… schließe aber nicht aus, in seiner Pension Israel einmal einen Besuch abzustatten

In der aktuellen Ausgabe des Magazins „nu“, Nr. 95 (1/2024), als „Dossier: Wahlen“ interviewt Karin Kraml einen Mann, den sie nicht fragt, würde er, wenn er je Bundeskanzler werden würde, sondern sie fragt ihn, „würden Sie als Bundeskanzler“ …

Karin Kraml, nu: Würden Sie als Bundeskanzler als Zeichen der Solidarität […]

Und auf eine entsprechende Frage von ihr schließt er als „Bundeskanzler“ aus, Israel einen Besuch abzustatten, aber wenn er dereinst in „Pension“ sein wird, dann schließe er Israel aus einem Besuch nicht mehr aus

Karin Kraml, nu: Waren Sie persönlich schon in Israel?
„Bundeskanzler“: Nein
Karin Kraml, nu: Warum?
„Bundeskanzler“: Es hat sich während meiner politischen Tätigkeit, auch als Innenminister, einfach nicht ergeben, und privat bin ich vor allem innerhalb Österreichs in den Bergen unterwegs. Ich schließe aber nicht aus, dass ich einmal in der Pension Israel einen Besuch abstatte, was durchaus auch mit dem Interesse für bedeutsame Orte der jüdisch-christlichen Geschichte zusammenhängt.

Diese „nu“-Ausgabe ist wahrlich ein Dossier, aus dem recht viel mehr noch Gehaltvolles zu erfahren ist, und das überrascht nicht, schon bei einem kurzen Blick auf das „ständige Redaktionsteam“,

ein Magazin, einfach wie kurz wiederholt, aus dem derart Gehaltvolles zu erfahren ist,

wie eben über die Nichtreisepläne eines nicht pensionierten Mannes bis zu seinen nicht ausschließenden Reiseplänen in seiner Pension, der jetzt oder (aus dem Niederländischen übersetzt) nu aber

bloß ein Kandidat unter vielen ist, der mit „Lichtgestalten“

in die Berge aufbricht, die „Bewunderer“ der „Israelen“,

daß diesem Kapitel noch weitere …

Fpödienst

Früher einmal hieß es, es heißt immer noch, einen Bärendienst erweisen; eine Redewendung die zurückgeht u. a. auch auf die Fabel „Der Bär und der Gartenfreund“, die mit der Einsicht endet:

Nichts bringt so viel Gefahr uns als ein dummer Freund;
Weit besser ist ein kluger Feind

Ob die „investigative Biographie“ von Gernot Bauer und Robert Treichler ein Bärendienst ist, den sie erwiesen …

Mit Bestimmtheit einen Fpödienst.

Und das nicht nur wegen des nun von ihnen eingestandenen Fehlers, falsche Namen der Großeltern anzugeben, und mehr gestehen sie bis jetzt nicht ein, wie gelesen werden kann, obgleich das Enkelkind mehr Falsches im Zusammenhang mit seinen Großeltern anführt.

Diesen Fpödienst aber gibt es in Österreich schon lange, zu lange, einfach wie kurz gesagt, nicht erst seit den Nächten des ersten Kommandanten des Enkelkinds

es könnte beim Fpödienst geradezu vom ersten Paragraphen einer österreichischen Leitkultur … Und nun, in diesem April ’24, reihen sich Gernot Bauer und Robert Treichler ein, Fpödienst zu machen.

Sie machen es dem Enkelkind leicht, wieder wird einem gesinnungsgemäßen Enkelkind es zu leicht gemacht, ihm gedient, ihre „investigative Biographie“ zum Nichtlesenswerten zu erklären und sich dabei selbst generös, erhaben, im Besitz der Fakten darzustellen, zu bestätigen, daß nicht es, das Enkelkind, Falsches verbreitet, sondern …

Es ist eine „Biographie“, auf die nun aufmerksam geworden durch das zum Teil eingestandene Falsche in dieser, die es nicht wert erscheint, je in einer Buchhandlung in ihr zu blättern, denn die nun gelesene Ankündigung auf der Website des Verlages reicht aus, weder in ihr zu blättern noch je zu kaufen.

Fast drei Jahrzehnte war Herbert Kickl der Mann im Schatten: derjenige, der für Jörg Haider die Reden schrieb; derjenige, dessen (heftig umstrittene) Slogans Heinz-Christian Strache zum Vizekanzler der Republik Österreich machten; der einzige Minister seit 1945, der aus seinem Amt entlassen wurde.
Einst standen Kickls rhetorische Radikalität, die scharfe Argumentation und Agitation seiner Karriere im Weg, jetzt entsprechen diese Eigenschaften einem Zeitgeist, der die liberale Demokratie nicht nur in Österreich, sondern im Verbund mit Alice Weidel, Viktor Orbán, Marine Le Pen und anderen Rechtspopulisten auch in ganz Europa abschaffen will. Gernot Bauer und Robert Treichler haben sich auf Spurensuche begeben und liefern eine neue Sicht auf einen asketischen Ideologen, einen wankelmütigen Volkstribun – und einen brandgefährlichen Politiker.

Slogans machen keinen Menschen zum Vizekanzler. Wenn Slogans Menschen zu Vizekanzler machen könnten, dann wäre schon des Enkelkinds erster Kommandant Vizekanzler geworden. Und der ist es trotz der Slogans des Enkelkinds nicht geworden. Von wem dieser zweite Kommandant zum Vizekanzler gemacht wurde, ist bekannt, und fleißig mit dabei im Fpödienst …

Es ist die Biographie eines Rechtspopulisten, der weit über Österreich hinauswirkt.

Ein Rechtspopulist, ach, bloß ein Rechtspopulist, hochgeschrieben zu einem, der weit über Österreich hinauswirkt … Es kann verstanden werden, daß das Enkelkind derart milde und belustigt auf das Falsche in dieser „Biographie“ reagiert, bei einem derartigen Bedeutungszuwachs, den ihm diese zwei Herren dienstbar zugestehen und diensteifrig verbreiten …

Dennoch ist über den Mann wenig bekannt, der mit Rechtspopulisten wie Marine Le Pen, Alice Weidel und Viktor Orbán das politische Fundament Europas zu zerstören droht.

Bloße Rechtspopulistinnen, wie genau die zwei Herren sind, Europa zu zerstören … So mächtig sind diese wohl nicht, daß sie Europa je zerstören könnten, das größer und mehr als die Europäische Union ist, die die zwei Herren wohl meinten, und sie, die Rechtspopulisten, sind nicht einmal mächtig genug, die Europäische Union

Was sie, Rechtspopulisten wollen, ist nicht, Europa zu zerstören, sondern

ein Europa der Nationen, also das, was auch der zurzeitige, der in der Diktion der zwei Herren wohl auch ein harmlos bloßer Rechtspopulist ist, Bundeskanzler in Österreich will, nein, der Zurzeitige will nicht, der Zurzeitige will nichts, bloß das mag der Zurzeitige, der Zurzeitige „mag ein Europa der Nationen“.

Das auf der Website Verlages zu dieser „investigativen Biographie“ gelesen zu haben, reichte, um sich den Gang in eine Buchhandlung zu ersparen.

Es soll Zeiten gegeben haben, die Gefahr dabei ist groß, die Vergangenheit zu verklären, in denen Biographien über bedeutende Menschen geschrieben wurden, es den Anspruch gegeben haben soll, Biographien sind wichtigen Menschen zu schreiben, und nicht, zum Beispiel, herumlungernden kleinen Gebirgsjägern,

etwa auf dem Viktor-Adler-Markt, wenn sie es überhaupt schaffen, je so weit zu kommen.

Und weil das Kapitel mit der Fabel begann, soll es auch mit der Fabel enden, die zu lesen erfreulicher ist, nicht allein wegen ihres Endes und ihres Beginns mit Bellerophon, der ein Pferd brauchte …

Ein halb geleckter Bär, dem Hochgebirg‘ entstammt,
Lebt‘, gleich Bellerophon, den einst das Schicksal steigen
Und fallen ließ, im Wald zur Einsamkeit verdammt.
Er wurde toll; denn nichts ist der Vernunft so eigen,
Als daß sie nimmer lang‘ bei Eremiten bleibt.

Reden ist Silber, sagt man oft, Gold ist das Schweigen;
Doch beides ist nicht gut, wenn man es übertreibt.
Kein lebend Tier mocht‘ da sich zeigen,
Leer blieb’s und öde ganz und gar,
So daß, trotzdem ein Bär er war,
Er höchst langweilig fand dies allzu traur’ge Leben.
Indes er also hier der Schwermut sich ergeben,
Langweilte ganz auf gleiche Weis‘
In seiner Nähe sich ein Greis,
Ein Gartenfreund, der in Pomona’s Dienste schaltet
Und Flora’s Priesteramt verwaltet.
Schön ist dies Doppelamt; doch deucht mir schöner sei’s
In liebenswürd’ger Freunde Kreis.
Ein Garten spricht nicht viel, außer in meinem Buche.
Drum ging der Greis einst auf die Suche
Im Morgensonnenschein, der stummen Sippschaft satt,
Nach Freunden; querfeldein wandelt er frisch und munter.
Der Bär, der gleiche Absicht hat,
Kam auch von seinem Berg herunter.
Durch Zufall trifft höchst sonderbar
An einer Ecke sich das Paar.
Der Mann hat angst. Doch wie ausweichen? Was anstellen?
Mut heucheln ist noch stets das best‘ in solchen Fällen;
Er wußt‘ es und verbarg die Furcht vor der Gefahr.
Der Bär, der just kein Höfling war,
Sagt kurz ihm: »Komm zu mir!« Drauf jener: »Gerne zwar,
Doch seht, da steht mein Haus; wollt Ihr mir Ehr‘ erweisen,
So nehm‘ Eu’r Gnaden dort ein einfach ländlich Mahl.
Ich habe Frücht‘ und Milch; zwar weiß ich nicht einmal,
Ob die Herrn Bären auch gewohnt sind solcher Speisen,
Doch biet‘ ich, was ich hab‘.« Der Bär nimmt’s an, sie gehn;
Man kann schon unterwegs sie als zwei Freunde sehn.
Im Hause haben sie sehr freundlich sich vertragen;
Und mag Alleinsein mehr behagen
Als eines Narren Gegenwart,
So hindert, da der Bär in Schweigen meist verharrt,
Doch nichts den Mann, daß er sein Tagewerk verrichte.
Der Bär geht auf die Jagd, schafft Wild herbei und liegt
Dann seinem Hauptgeschäft vergnügt
Als Fliegenjäger ob und scheucht vom Angesichte
Des Freundes, wann er schläft, das lästige Insekt,
Die Fliege, die so oft uns neckt.
Einst sieht er unsern Greis in tiefem Schlummer liegen,
Und eine Fliege, die ihm auf der Nase kreucht;
Er wütet, da umsonst er immer fort sie scheucht:
»Wart‘ nur!« so ruft er aus »Und wie will ich dich kriegen!«
Gesagt, getan: seht da, der Fliegenjäger rafft
’nen Pflasterstein euch auf, schleudert ihn voller Kraft,
Zermalmt des Greises Haupt, die Fliege zu verjagen,
Und hat – ein guter Schütz, allein höchst mangelhaft
Als Denker – auf der Stell‘ ihn mausetot geschlagen.

Nichts bringt so viel Gefahr uns als ein dummer Freund;
Weit besser ist ein kluger Feind

Groszens „Autokratie der Verfassungsbrecher“

Der „Dämon im TV-Studio“, also zu diesem Gerald Grosz am 13. April ’24 auszulassen hatte, wurde bereits erwähnt, in

Und nachdem Zahlen nicht lügen, gibt es“ Gerald Grosz, „Flaschenöffner“, Gruppe „Österreich

Und dies reichte als Erwähnung völlig aus. Säße dieser nicht wöchentlich in einem TV-Studio zum Verdienen seiner fellnerischen „Zwetschken“, und würde zu diesem nicht auch sofort und sofort immer „Verkehrungen ins Gegenteil“ von Sylvia Sasse einfallen, nicht nur deswegen, weil in diesem Buch aus 2023 Österreich

[Z]eigen darüber hinaus, dass die Verkehrung ausgerechnet dort zu einer Gleichsetzung führen soll, wo Differenz zur Diskriminierung wird, wenn etwa Feminismus als Sexismus gegenüber Männern gelesen wird oder wenn sich Identitäre mit von Siedler:innen vertriebenen und ermordeten Native Americans gleichsezten, weil sie nun angeblich von Geflüchteten und Immigrant:innen bedroht werden, die ihnen in Europa ihre Identität rauben. Die Autor:innen zitieren als Beispiel den Mitbegründer der Identitären Bewegung in Österreich, Alexander Markovics, der von einer vermeintlichen „Kolonisation unseres Landes“ spricht. In solchen Fällen geht es darum, Unterschiede auszulöschen und Täter mit ihren Opfern gleichzusetzen, das heißt die Bedrohenden als Bedrohte darzustellen. So wird im Grunde wiederum aus einer Position der Macht die Kritik an dieser Macht als Unterdrückung, Ausgrenzung und Bedrohung interpretiert, das rassistische Anliegen wird mit den Mitteln des Antirassismus vertreten.

Erwähnung findet, sondern weil mit diesem Buch grundsätzlich und generell die „Machttechnik“ des „Establishments“,

Spätestens seitdem ein faschistisch agierendes politisches System einen Krieg mittels „Entnazifizierung“ rechtfertigt, ist klar: Verkehrungen ins Gegenteil sind eine allgegenwärtige Machttechnik. Doch nicht erst seit Putins autokratischem Regime, nicht erst durch Verschwörungstheorien oder Trumps Versuch, Fakten konsequent als Lüge zu deuten, können wir Verkehrungen beobachten. Wie Sylvia Sasse mit berückendem Blick nachweist, ist die Geschichte vielmehr voll von politischen wie medialen Strategien zur Erschaffung verkehrter Welten – und die Verkehrung ins Gegenteil ein direkter Angriff auf Differenz und Demokratie.

zu dem dieser nicht zu gehören vorgibt, gegen dieses dieser zu kämpfen vorgibt, aufgezeigt wird. Sein Traum, noch mehr zum von ihm bekämpften „Establishment“ zu gehören, in diesem von ihm bekämpften „Establishment“ ganz nach oben zu steigen, seine Spitze einzunehmen,

war „Wachs“

Demokratie verkehrt dieser Wahlgescheiterte in Autokratie, in der der Wahlgescheiterte „Verfassungsbrecher“ an seiner statt am Werke sieht; ein weiteres Unnötiges von ihm, diese ebenfalls mit Bestimtheit nicht von ihm stammende Wortschöpfung, aber wenn der Wahlgescheiterte schon die Verfassung meint in Kriminalisierungsabsicht erwähnen zu müssen, kann ein weiteres Mal festgehalten werden, die österreichische Bundesverfassung ist dringend zu prüfen, zu ändern …

In der Wahl, der er sich in Österreich stellte, erhielt er 5,6 %, nur 5,6 % der in Österreich Wahlberechtigten wollten einen aus dem von ihm bekämpften „Establishment“ an der Staatsspitze haben, dieses „System“, das sein gesinnungsgemäßes Establishment in Österreich vertritt, erlitt aus dessen Sicht eine Niederlage, aber aus demokratiepolitischer Sicht war es nicht ein Sieg, sondern die einzig vernünftige Entscheidung der Wahlberechtigten.

Diese 5,6 % können und müssen in diesem Jahr der Wahlen der Leitprozentsatz der Wahlberechtigten sein, mehr als 5,6 Prozent haben die von diesem Wahlgescheiterten Umworbenen nicht verdient,

auch wenn das schon zu viele „Zwetschken“ sind, oder vielleicht nur eine Zwetschke, dafür aber so groß, als wäre es eine Birne

Wie es den Wahlgescheiterten nach Deutschland treibt, treibt es den von ihm Umworbenen als

Kurier seines Deutschlands nach Österreich, wo er im gesinnungsgemäßen Einklang seines „Systems des Establishments“ Referate an der Seite eines für kurz gewesenen innenministerlichen Vertreter des österreichischen Establishments

Vor über vierzig Jahren, genauer, am 24. April 1983, erhielt die Establishmentparlamentspartei, in der der Wahlgescheiterte so viele Jahre zubrachte, fünf Prozent in der Nationalratswahl,

die Establishmentparlamentspartei der vom Wahlgescheiterten Umworbenen gab es vor über vierzig Jahren nicht einmal,

vor zwanzig Jahren, genauer am 13. Juni 2004, erhielt die Establishmentsparlamentspartei 6,31 % in der EU-Wahl,

die Systemparlamentspartei der vom Wahlgescheiterten Umworbenen gab es vor zwanzig Jahren nicht einmal …

Möglicherweise dachte sentimental eine Niederösterreichische an diese Zeit vor Jahrzehnten, als, kurz ist das her, auch ein Stück in Richtung „Normalität

Ja, Wahlergebnisse in diesem Jahr wie vor Jahrzehnten, wäre, so bescheiden sind die Ansprüche geworden, wären in dieser Hinsicht schon eine Rückkehr zur „Normalität„,

zu einer Normalität aber, die es jedoch für die Partei der Niederösterreichischen jedenfalls in diesem Jahr der Wahlen nicht mehr geben wird.

Und diese Art von „Normalität“ ist einzig nur im Hinblick auf die Wahlergebnisse der vom Wahlgescheiterten Umworbenen je akzeptabel

„Und nachdem Zahlen nicht lügen, gibt es“ Gerald Grosz, „Flaschenöffner“, Gruppe „Österreich“

Es gibt diese allseits bekannte Erkenntnis, „der würde ich keinen Gebrauchtwagen abkaufen“, und diese fällt sofort zu Gerald Grosz ein, der am 16. April ’24 wieder einmal Gebrauchtes verkaufen will, als wäre dieses von ihm Gebrauchte etwas Neues, diesmal also „Schweden, Sterbestatistik und Corona-Krise“. Daß er hierbei nicht den soeben von einem kleinen Gebirgsjäger zur „Lichtgestalt“ Ausgerufenen erwähnt, ist wohl dem biblischen Spruch geschuldet, keine anderen Lichtgestalten neben sich —

Was also Gerald Grosz am 16. April ’24 verkaufen will, ist, einfach wie kurz gesagt, schon vor über einem Jahr breit beispielsweise von „ZDFheute“ ausführlich behandelt worden, auch wenn nun Gerald Grosz am 16. April ’24 verkündet: „Kaum publiziert, gänzlich von den Medien unbemerkt verschwiegen wurden die europäischen Sterbestatistiken veröffentlicht, und zwar über die Jahre 2020 bis ’22, Sie erinnern sich, da wurde uns von den politischen Corona-Autokraten […]“

Gerald Grosz‘ Auslassungen, Sie werden verstanden, wenn Sie sagen, je zu beachten, zu welcher Sache auch immer, verstünden Sie nicht, eines Mannes Auslassungen, dem ein von ihm stolz herzeigendes Jagdmesser, von ihm „Knicker“ genannt, zu einem „Flaschenöffner“ umgedeutet wird, wenn es gilt, sich zu seinem Jagdmesser zu bekennen, kann je noch Mittelpunkt einer Beachtung, einer Betrachtung seiner Auslassungen sein.

Und Sie haben damit vollkommen recht, nur mit der Einschränkung, wäre da nicht der Umstand, daß die eine durch eine österreichische Fernsehanstalt aufgestiegene „Lichtgestalt“, kurz ist das her, der identitären Parlamentspartei des Österreichs erscheint,

eine weitere für diese Partei wohl auch „Lichtgestalt“ von dieser in das österreichische Parlament gerufen wird, und

Gerald Grosz in einer österreichischen Fernsehanstalt Woche für Woche, einfach wie kurz gesagt, seit einer etlichen Zeit Auslassungen über Auslassungen gegen Entgelt in der von ihm genannten Währung „Zwetschken“ …

Kurz davor, am 13. April ’24, wird der von ihm vorgestellte „Dämon im TV-Studio“ ihm zu einem „normalen Menschen mit gründvernünftigen Ansichten […] einen Politiker, der klare und deutliche Vorstellungen von einer besseren Zukunft in Deutschland hat“, der wohl auch auf dem Werdungsweg zur „Lichtgestalt“, wenn er es nicht bereits ist, einfach wie kurz gesagt, seit seinem Auftritt dort, wo auch ein für kurz gewesener Innenminister des Österreichs seinen Kotau …

Und so bleibt es unumgänglich, auch diesen Auslassungen des Gerald Grosz vom 16. April ’24 inhaltlich nichts gegenüberzustellen, sondern nur daran zu erinnern, was dazu seit mehr als einem Jahr breit bekannt ist, also nicht „kaum publiziert“, also „nicht gänzlich von den Medien verschwiegen“ … wer nur das Eigenveröffentlichte bemerkt, der bleibt zwangsläufig unbemerkt, was sonst —

Es kann solchen grosz’schen Auslassungen auch nichts Inhaltliches gegenübergestellt werden, wenn der Inhalt dieser Auslassungen in die grosz’sche Zusammenfassung mündet: „Tote, Tote, Tote, aber nur dann, wenn es eben um die Dezimierung des deutschen Volkes geht, da sind die Politiker Weltmeister.“

100 years shining

In einer Presseaussendung zitiert am 12. April ’24 die identitäre Parlamentspartei des Österreichs ihren sie anführenden kleinen Gebirgsjäger

„Professor Bhakdi ist eine Lichtgestalt für Freiheit und Gesundheit für Milliarden Menschen!“

und dieses Zitat ruft in Erinnerung ein Flugblatt vom 1. Jänner ’24, in dem auch von einer „Lichtgestalt“ geschrieben ward, vor einhundert Jahren aber wurde nicht ein Wissenschafter im Professionsanspruches eines Bhakdis als „Lichtgestalt“ genannt, sondern von einem Wissenschafter im Sinne eines Bhakdis ward schon ein Mann zur „Lichtgestalt“ ausgerufen.

„Für Milliarden Menschen“ — April ’24 wie Jänner ’24 die noch nicht gedichtete, aber wohl schon angelegte Losung: „die ganze Welt“ —

Zu Bhakdi, dem Wissenschafter im Sinne jenes Mannes, der vor einhundert Jahren schon einen Mann zur „Lichtgestalt“ erhob, ist nur eines noch anzumerken, die Erinnerung, wo sie so groß wurde, daß sie nun von einem kleinen Gebirgsjäger zur „Lichtgestalt“ ausgerufen wird, sie wurde nicht in der identitären Parlamentspartei so groß, sie wurde nicht — wie sie vom kleinen Gebirgsjäger nach seinem Glauben auch genannt wird, in diesem April ’24 — in der identitären Parlamentspartei zum „Engel“, sondern sie bekam ihre Flügel, und Engel sind erst mit Flügeln Engel, verliehen von einem fernsehbetreibenden Bullen

Was den lichtgestaltigen Wissenschafter vom April ’24 mit dem lichtgestaltausmachenden Wissenschafter vom Jänner ’24 auch eint, ist deren Gesinnung gegen Menschen,

eine nach ihrer Wissenschaft getriebene Gesinnung,

deren Hauptstadt eine ist,

die gerade in dieser Nacht des 12. Aprils ’24 begann, „Drohnen und Raketen“ gegen Menschen fliegen zu lassen.

Aus der Zeit und um die Zeit des „Flugblatts“ in ’24 sollen doch ein paar Zitate wiedergegeben werden, die vieles von dem kenntlich machen, das ’24 nach wie vor state of the art

[…]ns Glaube an […] „Sendung“ wurde auch nach dem Scheitern des Münchner Putsches nicht erschüttert. In einem Flugblatt vom 1.1.1924 bezeichnete er den von ihm erwählten künftigen Vollstrecker seines Vermächtnisses als eine Art „Lichtgestalt“: Im Gegensatz zu den übrigen Politikern sei dieser „Gottessegen“ kein „Phrasendrescher“, sondern einer, der konsequent seine Gedanken zu Ende denke und furchtlos seine Folgerungen daraus ziehe.

[…]lain sprach seinerseits voller Bewunderung von den „wissenschaftlich“ begründeten „Erkenntnissen eines […]“, an denen „die offiziellen Stellen der Regierung … gleichgültig“ vorbeigegangen seien.

[…] bezeichnete seinerseits […]lain als den „Vater unseres Geistes“, den „Bahnbrecher“ und „Wegbereiter“.

Alle Zäsuren bahnen sich in der Regel nur langsam an. Eine außerordentlich wichtige Rolle spielte bei der Entstehung dieser Ideologie das Machwerk des von Friedländer erwähnten britisch-deutschen Publizisten H. S. Ch[…] „Die Grundlagen des 19. Jahrhunderts“, in dem die künftigen Umrisse […] bereits sichtbar waren. Da […]ns programmatische Vorstellungen und […] Wahnideen zahlreiche Übereinstimmungen aufweisen, möchte ich auf das Buch […] genauer eingehen.
Und in der Tat. Das pseudowissenschaftliche Machwerk […] rief höhnische Reaktionen vieler Spezialisten hervor, worüber sich […] wiederholt beklagte:
„Dieser Professorenaberglaube ist in Deutschland fast eine Kalamität geworden“, schrieb er am 4.1.1902 an Kaiser Wilhelm II., der zu den größten Bewunderern der „Grundlagen“ zählte.

Der lichtgestaltausmachende Wissenschafter schrieb nicht nur an den Grundlagenbewunderungskaiser, sondern auch an seine „sehr geehrte und liebe“ Lichtgestalt, wie bereits zitiert werden durfte

Und wieder einmal kann festgestellt werden: glückliches Österreich

Während im fernen Amerika so nah ein Mann seine Lichtgestalt als Beistand aus dem Jenseits holen muss, kann in Österreich der kleine Gebirgsjäger seine Lichtgestalt auf die Bühne holen, und sie spricht, oh Wunder, sie spricht zu ihm, ihrem Lichtgestaltmachenden, und zu seinen Jüngerinnen, und die Lichtgestalt, so ward das zweite Wunder vollbracht, hört recht die kleine Lobpreisung ’24 ihres Gebirgsjüngers

Sie haben viele Menschen aufgeweckt
und wachgerüttelt. Mit Ihren Aussagen
und Publikationen haben Sie viele
Menschen aus den Ketten
der Manipulation und
Bevormundung herausgerissen.
Sie waren und sind einer der wenigen
Sehenden
unter den Blinden. Sie sehen
Wissenschaft
als Erkenntnis statt als
Bekenntnis. Sie stehen
für Empathie und Wärme.
Es geht eine Liebe
von Ihnen aus
und das merken
die Menschen.
Und was ich persönlich
an ihnen bewundere,
ist ihre Ruhe und
Gelassenheit, Ihr
friedvolles Wesen, an dem
der Hass, die Gemeinheiten,
das Unwissen und die
Dummheit
Ihrer Gegner
zerschellt.
Es leben
die Freiheit,
die Wahrheit
und
die Gerechtigkeit!“

100 years shining light
make au
stria happy again

Der Schulfreund

Mit jener Person, die am 1. April 2024 in der Tageszeitung des österreichischen Medienstandards über Johannes Mario Simmel schreibt, kann dieses Kapitel nicht gleich begonnen werden, sondern mit dem Buch „Lauter Lügen“ von einem in Villach wirkenden und aus Villach kommenden Filosofen, dessen Buchtitel ein Plagiat des Titels eines Theaterstückes aus 1937, geschrieben von einem „fördernden Mitglied der SS“, von Hans Schweikart, verfilmt 1938, unter der „Spielleitung“ von Heinz Rühmann.

Und der Spielleiter antwortete einmal auf die Frage, es war seine Antwort anläßlich eines seiner letzten Fernsehauftritte vor seinem Tod vor dreißig Jahren, ob er in seinem Leben, wenn er es könnte, irgend etwas anders machen würde, er, Heinz Rühmann, antwortete, er würde alles wieder so machen, alles in seinem Leben würde er wieder so machen, wie er es gemacht habe, der Freund der Menschenbrecher, der einst sang, er breche die Herzen … und schon isse hin, er würde alles wieder so machen, wie er es gemacht habe, und er war gerührt, das Publikum im Saal stand ebenso gerührt ihm zu Ehren applaudierend auf. Dieser Schauspieler, der einst auch Spielleiter war, spielte 1960 im Film „Mein Schulfreund“ den Geldbriefträger, der einen Brief an Hermann Göring schreibt, mit dem sein Unglück, ausgelöst durch das totalitäre Massenmordregime, dessen hilfsreichster Schauspieler er war, auf weit über ein Jahrzehnt hinaus beginnt. Johannes Mario Simmel schrieb an dem Drehbuch mit.

Der Spielleiter schrieb keinen Brief an Hermann Göring mit der Bitte, den Krieg zu beenden, er nahm von Hermann Göring einen Rat an, der ihn, Heinz Rühmann, persönlich nicht ins Unglück stürzte, sondern erfolgreiche Zeiten bescherte, so war es ihm etwa vergönt, „private Weihnachtsfilme“ der Kinder von Joseph Goebbels zu drehen, aber auch, um noch einen Film als Beispiel anzuführen, weil in diesem auch ein Brief eine Rolle spielt, den Komödianten mitten in der Zeit von Auschwitz zu geben, in der „Feuerzangenbowle“, mit der Heinz Rühmann in die „Wolfsschanze“ reisen durfte, um diesen Film persönlich Adolf Hitler vorzuführen, der diesen persönlich „für das deutsche Volk“ freigab, nachdem Hermann Göring ihm, Hitler, bestätigte, die „Feuerzangenbowle“ sei … Und Joseph Goebbels wußte nur zu recht, wie seine Gesinnung zu verbreiten ist, am besten so, daß kein Mensch je dabei daran denkt, es werde seine Gesinnung verbreitet …

Und wie verehrt die Schauspielerinnen, die ihm dabei halfen, seine Gesinnung zu verbreiten, heutzutage noch sind, mußte augenblicklich beim Lesen des Namens von Zarah Leander in „Rassenideologie in der ‚Feuerzangenbowle'“ gedacht werden, die dem Team der bis vor kurzem gewesenen Vizepräsidentin der österreichischen Nationalbank sofort einfällt, wenn seine Vizepräsidentin mit angeschlagener Stimme spricht — sie klinge dann wie Zarah Leander …

Von dem Wort „Völkerwanderung“ werden wohl zu viele meinen, es sei eines aus der Gegenwart, so oft wie es heutzutage eingesetzt wird, dabei …

Das alles wäre ohne Johannes Mario Simmel nicht eingefallen. Ohne die Verfilmung seines Theaterstückes „Ein Schulfreund“, das in keinem Bücherregal ungelesen stehen sollte

Und auch das fällt gleich wieder ein, beim Namen Johannes Mario Simmel, so kurz vor den Wahlen 2024 zum Europäischen Parlament, wenn die Haiderischen wie vor weit über zwei Jahrzehnten genauso gegen die Europäische Union —

Empfindliche Niederlagen hatte Haider bereits Mitte der 90er mit Klagen gegen den Schriftsteller Johannes Mario Simmel und den grünen Politiker Peter Pilz erlitten. Simmel hatte ihm „skrupellose und mörderische Hetze gegen Ausländer“ vorgeworfen. Das Gericht wertete dies als harte, aber akzeptable Kritik. Pilz hatte Haider als „politischen Ziehvater und Ideologen des rechtsextremen Terrorismus“ bezeichnet. Das Gericht ließ dies als politische Wertung gelten.

Dies aus der „Rheinischen Post“ vom 8. Mai 2001. Kurz ist es her, daß auch aus der „Rheinischen Post“ zitiert wurde, in einem anderen, aber dazugehörigen Zusammenhang …

Die Rezension von Alexander Kluy — nun, es reicht vollkommen dieser gegenüberzustellen, um zu wissen, was von dieser zu halten ist, was Heinz Sichrovsky am 3. April zum 100. Geburtstag von Johannes Mario Simmel schreibt.

Die Kritik ignorierte ihn über die Jahrzehnte als Trivialisten, bis sich sein diesbezügliches Schicksal verblüffend wendete: Eventuell aus Langeweile, vielleicht auch, um ihn gegen andere auszuspielen, begannen ihn die Kritikerpäpste Marcel Reich-Ranicki und Joachim Kaiser quasi über Nacht jenseits aller Verhältnisse zu loben. Simmels Romane waren Ende der Achtzigerjahre immer umfangreicher geworden, auch die dickleibigen Anmerkungsteile machten die Lektüre nicht einfacher. Er schrieb gegen die Verbrechen der Genforschung („Doch mit den Clowns kamen die Tränen“) und der Umweltzerstörer („Im Frühling singt zum letzten Mal die Lerche“) und verschwand dann zügig aus der Wahrnehmung. Ein Vermächtnis im Rang eines Schelmenstücks hinterließ er noch: In einem News-Interview bezichtigte er 1996 den FPÖ-Führer Jörg Haider „skrupelloser und mörderischer Hetze“ gegen Ausländer. Haider klagte, und Simmel wurde in einem Fallbeispiel grenzsalomonischer österreichischer Gerechtigkeit freigesprochen:

Zu Johannes Mario Simmel werden auch Diplomarbeiten geschrieben, und das nicht vor Jahrzehnten, Alexander Kluy kann, der nicht nur Rezensionen, sondern auch Bücher schreiben soll, in seinen Sätzen geantwortet werden:

Heute […] zu lesen ist, obschon Graf-Grossmann oft das Gegenteil behauptet und einen Lesetest mit zwei Frauen Mitte 20 durchführte, kaum mehr zu goutieren. Da braucht es, nicht nur weil die Romane adipös sind, in Österreich eine Jahresproduktion Wein aus dem Kamptal, in der Schweiz ein Leseplätzchen bei einem Absinth-Brauer im Val de Travers, in Deutschland den hierfür endlich erlaubten eignen Cannabisvorrat. Wird diese Biografie […] vom Gegenteil und von seinem Œuvre überzeugen? Wohl kaum. […] gehört in die Riege […] Patina […] (Alexander Kluy, 1.4.2024)

Das einzige Aufmerkenswerte an dieser Rezenzension ist seine

Sein Vater war Kaufmann, zum Luthertum konvertierter Jude und Sozialdemokrat. 1938 floh er nach Großbritannien, arbeitete für die BBC, vielleicht auch für den Geheimdienst, und starb Anfang 1945. Da hatte seine Frau, ihren Sohn Johannes und dessen jüngere Schwester Eva, von den Nazis als „Mischlinge“ eingestuft, mit enormen Komplikationen und aufreibenden Anstrengungen in Wien durch die Nazi-Jahre gebracht.

Unterstellung, der Vater von Johannes Mario Simmel hätte für den „Geheimdienst“ gearbeitet, eingeschränkt mit einem „vielleicht“, wohl um sich bei Antretenmüssen eines Beweises, herausreden zu können, er habe ja eh, ach nur gemeint, vielleicht … Diese Rezension ist nicht vielleicht, sondern bestimmt nicht nur inhaltlich, sondern bis in ihre Formulierungen hinein bedenkenlos geschrieben, und vielleicht noch abgründiger, einem jüdischen Menschen zu unterstellen, er habe …

Amnesty International sollte auf Spenden von Florian Klenk verzichten, bis dieser mittels Aktenvorlage die Richtigkeit seiner Verbreitungen belegt

Und einmal noch Akteneinsichtsmeister Florian Klenk, der das, wofür Jan Fleischhauer immerhin eine „Korrektur“ nachzureichen sich genötigt meinte, weiter verbreitet, nicht von Jan Fleischhauer, sondern von Hasnain Kazim …

Florian Klenk hat repostet

Hasnain Kazim

Lange habe ich viel von der Menschenrechtsorganisation @amnesty gehalten . Jetzt feiert sie einen Typen, der in Israel im Gefängnis an Krebs gestorben ist – einen Mann, der einem 19-Jährigen die Augen ausgestochen, ihn kastriert und ihm dann in den Kopf geschossen hat. I am out.

Ohne Akteneinsicht, ohne Fakten, sich über einen Mann derart verbreitend zu erregen, dessen Tat aus 1984 hier in keiner Weise kommentiert und schon gar nicht entschuldigend kommentiert wird, wie auch, ohne Kenntnis der Gerichtsakte, von dem nur eines gesagt werden kann, und das auch einem Florian Klenk, dem Großkenner des Rechts, der Rechtsstaatlichkeit, er war für seine Taten 38 Jahre in Haft, womit dem Recht Genüge getan, daß es nicht angebracht ist, dazu auch noch Falsches, wie Jan Fleischhauer es doch eingestehen mußte, zu verbreiten, kann nur eines noch gesagt werden, auch Florian Klenk gesagt werden, zur Erinnerung an Recht und Rechtsstaatlichkeit, was Amnesty International in der Stellungnahme vom 10. April 2024 schreibt:

Unsere Haltung bleibt unverändert: Alle Gefangenen, unabhängig von ihrer Herkunft oder der Art ihrer Verurteilung, haben Anspruch auf eine menschenwürdige Behandlung und die durch internationale Standards garantierten Rechte.  

Solange Florian Klenk keine Fakten für die Richtigkeit seiner Verbreitungen vorlegt, sollte Amnesty International von sich aus auf seine Spenden verzichten, denn hehr zu spenden und gleichzeitig solches zu verbreiten schließt sich aus.

Nichts liegt ferner

Nichts liegt ferner, als ein Verteidigungskapitel für W. D. zu schreiben, und das wird auch kein Kapitel über W. D. werden, denn, das muß eingestanden werden, W. D. nicht zu kennen, W. D. nicht gekannt zu haben, und das wird auch so bleiben, W. D. je zu kennen, wer jedoch gekannt wird, das sind Florian Klenk, Jan Fleischhauer und Ben-Gvir, die verantwortlich sind, diesen Namen erfahren zu haben, die mit ihren Auslassungen auf der Konzernplattform X verantwortlich sind, den Namen je zu schreiben.

Mit wem beginnen? Mit dem „rechtsextremen Sicherheitsminister“ Ben-Gvir, der am 7. April 2024 schreibt:


לא בוכה הלילה על מותו של אסיר העולם – המחבל ווליד דקה ימ“ש. לצערי, ווליד
דקה סיים את חייו במוות טבעי, ולא כמו תפיסתי לפיה דקה היה אמור לסיים את
תפיסתי לפיה דקה היה אמור לסיים את חייו במסגרת עונש מוות למחבלים

Eine versuchte Übersetzung: „Itamar Bev-Gvir weint nicht über den Tod des Gefangenen, des Terroristen Walid Daqqah, leider sei er eines natürlichen Todes gestorben, nach seiner Meinung hätte Daqqah sein Leben durch die Todesstrafe für Terroristen beendet werden sollen.“

Was würde Florian Klenk schreiben, wenn er dies läse:

Walid Daqqah ist ein 62-jähriger palästinensischer Staatsbürger Israels. Er ist Schriftsteller und Vater einer dreijährigen Tochter. Am 25. März 1986 nahmen die israelischen Streitkräfte den damals 24-jährigen Walid Daqqah fest. Im März 1987 verurteilte ihn ein israelisches Militärgericht zu lebenslanger Haft. Es befand ihn für schuldig, eine der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) nahestehende Gruppe befehligt zu haben, die 1984 den israelischen Soldaten Moshe Tamam entführt und getötet hatte. Walid Daqqah wurde nicht verurteilt, weil er den Mord selbst begangen hatte, sondern weil er die Gruppe befehligte, und seine Verurteilung stützte sich nicht auf das israelische Strafrecht, sondern auf die britischen Notstandsgesetze aus dem Jahr 1945, die für eine Verurteilung ein wesentlich niedrigeres Beweismaß vorsehen. Es ist gut dokumentiert, dass israelische Militärgerichte das Recht auf ein faires Verfahren nicht gewährleisten. Darüber hinaus wurde Walid Daqqah während des Verhörs gefoltert und anderweitig misshandelt. Im Jahr 2012 wurde die lebenslange Haftstrafe von Walid Daqqah auf 37 Jahre verkürzt, nachdem der damalige Präsident Schimon Peres seinem Antrag auf Begrenzung der Haftstrafe stattgegeben hatte. Anfang 2018, fünf Jahre vor Ablauf seiner Haftstrafe, wurde er jedoch in einem anderen Fall zu zwei weiteren Jahren Haft verurteilt. Walid Daqqahs Gesundheitszustand verschlechterte sich im Laufe der Jahre aufgrund der unzureichenden medizinischen Versorgung durch den israelischen Gefängnisdienst (IPS). Im Jahr 2020 traten gesundheitliche Probleme mit seinem Blut auf, und im Dezember 2022 wurde bei Walid Daqqah eine seltene Form von Knochenmarkkrebs diagnostiziert, die eine dringende Knochenmarktransplantation erforderlich macht. Im Februar 2023 erlitt Walid Daqqah einen Schlaganfall, wurde aber erst eineinhalb Wochen später in ein ziviles Krankenhaus verlegt. Die Verzögerung bei der Notfallbehandlung von Walid Daqqah führte zu einer Reihe weiterer Komplikationen wie Lungenentzündung, Nierenversagen und eine Verringerung der Blutzellen, so dass er sich einer Operation unterziehen musste, bei der der größte Teil seines rechten Lungenflügels entfernt wurde. Er wird derzeit in der Klinik des Ayalon-Gefängnisses (ehemals Ramleh-Gefängnisklinik) festgehalten, die laut einer von Amnesty International überprüften unabhängigen medizinischen Meinung nicht für seinen Gesundheitszustand ausgestattet ist.

Amnesty International

He was arrested in 1986 under the accusation of either being a member [3] or commander, of a Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP)-affiliated group that had abducted and killed an Israeli soldier named Moshe Tamam in 1984. Daqqa was not present at the time of the kidnapping[3] and was not convicted of carrying out the murder himself, but of commanding the group, an accusation he always rejected. He received a life sentence without parole, but his sentence was later reduced to 37 years.[4]

Wikipedia

Würde er, Florian Klenk, das gelesen und zugleich ohne Gerichtsaktenstudium, derart voreilig schreiben, was er schreibt, am 9. April 2024?

Würde er, Florian Klenk, der Aktenstudiermeister, ohne Aktenprüfung derartiges schreiben, was er schreibt, am 9. April 2024?

Ein Terrorist, dessen Killertrupp einen jungen Mann brutal folterte und ermordete, wird zum „Writer“ verklärt. Nein, Amnesty, so geht das einfach nicht.

Ich finde Amnesty ist eine der wichtigsten Organisationen. Amnesty hat Verantwortung. Und natürlich muss man sich für die Rechte von Insassen einsetzen. Aber man kann es nicht auf diese Art machen. Das geht einfach nicht.

Ich hoffe, dass Amnesty-Mitglieder den Mut finden, dieser Art von Geschichtsverdrehung zu widersprechen.

Ich stelle hiermit das Spenden an @amnesty bis auf weiteres ein. So geht das einfach nicht. Das ist nicht jene Organisation, mit der ich mich seit über 30 Jahren verbunden fühle. Vielleicht finden wir wieder zusammen wenn solche Einseitigkeiten aufhören.

Und noch einmal Ben-Gvir, der am 8. April 2024 „sein großes Lob an den Superintendenten der Küstenwache, Danny Levy, und seine Bezirkspolizsten, die in Baka al-Garabiya das Trauerzelt des Terroristen Walid Daqqah abgebaut haben, der den Soldaten Moshe Tamm am 14. entführt und ermordet hat.“

Wenn ein „rechtsextremer Sicherheitsminister“ schon schreibt, daß Walid Daqqah den Soldaten Moshe Tamam entführt und ermordet hat, auch wenn Walid Daqqah bei der Entführung und Ermordung nicht dabei war und dafür nicht verurteilt wurde, sondern dafür, die Gruppe kommandiert zu haben, dann kann ein Jan Fleischhauer am 9. April 2024 nicht anders, als das recht auszumalen, wie Walid Daqqah …

Was für eine elende Shit-Show aus Amnesty geworden ist. Nachdem der „palästinensische Autor“ Walid Daqqa den 19jährigen Moshe Tamam gekidnappt hatte, folterte er ihn zwei Tage, kastrierte ihn, riss ihm die Augen aus und schoss ihm dann in die Brust.

Was für eine Quelle Jan Fleischhauer dafür wohl heranzog? Eine Quelle jedenfalls, die er sofort fallen läßt, als er, von seiner nächsten Quelle wohl, aufmerksam gemacht wurde:

Korrektur: Ich wurde darauf aufmerksam gemacht, dass Daqqa den Jungen nicht selbst verstümmelt hat, sondern das von ihm befehligte Terrorkommando. Auch Eichmann hat übrigens nie selbst geschossen.

Dafür weiß er, Jan Fleischhauer, nun, wofür er wohl seine eigene Quelle sein wird, aber keine Quelle haben dürfte, daß W. D. den Befehl für die Entführung und Ermordung gab, mit wem W. D.es kann nun erst recht verstanden werden, daß er, Fleischhauer, auf Servus-TV eine eigene Sendung hatte, oder noch hat?

Es muß eingestanden werden, es war eine Unvorsichtigkeit, zu lesen, was der „rechtsextreme Sicherheitsminister“, was Florian Klenk, was Jan Fleischhauer auf der Konzernplattform X geschrieben haben, ohne diese Unvorsichtigkeit, wäre es nie dazu gekommen, diesen Namen zu schreiben, wäre es nie dazu gekommen, ein Kapitel mit diesem Namen zu schreiben, ein Kapitel, das nicht von diesem Namensträger handelt, sondern von drei Männern, von denen einer dem so nah und zwei so fern —

Bei Gericht das Jagdmesser ein „Flaschenöffner“, vor der aschermittwöchlichen AfD der „Flaschenöffner“ ein „Knicker“

Im Gericht ist Gerald Grosz das Jagdmesser ein „Flaschenöffner“ — in aschermittwöchlicher Gesinnungsgemeinschaft der „Flaschenöffner“ ein „Knicker“ …

Mehr als das muß nicht mehr geschrieben werden. Zu dem „Flaschenöffner“ wurde schon zu viel geschrieben, vor über einem Jahr. Das von ihm nun als „Flaschenöffner, wie seine fellnerische Anstalt schreibt, bezeichnete Messer, bezeichnete er vor über einem Jahr selbst als „Knicker“ und zeigte sein Jagdmesser auf der AfD-Bühne auch her

Wer das Herausziehen seines „Flaschenöffners“ selbst sehen möchte, wer sich das antun möchte, ihm zuzusehen bei seinem Herausziehen seines Jagdmessers —

Ein Nicker (auch Knicker, Nickfänger, Genickfänger, in Österreich meist Knicker) ist ein 15–25 cm langes und schmales, einseitig scharf geschliffenes Jagdmesser, das neben seiner allgemeinen Verwendung geeignet ist, ein Stück Wild durch einen Stich in den Nacken (Genickstich) über dem obersten Halswirbel (Atlas) zu töten.

er zieht es aus seiner Krachledernen bei 4:43 …

Mit seinem recht hohen Wahrheitsgehalt seiner Aussagen verdient er, Gerald Grosz, wofür er sich bei Fellner junior bedankte, „Zwetschken“ … ob Peter Westenthaler für seinen recht hohen Wahrheitgehalt Birnen bei den Fellners verdient? Das ist eine Frage, die er noch nicht, nein, doch: er mache es ohne

„Ich teile Ihre Meinung nicht, und Sie werden Ihr Leben dafür geben, daß Sie sie äußern.“

Der Satz von der Meinung, wie dieser vor allem von Menschen nachgeredet wird, die beispielsweise gesinnungsgemäß rechtsextrem mit rechts verwecheln, lautet, und das ist hinlänglich bekannt, anders, auch landläufig bekannt ist, daß der Satz von der Meinung nicht von einem Mann verfaßt wurde, sondern von einer Frau.

Der Satz von der Meinung ist menschgemäß eine große Ansage, um nicht zu sagen, eine Angeberei. Denn. Wer würde schon das Leben dafür geben, damit irgendwer eine Meinung, die nicht einmal geteilt wird, sagen darf; wörtlich oder gar ernst ist dieser Satz von der Meinung menschgemäß nicht zu nehmen.

Was ist weither sichtbarer als Feuer, vor allem in der Nacht, die über eine Gesellschaft hereinbricht, die einer Gesellschaft den Tag zur dauernden Nacht wandelt?

Und damit kann auf Johanna Mikl-Leitner zu sprechen gekommen werden, die im „Amtsblatt Bezirkshauptmann Melk“ vom 1. April 2024 verkündet:

Es ist immer wieder schön, hier im Stift Melk zu Gast sein zu dürfen. Niederösterreich ist ein Land mit vielen Stiften und Klöstern, auf die wir unglaublich stolz sind und wo wir uns immer wieder freuen, dass christliche Symbole von weither sichtbar sind“, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

Seit Jahrzehnten wird immer wieder darauf hingewiesen, daß der Satz von der Meinung nicht von einem französischen Philosophen ist, nicht aber erzählt wird der Anlaß, der zu diesem Satz von der Meinung führte.

Vor 265 Jahren verbot der Vatikan das Buch „De l’esprit“ (Essays on the mind, Diskurs über den Geist des Menschen), vor 265 Jahren wurde dieses Buch mit einem christlichen Kirchenbann belegt, sein Verfasser der Verfolgung ausgesetzt, vor 265 Jahren wurde dieses Buch von Helvétius durch einen Henker in Paris öffentlich verbrannt, mitverbrannt wurde auch ein Buch vom französischen Philosophen, dem bis herauf in die Gegenwart der Satz von der Meinung fälschlich zugeschrieben wird.

What the book could never have done for itself, or for its author, persecution did for them both. ‘On the Mind’ became not the success of a season, but one of the most famous books of the century. The men who had hated it, and had not particularly loved Helvétius, flocked round him now. Voltaire forgave him all injuries, intentional or unintentional. ‘What a fuss about an omelette!’ he had exclaimed when he heard of the burning. How abominably unjust to persecute a man for such an airy trifle as that!{199} ‘I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it,’ was his attitude now. But he soon came, as a Voltaire would come, to swearing that there was no more materialism in ‘On the Mind’ than in Locke, and a thousand more daring things in ‘The Spirit of Laws.’ Turgot and Condorcet forgave the philosophy, in their pity for the philosopher. D’Alembert made common cause with the man with whom he had nothing else in common. Rousseau instantly stopped writing his refutation. Diderot roundly swore ‘On the Mind’ was one of the great books of the age. Though Rome had censured it, cardinals wrote to condole with its author on the treatment it had received. It was translated into almost all European languages. Presently, England published an edition of her own. And Helvétius, when that two years’ exile—a punishment surely only in name?—was over, returning to Paris, found himself the most distinguished man in the capital.

Helvétius was all at once ‘regarded as a child of perdition, and the Queen pitied his mother as if she had produced Anti-Christ.’ Rome banned the accursed thing. On January 31, 1759, the Pope attacked it with his own hand in a letter. On February 6 the Parliament of Paris condemned it. On February 10 it was publicly burned by the hangman, with Voltaire’s ‘Natural Law.’ On April 9 the Sorbonne censured it, and declared it to contain ‘the essence of the poisons’ of all modern literature.

So beschreibt Evelyn Beatrice Hall in ihrem Buch „The friends of Voltaire“ den Anlaß, weshalb sie überhaupt auf den von ihr verfaßten Satz von der Meinung kam, vor rund 120 Jahren.

Weither sichtbar das gläubige Feuer, in diesem Fall das christliche Feuer, weither sichtbar war das christliche Feuer auch vor bald 60 Jahren, genauer, als am 3. Oktober,

»Am Erntedanksonntag des Jahres 1965 brannten am Rhein wieder einmal Bücher. Der evangelische »Jugendbund für Entschiedenes Christentum« warf beim Gesang frommer Lieder »Schundhefte« sowie Werke von Kästner, Grass, Camus, Sagan und Nabokov ins Feuer. Das Ordnungsamt hatte die Aktion offiziell genehmigt. Der CVJM sah in ihr einen »Akt der Notwehr«.

Bei der Bibellesung war es um die Aufgabe des Menschen gegangen, sich selber und seine Umwelt rein zu halten. Die jungen Leute hätten sofort Konsequenzen ziehen wollen, berichtet Schwester Brigitte später einem Reporter der NRZ. „Einer schlug schließlich vor, jeder solle die Schriften mitbringen, die eine schlechte Wirkung auf ihn ausgeübt haben. Um ein Bekenntnis gegen das Böse abzulegen, sollten sie öffentlich verbrannt werden.“ Keine Sekunde lang sei ihr der Gedanke gekommen, man tue es den Nazis gleich, beteuerte Schwester Brigitte. „Wir wollten doch etwas ganz anderes – das Gute!“

Das Ziel der Christen: sich selbst und die Umwelt rein halten
Jemand hatte eine Gitarre dabei. Alle sangen fromme Lieder. Schwester Brigitte warf noch schnell einen Blick auf das gesammelte Material. Bei einigen Büchern hatte sie zwar Bedenken, aber im Großen und Ganzen stand sie hinter der Aktion, die ihre ältere Kollegin Schwester Christa, die eigentliche Leiterin dieser Jugendgruppe des „Bundes Entschiedener Christen“, vor vier Wochen mit den Jugendlichen abgesprochen hatte.

Aber nicht nur in Düsseldorf wurden 206 Jahre nach der Verbrennung des Geistes des Menschen wieder und weiter Bücher verbrannt auf gläubigen Befehl im Geheiß des mikl-leitnerischen Allahs, auch in Brugg, dort angeführt von einem Mann, der „Schundpapst“ genannt wurde …

Was Erich Kästner 1965 widerfuhr, was Erich Kästner 32 Jahre zuvor auch schon widerfuhr, wäre Erich Kästner auch 265 Jahre zuvor widerfahren worden – verbrennt zu werden.

Die Wiederbetätigung der Glauben seit 206 Jahren, und nicht erst seit 206 Jahren, sondern seit einer Ewigkeit, so wird wohl die von Gläubigen angebetete Ewigkeit verstanden und auf ewig eingesetzt werden wollen …

Und was dem vatikanischen Allah Eingebung, ist nicht weithin sichtbar, aber weithin festgeschrieben zur Weiterbetägung und auch einer Niederösterreichischen auferlegt,

ihren „Leit“ stolz zu verkünden, als Kultur, über die staatlichen Gesetze sind zu stellen der Evangelien

so in Melk wie in Kloster…

Die Stadt Melk könne sich glücklich schätzen, das Stift in der Stadtmitte zu haben. „Es ist unsere Verantwortung und Verpflichtung, diese Stifte und Klöster in die kommenden Generationen gut weiterzutragen. Da kommt der Denkmalpflege eine große Bedeutung zu“, unterstrich die Landeshauptfrau, die ergänzte,

und das ergänzte die Niederösterreichische nicht, aber es ist zu ergänzen, zur Verkündigung der heiligen Johanna der Klosterhöfe1

in Wien kommt gerade der „Denkmalpflege eine große Bedeutung zu“,

das Denkmal eines christschwarzen Parteikameraden der Niederösterreichischen wird gereinigt, gesäubert, recht herausgeputzt …

1 Es gibt bereits ein Stück über eine heilige Johanna in Chicago, aber vielleicht sucht gerade eine Theaterautorin Stoff für ein Stück, das in der Gegenwart spielt; der Titel dafür wird gerne unentgeltlich beigesteuert: Die heilige Johanna der Klosterhöfe