FPÖ-ZZ: „Ob der verbotene Hitlergruß im Alltag sich überhaupt vermeiden ließe“

In der aktuellen Ausgabe 45-2014 vom 7. November 2014 der ZZ der identitären Gemein-Schaft einmal kein Entlastungslied für „Nazissen“, keine Empfehlung zur Wiederlesung eines SS-Mörders, sondern, beinahe erfreulich, bloß die Empfehlung, das Buch eines Schreibers der „Zur Zeit“ zu lesen und vor allem zu verschenken. Was die ZZ der identitären Gemein-Schaft an Wiederlektüre in der Vergangenheit nicht findet, das schreiben sich ZZler eben selbst, ganz vergangenheitsbewußt …

Und dieses Buch von einem Schreiber der von einem NR geführten „Zur Zeit“ zum Verschenken wird besonders empfohlen, etwa durch:

„Er geht hier essentiellen Fragen nach, wie […] ob sich der verbotene Hitlergruß im Alltag überhaupt vermeiden ließe.“

Das ist gesinnungsgemäß eine „essentielle Frage“ für die ZZ des Spitzenpersonals der identitären Gemein-Schaft, in der erst vor kurzem über Kooperationen nachgedacht wurde, derer es bedürfte, um den „Faschismus wirklich wiederbeleben“

FPÖ-ZZ 45-2014 - Christian Höbart, HöhlenexperteVom Spitzenpersonal der identitären Gemein-Schaft sind diesmal Beiträge von NR Wendelin Mölzer und von NR Christian Höbart. Ach, wie recht schön Christian Höbart, der, wie aktuell zu lesen ist, ein Höhlen- und Erdenexperte auch zu sein scheint, hier über „christlich-abendländische Brauchtümer, Traditionen und Werte“ zu 

Zwei ganzseitige Inserate gibt es in der aktuellen Ausgabe der ZZ auch wieder: eines der FPÖ über ihr „Entlastungsmodell“. Die Frage, aus welchen Mitteln diese finanziert werden, muß nicht ein weiteres Mal ausgeführt werden. Und dann noch ein ganzseitiges Inserat vom Hohenrain-Verlag. Um was für einen Verlag es sich dabei handelt, muß auch nicht ein weiteres Mal ausgeführt werden …

FPÖ-ZZ 45-2014 Erich Körner Lakatos und HitlergrußPS Das recht empfohlene Buch ist eines von Erich Körner-Lakatos, der schon einmal in der ZZ beispielsweise über fehlende Höflichkeit und fehlenden Anstand der Staaten klagte, die dem deutschen reich nicht zum Tod von Adolf Hitler ihr Beileid aussprachen …

PPS In der Empfehlung für dieses Buch wird Erich Körner-Lakatos gepriesen für: „Alles in federleichtem Stil, meist heiter-bissig, nie ohne Tiefgang. [D]er ein Sensorium für feine gedankliche Zwischentöne – vom Autor sprachlich umgesetzt in filigrane Schattierungen der deutschen Sprache – sein Eigen nennen darf.“ Wie wohl der Anpreiser „W. T.“ mit wirklichem Namen heißt? Kostproben dieses „Tiefgangs“ liefert Erich Körner-Lakatos in beinahe jeder ZZ ab; mit seinen Satiren, auch die müssen nicht ein weiteres Mal besprochen werden

PPPS In diesem Buch sind, wie der Umschlag preisgibt, auch „Causerien“ von ihm aufgenommen … Ob auch jene über Jakobus Neuhaus enthalten ist? Nun, wenn ja, dann wäre es eine letzte Empfehlung, Geschenkspapier für etwas anderes

Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci auf Einladung der FPÖ in Wien

Daß Akif Pirinçci in der freiheitlichen Gemein-Schaft ein recht hohes Ansehen genießt und nach Wien eingeladen wird, ist gesinnungsgemäß verständlich, unverständlich hingegen ist, daß Efgani Dönmez einer Einladung der FPÖ folgt, und damit dieser identitären Gemein-Schaft den Gefallen erweist, dieser ihrer als „Podiumsdiskussion“ bezeichneten Gesinnungsveranstaltung den Anschein einer ernsthaften und seriösen Behandlung eines Themas – das ist ganz und gar unverständlich …

Akif Pirincci und FPÖ passen recht zueinanderEfgani Dönmez läßt sich von der identitären Gemein-Schaft mißbrauchen. Und die identitäre Gemein-Schaft wird ihn für ihre Propaganda mißbrauchen. Sie wird sich durch ihn darstellen als eine Gemein-Schaft, die redlich und ernsthaft bemüht sei, eine sachliche Diskussion auch zu diesem Thema zu führen, während bereits der Titel dieser Veranstaltung im Wiener Rathaus darauf hinweist, wie vollkommen egal der identitären Gemein-Schaft Redlichkeit, Sachlichkeit, Ernsthaftigkeit …

Möglicherweise denkt Efgani Dönmez, es muß auch mit einer FPÖ und mit einem Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci das Gespräch gesucht werden, weil die zwei, die so recht aus mannigfachen Gründen zueinanderpassen, einen derart regen Zulauf haben, wie auch der hundertfache Zuspruch zu dem aktuellen Posting von Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci, mit dem er seine Freude auf den FPÖ-Besuch in Wien kundtut, nahezulegen scheint. Es stimmt, das Gespräch muß tatsächlich und forciert gesucht werden, aber mit den Menschen direkt und persönlich, und nicht indirekt und unpersönlich über eine FPÖ mit ihrem neuen Idol Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci …

Weshalb Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci recht zur identitären Gemein-Schaft paßt?

Wie in seinem Posting zu lesen ist, wird er im „besten Wiener Hotel“ absteigen. Auch die identitäre Gemein-Schaft hält sich vorwiegend am liebsten an den besten Adressen in der Stadt auf, wie u.a. nachgelesen werden kann: Nur Paläste und Rolex im Kopf.

NR Dagmar Belakowitsch-Jenewein wird sich möglicherweise recht besonders auf den Besuch von Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci freuen … Sie, die gerade in dieser Woche mit ihren freiheitlichen NR-Kameradinnen und NR-Kameraden im österreichischen Parlament recht tapfer gegen „sozialistischen Sexismus“ kämpfte, braucht für diesen ihren Kampf gegen den einmal angebotenen „Haxenspreizer“ jeden Mitstreiter. Und einen besseren als Akif-„Menschen-sind-Scheiße“-Pirinçci kann sie kaum noch bekommen, wie er auch in diesem Posting selbst belegt und sich für den Kampf gegen „Sexismus“ selbst heiß empfiehlt:

„Falls 21jährige Wiener Kunststudentinnen auf ein Gläschen bei mir vorbeischauen wollen, bitte hier anmelden. Bussi!“

Und es gibt noch weitere Gründe, weshalb er recht zur identitären Gemeinschaft paßt, wie hier nachgelesen werden kann – geschrieben aber nicht vor Jahren oder Jahrzehnten, sondern in diesem Jahr. 2014. Beispielsweise vor einem Monat, als er eine Vorladung wegen „Volksverhetzung“ erhielt, in Deutschland, nicht in Österreich, in Österreich erhält er eine Einladung in das Wiener Rathaus, von einer Gemein-Schaft, die viele, viel zu viele Aufhußstimmen in Wahlen erhält:

„Menschen sind Scheiße und gehören eigentlich aus unserer freiheitlichen Welt entfernt“.

Sollte wer noch mehr an Deutlichkeit benötigen, kann zur Lektüre auch noch empfohlen werden:

„Ich habe eben ein bißchen gelogen“

Ach, ohne böse Worte gibt Akif Pirinçci der „Zur Zeit“ der freiheitlichen Gemein-Schaft ein Interview

He.-Chr. Strache fürchtet um Akif  Pirinçci 

FPÖ sollte gegen sich selbst Entschließungsanträge u.a.m. gegen blutrünstige Postings einbringen

Es wurde nicht gedacht, daß noch einmal etwas zu dem Getränkepreisblatt „Haxenspreizer“ geschrieben werden muß. Aber. Wie heute gelesen werden muß, hat die identitäre Gemein-Schaft im österreichischen Parlament einen Entschließungsantrag eingebracht, über den heute, am 6. November 2014, abgestimmt werden mußte. Wie der Presseaussendung der „APA“ zu entnehmen ist:

„Die Freiheitliche Mandatarin forderte den Sozialminister per Entschließungsantrag (635/A(E) auf, sich dafür einzusetzen, dass künftig bei Gewerkschaftsveranstaltungen kein derartiges Getränk beworben und ausgeschenkt wird. Der Antrag wurde nur von ihrer Fraktion unterstützt und blieb so in der Minderheit.“

FPÖ Entschließungsantrag 1 - Gegen sozialistischen SexismusHeute wurde über den Entschließungsantrag 635/A/E abgestimmt, aber die identitäre Gemein-Schaft hat, wie der Collage entnommen werden kann, noch einen weiteren gleichlautenden Entschließungsantrag 634/A/E eingebracht.

Wie hier öfters schon geschrieben werden mußte, wurde dieses Getränkepreisblatt sofort und vorbildhaft bei Bekanntwerden entfernt. Aber die identitäre Gemein-Schaft muß von dem „Haxenspreizer“ derart fasziniert sein, daß sie nicht aufhören kann, es immer wieder vorzubringen. Daß es der identitären Gemeinschaft nicht um „Sexismus“ geht, um eine tatsächliche Verhinderung des „Sexismus“ also, ist aus diesen beiden gleichlautenden Entschließungsanträgen allein schon herauszulesen. Denn die identitäre Gemein-Schaft kämpft gegen den „sozialistischen Sexismus“ … Und was sonst noch gegen die Glaubwürdigkeit dieser Gemein-Schaft auch in dieser Angelegenheit spricht, wurde hier schon geschrieben und kann nachgelesen werden. Und auch mit diesen beiden Entschließungsanträgen mißbraucht die identitäre Gemein-Schaft ein weiteres Mal einen Menschen in diesem Land für ihre in keiner Weise hehren Zwecke, dadurch, daß sie ungefragt erstens das Foto verwendet und zweitens nicht die Quelle für ihre Entschließungsanträge und für ihre parlamentarische Anfrage nennt. Sie weiß auch warum. Es wäre ihr bei Nachfrage beides verwehrt worden, sowohl das Verwenden des Fotos als auch das Abschreiben.

Wieder eine unnötige parlamentarische Anfrage der blauplumpen Gemein-Schaft

Haxengespreizte FPÖ-Presseaussendung

FPÖ Entschließungsantrag 2 - Gegen sozialistischen SexismusDabei hätte gerade die identitäre Gemein-Schaft ganz andere parlamentarische Anfragen und Entschließungsanträge einzubringen, aber die würden sich alle gegen die identitäre Gemein-Schaft selbst richten. Hierbei wird vor allem an die Kommentare auf der gesinnungsgemäß zensierten Website der identitären Gemein-Schaft gedacht, an all die Gewaltaufrufe, an all die Aufstachelungen zu Gewalt und Mord. Im Gegensatz zum einmaligen und sofort abgehängten Getränkepreisblatt sind diese Kommentare der Schreibstaffel keine nur einmal abgegebenen Kommentare, sondern ständige …

Es können hier nicht alle blutrünstigen Phantasien aufgelistet werden, es sind deren zu viele. Deshalb bloß zur Veranschaulichung einige wenige Beispiele aus den letzten Monaten des Jahres 2014:

FPÖ-Unzensuriert: „Man müßte Pumguns austeilen.“

Vorsicht, He.-Chr. Strache, er redet einen Bürgerkrieg herbei

FPÖ-Unzensuriert: „Seits schon bewaffnet? Hoffe doch!!!

„Menschen sind Scheiße und gehören eigentlich aus unserer freiheitlichen Welt entfernt.“

Was NR Gerhard Deimek zu „Vierteilen“ einfällt“

Wachsende Zustimmung auf freiheitlicher „Unzensuriert“ für das „Umlegen dieses“ Buben

Freiheitlicher He.-Chr. Strache und freiheitliche „Unzensuriert – Jungen Haifisch auszuwildern“: Gegen Frauen

Menschenhatz und Gewaltaufrufe gegen Menschen auf freiheitlicher Unzensuriert

Und dann wären noch die Kommentare der von einem NR der FPÖ geführten „Zur Zeit“, die ebenfalls Gegenstand für Entschließungsanträge, für parlamentarische Anfragen … Aber auch diese kann die identitäre Gemein-Schaft nicht stellen, es wären ebenfalls welche, die … Auch hier, unmöglich eine vollständige Liste zu erstellen, deshalb ebenfalls bloß ein paar Beispiele aus der letzten Zeit:

Vergeben ist der FPÖ-ZZ nicht fremd – „Nazisse“ Ina Seidel hätte es gefreut

FPÖ-ZZ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied

Einen ostmärkischen NS-Kriegsverbrecher läßt NR Mölzer in seiner geführten ZZ verteidigen

FPÖ-ZZ: „Folgerichtig mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren“ zum „Wiederbeleben des Faschismus“

FPÖ Entschließungsanträge gegen HaxenspreizerWie oben geschrieben, sind das bloß einige Beispiele. Wer hier nach „Schreibstaffel“, „Barbara Rosenkranz“, „Zur Zeit“, „Unzensuriert“, „Mölzer“, „Norbert Hofer“, „Identitäre“ und so weiter und so fort sucht, wird weitere Beispiele finden, die die identitäre Gemein-Schaft gesinnungsgemäß nicht für ihre Entschließungsanträge und parlamentarischen Anfragen je verwenden wird. Aber die Wähler und Wählerinnen sollten Wahlen nicht mehr weiter dafür mißbrauchen, Aufhußstimmen abzugeben. Dann wäre auch das österreichische Parlament davon befreit, sich je wieder mit solchen Anträgen und Anfragen einer derartigen Partei beschäftigen zu müssen. Das mit dem Getränkepreisblatt ist nur ein Beispiel unter vielen, über eines auch aus 2014 wurde hier ebenfalls berichtet:

Freiheitliche Abgeordnete mißbrauchen das Parlament und vergeuden ihre steuergeldfinanzierte parlamentarische Arbeitszeit für Groschengschicht’n

Und wie es um den Stellenwert der Frau in der identitären Gemein-Schaft bestellt ist, darüber gab ein Video mit He.-Chr. Strache in diesem Jahr wieder einmal eindeutig Auskunft:

Das Idealbild freiheitlicher Funktionäre: Die stumme Frau

Vergeben ist der FPÖ-ZZ nicht fremd – „Nazisse“ Ina Seidel hätte es gefreut

Verzeihen ist der identitären Gemein-Schaft nicht fremd, aber damit sie verzeihen kann, dürfen die Menschen ihr nicht fremd sein. Wie großzügig, wie nachsichtig kann sogar die ZZ der identitären Gemein-Schaft sein, wenn, ja, wenn es keine Fremden sind, und „Nazisse“ Ina Seidel ist ihr keine Fremde …

Ina Seidel starb vor Jahrzehnten, aber für die von einem NR der identitären Gemein-Schaft geführten ZZ bleibt sie eine Unvergessene, eine, an die immer wieder zu erinnern ist, eine, die treue Nachsicht verdient, eine der ehrenreich vergeben werden kann, eine, für die das Wort gegen jene ergriffen werden muß, die ihr „bis heute vehement“ einen „Irrtum vorwerfen“, ihr also nicht verzeihen können. Dabei hatte sich Ina Seidel bloß 1933 „von ihrem Schwiegersohn, der ein Freund von Rudolf Heß war, beeinflussen“ lassen und nur „vorübergehend dem Nationalsozialismus“ zugeneigt …

FPÖ-ZZ 40-2014 Ina Seidel vorübergehend zugeneigt„Vorübergehend“ – in welcher Einheit kann eine „vorübergehende Zuneigung“ gemessen werden? In Tagen? In Wochen? In Monaten? Oder gar in Jahren? Vielleicht war Ina Seidel 1939 dem Nationalsozialismus nicht mehr zugeneigt, bloß einem Mann noch zugetan, für den sie ein Gedicht schreibt, das veröffentlicht wird in „Dem Führer – Gedichte für Adolf Hitler“ … Ach, wie unaufmerksam und nachlässig müssen Nationalsozialistinnen und Nationalsozialisten gewesen sein, ehren und würdigen eine Frau mit Preisen, auch noch im Krieg, und merken nicht einmal, daß diese Frau ihnen gar nicht mehr „zugeneigt“ ist – vielleicht … Und 1944 war sie möglicherweise nicht einmal mehr Adolf Hitler zugeneigt, er dafür aber umso mehr, denn Ina Seidel kam auf die hitlerische Sonderliste der „Unersetzlichen Künstler“, der „Gottbegnadeten“ …

Wie begnadet Menschen aus der identitären Gemeinschaft sein können, wenn es gilt, alles zu bedenken, alles abzuwägen, alles zu berücksichtigen, um Menschen, die ihnen keine Fremden sind, mit Nachsicht und Objektivität zu beurteilen, den einzelnen Menschen zu sehen, für sie Vergebung zu erbitten …

Nicht alle aber können mit dieser Großzügigkeit und mit dieser Verweigerung des Aufhußens der identitären Gemein-Schaft rechnen, andere werden mit Schimpf und pauschalen Verdächtigungen bedacht. Aber es darf die identitäre Gemein-Schaft nicht zu sehr gescholten werden, es ist wohl bloß der christlich-humanistische Zorn, die menschliche Wut der Nächstenliebe, daß andere nicht so wie sie vergeben können, der sie antreiben, wie beispielsweise Martin Pfeiffer, der ebenfalls in der Ausgabe 40-2014  das „Gesindel“ nicht verstehen kann, Alexander Löhr seine Kriegsverbrechen weiter vorzuhalten, statt sich beispielsweise an Helge Morgengrauen ein Vorbild zu nehmen, der in ebendieser Ausgabe vom 3. Oktober 2014 so warm und so herzlich und, wie es für eine römisch-katholische identitäre Gemein-Schaft geziemt, so christlich von Ina Seidel zu schreiben weiß … Wie hell muß es Ina Seidel bei den Worten von Helge Morgengrauen im Grabe geworden sein – mußte sie nicht seit 1945 in „Dunkelheit“ leben? In einer „Dunkelheit“, von der sie auch der Tod nicht zu erlösen vermochte? … Diese „Dunkelheit“, die „in jenem Frühjahr endgültig über Deutschland hereinbrach“, von der sie 1960 schrieb, in Erinnerung an den „Tod des Dichters Börries, Freiherrn von Münchhausen am 16. März 1945“ … Sein Tod war ein Selbstmord, und Münchhausen war keine „Nazisse“, aber ein …

PS „Nazisse“ ist aus einem Zitat über Agnes Miegel und Ina Seidel, das nachgelesen werden kann in „9. November 1938 – Erinnerung an die Zukunft“.

9. November 1938 – Erinnerung an die Zukunft

Wer von jenen, die nicht im Lichtdom des Albert Speer³ standen, hätte sich in den madigen zwölf Jahren der nationalistischen Massenmorddiktatur des deutschen reiches gedacht, abgedrängt und brutal in das Dunkle geworfen, daß in der Zukunft, Agnes Miegel und Ina Seidel immer noch ihre Entlaster und Entlasterinnen haben werden, in der Zukunft, wenn das deutsche reich untergegangen sein wird?

FPÖ-ZZ - Agnes Miegel und Ina SeidelWer von jenen, die damals im Dunklen um ihr Leben bangten, von der Zukunft erhofften, es wird eine Zeit kommen, in der Menschen nicht mehr einer „Hirnvernebelung“ verfallen werden, würde heute, im November 2014, verzweifeln und in tiefste Depressionen verfallen, im Angesichte des Umstandes, daß Menschen weiter in großer Anzahl Parteien wählen, die mit einfachen Heilsbotschaften bloßen Qualm erzeugen, mit dem nichts gerettet werden kann, aber alles zerstört, vernichtet, ausgelöscht …

Gerade in Österreich muß am 9. November 2014 daran erinnert werden, wie wenig Zukunft erzeugt wurde, seit dem 9. November 1938. Wie seit damals für zu viele keine Zeit vergangen ist, und hierfür stehen auch zwei Namen, Agnes Miegel und Ina Seidel …

Agnes Miegel¹ und Ina Seidel², die für die ZZ der identitären Gemein-Schaft, die in Wahlen zu viele, viel zu viele  Aufhußstimmen bekommen, nach wie vor zu verehrende Dichterinnen sind, als wäre heute am 5. November 2014 der 9. November 193…

Ina Seidel

„Lichtdom“ von Ina Seidel, verbreitet von „Metapedia“, einer Site, die …

Vom 9. November 1938 aus ist an den 9. November 2014 zu gedenken, wenn der Himmel über der Leopoldstadt erstrahlt werden wird, und es sollte dabei ganz leise sein, um hören zu können, wie viele in diesem von und mit der identitären Gemein-Schaft als „deutsche Stadt“ bezeichneten Wien gerade an diesem Tag, im Angesicht des erhellten Himmels über der Leopoldstadt, den „Lichtdom“ von Ina Seidel flüsternd beten und sich eine Zukunft von der Vorsehung ersehnen, die keine der Morgenröte sein wird, sondern eine des Grauens …

¹ „Idealismus“ der Agnes Miegel für den FPÖ-Bundespressesprecher ein „fehlgeleiteter“ oder ein nicht fehlgeleiteter „Idealismus“?

FPÖ-ZZ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied

² Ina Seidel – Die nächste Hitlerische auf der Wiederlesungsliste der freiheitlichen zur Zeit

³ November-Pogrome 1938 – Hoffentlich keine falschen Erinnerungen durch Lichtstrahlen in der Leopoldstadt

„Idealismus“ der Agnes Miegel für FPÖ-Bundespressesprecher ein oder ein nicht „fehlgeleiteter Idealismus“?

Es wurde zwar gestern schon genügend zum Entlastungslied des Helge Morgengrauen in der „Zur Zeit“ der identitären Gemein-Schaft geschrieben, wie zu lesen ist in:

Die „Zur Zeit“ der FPÖ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied“,

auf etwas jedoch kann heute noch näher eingegangen werden.

Sonderlich wurde gefunden, daß Helge Morgengrauen in seinem Artikel die komplette Adresse mit Bekanntgabe von Telefonnummer und E-Mail-Adresse von Marianne Kopp veröffentlichte. Es ist doch nicht so sonderlich, es scheint dafür bestimmt zu sein, Leser und Leserinnen dazu verführen zu wollen, die Agnes-Miegel-Gesellschaft und Marianne Kopp als einzige Informationsquelle zu etablieren. Es kann hier nicht die gesamte Kontroverse um das Buch von Marianne Kopp geschildert werden. Aber in der Gegenwart ist es leicht und einfach, sich selbst darüber umfassend zu informieren, schnell und unkompliziert, also ohne großen Aufwand.  Das Internet ist dafür ein bequemes und für Menschen wie etwa Helge Morgengrauen ein unbequemes Werkzeug, denn während des Lesens seines Entlastungsliedes für Agnes Miegel kann bereits der Wahrheitsgehalt seiner Aussagen geprüft werden.

FPÖ ZZ - Miegel - Augustany - Grimm - Kopp - Morgengrauen

„Im Jahre 1954 publizierte Grimm ‚Warum, woher aber wohin?‘, ein zeitgeschichtliches Dokument, das für den Nationalsozialismus als Weltanschauung Partei ergreift. Gleichsam kritisierte er auch das Judentum und plädierte für eine Seßhaftmachung des jüdischen Volkes auf einem ausreichenden Boden.“

Es werden Wähler und Wählerinnen der FPÖ nicht unbedingt großes Interesse für Agnes Miegel aufbringen, Agnes Miegel wird für Sie bei der Stimmabgabe nicht von Belang sein. Und Ihre Meinung kann uneingeschränkt geteilt werden. Aber Agnes Miegel ist nur und wieder eine Beispielgeberin dafür, wie in dieser Gemein-Schaft der Umgang mit Fakten und Daten ist. Es ist kein redlicher Umgang. Und, wie heißt es so schön, wer in einer Sache mit der Wahrheit so umgeht, geht auch und nicht nur in drei Sachen mit der Wahrheit so um

Im morgengrauenschen Entlastungslied steht zentral, Agnes Miegel sei „entlastet“ worden. Aber Helge Morgengrauen erzählt nicht, wer in der „Entnazifierungskommission“ auch saß, als Vorsitzender; es war Waldemar Augustiny, ein Freund, ein Enlastungszeuge für Agnes Miegel war Hans Grimm …

Hans Grimm ist Helge Morgengrauen kein Unbekannter, für Helge Morgengrauen, für die von einem NR geführte ZZ gehört Hans Grimm zu den Wiederzulesenden – wie im Jänner 2014 in der „Zur Zeit“ empfohlen:

Der freiheitlichen ZZ ist eine Wiederlesung von Hans Grimm, einem der Lieblinge Adolf Hitlers, schon eine recht werte Empfehlung.

FPÖ-ZZ 44-2014 - Ehrenrettung von Agnes Miegel ist gescheitert

„Ehrenrettung von Agnes Miegel ist gescheitert.“

Ob Waldemar Augustiny von der „Zur Zeit“ ebenfalls irgendwann als Wiedergelesener und Wiederzulesender bereits vorgestellt wurde, entzieht sich der Kenntnis, aber es ist ein Schriftsteller, der in die Reihe der ZZ recht paßte … Die von Helge Morgengrauen zum bequemen Erreichen hergerichtete Informationsquelle Agnes-Miegel-Gesellschaft reicht bei weitem nicht aus, um sich vollständig zu informieren, auch darüber, wie „seinerzeit Entnazifierungen“ abgelaufen sind … In die Collage wurden einige Informationen aufgenommen, die auch davon erzählen, daß etwa für Hans Grimm der  Nationalsozialismus nach 1945 immer noch eine …

Nach 1945 äußerte sich Agnes Miegel zu der Zeit, in der sie „ein Nationalsozialist“ war:

„Auf Ihre Anfrage über meine Stellung zum Nationalsozialismus kann ich nur sagen, dass ich, die Grenzdeutsche, mich aus Idealismus dazu bekannte, wie die vielen wertvollen Menschen, die ich darin fand, – denen wie mir, alles, wofür wir einstanden, zusammengebrochen ist (…)“

Vor zehn Tagen gab der FPÖ-Bundespressesprecher Karl Heinz Grünsteidl eine Denkaufgabe auf, mit seiner Äußerung:

Aber Ihr fehlgeleiteter Idealismus sei Ihnen unbenommen..”

Fehlgeleiteter Idealismus oder nicht fehlgeleiteter Idealismus - Das ist die Frage an KH Grünsteidl FPÖ

„Fehlgeleiteter Idealismus“ oder nicht fehlgeleiteter Idealismus. Das ist die Frage, Karl Heinz Grünsteidl.

Trotz Nachfrage, was unter einem „fehlgeleiteten Idealismus“ zu verstehen sei, hatte Karl Heinz Grünsteidl bis heute leider nicht die Güte, die Lösung zu schicken. So muß alleine weiter darüber nachgedacht werden, was ein „fehlgeleiteter Idealismus“ ist, was ein nicht fehlgeleiteter Idealismus ist. Und nun muß gelesen werden, daß sich Agnes Miegel aus „Idealismus dazu bekannte“, also zum Nationalsozialismus – „wie die vielen wertvollen Menschen, die ich darin fand“ … Wie wohl einer aus der identitären Gemein-Schaft diesen miegelschen Idealismus einschätzt? War es für eine aus der identitären Gemein-Schaft ein „fehlgeleiteter Idealismus“ oder ein nicht fehlgeleiteter Idealismus?

Die „Zur Zeit“ der FPÖ singt der Nationalsozialistin Agnes Miegel ein Entlastungslied

Zeugnis ihrer Gesinnungstreue, die für die identitäre Gemein-Schaft höchste Gesinnungsehre zu sein scheint, legt die ZZ der freiheitlichen Gemein-Schaft in beinahe jeder ihre Ausgabe auch durch ihre Empfehlungen zur Wiederlesung von bestimmten Dichterinnen und Schriftstellern ab, und so kann es nicht verwundern und erklärt es letzlich leicht, weshalb dieser Gemein-Schaft ein Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz recht unangenehm ist …

FPÖ-ZZ Agnes Miegel

Helge Morgengrauen, Oktober 2014: „Wo sie [Agnes Miegel] nur mit knapper Not einem US-amerikanischen Terrorangriff entging.“

Soher ist es nur folgerichtig, daß in der aktuellen Ausgabe 44-2014 vom 31. Oktober 2014 nicht nur weiter gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz angeschrieben wird, wie gestern noch einmal ausführlich berichtet, sondern in dieser Ausgabe ein Entlastungslied für die Nationalsozialistin Agnes Miegel geschrieben wird. Der Hauptentlastungssänger der ZZ für diese bestimmten Schriftstellerinnen und Dichter ist Helge Morgengrauen  … Es muß nicht ein weiteres Mal davon geschrieben werden, wie in der ZZ der identitären Gemein-Schaft versucht wird, Schriftsteller und Dichterinnen zu entlasten, ihr Mittun zu verharmlosen, ihre Beteiligungen an der nationalistischen Masssenmordtotaldiktatur des deutschen reiches wegzuschreiben, sie als arme Verfolgte der „roten und grünen Bilderstürmer“ … Auch für Agnes Miegel setzt Helge Morgengrauen wieder alles ein, um ihr mit „Sie sang von Seen, Meer und Wäldern“ einen Heiligenschein zu flechten

FPÖ-ZZ 44-2014 Agnes Miegel

Helge Morgengrauen, Oktober 2014: „Gerade diesen Gedichten und Balladen kommt aber heutzutage besondere Bedeutung zu, lebt in ihnen doch das Andenken an die verlorene deutsche Heimat im Osten.”

Aber für diese Art von Gesinnung ist es prototypisch, den Menschen zu ignorieren, den Menschen zu instrumentalisieren, den Menschen zu mißbrauchen, auf den Menschen nicht zu hören, und Helge Morgengrauen mißbraucht Agnes Miegel, die er von dem Vorwurf, eine Nationalsozialistin gewesen zu sein, reinzuwaschen versucht, mit dem Hinweis, sie sei nach 1945 als „unbelastet“ eingestuft worden. Sie war eine Nationalsozialistin, und das ist kein Urteil über sie, sondern ihr eigenes Bekenntnis, das sie schriftlich ablegte, nicht in ihrem Alter von beispielsweise vierzehn Jahren, sondern mit fünfundfünzig Jahren. 1934 etwa schrieb sie an Hans Friedrich Blunck, zu dieser Zeit war er noch Präsident der Reichsschrifttumkammer:

„‚Der Nationalsozialismus trat erst in mein Leben, als er andere schon lange erfüllte. Das ist eine Schuld – und ich habe es gebüßt durch die vielen inneren, nicht nur inneren Kämpfe, durch die ich dann in gedrängter Zeit gehen musste: […] Durch ein Hinauszögern und ein Grauen dafür, mit mir Ungleichen als Gelegenheitsjäger zu scheinen, stehe ich ausserhalb der Partei, der ich nur durch den RDS [Reichsverband des deutschen Schrifttums] und die Volkswohlfahrt angehöre. Vielleicht ist dies, was ich als eine Art Busse für mein spätes Aufwachen ansehe, das Richtige für mich, vielleicht wirkt mein Einstehn dann überzeugender auch auf Andere. – Denn ich bin Nationalsozialist.‘

Agnes Miegel - Ich bin Nationalsozialist

Agnes Miegel, 1934: „Denn ich bin Nationalsozialist.“

Weshalb will Helge Morgengrauen einer Frau von fünfundfünfzig Jahren nicht glauben, was sie selbst über sich sagt? Das kann vielleicht auch mit seinen gegenwärtigen Erfahrungen zusammenhängen, daß Menschen aus der identitären Gemein-Schaft, aus seinem Umfeld also, zu denen auch all die gewählten freiheitlichen Mandatare und Mandatarinnen gehören, die für die ZZ schreiben, oft selbst nicht wissen, was sie reden und schreiben …

Agnes Miegel NS-Kriegspolitik

Agnes Miegel, Juli 1944: „Ich habe ein felsenfelstes Vertrauen in den Führer, er wird uns halten.“

Und dieses schriftliche Bekenntnis der Agnes Miegel, eine Nationalsozialistin zu sein, ist nicht der einzige Beleg dafür, wie nachgelesen werden kann. Sogar die Agnes-Miegel-Gesellschaft kann nicht umhin einzugestehen:

„Agnes Miegel war nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime sie für seine Ziele und Zwecke instrumentalisiert. Noch weniger erkannte sie, worum es dem NS-Regime tatsächlich ging. So erlag sie, wie unzählige andere, dem Bann Adolf Hitlers und seiner Propaganda und trat der NSDAP bei – zumal Hitler sich in dem seit dem Versailler Vertrag vom übrigen Reich abgetrennten Ostpreußen als ein Retter darstellte. Agnes Miegel liebte ihre Heimat, aber ihr grenzdeutscher Patriotismus darf auch heute nicht mit einem Bekenntnis zur nationalsozialistischen Ideologie verwechselt werden. Die Gedichte, die sie an Hitler richtete und in dem Pathos der Zeit schrieb, sind vor allem emotional, nicht politisch zu verstehen.“

Agnes Miegel Haus das der Führer uns wie ein Vater erbaut hat

Agnes Miegel, 1939: „An die Reichsfrauenführerin Scholtz-Klink“ – „Haus, das der Führer wie ein Vater für uns erbaut hat/das für uns Frauen dann Du, die Frau, so wohnlich gestaltet.“

Ach, war „nie ein politisch denkender Mensch und durchschaute nicht, wie das NS-Regime …“, ach, ach … Es muß nicht weiter ausgeführt werden. Es kann auch nachgelesen werden in dem Bericht der Kommission über die Agnes-Miegel-Straße in Münster … „Sie sang von Seen, Meer und Wäldern“, ach wie harmlos will Helge Morgengrauen Heimatgedichte erscheinen lassen, aber nichts ist so harmlos wie es scheint:

„‚Die kulturpolitische Wirkung Miegels sah auch Hans Friedrich Blunck. Nachdem er die Ostlandgedicht gelesen hatte, schrieb er ihr 1940: ‚Wie herrlich, wie wundervoll, dass eine deutsche Landschaft so durch den Mund einer Frau so zum Reich, zum Ganzen des Volks sprechen kann.'“

„Ihre Unterstützung der NS-Kriegspolitik wurde als wichtig erachtet. Dies zeigt die Korrespondenz zwischen Hanns Johst und Propagandaminister Goebbels von 1940, aus der hervorgeht, dass ‚das aufrüttelnde Erlebnis unserer Tage den packendsten und künstlerisch reifsten Ausdruck‘ in Miegels Ostland-Gedichten gefunden hätte.“

Aus diesem Bericht der Kommission über die Agnes-Miegel-Straße in Münster sollen zwei Jahreszahlen noch genannt werden, die zeigen, daß es bei Agnes Miegel nicht eine vorübergehende und nur kurze Hinwendung zum Nationalsozialismus war …

1934 unterzeichnete Agnes Miegel den „Aufruf der Kulturschaffenden zur Vereinigung des Reichskanzler- und des Reichspräsidentenamtes in der Person Hitlers.“ Damit beteiligte sie sich also aktiv am endgültigen Aufstieg Adolf Hitlers zum totalitären Diktator und zum endgültigen Abstieg der Menschlichkeit …

1944:

„Bis zur endgültigen Kapitulation des Dritten Reiches hielt Miegel an ihrer Treue zum Regime fest. In einer NSDAP Propagandaschrift verfasste sie zur ‚Kriegsweihnacht‘ 1944 eine letzte Hitler-Huldigung: […]“

In „Literatur und Dichtung im Dritten Reich“ von Joseph Wulf kann nachgelesen werden, weshalb 1935 kein „Schiller-Preis“ vergeben wurde:

„Mit Rücksicht darauf, daß mit der Verleihung dieser außergewöhnlichen staatlichen Anerkennung nur ein im nationalsozialistischen Geiste schaffender Dichter größten Formats in Frage kommen kann, ein entscheidendes Übergewicht aber zur Zeit noch bei keinem Werke bzw. keiner Dichtererscheinung vorliegt, hat die Kommission vorschlagen, den Preis als solchen diesmal nicht zu vergeben, sondern nach Artikel 11 der Satzung als Werkhilfen oder in anderer Weise für dramatische Dichter zu verwenden.“

In der Preisverteilungskommission war auch Dr. Agnes Miegel … Sie prüfte also Werke auf ihren „nationalsozialistischen Geiste“ hin, mußte recht genau wissen, was „nationalsozialistischer Geist“ ist, sie wußte also, wovon sie sprach und schrieb, wenn sie bekannte, Nationalsozialistin zu sein, von Beginn an, bis zum massenmörderischen Ende der nationalistischen Totaldiktatur des deutschen reiches

Aber Helge Morgengrauen singt gegen Agnes Miegel in der von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführten ZZ ein Entlastungslied für Agnes Miegel. Vielleicht glaubt Helge Morgengrauen Agnes Miegel es deshalb nicht, wenn sie schreibt, sie sei ein „Nationalsozialist“, weil er nicht einmal sich selbst glauben kann, was er schreibt …

Zum Abschluß ein paar Zeilen aus dem morgengrauenschen Entlastungsliedern:

Das vielleicht Sonderlichste für einen Artikel zuerst: „Seit 1969 bewahrt die Agnes-Miegel-Gesellschaft in Bad Nenndorf das Erbe der Dichterin. Die Gesellschaft ist im Agnes-Miegel-Haus am Agnes-Miegel-Platz“ und dann folgt die gesamte Adresse mit Hausnummer, Postleitzahl, Ort, Telefonnnummer und E-Mail-Adresse von Kopp Marianne …

„Ihre Balladen zählen unbestritten zu den ganz großen literatischen Leistungen des deutschen Schrifttums. Gerade diesen Gedichten und Balladen kommt aber heutzutage besondere Bedeutung zu, lebt in ihnen doch das Andenken an die verlorene deutsche Heimat im Osten.“

„Welch unwürdiges Schauspiel die Bundesrepublik Deutschland zur Zeit bietet, kann man deutlich genug an den immer wieder aufflammenden Umbennungsdiskussionen erkennen. Auch in Ahlen in Westfalen sind die roten und grünen Bilderstürmer unterwegs und wollen gleich vier Umbennnungen durchführen.“

„Am 27. Februar 1945 flüchtet Agnes Miegel aus dem brennenden Königsberg über die Ostsee nach Swinenmünde, wo sie nur mit knapper Not einem US-amerikanischen Terrorangriff entging. In Dänemark, wo sie Zuflucht fand, wurde sie in dem Lager […] ehe sie 1946 nach West-Deutschland kam, wo sie zunächst bei der Familie von Münchhausen gastlich aufgenommen wurde.“

Zu Münchhausen fiele auch noch vieles ein – nicht nur, was beispielsweise in „Literatur und Dichtung im Dritten Reich“ oder in „Literatur und Ästhetik des deutschen Faschismus“ von Günter Hartung nachgelesen werden kann, somit auch über diesen Freiherrn, der 1945 Selbstmord …

Welcher Dichtung – und das ist fast keine Frage mehr – sonst kann in einem von einem freiheitlichen NR geführten Magazin Rosenkränze der Bewunderung gebetet werden, als eben von diesen Dichterinnen und Schriftstellern, in einem Magazin, in dem erst vor kurzem ein italienischer Neofaschist gefragt wurde, ob es „nicht folgerichtig wäre, mit den rechten Kräften Österreichs zu kooperieren, wenn Sie den Faschismus wirklich wiederbeleben wollen“

FPÖ-ZZ: Statt ein Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz „lieber den millionenfach straffrei abgetriebenen Kindern“

Der identitären Gemein-Schaft ist das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz nach wie vor eines, das ihre Kornblumenstengel knickt. Und sie möchte ihre Kornblumenstengel wieder steil in die Höhe stehen haben. Wofür eine weitere Ausgabe der von einem NR geführten ZZ massiv zum Einsatz kommt. Zum einen wieder einmal durch Leserbriefe, diesmal gleich durch drei lange und eine ganze Seite in Anspruch nehmende, zum anderen wieder einmal durch Walter Seledec, der auf der Scholle der Gesinnungstreue eine Ikone der NS-Massenmordtotaldiktatur auftreten läßt, um sich und die Seinen als „verantwortungsvolle Patrioten“ …

Zur Zeit 44-2014 - OpferrassismusWas alles der ZZ der identitären Gemein-Schaft allein seit Mitte September 2014 gegen dieses Denkmal zum Wiederaufrichten ihrer Kornblumenstengel auf der Scholle ihrer Gesinnungsehre eingefallen ist, ist nicht wenig: „Schandmal“, „Zivilisationsschande“, „Kameradenverräterdenkmal“ „Proletarisches Gedankengut übelster Sorte“, „Landesverräter“, „entehrter Feigling“ … Aus dem Reich ihrer Einfälle kommt in der aktuellen Ausgabe 44-2014 vom 31. Oktober 2014 in einem Leserbrief „Opferrassismus“ hinzu. Unter „Opferrassismus“ versteht Jürgen Jauch aus Linz: „Denkmäler der Wehrmachtssoldaten zu besudeln“ …

Zur Zeit 44-2014 Patriot SeledecAber die stringenteste Argumentation gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz und für das Wiedereraufrichten der Kornblumenstengel bleibt in der aktuellen Ausgabe dem „Schriftleiter der Aula“ vorbehalten. Martin Pfeiffer argumentiert zwar nicht logisch. Er muß für seine Argumentation zwar Geschichte ausblenden und die Geschichte, wie sie bei Fackelschein in seinem Lager erzählt wird, einblinden. Aber dafür argumentiert Martin Pfeiffer gesinnungsdeutlich, wenn er schreibt:

„Nun hat also auch Wien – wie viele andere deutsche Städte – ein Denkmal für Deserteure.

Abenteuerlich waren die Äußerungen des roten Heinz, der nach wie vor das Staatsoberhaupt mimt. Kein Vergleich zu seinen Vorgängern Rudolf Kirchschläger und Kurt Waldheim, denen eine Würdigung von Deserteuren niemals in den Sinn gekommen wäre! Fischer fand es ‚politisch, historisch, menschlich und moralisch‘ wichtig, diesen Leuten ein Denkmal zu setzen. Er redet von Moral, sollte aber lieber den millionenfach straffrei abgetriebenen Kindern ein Denkmal setzen, anstatt Personen zu ehren, deren Tun in jedem Staat mit Strafe bedroht ist.

Es kann sich eben nicht ein einzelner Soldat anmaßen zu entscheiden, ob bzw. wann er im Krieg die Uniform auszieht. Fischers Logik, die der von Freimaurern und Atheisten folgt, lautet: ‚Es ist ehrenhaft, in der Auseinandersetzung mit einer brutalen und menschenverachtenden Diktatur seinem Gewissen zu folgen.‘ Das eigene Gewissen – und sei es auch irrend oder einer abenteuerlichen Einstellung folgend – als das Maß aller Dinge? Aber warum nur in einer Diktatur auf das Gewissen hören? Bekanntlich verübten Armeen von Demokratien (USA, Israel) auch Kriegsverbrechen. Darf da der Soldat auch desertieren, Mr. Fischer?

Daß man erst nach fast 70 Jahren die Taten der Deserteure ehre, sei ‚etwas, wofür man sich entschuldigen muß‘. Wann würdigt eigentlich Fischer die hunderttausendfachen Vergewaltiger der Roten Armee, betonte er doch, daß die Wehrmacht ’nicht unsere Armee‘ gewesen sei?

Zur Zeit 44-2014 - Gesinnung ist allesEin deutlicheres gesinnungstreues Bekenntnis mit sorgsamem Blick auf österreichische Gesetze kann kaum noch formuliert werden, und das in einem Magazin, in der Ausgabe für Ausgabe in Österreich gewählte Mandatare und Mandatarinnen schreiben, in einem Magazin, das von einem Abgeordneten des österreichischen Parlaments geführt wird, also nicht des deutschen Parlaments, wie Martin Pfeiffer träumt, wenn er schreibt: „Wien – wie viele andere deutsche Städte“ … Und das in einem Magazin, in dem eine in Österreich und nicht in Deutschland gewählte Partei ganzseitige Inserate schaltet. Nachdem gegen das Denkmal für Verfolgte der NS-Militärjustiz und für das Wiederaufrichten der Kornblumenstengel nie der Hinweis fehlt, „auf Kosten der Steuerzahler“, ist die Frage berechtigt, mit welchem Geld finanziert die FPÖ diese Inserate? Zahlt sie diese Inserate mit dem Geld aus der staatlichen Parteienförderung, also mit österreichischem und nicht mit deutschem Steuergeld? Aber auch aus Deutschland kommt durch ganzseitige Inserate Geld herein, vom Hohenrain-Verlag, wie gestern geschrieben wurde, und in der Beurteilung dieses Verlages kommen Wörter vor wie „Revisionismus“

FPÖ-ZZ beklagt: „Demonstration gegen Salafisten war für die Sache wenig hilfreich“

Es ist nur ein mit „Red.“ gekennzeichneter kleiner Artikel in der aktuellen Ausgabe 44-2014 der ZZ der identitären Gemein-Schaft, aber der, wie es so schön heißt, Bände spricht, vor allem duch die Auslassungen …

Ausgelassen wurde beispielsweise, wer diese Demonstration in Köln anmeldete. Es war der stellvertretende Vorsitzende der Pro NRW, für die die identitäre Gemein-Schaft recht heftig hoffte und warb, mit ihr gemeinsam in das Europäische Parlament einziehen zu können, vorneweg Harald Vilimsky …¹

FPÖ-ZZ Hooligans - Auslassungen - VerharmlosungenAusgelassen wurde, wer noch alles mit den Hooligans marschierte, wer noch bei diesen Ausschreitungen am 26. Oktober 2014 dabei war …

Nicht aber ausgelassen wurde, wer an der Gegendemonstration – und hier ist es der Redaktion der ZZ, die von dem NR Wendelin Mölzer geführt wird, möglich, das Wort „Extremisten“ zu schreiben, ein Wort, das für die identitäre Gemein-Schaft nur in der Bildung mit „Links“ schreibbar zu sein scheint …

Auch wenn die „Demonstration gegen Salafisten für die Sache wenig hilfreich [war]“, ist es der Redaktion, die von dem NR Wendelin Mölzer geführt wird, doch ein Anliegen, die Gewalt der Hooligans, die für die ZZ die einzigen Teilnehmer an diesen „Krawallen“ waren, ein wenig kleinzureden, traditionell gesinnungsgemäß in die Verharmlosung auch die Gegenwart einzubeziehen. Bereits seit dem 26. Oktober 2014 wird gewußt, daß es „44 verletzte Polizisten“ gab, aber für die erst Tage später erscheinende ZZ, nämlich heute am 31. Oktober 2014, „sollen bis zum Abend mindestens 13 Einsatzkräfte verletzt worden sein.“

Hohenrain Verlag und FPÖ inserieren ganzseitig in der Zur ZeitWenn etwas zu ZZ der identitären Gemein-Schaft geschrieben wird, darf auch diesmal nicht der Hinweis fehlen, in dieses Magazin wird auch immer mit Beiträgen von gewählten Mandatarn und Mandatarinnen gefüllt, diesmal von NR Wendelin Mölzer und Landesrat Christian Ragger … Und wieder einmal ein ganzseitiges Inserat der FPÖ und sogar mit der richtigen Formulierung „Mehr Netto vom Brutto!“… Mit welchem Geld die FPÖ wohl die ihre ZZ unterstützt durch Inseratenschaltungen? Und es gibt ein zweites ganzseitiges Inserat, nämlich vom „Hohenrain-Verlag“ … Eine Beschreibung dieses Verlages wurde in die Collage montiert, und es wird nicht verwundern, in dieser Wörter wie „Rechtsextremismus“, „Rechtsradikalismus“, „Revisionismus“, „Volksverhetzung“ zu lesen …

¹ FPÖ PRO NRW und die „Hooligan-Krawalle: Bündnis der Gewalt“

DDr. Werner Königshofer – Was wird aus einem freiheitlichen NR nach dem Verlust der Pfründe – ein Hooligan?

DDr Werner Königshofer Volksmacht gegen StaatsmachtJedenfalls erweckt es den Anschein, wenn gesehen wird, was ihm auf seiner Site des Unternehmens Facebook gefällt: „Ho Ge Sa“. Derzeit ist es hysterisch opportun zu fragen, zu bedenken, Gesetze veranlassen zu wollen, wenn, so die meistgenannte Zahl, 160 Jugendliche nach Österreich zurückkehren sollten, wie hoch das Gefahrenpotential ist, das von ihnen ausgeht. Wie gefährlich sind aber ehemalige freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen auf allen politisch verantwortlichen Ebenen in diesem Land, ihrer kleinen Macht beraubt, gänzlich unbedeutend geworden? Werden sie dann Hooligans, wie es von DDr. Werner Königshofer angenommen werden könnte, gefallen ihm doch die …

Ist Werner Königshofer nun tatsächlich wer anderer geworden? Oder ist seine Biographie eine für einen freiheitlichen Mandatar prototypische Erzählung, der als Titel ein Nietzsche-Satz gegeben werden kann? „Wie man wird, was man ist.“

Werner Königshofer Volksmacht gegen StaatsmachtDiese Site „Ho Ge Sa“, die Werner Königshofer, dem ehemaligen freiheitlichen NR, gefällt, gibt es auf der Plattform des Unternehmens erst seit dem 24. September 2014. Und bis heute, am 26. Oktober 2014, haben bereits 24.773 Menschen sich mit einem „Gefällt mir“ zu dieser bekannt, einer von ihnen ist der ehemalige freiheitliche NR … Das aber ist keine vermutete Zahl. 24.773 Menschen … Vierundzwanzigtausendsiebenhundertdreiundsiebzig … Vermutet aber wird, vom österreichischen Innenministerium, daß bis zu 160 – bis zu – Jugendliche aus Österreich nach Syrien …

Und es gibt eine zweite Site, auch eben erst gegründet, die nennt sich „Volksmacht gegen Staatsmacht, erst am 23. Oktober 2014 gegründet und bereits heute am 26. Oktober 2014 mit 212 „Gefällt mir“ … In drei Tagen 212 „Gefällt mir“ – ebenfalls nicht vermutet. Aber die Medien in diesem Land stürzen sich auf vermutete bis zu 160 Jugendliche, schreiben Gefahren herbei, spekulieren, was werden die Vermuteten anstellen, wenn sie zurückkehren nach Österreich …

Ehemaliger freiheitlicher NR - Ho Ge SaUnd Werner Königshofer ist auch bei „Volksmacht gegen Staatsmacht“ sofort mit dabei, wie gelesen werden kann:

„Seien wir nicht mehr so gutmütig und so töricht! Und bekämpfen wir uns nicht mehr gegenseitig!!!“

Wenn Werner Königshofer das Ende des gegenseitigen Bekämpfens will, stellt sich die Frage, gegen wen und mit wem will er was bekämpfen? Und vor allem, wie soll dieser Kampf geführt werden? Soll es ein Bekämpfen mit „Pumpguns“ werden, wie es die Schreibstaffel auf der Website „Unzensuriert“ …?

Wenn daran gedacht wird, wie viele weltanschauliche Überschneidungen es gibt, zwischen einem Jugendlichen, der nach Syrien marschierte, und jenen, die an diesem Sonntag in Köln gegen …, mutet es seltsam an, daß sie gegeneinander … Aber es gibt, wie gekannt wird, auch sogenannte Bruderkämpfe … Es ist noch ein Glück, daß diese Bruderschaften noch nicht gemeinsam marschieren … Ob Werner Königshofer auch schon diese weltanschaulichen Brüder meinte, das gegenseitige Bekämpfen …?

Identitäre - Volksmacht gegen Staatsmacht

„Wir starben für Eure Zukunft! Nun seid ihr gefragt unsere Ehre zu verteidigen.“

„Wie man wird, was man ist.“ Und „Volksmacht gegen Staatsmacht“ teilt auch gleich etwas von den Identitären, wie gesehen werden kann. Die Graphik der Identitären beantwortet bereits alle Fragen, woher die Gesinnung … Und in Österreich gibt es eine gewählte Partei, die sich neuerdings offen als „identitäre Partei“ bekennt, deren ZZ über das „Wiederbeleben des Faschismus“

„Wie man wird, was man ist“. Darauf gibt es aber eine und nur eine eindeutige Antwort: Nicht zu wählen, was die sind.