Bundesheerlicher Zugriff auf Vorratsdaten – Sechs Landesregierungen äußern in ihren Stellungnahmen keine Einwendungen

Es wurde bereits geschrieben, wie überreichlich seltsam es anmutet, daß zu einem Ministerialentwurf, der „so“ nicht kommen soll, dennoch Stellungnahmen abgegeben werden, also nicht darauf gewartet wird, bis ein veränderter Entwurf zur Begutachtung vorliegt -, dann aber mit einer üblichen und angemessenen und also nicht brutal verkürzten Begutachtungsfrist ….

Bundesheerlicher Vorratsdatenzugriff - Keine Einwendungen von sechs Landesregierungen

Von sieben Landesregierungen haben sechs keine Einwendungen gegen bundesheerlichen Zugriff auf Vorratsdaten und nur eine äußert Bedenken gegen ausgeweitete Eintrittsrechte des Verteidigungsministers …

Inzwischen sind weitere Stellungnahmen, wie gelesen werden kann, eingelangt, vor allem von Landesregierungen. Zu diesen sieben Stellugnahmen ist festzuhalten, daß sechs Landesregierungen bezüglich des bundesheerlichen Begehrens auf Zugriff der Daten von Bürgern und Bürgerinnen keinen Einwendungen erheben, ja, nicht einmal Bedenken dagegen formulieren. Lediglich eine von sieben Landesregierungen hält schriftlich ihre Bedenken dagegen fest. Und eine der sechs Landesregierungen, die dagegen keine Einwendungen erhebt, hat das sogar noch in einer Sitzung am 19. Februar 2013 beschlossen, keine Einwendungen zu erheben … Und nur eine der sieben Landesregierungen, die zwar keine Bedenken gegen die bundesheerliche Gier auf die Daten der Bürgerinnen und Bürger äußert, lehnt die ausgeweiteten Eintrittrechte des Verteidigungsministers ab …

Es stellt sich die Frage der Sinnhaftigkeit, Stellungnahmen zu einem Ministerialentwurf abzugeben, der in dieser Fassung „so“ nicht kommen soll. Ist es lediglich eine Vergeudung von Ressourcen, Stellungnahmen zu einem Entwurf zu schreiben, von dem eigentlich gewußt werden müßte, daß dieser „so“ nicht kommen soll? Wieso liegt bis dato noch kein geänderter Entwurf vom Verteidigungsministerium vor, ist auf der Website des Parlaments keiner zur Begutachtung veröffentlicht? Wird es doch keinen anderen Entwurf mehr geben? Soll doch noch versucht werden, diesen unveränderten Ministerialentwurf, also auch mit dem bundesheerlichen Zugriff auf die Vorratsdaten, durchzubringen, und sind die dazu positiven Stellungnahmen von sechs Landesregierungen die dann letztlich doch ausschlaggebenden, um Bürger und Bürgerinnen durch das bundesheerliche Datenkreuz gesetzlich gedeckt ins Visier nehmen zu können?

Der Bürger und die Bürgerin doch nicht aus dem Datenkreuz des Bundesheeres?

Reichlich sonderbar mutet es an, daß bis zum gestrigen Tag, 18. Februar 2013, Stellungnahmen zum Ministerialentwurf auch zum bundesheerlichen Durchgriff auf die Vorratsdaten einlangten, der laut Aussage von Verteidigungsminister Norbert Darabos „so“ nicht Gesetz werden soll …

Wehrrecht - MinisterialentwurfWie ist das zu erklären?

Heute, am 19. Februar 2013, rennt die extrem kurz eingeräumte Begutachtungsfrist für diesen Entwurf ab, der nach wie vor unverändert und also in der kritisierten Fassung auf der Website des Parlaments veröffentlicht ist, also alles darauf hindeutet, daß dieser Entwurf nach wie vor in Vorbereitung zur Gesetzwerdung ist …

Ist es damit zu erklären, daß die Stellungnehmenden kein Vertrauen in die Aussage des Verteidigungsministers haben? Deshalb es als notwendig erachten, in ihren Stellungnahmen auf den Paragraphen 22 eingehen zu müssen? Oder ist es damit zu erklären, daß die Stellungnehmenden nicht darüber informiert sind, daß dieser Vorratsdatendurchgriffermächtigungsparagraph „so“ nicht kommen werde?

Es lohnt, die Stellungnahmen zu lesen, etwa die vom Rechnungshof, der sich auch mit der Verwaltungsgerichtsbarkeit auseinandersetzt -, immerhin sollen vor dem Bundesverwaltungsgericht „Beschwerden von Personen, die behaupten …“, verhandelt werden … Übrigens, der Paragraph über Beschwerden wegen Verletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen wurde gestrichen, in diesem Paragraph hieß es noch: „Die Datenschutzkommission entscheidet nach datenschutzrechtlichen Bestimmungen über Beschwerden wegen Verletzung von Rechten durch Datenverwendung …“. Nun heißt es, behauptete Verletzungen, wobei es diesen Paragraphen bislang auch schon und zusätzlich gab, nun ist dieser lediglich umgeschrieben auf das Bundesverwaltungsgericht …

Es lohnt, die Stelllungnahmen zu lesen, auch die von der Bundesheergewerkschaft … Sollen doch nach dieser Interpretation die zivilen Bediensteten des Verteidigungsministeriums ebenfalls Befehlen unterworfen werden. Nach den Erfahrungen gerade mit der „Volksbefragung“ könnte beinahe nachvollzogen werden, daß der Minister in seinem Ressort nur noch strikt zu befolgende Befehle ausgeben möchte, zivile Angestellte haben will, die ihre Befehle exekutieren, die Pflicht eilfertig erfüllen, die ihnen dereinst, wenn notwendig, in österreichischer Tradition zur Erklärung dienen kann, nichts außer der Pflicht getan zu tun haben …

Minister, Ministerinnen, die per Befehl regieren, ist das die Weiterentwicklung zur Direktdemokratie, wie sie in Österreich verstanden wird …

Barbara Rosenkranz und die Kunst, Gehabtes als Veränderung zu präsentieren und zu fordern

In der Ausgabe 6/2013 der freiheitlichen ZZ zieht, wie in der Collage gelesen werden kann, Barbara Rosenkranz her über, daß

stumpfsinnige und anstößige Dinge als Kunst ausgegeben und gefördert [werden].

In Niederösterreich.

Rosenkranz Graf WiesingerDas ist kein Grund zur Aufregung. Denn jedwede Kunst kann als „stumpfsinnig und anstößig“ von einer empfunden werden, während ein anderer jedwede Kunst anders … Nur, das reflexionsfreie und sinnverengte Empfinden kann und darf nicht das alleinige Kriterium für die Förderung sein …

Jedoch zu vergegenwärtigen ist, welche Kunst würden Freiheitliche – nicht nur in Niederösterreich – fördern und dafür nur ein Kriterium gelten lassen: nämlich das freiheitliche Empfinden im Bunde mit dem Verhaftetsein in einer bereits gehabten ideologischen Zeit, deren von Freiheitlichen ersehnten Wiederkehr keine Veränderung der gegenwärtigen Politik wäre, sondern eine Rückkehr, es auch keine „andere Poltik“ wäre, sondern noch einmal das bereits Gehabte, das also in keiner Weise je sich bewährte … Es wäre wohl beispielsweise die Kunst von einem Odin Wiesinger, dem treuen Reisekameraden des III. Präsidenten NR, dem Geschenkelieferanten für den zurzeitigen Obmann der Freiheitlichen … Wobei Odin Manfred Wiesinger, um das rosenkranzsche auf Hermann Nitsch angewendete Wort aufzugreifen, nur die „Spitze des Eisberges“ …

Wenn Sie mehr über die freiheitlichen und rosenkranzschen Forderungen nach Nicht-Veränderung und nach keiner anderen, sondern nach dem bereits Gehabten, deshalb aber längst nicht Bewährtem, erfahren respektive noch einmal sich vergegenwärtigen wollen, schlagen Sie beispielsweiseauch hier nach beispielsweise bei

Zur Zeit

Kunst 

Odin Wiesinger

Unzensuriert

Soslan Khan Aliatasi

Eckart  Landsmannschaft

Burschenschaften

Martin Graf

Bernhard Tomaschitz   Andreas Mölzer

Barbara Rosenkranz

Mädelschaft

Brigitte Kas-
hofer

Vom Verbergen von Kommentaren auf Seiten der Plattform des Unternehmens Facebook

Wer als Benützer oder Benützerin auf irgendeiner Seite eines anderen Benützers oder einer anderen Benützerin auf der Plattform des Unternehmens Facebook einen Kommentar schreibt, wird, wenn dieser sein oder ihr Kommentar nicht gelöscht, sondern lediglich verborgen wird, in der Meinung belassen, sein oder ihr Kommentar ist nach wie vor der Allgemeinheit zugänglich, ist also weiterhin für alle lesbar, während tatsächlich nur mehr der Ersteller oder die Erstellerin des Kommentars sowie seine und ihre Freunde diesen der Allgemeinheit längst schon entzogene Kommentar weiter zu sehen und zu lesen bekommt …

heinz fischer facebook Löschen von KommentarenDaran sollte ebenfalls gedacht werden, beim Verfassen von Kommentaren auf irgendeiner Seite des Unternehmens Facebook, daß es allenthalben dazu kommen kann, daß ein eigener Kommentar auf einer anderen Seite längst nicht mehr von der Allgemeinheit gelesen werden kann, ein eigener Kommentar die Allgemeinheit gar nicht mehr erreicht, während geglaubt wird, der eigene Kommentar ist nach wie vor der Allgemeinheit zugänglich, während der eigene Kommentar als verborgener Kommentar lediglich selbst und von Freunden noch gelesen werden kann, soher der Täuschung aufsitzt, eine Information für die Allgemeinheit ausgesandt zu haben, während diese Information in Wirklichkeit nur von einem oder eine selbst und dem kleinen Kreis der Freunde weiterhin erreicht, der oder die sich aber über diese bestimmte Information, die nun eine verborgene Information ist,  längst schon mit seinen oder ihren Freunden darüber ausgetauscht hat, wie angenommen werden kann, und es sohin seltsam anmutet, daß für die Erstellerin oder für den Ersteller eines Kommentars, der für die Allgemeinheit durch dessen Verborgenwordensein nicht existiert, daß ein derart verborgener Kommentar aber weiter für den Ersteller oder für die Erstellerin und dessen und deren Freunde als ein nicht-verborgener und soher für alle weiterhin als zugänglicher Kommentar suggeriert wird, der Schein die Wirklichkeit ersetzt …

Wie perfekt dieser Schein die Wirklichkeit ersetzt, wie umfassend die Täuschung ist, kann am besten an einem konkreten Beispiel gezeigt werden. Die entsprechenden gegenübergestellten Abildungen sehen Sie in der Collage. Durch einen Zufall mußte festgestellt werden, daß vom Ersteller eines Kommentars auf der Seite von Dr. Heinz Fischer des Unternehmens Facebook dieser Kommentar nicht mehr aufscheint, woraufhin, da der Ersteller mehrere Seiten auf der Plattform des Unternehmens Facebook betreibt, der gleiche Kommentar noch einmal aber diesmal als „Martin Graf – Umfrage: Rücktritt“ gepostet wurde. Wie die Collage zeigt, ist es dem Ersteller möglich, als Ersteller beide gesandte Kommentare zu sehen, sowohl den Kommentar, der im Namen des persönlichen Profils gesandt wurde, als auch den Kommentar, der als Administrator einer weiteren Seite gesandt wurde, und dadurch dem Irrtum vollends zu erliegen, beide Kommentare sind der Allgemeinheit nach wie vor zugänglich -, dem ist aber nicht so; denn steigt der Ersteller mit einer weiteren von ihm betriebenen Seite ein, in diesem Fall mit „Militär abschaffen“, scheinen beide Kommentare nicht auf, sind also nicht weiter allgemein zugänglich und nicht lesbar.

Das also sollte bedacht werden, wenn Kommentare geschrieben werden, mit der Intention, Informationen der Allgemeinheit zugänglich machen zu wollen, daß die Plattform des Unternehmens Facebook dafür nicht unbedingt eine Garantie ist, daß Informationen qua Kommentare breit gestreut werden,  sondern nur dafür, daß Kommentare im kleinsten Kreis verbleiben, dem aber diese Informationen ohnehin bereits bekannt sind, als wäre die Plattform des Unternehmens Facebook nicht ein weltweites Informationsnetzwerk, sondern lediglich ein Stammtisch in einer von ausschließlich Einheimischen besuchten Dorfschenke in Oberpullendorf …

Der Brief des Dr. Heinz Fischer: Antwort und Forderungen – Eine Gegenüberstellung

Heinz Fischer - Forderungen und Antwort - Eine Gegenüberstellung

Forderungen und Antwort von Dr. Heinz Fischer – Eine Gegenüberstellung.

Das Schreiben von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer an die Menschen in der Votivkirche, die für weit mehr eintreten als nur für eine für sie allein persönlich gute Lösung ihrer individuellen prekären Lebenssituation in Österreich, würde sich für polemische Überschriften anbieten, und es wurden auch solche überlegt, wie Dr. Heinz Fischer – Er tat nur seine Pflicht, oder auch Vom unnötigsten Brief der Republik

Aber der Inhalt des präsidialen Schreibens offenbart vor allem in der Gegenüberstellung, wie diese mit der Collage versucht wurde, mit den Forderungen eindrücklich die mißliche politische und gesellschaftliche Lage, in die Menschen, die nach Europa und somit auch nach Österreich flüchten, von Europa und somit auch von Österreich gedrängt werden, wodurch jedwede Polemik fehl am Platz ist, und nur eines bleibt, bitter festzustellen, wie richtig und wie berechtigt die Proteste dagegen der Menschen sind.

Dr. Heinz Fischer bestätigt nicht nur inhaltlich, sondern auch mit seinem verwendeten Vokabular den unwürdigen Umgang mit Menschen, die nach Österreich flüchten, soher die notwendigen Proteste dagegen. Von der polizeilichen Diktion – „aufhältige“ – bis zu den überbordenden (in diesem Zusammenhang eigentlich richtiger: grenzziehenden) und schon penetrant zu nennenden rechtlichen Hinweisen –

„Gesetzeslage“, „Gerichtsentscheidungen“, „im Rahmen der geltenden Gesetze“, „verfassungsmäßige Rechte des österreichischen Bundespräsidenten“, „Verfahren“, „österreichische Rechtslage“, „Bleiberecht“, „rechtliche Situation“, „verfassungsmäßigen Spielraum“ -,

das in einem Schreiben mit zwölf Absätzen und mit 404 Wörtern einschließlich Anrede- und Schlußformel …  Der Einleitungs- und Schlußabsatz sind aber abzuziehen, so verbleiben für das eigentliche inhaltliche Schreiben zehn Absätze. Sechs Absätze also enthalten rechtliche Hinweise und eine polizeiliche Diktion, zwei weitere Absätze sind der Innenministerin vorbehalten, ein Absatz den rechtlich für eine Ewigkeit gebundenen Händen: „was wir nicht tun können“ …

Diese seine Absätze enthalten aber auch Vorschläge – „Vertrauen zu haben in die Zusage der Innenministerin“, „das Angebot des Herrn Kardinals anzunehmen und unter dem Schutz der Kirche in das angebotene Quartier zu übersiedeln“ – und eine Bestätigung seiner Gespräche u.a. mit Frau Innenministerin Mikl-Leitner über „Ihre Gesundheit und Ihr Schicksal“ … Ja, am besten kann mit Dritten über das Schicksal und die Gesundheit von bestimmten Menschen aber nicht mit diesen selbst gesprochen werden …

Es wurde eingangs geschrieben, es will nicht polemisiert werden, jedoch dieses präsidiale Schreiben –

Was dieses präsidiale Schreiben aber ganz und gar nicht enthält, es keinen einzigen Absatz in diesem Schreiben dazu gibt, ja nicht einmal ein Wort geschrieben steht, ist zu den generellen Forderungen, geradeso, als ob diese Forderungen nicht existierten, als ob Menschen, die nach Europa und somit auch nach Östereich flüchten, keine Forderungen stellen dürften, denn das ist ja im „gesetzlichen Rahmen“ nicht vorgesehen, aber Menschen, die nach Österreich flüchten, genauer und eingegrenzter, die „in der Votivkirche aufhältigen Flüchtlinge“ dürfen sich glücklich und sicher fühlen, in Österreich einen Bundespräsidenten zu wissen, der sich um ihre Gesundheit und ihr Schicksal sorgt, ihnen großzügig den Schutz der Kirche anbietet und mit ihm gemeinsam Vertrauen in die Innenministerin …

„Unter dem Schutz der Kirche“ muß wohl als „Schutz vor dem Staat“ gelesen werden, denn kaum traten zwei Menschen vor die Kirchentüre, wurden sie auch schon abgeschoben; das sind wahrlich vertrauensbildende und vertrauenseinflößende sicherheitsministerliche Maßnahmen, auch die Aussicht für einige auf Schubhaft; es kann aber auch zusätzlich gelesen werden, der Staat kann und will keinen Schutz gewähren, der Bundespräsident ebenfalls nicht -, die Räumlichkeiten der Hofburg sind ja nur geeignet für den Tanz von …

Was dieses präsidiale Schreiben auch nicht enthält, nicht einmal die Höflichkeit, sich für eine Einladung zu bedanken und diese wenigstens mit der beliebten Entschuldigung auf einen übervollen Terminkalender … Das ist halt nicht rechtlich geregelt, daß ein Bundespräsident sich von Flüchtlingen einladen und vor allem dieser Einladung nachkommen darf, um selbst vor Ort nicht nur über die konkrete Situation in der Votivkirche sich auszutauschen, sondern vor allem die generellen Forderungen zu diskutieren, Möglichkeiten gesetzlicher Änderungen gar in näherer Zukunft zu besprechen, zu entwickeln, zu bekräftigen, sich dann auch im „verfassungsmäßigen Spielraum“ dafür einsetzen zu wollen …

Dr. Heinz Fischer kann oder konnte als Bundespräsident auch schon andere Briefe schreiben, die ohne penetrante rechtliche Hinweise auskamen, ohne expliziten Hinweis auf seinen verfassungsmäßigen Spielraum, die sogar von Entwicklungen sprachen, die nicht nur ein paar bestimmte Menschen und auschließlich deren persönliche Gesundheit und persönliches Schicksal betrafen, sondern von generellen Entwicklungen:

“Ich kann Ihnen somit bekräftigen, dass die von Ihnen vorgebrachten Anliegen […] im Zusammenhang mit den diesbezüglichen Bemühungen Österreichs sehr ernst genommen werden. Es ist zu hoffen, dass es in den angesprochenen Themenbereichen in näherer Zukunft auch zu konkreten Entwicklungen kommen kann.”

Aber das schrieb der Herr Bundespräsident auch nicht an Menschen, die beispielsweise von Pakistan, von Afghanistan nach Österreich flüchteten, sondern

„Hitler und Napoleon: Kreuzzüge gegen die Barbaren“ – Eine freiheitliche ZZ-Inhaltsangabe

Andreas Stupka in Zur Zeit und die KreuzügeIn ihrem Inhaltsverzeichnis der aktuellen Ausgabe 6/2013 faßt die freiheitliche ZZ den Artikel „Feldzüge im Osten“ von MMag. DDr. Andreas W. Stupka, Oberst des Generalstabsdienstes im östereichischen Bundesheer, inhaltlich zusammen: „Hitler und Napoleon: Kreuzzüge gegen die Barbaren“ … Entweder wird der Oberst des Generalstabsdienstes in dieser Zusammenfassung den Geist seines Artikels recht genau wiedergegeben sehen, oder, Andreas Stupka wird sich hinkünftig überlegen, noch etwas für die freiheitliche ZZ zu schreiben, wenn seine Artikel für solche … Das zu beurteilen, obliegt einzig Andreas Stupka …

Wie aber der Artikel vom Oberst des Generalstabsdienstes selbst zu beurteilen, zu interpretieren ist, ist nicht nur eine Angelegenheit von Andreas Stupka allein; denn seltsam genug erscheint seine Herangehensweise, vor allem im letzten Teil seines Artikels, in dem er auf die Gegenwart zu sprechen kommt, auf die EU, deren Ziele er „Kriegsziele“ nennt, deren Politiker und Politikerinnen er „Feldherren“ nennt … Andreas Stupka nennt die heutigen Politiker und Politikerinnen „Feldherren“, womit eine Schwierigkeit der Interpretation dieses seines Artikels konkret angesprochen werden kann. Sind die gegenwärtigen Politiker und Politikerinnen, die Andreas Stupka unter Anführungszeichen als Feldherren bezeichnet -, wie möchte Andreas Stupka diese seine Anführungszeichen verstanden wissen: als Ausdruck dafür, daß die heutigen „Feldherren“ nicht die Größe von Napoleon und Hitler haben, oder, als Ausdruck dafür, daß sowohl Hitler als auch Napoleon lediglich harmlose und ehrenwerte Politiker waren, wie es eben die heutigen Politikerinnen und Politiker sind, die an ihren Kriegszielen scheiterten, wie auch heutige Politiker und Politikerinnen an ihren „Kriegszielen“, wie Andreas Stupka fürchtet, scheitern werden?

Es wird nicht gewußt, wer dafür verantwortlich ist, daß diesmal keine Abbildung und schon gar nicht in Uniform von Andreas Stupka zum Artikel veröffentlicht wurde, auch nicht bekanntgegeben wurde, welchen Beruf Andreas Stupka ausübt -, es war vielleicht Oberst Stupka selbst, der darum gebeten hat, im Wissen darum, daß dieser Artikel mit Angabe seines Berufs und mit einem Uniformbild zu viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen könnte, vor allem mit Blick auf seine abschließende Folgerung …

Das einzige, was daran nicht seltsam ist, für welches Magazin dieser Artikel mit Bleibuchstaben gesetzt wurde, sieht dieses Magazin doch als seine Aufgabe an, mehr noch, als seine ehrtreue Sendung, etwa Adolf Hitler heimzuholen in eine Geschichte, wie sie auch freiheitliche ZZler lieben könnten, die ihn mit Höflichkeit und Anstand behandelt, ihn einreiht unter den historischen Persönlichkeiten, die einfach nur Politiker und Politikerinnen waren und keine …

Das freiheitliche WIR ist kein persönliches Fürwort der ersten Person Mehrzahl

WIR VotivkircheSondern eine Abkürzung, allerdings wird die „Wiener Identitäre Richtung“ nicht befürchten müssen, von den Freiheitlichen, die WIR ja viel länger schon in Verwendung hat, wegen Namensdiebstahles geklagt zu werden, zumal die gemeinsamen Wurzeln, an denen gekaut wird, einen Gang zum Gericht wohl verunmöglichen, darüber hinaus, die Einverleibung der gleichen Nahrung in der Gegenwart nicht einen Kampf untereinander …

Ideologische Nahrung der Identitären sind die Theoretiker der Neuen Rechten wie Alain Benoist und Pierre Krebs. Doch es ist weniger die Ideologie der Neuen Rechten, die – etwa bei Krebs – nur unscharfe Abgrenzungen zu klassischen faschistischen bzw. nationalsozialistischen Ideologien enthält, die innerhalb der rechten Szene ihre Atttraktivität ausmacht, sondern ihre Aktions – und Propagandaformen, die auf Web 2.0 zugeschnitten sind. Die „Hardbass“-Aktionen der Identitären, die sie von russischen Neonazis übernommen haben, stellen popkulturelle Elemente dar, die als „Flashmobs“ über Facebook und YouTube transportiert und reproduziert werden.

Dieses Beschreibung ist der Serie „Die braunen Ränder der Identitären“ entnommen, die zwei auch für die Freiheitlichen wichtige Namen enthält. Alain de Benoist, der allenthalben für die freiheitliche ZZ schreibt, wie eben erst wieder in der vorletzten Ausgabe 5/2013, und Pierre Krebs, der beispielsweise auch schon einmal auf Einladung der Martin-Graf-Burschenschaft Olympia in Wien

WIR - Benoist - KrebsMöglicherweise denken Freiheitliche bei WIR gar nicht an eine Klage, sondern denken stolz daran, daß ihre Nahrungsgeber auch außerhalb ihres Lagers die Schüssel schon füllen, vielleicht rechnen sich Freiheitliche es auch recht hoch an, etwas mit ihren Publikationen, Reden, Plakaten dazu beigetragen zu haben, glauben möglicherweise gerührt daran, die WIR-Kinder seien erst durch sie auf diese idelogische Nahrung der Identitären, deren The

Wie das nun in diesem Lager gesehen wird, ob als Anlaß zur Klage, ob als Grund zur stolzen Freude, ist nicht wesentlich. Wesentlich aber ist, daß das freiheitliche WIR kein persönliches Fürwort der ersten Person Mehrzahl ist, das heißt, es schließt Sie als Wählerin der Freiheitlichen nicht ein, es schließt Sie als Wähler zu einem „Euch“ aus, verurteilt Sie also zum Anderen, für den die WIR nichts übrig haben, also weder die WIR-Kinder, die verwichenen Sonntag eine rührende, aber hilflose Besetzung versuchten, noch die freiheitlichen WIR, die den nach einer dreiviertel Stunde in der Votivkirche bereits frierenden, nach Kräfte ringenden und nach Schwedenbomben bittenden WIR-Kindern in bezug auf Unfähigkeit und Leistungsineffizienz gleichwertig sind, haben für Sie als Andere etwas übrig, soher gibt es zwischen diesen WIR keinen Unterschied -, das eine WIR kandidiert nicht und das andere WIR ist nicht wählbar …

Es geschah aber, daß freiheitliche Plakate herabstiegen, um sich aufzumachen, das Haus der Herren zu besetzen

Jedoch die Besetzung der Votivkirche am verwichenen Sonntag war auch schnell wieder vorüber – diese war wohl nicht sehr überlegt, möglicherweise beschlossen in der Sekunde, beim Stehen vor dem freiheitlichen Plakat auf Dreiecksständern, das seit dem letzten Wochenende auf Wiens Straßen gegen asylsuchende Menschen pauschal und konkret gegen die Menschen in der Votikvkirche …

Freiheitliche Plakate und W-I-REs ward aber zu einer harmlosen Besetzung, zu eine Besetzung von Kindern, die durch das eine dreiviertel Stunde nach Beginn der Besitzung aufgenomene und dann veröffentlichte Video rührten durch ihre kleine Bedarfsliste für die Besetzung, was sie sich als Untersützung wünschten, was ihnen in die Votivkirche – Schwedenbomben … Und bereits nach einer dreiviertel Stunde war diesen Kindern doch recht kalt im Haus der Herren, nach einer dreiviertel Stunde Besetzung bereits klagten diese Kinder, es zerre an ihren Kräften …

Rührend sind die Kinder der Gruppe W.I.R. auch mit ihrem Ersuchen auf ihrer Website zu den von ihnen produzierten Aufklebern:

Schaut aber zu, dass ihr keine Sachbeschädigung begeht und nicht unserem Anliegen schadet! Wir weisen darauf hin, dass wir keine Sachbeschädigungen unterstützen oder in irgendeiner Form dazu aufrufen wollen.  Dass wäre eine  schlechte Werbung für unsere Sache.

Zugleich aber stellen sie Aufkleber her zur Verbreitung, die von „Streetfight Experience since 1529“ sprechen, zu „Moch wos“ aufrufen mit einer abgebildeten skelettierten Hand, und dann, zusätzlich oder vor allem ihr Logo: die einfache Bauernwaffe: eine Sturm- oder Kriegssense -, die wohl nicht unbeabsichtigt an die türkische Flagge erinnern soll, zumal die Sturmsense auch bei der zweiten Türkenbelagerung zum Einsatz kam … Möglicherweise haben aber die W.I.R.-Kinder nur zu viel Respekt vor dem Materiellen, daß sie sich um Sachbeschädigungen sorgen, aber keine Skrupel, Menschen Gefahren auszusetzen …

Weder harmlos noch rührend aber ist das bestellte Feld, auf dem die W.I.R.-Kinder ihre Nahrung suchen, während sie von einer „metapolitischen Revolution“ auch für Östereich träumen, gleich jener für sie in „Ungarn durch Fidesz“  …

Einladung zum Vortrag beim Wiener Akademikerbund …

Die Blogroll der W.I.R.-Kinder belegt auch recht ordentlich, wessen Geistiges sie wiederkäuen, wem sie nacheifern, wessen Vokabular sie fleißig lernen, wem sie mit Straßenkampf imponieren und/oder beistehen wollen:

Dr. Martin Graf mit Unzensuriert …

Sos Österreich …

Sos Abendland …

BI Dammstraße …

Andreas Unterberger …

NS aus aktuellem Anlaß: Der Wiener Akademikerbund wird heute sehr erschüttert sein, sich in dieser Welt noch mehr unsicher fühlen, auch verraten von seinem Herrn des Kleinstaates in einem römischen Grätzel, der als „Stellvertreter auf Erden“ einfach zurücktrat … Ob es heute im Lokal des Akademikerbundes zu Wutausbrüchen kam, das Poster von Herrn Ratzinger von der Wand gerissen wurde? Oder es im Gegenteil zu Anbetungen vor dem Bild des Herrn Ratzinger kam, zu Rufen nach sofortiger Heiligsprechung, sich dabei fest umklammernd, um sich vor der unsicheren Welt gegenseitig zu schützen, zu trösten, in der auf nichts mehr Verlaß ist, nicht einmal mehr darauf, daß der „Stellvertreter auf Erden von Ja-von-wem bis zu seinem letzten Atemzug seine Rechte absolutistisch …

Der Doktorarbeit ist es wesentlich, eine Abschreibearbeit zu sein

… Wieder muß in einem Land der Europäischen Union eine Ministerin zurücktreten, weil ihr vorgeworfen wird, vor über dreißig Jahren ihre Doktorarbeit zu einer Abschreibearbeit gemacht zu haben, obgleich sie vor über dreißig Jahren kein anderes Verbrechen beging, als das Verbrechen, das jeder und jede mit jedweder schriftlichen Arbeit zur Erlangung irgend eines akademischen Grades begeht und begehen muß, das Verbrechen nämlich, eine Abschreibearbeit abgeben zu müssen.

… Eine Doktorarbeit besteht in Wirklichkeit doch aus nichts anderem als aus abgeschriebenen Zitaten, die zu kommentieren sind, wobei die Kommentare zu den auf jeder Seite einer Doktorarbeit zu findenden abgeschriebenen Zitaten wiederum und weitere abgeschriebene Zitate und Quellenangaben enthalten, so daß es vollends unverständlich wird, weshalb die eine mit ihrer Abschreibearbeit einen akademischen Titel erhält und diesen behalten darf, für ihre diese Abschreibearbeit bewundert und gefeiert wird, während der andere aufgrund dieser seiner Abschreibearbeit gefeuert und zusätzlich ihm sein akademischer Titel  unter Applaus wieder weggenommen wird.

… Eine Doktorarbeit soll, wird gesagt, etwas Eigenständiges sein, während in Wirklichkeit eine Doktorarbeit einer totalen Verregelung unterworfen ist, die für jedwede Eigenständigkeit, die für jedwede Originität die brutalste Strafe vorsieht, keinen Titel zu bekommen.

… Eine Doktorarbeit in einer der formalisierten Bildung hörigen Gesellschaft kann, jedwede schriftliche Arbeit zur Erlangung irgend eines akademischen Grades in einer der formalisierten Bildung hörigen Gesellschaft kann aufgrund ihres Massenproduktcharakters, den die der formalen Bildung Hörigkeit, die das Produzieren von abermillionen akademischen Titeln unerbittlich vorschreibt, den schriftlichen Arbeiten abverlangt, keine eigenständige und originäre Arbeit sein, sondern stets nur eine nach fertig vorgezeichneten Plänen nachzubauende Arbeit, wie beispielsweise die nach einem Original am Fließband herzustellenden und hergestellten Klobürstenbehälter, die zwar in – der Konsumwelt geschuldet und verpflichtet – unterschiedlichen Ausführungen zum Verkauf angeboten werden, aber letztendlich das bleiben, was sie sind, Kopien, Plagiate des ursprünglichen Klobürstenbehälters.

… Zur Doktorarbeit gehört nach wie vor das Gerede vom Doktorvater, von dem nach wie vor stolz berichtet wird, dieser und jener sei es, es nach wie vor äußerst wichtig ist, wer der Doktorvater ist, will mit der Abschreibearbeit nicht nur ein akademischer Titel erlangt, sondern auch Karriere gemacht werden. Aber einen Vater (es darf vermutet werden, daß im Fall der Doktorarbeit auch die Mütter, da von einer Doktormutter kaum bis gar nicht gesprochen wird, mehr Väter sind) für die Abschreibearbeit zu haben, heißt in Wirklichkeit, sich zu unterwerfen, gehorsam zu sein, das Gebot zu befolgen, keines anderen Gedanken, Zitate und Quellen als des einzigen Vaters sind in die Abschreibearbeit … Das ist kein System der Eigenständigkeit, das ist keine Voraussetzung zur Schaffung originärer Arbeiten. Das ist das Fließbandprinzip zur Massenherstellung von …

… Es gab einmal einen Fall, in einem europäischen Land, lange bevor es die Europäische Union gab, einer Dissertation, die ohne Zitate und ohne Quellenhinweise auskam, nicht nur das, sondern in der auch darauf hingewiesen wurde, Zitate nicht kenntlich machen zu wollen, keine Quellen angeben zu wollen. Dennoch erhielt der Dissertant seinen Dokortitel. Diese Dissertation wurde weltberühmt, wird als großes originäres Werk gefeiert, vergessen dabei wird aber zu gerne, daß es einmal nur eine Doktorarbeit war, in der auch zitiert wurde, ohne aber es auszuweisen, in der auch – ohne explizit darauf hinzuweisen –  Abgeschriebenes, Nachgeschriebenes, Variationen von seit langer Zeit Vorhandenem …

Gesetzlicher Abbau von bürgerlichen Rechten zugunsten bundesheerlicher Überwachung

Der Versuch mit einem Ministerialentwurf die gesetzlichen Voraussetzungen zu schaffen, auch dem Bundesheer uneingeschränkten, unverzüglichen und kostenlosen Zugang zu über Bürger und Bürgerinnen gesammelte Vorratsaten zu öffnen, scheint ein Versuch zu bleiben, und es ist anzunehmen, es wird nicht der letzte Versuch gewesen sein.

Rechtlose sind am besten zu überwachen

Rechtlose sind am bequemsten und am besten überwachbar.

Was aber an diesem Ministerialentwurf auffällt, es soll nicht mehr nur beim uneingschränkten Überwachen der Bürgerinnen und Bürger nun auch zusätzlich durch das Militär bleiben, es sollen ebenfalls bürgerliche Rechte abgesprochen werden. So ist in diesem Ministerialentwurf vorgesehen, aus dem Wehrrecht die „Beschwerde wegen Verletzung nach datenschutzrechtlichen Bestimmungen“ zu eliminieren, die Datenschutzkommission auszuschalten …

In der Logik des Überwachungsstaates hat es seine Richtigkeit, im Zuge der Ausweitung der Überwachung auch gleich bürgerliche Rechte zu elminieren, denn nur ein rechtloser Bürger ist ein vollständig gut zu überwachender Bürger, nur eine Bürgerin, die sich an niemanden mehr wenden kann, ist eine gut und vollständig zu überwachende Bürgerin … An dieser Überwachungsstaatslogikschraube wird also weiter forciert gedreht …

Den Medien ist nun zu entnehmen, dieses Gesetz werde so nicht kommen, allerdings wird lediglich davon gesprochen, es werde der Paragraph 22, in dem es um den bundesheerlichen Zugrif auf die Vorratsdaten geht, so nicht kommen. Nicht zu lesen aber ist darüber, ob auch die im Ministerialentwurf vorgesehenen Eliminierungen bürgerlicher Rechte damit so nicht kommen werden …

Übrigens, der unveränderte Ministerialentwurf zur Ausweitung der Überwachung und zum Abbau bürgerlicher Rechte ist nach wie vor auch heute, 10. Februar 2013, unverändert auf der Website des Parlamentes als unverändert zu behandelnder Gesetzestext mit einer Begutachtungsfrist bis zum 19. Februar 2013 vorhanden …