Umfrage zur Bundesheer-Volksbefragung am 20. Jänner 2013

Sie sind herzlich eingeladen, an dieser Umfrage teilzunehmen, die nicht als eine klassische Umfrage zu verstehen ist, in der ausschließlich die prozentuale Verteilung von Meinungen zu einem bestimmten Thema interessiert, sondern als eine Umfrage, um mit Ihrer Meinungsabgabe vor allem zu bekunden, daß die von SPÖ und ÖVP für den 20. Jänner 2013 festgesetzte Volksbefragung mit den zwei madigen Fragen – entweder Wehrpflicht oder Berufsheer – absolut unvollständig ist.

Es ist nicht nur eine auf zwei Fragen reduzierte und dadurch absolut unzureichende Volksbefragung, sondern auch: Entweder von SPÖ und ÖVP eine als Beleidigung gedachte Volksbefragung, weil beide Parteien den Menschen nicht zumuten, fähig zu sein, sich zwischen mehr als zwei Fragen entscheiden zu können, oder, was zutreffender sein dürfte, beide Parteien nicht mehr fähig sind, als je nur mehr eine Frage zu denken, die sie nun proporzmäßig zusammenschmissen, um eine Volksbefragung zu basteln, die weit unter dem hohen Diskussionsniveau außerhalb von den beiden Parteien der politischen Arrièregarde auch zum Komplex Militär zurückbleibt …

Darüber hinaus sind Sie auch herzlich eingeladen, weitere Fragen in Ihren Kommentaren zu formulieren, denn es geht sehr weit über die zwei von SPÖ und ÖVP hingeschmissenen Fragen und auch weit über die vier hier gestellten Fragen hinaus …

Berufssoldat schießt Norbert Darabos ins Knie

Das ist nicht tatsächlich geschehen. Wirklich passiert ist einem Berufssoldaten aber vor einigen Tagen, seinen Fuß zu treffen. Dieser Berufssoldat schoß damit nicht nur dem Verteidigungsminister ins Knie, sondern allen, die nun vermehrt losmarschieren, um für ein Berufsheer zu werben, mit Sätzen wie –

Berufssoldaten seien bestens ausgebildet. Berufssoldaten seien hochprofessionell. Berufssoldaten seien …

Anfang Juli dieses Jahres verstarb ein Berufssoldat, ein weiterer Berufssoldat wurde verletzt, und die vier Grundwehrdiener, die sich ebenfalls in diesem Panzer befanden, der vom bei diesem Unglück verstorbenen Berufssoldaten ohne gültige Fahrgenehmigung in ein Schlammloch gelenkt wurde, blieben unverletzt …

Berufssoldaten seien bestens ausgebildet. Berufssoldaten seien hochprofessionell. Berufssoldaten seien …

Der im Juli 2012 ums Leben gekommene Berufssoldat war nicht der erste Soldat des österreichischen Bundesheeres, der in Ausübung seines Dienstes ohne sogenannten Feindkontakt starb … Soldaten gefährden die Sicherheit, ihre eigene, aber auch von jenen, zu deren Sicherheit sie eigentlich angestellt sind, als Berufssoldaten, oder zwangsverpflichtet, als Grundwehrdiener. Aber das muß nicht wiederholt, was bereits geschrieben wurde in Wer im Ernstfall am wenigsten in Österreich zur Verteidigung beitragen wird – Das Bundesheer -, Hinzugefügt werden kann: gleich ob es ein Berufsheer ist oder ein Wehrpflichtheer …

Der Panzer im Schlammloch veranschaulicht sehr gut den weltweiten Zustand, in dem die Menschheit mit ihrem Festhalten am Militär steckt -, es geht nichts weiter. Auch wenn es heutzutage weltweit gang und gäbe ist, das Militär als friedenserhaltende Organisation zu bewerben, so ist es bei dieser Werbung wie bei jeder anderen auch, die Kosten und die Schäden beim Kauf dieses Produktes übersteigen bei weitem den Nutzen, das Fünkchen Wahrheit, das vielleicht in dieser Reklame steckt, ist stets hochteuer erkauft, und nicht nur mit Geld … Mit dem Militär ist kein Frieden zu haben, mit dem Militär ist kein Frieden zu machen. Dafür ist nicht nur die Geschichte eine Kronzeugin, sondern auch die Gegenwart …

Wie Sie auf der Karte sehen können, mußte eine Umfrage gestartet werden, um daran zu erinnern, daß bei der bevorstehenden Volksbefragung über das Bundesheer eine Frage nicht gestellt wird, aber die zu stellen, so oder ähnlich, um aus diesem Schlammloch endlich herauszukommen, wenigstens herauszukommen zu versuchen, notwendig ist, und auch den für diese Volksbefragung verantwortlichen Parteien der Sozialdemokratie und der Christschwarzerei zu verdeutlichen, daß Volksbefragungen an sich zwar gut seien, aber eine Volksbefragung mit nicht allen stellbaren Fragen nichts aus -, auch das muß jetzt nicht noch einmal genauer ausgeführt werden, es darf verwiesen werden auf: Travestie einer Volksbefragung … Wolfgang Koch hat am 1. September 2012 in Tageszeitung Der Standard folgenden Vorschlag unterbreitet:

Eine breite demokratische Legitimation hätte darum nur eine Volksbefragung mit vier Zukunftsoptionen im Heeresbereich. Die Fragestellung an alle müsste gerechterweise lauten:

Sind Sie für:

a) eine Beibehaltung der allgemeinen Wehr- und Zivildienstpflicht für Männer,

b) eine Ausweitung der allgemeinen Wehr- und Zivildienstpflicht auf Frauen,

c) eine Berufsarmee und den Ausbau des freiwilligen Zivildienstes,

d) eine Abschaffung des Bundesheeres, unbewaffnete Neutralität und freiwillige Zivildienste.

Nur eine solche vierteilige Fragestellung berücksichtigt alle politischen Konzepte in der Diskussion über Sinn und Aufgaben der österreichischen Landesverteidigung. Nur diese offene Befragung wäre geeignet, ein wahrheitsgetreues Meinungsbild der Bevölkerung zum jährlich zwei Milliarden Euro verschlingenden Verteidigungsbudget einzuholen.

Allein der faire und öffentliche Wettstreit aller vier Konzepte könnte einer politischen Klasse, welche aus freien Stücken den klügsten Weg nicht zu gehen wagt, die Richtung zu einem Friedensbeitrag für die Welt weisen

Die hier erst vor kurzem gestartete Umfrage wird per sofort geschlossen. Zugunsten einer neuen Umfrage, mit diesen von Wolfgang Koch formulierten vier Fragen:

Denn die von ÖVP und SPÖ zwei vorgelegten Fragen taugen zu nicht mehr als zur Selbstfeierung der beiden Parten, in der die als nur Sogenannte zu bezeichnende Volksbefragung beide Parteien ihre jeweils verlangte Antwort als Ergebnis haben wollen, um daraus parteipolitische Vorteile, wie sie meinen, für die nächsten Wahlen ziehen zu können …

Travestie einer Volksbefragung über die Transe mit dem Kosenamen Bundesheer

Dr. Michael Spindelegger sagte zum medial eingeleiteten Sommerende:

Machen wir ein Beispiel für direkte Demokratie – und jetzt haben wir

Den Salat … Der abgedankte Vizekanzler und Parteiobmann sagte „Beispiel“, aber als persönliche Referenz an die Zeit vor dem eigenen Pflichtschulbesuch, in der Soldaten, die zu Übungszwecken über die Felder liefen, vom Kind mit dem Ausruf entdeckt wurden, die Salaten kommen, scheint der Ausruf sehr passend:

„Und jetzt haben wir“ den Salat!

ÖVP und SPÖ spielen: Werd‘ den Rucksack los!

… aber es wäre eine Geringschätzung des Salates. Was jetzt tatsächlich gehabt wird, ist weder ein Beispiel noch ein Salat, sondern schlicht Gatsch. Vergatscht darin sind Demokratie und direkte Demokratie. Andererseits läßt sich in diesem Gatsch dennoch klar die Einstellung auch des Parteipolitfunktionärs Michael Spindelegger zur angewandten Demokratie durch diese Gegenstellung von Demokratie und direkte Demokratie erkennen … Denn eine Demokratie enthält bereits alle Formen der Teilhabe, die nun als die der „direkten Demokratie“ verkauft werden wollen. Auch ein Michael Spindelegger möchte „direkte Demokratie“ lediglich als Beispiele machen -, das nächste Beispiel dann wieder in, vielleicht, fünf, in neun Jahren oder gar in drei Jahren? Es ist das Modell einer Drei-Klassen-Demokratie: die erste Klasse ist die Demokratie, wie sie auch von einem Michael Spindelegger verstanden und gelebt wird, die dritte Klasse ist die direkte Demokratie, die alle paar Jahre eine Teilhabe vorsieht, während zwischenzeitlich auf überfüllten Gängen darauf gewartet werden darf, in die Demokratie eingelassen zu werden, wenn auch jeweils nur für eine kurze Frage …

Was aber für eine Teilhabe darf bei dem Eintritt alle paar Jahre in die Demokratie erwartet werden? Für die Teilhabe wird, um beim Beispielmacher Michael Spindelegger zu bleiben, angeboten das für eine Demokratie im Grunde selbstverständlich zu seiende Instrument der Volksbefragung … Schon dieses spindeleggersche Beispiel zeigt auf, daß aus den überfüllten Gängen zwar in die Demokratie der Einlaß gewährt wird, aber nur in eine streng abgegrenzte und streng bewachte Ecke der Demokratie, in der die dritte Klasse sich für einen Moment als zweite Klasse und für einen Augenblick, wenn die Augen ganz fest zugemacht werden, behandelt fühlen darf, wie die erste Klasse, auf der aber auch ein Michael Spindelegger nur gnadenhalber mit Sicht auf St. Pölten lie…

Und dieses spindeleggersche Beispiel ist in Wahrheit die Travestie einer Volksbefragung. Es wird keine wesentliche Frage gestellt. Es wird kein visionäres Modell zur Befragung gebracht, es werden Schuldige gesucht. Und die Schuldige, das ist jetzt schon klar, wird die dritte Klasse sein, der dann angelastet werden wird, für die enormen Kosten verantwortlich zu sein. Denn im günstigsten Fall wird sich die dritte Klasse, ganz egal welches Modell sie vorziehen wird, für gleichbleibende Kosten, oder im schlimmsten Fall, wie befürchtet wird, bei der Bevorzugung des Berufsmodells mit noch weit höheren Kosten, verantworten müssen. Die dritte Klasse wird dann von den gewählten Verantwortungsträgern und gewählten Verantwortungsträgerinnen verantwortlich gemacht werden für in diesem Bereich steigende Staatsausgaben, für die Verschwendung von Steuergeld …

Und die zehn Millionen teure (aber ohne Einrechnung der zu erwartenden enormen Ausgaben der christschwarzen und der sozialdemokratischen Partei für das Bewerben ihrer jeweiligen „Modelle“) Travestie einer Volksbefragung wird gegeben über die „Bundesheer“ gerufene Transe … Zum einen kann die Bundesheer von sich nicht sagen, sie sei Armee, vor allem weil für ihre Existenzberichtigung seit Ewigkeiten vorgebracht wird – der Katastrophenschutz, zum anderen kann die Bundesheer von sich nicht sagen, sie sei Katastrophenschutz, dagegen spricht die Statistik ihrer Einsätze bei Katastrophen … Die Bundesheer kann auch nicht sagen, sie sei nur Wehrpflicht, denn bereits jetzt gibt es alle Modelle, die in dieser Travestie vorgetanzt werden … Die Wehrpflicht kann nicht als Argument der Garantie für den Zivildienst herhalten, denn dieser ist ein Bereich, der ebenfalls neu gedacht und vor allem von der Bundesheer entkoppelt zu denken ist, und bei dem auch zu vergessen ist, daß dieser aus Verlegenheit geschaffen wurde, aber geschuldet einem nationalen Weltbild und der Vorstellung, es müsse dem Staat unbedingt gedient werden, mit der Waffe oder mit der Urinflasche in der Hand -, wobei noch zu beantworten wäre, ob die Bundesheer weiß, was sie mit ihren Fingern umklammert

Die Bundesheer ist eigentlich, mit einem empathischen Blick auf sie, die ärmste wenn auch äußerst teuer zu stehen kommende Transe im Land, weil keine oder zu viele Identitäten, und darüber hinaus, wie schon mehrfach berichtet, vielleicht gerade deshalb so gefährlich vor allem für sich selbst und für die Menschen, für deren Sicherheit sie …

„Machen wir ein Beispiel“, sagte Michael Spindelegger und sagte in Wahrheit: Gatschen wir weiter so!

Es ist auch deshalb eine Travestie einer Volksbefragung, weil es das Wesen einer Show ist, alles auszublenden, was ein Umdenken, ein Neudenken erforderte, vor allem den Willen zur Umgestaltung, mehr noch, Neugestaltung der Gesellschaft, die ohne Militär auskommt. Das Wesen einer Show ist es auch, Tatsachen auszublenden. Nicht nur die Tatsache, daß das Militär weder zum Friedenserhalt noch zur Friedenssicherung noch zum Frieden überhaupt etwas beitragen kann, wie weltweit geschichtlich und gegenwärtig belegt ist, sondern auch die Tatsache, daß das Militär der größte Förderer krimineller Machenschaften ist, etwa der Korruption, sogar die Bundesheer, wird an die noch immer nicht gänzlich geklärten Machenschaften allein beim Ankauf der Flieger …

Die Umfrage, zu der Sie abschließend herzlich eingeladen sind, sich zu beteiligen, ist nicht als eine Umfrage im herkömmlichen Sinn anzusehen, sondern  um auch diese Frage in die Debatte einzubringen und diese nicht gänzlich unterm Tuchent wieder einmal verschwunden zu wissen, und auch als Ihre Selbstbefragung, mit der Sie zugleich auch einem Michael Spindelegger ein Beispiel dafür geben können, was es heute oder vor allem heute heißt, das „Hirn einzuschalten“, in dem Sie in Kommentaren ihre Ideen, ihre Visionen hinzufügen, die auch ein Michael Spindelegger schmerzlich weil zukunftsschädigend vermissen läßt. Es wird nicht nach der Abschaffung der Bundesheer gefragt, sondern nach dem Abschaffen des Militärs an sich, womit im Bereich des Militärs die engen und vollkommen bedeutungslosen Grenzen Österreichs verlassen werden, was aber nicht ausschließt, daß auch in Österreich ein Beispiel gegeben werden kann, für eine im Grunde Erstgestaltung des Zusammenlebens in einem dauergesicherten Frieden …

PS Es wurde schon einiges über das Militär geschrieben. Zum Nachlesen klicken Sie die Stichwörter „Militär“ oder auch „Bundesheer“ an.

PPS Weshalb, werden Sie sich vielleicht fragen, so stark auf Michael Spindelegger Bezug genommen wurde? Und nicht etwa auf Norbert Darabos, den derzeitigen Verteidigungsminister? Nun, wohl deshalb, weil Michael Spindelegger in dem gleichen Gespräch nicht nur mit seinem Machen dieses Beispieles vorführte, was es heißt, wenn er „sein Hirn einschalte“, sondern auch mit einem weiteren Beispiel …

PPPS Zum Erfüllungsgehilfen Norbert Darabos muß nicht ein weiteres Mal das geschrieben werden, was schon geschrieben wurde …

Eine Reliquie von Karl Habsburg beim österreichischen Bundesheer zum Anbeten

Beim Lesen dieses Berichtes der Katholischen Militärseelsorge Österreich über die Übergabe einer Reliquie von Karl Habsburg-Lothringen durch den ehemaligen christschwarzen Funktionär Karl Habsburg-Lothringen, der als „Chef des Hauses Österreich“ vorgestellt wird, machte verständlich, weshalb es derart lange brauchte, bis eine Geschichtstafel mit einer höchst sonderlichen und befremdlichen Geschichtsschreibung auf dem Wiener Stephansplatz durch die Dompfarre St. Stephan endlich entfernt wurde, denn die Darstellung von Karl Habsburg in diesem Bericht ist ebenfalls ein Gebet desselben Rosenkranzes …

Was für eine Reliquie das sei …

Vielleicht ist es wieder einmal eine Rippe, die nun in der Theresianischen Militärakademie verehrt, zu der nun gebetet werden kann …

Wird an die bestimmende Rolle von der Frau des Karl Habsburg-Lothringen gedacht, könnte noch die Entdeckung eines Wunders bevorstehen und damit einhergehend mit diesem Wunder eine Heiligsprechung ihrerseits, weil Karl Habsburg-Lothringen aus einer Rippe von ihr …

Und soher könnte dann in der Verehrung der Karl-Habsburg-Rippe von Zita Habsburg-Lothringen es zu einer höllenhimmelweit einzigartigen Doppelverehrung kommen, weil durch die Anbetung der Rippe von Zita Habsburg-Lothringen zugleich praktisch und ökonomisch Karl Habsburg-Lothringen, Chef des Hauses Österreich …

Die Rippe zur Doppelanbetung paßte dann gut zum knienden Engelbert Dollfuß in der Michaelerkirche

Die Tradition oder, was das gleiche ist, die Zukunft mit freiheitlichen Nationalratspräsidenten – Teil 2

Im ersten Teil konnte etwas erfahren werden über die Bescheinigung „dieses Nichtwissen über die Endlösung der Judenfrage im Dritten Reich“ … Gerulf Stix hebt, wie in der dazu veröffentlichten Collage gelesen werden kann, in seiner Besprechung hervor, daß Alfred de Zayas weitere Bescheinigungen ausstellt, so etwa die Bescheinigung, daß die damalige türkische Regierung ihren Massenmord an armenischen Menschen zwar ähnlich aber „weniger perfekt“als Adolf Hitler und Heinrich Himmler geheim -, diese deutsche Tugend der Perfektion nicht hervorzuheben, wäre für einen Freiheitlichen wohl unverzeihlich …

Es wurde im ersten Teil dargestellt, wie es um dieses „Nichtwissen der Judenvernichtung“ im damaligen Deutschland bestellt war … Die von Gerulf Stix gewürdigte Bescheinigung von Alfred de Zayas ist menschgemäß eine Fleißaufgabe gewesen, denn es wissen nie einhundert Prozent alles bis in die letzte Einzelheit genau, was in einem Land passsiert …

Die „perfekte Geheimhaltung gegenüber dem eigenen Volk“ war höchstens eine über die technischen Einzelheiten des Massenmords, aber sowohl in Deutschland als auch in Österreich wurde nicht verschwiegen, daß „dieser Krieg der große Rassenkrieg“ ist, wie Hermann Göring den Krieg in seiner Rede unmißverständlich definierte, die der „Völkische Beobachter“ am 6. Oktober 1942 zur Gänze abdruckte und auch in der Wiener Ausgabe zu lesen war …

Sie haben ja gelesen, was man mit unseren Kindern vorhätte, was mit unseren Männern gemacht würde. Unsere Frauen würden dann eine beute der wollüstigen haßerfüllten Juden werden. Deutsches Volk, du mußt wissen: Wird der Krieg verloren, dann bist du vernichtet! Der Jude steht mit seinem nie versiegenden Haß hinter diesem Vernichtungsgedanken, und wenn das deutsche Volk diesen Krieg verliert, dann wird dein nächster Regent Jude. Und was Jude heißt heißt, das müßt ihr wissen. Wer die Rache Judas nicht kennt, der lese sie nach.

Dieser Krieg ist nicht der zweite Weltkrieg, dieser Krieg ist der große Rassenkrieg.

Ob hier der Germane und Arier steht oder ob der Jude, die Welt beherrscht, darum geht es letzten Endes und darum kämpfen wir draußen. (Stürmischer Beifall.)

Es wurde also gewußt, es geht um Vernichtung, irgendwer muß vernichtet werden, am Ende des „großen Rassenkriegs“ vernichtet sein -, für Hermann Göring gab es „jetzt nur ein Ziel und einen Gedanken – den Krieg gewinnen“ …

Alfred de Zayas ist aber nicht nur ein für Gerulf Stix zu Würdigender, er ist auch einem weiteren freiheitlichen Nationalratspräsidenten nicht unbekannt, wie vor längerer Zeit bereits geschrieben …

Für „Auschwitz-Vergleich“ ein Brief im Sommer vom Bundespräsidenten und ein Geschenk zum Nationalfeiertag: Parlamentarischer Festakt

Der Präsident ist nicht schuld an seiner Wahl

Das war also etwas zur aktuellen Buchempfehlung von einem ehemaligen Nationalratspräsidenten aus dem III. Lager … Wie im ersten Teil angesprochen, nun noch die Empfehlung des zurzeitigen –

III. Präsident NR informiert über einen Geschichtsrevisionisten

Mit Ausblick auf die Zukunft …Vor allem christschwarze Abgeordnete können sich bereits jetzt freuen, welche Bücher beispielsweise Harald Stefan, wenn sie diesen vielleicht zum nächsten freiheitlichen Nationalratspräsidenten wählen werden, dann als III. Präsident NR empfehlen würde, der sich nicht mehr mit der Frage über „Wissen und Nichtwissen“ … Harald Stefan möchte „stolz sein auf die Leistungen der deutschen Wehrmacht“, ihm, Harald Stefan, ist das „Wesentliche die Umdeutung der Geschichte“ …

Was Freiheitliche unter Leistung verstehen – Harald Stefan zum Beispiel

Die Tradition oder, was das gleiche ist, die Zukunft mit freiheitlichen Nationalratspräsidenten – Teil 1

Weit davon entfernt, hier mit dem Krieg von 1939 bis 1945 sich beschäftigen zu wollen, äußerst weit davon entfernt, hier mit der nationalistischen Massenverbrechentotaldiktatur und nationalistischen Massenmordtotaldiktatur des Deutschen Reiches sich beschäftigen zu wollen, absolut davon entfernt, der Nationalismus- und Revisionismusindustrie einen Gefallen dadurch gar erweisen zu wollen, ihre Produkte zu besprechen, ihre Produkte zu widerlegen, ist es dennoch notwendig, ein weiteres Mal notwendig, ein derartiges Produkt anzusprechen, aber nicht mit Blick auf die Vergangenheit, sondern ausschließlich auf die Gegenwart, nicht mit Blick also auf den Massenmord- und Massenverbrechenführer Adolf Hitler, sondern ausschließlich auf die Nationalratspräsidenten des III. Lagers in der Zweiten Republik …

Es geht aber noch mehr um die Zukunft, die aktuell von Michael Spindelegger mit dem Werbespruch „Zukunft aus Tradition“ beschworen wird, und zu dieser Tradition in der Zweiten Republik gehört auch die freiheitliche Tradition, nicht von ihrer Fixierung auf die Vergangenheit lassen können, die angesprochen werden muß, wieder einmal angesprochen werden muß, weil vor allem die christschwarze Partei mit ihrem zurzeitigen christschwarzen Führer eine Regierungskoalition mit ebendiesen Freiheitlichen eine nach wie vor als unbedenklich eingestufte Option darstellt …

Die Nationalratspräsidenten des III. Lagers sind ein recht gutes Beispiel für diese freiheitliche Tradition der Fixierung auf die Vergangenheit, konkret der nun bald vier Jahre gewesene III. Präsident NR und die permanente Affäre Dr. Martin Graf und der ehemalige III. Präsident NR Gerulf Stix …

Zur Tradition von freiheitliche Nationalpräsidenten gehört auch die Empfehlung von Büchern, so daß die Frage berechtigt gestellt werden darf, welche Bücher wird der nächste freiheitliche Nationalratspräsident, der in der Zukunft wieder hauptverantwortlich von christschwarzen Abgeordneten …

Der ehemalige III. Nationalratpräsident Gerulf Stix bespricht mit würdigender Anerkennung ein Buch von Alfred de Zayas, das zum Inhalt hat, wie Gerulf Stix schreibt:

Worum es konkret geht, lässt sich in knappster Formulierung dem Vorwort von Prof. DDr. Karl Doehring zu diesem Buch entnehmen: „Dem Autor geht es um den Nachweis, dass die immer wieder erhobene Behauptung, der größte Teil der Deutschen habe durchaus von der mörderischen Judenverfolgung des NS-Regimes Kenntnis gehabt, der geschichtlichen Wahrheit nicht entspricht. Dieser Nachweis ist m. E. in vollem Umfang gelungen.“Dieses Nichtwissen über das System der unbegreiflichen „Endlösung“ bescheinigt Alfred de Zayas auch der Wehrmacht.

In die Collage sind Ausschnitte aus der Besprechung von Gerulf Stix und von der Website von Alfred de Zaya aufgenommen, die für sich sprechen und bereits sehr gut aufzeigen, wie Seriösität und Redlichkeit erscheischt wird … Es will das, wie eingangs geschrieben, nicht mit einem Widerspruch gewürdigt werden, und doch, jedoch mit größtem Widerwillen, wird der Entschluß gefaßt, dennoch ein Beispiel anzuführen … Dieses Beispiel wird nur mit Pausen geschrieben werden können,  weil die Toilette nicht nur jetzt schon schon aufgesucht werden mußte, sondern immer wieder die Toilette aufgesucht werden wird müssen, um sich weiter zu übergeben …

„Dieses Nichtwissen“, schreibt Gerulf Stix, „bescheinigt Alfred de Zayas auch der Wehrmacht“ … Zitate  dazu aus „Soldaten Protokolle vom Kämpften, Töten und Sterben“ von Sönke Neitzel  und Harald Welzer:

Wir gehen nach Sichtung unseres Materials davon aus, dass das Wissen sowohl um die Tatsache als auch um die Art und Weise der Judenvernichtung unter den Soldaten verbreitet war, sie dieses Wissen aber nicht sonderlich interessierte.

In der Nähe von Städten entstand dabei trotz gegenteiliger Befehle ein Phänomen, das man als „Exekutionstourismus“ bezeichnen könnte. Deutsche jedweder Couleur besuchten während oder außerhalb ihres Dienstes die Erschießungsstätten, um zuzusehen oder zu fotografieren“.

Die Erzählungen der Soldaten – übrigens nicht nur vom Heer, sondern auch von Luftwaffe und Marine – drehen sich um die sogenannten Judenaktionen, wie sie ab der Mitte des Jahres 1941 in den besetzten Gebieten hinter der vorrückenden Front duruchgeführt werden: die systematischen Erschießungen von jüdischen Männern, Frauen und Kindern, denen etwa 900 000 Menschen zum Opfer fielen.

Unteroffizer Kratz, ein Bordmechaniker eines Do 217-Bombers, der mit seiner Einheit, dem Kampfgeschwader 100, 1942 im Süden Russlands eingesetzt war, beschreibt hier die technischen Optimierungen, die die Massenmordaktionen durchlaufen haben. Sachlich führt er aus, dass die zunächst praktizierte Form der Massenerschießung sich nicht als probat erweist, weil man nicht genug Opfer in den Gruben unterbringen kann.

Auch im folgenden Zitat wird deutlich, dass die Judenverfolgung und -vernichtung als sinnvoll betrachtet wird, die konkrete Umsetzung aber auf Kritik stößt.

Nicht die Aufgabe, sondern ihre Umsetzung wird als das Problem betrachtet, und vor diesem Hintergrund muss man sogar Himmlers Klage in seiner berüchtigten Posener Rede vom 4. Oktober 1943 ein gewisses empirirsches Fundament attestieren: „Es gehört zu den Dingen, die man leicht ausspricht. – ‚Das jüdische Volk wird ausgerottet‘, sagt ein jeder Parteigenosse, ‚ganz klar, steht in unserem Programm, Ausschaltung der Juden, Ausrottung machen wir.‘

Auch in den Abhörprotokollen finden sich Beschreibungen von freiwilligen Teilnahmen an Massenerschießungen oder zu Offerten, dass man mal mitschießen dürfte, wenn man Lust dazu habe. Diese von heute aus gesehen unglaublichen Episoden deuten an, dass die Vernichtungsaktionen keineswegs im Verborgenen stattfanden und auch nicht immer mit Entsetzen und Abscheu wahrgenommen wurden. Im Gegenteil versammelten sich um die Erschießungsgruben wie in einer Arena regelmäßig Zuschauer – Ortsansässige, Wehrmachtssoldaten, Angehörige der Zivilverwaltung – und machten die Massenvernichtung zu semi-öffentlichen Schauveranstaltungen mit Unterhaltungswert, als die sie ausdrücklich nicht geplant waren.

Der Attraktionswert scheint insgesamt größer als die Befürchtung gegen Anordnungen oder Befehle zu verstoßen. Major Rösler beschreibt, dass be einer Erschießung „aus allen Richtungen […] Soldaten und Zivilisten auf einen nahen Bahndamm“ zuliefen, hinter dem sich die Aktion abspielte: „Polizisten mit besudelten Uniformen liefen umher. Soldaten (zum Teil nur mit einer Badehose bekleidet) standen in Gruppen beisammen; Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, schauten zu.“ Am Schluss seines Berichts erklärte Rösler, er habe in seinem Leben schon einige unerfreuliche Dinge erlebt, ein solches Massengemetzel aber, noch dazu in aller Öffentlichkeit, wie auf einer Freilichtbühne, übersteige alles bisher Gesehene. Es verstoße gegen die deutschen Sitten, Ideale usw. Trotz einschlägiger Befehle und erzieherischer Maßnahmen war das Problem des Erschießungstourismus offenbar nicht in den Griff zu bekommen; ein Lösungsversuch für dieses Problem bestand dann etwa darin, „den Tötungseinheiten ‚im Wege guten Einvernehmens‘ nahezulegen, ihre Erschießungen ‚wenn möglich‘ nicht am Tage, sondern bei Nacht durchzuführen“, wie auf einer Konferenz von Militärverwaltungsoffizieren am 8. Mai 1942 beschlossen wurde, allerdings ziemlich folgenlos.

Eine Steigerung des Dabeiseins stellt das bereits erwähnte Mitschießen dar. Oberstleutnand von Müller-Rienzburg von der Luftwaffe erzählt: „Die SS hat eingeladen zum Judenschießen. Die ganze Truppe sind mit Gewehren hingegangen und […] zusammengeknallt. Hat jeder sich aussuchen können, was für einen er wollte.“

Eine der großen geschichtspolitischen Debatten der Bundesrepublik wurde durch die Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ des Hamburger Instituts für Sozialforschung ausgelöst. Von 1995 bis 1999 wurde diese Dokumentation von Kriegsverbrechen und der Verstrickung der Wehrmacht in die Jugendvernichtung in zahlreichen Städten gezeigt, oft zur Empörung vor allem älterer Besucher, die selbst Soldaten gewesen waren. Seit diesem Zeitpunkt, heißt es, sei der Mythos von der sauberen Wehrmacht endgültig dahin. Bemerkenswert an den Auseinandersetzungen um die Ausstellung war aber, dass viele Kriegsteilnehmer jede Verstrickung der Wehrmacht in den Holocaust vehement bestritten. Wie unsere Abhörprotokolle zeigen, hatte das weder etwas mit „Verdrängung“ noch mit „Verleugnung“ zu tun: Viele Verbrechen, die heute zu Vernichtungskrieg und Holocaust gerechnet werden, wurden zeitgenössisch ganz anders eingeordnet – als Partisanenbekämpfung etwa. Insofern hat man es hier mit der Unterschiedlichkeit zweier Referenzrahmen – des zeitgenössischen und des gegenwärtigen – zu tun. Aber noch etwas ist an den Abhörprotokollen höchst bemerkenswert: Sie belegen nämlich, dass viele Soldaten über den Prozess der Judenvernichtung en détail Bescheid wussten; zum Teil erzählen sie sogar Aspekte, die die Forschung bis heute noch gar nicht entdeckt hat. Sie stellen aber keine Verbindung zwischen diesen Wissensbeständen und ihrem eigenen Handeln her, obwohl den meisten Soldaten bereits während des Zweiten Weltkrieges bewusst war, dass Einheiten der Wehrmacht eine Vielzahl von Kriegsverbrechen begangen hatten und auch an den systematischen Erschießungen von Juden in den besetzen Gebieten vielfältig beteiligt waren – als Ausführende, als Zuschauer, als Mittäer, als Hilfskräfte, als Kommentatoren. Sehr selten auch als Störfaktoren, etwa in Gestalt einzelner Offiziere, die sich beschwerten, Opfer retteten oder, wie in einer besonders spektakulären Aktion, die SS mit Waffengewalt an der Ermordung einer Gruppe von Juden hinderten. Dies freilich sind solitäre Ausnahmehandlungen gewesen; Wolfram Wette taxiert die Gesamtzahl der Fälle von „Rettungswiderstand“ unter den 17 Millionen Wehrmachtsangehörigen auf etwa 100 Fälle.

„Dieses Nichtwissen bescheinigt“ also Alfred de Zayas, schreibt Geruf Stix in Würdigung und Erleichterung -, er hat ihnen also nicht bescheinigt, diese Handlungen oder diese Nichthandlungen …

Es mag jetzt für den Vormittag nicht weitergeschrieben werden …

Wer in einem Ernstfall am wenigsten in Österreich zur Verteidigung beitragen wird – Das Bundesheer

Daran mußte gedacht werden, als gelesen wurde, es seien in einer Kaserne Autos abgefackelt worden, auf einem militärisch bewachten eingezäunten Gelände brannten Autos vollständig aus, unter der Bewachung durch Soldaten gelang es also, in einer Kaserne, unbemerkt Feuer zu legen …

Menschgemäß kann nicht alles verhindert werden, aber es ist nicht der erste Fall, daß in einer Kaserne, auf einem bewachten Areal das Bundesheer sogar beim Schützen ihrer eigenen Liegenschaft … Das Bundesheer die Polizei zur Hilfe rufen muß

Und wenn das Bundesheer einmal ausrückt, wird es gefährlich, nicht für das Militär eines anderen Staates, sondern tatsächlich für

Der über zwei Jahrzehnte dauernde Assistenzeinsatz des Bundesheeres an der Grenze läßt mit seiner Leistungsbilanz auch zu keinem anderen Ergebnis kommen, als, das Bundesheer wäre derart mit den eigenverschuldeten Unfällen beschäftigt, daß jedwedes Militär in Östereich einmarschieren könnte, als wäre es auf einem Betriebsausflug mit Fahrrädern, in kurzen Hosen und ausgerüstet lediglich mit Picknickkörben

Das Bundesheer wird aber nicht nur gefährlich, wenn es einmal ausrückt, es wird auch gefährlich für jeden Bürger und jede Bürgerin in Österreich, wenn es in seinen Stuben bleibt und sich beispielsweise mit der Novelle des Sicherheitspolizeigesetzes beschäftigt und seine Meinung dazu

Es geht menschgemäß weit darüber hinaus, ob das österreichische Bundesheer für irgend etwas tauglich ist oder nicht, und es geht, noch wichtiger, weit über Österreich hinaus, weshalb das Militär Thema, mehr noch, über das Militär und die gesamten militärisch-industriellen Komplex breitest diskutiert werden muß, um endlich zum Ergebnis zu kommen, das dann tatsächlich auch ohne Verzögerung umgesetzt wird:

Schluß mit dem Luxus Militär!

Ein Gedicht rezitiert ein Gedicht

Günter Grass sagt, nun, nach und allem
Schreiben auf eine einz’ge Lesung hin,
Ich hätt’s jetzt anders geschrieben – das
Lyrische Ich nicht nur seines Gedichts aber
Sagt, ich bin zu lesen –, über die Region hinaus,
Entschlackt vom Nationalen, ich bin
Nicht zu lesen im Historischen Kerker, und das
Wußte Günter Grass, als ich ihn ließ, mich in
Haft zu schreiben, weiß Günter Grass
Selbst jetzt noch nicht -, ich muß allgemeiner
Gelesen werden, in jedem Land aber,
Wie es jedem Land konkret zukommt.

Was auch in diesem Gedicht nicht gelesen werden
Will, aber un-endlich zu lesen ist, zu schreiben bis …

Warum schweige ich, verschweige,
was offensichtlich in Planspielen
geübt, deren Ende wir sind.

Jetzt aber, weil wiederum und
rein geschäftsmäßig,wenn auch
mit flinker Lippe deklariert,
geliefert, unbewiesen,
doch als Befürchtung von
Beweiskraft sein will,
Mit Tinte, zu spät; auch wir
Zulieferer ei
nes Verbrechens, weshalb
unsere Mitschuld
durch keine
der üblichen Ausreden
zu tilgen.

Heuchelei zudem,
zu hoffen,
es mögen sich
viele vom Schweigen
zum
Verzicht 
 

Nicht über Kulturetatkürzungen reden, sondern Militärbudgets zu 100% für Kultur ausgeben

Es scheint nun die Diskussion über den „Kulturinfarkt“ auch rasch in Österreich angekommen zu sein, eine unnötige, eine überflüssige und eine falsche, eine Diskussion, in die nicht einzusteigen ist …

Denn es kann nie genug Kultur geben, mehr noch, es muß immer noch mehr Kultur geben, wenn endlich die Tötungsgesellschaft und die durch Militär und Rüstungsindustrie pervertierte und korrumpierte Gesellschaft überwunden werden will …

Es ist jedoch bitterer Ausdruck dieser Tötungsgesellschaft, bereitwillig eine gänzlich falsche Diskussion breit aufzugreifen, Argumente für und Argumente gegen Kulturetatkürzungen hervorzukramen, leichtfertig Kultur zu schwächen, ganz gleich ob mit Argumenten für oder mit Argumenten gegen die Kulturbudgets, es wird die Kultur damit insgesamt verantwortungslos in Frage gestellt …

Es kann aber nur eine einzige Aktion geben, es kann nur eine einzige Forderung geben, gerade in Zeiten des Sparwahns, der auch Kultur zugrunde richten will, es kann nur die nicht verhandelbare Forderung der ersatzlosen Abschaffung jedweden Militärs geben, die Forderung der einhundertprozentigen Verwendung von Militärbudgets für Kultur weltweit, in jedem Staat …

Es ist auch bitterer Ausdruck dieser Tötungsgesellschaft, die fortwährenden und weiter explodierenden Ausgaben für Militärs einfach hinzunehmen, dagegen nicht breitest diskutieren zu wollen, zu können, dagegen nicht breitest und massiv vorgehen zu wollen, zu können,

obgleich jedwedes Militär die größtmögliche Vernichtungs- und Auslöschungsmaschinerie wie auch Verschwendungsmaschinerie  ist, die gekannt wird,

obgleich jedwedes Militär vollkommen ohne Nutzen und absolut ohne Weltverbesserungspotential,

obgleich jedwedes Militär das größtmögliche Hemmnis für jedwede nachhaltige Entwicklung,

obgleich jedwedes Militär ohne Umwegrentabilität,

obgleich jedwedes Militär mit seiner Fleisch- und Blutsucht die höchstmöglichen Umwegkosten verursacht …

Am Flowchart pissen Hand in Hand Militär und Rüstungsindustrie stets auf alles und stets alle an

Rüstungsindustrie mit Militär pissen stets alle an und stets auf alles.

Ganz gleich ob es der Wahrheit entspricht oder nicht, das Bild der Soldaten, die auf tote Menschen pissen, ist das Symbol besthin für jedwedes Militär auf dieser Welt, jedes Militär pißt alle an und überschwemmt jedes Stück Erde mit seiner gelbbräunlichen Pisse. Es sind nicht die einzelnen Soldaten, die, wenn auch regelmäßig, empörende Aktionen setzen, in die große mediale Aufregung zu rücken, denen, sofort bei ihrer Rückkehr in das Zivilleben, wieder ein Platz in der Schlange der Anzupissenden zugewiesen wird, und den die Soldaten wie selbstverständlich wieder einzunehmen bereit sind. Es ist das Militär insgesamt, das eine einzige skandalöse Organisation ist, zu verurteilen und endlich abzuschaffen, womit eine Paradoxie endlich zur Auflösung zu bringen ist, nämlich, daß der Mensch den Frieden, nichts anderes ist ständig von allen zu hören, verkündet und zugleich, nichts anderes wird weiter ständig gemacht, den Krieg mit der luxuriösesten Infrastruktur, die gekannt wird, fortwährend verschwenderisch auszustatten.

Ob nun ein paar Soldaten tatsächlich auf tote Menschen pinkelten, ob jemand dieses Video geschickt produzierte, ist gleichgültig, diese Soldaten oder jene, die diesen Film herstellten, sind auszuzeichnen. Sie haben der Welt das Bild über das Militär geliefert, das in jedem Zimmer dieser Welt aufzuhängen ist, um immer vor Augen zu haben, was das Militär grundsätzlich ist, was die grundsätzliche Aufgabe jedweden Militärs ist, nämlich alle anzupissen, unabhängig davon, ob die Zeit eine Zeit des Friedens oder eine Zeit des Krieges genannt wird, wobei, weltweit betrachtet, keine Zeit des Friedens existiert.

Dafür könnten aktuelle Beispiele angeführt werden, aber es können täglich seit einer Ewigkeit aktuelle Beispiele vorgebracht werden. Und mit Sicherheit werden Ihnen aktuelle Beispiele einfallen, vielleicht denken Sie an Ägypten, oder Sie an Nordkorea, oder Sie an Griechenland, oder Sie an Deutschland, Sie wieder an Syrien, oder Sie an …

Was aber nicht täglich passiert, sind Sparpakete, die aktuell europaweit ausgeliefert werden, beliebtes Transportmittel sind die Eurofighter, deren Hersteller sich wohl gleich selbst von der Empfängerliste gestrichen haben, womit die zweite oder bereits die erste Pisserin vorgestellt ist, die Rüstungsindustrie, über die vor kurzem in der Zeit ebenfalls berichtet wurde, ein Ausschnitt:

Eigentlich unglaublich: In diesem Frühjahr entscheidet sich, ob Griechenland im Euro-Raum überlebt oder zur Drachme zurückkehrt. An dem Morgen, an dem im Café freimütig Interna ausgeplaudert werden, behandeln Mediziner in Athener Krankenhäusern nur noch Notfälle, streiken Busfahrer, fehlen noch immer Schulbücher in den Schulen und demonstrieren Tausende Staatsbedienstete gegen ihre angekündigte Entlassung. Griechenlands Regierung verkündet ein neues Sparprogramm, das kaum einen Griechen verschont. Es sei denn, er arbeitet beim Militär oder in der Rüstungsindustrie. An diesen beiden Bereichen ist nämlich noch jedes Sparpaket beinahe spurlos vorübergegangen.