Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 4 der Komödie in Fortsetzung

Ist es denn eine Komödie, die heute gegeben wird?

Noch ist es eine Komödie. Ein zu großes Wort.

Es ist eine Posse, in der auch ein Brief die unsägliche Handlung vorantreibt. Eine Posse, die auf der Bühne – ein Theater, das etwas auf sich hält, aber nicht spielte – gegeben, in Tracht im Hochgebirge zu spielen ist. Denn die Agierenden tragen geistig längst schon die mehr und mehr zum Hauptstaatsgewand werdende Tracht der Hochgebirgsschluchtprovinz, sie steigen mehr und mehr in das Hochgebirge hinab, richten sich dort mehr und mehr ein, in der engsten Schlucht, die bis jetzt zu finden war, aber sie suchen weiter, und es ist zu befürchten, sie werden eine noch engere und schließlich eine von außen gar nicht mehr erreichbare Schlucht finden, eine Schlucht, aus der sie selbst auch nicht mehr herauskommen werden können, schlimmer, aus der sie nur mit einem Sturz in den Abgrund …

Bereits jetzt, in der noch nicht denkbar engsten Schlucht, verständigen sie sich mehr und mehr darauf, mehr und mehr nur noch für jene erreichbar zu sein, mehr und mehr nur noch das Wort von jenen hören zu wollen, die „Bevölkerung“ bloß verkrampft auszusprechen vermögen, denn das Wort, daß sie stolz und frei hersagen könnten, wäre es nicht – noch – derart beschmutzt, ist „Volksgemeinschaft“ …

Bis ihre Sehnsucht, der „Volksgemeinschaft“ die Ehre wieder gegeben zu haben, es offen sagen zu können, erfüllt ist, denken sie still „Volksgemeinschaft“, wenn sie „Bevölkerung“ sagen müssen, um unverfänglich zu erscheinen. Aber sie wissen, und das treibt sie an, mehr und mehr sehen das Heil im Hören auf die „Bevölkerung“, mehr und mehr propagieren das Hören auf die „Bevölkerung“, mehr und mehr tragen dazu bei, daß aus der „Bevölkerung“ wieder eine ihre „Volksgemeinschaft“ …

Und die von der „Volksgemeinschaft“ Durchdrungenen schaffen es mehr und mehr, ihre Gesinnung von Menschen verbreiten zu lassen, die unverdächtig erscheinen, deren Namen einen guten Klang haben, die zu den sogenannten Meinungsmachern und Meinungsmacherinnen in diesem Land zu zählen sind, auf die, weil sie eben nicht einschlägig amtsbekannt sind und eben nicht einschlägig je auffällig geworden sind, eben darum ist zu befürchten, daß auf diese gehört wird, trotz der Tatsache, daß das, was sie vertreten, nicht zu vertreten ist.

Wie anfällig die sogenannte geistige Elite in diesem Land ist, für das Dumpfe, für das Billigste, für das Einfachste, für Nicht-Lösungen. Das zeigt wieder einmal – auch dieser „Brief der 800“ …

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming - Fortsetzungskomödie Teil 4

Fortsetzung folgt.

Ein Brief, in dem die „Bevölkerung“ als Zeugin geführt wird, für die ihre Parole „Rückkehr“ … Rückkehr, ach, Rückkehr, wohin? Zum Denken? Aber zu was für einem Denken? Jedenfalls zu keinem, das Gleichberechtigung in ihrer Gesamtheit zu fassen vermag … Rückkehr zum Heil im Hören auf die „Bevölkerung“, aber das aus der „Bevölkerung“ von ihnen Gehörte ist das der „Bevölkerung“ Vorgesagte, das also, was die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen hören, wenn sie sich selbst bei ihren Reden, bei dem keine „Bevölkerung aber anwesend ist, belauschen, und das von ihnen selbst und ihnen Vorgesagte als Gehörtes in einen Brief schreiben …

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 3 der Komödie in Fortsetzung

Nun, Jahrzehnte später, will die Debatte um die Binnen-I-Schreibung die Erinnerung an ein aufgegebenes Werk abrufen, aber eine, die nicht ohne Geständnis auskommt, oder, eine Erinnerung, die nicht ohne Erkenntnis bleiben will, es also eingestanden oder erkannt werden muß, vor Jahrzehnten – auch das – nicht an einem Werk gescheitert zu sein, sondern es tatsächlich geschrieben zu haben, ohne selbst davon Kenntnis zu erlangen, bis zum heutigen Tag, an dem eingestanden werden kann oder erkannt werden muß, es tatsächlich fertiggeschrieben zu haben … Denn —

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming -Teil 3

Fortsetzung folgt.

das Regelwerk selbst war bereits das gesamte Werk, das keine Hinzufügung wollte, weder einen Roman noch eine Komödie. Das Werk als Sprachregelwerk ist das abgeschlossene und vollendete Werk.

Das Sprachregelwerk gegen die anerkannte Grammatik und gegen die angeordnete Rechtschreibung ist das fertiggestellte Werk. Die Handlung, die Geschichte dazu, wäre das Werk vor Jahrzehnten zur Veröffentlichung übergeben worden, hätten damals die anderen geschrieben, sie hätten die Komödie gegeben, wie sie heute die Komödie geben, auch ohne Sprachregelwerk …

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Teil 2 der Komödie in Fortsetzung

Von der Gegenwart aus, im Rückblick, gewinnt die Überzeugung, es war eine Komödie geplant. Eine Komödie, für die aber keine Geschichte erfunden wurde. Auch keine Handlung. All das interessierte nicht. Eine Handlung wurde, eine Geschichte wurde nicht einmal ansatzweise entworfen. Die Sprache war es, die interessierte, die Sprache der Ungleichheit. Ihre Herrschaft zu brechen, das Regime des Verschweigens abzusetzen, der Sprache eine Verfassung zu schreiben, die garantiert, daß Frau und Mann in ihr ein gleichberechtigtes Leben führen können, die Teilung der Wirklichkeit in zwei Wirklichkeiten aufzuheben …

Irgendwann wurden die Notizen entsorgt – zu großes Wort. Bei einem Wohnungswechsel wurde einfach vergessen, diese ebenfalls mitzunehmen. Oder die Notizen wurden beim Ausmalen einer Wohnung zum Abdecken des Bodens verwendet. Und dann, vollgespritzt mit Farbe, weggeworfen, wie eben Abdeckplanen nach getaner Malarbeit … Notizen ist dafür nicht das passende Wort. Es war ein vollständig ausgearbeitetes Regelwerk. Auch auf große Plakate übertragen, vollständig ausgezeichnet, gleich einem Plan für eine Stadt, die in ihrer Gesamtheit umzubauen ist …

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming - Eine Komödie Teil 2

Fortsetzung folgt.

Es kann auch so gewesen sein, daß diese großen Plakate mit dem Regelwerk in einer der Wohnungen als Tapeten Verwendung fanden, und diese dann, unansehnlich geworden, vergilbt auch durch Zigarrenrauch, eine Entscheidung verlangten, neu zu tapezieren, oder – die Wohnung wurde gewechselt, und die Nachmieterin riß, darf angenommen werden, verständlicherweise das Regelwerk von den Wänden, um die Wohnung menschgemäß nach ihrem Geschmack …

Heinz Mayer bestätigt die Notwendigkeit der Binnen-I-Schreibung – Eine Komödie in Fortsetzung

Vor Jahren, genauer, vor über – so genau Erinnerung halt je sein kann – zwei Jahrzehnten wurde ein Roman geplant, für den zuerst ein umfassendes Sprachregelwerk zu erstellen war, als unbedingte Voraussetzung dafür, mit dem Schreiben des Romans überhaupt, mehr noch, ohne dieses gegen die anerkannte Grammatik und gegen die angeordnete Rechtschreibung erstellte Sprachregelwerk hätte absolut nicht mit dem Schreiben des Romans je begonnen werden können, wie es offen gesagt heißt, nicht einmal der erste Satz, von dem nach wie vor behauptet wird, aus dem Anfangssatz gebiert ein Roman sich von selbst, nicht einmal der erste Satz hätte ohne das eigens dafür geschaffene Sprachregelwerk geschrieben werden können, das Vorhaben, einen Roman zu schreiben, hätte ohne das Sprachregelwerk also sofort aufgegeben werden müssen …

Heinz Mayer bestätigt Gender Mainstreaming - Fortsetzungskomödie Teil 1

Fortsetzung folgt.

Der Plan aber, den Roman zu schreiben, wurde dennoch fallengelassen.

Nun, Jahrzehnte später, inmitten der Debatte um die Binnen-I-Schreibung, will dieses aufgegebene Werk, daß seiner erinnert wird.

War das aufgegebene Werk überhaupt als Roman geplant? Es bestehen Zweifel. Es könnte auch als Komödie geplant gewesen sein.

War es ein Roman? Ist es eine Komödie?

Wieder eine unnötige parlamentarische Anfrage der blauplumpen Gemein-Schaft

Abgeordnete der freiheitlichen Gemein-Schaft mißbrauchen wieder einmal das österreichische Parlament für eine Anfrage, für deren Behandlung das Parlament der falsche Ort und auch die Adressatin der Anfrage die falsche ist.

Und eigentlich müßte zu diesem neuerlichen steuergeldverschwendenden Mißbrauch des Parlaments durch die blauplumpe Gemein-Schaft nichts geschrieben werden.

Aber dieser Mißbrauch des Parlaments durch die Freiheitlichen zeigt einmal mehr deutlich auf, wie vollkommen egal der plumpen Gemein-Schaft Daten und Fakten sind.

Wieder unnötigefreiheitliche parlamentarische Anfrage zu Donauinselfest 2014 -

Parlamentarische Anfrage der blauplumpen Gemein-Schaft vom 8. Juli 2014.

Freiheitliche haben zwar ihre Anfrage ohne Nennung der Quelle abgeschrieben, sie haben zwar für ihre Anfrage auch das Bild verwendet, ohne Einholung der Erlaubnis, das Foto überhaupt verwenden zu dürfen, aber sie haben nicht darauf hingewiesen, daß das betreffende Getränkeplakat sofort bei Bekanntwerden am 29. Juni 2014 entfernt wurde.

Abgeschrieben unter unerlaubter Verwendung des Bildes haben die freiheitlichen Abgeordneten von: Donauinselfest 2014 … Wie ebenfalls nachgelesen werden kann unter „Die Woche nach dem Fest – Eine Grauslichkeit“, haben FSG und SPÖ sofort reagiert, das Getränkeplakat nicht nur sofort am 29. Juni 2014 entfernt, sondern dieses Getränkeplakat schärfstens verurteilt.

Aber die plumpe Gemein-Schaft braucht ganze zehn Tage, um eine Anfrage in das Parlament zu schleppen, über eine Sache also, die längst schon vorbildhaft weil sofort und ohne Ausreden erledigt war.

Aber die plumpe Gemein-Schaft schafft es in zehn Tagen nicht, diese ihre längst überholte Anfrage an die richtige Empfängerin zu adressieren. Die richtige Empfängerin für die gestellten Fragen ist nämlich die freiheitliche Gemein-Schaft selbst. Allerdings müssen hierfür die Fragen entsprechend geändert werden. Die siebte Frage über das „Versagen der Frauenpolitik“ beispielsweise müßte in bezug auf die freiheitliche Gemein-Schaft geändert werden auf: Wann haben Sie von der plumpen Gemein-Schaft vor, mit einer Frauenpolitik zu beginnen? Wie es darum tatsächlich bestellt gibt, darüber kann „Haxengespreizte FPÖ-Aussendung“ auch einen ersten Überblick vermitteln …

NS Es ist noch nicht lange her, als über einen anderen Mißbrauch durch die plumpe Gemein-Schaft berichtet werden mußte:

Freiheitliche Abgeordnete mißbrauchen das Parlament und vergeuden ihre steuergeldfinanzierte parlamentarische Arbeitszeit für Groschengschicht’n

NSS Weshalb „plumpe Gemein-Schaft“ für „freiheitliche Gemein-Schaft synonym zu verwenden ist, darüber wurde geschrieben in: Das plumpe oder freiheitliche Spiel mit …

Ergänzend hierzu kann noch gesagt werden, „freiheitlich“ für diese Gemein-Schaft weiter zu verwenden, ist eine Herabwürdigung von „freiheitlich“, von einem Wort also, das eigentlich einen guten Klang hat. Ein unverwechselbares und eindeutiges Synonym wird noch gesucht. Starke Tendenz zum Ersatzwort blauplumpe

Ein Denkmal im Schloß Belvedere für die ermordeten Tiere des Top-Killers Franz Ferdinand Habsburg

Wie in der Collage

Christoph Schönborn über die Liebesheirat des Top-Killers Franz-Ferdinand Habsburg mit seinen über 270.000 Kugelejakulationen

gelesen werden kann, hat Günter Traxler sich bereits kurz, also mehr als angemessen mit dem schönbornschen Schreibgang vom Bibelacker zur Liebesheirat beschäftigt – hinzuzufügen ist vielleicht noch die Frage, ob bald mit einem Roman von Christoph Schönborn gerechnet werden darf, der ihn weihen wird zur Rosamunde Pilcher der Kardinäle …

Mehr als 270 Tausend Kugelergüße des Top-Killers Franz Ferdinand Habsburg

Christoph Schönborn über die Liebesheirat des Top-Killers Franz-Ferdinand Habsburg mit seinen über 270.000 Kugelejakulationen

Und auch noch, wer die schönbornsche Ergebenheit und Dankbarkeit gegenüber dem Haus Habsburg kennt, wird darüber nicht überrascht sein, zu lesen, mit wie viel Wärme er über Franz Ferdinand Habsburg zu schreiben versteht …

Aber das soll heute nicht Inhalt sein. Sondern das hunderttausendfache „sinnlose Blutvergießen“ des Franz Ferdinand Habsburg.

Gerede und Geschreibe von Christoph Schönborn

Von Christoph Schönborn: Requiem für Franz Ferdinand Habsburg, Top-Killer; Schweigen für Tiere

Gänzlich kann dabei Christoph Schönborn nicht ignoriert werden. Denn sein Gerede und sein Geschreibe zum Krieg von 1914 bis 1918, über das „sinnlose Blutvergießen“, über die – geradewegs, als wäre es ein namenlosen Verbrechen gewesen – „Urkatastrophe“, sein Requiem für Franz Ferdinand Habsburg, seine Einladung an die anderen leitenden Angestellten seines Organisierten Glaubens, an den „Kriegerdenkmälern, die es in allen Städten und Dörfern gibt, der Opfer des 1. Weltkriegs zu gedenken“, haben in Verbindung mit dem Artikel über die „Flachland-Wilderer in der Lobau“ die Idee geboren, es ist Zeit, ein Denkmal für die Opfer des „Top-Killers, wie ihn Peter A. Krobath in seinem Ausstellungsbericht tituliert, zu errichten, im Schloß Belvedere, also dort, wo Franz Ferdinand Habsburg irgendwo sein Büro hatte.

Es ist schon zu hören, ja, von heute aus gesehen, aber damals … Nein, auch damals wurde gewußt, was Jagd heißt. Franz Ferdinand Habsburg wußte also, was er tat. Er litt nicht Hunger, er mußte nicht in Notzeiten in die Lobau zum Wildern. Er tötete aus Vergnügen, aus Obsession, aus Sadismus, aus Herzenskälte, zur Lobpreisung Gottes, im Auftrage der Vorsehung, die Jagd sein Fetisch – aus einer giftigen Mischung aus alledem … einerlei, was ihn dazu trieb, die psychologischen Gründe für sein Blutvergießen interessieren nicht. Tatsache ist, daß er mit seinen über 270 Tausend ermordeten Tieren ein Massenmörder war. Er war ein Jäger, und deshalb kann er als Jäger in den Worten von Wilhelm Dietler, einem deutschen Philosphieprofessor und Autor aus dem 19. Jahrhundert, erschöpfend beschrieben werden:

„Es gibt nämlich viele Jagdliebhaber, die wirklich zum Morden und Bösen abgehärtet sind – abscheuliche Ungeheuer, lechzend nach Blut, gewohnt an Jammergewinsel, denen es nie gefällt, als unter lärmenden, berauschenden Lustbarkeiten. Andere haben durch das Rohe ihrer Erziehung und Lebensart Geschmack an der Jagd bekommen, und zwar nicht nur Jäger von Profession, sondern manche Landjunker und andere dergleichen, welche – ohne eine vernünftige, menschliche Beschäftigung gelernt zu haben, ohne Nachdenken – ihre Zeit nicht anders zu töten wissen, als durch Jagd.“

Franz Ferdinand Habsburg war ein Jagdliebhaber. Jäger sind nach Blut lechzende Ungeheuer. Franz Ferdinand Habsburg war ein nach Blut lechzendes Ungeheuer.

Es könnten noch viele Zitate angeführt werden, um zu zeigen, wie sehr die Jagd, das Morden von Tieren durch die Jahrhunderte scharf verurteilt wurde, und wenn Franz Ferdinand Habsburg kein gänzlich Bildungsferner gewesen war, wird ihm das bekannt gewesen sein, und wer dann mit diesem Wissen noch weiter auf die Jagd geht, weiter Tiere mordet, noch dazu in dieser wahnsinnig zu nennenden Dimension, wie es Franz Ferdinand Habsburg tat, ist – vor so viel Irrsinn kapituliert der Formulierungswille …

Einige Zitate aber doch, um zu zeigen, daß es keine Diskussion der Gegenwart über die Verwerflichkeit der Jagd ist, sondern eine, die es gibt seit …

„Die Jagdwütigen, denen nichts über die Tierhetze geht und die ein unglaubliches Vergnügen zu empfinden meinen, sooft sie den widerwärtigen Schall der Jagdhörner und das Gebell der Meute hören. Fast möchte ich annehmen, dass sie den Hundekot wie Zimtgeruch empfinden! … Wenn sie dann ein Stückchen von dem Fleisch des Wildes kosten, kommen sie sich vollends fast geadelt vor. Während diese Menschen bei ständiger Jagd und Fresserei im Grunde nur ihre eigene Entartung erreichen, meinen sie doch ein königliches Leben zu führen.“
Erasmus v. Rotterdam, niederl. Humanist, Schriftsteller (1465-1536)

„Die Jagd ist nicht die eines denkenden Wesens würdige Beschäftigung. Es steht zu befürchten, dass die Menschen, die sie ausüben, ebenso unmenschlich gegen Menschen werden, wie sie es gegen Tiere sind, oder dass die grausame Sitte, mit Gleichgültigkeit Schmerzen zu verursachen, ihr Mitgefühl für das Unglück ihrer Nebenmenschen abstumpft.“
Friedrich der Große, König von Preußen (1740-86)

„Wenn der Mensch den Tiger umbringen will, nennt man das Sport. Wenn der Tiger den Menschen umbringen will, nennt man das Bestialität.“
Georg Bernhard Shaw, irischer Dramatiker (1856-1950)

„Was immer ein Mensch den Tieren antut, wird ihm mit gleicher Münze zurückgezahlt.“
Pythagoras, griechischer Philosoph und Mathematiker (6. Jh. v. Chr.)

Nun, das müßte einmal an Zitaten genügen …

Denkmal für die ermordeten Tiere des Franz Ferdinand Habsburg - Eine Vorlage

Eine Anregung für ein Denkmal im Schloß Belvedere für die von Franz Ferdinand Habsburg ermordeten Tiere

Wie könnte ein derartiges Denkmal aussehen?

Eine Möglichkeit wäre ein lebensgroßer Franz Ferdinand Habsburg mit einem von ihm erschossenen lebensgroßen Elefanten, aber Franz Ferdinand Habsburg mit aufgesetzter Kaiserkrone und sonst gänzlich nackt, der unentwegt Kugeln ejakuliert … Fehlen darf dem Denkmal nicht eine permanente multimediale Ausstellung, die auf das Elend der Tiere nicht nur durch die Jagd eindringlich aufmerksam macht, ausführlich informiert … Eines der Video etwa, vielleicht mit dem Titel „Franz Ferdinand Habsburg – Schutzpatron der Ungeheuer“, könnte seine hunderttausendfachen Morde dokumentieren …

Können Sie sich, Frau Ministerin, Heinisch-Hosek als Frauenministerin und als Bildungsministerin vorstellen?

Ehe begonnen wird, über ein Interview vom 5. Juli 2014 in der Tageszeitung „Kronen Zeitung“ zu schreiben, zuerst unbedingt für die Zukunft notieren: An verregneten Sommertagen nach Rückkehr aus dem Urlaub in dieses Land nicht in dessen alten Zeitungsaugaben stöbern.

Ein Vorsatz, der in diesem Sommer leider nicht mehr …

Das Interview, auch dieses wurde nachgelesen und kann nicht unbeschrieben bleiben.

Die Frage der Überschrift stellte Edda Graf der Bildungs- und Frauenministerin nicht. Dafür fragte Gabriele Heinisch-Hosek ihre Interviewerin:

„Sie wollen Schiller umtexten?“

Friedrich Schiller würde heute selbst umtexten oder es gar nicht geschrieben haben

Ehemalige FPÖ-Pressesprecherin Edda Graf interviewt Gabriele Heinisch-Hosek. Als wär’s ein Dramolett von Antonio Fian, aber diesmal frei erfunden.

Es ging dabei, wie kann es anders sein, um Hymnen. Auch um die Europahymne. Ein wohl ebenfalls mehr als unglücklich gewählter Text für eine Europahymne. Aber für Gabriele Heinisch-Hosek … Von einem anderen Blick aus, auf Europa gerichtet, möglicherweise die richtige Text-Wahl, wenn dafür herangezogen wird, was Friedrich Schiller selbst, zitiert nach Dieter Hildebrandt, über seinen Text schrieb:

„Schiller selbst hat sein Werk später hart kritisiert: ‚Die Freude ist nach meinem jetzigen Gefühl durchaus fehlerhaft und ob sie sich gleich durch ein gewisses Feuer der Empfindung empfiehlt, so ist sie doch ein schlechtes Gedicht.‘ Und er fügte hinzu: ‚Weil sie aber einem fehlerhaften Geschmack der Zeit entgegenkam, so hat sie die Ehre erhalten, gewissermaßen ein Volksgedicht zu werden.‘ Und Beethoven wiederum meinte über seine Sinfonie: ‚Er sehe ein, mit dem letzten Satz dieser Symphonie einen Mißgriff begangen zu haben; er wolle denselben daher verwerfen und dafür einen Instrumentalsatz ohne Singstimmen schreiben, wozu er auch schon eine Idee im Kopf habe.'“

Ein „schlechtes Gedicht“, „fehlerhaft“, „fehlerhaftem Geschmack der Zeit, so Schiller selbst, und Beethoven: „Mißgriff begangen, daher verwerfen“ …. Und ein „Gelegenheitsgedicht“ schreibt Dieter Hildebrandt:

„Schillers Lied ‚An die Freude‘ ist ein Jugendwerk, ein Wurf eines Sechsundzwanzigjährigen; keineswegs die ‚Hymne‘ oder ‚Ode‘, als die sie heute immer wieder bezeichnet wird, sondern ein Gelegenheitsgedicht.“

Edda Graf hätte darauf Gabriele Heinisch-Hosek fragen können, ob sie sich nicht eine Umbesetzung vorstellen könnte, also Getrude Brinek als Frauenministerin? Denn Volksanwältin Gertrude Brinek kann sich mittlerweile immerhin vorstellen, einen Wettbewerb für einen neuen Text einer österreichischen Nationalhymne zu veranstalten, wenngleich auch Gertrude Brinek nach wie vor die übrigen offiziellen acht unsäglichen Hymnen in Österreich unangetastet ….

Daß die gesetzliche Änderung der österreichischen Nationalhymne, auf die Gabriele Heinisch-Hosek weiter setzt, die denkbar schlechteste Lösung war, darüber wurde schon vor Jahren geschrieben: „Wie aus an Schas a Kas wird – Österreichische Bundeshymne, das Rezept“

Es wäre gut und richtig, wenn Gertrude Brinek ihren Vorschlag des Wettbewerbs noch ausweitete, nämlich auf alle neun offiziellen Hymnen in diesem Land, wenn schon ein Trachtenjodler – „Andreas Gabalier favorisiert das Neutexten von neun offiziellen österreichischen Hymnen“

Weshalb es gut und richtig wäre, alle neun Hymnen neu zu texten, das muß nicht noch einmal ausgeführt werden; ein Hinweis reicht auf „Neun offizielle Hymnen aus Österreich – ein Destillat“ …

PS Das auf dem Donauinselfest 2014 angebotene Getränk wird in diesem leider nicht von Antonio Fian erfundenen Dialog auch angesprochen. Das will aber tatsächlich nicht mehr kommentiert werden – genug darüber schon …

Die Wahrheit von „Erstaunlich.at“ so stichhaltig als die von „Unzensuriert.at“

Es geht heute nicht noch einmal um dieses Getränkeplakat auf dem Donauinselfest 2014, das, wie bereits ausführlich in Die Woche nach dem Fest berichtet wurde, vorbildhaft und sofort entfernt wurde, sondern darum, aufzuzeigen, was von „Erstaunlich.at“ als Informationsquelle zu halten ist – manches, aber bestimmt nichts, das mit Wörtern wie Zuverlässigkeit, Seriosität, Redlichkeit in Verbindung gebracht werden könnte.

Und dafür eignet sich der Bericht von „Erstaunlich.at“ über das Getränkeplakat vorzüglich. Denn „Erstaunlich.at“ meinte am 30. Juni 2014 noch – also nach der vorbildhaften sofortigen Entfernung des Getränkeplakates –, etwas schreiben, dieses Getränkeplakat der gesamten SPÖ zum Vorwurf machen zu müssen …

Gesinnungsstichige Information von Erstaunlich-atDas war aber „Erstaunlich.at“ nur durch Ausblendung der tatsächlichen Vorgänge, durch Umgehung der Wahrheit möglich. Denn entgegen der Behauptung, wie in der Collage gezeigt wird,  von „Erstaunlich.at“ hat auch „www.werbewatchgroup-wien.at“ sofort reagiert und ebenfalls am 30. Juni 2014 dieses Getränkeplakat scharf verurteilt. Entgegen der Behauptung von „Erstaunlich.at“, wie ebenfalls in „Die Woche nach dem Fest“ nachgelesen werden kann, bedurfte es nicht „zahlreiche[r] Beschwerden“, es reichte ein Hinweis bereits aus für das Entfernen des Getränkeplakates …

Soher könnte gesagt werden, Informationen von „Erstaunlich.at“ sind so stichig wie Äpfel, die von Würmern befallen sind; in Ableitung davon kann von gesinnungsstichigen Informationen, die „Erstaunlich.at“ ausliefert, gesprochen werden. „Erstaunlich.at“ verlangt, wie in der Blattlinie“ von diesem Medium zu lesen ist, von „Gastautoren für eine Veröffentlichung stichhaltige Unterlagen“ … Ob solche stichhaltigen Unterlagen verlangt werden,  auf denen „redaktionelle Berichte“ von „Erstaunlich.at“ selbst … Denn nach der Kennzeichnung handelt es sich bei dieser gesinnungsstichigen Information „Das Frauenbild der SPÖ?“ um eine redaktionellen Bericht von „Erstaunlich.at“.

„Erstaunlich.at“ springt der plumpen Gemein-Schaft allenthalben bei, wie hier schon in anderem Zusammenhang zu schreiben war, und auch beim Getränkeplakat verhält es sich erneut nicht anders, wie die FPÖ-Presseaussendung vom 30. Juni 2014 belegt – auch über diese kann in „Die Woche nach dem Fest“ ….

Krieg – Eine globale Kollaboration

Gerade die Tage der mannigfachen Erinnerungen an den Beginn des von Monarchien herrschaftlich befohlenen und ausgelösten Krieges von 1914 bis 1918, die vielfach als Mahnungen an das Heute formuliert sind, sind dem Zeitpunkt wieder günstig, über eine weitere Absurdität zu sprechen, über einen Trugschluß, über die falsche Sicherheit, es sei ein Krieg unvorstellbar, gerade in Europa, je dichter etwa die wirtschaftlichen Verflechtungen sind. In diese falsche Sicherheit flüchteten nicht wenige auch vor dem Krieg von 1914 bis 1918, wie es beispielsweise aktuell Christopher Clark in seiner Festrede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele kurz ansprach, als er sagte:

„Viele Zeitgenossen wogen sich in Sicherheit: der große Krieg, also ein Krieg zwischen den Großmächten sei unmöglich geworden. Dafür wäre die moderne Welt zu eng durch Handelsbeziehungen und finanzielle Abhängigkeitsverhältnisse transnational vernetzt.“
Was für ein Trugschluß das bereits damals war, vor einhundert Jahren.
Was für ein Trugschluß, was für eine falsche Sicherheit das erst recht heute ist, in einer Zeit, in der das wirtschaftliche und finanzielle, ja sogar das politische Netz transnational noch dichter geflochten ist.
Krieg - Globale KollaborationDie Absurdität des Krieges besteht darin, daß der Krieg als das Trennende zwischen Menschen, die verschiedenen Nationen angehören, erscheint und wahrgenommen wird, und dabei bestätigt der Krieg doch die globale Kollaboration der Menschen … Während auf den Schlachtfeldern jedwedes Krieges die Menschen sich gegenseitig abschlachten, arbeiten alle Menschen auf dieser Erde zusammen und gemeinsam in weltweiten Kooperationen, um all das herzustellen, was der eine Soldat benötigt, um zu morden, was die eine Soldatin benötigt, um ermordet zu werden, was alle Menschen weltweit, die nicht an den Fronten mit dem Morden und dem Ermordet-werden beschäftigt sind, also nicht benötigen, aber gemeinsam schaffen, um als sogenannte Zivilpersonen in jedwedem Krieg ebenfalls geschlachtet zu werden.
Knapper, anschaulicher und eindringlicher wurde über den Krieg als globale Kollaboration bei keinem anderen als Blaise Cendrars noch gelesen. Über die Ausrüstung eines Soldaten. Er schrieb es in seiner Erzählung „Ich tötete“. In einer Erzählung über das Morden im Krieg von 1914 bis 1918.
„Ich bitte um die Ehre, ein Klappmesser zu bekommen. Man verteilt zehn Stück und ein paar grosse Melinitbomben. Darin also gipfelt diese immense Kriegsmaschine. Frauen verrecken in Fabriken. Eine Horde von Arbeitern rackert in den Minen. Wissenschaftler, Erfinder zermartern sich das Hirn. Das ganze wunderbare Wirken der Menschen leistet Tribut. Die Fülle eines ganzen Jahrhunderts Arbeit. Die Erfahrung mehrerer Zivilisationen. Auf der ganzen Welt müht man sich nur für mich. Die Mineralien kommen aus Chile, die Konserven aus Australien, das Leder aus Afrika. Amerika schickt uns Werkzeugmaschinen. China Arbeitskräfte. Das Pferd der Feldküche wurde in den Pampas Argentiniens geboren. Ich rauche einen arabischen Tabak. Im Beutel trage ich Schokolade aus Batavia. Männerhände und Frauenhände haben all das fabriziert, was ich auf mir trage. Die Kollaboration aller Rassen, aller Regionen, aller Religionen. Die ältesten Traditionen und die modernsten Verfahren. Alles aufgewühlt: die Eingeweide des Globus und alle Sitten und Bräuche; man hat jungfräuliche Landstriche geplündert und friedliebenden Geschöpfen ein schändliches Handwerk beigebracht. Ganze Länder wurden in einem Tag umgepflügt. Das Wasser, die Luft, das Feuer, Elektrizität und Röntgenstrahlen, die Akustik, Ballistik, Mathematik, Metallurige und Mode, die Kunst, der Aberglaube, die Lampe, die Reisen, der Tisch, die Familie, die Universalgeschichte, all das ist in jene Uniform, die ich trage, eingewoben. Frachter überwinden die Ozeane. Unterseeboote tauchen. Züge rollen. Lastwagenkolonnen donnern. Fabriken explodieren. Die Menschenmenge der Metropolen stürzt in die Kinos und reisst sich um Zeitungen. In der Tiefe der Felder säen und ernten die Bauern. Seelen beten. Chirurgen operieren. Financiers raffen. Patentanten schreiben Briefe. Tausend Millionen Individuen haben mir ihr ganzes Geschäft eines Tages gewidmet, ihre Kraft, ihr Talent, ihr Wissen, ihre Intelligenz, ihre Gewohnheiten, ihre Gefühle, ihr Herz.“

„JUDr. Franz Kafka“ – Das freiheitliche oder plumpe Spiel mit dem Antisemitismus

Plumpes Spiel mit dem Antisemitismus - Zur Zeit 31-32 - 1-14-August-2014Der Artikel über Franz Kafka in der aktuellen Ausgabe der freiheitlichen ZZ wurde lediglich überflogen – es gibt profundere Quellen, um sich zu informieren, auch über Franz Kafka.

Eines kann dieser Artikel nicht verleugnen, daß er einzig geschrieben scheint für die Schlagzeile: „JUD…“

Freilich werden sich die ZZler damit herausreden, es handle sich dabei um die Abkürzung für „Juris Utriusque Doctor“ – vorsorglich haben sie das auch in den Artikel hineingeschrieben. Mag es vielleicht irgendwann eine gängige Abkürzung „JUDr.“ gegeben haben – die Recherche lohnt nicht –, aber heute ist es eine, mit der etwa der Duden nicht einverstanden ist.

Daß es ein plumpes Spiel mit dem Antisemitismus ist, muß den ZZlern wohl bewußt sein; denn wohlweislich verzichten sie darauf, bekanntzugeben, wer diesen Artikel verfaßte.

Es wird hier gar nicht der Vorwurf erhoben, die freiheitlichen ZZler seien antisemitisch, zu plump ist es, was sie mit dem Artikel zu Franz Kafka … Vielmehr will festgehalten werden, es sollte „freiheitlich“ und „plump“ synonym verwendet werden, wenn also von der freiheitlichen Gemein-Schaft gesprochen wird, kann für diese auch plumpe Gemein-Schaft eingesetzt werden, und dennoch sofort klar ist, es wird von der freiheitlichen Gemein-Schaft gesprochen, wie auch sofort verstanden wird, wenn von der freiheitlichen Gemein-Schaft gesprochen wird, von der plumpen Gemein-Schaft die Rede ist.

Es kann der plumpen Gemeinschaft nicht einmal der Vorwurf gemacht werden, sie sei antisemitisch, wenn sie nicht einmal weiß, was Antisemitismus ist – jedenfalls, wenn etwa in der plumpen ZZ gelesen wird, deren Einschätzung und Wertung, daß das Werk von Richard Wagner „antisemitismusfrei“

NS Es gab einmal eine Abkürzung für „Juris Utriusque Doctor“, aber die lautete „J.U.D.“ … Nun, vielleicht ist bei der plumpen Gemein-Schaft alles auf diese ihre exorbitante Leseschwäche zurückzuführen, über die gestern

NNS Sie werden sich auch darauf ausreden können, Franz Kafka habe selbst diese Abkürzung verwendet … Nun, nicht alles, was große Dichter schreiben, wird für immer nachgeschrieben. Wird etwa daran gedacht, wie Goethe selbst seinen Namen schrieb, einmal so, dann wieder so, und doch gibt es seit langem die gängige Verständigung darauf, „Goethe“ zu schreiben, also zu ignorieren, wie Goethe selbst seinen Namen schrieb …

NNNS Oder sie werden sich als ein tschechisches Magazin bezeichnen, weil es in Tschechien noch „JUDr.“ gebräuchlich ist. Aber das wäre wohl mehr als ungewöhnlich, schaffen es doch bis heute nicht alle in der plumpen Gemein-Schaft den korrekten Staatsnamen für die Tschechische Republik zu verwenden, sondern sie greifen zu Tschechei, zu einer Bezeichnung also aus einer Zeit …