Einerlei, ob ein Habsburg lebt, stirbt, Geistesgrimassen wie von Otto werden immer geschnitten

Heute, in einer Buchhandlung, als ein Buch über den Dreißigjährigen Krieg zum Kauf schon ausgewählt war, fiel eine Biographie, die daneben auf einem Stapel lag, über Ulrich Habsburg-Lothringen, auf den Boden, der Name des Verfassers, Janko Ferk, machte neugierig, dieses Buch, schließlich doch, nicht nur aufzuheben, sondern auch … aber der Klappentext reichte aus, um diese Biographie erst gar nicht  aufzuschlagen, um den bewährten Kauftest mit dem ersten und letzten Satz durchzuführen.

Eine weitere politische Karriere bleibt ihm wegen der österreichischen Gesetzeslage derzeit verwehrt.

Mit diesem Satz auf der Rückseite des Buches von Janko Ferk erübrigte es sich, noch einen Test zu machen, die Entscheidung stand in drei Sekunden fest, dieses Buch nicht zu kaufen. Für einen Habsburg scheint nach wie vor zu gelten, muß ein Habsburg darin unterstützt werden, eine weitere politische Karriere kann nur dergestalt sein, vom Gemeinderat zum Bundespräsidenten … Für einen habsburgischen Gemeinderat ist es keine weitere politische Karriere, zu werden: Bürgermeister, Stadtrat, Landesrat, Landeshauptmann, Bundesratsabgeordneter, Nationratsabgeordneter, Minister, Kanzler, Abgeordneter zum Europäischen Parlament … Als Tröstung für keine weitere politische Karriere hat Janko Ferk dem Gemeinderat ein Buch geschrieben, Ulrich Habsburg-Lothringen wird wohl einer der ganz wenigen, vielleicht sogar der einzige Gemeinderat vom Lande sein, mit einer über ihn verfaßten Biographie. Und nun, nach der entsprechenden Gesetzesaufhebung, steht einer weiteren Karriere nichts mehr im Wege, von der Gemeindestube gleich in die … Denn gegen eine weitere politischen Karriere stimmte ja bloß das Gesetz, kein Wähler und keine Wählerin, für eine weitere politische Karriere eines habsburgschen Gemeinderates sind Wahlen also kein wesentliches Kriterium …

Die Umsonstzeitung Heute rechnete vor ein paar Tagen aus, der Trauerzug von Otto Habsburg werde um 700 m länger sein als jener von Zita … In ebendieser Zeitung schrieb vor ein paar Tagen Christoph Schönborn über die Dankbarkeit, die dem Hause … Diese Dankbarkeit scheint Christoph Schönborn eminent wichtig zu sein, denn die seine Glosse in der Umsonstzeitung Heute war ihm viel zu wenig, es mußten auch Interviews  …

"Dankesschuld dem Haus Habsburg gegenüber"
Ihn habe es "immer geschmerzt", so Schönborn weiter, dass
es "in Österreich so lange gedauert hat, bis es zu einer
angemessenen Dankbarkeit gegenüber den Haus
Habsburg gekommen ist, dem Österreich
so unglaublich viel verdankt" und von dessen
"politischem und kulturellem Erbe wir bis
heute zehren". Es gebe "so etwas wie eine
Dankesschuld dem Haus
Habsburg gegenüber" - diese Dankbarkeit sei
ein Zeichen "seelischer Reife -

Wem gedankt werden muß, nicht Otto Habsburg, sondern, wie Christoph Schönborn sagt, also gedankt werden muß dem Haus … Es gibt Menschen, die der Meinung sind, allem, was es auf Erden gibt, ist zu danken. Eine schöne Geste, auch einem Haus dafür zu danken, daß es vor Regen schützt, im Winter Zuflucht vor Kälte und Eis … Kaum anzunehmen, daß Christoph Schönborn als adeliger römisch-katholischer Kardinal … Er wird wohl die habsburgischen Exzellenzen gemeint haben, aber denkt er dabei beispielsweise an eine zeitliche Einschränkung des Dankes? Vielleicht nur von 1618 bis 1918? Für welche Leistungen gedankt werden muß, das sagt Christoph Schönborn ebenfalls nicht, sondern nur, es muß ein angemessener Dank sein. Aber diesen Dank werden die habsburgschen Exzellenzen längst, um mit einer Eintragungg im metaphysischen Roman der Seele zu enden, im Höllenhimmel erhalten haben, von den Millionen in Kriegen Ermordeten, auch von den aus den Kriegen Zurückgekehrten ohne Arme, ohne Beine, mit entstellten Gesichtern, von den an Hunger krepierten Menschen, die keine Söldner oder Exzellenzen waren, beispielsweise in der Zeit von 1618 bis 1648 …

FPÖ mit NVP u.a. bildet die Gruppe „Recht auf Widerstand – Nein zur Umvolkung“

Es muß nicht viel dazu geschrieben werden, denn, wer die FPÖ ist, wer die NPD ist und wer die NVP ist, ist einschlägig amtsbekannt.

Mit Schutzbund, mit nationalen Frauen und mit jungen Nationaldemokraten haben FPÖ, NPD und NVP eine geschlossene Gruppe auf Facebook installiert, zurzeit 108 Mitglieder.

Was in dieser geschlossenen Gruppe von FPÖ, NVP, NPD, Schutzbund, nationalen Frauen und jungen Nationaldemokraten besprochen, geplant wird, möglicherweise auch schon an konkreten Widerstandstaten, ist nicht bekannt, da es ja eine geschlossene Gruppe ist, die Inhalte ihrer digitalen Treffen ihr Geheimnis sind.

Bemerkenswert an dieser Gruppe ist, daß nicht ein Funktionär, nicht eine Mandatarin der Freiheitlichen dieser Gruppe namentlich angehört, sondern es ist die FPÖ als FPÖ Mitglied dieser geschlossenen Gruppe, deren Mitglied, die jungen Nationaldemokraten, kein heutigeres Vorbild finden können, als Herbert Schweiger …

Wie oben bereits geschrieben, ist an dieser Gruppe das Bemerkenswerte, die FPÖ als FPÖ ist Mitglied dieser geschlossenen Gruppe. Wie seltsam muten auch und vor allem in diesem Zusammenhang die Forderungen, die allenthalben zu hören sind, an, die dem derzeitigen Obmann der FPÖ an, auch dem derzeitigen Obmann der FPÖ gestellt werden, er solle sich distanzieren von …

Ein einfaches Mitglied wird es schon äußerst schwierig finden, sich insgesamt von seiner Partei, sich insgesamt von ihrer Organisation zu distanzieren. Für einen Obmann scheint es eine schier unmögliche Forderung zum Erfüllen zu sein, sich von seiner Partei insgesamt zu distanzieren.

Unter Berücksichtigung der Hierarchien in Parteien stellt sich zusätzlich die Frage, wer hat den Auftrag erteilt, daß die FPÖ als FPÖ dieser geschlossenen Gruppe beitritt, oder, gar diese geschlossene Gruppe zu gründen? Und wenn es der Obmann selbst war? In diesem Fall wäre eine Forderung nach Distanzierung eine Forderung an einen Übermenschen, denn ein sogenannter normaler Mensch wird diese Aufgabe, sich von sich selbst zu distanzieren, nicht bewältigen können.

Jean Baudrillard in Österreich nach Anti-Terror-Gesetzen zu 8 Jahren unbedingter Haft verurteilt

Heute erging das Urteil gegen Jean Baudrillard in einem unter Ausschluß der Öffentlichkeit abgeführten Prozeß. Jean Baudrillard wurde zu einer unbedingten achtjährigen Haftstrafe verurteilt.

Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Justizministerin Beatrix Karl lassen es sich nicht nehmen, in einer gemeinsamen Pressekonferenz das Urteil persönlich bekanntzugeben. Nicht so sehr deshalb, weil es sich bei Jean Baudrillard um einen im Ausland angeblich breit bekannten Soziologen handelt, sondern um mit diesem ersten Urteil nach den von ihnen gemeinsam erlassenen Anti-Terror-Gesetzen die Wichtigkeit und die Richtigkeit dieser ihrer Gesetze zu unterstreichen. Denn ohne diese Gesetze wäre es, sind Innenministerin und Justizministerin überzeugt, nie möglich gewesen, auf Jean Baudrillard aufmerksam zu werden, ihn zu inhaftieren und schließlich erfolgreich zu verurteilen.

In wenigen amtlich gehaltenen Sätzen rufen Beatrix Karl und Johanna Mikl-Leitner in Erinnerung, wie es zu dieser erfolgreichen Verurteilung kommen konnte. Jean Baudrillard hielt sich aus bis heute nicht geklärten Gründen, er selbst verweigerte bis zuletzt dazu jegliche Aussage, in Österreich auf. Während dieser Aufhältigkeit wurde Jean Baudrillard den Sicherheitskräften auffällig durch seine Beschaffung von Informationen zu Terrorismus und Anleitungen zur Begehung terroristischer Taten. Das hätte bereits genügt, um Jean Baudrillard nach den von ihnen, wie Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl betonen, erst geschaffenen Gesetzen zu verurteilen. Erschwerend aber kam bei Jean Baudrillard hinzu, daß er bereits vor Jahren durch die Publikation eines einschlägigen Buches einschlägig aufgefallen sei. Daher sei die Höhe der unbedingten Haftstrafe nicht nur mehr als gerechtfertigt, sondern geradezu notwendig, um den recht guten Schlaf der Bevölkerung nicht nur weiter gewährleisten zu können, sondern noch zu vertiefen.

Auf dieses einschlägige Buch von Jean Baudrillard, führt Johanna Mikl-Leitner aus, mit dem die Stoßrichtung schon vorgebenden Titel „Der Geist des Terrorismus“ sei die Sicherheitsbehörde im Zuge ihrer Ermittlungen gegen den in Österreich auffällig gewordenen Soziologen sofort gestoßen, nicht zuletzt auch deshalb konnte dieses Buch so rasch ermittelt werden, weil dafür nicht nur entsprechende Gesetze verabschiedet wurden, sondern auch großzügig finanzielle Mittel bereitgestellt worden sind.

Beatrix Karl betont abschließend noch einmal, wie sehr sich, das zeigt diese Verurteilung exemplarisch, die neuen Anti-Terror-Gesetze schon nach so kurzer Zeit bewährt haben, und sie verleiht ihrer Hoffnung Ausdruck, unterstützt durch ein zustimmendes Nicken von Johanna Mikl-Leitner, es werde sich auch das im Zuge der Ermittlungen gegen Jean Baudrillard verabschiedete Gesetz, wonach derartig einschlägige Bücher nicht mehr publiziert werden dürfen und bereits veröffentlichte einzuziehen sind, ebenso bewähren, beziehungsweise schon bewährt hat. Denn bisher hätte ein derart einschlägiges Buch nicht verhindert werden können, ein Buch über den Sieg des Terrorismus, den Sicherheitsterror und die Miterzeugung des Terrorismus; für Justizministerin und Innenministerin ist mit diesem Buch gemäß den Ermittlungen ihrer Beamten der Tatbestand der emotionellen Nahelegung des Terrorismus zweifelsfrei erwiesen. Mit der Verurteilung von Jean Baudrillard zu dieser mehr als gerechten Strafe erging auch das Urteil, sein Buch „Der Geist des Terrorismus“ darf nicht mehr in Österreich verkauft werden und eventuell noch vorhandene Lagerbestände sind sofort zu beschlagnahmen und einzustampfen.

Die Pressekonferenz findet einen für eine derartige Veranstaltung zwar ungewöhnlichen, aber für den Anlaß als doch entsprechend feierlich empfundenen Abschluß. Eine Mehrzahl der anwesenden Journalisten und Journalistinnen lassen es sich nicht nehmen, Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl mit Applaus ihren Abgang zu begleiten.

Die gut schlafenkönnenden Wissen von Johanna Mikl-Leitner und Karl Beatrix

Johanna Mikl-Leitner, bekannt als Innenministerin, brauche, kann gelesen werden, Gesetze, um gegen Hetzer vorgehen zu können, sie brauche Gesetze, als ob es keine Gesetze gäbe, zum Beispiel keine Gesetze gegen Verhetzung, als gäbe es kein Gesetz gegen das Hetzen, als gäbe es kein Gesetz gegen das Gutheißen …

Möglicherweise ist es aber nur ein Verständnisproblem, und es müßte Johanna Mikl-Leitner lediglich wer den Gesetzestext verständlich erklären, in dem das Wort Hetzer zwar nicht ausgeschrieben … Aber wer hetzt, ist eine Hetzerin, und kann soher nach diesem Paragraphen bereits …

Beatrix Karl, bekannt als Justizministerin, brauche, kann gelesen werden, Gesetze, um gegen …

Das ist der eine Aspekt. Ein weiterer Aspekt ist, daß auch Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl von der Mode restlos überzeugt zu sein scheinen, mit Gesetzen könne alles geregelt werden, mit noch mehr Gesetzen werde endlich alles gut, ausschließlich mit Gesetzen könne die Gesellschaft entwickelt werden, Gesetze seien also die beste Gesellschaftspolitik …

Johanna Mikl-Leitner und Beatrix Karl liefern aber mit ihrer modischen Forderung nach weiteren Gesetzen die Argumente gegen weitere und im Grunde redundante Gesetze gleich mit. Das ist das Erfreuliche daran, es mit keinen Juristinnen vom Schlage eines Carl Schmitt …

Das Unerfreuliche daran aber ist der Umstand, daß diese emotionelle Nahelegung breite Unterstützung findet. Im Fall von Johanna Mikl-Leitner ist das Argumentieren ein Glauben, zu glauben zu wissen, welche Gesetze wichtiger, welche Gesetze weniger wichtig sind, Gesetze gegen andere Gesetze zu gewichten, den Terrorschutz als wichtiger zu glauben als den Datenschutz, mag für Bürgerinnen und Bürger, die den Schutz ihrer Daten wohl auch aus Gründen der Befriedigung lächerlicher Eitelkeiten selbst aufgeben, vielleicht angehen, nicht aber für eine Verantwortliche der Exekutive und, nach realpolitischen Gepflogenheiten muß hinzugefügt werden, auch der Legislative. Und im Fall von Beatrix Karl mag es für eine Birnen-und-Äpfel-Verkäuferin am Brunnenmarkt stimmen, daß sich bestimmte Gesetze bewährt haben, aber eine Justizministerin sollte doch informierter argumentieren und die Folgen ihrer Aussagen besser einschätzen können.

Wie sehr sich bereits bestehende Gesetze „bewährt“ haben, die jetzt für Beatrix Karl zum Vorbild für weitere Gesetze werden können, nun, darüber wird beispielsweise eine an Jahren angegraute Jugend in Vorarlberg ihr stolzfreudig Auskunft erteilen können. Sollte Beatrix Karl der Weg nach Vorarlberg zu weit sein, reicht es auch aus, wenn sie sich auf der Regierungsbank nach hinten oben umdreht, der III. Präsident NR wird ihr darüber sicher auch viel erzählen … Oder, sollte Beatrix Karl das Umdrehen schon zu beschwerlich sein, einfach mal rasten in einem der Parlamentsgänge und Werner Königshofer aufhalten und ihn diesbezüglich …

Und eine Folge der Verknüpfung von dem „NS-Verbotsgesetz“ mit der Forderung nach weiteren Gesetzen wird sein, dazu ist kein großes Vorstellungsvermögen notwendig, daß die Nationalismus- und Revisionismus-Industrie neue Produkte auf den Markt werfen wird, die, mit Erhebung von Beatrix Karl zur neuen weil unverdächtigen Kronzeugin, beweisen sollen, was sie schon immer verkaufen, daß es sich bei diesem Gesetz um ein politisches gegen …

PS Wie es kommen könnte und was noch alles kommen könnte, kann hier gelesen werden, in einer Vorschau, die, ist zu hoffen, Fiktion bleibt.

Dr. Martin Graf und seine Wähler und Wählerinnen – Umfrage zu Rücktritte seit zwei Jahren

Gestern, 18. Juni 2011, sind es zwei Jahre gewesen, daß die Umfrage gestartet wurde, ob alle Abgeordnete, die Dr. Martin Graf zu ihrem III. Präsidenten NR am 28. Oktober 2008 wählten, zurücktreten sollen, oder, Martin Graf allein.

Seit zwei Jahren gibt es eine absolute Mehrheit für Rücktritte.

An dieser Umfrage können Sie sich weiterhin beteiligen.

Es wird diese Umfrage geben, bis zur nächsten Nationalratswahl, zum einen, weil die Gründe nicht weniger geworden sind, die gegen einen Freiheitlichen beispielsweise in der Position eines dritten Nationalratspräsidenten sprechen -, im Gegenteil, zum anderen als Zeichen gegen die Gewöhnung, denn die Gewöhnung an eine bedenkliche Entscheidung, wie diese durch die Wahl im Parlament getroffen wurde, ist ungleich gefährlicher als eine in einer Sekunde falsch getroffene Entscheidung, die in der nächsten Sekunde wieder korrigiert werden könnte, sofern eben keine Gewöhnung gegen eine Korrektur …

NS Die Freiheitlichen präsentieren sich, als ob sie im Heute lebten, als ob es mit den Freiheitlichen in die Zukunft, in eine recht … Tatsächlich aber … Um dem Authentischen der Freiheitlichen gerecht zu werden, sollten Berichte über die Freiheitlichen nur mehr in der Mitvergangenheit verfaßt werden, also auch dann, wenn am gleiche Tage etwas über Freiheitliche berichtet wird, beispielsweise gestern über den freiheitlichen Traumtag in Graz mit der Beschlußfassung eines Parteiprogrammes.

PPS Im Gegensatz zu den Freiheitlichen scheinen Medienmacher und Medienmacherinnen aber in Österreich vor allem vom Heute zu leben, von sich überzeugt, nicht recherchieren zu müssen, arrogant davon überzeugt, ihre Genauigkeit sei ausreichend, ihre Ignoranz genüge, um journalistisch tätig sein zu können, aber tatsächlich schreiben sie bloß nach, was ihnen vorgegeben wird, beispielsweise von den Freiheitlichen.

Die rasch angefertigte Gegenüberstellung mit zufällig ausgewählten Beiträgen von „Der Standard“ und „Kleine Zeitung“ reicht, um zu zeigen, daß der Unterschied zwischen dem Parteiprogramm 2005 und dem Parteiprogramm 2011 vor allem der ist, das eine Programm wurde 2005 beschlossen, und das Programm wurde wieder 2011 beschlossen. Es wurde, was die Seitenanzahl betrifft, dünner, und sonst …

Michael Spindelegger, Leopold-Kunschak-Preise und Trachtenfeuersprünge

Am 21. Juni 2011 werden, doch wieder, Leopold-Kunschak-Preise vergeben werden. Michael Spindelegger wird die Preise übergeben, die Rede halten. Im Parlament. Es durfte für kurze Zeit angenommen werden, es werden wenigstens in diesem Jahr keine Leopold-Kunschak-Preise im Parlament Werbung für einen Antisemiten …

Was es in dem Jahr, gemäß dieser Aussendung, aber nicht geben dürfte, ist die Verleihung eines Großen-Leopold-Kunschak-Preises. Das ist durchaus zu verstehen. Alles soll noch kleiner, alles soll nur mehr national behandelt werden, das Nestchen recht sauber hergerichtet … Österreichische Journalistinnen und Journalisten sollen, wurde von Michael Spindelegger gesagt, nicht auf internationalem Boden national betreffende Fragen stellen, die schon im Inland niemand … Und erst recht gilt, ausländische Preisträger und Preisträgerinnen sollen auf inländischen Boden …Es könnte ein internationaler Preisträger, wie es Jean Claude Juncker tat, sich erdreisten, etwas anzumerken, oder gar Fragen zu stellen, die ihn als Nichtösterreicher nichts angehen, weil sie auch einen spindeleggerschen Österreicher nicht jucken. Eine Anmerkung zum Antisemitismus von Leopold Kunschak, diesem aufrechten Nach-Holocaust-Antisemiten, muß Michael Spindelegger in diesem Jahr nicht ertragen, wie 2009, als Jean Claude Juncker …

Am 21. Juni 2011 gibt es noch eine Veranstaltung, wenigstens nicht am Heldenplatz, wie als Forderung im Internet auch zu finden, sondern auf dem Cobenzl: eine Sonnwendfeier. Ob Michael Spindelegger nach der Werbung für einen Antisemiten im Parlament zun Feuerspringen fährt, in feuersicherer Tracht? Ein stimmiger Abschluß eines spindeleggerschen Inlandstages wäre es allemal, nicht nur in Graz …

Möglicherweise wird dies der bleibende geistige Beitrag von Vizekanzler Michael Spindelegger sein, daß im nächsten österreichischen Wörterbuch das Wort „Internationalität“ folgendermaßen erklärt wird. „Internationalität“ ist nicht zusammen, sondern ausschließlich getrennt geschrieben zu verwenden, wie im Beispiel: Michael Spindelegger inter … und … Empfohlen aber wird, überhaupt auf „inter“ zu verzichten und „zwischen“ zu verwenden.

PS Wer einst nachschlagen wird, wie präzise Michael Spindelegger, der einmal auch Außenminister war, national zuersterisch einzuschätzen vermag, was Österreich im Ausland schaden könnte, wird möglicherweise auf den Schatten Streichers aus Österreich …

PPS Es wurde vor langer Zeit schon vorgeschlagen, diesen Leopold-Kunschak-Preis umzubenennen. Die Argumente können nachgelesen werden. Es werden nun aber auch die Richtlinien zur Vergabe bald nicht mehr zur Gänze befolgt werden können, denn die finanziellen Grundlagen …

Was Freiheitliche unter Leistung verstehen, Harald Stefan zum Beispiel

Es ist zwar noch weit hin, bis zur nächsten regulär geplanten Nationalratswahl. Das hält die Freiheitlichen nicht ab, bereits jetzt, von sich als Regierungsfreiheitliche zu träumen. Und die Freiheitlichen malen ihren Traum öffentlich, wobei ihnen Medien eilfertig zur Hand sind, es den Freiheitlichen zu erleichtern, ihren Traum als Wirklichkeit anzuschauen, die Wirklichkeit als ihren Traum aufzufassen.

Die Realität jedoch ist eine andere, und diese spricht in keiner Weise für die Freiheitlichen.

Die Freiheitlichen bieten aktuell zum Beispiel Harald Stefan an. Die Freiheitlichen bieten den Wählern und Wählerinnen an, wenn sie gewählt werden, und wenn sie dann in die Regierung kommen würden, würde Harald Stefan einer der Freiheitlichen Minister sein. Wenn davon ausgegangen wird, daß die nächsten Nationalratswahlen im Herbst 2013 sein werden und es 2014 werden könnte, bis es eine neue Regierung gibt, dann würden es zehn Jahre her sein, daß Harald Stefan zum ersten Mal als möglicher Minister … Das ist menschgemäß nicht ehrenrührig, es immer wieder zu versuchen, etwas zu werden, sich Träume zu erfüllen, ob es die persönlichen Träume von Abgeordneten sind, die Träume einer ganzen Partei, ist ohne Belang.

Von Belang aber ist es, was eine Partei Wählerinnen und Wählern anbietet.

Zu diesem Angebot gehört auch, was eine Partei zum Beispiel unter Leistung versteht, was im Fall der Freiheitlichen Harald Stefan konkret unter Leistung versteht, welche Leistungen Harald Stefan als würdig einstuft, auf die stolz …

Es sind die „Leistungen der deutschen Wehrmacht“ …

Abgesehen davon, daß es, vor allem aus heutiger Sicht, äußerst fragwürdig, grundsätzlich zu ächten ist, Leistungen von Militärs als positive verkaufen zu wollen, muß im konkreten Fall der deutschen Wehrmacht gesagt werden, diese hat nichts geschafft, diese hat alles verloren, diese konnte im weiteren Fortgang des vom Deutschen Reich erzwungenen Krieges nicht einmal das sogenannte eigene Volk mehr schützen, wobei angenommen werden darf, daß der Schutz des sogenannten eigenen Volkes dem Regime des Deuschen Reiches immer vollkommen gleichgültig gewesen sein muß, denn anders als mit der größten Gleichgültigkeit und der absoluten Verantwortungslosigkeit gegen das sogenannte eigene Volk kann ein Angriffskrieg gar nicht erst begonnen werden. Und das Gesamtergebnis dieser Leistung war, das sogenannte eigene Volk hatte für alle Schäden aufzukommen, das sogenannte eigene Volk hatte alles für jene zu bezahlen, die vor ihrem als Totalverbrechen geplanten Krieg wortreich verkündeten, nur das Beste für das sogenannte eigene Volk zu wollen.

Und das nennt der Freiheitliche Harald Stefan eine Leistung …

Harald Stefan würdigte diese Leistung nicht beispielsweise 1940 -, 1940 hätte ein Ortsgruppenleiter möglicherweise sogar mit gleichem Namen mit dieser Würdigung durchaus verstanden werden können, wenn er in einem Dorfsaal euphorisch die Meldungen des Oberkommandos der Wehrmacht … Aber Harald Stefan spricht vom Stolz auf die Leistungen 2005, in der Hofburg …

Ein derartiges generelles Verstehen von Leistung, also vollkommen unabhängig gesehen vom konkreten Totalversagen der Wehrmacht, die im Gesamtergebnis die Zerstörung und die Vernichtung zur Folge hat, ein derartiges Angebot sollten Wähler und Wählerinnen nicht mehr annehmen.

Feingeister wie „Steppenwolf“ und „Königstiger“ lesen französische Autoren

Ein Ratschlag von – wem könnte für diesen gedankt werden, wie fast immer wiederum ein nicht namentlich gekennzeichneter Beitrag auf Unzensuriert … Es soll daher, passend zum heutigen Inhalt, einfach angenommen werden, es sei Unzensurix …

Ein Ratschlag also soll aufgenommen werden,  um diesen in folgender Formulierung zu retournieren, vor allem aber weiterzugeben:

Wer wissen möchte, wie gut die Freiheitlichen sind, der sollte die Kommentare ihrer Schreibstaffel ebenfalls lesen, konkreter auch, wer wissen möchte, wie gut der III. Präsident NR ist, der sollte seine Kommentarstaffel …

Es könnte erneut etwas zu den Kommentaren selbst geschrieben werden, zu diesen Kommentaren bar jedweder … Heute sollen aber die Feingeistigen den ihnen gemäßen würdigen Platz eingeräumt bekommen, Königstiger und Steppenwolf.

Von Königstiger wird gewußt, wo er seinen Arbeitsplatz hat, im Parlament, er ist freiheitlicher Abgeordneter, liest französische Autoren und heißt DDr. Werner Königshofer. Von Steppenwolf wird nicht gewußt, wo er seinen Arbeitsplatz hat, womit er seinen Lebensunterhalt verdient, mit welchem Namen er beispielsweise in Ämtern vorstellig wird. Von Steppenwolf wird gewußt, er schreibt Kommentare … Und Steppenwolf teilt mit Königstiger das Lesen französischer Autoren, konkreter, eines französischen Autors …

Nachdem von Königstiger der Name und der Arbeitsplatz gewußt werden, kann er mit Steppenwolf nicht verwechselt werden. Wäre dem nicht so, könnte …. Denn ein weiteres teilen Steppenwolf und Königstiger miteinander, beide geben ein Rätsel auf, warum sich der eine Steppenwolf nennt, der andere Königstiger … Weshalb Steppenwolf als Steppenwolf auftritt, darüber wurde bereits spekuliert … Als DDr. Werner Königshofer einen Namen für seine Website suchte, woran dachte er, was sah er sich vielleicht gerade an, und wußte augenblicklich —, den Panthera tigris tigris, den Panzerkampfwagen der Wehrmacht?

NS Zu diesem Ratschlag von wem auch immer auf Unzensuriert, die Pressesprecher der Regierung sich anzuschauen, paßt auch vorzüglich noch etwas Heitres, eine Schnurre, die in keiner Weise ernstzunehmen ist, vor allem auch deshalb, weil nicht einmal den von Hans-Georg Peitl selbst verschickten Mitteilungen geglaubt werden darf, der seit seiner hier uneingeladenen und somit auch unaufgeforderten Verkündung der Tatsache, Pressearbeit für die Freiheitlichen in Absprache mit dem Büro Strache zu machen, alles Erdenkliche versucht, diese seine verbreitete Tatsache als Einbildung von einem Journalisten wegzuschreiben. Es scheint die Frage nicht unangebracht zu sein, ob Hans-Georg Peitl selbst eigentlich wisse, was er schreibt und sagt, und vielleicht ist das der wahre Grund, weshalb Hans-Georg Peitl es so stark empfand, es ihm zur verkündenswerten Tatsache wurde, der Freiheitlichen Pressearbeit …

Mit wem Freiheitliche zu Denkmälern bummeln

Sollte bei der Stimmabgabe in jedweder Wahl ebenfalls nicht gänzlich unberücksichtigt bleiben …

Es könnte eingewendet werden, Freiheitliche bemühen sich ja nur, beispielsweise Zwara im persönlichen Kontakt davon zu überzeugen, Freiheitliche seien also bloß recht bemüht, Menschen davon abzubringen, das Heil ihrer Heimat in der Vernichtung des Anderen zu suchen …

Zwara war, wenn für einen Moment davon ausgegangen wird, daß Freiheitliche durch den persönlichen Kontakt …, Zwara ist aber, wie das aktuellste Beispiel zeigt, bisher nicht zu überzeugen, bis jetzt nicht dafür zu gewinnen, entschieden dagegen zu schreiben, daß die Osmanen nicht schon einst ausgerottet worden seien … Zwara stellt lediglich pragmatisch fest, daß die Habsburger … Und kein Wort von Zwara dagegen, in der Gegenwart es neuerlich …

Aber die herzchristlichen Menschen der Schreibstaffel der Sos Österreich sind Wähler und Wählerinnen, deren Stimmen gewonnen werden wollen, und NR DDr. Werner Königshofer, aber nicht als einziger Freiheitlicher, kämpft um …

Das sollte nie vergessen werden, Menschen, die getrieben sind, den Anderen ausrotten zu wollen, hören damit nicht auf, wenn es den Anderen nicht mehr gibt, sie müssen weitermachen, und sie machen weiter, dann mit den Eigenen … Sie erbauen sich stets ein Konstrukt aus Sand, weshalb am Ende das sogenannte eigene Volk der Vernichtung … Damit nicht ein Mißverständnis absichtlich gepflegt werden kann, muß hinzugefügt werden, es wollte damit nicht gesagt werden, daß das Ausrotten der Freiheitlichen Programm ist, aber wenn Mandatare und Mandatarinnen einer Partei Menschen mit einem derartigen Blutdurst hofieren, allein bereits durch ihr Schweigen zu solchen Ungeheuerlichkeiten muß den Blutrünstigen es als Zustimmung schmeicheln, bestärkt sie, fördert die Dynamik der Zerrüttung einer friedfertigen Gesellschaft … Und der Weg in das Barbarische wird zuerst immer für eine lange Zeit im Schriftlichen zurückgelegt, bis Stifte zu Speere umgerüstet …

NS Es muß auch erschreckenderweise wieder festgestellt werden, wie hoch die Zustimmung zu derartigen Blutrünstigkeiten ausfällt, aber nicht eine, nicht einmal eine einzige Ablehnung.

Blutrünstigkeit zeichnet Abgeordneter Werner Königshofer mit einer Verlinkung aus

DDr. Werner Königshofer wird, und es werden hier seine möglichen Erklärungen vorweggenommen, die er gerne wiederholen darf, oder er ringt sich doch einmal neue …, der freiheitliche Abgeordnete Werner Königshofer wird sich also sagen hören, er wisse nicht, welche Kommentare die Sos Österreich würzen, er habe die Kommentare des schreibenden Stillens des Blutdurstes der Schreibstaffel auch nie gelesen, es werde die Mehrheit der Kommentare nicht derart blutrünstig sein, wie hier versucht werde, es darzustellen …

Freilich wird niemand, der die Sos Österreich selbst ein wenig umrührt, dieser möglichen Erklärung von Werner Königshofer zustimmen können, sondern sich abwenden mit … Wer selbst nicht den Deckel von der Sos Heimat nehmen will, findet hier eine Auswahl von hochgekommenen Kommentaren, die bei jedem Blick in die Sos Österreich sofort zu finden sind, ohne dafür einen Sehbehelf verwenden zu müssen.

Bekannten freiheitlichen Erklärungsmustern folgend wird Werner Königshofer selbstverständlich auch nicht wissen, daß seine Texte, wie gesehen werden kann, in die Sos Österreich verarbeitet werden … Er, DDr. Werner Königshofer, sei ja bloß ein Feingeist, der französische Autoren liest und zitiert …

Er, NR Werner Königshofer, wisse, zurückgelehnt in seinem Ohrensessel, auch nicht, welche Reaktionen die eigenen Texte beim Volke hervorrufen, nach welchen Konsequenzen nach der Lektüre seiner Texte … Schießbefehl an der Grenze … Nein, das sei keine Forderung, die er mit seinen Texten … Seine Texte seien der bloßen Sachlichkeit geschuldet, geschrieben mit der ganzen freiheitlichen Fähigkeit zur Objektivität, geschrieben mit der ganzen freiheitlichen intellektuellen Kraft …

NS Das ist die eine Verlinkung. Es darf menschgemäß nicht darauf vergessen werden, daß Werner Königshofer auch zu anderen Websites verlinkt, die ihn etwa als einen um Geld besorgten Abgeordneten ausweisen, der sich, wie es für einen Freiheitlichen geziemt, vordringlich um das Finanzielle kümmert, und daher verlinkt Werner Königshofer ebenfalls zu Staatschulden der Republik Österreich, zu einer Website, die auch andere für verlinkenswert …