Willst Du Freude am Sohne haben, vergiß Deinen Stock nicht

Joseph Ratzinger hat aktuell mit seinem pseudonymisierten Namen eine Ausage über Zeitgemäßheit getätigt, die weiter verlockt, das Zeitgemäße seiner Weltanschauung vorzustellen, um zu veranschaulichen, wie scharfsinnig der Mann des Katechismus urteilen, wie aufmerksam der Mann des Katechismus die Vorgänge in …

„Wer seinen Sohn liebt, hält den Stock für ihn bereit, damit er später Freude erleben kann. Wer seinen Sohn in Zucht hält, wird Freude an ihm haben“ (Sir 30,1-2).

Wer aber zur Freude sich mit seiner Frau oder sich mit ihrem Mann in Unzucht halten läßt, muß gewahr sein, 

 Unzucht ist die körperliche Vereinigung zwischen einem Mann und einer Frau, die nicht miteinander verheiratet sind. Sie ist ein schwerer Verstoß gegen die Würde dieser Menschen und der menschlichen Geschlechtlichkeit selbst, die von Natur aus auf das Wohl der Ehegatten sowie auf die Zeugung und Erziehung von Kindern hingeordnet ist. Zudem ist sie ein schweres Ärgernis, wenn dadurch junge Menschen sittlich verdorben werden.

Masturbation im zeitgemäßen Katechismus

Und da es zu allen Zeiten kein zeitgemäßeres Regelwerk als den geltenden Katechismus der römisch-katholischen Kirche, für das Joseph Ratzinger leitend verantwortlich ist, gab, konnte tatsächlich nur Joseph Ratzinger nun unter seinem Pseudonym Benedikt XVI. unfehlbar beurteilen, was zeitgemäß und was nicht zeitgemäß war …

2352 Masturbation ist die absichtliche Erregung der Geschlechtsorgane, mit dem Ziel, geschlechtliche Lust hervorzurufen. „Tatsache ist, daß sowohl das kirchliche Lehramt in seiner langen und stets gleichbleibenden Überlieferung als auch das sittliche Empfinden der Gläubigen niemals gezögert haben, die Masturbation als eine in sich schwere ordnungswidrige Handlung zu brandmarken“, weil „der frei gewollte Gebrauch der Geschlechtskraft, aus welchem Motiv er auch immer geschieht, außerhalb der normalen ehelichen Beziehungen seiner Zielsetzung wesentlich widerspricht“. Der um ihrer selbst willen gesuchten geschlechtlichen Lust fehlt „die von der sittlichen Ordnung geforderte geschlechtliche Beziehung, jene nämlich, die den vollen Sinn gegenseitiger Hingabe als auch den einer wirklich humanen Zeugung in wirklicher Liebe realisiert“ (CDF, Erkl. „Persona humana“ 9).

Wer noch mehr über das Zeitgemäße der Schreiber des alten und des neuen Testamentes, von Augustinus, von Thomas, von Ratzinger, von Schönborn …, wen die Auferstehung der Embryonen zum Weiterlachenwollen animierte –, der gesamte Katechismus ist auf der Website des in einem Grätzel von Rom absolutistisch in den Grenzen seiner Zeitgemäßheit geführten Staates …

Auferstehung der Embryonen – Scharfsinn der Glaubensmänner

Es ist doch immer wieder belustigend, Nachrichten über Aussagen und Aufregungen in Filialen des Organisierten Glaubens zu lesen, zum Beispiel in einer römischen-katholischen …

Die Presse erinnert an den 1992 erstellten Katechismus unter der Leitung von Ratzinger und seinem sekretärialen Schönborn  …

Ein ebenso scharfsinniger Zeitgenosse von Ratzinger und Schönborn schreibt, wie Giorgio Agamben in „Nacktheiten“ berichtet:

Vor eine härtere Probe wird der Scharfsinn der Kirchenväter jedoch durch einen hypothetischen Fall gestellt: das Kind eines Menschenfressers, der sich nur von Menschenfleisch, genauer nur von Embryonen ernährt. Laut der mittelalterlichen Wissenschaft stammt der Samen aus dem Überfluß der Nahrung (superfluo alimenti). Das würde bedeuten, dass ein und dasselbe Fleisch zu mehreren Körpern gehört (dem des Gegessenen und dem des Kindes) und deshalb in mehreren Körpern auferstehen muss – was unmöglich ist.

Die Lösung dieses Falles besteht laut Thomas in einer salomonischen Teilung:

„Die Embryonen als solche nehmen an der Auferstehung nur dann teil, wenn sie zuvor von der rationalen Seele belebt worden sind. Aber in diesem Fall ergänzt eine aus der Gebärmutter hervorgehende neue Nahrung die Substanz des Samens. Selbst wenn man sich nur von menschlichen Embryonen ernährte und aus dem Überfluß dieser Nahrung zeugte wird deshalb die Substanz des Samens in dem auferstehen, der durch ihn gezeugt wurde. Es sei denn, dass in diesem Samen Bestandteile der Substanz der Samen derer enthalten wären, deren verzehrtes Fleisch den Samen hervorgebracht hat: Denn diese Bestandteile werden im ersten, nicht im zweiten auferstehen. Schließlich ist es offensichtlich, dass der Rest des verzehrten Fleisches, der nicht in Samen umgewandelt wurde, im ersten Individium aufersteht, dieweil die göttliche Macht eingreift, und die fehlenden Teile ersetzt.“

Von Augustinus weiß Agamben zu zitieren:

Der Mann hätte den Samen gesät, das Weib ihn in ihre nicht von der libido erregten, sondern vom Willen bewegten Genitalien aufgenommen, wann und so viel es notwendig war.

Es war möglich, den männlichen Samen bei völlig gewahrter Unversehrtheit in den Schoß der Gattin zu befördern, so wie jetzt aus dem Schoß der Jungfrau sich der monatliche Blutfluss ergießt, ohne ihre Unversehrtheit zu gefährden.

Über die Beherrschbarkeit des Körpers weiß Augustinus Beispiele aufzuzählen, die …

Noch andere brauchen bloß ein wenig auf ihren Magen zu drücken, um alles, was sie verschlungen haben, wie aus einem Sack wieder hervorzuholen. Wieder andere erzeugen mit ihrem After, ohne dass es schlecht riechen würde, nach Belieben so mannigfaltige Geräusche, dass man glauben könnte, sie sängen auch mit dieser Seite des Körpers. So gibt es Menschen, die mit den Ohren wackeln, mit einem oder auch mit beiden zugleich.

Die Lektüre von nicht-zeitgenössischen Texten etwa von Ratzinger, Schönborn, Thomas, Augustinus und vielen vielen anderen Kirchenvätern belustigt also ungemein … Für einen Lacher zwischendurch reicht oft bereits der Kompositumwitz „Kirchenväter“, dessen zweites Wort die Pointe … Allerdings, es ist nicht zum Lachen, was, Männer des Organisierten Glaubens mit ihrem —

Nicht über Kulturetatkürzungen reden, sondern Militärbudgets zu 100% für Kultur ausgeben

Es scheint nun die Diskussion über den „Kulturinfarkt“ auch rasch in Österreich angekommen zu sein, eine unnötige, eine überflüssige und eine falsche, eine Diskussion, in die nicht einzusteigen ist …

Denn es kann nie genug Kultur geben, mehr noch, es muß immer noch mehr Kultur geben, wenn endlich die Tötungsgesellschaft und die durch Militär und Rüstungsindustrie pervertierte und korrumpierte Gesellschaft überwunden werden will …

Es ist jedoch bitterer Ausdruck dieser Tötungsgesellschaft, bereitwillig eine gänzlich falsche Diskussion breit aufzugreifen, Argumente für und Argumente gegen Kulturetatkürzungen hervorzukramen, leichtfertig Kultur zu schwächen, ganz gleich ob mit Argumenten für oder mit Argumenten gegen die Kulturbudgets, es wird die Kultur damit insgesamt verantwortungslos in Frage gestellt …

Es kann aber nur eine einzige Aktion geben, es kann nur eine einzige Forderung geben, gerade in Zeiten des Sparwahns, der auch Kultur zugrunde richten will, es kann nur die nicht verhandelbare Forderung der ersatzlosen Abschaffung jedweden Militärs geben, die Forderung der einhundertprozentigen Verwendung von Militärbudgets für Kultur weltweit, in jedem Staat …

Es ist auch bitterer Ausdruck dieser Tötungsgesellschaft, die fortwährenden und weiter explodierenden Ausgaben für Militärs einfach hinzunehmen, dagegen nicht breitest diskutieren zu wollen, zu können, dagegen nicht breitest und massiv vorgehen zu wollen, zu können,

obgleich jedwedes Militär die größtmögliche Vernichtungs- und Auslöschungsmaschinerie wie auch Verschwendungsmaschinerie  ist, die gekannt wird,

obgleich jedwedes Militär vollkommen ohne Nutzen und absolut ohne Weltverbesserungspotential,

obgleich jedwedes Militär das größtmögliche Hemmnis für jedwede nachhaltige Entwicklung,

obgleich jedwedes Militär ohne Umwegrentabilität,

obgleich jedwedes Militär mit seiner Fleisch- und Blutsucht die höchstmöglichen Umwegkosten verursacht …

Weder für Martin Graf noch für Abgeordnete gute Werte – Zwischenstände von zwei Umfragen

Es dürfen wieder einmal die Zwischenstände von den zwei Umfragen mitgeteilt werden.

Seit der letzten Bekanntgabe des Zwischenstandes der langjährigen Umfrage „Sollen alle Abgeordneten, die Dr. Martin Graf zum III. Präsidenten NR wählten, zurücktreten“ haben sich die Werte für die Abgeordneten wieder ein wenig verschlechtert, es sind also wieder mehr für die Rücktritte von allen Abgeordneten, unverändert ist dabei die absolute Mehrheit, die sich aus den Stimmen ergeben, die für Rücktritte von allen Abgeordneten und für den Rücktritt von Dr. Martin Graf allein sind.

Es haben 69,87% der Abgeordneten vor allem der christschwarzen und freiheitlichen Parteien Dr. Martin Graf am 28. Oktober 2008 zu ihrem III. Präsidenten NR gewählt … Die ewigen realpolitischen Gebräuche haben die Abgeordneten überzeugt, Dr. Martin Graf wählen zu müssen, nebensächlich war die Qualifikationsfrage des freiheitlichen Kandidaten …

In dieser Umfrage stimmen fast in gleicher Höhe die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür, einen wie Dr. Martin Graf beispielsweise nicht zum 3. Nationalratspräsidenten  zu wählen. Dieses Zwischenergebnis ist keinem ewigen realpolitischen Gebrauch geschuldet, für diesen Zwischenstand spricht ausschließlich die Amtsfähigkeit von Dr. Martin Graf  …

Sie sind weiter eingeladen, an beiden Umfragen sich zu beteiligen.

Idealtypische Bundeshymne für das österreichische Pflichtwaldheim – Verse von Ottokar Kernstock

Das freiheitliche Magazin „Zur Zeit“ hat, wie bereits geschrieben, von seinem nationalistischen Deutschkeller aus einen Verteidigungsartikel für Ottokar Kernstock verschickt und Helge Morgengrauen legte noch einen offenen Brief bei …

Manchmal haben die von Helge Morgengrauen Favorisierten Zeilen geschrieben, die zur Kenntlichmachung auch heute noch tauglich sind, wie Ottokar Kernstock, dessen Verse „Die Pflicht“ als österreichische Bundeshymne je schon geeigneter und vor allem passender zu Österreich gewesen wären, als die nun vergewaltigten Verse der Paula Preradović … Die Zeilen von ihr waren als Nationalhymne also immer schon falsch gewählte … „Die Pflicht“ von Ottokar Kernstock war, so der erste Gedanke, wäre vor allem von 1945 weg bis 1988 die dieses Land am besten kenntlichmachende Nationalhymne gewesen …

Der zweite Gedanke, die kernstockschen Pflichtzeilen sind nach wie vor die dieses Land am besten kenntlichmachenden, denn es wird, mit Blick etwa auf die aktuelle Debatte um das Denkmal am Heldenplatz für die Deserteure, weiter von der „Pflicht“ gefaselt, von jenen, die für ein Deserteursdenkmal sind, und von jenen, die aus einem anderen Pflichtverständnis heraus gegen ein Deserteursdenkmal sind …

Die „Pflicht“ als Ausrede ist in diesem Staat also nach wie vor ein hohes …

Und es nicht ausgeschlossen, daß die „Pflicht“ christschwarzen und sozialdemokratischen Mandatarinnen und Abgeordneten eines Tages als Ausrede dienen wird, um für sich Verständnis zu erheischen, es sei ihre „Pflicht“ gewesen, im Parlament für das ihnen Verordnete zu stimmen, beispielsweise für die Gesetze aus dem „Anti-Terror-Paket … Möglicherweise werden auch die Verantwortlichen der Wiener Kongreßzentrum Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung auf die „Pflicht“ verweisen, die Hofburg auch an jene vermieten zu müssen, die, wie Andreas Mölzer, in der „Kaiser- und Residenzstadt“ die Hofburg für ihr Schmißtönnchengschnas …

Der dritte Gedanke, es müßte gesetzlich festgeschrieben werden, daß eine Nationalhymne alle fünf Jahre zu überprüfen ist, ob diese noch über Österreich aussagekräftig ist, und wenn nicht, eine neue Bundeshymne, wenn es denn eine unbedingt geben muß, in Auftrag zu geben ist …

Der vierte Gedanke, die kernstocksche“Pflicht“ ist nach wie vor die idealtypische Nationalhymne für Österreich, oder erschreckender, Österreich paßt noch immer zum Kernstockigen …

Wkr-Ball in der Hofburg – Es tanzt immer das freiheitliche akademische Personal

Wie zu lesen ist, wurde nun auf einen sprachlichen Trick zurückgegriffen, um das Schmißtönnchengschnas weiter in der Hofburg veranstalten lassen zu können … Sprachliche Tricks haben in Österreich Tradition. Der berühmteste Trick war wohl jener, sich ab 1945 sofort als Opfer darzustellen …

Mit sprachlichen Tricks können in Österreich also immer noch Realitäten geschaffen werden, die nicht mit der Wirklichkeit …

Die Wiener Kongreßzentrum Hofburg Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung als willige Gehilfin für freiheitliche Akademiker und Akademikerinnen wird noch zu erklären haben, was für sie tatsächlich ausschlaggebend war, den gleichen Tänzern und Tänzerinnen die Hofburg ab 2013 wieder vermieten zu wollen, für diese freiheitlichen Akademiker und Akademikerinnen willfährig andere vor den Kopf zu stoßen, Termine ohne Absprache einfach zu verschieben, nur um vor diesen freiheitlichen Akademikern und Akademikerinnen in die Knie zu gehen … Haben freiheitliche Boykottaufrufe ihre Wirkung gezeitigt, die Furcht vor finanziellen Einbußen?

Es ist beschämend, wie willig diesen Unnachgiebigen nachgegeben wird, es ist beschämend, wie diesen unerträglichen freiheitlichen akademischen Ideen das symbolische Zentrum der demokratischen Republik weiter …

Für die Wiener Kongreßzentrum Hofburg Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung werden durch einen sprachlichen Trick derartige Ideen wieder und weiter hofburgfähig:

Feine Gesellschaft mit ihren Programmen aus ihrem Geist

Wahrheit durch Fälschung – Regierung gebiert eine Verdächtigungsgesellschaft

Diese Fälschung eines Schreibens des Innenministeriums sagt als Fälschung die Wahrheit darüber aus, wer in Österreich die Sicherheit tatsächlich bedroht. Es ist die Regierung. Und mit der Regierung ihre christschwarzen und sozialdemokratischen Abgeordneten, die der Regierung und der für die Sicherheit zuständigen SM Johanna Mikl-Leitner Gesetze beschließen, die dazu führen, daß eine Fälschung nicht mehr sofort als Fälschung wahrgenommen werden kann.

Diese Fälschung einer Benachrichtigung an Anrainer und Anrainerinnen in der Redergasse gibt sich zwar selbst als Fälschung zu erkennen. Trotzdem wurde diese Fälschung augenblicklich als echte Benachrichtung massiv verbreitet, als Beweis dafür, wie weit die Überwachung der Bürger und Bürgerinnen in der Republik Österreich bereits geht, wurde diese Fälschung sofort breit gestreut, geschockt darüber, in der Republik Österreich schutzlos und willkürlich der Überwachung ausgesetzt zu sein, den Sicherheitsbehörden ausgeliefert zu sein.

Zum einen sind die Gesetze aus dem Anti-Terror-Paket – Vorratsdatenspeicherung, SPG-Novelle, Terrorismuspräventionsgesetz – höchst fragwürdige Gesetze im Hinblick auf Ausweitung der Sicherheit im Land, zum anderen sind diese Gesetze ebenso höchst bedenklich in bezug auf die demokratiepolitische Entwicklung in diesem Land. Denn diese werden den Klimawandel forcieren, hin zu einem Klima mit noch mehr Angst, einem noch mehr lastend spürbaren Ausgeliefertsein, dem zur Gewißheit werdenden Gefühl des Verlustes verfassungsrechtlich gewährleisteter Grundrechte …

Ein derartiges Klima gebiert politgesellschaftliche Ungeheuer …

Diese Fälschung einer Benachrichtigung des Innenministeriums ist daher weiter zu verbreiten, denn diese Fälschung schreibt die Wahrheit über die von dieser Regierung und ihren fraktionellen Abgeordneten verabschiedeten Gesetze, korrigiert die diese Gesetze verteidigenden Aussagen vor allem der SM Johanna Mikl-Leitner hin zur Wahrheit, was also tatsächlich von diesen Gesetzen zu halten ist. Es sind gemeingefährliche Gesetze ohne Unterstützungswert für die Sicherheit.

PS Keine Fälschungen sind die polizeilichen Schreiben, mit denen eine Parlamentarierin reagieren läßt, auf ein Schreiben an Sie. Was diese Parlamentarierin unter politischer Teilhabe der Bürger und Bürgerinnen versteht, kann hier nachgelesen werden.

SPG-Novelle – Abgeordnete laufen für ihre fraktionelle Regierung mit gegen verfassungsrechtlich gewährleistete Rechte

Die gestrige E-Mail einer sozialdemokratischen Abgeordneten hatte wiederum ausführlich zum Inhalt das Handelsübereinkommen ACTA, womit sich diese Antwort als weitere Nicht-Antwort einreiht auf die E-Mail an die Abgeordneten im österreichischen Parlament, in der es einzig um die SPG-Novelle ging …

Bisher aber kam keine einzige Antwort auf eine weitere E-Mail an die Abgeordneten im österreichischen Parlament, wohl deshalb, weil es bei diesem Schreiben keine Möglichkeit gibt, eine Antwort vorbei am Inhalt zu schicken, kein Wortspiel den Zug anbietet, bequem auszuweichen …

Was schlimmer zu bewerten ist, die ausweichenden Antworten von sozialdemokratischen Abgeordneten, oder daß christschwarze Abgeordnete weder auf die eine noch auf die andere E-Mail antworteten, ist nicht die entscheidende Frage, sondern, daß sowohl christschwarze als auch sozialdemokratische Abgeordnete der SPG-Novelle wie schon vorher dem Terrorismuspräventionsgesetz im österreichischen Parlament zustimmten, ist das Schlimme, daß sie alle berechtigten Bedenken gegen diese Gesetze aus dem „Anti-Terror-Paket“ ignorierten, und sich damit selbst wieder einmal und ein weiteres Mal zu willigen Erfüllungsgehülfen und Erfüllungsgehülfinnen degradierten …

Aber es sind nicht nur die Abgeordneten der Regierungsparteien, die durch ihre Zustimmung zu diesen höchst umstrittenen Gesetzen eine auch demokratiepolitisch äußerst bedenkliche ihnen vorgegebene Handlung setzten, es ist auch das nun nach der parlamentarischen Beschlußfassung mediale Schweigen, das schlimm genannt werden muß, das Abfinden mit der SPG-Novelle, mit der Vorratsdatenspeicherung, das breite Hinnehmen dieser beschlossenen Gesetze …

„Zur Zeit“ wirbt Robert Faller als Abonnenten

Das Magazin „Zur Zeit“ wird schreiben können, es könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden, daß beispielsweise Robert Faller dieses Magazin als eine „sehr gete Zeitung“ einstufe und es auffordere: „weiter so“ …

„Zur Zeit“ wird eines aber wohl genau wissen, es treffe auch den Gesinungsgeschmack eines Robert Faller punktgenau, denn es wäre sonst eine vergebliche Mühe, Robert Faller zu fragen, ob er denn „Zur Zeit“ nicht abonnieren wolle … In diesem Fall ist ohnehin zu vermuten, es handle sich um eine rein rhetorische Frage, und Robert Faller sei längst schon ein Abonnent des Magazins „Zur Zeit“. Für diese Vermutung spricht das diese Frage schließende smiley … Und es spricht auch dafür, daß Freiheitliche und NVP einander nicht unbekannt sind, gibt es doch beispielsweise auf der Plattform des Unternehmens „Facebook“ eine gemeinsame geschlossene Widerstandsgruppe …

Das könnte wohl eine idealtypische Beziehung zwischen einem Abonnenten und einem Medium genannt werden, also eine nicht nur geschäftliche Verbindung, sondern eine …

Für Robert Faller scheinen T-Shirts als Propagandamedium nicht uninteressant zu sein …  Und Mitarbeiter von einem freiheitlichen Spitzenfunktionär haben  T-Shirts …

Ein Berührungspunkt mit teilender Meinung wohl auch das Engagement gegen „Kinderschänder“ …

Freilich gehen Freiheitliche in ihren Aussagen und Aussendungen nicht soweit, wie beispielsweise Robert Faller, „Kinderschänder“ gleich mit Mord zu bedrohen, also alle zu Richter über „Kinderschänder“ mit einem einzig erlaubten Urteil und zugleich zu Vollstreckerinnen des Todesurteils zu ermächtigen … Diese Propaganda gegen „Kinderschänder“ dieser nationalen Kreise eines Robert Faller oder etwa einer ejr in Vorarlberg scheint wenig der Sorge um das Wohl von Kindern geschuldet zu sein, als vielmehr der eigenen Befriedigung blutrünstiger Gewaltphantasien, die nicht nur gefahrlos öffentlich ausgelebt werden kann, sondern mit denen auch auf breite Zustimmung gerechnet werden darf, weil eben Menschen, die an Kindern sich vergehen, ohnehin für die Mehrheit … Von diesen nationalen Kreisen werden die jungen Opfer von kriminellen Handlungen schamlos instrumentalisiert, um ihre Propaganda für  ihre nationalistische Gesinnung mit breit zu streuen, für diese ihre nationale Gesinnung Anhänger und Anhängerinnen zu gewinnen, Aktivistinnen und Aktivisten zu rekrutieren …

Auf derartige Fürsprecher aber können Kinder leicht verzichten …