Das Netzwerk

Es kann Schreibenden von Romanen nicht angelastet werden, wenn es in Romanen zu Wiederholungen kommt, sind doch Schreibende besonders von Romanen der Wirklichkeit, die ihnen solche Figuren beschert, ausgeliefert, und wenn es in Romanen zu Wiederholungen kommt, dann können Wiederholungen nur den Figuren angelastet werden, die sich, einfach wie kurz gesagt, weigern, sich zu entwickeln, u. v. a. m. Wiederholungen hinter sich zu lassen.

So eine entwicklungsverweigernde Figur ist Alexander Surowiec, die am 20. März ’24 wiederholt, was sie bereits acht Jahre zuvor von sich gab: „Fette weg von der Straße“ —

Eine solche Wiederholung allein wäre noch kein Grund, keine Berechtigung, ein weiteres Kapitel mit dieser Figur zu schreiben, aber plötzlich taucht diese Figur, von der gerade noch schwach in Erinnerung gewesen, sie sei in mehreren Kapiteln vor vielen, vielen Kapiteln vorgekommen, wieder auf, in der medialen Berichterstattung, und dieses ihr Auftauchen verleitet dazu, diese Figur in einem weiteren Kapitel auftreten zu lassen, auch wenn es eine Figur ist, der vor langer Zeit kein langes Romanleben zugedacht war; Schreibende denken, aber die Wirklichkeit, insbesondere die österreichische Wirklichkeit, schreibt, was sie je nicht geschrieben haben wollen, was sie je nicht weiterschreiben wollen, und so kehrt auch Alexander Surowiec als Figur in den Roman zurück, wie so viele Figuren, die in den Roman zurückkehren, die nicht in den Roman zurückkehren sollten, kehrten sie aber nicht zurück, wäre der Roman mit einem Male beendet, endlich beendet, endlich Schluß

Es würde ein zu langes Kapitel werden, zu erzählen, was diese Figur über die Jahre alles von sich gab, so soll nur weniges aus diesem Jahr ’24 erzählt werden …

Am 10. Jänner verbreitet Alexander Surowiec dies:

Hier die Antwort von dem Aktivisten und Migrationsexperten Martin Sellner zu den angeblich geheimen Vertreibungsplänen der AfD, worüber heute früh in allen Medien berichtet wurde.

Nun wird Alexander Surowiec „Correctiv – Recherche für die Gesellschaft“ wohl nicht mehr dankbar sein, wie er Jahre zuvor schrieb, als es nicht um Martin Sellner ging:

Liebe Redaktion, lieber Jonathan und Frederik, ich danke euch, dass ihr mir vor mehr als einem Jahr die Chance gegeben habt, sich der größten Herausforderung meines Lebens zu stellen. Heute ist meine investigative Digitalzeitung Fass ohne Boden online gegangen. Die erste Story folgt am Abend. Herzliche Grüße aus Wien
Alex
Dankbarkeit hat eine kurze Halbwertszeit. Nicht bei uns. Diesen Kolleginnen und Kollegen möchten wir einfach nur danke sagen: CORRECTIV Jonathan Sachse und Frederich Richter NZZ.at Julia Herrnböck und Georg Renner Puls 4… FASS-OHNE-BODEN.AT

Am 18. Februar schreibt Alexander Surowiec dies:

Wir kickln die Kammer. Zur Abwechslung ein nicht weichgespülter Slogan. FPÖ Freiheitliche Arbeitnehmer Niederöste

Inzwischen liegt das Gesamtergebnis der AK-Wahlen 2024 vor, und was dieser Figur ein „nicht weichgespülter Slogan“ ist, nun, „kickln“ heißt nichts anderes, alles bleibt wie es war, und „kickln“ heißt auch, 2,20 % insgesamt mehr, mehr ist mit „kickln“ nicht machbar …

Am 23. Februar schreibt Alexander Surowiec, sein „Fass ohne Boden“ verbreitend“, dies:

Angesichts eines brutalen Messerangriffs im Asylheim Traiskirchen fordert der niederösterreichische FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer die Verhängung von Waffenverbotszonen […]

Und am 16. März dies:

Gouverneur Henry McMaster unterzeichnete am 7. März ein Gesetz, das South Carolina zum 29. Staat der USA macht, in dem die Einwohner Handfeuerwaffen ohne Genehmigung tragen dürfen. In Österreich will der Innenminister Waffen im öffentlichen Raum verbieten.

Einem Innenminister aus der landbauerischen Partei hätte diese Figur wohl nicht unter die Nase gerieben, daß in South Carolina „die Einwohner Handfeuerwaffen ohne Genehmigung“, ein Innenminister aus der landbauerischen Partei würde wohl auch ein Gesetz unterzeichnen, das Österreich zum xten Staat von einem Staat machen würde, in dem die Einwohner …

Am 14. März dies:

Eine klare Ansage: „Make Hackler great again“ – dieser Spruch stand auf einer Kappe, die der Spitzenkandidat für die Arbeiterkammerwahl Daniel Jägerbauer trug.

Das ist eine derart wichtige Ansache — „Make Hackler great again“ –,

daß Alexander Surowiec diese nicht nur FA-FPÖ bestätigen, sondern auch Roger J. Stone und Donald Trump wissen lassen muß, wahrscheinlich aus Dankbarkeit, für die klaren Ansagen auch von Stone, wie A. S. am 20. März eine beispielhaft klare Ansage von Roger Stone verbreitet, die er, Stone, aber auch nur Jahrzehnte später verbreitet:

„I say one Communist in the US Congress is one Communist too many”…..Sen.Joseph McCarthy

Am 27. März dies:

Pädophilie in Österreich: Brisantes Buch über das Netzwerk der Kinderschänder

Die Figur verbreitet etwas von der gesinnungsgemäß zensurierten Website, für die das Buch von Werner Reichel „brisant“ ist, wie Alexander Surowiec ihr nachschreibt. Was an diesem Buch sofort auffällt, ist das Wort „vermutlich“, gleich schon zu Beginn in Zusammenhang mit Alfred Charles Kinsey; „vermutlich“, es wird vermutet, es werden Vermutungen angestellt, wohl in der Absicht, es werden Lesende diese aufgewärmten Vermutungen als Fakten sich einverleiben; Beuschel und Gulasch sollen nach dem Aufwärmen besser schmecken, aber ein Buch mit nachgeschriebenen aufgekochten Vermutungen wird niemals besser, schon dessen Geruch ist ein verbrannter. Wie soll es auch anders sein bei einem von Werner Reichel aufgewärmten Beuschel, nachgerührt in solch einer Verlagsschüssel.

Was an diesem Buch „Das Netzwerk der Kinderschänder – Politik, Macht und Pädophilie in Österreich“ „brisant“ sein wird, ist recht vorstellbar, hat es doch Werner Reichel geschrieben, ist es doch in einem Verlag erschienen, der

Das „Netzwerk der Kinderschänder“ ist aufgrund seiner politischen Brisanz vorerst nur exklusiv im Frank&Frei-Onlineshop und über den Kopp-Verlag erhältlich.

der sich seiner ehrenmächtigen Verbindungen mit Recht rühmen dürfte,

und auch Alexander Surowiec hatte schon die Ehre der Einladung zur Industriellenvereinigung, aber nicht nur,

auch zum Kongress,

aus dem Referentinnen für kurz Innenminister hervorgehen …

Willkommen im #Team Alexander Surowiec, Bakk. MA Der Investigative Journalist Alexander Surowiec (38) wird mich künftig als meine rechte Hand im Bereich der Presse und Strategie verstärken. Der gebürtige Steirer verdiente sich seit 2016 mit seiner investigativen Rechercheplattform „Fass ohne Boden“ zahlreiche Lorbeeren. Seine Enthüllungen über das BVT, Innenministerium und die Filzdecke Wien fanden Medienresonanz in Medien wie Correctiv, Kronen Zeitung und oe24. Gemeinsam Ziel ist, den Sumpf in dieser Repbulik trocken zu legen. Kennen gelernt habe ich ihn 2007 während seiner Zeit an der Theresainischen Militärakademie. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Die Zudecker und Vertuscher in dieser Republik können sich warm anziehen. #schnedlitz #FPÖ Weniger anzeigen

Wer sonst ist in der rechten Geistesverfassung als der Bundesgeneralsekretär der identitären Parlamentspartei derart Alexander Surowiec zu loben, ihn als seine „rechte Hand“ zu prothesieren, so von ihm, dem Bundesgeneralsekretär, verkündet am 10. November ’20.

Was an dieser Verkündigung des Bundesgeneralseketärs aufmerkenswert ist,

wo er Alexander Surowiec kennengelernt hat,

in der „Militärakademie„,

in der „Militärakademie“

in einem recht speziellen Netzwerk

und in was für einem recht speziellen Netzwerk also,

im leitkulterellen „Neustädter Geist“

im Nachgang eines Hofer auch …

wie rührend sein Wunsch der frommen Gesinnungsart: „Weniger anzeigen“ … Wie falsch aber so ein Wunsch oder so eine Bittgebet nach weniger Anzeigen ist, müßte gerade einem, der einmal den Beruf eines Landwirten ausübte, dünken, weiß doch eine jede Bäuerin, daß, was gesät wird, wird geerntet,

ein jeder Bauer auf dem bodenvernutzten Land weiß: die Saat ist die Ernte —

„Was sind das nur für Menschen.“


Als am 24. April 2024 über das „erste EU-Gesetz zur Bekämpfung von Gewalt“ abgestimmt wird, enthält sich Harald Vilimsky nicht seiner Stimme, die er noch desselben Tages abgibt – schriftlich auf der Konzernplattform X: „Was sind das nur für Menschen. Die Strafen für Tierquälerei müssen drastisch erhöht werden.“

Als am 24. April 2024 über das „erste EU-Gesetz zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen“ abgestimmt wird, enthält er, Harald Vilimsky, sich seiner Stimme,

und auch seine zwei Parteibrüder Georg Mayer und

Roman Haider enthalten sich.

Die Parteibrüder stimmen nicht für die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, die Parteibrüder stimmen nicht gegen die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, die Parteibrüder enthalten sich; sich zu enthalten, heißt doch, noch keine Meinung zu einem bestimmten Fall zu haben, die Parteibrüder enthalten sich, geradeso, als hätten sie, die Meinungsreichen, gar keine Meinung zur Gewalt gegen Frauen; aber auch so Meinungsreiche wie die drei Gesinnungsbrüder scheinen nicht davor gefeit zu sein, in ihrem Meinungsreich plötzlich ohne jedwede Meinung dazustehen, allen Meinungen verlustig zu gehen, und ehe es so weit ist, kann Gesinnungsbruder Harald Vilimsky am 24. April 2024, am Tag der Verabschiedung des EU-Gesetzes zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, gerade noch eine, seine letzte Meinung vor dem totalen Meinungsausfall aufbringen und absetzen, sein Nein zur Gewalt und sein Ja zur Bekämpfung von Gewalt durch drastisch zu erhöhende Strafen beim Gewalttatbestand Tierquälerei.

Die neuen Regeln sollen geschlechtsspezifischer Gewalt vorbeugen und Betroffene schützen, insbesondere Frauen und Opfer häuslicher Gewalt.

Am Mittwoch gab das Parlament mit 522 zu 27 Stimmen bei 72 Enthaltungen grünes Licht für die ersten EU-Vorschriften zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und von häuslicher Gewalt. Die Richtlinie sieht strengere Vorschriften gegen Cybergewalt vor. Auch sollen Opfer künftig bessere Unterstützung bekommen und entsprechende Maßnahmen gegen Vergewaltigungen ergriffen werden.

Nach den neuen Regeln sind Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen sowie Zwangsheirat verboten. Zudem enthält die Richtlinie bestimmte Leitlinien für im Internet begangene Straftaten wie etwa die Offenlegung privater Informationen und das sogenannte Cyberflashing.

Die Liste der erschwerenden Umstände für Straftaten, die härtere Strafen nach sich ziehen, ist nach den neuen Regeln umfangreicher. Sie umfasst nun unter anderem Verbrechen gegen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie gegen Journalistinnen bzw. Journalisten und Menschenrechtsaktivisten. Außerdem zählt zu den erschwerenden Umständen künftig auch die Absicht, Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer sexuellen Ausrichtung, ihrer Hautfarbe, Religion, sozialen Herkunft oder politischen Überzeugung zu bestrafen, sowie die Absicht, die „Ehre“ zu wahren oder wiederherzustellen.

Zugang zu Diensten im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit

Die Sicherheit und das Wohlergehen von Opfern muss an oberster Stelle stehen. Das bedeutet auch, dass sie Zugang zu geschützten Unterkünften haben müssen. Gesundheitsversorgung muss ebenfalls zugänglich sein – das gilt auch für Dienste im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit. Die Behörden der Mitgliedstaaten haben künftig erweiterte Berichterstattungs- und Beweiserhebungspflichten. Zudem müssen sie die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen als Straftat gelten.

Das Parlament setzte durch, dass die Kommission künftig alle fünf Jahre Bericht darüber erstattet, ob die Vorschriften überarbeitet werden müssen.

Zitate

Die Mitberichterstatterin des Ausschusses für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter, Frances Fitzgerald (EVP, Irland), sagte dazu: „Heute hat das Parlament wichtige erste Schritte gemacht, um Europa zum ersten Kontinent zu machen, der Gewalt gegen Frauen ein Ende setzt. Wir reden hier von einem umfassenden Gesetz, das Gewalt gegen Frauen verhindern, die Opfer schützen und die Täter vor Gericht bringen wird. Das bedeutet einen ganzheitlichen Ansatz im Kampf gegen diese abscheulichen Verbrechen. Gleichstellung ist nicht möglich, solange Gewalt gegen Frauen besteht; wir müssen sicherstellen, dass die Täter nicht ungestraft davonkommen.“

Die Mitberichterstatterin des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres, Evin Incir (S&D, Schweden), erklärte: „Diese wegweisende Richtlinie zeigt unser festes Engagement, die Rechte der Frauen zu stärken und Leben zu retten. Während wir voranschreiten, sollten wir diesen Moment als einen historischen Schritt in Erinnerung behalten, der die Frauenrechte stärkt und den Weg in eine Zukunft weist, in der jede Frau frei von Angst und Unterdrückung leben kann. Das ist ein Sieg für Gerechtigkeit und Gleichheit in der gesamten Europäischen Union.“

Nächste Schritte

Die neuen Vorschriften treten 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt der EU in Kraft. Für die Umsetzung der Bestimmungen haben die Mitgliedstaaten drei Jahre Zeit.

Drei Jahre haben nun die Mitgliedsstaaten Zeit für die Umsetzung der Bestimmungen, also auch das EU-Land Österreich; wie werden wohl die Gesinnungsbrüder und die Gesinnungsschwestern von Haider-Maier-Vilimsky im österreichischen Parlament sich verhalten, wenn es zur Abstimmung der gesetzlichen Umsetzung dieser Bestimmungen in Österreich kommen wird …

„Was ist dein Lieblingsauto?“

Bruder, ich bin 2015 konvertiert. Etwas Kuriosa. Ich hatte eigentlich nichts mit Religion zu tun. Wenn du mich gefragt hättest, ich hätte gesagt, ich bin Christ. Aber ich wurde nicht einmal getauft, weißt du. Weil du mußt dann den Leuten erklären, du glaubst an nix, ist unangenehm. War auch nicht wirklich religiös gewesen. Das hat mich nicht interessiert. Und dann hatte ich in meiner Klasse einen Bruder gehabt. Er hat schon damals gebetet, Bruder, achte, neunte Klasse. Ich war für ihn so Schmiere, weißt du, hatte immer so Security für ihn gemacht, so, und ja, er hat mich dann so Stück für Stück an das Thema näher gebracht. Und ich kann mich erinnern, das war so in der elften Klasse, da waren wir wieder zusammen. Da sind wir nachts gegangen, Bruder, und da hat er mir so eine Frage gestellt, er meinte, Bruder, was ist dein Lieblingsauto. Mercedes, meinte ich. Da meint der Bruder, wenn ich dich jetzt frage, von wo kommt der Mercedes, und wenn du mich das fragt, und ich sage, der war immer schon da. Bruder, wie kommst du da drauf. Wir haben immer so entspannt geredet. Da sagt er voll ernste Sachen. Bruder, aber in meinem Kopf habe ich gemerkt, er hat recht, ein Auto kann nicht einfach von so kommen, aus dem Nichts. Und da hat es angefangen, daß ich zum ersten Mal wirklich überlegt habe, Bruder, warte mal, vielleicht ist das ganze Universum, verstehst du, so hat das alles angefangen, seinen Verlauf genommen, und dann hat er mich ein bisschen zum Islam geführt, mein Bruder, dann bin ich konvertiert, Bruder.

So hat es also für Bruder Joe begonnen, erzählt von sich Adade R. Boating in einem Interview mit „Botschaft des Islam“, im Juli ’23, im Anfang war die Frage nach dem „Lieblingsauto“ — ein „Mercedes“

wenn im Anfang statt dem Wort Gott mit den vielen, vielen Namen, einer davon auch Allah, das Auto vor dem Haus plötzlich gestanden wäre, dem Menschen das Auto das ganze Universum, das Universum des Menschen ein ganzes Auto, und weil ein Universum nicht einfach so kommen kann, aus dem Nichts ohne Geld, das muß geschaffen werden, das Auto aber, das einfach so kommen kann, aus dem Nichts, muß menschgemäß das ganze Universum geschaffen haben, Haus, Mercedes, Garage

wenn im Anfang Auto gewesen wäre, wie segensreich hätte es mit Auto seit Anbeginn der Menschenwelt für die Menschen sich entwickeln können, und wenn bedacht wird, was aus dem und im Universum des Menschen geworden ist, seit Auto existiert, verbietet es sich zu spekulieren, ob es mit Auto im Anfang segensreicher als mit Gott im Anfang geworden wäre, auch mit Auto ist es nicht —

Eines wäre wohl anders verlaufen, philosophisch, also nicht so dramatisch, nicht so pathetisch, lautes Gelächter hätte sofort hörlich jedwede Rezitation übertönt, keine weitere Lesung wäre je mehr angesetzt worden —

Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittage eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: „Ich suche Auto! Ich suche Auto!“ – Da dort gerade viele von Denen zusammenstanden […] so erregte er ein großes Gelächter. Ist es denn verloren gegangen? Sagte der Eine. Hat es sich verlaufen wie ein Kind? Sagte der Andere. Oder hält es sich versteckt? Fürchtet es sich vor uns? Ist es zu Schiff gegangen? Ausgewandert? – so schrien und lachten sie durcheinander. Der tolle Mensch sprang mitten unter sie und durchbohrte sie mit seinen Blicken. „Wohin ist Auto? Rief er […] Müssen nicht Laternen am Vormittage angezündet werden? Hören wir noch Nichts von dem Lärm der Totengräber, welche Auto begraben? Riechen wir noch Nichts von der autlichen Verwesung? – auch Autos verwesen! Auto ist tot! Auto bleibt tot! Und wir haben es getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unseren Messern verblutet, – wer wischt dies Blut von uns ab? Mit welchem Wasser könnten wir uns reinigen? Welche Sühnfeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht die Größe dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Autos werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Es gab nie eine größere Tat, – und wer nur immer nach uns geboren wird, gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!“ – Hier schwieg der tolle Mensch und sah wieder seine Zuhörer an: auch sie schwiegen und blickten befremdet auf ihn. Endlich warf er seine Laterne auf den Boden, dass sie in Stücke sprang und erlosch. „Ich komme zu früh […]

Man erzählt noch, dass der tolle Mensch des selbigen Tages in verschiedene Werkstätten eingedrungen sei und darin seinen Elektrobohrer […] Hinausgeführt und zur Rede gesetzt, habe er immer nur dies entgegnet: „Was sind denn diese Garagen noch […]“

Eine kurze Nachricht in einem Amtsblatt für Insolvenzen hätte bei weitem ausgereicht, unaufgeregt, sachlich: Heute habe Auto am hiesigen Handelsgericht den Konkurs angemeldet, eine Masseverwaltung, gab Mercedes, Unternehmensleitung von Auto, in einer eilig einberufenen Pressekonferenz mit Verweis auf das Konkursgericht bekannt, werde, da keinerlei Vermögen zur Befriedigung der Gläubigen vorhanden ist, nicht bestellt.

In Zusammenhang mit Religionen gibt es keinen Rassismus

Wenn Menschen für ihre Organisierten Glauben demonstrieren, und es vor allem Männer sind, die für ihren Organisierten Glauben auf die Straße gehen, Frauen weit abseits von ihnen zu stehen haben, mit Sprüchen wie „Schluß mit Wertediktatur“, dann kann ihnen, vor allem den Männern, nur uneingeschränkt zugestimmt werden, es muß endlich Schluß sein mit ihren vor allem in ihren Familienverbänden verbissen diktierten Werten, denen sie anhängen, endlich Schluß sein mit ihrer glaubensgetriebenen Diktatur, die Männer in ihren Familien gegen ihre eigenen Angehörigen ausüben, es muß endlich Schluß sein, mit ihren glaubensgetriebenen Werten, die sie, vor allem die Männer, vor allem gegen Frauen diktatorisch einsetzen, vor allem gegen Frauen, die ihre Mütter, ihre Schwestern, ihre Tanten, ihre Großmütter, ihre Freundinnen, ihre Mitschülerinnen, ihre Arbeitskolleginnen usw., aber auch gegen Frauen, die sie nicht kennen und dennoch meinen, diesen ihnen gänzlich unbekannten Frauen ihre glaubensverblendeten Werte diktieren zu …

Ein solches Diktat gegen Frauen fordert es, wieder einmal, heraus, zu fragen, was wäre aus ihrem alllmächtigen Propheten, von dem es heißt, er konnte weder lesen noch schreiben, geworden, hätte nicht eine Frau sich seiner angenommen, ihn nicht geheiratet?

Wie besessen, auch das wurde schon erzählt, müssen seine ihm im 21. Jahrhundert nacheifernden Eiferer sein, daß Frauen sich verhüllen müssen?

Die diktierte Verhüllung nichts anderes als ein Code de sexe

Und wenn nun auf der Straße, in einem demokratischen Staat, Tafeln „Kalifat ist die Lösung“ geschwenkt werden, wie am letzten Samstag im April ’24, fällt sofort „V 13“ ein, die Gerichtsreportage von Emmanuel Carrère, in der über die Ausrufung des Kalifats durch Abu Mohamed al-Adnani

Staaten, beispielsweise Iran,

Afghanistan,

Vereinigte Arabische Emirate,

Saudi-Arabien

sind für Menschen bitterste Orte, die belegen, daß es keine Phobie, keine Hetze, keine Feindschaft gegen einen diesen Organisierten Glauben, sondern es gegen Menschen regierte Orte sind, in denen das menschgemäße Wehren gegen glaubensbesessene Diktate von Werten, gegen glaubensverblendete Wertediktaturen lebensnotwendig ist, und in demokratischen Staaten kann es, wie es beispielsweise vor allem Männer gegen das für alle Menschen unabhängig von ihren Orientierungen und Weltanschauungen verbriefte demokratische Recht propagandieren, in Zusammenhang mit Organisierten Glauben keine Phobie, keine Feindlichkeit, keine Hetze geben, in demokratischen Staates gibt es und kann es ausschließlich nur eines geben,

kritische Diskurse mit Organisierten Glauben,

kritisches Aufzeigen, was beispielsweise vor allem Männer wie Vogel umtreibt,

was aus jenen wird, die beispielsweise der Propaganda eines Kalifats erlegen,

was aus jenen geworden, die beispielsweise der Propaganda eines Kalifats …

In Zusammenhang mit Religionen gibt es keinen Rassismus. Wer dennoch Kritik an Organisierten Glauben als Rassismus hinzustellen versucht, mißversteht Rassismus vollkommen.

ФПО – „Я опубликовал(-а) новое фото на“

Bei uns kein Moskau Bodenküsser, kein bekennender Marxist und […] Vilimsky: FPÖ hat null Kontakte zum Putin-Regime

So Harald Vilimsky am 25. April ’24 auf der Konzernplattform X, sich selbst zitierend, treffender, sich selbst wieder einmal fotographierend, diesmal mit einer Tastatur.

Harald Vilimsky fotographiert damit durchaus die Wahrheit, genauer, was die „Bodenküsser“ und „bekennende Marxisten“ angeht,

es kann ihm das geglaubt werden, daß „bei uns kein Moskau Bodenküsser, kein bekennender Marxist“,

gefallen doch dem gesinnungsgemäßen Patrioten mehr

die bodentiefen Knicke und

gesinnungsgemäß der Patriotismus, ein „Marxist“ müßte schon bodentief zum „Patrioten“ sich knicken lassen um des Patrioten Gunst, die er nach Moskau reisenden und darüber derart glücklichen Patriotinnen, daß sie vor lauter patriotischer Gesinnungsgunst nur noch sich selbst abzulichten imstande, zu Moskau-Selfier

Die Männer sind älter geworden, trauen sich zu weite Reisen wohl nicht mehr so zu, ihr Vertrauen in ihre Kraft schwindend, aber mit Zuversicht, gerade bis nach Budapest zum alten Mann noch zu kommen, wie nu im April ’24,

einer von ihnen aber trotzt in Eis und Schnee dem Alter, will im Mai desselben Jahres weiter auf großer Reise sein,

in Bayern sich wieder betätigen, über die dann ein Andreas Winhart wohl wieder „Neues aus dem bayrischen Landtag“ —

und dann gibt es noch einen, der scheint sich gar keine Reisen zuzutrauen, höchstens bis Linz scheint ihm seine Kraft zu reichen, und während

der Sich-selbst-Fotographierende und der fuchtelnde

Knickerträger eine „Festung Europa“ zu mörteln sich zutrauen,

traut sich der kleine Gebirgsjäger nur zu, eine kleine, eine ganz, ganz kleine „Festung …“

Willkommen Favoriten

Willkommen, meine Damen und Herren, beim öffentlich-rechtlichen Kulturauftrag, der uns heute wieder nicht nachsagen kann, daß wir ihm nicht mit allem verfügbaren Glanz die Reverenz erweisen.

Das Glück des Heinz Sichrovsky, daß ein Auftrag, auch als Kulturauftrag, nicht sprechen kann. So bleibt es bewiesen, auch an diesem Dienstag, 23. April 2024, daß er wieder glänzen wird, wie ein neuer Schilling, der keine Goldmünze, sondern ein Papierschein. Und mit allem verfügbaren Glanz glänzt er in seinem Gespräch mit Dirk Stermann zu seinem Buch über die oder mit der „renommierten jüdischen Psychoanalytikerin“, das er, Dirk Stermann, geschrieben oder, wie es Heinz Sichrovsky sagt, „aufgezeichnet“ —

Bevor aber das Glänzende von Heinz Sichrovsky erzählt wird, zitiert wird in seinem mit allem verfügbaren Glanz, ein Zitat von derselben Nacht, aus dem Radio des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich, aus der Sendung „Radiokolleg“, im Teil „Auf den Anfang kommt es an“, in dem es, einfach wie kurz gesagt, um das Klima

Jeder möchte die Welt verbessern, und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte.

Mit der Weisheit des Karl Heinrich Waggerl wird der Beitrag über die „Doyenne der österreichischen Klimawissenschaft“ eingeleitet. Aufmerkenswert daran ist nicht, daß Karl Heinrich Waggerl zitiert wird, sondern wie präsent dieser nach wie vor ist,

daß eine derartige Binsenweisheit je zum Glänzen je noch gebracht werden könne, wenn diese mit dem Namen Karl Heinrich Waggerl bloß … Ist dies die Weltverbesserung, die jede könnte, finge sie nur wollend bei sich selber an? In welches Ende führte der Anfang der Weltverbesserung, mit der Karl Heinrich Waggerl wollend bei sich selber anfing und heutzutage jene bei sich selber wollend anfangen, für die Karl Heinrich Waggerl ein „begnadeter Volks“kanzeldichter —

Und nun mit aller verfügbaren Reverenz der Glanz des Heinz Sichrovsky:

Aber er versteht auch, wenn es ernst wird auf der Welt und bei uns, zum Beispiel jetzt […] Dieses Buch ungefähr zeitgleich mit dem Überfall der Hamas auf Israel erschienen. Schrecklich, göh, daß es schon wieder im Oktober war und diese Qual sich endlos weiter fortsetzt. Äh, wäre das Buch anders verlaufen, wenn das bereits stattgefunden hätte, dieses Verbrechen? [Dirk Stermann: Ich vermute, ja. Ich vermute, es wäre schwerer geworden (…) wenn ich es später geschrieben hätte, wäre das Thema, glaube ich, viel größer noch geworden, das Hamas-Thema und das Israel-Thema (…)] Jetzt muß diese Frau erleben, daß der Antisemitismus hochkocht. Eines war sicher, es wird zu keiner Shoah mehr kommen. Da waren wir uns alle sicher. Es kam zu einer Shoah, und die wird prolongiert jetzt, und zwar von links, von rechts, von Migranten, von allen […]

Es werde, sagt Heinz Sichrovsky, zu keiner „Shoah“ mehr kommen, da wären, sagt Sichrovsky, „wir uns alle sicher“ gewesen, und, sagt H. S., „es kam zu einer Shoah und“, sagt S., „die wird prolongiert jetzt“ —

Die von einem Österreicher befehligte staatlich-industrielle Massenvernichtung mit dem mörderischen Verbrechen der abscheulichsten und der grausamsten Art einer Terrorgruppe gleichzusetzen,

eine Terrorgruppe,

diese Terrorgruppe zur Bedeutung eines Regimes mit staatlich durchorganisierten Massenverbrechen, begangen von Abertausenden von Staatsbürgern, ergeben und gläubig gestützt von Millionen von Staatsbürgerinnen über Jahre,

zur Gleichwertigkeit eines Regimes, das einen gesamten Staat in den totalen Dienst des Massenmordens stellte, hochzureden,

belegt wieder einmal die Notwendigkeit der Bildung, und wenn

diese Terrorgruppe je von Heinz Sichrovsky etwas hören sollte, was er mit allem verfügbaren Wissen weiß und auch zu ihr weiß, sie würde sich wohlig geschmeichelt fühlen, sich stolz zurücklehnen in der Zufriedenheit, endlich einer, der weiß, endlich einer, der sie bildungsbeflissen geschichtlich einzuordnen versteht, und dann erleichtert, vielleicht, deklamiert: Das ist der Zauber der Bildung!

„Der Tag des Opritschniks“

Vorher nehme ich schnell einen tiefen Zug der guten Toboler Luft. Hier ist es noch kälter als in Orenburg: zweiundreißig Grad minus. So viel zur globalen Erderwärmung, von der sie im Ausland faseln. In Russland hat es noch richtig Frost und Schnee, meine Herren, da könnt ihr sicher sein.

Als Gerald Grosz noch etwas war, also „BZÖ-Chef“, somit „Chef“ einer vom Vater der Ulrike Haider gegründeten Partei, die ihre Kandidatur im Rahmen der EU-Wahl im April vor zehn Jahren zurückzog, als Gerald Grosz noch etwas war, also „Chef“ einer untergegangenen Partei, die zehn Jahre nach diesem töchterlichen Verzicht, so das Gerücht, doch noch existieren soll, als Kleinstpartei, irgendwo in Kärnten allein, als Gerald Grosz noch etwas war, also „Chef“ einer außerhalb von Kärnten aufgelösten Partei, gab er im April vor zehn Jahren eine Presseaussendung heraus, mit der er sich auf George Orwell bezog. Zehn Jahre später, im April ’24, ist er, Gerald Grosz, nichts mehr, also kein „Chef“, zehn Jahre später ist er ein Zwetschkenbrocker auf der fellnerischen Birnenplantage

Und als ob das an Satire vor zehn Jahren nicht genug gewesen wäre, versucht er sich weiter in Satire als fellnerischer Zwetschkenbrockender, wie wieder einmal heute am 23. April ’24, wenn er sich an die klimafühlige Wetterweisheit seiner Großmutter erinnert, einen Menschen zu einem „Unwesen“ … Und dazu fällt unweigerlich die Satire von Vladimir Sorokin aus dem Jahr 2006 ein: „Der Tag des Opritschnik“, in der zu lesen ist:

Vorher nehme ich schnell einen tiefen Zug der guten Toboler Luft. Hier ist es noch kälter als in Orenburg: zweiundreißig Grad minus. So viel zur globalen Erderwärmung, von der sie im Ausland faseln. In Russland hat es noch richtig Frost und Schnee, meine Herren, da könnt ihr sicher sein.

Als Zwetschkenbrocker hegt Gerald Grosz eine nach seiner Herzenswärme mögliche liebevolle Sicht auf das Geschehen in der Wirklichkeit, und wäre er, Gerald Grosz, noch etwas, also „Chef“, dann hätte wohl er diesen Brief nach Moskau der Kleinstpartei unterschrieben, der am 23. April ’24 auf der Website der allein irgendwo in Kärnten noch eine Internetseite betreibenden Partei zu lesen ist:

Liebes russisches Volk, sehr geehrter Herr Präsident Putin:
Seien Sie sich gewiß, daß es in Europa viele gebildete und kulturliebende Menschen gibt, die den von den USA und von der EU betriebenen Wahnsinn nicht gut heißen und die an einem Ausgleich der russischen und europäischen Interessen interessiert sind.

Mehr wird von der Kleinstpartei, deren „Chef“ einmal Gerald Grosz war, von dem Brief nicht zitiert. Vielleicht ist das aber auch schon der ganze Brief, gemessen an den beschränkten Möglichkeiten einer Kleinstpartei nahezu einer langer Brief

Die Satire von Vladimir Sorokin aus 2006 über einen Mann, dem die Kleinstpartei irgendwo in Kärnten allein und ihr einstiger „Chef“ zugetan, erzählt vom

Russland im Jahr 2027. Das Land hat sich vom Westen abgeschottet und mit einer „Großen Russischen Mauer“ umgeben. China ist der wichtigste Handelspartner, und die reichen Öl- und Gasreserven sichern die Macht des Alleinherrschers, des „Gossudaren“. Und wie einst Iwan den Schrecklichen umgibt ihn eine Leibgarde, die „Opritschniki“, die diesen Machtanspruch gegen jeden Widerstand durchsetzt. Sorokins Romanvision aus dem Jahr 2006 ist eine schmerzhafte Satire, eine negative Utopie im Sinne von Huxley, Orwell und Burgess. Und das Erschreckende daran ist, dass sie — mit Blick auf das heutige Russland – so überaus realistisch erscheint.

Nu

In der SPÖ dominiert zwar eine pro-israelische Haltung, dennoch fallen Gruppierungen mit antisemitischen Standpunkten, getarnt als Israelkritik, auf. Gibt es in Diskussionen, um Antisemitismus in den eigenen Reihen vorzubeugen?“

So steht es im Interview im Magazin „nu“, Nr. 95 (1/2024), das Danielle Spera mit Andreas Babler führte … Andreas Babler ist so freundlich, und er antwortet ihr darauf unmißverständlich und klar.

Die Frage von Danielle Spera unmittelbar davor lautet:

Welche dieser Maßnahmen sollten bei einer möglichen Regierungsbeteiligung […]

Und ihre letzte Frage, die sie in diesem „Dossier: Wahlen“ Andreas Babler stellt, ist:

Würden Sie als Zeichen der Solidarität die israelische Fahne auf dem Bundeskanzleramt hissen?

Eine Frage, die Flaggenfrage offensichtlich die wichtigste Frage für „nu“, die Karin Kraml dem „Bundeskanzler“ stellt, die Mark E. Napadenski Beate Meinl-Reisinger stellt, die Rainer Nowak aber nicht Karl Nehammer stellt, die Nathan Spasić Werner Kogler auch nicht stellt; vermutlich, weil unter ihrem Bundeskanzler, einfach wie kurz gesagt, das Bundeskanzleramt bereits mit der „israelischen Fahne“ beflaggt war, und es sich soher erübrigt, Karl Nehammer und Werner Kogler danach zu fragen, ist doch, wie von einem aus Wien vertriebenen Menschen geschrieben wurde, der heißeste Wunsch der Menschheit: etwas zweimal tun zu dürfen,

Danielle Spera zu Andreas Babler: „bei einer möglichen Regierungsbeteiligung“, Mark E. Napadenski zu Beate Meinl-Reisinger: „falls Neos der nächsten Regierung angehört“, Nathan Spasić zu Werner Kogler: „bei einer erneuten Regierungsbeteiligung“, für Rainer Nowak scheint es sich erübrigt zu haben, Karl Nehammer zu sagen: „bei einer möglichen Regierungsbeteiligung“ oder „falls die ÖVP der nächsten Regierung angehört“; für „nu“ hat Karin Kraml die Antwort, wer „Bundeskanzler“ ganz ohne mögliche, ganz ohne falls, ganz ohne bei, und dieser „Bundeskanzler“ wird das Bundeskanzleramt beflaggen, je nicht mit der „israelischen Fahne“ …

„Bundeskanzler“ wurde von Karin Kraml befragt, „wie definieren Sie Antisemitismus“.

Und damit, nu, hat Karin Kraml recht getan, den zu befragen, dessen Partei Antisemitismus recht zu definieren weiß, mehr noch, einen Namen mit eingeführt hat, daß kein Mensch fortan sagen kann, in deren Reihen muß Antisemitismus

Nathan Spasić fragt Werner Kogler: „Waren Sie schon einmal in Israel?“ Und Werner Kogler antwortet: „Nein, aber hoffentlich in nächster Zukunft einmal.“

„Nein“ antwortet „Bundeskanzler“ auf die Frage von Karin Kraml, ob er „persönlich in Israel“ war, und auf ihr nachgereichtes „Warum“ antwortet „Bundeskanzler“:

Es hat sich während meiner politischen Tätigkeit, auch als Innenminister, einfach nicht ergeben, und privat bin ich vor allem innerhalb Österreichs in den Bergen unterwegs. Ich schließe aber nicht aus, dass ich einmal in der Pension Israel einen Besuch abstatte […]

Das wird die Menschen in Israel aber freuen, wenn nach Israel zu Besuch einmal nicht ein aktiver, sondern ein pensionierter —

… schließe aber nicht aus, in seiner Pension Israel einmal einen Besuch abzustatten

In der aktuellen Ausgabe des Magazins „nu“, Nr. 95 (1/2024), als „Dossier: Wahlen“ interviewt Karin Kraml einen Mann, den sie nicht fragt, würde er, wenn er je Bundeskanzler werden würde, sondern sie fragt ihn, „würden Sie als Bundeskanzler“ …

Karin Kraml, nu: Würden Sie als Bundeskanzler als Zeichen der Solidarität […]

Und auf eine entsprechende Frage von ihr schließt er als „Bundeskanzler“ aus, Israel einen Besuch abzustatten, aber wenn er dereinst in „Pension“ sein wird, dann schließe er Israel aus einem Besuch nicht mehr aus

Karin Kraml, nu: Waren Sie persönlich schon in Israel?
„Bundeskanzler“: Nein
Karin Kraml, nu: Warum?
„Bundeskanzler“: Es hat sich während meiner politischen Tätigkeit, auch als Innenminister, einfach nicht ergeben, und privat bin ich vor allem innerhalb Österreichs in den Bergen unterwegs. Ich schließe aber nicht aus, dass ich einmal in der Pension Israel einen Besuch abstatte, was durchaus auch mit dem Interesse für bedeutsame Orte der jüdisch-christlichen Geschichte zusammenhängt.

Diese „nu“-Ausgabe ist wahrlich ein Dossier, aus dem recht viel mehr noch Gehaltvolles zu erfahren ist, und das überrascht nicht, schon bei einem kurzen Blick auf das „ständige Redaktionsteam“,

ein Magazin, einfach wie kurz wiederholt, aus dem derart Gehaltvolles zu erfahren ist,

wie eben über die Nichtreisepläne eines nicht pensionierten Mannes bis zu seinen nicht ausschließenden Reiseplänen in seiner Pension, der jetzt oder (aus dem Niederländischen übersetzt) nu aber

bloß ein Kandidat unter vielen ist, der mit „Lichtgestalten“

in die Berge aufbricht, die „Bewunderer“ der „Israelen“,

daß diesem Kapitel noch weitere …