Gesetze im Anti-Terror-Paket – Amtliche Vernichtung eines Mobiltelefones

Es wird heutzutage oft geklagt, das politische Personal habe sich vom sogenannten Volk entfernt, das politische Personal reagiere nicht mehr auf die Meinungen des Bürgers und der Bürgerin, das politische Personal lade nicht zur Teilhabe ein, das politische Personal verschweige und sei nicht ehrlich.

Das ist nicht wahr, wie auch dieses Beispiel zeigt.

Das politische Personal hat das Schreiben nicht ignoriert, im Gegenteil, es hat reagiert, nicht nur einmal, sogar dann noch, als die erste Ein-Ladung zur Mitwirkung nicht wahrgenommen wurde, hat das politische Personal nicht aufgegegeben, eine zweite Ein-Ladung gesandt, mitzuwirken

Mit dem Schreiben an das politische Personal wurde ein Mobiltelefon als Geschenk mitgesandt. Das politische Personal ist nicht so unehrlich, das Geschenk zu nehmen und es dann heimlich zu entsorgen, wie es der gemeine Bürger und die gemeine Bürgerin macht, nein, das politische Personal sagt offen und ehrlich heraus, das Geschenk gefalle nicht. Das politische Personal ist auch nicht verschwenderisch, denn es geht sogar mit einem Geschenk sorgsam um, es denkt auch daran, es könnte ja an eine andere Person weitergeschenkt werden, die ein derartiges Geschenk schon lange sich wünschte.

Das politische Personal ist um den Bürger, um die Bürgerin bemüht, es läßt nicht locker, trotz der Ignoranz der Bürgerin und des Bürgers, eine Ein-Ladung auszuschlagen, gibt das politische Personal nicht auf, versucht es weiter, mit einer weiteren Ein-Ladung mit dem Bürger, mit der Bürgerin ins Gespräch zu kommen. Wie weit hat das sogenannte Volk sich doch schon von der Politik entfernt, führt unehrlich Klage über zu wenig Teilhabe in der demokratisch verfaßten Republik, und schägt zugleich jedwedes Angebot des politischen Personals zur Mitwirkung aus.

PS Nun, nach der Ausschlagung der zweiten Ein-Ladung, wird das Mobiltelefon also amtlich vernichtet werden, und es stellt sich, nicht nur aufgrund der Gesetze im „Anti-Terror-Paket“ die Frage, ob wieder ein Apparat angeschafft werden soll, wird vor allem die Coltan-Gewinnung dabei berücksichtigt, oder nicht, ob es nicht besser sei, andere Möglichkeiten der Kommunikation zu realisieren, wobei nicht die Kommunikationstechnologien an sich die eigentlichen Skandale sind, sondern die präzivilisierte Welt des Menschen, der um die Bedingungen zum Zivilisationseintritt genauestens weiß …

Schluß mit dem Luxus Militär

Nordkorea ist wohl das grauenhafteste Beispiel unter den Beispielen in der Gegenwart, was es tatsächlich heißt, dem Luxus Militär sich hinzugeben, entblößt den Kern jedwedes Militärs, gleich ob im Krieg oder im Frieden: Elend und Tod.

„Schluß mit dem Luxus Militär“ löst nicht „Die Waffen nieder“ ab, sondern ist eine Forderung, die ergänzend zu stellen ist, gerade jetzt in den Tagen, in denen nur von einem in Europa noch zu hören und zu lesen ist, als wäre es unausweichlich, als wäre es des Menschen einzig verbliebene Rettung, als spräche die Vorsehung selbst vom geteilten Himmel herab, wer alle zu sparen haben, wer alle Opfer zu erbringen haben, wobei wieder einmal vor allem jene zum Sparen angehalten werden, die nicht für die Schulden verantwortlich sind, die auch je nicht von den Schulden profitieren …

Es wird wieder einmal jenen, gegen die immer der Saldo verbucht wird, einzureden versucht, das sei ihr Daseinssinn, ihre Bestimmung und ihr mit allen zu teilender Reichtum, wieder einmal in ihrem einzigen Hemd auf dem Feld der …

„Schluß mit dem Luxus Militär“ ist von der „Friedens-Warte“ aus zu rufen, ist soher eine Aufforderung, groß zu denken, neu zu denken. Gerade in Österreich gibt es u.v.a. einen Menschen, nämlich Alfred Hermann Fried, der Anreger für das derzeitige politische Personal sein müßte, Vorbild dafür, anders zu denken, neu zu denken, neue Wege zu gehen, auch in der Konsolidierung des Staatsbudgets. Das Staatsbudget als Zeichen zu materialisieren für das Wollen einer Weiterentwicklung der Gesellschaft, mehr, eines neuen Fundaments der Gesellschaft. Denn das Staatsbudget ist kein Haushaltsbudget, das allein mit traditionellem Groschenzusammenkratzen in Ordnung gebracht werden kann, Möglicherweise hat der zurzeitigen Finanzministerin, aber nicht nur ihr, noch niemand gesagt, daß der Staat kein Vier-Personen-Haushalt ist, für den der Stammtisch im Cottage als think tank

PS Wie jedem Luxusboy giert es dem Militär ebenfalls nach immer mehr, auch nach immateriellen Werten, die anderen weggenommen werden müssen, andere diese ebenfalls teuer zu bezahlen haben. Ein aktuelles Beispiel aus Österreich: Sicherheitspolizeigesetz – Militär will es noch strenger.

Eine Todesgesellschaft, die im militärischen Luxus lebt, hat kein Sparargument

Es mag eine italienische Ministerin ehren, ein Sparpaket nicht eiskalt vorzutragen, anderseits verkaufen sich vermeintliche Notwendigkeiten mit Tränen um einiges besser, lassen Tränen leichter viele davon überzeugen, es gibt keine andere Wahl, es müssen alle Opfer bringen, es müssen alle sparen, vor allem jene, die nichts zum Sparen haben, Tränen lassen Menschen milde werden, zueinander finden, Tränen gebieren die Hoffnung, es wieder schaffen zu können, wenn nur alle zusammenhalten, Tränen gründen die Schicksalsgemeinschaft zum freudigschweren Verzicht leichter, unter Tränen werden die Ärmel leichter gemeinsam hochgekrempelt, die Spaten geschultert, um in Reih‘ und Glied sich ausziehen zu lassen, der Nation rettende Dämme zu errichten, hinter denen die Profiteure des leeren Begriffs Nation ihre Villen zu Burgen …

Tränen eignen sich vorzüglich als Vorhänge, um davor den Luxus zu verbergen, von dem nicht gelassen werden will, nicht nur in Italien. Vom Militär. Und auch das Militär bestätigt die Definition von Luxus. Luxus ist Verschwendung und in jedweder Hinsicht ist Luxus ohne Nutzen. Luxus ist kein Instrument für Lösungen. Luxus wird zumeist, heutzutage nur noch als prahlerisches, geistloses und verarmtes Genießen vorgeführt.

Es ist der Luxus einer nach wie vor vom Tod her bestimmten und nach wie vor auf den Tod hin ausgerichteten Gesellschaft, denn sie ist eher dazu bereit, die Erde zu vernichten, als endlich das Militär aufzugeben. Womit nicht die Vernichtung der Erde nicht einmal durch einen letzten alles auslöschenden Krieg gemeint ist, sondern die Gleichgültigkeit gegenüber den ökologischen Notwendigkeiten, bevor also auf den Luxus Militär verzichtet werden will, wird leichtfertig und verantwortungslos auf alle Investitionen in finanzieller und geistiger Hinsicht verzichtet, die dringlich absolut notwendig sind, um die erdumfassende ökologische Zerstörung zu verhindern.

Durch Tränen hindurch können keine Zahlen gelesen werden, und noch weniger, durch den Tränenschleier können keine Zahlen verglichen werden, beispielsweise die Zahlen der Ausgaben des italienischen Staates für das Militär mit den Zahlen des aktuell angekündigten Sparpaketes, oder die Zahlen der Ausgaben des kanadischen Staates für das Militär mit den Zahlen der Einsparungen durch den Ausstieg aus dem Kyoto-Protokoll.

Aus aller Welt könnten Beispiele genannt werden, aber es soll ab hier auf ein Land als Beispiel fast gänzlich eingeschränkt werden, nämlich auf Österreich, in erster Linie deshalb, weil zu seinem Militär bereits einiges geschrieben wurde, zum anderen aus aktuellen Gründen.

Kaum wurde der kanadische Plan bekannt, aus dem Kyoto-Protokoll auszusteigen, um sich Geld zu sparen, hat der österreichische Umweltminister Nikolaus Berlakovich das aufgegriffen, um, wie es der freiheitliche Umweltsprecher Norbert Hofer formuliert, österreichisches Steuergeld zu retten.

Einundzwanzig Jahre lang mußte kein österreichisches Steuergeld gerettet werden, das 21 Jahre lang ausgegeben wurde, um Soldaten zu ermöglichen, in Burgenland und auch in Niederösterreich spazierenzugehen. Für die Soldaten selbst war es kein Luxusleben, aber für den Staat war es zum Luxus noch ein Luxus, in 21 Jahren 355.814 Menschen zum Spazierengehen …

Eine österreichische Ministerin verkündet in der heutigen Umsonst „Österreich“ ihr pumperlhartes Sparpaket in der Höhe von 2,8 Milliarden. Das österreichische Bundesheer kostet in einem Jahr über 2 Milliarden Euro. Damit ist aber noch nicht alles bezahlt, was das Bundesheer kostet. Es kommen immer noch irgendwelche Kosten dazu. Wie hoch werden wohl allein die Kosten gewesen sein u.v.a.m. für den Eurofighter-Ausschuss? Jedwedes Militär in Verbindung mit der Waffenindustrie ist der beste Nährboden für Korruption, moralische Verkommenheit …

Wer sich den Luxus Militär leisten kann, hat kein Argument für Sparprogramme, die vor allem jenen aufgebürdet werden, die im Zivilleben keinen Luxus kennen, und die, eingezogen zum Militär, beim Militär auch keine anderen Rechte haben, als an der Front in der ersten Reihe auch zu bluten. Wem die karg gefüllten Taschen im Zivilleben geleert wurden, bleibt wohl leichter für immer auf dem Schlachtfeld …

Das Abschaffen des Militärs, menschgemäß nicht nur in Österreich, führte zu einer entspannten und also enthysterisierten Sicht auf die gegenwärtige Krise, denn, was bleibt von der Krise, ohne den Luxus Militär …

Der Verzicht auf den Luxus Militär geht menschgemäß weit darüber hinaus, lediglich zu sparen, sondern bedeutet den radikalen Wechsel von einer Todesgesellschaft zu einer Lebensgesellschaft mit einer sozialen Werteskala, und eine Lebensgesellschaft, die alles Bisherige und alles für unumstößlich Gehaltene aufgibt und vergißt, findet lebensbejahende Antworten, erstellt lebensbejahende Konzepte, versteht es lebensbejahend zu reformieren, wird entschieden gegen die fortschreitende erdumfassende Vernichtung der Lebensgrundlagen für nicht nur das sprechende Tier sondern für jedwedes Lebewesen auftreten, keinen Beitrag mehr leisten wollen zum ökologischen Supergau.

Das Abschaffen des Militärs heißt im Grunde, tatsächlich in die Zivilisation einzutreten.

Einerlei, ob ein Habsburg lebt, stirbt, Geistesgrimassen wie von Otto werden immer geschnitten

Heute, in einer Buchhandlung, als ein Buch über den Dreißigjährigen Krieg zum Kauf schon ausgewählt war, fiel eine Biographie, die daneben auf einem Stapel lag, über Ulrich Habsburg-Lothringen, auf den Boden, der Name des Verfassers, Janko Ferk, machte neugierig, dieses Buch, schließlich doch, nicht nur aufzuheben, sondern auch … aber der Klappentext reichte aus, um diese Biographie erst gar nicht  aufzuschlagen, um den bewährten Kauftest mit dem ersten und letzten Satz durchzuführen.

Eine weitere politische Karriere bleibt ihm wegen der österreichischen Gesetzeslage derzeit verwehrt.

Mit diesem Satz auf der Rückseite des Buches von Janko Ferk erübrigte es sich, noch einen Test zu machen, die Entscheidung stand in drei Sekunden fest, dieses Buch nicht zu kaufen. Für einen Habsburg scheint nach wie vor zu gelten, muß ein Habsburg darin unterstützt werden, eine weitere politische Karriere kann nur dergestalt sein, vom Gemeinderat zum Bundespräsidenten … Für einen habsburgischen Gemeinderat ist es keine weitere politische Karriere, zu werden: Bürgermeister, Stadtrat, Landesrat, Landeshauptmann, Bundesratsabgeordneter, Nationratsabgeordneter, Minister, Kanzler, Abgeordneter zum Europäischen Parlament … Als Tröstung für keine weitere politische Karriere hat Janko Ferk dem Gemeinderat ein Buch geschrieben, Ulrich Habsburg-Lothringen wird wohl einer der ganz wenigen, vielleicht sogar der einzige Gemeinderat vom Lande sein, mit einer über ihn verfaßten Biographie. Und nun, nach der entsprechenden Gesetzesaufhebung, steht einer weiteren Karriere nichts mehr im Wege, von der Gemeindestube gleich in die … Denn gegen eine weitere politischen Karriere stimmte ja bloß das Gesetz, kein Wähler und keine Wählerin, für eine weitere politische Karriere eines habsburgschen Gemeinderates sind Wahlen also kein wesentliches Kriterium …

Die Umsonstzeitung Heute rechnete vor ein paar Tagen aus, der Trauerzug von Otto Habsburg werde um 700 m länger sein als jener von Zita … In ebendieser Zeitung schrieb vor ein paar Tagen Christoph Schönborn über die Dankbarkeit, die dem Hause … Diese Dankbarkeit scheint Christoph Schönborn eminent wichtig zu sein, denn die seine Glosse in der Umsonstzeitung Heute war ihm viel zu wenig, es mußten auch Interviews  …

"Dankesschuld dem Haus Habsburg gegenüber"
Ihn habe es "immer geschmerzt", so Schönborn weiter, dass
es "in Österreich so lange gedauert hat, bis es zu einer
angemessenen Dankbarkeit gegenüber den Haus
Habsburg gekommen ist, dem Österreich
so unglaublich viel verdankt" und von dessen
"politischem und kulturellem Erbe wir bis
heute zehren". Es gebe "so etwas wie eine
Dankesschuld dem Haus
Habsburg gegenüber" - diese Dankbarkeit sei
ein Zeichen "seelischer Reife -

Wem gedankt werden muß, nicht Otto Habsburg, sondern, wie Christoph Schönborn sagt, also gedankt werden muß dem Haus … Es gibt Menschen, die der Meinung sind, allem, was es auf Erden gibt, ist zu danken. Eine schöne Geste, auch einem Haus dafür zu danken, daß es vor Regen schützt, im Winter Zuflucht vor Kälte und Eis … Kaum anzunehmen, daß Christoph Schönborn als adeliger römisch-katholischer Kardinal … Er wird wohl die habsburgischen Exzellenzen gemeint haben, aber denkt er dabei beispielsweise an eine zeitliche Einschränkung des Dankes? Vielleicht nur von 1618 bis 1918? Für welche Leistungen gedankt werden muß, das sagt Christoph Schönborn ebenfalls nicht, sondern nur, es muß ein angemessener Dank sein. Aber diesen Dank werden die habsburgschen Exzellenzen längst, um mit einer Eintragungg im metaphysischen Roman der Seele zu enden, im Höllenhimmel erhalten haben, von den Millionen in Kriegen Ermordeten, auch von den aus den Kriegen Zurückgekehrten ohne Arme, ohne Beine, mit entstellten Gesichtern, von den an Hunger krepierten Menschen, die keine Söldner oder Exzellenzen waren, beispielsweise in der Zeit von 1618 bis 1648 …

Der Falter, der aus der Krone schlüpfte

Auch andere Überschriften paßten durchaus zu diesem Exemplar:

Stefan Apfl erschreibt sich einen Terroristen

Stefan Apfl erschreibt sich einen Mustergardisten

Terrorismus macht jeden Falter schiach

Österreich will kein Stiefkind des Terrors sein

Stefan Apfl verwechselt Propaganda mit Aufklärung

Bei diesem apflschen Aufmacher ist die Versuchung groß, den Artikel Satz für Satz durchzugehen, aber, um es nicht ausufern zu lassen, sollen lediglich ein paar Teile zur Vorstellung dieses Mustertextes näher betrachtet werden.

Stefan Apfl schreibt bereits in seinem zweiten Absatz,

Maqsood L. war ein strenggläubiger Mustergardist. Mehr noch, er war Soldatenvertreter, also das „Verbindungsorgan“ zwischen Heer und Muslimen“.

Wird den gesetzlichen Bestimmungen (Wehrgesetz § 44) gefolgt, und es darf angenommen werden, das österreichische Bundesheer befolgt strikt österreichische Gesetze, kann Maqsood L. höchstens Soldatenvertreter seiner Einheit gewesen sein, also nicht das „Verbindungsorgan“ zwischen „Heer“ … Die Rechte von einem Soldatenvertreter sind in diesem Paragraphen aufgezählt, die Religionen werden nicht angesprochen.

Ein Aufmacher im Konjunktiv ist kein Aufmacher, wird Stefan Apfl sich wohl gedacht haben, und hat sich allmählich zu Tatbeständen vorgearbeitet, die einen Aufmacher rechtfertigen:

Von der Möglichkeit

Bevor Maqsood L. ein afghanisches Terrorcamp absolviert und gegen Nato-Truppen gekämpft haben soll […]

in der Schlagzeile zu seiner Gewißheit im Text:

[D]ass der Wiener damals nach Afghanistan gereist war, wo er eine Ausbildung in einem Terrorcamp absolviert hat […]

Was für einen hohen Stellenwert Maqsood L. seinerzeit besaß, als Soldat der Garde, kann auch abgelesen werden, welchen Stellenwert er in diesen Medienberichten einnahm.

Sie alle ließen sich den Alltag muslimischer Gardisten ausgerechnet von L. erklären. „Wenn wir als Muslime hier vertreten werden, ist das super. Darauf haben wir lange gewartet“, erzählte L., damals 19 Jahre alt, etwa dem Standard. Der deutschen Zeit wiederum verriet er: „Mein Vater sagt. Erst das Militär macht dich zum Mann.“

Wer den Artikel im Standard vom 7. Februar 2008 aufruft, wird vergeblich nach diesem zitierten Satz suchen. Das ist der einzige Artikel, auf den der Standard selbst am 28. Juni 2011 in diesem Zusammenhang verweist. Der Satz wurde tatsächlich geschrieben, aber von einer anderen Zeitung, den betreffenden Artikel hat die Süddeutsche bereits archiviert, freilich im Internet zu finden. Stefan Apfl hat diesen also nicht erfunden

Für Stefan Apfl ist die Garde eine Vorzeigetruppe, es gibt auch andere Meinungen – Strafkompanie, wie etwa in dem vom ihn selbst angesprochenen Zeit-Artikel vom 31. Oktober 2008. Und auch in diesem Artikel kommt wieder diese Wichtigkeit von …

Stefan Apfl erwähnt in seinem Aufmacher auch Thomas Al-J., der verdächtigt wird, einen Anschlag geplant haben zu sollen, dafür bereits trainiert haben zu sollen. Aber mit diesem Verdacht wird als Anschlagsziel kein Ort in Österreich genannt, sondern ein Gebäude in Deutschland. Das ist bitter, nicht einmal ein österreichischer „homegrown terrorist“ … Allerdings wäre das auch die große Chance für einen breiten, gelassenen, umfassenden Diskurs, fern von der sich medial und parteipolitisch gut verkaufenden Reduzierung auf Sicherheit. Aber das Gefährdetseinwollen bringt sogar einen Falter dazu, zur Larve zu werden.

Damit endlich zu einem Ende gekommen wird, ohne auch noch hinterfragen zu wollen, ob mittlerweile tatsächlich jeder zweite bei der Garde an Allah glaubt, wie Stefan Apfl schreibt, wenn ja, dann wäre das eine enorme Steigerung (denn 50 waren es nur laut dem Standard vom 7. Februar 2008) von 2008 bis zur ersten Jahreshälfte 2011, ein Zitat noch von Stefan Apfl,

Wenn sich eine Lehre aus den Fällen Thomas Al-J. und Maqsood L. ziehen läßt, dann die, dass Österreich sich nicht mehr in Sicherheit wiegen kann. Die Frage, wo die Grenze zwischen postpubertärer Wichtigtuerei […]

das für die Frage an Stefan Apfl benötigt wird, wie schätzt er seine Schreibe ein, liest er es selbst, von hinten beginnend mit dem Interview?

Den Ort des Treffens verrät der Sprecher des Verfassungsschutzes erst zwei Stunden vorher. Der Weg führt hinaus aus Wien, an den Rand eines verschlafenen Dorfes.

Martin Graf lauscht am Heldenplatz im Schein der Fackeln Wolfgang Jung

Es waren tatsächlich keine Leistungen, die zu würdigen sind, aber vielleicht hat Bruno Kreisky diese seine Handlungen als Bundeskanzler für sich selbst in seinem Privatbuch der Verdienste nicht auf der Habenseite verbucht, später, als er nicht mehr Bundeskanzler war.

Wenn Wolfgang Jung nun am 8. Mai 2011 den Knochen von Mördern von Selbstmördern, wie jedwede Militärs zu bezeichnen sind, seine Ehrbezeugung erweist, am Heldenplatz, und dabei spekuliert, Bruno Kreisky hätte Walter Nowotny, wäre er bei der richtigen Partei gewesen, möglicherweise gar zum Verteidigungsminister gemacht, dann denkt Wolfgang Jung, ein Bruno Kreisky hätte ebenfalls so schlicht gedacht, wie sonst vor allem Freiheitliche schlicht denken können.

Es ist wahr, Bruno Kreisky holte ehemalige Mitglieder dieser Totalverbrechenspartei beispielsweise in sein erstes Regierungsteam, aber Bruno Kreisky wäre wohl nicht so närrisch gewesen, einen derart exponierten Vertreter dieses Massenmordregimes, das auch das sogenannte eigene Volk in extremstes Leid, Elend und Tod führte, zum Minister zu machen. Von Freiheitlichen aber würden das heute noch bestimmt viele erwarten, ihnen ohne weiteres zutrauen. Darüber will aber hier gar nicht geschrieben werden. Zu gut muß es noch in Erinnerung sein, welche Bruchpiloten und Bruchpilotinnen freiheitliche Minister und Ministerinnen waren, so daß über ihre Gesinnung gar nicht mehr gesprochen werden muß, denn diese verkam seinerzeit schon zur Nebensächlichkeit ob ihrer Unfähigkeiten.

Aber der Spekulation von Wolfgang Jung darf eine entgegengesetzt werden, die realitätsnäher erscheint; denn nach allem, was über ihn bekannt ist, wäre Walter Nowotny wohl eher seinem Lehrer Hans Ulrich Rudel gefolgt, der nach 1945 weiter ein Aktiver war. Ein derart aktiver Weitergänger wäre für Bruno Kreisky, selbst für Bruno Kreisky als Realpolitiker, nicht ministrabel gewesen …

Flieger und Fliegerinnen des Naziregimes waren ja nicht unbedingt besonders lernfähig, wird auch noch an Hanna Reitsch gedacht

Wolfgang Jung sprach zu den Knochen und zu den vor ihm stehenden Getreuen, es gäbe keine einzige Äußerung, die Walter Nowotny vorgeworfen werden könnte, scheinbar jedoch auch keine, aus heutiger Sicht, die für ihn sprechen würde. Was es aber gibt, wie gelesen werden kann, ist ein Zitat aus seinem letzten Brief:

„Ein Hundsfott, der jetzt die Flinte  ins Korn werfen will! Es gibt nur noch eines: Bestehen und Treue halten, mag kommen, was da will!“

Dieses Zitat klingt doch stark mehr danach, daß Walter Nowotny nach 1945 weiter ein braver Schüler von Hans Ulrich Rudel geblieben wäre …

Aber, auch Wolfgang Jung ist es unbenommen, dem Mörder und Selbstmörder im Dienste des Naziregimes zu gedenken, jedoch das Steuergeld der Gegenwart ist nicht dafür bestimmt, mit beiden Händen hinausgeworfen zu werden, damit freiheitliche Mandatare und Mandatarinnen das Gebeinhaus ihrer Lagerhelden herausputzen, darin u.v.a.m. ihre Fechtburschen beim Säbeln …

Aber es sagt auch sehr viel darüber aus, was zwar ohnehin bekannt ist, jedoch immer wieder gesagt werden muß, wie freiheitliche Funktionäre und Funktionärinnen auch auf diesem Acker ihre Wähler und Wählerinnen sehen, wofür die Freiheitlichen sie benötigen, nämlich als Zahlende, Wählerinnen und Wähler sind für sie also das Steuergeldausnehmvolk, das ihnen ihre Hobbykellerbudengeschichtsbastelei finanzieren.

Johann Gudenus schreibt einen treuen Brief um 21.200,00 € (291.718,36 Schilling)

Wenn davon ausgegangen wird, daß Johann Gudenus ein sparsamer Mann ist, und der Brief an die Innenministerin in der Sonntagszeitung (10. April 2011) lediglich in der regionalen Ausgabe der „Kronen Zeitung“ erschienen ist.

Sollte der Brief jedoch in der Gesamtausgabe  erschienen sein, erhöhte sich der Wert dieses Briefes auf 439.779,18 Schilling oder 31.960,00 €.

Diese Kosten sind den aktuellen Preislisten der „Kronen Zeitung“ entnommen, mit der Annahme, es wurde von Johann Gudenus der Basis-Tarif gewählt.

Welche Rabatte die FPÖ von dieser Zeitung erhält, ist nicht bekannt. Wieviel Johann Gudenus tatsächlich zahlte, darüber kann er nur Auskunft geben.

Wer aber zahlte tatsächlich diesen Brief? Johann Gudenus selbst, aus seiner Brieftasche? Die FPÖ? Oder war es nicht viel mehr die Basis, für die diese Partei zu arbeiten vorgibt (und für diese diese Zeitung zu schreiben vorgibt), mit ihrem Steuergeld? Ah, die Brieftasche von Johann Gudenus wird ja auch Monat für Monat aufgefüllt mit … Oder wurde es durch eine Spende finanziert, von einem Liebhaber, einer Liebhaberin brieflicher Treueanzeigen und Knochen? Die Antwort auf diese Fragen kann nur Johann Gudenus geben.

Wem aber gilt diese Treue, für die Tausende von Euro, Hunderttausende alte Schilling ausgegeben wird?

Sie gilt einem Helden des Deutschen Reiches, von dem die Deutsche Wochenschau aus Anlaß seines Begräbnisses in Wien zu berichten wußte:

Der aus der Hitlerjugend hervorgegangene Jagdflieger verkörpert den neuen Typ des jungen nationalsozialistischen Offiziers, in dessen Person sich Härte und Kühnheit dieser deutschen Jugend vereinen.

Walter Nowotny soll wie jeder Mensch, im Grab, soweit Knochen ruhen können, ungestört und friedlich schlummern. Aber auch nicht mißbraucht werden, von einschlägig Amtsbekannten, oder von einem Briefschreiber. Wie in der Montage ein paar Beispiele zu lesen sind, werden die Eichenlaubgräber Jahr für Jahr von Gruppierungen aufgesucht, die Knochen beschwören, nicht schlummern lassen wollen, was niemals mehr auferweckt werden darf, allein mehr in der geschichtlichen Betrachtung Thema sein darf.

Auch Johann Gudenus ist durchdrungen von der Pflicht um historische Wahrheit, wie er Maria Fekter bereits mit dem ersten Satz bekennt:

Das Bemühen um historische Wahrheit ist unsere gemeinsame politische und moralische Pflicht.

Wie sehr sich Johann Gudenus darum bemüht, um die historische Wahrheit, dafür hat er auch an anderer Stelle in Treue zu seiner Pflicht ebenfalls Zeugnis abgelegt.

PS Es hätte auch eine andere Überschrift gewählt werden können, zum Beispiel:  Tote Militärs kosten noch Geld.

Norbert Darabos – jahreszeitlicher Erfüllungsgehilfe

Im Sommer 2010 war im Magazin „News“ zu lesen, am 22. Juli:

Eine Wehrpflicht für Frauen in Österreich ist für Verteidigungsminister Darabos ‚aktuell kein Thema‘. Man komme mit den männlichen Wehrpflichtigen vollends aus und habe nicht vor, etwas daran zu ändern, so Darabos. Wenn Frauen irgendwann den Männern voll gleichgestellt seien, etwa bei den Löhnen, könne man über eine Wehrpflicht für Frauen nachdenken, allerdings langfristig.

Irgendwann im Herbst 2010 das Bekenntnis von Norbert Darabos in der Heeresbroschüre:

Die allgemeine Wehrpflicht ist der entscheidende Faktor zur kontinuierlichen Sicherstellung jenes Personals, das die Abdeckung des gesamten Leistungsspektrums des Bundesheers gewährleistet. Sie ist somit ein Garant für die Sicherheit und Stabilität Österreichs.

Und nun im Winter, Kleine Zeitung, 17. Jänner 2011:

‚Wir werden einen der radikalsten Schritte in der Zweiten Republik setzen müssen‘, sagte er am Montag bei der Präsentation seiner Alternativmodelle zur Wehrpflicht. Darabos möchte den Wehrdienst aussetzen und stattdessen ein Mischheer aus Berufs- und Milizsoldaten aufstellen.

Wessen Erfüllungsgehilfe wird Norbert Darabos im Frühling sein?

Es werden die Beweggründe von Norbert Darabos, einst Zivildiener zu werden, nicht gewußt. Vielleicht hatte er keine, möglicherweise wünschte sich eine Frau, um die er warb, keinen Soldaten zum Freund, und er erfüllte bloß ihr den Wunsch.

Es wäre schön, würde im Frühjahr zum Beispiel Bundespräsident Dr. Heinz Fischer nicht noch einmal über die Wehrpflicht, etwa auch für Frauen, spekulieren, sondern die Abschaffung des Militärs fordern. Einen Minister als Erfüllungsgehilfen hätte er dann gewiß unter sich an seiner Seite.

Aber in bezug auf das Militär ist es vollkommen unerheblich, wer was im Sommer, im Herbst, im Winter, im Frühling denkt und sagt, denn das Militär ist abzuschaffen (http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/07/23/nicht-die-wehrpflicht-sond…).

Harald Stefan in der Hofburg: „Positive Leistungen der Deutschen Wehrmacht“

Harald Stefan ist für das Erinnern an Leistungen, die nicht positiv zu bewerten sind, aber nicht deshalb, weil der Abgeordnete NR das für die deutsche Wehrmacht fordert, sondern keine Armee positive Leistungen vorzuweisen hat, außer für jene, die Mord und Selbstmord in ihren Geschäftsbüchern auf der Habenseite verbuchen können.

http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/09/30/fpo-im-parlament-was-unterscheidet-harald-stefan-von-jan-ackermeier/

Und was Harald Stefan in der Hofburg zur Geschichtsdeutung sagte, werden beim Verfassungschutz wohl Erinnerung hervorrufen, an Aussagen von einschlägig
amtsbekannten …