Wenn das der Wähler wüßte

Die Wählerin aber weiß sehr viel, denn nach Wahlanalysen sind es im Vergleich zu Männern auffällig viel weniger Frauen, die Freiheitliche wählen …

Wieviel Freiheitliche wissen, oder eher, wie Freiheitliche ihr Wissen zu verkaufen versuchen, kann wieder in der aktuellen Ausgabe der ZZ gelesen werden, diesmal von E. K. L. Das dürften die Anfangsbuchstaben von Erich Körner-Lakatos sein, schreibt dieser doch diesmal als Geschichtsexperte auch über ein anderes geschichtliches Thema in dieser Ausgabe …

E. K. L. meint, Odin Wiesinger verwende für sein Logo keine Runen und die Salzburger Nachrichten seien im letzten März einem verfrühten April-Scherz aufgesessen, und es gehöre, wirft E. K. L. Redaktionen allgemein vor, zum journalistischen Handwerk Unkentnins, Fehlrecherchen, Unterstellungen …

E. K. L. erklärt das Logo von Odin Wiesinger kenntnisreich, recht recherchiert und ohne Unterstellungen:

Die schlichte Wahrheit: Die angebliche Odal-Rune ist nichts anderes als ein stilisiertes O, das auf einem ebensolchen W thront.

Odin Wiesinger habe also, E. K. L. in der ZZ, lediglich O W stilisiert -, und herausgekommen sind, ach ein Wunder, keine Runen … Der wunderfreie Weg sonst ist und war, Runen zu stilisieren, um ein Beispiel aus der Zeitgeschichte, das ZZ selbst aus der Tiefe der Vergangenheit …, zu nehmen: das Abzeichen der SS eine individuell gestaltete Sig-Rune … Das Beispiel ist geschrieben, aber es wäre gar nicht notwendig gewesen, dieser Vorlage zu …, denn auch heutzutage werden T-Shirts mit individuell gestaltbaren Runen zum Verkauf …

In der Montage sind alle Zeichen angeführt, mit denen Sie überprüfen können, wie kenntnisreich, recht recherchiert und ohne Unterstellungen E. K. L. das Logo von Odin Wiesinger beschreibt …

Mehr will dazu nicht geschrieben werden, denn nicht nur im letzten Jahr wurde hier über Odin Wiesinger, genauer, über Dr. Martin Graf geschrieben, über Runen, über Ausstellungsorte …

Runen sind des Parlamentsgermenkünstlers ehrtreue Zeichen

Martin Graf, Odin Wiesinger – Was kommt zuerst auf die Leinwand, Runensignatur oder Bild?

Martin Graf eröffnet seinem germanischen Staatskünstler eine Ausstellung

NS Diese gar zurzeitige Ausgabe hat zum Hauptthema das Geschäft mit Adolf Hitler, worüber Klage geführt wird … Wird an ZZ allein gedacht, verwandelt sich die Klage bereits in einen Witz, und in einen Ganzjahresscherz, wenn -, aber über die Nationalismus- und Revisionismus-Industrie muß heute nichts geschrieben werden, auch dazu wurde bereits genügend …

Vorratsdatenspeicherung – Eine Bundesregierung gibt auf

Wobei menschgemäß zu hoffen , nein, zu fordern ist, nicht nur vorerst, sondern endgültig, und nicht allein in diesem Staat, sondern in der gesamten Europäischen Union … Um eine solche Schlagzeile u.a.m. auch in österreichischen Medien über die österreichische Bundesregierung ehestbald zu lesen, muß etwas dafür getan werden, sich zum Beispiel ebenfalls mit einer Verfassungsbeschwerde aktiv am Schreiben einer derartigen Schlagzeile zu beteiligen … Nach wie vor können Vollmachten zur Einbringung der Verfassungsbeschwerde bis zum 18. Mai 2012 geschickt werden. Informationen und Vollmachtsformular auf Verfassungsklage.

Um andere Gesetze in Österreich ist es inzwischen sehr still geworden -, das Vergessen, die Gewöhnung, das Abfinden mit dem Nichtänderbaren dürften … Aber es sind keine Gesetze, die vergessen werden dürfen, die Gewöhnung an derartige Gesetz darf es nicht geben, und, auch nicht das Abfinden mit derartigen Gesetzen …

Denn jedes Gesetz ist wieder änderbar …

Es ist zu erinnern, immer wieder zu erinnern, an die SPG-Novelle, an das Terrorismuspräventionsgesetz, an das Datenaustauschgesetz …

Mehr noch als zu erinnern, ist die Rücknahme von derartigen Gesetzen breitest zu fordern …

Endlich Schluß mit der medialen Überstellung von Organisierten Glauben

Es ist unerträglich und es wird immer unerträglicher, diese Überschwemmung mit Berichten über Organisierte Glauben, in diesem Fall über die römisch-katholische Kirche … Ob von Printmedien, ob von Fernsehsendern, ob von Radiosendern, ob von sogenannten neuen Medien, alles wird augenblicklich berichtet, alles wird sofort diskutiert, sogar die größten Nebensächlichkeiten, wie, aktuell jene, daß Helmut Schüller brieflich seinen Herrscher um ein Gespräch bitten …

Während es, um ein Land als konkretes Beispiel herauszugreifen, in Österreich doch so etwas wie eine breite Übereinkunft gibt, für eine Gesinnungsgemeinschaft wohl vor allem aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, keine mediale Propaganda für Nationalsozialismus und mehr noch für Kommunismus zu betreiben, wird für den Organisierten Glauben mit seinem Grätzelstaat in einem Stadteil von Rom freiwillig und ohne Not fortwährend die Reklametrommel geschlagen …

Es ist hoch an der Zeit, endlich und endgültig zu begreifen, daß die Ideologie von Organisierten Glauben ebenso überholt und ebenso zu verwerfen ist, wie die von Faschismus, Nationalsozialismus und Kommunismus … Ein erster Schritt zur endgültigen Verwerfung der Ideologie der Organisierten Glauben ist damit zu setzen, dieser Ideologie nicht mehr diese bevorzugte mediale Plattform zu bieten …

Aber der Organisierte Glaube der römisch-katholischen Kirche hat die österreichischen Medien noch fest im Griff, Journalisten und Journalistinnen wähnen sich liberal, weil sie in ihren Glossen und Artikeln für eine andere Kirche, die möglich sein könnte, das Wort ergreifen, aber schlußendlich ist ihre Liberalität nur eine im engen Rahmen, der ihnen mit ihrer katholischen Erziehung genagelt wurde …

Am 20. April stellt Hans Rauscher im Standard die Frage, ob Helmut Schüller ein neuer Martin Luther sei? Als ob es nicht reichte, daß es schon einmal einen Martin Luther gab, mit seinem folgeschweren Antisemitismus, mit seiner Bewertung der als von Satan angestifteten Homosexulität, mit seinem deutschen Katechismus der Erziehung, ungehorsamen Kindern den Tod anzudrohen … Hans Rauscher wollte wohl mit seiner liberalen Gesinnung etwas Positives zu Helmut Schüller schreiben, aber wenn er ihn als neuen Martin Luther sieht … Ein Schritt noch vor dem oben gesetzten Schritt ist der, über Organisierte Glauben so zu berichten wie über andere Betriebe … Im Fall von Helmut Schüller hieße das, zu fragen, ob er denn ein Angestellter sei, der doch noch den Sprung in die Selbständigkeit wagt, einen eigenen Betrieb zu eröffnen …

Am 18. April 2012 im Standard ein Interview mit zwei Theologen, Paul M. Zulehner und David Berger, der nicht mehr Religion unterrichten darf … Es werden in diesem Interview zwar Plattformen wie „kreuz.net“ sehr kritisiert, auch vermutet, sie würden wieder Scheiterhaufen anzünden, wenn sie könnten … Paul M. Zulehner, loyal wie gewöhnlich, Christoph Schönborn wird es wieder gefreut haben … David Berger sagt in diesem Interview, er kenne in der Geschichte keinen Grätzelstaatherrscher, der so homophob agiere wie Joseph Ratzinger unter seinem pseudonymisierten Namen Benedikt XVI., eine Aussage, die daran denken läßt, daß Menschen gegen eigene Handlungen Phobien entwickeln können, diese aber nicht sich selbst zum Vorwurf machen, sondern andere dafür stellvertretend an das Kreuz … Eine weitere Aussage wird von David Berger wird jene interessieren können, die Mitgliedsbeiträge an diesen Organisierten Glauben bezahlen, es werde mit Kirchensteuergeld auch die Website „kath.net“ finanziert … Auf „kath.net“ schreibt auch Andreas Laun, ein leitender Angestellter, und es will nicht wiederholt werden, was schon geschrieben wurde, es geht um Abtreibung … Gerade das Thema Abtreibung zeigt sehr gut, daß sie alle aus dem gleichen fruchtbaren Schoß … Ob Andreas Laun, ob Christoph Schönborn …  Der Unterschied ist nicht im Denken, sondern im Formulieren, besonders grauslich formuliert „kreuz.net“ … Der Unterschied ist nicht im Denken, wie gesagt, aber ein Unterschied im Denken wäre auch vollkommen unerheblich, denn sie gehorchen weltweit alle dem Regelwerk dieses Organisierten Glaubens, sie sind nicht Wiederbetätiger, sondern Weiterbetätiger …

PS In der Einleitung zum Interview mit den zwei Theologen wird nicht zum ersten Mal einfach „Gemeinderat“ geschrieben, statt „Pfarrgemeinderat“ … Eine Schlampigkeit, die viel aussagt darüber, wie es tatsächlich um die Trennung von Kirche und Staat bestellt ist, nämlich schlecht …

CISPA – Unternehmen, Blockwarte der digitalen Gesellschaft

Der nächste Anschlag, die nächste Gesetzesvorlage, zur Totalverdächtigung, zur Totalkontrolle, zur Verbauung der virtuellen Landschaft mit realen Mietskasernen, in denen Unternehmen die Blockwarte der totalen Bewachung …

Und erfreulicherweise gibt es dagegen wieder zahlreiche Aufrufe, gegen diesen neuerlichen legistischen Anschlagsversuch aufzutreten, zu unterschreiben, beispielsweise diesen:

STOP CISPA

Was CISPA bedeutet, welche Auswirkungen zu befürchten sind, hierzu weitere Informationen, eine kleine Auswahl:

SOPA-Nachfolger CISPA

Internet-US-Gesetzesentwurf CISPA – Sicherheit statt Datenschutz

US-Firmen dürfen bald private E-Mails lesen?

Umstrittener US-Gesetzesentwurf CISPA leicht entschärft

Bereits nach Lektüre dieser hier für einen raschen Überblick ausgewählten Informationen dürfte klar sein, worum es geht, deutlich geworden sein, daß dagegen wieder entschieden einzuschreiten ist.

Wie gelesen werden kann, wird als ein Vorteil angeführt, es werde hierfür in Washington keine zusätzliche Bürokratie benötigt werden, keine zusätzlichen Ausgaben aufgewendet werden müssen, es werde Washington nicht mit der Überwachung beschäftigt sein … Das Bewachen und das Überwachen werden also Unternehmen besorgen und auch Regierungsstellen versorgen … Das Blockwartesystem mit einem Wort. Es ist kein neues System, kein modernes System, sondern ein altes System, ein System von Diktaturen, aber mit absoluter Gewißheit und Entschiedenheit kein System für und von Demokratien …

Bei derart vielen nationalen wie internationalen Angriffen – SPG-Novelle, ACTA, Vorratsdatenspeicherung, SOPA, PIPA … –, die ständig abzuwehren sind, denen die digitale Gesellschaft mehr oder weniger schon ununterbrochen ausgesetzt ist, stellt sich allmählich die Frage, ob es sich überhaupt noch lohnt, die sogenannten modernen Kommunikationstechnologien zu nutzen, ob es nicht bereits besser wäre, zurückzukehren zu Füllfeder, Briefpapier, Postkarte …

Dr. Martin Graf – Wahl oder Nichtwahl, Zwischenstand einer Umfrage

Heute vor einem Jahr wurde erstmals zur Beteiligung an der Umfrage eingeladen. Das ist ein willkommener Anlaß, wieder einmal einen Zwischenstand zu veröffentlichen.

Das Zwischenergebnis kann einfach zusammengefaßt werden.

Die Werte von Dr. Martin Graf bessern sich nicht …

… nach wie vor würde eine überwältigende Mehrheit, nämlich gute zwei Drittel wollen Dr. Martin Graf nicht wählen. Seit der letzten Bekanntgabe des Zwischenstandes sind es wieder ein wenig mehr geworden, die sich gegen eine Wahl von Dr. Martin Graf aussprechen: von 67,25% auf 67,39% …

Es ist wieder bloß das Bekanntgeben eines Zwischenstandes, also nicht das Beenden dieser Umfrage.  Die Umfrage wird erst beendet werden am Abend der nächsten Nationalratswahl in Österreich.

Bis dahin sind Sie eingeladen, an dieser Umfrage, die in die Zukunft gerichtet, sich zu beteiligen:

Würden Sie einen wie Dr. Martin Graf
beispielsweise zum Dritten Nationalratspräsidenten wählen?

Ein Theologe, ein Theologe, ein Theo…, ein …loge

Es gibt die Angestellten von Organisierten Glauben, die mit auf ihren überholten Organisationshandbüchern basierenden Sprüchen Empörungen und Aufregungen provozieren, wie etwa Karl Tropper, akademischer Theologe der Sekte mit dem absolutistisch regierten Grätzelstaat in Rom … Und dann gibt es auch jene , die als liberal gelten, und besonnen, wie etwa Paul M. Zulehner, akademischer Theologe …

Karl Tropper habe sich, ist im „Kurier“ vom 15. April 2012 zu lesen, über die Bestätigung eines homosexuellen Pfarrgemeinderates durch den leitenden Angestellten Christoph Schönborn geärgert, Paul M. Zulehner hat die Entscheidung von Christoph Schönborn „verteidigt“ …

Soher kann gesagt werden, Paul M. Zulehner ist kein Karl Tropper, Karl Tropper ist kein Paul M. Zulehner …

Es liegen, könnte gesagt werden, Welten zwischen diesen Theologen.

Werden aber ihre Aussagen gegenübergestellt, kann durchaus gefragt werden, ob es den zwischen einem sogennanten liberalen Theologen und einem Theologen tatsächlich wesentliche Unterschiede gibt?

Karl Tropper:

Wieder sorgt ein Kirchenmann für Aufregung – diesmal ist es der Pfarrer aus St. Veit am Vogau in der Steiermark: Karl Tropper greift ein Jahr vor seiner Pensionierung in einer Beilage zum Pfarrblatt Schwule an. Homo­sexualität sei eine „Triebverirrung“ und nach „psychologischer Erkenntnis eine Krankheit“, die heilbar sei.

Paul M. Zulehner:

So wisse man heute, dass es sehr viele verschiedenen Formen dieser “Begabung” gibt – seien sie genetischen Ursprungs oder Folgen von Erziehung und Entwicklung. Aufgrund dieser Bandbreite des Phänomens sei es unmöglich, “die herkömmliche ethische Norm, dass das alles Sünde ist”, anzuwenden.

Die Aussage von Paul M. Zulehner mag hochsensibel erscheinen, freilich nur beim raschen Lesen … Paul M. Zulehner hat Christoph Schönborn bescheinigt, ein hochsensibler Seelsorger zu sein … Für Paul M. Zulehner ist also Christoph Schönborn, der ihm eben für seine Loyalität zur Kirche gedankt hat, ein hochsensibler Seelsorger, der in der Ablehnung der humanae vitae eine Hauptschuld Europas Nein zum Leben …

Nun, in diesem Text eines ehemaligen absolutistischen Herrsches des Grätzelstaates geht es um Empfängnisverhütung, mit dieser kann wieder bei Karl Tropper angeknüpft werden, der verbreitet, Homosexuelle hätten 6 Millionen Aids-Tote zu verantworten -, bei dieser Schuldzuweisung muß daran gedacht werden, wie kontraproduktiv das kirchliche Kondomverbot sich auf die Aidsprävention vor allem in Afrika ausgewirkt hat und auswirkt¹ …

Die Welten der Theologen verbindet das Handbuch der Unterweisung zu …

¹ „Das möge Gott verhüten – Warum ich keine Nonne mehr sein kann“, Majella Lenzen:

Bis es zum finalen Skandal kam: Ich wurde als „Kondom-Nonne“ stigmatisiert, weil ich mich – gegen die Gebote der Kirche – für Verhütungsmittel einsetzte, als eine Möglichkeit, der Immunschwäche Aids präventiv entgegenzuwirken. Für mich war das eine Notwendigkeit, denn ich habe das Elend in den Hütten der verwaisten Kinder in Ostafrika gesehen, habe die entsetzlich abgemagerten Körper der gezeichneten Frauen gesehen.

„Wir haben einen neuen Papst“, tönt es aus dem Fernseher. Und wenig später sehe ich Josef Kardinal Ratzinger, der sich als Papst Benedikt XVI. […] zeigt. Als er Präfekt der Glaubenskongregation in Rom war, hat er leider zugelassen, dass durch das Verbot von Kondomen meine Aids-Arbeit in Ostafrika zu einem jähen Ende kam – was schließlich zum Austritt aus meinen Orden führte. Jetzt bekleidet er das höchste kirchliche Amt. Ich bin sprachlos […].

PS Was will Karl Tropper Homosexuellen unterstellen, daß er sie gerade für sechs Millionen …, oder genauer, welcher Ideologie will Karl Tropper Homosexuelle in ihrer Gesamtheit mit dieser Zahl zurechnen?

Ein Gedicht rezitiert ein Gedicht

Günter Grass sagt, nun, nach und allem
Schreiben auf eine einz’ge Lesung hin,
Ich hätt’s jetzt anders geschrieben – das
Lyrische Ich nicht nur seines Gedichts aber
Sagt, ich bin zu lesen –, über die Region hinaus,
Entschlackt vom Nationalen, ich bin
Nicht zu lesen im Historischen Kerker, und das
Wußte Günter Grass, als ich ihn ließ, mich in
Haft zu schreiben, weiß Günter Grass
Selbst jetzt noch nicht -, ich muß allgemeiner
Gelesen werden, in jedem Land aber,
Wie es jedem Land konkret zukommt.

Was auch in diesem Gedicht nicht gelesen werden
Will, aber un-endlich zu lesen ist, zu schreiben bis …

Warum schweige ich, verschweige,
was offensichtlich in Planspielen
geübt, deren Ende wir sind.

Jetzt aber, weil wiederum und
rein geschäftsmäßig,wenn auch
mit flinker Lippe deklariert,
geliefert, unbewiesen,
doch als Befürchtung von
Beweiskraft sein will,
Mit Tinte, zu spät; auch wir
Zulieferer ei
nes Verbrechens, weshalb
unsere Mitschuld
durch keine
der üblichen Ausreden
zu tilgen.

Heuchelei zudem,
zu hoffen,
es mögen sich
viele vom Schweigen
zum
Verzicht 
 

„Koran“, „Bibel“ für jeden Haushalt – „Mein Kampf“ auch noch?

Es gab einmal die Hoffnung, die Zuversicht, es wird endlich vorbei sein, auch damit, daß ein bestimmtes Buch unbedingt in jedem Haushalt vorhanden sein muß, aber nun schicken sich wieder Eiferer an, ihre Bücher massiv zu verteilen, ihre Bücher wieder in jedem Haushalt vorfinden zu wollen …

Es will hier gar nicht auf die Geschichten des „Korans“, der „Bibel“ eingegangen werden, denn die Erzählungen sind nicht von Bedeutung, das Ausgedachte ist nicht das Gefährliche an derartigen Büchern, das Gefährliche an derartigen Büchern ist das Herausgelesene zum Handeln, das Gefährliche, daß derartige Bücher nicht einfach als Bücher angesehen werden, was sie sind, was alle Bücher sind, nämlich einfach eine Ansammlung von Buchstaben …

„Koran“ und „Bibel“ werden von ihren Verteilern als strikt einzuhaltende Anleitungen angesehen, wie der Mensch unbedingt zu leben hat, es sind Unterjochungsbücher, und das ist das Gefährliche …

Verteiler von derartigen Büchern sind dialogverweigernde, dialogunfähige und menschenverachtende Geiferer, die im Wahn leben, zu wissen, wie jeder Mensch zu leben hat, nämlich genauso wie sie leben, und wer nicht genauso leben will, wie sie es allen totalitär vorschreiben wollen, ist zu bestrafen und in letzter Konsequenz, wenn ihnen dazu die Macht gegeben wird, zu vernichten …

Es muß Verteilern von derartigen Büchern, den Lobbyisten der Organisierten Glauben entschieden entgegengetreten werden, denn es gibt beunruhigende Tendenzen auch in Europa in Richtung legistische Terrorregime,   … Sei es in Rußland … Sei es in Ungarn – Jobbik und Christen … Sei es in Kroatien … Sei es in Österreich … Sei es … Und außerhalb von Europa:  Korangetriebene Staaten … Saudiarabien … Israel …

Terrorismus durch Gesetze, das ist immer die Gefahr, Gesetze verabschiedet werden nach derartigen Büchern …

Da es aktuell um die millionenfache Verteilung des „Korans“ in Deutschland und auch in Österreich geht, da als Gegenmaßnahme, wie zu lesen ist, die „Bibel“ in jeden deutschen Haushalt wieder kommen soll, ist es geographisch und historisch naheliegend zu fragen, ob jetzt auch noch „Mein Kampf“ wieder zur Verteilung kommen wird, das ja auch so ein aberwitziges Erlösungsbuch, Errettungsbuch und ein aus Glaubensschriften gespeistes Buch und ebenfalls ein Unterjochungsbuch ist …

Allen drei Büchern ist eines gemeinsam, sie haben schon zu weit mehr als genug Elend, Not, Massenmord, Unterdrückung, Zerstörung …

Paul M. Zulehner, Kirchhofastrologe

Paul M. Zulehner ist ein ernster Mann, ein Mann, der keine Witze macht, und dennoch kann etwa über seine jüngsten Aussagen, die er zum Sittenbild der römisch-katholischen Kirche, das aktuell in Stützenhof gemalt wird, tätigte, herzhaft …

Paul M. Zulehner gehört zu jenen, die stets von Medien gerufen werden, wenn es gilt, für die römisch-katholische Kirche eine sogenannte liberale Stimme ertönen zu lassen, und Paul M. Zulehner erfüllt diese Aufgabe allzeit gerne, gewissenhaft, und seine Interpretationen hält er frei von …

„Ein hochsensibler Seelsorger“

Eine der Lehren aus der „Causa Stützenhofen“ sei laut Zulehner, dass man gerade beim Thema Homosexualität „noch sehr viel zu lernen“ habe – dies gelte für die Kirche, aber auch für die Gesellschaft insgesamt. So wisse man heute, dass es sehr viele verschiedenen Formen dieser „Begabung“ gibt – seien sie genetischen Ursprungs oder Folgen von Erziehung und Entwicklung. Aufgrund dieser Bandbreite des Phänomens sei es unmöglich, „die herkömmliche ethische Norm, dass das alles Sünde ist“, anzuwenden. Die Kirche müsse „lernen, diese Spannungen auszuhalten“ und zugleich anerkennen, „was zu innerst der Mensch wünscht, nämlich lebenslange Treue und Verlässlichkeit“. Auf diese Tatsache habe der Kardinal „mit Respekt“ reagiert und sich damit „nicht nur als Kirchenführer, sondern als hochsensibler Seelsorger“ gezeigt, so Zulehner.

Herauszufinden, wie viele Scherze allein in diesem Absatz mit Zitaten von Paul M. Zulehner stecken, ist keine allzu schwierige Aufgabe für jene, die sich die Berichterstattung über die stützenhoferschen Ereignisse chronologisch in Erinnerung rufen …

Der erste Scherz, es sei eine der Lehren aus der Causa Stützenhofen, die Kirche habe noch sehr viel zu lernen … Stützenhofen hätte auch Kaprun sein können, aber in Stützenhofen gelang es einmal nicht, es in der Sakristei zu belassen, wodurch zu einer medialen Aufregung … Für einen Mann wie Paul M. Zulehner mit seinem Kardinalsernsthaftigkeitsgehabe habe selbstverständlich sofort zur Entschuldung der Kirche nicht nur die Kirche, sondern gleich die Gesellschaft insgesamt aus der stützenhoferschen Causa zu lernen …

Der zweite Scherz, zu meinen, mit der Bezeichung Begabung eine mildtätige und großzügige Position gegenüber Homosexualität zu bekunden, um dann um so leichter diese pathologisch zu beschreiben …

Der dritte Scherz, den nur von solchen Sekten wie der römisch-katholischen Kirche verwendeten Begriff Sünde als ethische Norm darzustellen, die Ethik also hinunterzuziehen auf eine Sektenebene …

Das vierte Gefasel, was der Mensch zu innerst wünscht …

Der fünfte Scherz, der Kardinal habe …

Was der Kardinal tatsächlich hat, hochsensibel mit Respekt, darüber wurde hier schon geschrieben … Es ist dem leitenden Angestellten dieses Organisierten Glaubens nach den Versuchen des Verhinderns und geforderten Manipulierens der Pfarrgemeinderatsliste nichts anderes mehr möglich gewesen, als es zu akzeptieren, wohl auch deshalb, weil eben die Gesellschaft, im Gegensatz zur Kirche, insgesamt sehr viel gelernt hat, und die Befürchtung muß groß gewesen, einem gewählten homosexuellen Pfarrgemeinderat sein Amt nicht ausüben zu lassen, könnte wieder zu einer Austrittswelle aus dieser Sekte … Es hat diesmal nicht funktioniert, es in der Sakristei still zu regeln, es auf Kirchenart zuzulassen, wie so vieles in der Sakristei fröhlich ausgelebt wird, was von der Kanzel herab …, wie etwa im Zölibat auch ohne Zölibat …

PS Es könnte gesagt werden, diese Sekte sei wichtig, wenn auch hier so viel zu dieser geschrieben wird. Nein, nicht für eine einzige Zeile ist diese Sekte der Grund, sondern einzig der nicht haltbare Zustand, daß diesem Organisierten Glauben mit seinem absolutistisch regierten Grätzelstaat in Rom in einem demokratischen Land derart viel Platz eingeräumt wird, es für diesen nach wie vor Sonderregelungen gibt, wie beispielsweise in den Veranstaltungsgesetzen der österreichischen Bundesländer …

Löschen der Vorratsdatenspeicherung – Bereits 3400 Verfassungsbeschwerden

Seit dem Start des Aufrufes am 30. März 2012 des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung Österreich, sich an der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung zu beteiligen, wurden bereits bis zum heutigem Tag, 11. April 2012, 3400 unterschriebene Vollmachten zur Post gebracht und insgesamt haben bis heute 16472 Menschen mit dem Ausfüllen des Formulars bekundet, eine Verfassungsbeschwerde einzubringen.

In knapp 14 Tagen also haben 3400 Menschen nicht nur einfach bequem ein Formular zu Hause auf dem Sofa liegend digital ausgefüllt und es damit für sich als erledigt angesehen, sondern in nicht einmal 14 Tagen haben 3400 Menschen ihre Vollmachten auch ausgedruckt, unterschrieben, kuvertiert und sofort zur Post gebracht, Briefmarken gekauft, frankiert und ihre Vollmachten abgeschickt … Trotz dieser Woche dazwischen, die für eine Organisierte Glaubensrichtung in diesem Land Bedeutung hat, trotz des Feiertages zusätzlich dazwischen haben schon 3400 Menschen Zeit gefunden, diese wichtige Sache zu erledigen. Womit sie bereits in nicht einmal 14 Tagen die erhoffte Beteilung des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung von 1000 Mitklägerinnen und Mitklägern bei weitem übertroffen und erfüllt haben.

Bis zum 18. Mai 2012 ist es, wie auf Verfassungsklage.At angegeben ist, weiterhin möglich, der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung sich anzuschließen, danach wird die Verfassungsklage eingebracht.