Doppelpaß Südtirol und Faschismus vor den Augen des Bundespräsidenten

Doppelpaß Südtirol und Faschismus

In „Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt“ schreibt Stefan Zweig:

„Immer wissen die Zeitgenossen am wenigstens von ihrer Zeit. Die wichtigsten Augenblicke fliehen an ihrer Aufmerksamkeit unbemerkt vorbei, und fast nie finden die wahrhaft entscheidenden Stunden in ihren Chroniken die gebührende Beachtung.“

Alexander Van der Bellen sehe „nichts Schlimmes in der österreichischen Staatsbürgerschaft für Südtiroler“ …

Es könnte, weil es doch pragmatisch klingt, das Gesagte des Bundespräsidenten, ebenso pragmatisch darauf eingegangen werden, ob er, Alexander Van der Bellen als Bundespräsident nicht sieht, welche Konsequenzen sich aus einer Doppelstaatsbürgerschaft rechtlich, diplomatisch – kurz um: politisch …

Dem Satz von Stefan Zweig könnte noch ein Titel von einem Dramatiker aus der Schweiz hinzugefügt werden, ein Titel, der endgültig jedwede schmeichelnde Formulierung für den Brotlieferanten aus dem Tirolerischen …

Stefan Zweig war ein zu freundlicher Mensch, um seinen Mitmenschen ein aktives Nicht-Wissen-Wollen zu unterstellen … vielleicht stimmte es für seine Zeit noch, aber für die Gegenwart nicht mehr, in der es zu viel Wissen von so vielen gibt …

… so daß kann gesagt werden:

Immer wollen Menschen von ihrer Zeit am wenigstens wissen. Die wichtigsten Augenblicke blieben ihnen, wenn sie es aber nur wollten, nicht unbemerkt, und sie fänden, vor allem wenn sie endlich in entscheidenden Positionen sind, zu Handlungen, die es verdienten, in Chroniken mit gebührender Beachtung vermerkt zu werden.

Alexander Van der Bellen, nun in einer entscheidenden Position, will das nicht mehr wissen, was er in einer weniger entscheidenden, aber ungemein wichtigen Position noch gewußt hätte, beispielsweise zu fragen, was ist – wenn die Doppelstaatsbürgerschaft für die FPÖ der erste Schritt ist – dann für die FPÖ der zweite Schritt …

Südtirol, Heim ins Österreich

„Südtirol, eine Herzensangelegenheit“ auch der NPD

Südtirol: Der FPÖ eine Herzensangelegenheit – SH distanziert sich von Akademikerball

In seiner wichtigen Position als Oppositionspolitiker hätte er nach dem identitären Doppelpaß von Südtirol und Faschismus gefragt …

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede von He.-Chr. Strache nicht ohne Südtirol

… er hätte sich wohl empört über

„Respektvolles Gedenken“ von He.-Chr. Strache, dem nächsten Vizekanzler, gilt Peter Kienesberger, einem mit „Norbert Burger der vier Gründer der rechtsextremen Nationaldemokratischen Partei (NDP)“

… und er hätte vielleicht sogar nach den nationalen und internationalen Folgewirkungen einer österreichischen und italienischen Staatsbürgerschaft ausschließlich für Menschen aus Südtirol gefragt, darauf aufmerksam gemacht, möglicherweise sogar gewarnt …

Nun aber, endlich in einer entscheidenden Position, sieht er nichts … vielleicht nur noch damit beschäftigt, sich zu freuen, eine Regierung angeloben zu dürfen, die …

Und wenn er, Alexander Van der Bellen, einst in vielen, vielen Jahren in Pension sein wird, wird er es wohl wieder wissen, was er zur Zeit nicht wissen will, und er wird vielleicht dann die Zeit auch dazu verwenden, das Buch von Stefan Zweig hervorzuholen, und möglicherweise wird ihm, kurz gesagt, der Aufstieg von Calvin an die Zeit erinnern, als er angeloben durfte, eine Re…

Wie vor bald fünfhundert Jahren, als Calvin, gerade einmal um die dreißig Jahre alt, die Machtergreifung erlaubt wurde, gilt auch für die Gegenwart, was Stefan Zweig in seinem 1936 beendeten „Castellio gegen Calvin“ schrieb:

„Meistens dauert es einige Zeit, bis ein Volk bemerkt, daß die zeitlichen Vorteile einer Diktatur, ihre straffere Zucht und ihre verstärkte kollektive Schlagkraft immer mit persönlichen Rechten des Individuums bezahlt sind und daß unweigerlich jedes neue Gesetz eine alte Freiheit kostet.“

Und wenn einst in Jahrzehnten eine Chronik geschrieben werden wird, über die Zeit, in der Alexander Van der Bellen Bundespräsident war, wird wie Stefan Zweig einst eine Verfasserin als Motto ein Wort von Castellio ihrer Chronik voranstellen können, das weiter gültig ist … und dem Zitat wird sie den Hinweis beigeben können, sie habe es nicht fassen können, daß für den Beginn ihres Buches kein anderes Zitals als ebendieses von Castellio ihr richtig erschien:

„Die Nachwelt wird es nicht fassen können, daß wir abermals in solchen dichten Finsternissen leben mußten, nachdem es schon einmal Licht geworden war.“

 

Di casa in casa: Unweigerlich fällt Österreich ein, etwa beim Lesen über „Faschisten des 3. Jahrtausends“

Ostia - Casa PoundOstia, Strand Roms, ist zur Zeit im medialen Scheinwerfer.

Ob es einem Menschen in Ostia auch so ergeht, wenn er sich vor der bevorstehenden Wahl am Sonntag, 19. November 2017, noch informieren will, weil er noch unschlüssig ist, wem er seine Stimme geben soll, daß ihm, liest er von den „Faschisten des dritten Jahrtausends“, unweigerlich Österreich einfällt und dabei einen Stich im Herzen verspürt?

Weshalb sollte ihm Österreich dazu einfallen? Österreich ist doch weit weg. Er findet es nicht, läuft er dem Stand entlang, dirket vor seinen Füßen angeschwemmt, es ist noch nicht angestrandet im Sand …

Und. Es fällt ja nicht einmal einem Menschen in Österreich ein, läse er von Ostia zur Zeit, wie nah doch die

Casa Pound

Casa Pound …

Was könnte ihm alles einfallen, läse er zur rechten Zeit, es würde dem Menschen in Österreich so vieles augenblicklich hochkommen, was alles wieder hochkommen will, daß er es nicht rechtzeitig schaffte, den Kulturraum in seiner Wohnung aufzusuchen, um eine Sauerei in seinem Wohnzimmer zu vermeiden …

Und eine Casa ist noch näher, sie steht in Österreich, aber im Vergleich zur Casa Pound lieblicher, österreichisch halt, trachtig … Wer aber diese Casa durch den hinteren Ausgang verläßt, befindet sich augenblicklich vor dem Gabentisch mit der recht ordentlich geschriebenen Liste der Verteilungsgeschenke in der Casa …

Eine Zeitung findet ihren Zugang in die Casa Maria blind durch den Hintereingang

„Wiederbeleben des Faschismus“ – Stein antwortet, Hofer nicht

Hofer-Stein: „Jeder Erfolg der FPÖ bringt uns dem Ziel näher: den Faschismus wiederbeleben.“

FPÖ und Antifaschismus – Wenn Herbert Kickl von Norbert Hofer abschreibt, kommt dabei nur recht Unrichtiges heraus

Hofer, Gudenus, Strache und deren Faschismus-Zitat

Hofer-Strache sagen „nicht: Ich bin der Faschismus.“ FPÖ-ZZ schreibt: „Wiederbeleben des Faschismus“

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede von He.-Chr. Strache nicht ohne Südtirol

„Pegida: Wir stehen wahrhaftig am Anfang einer neuen patriotischen Bewegung“ – „Faschismus“

FPÖ-ZZ wünscht breiteste Verbreitung der „braunen Festschrift für jeden Lehrer, jeden Publizisten, jeden Historiker und natürlich auch jeden Politiker“

In Österreich am 9. November

In Österreich am neunten November - Kurz Seb ist dankbar

Wie schön Sebastian Kurz sprechen kann, das durfte schon erlebt werden:

Kurz im Hübner

Aber Sebastian Kurz kann auch schön zwitschern, wie er am 9. November 2017 es beweist:

„Bin sehr dankbar, dass ich am Gedenktag zu den Novemberpogromen auch Überlebende des Holocaust treffen durfte. Es ist unsere Verantwortung, die jüdische Gemeinschaft in unserer Gesellschaft zu fördern & uns weiterhin entschieden gegen jede Form des Antisemitismus einzusetzen.“

Und weil Sebastian Kurz gar so dankbar ist, setzt er auch Handlungen, die ein jedes gezwitscherte Wort bestätigen. Und auch die Frauen und Männer der Partei, mit der nun eine Regierung bilden möchte, können das nur bei ihr Ehr‘ bestätigen, allen voran

Norbert Hofer: „Ich bin kein Antifaschist“: Das wird seine Wählenden recht freuen zu hören.

„Wiederbeleben des Faschismus“ – Stein antwortet, Hofer nicht

„Es sollten alle Juden in einer Aufführung von Nathan verbrennen“ – Für die freiheitliche ZZ aber sind Wagners Zeilen antisemitismusfrei

FPÖ unzensuriert, Franz Dinghofer: „Konflikt mit diesen Untermenschen kann man sicher nicht friedlich lösen“

Antisemitismus und das Halsbandmaß des Sebastian Kurz

FPÖ unzensuriert fördert das Rechtbeste zutage: Antisemitismus, NS-Verharmlosung, Mordlust

Hofer-Strache sagen „nicht: Ich bin der Faschismus.“ FPÖ-ZZ schreibt: „Wiederbeleben des Faschismus“

„Ein neuer Eurofaschismus mit Südtirol als symbolischem Startpunkt“ und die Ballpolkarede von He.-Chr. Strache nicht ohne Südtirol

Alphabet of Enlightenment, H to U: Haverbeck, Hofer, Holocaust, Rosenkranz, Strache, Uncut

Antiromaismus und Antisemitismus

Werner Fasslabend vollbringt ein Wunder: ein Antisemit wird gewandelt in ein Kind mit Vorurteilen

Es gibt noch viele weitere Kapitel, die hier gelistet werden könnten, um zu beweisen, daß Sebastian Kurz für seinen zitierten gezwitscherten Einsatz tatsächlich auf die rechtbesten Kräfte im Lande setzt, um gegen …

Wie gut also, daß es dafür Sebastian Kurz gibt. Der sich berufen kann auf eine christliche Tradition des Einsatzes gegen … etwa auf den „österreichischen Streicher“

Was für ein nettes Photo Sebastian Kurz seinem Gezwitscher beifügt, wie brav er mit gefalteten Händen und gesenktem Kopf, gar unschuldig wie … und weil die Tradition schon angesprochen ist, so wird wohl Maria vor ihrem Tischlergatten gestanden sein, als sie ihm erzählte vom Wunder des unbefleckten Fremdgehens mit dem Schuster …

 

Und dann gibt es auch noch den Bundespräsidenten, der erst kürzlich starke Worte fand:

Erinnern ohne das entsprechende Handeln ist Null-Erinnern

Das hat der Bundespräsident nicht gesagt, aber vielleicht doch ein wenig gemeint, als er sagte: „Das Erinnern ist unsere gemeinsame Verantwortung.“

Zukunft geht mit Sebastian Kurz keine Koalition einSo kann es um die Zukunft
Nicht bange werden
Denn zum einen hat
Sebastian Kurz das
Ultimative Heil-
Mittel gefunden
Gegen …: Re-
Gieren mit …
Und verköstigen
Nach Opas ur-
Alten Rezepten
So kann es um die
Zukunft nicht
Bange werden
Denn dermaßen zum
anderen findet die
Zukunft
Nicht wieder
Den Weg nach
Österreich

Gerhard Botz putzt sich seine Dollfuß-Lupe und entdeckt die weite Welt

Um dann aus seiner internationalen Umgebung für die Provinz, in der er lebt, zu schreiben, eine ausführliche Analyse unter dem Titel „Dollfuß: Mythos unter der Lupe – Wie faschistisch war der ‚Austrofaschismus wirklich?“, veröffentlicht in der Tageszeitung „Der Standard“ vom 21. Februar 2015.

Und es stellen sich zu dieser botzigen Analyse viele Fragen ein.

Meint Gerhard Botz es sei notwendig und deshalb seine Analyse, es sei in Österreich notwendig, darauf hinzuweisen, daß Österreich damals kein Einzelfall war? Nein, das wird gewußt, das ist bekannt. In ganz Europa grassierte dieses, um es salopp und verkürzt zu sagen, Faschismusfieber. Eine Fleißaufgabe also.

Eine Fleißaufgabe, aber zu welchem Zweck?

Um darzustellen, daß Dollfuß zwar schon ein schlimmer Finger gewesen ist, aber nicht vollfaschistisch? Sondern bloß halbfaschistisch, weil vollfaschistisch, das aber wäre wirklich schlimm, halbfaschistisch jedoch, das geht, das ist der österreichische Weg, damit könnte auch heute wieder gelebt werden, in einer Zeit, in der viele, viel zu viele eine gewisse Partei wählen – davon aber später …

Korneuburger Eid Heimwehr - Beschreibung Faschismus von Gerhard Botz

Gegenüberstellung „Gelöbnis der Heimwehr“ und botzige Beschreibung „Idealtypus des Faschismus“

Möglicherweise denkt Gerhard Botz, was er aber nicht geschrieben hat, sich deshalb das Dollfuß-Regime als eine halbfaschistische Diktatur, weil Engelbert Dollfuß mit Rüdiger Starhermberg einen Vizekanzler zur Seite hatte, dessen Heimwehr sogar Gerhard Botz als „eindeutig faschistisch“ eingestuft in seiner Analyse zugeben muß. Starhemberg wurde beinahe der Nachfolger von Dollfuß und blieb bis 1936 Vizekanzler. Hier bleibt bloß noch die Fragen offen? Was war die zweite Hälfte? Nationalsozialistisch? Hitlerisch? Schließlich wollte Engelbert Dollfuß alles machen, „was die Nazis versprechen“ … Das war 1933. Und 1933 wurde bereits genau gewußt, was mit Adolf Hitler, was mit dem Nationalsozialismus kommen wird, was versprochen ward. Die Zeitgenossinnen und Zeitgenossen von Engelbert Dollfuß wußten es – nicht nur ein Thomas Mann wußte es schon –, Dollfuß, der selbst machen wollte, „was die Nazis versprechen“ … „einen rücksichtlosen Vernichtungskampf“, ein „Überhitlern“ …

Zu welcher Ecke hin will Gerhard Botz nun sein Denken lenken? Der so genau weiß, aus welcher Perspektive heraus andere denken, wenn er schreibt:

„Vor 80 Jahren mochte eine antifaschistische Rhetorik im politischen Kampf gegen die Zerstörer der österreichischen Demokratie noch ihren Sinn gehabt haben, vielleicht auch noch nach 1945, als die meisten Täter wie Opfer des 12. Februar noch lebten (und Letztere in der disziplinierenden Umklammerung der großen Koalition bald wieder schweigen mussten). Eine ähnliche terminologische Zuspitzung lässt sich auch bei zeitgenössischen Schriftstellern und heutigen Historikern – nicht jedoch bei dem international meistzitierten, kürzlich verstorbenen Eric Hobsbawm! – in Großbritannien beobachten, wo die englische Linke sich ab 1934 vehement für ihre österreichischen Genossen einsetzte und damit auch von Mussolini faszinierten Konservativen entgegenzutreten suchte. Wissenschaftlich ist heute (wie schon vor Jahrzehnten) das Konzept „Austrofaschismus“ höchst fragwürdig und wird fast nur von solchen Historikern (und einigen Politologen) und von einheimischen Essayisten und Dichtern auch hoher schriftstellerischer Qualität verwendet, die oft aus einer strikten Österreich-Perspektive heraus zu denken scheinen.“

Zu welchem Zweck also schreibt im Februar 2015 Gerhard Botz seinen putzigen Versuch? In einer doch weit verbreiteten Tageszeitung, mit dem er doch auch vermittelt, das Dollfuß-Regime sei nicht so schlimm, eben bloß „halbfaschistisch“ gewesen, sich auch bemüßigt fühlt, zu beweisen, das Dollfuß-Regime hätte gar nicht so Grauenvolles vorgehabt, wie beispielsweise die Nazis.

Es wird einem Historiker unverständlich sein, Geschichte ausschließlich durch die Lupe der Gegenwart zu betrachten, aber die Gegenwart gibt eine mögliche Antwort darauf, zu welchem Zweck eine doch weit verbreitete Tageszeitung in Österreich das veröffentlicht, zu welchem Nutzen diese Verniedlichung, diese Harmonisierung. Wird daran gedacht, daß in Österreich eine Partei zurzeit in deren Magazin offen über das „Wiederbeleben des Faschismus“ nachdenken läßt, ist es nicht unpraktisch von einem anerkannten Historiker bescheinigt zu bekommen, es sei in Österreich nicht voll faschistisch gewesen, bloß „halbfaschistisch“, das Schlimme im Vergleich zu anderen Ländern war halbschlimm, kein Grund zur Sorge, kein Grund zur Furcht, auch ein „neuer Eurofaschismus“ in Österreich werde nur halb … österreichisch halt, und ohne Deutschland nicht voll …, sondern halbschlimm und vollgemütlich … Für eine ÖVP und für nicht wenige in der SPÖ und in einem kleinen Städtchen warten auch Grüne auf eine Unterstützung, eine Entlastung, wenn es um Koalitionen mit dieser Partei … Und die FPÖ wird noch aus einem anderen Grund ihre Freude an den botzigen Formulierungen haben, wenn es gilt gegen „solche Historiker, Essayisten und Dichter“ zu wettern, die antifaschistisch sich äußern, dann haben sie mit Gerhard Botz eine „unverdächtige Person“, die sie zitieren können, um …

PS Es ist aber Gerhard Botz hoch anzurechnen, daß er seine Empathie mit Engelbert Dollfuß nicht so weit treibt, die Zeit des Dollfuß-Regimes auch gleich als eine Zeit bloßer „innenpolitischer Wirren“ darzustellen, das erst vor kurzem die steirische Wirtschaft

Heimatsschwindlerball in der Hofburg – Von der skandalösen Feigheit der Republik Österreich

Ein Polizist, der gestern gefragt wurde, auf welchem Weg jetzt wegen der Absperrungen denn die U-Bahn-Station Karlsplatz doch noch erreicht werden könne, brachte es mit seiner hinzugefügten Erklärung auf den Punkt:

„Das Platzverbot ist wegen dem WKR-Ball.“

Nicht einmal ein Polizist nennt den FPÖ-Ball einen Akademikerball

Und wegen des WKR-Balls kommt es Jahr für Jahr zu einer Steuergeldverschwendung. In diesem Jahr, 2015, wird die Steuergeldverschwendung, die die Republik Österreich zu verantworten hat, mindestens, wie im Vorfeld des gestrigen FPÖ-Balls zu lesen war, mindestens eineinhalb Millionen Euro betragen (für die FPÖ umgerechnet in die alte Währung: mindestens einundzwanzig Millionen Schilling).

Dieser Steuergeldverschwendungsskandal ist ein Skandal der Republik Österreich, sie ist für diesen Steuergeldverschwendungsskandal verantwortlich, denn die FPÖ verzichtet nicht und wird je nicht auf das symbolische Machtzentrum der demokratischen Republik Österreich verzichten. Eine Verantwortung für diesen Steuergeldverschwendungsskandal von der FPÖ einzufordern, ist sinnlos. Der FPÖ ist die Steuergeldverschwendung je egal. Zu sehr liebt es die FPÖ, an den besten Adressen der Stadt Wien aufzutreten und zu tanzen – die FPÖ, die sich stets als Partei der sogenannten kleinen Leute verkaufen will, aber die mit den sogenannten kleinen Leuten nichts gemein hat, bloß deren Wahlstimmen will und deren Steuergeld verschwenden. Die FPÖ wird nicht auf ihren WKR-Ball verzichten, aus Verantwortungsgefühl (das besitzt sie nicht), zu verlockend ist es für die FPÖ, einmal im Jahr mit ihrem WKR-Ball zu demonstrieren, wie mächtig sie sei, die Republik Österreich es nicht wage, ihr die Hofburg zu verweigern.

Es ist eine feige Republik. In Deutschland beispielsweise bringen private Organisationen mehr Mut auf als die Republik Österreich: Für Burschenschaften nicht einmal mehr Privaträume … Soweit will hier gar nicht gegangen werden, und soweit wurde hier auch nie gegangen. Es gibt andere Orte, auch für den WKR-Ball … Entsprechende Vorschläge können hier ebenfalls nachgelesen werden: Auf zur Wartburg – zum WKR-Ball 2013

FPÖ-Ball Hofburg 2015

Wenigstens für einen Puff wird es ein erfreulicher Abend gewesen sein. Mit einer unbezahlbaren Werbung, so mitten im Stau zu stecken. Mit garantierter Geldeinnahme statt Steuergeldverschwendung.

Es ist eine feige Republik. Und die Feigheit in dieser Republik hat viele Namen. Einer dieser Namen ist Heinz Fischer. Es ist eine vielfältige Feigheit, also nicht nur eine in bezug auf den WKR-Ball der FPÖ in der Hofburg, sondern auch, um ein sehr aktuelles Beispiel zu nennen, das Abdullah-Zentrum … Es wird in Zusammenhang mit dem Personenkultzentrum von höchsten Staatsverantwortlichen von einem Neustart gesprochen, wie vor rund einem Jahr Heinz Fischer von einem Neustart des WKR-Balls der FPÖ sprach … Neustart ist in Österreich nur ein anderes Wort für Fortsetzung der Feigheit. Der Seufzerpräsident fährt am 27. Jänner 2015 nach Auschwitz, um tief bewegt zu sein, sich an die Grauen des Faschismus zu erinnern, aber es ist ihm keine Mahnung, daß vor seiner Bürotür jene FPÖ tanzt, deren ZZ erst vor wenigen Wochen klar und unmißverständlich ein „Wiederbeleben des Faschismus“

Diese Feigheit der Republik Österreich ist ein noch größerer Skandal als der Steuergeldverschwendungsskandal, das ist der eigentliche Skandal.

Es ist zu befürchten, diese Feigheit wird nicht aufhören. Es wird also weiter gegen den WKR-Ball der FPÖ in der Hofburg demonstriert werden müssen. Von – auch von Heinz Fischer ist hier nichts mehr zu erwarten. Zu sehr arbeitet er daran, in die Geschichte als weiser Staatsmann eingehen zu wollen. Aber darauf braucht er nicht zu hoffen. In die Geschichte wird er menschgemäß eingehen, aber bloß mit der Anekdote, die Bruno Kreisky zugeschrieben wird, wohin Heinz Fischer geht, wenn …

Damit einst gesagt werden kann, es gab nicht nur Feigheit in dieser österreichischen Republik, wird weiter gegen, aber nicht nur gegen den WKR-Ball der FPÖ in der Hofburg demonstriert werden müssen. Auch dagegen, daß die Republik Österreich die Verantwortung und die Schuld an den Demonstrationen gegen den WKR-Ball der FPÖ in der Hofburg abwälzen will, sich selbst und damit auch die FPÖ mit ihren identitären Heimatsschwindlerinnen weißwaschen will. Ist die Feigheit der Republik Österreich schon ein Skandal, so ist der absolute Skandal, wie leichtfertig demokratische Prinzipien zugunsten eines Heimatsschwindlerballs in der Hofburg aufgegeben werden wollen. Auch dafür gibt es viele Namen in Österreich. Einer dieser Namen ist Ursula Stenzel, wie bereits ausgeführt wurde: „Da Stenzl radikalisiert mi“

PS Wie verantwortungslos die FPÖ ist, wie egal der FPÖ das Verschwenden von Steuergeld ist, wie gierig die FPÖ nach Verschwenden von Steuergeld ist, beweist sie gleich am 2. Februar 2015 wieder mit ihrer Demonstration Pegida … Und das darf behauptet werden, denn schließlich sagt die FPÖ selbst, von He.-Chr. Strache aufwärts, die „wahre Pegida“ zu sein, und schließlich ist der Sprecher der Pegida ein Trommler der FPÖ-ZZ … Wer wir dann in der „Zur Zeit“ darüber berichten? Damit es gesinnungsgemäß recht objektiv ist, vielleicht wieder Georg Immanuel Nagel, der über die „Identitäre IS-Demo“ im September 2014 schrieb, wie harmlos diese den Polizisten …

PPS Ein Besucher des Heimatsschwindlerballs sprach in einem gestrigen Interview irgendwas von der zweihundertjährigen Tradition der Burschenschaften … Eine auf Treu‘ ehrenreiche Tradition – es ist tatsächlich 200 Jahre her, als diese Tradition, mit der 2015 noch dem Steuergeldzahler und der Steuergeldzahlerin auf der Nase herumgetanzt wird, mit einer Bücherverbrennung auf der Wartburg …

„Die Presse“ ist kein Tanzcafé mit singenden Lerchen, aber doch eine Bühne für …

Wie schlecht muß es um die Tageszeitung „Die Presse“ bestellt sein, auch finanziell, daß sie versuchen muß, zwei verkaufsträchtige Hits, nämlich Udo Jürgens und Nazismus, zu einem Megahit zu verschmelzen, um Auflage zu machen?

Udo Jürgens Die Presse Tanzcafe Lerch

Berndt Rieger: „Es gibt aber auch genug dokumentierte Hinweise darauf, dass die Familie Bockelmann engen Kontakt mit Schlüsselfiguren des Nationalsozialismus in Kärnten hatte. Diese Geschichte aufzuarbeiten wäre reizvoller und glaubwürdiger gewesen als die Aufzeichnung romanhafter Szenen, in denen die Familie Bockelmann und der geliebte Vater hilflose Opfer der Umstände und der ideologischen Verblendung ihrer Zeit werden. Denn zu Vieles spricht gegen diese Darstellung.“

Wer diesen mit „eup“ gekennzeichneten Artikel „Tanzcafé Lerch – Vom Nazi-Treffpunkt zu Udo Jürgens‘ Bühne“ vom 23. Dezember 2014 liest, wird keinen Sinn in der Veröffentlichung finden, außer den der Geschäftemacherei mit einer auflagensteigernden Geschichte zum Tod eines Berühmten, mehr noch, eines Angebeteten, der schon in der Sekunde seines Todes zu einem „zweiten Mozart“ von einer Umsonst erhoben wurde – für eine Umsonst, wie es nun einmal die „Österreich“ ist, sind unqualifizierte Einstufungen … geschenkt, deren Berichte und Qualifikationen interessieren nicht.

Jedoch von einer Tageszeitung, wie es „Die Presse eine ist, also von einer – jedenfalls so geht das Gerücht – Qualitätszeitung könnte etwas anderes erwartet werden … geschenkt, Erwartungen an österreichische Qualitätszeitungen zu stellen, das kann nur Enttäuschungen …

Was „Die Presse“ mit diesem Artikel bietet, ist nichts, es ist nichts in bezug auf Udo Jürgens, es ist nichts in bezug auf den Nazismus. Denn. Die Geschichte vom Tanzcafé Lerch ist bekannt, auch durch das Stück von Werner Kofler mit dem Titel Tanzcafe Treblinka, so daß gesagt werden kann, es ergibt keinen Sinn, diese gerade zum Ableben von Udo Jürgens noch einmal auszugraben. Auch die Geschichte, daß Udo Jürgens im Tanzcafé Lerch auftrat, ist bekannt, so daß ebenfalls gesagt werden kann, es ergibt keinen Sinn, diese gerade zu seinem Ableben noch einmal auszugraben, während also weder das eine noch das andere tatsächlich je ausgegraben werden muß, weil beides offen auf dem Tisch liegt. Und ob seine Karriere tatsächlich im Lerch begann, das mögen Jürgens-Experten und Jürgens-Expertinnen beurteilen. Es kann bezweifelt werden, daß dieser Job unmittelbar in die Karriere …

Interessant wäre dieser Artikel allerdings gewesen, wenn er schon bei Lebzeiten von Udo Jürgens erschienen wäre, aber selbstverständlich nur, wenn dieser komplett anders geschrieben worden wäre, also beispielsweise darauf eingegangen wäre, wie die Verbindungen der Familie Bockelmann zu den nazistischen Massenmördern tatsächlich waren, wie sehr Udo Jürgens selbst seine Familiengeschichte mit dem Titel „Der Mann mit dem Fagott“ als eine Familienwunschgeschichte geschrieben hat, wie viel er selbst über Lerch und seine Mordkameraden tatsächlich wußte, als er im Lerch auftrat …

Ach, das wurde aber schon gemacht, also bei Lebzeiten noch von Udo Jürgens und mit ihm, natürlich nicht von der Tageszeitung „Die Presse“, sondern von Berndt Rieger, wie nachgelesen werden kann unter: www.sandammeer.at/rezensionen/juergens-mannfagott.htm … Diese Rezension wurde auch in die Collage zur Gegenüberstellung mit dem EUP-Artikel aufgenommen, um es auf einen Blick zu haben, daß es nur das Geschäft mit dem Tod …

Einen Sinn allerdings hat dieser Artikel doch, zwar einen von der Tageszeitung „Die Presse“ nicht beabsichtigten, nämlich wieder einmal darauf hinweisen zu können, daß in diesem Land alles gewußt wird, aber es nicht gesagt und geschrieben wird, also rechtzeitig und vor allem frühzeitig gesagt und geschrieben wird, aktuell, in der Gegenwart, sondern Jahre und Jahrzehnte später, und sogar dann nicht einmal alles, vieles will auch nach Jahren und Jahrzehnten in der Dunkelheit belassen werden.

Soher hat dieser Artikel einen Sinn, nämlich ein weiteres Mal darauf hinweisen zu können, für wen die Tageszeitung „Die Presse“ eine Bühne in der Gegenwart ist, nämlich für die identitäre Gemein-Schaft, beispielsweise für einen Wendelin Mölzer, in dessen geführter ZZ offen über ein „Wiederbeleben des Faschismus“ nachgedacht wird, der sich rühmen kann, „Die Presse“ als seine Bühne zu haben, wie in „Die ZZ des identitären NR Wendelin Mölzer“ nachgelesen werden kann, vom 27. September 2014 … Aber es ist bei weitem kein Einzelfall, für jene, die es interessiert: „Die Presse läßt die FPÖ nicht verkommen“

Rechtliche Schritte gegen Verwendung der Wartburgfahne durch Pegida

Der von Pegida schwangere Philip Stein hat zu seinem Jubel, über den in FPÖ-ZZ – „Pegida: Wir stehen wahrhaft am Anfang einer neuen patriotischen Bewegung“ – „Faschismus“ ausführlich berichtet wurde, über die „patriotische Massenbewegung“ stolz ein Bild mit „Fahnen der Urburschenschaft“ veröffentlicht und hinzugefügt: „Auch zahlreiche Burschenschafter demonstrierten“.

Pegida Burschenschaft FPÖ Fahne

„Die Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller Jena sah sich als Nachfolgerin der Urburschenschaft schon vor vielen Jahren in der Pflicht, Rechte an der auf der PEGIDA-Demonstration am vergangenen Montag vielfach gezeigten Fahne der Urburschenschaft (auch Wartburgfahne genannt) schützen zu lassen, um eine unerwünschte Verwendung durch beliebige Personen und Organisationen unterbinden zu können. So obliegt es ausschließlich unserer Burschenschaft, dass Zeigen der Wartburgfahne auf Veranstaltungen zu genehmigen.“

Diese Begeisterung der freiheitlichen ZZ und der FPÖ für Pegida wird nicht von allen geteilt, wie gelesen werden kann, nicht einmal von jenen, von denen Philip Stein behauptet, sie hätten auch demonstriert, also Burschenschafter. Vielleicht waren welche dabei, Burschenschafter, aber aus Österreich, die sind ja recht bekannt dafür, aus einem ganz alten Eisen zu sein. Einer Burschenschaft in Deutschland jedoch scheint es unangenehm zu sein, mit Pegida Arm in Arm in fest geschlossenen Reihen gesehen zu werden, und sie will auch nicht, daß Pegida ihre Fahne entrollt vor sich herträgt und schwenkt, überlegt sich dagegen rechtliche Schritte:

„Die Burschenschaft Arminia a.d.B. und deren Mitglieder treten entschieden für Demokratie und Freiheit ein und respektieren das Recht eines Jeden, für seine Interessen und Überzeugungen zu demonstrieren. Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit sind Eckpfeiler unseres demokratischen Gemeinwesens und müssen zu jeder Zeit gewährleistet sein. Die Demonstranten auf der PEGIDA-Demonstration am vergangenen Montag machten von diesen Rechten Gebrauch, was wir respektieren müssen. Unsere Burschenschaft war auf dieser Veranstaltung jedoch nicht vertreten und zu keinem Zeitpunkt lag eine Genehmigung durch die Burschenschaft Arminia a.d.B. vor, die die Verwendung der Wartburgfahne durch andere Personen oder Organisationen gerechtfertigt hätte bzw. auf künftigen PEGIDA-Demonstrationen rechtfertigen würde. Rechtliche Schritte werden derzeitig durch unsere Anwälte geprüft.“

Wenn also eine Burschenschaft es schon für absolut notwendig hält, klarzustellen, nicht auf dieser Veranstaltung vertreten gewesen zu sein, sie es aber „respektieren“ müsse, daß auch Pegida von diesem Recht auf Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit Gebrauch macht, dann sagt das bereits alles aus, was über Pegida zu sagen ist, also alles, was keinen Jubel auslöst. Während also in Deutschland eine Burschenschaft, rechtliche Schritte prüfen läßt, sind in Österreich gewählte Mandatare von Pegida schwanger und himmeln Pegida kreischend an. Das rechtzeitig zu wissen, hat für Wähler und Wählerinnen in Österreich aber einen großen Vorteil, vor allem im nächsten Jahr, in dem „Superwahljahr 2015“. Sie können durch Nichtwahl der FPÖ den freiheitlichen Mandatare und Mandatarinnen diesen die Last abnehmen, hochschwanger in politischen Gremien sitzen zu müssen, also Risikoschwangerschaft mit steuergeldfinanziertem Herumsitzen unter einen Tirolerhut zu bringen. Wenn sie also nicht mehr in die demokratischen Gremien auf allen politischen Ebenen in diesem Land gewählt werden, können sie sich ganz ihrer schon so lange im Leibe tragenden und mittlerweile ungeheuer angewachsenen Frucht widmen, in den eigenen vier Wänden unterm Kruzifix sie zu verhätscheln, in den Schlaf zu jodeln.

„Pegida: Wir stehen wahrhaftig am Anfang einer neuen patriotischen Bewegung“ – „Faschismus“

Wenn Sie sich darüber wundern sollten, weshalb „Faschismus“ unter Anführungszeichen gesetzt ist, dann geschieht das nicht aus Furcht oder Vorbeugung, um mögliche Unannehmlichkeiten durch unnötige Termine zu vermeiden, sondern um der Genauigkeit willen, um der Klarheit willen, um der Unmißverständlichkeit willen. Daß hier der „Zur Zeit“, diesem Schreib-, Quell- und Werbemagazin der identitären Gemein-Schaft, nichts unterstellt, nichts interpretiert, sondern lediglich klar und unmißverständlich genau festgehalten wird, was es selbst von sich gibt, und, es werden lediglich Verbindungen zwischen den mannigfachen Aussagen zur Verdeutlichung  her- und bereitgestellt.

In der Nummer 51-52 vom 19. Dezember 2014 bis 8. Jänner 2015 schreibt Philip Stein einen Jubel auf „Pegida“. Er schreibt das auf eine Art, die vor allem Menschen der seriösen Geschichtsschreibung nicht unbekannt sein wird, und darüber hinaus, was für eine Beleidigung des heutigen Menschen, ihn mit einem solchen Pathos, der im Wissen um die Geschichte als Untergangspathos bezeichnet werden kann, zu malträtieren.

FPÖ Zur Zeit 51-52-2014 Pegida SteinPhilip Stein schreibt unter „Pegida bricht Rekorde“ über eine Demonstration in Deutschland, er schreibt in einem in Österreich vertriebenen Magazin, das von einem NR, der auch Abgeordneter im österreichischen Parlament ist, geführt wird, über eine Demonstration in Deutschland, und wie er das schreibt, ist besonders zu beachten, zu berücksichtigen:

„Denn was in Dresden geboten wurde, dieses unüberblickbare Meer an Fahnen, der nicht enden wollende Strom aus Menschen und die immer wieder erschallenden Rufe aus den Kehlen von Jung und Alt – sie sind weit mehr als ein singulärer, alleinstehender Erfolg.“

„Eine exakte Zahl scheint am Ende völlig irrelevant. Denn Woche um Woche bricht PEGIDA die eigenen Rekorde. Wir stehen wahrhaftig am Anfang einer neuen patriotischen Massenbewegung. Oder sind wir schon mittendrin?“

„Die Eindrücke des Abends sind noch ganz frisch, wollen schwanger an Emotionen und möglichst realitätsnah dargelegt werden. Vergessen sind Kameras, Radio und sonstige Presse. Sie alle waren nur Zaungäste, spöttische und verachtende Beobachter. Mittendrin war keiner von ihnen. Und auch wenn sie durch die Reihen huschten, versuchten Stimmungen und Emotionen einzufangen, erschienen sie wie Fremdkörper in einem funktionierenden Organismus. Nicht umsonst skandierten die Massen mehrfach ‚Lügenpresse‘ in Richtung der Pressevertreter.“

„Sind die Deutschen, sind wir am Ende alle rechtsradikal und fremdenfeindlich?“

„Über Jahre versuchen nonkonforme Medien bereits, jenen Bewußtseinswandel anzustoßen und dem Bürger die Augen zu öffnen. Massen wurden hierbei nur selten erreicht. Wenn ein ernstzunehmender Querschnitt selbst erkennt, daß der Weg auf die Straße unabdingbar geworden ist, sind wir wahrlich an einem Scheidepunkt angelangt.“

„Die Hetze der etablierten Medien und Politik ist bezeichnend.“

„Ulbig ging also mit jenem ‚Schwarzen Block‘ auf die Straße, die im Laufe der Demonstrationen Familien, Frauen und Kinder mit Feuerwerk und anderen Mitteln tätlich angriff. Insgesamt wirken die Aufrufe gegen PEGIDA wie ein Stelldichein der bürgerlichen Feigheit.“

„Wie es mit PEGIDA weitergeht, wird das neue Jahr zeigen. Sollten die Proteste auch hier wieder Rekorde brechen, muß die Politik reagieren. Erleben wir ein Verbot? Eine Beobachtung durch den Verfassungsschutz wurde bereits gefordert. Doch eine Frage bleibt: Lassen sich so viele Augen noch schließen?“

Es war, wie hier nachgelesen werden kann, ebendieser Philip Stein mit seinem geschichtlich recht bekannten Untergangspathos, der in der Nummer 38 vom 19. September 2014 in einem Gespräch mit einem „Neofaschisten“ darüber nachdachte, wie ein „Wiederbeleben des Faschismus“ …

Es wird in diesem Magazin recht oft von Patriotismus geschrieben, als wäre dieser etwas Gutes. Ob gut oder schlecht, darüber will hier gar nicht nachgedacht, sondern lediglich darauf hingewiesen werden, was die FPÖ-ZZ unter Patriotismus versteht, und sie gibt, wie hier ebenfalls nachgelesen werden kann, recht stolz darüber immer wieder selbst Auskunft, beispielsweise in der Nummer 49 vom 5. Dezember 2014, durch ihre Vorstellungen, wer für sie „große Patrioten“ …

Über einen anderen Schreiber, nämlich über Georg Immanuel Nagel, den es auch recht auf die „Straße hinaus“ drängt, mußte erst vor kurzem berichtet werden, der am 31. Oktober 2014 im „Eckart“ für eine „Distanzierung von der Distanzierung“ eintrat, also er tritt dafür ein, sich nicht mehr davon zu distanzieren, wenn der Vorwurf erhoben wird, ein Nazi …

„Der Weg auf die Straße unabdingbar geworden ist …“ Beunruhigend ist, wie sehr in der FPÖ-ZZ ein „Bürgerkrieg“ beschworen wird, in einem Magazin, in dem gewählte Mandatare und Mandatarinnen dieses Landes schreiben. Diesmal sind es Wendelin Mölzer, Mario Eustacchio. Aber auch Norbert Nemeth, Klubdirektor des freiheitlichen Parlamentsklubs. In der Nummer 51-52 ist es Martin Pfeiffer: [D]ann weiß man, daß der Bürgerkrieg im wahrsten Sinne des Worten vor der Tür steht. Wehret den Anfängen!“ Und er ist damit nicht allein, wie nachgelesen werden kann, von He.-Chr. Strache aufwärts …

„Wir stehen wahrlich am Anfang einer patriotischen Massenbewegung“ … Es ist nicht nur Philip Stein von Pegida schwanger, auch weitere aus der identitären Gemein-Schaft, von He.-Chr. Strache aufwärts …

Vielleicht ist es Ihnen nun verständlicher, weshalb „Faschismus“ unter Anführungszeichen gesetzt ist. Weil eben tatsächlich nicht spekuliert werden muß, nicht interpretiert werden muß, nichts unterstellt werden muß. Denn, wie auch aus der Geschichte nur zu bekannt ist – und dabei wird nicht nur an den Nazismus gedacht -, wird von den Protagonisten und Protagonistinnen immer alles deutlich und sehr früh schon selbst offen gesagt, was von ihnen je zu erwarten ist. Und wenn in dieser Nummer Martin Pfeiffer pathetisch von „Wehret den Anfängen!“ spricht, gibt es darauf nur eine saloppe und unaufgeregte Antwort: In jedweder Wahlzelle die FPÖ nicht einmal ignorieren …

PS In der Nummer 51-52 ist ebenfalls wieder ein ganzseitiges Inserat der FPÖ geschaltet. Das erzeugt immer noch Unbehagen beim Gedanken, diese werden möglicherweise durch Steuergeld finanziert.

Inseratenaffäre der FPÖ mit der Zur Zeit – Immer noch ein Land des „Faschismus“

Die FPÖ hat mit der Zur Zeit mannigfache Affären. Affäre im Sinne von Beziehung. Gewählte freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen von mehr oder weniger allen politischen Ebenen in Österreich haben mit der Zur Zeit etwa zu tun, eine Schreib-Beziehung, sie liefern der Zur Zeit Beiträge, geben ihr also Gewicht und Renommee.

Inseratenaffäre FPÖ - Zur ZeitDie FPÖ hat mit der Zur Zeit aber auch eine Inseratenaffäre. Die FPÖ veröffentlicht ganzseitige Inserate. Auch darüber wurde hier schon geschrieben. Wie nachgelesen werden kann. Und im Zusammenhang mit den letzten Nummern der Zur Zeit aus November, Oktober und September 2014 immer auch die Frage gestellt, mit welchem Geld werden diese Inserate finanziert? Ist es Steuergeld? Werden Inserate mit Steuergeld finanziert in einem Magazin, das durch seine Inhalte Steuerzahlerinnen und Steuerzahler in Österreich in Verruf bringen, Ansichten zu finanzieren, vor allem in der Welt in den Verruf bringen, immer noch ein Land des „Faschismus“ zu sein, oder – um einen Begriff zu verwenden, der in Österreich geläufiger ist – des „Nationalsozialismus“.

Der Begriff „Faschismus“ darf im Zusammenhang mit der Zur Zeit verwendet werden, denn es ist kein Vorwurf, sondern es ist ein Zitat aus ebendiesem Magazin. Vorwürfe, Faschisten und Faschistinnen zu sein, erheben allenthalben Mitglieder der FPÖ gegen Menschen, die nicht ihre Gesinnung teilen, die Anschauungen der FPÖ kritisieren. Also gegen Menschen, die nicht darüber nachdenken, welcher Kooperationen es bedarf, um den „Faschismus wirklich wiederbeleben“ zu können. Ganz im Gegenteil. Funktionäre der FPÖ unterstellen Menschen eine faschistische Gesinnung, die diese nicht nur ablehnen, sondern deren Parole Nie wieder! gegen jedwede Art des Faschismus hinlänglich bekannt ist.

Zur Zeit Inseratenaffäre FPÖWas aber können Leserinnen oder Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 38 vom 19. bis 28. September 2014 zum einen über das Nachdenken des „Wiederbelebens des Faschismus“ lesen und gleichzeitig das ganzseitige Inserat eines offenen Briefes des Obmannes der drittstärksten Partei im österreichischen Parlament an Bundeskanzler, Vizekanzler und Bundespräsidenten sehen?

Wie die FPÖ mit der Zur Zeit eine Inseratenaffäre hat, hat die Zur Zeit auch eine Inseratenaffäre mit dem Hohenrain-Verlag.

Was aber können Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 44 vom 31. Oktober bis 6. November 2014 in einem ganzseitigen Inserat des Hohenrain-Verlages den „großen Wendig“ beworben sehen und in ebendieser Ausgabe ein Entlastungslied für „Nationalsozialistin“ Agnes Miegel vorgesetzt bekommen? Was der „große Wendig“ für ein Buch ist? Auf jeden Fall keines, das eine redliche Geschichtswissenschaft für ihre Forschungen heranziehen würde. Es ist eines aus der Rubrik: einschlägig amtbekannt. Eines werden Leserinnen, jedenfalls im Zusammenhang mit diesen Inseratenaffären, nicht denken, die Zur Zeit sei käuflich, also nach dem Motto Wessen Inserat geschaltet, dessen Lied gesungenMag auch die extrem recht hohe Würdigung von Rolf Kosiek, von einem Mitschreiber des „großen Wendig“, in der Nummer 46 vom 14. bis 20. November 2014 danach klingen, über den eine Festschrift in ebendiesem Hohenrain-Verlag eben erst erschienen ist, so kann das nicht auf Käuflichkeit zurückgeführt werden. Es ist eine Gesinnungssymbiose zwischen Inseratenauftraggeber und Inseratenauftragnehmer. Was im redaktionell Beitrag steht, spiegelt das Inserat wider.

Was aber können Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie beispielsweise in der Nummer 47 vom 21. bis 27. November 2014 über das „Präsidialsystem wie in den USA“ des „Deutschen Reiches“ von „Adolf Hitler“ und die Alliierten, die die Massenmorddiktatur beendeten, als „Junta der vier Militärdiktatoren“ bezeichnet werden? Und in ebendieser Nummer wieder ein ganzseitiges Inserat der FPÖ mit dem zurzeitigen Obmann, abgebildet mit drei Frauen, als wäre es sein Traum, ein Moslem zu sein, verheiratet mit drei Frauen

Was aber können Leser und Leserinnen irgendwo in der Welt über Österreich denken, wenn sie, ebenfalls in der Nummer 47 vom 21. bis 27. November 2014, über eine Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments lesen, sie sei „eine an Krätze leidende hirnamputierte Idiotin“?

Affäre wird heutzutage zumeist als Synonym für Skandal verwendet. Diese Inseratenaffären sind kein Skandale. Jedenfalls beispielsweise für Gerhard Deimek, der ein freiheitlicher NR ist, für ihn ist es Mobbing, gefragt zu werden, ob es skandalös ist –

Diese Affären werden Leserinnen und Leser irgendwo in der Welt nichts zum Denken aufgeben, denn die „Zur Zeit“ wird außerhalb von Österreich wohl kaum bis gar nicht gelesen werden, aber es sollte endlich die vielen vielen, allzu vielen Wähler und Wählerinnen in Österreich zu denken geben, wen sie tatsächlich wählen, wenn sie diese Partei wählen. Freilich wäre es sehr unterstützend, erführen sie mehr darüber auch in den sogenannten Massenmedien in Österreich

PS Dermaßen also wird „freundschaftliche Distanz“ zur ZZ, zu der ein freiheitlicher gewählter Mandatar einem gewählten freiheitlichen NR rät, in der FPÖ umgesetzt: ganzseitige Inserate … Aber der Rat erfolgte rund um die EU-Wahl im Mai 2014. In Zeiten von Wahlen fällt sogar einem freiheitlichen Mandatar auf, daß eine Affäre mit der ZZ nicht unbedingt das Ansehen fördert, etwas Schmuddeliges ist; kaum aber ist eine Wahl vorüber, ist das wieder vergessen. Nur eines der Beispiele, was vom freiheitlichen Sprechen zu halten ist, von Versprechen kann nicht einmal gesprochen werden. In Wahlkampfzeiten sind es höchstens Versprecher, wenn einmal nicht die Gesinnung gesprochen wird, die jede Nummer der ZZ widerspiegelt … Eine Affäre kann die Beziehung zwischen FPÖ und ZZ im Grunde nicht genannt werden. Gewöhnlich dauert eine Affäre nur kurze Zeit. Es ist eine unter dem Kreuz Christi geschlossene Massenehe von Gleichgesinnten und – aufgrund des männlichen Überhangs – von Gleichgeschlechtlichen …

Skandal – FPÖ-NR Gerhard Deimek wird gemobbt

Allzu recht war die Antwort von NR Gerhard Deimek auf die ihm gestellte Frage, ob er das auch skandalös fände, daß in der von seinem Parteigenossen und NR-Kameraden Wendelin Mölzer geführten „Zur Zeit“ am 21. November 2014 Adolf Hitler vorgestellt werde, als ein „Vorsitzender“ und ein „Staatsoberhaupt“, der ein „Präsidialsystem wie in den USA“ führte.

Gegen einen derartigen „ungebetenen Senf“ fand NR Gerhard Deimek also die allzu rechte Antwort: „Mobben sie Andere. Hören sie bei mir auf.“

FPÖ NR Gerhard Deimek - Seine Antwort auf eine FrageNR Gerhard Deimek kann gegen ein derartiges Mobbing nicht genug in Schutz genommen werden, ihn zu fragen, ob er das auch skandalös fände, daß in der von seinem Parteigenossen und NR-Kameraden Wendelin Mölzer geführten ZZ am 21. November 2014 der „Alliierte Rat“ als „Junta der vier Militärdiktatoren“ vorgestellt werde, die das „Deutsche Reich beherrscht“.

Gegen einen derartigen „ungebetenen Senf“ aber fand NR Gerhard Deimek die entschieden rechte Antwort gemäß ganz der einzigen Kernkompetenz seiner identitären Gemein-Schaft: „Mobben sie Andere“.

Haxenspreizer - Deimek - KrauthapelUm NR Gerhard Deimek gegen ein weiteres derartiges Mobbing in Schutz zu nehmen, wurde der Mobber um eine Stellungnahme ersucht, ob er gedenke, in Zukunft ein derart skandalöses Fragen zu unterlassen. Wie seine Antwort zeigt, ist er weder schuldeinsichtig noch bereit, sein Verhalten zu ändern, auch will er nicht seine Geschichtskenntnisse aufgeben, er zeigt sich vollkommen uneinsichtig, unwillig, sich identitärer Geschichtsbetrachtung treublind hingeben zu wollen. Er besitzt sogar die Frechheit, NR Gerhard Deimek einer „Dummheit“ zu zeihen“, die er im Zusammenhang mit seinem Namen seit Kindertagen nicht mehr gehört habe. Und wie zum Beweis seiner Schulduneinsichtigkeit setzt dieser Mobber, ohne danach gefragt worden zu sein, hinzu, er freue sich schon auf die nächsten „essentiellen“ Betrachtungungen des Erich Körner-Lakatos, nämlich auch darüber, ob die „88“ wie der „Hitlergruß“ im identitären „Alltag sich überhaupt vermeiden ließe“, und er hoffe, bald etwas darüber in der vom deimekschen Parteigenossen geführten und von deimekschen Parteigenossinnen mit Beiträgen gefüllten ZZ lesen zu dürfen.

Aber NR Gerhard Deimek bedarf im Grunde des Schutzes gegen ein derartiges Mobbing nicht. Denn er findet und fand bereits die allzu parteikernkompetenzliche Antwort darauf, die er nicht dem Mobber direkt gab, sondern anderen gegenüber äußerte: „Selbsternannte Künstlerin Kraupthappel“. „Unter Jubel des Krauthapels“.

Gegen ein derartiges Mobben, gegen das von Anfang an eingeschritten werden muß, gibt es nur eine Antwort, die NR Gerhard Deimek dankenswerterweise diesem Mobber am 12. November 2014 direkt und auf rechte Art ins Gesicht schleuderte: „sie werden auch nicht mehr gescheiter“ … Hier muß aber ein Irrtum berichtigt werden. Es wurde darüber unter der Überschrift „Ein Kompliment von NR Gerhard Deimek“ berichtet. Ein Mensch, der einem gewählten NR der identitären Gemein-Schaft derart skandalöse Fragen stellt, verliert jedwedes Recht auf Komplimente.

Deimek - KrauthappelDenn das Recht auf Komplimente haben nur Menschen, wie NR Gerhard Deimek, wie NR Wendelin Mölzer, nicht zu vergessen gesinnungsgemäß NR Christian Höbart, NR III. Präsident Norbert Hofer, mit einem Gruß, diese treureichen und ehrtapferen Männer von NR He-Chr. Strache aufwärts. Und mit Genugtuung, mit verächtlichem Blick auf diese „selbsternannte Künstlerin Krauthappel“ und ihren skandalösen Fragen, kann abschließend zufrieden festgestellt werden, gerade die stolzen mobbingfreien Leistungen des NR Gerhard Deimek in angemessener Form schon zahlreich gewürdigt haben zu dürfen, und dafür soll und muß noch einmal der Vorhang hochgezogen werden, gerade recht zum bevorstehenden Jahresende. Er, NR Gerhard Deimek, hatte wahrlich ein arbeitsreiches Jahr 2014:

Blauer Skandal um NR Gerhard Deimek – Er deckt seine Daten und Fakten auf

Was NR Gerhard Deimek zu „Vierteilen“ einfällt – „Staatsgage“

FPÖ-NR Gerhard Deimek fragt bei „faschistischem System“ nach einem „faschistischen Habsburgerkaiser“ in Österreich

NR Gerhard Deimek – Von der prototypischen freiheitlichen Reaktion

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Freiheitliche gönnen Menschen keinen sozialen Wohnbau

NR Gehard Deimek findet: „Zum Kotzen!“