Blutrünstigkeit … Es ist eine allen Sekten eingeschriebene Blutrünstigkeit, nicht nur der islamischen Sekte, um etwa auf das aktuelle Beispiel zu verweisen, daß in Bulgarien nach Steinigung ein Angestellter der Sekte der orthodoxen …

Es ist auch noch nicht lange her, daß über die römisch-katholischen Schreie „Bringt sie alle um!“ in Kroatien …

Das aktuelle Beispiel in Tunesien, um zu einem Schluß zu kommen, zeigt auch einen Gleichschritt zwischen rechter und religiöser Weltanschauung in bezug auf die Kunst: Kunst müsse schön sein -, diese Vorstellung wird etwa auch in Österreich von einem politischen Lager vertreten, das sich als Kreuzträger der christlich … Auch in Bulgarien, um beim aktuellen Beispiel zu bleiben, in bezug auf Sexualität ein Gleichschritt rechter und religiöser …

Das perfide sektiererische Einmahnen von Demokratie

Martin Engelberg und Reuven Rennert haben durch ihre Beiträge zum Kölner Beschneidungsurteil in österreichischen Tageszeitungen, die nicht Eigentum irgendeiner Sekte sind, auf sich aufmerksam gemacht, und es wurde gedacht, das sind wiederum zwei Verteidigungsreden, die eine Antwort herausfordern, nicht aber, wiederum nicht, um gegen die Beschneidung zu argumentieren, sondern das in das Dunkel Getauchte in dieser erregten Diskussion für und gegen Beschneidung auszuleuchten …

Um es gleich zu Beginn unmißerständlich deutlich zu machen, sollte es sich für die eine oder den anderen nicht von selbst aus den Texten erschlossen haben, es ging und geht in den hier veröffentlichten Beiträgen zur Beschneidung nicht darum, Stellung für oder gegen Beschneidungen zu beziehen, sondern um das Perfide in der Argumentation für Beschneidungen … Und Martin Engelberg und Reuven Rennert leisten, um zwei stellvertretend und beispielhaft vor den Vorhang, hinter dem sie verbergen, was über Beschneidungen öffentlich nicht gesprochen werden soll, treten zu lassen …

Um die Collage zu verstehen, ist zu sagen, daß es Hinweise waren, die den Blick nach Israel wenden ließen. Reuven Rennert lebe, ist in der „Wiener Zeitung“ zu lesen, orthodox, und Martin Engelberg schrieb in „Nu“ zum Start seiner Serie über Rabbiner, es sei die Entscheidung zugunsten der Bezeichnung strenge Orthodoxe gefallen, weil die im Englischen zwar gebräuchliche Bezeichnung Ultraorthodoxe im Deutschen negativ konnotiert sei …  Martin Engelberg und Reuven Rennert sind Kandidaten der Liste „Chaj“ für die Wahl in der israelitischen Kultusgemeinde in Wien …

Es wurde hier schon sehr mehrmals über die weltweiten massiven Versuche der Organisierten Glauben der Einflußnahme auf die Gesetzgebung geschrieben, so daß heute die Einladung ausreicht, falls es Sie interessiert, selbst unter „Organisierte Glauben“ und auch Sekten die Texte herauszusuchen und … Die „strengen Orthodoxen“, wie Martin Engelberg sie lieber …, in Israel sind nur weitere Beispielgeber für die Unerbittlichkeit jedweder Sekte gegen humanistische Fortschritte, schlimmer noch, mühsam erreichte humanistische Standards wieder zerstören zu wollen …

Reuven Rennert mahnt, wie in der Collage gelesen werden kann, Demokratie und Minderheitenrechte ein … Und was er jenen, die nicht für die Beschneidung sind, unterstellt zu sein, mit der Formulierung „die selbst ernannten Verteidiger des gesunden Volksempfindens“ -, Geschichte ist vergangen, aber nicht vergessen und einsetzbar … Und Martin Engelberg in seinem Artikel in der Presse vom 10. Juli 2012 mit seinem Versuch, psychoanalytische Aspekte in die Diskussion zu bringen, die seiner Ansicht nach bisher gänzlich außer Acht blieben, aber ihm recht interessant … Interessant daran ist auch, daß Martin Engelberg Sigmund Freud anruft, um den Antisemitismus platzieren zu können, jedoch außer Acht läßt, was Sigmund Freund noch sagte -, es würde wohl nicht zum Denunzieren jener passen, die nicht für Beschneidungen sind.

Ihr Judenhaß ist im Grunde Christenhaß, und man braucht sich nicht zu wundern, daß in der deutschen nationalsozialistischen Revolution diese innige Beziehung der zwei monotheistischen Religionen in der feindseligen Behandlung beider so deutlichen Ausdruck findet.

Die Motivierung, die wir für das Ganze des Auszugs erraten haben, deckt auch die Einsetzung der Beschneidung. Man weiß, in welcher Weise sich die Menschen, Völker wie Einzelne, zu diesem uralten, kaum mehr verstandenen Gebrauch verhalten. Denjenigen, die ihn nicht üben, erscheint er sehr befremdlich, und sie grausen sich ein wenig davor – die anderen aber, die die Beschneidung angenommen haben, sind stolz darauf. Sie fühlen sich durch sie erhöht, wie geadelt, und schauen verächtlich auf die anderen herab, die ihnen als unrein gelten. Noch heute beschimpft der Türke den Christen als »unbeschnittenen Hund«.

Die Beschneidung, das gravierendste Anzeichen der Abhängigkeit von Ägypten, mußte man beibehalten, aber man versäumte die Versuche nicht, diese Sitte aller Evidenz zum
Trotz von Ägypten abzulösen.

Das schrieb Sigmund Freud in seinem „Moses“ (1939) und interessant ist eine Stelle im „Abriß der Psychoanalyse“, zitiert aus den „Jünglingen der Moderne von Birgit Dahlke, die für Martin Engelberg kein recht interessanter Aspekt …

Im Abriß der Psychoanalyse (1938), der kurz vor seinem Tod geschrieben wurde, bringt Freud Beschneidung, Kastration, Masturbation und die Unterwerfung unter den Willen des Vaters in einen überraschenden Zusammenhang: Wegen der verbotenen Masturbation werde dem kleinen Jungen von der Mutter mit Kastration durch den Vater gedroht. In einer Fußnote dazu heißt es: „[…] Die uralte Sitte der Beschneidung, ein anderer Symbolersatz der Kastration, läßt sich nur verstehen als Ausdruck der Unterwerfung unter den Willen des Vaters. (Siehe Pubertätsriten der Wilden). Wie sich der oben beschriebene Ablauf bei den Völkern und in den Kulturen gestaltet, die die kindliche Masturbation nicht unterdrücken, ist noch nicht untersucht worden.“ Beschneidung, unterdrückte kindliche Sexualität (Masturbation) und Kastrationsdrohung bilden in dieser Darstellung einer Kette von ängstigenden Ereignissen, die das Kind dem Willen des Vaters unterwerfen sollen. Sander Gilman kommt in seinem Kapitel „Freud und die Beschneidung“ zu der Ansicht, für Freud wäre die Vorstellung von der Beschneidung mit Krankheit und mit Machtlosigkeit verbunden gewesen. Ist hier also der Grund dafür zu suchen, dass die Ablösung vom Vater sein zentrales Thema wird und die eigene Souveränität als Mann, Vater und Wissenschaftlicher von ihm immer als eine gefährdete wahrgenommen wird?

Was Martin Engelberg anbietet, kann in der Presse nachgelesen werden, es wird gelesen werden können von einem vorgeburtlichen paradiesischen Leben, von narzistischen Größenvorstellungen des Christentums, von deren narzistischen Kränkung und Demütigung, für welche die Juden für immer, so Martin Engelberg, büßen müssen …

Antisemitismus, Kastrationsangst, Frauenhaß für die Beschneidung in die Schlacht zu werfen, hat ein anderer österreichischer Politologe schon eingesetzt, wie hier nachgelesen werden kann … Und es gibt sehr viele, die sich dafür einsetzen, die den Beschneidern beistehen, so daß tatsächlich allen Sekten, die es auf dieser Welt gibt, es würde ihnen gut anstehen, endlich einmal wenigstens einen Bruchteil von dieser Großzügigkeit zu leben, die den Sekten von liberalen Gesellschaften, von säkularen Staaten entgegengebracht wird … Auch in dieser erregten Debatte um die Beschneidung springen den Sektierern und Sektiererinnen, in diesem Fall den Moslems und den Juden, in Deutschland Minister, Spitzenfunktionäre der Grünen und viele weitere bei … Und auch in Österreich stellen Medien den Sekten Schreibplätze zur Genüge zur Verfügung, um sie ausführlich darüber zu Wort kommen zu lassen …. Auch heute, beispielsweise die „Wiener Zeitung“, in der Peter Menasse das Landgericht unter dem Titel „Köln war schon lustiger“ verhöhnt. Da die Texte von Peter Menasse nicht gekannt werden, kann nicht beurteilt werden, ob Peter Menasse selbst einmal schon lustiger war -, kaum lustig aber ist es beispielsweise, daß Peter Menasse Beschneidung und Abtreibung abgleicht, um sich selbst und seine Generation als Helden im Engagement für die Fristenlösung …

Baff aber machen die Ausführungen von Sybille Hamann in der Presse vom 4. Juli 2012:

Religiöse Rituale dienen nicht nur Gott. Sie erfüllen, sogar für Ungläubige, auch eine weltliche Funktion. Mit ihnen zeigt man Zugehörigkeit, Verbundenheit miteinander, sie markieren, wer man ist, und dass man da ist.

Muslimischen Zuwanderern solche Markierungen zu verbieten ist schlimm genug. Wenn ein deutsches Gericht deutschen Juden solche Markierungen verbietet, unter anfeuerndem Applaus des Publikums – dann ist das unerträglich.

Der Versuch, auf diese hamannschen … eine Antwort geben zu können, scheitern unweigerlich, es bleibt einfach beim Baff sein … Und wieder diese aus der Geschichte gespeiste unlautere und unredliche Unterstellung … Sollten eines Tages, orthodoxe Juden, um auf die Collage zurückzukommen, Geschlechtertrennung fordern und rituell begehen, wäre es für Sybille Hamann wohl ebenso unerträglich, würde dann ein deutsches Gericht … Es wäre wohl auch schlimm, den Sekten Steinigung und Auspeitschung und so weiter und so fort zu verbieten … Sybille Hamann verwendet das Wort „Markierung“, ein zutreffendes Wort, wie ebenfalls hier schon geschrieben wurde …

Während in den liberalen Gesellschaften beispielsweise in Deutschland und Österreich versucht wird, die Argumente der Beschneider zu verstehen, selbstkritisch das Urteil von Köln zu hinterfragen, beweist eine Sekte wieder in Mali zur gleichen Zeit, wie dienlich religiöse Rituale auch für Ungläubige …, oder schlimmer, wofür Sekten Ungläubige benötigen … Wie in der Collage angelesen werden kann, am Beispiel von Israel, gefährden Sekten Demokatien, und gegen dieses sektierersche Wüten muß mit Bestimmtheit immer wieder …