Parlamentskorrespondenz und Unzensuriert und Franz-Dinghofer-Institut: System der wortidenten Berichterstattung über die dinghoferischen Ehrungen im Parlament von Österreich

In Österreich dauert die Aufregungsflut kurz, dafür dauert die Aufregungsebbe lange, sehr lange, wie es sich wieder einmal zeigte, kaum stieg die Flut der Aufregung um das Franz-Dinghofer-Symposium im österreichischen Parlament, zog die Aufregung, kann bereits am 14. November 2025 gesagt werden, sich auch schon wieder zurück.

In der Aufregungsebbe ist dennoch von der Berichterstattung zu erzählen, wie diese mit 12. November 2025 einsetzt von der Parlamentskorrespondenz des österreichischen Parlaments, von Unzensuriert und vom Franz-Dinghofer-Institut, die in ihrer Wortgleichheit über die Franz-Dinghofer-Ehrungen 2025 im Parlament Österreichs ein Berichtssystem erkennen lassen, das heutzutage von recht besonderer Seite als eine Gleichschaltung der Systemmedien, zu denen sie alle Medien zählen, die der recht besonderen Seite gesinnungsgemäß Dornen in ihrem weltanschaulichen Verständnis von Journalismus sind, angesehen wird, und es darf angenommen werden, würde die recht besondere Seite über dieses Berichtssystem schreiben, sie würde es bezeichnen als Gleichschaltung

Selbstverständlich ist es keine Gleischaltung, wenn Parlamentskorrespondenz und Unzensuriert und Franz-Dinghofer-Institut am 12. November 2025 wortgleich über Franz-Dinghofer-Verleihungen berichten, wie könnte von ihnen auch anders als wortgleich berichtet werden, wenn es gilt, sachlich, unaufgeregt über einen solchen Anlaß zu berichten?

Gerade ein Tag wie der 12. November bietet sich als Herstellung der Sachlichkeit an, als ein Tag der Rückkehr an die Tische, ein Tag der Aufarbeitung der unmittelbar vorangegangenen Geschehnissse, der ruhigen Vorbereitung, der mit klarem Verstand planenden Gestaltung des Kommenden, das aber nicht mehr im Chaos, sondern in diszipliniert ablaufender Ordnung und in bürokratischer Präzision …

NS Es wird noch einiges zu erzählen sein, rund um Franz Dinghofer, für heute aber soll das Kapitel geschlossen werden, mit der Bemerkung, wie leicht es doch immer wieder gemacht wird, sich herausreden zu können, das Berechtigte so einfach wegwischen, in das Gegenteil verkehren zu können, das zeigt in diesem November 2025 wieder beispielhaft das von Unzensuriert ebenfalls am 12. November 2025 berichtete: „Hat Ex-Nationalratspräsident Fischer einem Nazi eine Gedenktafel am Parlament gewidmet?“ …

Doch Rosenkranz führte die Vertreter der Mainstream-Medien elegant vor und wies sie auf eine Gedenktafel am Parlament hin, die den damaligen Präsidenten der provisorischen Nationalversammlung von 1918 gewidmet sei – Karl Seitz, Jodok Fink und eben Franz Dinghofer. Die Tafel sei 1994 vom damaligen Nationalratspräsidenten Heinz Fischer (SPÖ) enthüllt worden. Gedenkkultur sei wichtig, betonte Rosenkranz, der auf Kritik am Symposium einging: In letzter Zeit gewinne er jedoch den Eindruck, dass sich auch eine “Erregungs-, Skandalisierungs- und Verleumdungs-Unkultur” einschleiche.

Martin Graf, freiheitlicher Nationalratsabgeordneter und Präsident des Dinghofer-Instituts, erklärte in seiner Begrüßung, Dinghofer sei ein bedeutender Politiker in der Zeit der “Republikwerdung” gewesen, in den Geschichtsbüchern sei aber wenig bis gar nichts über ihn zu lesen. Das Dinghofer-Institut habe es sich daher zur Aufgabe gemacht, Dinghofer und anderen zu jenem Stellenwert zu verhelfen, den diese Politiker verdienen würden.

Von Dinghofer werde tendenziös ein falsches Bild als Nationalsozialist und Antisemit gezeichnet, das nicht zutreffe. Dinghofer sei zwar für den Anschluss an Deutschland gestanden, dieser Trend sei damals aber keiner einzelnen Person anzulasten – sondern die Verantwortung trage das damalige gesamte politische Establishment. Dass Dinghofer 1938 seinen Posten als Oberster Richter räumen musste und eine große Liegenschaft in seinem Besitz von den Nationalsozialisten enteignet worden sei, werde von Kritikern nicht erwähnt. Dinghofer sei jemand gewesen, den man als Typus der politischen Mitte zu bezeichnen pflege und der ausgleichend gewirkt habe, so Graf. Das Dinghofer-Institut weise die Diffamierungen des politischen Erbes Dinghofers jedenfalls deutlich zurück.

„[D]ie Verantwortung trage das damalige gesamte politische Establishment“, also für den „Anschluss an Deutschland“. Das ist doch eine recht aufmerkenswerte Feststellung, wer die Verantwortung für den „Anschluss an Deutschland“ trage: das damalige gesamte politische Establishment

Das gesamte politische Establishment damals war ein Österreicher in Deutschland mit seiner Staffel in Österreich, und wie es am entscheidenden Tag im März 1938 des Anschlusses zuging, davon wurde schon erzählt, auch wer daran beteiligt

Ja, wie recht doch gesprochen, im für Franz Dinghofer hergerichteten Parlament, es war das Establishment, es ist immer das Establishment, damals so auch heute, wer könnte das auch besser wissen als das Establishment

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz wäscht mit Nationalratspräsidentin Barbara Prammer weiß, von den „Unbelehrbaren“ sowie von dem wortgleichen Berichten von Unzensuriert und Parlamentskorrespondenz über Franz-Dinghofer-Ehrungen 2025

In der lauten Flut der Aufregung kann es schon passieren, etwas falsch zu hören, so muß es auch SOS-Mitmensch ergangen sein, als diese Organisation am 11. November 2025 ihre Presseaussendung in die Aufregungsflut warf.

„Dass Nationalratspräsident Rosenkranz, der heute eine Glorifizierungsveranstaltung für einen Nazi, Antisemiten und Arisierungs-Profiteur abhält, jetzt auch noch die viel zu früh verstorbene ehemalige Nationalratspräsidentin Barbara Prammer in seinen bräunlichen Schmutz zu ziehen versucht, ist an Niedertracht nicht zu überbieten“, zeigt sich Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch, über die Aussage von Rosenkranz im heutigen Ö1-Morgenjournal entsetzt. Rosenkranz hatte dort behauptet, das von FPÖ-Politikern veranstaltete „Dinghofer-Symposium“ sei im Jahr 2010 von Prammer „begonnen“ worden. In Wahrheit hatte jedoch der damalige dritte Nationalratspräsident Martin Graf, FPÖ-Politiker und Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Olympia, vor 15 Jahren erstmals zu diesem Ehrungs-Symposium für den antisemitischen Politiker und NSDAP-Angehörigen Franz Dinghofer geladen.

SOS-Mitmensch, OTS 0035. 11. November 2025.

Was Walter Rosenkranz vorgestern um 8 wortwörtlich sagte, war dies:

Seit 15 Jahren Jahren, von Barbara Prammer begonnen, hat diese Veranstaltung im Parlament stattgefunden, und anscheinend, seit ich jetzt Präsident dieses Hauses bin, ist es ein Problem, das ist zu vordergründig.

Was also Walter Rosenkranz damit zum Ausdruck bringen wollte, ist, es sei bisher kein Problem gewesen, das Franz-Dinghofer-Symposium im Parlament abzuhalten, begonnen von Barbara Prammer bis zu Wolfgang Sobotka, für den das Franz-Dinghofer-Symposium im Parlament auch erst zu einem Problem geworden ist, seit er, Wolfgang Sobotka, nicht mehr Nationalratspräsident ist.

Menschgemäß versucht Walter Rosenkranz mit dieser Aussage sich reinzuwaschen, denn wenn eine Barbara Prammer, unter deren Nationalratspräsidentschaft seine Partei erstmals das Franz-Dinghofer-Symposium in das Parlament brachte, nichts gegen eine Abhaltung des Franz-Dinghofer-Symposiums im Parlament hatte, kann es doch nichts Schlimmes sein, nichts Anrüchiges sein …

SOS-Mitmensch schließt die Presseaussendung mit der Forderung:

SOS Mitmensch unterstützt die Forderung von Historiker:innen nach einer Absage des „Dinghofer-Symposiums“ und fordert den sofortigen Rücktritt von Nationalratspräsident Rosenkranz.

In Österreich einen „Rücktritt“ zu fordern, heißt in Wahrheit, bloß zu beten, mehr nicht, und das Beten, bewirkt nichts, außer vielleicht für einen Moment eine eigene seelische Erleichterung.

Wäre Walter Rosenkranz nicht zum Nationalratspräsidenten gewählt worden, und das nicht nur von seiner eigenen Partei, jedwedes Rücktrittsgebet ein überflüssiges Rücktrittsgebet, und bei Walter Rosenkranz wiederholte sich nur, was in Österreich sich stets wiederholt, das Wählen der Mannen und Frauen dieser Partei im Parlament,

auch die Stimme von Barbara Prammer im Parlament war eine für einen Mann aus dieser Partei,

und nicht nur von ihr, Barbara Prammer; die das öffentlich bekundete,

wie es

Damit kam der Dritte Nationalratspräsident Norbert Hofer (FPÖ) mit 84 Prozent auf das beste Ergebnis der drei Kandidaten. SPÖ-Chef Kern hatte Hofer zuvor unterstützt: „Sie haben bewiesen, dass das Vertrauen in Sie absolut gerechtfertigt gewesen ist.“

auch, ebenfalls nur beispielhaft, Christian Kern tat … Barbara Prammer, und das war im Zusammenhang mit den Novemberpogromen, warnte vor den „Unbelehrbaren“, wie unbelehrbar weiter doch die Abgeordneten im österreichischen Parlament, die nicht der rosenkranzesk belehrten Partei angehören,

wenn sie ihre Stimmen im Parlament den Mannen und Frauen dieser Partei geben

Norbert Hofer verschaftlicht mit Franz Dinghofer wie Martin Graf, wie Walter Rosenkranz, wie …

Um 8 sagt Walter Rosenkranz im Morgenjournal am 11. November 2025 auch das:

Bei allen Schattenseiten, die Franz Dinghofer aufgewiesen hat, nachweislich, man sollte auch die guten Seiten sehen bzw. das, was er mit Haltung gemacht hat.

„Haltung“ dürfte ein Kriterium sein, eine Franz-Dinghofer-Auszeichnung zu erhalten, so ist es gesinnungsgemäß nur wieder folgerichtig, daß in diesem Jahr einem Mann die Ehrung zuteil wurde, wie unten noch zu lesen sein wird, dem ebenfalls „Haltung“ und darüber hinaus „Substanz“ —

Dazu fällt eine weitere Presseaussendung ein, nämlich die von seiner Partei vom 4. November 2025, mit der Christian Hafenecker, das, was Walter Rosenkranz wohl mit nachweisliche Schattenseiten meint, als

„Rufmordkampagne gegen Republikgründer Dinghofer entlarvt. Fakten zeigen: Er war Opfer des NS-Regimes, kein Täter!“

dargestellt zu haben wissen will, ja, das Schlimmste ist doch stets, wenn die „Rufmordkampagne“ aus der eigenen Staffel …

Walter Rosenkranz: In unterschiedlichen Funktionen, einmal habe ich nicht gesprochen, sondern musikalisch umrahmt, also ich bin an sich dort regelmäßig dabei, und morgen wird es von mir kurze Eröffnungsworte geben.

Interviewer: Beim Festakt ein paar Meter hinter Ihnen ist Oskar Deutsch gesesssen, der Präsident der israelitischen Kultusgemeinde, der fordert von Ihnen, daß Sie das Symposium hier im Hohen Haus absagen. Werden Sie das tun?

Walter Rosenkranz: Das werde ich nicht tun.

Interviewer: Eine Reihe von Zeithistorikern hat Franz Dinghofer stark kritisiert, es wird ihm Antisemitismus vorgeworfen, er war Mitglied der NSDAP. Ist das für Sie egal?

Walter Rosenkranz: Egal ist es nicht, aber der historische Kontext muß eingehalten werden, und ich sehe hier mache Historiker die das eine oder das andere, bei jeder Problematik von Personen, die es des 19. Jahrhunderts bzw. auch in der Ersten Republik gemacht haben, die absolut auf den unterschiedlichsten Augen blind sind, ich bin für umfassende Aufarbeitungen und nicht für Brosamen, die unter Umständen sogar parteipolitisch motiviert sind.

Interviewer: Am Montag am Festakt wird den Opfern des Nationalsozialismus gedacht, am Dienstag eine Veranstaltung, deren Namensgeber ein Nationalsozialist war, wie paßt das zusammen, ist das angebracht?

Interviewer: Die Zeithistoriker, ich darf ein Zitat kurz vorlesen, sagen: „Wenn man diese Veranstaltung macht unter dem Namen Franz Dinghofer, dann geschieht es und macht das Parlament zu einem Ort des ehrenden Erinnerns an einen deklarierten Antisemiten und Nationalsozialisten.

Oh, wie hätte Christian Hafenecker, wäre er so wie Walter Rosenkranz interviewt worden, hier protestiert, aufgeschrien: Rufmord! Rufmord! Rufmord! Walter Rosenkranz protestierte nicht, schrie nicht auf, widersprach dem in keiner Weise, sprach bloß milde in größter Nachsicht von „Schattenseiten“.

Walter Rosenkranz: Das ist die Meinung des Zeithistorikers, und ich repräsentier, ich respektiere auch Meinungen von anderen Menschen, aber es muß nicht unbedingt meine Meinung sein, weil man kann mit dem Andenken, wie es auch heute gesagt wurde, trotz aller Widrigkeiten, die es in der Biographie eines Menschen gegeben hat, trotz aller Schattenseiten, die es in der Biographie eines Menschen gegeben hat, kann man trotzdem auch […]

Das ist vielleicht das Interessante an dem von Walter Rosenkranz Gesagten — sein Versprecher: „ich repräsentier“

Was in der Finsternis desselben Tages im Parlament repräsentiert wurde,

welcher Meinung die Repräsentation im Parlament Österreichs wieder recht weiten Raum gegeben wurde, diese Meinungsrepräsentation verkörpert der mit dem Franz-Dinghofer-Medienpreis 2025 ausgezeichnete Verlag auf die eindrücklichste und unmißverständlichste Weise

NS Das Auffällige an dem diesjährigen Franz-Dinghofer-Symposium im Parlament — die Aufregungsebbe darüber, kann am heutigen 13. November 2025 gesagt werden, hat bereits eingesetzt — ist, die Parlamentskorrespondenz berichtet über die Verleihungen an Gunther Pendl und an Wolfgang Dvorak-Stocker so,

daß Unzensuriert über die Auszeichnungen wortgleich berichten kann, für Unzensuriert hat also die Parlamentskorrespondenz derart den rechten Berichtston bereits getroffen, daß für Unzensuriert als Aufgabe nur eines bleibt, ein paar Zwischenunterschriften selbständig aus dem Parlamentskorrespondenzbericht zu ziehen, um herauszustreichen, was recht herauszustreichen ist, derart übereinstimmend in der Sichtweise auf die Ehrungen ist es für Unzensuriert nicht vonnöten, den Parlamentskorrespondenzbericht als Zitat auszuweisen …

„… in Lohn und Brot“

Der von Wolfgang Sobotka in das österreichische Parlament eingeladene und beworbene Wolfgang Dvorak-Stocker erhält den Franz-Dinghofer-Medienpreis 2025 am 11. November 2025 im österreichischen Parlament,

das ist jener Verleger, dem „Deutschland jeden Tag wieder etwas deutscher wird — und Österreich genauso“,

das ist jener Verleger, dessen staatlich höchst ausgezeichneter Verlag einst feierliche Postkarten herstellte und vertrieb zum Anlaß,

daß Österreich Deutschland oder Österreich — holte doch ein Österreicher Deutschland nach Österreich — Deutschland wurde,

das ist jener Verleger, den Wolfgang Sobotka als Nationalratspräsident des österreichischen Parlaments am 28. Jänner 2019 in das Parlament Österreichs holte, um ein Produkt dieses Verlages präsentieren zu lassen, es zu bewerben,

Wolfgang Sobotka ist jener bis zum 23. Oktober 2024 gewesene Nationalratspräsident, der nun

dem zurzeitigen Nationalratspräsidenten „bewusste Provokation“ vorwirft, weil dieser das Franz-Dinghofer-Symposium im Parlament Österreichs abhalten läßt, bei dem er, der zurzeitige Nationalratspräsident, sich als Moderator und Gitarrist zum zurzeitigen Nationalratspräsidenten hochdiente,

Wolfgang, also Wolfgang-Dvorak-Stocker ist jener Verleger, der

in Österreich recht gern eingeladen wird, um seine Produkte zu präsentieren, wie,

kurz ist her, am 8. Oktober 2025 in das niederösterreichische Landhaus, um das Werk seines G. G. zu bewerben.

Produkte dieses Verlages sind aber auch dem

Heer in Österreich zu empfehlendes Rüstzeug,

der Truppendienst bedarf ebeneiner gesinnungsgemäßen Ausrüstung …

Aus der Parlamentskorrespondenz ist am 12. November 2025 über die Verleihung an dieses Mannes Verlages zu erfahren:

Im Rahmen der Verleihungen beim Dinghofer Symposium ging die diesjährige Franz-Dinghofer-Medaille an den Biochemiker Gunther Pendl sowie der Franz-Dinghofer-Medienpreis an den Leopold-Stocker-Verlag bzw. an den Verleger und Publizisten Wolfgang Dvorak-Stocker.

Der Name Pendl erinnert augenblicklich daran, daß ein Pendl schon einmal die odineske Medaille bekam — Gerhard Pendl …

Die Laudatio auf den Leopold-Stocker-Verlag hielt Konrad Markward Weiß, Schriftleiter der Monatszeitschrift „Der Eckart“. In diesem Verlag würden jährlich mehr als 50 Bücher erscheinen, das Flaggschiff „Landwirt“ habe mehr als 50.000 Abonnenten, über 100 Personen seien im Verlag „in Lohn und Brot“, so Weiß.

Wolfgang Dvorak-Stocker lobte er als einen Mann mit außergewöhnlicher Substanz und Haltung.

Dvorak-Stocker ging unter anderem auf die Kritik am Dinghofer-Symposium ein: Er könne es insofern verstehen, dass dagegen kampagnisiert werde, weil sich das Menschenbild der Linken und Rechten unterscheide. Während die Linken davon ausgehen würden, dass der Mensch als „Tabula rasa“ auf die Welt komme und Prägungen wie etwa Heimat aufgelöst werden müssten, würden die Rechten davon ausgehen, dass die allermeisten Menschen diese Prägungen brauchen. Daher dürfe man sich nicht darüber wundern, dass von Seiten der Linken jedes Mittel ergriffen werde, um dagegen zu kämpfen.

„In Lohn und Brot“, so edel spricht Markward Weiß, es ist lange, lange her, gehört zu haben, daß wer davon spricht, Menschen seien „in Lohn und Brot“, so sprach in ähnlicher Weise im Jahr 2009 eine christschwarze Funktionärin in Verteidigung ihres Ehemannes, dieser gebe Arbeit und Brot

„Was, hat das uns zu sagen?“ Diese Frage von Klaus Kastberger anläßlich zur Eröffnung der deutschsprachige Literatur im Juni 2025, die er im Zusammenhang mit diesem in Österreich höchst ausgezeichneten Verlag stellte, ohne den Namen dieses Verlages nennen zu wagen, kann jetzt auch im Zusammenhang mit dem Verhalten von Wolfgang Sobotka und von all jenen, die in diesem Jahr eine derartige Aufregungsflut gegen das Franz-Dinghofer-Symposium im Parlament, das seit fünfzehn Jahren —

„Was, hat das uns zu sagen?“

AI – Extinction, a decay; Rudolf Bayr, Austrian politician, teacher, mentor and psychiatrist to Thomas Bernhard

An diesem 11. November 2025, an dem in der Dunkelheit im österreichischen Parlament das Franz-Dinghofer-Symposium abgehalten wird, das nun seit Tagen eine Aufregungsflut verursacht, aber bald schon wird, wie es in Österreich üblich ist, die Aufregungsebbe einsetzen, voraussichtlich bereits mit dem 12. November, stellt sich die Frage nach der Verantwortlichkeit, wer noch wird zur Verantwortung gezogen werden können, für das Aberwitzige, das durch KI verbreitet wird …

Wer für die Abhaltung des Franz-Dinghofer-Symposiums im Parlament Österreichs in der Dunkelheit,

und im November herrscht um 18 Uhr, wenn das Symposium im Parlament beginnt, Finsternis, verantwortlich ist und zur Verantwortung zu ziehen ist, ist kein anonymer Automat, sondern eine Parlamentspartei,

wenngleich ihrer Verteidigung von Franz Dinghofer Aberwitziges anhaftet, als hätte sie diese durch KI erstellen lassen.

Das durch KI verbreitete Aberwitzige kann dieser rosenkranzesken Partei gesinnungsgemäß nur gefallen, wird doch durch KI das ausgeblendet, was dieser Parlamentspartei ebenfalls ausgeblendet zu bleiben hat ein Anliegen ist, gesinnungsgemäß nicht nur was Franz Dinghofer anbelangt, und für das durch KI aberwitzige Verbreitete ist einmal noch exemplarisch das durch KI über Rudolf Bayr Verbreitete heranzuziehen, unter besonderer Berücksichtigung, was durch KI nicht über Rudolf Bayr zu erfahren ist, nicht informiert wird durch KI über seine Mitgliedschaft in einer Partei, die im Rückblick auch als eine identitäre Partei zu definieren ist.

Was aber KI dieser Partei voraushat, ist, KI kann nicht wie diese Partei zu Äußerungen gezwungen, warum KI derart Aberwitziges verbreitet, warum KI etwa die Mitgliedschaft verschweigt, während diese Partei sich doch genötigt sieht, sich dazu zu äußern, auch wenn deren Äußerungen aberwitzig erscheinen, als hätte KI diese …

Es könnte KI abgetan werden, als ein weiteres Spielzeug, ein Spielzeug, das Menschen für eine gewisse Zeit heiß interessiert, damit zu spielen, bis es durch ein anderes Spielzeug ersetzt wird, ein Spielzeug durch ein anderes Spielzeug ausgelöscht wird. aber zum jetzigen Zeitpunkt ist es ein Spielzeug, in das Menschen zu spielen vernarrt sind, ist es ein Spielzeug, das Menschen, zu vielen Menschen vollauf genügt, um sich zu informieren. Immer öfters wird berichten, daß Menschen die ihnen durch KI gelieferten Informationen vollauf genügen, Menschen sich mit den durch KI ihnen gelieferten Informationen vollständig begnügen, Menschen sich also nicht mehr weiter und vor allem vertiefend umfassend informieren, sie die durch KI erstellten Informationen als wahr, als umfassend, als absolut genügend, als total ausreichend annehmen und sie zur Gänze befriedigend hinnehmen, und sie das durch KI erfahrene Aberwitzige unhinterfragt gläubig weitertragen, KI so zur totalen Bildungsinstitution, zur absoluten Weltwissensbeherrschung der Menschen …

18 Antworten durch KI im Oktober 2025, zu diesen sollen noch zwei weitere aberwitzige aus dem November 2025 beispielhaft angefügt werden

Am 11. November 2025:

Rudolf Bayr war ein österreichischer Psychiater, der Thomas Bernhard bei der Niederschrift seines Romans Auslöschung und bei der Behandlung seiner psychischen Leiden beriet. Es besteht eine enge Verbindung zwischen Bayr und Bernhard, da Bayr Bernhards Arbeit als Grundlage für dessen literarische Darstellung seines Aufwachsens diente. Auslöschung ist der letzte Roman Bernhards und wurde als eines seiner wichtigsten Werke anerkannt. Psychiater und Berater: Dr. Rudolf Bayr war ein Psychiater, der Thomas Bernhard während der Niederschrift von Auslöschung beratend zur Seite stand. Beteiligung am Roman: Bayr trug wesentlich zur literarischen Darstellung von Bernhards Erfahrungen bei und half dem Autor, seine persönlichen Erinnerungen in einen Roman zu verwandeln. Auslöschung als zentrales Werk: Auslöschung ist nicht nur Bernhards letzter Roman, sondern auch eines seiner bedeutsamsten Werke. Behandlung und Unterstützung: Die Beziehung zwischen Bayr und Bernhard war von psychischer Behandlung und literarischer Unterstützung geprägt, um das Werk zu vollenden.

Am 10. November 2025:

Rudolf Bayr war ein österreichischer Politiker und der Lehrer und Mentor von Thomas Berhard, der eine entscheidende Rolle in dessen Leben und Ausbildung spielte. Bayr war als Professor für Germanistik am Gymnasium in Salzburg tätig und ermöglichte Bernhard durch seinen Unterricht und seine Förderung eine literarische Laufbahn. Als Lehrer und Mentor: Rudolf Bayr unterrichtete Thomas Bernhard am Gymnasium in Salzburg und erkannte sein literarisches Talent früh. Er ermöglichte ihm den Zugang zu Büchern, den Kontakt zu anderen Schriftstellern und förderte seinen literarischen Werdegang maßgeblich. Einfluss auf Bernhards Werk: Bayrs Einfluss war so prägend, dass er auch in Bernhards Werk auftaucht, beispielsweise in der Erzählung „Auslöschung“. Dort wird Bayr als eine Schlüsselfigur dargestellt, die Bernhard dazu inspirierte, sich mit seiner Herkunft auseinanderzusetzen und das Schreiben als Mittel zur Selbstfindung und zur Auseinandersetzung mit der Welt zu nutzen. Bernhard-Institut: Das Thomas-Bernhard-Institut an der Universität Salzburg ist ein anerkanntes Institut für Theaterausbildung. Obwohl es nicht direkt mit Rudolf Bayr in Verbindung steht, ist es ein wichtiger Ort für die zeitgenössische Theaterpraxis und trägt zur Verbreitung von Thomas Bernhards Vermächtnis bei.

Full of relics is the Austrian host

Am 7. November 2025 hat die Tageszeitung „Der Standard“ einen Artikel

Wie Politiker und Manager als Ritter im Georgs-Orden dem Haus Habsburg „dienen“ Der St.-Georgs-Orden schafft es regelmäßig, hochkarätige neue Mitglieder zu werben, samt Ritterschlag durch den Kaiserenkel. Geht es um Nostalgie oder politischen Einfluss?

mit Nennung von gar illustren Personen veröffentlicht, deren Ordenszugehörigkeit doch immer wieder weiter und das seit weit mehr mehr als einem Jahrzehnt verwundert, sind sie doch keine habsburgischen Familienmitglieder, sie gehören nicht dem und entstammen nicht aus dem KKK (K.-und-K.-Klan); hätten diese Personen also einen verwandschaftlich gehörigen Platz, so wäre eine Mitgliedschaft in diesem Orden das je Verständlichste und in keine Weise je Verwunderlichste

Es wurden bereits zu viele Kapitel zu diesem Orden … So bleibt bloß eine Hinzufügung noch: Wenn je von diesem Orden wieder geschrieben und gesprochen wird, soll nur noch in der englischen Übersetzung von diesem gesprochen, geschrieben werden, da diese eine zutreffendere Bezeichnung ist, die alles bis zur Kenntlichkeit erhellt, was diesen Orden eines Klans anbelangt, menschgemäß ist es kein Befehl, sonden eine Empfehlung, um gegen die Verharmlosung und Selbstverharmlosung dieses Klans …

Order of Saint George – Clan Habsburg oder kurz und einfach: Order of Habsburg.

In der ersten November-Woche 2025 ist noch etwas bekannt geworden, und zwar der Fall des Schmucks, von dem nun berichtet wird, der Schmuck sei seit einhundert Jahren „verschollen“ gewesen. Für die sogenannte breite Öffentlichkeit mag das so stimmen, aber „verschollen“ ist der Schmuck, den, kurz wie einfach gesagt, auf Befehl von Karl Habsburg seine Gang aus der Schatzkammer der Wiener Hofburg entwendeten, nie gewesen, und eine Komplizin von Karl Habsburg, vielleicht war es sogar ihre Order an ihren Ehemann, den Schmuck entwenden zu lassen, hat den Schmuck in ein kanadisches Versteck … Ein Fall in der Qualität von Kriminalfällen, über die zu berichten der geeignete Platz der Chronikteil von Tageszeitungen ist, wäre da nicht …

Nein, die Familie interessiert dabei ganz und gar nicht, es ist das Übliche in Familien, daß es Geheimnisse gibt, daß in einer Familie nicht alle alles wissen, daß in einer Familie nicht alle eingeweiht sind. So auch in dieser Familie, wie jetzt berichtet wird.

Karl Habsburg sagte als heutiges Oberhaupt der Familie, er selbst habe bis vor einem Jahr nichts von dem Verbleib des Schmucks gewusst. Zwei seiner Cousins hätten ihn damals über das Schließfach informiert. Der Schmuck solle demnächst ausgestellt werden, allerdings vorerst in Kanada und nicht in Österreich. Dies sei eine Geste an Kanada, das Kaiserin Zita nach ihrer Flucht aus Europa 1940 eine Heimat gegeben hatte.

Auch das das Übliche in Familien, vor dem Vater wird vieles verheimlicht, der Mann erfährt vieles überhaupt erst, wenn es ganz und gar nicht mehr zu umgehen ist, unüblich dabei ist bloß, bei anderen Familien wird der Vater und der Mann in Medien in einer Republik nicht mehr als Oberhaupt bezeichnet, und das aber wohl erst und allmählich im Grunde wie in Österreich ab der gesetzlichen Regelung vor fünfzig Jahren:

„Am 1. Juli 1975 wurde die größte Familienrechtsreform in Österreich beschlossen, die den Mann als Oberhaupt der Familie abschaffte und Frauen endlich Selbstbestimmung ermöglichte. Ein Meilenstein gegen das Patriarchat, erkämpft vor allem von Österreichs erster Frauenministerin und der Vorsitzenden des Österreichischen Frauenrings, Johanna Dohnal, gemeinsam mit zahlreichen mutigen Frauen, darunter auch die Gründerinnen des Frauenringes, Hertha Firnberg und Lola Solar“, so Klaudia Frieben, Vorsitzende des Österreichischen Frauenrings.

Bei dieser Familie also wird nach wie vor anerkannt, daß es ein Oberhaupt gibt, das selbstverständlich ein Mann ist. Und diese Familie scheint das auch auf diese Weise zu leben, es könnte soher von der, wie es heute so recht oft warnend heißt, um die kleinste Parallelgesellschaft in Österreich …

Aber dies nur nebenher. Was im Schmuckfall von Interesse ist, ist die Verklärung dieses Klans zur verarmten Familie, obgleich die eheliche Komplizin von Karl Habsburg, der vor einhundertunddrei Jahren auf Madeira starb, offensichtlich nie aus Not gezwungen war, diesen Schmuck wohl von beträchtlichem Wert zu versetzen, um für ihre Familie die täglichen Lebenshaltungskosten aufzubringen, ihr das Überleben …

Nur nebenher auch dies, Schmuck muß für diese Familie besonders anziehend sein, vielleicht das Funkelnde, das Glitzernde, dem sie nicht widerstehen können, so auch Karl Habsburg, also das heurige Oberhaupt dieses Klans, als er, in wenigen Monaten werden es dreißig Jahre her sein, ein Diadem nach Österreich herein

Er soll am 30. Juli 1996 bei einer Kontrolle von Zollbeamten am Flughafen Hohenems ein rund 630.000 Schilling teures Diadem nicht angegeben haben. In erster Instanz ist Habsburg bereits im Juli 1998 verdonnert worden. Nach juristischen Umwegen verhandelte der Berufungssenat der Finanzlandesdirektion abermals über die Erkenntnis. Dabei gelangte der Senat unter dem Vorsitz von Richter Erich Wieder zum Schluss, dass sich der Kaiserenkel des versuchten Schmuggels zu verantworten und dafür rund 183.000 Schilling Strafe zu bezahlen hat. Er schloss sich damit der Erkenntnis der ersten Instanz vollinhaltlich an. Ob Habsburg gegen die Erkenntnis des Senats berufen wird, ist noch unklar. Er zeigte sich in einer ersten Reaktion “erstaunt” vom Spruch der Finanzstrafbehörde werde jetzt die schriftliche Ausführung der Erkenntnis abwarten. Erst dann will er darüber entscheiden, ob er beim Verwaltungsgerichtshof berufen wird. Die Chancen, mit dieser Berufung einen Sieg in dem mühsamen Verfahren davonzutragen, schätzte der der Leiter der Finanzstrafbehörde Vorarlberg, Hofrat Hans Fleischhacker, als “eher aussichtslos” ein. Habsburg selbst ist sich dennoch immer noch kaum einer Schuld bewusst: “Schmuggeln wollte ich sicher nicht”, erklärte er den wartenden Journalisten. Er habe lediglich zuwenig darauf geachtet, ein Diadem anzumelden, das er seiner Frau “für den Besuch eines Balles” mitbringen wollte, sagte er. Im übrigen, so Habsburg vor Richter Wieder, hätte er das Ganze “schon vor drei Jahren erledigen können”. Und zwar dann, wenn er sich auf die Immunität als Europaabgeordneter berufen hätte.

Vorarlberg Online. 29. Oktober 1999.

wie seinerzeit seine Großeltern Schmuck von Österreich aber hinaus … und letztlich nach Kanada, wo jetzt die Beute, wie es in der Chronik immer so schön heißt,

solle demnächst ausgestellt werden, allerdings vorerst in Kanada und nicht in Österreich. Dies sei eine Geste an Kanada, das Kaiserin Zita nach ihrer Flucht aus Europa 1940 eine Heimat gegeben hatte.

Medien in einer demokratischen Republik, auch das scheint nach wie vor dazuzugehören, nicht nur Vater und Mann als Oberhaupt anzureden, sondern auch eine abgesetzte Kaiserin einfach weiter nur als Kaiserin, als wäre sie es nach wie vor

Die von Armut geplagte Großmutter, wie gut kann sie verstanden werden, schmuckreich für ihre Familie zu sorgen, hatte diese doch nichts mehr, wie die abgesetzte Kaiserin so wortreich zu erzählen wußte, daß ihrer Familie „Menschenmaterial“ und „Nahrungsmaterial“ erschöpft war; und auch der Enkel weiß mitgefühlsreich zu erzählen, daß seine Familie „fast verhungert“ wäre, damals in Eckartsau —

Da dies nicht von Belang ist, wurde nicht nachgeforscht, ob das Enkerl je gegen das Erkenntnis, gegen die verhängte Strafe beim Verwaltungsgerichtshof Berufung einlegte oder nicht.

Was tatsächlich von Belang ist, ist nicht, was diese Familie selbst über sich erzählt —

was sonst auch sollte eine Familie über sich selbst erzählen, darin gleichen sich alle Familien, sie erzählen das, was sie im seligsten Licht erscheinen läßt –,

sondern tatsächlich von Belang ist, wer sie dabei unterstützt, ihre Erzählung von der prekären Lage des Klans weiterträgt, besonders von Karl Habsburg

Aus seinem Glauben heraus, als Soldat, als Familienvater und als Staatsmann hat er einen Tod in Armut als einen Verrat zu seinen Grundsätzen vorgezogen. Er ist ein Vorbild für die Offiziere, er war wahrhaftig treu bis in den Tod.

und damit wieder einmal bei dem österreichischen Bundesheer angelangt, das endlich einer umfassenden Durchleuchtung dringendst zu unterziehen ist, auch in dieser Gesinnungssicht

Der Trägerverein des St. Georgs-Orden ist seitens des Bundesministeriums für Landesverteidigung in Österreich (BMLV) als „wehrpolitisch relevanter Verein“ – nunmehr mit dem Begriff „Partner des Bundesheeres“ bezeichnet – anerkannt. Darüber hinaus dürfen die Distinktionen des St. Georgs-Orden laut Trageordnung des BMLV zur Ausgangsuniform des ÖBH getragen werden.

Voll Reliquien ist das Heer …
und voll Hunger war der Klan,
das es zum Erbarmen war,

Damit wurde der ehemalige Träger der Krone nicht nur zeit seines Lebens des Landes verwiesen, sondern auch sein – bis dato unangetastetes – Privatvermögen eingezogen. Der „Allerhöchste Familienfonds“ wurde sozialen Zwecken zugeführt und zum „Kriegsgeschädigtenfonds“ umgewidmet, dessen Erträge nun Kriegswitwen und -waisen zugutekamen – allerdings ließ die galoppierende Inflation seinen Bestand rasch dahinschmelzen.

Kronen-Zeitung. Dr. Martina Winkelhofer. Was geschah mit dem Vermögen
der Habsburger? 18. März 2025.

und es erbarmte sich eine ständestaatlich
herzgläubige Regierung, vor neunzig Jahr‘
unter seiner Kanzlerschaft

1935 wurde die gesetzliche Bestimmung über die Landesverweisung des Hauses Habsburg-Lothringen aus dem Jahr 1919 aufgehoben. Zeitgleich ging man daran, der Dynastie ohne Kenntnis der notleidenden Bevölkerung ein beträchtliches Vermögen zukommen zu lassen.

NS Wolfgang Sobotka wußte als Nationalratspräsident nicht nur recht genau, wer der Ehre wert, in das Parlament eingeladen zu werden, also ebenfalls the habsburgian knights of the order, sondern auch,

welche Veranstaltungen, wie besonders an einem 10. November festzuhalten ist, im österreichischen Parlament,

und auch eine Karoline Edtstadler ließ es sich nicht nehmen, im Bundeskanzleramt persönlich die Order

Der 6. November 2024 war nicht nur im weltweiten Geschehen, sondern auch für den St. Georgs-Orden ein bedeutsamer Tag, da unserem Prokurator Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich verliehen wurde. Niemand geringerer als Bundesministerin Mag. Karoline Edtstadler lud dafür ins Bundeskanzleramt ein und ließ es sich nicht nehmen, die Ehrung persönlich vorzunehmen.

Novemberpro Ding-Hofer im Parlament von Österreich

Ein weiteres Kapitel zu Franz Dinghofer – mit Lachnummern, diesmal wieder mit den bereits einschlägig bekannten Mannen Wolfgang Sobotka, Christian Hafenecker und an der Gitarre Walter Rosenkranz …

Aufschrei Wolfgang Sobotka

In einem ungewöhnlichen Schritt hat der frühere Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) deutliche öffentliche Kritik an seinem Nachfolger Walter Rosenkranz geübt.

Der Standard. Sobotka greift Rosenkranz wegen rechter Veranstaltung an: „Bewusste Provokation“ — Zuvor haben mehrere renommierte Historiker in einem offenen Brief die Absage des Dinghofer-Symposiums gefordert, das am 11. November stattfinden soll. Fabian Schmid. 4. November 2025

Eine „bewußte Provokation“ kann die Anfragebeantwortung von Wolfgang Sobotka, als er selbst Nationalratspräsident war, vom 14. Mai 2019 genannt werden, als er zu Franz Dinghofer befragt wurde.

Die Abgeordnete Dr. Alma Zadic hat an den Präsidenten des Nationalrates die schriftliche
Anfrage 29/JPR betreffend “ Parlaments-Veranstaltung BAUMEISTER DER REPUBLIK
FRANZ DINGHOFER“ gerichtet.

Diese Anfrage beantworte ich wie folgt:

1 Ist Ihnen bekannt, dass der in einer Parlamentsveranstaltung geehrte Politiker Franz Dinghofer Zeit seines Lebens ein bekennender Antisemit war?

2 Falls Ja: Wie rechtfertigen Sie eine in Form und Inhalt unkritische Würdigung seines politischen Wirkens in den Räumen des Parlaments?

3 Ist Ihnen bekannt, dass Franz Dinghofer NSDAP-Mitglied war?

4 Falls Ja: Wie rechtfertigen Sie auch in diesem Fall eine in Form und Inhalt unkritische Würdigung seines politischen Wirkens in den Räumen des Parlaments?

5 Falls Frage 1 und 3 mit Nein beantwortet werden: Sind Sie bereit, die historischen Fakten zur Kenntnis zu nehmen und gegebenenfalls eine Tagung zu dem Thema zu organisieren?

6 Wurde die ORFIII-Dokumentation zu Franz Dinghofer von Seiten des Nationalratspräsidiums bestellt?

7 Wurde die Produktion der Dokumentation mit Mitteln des Parlaments finanziert?

8 Wie können Sie sicherstellen, dass derartige Ehrungen fragwürdiger historischer Persönlichkeiten in Zukunft nicht mehr in den Räumen des Parlaments stattfinden?

Zu den Fragen 1 bis 5 sowie 8:
Grundsätzlich ist von der rechtlichen Verantwortung für Aktivitäten die politische Verantwortung von Politikern und Politikerinnen zu unterscheiden. Die inhaltliche und politische Verantwortung für Veranstaltungen liegt, wie bereits in einigen Anfragebeantwortungen ausgeführt, bei den jeweiligen Präsidentinnen des Nationalrats und des Bundesrats. Dies gilt im Übrigen auch für Veranstaltungen der Klubs. Es ist jedoch unbestritten, dass für die Würde und das Ansehen des Nationalrats letztlich wir alle
verantwortlich sind. Dies habe ich zuletzt in einem gemeinsamen Schreiben mit der Zweiten
Präsidentin und der Dritten Präsidentin des Nationalrats an die Klubobfrau und an die
Klubobmänner zum Ausdruck gebracht.

Zu den Fragen 6 und 7:
Die Dokumentation über Franz Dinghofer ist Teil der ORF-III-Reihe „Baumeister der Republik“;
die Entscheidung über den Programmschwerpunkt zum Gedenken der Republiksgründung
obliegt den Verantwortlichen des ORF. Sie wurde nicht vom Nationalratspräsidium bestellt und
nicht vom Parlament finanziert.

Das also war die Antwort von Wolfgang Sobotka im österreichischen Parlament, mit der er nicht deutlich zu antworten wußte, was er alles nun, sechs Jahre später, über Franz Dinghofer zu wissen scheint, das er, Sobotka, aber vor einem Jahr auch noch nicht zu wissen schien, wenn er erst jetzt, etliche Jahre verspätet, „bewusste Provokation“ vorzubringen weiß …

„Bewusste Provokation“ vorzuwerfen. War es nicht auch eine „bewusste Provokation“ von Wolfgang Sobotka in seiner Funktion als Nationalratspräsident einen grazerischen Verleger in das Parlament einzuladen, für ein Produkt dieses Verlages im Parlament zu werben,

von einem Verlag mit einer reichlichen antisemitischen Produkterzeugung,

einen Verleger: „daß Deutschland jeden Tag wieder etwas deutscher wird — und Österreich genauso“.

Freilich, das, was Wolfgang Sobotka macht, ist keine „bewusste Provokation“, es ist die österreichische Mache. Etwa Leopold-Kunschak-Plaketten zu verteilen, wie es auch Wolfgang Sobotka bis vor einigen Jahren noch tat, Ehrungen mit dem „österreichischen Streicher“ vorzunehmen. Und zu Kunschak fällt sogleich Lueger mit der für Wolfgang Sobotka „sehr ambivalente[n] Haltung“

Und Lueger hat Kunschak viel zu verdanken, vor allem seinen Nachruhm durch das Denkmal am KL-Platz, aber nicht nur Lueger, sondern auch der nationalsozialistische Bildhauer,

der im nächsten Jahr auch gesäubert auf dem KL-Platz zu recht neuem Glanze herausgeputzt erstrahlen wird …

Wie Kunschak seinen für ihn rechten Künstler hatte,

wie Raab seinen für ihn rechten Künstler hatte,

so hat auch die FPÖ den für sie rechten Künstler, der nicht fehlen darf, wenn es um Franz Dinghofer geht, wenn ein Kunstwerk zu einem Symposiumsthema gebraucht wird …

Für diesen Künstler muß Franz Dinghofer ein wahrer schöpferischer Ansporn sein, schuf er doch nicht nur eine Mauerfallskulptur zu einem dinghoferischen Symposiumsthema, sondern auch eine Franz-Dinghofer-Medaille

Und wer die wiesingerisch gestaltete Medaille bisher schon bekam,

wird diese wohl stolz in Ehren halten, u. v. a. m. der einstige Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann,

recht besonders wohl der Eckart, und der,

der um den sprunghaft gestiegenen Stellenwert des Militärs gerade in Zeiten wie diesen weiß, der weiß auch, in welcher Montur solch eine Medaille entgegenzunehmen ist: in

bundesheerlicher Uniform auf schwarz-rot-goldener Schleife, ein burschenschaftlicher Bursche weiß eben, wie es auf gut deutsch einmal hieß, zu jedem Anlaße sich recht zu kleiden

Und wer von den österreichischen Medien diese Medaille sich recht verdient, das wissen die Verleihenden recht am besten …

zu denen auch eine Website von ihnen gezählt wird, die unzensuriert gesinnungsgemäß zensuriert … und wer weiß über die ihm rechtseiende Qualität recht mehr als jener Mann,

der am 12. November 2023 die Ehre hatte im Palais Epstein, als Wolfgang Sobotka Nationalratspräsident war, die Laudatio auf sie zu halten:

Christian Hafenecker, Mediensprecher der FPÖ, hielt die Laudatio auf den Verlag „1848 Medienvielfalt Verlags GmbH“, der für ihr Webportal unzensuriert mit dem Medienpreis des Dinghofer-Syposiums ausgezeichnet wurde. Als Vorläufer aller alternativer Medien habe unzensuriert die mediale Landschaft umgekrempelt, den „Mainstream-Medien das Fürchten gelehrt“ und sei dabei hinsichtlich der Zugriffszahlen erfolgreicher gewesen als viele der etablierten Nachrichtenportale. Die kritische Auseinandersetzung mit den vorherrschenden Narrativen und die Ermutigung der Leser, die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten, machen laut Hafenecker den Erfolg des Mediums aus. Stellvertretend für das gesamte Team hinter unzensuriert nahm Walter Asperl den Preis entgegen.

Eine ZZ ohne eine wiesingerische Medaille, was wäre das für ein leeres Magazin

Und den schönen Attersee mit seinem Report nicht mit einer derart schönen Medaille auszuzeichnen, das wäre doch ein Vergehen an der ehrenreichen Gesinnung …

Bei so viel gesinnungsgemäßer Medienkunst und wiesingerischer Kunst ist es selbstverständlich, daß auch die Vortragskunst nicht zu kurz kommt, die vertreten u. a. m. durch Christian Neschwara, Michael Ley

Auch nur die Rechtbesten der Moderationskunst werden für die Moderation der dinghoferischen Symposien erwählt, u. a. m. Walter Rosenkranz, der, kurz wie einfach gesagt, ein multikultureller Mann ist, der nicht nur in der Moderationskunst beheimatet ist, sondern auch in der Kunst der Musik, als Gitarrist, für Dinghofer an der Gitarre …

Übrigens, die Musik verbindet Wolfgang Sobotka, der auch als Dirigent und Violoncellist anhörbare Töne von sich gibt, mit Walter Rosenkranz, der nun seit dem 24. Oktober 2024 Nationalratspräsident ist, davor war es Wolfgang Sobotka, und zwar vom 20. Dezember 2017 bis zum 23. Oktober 2024 … Wie viele Jahre früher hätte, wäre Wolfgang Sobotka u. v. a. m. nicht Nationalratspräsident gewesen, hätte es auch seinen Aufschrei gegeben, als Dirigent und Violoncellist, gegen Franz Dinghofer im Parlament, gegen das Franz-Dinghofer-November-Pro im Parlament, das nun seit fünfzehn Jahren …

Es gibt aber menschgemäß auch Künstler, und das sind in überragender Mehrzahl Männer, die allen in Österreich ihnen recht sind, wie besonders dieser …

Klar und deutlich hat Wolfgang Sobotka die Fragen zur ORF-Dokumentation beantwortet. Oh, was für eine Dokumentation das war, beim Ansehen dieser wird freiheitlichen Herzen so recht warmheimelig …

Und ein Generaldirektor einer Fernsehanstalt des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich, die eine so gar recht feine Dokumentation liefert, hat sich eine redliche Belohnung verdient, so durfte dieser, ist in der obigen Anfrage zu lesen, sich geehrt und belohnt fühlend mit einladen:

Am 18. Februar 2019 fand auf Einladung der dritten Nationalratspräsidentin Annelies Kitzmüller gemeinsam mit Vizekanzler Strache und dem ORF-Generaldirektor Wrabetz im Palais Epstein eine Gedenkveranstaltung an Franz Dinghofer statt.

Aufschrei Wolfgang Gerstl

Zu dieser Lachnummer ist nichts hinzuzufügen, höchstens, es fehlte das „Gespür“ im österreichischen Parlament, denn Walter Rosenkranz ist nicht allein von seiner Partei zum Nationalratspräsidenten gewählt worden,

sonst hätte Walter Rosenkranz nur 57 Stimmen bekommen,

tatsächlich bekam er 100 Stimmen, also 43 Stimmen aus anderen Parlamentsparteien, und welche Parteien werden das wohl gewesen sein, die ebenfalls für Walter Rosenkranz …

“Wer nur ein Mindestmaß an Gespür hat, gedenkt der Opfer – und nicht der Täter. Dieses Gespür lässt FPÖ-Nationalratspräsident Walter Rosenkranz in erschreckender Weise vermissen, wenn er in unmittelbarer terminlicher Nähe zum Gedenken an die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wieder zum ‘Dinghofer-Symposium’ einlädt”, betont ÖVP-Verfassungssprecher Wolfgang Gerstl. Franz Dinghofer, dem die Freiheitlichen diese Veranstaltung widmen, war nicht nur ein Verfechter der großdeutschen Idee – also dem Zusammenschluss Österreichs mit dem Deutschen Reich –, sondern auch ein bekennender Antisemit und Nationalsozialist. “Und dann am 11. November – nur einen Tag nach den Feierlichkeiten anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Nationalfonds und der Erinnerung an die Reichspogromnacht – zu einer dieser schwierigen historischen Person gewidmeten Veranstaltung ins Parlament einzuladen, das ist nicht akzeptabel”, so Gerstl weiter.

Der ÖVP-Verfassungssprecher unterstützt diesbezüglich auch eine Resolution namhafter Zeithistorikerinnen bzw. Zeithistoriker, die sich entschieden für eine Absage der Veranstaltung ausgesprochen haben. Auch Rosenkranz sollte diesen Aufschrei aus der Geschichtswissenschaft ernst nehmen. “Gerade in der jüngeren Vergangenheit war das Parlament ein Ort, in dem auf Initiative des damaligen Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka viel im Kampf gegen den Antisemitismus und für das Gedenken und die Prämisse ‘niemals vergessen’ getan worden ist. Und das gerade auch in Zeiten, in denen der Antisemitismus auf der Welt wieder zu erstarken begonnen hat”, unterstreicht Gerstl. Abschließend sagt der Abgeordnete der Volkspartei: “FPÖ-Nationalratspräsident Rosenkranz ist im Sinne des Parlaments als Ort und Symbol von Freiheit und Demokratie gefordert, die notwendige Sensibilität walten zu lassen und zu handeln.”

Presseaussendung OTS0075. 4. November 2025.

Wie recht doch Wolfgang Gerstl hat, das muß doch hinzugefügt werden, die notwendige Sensibilität nicht aufzubringen, das Dinghofer-Symposium schon am 11. November, also nur einen Tag nach … Im letzten Jahr hatte diese Partei die notwendige Sensibilität, 2024 fand das Dinghofer-Symposium „ohne Aufschrei der Geschichtswissenschaft“ und Wolfgang Sobotka am 12. November 2024 statt, ganze zwei Tage später, und da war alles vorbei, das Wolfgang Gerstl „Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 “ nennt, denn am 12. November 1938 ging alles wieder, was die „Novemberpogrome 1938“ betraf, seinen ordentlichen bürokratischen Weg … So hätten sich Walter Rosenkranz und seine Partei den heurigen Aufschrei ersparen können, wenn sie das Symposium wieder zwei Tage später, also am 12. November 2025 …

Wie 2024 Wolfgang Sobotka hätte im Heurigen Walter Rosenkranz entscheiden können, der 12. November gehe dafür in Ordnung, das seien zwei Tage später … Am 12. November 1938 fand nichts Schlimmes statt, bloß u. a. m. eine Sitzung, in der es gar sachlich um Versicherungsleistungen …

Am 12. November fanden sich im Reichsluftfahrtministerium etliche Vertreter und Funktionäre, Beamte und Minister des NS-Regimes zu einer Konferenz unter der Leitung von Hermann Göring zusammen. Moniert wurde hier nicht die Gewalt gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland, sondern die große Zerstörung von Sachwerten. Den jüdischen Gemeinden wurde eine „Sühneleistung“ in Höhe von einer Milliarde Reichsmark auferlegt, Versicherungsleistungen durften nicht in Anspruch genommen werden, die Beseitigung der Schäden mussten die Betroffenen selbst finanzieren. Diese Maßnahmen sowie zunehmende Entrechtung, Enteignungen und „Zwangsarisierungen“ sollten die Jüdinnen und Juden zur Auswanderung zwingen.

Lemo — Lebendiges Museum Online, 6. November 2025.

Aufschrei Christian Hafenecker

FPÖ – Hafenecker: „Rufmordkampagne gegen Republikgründer Dinghofer entlarvt. Fakten zeigen: Er war Opfer des NS-Regimes, kein Täter!“ Umso grotesker sei der Versuch, Dinghofer heute in die Nähe des Nationalsozialismus zu rücken. Die wissenschaftlichen Fakten sprechen eine klare Sprache: 1938 wurde Dinghofer von den Nationalsozialisten aus politischen Gründen als Präsident des Obersten Gerichtshofes abgesetzt und zwangsweise in Pension geschickt – weil er nicht im Sinne der NS-Ideologie gehandelt hatte.

Dies nur soll aus der Presseaussendung OTS0057 vom 4. November 2025 von Christian Hafenecker, bei dem von einer einzelnen Lachnummer gar nicht gesprochen werden kann, herangezogen werden, er, Dinghofer, soll zwangsweise in Pension —

„Meine restliche Dienstzeit dauert in keinem Falle so lange bis die restlose Eingliederung
des Obersten Gerichtshofes in das Reichsgericht vorgenommen werden kann. Um die Art
der Durchführung dieser so hohen und wichtigen Aufgabe in personeller Hinsicht zu er
leichtern, halte ich es für zweckmässiger, dass die Ueberleitung des Obersten Gerichtsho
fes in das Reichsgericht bereits jetzt von einer Persönlichkeit in Angriff genommen wird,
welche sie auch zu Ende führen kann.“1063

er, Dinghofer, hat also selbst, kann gelesen werden im

Bericht der Linzer Straßennamenkommission. Archiv der Stadt Linz. 2022. Auszug aus dem Gesamtbericht zu Franz Dinghofer – Dinghoferstraße,

um die Versetzung in den dauernden Ruhestand am 28. April 1938 mit ebendieser Begründung schriftlich ersucht.

Im April 1938 zeichnete sich im Obersten Gerichtshof aber auch das Karriereende von Ding
hofer selbst ab. Er suchte schriftlich am 28. April 1938 beim Justizministerium in Wien um
Versetzung in den dauernden Ruhestand an. Neben dem Hinweis auf sein Alter – er war zu
diesem Zeitpunkt bereits 65 – begründete er den Antrag folgendermaßen: [siebe oben]

In seinem Antwortschreiben akzeptierte Justizminister Dr. Franz Hueber am 2. Mai 1938
den Wunsch Dinghofers, in den Ruhestand treten zu wollen, und dankte ihm für seine „viel
jährige, dem Vaterland gewidmete Tätigkeit“: „Empfangen Sie gleichzeitig meine herzlichsten
Wünsche für Ihr weiteres Wohlergehen.“1064 Der Aktivbezug Dinghofers wurde mit Ende Mai
eingestellt.1065 Ab 1. Juni 1938 galt Dinghofer demnach als Pensionist.1066 Die Ruhestandsver
setzung erfolgte vorzeitig, hätte doch der 65-Jährige eigentlich erst mit dem 31. Dezember 1938 aus dem Aktivstand ausscheiden müssen.1067 Mehrere Zeitungen berichteten über die Pensionierung des Ersten Präsidenten des Obersten Gerichtshofes unter Hinweis auf dessen Verdienste, insbesondere wegen seines Kampfes für den Gedanken eines Großdeutschen Rei
ches.1068

Mit dem Justizminister habe er „einige unerfreuliche Auseinandersetzungen“ gehabt. Er
sei genötigt worden, die Leitung des Obersten Gerichtshofes dem Rate des OGH Dr. August Zellner zu übergeben.1070 Dinghofer erinnerte sich auch, dass ihm für den Falle der Weigerung, in Pension zu gehen, Gewalt angedroht worden sei.1071 Die Darstellung Dinghofers hat offenbar tatsächlich den wahren Sachverhalt wiedergegeben, bestätigten doch in der Nachkriegszeit mehrere Mitarbeiter des OGH, dass Justizminister Dr. Hueber Dinghofer aufgefordert hatte, sein Pensionsgesuch zu überreichen, „weil er mit Rücksicht auf seine Amtsführung beim OGH und die Rechtsprechung des OGH in Strafsachen während der Jahre 1933 bis 1938 bei der NSDAP missliebig geworden ist“.1072 Nach 1945 galt die Ruhestandsversetzung Dinghofers jedenfalls aus politischen Gründen erfolgt.1073 Den Hauptgrund seiner Entfernung sah Dinghofer freilich darin, dass der OGH durch den
Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich überflüssig geworden war und er als „Alter“
nicht in das neue System gepasst habe.1074

Am 10. Mai 1938 bekräftigte kein Geringerer als der Minister für Handel und Verkehr, Dr. Hans Fischböck, den guten Leumund Dinghofers mit der Aussage, dass „dessen Person als langjähriger Obmann der Großdeutschen Partei und Präsident des Obersten Gerichtshofes wohl vertrauenswürdig erscheint“.1077

Im Juli 1940 war die Beurteilung des Gauhauptstellenleiters F. Kamba hingegen eindeutig
positiv: „Der Obengenannte erscheint politisch zuverlässig. Seine volle Einsatzbereitschaft für
den nationalsozialistischen Staat steht ausser Zweifel.“1085

Im August 1938 stellten die Kreisleitung I sowie die Gauleitung der NSDAP Wien Dinghofer ein überaus positives Zeugnis aus: Er sei stets großdeutscher Politiker gewesen und seine politische Zuverlässigkeit sei „ganz selbstverständlich“ gegeben. Das politische Führungszeugnis gipfelte in der Feststellung: „Dr. Dinghofer steht längst in den Reihen der Kämpfer Adolf Hitlers und wird mit seinen grossen politischen Erfahrungen bestimmt der Bewegung dienen.“1079

Ach, Franz Dinghofer, stets ein „Opfer“, alles passierte ihm „zwangsweise“, und das war schon dem nationalsozialistischen Regime bekannt:

Detailreicher fiel schließlich die politische Beurteilung des Personalamtsleiters der Ortsgruppe Stubenviertel im Oktober 1938 aus: Nach Auskunft der NS-Beamtenschaft sei Dinghofer als Großdeutscher bei der Nationalratswahl 1930 und bei der Gemeinderatswahl 1931 in Gegnerschaft zur NSDAP gestanden. Dinghofers Eintritt in die Vaterländische Front des Ständestaates wurde hingegen als „erzwungen“ gewertet. Als „Verdienste in der Bewegung“ führte man „Verwendung für Nationalsozialisten“ an. Aktuell sei Dinghofer Mitglied im Nationalsozialistischen Rechtswahrerbund. Nach dem Umbruch habe er sich nicht gegensätzlich zum heutigen Staat und der Partei ausgesprochen. Sein diesbezügliches Verhalten wurde als „sehr gut“ bezeichnet.1080

Das Fazit von Christian Hafenecker,

Wer ihn heute cancelt, greift die Fundamente der Republik an. Wer die Republik liebt, darf ihre Gründungsväter nicht aus der Geschichte streichen. Linke Ideologen mögen canceln wollen – wir aber erinnern, würdigen und verteidigen die Wahrheit“, so Hafenecker abschließend.

als hätte er bei Wolfgang Sobotka gelernt …

Aber es ist, glaube ich, kein Weg, daß wir einfach die Geschichte streichen. […] Ich halte nichts, von der cancel culture, das ist kein Weg, damit Geschichtsklitterung zu betreiben.

Doch, ja doch, auch das noch aus der hafeneckerischen Presseaussendung:

Eine aktive NSDAP-Mitgliedschaft ist nicht belegt, die Unterlagen sind widersprüchlich und teilweise ohne seine Unterschrift […]

Im Straßennamenbericht ist zu lesen:

Zur tatsächlichen Parteimitgliedschaft Dinghofers sind Karteikarten in der Zentralkartei der NSDAP sowie in der NSDAP-Gaukartei vorhanden. Demnach wurde die Aufnahme am 18. April 1940 beantragt. Mit 1. Juli 1940 erfolgte der Eintritt in die NSDAP mit der Mitgliedsnummer 8,450.902. Am 30. September 1941 wurde eine Mitgliedskarte für ihn ausgestellt.1088

Mehr aber von Interesse als die Frage, wie das damals mit Franz Dinghofer war, wie seine Biographie zu lesen ist, ist, was ist von ihm in der Gegenwart, und dazu fällt nicht nur die für sich fälschlicherweise in der Gegenwart lebende Person aus der SS (Schreibstaffel) der gesinnungsgemäß zensurierten Website ein, was die wohl Franz Dinghofer an Gelerntem verdankt, daß sie sich

Franz Dinghofer nennt? Wie Menschen einzuteilen sind, wie …

Kornblume

Die rosenkranzische Parlamentspartei trägt nicht mehr zum besonderen Anlaße im österreichischen Parlament die Kornblume, und das sogar ohne „Kornblumenerlaß“, für dessen Rücknahme einzusetzen Franz Dinghofer vor weit mehr als einhundert Jahren sich bereit erklärte

Wie weit es auch ein Erfolg von Franz Dinghofer war, daß der „Linzer Kornblumenerlaß“ zurückgezogen wurde, vermag nicht gesagt werden; dieser Erlaß, der wegen „antiösterreichischer Umtriebe“ damals notwendig erschien …

Die Kornblume, seit weit mehr als einhundert Jahren ein Symbol antiösterreichischer Gesinnung — aber die

hafeneckerische Partei trägt nun nicht mehr Kornblume, sondern Edelweiß

Edelweiß, Edelweiß, oh, blauer Enzian, so edel weiß …

„Der Witz bei meinen“

Am 3. November 2025 ist auf der Konzernplattform X Monika Gruber wieder einmal lustig:

No, da kommt er aber ins Flattern, der Herr Falter…

Sie bezieht sich auf eine Diskussion zwischen Florian Klenk und Norbert Bolz, und verbreitet hierfür weiter, das Alexander Steffen auf der Konzernplattform X am 3. November 2025 schreibt:

Überragender Konter von Professor Norbert Bolz. Ein linker Journalist will ihm vorwerfen, dass er sich im Netz „radikalisiert“ habe. Der Angriff geht aber voll nach hinten los und wird zum Eigentor. Purer Genuss, absolut sehenswert, besonders am Ende.

Alexander Steffen verbreitet den Diskussionsausschnitt zwischen Florian Klenk und Norbert Bolz mit, den „MWW — MehrWertWissen“ nun ausgegraben hat … Wie aktuell von Monika Gruber, Alexander Steffen und MehrWertWissen doch das ist: die Verbreitung einer Diskussion, die vor fünf Jahren von der Fernsehanstalt „ServusTV“ ausgestrahlt wurde.

Norbert Bolz und Gerald Grosz Seite an Seite ihnen gegenüber Florian Klenk, aber um Gerald Grosz geht es nicht, wie es nie um Gerald Grosz geht, sondern lediglich um das, wofür er steht … In dieser vor fünf Jahren ausgestrahlten Sendung „Hass im Netz: Was muss man aushalten?“ sagt Norbert Bolz in seiner Antwort auf Florian Klenk etwas Bemerkenswertes:

Sie [Florian Klenk] argumentieren von dieser Voraussetzung, die Rechten sind dadurch charakterisiert, daß sie andere denunzieren, indem sie Formen bringen wie: ich habe gelesen, daß. Genau das haben Sie [Florian Klenk] eben gemacht. Ist das jetzt Denunziation? Ist das Diskriminierung? Was ist das, was Sie [Florian Klenk] mir gegenüber machen? Sagen Sie [Florian Klenk] doch einen einzigen Tweet, den Sie für irgendwie radikal halten. Der Witz bei meinen Tweets ist, sie sind alle sehr intelligent, ich denke lange darüber nach, ich spucke das nicht so aus, wie viele andere. Das ist alles durchdacht, und das macht die Linken wahnsinnig, daß sie wütend sind über meine Tweets, das liegt nicht daran, daß sie rechtsradikal oder sonst radikal sind, sondern daß sie direkt durchdacht sind und daß sie nichts dagegen bieten, und es geht Ihnen genauso, leider wissen Sie ja nicht einmal einen einzigen, oder? Ist es das? Neinneinnein, darauf wollten Sie hinaus. Aber bitte, jetzt wäre es, einfach zu schweigen, und zu sagen, lassen Sie mal die anderen reden. Weil Sie sind jetzt wirklich am Ende.

Das Bemerkenswerte und das Aufmerkwerte an dem von Norbert Bolz Gesagten ist:

Der Witz bei meinen Tweets ist, sie sind alle sehr intelligent, ich denke lange darüber nach, ich spucke das nicht so aus, wie viele andere.

Daß der Witz an seinen Tweets der ist, daß sie alle sehr intelligent seien, daß er lange darüber nachdenken würde, daß er sie nicht so ausspucke, wird am leichtesten verständlich, seine Tweets für ihn selbst sprechen zu lassen. Aber nicht mit sehr intelligenten Tweets, die er, Norbert Bolz, vor fünf Jahren nach langem Nachdenken nicht ausspuckte, sondern — mit einer Auswahl seiner Tweets im Zeitraum vom 17. Juli 2025 bis zum 26. Oktober 2025. Er, Norbert Bolz, was er nicht sagte, aber angenommen werden darf, wird bei der Weiterverbreitung von Tweets Dritter wohl ebenso vorgehen, also werden seine Weiterverbreitungen ebenso sehr intelligent sein, wird er ebenso lange darüber nachdenken, was er weiterverbreitet, wird er seine Weiterverbreitungen nicht so ausspucken, wie viele andere …

Wenn die eigenen Tweets sehr intelligent sind, wenn lange darüber nachgedacht wird, und sie, die Tweets, nicht so ausgespuckt werden, dann können die von Norbert Bolz weiterverbreiteten Tweets nur eines ebenfalls sein: sehr intelligent, über diese ebenfalls nur lange nachgedacht worden sein, diese nicht so ausgespuckt … In der Auswahl der bolzischen Tweets vom 17. Juli 2025 bis zum 26. Oktober 2025 sind nicht seine eigenen sehr intelligenten, lange durchdachten und nicht so ausgespuckten Tweets, sondern auch bolzische weiterverbreitete Tweets, die für Norbert Bolz seine Tweets-Kriterien recht umfassend erfüllen: sehr intelligent, lange durchdacht und nicht so ausgespuckt wie eben die eigenen …

Im Zeitraum vom 17. Juli 2025 bis zum 26. Oktober 2025 verbreitete Norbert Bolz Tweets u. v. a. m. von

Max Stirner

Julian ReicheltNius

Florian Machl

Birgit Kelle

Jan Fleischhauer

Michael Klonovsky

Hayek Club Weimar

Deutschland-Kurier

Heimo Lepuschitz

Geert Wilders

Tichys Einblick

Wen sonst immer noch Norbert Bolz vom 17. Juli 2025 bis 26. Oktober 2025 weiterverbreitete, beispielhaft nur genannt Anabel Schunke, Emrah Erkan und so weiter und so fort, sie alle zeichnet aus, die bolzischen Tweets-Kriterien gänzlich zu erfüllen.

Welche Tweets und welche Tweets-Weiterverbreitungen die bolzischen Kriterien von Norbert Bolz selbst am eindrucksvollsten erfüllen, ist nicht zu entscheiden, ein paar Beispiele aber, die seinen Anspruch erfüllen könnten, sollten doch exemplarisch angeführt werden:

551
14. August 2025

Die reine Wahrheit. Großartiger Mann [Yavier Milei].
14. August 2025

Neues Genre im Journalismus: Frustrierte Frauen feiern sich selbst.
27. Juli 2025

UN, EU und ÖRR sind nicht mehr reformierbar.
10. September 2025

Rechtsextreme sind leicht zu erkennen. Sie sprechen vom „Sommer“.
14. August 2025

Je mehr die Emotionen die Argumente verdrängen, desto femininer wird die Massendemokratie.
13. September 2025

Es gibt etwas Schlimmeres als die „Lügenpresse“: den ÖRR.
13. September 2025

Gute Formel von Reichelt: Die Linke = SED + RAF
7. Oktober 2025

Guter Satz von meiner Frau: Trump ist der Anti-Heuchler.
1. Oktober 2025

„Stadtbild“ ist ein bekannter Nazi-Begriff.
16. Oktober 2025

Im übrigen meine ich, dass der ÖRR zerschlagen werden muss.
13. Oktober 2025

Tolle Frau [Giorgia Meloni]
15. Oktober 2025

Wer sagt, was ist, ist Rassist.
16. Oktober 2025

Journalist – Aktivist – Terrorist. Es wäre interessant, zu erfahren, wo die Grenzen verlaufen.
12. August 2025

KI-Screen in KI-Mood

Am 4. November 37, siebenundreißig Jahre ist es her, daß „Heldenplatz“ von Thomas Bernhard zum ersten Mal aufgeführt wurde, oder sollte gesagt werden, daß Österreich vor 37, vor siebenundreißig Jahren Österreich sich auf dem Heldenplatz aufführte …

Aber es ist nicht die Uraufführung von „Heldenplatz“ Grund zu erinnern, sondern Rudolf Bayr, der einmal Intendant des Landesstudios Salzburg des öffentlich-rechtlichen Rundfunks von Österreich war, von dem im „KI-Modus“ absonderliche biographische Angaben zu erfahren sind, u. v. a. m. beispielsweise, daß er, Rudolf Bayr, „einer der Hauptrollen in der Uraufführung von Thomas Bernhards Drama ‚Heldenplatz‘ im Jahr 1988 am Wiener Burgtheater“ spielte, an einem anderen Tag wieder, daß er, Rudolf Bayr, „dort die Uraufführung von Bernhards Theaterstück ‚Heldenplatz‘ am 4. November 1988 inszenierte“ …

Siebzehn absonderliche und immer unterschiedliche biographische Angaben zu Rudolf Bayr an vielen Tagen im „KI-Modus“, dessen englische Übersetzung die einzig stimmige wäre: KI-Mood … Wie bei einem Menschen, für nur einen kurzen Vergleich soll herangezogen werden, wie bei einem Menschen, dessen Initialen seines Vor- und Nachnamens KI wären, bei einem Menschen, der je nach seiner Stimmung, je nach seiner Gemütslage, je nach seiner Anwandlung an jedem einzelnen Tag etwas anderes über eine bestimmte Sache erzählt, an einem Tag das und am nächsten Tag das und am nächsten das und am übernächsten Tag wieder das über eine bestimmte Person erzählt, dabei aber die Konstante, immer etwas Absonderliches erzählt in seiner nach jeweiliger Tageslaune verfaßten Erzählung über eine bestimmte Sache, über eine bestimmte Person.

Siebzehn solche Absonderlichkeiten an vielen verschiedenen Tagen vorgebracht wurden bereits im Kapitel „KI – Knock Intelligence“ festgehalten. Es gibt aber noch eine Konstante, es wird gesiebt, es wird ausgesiebt, es wird ausgebiet, was nicht gerne gehört wird, ausgesiebt, was nicht gerne gelesen wird, besonders in Österreich, das dazu verführen könnte, der Versuchung zu erliegen, zu sagen, das Produkt KI sei ein österreichisches Produkt, Knock Intelligence sei in Österreich entwickelt, in Österreich programmiert … Denn eine biographische Angabe zu Rudolf Bayr wurde in allen siebzehn Absonderlichkeiten nicht gemacht, aus der Biographie von Rudolf Bayr wurde immer ausgesiebt, daß er, Rudolf Bayr, NSDAP-Mitglied war, für den „Völkischen Beobachter“ schrieb, in leitender Funktion im „Völkischen Beobachter“ war. Das wird gerade in Österreich nicht wenigen gefallen, daß in der KI-Biographie von Rudolf Bayr das keine Erwähnung findet, das aus seiner Biographie ausgesiebt ist, KI also ein Sieb ist, in dem bleibt, was genehm ist, in dem nicht bleibt, was nicht genehm ist, aussortiert wird, was nicht mehr gewußt werden will, aussortiert wird, was nicht mehr gewußt werden soll; in englischer Übersetzung für KI-Sieb wäre wohl KI-Screen die passende …

Das Dilemma beim Verfassen einer Bayr-Rezension kann am ehesten ein Germanisten-Witz lösen. „Mitarbeiter des Völkischen Beobachters mußten nach dem Krieg im Österreichischen Rundfunk untertauchen oder sonstwo ihr Süppchen kochen. – Der ehrgeizige Rudolf Bayr tat zur Vorsicht beides und wurde Fernsehkoch.“

Helmut Schönauer. Literaturhaus Wien. 9. April 1999.

Als wäre für das Programmieren von KI-Screen das „Untertauchen“ eine Leitlinie, so jedenfalls stellt es sich dar, wenn die Antwort 18 eines weiteren Tages von KI-Screen gelesen wird, denn es gibt kein größeres Untertauchen als dieses, zu sagen, ein Mensch existierte gar nicht, in diesem Fall, Rudolf Bayr „repräsentiert nicht eine reale Person“, Rudolf Bayr „ist eine Figur in Thomas Bernhards Roman ‚Frost‘, wo er der Erzähler der Geschichte ist“.

Rudolf Bayr ist eine Figur in Thomas Bernhards Roman „Frost“, wo er der Erzähler der Geschichte ist. Die beiden waren keine engen Freunde im wirklichen Leben, sondern eine literarische Schöpfung Bernhards. Rudolf Bayr als Erzähler: In Bernhards Roman „Frost“ übernimmt die Figur Rudolf Bayr die Rolle des Erzählers. Literatische Figur: Die Figur ist eine Erfindung von Thomas Bernhard und repräsentiert nicht eine reale Person, mit der Bernhard befreundet war. Verbindung zum Autor: Bayr ist der Hauptcharakter in „Frost“ und die Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt. Hinweis: Die Suche ergab keine Informationen, die darauf hindeuten, dass ein Schriftsteller namens Rudolf Bayr eng mit Thomas Bernhard befreundet war. Die einzige Verbindung, die zwischen diesen beiden Namen hergestellt wird, ist die Figur Rudolf Bayr in Thomas Bernhards Roman „Frost“.

Es will gar nicht erforscht werden, was KI-Mood nicht im KI-Screen behielte, von der ersten Ehefrau von Rudolf Bayr. Es wird nicht nur eine Liebesheirat, wie es so schön heißt, gewesen sein, sondern wohl auch eine eheliche Schicksalsgemeinschaft, nach dem Untergang des totalitären nationalsozialistischen Regimes, eine Tröstungsehegemeinschaft, ein NSDAP-Mitglied heiratet ein NSDAP-Mitglied …

Im Gegensatz zu vielen anderen Pionierinnen an der Universität Wien wurde Sylvia Klimpfingers Laufbahn durch den „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich 1938 befördert. Als Mitglied der NSDAP seit 1. Januar 1941 sowie der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt und des NS-Lehrerbundes proftierte sie seit Beginn des Zweiten Weltkriegs zudem von den zunehmenden Einberufungen der männlichen Kollegen zum Kriegsdienst und vertrat seit 1940 eine Assistentenstelle an der Universität Wien. 1943 wurde sie mit der Schrift „Die Testmethode im Rahmen der Persönlichkeitsbegutachtung“ habilitiert, wurde 1944 planmäßige Assistentin am Institut für Psychologie und lehrte experimentelle Psychologie, jugendpsychologische Begutachtungspraktika und Psychologie des Kindes- und Jugendalters. Sie kooperierte während der NS-Zeit auch eng mit der NSV, führte für diese psychologische Begutachtungen an schwer erziehbaren Kindern durch und beteiligte sich an der Ausbildung des Erziehungspersonals. Sylvia Bayr, die an die Wiener Schule der Kinder- und Jugendpsychologie Charlotte Bühlers anknüpfte, arbeitete für den NS auch an der Adaptierung der Kleinkinderentwicklungstests von Bühler und Hildegard Hetzer.

Entnazifizierung und Nachrkriegskarriere

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 wurde Sylvia Klimpfinger zunächst als Assistentin an das Pädagogische Institut unter Richard Meister übernommen, als ehemaliges Mitglied der NSDAP wurde sie jedoch einem Entnazifizierungsverfahren unterzogen und ihre Lehrbefugnis aufgrund der NS-Belastung entzogen. Bereits wenige Jahre später, 1948 wurde ihr die venia legendi wieder zuerkannt. Sie heiratete wenig später den Schriftsteller Rudolf Bayr. 1950 erhielt Sylvia Bayr-Klimpfinger Titel eines ao. Prof., 1955 folgte die Ernennung zur ständigen Hochschulassistentin, 1956 die Ernennung zur ao. Prof. für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie und 1967 schließlich die Berufung auf die neu geschaffene ordentliche Professur  für Pädagogische Psychologie. 1977 wurde sie emeritiert, vertrat aber den Lehrstuhl noch bis zur Berufung ihrer Nachfolgerin Brigitte Rollett 1979 weiter.

Universität Wien. Katharina Kniefacz. Zuletzt aktualisiert 30. Jänner 2025.

Der aus einer Beamtenfamilie stammende B. [Rudolf Bayr] absolvierte das Staatsgymnasium in Linz/OÖ und studierte von 1937 bis Sommer 1940 Philosophie, Psychologie, Germanistik und Musikwissenschaft an der Universität Wien. Neben dem Studium arbeitete er von Mai 1938 bis Mai 1941 als Bibliothekar am Psychologischen Institut. Vermutlich ab 1939 schrieb er als freier Mitarbeiter für die Wiener Ausgabe des Völkischen Beobachters, avancierte im Sommer 1940 zum Schriftleiter in Ausbildung und war dort von 1942 bis „zumindest 1944“ als Schriftleiter für Kulturpolitik tätig (Hausjell85). Im September 1942 schloss er die Dissertation Zur Problematik des künstlerischen Übersetzens ab und wurde 1943 zum Dr. phil. promoviert. Obwohl eher nationalsozialistisch eingestellt (siehe NSDAP-Mitgliedsnummer), trat B. mit Beginn des Studiums der Vaterländischen Front, Einheitspartei der Ständestaatdiktatur, bei und blieb,
laut eigener Angabe, Mg. „bis [zum] Umbruch“ (BAB/BDC RKK/RSK RSK-AA 19.7.1939). Als
sich der Wind im Februar 1938 zu drehen begann, trat er drei Wochen vor dem „Anschluss“ dem (illegalen) NSDStB und vier Monate später, im Juni 1938, der NSDAP bei.
Die Parteimitgliedschaft wurde rückwirkend mit dem Sammeldatum 1. Mai 1938 festgelegt, die Mitgliedsnummer (6.264.532) stammte aus dem Kontingent für „verdiente“ – d. h. vor 1938 aktive – Parteigänger. Zur RSK meldete sich B. ebenfalls, aufgrund seiner Jugend musste B.s Vater eine Einverständniserklärung abgeben. Max →Stebich (W), Geschäftsführer der RSK Landesleitung Österreich, schlug vor, dem jugendlichen Autor einen „Befreiungsschein nach Punkt 3“ auszustellen (BAB/BDC RKK/RSK 11.9.1939).
Ab 1939 veröffentlichte B. Beiträge u. a. in Die Pause und Der getreue Eckart sowie im Jahrbuch der Stadt Linz Stillere Heimat. Im Berliner Verlag Kampmann sollten ca. 1943/44 „Übertragungen Sophokleischer Chöre“ sowie der Lyrikband Kelter und Krug von B. erscheinen; beide Werke sind bibliografisch nicht nachweisbar (Hausjell85). Ein eventueller Kriegseinsatz des Autors, der 1944 erst 25 Jahre alt war, wäre naheliegend, ist aber in den Unterlagen nicht dokumentiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlegte B. seine Wirkungsstätte nach Salzburg, galten doch die Salzburger Printmedien, u. a. die Salzburger Nachrichten, als Auffangbecken für ehemalige NS Journalisten. Ob er aufgrund seiner NSDAP-Mitgliedschaft Probleme hatte und einem Entnazifizierungsverfahren unterworfen war, geht aus den Archivalien nicht hervor. Da B. jedoch bis 1945 kein einziges Buch veröffentlicht hatte, stand er weder in Deutschland noch in Österreich auf dem Index. Auch die einstige journalistische Tätigkeit beim Völkischen Beobachter dürfte keinerlei Einschränkungen nach sich gezogen haben, denn bereits im Jahr 1945 nahm B. die Publikationstätigkeit auf: Zunächst erschienen Zur Psychologie des dichterischen Schaffens und die Übersetzung Oidipus auf Kolonos (beide 1945), dem der Erzählband Das Ungewisse Haus (1946) sowie Essays über Dichtung und die Monographie Karl Heinrich Waggerl. Der Dichter und sein Werk (beide 1947) über den im Dritten Reich außerordentlich populären Salzburger Schriftsteller Karl Heinrich → Waggerl folgten. Als nach dem Inkrafttreten der Minderbelastetenamnestie im Jahr 1948 auch jene AutorInnen auf den Buchmarkt drängten, über die 1945 ein Publikationsverbot verhängt worden war, hatte sich B. bereits etabliert; so fungierte er 1948 bis 1951 als Herausgeber der Literaturzeitschrift Wiener literarisches Echo. Hauptberuflich betätigte er sich im ORF Landesstudio Salzburg, wo er 1956 zum Leiter der Literaturabteilung, 1971 zum Leiter der Hauptabteilung Kultur und schließlich 1975 (bis 1984) zum Intendanten avancierte. Daneben publizierte er zahlreiche Dramen (u. a. Menschenliebe 1969), Erzählungen (u. a. Die Schattenuhr 1976), Lyrikbände (u. a. Der Wolkenfisch 1965), Hörspiele (Agamemnon muss sterben 1955) und Theaterbücher (u. a. Delphischer Apollon 1966, mit einem Vorwort von Alexander →Lernet-Holenia/W). Er war Mitarbeiter einiger Literaturzeitschriften, fungierte als Berater der Rauriser Literaturtage und als Lektor des Residenz-Verlags, in welchem etliche seiner Bücher erschienen (u. a. Brevier für Müßiggänger 1968, Die Eiben von Sammezzano 1984). Darüber hinaus machte sich B., der u. a. die TV-Sendung Häferlgucker gestaltete, einen Namen als Gourmet und Gastrokritiker (u. a. Man liebt nicht auf nüchternen Magen 1989). Der Autor erhielt etliche Literaturpreise, u. a. den Förderungspreis im Rahmen des Österreichischen Staatspreises für Literatur und den Österreichischen Staatspreis für Hörspiel (beide 1959), aber auch Ehrungen wie u. a. Feinschmecker des Jahres (Gault Millau 1984). Obwohl seine tiefe NS-Verstrickung in der unmittelbaren Nachkriegszeit thematisiert wurde und man ihm riet, „so lange [zu] schweige[n], bis wir seine ‚VB‘ Artikel vergessen haben“ (Österreichisches Tagebuch 1/1946, Nr. 30), bildete diese kein Hindernis für seinen Aufstieg an die Spitze eines ORF-Landesstudios.

Karin Gradwohl-Schlacher. Literatur in Österreich 1938–1945. Handbuch eines literarischen Systems. Band 6. Salzburg. Böhlau. Wien, 2021.

„Leute, die Gefahr sind, bestraft für ihren Koffer“

Ahmed Armih, der sich Ahmad Abul Baraa nennt, wird es wohl als eine Erhöhung seiner Person empfinden, wenn er beispielsweise auf der Konzernplattform X zwar namenlos aber als „Islamic scholar in Germany“ bezeichnet wird — „Islam-Wissenschaftler in Deutschland“ …

Islamic scholar in Germany: “Non-Muslims must obey Islamic law. Once we become the majority, non-Muslims must either obey us or convert, or they will be punished.”

Mit dieser Einleitung wird ein Video von Ahmed Armih verbreitet, das etwas mehr als zwei Minuten dauert. In diesem Video aber sagt Ahmed Armih diesen Satz nicht, der als Zitat

„Nicht-Muslime müssen sich an das islamische Recht halten. Sobald wir die Mehrheit bilden, müssen Nicht-Muslime entweder gehorchen oder konvertieren, sonst werden sie bestraft.“

gebracht wird, als wäre dieser Satz von Ahmed Armih, das durchaus möglich sein kann, daß er diesen Satz in einem anderen Video von ihm einmal sagte, nur, ohne Quellenangabe zu zitieren, ist nicht redlich, wie es auch unangebracht ist, dieses Video zu verbreiten, ohne den Namen zu nennen, von wem das Video ist, und dabei auch noch diesen Mann zu einen „Islamwissenschafter“ oder Islamgelehrten“ zu erhöhen.

Das Video von Ahmed Armih wurde dann noch auf der Konzernplattform Facebook gefunden, ebenfalls an diesem 3. November 2025, mit einer etwas anderen Einleitung:

Just so you know what’s coming.
S.O.P for 1400 years and they won’t change now.
“Non-Muslims must obey Islamic law. Once we become the majority, non-Muslims must either obey us or convert, or they will be punished.”

Ebenfalls beigefügt das Video von Ahmed Armih, und das erheitert sehr durch die offensichtlich automatisierten Untertitel. Ahmed Armih sagt das in seinem Video nicht, aber in den eingeblendeten Untertiteln wird das von ihm, Ahmed Armih, Gesagte genauso wiedergegeben:

Und wir reden hier über Leute, die Gefahr sind …

Und weil sie sich nicht halten, werden sie für zwei Sachen bestraft, einmal für ihren Koffer …

„Letztes Jahr gab es etwa Berichte, dass der Hauptverdächtige des vereitelten Anschlags auf das Taylor-Swift-Konzert in Wien“, ist zu lesen, „durch Armih radikalisiert worden sei.“ Wenn das stimmen sollte, die Radikalisierung wäre wohl dennoch nicht ausgeblieben, hätte die vom „Hauptverdächtigen“ empfangene Botschaft gelautet: „Bestraft, einmal für ihren Koffer“ … Sind doch die Botschaften, wie immer sie lauten mögen, von dieser Kofferbotschaftsart

„Leute, die Gefahr sind“ und „bestraft, einmal für ihren Koffer“ … Und genauso sollten dennoch stets wiedergegeben werden, die Botschaften von Ahmed Armih und Seinesgleichen, die erst in der automatisiert unterlegten Mitschrift ihre rechte Bedeutung erfahren.

Rücktritte in Slowenien, in Österreich aber wie in Israel keine

Am 2. November vor fünf Jahren die Morde in Wien ohne Rücktritte in Österreich; fünf Jahre später in Slowenien, berichtet die „Kleine Zeitung“ am 30. Oktober 2025, zwei rasche Rücktritte, der von Justizministerin Andreja Katič und der von Innenminister Boštjan Poklukar, aber ohne eines Versagens, ohne eines Fehlverhaltens, ohne einer Fehlleistung der ihnen unterstellten Behörden, und trotzdem treten in Slowenien sofort die Justizministerin und der Innenminister zurück.

In Slowenien also nicht wie in Österreich.

Fünf Jahre früher in Österreich keine Rücktritte, obgleich von Versagen, von Fehlverhalten, von Fehlleistung der zuständigen Behörden in Österreich gesprochen werden kann, wie an diesem ersten November-Wochenende die Tageszeitung „Der Standard“ erinnert:

Es ist die Geschichte einer Tragödie, die hätte verhindert werden können. Kujtim F. war den Polizeibehörden nicht nur als radikalisierter Jihadist bekannt. Er plante quasi vor ihren Augen einen Anschlag. Sein fehlgeschlagener Versuch, noch im Sommer Munition für ein Sturmgewehr in der Slowakei zu kaufen, wurde von den Behörden dort sogar an die Kollegen in Österreich gemeldet. Nur: Kujtim F. wurde nicht aus dem Verkehr gezogen. Die Information blieb liegen. Auch die Deradikalisierungsstelle Derad, die mit dem jungen Mann arbeitete, warnte Justiz und Polizei in ihren Berichten vor dessen Gefährlichkeit. Die zunehmende Radikalisierung von Kujtim F. aber, so resümiert Derad-Mitgründer Moussa al-Diaw in seinem neuen Buch die Radikalisierten, „wurde nicht ernst genommen oder in ihrer Tragweite nicht verstanden“. Ein Befund, der aus Diaws Sicht auch „immer wieder“ für die Jihadisten-Generation nach Kujtim F. gilt. Womöglich fehlte der Fokus auf Kujtim F. auch, weil der Staatsschutz damals seine Kräfte in eine völllig andere Richtung bündelte.

Und die „Kleine Zeitung“ schreibt am 31. Oktober 2025:

Vor fünf Jahren erschüttert ein Terroranschlag Wien. Mängel im Staatsschutz werden bekannt. […] In die Kritik geraten damals das Bundesamt (BVT) und das Wiener Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT). Ein Hinweis aus der Slowakei, wonach der spätere Täter versucht hatte, in Bratislava Munition zu kuafen, war im Sand verlaufen. Eine Gefährdereinschätzung des 20-Jährigen, der 2019 nach einer Haftstrafe wegen terroristischer Vereinigung bedingt entlassen worden war, wurde erst nach dem Anschlag fertiggestellt.

Weder die österreichische Justizministerin Alma Zadić noch der österreichische Innenminister Karl Nehammer als Ressortletztverantwortliche traten zurück — trotz des Versagens, des Fehlverhaltens, der Fehleistung der ihnen unterstellten Behörden.

Im Fall des Innenministers war es sogar dazu gekommen, daß er, statt ihn zurückzutreten, hinaufgetreten wurde: zum Bundeskanzler.

Nicht nur in Slowenien gibt es Rücktritte, sondern in vielen Staaten, wenn sie nicht Österreich heißen, wie bereits von einigen Staaten erzählt wurde, im Zusammenhang mit den Morden vor fünf Jahren in Wien …

Der österreichische Innenminister trat nicht zurück, sondern präsentierte nach den Morden in Wien stolz einen „Rohrkrepierer“:

Zu jener Zeit war eine groß angelegte Razzia gegen ein mutmaßliches Netzwerk der Muslimbruderschaft und der Hamas in Österreich geplant. Aufgrund des Terroranschlags fand sie letztlich mit einer Woche Verspätung statt. Bewaffnete Cobra-Beamte traten am 9. November 2020 dutzende Türen von Verdächtigen ein. Die Politik in Wien wollte nach dem Anschlag Sicherheit demonstrieren. Ex-Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) sprach von einem „entscheidenden Schlag“ gegen den politischen Islam. Fünf Jahre danach ist die sogenannte „Operation Luxor“ aber nicht mehr als ein juristischer Rohrkrepierer.

Der Standard. 2. November 2025.

Was Rücktritte anbelangt, geht es in Israel zu wie in Österreich. Die von der Hamas begangenen Morde am 7. Oktober 2023 in Israel zeitigten keine Rücktritte, trotz des Umstandes, daß die Regierung Netanjahus ihrer „grundlegendsten Verantwortung nicht nachgekommen ist“, um noch einmal Ehud Olmert zu ziterieren:

Am 7. Oktober aber haben wir zugelassen, dass 1200 Menschen innerhalb von Israels Grenzen getötet und 251 entführt wurden. Aus Arroganz und Selbstgefälligkeit haben wir sie den Mördern ausgeliefert. Der Staat ist seiner grundlegendsten Verantwortung nicht nachgekommen.

Und David Grossmann schreibt in seinem Buch „Frieden ist die einzige Option; Schwarzer Schabbat, nach dem 7. Oktober 2023“:

Unzählig die Wunder, unzählig die Opfer und Heldentaten von Soldaten und Zivilisten, doch ein jedes erinnert an den kriminellen Leichtsinn unserer Sicherheitsdienste, deren Chefs sich selbst — und uns — jahrelang davon überzeugt haben, wir wären hier in der Region die Stärksten und Raffiniertesten, aufs Kriegshandwerk verstünde sich niemand besser als wir. […] Tief sitzt das Gefühl, verraten worden zu sein. Die Regierung hat ihre Bürger verraten. Sie hat alles verraten, was uns als Bürgern dieses einen bestimmten Landes teuer war. Sie hat Bedeutung und Verpflichtung des Staats Israel verraten. Hat das kostbarste Pfand verraten, das zu hüten ihr aufgetragen war: die nationale Heimstätte für uns Juden zu sein. Mit heiliger Ehrfuhrt, nicht weniger, hätte sie es hüten müssen. Was aber tat sie stattdessen? Woran mussten wir uns gewöhnen, als wäre das nun einmal der Lauf der Welt? Dieses Land wurde preisgegeben — zugunsten engstirniger Interesen, zugunsten einer zynischen, schlafwandlerisch unvernünftigen Politik. Was heute geschieht, zeigt uns den Preis, den Israelis zu zahlen haben, weil sie sich jahrelang von korrupten Politikern verführen ließen, die den Staat nach und nach an den Rand des Abgrunds trieben, das Justizwesen, das Erziehungswesen wie auch die Armee unterhöhlten und bereit waren, uns alle existenziellen Gefahren auszusetzen, um den Ministerpräsidenten vor einer Gefängnisstrafe zu bewahren. Denken wir nur einmal daran, was wir seit Jahren hingenommen haben, wie viel Kraft, Gedanken und Geld wir wegen der Familie Netanjahu und ihrer Dramen á la Ceaușescu verschwendet haben, wie viele groteske Shows sie vor unseren verwunderten Augen abgezogen hat.

Es ist nur folgerichtig, wenn es in Israel wie in Österreich zugeht, daß eine derzeitige Ministerin aus der ÖVP, Claudia Plakolm, in diesem Frühjahr 2025 starke Worte für Benjamin Netanjahu findet: „für Österreich sei der Haftbefehl, den das ICC gegen Netanjahu erlassen habe, ein Affront“.

In Israel also wie in Österreich.

Fünf Jahre nach den Nicht-Rücktritten nach den Morden in Wien will in Österreich wieder einer nicht zurücktreten, obgleich er persönliches Fehlverhalten an den Tag legte, obgleich er persönlich schuldig geworden ist: „Amtsmissbrauch“ begangen zu haben, er also wieder vor Gericht wird müssen,

wie der Rücktrittsunwillige Netanjahu in Israel immer wieder vor das Gericht muß,

dann kann es auch in Österreich wie in Israel zugehen, kann die derzeitige Regierungspartei ÖVP die derzeitige Netanjahu-Regierung als Vorbild nehmen, und sie, die ÖVP, „unverändert stehen wir geschlossen hinter August Wöginger“.

Wöginger-Diversion
Staatsanwaltschaft soll laut Weisung Beschwerde einlegen

Anfang Oktober wurde das Verfahren gegen den ÖVP-Klubobmann August Wöginger wegen Amtsmissbrauchs mit einer Diversion eingestellt. Nun hat die Oberstaatsanwaltschat Wien die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft per Weisung angewiesen, Beschwerde einzulegen. Auch der Weisungsrat sei zum Schluss gekommen, dass die Voraussetzungen für die Diversion nicht gegeben seien. Von der ÖVP heißt es, man nehme den Instanzenzug zur Kenntnis, gehe aber davon aus, dass die Diversion bestätigt wird. „Unverändert stehen wir geschlossen hinter August Wöginger.“

Kleine Zeitung. 31. Oktober 2025.

Dazu ist bloß eines noch anzumerken, daß es eine „rote Linie“ schon vor der …