Das passende Logo auch für Frank Stronach als Team – das Wrack des blaßblauen Bündnisses

Es sollen, wird heute berichtet, oder, wird spekuliert, oder, werden Gerüchte medial verbreitet, weitere Abgeordnete des blaßblauen Bündnisses zu Frank Stronach als Team wechseln wollen …

Das scheint nicht unwahrscheinlich zu sein, wird bedacht, daß das eigentliche und wahre Logo der Blaßblauen das Wrack ist, diese blaßblaue Fraktion weder in eine Wahl noch aus einer Wahl vor allem je politisch fahrtüchtig herauskommen wird. Von daher wissen die blaßblauen Abgeordneten für sich selbst nur eine Rettung, los zu Frank Stronach als Team, wenn sie nicht wollen, daß ihnen das passiert, was Jörg Haider einmal einem sozialdemokratischen Funktionär unterstellte, nämlich Dauerkunde auf dem Arbeitsamt sein zu müssen, hätte er nicht sein Mandat.

Und daß es vor allem Blaßblaue sind, die zu Frank Stronach als Team wollen, vor allem es Blaßblaue sind, die Frank Stronach als Team unter sich haben will, verwundert gar nicht, denn zum einen sind Freiheitliche geübt darin, leichtfertig und bedenkenlos die Farbe zu wechseln, von der blauen zur blaßblauen aber auch wieder zur blauen zurück – sie sind insgesamt sehr biegsam, nicht nur inhaltlich, wie es der blaßblaue Abgeordnete Robert Lugar bei seinem hoffnungsvollen Wechsel, sich seinen Arbeitsplatz irgendwie weiter erhalten zu können, zu Frank Stronach als Team einbekannte:

Das war mir wichtig, damit ich mich nicht mehr inhaltlich verbiegen muss wie beim BZÖ früher.

Ob Erich Tadler sich auch „inhaltlich verbiegen“ -, eine entsprechende Äußerung ist nicht bekannt, dafür aber, daß er versuchte, sich von blaßblau auf blau wieder umzufärbeln, ehe er unter den Schirm von Frank Stronach als Team sprang, nachdem aus dem tadlerischen Versuch einer Karriere als Denkmalabwascher auch nichts wurde …

Die Blaßblauen werden Frank Stronach wohl auch viel Vertrauen entgegenbringen, er wird ihnen die Sicherheit vermitteln können, mit ihm werde es weitergehen, wie sie es kennen und gewohnt sind. Was die Blaßblauen so sicher macht, Frank Stronach als Team sei ihre aber sonst niemandes Rettung? Nun, ihr Jörg Haider als blaue Partei und ihr Jörg Haider als blaßblaues Bündnis hat mit Frank Stronach schon zu tun gehabt, etwa beim stronachschen Kauf des Schlosses Reifnitz, einem Geschäft, wie den Medien entnommen werden kann, das kaum eines zu nennen ist, für das die Überschrift „Transparenz, Wahrheit, Fairness“ die richtige …. Hinzukommen dürfte auch der Umstand, sich nicht umgewöhnen zu müssen, das kennen sie schon, sie müssen sich nur den neuen Namen merken -, von Jörg Haider als Partei zu … Robert Lugar sagte, er kenne jetzt das Programm, nicht das von Jörg Haider als Partei, sondern er kenne jetzt das Programm von Frank Stronach als Team, und er werde sich inhaltlich nicht mehr verbiegen müssen -, das kann nur eines heißen, das Programm von Frank Stronach als Team muß gänzlich ohne Inhalt auskommen …

Es ist kein also kein Neuwagen, den Frank Stronach als Team verkaufen will, sondern ein ebenso politisch Abgewrackter wie jener der Blaßblauen, und es ist zu hoffen, daß die Wählerinnen und Wähler zu den Wahlen ihre Brillen mitnehmen, um den Unterschied endlich ganz deutlich zu erkennen, und die unterschiedlichen blautönigen und die teamfarblosen Wracks also politisch endlich dort belassen werden, wo Wracks eben hingehören -, weder Landtage noch das Parlament sind und sollten vor allem nicht weiter politische und inhaltliche Müllhalden sein …

Auf das Internationale von Harald Dobernig reagiert Michael Spindelegger innerösterreichisch

Es wurde die Reaktion von Dr. Michael Spindelegger auf das Gesagte von Harald Dobernig zwar mit einer gewissen Irritation aber doch mehr über- als gelesen, und erst der heutige Hinweis von einem äußerst nahestehenden Menschen, das Spindeleggerische sei ärger als das Dobernigsche, veranlaßte zu recherchieren, ob Michael Spindelegger, Sie erinnern sich, er ist Vizekanzler und Außenminister und nach seiner eigenen Sprechweise Führer der christschwarzen Partei, ob er noch etwas anderes sagte, außer, er lasse sich das gute Verhältnis zu Slowenien nicht und auch nicht in die Suppe …

Michael Spindelegger hat, wie acht Ausschnitte auf der Ansichtskarte zeigen, tatsächlich nichts anderes gesagt, er hat nichts Zusätzliches gesagt, nicht einmal nachträglich, anläßlich seines Besuches in Slowenien, heute, am 9. Oktober 2012 – wie zwei Zeitungsausschnitte …

Freilich wird Michael Spindelegger dafür in seiner bekannt kosmopolitischen Art aus krachlederner Tradition eine Erklärung dafür vorbringen können, er habe in seiner Funktion als Außenminister reagiert, als Außenminister sei es ihm gar nicht anders möglich gewesen, als die nicht „richtigen“ Kärntner und Kärntnerinnen und somit die nicht „richtigen“ Österreicherinnen und Österreicher zu ignorieren und diese dem Staat Slowenien zuzuschlagen, aber, und das wird er betonen mögen wollen, er habe ohnehin und ausdrücklich auf die gute Zusammenarbeit mit Slowenien hingewiesen und, es sei als Außenminister nicht seine Aufgabe, Slowene und Slowenin mit Kärnten in einem Satz in Verbindung zu bringen, oder gar, die in Kärnten lebenden Sloweninnen und Slowenen direkt anzusprechen, diese überhaupt wahrzunehmen, er als Außenminister könne sich nur einem Außenminister gegenüber erklären, daß es nicht die österreichische Position sei, aber er könne sich nicht den Menschen in Kärnten gegenüber erklären, da ja auch nicht gewußt werde, wie viele rechte Kärntnerinnen und Kärntner es noch gebe, die es den Christschwarzen schwer machen könnten, in Kärnten wieder in eine Regierung, aber nicht nur in Kärnten in eine Regierung zu kommen, auch auf Bundesebene es nur die rechten Österreicher und Österreicherinnen sein werden können, die dem christschwarzen Führer den Kanzler zum Geschenk mit einem Heinz-Christian Strache als Vizekanzler an -, ja welcher Seite …

Das darf nicht vergessen werden, den äußerst nahestehenden Menschen gleich zu fragen, ob er denn gelesen habe, wie Michael Spindelegger auf die freiheitlich vehement verteidigte Karikatur als so gar nicht antisemitisch …

Freiheitlichen ist manch deutscher Vers wohl Anleitung

Mußte augenblicklich gedacht werden, als von der Einteilung des Landesrates Harald Dobernig von Kärntnerinnen und Kärntnern gehört wurde, nach seiner es „richtige“ und …

Vielleicht sind Harald Dobernig, auch Kurt Scheuch, und seine freiheitlichen Kameraden tatsächlich zu oft vor den Versen im Landhaus stehengeblieben, haben diese als weitere unveränderliche Kerne ihres unveränderlichen Wesens in sich aufgenommen, den Treueid heimlich für sich gesprochen gar bei jedem Stehenbleiben davor erneuert, nach diesen zu handeln …

Einer Lyrikerin könnte es schmeicheln, ihre Verse so ernstgenommen zu sehen, als Anleitung für politisches, genauer, parteipolitisches Handeln, aber ein derartiges Ernstnehmen seiner Verse kann ausschließlich einem Lyriker schmeicheln, der solche Verse schreibt, wie sie an einer Wand des Landhauses in Klagenfurt von Johannes Lindner auch heute noch zu lesen sind:

Für eine neue Zeit sind in Kärnten u.v.a.m. zwei Tafeln auch abzumontieren

Laßt sie zusammenstehn allein und ungewählt vor den Versen aus einem Führerhuldigungsbuch

NS Ob Freiheitliche in Kärnten, also Harald Dobernig, Kurt Scheuch und ihre Kameradinnen, ihre Lektüre nach den Empfehlungen der freiheitlichen ZZ wählen, ist nicht bekannt, aber durchaus vorstellbar, sehr vorstellbar, wird zusätzlich berücksichtigt, daß Andreas Mölzer aus Kärnten kommt, der ihnen möglicherweise persönlich das eine oder andere Buch empfiehlt, so recht auf kärntnerische Art, den ha muaßt lesn, der is kloass ha, da Verbelen, sponnend ha und deitschfreindlich … Das wird ein „richtiger“ also „deutscher“ Kärntner als unrichtiges also undeutschkärntnerisches Sprechen abtun, gar verteufeln, aber einem „unrichtigen“ Kärntner oder einer „unrichtigen“ Kärntnernin mag es nicht gefallen, wie Freiheitliche auf rechte Art zu reden, nicht einmal einen harmlosen Satz -, allerdings Verbelen zur Wiederlesung zu empfehlen, ist nicht so harmlos …

NS Wie gewußt wird, haben Freiheitliche trotz ihrer Neigung und ihrem Bekenntnis zum deutschen Kulturraum ihrer Väter es gerade mit der deutschen Sprache nicht leicht -, möglicherweise wollte Harald Dobernig statt „richtige“ eigntlich rechte sagen, in Kärnten also nach seinem Eindruck weniger rechte Kärntnerinnen und Kärntner leben als … In den nächsten Wahlen haben die Kärntner und Kärntnerinnen die Möglichkeit, diesen dobernigschen Eindruck eindrucksvoll zu bestätigen.

Criminalis Mariä Theresiä

Weil es nicht notiert wurde, wurde es wieder vergessen, etwas zu den vor ein paar Wochen geäußerten Wünschen eines von-Losen zu schreiben. Der trübe Tag von heute aber taugt zu nichts anderem, als die Bilder vom letzten und außerhalb von Österreich verbrachten Urlaub zu betrachten. Und beim Photo der Streckleiter fällt es wieder ein, es sollte etwas geschrieben werden zu den Begehren des Ulrich Habsburg-Lothringen …

Daher werden jetzt die Photographien wegen der Streckleiter doch zur Seite gelegt, um ein paar Sätze zu den Tagträumen des Ulrich Habsburg-Lothringen zu schreiben, es wird also wegen der Streckleiter nachgeholt, was vor Wochen bereits getan werden wollte, aber dann doch gleich wieder vergessen wurde zu tun, wohl deshalb, weil es eines der nebensächlichsten Themen ist, über das je nur geschrieben werden kann …

Aber dieser habsburgische Tagtraum löste vor ein paar Wochen eine breite mediale Berichterstattung aus, sogar Umfragen wurden gestartet, vor allem die Art und Weise, wie darüber berichtet wurde, rechtfertigt es, nun, ein paar Wochen später, doch dazu ein paar Sätze zu schreiben. Der Tagtraum, der Wunsch, der Vorschlag von Ulrich Habsburg-Lothringen, in Österreich wieder Adelstitel einzuführen, wurde medial gewandelt in: Habsburg-Lothringen will, verlangt, fordert … Medien reagierten also mit einem Untertanenreflex augenblicklich auf den Tagtraum eines Angehörigen dieser Familie und setzten lakaienhaft eine breite öffentliche Debatte darüber in Gang, ob denn die österreichische Verfassung, wie Ulrich Habsburg-Lothringen träumt, dafür geändert werden sollte, daß er wieder als Erzherzog über die Felder …

Dieser mediale Untertanenreflex ist ausschlaggebend und letztlich dafür hauptverantwortlich, nun doch noch etwas zu diesem Tagtraum des Ulrich-Habsburg-Lothringen zu schreiben, nachdem so viele österreichische Medien es verabsäumt haben, es nicht mit der auf einen derartigen Tagtraum einzigen angemessenen Reaktion zu behandeln, den Tagtraum schlicht und einfach unerwähnt zu lassen …

„Und ordnen Wir, daß eines solch vorsetzlichen Selbstmörders sein Körper gleich einem Viehe vertilget, sein ganzes Vermögen Uns verfallen …“

Aber es blieb nicht breit unerwähnt. Es gesellten sich Dummheiten zu den Argumenten von Ulrich Habsburg-Lothringen hinzu, wobei seine Argumente nicht als dumm einzustufen sind, weil Argumente eines Tagtraumes der Logik und Wirklichkeit des Träumens verpflichtet sind, im Tagtraum eine ganz eigene und besondere Realität geschaffen wird, in der alles seine Richtigkeit hat, die aber nicht berichtenswert ist. Eine Dummheit, die mehr als einmal medial vorgebracht wurde, war, Ulrich Habsburg-Lothringen wäre dann ein direkter Nachkomme von Maria Theresia Habsburg. Er ist es ohnehin, auch ohne Adelstitel. Wie viele bäuerliche Familien haben an einer Wand einen Stammbaum hängen und verweisen stolz ihre Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großmutter, von der sie abstammen … Mit einer Penetranz wurde medial auf Maria Theresia Habsburg verwiesen, als ob es eine Auszeichnung wäre, mit dieser Frau verwandt zu sein, als ob sie ein Argument dafür wäre, die österreichische Verfassung dafür zu ändern, daß ein Ur-Keine-Ahnung-wie-oft-Ur-Enkel wieder ein Voner sich nennen darf … Das taggeträumte zentrale Argument von Ulrich Habsburg-Lothringen für die Wiedereinführung der Adelstitel war der Hinweis, diese seien „ein wichtiger Teil der Geschichte“. Das klingt harmlos, das klingt gut, das klingt verlockend, Maria Theresia war auch eine Adelige, ja, her mit dem Adel, wenn sogar die gute Maria Theresia eine Adelige war, dann kann es doch dem Enkel nicht hartherzig verwehrt werden, als Voner und Zuer „ein wichtiger Teil der Geschichte“ …

„Ein wichtiger Teil der Geschichte“ -, was aber für einer Geschichte? Gerade von einem heutzutage für die Grünen in einem dörflichen Gemeinderat Sitzenden könnte angenommen werden, er würde sich mehr dafür schämen, ein Verwandter dieser Familie zu sein, ein Verwandter u.v.a.m. von Maria Theresia … In die Collage wurden u.a. einige Ausschnitte aus der „peinlichen Gerichtsordnung“ seiner Großmutter aufgenommen, die nicht nur rassistisch und antisemitisch sind, sondern auch zeigen, wie Maria Theresia für sich zusätzliche Einnahmeqmöglichkeiten durch Verabschiedung krimineller Gesetzes sicherte … Seitens der Familie Habsburg-Lothringen kommen allenthalben Forderungen nach Rückgabe des Vermögens, auch eines geraubten Vermögens, die Hinterbliebenen eines Selbstmörders per Gesetz um ihr Erbe zu bringen, die Hinterbliebenen in Sippenhaftung zu bestrafen und zugleich sich an ihnen auch noch zu bereichern -, was für eine edle Geschichte!

An ein paar Sätze dazu war lediglich gedacht -, das sind jetzt schon zu viele, deshalb Schluß jetzt, mit ein paar Verlinkungen:

Eine Reliquie von Karl Habsburg beim österreichischen Bundesheer zum Anbeten

Die Vulgär-Vergleiche der Monarchie-Süchtigen

Einerlei, ob ein Habsburg lebt, stirbt, Geistesgrimassen wie von Otto werden immer geschnitten

…

Robert Jan Verbelen – Freiheitliche verschwenden Steuergeld für einen ihrer geliebten Schriftsteller und Mörder aus den Reihen der SS

Es wurde zwar gestern über die Wiederlesung von Robert Jan Verbelen bereits geschrieben, aber ein Teil daraus ist besonders herauszustellen, nämlich der, daß Freiheitliche nicht nur vielleicht bei Kerzenlicht und einem Glas Wein von dem Weißen ihrer Leidenschaft für ganz besondere Schriftsteller nachgehen, sondern sich auch auf parlamenarischer Ebene und auf Steuergeldkosten für ganz bestimmte Schriftsteller einsetzen.

Vielleicht ist es auch oder zusätzlich freiheitliche Dankbarkeit gegen Robert Verbelen, dem doch zu verdanken sei, wie der freiheitliche Abgeordnete Herbert Haupt und seine Kollegen in einer parlamentarischen Anfrage in 1998 schrieben, daß der “von Kommunisten geplante Putsch rechtzeitig bekannt wurde” … Mag. Herbert Haupt, wenn Sie sich nicht mehr erinnern sollten, war auch einmal dritter Nationalratspräsident, war Vizekanzler, war Obmann der Freiheitlichen … Die Antwort des Innenministers war, es habe sich kein Beitrag von Robert Verbelen zur Niederschlagung des Putsches finden lassen … Es kann auch und zusätzlich der Versuch einer Wiederherstellung der Ehre, nun wenigstens im Literarischen, sein, einen Versuch hat bereits Herbert Haupt und seine Kameraden für Robert Verbelen unternommen, der nicht seine Schriftstellerei betraf, in einer parlamentarischen Anfrage an den Justizminister, ob denn das Urteil in Belgien überhaupt rechtmäßig sei … Die Antwort des Justizministers kann ebenfalls mit einem Klick hier aufgerufen werden …

Dafür verschwenden Freiheitliche Steuergeld durch Verschwenden von Arbeitszeit von Abgeordneten, von einem Innenminister, von einem Justizminister, für deren Gehälter der Steuergeldzahler und die Steuergeldzahlerin aufkommen müssen. Die Verschwendung von Steuergeld für Robert Jan Verbelen war 1998, soher müßte geschrieben werden, Freiheitliche versschwendeten Steuergeld. Aber Freiheitliche verschwenden immer wieder Geld für ganz bestimmte Personen, so daß dafür das generelle Präsens nicht falsch gewählt ist. Wessen Geld? Freiheitliche dichten viel, aber beantworten nichts …

NS Es wurde gestern geschrieben, es wäre beinahe verlockend, die Ausgabe 40/2012 der freiheitlichen ZZ zu kaufen. Jedoch das ist nicht notwendig, denn der freundliche Trafikantin erlaubte das Lesen der Empfehung von Robert Jan Verbelen durch Helge Morgengrauen, ohne das Magazin erwerben zu müssen. Und wie gestern erwartet, schreibt Helge Morgengrauen über den verbelenschen Roman „Mister Inkognito“ tatsächlich: „spannend“ … Und womit Herbert Haupt und seine parlamentarischen Kameraden nicht durchgekommen sind, nimmt Helge Morgengrauen auf, um einen mordenden SS-Obersturmführer Verdienste zu erschreiben … Robert Jan Verbelen habe, so in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ, gekämpft im Krieg von 1939 bis 1945 an der Seite von -, ach wie harmlos die Pflicht bloß erfüllt, und danach habe sich Robert Jan Verbelen den Amerikanern zur Verfügung gestellt … Und Robert Jan Verbelen habe sich „Verdienste um die Freiheit von Österreich“ erworben, beim Niederschlagen des kommunistischen Putsches …

Wer all die Wiederlesungen der freiheitlichen ZZ vor sich ausbreitet, wird spätestens jetzt mit der Belobigung von Robert Jan Verbelen sich des Eindrucks nicht erwehren können, die freiheitliche ZZ ist die Dichterin, die an einem Fortsetzungsroman „Dichtung und Wirklichkeit“ schreibt …

NS In der „Zeit“ vom 9. September 1966 konnte unter „Warnung an Österreich“ nicht nur etwas über Robert Verbelen gelesen werden, sondern auch über die Milde der österreichischen Gerichte, über den „provinziellen Eigendünkel“ und auch darüber, daß wieder Antisemitismus getragen werde … Sollte „Die Zeit“ sparen müssen, bei ihren Berichten über Österreich ein leichtes Unterfangen, sie bräuchte für ihre aktuelle Berichterstattung über Österreich bloß ihre vor Jahrzehnten schon bezahlten und jetzt kostenneutralen Artikel aus dem Archiv wieder veröffentlichen …

 

Die freiheitliche ZZ liest wieder den zum Tode verurteilten SS-Obersturmführer Robert Verbelen

Wenn bedacht wird, dafür nur einmal die drei seit dem 7. September 2012 von der freiheitlichen ZZ vorgestellten Autoren vor Augen, wie dieses freiheitliche Magazin Druckerpatrone um Druckerpatrone leert, um ihren zur Wiederlesung empfohlenen Autoren eine geschönte Biographie zu schreiben, wäre es beinahe verlockend, die aktuelle Ausgabe zu kaufen, um zu lesen, wie es der freiheitlichen ZZ diesmal gelingen will, den wegen Mordes in effigie zum Tod verurteilten SS-Obersturmführer Robert Verbelen …

Bei Mirko Jelusich war es der auch heute bei anderen Machenschaften nicht unbeliebte freiheitliche Hinweis, es hätte das Verfahren gegen ihn mangels strafbarer Tatbestände eingestellt werden müssen, bei Rudolf Hans Bartsch die Erwähnung, er sei sogar für den Nobelpreis vorgeschlagen gewesen -, als ob das schon eine Auszeichnung wäre, vor allem ohne zu nennen, wer ihn denn dafür vorgeschlagen habe … Bei August Kraft ebenfalls die üblichen und erprobten Weglassungen …

Die freiheitliche ZZ wird für ihre Wiederlesungsempfehlung nicht den Text von dem Simon-Wiesenthal-Archiv herangezogen haben, gar zitiert haben …  In der freiheitlichen ZZ wird wohl etwas darüber geschrieben worden sein, wie spannend die verbelenschen Spionageromane seien, vielleicht sogar, besonders für und vor allem männliche Jugendliche … Wie den Texten auf der Ansichtskarte entnommen werden kann, zeigt es sich am Umgang mit Robert Verbelen, wie unbehelligt in Östereich … Aber auch in dieser Hinsicht ist Österreich nicht einzigartig, wie ebenfalls gelesen werden kann, diesmal anhand des Beispielgebers Verbelen …

Die literarische Qualität der von der freiheitlichen ZZ Wiedergelesenen kann es kaum sein, um diese wieder hervorzukramen, die Gründe dafür müssen wohl vor allem außerliterarische sein. Im Fall von Robert Verbelen möglicherweise die Bewunderung dafür, daß dieser von seinem einmal eingeschlagenen Weg nicht abwich, der in Belgien mit dem Ermorden von Zivilisten und Widerstandskämpfern begann, sich fortsetzte bis zu seinem Tod in 1990 mit seinem Engagement in der rechtsextremen Szene von Österreich und Deutschland -, Robert Verbelen also ebenfalls ein „Charaktermensch“ gewesen sein muß … „Charaktermenschen“ bedeuten Freiheitlichen auch in anderen Zusammenhängen sehr viel, wie ein aktuelles Beispiel aus Kärnten … Es gibt menschgemäß immer mehr Gründe. Vielleicht ist es auch oder zusätzlich freiheitliche Dankbarkeit gegen Robert Verbelen, dem doch zu verdanken sei, wie der freiheitliche Abgeordnete Herbert Haupt und seine Kollegen in einer parlamentarischen Anfrage in 1998 schrieben, daß der „von Kommunisten geplante Putsch rechtzeitig bekannt wurde“ … Mag. Herbert Haupt, wenn Sie sich nicht mehr erinnern sollten, war auch einmal dritter Nationalratspräsident, war Vizekanzler, war Obmann der Freiheitlichen … Die Antwort des Innenministers war, es habe sich kein Beitrag von Robert Verbelen zur Niederschlagung des Putsches finden lassen …

Es kann auch und zusätzlich der Versuch einer Wiederherstellung der Ehre, nun wenigstens im Literarischen, sein, einen Versuch hat bereits Herbert Haupt und seine Kameraden für Robert Verbelen unternommen, der nicht seine Schriftstellerei betraf, in einer parlamentarischen Anfrage an den Justizminister, ob denn das Urteil in Belgien überhaupt rechtmäßig sei … Die Antwort des Justizministers kann ebenfalls mit einem Klick hier aufgerufen werden … Freiheitliche nehmen Urteile nicht so einfach hin …

NS Der „Spiegel“ beschrieb 1966 den Umgang der österreichischen Justiz mit Kriegsverbrechern der totalitären nationalistischen Massenmord- und Massenverbrechendiktatur des deutschen Reiches, nicht nur über Robert Verbelen … Es wird auch der von einem freiheitichen Gemeinderat berichtet, der in zweiter Instanz …

Die meisten Nazi-Richter und Staatsanwälte blieben im Dienst oder wurden bald wieder eingestellt (SPIEGEL 44/ 1965). Geschworene bei NS-Prozessen werden nicht nach ihrer NS-Vergangenheit befragt. Als aber in einem Kriegsverbrecherprozeß ein Geschworener mosaischen Glaubens auftauchte, wurde er wegen Befangenheit abgelehnt. So kam es in Österreich zu folgenden Urteilen:

Richard Hochrainer, bei seiner Verhaftung Gemeinderat der rechten „Freiheitlichen Partei“ im salzburgischen St. Michael, wurde 1961 wegen eines nach Kriegsende begangenen Mordes an neun jüdischen Zwangsarbeitern zu sieben Jahren Kerker verurteilt, in zweiter Instanz aber freigesprochen.

Franz Murer, einst Judenreferent im Gebietskommissariat Wilna (Beiname: „Henker von Wilna“), wurde von einem Grazer Geschworenengericht 1963 freigesprochen, obwohl im Wilnaer Getto von 80 000 Juden nur wenige hundert überlebt hatten. Der freigesprochene Hochrainer holte den freigesprochenen Kameraden Murer, der es zum Obmann der Bezirkslandwirtschaftskammer Liezen (Steiermark) gebracht hatte, mit Mercedes und Blumen vom Gericht ab.

Mirko Jelusich oder die Treue der zurzeitigen Freiheitlichen zu nationalistischen Schriftstellern, auch des deutschen Reiches

Ehe Freiheitliche gleich aufheulen wollen, es werde wieder versucht, sie über die nationalistischen Äcker der totalitären Diktatur des deutschen Reiches gehen zu sehen, sollen Freiheitliche die damit verbundenen und einzig relevanten Fragen genau lesen – und endlich einmal beantworten; entscheidender aber: die Wählerinnen und Wähler sollten sich auch diesen Fragen endlich ernsthaft stellen, ehe sie Freiheitliche in jedweder kommender Wahl ihre Stimme …

Was sagt es über eine vor allem Männerriege aus, die einen derartigen Literaturgeschmack hat, die einen derartigen begrenzten literarischen Horizont sich selbst auferlegt? Und nicht nur sich selbst verordnen wollen, sondern diese Literatur auch empfiehlt, der Betätigung geradezu verfallen ist, wieder und wieder derartige Literatur zu empfehlen, unter größten Anstrengungen der schönigendem Darstellung dieser Schriftsteller? Und das nicht vor fünzig oder sechzig Jahren, sondern heutzutage, nach allen wissenschaftlichen Erkenntnisen und Aufarbeitungen? Wie sehr färbt eine derartige Literatur auf ihr Handeln, daß von ihnen als ein „politisches“ verstanden wird, ab? Ist eine derartige Liebe, die sie wohl für sich als selbst als eine sie ehrende ansehen dürften, heututage in Wahlen noch eine belohnbar?

Das sind aber nicht nur Fragen, die in bezug auf die Literatur gestellt werden können, sondern auch in bezug auf Kunst …

Die freiheitliche ZZ ist kein Magazin, das von Wiedergängern der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen Reiches gefüllt wird, sondern eines von gewählten freiheitlichenr Mandataren und Mandatarinnen, von einem III. Präsidenten NR Martin Graf abwärts bis zum zurzeitigen Obmann der freiheitlichen Riege, also keines von beispielsweise Gerd Honsik, Gottfried Küssel, von den Machern der eingestellten Website Alpen-Donau-Info …

Allein in diesem Jahr wurde bis jetzt zur Wiederlesung empfohlen, so daß tatsächlich geschrieben werden kann von einer Liebe zu …

Hilferuf der Freiheitlichen: Wählt nicht uns!

AEIOU – Ka Nazi bist Du

Für die freiheitliche ZZ aber sind Wagners Zeilen antisemitismusfrei

Wiederlesung eines Illegalen und Bücherverbrenners

Kampf für einen neuen Aufbruch des Schönen in der Kunst, wie sie von Freiheitlichen geliebt wird

Kein Anstand  und keine Höflichkeit gegen das deutsche Reich und Adolf Hitler

Für Joseph Goebbels ein Gottbegnadeter

Selektion der Geschichte in der freiheitlichen Zur Zeit

Im Teutschgärtlein von Zur Zeit

Robert Hohlbaum, Josef Weinheber

Genug! Genug! Sollten Sie aber noch mehr erfahren wollen, suchen Sie unter „Zur Zeit“ oder „Dr. Martin Graf“  oder „Andreas Mölzer“ oder „Freiheitliche“ weitere Artikel heraus, die …

Wie Sie der Ansichtskarte entnehmen können, erstreckt sich diese freiheitliche Liebe auch auf Soldaten der massenmordenden und massenverbrecherischen Totaldiktatur des nationalistischen deutsches Reiches, wollen von ihnen auch diese dem Vergessen entrissen werden, die totale Niederlage der Wehrmacht geschmälert werden dadurch, daß wenigstens einzelne Soldaten der Wehrmacht „unbesiegt“ -, wie eben dieser Jagdflieger, der durch einen Unfall … Geradeso, als wollten sie der seinerzeitigen Propaganda von der „unbesiegbaren deutschen Wehrmacht“ beistehen, ihr heute bestätigen, nicht gelogen zu haben … Es bleibt aber nicht beim Schreiben, es wird auch recht ordentlich viel Geld ausgegeben, zum Beispiel für Walter Nowotny … Wie sehr diese glücklicherweise besiegte und untergegangene männliche Soldatengesinnungswelt den freiheitlichen Zugang zu heutigen Themen noch bestimmen, dafür gibt auch eine Brigitte Kashofer ein Beispiel …

Es könnte noch sehr viel angeführt werden. Es soll dabei belassen werden …

Außer, eines noch … Es könnte von jenen, die diese Literatur nicht kennen, gesagt werden, vielleicht ist es einfach großartige Literatur, die von Freiheitlichen zur Wiederlesung empfohlen wird … Eine Leseprobe  von einem freiheitlich wiedergelesenen Hermann Löns wird diese Annahme kaum bestätigen können. Es ist ein Auszug aus dem „Wehrwolf“:

Und ich will doch sehen, ob noch Recht und Gerechtigkeit im Lande ist,
und ob wir in einem christlichen Staate leben oder unter Türken und Heiden!«

»Wulfsbauer,« sagte der Engenser, »wir können jetzt die Ohren steifhalten,
wir gemeinen Bauern. Bei uns haben wir das schon abgemacht: Tatern und
anderes fremdes Volk, das sich bei uns sehen läßt, das wird ohne weiteres
mit der Peitsche begrüßt, denn die Bande zeigt den Räubern, denn was
anderes sind doch diese Kriegsknechte nicht, bloß den Weg, wo es was zu
holen gibt. In Ehlershausen haben sie vorige Woche zwei von diesen
Kerlen, die ein Pferd von der Weide geholt hatten, in aller Heimlichkeit
aufgehängt und beigerodet. Und das ist ganz recht so: denn erstens sind es
keine richtigen Menschen, und außerdem, warum bleiben sie nicht, wo sie
hingehören?«

Er hob seinen Stock hoch und zeigte die Kerben daran. »Seht her! ich habe
einhundertundsiebzehn Kerben hier eingeschnitten, zweiunddreißig auf der
einen und die übrigen auf der anderen Seite. Die fünfundachtzig Kerben
bedeuten, daß ich mitgeholfen habe, fünfundachtzig Landstreicher,
Gaudiebe, Tatern und Marodebrüder und einen verräterischen Hund
dahinzubringen, wo sie von Gottes und Rechtes wegen hingehören, unter
die Erde nämlich, daß die Würmer sie fressen, wenn sie sich davor nicht
ekeln. Die zweiunddreißig Kerben aber, meine Freunde, die bedeuten, daß
ich zweiunddreißig Menschen von dieser Art mit meiner eigenen Hand
beiseite gebracht habe.«

Die Marodebrüder und Parteigänger zogen immer noch im Lande um; aber
ihre gute Zeit war vorbei. Wo sie sich blicken ließen, lief das Volk
zusammen und schlug sie tot, und die Tatern und was sonst ohne Haus und
Herd war, desgleichen.

Das half ihnen auf die Dauer aber doch nichts; die fremden Herren nahmen
ihnen mit Gewalt und List ein Recht nach dem andern, und schließlich
wurden sie alle zinspflichtige Lehnsmänner bis auf den Wulfsbauern;

„Tatern“ sind, wie sie heute noch von Freiheitlichen bezeichnet werden: „Zigeuner“ … Für Freiheitliche scheint die Wirklichkeit heute die Literatur zu sein, die sie lesen …

PS Quellen der Zitate auf der Ansichtskarte:

Lexikon nationalsozialistischer Dichter

Rezitationsabend zum 10. Oktober, der heuer auf den ……… fälllt

Gefangen, auch im Erinnern

Zur Zeit, Ausgabe 39/2012, 28. September-4. Oktober 2012

Wirtschaftsmanager Frank Stronach rechnet einfach zum Lebenkönnen Zinsen aus

Anläßich der Vorstellung seiner Person als Team am 27. September 2012 sagte Frank Stronach, dieser Tag werde in die österreichische und in die Geschichte der Welt eingehen -, mit der Teamklonung aber läßt er einen so leisen Pups, daß diesen nicht mal Frank Stronach selbst hört …

Der Tag der Darstellung von Frank Stronach als Team wird nicht einmal in die österreichische Geschichte eingehen, aber die österreichischen Medien werden eingehen – in die Geschichte mit ihrer Berichterstattung dieser Wochen im Jahr 2012, in der sie vollkommen entgrenzt und überschnappend von dem Wirtschaft-Wirtschaft-Werte-Angaberufer Frank Stronach als Team, das bei Wahlen antreten will, schreiben, aus schwer zu argumentierenden und kaum nachvollziehbaren Gründen heraus Frank Stronach aus der Autoersatzwerkstatt herauszerren, um ihn in der Politik zu etablieren, ihm eine politische Bedeutung zu erschreiben, die ihm in keiner Weise zukommt. Die Ursache dafür kann nur sein, daß die österreichischen Journalisten und Journalistinnen Frank Stronach nicht zuhören, sondern einzig damit beschäftigt sind, während Frank Stronach spricht, für sich das Geld von Frank Stronach zu zählen und sie von der errechneten Summe derart erschlagen beeindruckt sind, daß sie nicht anders können, als Frank Stronach wichtig zu nehmen, während Frank Stronach mit seinem Gesagten nicht ernster zu nehmen ist, als beispielsweise der Werte-Werte-Werte-Rufer Rudolf Gehring, und vielleicht, hinzukommend, österreichische Journalistinnen und Journalisten weit mehr rührselig als politisch sind, noch weiter unter Tränen stehen beim Schreiben ihrer Kommentare und Berichte, erweicht von den Schnulzen, die Frank Stronach ihnen aufsagt, über sein Leben, das so arm begann und schließlich sie zum Träumen bringt -, was könnten sie nicht alles schreiben, wenn sie auch so viel Geld hätten wie …

Transparenz, Wahrheit, Fairness sind die von Frank Stronach bevorzugt geleierten Wörter -, also drei weitere Pupse:

Transparenz

Bei Fragen beispielsweise zur Versteuerung seines Geldes ist die äußerst transparente Antwort von Frank Stronach die transparente Frage, ob denn ein „Gesandter der Roten Armee“ …

Wahrheit

Die Wahrheit spricht Frank Stronach, wenn er sagt, es müsse aufgepaßt werden, daß nicht ein Millionär komme und Wahlen kaufe … Wird der nächste Kauf vorbereitet? Der erste Kauf scheint abgeschlossen zu sein,  die Berechtigung, in Wahlen kandidieren zu dürfen. Schon aber mit dem nächsten Ausspruch ist es mit der Wahrheit wieder vorbei, er sei ein Mann des Volkes … Wäre er, wonach immer dieser Pups inhaltlich schmecken mag, tatsächlich ein Mann des Volkes, hätte er sich wohl die Mühe gemacht, die notwendigen Unterschriften für die Wahlzulassung zu sammeln, und nicht dafür bequem ein paar Abgeordnete … Und dann wieder ein Augenblick der Wahrheit, wenn Frank Stronach den Namen eines von ihm erworbenen Abgeordneten nicht weiß. Das hat ihre Logik und Richtigkeit, denn gerade dieser Abgeordnete sprach in einem Interview Tage zuvor mit stronachschen Formulierungen, so daß die korrekte Anrede von Frank Stronach für diesen aber auch für die anderen erworbenen Abgeordneten nur sein kann – Frank Stronach …

Fairness

Frank Stronach sagt von sich, er werde als einer der besten Wirtschaftsmanager angesehen. Wirtschaftsmanager, ob gute oder schlechte, müssen rechnen können. Frank Stronach kann also rechnen. Und er gab auch diese Woche eine Vorstellung seiner -, er sagt, daß jemand, der zwanzig Jahre einfach gelebt und gespart habe, dann so viel Geld auf der Bank haben müßte, um von den Zinsen (zumindest und wieder einfach) leben zu können. Nun, zum Beispiel ein Betriebselektriker oder eine -elektrikerin mit einem Kind: nach dem Kollektivvertrag 2.094,50 € brutto, das sind mit Alleinverdienerabsetzbetrag: 1.500,01 € netto monatlich. Angestellt bei Magna hieße das, wie den Stelleninseraten entnommen werden kann, wohl ein wenig mehr: denn es wird eine marktkonforme Bezahlung nach Abhängigkeit von Qualifikation und Berufserfahrung angeboten. Damit dieser Betriebselektriker oder diese -elektrikerin auch eine Chance hat, einfach zu leben und Geld anzusparen, bietet Magna aus lauter Fairness heuer in der aktuellen Gehaltsverhandlung eine Gehaltsreduktion an, sonst müßte Magna ins Ausland verlagert werden. Magna spricht nicht von Gehaltskürzung, sondern Magna will von seinen Angestellten einen Rabatt, wie auf einem Gebrauchtwagenersatzteilemarkt …

Frank Stronach rechnet …

Es ist nicht das erste Mal, daß Magna Gehaltsverzicht verlangt. Auch unter Frank Stronach setzte Magna Gehaltsverzicht durch. Nach mehrmaligen Gehaltskürzungen darf angenommen, daß der Betriebslelektriker oder die -elektrikerin endlich kollektivvertraglich mit 1.500,01 netto monatlich entlohnt wird – und es kann damit so einfach gelebt werden, daß nach Bezahlung der Kosten für Wohnung, Strom, Lebensmittel, Heizung, Kleidung, Telefon, Fernsehen, Schulausgaben und so weiter und so fort noch (vorausgesetzt,, es müssen keine weiteren Rabatte gewährt werden und es passieren in den zwanzig Jahren auch keine Vorfälle, Unfälle, Krankheitsfälle usw., die nicht kalkulierte enorme Kosten verursachen), 150,00 € Monat für Monat, Jahr für Jahr auf die Bank -, und nach zwanzig Jahren ein einfach schönes Vermögen von 36.000,00 € -, eine Summe, die ausreicht, um von den Zinsen zu leben, selbstverständlich einfach zu leben. Wer kennt nicht die Höhe der Sparzinsen? Möglicherweise meint Frank Stronach, daß Banken die unverschämt niedrigen Überzugszinsen von 12,5 und mehr Prozent für Sparguthaben einräumen, so wie Magna Rabatte auf die Löhne und Gehälter bekommt, als wäre Magna ein auf einem Gebrauchtwagenersatzteilemarkt einkaufender Elektriker und die Elektrikerin eine Verkäuferin von gebrauchten Gebrauchtwagenersatzteilen … Für die Beispielrechnung soll  angenommen werden, auch in der Stronach-Magna-Welt zu leben: mit 12,5 und zusätzlichen 5% Zinsen von 36.000,00 € … Was für eine Fairness gegen die „Arbeiter“, die sonst ja nur (außerhalb der Stronach-Magna-Welt) „verraten“ werden, ihnen derartige Chancen zu bieten zu …

PS Es kann aber auch sein, zugleich sein, daß Frank Stronach ganz genau zugehört wird, und es nicht unvorteilhaft wäre, wenn Frank Stronach als Team einen fulminanten Wahlsieg einfährt, denn das ist die Garantie, daß alles bleibt, wie es ist, daß sich nichts ändert.¹

¹Und Frank Stronach sagt es im Grunde auch jetzt schon, wenn er meint, er würde Karl-Heinz Grasser zurücknehmen, wohin? Oder meint Frank Stronach: mitnehmen -, mitnehmen als Finanzminister zu Frank Stronach als Regierung, der, wie er ebenfalls von sich selber sagt, Karl-Heinz Grasser sei einer, nein sogar der beste² …

² Karl-Heinz Grasser von Jörg Haider zu Frank Stronach zu Wolfgang Schüssel zu nun möglicherweise wieder Frank Stronach hat amtsbekannt bewiesen, was von Männern aus der Stronach-Magna-Welt als sogenannte Volksvertreter nicht zu erwarten ist – u.v.a.m Transparenz, Wahrheit, Fairness …