Gefangene haben es besser – sie kommen gar nicht in Versuchung, Andreas Mölzer lesen zu müssen

Aus Kärnten durfte in den letzten Tagen vernommen werden, Freiheitliche seien „Charaktermenschen“ … Dörfler Gerhard hat jedoch lediglich den gemeinen „Charaktermenschen“ angesprochen, der für das freiheitliche Lager ideal- und prototypisch ist -, erwähnt hat er aber nicht den Übercharaktermenschen, den es im freiheitlichen Lager auch gibt: Und das ist zweifellos Andreas Mölzer

Andreas Mölzer hat mit seinem Artikel in der „Kleinen Zeitung“ ein deutliches Bekenntnis zu seiner Übercharaktertreue abgelegt, dadurch vor allem, wie er jetzt über Dr. Jörg Haider schreibt …

Und wie gut fügt sich Andreas Mölzer trotz seines Übercharaktertums als einfaches Mitglied ein in die österreichische Tradition, nicht dabei gewesen zu sein, keine Rolle gespielt zu haben, nichts gewußt zu haben, am Ende wird Andreas Mölzer noch glaubhaft machen können, Dr. Jörg Haider nicht einmal persönlich gekannt zu haben, geschweige denn …

Eine Frage stellt sich noch, dürfen die Gefangenen in den österreichischen Justizanstalten diese Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ nicht erhalten, weil ein Artikel von Andreas Mölzer enthalten ist? Oder wird nur dieser Artikel herausgeschnitten und den Gefangenen diese Ausgabe der „Kleinen Zeitung“ mit einem großen Loch zur Lektüre freigegeben? Wie in der Collage gelesen werden kann, haben es Gefangene besser, sie kommen gar nicht in Versuchung, zu überlegen, ob sie Andreas Mölzer lesen sollen oder nicht …

Und wenn Gefangene die „Kleine Zeitung“ mit dem großen Loch erhalten sollten, was sagten sie dann? Ah, wieder ein Mölzer? Könnte aber auch ein Honsik … Könnte aber auch der Vater von der Frau sein, über die Heinz-Christian Strache zu ihm für sieben Jahre sogar familiären Anschluß fand …

Die Tradition oder, was das gleiche ist, die Zukunft mit freiheitlichen Nationalratspräsidenten – Teil 3

Im zweiten Teil war zu erfahren, daß Hermann Göring dem deutschen Volk bescheinigte, der Zweite Weltkrieg sei der große Rassenkrieg, und der „Völkische Beobachter“ in seiner Wiener Ausgabe vom 6. Oktober 1942 veröffentlichte dazu eine große Besprechung über zwei Seiten des Buches „Mythos des 20. Jahrhunderts“ von Alfred Rosenberg, und diese gleich auf dem Titelblatt beginnend …

In dieser Besprechung wird Alfred Rosenberg als „großer Erzieher“ des deutschen Volkes gewürdigt, dessen „Mythos des 20. Jahrhunderts “ bereits eine Millionenauflage … Aber, was für ein Buch? Es ist ein Buch, das beispielsweise mit Hochrechnungen arbeitet, genauso wie bestimmte zurzeitige Autoren, mit Hochrechnungen, wann beispielsweise die „schwarze Rasse“ … Es ist ein zu höchst antijüdisches Buch, das zur Unterstützung des göringschen Rassenkrieges in der gleichen völkischen Ausgabe noch einmal und wieder und weiter empfohlen wird … Aber es ist nicht nur ein antijüdisches Buch, es ist ein im ehemaligen Deutschen Reich in Millionenauflage verbreitetes Buch, das alles beinhaltet, was auch heute nach wie vor verbreitet wird, vor allem von extrem nationalistisch eingestellten Menschen, gegen die „schwarze Rasse, gegen die „gelbe Rasse“, gegen die „braune Rasse“, gegen andere Weltanschauungen, wie etwa gegen den Islam … Vieles in diesem rosenbergschen Buch erinnert vor allem an Ansichten aus dem nationalistischen Lager in diesem Land, etwa über Emanzipation, über Kunst, über Völker und Abendland, über Einwanderung und Rücksiedelung -, es muß nicht und es wird auch nicht diesem Lager Nationalsozialismus unterstellt, es ist bereits schlimm genug, nicht aus diesen Vorurteilen und Dummheiten, der bereits Nationalsozialisten erlagen, herauszukommen, nicht davon ablassen zu können, gegen alle zu sein, gegen die bereits auch Nationalsozialistinnen waren …

Es wurde im ersten Teil bereits geschrieben, daß die nationalistische Totaldiktatur des Deutschen Reiches nicht interessiert, beklemmend aber ist die Tradition der Dummheit … Denn, wie ein paar rosenbergsche Schnipsel in der Collage bereits zur Genüge zeigen, sind diese rosenbergschen Dummheiten keine, die aus den heutigen Diskussionen verschwundene sind, und das Erschreckende dabei ist, es sind keine Parteikameraden von Alfred Rosenberg, die heute … Und auch heute erreichen Bücher Millionenauflagen, die beispielsweise Hochrechnungen verkaufen, wie etwa jenes von Thilo Sarrazin … Oder es werden Traditionalisten der Dummheit zu Fernsehdiskussionen eingeladen, zum Interview gebeten, wie etwa Gregor Henckel Donnersmarck …

NS Es wird heutzutage vor allem in der breiten Berichterstattung ab und an die Ansicht vertreten, die Nationalisten und Nationalistinnen hätten beispielsweise ihren Antisemitismus gegen einen Antiislamismus getauscht … Dem ist jedoch nicht so, denn auch die Nationalisten und Nationalistinnen des Deutschen Reiches waren bereits u.v.a.m. antiislamisch

Wird den Preis aus den Händen der Verharmloser des kunschakschen Antisemitismus 2012 wer nicht annehmen wollen?

Leopold Kunschak – Karl Lueger: Ein Antisemit errichtet einem Antisemiten ein Denkmal …

Das ist nicht zu erwarten -, zum einen schmeicheln Preise zu sehr, zum anderen können gerade in diesem Jahr mit der Annahme des Leopold-Kunschak-Preises Sporen verdient werden, der Dank der christschwarzen Partei mit der Annahme erkauft werden, verliert doch in diesem Jahr die ÖVP den Karl-Lueger-Ring … Leopold-Kunschak-Preisträger und Leopold-Kunschak-Preisträgerinnen werden mit christschwarzer Anerkennung und christschwarzer Großzügigzeit dafür rechnen können, als „lebende Karl-Lueger-Ringe“ die christschwarze Tradition ins Land zu tragen …

Möglicherweise wird die kunschaksche Pressepreisträgerin Eva Weissenberger oder der kunschaksche Pressepreisträger Peter Schöber in Jahrzehnten anders als Thomas Chorherr sich dazu entschließen, den Preis zurückzugeben … Es kann aber auch sein, daß für sie der Preis erst ein rechter Ansporn wird, wie etwa für Andreas Unterberger …Wie dankbar ist Beatrix Karl für ihren Kunschak-Preis und für den christschwarzen Dank für die Annahme des Preises sie mit einem Ministerinamt …, daß sie ihre politische Arbeit mit Blick in das Antlitz von Leopold Kunschak erledigt … Aber mit Dank und Beistand der kunschakschen Preisträger und Preisträgerinnen wird auch die christschwarze Partei wohl rechnen dürfen, vielleicht besonders Maria Fekter, wenn sie wieder einmal

Es wurde hier über den Leopold-Kunschak-Preis zur Genüge schon geschrieben, beginnend mit dem Vorschlag, den Preis wenigstens umzubenennen, zum Beispiel in Manush-Preis, so daß heute nicht mehr und nicht weiter geschrieben werden will … Außer noch, es werden die Kunschak-Preise immer, gegen die Ausschreibungsbedingungen für die Leopold-Kunschak-Preise, immer später im Jahr verliehen -, vielleicht ist es eines Tages derart zu spät, daß es sich kalendermäßig gar nicht mehr ausgeht, die Leopold-Kunschak-Preise zu vergeben …

PS Weshalb Leopold Kunschak ein ungeeigneter Namensgeber für diesen Preis ist, weshalb dieser Preis zumindest umbenannt werden sollte, darüber wurde ausführlich geschrieben und muß soher nicht wiederholt werden. Es kann nachgelesen werden:

Leopold-Kunschak-Preise

PPS Im Titel wird von den Verharmlosern gesprochen. Für einen ehemaligen Minister ist das zweite Post scriptum der angemessene Platz, auch dann, wenn er, wie Werner Fasslabend, ein Wunder vollbringt, das Wunder nämlich, aus dem „österreichischen Streicher“ ein „Kind“

Wolfgang Schüssel lobt ungarischen Premier Grasser

H. K. Grasser ist nicht ungarischer Premier geworden, sondern bleibt, vorerst einmal, österreichischer Unschuldsvermuter

Um aber den Wert der Einschätzungen von Wolfgang Schüssel richtig einordnen und angemessen nicht darauf reagieren zu können, sollte jedweder Name (ganz gleich, ob von einem Menschen, von einem Land, von einer Partei und so weiter), den Wolfgang Schüssel beispielsweise lobend erwähnt, durch Karl-Heinz Grasser ersetzt werden und gleichzeitig sollte dazu das Bild aus dem Gedächtnis zusätzlich abgerufen werden, das Thomas Bernhard beschrieb von den Ministern, die in Rente auf’m Parkbankerl …

Verfassungsklage: Zweimal und fünfmal Hinterbrühl gegen Vorratsdatenspeicherung

Seit dem 30. März 2012 haben bis zur Minute 8.458 Menschen die Vollmacht zur Verfassungsbeschwerde zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung unterschrieben und abgeschickt, doppelt so viele Menschen als Hinterbrühl Einwohner und Einwohnerinnen hat …

Seit dem 30. März 2012 haben bis zur Minute 20.008 Menschen auf Verfassungsklage zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung das Formular ausgefüllt und damit die Vollmacht zur Verfassungsbeschwerde zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung angefordert, fünfmal mehr als Hinterbrühl …

In der Hinterbrühl geht der zurzeitige christschwarze Vizekanzler Michael Spindelegger einkaufen, und damit der christschwarze Obmann eine konkrete Vorstellung bekommt, wie viele Menschen das sind, die innerhalb kurzer Zeit eine Verfassungsbeschwerde gegen ein Gesetz dieser sozialdemokratischen und christschwarzen Regierung einbringen, ist es für ihn eine Hilfestellung, es ihm mit einen ganz einfachen Vergleich aus seiner unmittelbaren Umgebung leicht zu machen, das Abstrakte der Zahlen zu verstehen, um Michael Spindelegger auf einfache und konkrete Art erfahrbar machen zu lassen, wie viele Menschen bereits gegen ein dieses Gesetz der derzeitigen Regierung …

Nun wird Michael Spindelegger die Dimension für sich leichter fassen können, angepaßt an sein Vorstellungsvermögen: wenn er im Lebensmittelgeschäft einen Kassier und eine Verkäuferin sieht, dann sind es zwei, die für die Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung eine Verfassungsbeschwerde einbringen, und die fünf Menschen, die sich zugleich mit ihm im hinterbrühlerschen Geschäft zum Einkauf aufhalten, haben bekundet, ebenfalls klagen zu wollen …

Es wird jetzt noch gesucht nach einem einfachen und praktischen Beispiel, für Michael Spindelegger, angepaßt an sein Abstraktionsvermögen, was den Zusammenhang zwischen einem Gesetz, beispielsweise (aber nicht nur) dem Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, und der Verfassung der Republik Österreich

Der Verfassungsbeschwerde zur Abschaffung der Vorratsdatenspeicherung sich anzuschließen, ist weiterhin möglich: Informationen und entsprechendes Formular auf: Verfassungsklage

PS CISPA wurde zwischenzeitlich vom Repräsentantenhaus in den USA verabschiedet. CISPA, ein weiteres sehr umstrittenes Gesetz, das u.a. vom Unternehmen Facebook unterstützt wird -, wer Aktien kaufen will und es auch vor allem wirtschaftlich kann, aber gegen den Überwachungsterror und Kontrollterror ist, sollte es denen gleichtun, die wegen dieser Unterstützung keine Facebook-Aktien kaufen wollen …

Idealtypische Bundeshymne für das österreichische Pflichtwaldheim – Verse von Ottokar Kernstock

Das freiheitliche Magazin „Zur Zeit“ hat, wie bereits geschrieben, von seinem nationalistischen Deutschkeller aus einen Verteidigungsartikel für Ottokar Kernstock verschickt und Helge Morgengrauen legte noch einen offenen Brief bei …

Manchmal haben die von Helge Morgengrauen Favorisierten Zeilen geschrieben, die zur Kenntlichmachung auch heute noch tauglich sind, wie Ottokar Kernstock, dessen Verse „Die Pflicht“ als österreichische Bundeshymne je schon geeigneter und vor allem passender zu Österreich gewesen wären, als die nun vergewaltigten Verse der Paula Preradović … Die Zeilen von ihr waren als Nationalhymne also immer schon falsch gewählte … „Die Pflicht“ von Ottokar Kernstock war, so der erste Gedanke, wäre vor allem von 1945 weg bis 1988 die dieses Land am besten kenntlichmachende Nationalhymne gewesen …

Der zweite Gedanke, die kernstockschen Pflichtzeilen sind nach wie vor die dieses Land am besten kenntlichmachenden, denn es wird, mit Blick etwa auf die aktuelle Debatte um das Denkmal am Heldenplatz für die Deserteure, weiter von der „Pflicht“ gefaselt, von jenen, die für ein Deserteursdenkmal sind, und von jenen, die aus einem anderen Pflichtverständnis heraus gegen ein Deserteursdenkmal sind …

Die „Pflicht“ als Ausrede ist in diesem Staat also nach wie vor ein hohes …

Und es nicht ausgeschlossen, daß die „Pflicht“ christschwarzen und sozialdemokratischen Mandatarinnen und Abgeordneten eines Tages als Ausrede dienen wird, um für sich Verständnis zu erheischen, es sei ihre „Pflicht“ gewesen, im Parlament für das ihnen Verordnete zu stimmen, beispielsweise für die Gesetze aus dem „Anti-Terror-Paket … Möglicherweise werden auch die Verantwortlichen der Wiener Kongreßzentrum Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung auf die „Pflicht“ verweisen, die Hofburg auch an jene vermieten zu müssen, die, wie Andreas Mölzer, in der „Kaiser- und Residenzstadt“ die Hofburg für ihr Schmißtönnchengschnas …

Der dritte Gedanke, es müßte gesetzlich festgeschrieben werden, daß eine Nationalhymne alle fünf Jahre zu überprüfen ist, ob diese noch über Österreich aussagekräftig ist, und wenn nicht, eine neue Bundeshymne, wenn es denn eine unbedingt geben muß, in Auftrag zu geben ist …

Der vierte Gedanke, die kernstocksche“Pflicht“ ist nach wie vor die idealtypische Nationalhymne für Österreich, oder erschreckender, Österreich paßt noch immer zum Kernstockigen …

Wkr-Ball in der Hofburg – Es tanzt immer das freiheitliche akademische Personal

Wie zu lesen ist, wurde nun auf einen sprachlichen Trick zurückgegriffen, um das Schmißtönnchengschnas weiter in der Hofburg veranstalten lassen zu können … Sprachliche Tricks haben in Österreich Tradition. Der berühmteste Trick war wohl jener, sich ab 1945 sofort als Opfer darzustellen …

Mit sprachlichen Tricks können in Österreich also immer noch Realitäten geschaffen werden, die nicht mit der Wirklichkeit …

Die Wiener Kongreßzentrum Hofburg Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung als willige Gehilfin für freiheitliche Akademiker und Akademikerinnen wird noch zu erklären haben, was für sie tatsächlich ausschlaggebend war, den gleichen Tänzern und Tänzerinnen die Hofburg ab 2013 wieder vermieten zu wollen, für diese freiheitlichen Akademiker und Akademikerinnen willfährig andere vor den Kopf zu stoßen, Termine ohne Absprache einfach zu verschieben, nur um vor diesen freiheitlichen Akademikern und Akademikerinnen in die Knie zu gehen … Haben freiheitliche Boykottaufrufe ihre Wirkung gezeitigt, die Furcht vor finanziellen Einbußen?

Es ist beschämend, wie willig diesen Unnachgiebigen nachgegeben wird, es ist beschämend, wie diesen unerträglichen freiheitlichen akademischen Ideen das symbolische Zentrum der demokratischen Republik weiter …

Für die Wiener Kongreßzentrum Hofburg Betriebsgesellschaft mit beschränkter Haftung werden durch einen sprachlichen Trick derartige Ideen wieder und weiter hofburgfähig:

Feine Gesellschaft mit ihren Programmen aus ihrem Geist

„Zur Zeit“ wirbt Robert Faller als Abonnenten

Das Magazin „Zur Zeit“ wird schreiben können, es könne nicht dafür verantwortlich gemacht werden, daß beispielsweise Robert Faller dieses Magazin als eine „sehr gete Zeitung“ einstufe und es auffordere: „weiter so“ …

„Zur Zeit“ wird eines aber wohl genau wissen, es treffe auch den Gesinungsgeschmack eines Robert Faller punktgenau, denn es wäre sonst eine vergebliche Mühe, Robert Faller zu fragen, ob er denn „Zur Zeit“ nicht abonnieren wolle … In diesem Fall ist ohnehin zu vermuten, es handle sich um eine rein rhetorische Frage, und Robert Faller sei längst schon ein Abonnent des Magazins „Zur Zeit“. Für diese Vermutung spricht das diese Frage schließende smiley … Und es spricht auch dafür, daß Freiheitliche und NVP einander nicht unbekannt sind, gibt es doch beispielsweise auf der Plattform des Unternehmens „Facebook“ eine gemeinsame geschlossene Widerstandsgruppe

Das könnte wohl eine idealtypische Beziehung zwischen einem Abonnenten und einem Medium genannt werden, also eine nicht nur geschäftliche Verbindung, sondern eine …

Für Robert Faller scheinen T-Shirts als Propagandamedium nicht uninteressant zu sein …  Und Mitarbeiter von einem freiheitlichen Spitzenfunktionär haben  T-Shirts

Ein Berührungspunkt mit teilender Meinung wohl auch das Engagement gegen „Kinderschänder“ …

Freilich gehen Freiheitliche in ihren Aussagen und Aussendungen nicht soweit, wie beispielsweise Robert Faller, „Kinderschänder“ gleich mit Mord zu bedrohen, also alle zu Richter über „Kinderschänder“ mit einem einzig erlaubten Urteil und zugleich zu Vollstreckerinnen des Todesurteils zu ermächtigen … Diese Propaganda gegen „Kinderschänder“ dieser nationalen Kreise eines Robert Faller oder etwa einer ejr in Vorarlberg scheint wenig der Sorge um das Wohl von Kindern geschuldet zu sein, als vielmehr der eigenen Befriedigung blutrünstiger Gewaltphantasien, die nicht nur gefahrlos öffentlich ausgelebt werden kann, sondern mit denen auch auf breite Zustimmung gerechnet werden darf, weil eben Menschen, die an Kindern sich vergehen, ohnehin für die Mehrheit … Von diesen nationalen Kreisen werden die jungen Opfer von kriminellen Handlungen schamlos instrumentalisiert, um ihre Propaganda für  ihre nationalistische Gesinnung mit breit zu streuen, für diese ihre nationale Gesinnung Anhänger und Anhängerinnen zu gewinnen, Aktivistinnen und Aktivisten zu rekrutieren …

Auf derartige Fürsprecher aber können Kinder leicht verzichten …

Das knappe Gut der Freiheit des Sebastian Kurz

Es wurde breitstolz verkündet, wie auch hier schon geschrieben, auf Initiative von Sebastian Kurz habe SM Johanna Mikl-Leitner die Ratifizierung von ACTA gestoppt … Wegen fehlender Initiative kann aber nicht berichtet werden, auf Initiative von Sebastian Kurz habe SM Johanna Mikl-Leitner SPG …

Wie geht aber Sebstian Kurz selbst mit der Freiheit im Internet, die ihm für sich als Jungen so ein hohes Gut sei, um?

Sebastian Kurz löscht.

Sebastian Kurz, um es dramatisch zu formulieren, zensuriert …

Menschgemäß ist es kein leichtes Unterfangen, mit solchen geposteten Meinungen angemessen umzugehen, wie beispielsweise mit jener irrigen von Martina Schmidt. Wer aber derart gegen ACTA engagiert ist, von dem könnte erwartet werden, für den die Freiheit im Internet ein derart hohes Gut ist, von dem würde erwartet werden können, er selbst finde andere Wege, mit geposteten Meinungen umzugehen, selbst wenn diese ungustiös sind.

Und die geäußerte Meinung von Martina Schmidt ist ungustiös, ist absolut falsch, ist … Von daher liegt das Löschen nahe, und ist das Löschen doch der einfachste Weg, wie auch die Initiative gegen ACTA der einfache Weg ist, weil es aktuell auch der populäre und der für die nationale Karriere nicht hinderliche Weg ist, während eine Initiative gegen SPG wohl bedeutete, …

Sebastian Kurz hat also den unnötigen Kommentar von Martina Schmidt gelöscht, und mit dieser Löschung hat er nicht nur ihren Kommentar gelöscht, sondern 24 weitere Postings zu dieser irrigen Meinung von Martina Schmidt. Gestern, am späten Nachmittag, gab es 24 Kommentare, einige darunter auch von Martina Schmidt, mit denen sie sich nur weiter selbst bloßstellte, und von anderen, die entschieden gegen diese irrige Meinung von Martina Schmidt schrieben.

Sebastian Kurz hat also die irrige Meinung von Martina Schmidt gelöscht und damit auch weitere 24 Kommentare. Aber es nicht wirklich gelöscht, denn ein Kommentator ersuchte um Speicherung aller Kommentare und deren Zusendung an ihn, da er beabsichtigt, wie er schrieb, Martina Schmidt wegen „Volksverhetzung“ anzuzeigen …

Mit der Löschung der irrenden Meinung von Martina Schmidt ist es also nicht aus der Welt, es steht auch weiter auf ihrer eigenen Site des Unternehmens Facebook, und Martina Schmidt wird durch diese Löschung sich wohl bestärken können, es würde in Österreich keine Meinungsfreiheit …, und mit ihr alle, an die sie es weiterleiten wird. Mit der Löschung hat Sebastian Kurz ihr im Grunde einen Dienst erwiesen, denn für Martina Schmidt selbst kann eine Löschung nur bedeuten, ihre „Beweise“ werden zugunsten des Islams zensuriert. Eine eindeutige Stellungnahme von Sebastian Kurz zu dieser irrigen Meinung wäre wohl klüger gewesen, verbunden mit dem Ersuchen an Martina Schmidt um Rücknahme dieses Kommentars bzw. um Selbstlöschung ihres Kommentars, verknüpft auch mit dem Hinweis, sollte Martina Schmidt es nicht tun, es dann löschen zu müssen.

Martina Schmidt hat sich also mit ihrer irrenden Meinung nicht nur selbst bloßgestellt, sie hat auch mit ihren weiteren Kommentaren zu erkennen gegeben, für wen ihr Herz schlägt, für den zurzeitigen Obmann der Freiheitlichen, und auf ihrer eigenen Site gibt sich auch als multiplikatorische Leserin von Unzensuriert zu erkennen …

Die Freiheitlichen ein Echo von Martina Schmidt und Martina Schmidt ein Echo von den Freiheitlichen …

PS Ob der Weg der Anzeige wegen „Volksverhetzung“, wie ein Kommentator in Reaktion auf die irrige Meinung von Martina Schmidt es ankündigte, ein sinnvoller ist im Umgang mit derart aberwitzigen Meinungen, kann nicht gesagt werden, denn der Vorwurf der „Volksverhetzung“ enthält auch die Annahme, das sogenannte Volk sei dumpf und unfähig Unsinnigkeiten zu erkennen, und es müsse geleitet werden, es müsse dem sogenannten Volk vieles vorenthalten werden, weil sonst das sogennannte Volk beispielsweise derart irrige Meinungen, wie die von Martina Schmidt, … Das mag schon zutreffen, wird etwa daran gedacht, wie viele das Echo von Martina Schmidt wählen.

PPS Es scheint für Sebastian Kurz nicht nur im Umgang mit irrigen Meinungen der einfache Weg des Löschens der beste zu sein, sondern generell der einfache und populäre Weg der beste zu sein, wird aktuell etwa an seine Forderung gedacht, Schulschwänzer und Schulschwänzerinnen mit extrem hohen Strafen zu verfolgen …

Václav Havel – Die Begräbnisse des ORF

Es ist nicht so, daß heute vor dem Apparat tatsächlich Platz genommen worden wäre, um auf diese Art dem Begräbnis von Václav Havel beizuwohnen. Es sollte dennoch knapp festgehalten werden, welche Begräbnisse und welche Hochzeiten dem Geist des österreichischen Rundfunks zusagen, welchen Hochzeiten und Begräbnissen der österreichische Rundfunk eine ausstrahlungswerte Bedeutung zumißt.

Dem Begräbnis von Václav Havel keine, dafür aber …

Stundenlange Übertragungen von Zita Habsburg oder Jörg Haider oder Otto Habsburg, oder einem zur Trauung gehenden englischen Buben … Ob es der Bub war, um dem es einmal eine Aufregung wegen einer Uniform gab, oder der andere (oder gibt es mehr als zwei Buben?), bitte, wenn der Feiertage Langeweile zu groß werden will, selbst nachzusehen und es auch milde zu beurteilen, daß das nicht mehr erinnerlich ist, oder, eigentlich nie gewußt wurde, es auch ohne Belang ist, die Mühe der Recherche nicht lohnt …

Was das über das verantwortliche Personal des ORF und über sein Publikum, von dem es anzunehmen scheint (aufgrund von hauseigenen Seher- und Seherinnenbefragungen?), es wolle nur Übertragenes von beispielsweise Habsburg-Haider-Sachsen-Coburg-Gotha, aussagt  … Darüber kann nachgedacht werden, wenn die Langeweile …

PS Vor Tagen notiert,  nun, weshalb es nicht öffentlich machen, scheint es doch passend zu sein, im Zusammenhang mit den Begräbnissen des ORF …

Samuel Beckett widmete (eine von ihm äußert seltene Geste der Wertschätzung) Václav Havel sein Stück „Catastrophe“. Darin wird gesagt: „Every i dotted to death.“ Bei George Steiner erst vor kurzem gelesen: „Jedes i zu Tode gepunktet“. Und augenblicklich gedacht, das ist anders in Erinnerung. Aber es war eine Übersetzung, von Elmar Tophoven: „Nur noch Pünktchen. Keine i’s mehr.“ Und nun, unentschieden in der Einschätzung, ob das Original oder die Übersetzung es besser ausdrückt. Wird an das heutige politische Personal gedacht, scheint „nur noch Pünktchen“ zutreffender … Aber mit dieser Bemerkung wohl auch schon zu nahe daran,  ebenfalls zu Tode zu punkten. Eines jedoch ist gewiß, Václav Havel setzte weder schrill Pünktchen noch …